Kategorie: Sport

Tennis, Rad etc

Status: Rad-Aufbau-Training

Rad-Aufbau Training:

Bis Mitte Januar war ich krank. Fieber und Husten. Seit 23. Januar trainiere ich wieder und versuche den 5-wöchigen Trainingsrückstand wieder aufzuholen. Es sieht gut aus. In den letzten 2 Wochen bin ich 450 km gefahren, die letzte 95 km Ausfahrt (heute) sogar mit einem 29 km/h Durchschnitt

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Weihnachten 2012: Start zur World Tour, kleiner Unfall, Akupunktur und Pat

  • Dolphin Bay: My Birthday RideAm 24, Dezember startete ich mit 2 Freunden zu meiner „70. World Tour“ und zwar in Hua.Hin.  Sie  wird mich im Verlaufe 2013 via Basel in die Toskana (Follonica) und weiter nach Istrien führen, bis es Mitte Oktober wieder nach Thailand zurückgeht.

    Zu diesem Zweck habe ich ein eigenes, neues Renndress kreiert und an der heutigen Ausfahrt zum Frühstück an die Dolphin Bay eingeweiht. Es soll nun bei jedem offiziellen Anlass getragen werden. Warum 70. World-Tour? Ganz einfach: am kommenden Silvester werde ich 70 Jahre alt.

  • Den Heiligen Abend habe ich alleine zu Hause verbracht und an meiner Homepage gearbeitete. Am Weihnachtstag hatte ich dann einen kleinen Unfall, als ich mit meinem Roller auf dem Weg zum einheimischen Markt, wo ich Mangos kaufen wollte, unverhofft meinen Freund Chris von „Tour de Thailand“ sah. Voller Freude bremste ich hinter seinem Bus, aber leider mit der falschen Bremse (dem Vorderrad), denn schon lag ich wie ein strampelnder Käfer auf dem Rücken. Ich war nicht schnell unterwegs, denn ich kannte die Stelle, sie ist kiesig und ….. Glücklicherweise trug ich einen Helm, denn mein Kopf schlug ein paar Mal heftig auf der Strasse auf. Ohne ihn hätte der Sturz im Spital geendet. So konnte mich Chris aus seinem Tour-Bus verarzten. Vorallem die linke Fuss-Oberseite hatte einiges abbekommen, Haut verloren und blutete. Dann noch ein paar Stellen am linke Ellbogen und Knie. Dank Bepanthen auf meinen Schürfungen ging es schnell aufwärts. Ich war wenig beeinträchtigt, wenn man davon absieht, dass ich keine geschlossenen Schuhe tragen konnte

  • Am 26. Dezember dann die nächste Ueberraschung. „Surprise, Surprise“ pflegte Pat mit Vorliebe zu sagen …. und in der Tat: Ich sass am Notebook, schrieb Mails und bearbeitete Fotos, als auf einmal Pat auf dem Sitzplatz stand und mir zulachte. Ich meinte zu träumen, denn sie war doch im Spital.

    Dolphin Bay: My Birthday RidePat ging Mitte Dezember ein paar Tage vor mir nach Bangkok, um sich in einer chinesischen Spezialklinik die starken Schmerzen an ihrem linken Bein mit Akupunktur behanden zu lassen. Anschliessend waren noch ein paar Tage Therapie eingeplant. Leider hat sich das ganze verlängert, weil Pat sich nach der Akupunktur stark erkältete. Und nun stand sie vor mir. Immer noch stark hustend, aber strahlend, denn die Schmerzen am, Bein seien weg. Toll, was Akupunktur ausrichten kann, denn vorher konnte sie vor lauter Schmerzen nur langsam gehen.

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2. – 22. Nov. 2012: Mein Erlebnisbericht „Vietnam-Tour mit Hummer, Sichel und Mountainbike“

Wunderbarer weisser Strand zwischen Nha Trang und Tuy Hoa

Wunderbarer weisser Strand zwischen Nha Trang und Tuy Hoa

Im Gegensatz zur letztjährigen „Tour de Thailand“ war diese „Vietnam-Tour“ weniger eine Fernfahrt, um von A nach B zu gelangen, als ein 17-tägiges Ereignis mit einzelnen Radausfahrten in sehenswerten Gegenden unterschiedlicher Länge. So waren die Tages-Etappen immer eine Kombination aus Rad- und Busfahrten, um ans Ziel zu gelangen. Dies führte auch dazu, dass wir bereits kurz nach dem Start in Saigon mit dem Flugzeug etwa 300 km nach Dalat flogen und später auch noch mit der Eisenbahn einen grossen Teil von Zentral-Vietnam überbrückten.

Mehr darüber erfährst Du aus meinem mit vielen Bildern illustrierten Erlebnisbericht meiner „Radfernfahrt durch Vietnam von Saigon nach Hanoi„. Klick den nachstehenden Link an:

» http://www.maxlehmann.ch/thailand/2013-thailand/2012-tour-vietnam.htm «

 

Falls Du den einen oder anderen Schreib- oder Orthographie-Fehler entdeckst, bitte mach mich darauf aufmerksam. Ich bedanke mich zum voraus

 

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19. Dez. 2012: Rundschreiben „Frohe Weihnachten und ein guter Rutsch ins 2013“

Fahrt von Nha Trang nach Tuy Hoa

Auf einem Pass in Vietnam, im Hintergrund das blaue Meer

Liebe Freunde in nah und fern

Als ich ein Kind war, da dauerte es ewig, bis endlich das „Christkindli“ da war. Und nun? Die Zeit vergeht im Fluge. In wenigen Tagen wird für mich bereits Halbzeit meines 5-Monats-Aufenthaltes in Thailand sein. Aber kurz darauf geht es auf die 11-tägige Schiffsreise in Myanmar (ehemals Burma), den Irrawady-Fluss hinunter von Mandalay über Pagan bis nach Prome. Es muss eine Wahnsinns-Reise werden, wie mir Freunde berichteten. Sehenswürdigkeiten am laufenden Band. Ich bin gespannt und werde wie gewohnt berichten. Aber nicht von Burma aus, denn dort gibt es fast noch kein öffentliches Internet, sondern erst im Anschluss an die Reise. Am 3. Januar geht es los und am 15. Jan. werde ich wieder zu Hause in Hua-Hin sein.

