Schlagwort: Demokratie

Ich gestehe: Meine politische Gesinnung !

Seit ich mich öfters kritisch über Populisten und deren Parteien äussere, werde ich oft in die Linke politische Ecke gestellt. Dagegen muss ich mich wehren und mich positionieren:

Ich stehe der FDP und den „Basler Liberalen“ nahe

Grundlage für mich sind die freisinnigen Werte „Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt“. Auf diesen Werten basieren freisinnige Errungenschaften wie unsere liberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, Föderalismus, direkte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, ein starker, aber schlanker Staat, das Milizsystem, ein gutes Bildungssystem und Weltoffenheit.

Mit den Populisten, der AfD aber auch der schweizerischen rechts-konservativen SVP, habe ich meine Probleme. Ich lehne beide Protest-Parteien ab!

Die deutsche AfD ist eine demokratie-zerstörende Organisation. Ich hätte am liebsten Sekte geschrieben, denn sie leben eine einsame, irreale Politik. Sie ist gefährlich, weil sie alles in Frage stellt, auch die demokratische Ordnung in der BRD. Wenn ich deren Vertreter im Bundestag und bei Interviews verfolge, dann kommen mir unwillkürliche Bilder aus der Nazi-Zeit in Erinnerung. Ihre Wortwahl, Ueberheblichkeit, teilweise auch ihr Aussehen stossen mich ab!

Die schweizerische SVP hat sich seit Jahren demokratisiert und ist sogar in unserer Regierung vertreten. Dank unserer Regierungsform war dieser Schachzug möglich und durch die Uebernahme von Regierungsverantwortung im Schweizerischen Kollegialitäts-Prinzip musste die SVP ihr Ziel der kompletten Ablehnung ablegen. Die SVP hat viele gute Ideen, vielleicht 30-40% sind akzeptierbar. Vorallem im Thema „Weniger Staat“ sind deren Verteter für mich geniessbar. Ungeniessbar sind hingegen die Zürcher Führung und Vertreter der SVP um Blocher, Mörgeli, Köppel etc. Sie wollen die Schweiz aus Zürcher Sicht regieren.

Es ist unmöglich mit SVP-Mitgliedern befreundet zu sein, weil sie „Anders-Gläubige“ als Dummköpfe hinstellen. Nach ihrer Glaubensdoktrin kennt nur die SVP das Richtige und Wahre für die Schweiz. Die EU und Europa sind für sie Werke des Teufels. Sie möchten zurück in die Schweiz des letzten Jahrhunderts kurz nach dem Krieg. Damals war die Schweiz noch rein und unbefleckt. Es gab keine Ausländer, keine Ungaren und Italiener, keine Pizza und auch keine Spaghettis. Nur Kartoffeln, Käse und sehr teures Fleisch und Milchprodukte aus eigener Produktion.

Die „Grünen“ geben sich demokratisch, aber auch kämpferisch für ihr alternatives Leben. Wir haben in der Schweiz zwei grüne Parteien. Die Fundamentalen in „wollenen Kleidern“ und die Grün-Liberalen mit wirtschaftlich praktikablen Ideen. Obwohl ich die Sorgen der Fundis verstehe und auch akzeptiere, lehne ich die meisten ihrer Lösungsvorschläge ab. Sie wollen die gesamte Schweiz umbauen und benutzen dazu Theorien, die zum Himmel schreien und nicht durchführbar sind. Sie sind eigentlich gegen alles. Gegen die Atomenergie, aber auch gegen Windräder und Sonnen-Kollektoren weil sie die Natur verschandeln. Ihre Lösungen sind radikal, z.B. Abschaffung der Benzin- und Diesel-betriebenen Autos innert 5 Jahren (bis 2025!) Die „Grün-Liberalen“ sind eher auf meiner Wellenlänge, denn auch mir ist klar, dass wir uns ändern müssen, um das Klima zu retten.

Die „roten Sozialdemokraten“ inkl. deren Gewerkschaften sind für mich eine „Neid-Partei“. Sie möchten den Wohlstand der Wohlhabenderen zu den Aermeren, d.h. ihrer Klientele, verteilen. Die Roten waren zu Beginn des Industrie-Zeitalters im 19./ 20. Jahrhundert eine wichtige Partei für die Gestaltung unserer Länder und für den Wohlstand der Arbeiter. Leider politisieren sie immer noch auf gleiche Weise. Neu sind die Reichen ihr rotes Tuch. In Neid-Debatten versuchen sie ihnen Geld abzuknöpfen. Eine Reichen-Initiative folgt der anderen. Es würde ihnen gut tun, wenn sie ihrer Klientele bei der Weiterbildung und der Bewerbung für neue Arbeitsplätze helfen würden.

