Tag: Spital

Gedanken zu meinem Leben mit dem Corona-Virus

Ich gehöre mit meinen 77 Jahre zur bevorzugten Risikogruppe für den Corona Virus. Ich muss mit schwerstem Krankheitsverlauf rechnen, wenn es mich erwischt. Ich passe deshalb doppelt auf und gehe im Moment nur auf die Strasse, um einzukaufen. Sobald es wärmer wird, werde ich alleine mit dem Rennrad ausfahren, um mich fit zu halten.

Erstmals in meinem Leben muss ich mich einschränken und anpassen. Erstmals ist es gefährlich zu leben. Ich gehöre zur glücklichen Generation, die nie einen Krieg, Krise, Erdbeben oder eine Katastrophe erlebt hat. Bisher bin ich von einer Ansteckung durch den Corona-Käfer verschont geblieben und dies soll auch so bleiben! Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie ich die bevorstehende, mehrmonatige Einschränkung bewältigen werde. Ich schaue positiv in die Zukunft. Ich bin mir sicher, dass ich mich beschäftigen kann.

Angst, Frust und Ärger auf hohem Niveau

Anderen geht es schlechter. Sie haben Angst vor der ungewissen Zukunft. Eine liebe Bekannte aus Wien schrieb mir in Facebook: „….ein bisschen unheimlich, auf unbestimmte Zeit eingeschlossen zu sein ……… Ihr Mann sei in der Risiko-Gruppe und ihr Tochter hoch-schwanger. Sie frage sich, ob sie ihren zukunftigen Enkel/Enkelin besuchen darf?“

Ich schrieb ihr zurück: „Ja, es ist schwer… wir in der Schweiz dürfen noch einkaufen und auch spazieren gehen oder Sport treiben, aber nur alleine oder zu zweit …. Ich glaube, diese Einschränkung kann man in Kauf nehmen, da man als Gegenleistung weiter leben darf …… es ist ja absehbar. Ich schätze der Corona-Virus wird uns noch 12 Monate beschäftigen.“

„Unsere Eltern haben viel schwerere Zeiten erlebt…. im letzten Weltkrieg… als sie nie wussten, ob die nächste Bombardierung sie trifft…. und diese Angst während 1 oder 2 Jahren ertragen müssen!“

„Zudem hatten sie keine der modernen Kommunikationsmittel wie WhatsApp oder Facebook oder Telefon etc. Wir sind enorm privilegiert !“

„Wir können froh und glücklich, dass wir alles selber unter Kontrolle haben können und nicht vom Tun Dritter abhängen. Zudem ist das Ende absehbar…sobald ein Impfstoff verfügbar sein wird.“

Meine Wohnung in Binningen

Ich muss zu Hause bleiben und Kontakte meiden. Ich habe Zeit, mir Gedanken zu machen und diese niederzuschreiben. Ich geniesse dabei meine schöne Wohnung in Binningen. Hier fühle ich mich zu Hause und bin glücklich. Falls ihr mehr über meine Wohnung sehen möchtet, dann klickt auf nachstehendes Bild.

Klick aufs Bild, um zu den Fotos aus meiner Wohnung zu gelangen

Patientenverfügung

Das Risiko, schwer krank zu werden, hat mich bewogen, meine „Patientenverfügung“ zu überarbeiten: „Ich will nicht künstlich durch Intubation, mit all seinen Nebenwirkungen sprich bleibenden Schäden, beatmet werden. In diesem Fall möchte ich eher palliativ oder durch Exit sterben.

Diesen Entscheid habe ich mit meiner Tochter Daniela besprochen! Sie ist meine „Vorsorgebeauftragte“ Sie unterstützt und versteht meinen Schritt, sowie meine Beweggründe..