Seit meinem letzten Mail habe ich an meinem „Vietnam-Bericht„, der Radfernfahrt vom Süden in den Norden Vietnams,  gefeilt. Die vielen einmaligen Erinnerungen, Erlebnisse und Photos aus diesem kommunistisch regierten Lande, mussten gebündelt und eingeordnet werden, obwohl ich bereits auf der Fahrt vieles vorbereitet hatte. Er wird in den nächsten Tagen unter » http://www.maxlehmann.ch/thailand/2013-thailand/2012-tour-vietnam.htm« ins Netz gehen.

Dazwischen habe ich wiederum vieles, aussergewöhnliches erlebt. Unvergesslich das für mich einmalige und nicht mehr wiederholbare Radrennen um den Kings-Cup. Ja ich bin für den thailändischen König gefahren! 100 km waren zurückzulegen, aber der letzte Kilometer zum Ziel war für mich unvergesslich und mörderisch. Steil, beinahe überhängend ging es 12-18% aufwärts zum Aussichtspunkt hoch über Hua-Hin. Meine Kraft reichte nicht mehr aus, zu Fuss schob ich mein Rennrad den Berg hinauf, wobei dies gar nicht viel einfacher war ….. Mehr darüber findet ihr in meinem Thailand-Tagebuch unter:  » http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2012/12/02/1-dez-2012-kings-cup-ein-radrennen-uber-100-km/ «

Im Zusammenhang mit meiner Burma-Reise verbrachte ich vergangene Woche ein paar Tage in Bangkok. Ich musste mein Visum für Burma einholen. Was anfänglich  nach einer einfachen proforma Sache aussah, endete in einem Anstehen wie für ein Rollings-Stones-Konzert. Trotz dieser Geduldsprobe hatte ich noch etwas Zeit fürs Shopping im Pratunam-Quartier. Pratunam ein Name, der jeder Frau ihr Herzen höher schlagen lassen sollte, denn 100e oder gar 1000e an Kleider-Geschäften buhlen um Klein- und Grosseinkäufer. Sie waren auch bei mir erfolgreich. Mehr darüber  gibt es zu lesen und zu sehen: » http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2012/12/14/11-14-dez-2012-mein-bangkok-trip-visa-burma-shopping-pratunam-it-pantip/ «

Ihr könnt es bestimmt fühlen: mir gefällt es hier unten im Fernen Osten. Es ist einmalig. Und wenn ich jetzt noch erwähne, dass ich soeben eine der wunderbaren honig-gelben Mangos genossen habe, dann dürft ihr auf mich  neidisch sein. Aber dieses Land steht auch Euch offen.

Ich wünsche Euch alles Gute, frohe Festtage und ein erfolgreicher Rutsch ins 2013. Bleibt mir alle gesund und erhalten, sodass wir uns bald wieder sehen werden.

Mit meinen besten Grüssen
Euer Max, seines Zeichens Steinbock, Weltenbummler und rasender Reporter!

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Gedankenstützen: Meine Schlauch-Ventile in Thailand – Mitbringen nach Thailand im Okt. 2013

Presta-Ventil

Presta-Ventil

Schrader-Ventil

Es ist schrecklich, sobald ich in der Schweiz bin, weiss ich nicht mehr, welche Schlauchventile ich an meinen Rädern in Thailand habe. Meine Rettung, mein Tagebuch:

  • Beim Rennvelo ist es klar. Da gibt es nur ein Ventil: das dünne französische  „Presta-Ventil
  • Anders beim Mountain-Bike, da gibt es beides. Ich brauche die dicken „Schrader-Ventile“ (=Auto-Ventile)

Hoffentlich kann ich mich zu Hause wieder daran erinnern, dass ich es hier aufgeschrieben habe!

Weitere Mitbringsel

  • Tafelmesser
  • Schweizer Kreuz für meinen Roller
  • Käse-Fondue 2 x 400 g
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1. Dez. 2012: Die Leiden und Freuden am King’s-Cup – einem Radrennen über 100 km

Unser Farang-Team kurz vor dem Start

v.l.n.r. Max, Adrian Stella und David McReynolds von England

Das Radrennen um den „Kings-Cup“ hat eine lange Tradition in Hua-Hin. Jeweilen am Samstag findet ein Strassenrennen und am Sonntag ein Querfeldein-Mountain-Bike-Rennen statt. Vor 3 Jahren bin ich bereits ein paar Mal die Querfeldein-Strecke trainingshalber abgefahren, aber sie war mir zu steil und streckenweise voller Geröll und grosser Steine. Sie war mir zu gefährlich, obwohl ich nur einmal ausrutschte, aber eben vorsichtig fuhr. Dieser Wettbewerb kam deshalb für mich nicht in Frage.

Aber das Strassenrennen hatte ich immer im Hinterkopf. So entschloss ich mich in meinem jugendlichen Uebermut, am diesjährigen Strassenrennen teilzunehmen. Es war für mich eine Premiere. Ich bin ja ein Späteinsteiger. Noch nie hatte ich mit meinen 70 Jahren  an einem Rad-Rennen teilgenommen.  Und  ich sollte es nicht bereuen … oder doch? Nein, nachträglich bin ich stolz, den inneren Schweinehund mehrmals überwunden zu haben. Es blieb mir auch nichts anderes übrig, denn ich musste ja wieder nach Hause kommen.

Die letzten Tage hatte es ununterbrochen in Hua-Hin geregnet, ja oft geschüttet. Niemand rechnete damit, dass am Samstag 1. Dez. 2012 der diesjährige Kings Cup stattfinden könne. Aber bereits am Freitag-Nachmittag änderte sich die Farbe des Himmels von Grau auf Blau, und am frühen Morgen des Renntages begrüsste uns ein tiefes Blau.

