Mein erster 5-monatiger Thailand-Aufenthalt im Winter 2008/2009
(Durch anklicken der Fotos lassen sich diese im Gross-Format betrachten. Letzte Aenderung: Version 2.0 vom 11. Jan. 2022)

Mit diesem Bericht verarbeite ich in Wort und Bild die in 5 Monaten auf mich eingestürzten Eindrücke und Erlebnisse, denn alles war hier in Thailand anders: die Schrift, das Aussehen der Leute, die Sprache, das Essen, die Landschaft, der Buddhismus, der chaotische Links-Verkehr, aber auch die Gefühle der Thais.

Falls Du mehr Bilder über meinen 1. Winter in Thailand betrachten möchtest, dann solltest meine "Foto-Galerie meines ersten Winters in Thailand (2008/2009)" besuchen. Möchtest Du Dich über meine Reiseberichte aus all meinen Jahren in Thailand informieren, dann klick "Meine Erlebnis- und Reisebericht in Thailand" an.


Die Hauptpersonen im Winter 2008/09

Max auf der Brücke zum River Kwai
Max, die Hauptperson
Pat in Ancient City
Pat, meine Freundin
Däng auf dem Galjani-Tempel
Däng, die graue Eminenz und
Organisatorin der Ausflüge
Usa mit Hut
Usa, die Frau vom Tony
Tony auf dem Floating Market
Tony, der Hausherr in Hua Hin

Glück, Aerger, Enttäuschung und Begeisterung liegen so nahe beieinander

Karte von Thailand mit dem Seebad Hua Hin
Pfeil: Mein Standort Hua Hin

Nachdem ich die letzten beiden Winter zwischen 2006/07 und 2007/08 im Süden von Spanien verbracht hatte, zog es mich diesen Winter an einen ganz anderen Ort, nämlich nach Hua Hin in Thailand zu Usa und Tony R. in ein feudales Gästehaus inmitten ihres mondänen, parkähnlichen Wohnsitzes "Ban Noparat", was auf Deutsch "zur Seerose" heisst.

Hua Hin liegt ungefähr 230 km südwestlich von Bangkok am Golf von Siam. Seit mehr als 100 Jahren befindet sich hier eine Sommerresidenz des thailändischen Königshauses. Besucher schätzen die Sandstrände, eine gute Infrastruktur mit erstklassigen Hotels, verschiedenen Restaurants und Geschäften, den lebhaften Nachtmarkt und viel Lokalkolorit. Unter Insidern gilt Hua Hin mit seinen 7 Golfplätzen zu erschwinglichen Greenfees schon lange als thailändisches "Golf-Mekka".

Wie kam ich überhaupt auf die Idee mit Thailand? Wie es einem oft im Leben ergeht, braucht es immer ein paar Zufälle.... und den Mut, zuzugreifen:


20. - 27. Oktober 2008: Hinflug mit Thai-Airways von Zürich nach Bangkok, Aufenthalt in Bangkok

Mein Reiseplan nach Bangkok sah wie folgt aus:


Meine ersten Tage in Bangkok

"Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Usomratchanivetmahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit" Dies ist der offizielle Name von Bangkok und laut Guinness Buch der Rekorde "der längste Ortsname der Welt".

Vor über 30 Jahren im Oktober 1972 war ich erst- und letztmals in Thailand und damit auch in Bangkok. Die Stadt war bereits damals gross, der Verkehr übermächtig, aber alles war um Grössenordnungen kleiner. Das grösste Hochhaus damals war das 23-stöckige Dusit Thani Hotel. Heute wird es von 850 Hochhäusern überragt und wirkt neben seinen bis 300 m hohen Nachbarn aus Glas und Stahl eher schmächtig.

