Feb 12 2013

12. Feb. 2013: Sturz mit meinem MountainBike im off-road Gelände – nichts gebrochen

Mit Kinder-Schämpis

Mit Kinder-Schämpis

Man sollte nie radfahren, wenn man ein schlechtes Gefühl hat. Und heute hatte ich eines. Ich habe schlecht geschlafen. Und so passierte es bereits nach etwa 500 m bei der ersten kritischen Stelle im Off-Road-Gelände, als es über Stock und Stein ging.

Ich fuhr in ein Sandloch, mein Vorderrad blieb stecken und mich überschlug es über den Lenker und knallte mich ins Gestrüpp. Ich hörte etwas neben meinem Ohr knacksen. Im nachhinein weiss ich, es war nur ein dürrer Strauch. Ich stand auf, fühlte meine Schulter, das Schlüsselbein und die Beweglichkeit meines rechten Armes ab. Den Arm brachte ich nur noch unter Schmerzen hoch, aber die Knochen schmerzten nicht. Was mich etwas zuversichtlich stimmte.

Aber trotzdem war an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Begleitet von John Graham und Jos van Gent begab ich mich zur nahen Strasse, um per Autostop nach Hua-Hin ins „Bangkok Hospital“ zu gelangen. Ich wollte mich sicherheitshalber durchchecken lassen. Schon bald hielt ein Fahrzeug mit einer englischen Familie. Sie brachten mich nach Hause, von wo ich mit Pats Auto ins nahe Spital fuhr.

Aufrecht marschierte ich in die Notfall-Aufnahme, meinen Arm angewinkelt vor mich haltend, legte meine Member-Card des „Bangkok Hospitals“ vor und lag bereits nach nicht mal 1 Minute auf dem Schragen. Nach der obligaten Blutdruck- (145/85) und Fieber-Messung kam eine junge Aerztin, bewegte meinen angeschlagenen Arm in unterschiedlichen Stellungen und diagnostizierte starke „Muskel-Prellung“.

Ich erhielt eine Armbinde, ein paar Tabletten gegen Schmerzen (Arcoxia 90mg) und und Muskelkrämpfe (Biocalm 50mg), sowie Voltaren-Salbe. Für all dies inkl. Behandlung bezahlte ich 2’800 Baht (entsprechend ca. SFr 90.–). Thailand ist nicht mehr so günstig, resp. das Bangkok Hospital ist eben ein Luxus-Spital, das sich die normalen Thais nicht leisten. Was mich etwas irritierte war die junge Aerztin. Welche Erfahrungen hatte sie wohl?

Wieder zu Hause spürte ich schmerzend meinen Arm und die Schulter, sowie meine Rippen. Ich legte mich hin, um zu schlafen, denn ich war ob der Aufregungen erschöpft.

Bemerkung: Diese Zeilen habe ich als Rechtshänder mit der linken Hand eingetippt. Jeden Buchstaben einzeln auf der Tastatur gesucht und dann gedrückt.

Zustand am 14. Feb: Es geht bereits um einiges besser. Die Rippen schmerzen immer noch. Den angeschlagenen Arm kann ich noch nicht hochhalten. Es schmerzt zu stark.

 Zustand am 16. Feb: Kann wieder mir der rechten Hand auf meinem Notebook schreiben. Fuhr heute zum ersten Mal wieder mit dem Honda-Roller

 

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2 Kommentare

    • Peter on 13. Februar 2013 at 12:07
    • Antworten

    Hallo Max

    Von Deinem Sturz habe ich leider Kenntnis genommen und wünsche Dir gute Besserung. Somit ist anzunehmen, dass Dein Reisebericht über Burma noch einige Zeit auf sich warten lässt.

    Wenn wir schon über Unfälle und Gebrechen uns unterhalten, füge ich hinzu, was für Erfahrungen wir mit dem Bangkok Hospital gemacht haben. Wir waren – wie Du dem email über Steve Jobs entnehmen konntest – in Hua Hin. Meine Frau ist auf einer – baulich einwandfreien – Privatstrasse gestürzt, auf schweizerdeutsch „gestürchlet“. Das Knie scholl an und Eiswürfel und Tiger Balm halfen auch nichts. Also blieb nur ein Spitalbesuch, gegen den man sich im Ausland ja innerlich sträubt. Also suchten wir das Bangkok Hospital auf und waren sofort beeindruckt. Innert 5 Minuten hatte meine Frau ihre „Kreditkarte“ und sofort war ein Arzt zur Stelle. Dann röntgen mit anschliessender Diagnose. Kein Bruch, aber ein heftiger Knochenriss am Knochenkopf. Therapie: grosse Schiene anstelle Gips, Arretierung für 10 Wochen. Aus der hauseigenen Apotheke fassten wir Schmerz- und Blutverdünnungsmedikamente und gleich neben an checkten wir aus, wie in einem Hotel. Nach 2 Stunden waren wir wieder in unserem Village. Nach 10 Tagen Kontrolluntersuchung durch den hervorragenden Arzt, der perfekt englisch sprach. Nächste Hürde: Rücktransport mit gestrecktem Bein, d.h. liegend. Da Swiss ausgebucht war, mussten wir um einen Tag schieben, aber es lief in der Business perfekt ab. Kontrollbesuch im Spital Zollikerberg mit Bestätigung, dass in Hua Hin sowohl Diagnose einwandfrei und die Therapie mit der Schiene fachgerecht war. Vor zehn Tagen konnte die Schiene entfernt werden und meine Frau ist wieder total „hergestellt“.

    Das Bangkok Hospital ist ein Spital mit einer Betreuung wie es in Zürich die HIrslanden-Klinik ist! Zusammenfassend sind wir höchst zufrieden.

    Nun ist zu hoffen, dass Dein Besserungsverlauf ähnlich, aber kürzer ist.

    Beste Grüsse und gute Wünsche aus dem verschneiten Zumikon.

    Peter

    1. Hallo Peter

      Danke für Deine Nachricht und Nachfrage. Es geht schon etwas besser, so kann ich bereits wieder Mails schreiben, wenn auch nur mit der linken Hand im Einfingersystem. Ihr beide habt ja auch noch ein schönes Erlebnis aus Hua-Hin mitgenommen…ist ja beruhigend, dass alles gut herausgekommen ist..

      Der Burma-Bericht verzögert sich in der Tat.Nicht wegen des Unfalls, sondern wegen der Arbeiten am Bericht. Es dauert einfach länger, bis ich die besten Fotos evaluiert und in den Bericht eingefügt habe….. aber es kommt.

      Liebe Grüsse aus Hua-Hin
      Max

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