Schlagwort: Spital

Feb. 2020: Live Ticker vom Thai-Max

+++ Revision Ohr +++ Corona-Virus +++ Revision TREK-Rennrad +++ Augenspritze und Gewicht +++ Post-Problem gelöst +++ NSA und Huawei +++ Mango-Torte +++ Bye bye CDU und FDP +++ Xiaomi und Aliexpress +++ Makha Bucha Day +++ Fan Peter +++ Verlängerung DTAC-SIM-Karte +++

Live Ticker

29. Feb: Revision meines Ohrs

Seit etwa 2 Wochen schlossen sich meine beiden Ohren beim Schlafen, sodass ich in zum Schluss nicht einmal mehr den Wecker hörte. Wenige Minuten nach dem Aufstehenwar alles gut! Meine Diagnose lautete: Ohrenschmalz!

Man muss wissen, dass mein Hausarzt seit ein paar Jahren meint, ich sollte mal zum Ohrenarzt, um meine Ohren durchzuspülen. Heute ging ich ins Bangkok-Hospital, um meine beiden Ohr reinigen zu lassen. Es kam einiger Schmutz raus und ich vernahm einen neuen Sound in HiFi-Qualität. Nach 1 Stunde war ich bereits wieder zu Hause. Es kostete mich 1’705 THB, das sind etwa SFr. 55.–. „Ich soll doch jedes Jahr einmal vorbei schauen“, meinte die hübsche Aerztin! „und ja keine Q-Tips benützen!“

28. Feb.: Corona-Virus: Nur keine Panik

Ich will das Corona-Unheil nicht verniedlichen. Da wird einiges auf uns zukommen und dennoch empfehle ich: Nur nicht in Panik ausrasten. Ich finde es richtig, dass der Schweizer Bundesrat heute alle Grossveranstaltungen der nächsten 2 Wochen abgesagt hat. Darunter fallen u.a. auch die „Basler Fasnacht“ und die Fusball- und Eishockey-Mesiterschaft. Wie wird die Regierung für die anschliessende Zeit entscheiden? Ich vermute weitere Absagen, auch weltweit! Gefährdet sind er Genfer Automobil-Salon … und auch die Eishockey-WM im Mai…. und später voraussichtlich auch die Fussball-EM und die olympischen Spiele in Japan

Vielleicht beruhigt es etwas, wenn ihr Euch bewusst werdet, dass die jährliche Influenza allein in Deutschland jährlich zwischen 15-25’000 Toten verursacht?…. im Winter 2017/18 waren es 25’100 Tote. Die Schweiz ist 10x kleiner.

Ich würde abwarten, wie sich alles entwickelt und die eigenen Emotionen zurückfahren …. Zur Zeit (Ende Feb. 2020) sind weltweit 2’700 Leute an diesem Virus gestorben.

19. Feb: Revision meines TREK-Rennrades

Mein Trek-Rennrad hatte eine Voll-Revision bitter nötig. Seit dem letzten Mal bin ich etwa 20’000 km gefahren. Eines der SPD-Pedale drehte sich nicht mehr frei im Leerlauf. Hier in Hua Hin gibt es mehrere Velo-Händler. Der „Bas-Bike“, wie wir ihn nennen, ist für solche Arbeiten mit Abstand der Beste. Er übt seinen Beruf aus Liebe aus. Jedes Rad, das er auseinander nimmt, liebt er wie sein eigenes Kind. Sorgfältig wird jede Stelle entfettet und neu eingecremt. Rund 2 Stunden hat er sich für mein Trek Zeit genommen … und dies ohne Material-Kosten zu 800 THB, das sind etwa SFr. 25.–

13. Feb: Augenspritze und Gewicht

Heute bekam ich im Bangkok Hospital von Dr. Payrat meine monatliche Augenspritze, was aber viel wichtiger war: Beim üblichen Eintritts-Check wurde mein Körper-Gewicht nochmals um 1,5 kg leichter befunden, gegenüber dem Vormonat. Es steht nun auf 84kg. Damit habe ich mein ursprüngliches Ziel von 85kg vom 14. November 2019, als ich noch 89.5 kg wog, unterschritten. Wenn das so weiter geht, habe ich bald eine Adonis-Figur.

