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Was ist aus Dora, der einstigen Mutter von Hua-Hin, geworden?

 

Am 9. Jan. 2015 habe ich in meinem Thai-Tagebuch den Beitrag „Erlebnisse eines Jungesellen und Single-Mannes mit dem anderen Geschlecht“ geschrieben. Ich beschrieb darin, warum wir Männer uns mit älteren Damen oft schwer tun.

Ein paar Tage später, als bräuchte ich noch die eine oder andere Bestätigung, erlebte ich ein weiteres typisches Beispiel zu obigem Beitrag. Auch in diesem Fall ist es für mich unerklärlich, wie zerstörerisch die angesprochene Person mit einer Freundschaft umgeht.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Beitrag, den ich bereits vor ein paar Wochen geschrieben habe, noch veröffentlichen soll. Ich denke schon, denn ich zerstöre und demontiere niemanden. Er zeigt einzig auf, dass ältere Damen extrem unberechenbar sein können und von einem Moment zum anderen alles zerstören ! Wie glücklich bin ich doch als Solo-Mann.

Dora, die Mutter von Hua-Hin

Ich erhalte seit Jahren von einer Dame aus Hua-Hin, nennen wir sie mal Dora, regelmässig e-Mails mit News und Tips über die Lebensweise aber auch Ereignisse in Thailand. Diese Informationen waren hochinteressant und erweiterten meinen Horizont. Sie haben mir den Start in Thailand erleichtert. Dora war hoch angesehen als Mutter von Hua-Hin. Auch ich bewunderte Dora von Anfang an.

Sie verschickte nicht nur diese Mail, sie bemühte sich auch um Kranke und hilflose Farangs, aber auch um Einheimische. Sie organisierte Fahrten nach Bangkok oder zu Musik-Aufführungen. Dank ihr habe ich das Shopping-Paradies Pratunam in Bangkok entdeckt. Lange Zeit betreute sie auch den Schweizer-Club und organisierte das berühmte monatliche Terrasse-90-Essen. Unvergesslich blieben auch ihre Aktivitäten während der thailändischen Hochwasser-Katastrophe 2011/12. Da ich Dora in ihrer Art mochte, wurde es zur Tradition, dass wir uns jeweilen bei meiner Ankunft und vor meiner Abreise zu einem Essen mit plaudern und „traderatatsch“ trafen.

Die neue Dora

Seit etwa 2 Jahren hat sich dies alles total geändert. Sie ist nicht mehr dieselbe Dora. Sie ist in die High-Society abgehoben. Die Mails wurden grösser und umfangreicher, aber nicht an Informationen, sondern an Werbebotschaften mit Bildern von Hotels, Restaurants, Automobil-Firmen etc.

Ich lese diese Mails schon lange nicht mehr und habe in meinem Mail-System alle Mails von Dora als Spam deklariert und leite sie direkt in einen „Dora-Ordner“, ohne sie zu öffnen. Ich bin nicht der einzige, der dies so handhabt. Alle meine Bekannten sagen dasselbe.

Anfang dieses Jahres habe ich mich gefragt, Warum gehöre ich eigentlich auch zu denjenigen, die sich nicht getrauen, diesen Misstand Dora aufzuzeigen? Vielleicht fehlt ihr dieser Feedback? Ich habe auch andere darauf angesprochen, aber alle haben abgewunken. „Das kommt nicht gut heraus? Dora ist überzeugt von sich. Sie mag keine Abweichler, die anderer Meinung sind.

Ich fühlte mich aber als ihr Freund und Freunde sollen auch in schlechten Zeiten zueinander stehen. So habe ich mich hingesetzt und ihr ein Mail geschrieben. Ich las zur Sicherheit  die letzten 15 Mails, die Dora verschickte. 12 davon waren reine Werbung. Ich kannte das Risiko, aber das schlimmste, was mir passieren konnte,  ist die Freundschaft aufgekündigt zu bekommen und aus dem Verteiler gelöscht zu werden. Ja nun denn, dann war die Freundschaft auch nichts wert.