Das Start Gelände am Clock-Tower von Hua-Hin

Es waren bestimmt mehr als 300 Fahrer am Start, meist junge Thais ausgerüstet mit dem Besten vom Besten an Rennrädern. Aber auch ein paar Aeltere wie meine Freunde. Sie waren 45 und 50 Jahre alt, hätten also meine Söhne sein können. Mein Altersklasse war nicht gross vertreten. Ich habe wenigstens keinen „Grufti“ entdeckt. Es war ein echtes Rennen mit Motorrädern, die die Strasse freihielten und Wasser transportierten. Die Kreuzungen waren abgesperrt und der Verkehr auch auf den grossen Hauptstrassen musste anhalten. Sogar Krankenwagen vom grossen San Paulo Hospital waren auf der Strecke und mussten auch  Erste Hilfe leisten. Ich hatte Startnummer R3-26.

Vor dem Start zum Kings Cup in Hua-Hin

Man beachte, wie die Thais Arme und Beine vor der Sonne schützen, um ja nicht braun zu werden

Um es vorweg zu nehmen. Es war eines meiner härtesten Rennen resp. Ausfahrten. Bereits beim Start ging es gegen 10% aufwärts, was ich aber nach meinem Vietnam-Training (Vietnam-Rundfahrt vom Süden in den Norden über 1’800 km) gut und erstaunlich problemlos verkraftete. Noch letztes Jahr bereitete mir dieser Aufstieg ungemein Mühe. Die jungen Thais rasten bereits hier an uns vorbei, wie der Teufel.

Dann aber machte ich mit meinen beiden Freunden, wir starteten als Farang-Team (Team der Ausländer), einen grossen Fehler. Wir rasten auf der Ebene mit zu hoher Geschwindigkeit von 35-37 km/h und ich alter Trottel hinten nach. Ich konnte die beiden nicht bremsen und versteckte mich immer länger an einem der Hinterräder. Nach 40 km war ich fast platt und liess mich zurückfallen, um mein eigenes Tempo zu fahren.

Am Wendepunkt bei 50 km machten wir einen kurzen „Tank-Stop“, tranken ein Cola und assen etwas. Auf dem Rückweg ging es dann besser. Ich wusste ja, dass ich den Anfang langsam angehen sollte, denn meine Stärke kommt nach 30-40 km. So auch heute. Ich konnte wieder führen und Tempo machen. Wir überholten wieder einen nach dem anderen, die für ihre anfängliche Parforce-Leistung büssen mussten.

„Noch 10 km bis zum Ziel“ stand am Wegrand, was wieder neue Kräfte freimachte. Ich wurde bereits wieder etwas übermütig und überlegte mir, wie ich meine beiden Begleiter abhängen konnte! Dann die Tafel „Noch 5km…“ und dann sogar „Noch 1 km…“ ….aber nach meinem Hochmut kam der Fall und der Hammer.

Die wollten doch nicht etwa uns hier hinauf fahren lassen,“ schoss es mir durch den Kopf. Vor mir eine Mauer aus Beton. Ich hatte davon schon gehört: der berüchtigte Aufstieg zum „Kao Hin Lek Fai“, einem Aussichtspunkt hoch über Hua-Hin. Bereits ein Honda-Roller mit 2 Passagieren hat hier Mühe. Und diesen Stutz sollte ich hochfahren? Nach den ersten 50 m bin ich fast vom Rad gefallen. Ich hatte zu wenig Kraft in den Beinen (und im Kopf). Ich stieg ab, auch andere Fahrer taten es mir gleich. Nur die besten konnten auf dem Rad bleiben. „18-20%“ Steigung habe ich auf meinem GPS gelesen. Meter um Meter kämpfte ich mich den Berg hoch, ja zu Fuss, aber auch so war der Berg steil. Zusätzlich plagten mich ab 500 m vor dem Ziel Krämpfe im rechten Oberschenkel. Ich humpelte hoch wie ein Verletzter. In der Tat, es ist fast zum Lachen, zog ich mir dabei am rechten Unterschenkel eine Zerrung zu! Unterwegs gab es Wasser, das schüttete ich mir über den Kopf und Körper, und kühlte meinen Oberschenkel. Ich musste den Körper abkühlen, denn die Hitze brannte unerbittlich und kein Fahrtwind kühlte.

Oben auf dem Gipfel, es waren noch etwa 50 Meter, wurde es flach. Ich stieg nochmals aufs Rad und fuhr über die Ziellinie, wo mich meine Freunde erwarteten. Ich war total kaputt und fiel fast vom Rad. Ich war stolz auf mich! Ein tolles Gefühl! (wie der Cancellara an den olympischen Spielen!). Ich war aber nicht der letzte. Nach mir kamen noch viele. Die meisten zu Fuss. Ich schätze, dass ich etwa in der Hälfte des Teilnehmer-Feldes klassiert war.

Für die 100 km brauchte ich um die 3 Stunden und 30 Minuten, was einem Schnitt von um die 26 km/h entsprach. Gar nicht schlecht für mich alten Sack.

Am Abend beim gemütlichen Essen mit meinen 2 Partnern habe ich meine aktive Karriere als Rennfahrer beendet und an den berühmten Nagel gehängt. Ich werde nur noch zu meinem Vergnügen fahren.

Selten habe ich derart tolle Fahrräder gesehen, wobei man wissen muss, dass diese hier in Thailand um einiges teurer sind als in der Schweiz

 

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19. November 2012: Ankunft in Hanoi

19. Nov: Wir sind in Hanoi angekommen

Leider ist es immer noch bewölkt, aber wenigstens kein Regen, Wir wohnen im alten Viertel von Hanoi in einem tollen Hotel, das nur etwa 5-7 m breit ist. In 2 Tagen fliege ich zurück nach Bangkok. Vorher will ich aber noch Hanoi erkunden. Morgen geht es auf eine City-Tour. Dazwischen schreibe ich an meinem Erlebnis-Bericht .

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6. Nov. 2012: Erste Bergetappe in Dalat

Erste Bergetappe in Dalat:

Heute hatten wir den ersten grossen Tag: Mit dem Flugzeug ging es nach Dalat (300 km nördlich von Saigon), dann über 40 km mit 1’300m Höhendifferenz rund um Dalat auf über 1’500 m u.M. Morgens geht es noch weiter in die Höhe bis auf 2’000 m ü.M. Und dies in kurzen Hosen und dünnem Leibchen …. in der Schweiz und Deutschland liegen auf diesen Höhen bereits viel Schnee.

