Schlagwort: Blumen

Feb. 2021: Live Ticker vom „Basler Max“

+++ Radausfahrten +++ Meine 2. Covid-Impfung +++ Gold, Gold +++ Der Bestatter vis-à-vis +++ Schnee +++ Mein Augen-Zustand +++ Blühende Orchideen +++

Frühlingstemperaturen und erste Radausfahrten

Seit dem 19. Feb. waren die letzten Februartage angenehm warm und bereits Frühlingshaft. Am 21. Feb. machte ich meine erste Ausfahrt seit rund 4 Monaten und am 25. Feb. meine zweite über je 36 km. Es herrschten Temperaturen zwischen 18o-20oC. Diese beiden Ausfahrten bildeten den Start in die 2021-Saison. Er war mühsam, aber hat Freude bereitet.

21. Feb. 2021: Ausfahrt ins Elsass

22. Feb: Erhielt meine 2. Covid-Impfung

Vier Wochen nach meiner ersten Covid-Impfung mit dem Wirktoff „Moderna“ erhielt ich heute meine Zweite und das „Diplom“ sprich den offiziellen „Schweizerischen Impf-Ausweis“. Ich bin glücklich darüber und fühle mich erleichtert, da ich nicht mehr im Vordergrund der Gefährdeten stehe. Ich kann nun beruhigter meine Enkel/-innen besuchen. Ich bin mir aber bewusst, dass neue Mutationen auch mich gefährden können.

Ein kleiner Nachtrag: In den 2 Tagen nach der Impfung habe ich als Nebenwirkung ein kleines bischen die Covid-Erkrankung durchgemacht. Ich hatte leichtes Kopfweh und die Gelenke schmerzten minimal. Ich war etwas müde und geschlaucht. Aber bereits am 3. Tag danach war ich wieder voll im Saft

Ski-WM – Hilfe, meine Nerven – Ich bin zu alt

2017 Goldmedaille aus Thailand

Es ist verrückt. Ich bin zu alt für diesen Zuschauer-Sport. Mein Herz klopfte, mein Puls weit über 100 und der Blutdruck gegen 200…und ich gebe es zu, meinen Augen tränten. So erging es mir am Super-G und im Abfahrtsrennen der Frauen. Auch ich habe eine Gold-Medaille verdient.

Es wird gestorben, auch ohne Corona

Vis-à-vis meiner Wohnung befindet sich ein Taxi- und Bestattungsunternehmen. Oft schau ich aus meinem Küchen-Fenster und beobachte, was da drüben abläuft. Mehrmals im Monat fährt ein kleiner Lastwagen vor und liefert neue „Holzsärge“ aller Gattungen. Schön verschnörkelte, aber auch ganz einfache. Das Geschäft mit Toten scheint zu rentieren. Täglich, wenn nicht sogar 2x täglich, fährt der schwarze Leichenwagen weg. Oft hält ein Privatwagen auf dem Parkplatz und dunkel gekleidete Leute steigen aus. Es sind ohne Zweifel Hinterbliebene, die sich eine schöne Beerdigung bestellen. Die wollen dem Verstorbenen noch etwas bieten! Die Bestatter haben Hoch-Konjunktur und kein Lockdown, obwohl keiner davon eine Maske trägt. Das Geschäft mit dem Tod hat eben besondere Gesetze.

9. Feb.: Aufstehen bei Schnee

9. Feb. 2021: Blick aus meiner Küche aufs Bestattungs-Unternehmen

8. Feb.: Makula: Wie geht es meinen Augen?

Ein grosser Check war in der VISTA-Augenklinik angesagt. Ich hatte ein gutes Gefühl. Wie gewohnt wurde ich als Studienteilnehmer wie ein Promi begrüsst. Dann starteten die Augentests, Buchstabenerkennen, OCT (Optical coherence tomography) und schlussendlich die aktuelle Diagnose: Das linke Auge mit dem Studien-Präparat behandelt ist wiederum „trocken“, während das rechte Auge wiederum leicht „feucht“ geworden ist. Das letztere hat mich etwas geschockt, denn es war bereits auf gutem Weg der Heilung. Nun geht es weiter. Das eine Auge wird in 6 Wochen gespritzt und das feuchte in 4 Wochen. Aber das Beruhigende: Der Zustand meiner Augen blieb stabil, leicht verbessert, weil ich auf das neue Medikament sichtlich anspreche, wenn auch nur langsam.