Verkehr zwischen Hochhäusern
Mein Schneider

Die Taxis vor 30 Jahren waren echte Klapperkisten, denn die Strassenbeläge bestanden hautpsächlich aus Quader-Steinen. Heute sind es fein geteerte, moderne, mehrspurige Hochstrassen auf 3 und 4 Ebenen. Zudem führen Skytrains und U-Bahnen durch das Zentrum.

Als ich hier ankam, konnte ich nicht ahnen, dass ich in den nächsten Monaten noch mehrere Male in Bangkok sein werde. Durch Zufall habe ich nämlich Thais einer ehemaligen Schulklasse kennen gelernt. So entwickelte sich Bangkok zur Drehscheibe aller meiner Erkundungen.

Ich habe Bangkok lieben gelernt. Eine Hölle aus Lärm, Hitze, Smog und Dreck. Kein Wunder, bei 12 Millionen Einwohnern, 3 Millionen Autos, Mopeds, Bussen und LKW. Viele Fußgänger, Busfahrer und Polizisten tragen Atemschutzmasken.

In den letzten 30 Jahren hat sich in der thailändischen Hauptstadt viel geändert. Mitten in Bangkok werden neuerdings mehrmals täglich die Abfallcontainer geleert und geputzt. Dass es überhaupt welche gibt, ist schon ein großer Fortschritt. Seit es in Bangkok mit Geldstrafe geahndet wird, wenn man Papier oder Müll auf das Pflaster wirft, ist es sehr sauber geworden.

Und noch mehr Staunenswertes: die Veränderung beim Verkehrsproblem. Ich hatte das Gefühl, der Verkehr hätte etwas nachgelassen und wurde in geordnetere Bahnen gelenkt. Die meisten Tuk-Tuks werden nicht mehr mit duftenden Zweitaktern, sondern mit Gasmotoren angetrieben, ebenso die Taxis. Hoch- und Schnellstraßen sorgen für flüssigere Fahrten rund um Bangkok. Brauchte man früher weit über eine Stunde zur Sukhumvit, schafft man es heute bei günstigster Verkehrslage auch schon mal in einer halben.

Als ich jedoch nach der mehrstündigen Flugreise im Hotel ankam, wollte ich nur schlafen, denn im Flugzeug hatte ich keinen Schlaf gefunden. Die Sitze waren zu eng plaziert. Nichts vom vielgerühmten Thai-Service. Ich war enttäuscht.

Chao Phraya

Bangkok, die Hauptstadt Thailands

Wie bereits erwähnt, ich ahnte bereits, was mich in Bangkok erwartete. Aber es war viel schlimmer. Ich wurde von der Vielfalt der Eindrücke total überrollt. Ich brauchte ein paar Tage, um mich hier wohl zu fühlen. Ich denke, dass die weiter unten beschriebene Radfahrt der Schlüssel war.

1 Woche hatte ich in Bangkok eingeplant und war froh, dass ich nicht unter Zeitzwang kam, denn in vielen Reiseführern wird ein Aufenthalt von nur 3 Tagen vorgeschlagen. Ich meine, auch bei 3 Wochen Ferien, sollte man einen Drittel für Bangkok, ein weiteres Drittel für Reisen und den Rest fürs Baden und Wellness einplanen.

Bangkok hat viele Gesichter: Mehr als 400 glitzernde Tempel stehen neben hypermodernen Wolkenkratzern, Einkaufzentren und Märkte aller Art. Inmitten des tosenden Verkehrs pflegen die Menschen ihre religiösen Rituale. Man sieht Mönche in safranfarbenen Roben und leicht bekleidete Barmädchen. Armut und Reichtum liegen nahe beeinander.

Mönch Wat Pho Buddha

Mit Absicht beschreibe ich nun keine Tempel. Ich will Euch nicht mit Reiseführer-Inhalten belästigen. Aber ich will schwärmen von der Vielfalt der grossartigen Tempel. Jeder ist anders und weist eine Spezialität auf. Im einen sind im Inneren eines gewaltigen liegenden Buddhas mehrstöckige Altare aufgebaut, ein anderer Tempel ist auf Beton-Stelzen ins Meer hinaus gebaut. Unvergesslich auch der weisse Tempel, oder der Tempel direkt neben einem chinesischen Markt. Und schlussendlich die schönsten und berühmtesten Tempel in der Altstadt resp. dem historischen Zentrum neben dem Königspalast.

