Meine Erfahrungen mit Smartphones: Abzocke oder Evolution?

Es geht in Richtung Evolution

Als ich begann, diesen Beitrag zu schreiben, wollte ich die Smartphone-Android-Technologie zerreissen. Ich war eher negativ eingestellt, denn ich bekam sie einfach nicht in den Griff. Als ich aber den letzten Abschnitt über die von mir benutzten Applikationen geschrieben hatte, war ich nicht mehr so sicher, aufs Smartphone verzichten zu wollen.

Ich bin kein Technik-Freak. Ich brauche nicht immer das Neueste. Ich bin ein Nutzer, der gerne die technischen Möglichkeiten moderner Technologien einsetzt, wenn sie mir auf meinen Reisen etwas bringen.

Im Zusammenhang mit den Smartphones bin ich ein Quereinsteiger

Erst im März 2012 habe ich mir mein erstes intelligentes Handy das „Smartphone HTC Desire S“ mit dem Betriebssystem „Android 2.3“ gekauft, um mir Erfahrungen mit diesem neuen Medium anzueignen. In der Zwischenzeit habe ich viel dazu gelernt und mich weiterentwickelt. Das HTC brauche ich nur noch als Wecker und habe es vor 2 Jahres ersetzt durch ein „SAMSUNG GALAXY DUOS„-Telephon für 2 SIMM-Karten und ein „SAMSUNG GALAXY TAB3 7-Zoll Tablet„. Beide arbeiten mit dem Android-Betriebsystem 4.1 resp. 4.4.

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Samsung Galaxy Tab3

Ich komme aus der Microsoft – Windows-Ecke

Ich komme aus der Windows-Ecke und bin seit Jahren auf diesem Gebiet ein qualifizierter Benutzer. Was bei den Windows-Betriebssystemen so einfach ist, nämlich Daten hin- und herzuschieben, oder auch zu wissen, wo die Daten zum jeweiligen Programm gespeichert sind, habe ich bei Android noch nicht herausgefunden. Android besteht für mich immer noch aus einem Datenhaufen. Es ist, als ob ich in der Wüste das richtige Sandkorn nicht finden würde.

Ihr sagt nun teilweise mit Recht, dies braucht man gar nicht zu wissen, denn man findet die Bilder und Videos problemlos. Dies stimmt alles, bis das Smartphone bei einem APPS-Update meldet, „zu wenig Speicher„. Jetzt gilt es unnötiges zu löschen! Vorallem die „Leichen“ zu finden, die das System verstopfen.

Was vorallem schlimm ist, es lassen sich beim „Android Vers. 4“ fast keine Programme oder Daten aus dem Smartphone-Speicher auf die so beworbene SD-Karte verschieben. Ich habe mir eine 32-GB-SD-Karte gekauft, aber sie blieb fast leer. Beim Android 5 soll dies wieder funktionieren. Ob es beim Andoid 6 auch wieder funktioniert?

Android-Geräte sind ein grosses Geschäft

Ich rede hier nur von den SAMSUNG-GALAXY-Android-Geräten der Versionen 4.1. und 4.4 Kitkat. Die Apples mögen ebenfalls Vor- und Nachteile haben, aber darin kenne ich mich nicht aus. Ein Android-Gerät besteht aus weniger Elektronik und Software als ein normaler Notebook, kostet aber gleichviel oder sogar mehr. Aber man kann es einstecken und leicht mittragen. Es ist sehr benutzerfreundlich und funktioniert eigentlich immer. Leider hat es aber manche Einschränkungen:

  • Der interne Speicher, auf dem die Programme und die meisten der Daten gespeichert werden ist bei den Billig-Geräten 4-8 GB gross. Damit kan man wenig anfangen. Die neueren bieten 32 GB an. Ueberall wird mit dem Mini-SD-Zusatzspeichern bis 128GB und mehr beworben. Auf denen kann man aber nur Musik speichern, aber keine Programme und fast keine Daten. Ein reiner Betrug.
  • Beim Kauf eines Smartphone zwingen mich die Hersteller, gewisse Programme zu benutzen, die ich gar nicht möchte. Sie sind vorinstalliert und konsumieren viel Speicher, der doch knapp ist. Ich kann sie nicht löschen. Manche wie „GOOGLE NOW“ blockieren mich laufend, wenn ich den Bildschirm aktiviere. Wie oft versuchte ich, dieses Programm zu deinstallieren.
  • Es existiert kein Update-Prozedere des Android-Betriebssystems, weil die einzelnen Hersteller eine eigene Benutzer-Oberfläche darüber bauen.  Mit vorhandenen Fehlern muss man leben, oder jedes Jahr ein neues Gerät kaufen. Nicht von ungefähr bringt Google jährlich eine neue Version auf den Markt. Soeben kam Android 6 in den Verkauf. Mein altes HTC lief noch mit Android 2.3, ist aber erst gute 3 Jahre alt.

Man muss demnach alle 1-2 Jahre zwischen 300 und 900 Fr. für ein neues Gerät investieren? Reiner Wahnsinn

Wofür setze ich die Android-Geräte ein

Ich brauche die Geräte nicht als PC-Ersatz, sondern dort, wo ein Notebook mühsam ist, d.h. für unterwegs und Kommunikation sprich Telefon.

