Kategorie: Literatur, Zeitungen, Blogs, Humor

15. Dez. 2013: Der Einheitsbrei der schweizerischen Medien-Landschaft

zeitungenWährend meiner Ausland-Aufenthalte habe ich nicht nur Zeit und Musse, sondern auch das Bedürfnis mich über die Aktualitäten im In- und Ausland zu informieren. Dazu dienen mir die verschiedenen Online-Angebote an Zeitungen im Internet, denn Papier-Ausgaben gibt es wenn schon nur zeitverzögert und enorm teuer.  Die einen sind links-lastig andere populistisch oder  sogar rechtsextrem. Aber fast alle geben sich Mühe, zu berichten.

Der „Blick„, die Schweizer Ausgabe mit den grossen Buchstaben

Es gibt aber auch solche, die haben und machen Mühe. Dazu gehört der „Blick„, eine schlecht gelungene Schweizer Kopie des Deutschen „Bild“. In der Tat sind die redaktionellen Beiträge, wenn ich die 10-15 Zeilen so nennen darf, auf tiefstem Niveau. Oft habe ich den Eindruck, diese paar Zeilen sind mit einem Generator oder aus vorgefertigten Texten sprich Textbausteinen geschrieben worden, denn sie gleichen sich je nach Thema.

Eigentlich erstaunlich, weil sie mit Frank A. Meyer als publizistischen Berater und Feuilletonisten, einen der besten Schweizer Journalisten in ihren Reihen haben.

Mit dem „Blick kauft sich der Konsument gegen 50% Bilder, etwa 20-25% Schlagzeilen und gleichviel redaktionellen Text. Ich kann mir nicht verstehen, wie ein guter Journalist bei „Blick“ glücklich sein und werden kann. Er wird immer auf tiefstem Niveau arbeiten müssen.

Früher war „Blick“ berühmt, dass man sich auf wenigen Zeilen informieren konnte, wenn auch oberflächlich und vorallem über die weltbewegenden Themen „Unglücksfälle und Verbrechen“. Heute nutze ich zu diesem Zweck das Gratisblatt „20-Minuten“. Dieses hat erstaunlichrweise mehr redaktionelle Beiträge als der teure „Blick“

Mann sollte einen Zerriss immer mit etwas Positivem abschliessen. An der Sport-Beilage und -Beiträge gibt es wenig auszusetzen. Sie ist informativ und aktuell, wenn auch oft sehr tendenziös. Aber dies kann man akzeptieren

Ein Eintopf mit der  Basler- und Berner-Zeitung, sowie dem Zürcher Tages-Anzeiger

Man muss sich das mal vorstellen, die drei grossen städtischen Regionen Basel, Bern und Zürich verfügen nicht mehr über eine eigene Zeitung und ein eigenes Sprachrohr. In den 3 obigen Zeitungen werden die nationalen und internationalen Themen in einem Einheitsbrei gemeinsam geschaffen. Einzig regionale Themen werden in Beilagen individuell verfasst.

NZZ schützt sich vor unliebsamen Lesern durch eine Internet-Mauer

Ich las die „Neue Zürcher Zeitung“ alias NZZ gerne, denn sie brachte gutdurchdachte und fundierte Beiträge. Seit einigen Monaten kann ich die Internet-Ausgabe nicht mehr lesen. Ich müsste eine kostenpflichtiges Abonnement lösen. So verliert diese Zeitung nicht nur einen Leser, es vermindert sich auch die Leserzahl als Quote für die Beliebtheit der Zeitung und als Massstab für die Rentabilität auf dem Werbemarkt. Ob sich dies rechnet?

Diesselbe Einschränkung versucht auch die Deutsche Zeitschrift „WELT“, die ebenfalls Abo-Gebühren verlangt.

Siehe dazu den Beitrag: „Zeitungs-Selbstmord auf Raten“

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2013/12/15/15-dez-2013-der-einheitsbrei-der-schweizerischen-medien-landschaft/

Ein kleines Weihnachtsgedicht in zwei Sprachen: Englisch – Deutsch

Hua-Hin Bahnhof Wartehaus Nachts: Königs GeburtstagA little weihnachtsgedicht

When the snow falls wunderbar,
and the kinder happy are,
When the glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know,es ist so weit:
She is here,the weihnachtszeit.