Mehr über die königlichen Tempel von Bangkok und Mönche Thailands findest in meinem Foto-Berichten:

Man sollte in Bangkok nicht nur besichtigen, sondern auf den unzähligen Märkten und Shoppings-Zentren einkaufen. Es gibt die teuren First-Class Centers mit 1A-Original-Ware von Giucci, Versace etc, aber auch die preiswerten wie das MBK, das Imperal, den BigC etc. Unvergesslich der Wochenendmarkt "Chatuchak Weekend Market", dessen Riesenangebot sogar einen Einkaufsmuffel überzeugen kann. Was auch nicht verpasst werden sollte, der Besuch des ausserhalb Bangkoks liegenden Schwimmenden Marktes "Damnoen Saduak", dessen Markstände auf dem Wasser treibende Boote mit tropischen Früchten und exotischen Gemüsen bilden. (Bericht siehe weiter unten).

Bereits vor mehreren hundert Jahren haben die Thais damit begonnen, die natürlichen Wasserwege und Flüsse durch zahlreiche Kanäle (=Klongs) mit einander zu verbinden, sodass ein leistungsfähiges Verkehrsnetz entstand. Diese Wasserwege waren bis zum Ausbau der Strassenverbindungen die einzigen Transportwege. Auf ihnen reisten die Leute, transportieren Waren und hielten Märkte ab. Noch heute gibt es rund 3 Mio km Wasserwege im Lande.

Die wenigen verbliebenen Klongs in Bangkok präsentieren sich jedoch als schmutzige Kloaken. Beim Anblick der oberirdischen Abwasserkanäle fällt es einem schwer, sich die alten Bilder aufleben zu lassen.

Ban Phli Klong
Fischer auf dem Ban Phli Klong Frau auf dem Ban Phli Klong

Do, 23. Okt.: Radausflug nach Ayutthaya und Bang Pa-In Palace

Wat Suwandararam Wat Phra Si Sanphet
Chedi Schuhe und Sandalen

Die Möglichkeit in- und ausserhalb von Bangkok Radtouren zu unternehmen, habe ich von Barbara T. in Istrien erfahren. Eine solche Tour "Historic Ayutthaya" habe ich bereits in der Schweiz gebucht und dafür 2'500 Baht (SFr. 80 resp. € 50) bezahlt. Darin inbegriffen waren eine Busfahrt nach Ayutthaya und zurück, ein Miet-Mountain-Bike, Helm, Trinkflasche, Getränke, Mittagessen.

Wie Bangkok ist auch das Gebiet um Ayutthaya auf Wasser gebaut, d.h. der Grundwasser-Spiegel liegt nur wenige cm unter der Bodenoberfläche. Aus demselben Grund ist der Reisanbau mit 2 Ernten pro Jahr eines der landwirtschaftlich wichtigsten Produkte und auch Export-Produkte von Thailand.

Dieses viele Grundwasser bringt aber auch grosse Probleme mit sich: Wie baut man hier ein Hochhaus? Wie haben die Vorfahren der Thais und auch die heutigen Architekten die gewaltigen Tempel und heutigen Hotels fundamentiert, damit sie in der Sand/Lehm-Erde nicht umkippten?

Früher legten sie mehrere Schichten von Holzstämmen als Fundamt in das nasse Sand-/Erdreich. Und heute werden stabile Betonpfeiler in den Boden gerammt resp. gegossen. Bevor dies aber geschehen kann, muss das lehmige Erdreich weggebracht werden, ohne dass die Bagger und Lastwagen im Schlamm versinken. Dazu werden grosse Stahlträger in den Boden der ganzen Baustelle versenkt und darauf etwa 1 Meter über der Erdoberfläche mobile Stahlplatten verlegt, Auf diesen verkehren dann die Bagger, Baumaschinen und Lastwagen.