Auch diesmal gab es beim Eintritts-Check wiederum eine heitere Episode: Die Schwester fragte mich nach Allergien, ob ich ein Gebiss trage (unter Gekicher), oder edwelchen Schmuck, Uhren, Geld oder Schlüssel bei mir habe. Ich kannte diese Fragen und habe alles zu Hause gelassen, ausser Papier-Geld, um die End-Abrechnung zu bezahlen und meinen Roller-Schlüssel. Den wickelte ich zwischen ein Taschentuch in die untere Hosentasche. Und prompt glaubte mir die fragende Schwester nicht und fasste mich an den Hosentaschen …. lachte und drohte mit dem Zeigefinger. Ich glaube, sie haben Angst, dass im Operationssaal etwas gestohlen werden könnte und man den Schwestern den Vorwurf machen würde.

12. Feb: Mein POST-Problem hat sich gelöst

Vielleicht könnt ihr Euch erinnern: Am 13. Jan. wurde mir mein Schweizer Handy gestohlen, sodass ich meine digitalisierte Briefpost nicht mehr lesen und bearbeiten konnte. Die Lösung meines schwerwiegenden Problems wurde zu einem Debakel des Kundendienstes der Schweizer Post. Sie konnten mir nicht helfen und waren schlichtweg überfordert.

Nach 1 Monat kam die Lösung von anderer Seite. Ich fand durch Zufall und Kombinatorik die Support-Mail-Adresse der Fa. SwissID, die fürs Login verantwortlich ist. Innert 2 Tagen vom ersten Mail bis zur Lösung hat der SwissID-Support die gestohlene Tf.-Nummer durch meine zweiten Schweizer Handy-Nummer ersetzt. Seit dem 12. Feb. kann ich meine Briefpost wieder lesen und bearbeiten. Mein Dank gilt dem vorbildlichen und professionellen Support der SwissID.

Der Kundendienst Post hat sich ein paar Tage später für ihre desaströse Leistung entschuldigt und interne Ausbildungs-Massnahmen versprochen, sowie mir 2 Monate der ePostOffice-Gebühr erlassen.

NSA, Snowden, Huawei und 5G-Netz

Wer erinnert sich nicht an die Snowden und NSA-Affäre vor ein paar Jahren. Als im Jahre 2013 herauskam, dass die amerikanischen Geheimdienste in grossem Stile alle DatenKanäle weltweit bis zum Handy der Kanzlerin Merkel belauschten und abhörten.

Heute hört man nichts mehr davon, aber die Amis unterstellen dem chinesischen Marktführer Huawei dieselben Praktiken, ohne Beweise dafür zu liefern. Ich finde es richtig, für den Ausbau des 5G-Netzes den Chinesen eine Chance zu geben. Sie sind einfach besser als die Amis. Schlussendlich sind wir sowohl den Amerikanern wie auch den Chinesen ausgeliefert, falls man vom Bösen ausgeht. Beiden Weltmächten geht es um die Weltherrschaft. Seit Trump die Welt belügt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die USA die bessere Wahl ist.

7. Feb. 2020: Xiaomi und AliExpress

Als Ersatz für mein gestohlenes Handy habe ich soeben bei Digitec (Schweiz) ein „Xiaomi Redmi Note 8 Pro“ (128GB, Ocean Blue, 6.53″, Hybrid Dual SIM, 64Mpx Camera) zu SFr. 259.– bestellt.

Der Grund für meine vorzeitige Bestellung, bereits 1 Monat bevor ich nach Hause kommen werde, ist die Befürchtung, dass es wegen des Corona-Virus zu Produktions- und Liefer-Engpässen in China kommen könnte.

Parallel dazu bestellte ich bei „AliExpress“ ein hellbraunes Leder-Etui fürs Xiaomi-Handy zu SFr. 7.50.– und eine Glas-Schutzfolie à SFr. 1.50

Nun fehlt nur noch die SIM-Ersatz-Karte, die ich 2-3 Tag vor Abreise in die Schweiz bestellen werde. Dann sollte ich mit meiner „alten“ Schweizer Handy-Nummer wieder bei den Leuten sein!

6. Feb. 2020: Torte mit Siri Nan

6. Feb: Frauen und Torten

Ich war eingeladen bei Lucien Kirch und seiner Siri Nan in ihrem neuen Haus etwas ausserhalb von Hua Hin…. Zu meinen Ehren hat Siri diese leckere Mango-Torte gebacken. Etwas vom Besten, das ich je gegessen hatte!