Die Stadt Basel hat mit seinem Grün-Roten Parlament schlechte Erfahrungen gemacht. Diese beiden Parteien haben durch ihre Mehrheit im Parlament eine Gesetzesänderung durchgebracht, die den Bettlern aus ganz Europa erlaubt, in Basel ihrem Gewerbe nachgehen zu können. Von überall her kamen sie und „verunstalteten“ die schöne Innenstadt, und schliefen in den öffentlichen Parks. Ob die Grün-Roten mit dieser Zuneigung die Bettler Europas mit Basler Sozialleistungen retten wollten?

Parteien mit dem Christlichen „C“ sind für mich heuchlerisch und abhängig von Christlichen Glaubens-Organisationen. Vorallem in Deutschland regiert die CDU/CSU an der Bevölkerung vorbei, weil sie den beiden Kirchen hörig ist. Ich denke da an die Sterbehilfe, Abtreibung, freie Heirat etc. Mit dem christlichen Glauben sollte man keine Politik machen. Er hat in der Vergangenheit viel Leid gebracht. Ich denke da weniger an die Missbrauchsskandale der jüngeren Vergangenheit, die immer noch nicht aufgearbeitet sind, sondern an den schrecklichen Missbrauch des Glaubens im Mittelalter. In der Schweiz hat sich die CVP, seines Zeichens christliche Volkspartei, dem „C“ entledigt und politisiert nun Glaubensneutral!

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7. Nov.: Endlich – bye bye „Dumb Trump“ – die EU muss sich einen!

Verrückt und durchgeknallt

Währen der letzten 2-3 Tagen hat er sein wahres Gesicht gezeigt: der narzistische Donald Trump ist verrückt und durchgeknallt. Die Welt darf froh sein, dass dieser Spuk nach 4 Jahren ohne allzu grosse Kollateral-Schäden vorbei ist. Ich bin nun gespannt, welche Schandtaten ans Tageslicht kommen, wenn er keine Immunität und Schutz mehr geniesst? Wie steht es mit seinen Geschäften? Geht er Bankrott? War er ein Steuerhinterzieher? Was wird aus der Ehe mit Melania?

Ich selber bin ein Freisinniger und müsste von der Gesinnung her der Republikanischen Partei von Donald Trump den Daumen drücken. Aber Freisinn und Freisinn sind nicht dasselbe. Der amerikanische Freisinn von Donalds Gnaden ist eine Wendehals- und A…-Lecker-Partei. Sie entspricht nicht meinem Gedankengut. Ich bin nicht korrupt und habe eine anständige Kinderstube.

Diese Wahl war weder eine Partei- noch eine richtige Personen-Wahl . Das amerikanische Volk wählte Trump ab, ungeachtet der Alternative. Sie wählte zwischen: Hölle und Zukunft! denn Biden ist nach europäischen Masstäben nur Mittelmass, aber eine Hoffnung für Ausgleich. Das amerikanische Volk wollte aussatmen, nach den 4 Horror-Jahren.

Nun ist es geschehen. Der schlechteste und dümmste Präsident der Vereinigten Staaten, der skrupelloseste, grösste Lügner und Hochstapler hat die Präsidentschafts-Wahl verloren. Aber es wurde nichts aus dem erhofften und vorausgesagten Erdrutsch-Sieg der Demokraten. Traurig und nachdenklich bleibt zurück, dass gegen die Hälfte der Amerikaner dem Trump und seinen Lügen ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Es wird Jahre dauern, bis man diesem Land wieder vertrauen kann.

Corona sei Dank

Ohne Mithilfe der Corona-Pandemie hätte es Biden nicht geschafft. Er war ein schwacher Kandidat und mit 77 Jahren „uralt“. Er war das kleinere Uebel! Ohne Corona hätten die Amerikaner Trump trotz seiner charakterlichen Mängel wieder gewählt. Es ist schlimm, dass die demokratische Partei derart schwach war, und keinen geeigneteren Kandidaten nominieren konnte. Mir schwant Schlimmes, denn in 4 Jahren findet die nächste Prasidentenwahl statt! Ob dann Trump nochmals als republikanisches Aushängeschild auftaucht?

Die EU muss stärker werden!

Europa ist gefordert sich zu einen, um stark gegen die USA, China und Russland bestehen zu können. Ich bin gespannt, ob dies mit den jetzigen Führern und Mitgliedern gelingen wird. Ich habe das Gefühl, dass sich die EU neu erfinden müsste. Die EU ist immer noch ein schwaches und zerstrittenes Gebilde, ohne gemeinsame Stimme gegen Aussen.

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