Aber zurück zur Radtour. Wir waren eine Gruppe von 7 Gästen aus USA, Neuseeland, England, Deutschland und mit mir aus der Schweiz. Wir wurden bereits um 7 Uhr in 2 Toyota-Bussen in unseren Hotels abgeholt und fuhren direkt nach Ayutthaya, etwa 60 km ausserhalb Bangkok. Ayutthaya war bis 1767 die Hauptstadt von Thailand. Sie wurde durch die Burmesen vollständig zerstört und niedegebrannt. Unersetzliche Kulturschätze gingen dabei verloren. Die Zerstörung war so gründlich, dass ein Wiederaufbau nicht mehr in Frage kam. Heute sind nur noch Ruinen zu besichtigen, aber man kann daraus doch ersehen, welch gewaltige Blüte geherrscht haben muss. Zu Fuss schauten wir uns unter kundiger Leitung die wichtigsten Tempel-Anlagen an.

Bang Pai-In
Bang Pa-In Palace
Observatorium
Bang Pa-In Palace

In der Zwischenzeit bereiteten die Führer und Mechaniker, insgesamt deren 5, die Trek-Mountain-Bike Farräder vor und jeder fasste zudem einen Helm und Trink-Wasser. So ausgerüstet ging es auf die Fahrt durch die alte Hauptstadt von Thailand, durch ländliche Gegenden, den Kanälen entlang bis zur Sommer- Residenz der Ayutthaya-Könige des "Bang Pa-In Palace", wo wir wieder die Kleinbusse bestiegen und zurück nach Bangkok gebracht wurden, wo wir gegen 17 Uhr kaputt aber glücklich eintrafen.

Unterwegs gab es ein mehrgängiges Thai-Essen mit einer Gemüse- und Fisch-Suppe, Reis mit Gemüsen, Hühnchen, Beef und einem Sea-Barsch. Das Essen hat wunderbar geschmeckt und war reichhaltig.

Auf der Fahrt durch die Umgebung sahen wir Reisfelder kurz vor der Ernte, Bananen-Plantagen, aber auch die zum Teil armseligen Häuser auf Pfählen, trafen ältere Frauen beim Tratsch unter einem Sonnendach, und radelten an etliche Klongs und Wasser-Kanälen entlang.

Es gab aber auch ungeplante Erlebnisse, wie dieses: Aus einem der vielen Tempel hörten wir bei der Vorbeifahrt laute Lautsprecher-Stimmen. Auch unser Führer war überrascht und drehte abrupt um: So kamen wir zu einem unerwarteten Erlebnis, nämlich der festlichen Zeremnonie zur Neu-Einkleidung von gegen 40 Mönchen aus einem nahen Kloster. Begleitet wurde die Zeremonie von Reden, Gebeten und schlussendlich auch einem ca. 20 Mann starken Orchester, dessen Klänge für ein europäisches Gehör sehr fremd tönten.

Die letzte Station war "Bang Pa-In Palace". Sie liegt etwa 60 km südlich von Bangkok und war seit dem 17. Jh. die Sommerresidenz der Ayutthaya-Könige, die hier mit ihrem Gefolge die heisse Jahreszeit verbrachten. Erst mit Einführung von Dampfschiffen, die eine schnelle Reise ermöglichten, wurde Bang Pa-In wieder interessant für die thailändischen Monarchen.

