Typisch Thailand: Lebensmittel, Ueberleben, Verkehr, Tatoos

Unter der Rubrik „Typisch Thailand“ berichte ich in unregelmässiger Folge über kleine Episoden, Fremdländisches und Unerwartetes

Lebensmittel

Hua-Hin: Party-Meile Soi88 Pat Duthi grilled Snapper

Das Salz ist in Thailand ist weniger salzig, als das in Europa. Ich brauch etwa 5-10 mal mehr Salz, um etwas zu würzen, z.B. das Spiegelei

Die Eier kauft man in 10er oder 30er-Kartons. Der letztere kostet im Geschäft ungefähr 83 THB, das sind ungefähr SFr. 2.50. Auf das Glück der Hühner schaut keiner, denn die meisten Thais müssen ihr Geld einteilen. Darin hat das Wohl der Tiere keinen Platz. Nur wir Europäer können uns dies leisten.

Ein gebratenes resp. grilliertes Hühnchen kaufe ich mir in einer speziellen Strassenküchen in der Nähe des grossen Hua Hin Marktes. Sie sind frisch und duften lecker. Es kostet 140 THB, das sind etwa SFr. 4.50.

Ich liebe den thailändischen Verkehr

Grundsätzlich fühle ich mich tagsüber im thailändischen Verkehr sicher! Sicherer als in Europa. Dies sowohl mit dem Rennrad, aber auch mit dem Auto und Scooter. Die Strassen haben einen hohen Qualitäts-Standard. Um einiges besser als z.B. in Italien. Auf den meisten Ueberlandstrassen findet man einen Pannen-Streifen resp. Veloweg.

Gefährlich sind einzig die älteren Farangs, weil diese auf die Gesetze ihres ehemaligen Heimatlandes pochen. Diese gelten aber nicht in Thailand. Sie können nicht verstehen, dass auf 2-spurigen Strassen auch 3 Autos oder sogar 4 nebeneinander fahren können …. oder unverhofft auf der falschen Strassenseite ein Scooter entgegenkommt. Ihr Fahrverhalten endet oft mit einem Blech- oder Personenschaden. In Thailand wird mehr mit Gefühl und Freude gefahren. Man hält sich nicht unbedingt an die Gesetze, achtet aber den anderen Verkehrsteilnehmer.

Die Farangs leben gefährlich, weil sie sich überschätzen, wenig oder keine Fahrpraxis auf einem Scooter haben und hier die Sau auslassen wollen. Ein Arzt im Bangkok-Hospital meinte zu Beginn der Weihnachtszeit: Jetzt beginnt unsere Hochsaison!

Die älteren thailändischen Damen auf ihrem Scooter sind die gefährlichsten Verkehrsteilnehmer. Sie fahren recht langsam, bremsen unverhofft bei jeder ihnen ungewohnten Situation und vergessen den Blinker zurückzustellen (was auch mir oft passiert), aber im Gegensatz zu mir biegen sie dann unverhofft ab, ohne zurückzuschauen.

Nachts wird es dann super-gefährlich auf Thailands-Strassen, weil die Thais den Alkohol nicht vertragen und im Vollrausch über die Strassen fräsen. Die Mehrzahl der schweren Verkehrsunfalle passieren in der Nacht. Nachts meide ich die Strassen.

Kampf ums Ueberleben

Ein Grossteil der Thais kämpft täglich ums Ueberleben. Sie haben keine Rente, keine Arbeitslosen-Versicherung oder Sozialfürsorge. Ihr Ueberlebenskampf beginnt bereits nach der Schule, wenn sie Geld verdienen sollten …. und endet im Alter, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Vielen bleibt nur der Gang als Mönch oder Nonne in einen Tempel.

Die Thai-Männer haben bei ihren Frauen ein schlechtes Image: „Sie sind faul, schwängern wie die Hunde und gehen dann wieder weiter.“ In der Tat sieht man viele Frauen alleine mit ihren Kindern. Viele Frauen verrichten Schwerstarbeit als Maurer, Gärtner, Metzger etc, um ihre Familie durchzubringen.

Andere Frauen versuchen es mit einem eigenen Geschäft, dem Traum jeden Thais, oder sie arbeiten in einer Bar oder Massage-Salon, um einen Farang kennen zu lernen. Als älterer Farang hat man bei der holden Weiblichkeit grosse Chancen, die man zu Hause nicht mehr hat. Eine knackige Thai-Frau kennen zu lernen … und dies zu einem vernünftigen Preis.

Bettler sieht man seltener, obwohl es keine Sozalfürsorge gibt. Dazu ist der Thai zu stolz. Man hat in Thailand nur zwei Möglichkeiten: zu verhungern oder etwas zu arbeiten. Da bleibt für die Aermsten der Armen nur noch: Abfall sammeln. Davon berichtete ich in einem eigenen Beitrag „Typisch Thailand: Abfall-Trennung

Tatoos

Tatoos sind in Thailand gross in Mode. Praktisch jeder Thai ist tätowiert und seien es nur heilige buddhistische Zeichen auf dem Rücken direkt unter dem Hals. Hier habe ich erstmals in meinem Leben einen tätowierten Körper berührt. Für mich war dies ein Schock. Die Haut ist nicht mehr fein. Sie ist rauh! Die Tatoos sind echte Verbrennungen: eingebrannte Bilder.

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