Every Parkhaus is besetzt,
Weil die people fahren jetzt,
All to kaufhof,mediamarkt,
Kriegen nearly herzinfarkt,
Shopping hirnverbrannte things,
And the Christmas glocke rings.

Mother in the kitchen bakes,
Schoko-,nuss- and mandelkeks,
Daddy in the nebenraum,
Schmücks a riesen weihnachtsbaum,
He is hanging on the balls,
when he from the leiter falls,
Finally the kinderlein,
To the zimmer kommen rein,
And it sings the family,
Schauerlich:“Oh Christmastree“,
And a jeder in the house,
Is packing the geschenke aus.

Mama finds under the tanne,
A super neue Teflon-Pfanne,
Papa gets schlips and socken,
Every does frohlocken,
President speaks in the TV,
All around his harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
In Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes the Feuerwehr,
With Tatü Tata daher,
And they bring a long,long schlauch,
And a long,long leiter auch,
And they schrei:“Wasser Marsch!“,
CHRISTMAS NOW IS IN THE ARSCH!!!

(aus Facebook P.Gisler)

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2013/12/14/ein-kleines-weihnachtsgedicht-in-zwei-sprachen-englisch-deutsch/

Selbstmord auf Raten: Das Zeitungssterben geht weiter

Wiederum musste ich den Link zu einer Zeitung löschen, weil sie mich nur gegen eine Abo-Zahlung lesen liess: „DIE WELT

[important]

Die Tages-, Wochen- und Monatszeitungen leben primär von ihren Inserate- resp. Werbe-Einnahmen. Ohne Inserate keine Zeitung, denn die Abo-Einnahmen sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein! Die Inserate werden jedoch nur in solche Medien investiert, die auch grosse Leserzahlen aufweisen. Eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beisst. [/important]

Viele der klassischen Tageszeitungen werden die nächsten 10-15 Jahre nicht überleben. Die Abo-Preise für die Leser werden weiterhin steigen, die Abonnenten- und Auflage Zahlen massiv zurückgehen, die Werbeeinnahmen stagnieren und sinken …. Die Zeitung wird unrentabel.

Ganz anders sieht es bei den Gratiszeitungen aus. Die Auflagen und die Anzahl Leser steigen an, die Werbeeinnahmen steigen ebenfalls. Ihre Gestehungskosten sind tiefer, denn sie leisten sich nur eine kleine Redaktion.

Bei den Online-Zeitungen könnte sich eine gesunde Zukunft durchsetzen, wenn die konservativen Zeitungsmacher an der Leserschraube durch Gratis-Angebote drehen würden. In einer transparenten Kostenrechnungen würden sie realisieren, dass Internet ein papierloses  Medium ist und demnach viele Kostenteile wegfallen. Durch Verschieben der Papier-, Druck- und Versandkosten in den redaktionellen Geldtopf, könnte die Online-Zeitung gratis werden und durch hohe Leserzahlen neue zahlungskräftige Inserenten anziehen. Medien wie Google und Facebook machen es vor.

Kostenpflichtige Online Medien: Weniger Leser, weniger Inserate

Um so erstaunlicher ist es, wenn ich vom Lesen der Internet-Online-Ausgaben grosser Zeitungen gehindert werde. In diesen Fällen kommt nach 20 gelesenen Beiträgen oder Artikeln ein solches Bild, wie ich es kürzlich von der „DIE WELT“ erhielt,  mit der Aufforderung ein kostenpflichtiges Abonnement zu lösen. Nach der „NZZ“  vor einem Jahr hat mich soeben die  „DIE WELT“ mit demselben Vorgehen geärgert und auf meine schriftliche Anfrage sich mit dem üblichen bla-bla von den hohen redaktionellen Kosten beklagt., aber kein Ton von den Einsparungen durch Online erwähnt. Dies ist eben eine andere Welt!