  • Als mobiles Telefon mit 2 SIMM-Karten, mit der Schweizer- und der Thailand-Tf-Nummer. Auf meinem Mobile-Phone habe ich für beide SIMM-Karten eine gemeinsame Telephonliste, die ich zentral auf meinem Windows-PC unter GOOGLE-Mail verwalte. Die Synchronisierung meiner Kontaktdaten geschieht automatisch, auch auf mein GALAXY-Tablet. Auf diese Weise habe ich nicht nur überall dieselben Kontaktdaten sonden verfüge auch über einen Backup auf dem Windows-PC, falls ich die Geräte wechseln muss.
  • Als zentraler Termin-Kalender: die Synchronisierung der Termine und Kalender-Einträge zwischen dem Android- und Windows-GOOGLE-Kalender funktioniert erstklassisch.
  • Evernote-Dokumenten-Ablage: Auch diese Synchronisierung zwischen den Evernotes auf Windows und -Android funktioniert bestens. Toll ist, dass ich auf Android festlegen kann, welche zentralen Daten-Gruppen (=Notiz-Bücher) ich auf dem jeweiligen Smartphone auch offline-verfügbar haben will
  • Navigationssysteme: Ich habe 2 Off-Line-Navis mit weltweiter Karten-Lizenz gekauft resp. abonniert. „Sygic“ und „Route-66“. Beide funktionieren in Europa aber auch in Thailand bestens. Die lebenslange Lizenz kostete zwischen 50 und 70 Fr.. Darin inbegriffen ist die jährlich mehrmalige Aktualisierung aller Karten. Die Navis brauchen relativ viel Batterie, deshalb sollte man ein Batterie-Pack bei sich haben oder im Auto via Zigarettenanzünder laufend aufladen.
  • Skype: Ueberall wo ich Internet-Anschluss habe, also zuhause oder auf Flughäfen nutze ich Skype-Telephon. Ich habe bei Skype ein Konto und kann damit auch auf öffentliche Mobile- und Festnetz-Nummrn telefonieren. Die Skype-Tf-Gebühren sind um einiges günstiger als die der Tf.-Anbieter. Ein 10-Minuten-Telefon auf die Handy-Nummer von Pat zwischen der Schweiz und Thailand kostet ca 1 Euro.
  • LINE: Da Pat eine Internet-Flat-Rate in Thailand nutzt, kann ich sie via LINE-Telefon jederzeit erreichen. Skype würde auch gehen, aber Pat nutzt noch kein Skype
  • Zeitungen lesen: Ab Tablet lese ich täglich meine Lieblings-Zeitungen wir STERN, FOCUS, SPIEGEL. Die Schweizer-Zeitungen wie NZZ, Basler-Zeitung etc wollen alle Geld, weshalb ich sie nicht mehr berücksichtigen kann.
  • DROPBOX, OnDrive, Evernote sind auch unter Android als Cloud nutzbar. So kann ich im Norfall auch ohne Windows-Notebook, der glücklicherweise noch nie eingetreten ist, auf meine wichtigsten Dokumente zugreiffen
  • Ich liebe verschiedene Android-Tools, auf die ich nur ungern verzichten würde:
    • CAMSCANNER: mit ihm kann ich Visitenkarten und auch Dokumente mit einer Art Foto-Apparat einscannen, als JPG oder PDF umwandeln und in meinem zentralen Evernote oder Dropbox abspeichern.
    • STRAVA: Benutze ich um meine Radausfahrten in Bezug auf Route, Zeit, Geschwindigkeit etc. aufzuzeichnen.
    • METEO: ich nutze zwei Systeme und weiss immer, wie das Wetter werden sollte. Oft kommt es auch anders. Aber es beruhigt
    • ALARM: Oft nutze ich diesen, muss aber immer das Internet ausschalten, ansonsten die ganze Nacht die Facebook-Einträge piepsen und mich wecken

Konsequenz: Ich werde in Zukunft eine Umgebung aus Android/WIN-10 und Microsoft-Notebooks verwenden

Ich werde niemals mehr als Fr 400 für ein Smartphone ausgeben, da meine Anforderungen auch durch ein günstigeres Gerät erfüllt werden können. Ich werde weiterhin eine gesunde Mischung aus Android-Geräten, später vielleicht Windows-10-Smartphones und einer Notebook-Umgebung unter Windows nutzen.

Ich habe nichts gegen Apple und noch weniger Apple-Erfahrung Jeder soll mit dem glücklich werden, das er am meisten liebt.

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2 Kommentare

    • Reinhold Boeschenstein on 13. November 2015 at 07:26
    • Antworten

    Dann will ich Dir mal einen Tipp geben: Mit dem Android-App “ clean master“ (gratis) kannst Du alle nicht benötigten App’s löschen.

    1. Mit Clean-Master, CCleaner, den Glary Utilities und vielen anderen Utilities kann man keine vorinstallierten Apps deinstallieren, wenigstens nicht in der von mir beschriebenen Android-Umgebung. Dazu braucht es System- und Root-Funktionalität mit dem Risiko, dass Android nicht mehr sauber funktioniert. Man kann diese vorinstallierten Apps einzig „deaktivieren“.

      „Clean-Master“ ist nebenbei bemerkt ein wirklich empfehlenswertes Tool. Ich habe es bereits einige Zeit im Einsatz

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