Bye bye FDP und CDU

Für mich als FDP-Fan eine Katastrophe, wie sich diese Partei in Thüringen verhalten hat: mit den braunen Faschisten zusammen arbeiten zu wollen! Für einen normal-Sterblichen unbegreiflich! Ich habe dies jedoch bereits vor einigen Jahren, nachdem ich die Memoiren vom Alt-Kanzler Helmut Schmidt gelesen hatte, befürchtet und er erwähnt es auch, dass im deutsch Volk solche Gene schlummern könnten.

Ich weiss, nun kommt ein Sturm der Entrüstung. Dieser zeigt aber eher, dass diese die Deutsche Geschichte nicht kennen und nicht wissen, dass Deutschland bereits 3 riesige Krieg in jüngster Zeit auf dem Gewissen hat, nämlich 1864-71 Deutsche Einigungskriege, Erster Weltkrieg 1914-18, Zweiter Weltkrieg 1939-45

Nach der SPD hat es nun auch die beiden anderen Mitte-Parteien CDU und FDP erwischt. Beide werden massiv an Wählergunst verlieren. Die FDP steht vor dem Abgrund ins Nichts. Die AfD wird die Gewinnerin sein, denn es existieren daneben nur noch linke Gruppierungen. Wohin driftet Deutschland, weil auch die deutsche Wirtschaft daran ist, in die falsche Richtung zu driften?

8. Feb. 2020: Makha Bucha Day

Der Makha Bucha Day ist der zweit-grösste buddhistische Feiertag in Thailand. Er findet immer am 3- Vollmondtag des gregorianischen Kalenders statt. Es gibt heute kein Alkohol, weder in den Geschäften noch den Restaurants und Bars. Nach Eindunkeln umrunden die Mönche mit ihren Gläubigen in der Hand die Dreifachen Opfergaben, eine brennende Kerze, drei brennende Räucherstäbchen und einen Blumenkranz oder eine frische Blüte 3x das Heiligtum ihres Tempels.

Nach der Ueberlieferung versammelten sich noch zu Lebzeiten Buddhas 1250 Mönche exakt an diesem Tag ganz spontan zu einer unangekündigten Predigt, an der Buddha seinen Tod in 3 Monaten voraussagte (was auch tatsächlich der Fall war).

Peter, ein Fan aus Basel

Ich war im Shoppingcenter Market Village und verdrückte 2 Donats, weil ich auf eine Bestellung warten musste. Da sprach mich unverhofft ein graumelierte Mann im mitteren Alter an „Du bist der Max!“ Wir setzten uns zusammen, plauderten und zum Schluss machte er noch ein Selfie mit mir. (Er hat mir versprochen, dieses Selfie mir zu schicken!)

Es war ein Fan meiner Homepage, der ein paar Tage in Hua Hin weilte und nun nach Koh Samui weiterreiste. Ich bin immer wieder überrascht und erfreut, wenn ich angesprochen werde. Wie muss es wohl einem Roger Federer gehen, der überall erkannt wird? Ist dies dann noch lustig?

Verlängerung Handy-Vertrag DTAC

In Thailand nutze ich eine Prepaid-Handy-Sim-Karte von DTAC. Ich benötige diese Nummer für meine Bank-Geschäfte mit der Kasikorn-Bank. Deren Gültigkeit würde sich automatisch verlängern, wenn ich oft telefonieren, d.h. sie aufladen würde. Im Zeitalter des Internets mit LINE-, Facebook- und WhatsApp-Messenger telefoniere ich selten. Deshalb muss ich jährlich deren Gültigkeit verlängern lassen. Für 1 Jahr Verlängerung bezahlte ich 24 THB, das sind etwa SFr. –.70

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2020/02/29/feb-2020-live-ticker-vom-thai-max/

6. Dez. 2018: Zweite Augenspritze, gestartet mit einer Panne

Ich startete mit einem Platten

Um 11:40 schob ich meinen Honda-Roller auf die Strasse, setzte mich drauf und fuhr los. Ein eigenartiges Gefühl kam vom Hinterrad. Es schwanke bereits bei kleinster Geschwindigkeit hin und her. Ein typischer Zeichen von einem „Platten“!

Was tun? Ich entschied mich, auf dem luftleeren Reifen zum Honda-Händler zu fahren, der sich auf dem Weg zum Spital befindet. Ich lieferte den Roller ab und bat den Reifen bis in 2-3 Stunden zu reparieren. Und zu Fuss gings weiter ins Bangkok Hospital.