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5. Nov 2012: Start der Radfernfahrt von Saigon nach Hanoi

Start der Radfernfahrt von Saigon nach Hanoi:

Mit einem KickOff in der Reception des Northern Hotel in Saigon begann die Radfernfahrt von Saigon nach Hanoi. Wir sind 7 Frauen und 4 Männer, d.h. die Männerquote wurde nicht erreicht. Dafür ist aber Frl. Rottenmeier aus dem Heidi-Film dabei.i

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200km Plus – Eine Radfernfahrt der besonderen Art

200km Plus„, so einfach hiess die Formel und das Ziel unserer Rad-Ausfahrt. Jeder von uns wollte diese Distanz von „200 km an einem Tag“ knacken. Keiner hatte diese Distanz jemals gefahren. Von Hua-Hin über Dolphin Bay – Prachuapo Khiri Kan – nach Ban Krut war die Strecke, alles mehr oder weniger der Meeresküste entlang.

Für mich ein grosse Herausforderung und Challenge, wie es die Amerikaner so treffend formulieren. Wird mein Körper dies aushalten? Wie wird er auf diese Parforceleistung reagieren? Bei Gegenwind ab Mittag? Bei 35°C Hitze im Schatten? mit einem Helm, der nicht vor der Sonne, sondern vor einem etwaigen Sturz schützen soll?

Falls Du mehr über mein einmaliges Erlebnis lesen und sehen möchtest, klicke den nachfolgenden Link an:

200km-Plus – Eine Radfernfahrt der besonderen Art

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3. – 23. Nov. 2011: Tour de Thailand von ChiangMai via Sukothai nach Hua-Hin

Logo „Tour de Thailand“

Die „Tour de Thailand“ war eine 1’300km lange Radfernfahrt vom Norden Thailands in den Süden, von ChiangMai via Sukhothai, Kanchanaburi (River Kwai) nach Hua-Hin. Eigentlich hätte sie über Ayutthaya und Bangkok führen müssen, aber die riesigen Hochwasser im Herbst 2011 haben dies verunmöglicht.

Am 7. November 2011 begann die „Tour de Thailand“ und dauerte bis am 23. November. Wir waren 11 Fahrer aus USA, Australien, Acra und ich aus der Schweiz. Wegen des Hochwassers haben ein paar Angemeldete kurzfristig abgesagt. Dazu kamen der Tourenleiter Chris Byrd mit seinem Guide John Graham, Gae als gute Seele und Managerin der Tour. Sie organisierte alles: Hotel-Zimmer, Essen, Einkauf der Zwischenverpflegungen, Früchte etc. Wir wurden von zwei Fahrzeugen mit dem Ersatzmaterial, den Getränken und Zwischenverpflegungen, sowie unserem Gepäck begleitet. Diese Fahrzeuge dienten uns auch als Busse für die Ausflüge.

Operation „Lächeln“:

 Die „Tour de Thailand“ von Chris Byrd ist als Charity-Anlass aufgezogen, d.h. ich selber habe neben meinem Tour-Beitrag einen Charity-Anteil von nicht unerheblicher Höhe getragen. Damit unterstützte ich die amerikanische Organisation „Operation & Smile in Thailand“ resp. Operation „Lächeln“ in Thailand, die in verschiedenen Spitälern in Thailand durch Aerzte aus der ganzen Welt chirurgische Operationen an Kinder durchführt, die mit Missbildungen im Gesicht zur Welt kamen.. Wir besuchten eines der Spitäler in „Maesot“ in unmittelbarer Nähe der burmesischen Grenze.

Meine Expedition über 1’300 km habe ich problemlos überstanden und die Schwestern im nahen Bangkok-Hospital mussten nach Ankunft in Hua-Hin nicht helfend eingreifen. Ich habe nämlich mein Fudi gepflegt wie ein „Pornostar“ (ich nehme mal an, die müssen ihr Kapital auch pflegen): Abends und am Morgen nach dem intensiven Waschen habe ich meine kritischen Zonen mit Zinksalbe eingecremet …. und die Rennhosen mit Babypuder weiss bepudert! …. Ich muss aber gestehen, dass ich mir noch in der Schweiz die teuersten ASSOS-Rennhosen gekauft habe, und sie waren das Geld wert. Zudem hatte ich den Spezial-Ledersattel von Ernesto Guidali bei mir. Ich fuhr in der Tat wie auf einem Sofa.

Willst Du mehr über meine „Leiden“, Erlebnisse aber auch Bilder von den Ueberschwemmungen links und rechts der Strasse lesen und sehen, dann klick auf nachstehenden Link:

» Bericht  und Foto-Reportage über meine unvergesslichen Erlebnisse während der „Tour de Thailand“ «


 

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5. März 2011: Mountain-Bike-Ausfahrt mit den Cha-Am-Bikers

Bereits am Samstag, 5. März früh um 04:45 war Tagwache, denn bereits um 06:30 mussten wir uns im 20 km entfernten Cha-Am einfinden. Wir von der Hua-Hin-Bikern waren als Gäste eingeladen. Es waren fast ausschliesslich Thais, die hier den Radsport betreiben. Sie waren ausnahmslos jünger als ich, zwischen 25 und 45 Jahren schätze ich.

cha-am-thai

Gegen Sonne geschützter Thai-Fahrer

Die Thais sind wie die Japaner und Chinesen Technik-Freaks. Wie bei ihren Foto-Hobbies sah man nur das Feinste vom Feinen, vom alten Mountain-Bike, dessen Schaltung unterwegs abbrach bis zur modernsten Trek Carbon Rennmaschine, die direkt aus dem Radgeschäft kam. Sie lieben den Radsport, aber weniger der Leistung wegen, sondern zur Anhebung der Lebensfreude. Einzig die Jungen testeten unter sich ihr Kräft-Verhältnis.

Ueber 83 km führte die Strecke von Cha-Am zum Staudamm von „Kaeng Krachan“, wo ich bereits im Januar war. Die Ausfahrt von etwa 50 Bikern und Bikerinnen endete mit einem feinen Essen im Freien. Alles haben sie auf Pickups mitgeführt. Alle 20 km gabs einen Wasserstop, d.h. es gab Wasser oder isotonische Getränke. Unterwegs wurde die Strecke für uns freigehalten. An jeder Kreuzung und Abzweigung standen Thais, die den Verkehr regelten und nötigenfalls stoppten. Undenkbar in Europa.