Man darf sich dabei nicht einen Palast im herkömmlichen Sinne vorstellen. Es handelt sich vielmehr um eine grosse Anlage mit unzähligen Häusern und Palästen, Seen und Flüssen. Die Anlage ist ein architektonisches Meisterwerke mit fernöstlichen und auch europäischen Stilrichtungen. Die am Ufer eines grossen Teiches gelegene Audienz- und Thronhalle "Varophat Phiman" erinnert an ein venezianisches Palais. Das absolute Prunkstück hingegen ist der chinesische Palast "Vihat Chamrun", ein Geschenk der chinesischen Gemeinde Bangkoks.

Kremation von Prinzessin Galjani

Panorama des Kremations-Geländes

Und schlussendlich habe ich in Bangkok die unvorstellbar aufwendige 3 tägige Zeremonie der Kremation von Prinzessin Galjani, der anfang Jahr verstorbenen Schwester des jetzigen Königs Bhumibol, miterlebt. Für diese Feierlichkeiten haben die Thais neben den weltberühmten Tempel- und Klosteranlagen des "Wat Po" und des "Wat Phra Kaeo" einen weiteren mächtigen, wunderbar geschmückten Tempel mit vielen Nebengebäulichkeiten, sowie schönste Parkanlagen mit den exotischsten Orchideen und Sträuchern aufgebaut.

Kannari Kannari

Man schätzt, dass die Feierlichkeiten zur Einäscherung von Prinzessin Galyani 300 Millionen Baht (etwa sechs Millionen Euro) gekostet haben. Es war das erste Staatsbegräbnis seit dem Tod ihrer Mutter Srinagarindra, das 1996 stattgefunden hatte. Während der bis zu seinem Tod am 13. Oktober 2016 insgesamt 70-jährigen Herrschaft von König Bhumibol ist ein Staatsbegräbnis nur viermal veranstaltet worden.

Das Krematorium war ein 40 Meter hoher Bau in traditionellem Thai-Stil, der an den Berg Meru, die Achse der Welt erinnern soll. Es wurde auf dem Sanam Luang in sieben Monaten zusammen mit zahlreichen Pavillons errichtet und mit Blumen, Girlanden und Statuen mythologischer Wesen dekoriert. Nach den Feiern wurden alle Gebäude wieder abgerissen.

Begräbnisstätte

27. Okt. 2008 - 28. Feb. 2009 Aufenthalt in Hua-Hin resp. Cha-Am

Transfer von Bangkok nach Hua-Hin via den schwimmenden Markt "Damnoen Saduak"

Boote auf dem Markt

Mein Plan war, von Bangkok aus via den zur Zeit noch grössten schwimmenden Markt nach Hua-Hin zu fahren. Bereits etwas nach 6 Uhr traf Tony von Hua Hin mit dem Taxi kommend im Hotel Rembrandt ein, wo wir nach einer herzlichen Begrüssung gemeinsam frühstückten, bevors zum etwa 110 km westlich von Bangkok entfernten schwimmenden Markt "Damnoen Saduak" ging. Unerwartet war, dass wir dort als Verantwortlichen für eines der Piers (Landestellen der Schnellboote) einen waschechten Bündner trafen.

Boote auf dem Markt
Bootsführer mit Zahnlücken

Für 600 Baht je Person liessen wir uns während 1:30 Std mit einem der sog. Longtail-Boote durch die Klongs, wie man die Wasserstrassen nennt, und den Schwimmenden Markt fahren. Diese Boote sind fast zehn Meter lang und schmal. Zwei Personen passen jeweils nebeneinander. Die Schraube ragt durch ein Gestänge weit nach hinten hinaus, und der hinten stehende Bootsführer kann das Boot in den engen Kanälen somit exzellent manövrieren. Fremde hatte es nicht so viele. Es schien, als ob die Unruhen in Thailand und die Finanzkrise doch Auswirkungen auf den Fremdenverkehr hatten.

