Schlagwort: Krankheit

23. April: Im Uni-Spital – Ich war nervös und hatte Angst

Ich leide unter einer vergrösserten Aorta

Anlässlich der Untersuchungen anlässlich meines Radunfalls im Sommer 2021 hatten die Aerzte festgestellt, dass meine Aorta zu meinem Herzen vergrössert ist Diese Krankheit nennt man Aneurysma und kann sich zu einer lebensbedrohenden Erkrankung entwickeln. Seither werde ich jedes Jahr zur präventiven Kontrolle („transthorakale Echokardiographie“) von der Kardiologie des Universitätsspital Basel aufgeboten.

Positive Diagnose nach Ultraschall-Untersuchung

Heute war es wieder soweit. Ich hatte bereits in der Nacht schlecht geschlafen. Was wäre wenn….? ging mir durch den Kopf. Ich hatte Angst, dass eine schlechte Diagnose die nächsten Monate oder sogar meinen nächster Thailand-Aufenthalt beeinträchtigen könnte. Ich war nervös und gestresst. Ich hatte keine Lust aufs Frühstück. Ich konnte mir lange zureden, dass ich ja noch kein Notfall sei.

Mit dem öffentlichen Bus fuhr ich ins Spital. Ich musste nicht warten und wurde sofort in den Behandlungsraum begleitet. Dort brillierte ich bereits mit einem Blutdruck von 172, der sich dann aber abrupt senkte, als der leitende Arzt mir nach 30 Minuten Untersuchung mitteilte, dass der Zustand meiner Aorta stabil sei! Es seien keine sofortigen Aktionen notwendig.

Medizinischer Ausblick, und deren Risiken

Im Anschluss sprachen wir kurz über meine medizinischen Aussichten. Der Arzt meinte, man müsse immer Abwägen zwischen präventiver Kontrolle und Operation an der Herz-Lungen-Maschine. Denn auch die Operation habe seine Risiken. Die Mortalität sei etwa 3-4%. Aber nach 3-4 Wochen im Spital und in der Reha könne ich wieder wie vorher herumreisen, auch nach Thailand. Er gab mir noch als Tip auf den Weg, den Blutdruck unter 130 zu bekommen. Ev. mein Gewicht zu reduzieren!

Diese Diagnose und die Erläuterungen des Arztes haben mich wieder aufgestellt und ich ging fröhlich nach Hause. Aus meinen schwersten Stunden in diesem Jahr wurde ein schöner Abend mit einem Glas Wein.

Es war das erste Mal, dass ich Angst um mein schönes Leben hatte. Ich hatte nicht etwa Angst vor dem Tod, sondern Angst vor Einschränkungen in meinem Leben. Nicht mehr nach Thailand reisen zu dürfen, gebrechlich zu sein etc

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Ich werde älter ! Ein Fluch oder Geschenk?

In meiner Pubertätsphase konnte ich nicht abwarten, bis ich 16 Jahre alt und ins Kino gehen konnte. Meinen ersten Besuch eines Striptease-Clubs „Frisco Bar“ am Claraplatz mit erstem Blick auf nackte Brüste musste ich mit einer aus dem Kleiderschrank meines Vaters entlehnten Krawatte erschleichen.

Meinen 40.-Geburtstag am 31. Dez. 1982 habe ich nicht gefeiert. Ich fühlte mich alt und war darob deprimiert. Erst ein paar Jahre später habe ich realisiert, dass ich mich weder damals noch später verstecken musste. Ich war ein hübscher und interessanter 50-Jähriger, 60-Jähriger und brauche mich auch jetzt noch nicht zu verstecken.

Noch 6 Monate und ich feiere meinen 80. Geburtstag

Aber der Zahn der Zeit nagt auch an mir. Ich werde schneller müde, brauche mehr Schlaf, ertrage weniger Alkohol, erzähle oft aus meiner Vergangenheit, weil sie immer grösser wird, und stelle fest, dass meine Umgebung immer älter wird. Oft ist meine Unbeschwertheit mit Blick auf ein langes Leben vorbei, denn ich realisiere, dass mein Ende absehbar ist!

Beim Schreiben meiner Beiträge in meine Homepage und mein Tagebuch entdecke ich, dass mein Wortschatz und Kreativität am Vormittag um einiges grösser ist, als Nachmittags. Ich habe bereits festgestellt, dass mir immer wieder einige Worte abhanden kommen!

Es ärgert mich, dass sich viele ältere Leute über die Jugend und ihre Unbeschwertheit beschweren. Sie kämen nie auf Idee, ihr Leben zu reflektieren. Wie unselbständig waren wir doch in unserer Jugendzeit, als es z.B. um die Suche nach einer Lehrstelle ging! Welche Mühe haben viele von uns Alten bei der Bedienung der modernen Technologien. Ich stelle fest, auch wir Alten können von der Jugend viel lernen! …. ohne immer mit dem Zeigefinger zu drohen.

Aber trotz dieser typischen Alterszeichen habe ich ein paar Eigenschaften, die mir Freude bereiten. Ich bin nicht altmodisch und verstehe die Jugend recht gut. Im Gegensatz zu vielen Oldies bin ich stolz auf die „Fridays for Futures“ Aktivitäten. Welcher alte Knochen hätte den Mut aufgebracht, die gesamte Menschheit auf das Klimaproblem derart drastisch aufmerksam zu machen……es waren alles schulpflichtige Schülerinnen und Schüler! Chapeau – Hut ab !

Gesundheit

Meine Fitness hat ab dem 74. Geburtstag massiv nachgelassen. Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals in Thailand über 100 km mit dem Rennrad einen 30 km/h-Schnitt fahren konnte. Als ich nach meinem Unfall das Rennrad an den berühmten Nagel hängte, war nur noch ein Schnitt von um die 25-27 km/h möglich. Um mich weiterhin körperlich Fit zu halten, besuche ich 2x wöchentlich das Fitness-Center, mache meine Kraft-, Gleichgewichts- und Kreislauf-Uebungen. Jeweils als Abschluss und Belohnung gehe ich in die Sauna und schwimme 300 m.

Klick zur Geschichte meiner Krankheiten

Wenn ich von meiner Augenkrankheit absehe, würde ich mich aktuell als 99% gesund bezeichnen. Das eine-Prozent würde ich meinem Uebergewicht von etwa 8-10 kg zu ordnen. Ich habe alle meine schweren Krankheiten wie Prostata-Krebs und meine 2 Radunfälle überlebt.

In meinen Memoiren habe ich in einem Abschnitt über meine Gesundheit und Krankheiten geschrieben. Es waren mit der Diphtherie- und Tetanus-Erkrankung zwei gefährliche Sachen darunter, die eigentlich tödlich waren. Aber ich habe auch die überlebt. Dieser Beitrag “ Meine Krankheiten und Schönheits-Operationen“ über meine Krankheiten ist sehr lesenswert und beweist:

„Leben ist gefährlich“

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