Blick-Schlagzeilen, Spiegel, Focus, Basler-Zeitung
Die Schweizer Presse ist ein Club verschlossener Erzeugnisse. Es gibt diese nur gegen Bezahlung. Ich bin ein Vielleser und sehr interessiert an einer Meinungsvielfalt. In der guten alten Zeit, als die Online-Presse-Erzeugnisse noch gratis waren, habe ich die nachfolgenden Zeitungen/Magazine regelmässig konsumiert: Blick-Schlagzeilen, Spiegel, Focus, Basler Zeitung
Die Journalisten wissen alles besser
Ganz still und leise hat nun auch der „Blick“ seine Online-Seite kostenpflichtig gemacht. Der Blick ist beileibe nicht mein Lieblingsblatt, aber am Morgen früh auf dem WC lese ich vorallem seine Schlagzeilen. Dann bin ich im Bild, was sich über Nacht zugetragen hat. Die Schlagzeilen genügen, der Inhalt ist auf Schülerzeitungs-Niveau. Diese Aktualität liefert leider keine andere Schweizer-Zeitung, denn die schliessen ihre Redaktionen über die Nacht.
Auch die anderen Schweizer Tages- Zeitungen sind kostenpflichtig. Einzig das kleine „20Min“ oder „Watson“ liefern ihre Internet-Ausgaben gratis. Die Abo-Gebühren für die Internet-Ausgaben der grosses Zeitungen sind enorm hoch. Eine Frechheit, wenn man weiss, wie günstig das Medium Internet ist! 2 oder sogar 3 Zeitschriften kann und will ich mir einfach nicht leisten.
- Beim deutschen „Spiegel“ kostet ein Jahres-Online-Abo: 52×6 Euro = 310 Euro
- „Basler Zeitung“: Fr. 3.95/Woche, d.h. im Jahr rund Fr. 200.–, wobei die nur in den Büro-Zeiten aktuell sind. Nachts ist die Redaktion geschlossen.
- „BZ“ online 4.75/Woche, d.h. im Jahr rund Fr. 247.–
- „Blick“ verlangt am wenigsten: Fr. 99.– pro Jahr. Aber für einen derartigen inhaltlichen Schwachsinn immer noch überteuert.
Was ich gar nicht verstehe, dass sie ihre Erzeugnisse durch hohe Abo-Gebühren abschotten und damit die notwendige Beachtung für ihre Werbepartner noch mehr reduzieren. Je weniger Leser, desto weniger Werbung! Für die Werbung sind die Gratis-Internet-Angebote interessanter! Dies interessiert die Journalisten wenig. Sie wissen es besser und bauen sich damit langsam ab.
Ich will auch nicht mit meinem ewigen Gebet für eine Flat-Rate der deutschsprachiger Presse-Erzeugnisse werben. Vergleichbar der Musik-Industrie, die damit den Weg aus ihrer grossen Krise schafften. Aber die Journalisten wissen alles besser. Seit Jahren zeigt ihr Weg bergab, aber sie bleiben bei ihrem Kredo: Es gibt nichts kostenlos – Abonnemente ist unser Business-Plan
Alternative Lese-Angebote
Es gibt ein paar Gratis-Angebote, aber gegen diese kämpft die Presse-Lobby mit allen Mitteln. Neben den schriftlichen und gesprochenen Fernseh-Nachrichten in SRF und vorallem NTV, sind es die beiden Gratisblätter „20min“ und „Watson„