6. Dez. 2018: Meine Identifikation im Bangkok Hospital

Das wie und warum und ob, habe ich bereits in meinem detaillierten Bericht vom 8. November beschrieben. Etwas muss ich aber nachtragen: Als ich ankam und  mich beim Empfang meldete, fragten sie mich nicht nur, ob ich alleine gekommen sei, sie fragten mich, ob ich ein Gebiss oder Kontakt-Linsen trage, dies müsste ich nämlich herausnehmen und am Schalter abgeben!…ha ha ha

Nach 2 ½ Stunden kam ich wieder aus dem Spital. Behandelt wurde ich  wiederum im grossen Operationssaal, angeleuchtet von unzähligen LED’s und angeschlossen an verschiedene Messgeräte. Der Dr. Pairat hat magische Hände. Ich lag angespannt und angebunden auf dem Schragen. Auf einmal meinte Dr. Pairat „finish“! Ich hatte in der Tat nichts gespürt nur knapp gesehen wie Flüssigkeit ins Auge floss

Mein Roller war in der Zwischenzeit repariert. Ein neuer Schlauch kam hinein: 160 THB (entsprechend etwa SFr. 5.–)

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2018/12/06/6-dez-2018-zweite-augenspritze-gestartet-mit-einer-panne/

8. Nov. 2018: Meine Augenspritze in Hua Hin auf thailändisch

Um es vorweg zu nehmen, alles hat bestens geklappt.  Ich genoss eine professionelle Behandlung. Jedoch die Umstände waren typisch asiatisch!

Eye Clinic Dr. Payrat

Wie ihr wisst, leide ich unter der Augen-Krankheit „Feuchte Makula Degeneration„. Um den Sehverlust zu stabilisieren oder sogar zu heilen, muss ich einstweilen monatlich eine Spritze ins betroffene linke Auge verabreichen lassen.

In der Schweiz wurde ich in der Vista-Augen-Klinik behandelt. Die ganze Behandlung dauerte hier etwa 1 -1½ Stunden inkl. OCT-Messung, ärztliche Besprechung und Verabreichung der Spritze. Wobei der Aufwand für die Spritze samt den 5 Tropfen, um das Auge unempfindlich zu machen, etwa 30 Minuten betrug.

Mein Aufenthalt in Thailand war nur möglich, weil ich von einem Schweizer Bekannten mit der Augenklinik Dr. Pairat eine vertrauenenserweckende Adresse und Referenz erhielt. Von meiner bisherigen VISTA-Klinik in Basel erhielt ich zudem einen ausführlichen Krankheitsbeschrieb samt OCT-Bilder in englischer Sprache.

Wenige Tage nach meiner Ankunft in Hua Hin begab ich mich zum  Antrittsbesuch in die Augenklinik des Dr. Pairat. Eine kleine Arzt-Praxis unmittelbar beim Shopping-Center Market Village mit einem Empfangsraum und Behandlungszimmer. Wenn man hineingeht, zieht man draussen seine Schuhe aus. Der Augenarzt Dr. Pairat  machte mir vom ersten Augenblick an einen professionellen  Eindruck. Mit grosser Geduld erklärte er mir nochmals meine Krankheit und sein Vorgehen. Ich hatte nach kurzer Zeit volles Vertrauen zu ihm.

Am Donnerstag, 8. November war es dann soweit. Die erste Spritze in Thailand stand auf dem Programm.  Dr. Pairat verabreicht die Spritzen nicht mehr in seiner Praxis, sondern mietet sich im nahen Bangkok Hospital einen Operationssaal, um die Sterilität sicher zu stellen.  Ich war schon etwas beunruhigt, denn ich wusste ja nicht, wie die Thais diese „Operation“ wie sie meine Behandlung nannten, wohl durchführten.

Max auf dem Rollstuhl !

Meine Befürchtung, dass in Thailand alles anders funktioniert,  bestätigte sich auch in diesem Fall schnell. Sie behandelten mich nämlich als Schwerst-Kranker, der operiert werden sollte. Als ich mich im Bangkok Hospital um 12 Uhr meldete, fragte mich die Empfangs-Schwester als erstes, ob ich nüchtern sei und in den letzten 6 Stunden nichts gegessen hätte? Ich musste lachen und erwiderte,  dass ich vor 2 Stunden ausführlich gefrühstückt hätte … mit Spiegelei und Würstchen! In der  Basler VISTA-Klinik war dies nie ein Thema. Sie war entsetzt!