Seither ist mein Online-Link zur „DIE WELT“, der Not gehorchend, gelöscht! Ein Leser weniger! Ich frage mich nur, ob sich diese Medien den eigenen Ast, auf dem sie sitzen, selber abschneiden? Weniger Leser, Weniger Inserate

Neue Gratis-Online-Angebote

Der Markt wird entscheiden. Es gibt bereits jetzt neue Gratis-Zeitungs-Angebote im Internet; z.B. „The Huffington Post“, herausgegeben in Zusammenarbeit mit FOCUS!  oder der österreichische „Standard.at“

 


Mehr über das bevorstehende Zeitungssterben gibt es im Fall NZZ vom Nov. 2012 zu lesen:

Ankündigung: Selbstmord der NZZ in Raten

 

 

Die-Welt-quer-75bpi

Aufforderun zu einem kostenpflichtigen Abonnement

 

 

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2013/10/28/selbstmord-auf-raten-das-zeitungssterben-geht-weiter/

Steve Jobs, der Apple Gründer (seine Biografie)

Jobs and Apple Logo

Mein Kindle eBook-Reader machte es möglich. Ich stiess vergangenen Dezember bei Amazon auf die 700-seitige Steve Jobs Biografie von Walter Isaacson und lud sie mir herunter. Während meiner Burma-Reise und anschliessend in Hua-Hin hatte ich genügend Zeit und Musse die faszinierende Geschichte des Apple-Gründers zu lesen

Biografien haben eigene Gesetze in sich. Man weiss nie, wo und ob man angeschwindelt wird. Bei Helmut Kohl fühlte ich mich nie ganz sicher, der Helmut Schmidt hatte dies weniger nötig. Bei Steve Jobs hat der Biograf bestimmt das wichtigste punktgenau erwischt.

Ich war nie ein Apple-Fan, obwohl mir die Produkte vom Aussehen her, unheimlich gefielen. Sie waren auch immer ihrer Zeit voraus, technisch und funktionell Viel weiter als die gewöhnlichen PCs von HP, IBM, ACER etc

Aber diese waren offen und boten eine Vielzahl von Softwaren an, von denen Apple-Benutzer nicht einmal zu träumen wagten. In der Microsoft Welt hatte ich unzählige Anschlussmöglichkeiten für Drucker, Scanner, Speichermedien etc. Ich konnte den PC kaufen, der von seiner Leistungsfähigkeit meine Anforderungen erfüllte. Ein Gamer- oder Foto/Video-PC war anders gebaut als ein Büro-PC, auch aus preislicher Sicht. Diese Offenheit brachte aber auch ihre Risiken und Schwächen mit sich: Viren-Anfälligkeit, Stabilität des Systems etc

Apple-PCs waren für mich von der Form her wie „Ferraris“, von der Motorisierung eher wie ein „VW“, die aber nur vorwärts fahren konnten, weil sie über kein Getriebe mit Rückwärtsgang verfügten. Zudem war der Motorraum verschweisst, sodass man nichts selber auswechseln konnte. (Bem: Beim iPhone nicht einmal die Batterie)

Steve Jobs

steve-jobs-cloudSteve Jobs war ein Genie, ein Visionär, ein Verrückter, ein Spinner, ein Mensch mit schwerem Charakter. Er verstarb am 5. Okt. 2011…. und damit könnte man die Geschichte von Apple beenden

Als Visionär wollte er ein perfektes Produkt in Form und Funktionalität! Er wollte keine integrierte Lösung, keine Anschlüsse in andere Welten. Er meinte, nur ein in sich abgeschlossenes System kann perfekt sein. Mit dieser Einstellung hat er einzigartige und auch stabile Systeme geschaffen, weil er keine Rücksicht auf die übrige Welt nehmen musste.

Er schuf sich aber nicht nur einzigartige Systeme, er bestimmte auch, was rechtens und Realität war. Er hatte seine eigene Realität. Die ganze Industrie rund um ihn herum baute „Mist“. Typisch dazu auch, dass er behauptete und davon überzeugt war, durch seine natürliche Essensweise gebe sein Körper keine unangenehmen Gerüche ab und er sich deswegen nicht waschen müsse.

Aus der Ferne betrachtet, muss er ein schrecklicher Vorgesetzter gewesen sein. Für ihn gab es nur Gute und Unbrauchbare Mitarbeiter. Er wollte nur die Besten, die anderen entliess er fristlos. Wehe ein gehemmter Mitarbeiter kreuzte seine Wege! Wieviele Leichen hat er wohl auf dem Gewissen? Dazu liest man nur am Ende seines Buches ein paar Zeilen, als er sich kurz vor seinem Tode erstmals fragte, wie es wohl seinem eben fristlos entlassenen Mitarbeiter gehe, wenn dieser seiner Frau und seinen Kindern berichten müsse, dass er keine Arbeit mehr habe.

