Um es kurz zusammenzufassen: Der Abend mit meinen beiden Freunden Karli und Renato und ihren beiden Frauen war ein grosser Erfolg. Abgesehen vom Appetizer sind alle Speisen 100% gelungen. Einzig der Appetizer, mit Bratspeck eingewickelten Champignons ging in die Hosen. Sie verbrannten im Ofen, weil ich sie vergass … ha ha ha
Etwas Asiatisches sollte es sein
Jährlich laden Renato, Karli und ich einander zu einem oder auch zwei feinen Abendessen ein. Dabei serviert jeder etwas Spezielles. Bei Karli sind es seit Jahren leckere Kutteln, zarte Rindsbäggli oder delikaten Kalbskopf. Renato mit italienischen Wurzeln kocht Spaghetti oder feines Fondue. Bei mir ist es klar. Es muss etwas Asiatisches sein.
Diesmal kramte ich in meiner Vergangenheit und erinnerte mich an das früher berühmte „Riz Casimir„. Früher vor 40-50 Jahren war dies ein Festessen und wurde zu speziellen Anlässen für Freunde gekocht.
Gestern Freitag habe ich mit den Vorbereitungen begonnen. Ich backte ein feines „Milchbrot mit Cashew-Nüssen“. Zelebrierte meine Dessert-Spezialität „Mousse aux Chocolat“ und versuchte mich mit „Nidletäfeli“ sprich Caramels. Dabei sind mir die Caramels etwas misslungen. Sie waren zu weich! Ich werde es morgen mit einer zweiten Portion versuchen, aber um einiges länger „kochen“ bis es richtig karamelisiert ist.

Mein Menue:
Appetizer: Mit Speck eingewickelte Champignons
Vorspeise: Cherry Tomaten an Crema Balsamico
Hauptspeise: Riz Casimir mit weissem und schwarzem Reis
Dessert: Gesichts-Teller aus Stracciatella-Eis und braunes Mousse-aux-Chocolat
Getränke: Prosecco Valdobbiadene und Fechy-Weisswein

Der Samstag mit Freunden
Am Vormittag deckte ich gemütlich den Esstisch für 5 Personen und wiederholte die Rahm-Täfeli-Zubereitung, die nun bestens gelang. Die gestrige Portion mischte ich dabei unter die neue Charge. Am Nachmittag ab 16 Uhr begann ich zu kochen. Das Hühnchen Fleisch anbraten, die Yellow Curry Sauce aufsetzen, die eingewickelten Champignons kamen in den Ofen und der Reiskocher mit weissem Jasmin und schwarzem Reis wurde gestartet. Ich war voll im Zeitplan.
Nachdem das gelbe Curry Sauce gut gelungen war, wurde ich unsicher, ob die Menge für 5 Personen reichen würde. Kurzum entschloss ich mich, eine zweite Charge aufzusetzen. Ich hatte noch 10 Minuten Zeit. Kein Problem, denn ich hatte den Kochvorgang im Griff.

Pünktlich um 17 Uhr trafen meine Freunde samt ihren Frauen bei mir ein. Sie trafen sich vor dem Haus. Zu der Zeit stand ich noch in vollem Stress am Zubereiten der zweiten Portion der Yellow-Curry-Sauce. Aber ich hatte gute Freunde. Dem Renato drückte ich den Prosecco in die Hand, während ich die letzten Handgriffe in der Küche abschloss. Wow, Oh Schreck, ich hatte den Appetizer im Backofen vergessen. Die 15 eingewickelten Champignons waren verkohlt … ha ha ha
Ich machte mir dabei keine Sorgen. Pech gehabt und setzte mich noch mit Kochschürze zu meinen Freunden auf die Terrasse. Es war einer der ersten warmen Tage und Abende. Als Unterhaltung demonstrierte ich, wie ich meine Fenster putze und liess den Fenster-Roboter vor den Augen meiner Freunde das grosse Terrassen-Fenster putzen
Das Max-Dinner

Kurzum, alles war bestens. Das Essen hat 100% geschmeckt. Besser kann ich dieses Menue kein zweites Mal zubereiten. Die Vorspeise mit den Dattel-Tomaten und Crema Balsamico, das gelb leuchtende Riz-Casimir, sowie das Mousse-aux-Chocolat waren ein Gedicht. Die Menge hat gepasst. Rund 1 Portion blieb übrig. Ich war ein glücklicher Gastgeber und genoss den Abend, nun ohne Kochschürze, aber im weissen Hilfinger-Shirt
Aufräumen
Gegen 21 Uhr machten sich meine Freunde auf den Heimweg. Jedem gab ich als Bhaltis ein Säckchen mit Rahmtäfeli mit. Noch am Abend habe ich den Tisch abgeräumt und das schmutzige Geschirr in die Waschmaschine eingefüllt. Die Gläser habe ich von Hand gewaschen und abgetrocknet.













































































