Jahresrückblick 2023

Liebe Freunde in nah un d fern

Könnt ihr Euch noch erinnern? Am „31. Dez. 1990 habe ich meinen ersten Jahresbericht 1990“ auf grünem Papier gedruckt und per Post verschickt. Ich war damals 48 Jahre alt. Es ist lesenswert, einen kurzen Blick in meine damaliges Leben zu werfen.

Ich wurde mittlerweilen 81 Jahre alt und befinde mich in meinem gefährlichsten Alter. Gefahren drohen von überall. Ich gehe davon aus, dass ich die 90er-Grenze schaffen werde. Wenn nicht, dann darf ich nicht traurig sein: Ich hatte ein tolles, aufregendes Leben. Allen, die dabei mitgeholfen haben, gilt mein herzlichster Dank

In meinem 2023 war ich 2x in Thailand, nämlich im Frühjahr bis anfangs März und dann ab Mitte Oktober 2023. Dazwischen machte ich die Schweiz und Europa mit Reisen nach Wien, in die Eifel und abschliessend nach München sprich Oktoberfest unsicher. Alle 3 Destinationen haben mich beeindruckt und einmalige Erinnerungen hinterlassen.

Wien: Muss man erlebt haben

Wien, weil mein Foto-Apparat ausfiel, ich aber mit einem gemieteten und dank den grossartigen Städteführern Peter, Lisa und Bob viel entdecken und ablichten konnte. Wien ist mir dabei richtig ans Herz gewachsen und gehört nun neben München, und viele Jahre davor auch Rom zu meinen Favoriten.

Wien blieb mir unvergesslich, weil ich mir anschliessend mit der Canon EOS-R7 eine Spitzen-Kamera kaufte. Ich fragte mich zwar kurz, ob diese Anschaffung in meinem Alter noch einen Sinn macht, habe dies aber bejaht, weil jeder Tag mir neue Lebensfreude bereiten wird.

Thailand, mein 2. Lebensmittelpunkt

Im Nov./Dez. 2023 besuchte mich Daniela während 30 Tagen in Thailand. Sie wollte selber erleben, warum es ihrem Vater seit 13 Jahren derart gut in Thailand gefällt. Wir hatten eine wunderbare Zeit Zeit zusammen und ich gab mein Bestes, um ihr „mein Thailand“ zu zeigen. In meinem „Christmas– und Happy New Year-Newsletter“ habe ich etwas ausführlich darüber berichtet. Ein abschliessender Erlebnis-Bericht ist in Arbeit.

Leider fiel der Abschluss und damit die letzte Woche von Danielas Aufenthalt in Hua Hin ins Waser, weil ich mich mit einer starken Influenza (Grippe) und doppelter Lungenentzündung von allen Aktivitäten verabschiedete, und mich am Tag des Rückflugs von Daniela sogar in die Intensivstation des Bangkok Hospitals begeben musste. Nach 5 Tagen war ich soweit wieder auf dem Damm, dass ich nach Hause gehen konnte, wo ich von guten Thai-Seelen weiter gesund gepflegt wurde.

Ich habe eine spezielle Eigenschaft in mir. Wenn es mir schlecht geht oder ich einen einschneidenden Entscheid fällen muss, da klickts im Hirn und ich mache mir neue Pläne für die Zukunft. Geschehen auch vor 2 Jahren, als ich mit dem Camping, dem Radfahren aufhörte und mein Auto verkaufte. Ich startete mit Städtereisen via Eisenbahn und Flugzeug. Dieses Mal nach den Tagen in der Intensivstation entschied ich mich, ein neues Bett samt Matratze zu kaufen, um die nächsten 10 Jahre auch in Hua Hin feudal schlafen zu können.

Ich liebe Hua Hin – ist aber kein Badeort

Einst wurde der königliche Bahnhof von Hua Hin in allen Publikationen als schönsten Bahnhof in Thailand beschrieben. Nun musste er einem neuen Bahnhof auf 10-20 m über der Erde den Platz räumen. Seit Jahren vergammelt er langsam vor sich hin. Das neue Beton-Bauwerk ist ein Bauwerk des Grössenwahns! Diese Bahnlinie durchtrennt Hua Hin in zwei Teile! Ob jemals die hochgesteckten Ziele von Mio Passagieren pro Jahr zwischen BKK und Hua Hin erreicht werden, ist höchst fragwürdig.

Kein einziger Passagier wird vom Flughafen Suvarnabhumi mit der Hochbahn ins Zentrum Bangkoks fahren, dort den Bahnhof aufsuchen und warten bis der nächste Zug nach Hua Hin fährt. Zur Zeit verkehren nur 2 Schnell-Züge zwischen Hua Hin und BKK. Er wird eher am Flughafen ein Taxi nehmen und für rund SFr. 45.– in 3 Stunden nach Hua hin fahren….ohne Wartezeit!

Ansonsten hat sich in Hua Hin wenig verändert. Es verfügt weiterhin üb keinen vernünftigen Strand mit Liegestühlen, Sonnenschirmen und kleinen Restaurants. Das Nachtleben plätschert gemütlich dahin, die Barbesitzer/innen ändern wie das Hemd. Es scheint, dass viele Single-Männer sich nach Pattaya und Phuket verschoben hätten.

Gesundheit

Unter sanftem Druck meines Hausarztes habe ich mich freiwillig einer Darmspiegelung unterzogen. Das Schlimmste bei dieser Prozedur ist das Trinken des grausam schmeckenden Getränkes am Tage vorher. Ich habs aber geschafft und die eigentliche Darmspiegelung war ein Klacks. Die Diagnose war negativ, d.h. keine krebsartigen Polypen wurden gefunden, was mich schon beruhigte.