Ein emsiges Treiben herrschte auf dem Wassermarkt. Man sah die Händlerinnen in ihren blauen Leinen-Blusen und breitkrempigen Strohhüten mit winzigen randvoll mit Früchten, Blumen und/oder Kochutensilien beladenen Sampans. Man konnte zum Frühstück Kleinigkeiten wie Reissuppen oder gebratene Bananen kaufen. Oder es gab den üblichen Kitsch auf und neben den Wasserstrassen. Einmalig für Europäer war die Landschaft links und rechts der Klongs. Ein Tropenwald mit Kokospalmen, Bananen-Stauden und mir unbekannten Pflanzen wechselten ab. Dazwischen ein oder mehrere Holzhütten auf Pfählen, welche ganze Familien beherbergten. Man sah auch tropische Lebewesen wie Leguane und Affen.

Gegen 16 Uhr trafen wir in Hua-Hin ein. Wie von Geisterhand öffnete sich ein wunderbares, verchromtes Eingangstor in das "Ban zur Seerose", wo ich die nächsten 4 Monate verbringen sollte. Ich kam mir wie der "Prinz von Binningen" vor, als das Taxi im Schritttempo unter die Empfangshalle neben der Eingangstreppe fuhr, wo mich Usa die Frau von Tony begrüsste. Vor lauter Aufregung vergass ich den typisch thailändischen Gruss gegenüber Usa.

Die Taxirundfahrt über 550km in 12 Stunden hat mich insgesamt 2'500 Baht (SFr. 85.-- resp. € 52) gekostet.

Cha-Am und Hua Hin

Hua Hin und Cha-Am - beide eng verbunden mit dem thailändischen Königshaus - liegen an der Sonnenaufgangseite des Golfs von Thailand, etwa drei Busstunden südwestlich von Bangkok. Sie haben den eher ruhigen Charakter typischer Seebäder und sind ideal für Familienurlaub. Der weite Strand von Cha-am gilt als einer der schönsten auf der Westseite des Golfs von Thailand und erfreut sich besonderer Beliebtheit.Man findet hier unter der Woche fast menschenleere Strände. Allerdings fallen am Wochenende tausende thailändische Kurzurlauber aus Bangkok ein. Dann ist es Schluss mit der absoluten Ruhe am Strand. Aber eine gute Gelegenheit etwas von den richtigen thailändischen Leben kennenzulernen. Das Preisniveau ist auf thailändischen Touristen angepasst und daher wesentlich günstiger als z.B. in Phuket.

Pferd am Sandstrand von Cha-Am Shrimps am Beach

Hua Hin

Panorama Hua Hin

Hua Hin darf mit Fug und Recht von sich behaupten, das älteste Seebad Thailands zu sein. Diesen Status erhielt es im Jahr 1926, als sich hier König Rama VII sein Sans Soucis bauen ließ, den Palast "Klai Kangwon - Sorgenfern". Noch immer verbringt die thailändische Königsfamilie regelmäßig die heissesten Monate das Jahres hier - meist März bis April. Viele Familien der Bangkoker High Society besitzen hier Villen.

Hua Hin Beach

Der Strand von Hua Hin erstreckt sich etwa drei Kilometer südlich einer felsigen Landspitze beim Fischerdorf Hua Hin (die ihm auch den Namen gegeben hat - Hua Hin heißt Felsenkopf) bis zu einer weiteren, etwas imposanteren felsigen Landspitze im Süden, wo sich buddhistische Tempel aneinander drängen. Mit seinem weißen Sand und den Ferienhotels verleiht der Strand Hua Hin seinen ganz besonderen Charakter.

Zwei Hügel südlich von Hua-Hin: Khao Takiap und Khao Krailas

Am Südende des Strandes nahe dem Fischerdorf Takiab, thront über Khao Takiab ein kleiner Tempel mit schönem Blick auf den feinsandigen Strand von Hua-Hin. Freilebende Affen treiben zum Gaudi der Touristen ihr Unwesen, klauen Perücken, Taschen oder Geldbeutel. Sie lassen sich aber auch gerne füttern.