Ich bin diese Strecke voll gefahren. Ich wollte wissen, wie weit meine Form ist. Bisher versuchte ich immer im grünen Bereich zu bleiben, diesmal auch im roten, aber erstaunlicherweise sank die Herzfrequenz innert wenigen Sekunden wieder in den grünen Bereich. Ja ich war mit meinen 1’300 km in Form. Ich war noch nie so stark!

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Lebenshaltungskosten in Thailand – Eine Anleitung für Velo-Training und -Ferien in Thailand

Ich habe viele Freunde aus dem CPC (Club des Pedaleurs de Charme) und dem RRCB (Radrennclub Basel) die jährlich im Frühjahr nach Mallorca oder Spanien zum Rad-Training fahren. Warum dieses Training nicht mit einem Trip nach Thailand verbinden?

Dieses Vorhaben ist nur bei einem Aufenthalt von 1-3 Monaten vernünftig und empfehlenswert. Kürzer wäre Unsinn, denn der Körper muss sich an die Wärme und Feuchtigkeit gewöhnen.

In diesem Fall sollte man bei Ankunft 3-5 Tage in Bangkok zum Besuch der Altstadt und der Königs-Tempel einplanen. Anschliessend Dislokation mit einem Taxi nach Hua-Hin in ein schönes gemietetes Haus. Wir mieten ein Roller oder Motorrad, sowie ein Mountain-Bike (ev. auch Kauf um es abschliessend nach Hause zu nehmen).

Von hier aus würden wir alle 2-3 Tage einen geführten Mountain-Bike-Ausflug über 30-70km unternehmen. Die Strecken führen über Naturstrassen, Waldwege, durchs freie Gelände, weniger auf asphaltierten Strassen. Man lernt und übt dabei die Grundlagen des Radfahrens wie Ausbalancieren, Gänge schalten, steile Wege hoch- und wieder runterfahren, Mulden und Unebenheiten ausfahren, enge Kurven zwischen Gebüschen, Hecken und Steinen herumbalancieren, durch Sandwege das Gleichgewicht halten und Gegensteuern, seine Grenzen finden und zu Fuss gehen, wenn es zu steil wird.

Dazwischen würden wir aber auch einige Ausflüge und Besichtigungen von Tempeln, Weinbergen, Elefanten, Schwimmender Markt etc je nach Lust und Laune durchführen. Auch für Freizeit, Shopping (neue Brille, Kleider, Anzug/Kleid herstellen etc), Baden im Meer, feines Essen bleibt genügend Zeit.

Fix-Kosten:
Grundsätzlich gilt: abgesehen von den Flugkosten reicht die AHV für den Aufenthalt in Thailand aus.

Anlass: ca Kosten in SFr.: Ergänzende Erläuterung:
Flug pro Person inkl. 3 Nächte im Hotel Rembrant in Bangkok 2’200.– Es gibt auch günstigere Angebote mit Umsteigen. Siehe dazu http://www.thailand.ch/
Taxifahrt von Bangkok nach Hua-Hin und 3 Monate später zum Flughafen Bangkok: 200.–
Monats-Miete eines Hauses in Hua-Hin: 600.–/Mt
Monats-Miete eines 125ccm-Rollers: 100.–/Mt
Kauf eines TREK-Mountain-Bike: 500.–

Die normalen täglichen Lebenskosten für Frühstück und 1 warme Malzeit inkl. Früchte, Wasser sind minim und bewegen sich monatlich zwischen Fr. 300-500 pro Person (Bem: eine typische warme Thai-Malzeit kostet pro Person ca Fr. 5.– bis 10.–)

Die übrigen Kosten für Shopping hängen von den einzelnen Bedürfnissen ab: für Trifokal-Brille (ca. Fr. 600.–), Herren-Anzug in Seiden-Cashmere vom Schneider (ca. Fr. 150 bis 200), Boss/Camel Shirt/Shorts (Fr. 7 – 13)

Voraussetzungen für einen erfreulichen Thailand-Aufenthalt:

  • Man sollte die Thais so wie sie sind akzeptieren. Ja nie mit zu Hause vergleichen, denn wenn man ehrlich sein will, dann ist das Leben hier in Thailand für uns Farangs besser als zu Hause.

  • Aber auch die thailändische Fahrweise auf den Strassen ist zu akzeptieren und in die eigene Fahrweise anzupassen. Es gelten hier andere Regeln als zu Hause. Die Thais sind kriminelle Autofahrer, die Farangs aber nicht viel besser. Ein defensives Velo-Fahren verlängert Dein Leben.

  • Die vielen Hunde, oft auch frei lebend und wild, sind ein Aergernis. Aber man kann nichts dagegen tun. Bei einem Angriff ist die beste Waffe, den Hund laut anzuschreien. Bei mir hat das Immer geholfen, auch wenn dabei mein herz in die Hosen glitt.

  • Hüte Dich vor European-Food. Das Thai-Essen ist viel besser und dem Klima angepasst.

Als Vorbereitung in der Schweiz sind notwendig:

  • Ein 3-Monats-Thai-Visum bei Aufenthalt über 30 Tagen

  • Ein paar Impfungen wie Tetanus, Tollwut (wegen der wilden Hunde), Hepatitis A und B, Typhus-Schluckimpfung. Bitte im Tropeninstitut beraten lassen

  • Die meisten Schweizer Krankenkassen bezahlen im Rahmen der Schweizer Ansätze die medizinischen Kosten in Thailand (bitte erfragen)

  • Je nach Länge des Thai-Aufenthaltes reduzieren sich manche heimischen Fixkosten wie Heiz-Kosten, die Autonummer kann abgegeben werden, womit die Strassenverkehrssteuer und die Versicherungsprämien wegfallen, Die Festnetz- und DSL-Dienstleistungen können vorübergehend terminiert werden.

Für ganz Angefressene wäre die Teilnahme an der Charity-Veranstaltung „Tour de Thailand“ eine spezielle Herausforderung oder auch ein Grund, nach Thailand zu reisen. Mehr über diese tolle Rundfahrt findest Du auf der Homepage: http://www.tourdethailand.com/“ und in meinem Eintrag vom 11. Feb. 2011.