Hat Apple eine Zukunft ?

Wie geht es weiter mit Apple? Dieser Punkt wird im Buch nicht angeschnitten. Ich befürchte das schlimmste. Ohne einen pedantischen Visionär, wie Steve Jobs, der absolut neuartige Produkte in 100%-Ausführung und Design entwickelt, hat Apple keine Zukunft. Unter Tim Cook, dem neuen Chef, wird Apple zu einer gewöhnlichen me-too-Firma ohne die heutige Exklusivität. Mich würde nicht wundern, wenn die Firma in nächster Zukunft wegen seiner einzigartigen Patente übernommen und vom Markt verschwinden wird.

Was machte Apple einzigartig? Seine Einzigartigkeit !

 

Artikel aus FOCUS Online: Die 10 grössten Apple-Aufreger

Es ist ein Zufall. Wenige Tage nach meiner obigen Veröffentlichung fand ich im FOCUS-Online vom 1. Feb, 2013 den nachfolgenden hochinteressanten Artikel über Apple, der meine Zeilen wunderbar ergänzt und vorallem meinen Blick in die Zukunft bestätigt.  Siehe Link mit den 10 grössten Apple Aufreger.

pdf-datei

Die 10 grössten Apple Aufreger

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2013/01/30/steve-jobs-der-apple-grunder-seine-biografie/

Offener Brief an meine lieben Freunde in Deutschland – Hilfe, ich bin ein Sexist

Achtung, Du befindest Dich auf einer schlüpfrigen Sex-Seite !

Alice Schwarzer

Alice Schwarzer

Meine liebe Freunde aus Deutschland !

Ich habe in den letzten Tagen die Sexismus-Diskussion in Euerem Lande verfolgt und kann seither nicht mehr ruhig schlafen.

Ich schäme mich zu Tode, denn auch ich bin einer von denen. Ich gebe es zu, ich habe in der Vergangenheit der einen und anderen von Eueren Ehefrauen ins Dirndl geschaut. Ich hatte dabei auch schon unanständige Gedanken.

Aber diese Zeit ist vorbei, seit ich auf Solaris Ferien mache und meine Hormone langsam den Bach runter gehen..

Brigitte Bardot

Brigitte Bardot

Ich hoffe, dass Ihr mir meine Schwäche nicht nachträgt, nachdem bei Euch eine Anti-Sexismus-Welle durchs Land zieht. Deutschland ist ein geschundenes Land. Vor wenigen Jahren die Missbrauchs-Welle der katholischen Kirche, dann die Piratenpartei und nun diese Schweinerei.

Ich bin froh, in der Schweiz wohnen zu dürfen. In einem Land, das fern der EU steht. Wir wissen warum. Hier darf ich noch in den phänomenalen Ausschnitt von Brigitte Bardot schauen und dieses Bild sogar in meinem Schlafzimmer an die Wand heften. Brigitte hat meine Pubertät geprägt. Für sie habe ich geschwärmt. Brigitte hat mir Alice Schwarzer ersetzt.


Nach-Bemerkung zu diesen Zeilen:

Seit kurzem werte ich die Zugriffe auf diesen Blog aus. So weiss ich, dass täglich um die 50 Besucher meine Seite aufrufen. Ich konnte aber auch erkennen, dass das Wort „Sex“ oft als Suchkriterium benutzt wird, meine Kunden damit aber nicht fündig werden.

Dies werde ich ändern. Ich werde vermehrt diesem offensichtlichen  Verlangen nachkommen, nachdem dieses männliche Grundbedürfnis in Deutschland nicht mehr befriedigt werden darf

Als Konsequenz werde ich regelmässig Sex-Artikel schreiben. Ab sofort schreibe ich die Zahl „6“ nur noch als „sex“. So heisst es dann: „Sex Freunde müsst ihr sein!“ oder: „Ich tausche sex Bilder mit Alice Schwarzer gegen Sex mit Brigitte Bardot

Was glaubt ihr, wie die Zugriffe auf meinen Blog ansteigen werden?

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.maxlehmann.ch/wpthai/2013/01/28/ein-offener-brief-an-meine-lieben-freunde-in-deutschland-hilfe-ich-bin-ein-sexist/

Mehr laden