Sind Sie alleine hier? Hat Sie denn niemand begleitet?“ wurde ich mehrmals von den Kranken-Schwestern gefragt. Es war für sie unverständlich, dass einer in dem Alter alleine ins Spital geht, denn die Thais kommen mit ihrer ganzen Familie und die Farangs werden von ihren thailändischen Freundinnen begleitet. Nur der Max kam ganz alleine angewatschelt.

Ob der Fragen wurde ich nochmals etwas unruhiger. Der obere Blutdruck stieg auf 161, als sie mir Blutdruck, Puls und Temperatur massen. Viel zu hoch meinten sie. Sie liessen sich auch nicht beruhigen, dass ich im Spital oder beim Hausarzt immer einen zu hohen Blutdruck habe. Das „weisse Kittel-Syndrom“ erklärte ich ihnen. Dann schickten sie mich auf die Toilette, um mein letztes Pipi zu erledigen!

Nach ein paar Minuten Wartezeit wurde ich in einen Behandlungsraum geführt und musste mich auf eine Liege legen.  Der Raum war sehr einfach ausgerüstet. Keine Lampen und vorallem kein verstellbares Bett für die Augenbehandlung.  Ob sie mir hier die Spritze geben werden? Nein, undenkbar. In der Tat erhielt ich hier die letzten 5x Antibiotika Eye-Drops „VIGAMOX.

Nach eine halben Stunde durfte  ich wieder aufstehen, aber das stand bereits ein Pfleger mit Rollstuhl vor meinem Bett.  Die Schwester meinte: „Ich darf nun keinen Schritt mehr alleine gehen. Der Rollstuhl bringe mich von einem Ort zum anderen.“ So wurde ich sitzend an vielen anderen Kranken, die wirklich krank waren und auf ihre Behandlung warteten, zur Kasse gestossen. Dort musste ich meine Handtasche und alles wertvolle wie meine Halskette, die ich seit Jahren nie mehr abgenommen hatte, meine Uhr, das Handy und den Geldbeutel abgeben. Alles wurde genau und exakt gezählt und registriert. Zum Schluss hatte ich nur noch meine Kleider an! Lachend meinte die Kassiererin: das nächste Mal lassen sie am besten alles zu Hause!

Dann liess ich mich wiederum an den vielen wartenden Kranken vorbeischieben zum Lift und in den 1. Stock zu den Operationssälen. Es überkam mich ein mulmiges Gefühl, als ich auf dem Rollstuhl sitzend, die stehenden und im Lift mitfahrenden Aerzte und Patienten von unten anschauen musste,  die mich mitleidig anlächelten.

„Schlachtbereit“ im  Operationssaal

Tatsächlich schoben sie mich in den Operations-Trakt hinein. Auch hier fragte mich die eine Ops-Schwester voller Mitleid, ob denn niemand mich begleite? Es tönte, als ob mir eine schwere Operation bevorstünde. Ich glaube, die machen keinen Unterschied, ob eine schwere Herz-Operation oder eine heikle Augenspritze vorlag.

Und in der Tat. Ich musste meine Schuhe mit sterilen Crocs-Gummi-Schuhe tauschen, dann hielt mir eine Krankenschwester einen blauen sterilen Morgenrock hin und deutete mir mit gesenktem Blick, dass ich mich ausziehen müsse. „Nur das Hemd?“ Nein, alles. „Auch die Unterhose?“ ja auch die, meinte sie. Als ich den Morgenrock anzog, wie es bei uns üblich ist, also vorne uebereinanderklappend, kicherte sie und zog ihn mir richtig an: Hinten übereinanderklappend. Dann wurde ich nochmals abgechecked, ob ich wirklich der Max Lehmann mit Geburtsdatum 31.12.1942 sei …. und welches Auge betroffen sei? Und flugs erhielt ich über meiner linken Augsbraue 2 rote Kreuze aufgemalt.

Dann gings zu einem grossen Chromstahlbecken, wo ich meine Hände, Arme und vorallem mein Gesicht mit einer roten Flüssig-Seife waschen musste.

Nun war ich  „schlachtreif“, kam es mir vor. Sie setzten mich auf eine alte Ledersitzgruppe, die ich zu Hause nie hingestellt hätte. Wer ist da wohl vor mir schon mit nacktem Hintern drauf gesessen? Die musste voller Bakterien sein! grrrrrrrrrrrr !