Von Milliarden zu Billionen

Könnt ihr Euch noch daran erinnern, als erstmals mit Milliarden-Geld-Beträgen jongliert wurde? Es war anlässlich der Banken- und Finanzkrise 2008/09. Es scheint, dass jede Krise sich direkt in der Erhöhung des einzusetzenden Geldes auswirkt. Zu Bewältigung der Corona-Krise wurden in Deutschland Summen in Billionen-Höhe (= 1’000 Milliarden) freigegeben. Zur Erinnerung: 1 Billion hat insgesamt 12 Nullen! (= 1’000’000’000’000)

„Hätte, hätte Fahrrad-Kette“

Und bereits beginnen die Populisten und Oppositions-Parteien den Regierenden gemachte Fehler aus der Vergangenheit anzukreiden. Aufbauende Kritik muss unterstützt werden, aber zerstörende Kritik ist abzulehnen. Es ist so einfach, etwas zu kritisieren. Es ist aber schwer, das Richtige im richtigen Moment zu tun!

Ich befürchte, dass die Populisten die Unruhe und Ängste der eingeschränkten Bevölkerung für ihre Zwecke missbrauchen werden. Mit ihren einfach verständlichen Rezepten könnten sie einen Keil zwischen der Bevölkerung und den Medizinern, Wissenschaftlern und Regierenden einschlagen.

Natürliche Selektion?

Arm in Arm wollten die Briten unter Boris Johnson und die Trumpschen Amerikaner die Welt neu aufmischen. Jetzt haben die beiden Zauberlehrlinge aufs falsche Pferd gesetzt. Corona fliegt ihnen um die Ohren. Ist dies eine natürliche Selektion, wie sie in der Tierwelt üblich ist? Gibt es in Zukunft weniger Briten und Amerikaner? In der Tierwelt können sich die Schwächsten nicht weiterentwickeln, wahrscheinlich im Gegensatz zur Menschheit in den USA und GB …. In diesen beiden Ländern vermehren sich die Dümmsten der Dummen!

Hamsterkäufe

Ich verstehe die, die Lebensmittel hamstern. Sie bewältigen damit eine innere Angst, verhungern zu müssen. Unverstandlich für mich ist, dass auch Toiletten-Papier gehamstert wird. Damit befriedigen sie etwas, das absolut nicht Lebenserhaltungs-relevant ist!

27. Mai 2020: Nische in meiner Toilette

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Corona-Desaster für die Populisten und Autokraten

Während seit Wochen in „normal regierten“ Ländern mit Ausgangssperren, geschlossenen Schulen und weiteren Einschränkungen gegen den Corona-Virus gekämpft wird, belügen Populisten-Regierungen und Autokraten ihr Volk nach Strich und Faden. Glücklicherweise funktioniert dieses Lügen und Verdrängen der Tatsachen bei einer Epidemie nicht. Tote kann man nicht unter den Teppich wischen!

Von Populisten und Autokraten regierte Länder stehen vor einem grandiosen Corona-Desaster, denn diesen unangenehmen Tatsachen sind sie nicht gewachsen.

  • Brasiliens-Präsident Jair Bolsonaro und der mexikanische Präsiden Obrador leugnen beide noch Ende März die Corona-Epidemie und machen dumme Witze darüber!
  • Donald Trump liess durch seine Ignoranz die Amerikaner in eine der grössten Katastrophen ihrer Geschichte hereinschlittern, während die Gouverneure verschiedener Staaten Hilferufe in alle Welt schickten. Die Toten werden in New York mittlerweilen in Zelten gelagert!
  • Der Brexit-Träumer aus Grossbritannien Boris Johnson meinte, er lasse die Briten am besten schnellst möglich krank werden, um zu einer landesweiten Eigen-Imunisierung zu gelangen. Er nahm dabei auch ungewohnlich viele Tote in Kauf, weil das britische Gesundheitssystem ungenügend ist. Sein Experiment ist gescheitert. Die nun getroffenen Massnahmen kommen ein paar Wochen zu spät. Das Drama ist nicht mehr aufzuhalten. Erstaunlich ist, die Briten ertragen Corona so stoisch wie den Brexit-Wahnsinn ! „Die spinnen“ würden Asterix und Obelix sagen.

