2. Dez: Zwiespältige Aufführung „Die Zauberflöte“ im Theater Basel

Ein kurzer Blick zurück auf den Sonntag, 17. Oktober 2021: Damals lag ich im Universitätsspital Basel wegen einer am Tag zuvor erlittenen Absenz. Ich hatte 2 Tickets für die Mozart Oper „Die Zauberflöte“ und musste die verfallen lassen. Meine Reiseversicherung hat mir später den Betrag für die beiden Tickets entschädigt

Mein zweiter Anlauf am 2. Dezember

Voller Spannung und Vorfreude wagte ich am Donnerstag-Abend, 2. Dezember einen zweiten Anlauf. Die Musik war ein Genuss, die gesangliche Leistung grossartig. Das Bühnenbild und die optische Atmosphäre sehr gewöhnungsbedürftig. „Dunkel-Grau in Dunkel-Grau“ passt einfach nicht zu einem Mozart-Singspiel und vorallem nicht zu meinem Lebensverständnis.

Wolfgang Amadeus Mozart war ein Genie. Seine 3-stündige Oper „Die Zauberflöte“ hat er im 1791 uraufgeführt. 220 Jahre später, mitten in der 5-Corona-Welle, habe ich mir die zeitgenössische Inszenierung im Theater Basel geleistet. Wegen Corona galt im ganzen Theater Zertifikats- und Maskenpflicht. Das Theater war recht gut besetzt

Die Inszenierung war nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Die gesamte Aufführung war in tristen grau/braunen Farben gehalten und wurde nur durch einzelne Spots auf die Hauptprotagonisten aufgehellt. Einzig die Hauptpersonen Papageno, Tamino, Pamina, Königin der Nacht trugen weiss. Die übrigen Darsteller dunkle Strassenkleider.

Im Gegensatz dazu war die Musik-Interpretation des Basler Symphonie-Orchesters und die gesangliche Leistung der Darsteller grossartig und wohltuend. Die Arien, zu denen unter anderem „Der Vogelfänger bin ich ja„, „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ und die berühmte Arie der Königin der Nacht „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ zählen, sind weltbekannt und Ohrwürmer. Da konnte ich die Augen schliessen, geniessen und träumen. Ich staune immer wieder, wie Mozart in seinen Werken immer wieder neue „Hits“ geschaffen hat.

Anschliessend begab ich mich mit meiner Begleiterin Milena ins nahe Rest. Kohlmanns zu einem „Absacker“, resp. einem feinen Grauburgunder, wo wir in unserer Vergangenheit schwelgten. Wir kennen uns nämlich um die 40 Jahre. Unvergesslich die Silvester Konzerte und anschliessenden Partys bei mir zu Hause. Diese Geschichten hätten problemlos die Grundlage für mehrere Operetten gegeben, denn es gab viel zu lachen.

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