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25.- 27. Feb. 2011: Mountain-Bike Weekend in Khay Yai (Isan)

Bei schönem Sonnenschein habe ich mich am Freitag, 25. Feb um 8 Uhr zusammen mit 3 Freunden aus Canada, Australien und England zur Fahrt nach „Khao Yai“ im Isan etwa 130 km nord-östlich von Bangkok aufgemacht. Unsere 4 Mountain-Bikes und Gepäck luden wir auf den grossen Pick-Up von Donn Wadey. Unterwegs auf halber Distanz zwischen Hua-Hin und Bangkok machten mich meine Freunde auf das feudale Toiletten-Haus der Königsfamilie aufmerksam. Es wäre ja unvollstellbar, wenn jemand aus dem Königshaus in einem öffentlichen „Häuschen“ neben Normalsterblich pinkeln muss.

bhhblogo

Kurz nachdem wir Bangkok hinter uns gelassen haben, bedeckte sich der Himmel und es begann zu regnen. Der erste Regen in meiner Wintersaison, den ich in Thailand erlebte. Und es sollte nicht der letzte sein. Es schüttete bereits am Freitag mehrmals, und dann auch am Samstag. Untergebracht waren wir im „Villa Paradise Resort“ einer wunderbaren Anlage, die aber wie in Thailand allgemein üblich wenig unterhalten wird. So floss das Regenwasser in den Dining- und Aufenthalts-Raum, Die Wände im Haupttrakt hätten einen neuen Farb-Anstrich nötig gehabt und der Parkett- oder Holzboden hatte grosse Risse.

Diese Ausfahrt wurde von der „Bangkok Hash House Bikers“ (BHHB)“ organisiert, eine Vereinigung verrückter Mountainbiker aus Bangkok, die sich 1x im Monat zu einer Ausfahrt treffen.. Es sind fast ausschliesslich englisch sprechende Farangs (=Ausländer), die in Bangkok arbeiten. Jeden Monat führen sie eine Ausfahrt in einem Umkreis von 200km ausserhalb Bangkoks durch. Vor 1 Monat habe ich erstmals an einer ihrer Ausfahrten im Raume Phetchaburi unweit von Hua-Hin teilgenommen. Nun bin ich auch Mitglieder dieser Gruppe, in der ich auch 2 Schweizer traf.

Nachdem es kurz vor der Samstag Ausfahrt nochmals wie aus Giesskannen heftig schüttete, habe ich mich entschlossen, auf diese Fahrt zu verzichten. Die Bodenverhältnisse schienen mir zu schwierig, ebenso die Gefahr auf den nassen Steinen auszurutschen. Bereits kurze Zeit nach dem Start kamen die ersten Biker zurück und bestätigten meine Befürchtungen. Die Schaltungen funktionierten schon nach den ersten paar Kilometern auf dem schweren Lehm nicht mehr und mancher rutschte auf den nassen Wegen aus. Meine 3 Freunde, sie hätten meine Söhne sein können, bewältigten die Strecke, waren aber total kaputt. Jeder stürzte mehrmals, aber sie waren happy, dieses Abenteuer ohne grössere Blessuren bewältigt zu haben.

khao-yai-gruppe

Die Hua-Hin Delegation: Paul, Jimmy, Max und Donn

Am Sonntag weckte uns bereits wieder die Sonne auf und steigerte meine Stimmung gewaltig. Ich kaufte mir noch ein neues grünes Thai-Renn-Leibchen, es sollte mir Glück bringen, und los gings gemeinsam mit ca 80-100 Bikern auf die kurze, aber doch recht anspruchsvolle Strecke von 27 km. Ich fuhr in offenen „Heiland-Sandalen“ was sich im Nachhinein als gute Wahl herausstellen sollte, denn das Wasser und der Schmutz flossen immer wieder hinaus. Für nächstes Jahr werde ich mir spezielle offene Mountain-Bikeschuhe anschaffen.

Ich wusste es von der letzten BHHB-Ausfahrt im Januar, den Beginn muss man in der Spitze absolvieren, denn es sind Hindernisse zu bewältigen, die man am besten ohne Gedränge hinter sich bringt. So auch dieses Mal. Es galt mit geschultertem Mountain-Bike ein steiles, rutschiges Bachbett runterzusteigen, durch den Bach zu balancieren und auf der anderen Seite wieder etwa 5 Meter hoch zu klettern. Das lehmige Gelände war enorm rutschig und kein Baum weit und breit, an dem man sich hätte klammern können. Wie haben wohl meine nachfolgenden Biker dieses anspruchsvolle Hindernis bewältigt? Wahrscheinlich auf allen Vieren.

Von da an ging es zügig voran. Zweimal musste ich absteigen, weil der Sumpf mein Fahrrad stoppte. Es ging vorbei an einer Motorrad-Rennstrecke, in steilem Anstieg den nächsten Wald hoch, den ich zu Fuss bewältigte. Da ich meine Fahr-Technik in den letzten Monaten schwer verbesserte, kam ich den Berg auf dem Sattel problemlos runter. Ich konnte mir sogar erlauben, das Hinterrad durch eine kurze Vollbremsung nach links oder recht um die Steine herumschleudern zu lassen.

Zum Schluss der Tour hatte ich noch soviel Kraft, einen Fahrer nach dem anderen ein- und überzuholen und unter den besten 10 einzufahren. Es war ein tolles Erlebnis und die Verschmutzung hielt sich im Rahmen. Das verdreckte Mountain-Bike übergab ich der Reinigungs-Equipe, die mit einem Kärcher den Schmutzhaufen wieder in ein normales Rad zurückverwandelten. Als Belohnung konnte man sich am Buffet mit Getränken (Bier, Coke etc) und verschiedenen Salaten, Schinken, Pommes, Hühnchen etc bedienen, und dazu über die eigenen kritischen Situationen fachsimpeln.