Meine Orchideen blühen wieder

Als ich im März aus Thailand zurückkam und realisierte, dass ich voraussichtlich längere Zeit zu Hause in der Schweiz verbringen muss, habe ich mir 2 Orchideen gekauft. Sie erfreuten mein Leben durch wochenlanges Blühen. Vor ein paar Wochen haben sie wieder ausgeschlagen und neue Knospen angesetzt. Seit ein paar Tagen blüht die weisse Schmetterlings-Orchidee wieder. Ein neuer Sonnenschein in meinem Leben.

Feb. 2021: Orchee Phalaenopsis: Schmetterlings-Orchidee

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Was hat die Corona-Krise mit mir gemacht?

Auch an mir gingen die vergangenen Monate der Corona-Pandemie nicht problemlos vorbei. Der Covid-19-Virus und seine direkten gesundheitlichen Folgen interessierten mich und beeinflussten meinen Lebensstil. Ich hatte jedoch keine Angst, aber Respekt!

Wenige Tage nach meiner Rückkehr aus Thailand, um den 16. März 2020, fand in der Schweiz das Lockdown statt. Zur selben Zeit hatte ich meine übliche kleine Erkältung mit Husten, laufender Nase und Unwohlsein. Obwohl eine laufende Nase eher gegen eine Corona-Erkrankung spricht, bin ich mir im Moment nicht sicher, ob ich damals nicht an Corona erkrankt war. Denn auch noch heute sind meine Geschmackssinne reduziert. Ich rieche nicht, ob ich stinke! Auch wenn ich mehrere Tage nicht dusche und mein Unter-Leibchen nicht wechsle. Vielleicht habe ich mich an den „Moschus-Duft“ gewöhnt? Ich werde irgendwann einen Anti-Körper-Test machen müssen.

Ich bin alt und gehöre zur Risiko-Gruppe

Ja, das stimmt. Wir Älteren haben normalerweise weniger Widerstandskräfte und leiden unter Nebenerkrankungen. Manche sterben auch ohne Corona-Virus. Mich stört es jedoch die Verallgemeinerung gewaltig …

  • … wenn ich wiederholt hören und lesen muss, dass ich zur Risiko-Gruppe gehöre und besonders aufpassen soll. Heute weiss man doch, dass nicht das Alter alleine zu dieser Klassifikation gehört, sondern der körperliche Zustand. Ich spreche mir gut zu, dass ich recht fit bin und keine Nebenerkrankungen aufweise.
  • … dass im Tram und in der MIGROS regelmässig die Durchsage kam: Menschen über 65 sollten zu Hause bleiben und sich das Essen nach Hause bringen lassen
  • … dass ich in den Zeitungen denselben Ratschlag lesen muss: „die Älteren sollten zu Hause bleiben

Ich habe in dieser Zeit meine Kontakte zu Freunden und auch zur eigenen Familie auf Null zurück gefahren. Erst nach 2 Monaten ging ich am 13. Mai erstmals auswärts Essen.

Nebenerscheinungen und Erschwerungen

Als Konsequenz zu den Corona-Einschränkungen kann meine Putzfrau Frau Schurer nicht zu mir kommen. Die Grenze zu Frankreich und damit ins Elsass ist geschlossen. Ich muss mit Hilfe meines Staubsauger-Roboters und viel Handarbeit selber putzen. Anfang Mai habe ich eigenhändig die schmutzigen Fenster im Wohnzimmer auf Vordermann gebracht.

