Gedanken zu meinem Alter

Ich bin zur Zeit in einem Alter, das sich laufend gegen gesundheitliche Feinde schützen muss. Ich fühle, dass ich schneller krank werde und acht geben muss, dass der kleine Husten oder Schnupfen nicht zu einer schweren Krankheit ausartet. Mein Bronchial Katarrh, den ich mir dieses Jahr auf der Rückreise von Thailand zugezogen habe, hat mich alarmiert. Ich war vorsichtig auf der ganzen Reise, hatte nie kalt und trug 3 Lagen an Oberkleider … und trotzdem hat es mich erwischt.

Gedanken an meinen Tod

Der Tod war für mich bisher nie ein Thema. Ich habe keine grossen Gedanken darüber verbrochen. Seit etwa 1 Jahr ist dies anders. Ich achte vermehrt auf Unwohlsein, Schmerzen und Unpässlichkeiten. Dann messe ich meinen Blutdruck. Meistens bin ich dann wieder beruhigt, weil er sich um die 130 einpendelt. Ich bin mir bewusst, dass meine Lebensuhr in absehbarer Zeit abläuft. Vielleicht in 5 Jahren, vielleicht aber auch in deren 10. Ich vermute, sie wird sich in der Mitte einpendeln.

Unruhig macht mich dabei der Gedanke, dass ich alleine dastehe. Ich lebe nicht in einer Partnerschaft, in der man sich gegenseitig betreut und schlimmstenfalls auch Sorge tragen kann. Ich lebe alleine in meiner Wohnung oder in Thailand in meinem Haus. Wehe, es passiert mir ein Fehltritt oder ein Sturz in meinen 4 Wänden. Niemand entdeckt es!

Auf meine Kinder kann ich nicht zählen. Sie interessieren sich nicht an meinem Leben. Sie lesen nicht einmal mein elektronisches Tagebuch, dass ich speziell für sie geschaffen habe. Ich könnte sterben und sie erfahren es, wenn das Erbschaftsamt sie anruft. Diese Situation ist für mich schwer zu ertragen und frage mich oft, was habe ich falsch gemacht? Ich akzeptiere diese Situation und denke möglichst wenig daran. Ich muss diese Situation selber lösen.

Gemeinsam alt werden, dies ist mein Traum und Ziel

Ich bin daran, in Thailand mit Pitta eine neue Zukunft aufzubauen. Eine gemeinsame Zukunft, in der wir aufeinander acht geben können. Gemeinsam alt zu werden, dies ist mein Traum und mein Ziel!

Ueber mir schwebt mit meiner Makula-Krankheit ein Damoklesschwert. Ich muss damit rechnen, irgendwann zu erblinden. Davor fürchte ich mich. Ohne etwas Sehen zu können, wäre meine Lebensqualität gleich null. Dann müsste mir die „Sterbehilfe-Organisation Exit“ helfen, im Anstand zu sterben.

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