Die Hua-Hin Delegation: Paul, Jimmy, Max und Donn

Die Hua-Hin Delegation: Paul, Jimmy, Max und Donn

Ich war zwar nur 2 Tage im Isan, aber diese haben doch genügt, um zu bestätigen, dass der Isan das Armenhaus in Thailand darstellt. Ich sah viele arme Leute in einfachen Kleidern, viele Kleinbaunern-Betriebe, wenige einheimische Autos, aber viele Motorräder, eher kleine, einfache Häuser und Bauernhöfe, Nebenstrassen im Naturzustand und viele Kühe. Es gab viele aggressive Hunde, was ein Biker am eigenen Leib spüren musste, als er sich nach einem Hundebiss ins Spital begeben und sich gegen Tollwut und Tetanus impfen lassen musste.

Bereits vorher wusste ich, dass die Bevölkerung eher dunkelhäutig ist, neu für mich waren aber die mangelhaften Englisch-Kenntnisse in den Gaststätten, aber auch in den Hotels. Das Isan-Thai unterscheidet sich massiv vom mir bisher bekannten Thai: Sie sprechen es schneller aus, sodass ich nicht einmal die mir bekannten wenigen Worte und Sätze anbringen konnte. Das Essen in unserem Ressort, aber auch in den auswärtigen Restaurants war mittelmässig. Soweit ich sehen konnte, waren die meisten Ressorts eher schlecht belegt. Die Fremden meiden scheinbar den Isan.

Auf dem Heimweg erlebt ich das, was ich bereits an anderer Seite erwähnte, eine für dier Königsfamilie gesperrte Schnellstrasse (Autobahn), glücklicherweise die mehrspurige Gegenfahrbahn. Gegen 1 Stunde auf eine Länge von mehr als 30-50 km war die Schnellstrasse Nr. 9 von jeglichem Verkehr gesperrt, und dies bei dichtem Weekend-Verkehr. An jeder Aus- und Einfahrt, auf jedem Fussgängerübergang und jedem U-Turn stand die Polizei, bis dann eskortiert von mehreren Polizeiwagen mit Rot-Blaulicht 3 beige Limousinen in hoher Geschwindigkeit vorbeirasten.

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Tour de Thailand – ich rüste meine Rad-Ausrüstung auf

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Ausrüstung vom Wassersack über die Hunde-Peitsche bis zu den MTB-Schuhen

Mein Thailand Aufenthalt tut mir sichtlich gut. Ich bin glücklich und zufrieden. Des Leben hier ist voller Ueberraschungen.

Ich brauche nicht in den Migros oder den Aldi zu gehen, um etwas neues zu erleben. Oft fahr ich hier mit dem Mountainbike aus, oder ich liege auf der Sonnenliege und lese ein Buch oder ich spiele Tennis, auf einem wunderbaren Sand-Teppich-Platz. Kurzum, ich bin für jede Ueberraschung zu haben.

So habe ich mich heute Freitag-früh 11. Feb., nachdem ich die ganze Idee nochmals ueberschlafen habe, zur nächsten „Tour de Thailand“ über 1’330km angemeldet. Bereits am 6. Nov. 2011 geht es los in Chiang Mai (Norden von Thailand) und 18 Tage später werde ich am 24. November in Hua-Hin eintreffen.

Die Fahrt mit meinem Mountain Bike wird von Chiang Mai in den Süden via Sukothai zum River Kwai (Kanchanaburi) führen, von dort weiter via Ayutthaya nach Bangkok und zu meinem Endziel nach Hua-Hin. An 4 Tagen wird nicht gefahren. An diesen Ruhetagen sind Besichtigungen eingeplant. So werden wir z.B. am 11. Nov. den „Loy Kratong“ in Sukothai mitfeiern, und einige Tage später die berühmten Tempelanlagen in „Ayutthaya“ besichtigen.

Eine Tagesetappe wird durchschnittlich 100 km lang sein, aber zumeist flach auf normalen Asphalt-Strassen. Wir werden begleitet von Begleitfahrzeugen aller Art. Uebernachtet wird in schönen Ressorts mit allem Pi-Pa-Po. Alle 25 km ist ein Halt mit Verpflegungs- und Trink-Gelegenheiten vorgesehen. Der Start ist eta um 8 Uhr und um 14 Uhr kommt man am Etappenziel an. Der November ist eine ideale Reisezeit, denn die Regenzeit ist vorbei und die Tagestemperaturen sind sehr angenehm. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 beschränkt.

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Streckenplan

Das Ganze ist nicht billig, aber es handelt sich um eine „Charity-Veranstaltung zugunsten blinder Thailänder“. So kommt neben der Teilnehmergebühr mit Einzelzimmer-Zuschlag von 57’000 BHT und 15’000 Baht, noch der Spenden-Zuschlag von 30’000 Baht dazu. Also ingesamt etwa SFr. 2’700 resp. €2’000. Falls jemand sich an meinen Erfolgen und meiner Spendefreudigkeit beteiligen will, kann er als mein Sponsor auftreten. Das Geld kommt vollumfänglich den Blinden zu Gute!

Im Vergleich zu meinen hiesigen Radkollegen bin ich in den letzten beiden Monaten wie ein „armer Bub“ mitgefahren. Nach meiner Anmeldung zur Tour de Thailand habe ich nun auch aufgerüstet: So kamen ans Mountain-Bike ein Spezial Pedal mit einseitigem SPD, ein Shimano-Schuh mit SPD, eine Pumpe, eine Tasche fürs Ersatz-Material wie Reifen, Werkzeug, Kleber, dann ganz wichtig eine Hunde-Peitsche, mit der man angreifende Hunde verscheuchen oder sogar in die Flucht schlagen kann. Dieser Schlagstock ist nur etwa 20 cm lang, lässt sich aber auf eine Länge von 50 cm herausfahren und wird dann zu einem gefährlichen, elastischen Schlagstock.

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Radfahren in die Weinberge von Hua-Hin und mit den „Bangkok-Hash-House-Bikers“ in Gelände

Radfahren ist mein Leben:
Es ist fast beängstigend oder bewundernd, wie meine Leistungs-Form ansteigt. Bereits gegen 800 km bin ich in Thailand gefahren.