In den letzten Jahren habe ich meinen Notvorrat sukzessive abgebaut. Unmittelbar nach meiner Rückkehr aus Thailand musste ich ihn wieder aufbauen. Anfänglich bin ich erschrocken, weil ich in den Geschäften vor leeren Tablaren stand. Nudeln, Mehl, Zucker, Ravioli und andere Büchsen waren ausverkauft.

Meine Einkäufe habe ich auf den frühen Morgen um etwas nach 8 Uhr verschoben. Ich treffe dann auf weniger Leute und nehme den Jüngeren keinen Platz weg

Ich habe keinen Stress und geniesse jeden Tag aufs Neue

Ich kann mit der Corona-Pandemie bestens leben Ich geniesse die freie Zeit. Ich habe Zeit für meine Hobbies und das „nichts tun“, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben muss.

Da ich nicht nur kurze Zeit in Binningen weile, sondern sogar 6-7 Monate, habe ich mir Orchideen als Zimmerschmuck gekauft. Ich freue mich jeden Tag über diese wunderschönen Blumen. Sie erinnern mich an Thailand.

Ich brauche wenig Geld. Ich kann kein Geld ausgeben. Einzig über AliExpress kann ich meiner Kaufsucht nachgehen.

Ich habe Zeit, mich meinen Fotoprojekten zu widmen. Ich stellte neue Foto-Galerien zusammen: Wachau, Basler Münster, Menschen, Street-Art etc. und entdeckte, dass ich viele Trouvaillen in meinen ersten Fotos aus den Jahren 2004ff habe. (siehe dazu: „Foto Galerie Wachau)

Mir geht es als Rentner blendend. Ich muss keine Existenz-Angst haben. Ganz im Gegensatz zu anderen:

  • Dies ist anders beim Kitipon, der ein Spitzen-Thai-Restaurant mit 13 Gault Millau Punkten in Binningen führt. Seit dem Lockdown ist sein Geschäft geschlossen. Er versucht sich mit Take Away über Wasser zu halten. Wöchentlich auf den Freitag habe ich mir ein Festessen mit Vorspeise geleistet. Zusätzlich habe ich einen Gutschein über Fr. 200.– gekauft, den ich aber erst im nächsten Jahr einlösen werde. Mir liegt viel daran, dass sein Restaurant überleben kann.
  • Ganz im Gegensatz auch zu Klara in Istrien. Sie ist auf die Einnahmen aus dem Aufbau und Abbau von Vorzelten und Wohnwagen in Istrien angewiesen. Sie lebt davon das ganze Jahr. Dieses Jahr wird für sie bitter werden, denn die Grenzen sind bis Mitte Juni geschlossen. Viele Camper bleiben zu Hause. Auch ich. Ich habe ihr dennoch die 100 Euro zugeschickt, auch wenn ich dieses Jahr dem Camping fernbleiben werde.
  • Auch in Thailand hat die Regierung alle Geschäfte, Restaurants, Bars, Salons, Strassenküchen etc geschlossen. In Thailand gibt es keine Kurzarbeits-Entschädigung oder Arbeitslosen-Versicherung. Die Verkäuferinnen, Taxi-Chauffeure, Massage-Girls, Bar-Mädchen haben von einem Tag zum anderen keine Einnahmen mehr. Kein Geld zum Leben. Der Staat hat zwar den Thais mit Arbeitsverträgen eine monatliche Entschädigung von 5’000 THB, entsprechend etwa Fr. 150.–, versprochen, aber niemand weiss, woher und wann das Geld kommen soll. Ich habe ein paar Bekannte in Thailand mit je 10’000 THB unterstützt. Diese Tat tut mir gut.

Ich ging öfters Velofahren und entdeckte das Baselbiet. Ich muss gestehen, Asche auf mein Haupt, ich war zum ersten Mal seit über 50 Jahren in vielen Baselbieter Dörfer wie Seewen etc

24. April 2020: Nach 72km Velo Tour, 720 m Höhendifferenz

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