Immer wieder huschte ein Mädchen an mir vorbei. „Der Doktor kommt bald. Er hat sich etwas verspätet,“ meinte eine. Endlich kam Bewegung in die Warterei. Zu Fuss wurde ich „Händchen haltend“ in den Operatiossaal geführt, wo ich mich auf den in der Mitte stehenden Operationstisch legen musste.  Die Schwestern liessen mich keinen Moment mehr  aus den Augen. Vielleicht ist schon einer vor Angst zusammengebrochen oder im letzten Moment abgehauen? Nun wurde mir der Morgenrock von hinten geöffnet und über die Schultern nach unten gezogen. Dann würde ich an die Maschinen angehängt. Ein Finger für den Puls, den linken Oberarm für den Kreislauf und dann noch ein paar Kleber auf Brust und Bauch für die Messkathoden. So lag ich nun da. Links und rechts piepste es und über mir 6 grosse Operationslampen. Ich war gespannt, was als nächstes kam!

Eigenartig. Die gaben mir noch keine Topfen, um das Auge unempfindlich zu machen. Ist dies in Thailand etwas nicht üblich? Fragte ich mich und fragte dies auch den Dr. Pairat, der mittlerweilen eingetroffen war. Nein, nein, sie bekommen nun diese Tropfen. Sie werden absolut nichts spüren, meinte er mit beruhigender Stimme.

Dann ging alles recht schnell. Das Auge wurde mehrmals intensiv mit verschiedenen braunen und durchsichtigen Flüssigkeiten gespühlt, dann kamen die Anti-Schmerz-Tropfen und das folgende war etwa ähnlich wie in der Schweiz mit antiseptischer Abdeckung des Gesichtes und der Augen. Während ich in der Schweiz immer einen kleinen feiner Pixer spürte, habe ich hier gar nicht gespürt und einzig die Schlieren des einfliessend Medikamentes „Eylea“ im Augen sehen können.

Finish„, meinte Dr. Pairat. Er schüttelte mir die Hand und meinte, ich solle morgen in seine Praxis kommen, Das Pflaster über dem Auge könne ich nach 1-2 Stunde entfernen. In der Schweiz bekam ich kein Pflaster, aber den Hinweis, mein Auge nicht zu strapazieren, kein Internet und keine Zeitung lesen, ausser Fernsehen, das sei gut fürs Auge.

Ich wollte bereits ab dem Schragen springen, als die Schwestern mich zurückhielten und mich auf ein mobiles Bett schoben. Dieses stiessen sie in einen Nebenraum. Bei normalen und schwereren Operationen der  Aufwachraum. 30 Minuten müsse ich hier bleiben und mich erholen, meinte die Aufsicht habende Schwester. Ich sei hübsch und stark, meinte sie, niemals 75 Jahre alt,  und machte mir die typischen liebenswürdigen Thai Komplimente, die einem immer wieder motivieren und aufstellen.

Nach 30 Minuten durfte ich aufstehen. Keine Schwester war weit und breit. Ich suchte mir den Ausgang, wo meine Kleider in einem Kasten hingen. Ich wollte bereits abhauen, da kam der  verflixte Rollstuhl wieder, der mich zurück zur Kasse brachte, wo ich erstmals wieder auf eigenen Beinen meine deponierten Wertsachen in Empfang nehmen konnte und die Differenz zum Depot, das ich Tage zuvor bereits hinterlegte, bezahlen durfte.

Kosten

Die ganze Sache samt Arzt, Operationssaal und Medikament Eylea kostete 63’740 THB. rund etwa SFr. 2’000.– Eine hohe Summe im Vergleich zu den Kosten der Vista-Klinik. Das teuerste war des Medikament Eylea. Es wird in einer 2er-Packung für beide Augen, d.h. 2 Anwendungen geliefert. Ich brauchte aber nur für 1 Auge. aber ich musste für beide bezahlen. In Basel wird nur die Hälfte verrechnet, denn die zweite Packung wird dem nächsten Patienten gespritzt.

  • Augen-Medikament Eylea: 59’400 THB
  • Operatiossaal mit allen Maschinen und Schwestern für 1 Stunde:  1’200 THB (Man stelle sich vor: dies sind Fr. 35.–)
  • Aufwachraum je Stunde: 500 THB
  • Behandelnder resp. operierender Arzt Dr. Pairat: 2’000 THB (das sind etwa Fr. 60.–)

 

Nachuntersuchung

Am Folgetag den Freitag sollte ich zur Nach-Untersuchung zu Dr. Pairat, aber es regnete in Strömen. Es war unmöglich zur Augenklinik zu gelangen. Die meisten Strassen in Hua hin waren überschwemmt. Das Wasser stand auf einzelnen Strassenstücken kniehoch,  Ich musste absagen und den Termin auf Morgen resp. Montag versschieben.