So schrieb ich als Antwort auf eine ihrer Werbesendungen „BANYAN MERCEDES BENZ ROAD CRUISE 2015″ am 23. Jan. 2015 das nachfolgende Mail:

 

Liebe Dora

 

Du hast viele Freunde. Wahrscheinlich Hunderte. Die meisten sind nett, aber nicht mehr „freundlich“ zu Dir, wie eben Freunde sein sollten. Viele schnöden hinten herum, aber keiner wagt es Dir zu sagen, dass sie nämlich Deine Aussendungen nicht mehr lesen, weil viele Deiner Mails in Werbesendungen ausgeartet sind.

Ich schreibe Dir dies, auch auf die Gefahr hin, dass Du mich nicht mehr magst. Ich nehme das Risiko auf mich, denn nur bei offener Kritik kannst Du das Ruder wieder herumreissen. Vielleicht musst Du zurückkehren zu Deinen ehemaligen Infos über Thailand und Infos für Farangs, die sehr lesenswert waren. Oder ein neues Konzept erstellen. Früher warst Du die Mutter von Hua-Hin…. Heute ????? (Du kannst Dich besser selber einschätzen!)

Dies bedeutet nun aber nicht, dass Du auf alles, was Dir lieb ist, verzichten solltest. Behalte die Infos ueber Deine xxx-Gruppe bei, auch Deine Geld-Sammlungs-Aufrufe für soziale Hilfswerke etc. Aber lass die kommerziellen Aufrufe und Veranstaltungskalender von Hotels, Restaurants und Coffee-Shops, sowie die Einladungen zu Werbeveranstaltungen von Resorts, Auto-Firmen und Immobilien-Haien bleiben. Komm wieder näher zu Deinen Kunden und Freunden. Verkleinere Deine Aussendungen auf ein Volumen, damit sie nicht wegen der Grösse im Post-Eingang hängen bleiben, sondern regelmässig gelesen werden.

Sei nicht traurig, sei nicht enttäuscht, sondern nimm meine Kritik auf und mach Dir ein neues Konzept für Deine Aussendungen. Es besteht ein Bedürfnis, sprich ein Markt

Ganz liebe Grüsse
Dein Freund Max

 

Lange Zeit habe ich keine Antwort von Dora erhalten. Warscheinlich waren jedoch die ersten beiden Sätze ihres nächsten Versandes zu einer Mercedes-Veranstaltung ihre Antwort an mich, breit gestreut notabene:

FÜR DIE KRITIKER, DIE LANGEWEILE HABEN UND SELBER NICHTS TUN FÜR HUA HIN ODER FÜR DIE ARMEN IN THAILAND : AUCH DIESE VERANSTALTUNG IST EINE WOHLTÄTIGKEITS VERANSTALTUNG.

Am 5. Februar kam dann ihre Antwort und schlug ein wie eine Bombe. Alle hatten Recht, die mich warnten. Wenn man mit Worten töten könnte, wäre ich hundertfach tot und zersiebt von Maschinengewehrkugeln. Ich habe noch nie in meinem Leben ein derart böses und primitives mehrseitiges Mail oder Brief erhalten.

Ich habe viel dabei gelernt:

  • Oft ist Ehrlichkeit immer noch das Beste – man lernt Leute besser kennen.

  • Hände weg von älteren Damen

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Erlebnisse eines Junggesellen und Single-Mannes mit dem anderen Geschlecht

Um es vorweg zu nehmen und klar zu stellen: Die nachfolgenden Zeilen schreibe ich nicht, weil ich eine Frau suche. Im Gegenteil, nach selber gemachten Erfahrungen bin ich froh und glücklich, dass ich keinen solchen Besen zu Hause habe! Mir geht es aber nahe, dass ich als Single-Mann von der Frauen-Generation ab 50 wegen meiner unbekümmerten aber einmaligen Lebensweise und -Form oft beschimpft werde!