In den Diktaturen wie z.B. Türkei und Russland, sowie in der Militärregierung von Thailand gab es lange Zeit offiziell nur wenige Infizierte. Aber nun ist in all diesen Ländern Feuer im Dach ausgebrochen! Ihre Taktik, „keine Corona-Tests“ zu machen, verhinderte nicht den Ausbruch dieser Krankheit. Ihnen bleibt nur, die Meinungsfreiheit einzuschränken, anstatt die Bürger zu informieren. So kann die Verbreitung von „Fake-News“ mit Gefängnis- und Geldstrafen geahndet werden.

Die Verantwortlichen für diese Desaster verstecken sich hinter aufmunternden Durchhalte-Parolen. Die Leidtragenden sind die Bevölkerung. Man muss sich etwas merken: Traue niemals den Populisten, denn ihre Rezepte sind zu schön als wahr zu sein. Ein Schlaraffenland gibt es nur in der Märchenwelt.

Miese-Peter auch in der Schweiz

Leider gibt es auch in der Schweiz, und sogar in Basel solche Populisten, die die Massnahmen des Bundesrates aufs heftigste kritisieren. Es sind solche, die immer alles besser wissen! Ich frage mich manchmal, ob diese Leute noch normal sind. Mit einem davon bin ich Velo gefahren. Ich habe die Kontakte zu ihm abgebrochen und ihn aus meiner Facebook-Freundesliste gelöscht. Ich kann dieses dumme Geschwätz nicht mehr anhören. Ich bin enttäuscht von diesem „Miese-Peter“.

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22. und 26. März: Corona über Thailand – ein Desaster

Nun ist es offiziell! Das Corona-Virus hat Thailand erreicht und zwar mit voller Wucht. Ich vermutete schon lange, dass die bisher veröffentlichten Zahlen an Infizierten „getürkt“ waren, um keine Touristen zu verlieren. Die Regierung veröffentlichte für ein Land mit vergleichbarer Einwohnerzahl wie Deutschland noch vor Mitte März nur 120 Infizierte! Das Resultat zeigt sich jetzt: Ein Desaster braut sich über Thailand zusammen!

Seit wenigen Tagen wurden einschneidende Massnahmen ergriffen: Bars, Restaurants, Massage-Salons und Nachtlokale wurden in Phuket und Pattaya geschlossen. Seit dem 21. März gilt dies auch für alle Shopping Centers, Geschäfte und Restaurants in Bangkok. Eine Katastrophe für ein Land ohne Soziale Versicherungen.

Mein Velo-Club der „Hua Hin Roadies“ hat die Gruppen-Ausfahrten eingestellt. Auf freiwilliger Basis notabene, denn die dortigen Politiker mögen (oder dürfen?) nicht durchgreifen. Alle Massage Salons in Hua Hin sind zwar geschlossen, ebenso Cicada/Tamarind Market und „Baan Kun Por Food Market“, sowie unsere Stammlokal „Baan Pal“ Coffee shop in Khao Kalok, aber die Bars im Rotlichtviertel und die Restaurants sind weiterhin offen.

Das grosse Problem in Thailand wird sein, dass das durchschnittliche Thai-Volk kein Geld hat, um sich die Corona-Tests und noch weniger den möglichen Krankenhaus-Aufenthalt zu finanzieren. Ein Corona-Test wird je nach Krankenhaus zu SFr. 100 – 200 angeboten, einem Wochenlohn. Die Thais bleiben deshalb zu Hause und tragen zur massiven Verbreitung des Virus bei.

26. März: Ausnahmezustand

Seit dem 26. März gilt ein Ausnahmezustand in Thailand. Die Grenzen sind für alle Ausländer geschlossen. Die Bewegungsfreiheit in ganz Thailand ist eingeschränkt und kann von der Militärregierung weiter eingeschränkt werden. Es sind über 300 Kontrollpunkte eingerichtet. Alle Restaurants, Bars, Massage-Salons und Shopping Centers in ganz Thailand sind geschlossen. Dies ist ein Drama ohne Vergleiche. Viele der arbeitslosen Thais flüchten in ihre Heimat-Provinzen, nehmen ihre Corona-Krankheiten mit und infizieren ihre Familien. Die in den geschlossenen Geschäften arbeitenden Frauen haben kein Einkommen mehr. Es gibt keine Arbeitslosenversicherung.

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