Ich war dann am Samstag dort, wo er den Augendruck mass und sonst alles in Ordnung fand.  Für die Nachuntersuchung bezahlte ich 600 THB, das sind etwa SFr. 18.– Am 6. Dezember wird die nächste Spritze fällig. Der Operationssaal ist bereits reserviert

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2018/11/14/8-nov-2018-meine-augenspritze-in-hua-hin-auf-thailaendisch/

3. Nov. 2017: Bericht über meinen glimpflich verlaufenen Unfall mit dem Rennrad

Klick aufs Bild, um zum Bericht über meinen Unfall zu gelangen

Zur Begrüssung von Ernie aus Kanada sollte es eine typische Dienstags-Ausfahrt zur Dolphin Bay werden, gemütlich und in einem moderaten Schnitt zwischen 25-27 km/h. Aber es kam anders. Beim Bahnübergang 13 km nach dem Start schmiss es mich auf die Strasse. Ich sah schrecklich aus. Aber mein Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Die gebrochene Hand beeinträchtigte mich am meisten. Gemäss Arzt soll ich 6 Wochen nach dem Unfall wieder aufs Rad steigen können. (Mit dieser Prognose lag er falsch. Die Sehnen und Bänder verschieben meinen Neu-Start auf Ende Dezember).

Möchtest Du mehr über meinen Unfall, meine Erfahrungen mit dem Bangkok Hospital und meinen Gesundheits-Fortschritten, dokumentiert mit unzähligen Fotos,  lesen, dann klick auf nebenstehendes Bild:

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2017/11/10/3-10-nov-2017-bericht-ueber-meinen-glimpflich-verlaufenen-unfall-mit-dem-rennrad/

8. Dez. 2015: Sturz mit dem Rad – der Helm verhütete das Schlimmste

Sturz, Spital

8. Dez. 2015: Peter Stephenson

„Ohne Helm hätte er schwerste Kopfverletzungen davon getragen“ meinten die Aerzte

Es sollte eine normale 90-km-Ausfahrt der Hua-Hin Roadies, unserem hiesigen Velo-Radrennclub, zur Dolphin Bay werden. Es kam jedoch anders. Wenige Meter vor unserem Zwischenziel, unserem Coffe-Shop, stürzte hinter mir Peter Stephenson fürchterlich. Wir waren an dieser Stelle nicht mehr schnell, sondern am ausrollen.

Peter blieb regungslos am Boden in einer Blutlache liegen. Glücklicherweise war Jim Andrews bei uns. Er ist von der britischen Polizei und beherrschte die Erste-Hilfe-Massnahmen exzellent. Sorgfältig drehte er ihn auf dem Rücken, immer mit ihm beruhigend sprechend. Er checkte seine Reflexe, verband seine blutende Wunde an der Schläfe und brachte ihn mit dem Auto der Coffee-Shop Besitzerin ins nahe Militär-Hospital in Pranburi.

Peter hatte Glück und trug einen Helm, der nun kaputt ist, ihn aber vorm schlimmsten beschützte. Er hat ein blaues Veilchen ums Auge, eine Schramme geflickt mit 10 Stichen oberhalb der Schläfe und eine schlechte Erinnerung. In einer Woche darf Peter wieder Radfahren.

Happy End: Wir sind froh, dass es gut ausgegangen ist. Es hat sich einmal mehr bestätigt, ein Helm schützt. Ohne Helm darf bei uns keiner mitfahren!

An derselben Stelle bin ich wenige Sekunden vor Peter beinahe auch gestürzt. Es war eine Bodenschwelle, die auch ich übersah. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, wenn ich daran denke: Ich habe einfach Glück gehabt!

Die offene Wunde oberhalb seiner Schläfe zog sich Peter zu, weil er den Helm zu lasch auf dem Kopf trug und den Riemen zu wenig stark anzog. So konnte sich sein Helm beim Aufprall auf dem Boden verschieben.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2015/12/08/8-dez-2015-sturz-mit-dem-rad-der-helm-verhuetete-das-schlimmste/