Vor einiger Zeit wurde am Schweizer Fernsehen in der Sendung „Club“ eine Diskussion mit dem nachfolgenden Titel ausgestrahlt::

„Ab 50 Jahr – Frau unsichtbar?“

In der Einleitung zur Sendung meinte die Moderatorin Monika Vetsch: „Ab einem gewissen Alter fühlen sich viele Frauen von Männern nicht mehr wahrgenommen. Gleichzeitig stehen sie mitten im Leben und wissen, was sie wollen“. Mona Vetsch diskutierte, was Frauen attraktiv macht, ob sie ab 50 weg vom Fenster sind und wie Männer mit den Bedürfnissen reifer Frauen umgehen.

An dieser Sendung teilgenommen haben 5 Frauen, die sich alle bemitleideten, und 1 Mann, der uns Männer keineswegs vertrat. Er hatte auch keine Chancen. Wenn man diese Sendung gesehen hat, dann versteht man dank der 5 Frauen, warum viele Frauen ab 50 oder 60 Jahren bei Männern keine Chancen mehr haben und abgelehnt werden.

Diese Frauen haben mit ihrem Leben abgeschlossen. Sie vergleichen sich mit den jüngeren und schliessen daraus, dass sie keine Chancen mehr haben. Bei vielen geht dies parallel mit einer Depression. Sie ziehen sich zurück, kaufen nur noch altmodische „Mami-Kleider“ und sind neidisch auf die Männer, die ihr Glück bei jüngeren holen und finden

Es war nicht die erste Sendung über dieses oder ein ähnliches Thema, die ich gesehen habe. Es sind immer dieselbe Art von Frauen, die an solchen Sendungen teilnehmen: Emanzen, Grüne, Alternative, Frustrierte, Hässliche, Ungepflegte und dann aber auch Beraterinnen und Psychologinnen, die so tun, als ob sie alles besser wissen und verstehen.

Meine eigenen Erfahrungen mit Single-Frauen über 50 oder 60

joke_höschenIch weiss nicht, warum so viele Frauen unzufrieden und unglücklich über ihr Leben sind, und unter Depressionen leiden. Aber es ist so und entspricht der Tatsache. Ich erlebe dies zu Hause in der Schweiz aber auch in Istrien und  in Hua-Hin Jahr für Jahr.