Gestern am Freitag, 4. Feb. fuhr ich mit meinen australischen, englischen und holländischen Freunden aus Hua-Hin via den Tempel „Wat Huay Mongkon“ zu den grossen Weinbergen in „Hua-Hin Hills Vineyards“, wo wir auch ein wenig am feinen Cabernet-Shiraz kosteten. Die Strecke von 100km war zwar mehrheitlich flach auf Asphalt und dies bei einer angenehmen Tagestemperatur um die 30°C, aber die dicken und groben Mountainbike-Reifen, sowie der immer wieder wechselnde Wind machen die Leistung noch spezieller. Zudem haben die hiesigen Mountain-Biker keine Ahnung von Fahren in Gruppen. Das Hinterrad fahren war deshalb recht gefährlich und verlangte grosse Konzentration, sodass ich selten ein Hinterrad aussuchte und meistens im Wind fuhr.

Eine Woche vorher war ich Gast bei den „Bangkok-Hash-House-Bikers“, kurz BHHB genannt. Es ist eine Gruppe von Mountainbikern aus Bangkok, die einmal pro Monat eine Ausfahrt im Umkreis von 100-200 km um Bangkok durchführt. Sie haben eine eigene Homepage http://bangkokbikehash.org , die recht lesenswert ist.

Kurz nach meiner Ankunft Im Raume „Kaeng Krachan“ (Phetchaburi), etwa 80 km nördlich von Hua-Hin, bekam ich als erstes ihre Regeln zu hören: Ersatzreifen und Pumpe sind ein Muss, ebenfalls 2 Liter Wasser, dann ein Handy mit den Nummern der Organisatoren, eine Triller-Pfeiffe, um sich notfalls bemerkbar zu machen etc.

Wir waren etwa 50-60 Biker aus allen Nationen: Amerikaner, Australier, Engländer, Holländer und 1 Schweizer, das war ich.. Erstaunlicherweise auch einige Frauen, die recht gut fuhren. Die BHHB hatten eine 35-km-Mountain-Bike Ausfahrt über Stock und Stein, Waldwege, Sandstrassen, ausgetrocknete Wasserrinnen, 100-200 m aufwärts und wieder abwärts ausgesteckt. Schalten war angesagt, vom grössten Gang in den kleinsten. Kurzum, eine gewaltige Herausforderung für mich.

Obwohl einer der Aeltesten, vielleicht war ich auch der Aelteste, brauchte ich mich nicht zu verstecken und kam in der Spitzengruppe an. Ich wurde bereits beim Start vor den Plattfüssen wegen der stachligen Sträucher gewarnt und schlussendlich sollen es deren 35 gewesen sein. Glücklicherweise hatte ich keinen „Platten“, denn vorsichtig versuchte ich die Spuren des vor mir fahrenden einzuhalten. Nach 3 Stunden kam ich müde, aber glücklich am Ziel an. Mein Bike, vorallem die Kette und die Schaltungen, sahen aus wie nach einem Wüsten-Ralley, über und über voll braunem Sand.

Erst zu Hause merkte ich, wie anstrengend diese Off-Road-Ausfahrt war. Die Muskeln in den Beinen, in den Armen und Fingern schmerzten.

Ich werde mich dieser Gruppe anschliessen, die an jedem letzten Weekend eines Monats eine 2-tägige Ausfahrt im 100-200 km Umkreis von Bangkok durchführt. Uebernachtet wird in einem angenehmen Ressort (Hotel in einer Parklandschaft). Ende Februar gehts in einen Vorort im Norden von Bangkok.

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Radsport, Abnehmen und Tour de Thailand:

Im Moment ist das Wetter ideal für Sporttätigkeiten aller Art, denn in der Nacht ist es mit ca 21°C angenehm kühl und die Tagestemperaturen um die 30°C sind auszuhalten. Ich fahre alle 2-3 Tage mit meinem Trek-Mountainbike meine 30-40 Kilometer und habe seit dem Trainingsstart anfangs Dezember bereits über 400 km abgedreht. Anfänglich war ich nur auf der Strasse unterwegs, neuerdings auch Off-Road, also auf Feld- und in ausgetrockneten Flussbetten. Seit kurzem nicht mehr alleine, denn mittlerweilen bin ich mit Paul Hamon und ein paar anderen Bikern aus Australien, USA, Kanada und England daran, einen „Hua-Hin Bicyclist“ Club zu gründen.

Im Moment bin ich nicht nur am trainieren, sondern auch am abnehmen. An normalen Tagen gibt es nur noch ein feines Frühstück mit Kaffee, Orangensaft, Spiegelei und Toastbrot, und am späteren Nachmittag Früchte aller Art, wie z.B. Mangos, Papayas, Wassermelonden. Bier und Süsswassergetränke sind absolut gestrichen. Ein- oder zweimal pro Woche mache ich eine Ausnahme: Nudeln mit Hühnchen oder Fisch und 1 Bier stehen dann auf dem Speisezettel. Mein Ziel wäre, langsam auf ein Gewicht zu kommen, mit dem ich wieder die Berge hochkomme, also etwa 75-80 kg. Ich habe zwar keine Waage hier, aber ein schönes gelbes Hemd. Sobald dieses auch nach dem Essen locker herunterhängt, dann habe ich das gewünschte Gewicht erreicht.

Logo "Tour de Thailand"

Logo „Tour de Thailand“

Für nächste Saison habe ich mir ein ganz spezielles Ziel mit neuer Herausforderungen gesetzt: Ich will an der Tour de Thailand 2011 (http://www.tourdethailand.com/) teilnehmen, die von Chiang-Mai via Bangkok nach Phuket führt.. Ich werde mich für den ersten Teil anmelden, der 13 Tage dauert und hoch im Norden in Chiang Mai startet und via Sukothai, Ayutthaya nach 950 km in Bangkok enden wird. Es gibt 2 Ruhetage und es sind Tages-Etappen zwischen 70 und 145 km zu bewältigen.

Es handelt sich nicht um ein Rennen im eigentlichen Sinne, sondern um eine Wohltätigkeits-Veranstaltung zugunsten Blinder in Thailand. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 beschränkt. Ich werde zwar einer der ältesten sein, aber ich habe festgestellt, dass die Organisatoren Freude daran hätten, wenn ich mitfahren würde. Also darf ich im 2011 meine Rad-Saison nicht im Sommer beenden, sondern gezielt auf den November/Dezember 2011 neu aufbauen, um den „Radrennclub Basel“ in Thailand bestens zu vertreten !

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