Meine Augen sind weiterhin stabil und laut Ärzte ist die betroffene Netzhaut ziemlich trocken. Im Herbst habe ich auf ein neues Präparat „Vabysmo“ der Roche-Tochter Genentech gewechselt. Die monatliche Behandlung beider Augen ist weiterhin sehr teuer und kostet um die Fr. 3’000.–

Technisches: Computer, KI

Ich benutze eine 6 Jahre alten Lieblings-Notebook der Marke  „Acer Aspire F5-573G“ für meine täglichen Arbeiten. Er ist täglich in Betrieb. Er hatte eine Schwachstelle: Sein 128GB-SSD fürs Betriebssystem war knapp und wurde immer knäpper. Mitte Jahr entschloss ich mich nach der Devise „Jugend forscht„, nicht einen neuen Notebook zu kaufen, sondern ein doppelt so grosses SSD einzupflanzen. Es war in der Tat eine Operation am offenen Herzen, denn der SSD enthielt das Windows-Betrebssystem. Aber es gelang alles bestens und der Patient arbeitet seither weiterhin vorzüglich, als wäre er ein Junger.

Auch mit KI-Tools habe ich mich versucht und einen Bericht mit den Stichwörtern „Thailand, HuaHin, Sport, Rennrad, Reisen“ erstellen lassen. Das Ergebnis war überraschend. Ich fand in dem mehrseitigen Bericht unzählige Details aus meiner Umgebung und Leben. Er könnte problemlos Grundlage für einen finalen Bericht über meine Radsport-Aktivitäten in Hua Hin werden. Ich frage mich aber, ob nicht viele Presse-Erzeugnisse der leichteren Sorte bereits heute KI benutzen. BILD und BLICK mit ihrem einfachen „Schülerzeitungsstil“ sind dafür prädestiniert.

Kutteln und Urgrossvater

Beides passt nicht zusammen, aber ich musste einen zusammenfassenden Titel finden.

In einem Jahresbericht dürfen die kulinarische Feinheiten und Erlebnisse nicht fehlen. Ueber Thailand muss ich nichts schreiben. Thailand ist einfach ein Paradies. Aber übers „Chez Heidy“ komme ich nicht weg, ohne zu schwärmen. Jährlich werde ich 1-2 Mal zum feinen Kalbskopf- und Kutteln-Essen eingeladen. Den richtigen Namen darf ich nicht mehr erwähnen, denn beim letzten Mal konnten sie sich vor lauter Anfragen nicht mehr retten.

Am 20. Mai wurde ich unerwartet Urgrossvater eines Lian, des Sohne meiner Enkelin Anina und ihrem Arbri. Ich hätte nie im Traume gedacht, dass ich dies erleben werde.

Was hat mich aufgeregt und geärgert:

Dass meine ältere Tochter in ihrem laufenden Streit mit mir nun auch meine Kontakte zu meinen Enkeln Amelie (13 J), Luc (10J) und Juliette (9J) unterbunden hat. Mein letzter Kommunikationsdraht über WhatsApp hat sie gekappt. Meine Weihnachts-und Geburtstags-Postkarten werden meine Enkel wohl auch nicht erreichen.

Korruption in der Immigration in Hua Hin: Ich habe die Verlängerung meines „Retirement Visums NON O-A“ um 1 Jahr nur mit Würgen und Bestechung über 20’000 THB (ca Fr. 500.–) erhalten, weil die Immigration von Hua Hin das  „Renten-Certificate“ der Schweizer Botschaft und den „Versicherungsnachweis“ meiner Schweizer Versicherung Groupe Mutuel auf dem offiziellen Formular  nicht akzeptierte.

Nun kamen auch in der Schweiz schwerwiegende Vorwürfe gegenüber der katholischen Kirche ans Tageslicht. Dieser Verein hat für mich schon lange seine Daseins-Berechtigung verspielt. Blut im Mittelalter und Missbrauch in jüngerer Zeit sind einer christlichen Organisation unwürdig. Jeder weltliche Verein wäre schon lange verboten und den Verantwortlichen den Prozess gemacht worden. Man kann nicht Liebe predigen , aber das Gegenteil ausleben. Es wird auch in der Schweiz vertuscht, als ob es den „Sexclub der Priester“ nie gegeben hätte. Hier müssten die weltlichen Gremien sprich Justiz eingreifen!

Das Schweizer Fernsehen, dessen Sendungen ich im Ausland nicht sehen darf. Auch nicht mit VPN, obwohl ich meinen Jahresbeitrag von über SFr. 335.– bezahle. Ich muss auf „Zatoo“ ausweichen. Ich werde an der kommenden Abstimmung der Reduktion der Beiträge auf SFr. 200.– zustimmen.

Die Streiks in Deutschland. Es ist ein Aergernis und für einen Schweizer unbegreiflich, dass die deutsche Bevölkerung diese Einschränkungen und Erpressungen akzeptiert. Wahrscheinlich gehört dieses Verhalten zum Ur-Deutschen Gen „stramm stehen und akzeptieren„. Ich wurde von einem solchen Streik betroffen, als ich von Wien nach München mit der Eisenbahn fahren wollte. Ich musste kurzfristig die Eisenbahnfahrten canceln und einen Flug von Wien nach Basel buchen.

Klima-Aktivisten: Warum lässt man die „Klima-Aktivisten der letzten Generation“ nicht einfach auf der Strasse kleben? Man kann doch den Verkehr um sie herumleiten. Ich bin überzeugt nach wenigen Stunden werden sie ihr Vorhaben aufgeben, weil man sie nicht beachtet.

Ich wünsche Euch allen ein tolles 2024. Ich wünsche Euch beste Gesundheit und viele freudigen Erlebnisse

Mit lieben Grüsse Euer Max, zur Zeit in Hua Hin (Thailand)

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