  • Mir schrieb kürzlich eine verheiratete Frau in meinem Blog und beschwert sich jämmerlich über den nächtlichen Lärm um ihr Haus hier in Thailand. „Sie könne nicht mehr schlafen und brauche, um einschlafen zu können, ein Schlafmittel und ein Ohropax. 7 Monate habe sie jetzt überlebt, aber sie werde es nicht  mehr viel länger durchhalten„. Sie liess sich nicht beruhigen und schlussendlich kam ich zum Schluss, dass dies ihr jetziges Lebensthema sein muss. Da konnte ich ihren Ehemann nur bedauern, der ein schreckliches Leben neben dieser „Heulsuse“ führt.
  • Ich hatte eine gute Bekannte in Deutschland. Wir telefonierten oder chatteten regelmässig miteinander. Getroffen haben wir uns nie. Kürzlich schrieb sie mir im Chatt „Früher hast Du mir ‚kara Mia‘ gesagt … und nicht nur ‚ciao Mia'“. Bereits diese Worte irritierten mich! und etwa 5 Minuten später schrieb sie ihren ganzen Frust  „… und Du bist auch so einer, gehst nach Thailand und reisst Dir ein junges Mädchen unter den Nagel. Da kann ich ja nicht konkurrieren!„. Es scheint, dass sie sich Hoffnungen gemacht hatte, aber diese nie aussprach. Ich muss hier gestehen, solche emotionalen Ausbrüche brauche ich nicht mehr!
  • Um 2011/12 habe ich an einem Schweizer Abend in Hua-Hin zwei Schwestern getroffen. Die eine mit Namen Claudia (Name verändert) hatte überraschenderweise denselben Familiennamen wie ich. Aber wir waren nicht verwandt. Sie war in meinem Alter, also gegen 70 Jahre alt. Sie war hübsch, adrett und pfiffig gekleidet. Wir haben uns blendend unterhalten. Wir waren uns sichtlich sympatisch.
    Aber eben, auch ihre Schwester war dabei. Sie war früher Lehrerin, wie ich später vernahm. War aber auch entsprechend altmodisch gekleidet. Sie hatte eine strenge Frisur samt Gesichtsausdruck. So habe ich mir immer Frl Rottenmeier aus dem Heidi-Buch vorgestellt. Sie war sichtlich unzufrieden mit ihrem Leben. Sie korrigierte mich unablässig und zeigte es mir, dass sie gar keine Freude an meiner Schäckerei mit ihrer Schwester hatte. Immer mehr suchte sie Negatives in meiner Person und breitete diese triumphierend aus. Wie eine „Glucke“ wachte sie über ihre Schwester und kämpfte um ihre Zuneigung mit harten Bandagen. Ob ich mich da wohl in eine Frauen-Beziehung eingemischt hatte?
  • Wen wundert es, dass über die Hälfte der alleinstehenden Frauen über 50 oder 60 „behundet“ sind, also einen Vierbeiner zu ihrem ständigen Begleiter zählen. Dieser Partner teilt ihre Meinung und widerspricht nie. Zu einem 2-beinigen Männchen reicht es nicht mehr, denn diese Frauen müssen 2 mal im Tag mit dem Hund spazieren gehen. In die Ferien können sie nur in eines der wenigen Hotels gehen, die Hunde zulassen. Ein Flug mit dem Flugzeug liegt nicht  drin und den Liebling in ein Hunde-Ferienheim abzugeben, ist dem armen Tier zu Recht nicht zuzumuten. Ein Mann wäre und ist ein 3. Rad am Wagen und würde nur stören, was ich ja selber erlebt hatte.
  • Dann gibt es die vielen Frauen, die ihre vergangene Scheidung noch nicht abgeschlossen haben und noch immer über ihre zerstörtes Leben wegen dieses bösartigen Mannes nachtrauern. Es dauert nicht nur Monate sondern Jahre, bis Frauen einen partnerschaftlichen Rückschlag abschliessen können. Bei denen bleiben die Männer die Bösen und dazu gehöre ich dann auch, sobald ich das Wort „Thailand“ in den Mund nehme.
  • Wehe wenn ich im Gespräch von einem nächtlichen Spaziergang am Strand entlang schwärme und schmachte! Es gäbe doch wirklich nichts besseres und schöneres.  Aber ich muss leider immer mehr entdecken, dass meine weibliche Generation mit den Freuden der Liebe, Sex und Erotik grösstenteils abgeschlossen hat. „Dies sei Schweinekram“ musste ich bereits mehrmals hören!
  • Auf dem Campingplatz erlebe ich laufend, wie Frauen hinter dem Rücken rufschädigende Geschichten und Gerüchte verbreiten. Innert kurzer Zeit wird dabei die ganze Umgebung verseucht. Am schlimmsten sind die, die derartige Gerüchte und Emotionen verbreiten, aber sich gegenüber dem Betroffenen einschleimen  Es muss ein Altersproblem sein, denn je älter diese Frauen werden, desto schwieriger werden sie. Ich habe dies an meinem Leib mehrmals erlebt

…und klick war mein Interesse dahin!

So bleibe ich ein glücklicher Single, halte mir die Depressionen, die bösen Erinnerungen meiner Vorgänger und den Schweinekram vom Leibe und geniesse das Leben auf meine Weise. Hier in Thailand habe ich Pat. Sie ist mit 61 Jahren in dem oben beschriebenen Alter. Sie hat weder Depressionen noch irgendetwas. Sie ist meine Freundin, Partnerin, Kollegin, Geliebte und Kameradin.

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