Glocken über Khao Takiab
Im Tempel hoch über Khao Takiab
Gegensätze Khao Takiab
Das alte Fischerdorf Khao Takiab und moderne Hochhäuser

Auf dem Hügel vis-à-vis, dem Khao Krailas, befindet sich ein kleines Frauenkloster, das man nur zu Fuss erreichen kann. Selten verirrt sich ein Fremder hier oben, obwohl der kleine Tempel, der Glockenturm, die Schreine und Fisch-Weiher viel attraktiver sind. Die beiden Bilder mit den Buddhas habe ich dort oben geschossen:

Buddha auf Khao Krailas Gebetshaus auf Khao Krailas

Hua Hin: Fischmarkt/Hafen

Im nördlichen Teil Hua Hins befindet sich ein grössere Fischerhafen. Hier liegt die zweitgrösste Fischereiflotte Thailands und vor allem am Vormittag kann man bei dem lebhaften Fischhandel, Flicken der Netze und Entladen der Boote zuschauen. Der Hafenpier ist ebenso wie ein Teil des Ortes rund um den Hafen auf Holzpfählen gebaut und in den engen Gassen der antiken Holzhäuser findet man einige kleine Restaurants und Garküchen in denen man die frisch gefangenen Meeresfrüchte geniessen kann. Überall hänge Leinen mit zu Trocknen aufgehängten Tintenfischen die man in Thailand gerne - wie bei uns Kartoffelchips - als kleine Leckerei zu sich nimmt.


Mein Wohnsitz in Hua Hin in der Residenz "Ban Noparat = Zur Seerose"

Die Seerose

Bereits von weitem sieht man die blauen Dächer der grossen, parkähnlichen Wohnanlage zwischen Cha-Am und Hua-Hin. Es ist der grösste und mondänste Wohnsitz in der ganzen Umgebung und soll mehrere 1'000m² gross sein. Der Zugang zum Meer wird leider durch das "Boathouse Resort", einer Grossüberbauung mit unzähligen kleinen Einfamilienhäusern, aber auch 10-12 stöckigen Häusern verhindert. Zurzeit wurde noch gebaut, was mit enormen Schmutz-, Sand und Lärm-Emmisionen verbunden war. Etwas in südlicher Richtung in Sichtweite befindet sich die Anflugschneisse des Hua-Hin-Airports.

Die Residenz besteht aus dem eigentlichen Wohnhaus, einem Gästehaus mit zwei 3-Zimmer-Wohnungen, die Tony vermietet, und dem Game-House mit 2 schönen Zimmern, Duschen, WC und einem Snooker-Game-Room. Im Game-House wohnte ich in einem der beiden kleinen aber zweckmässig eingerichteten Zimmer mit einer Kleinstküche und direktem Ausgang zum grossen Swimming- und Whirl-Pool. Es war aber typisch Tony´s Geiz, wie er bei meinem Kleider-Schrank gespart und die billigst mögliche Variante angeschafft hatte. Schönes Äusseres, aber keine vernünftigen Tablare sondern nur 2 Schubladen und eine Kleiderstange. Im Militär hatte ich mehr Platz. Aehnliches gilt für die sog. Kleinküche, die zwar aus Kühlschrank, Mikrowellen und Wassererhitzer bestand, aber zum Anrichten von Kleinspeisen unbrauchbar war. Zudem müsste ich auf dem Bett essen, denn als Tisch hatte ich nur einen kleinen,runden Clubtisch, auf dem mein Notebook eben Platz hatte. Warmwasser in der Dusche gab es erst, als ich im Oktober die Nase rümpfte, weil ich kalt duschen musste.

In der ganzen übrigen Anlage findet man nur das Feinste vom Feinen, zumeist in mehrfacher Ausführung. Geld muss zur Bauzeit keine Rolle gespielt haben. Einiges wird jedoch nie verwendet wie z.B. der grosse Barbecue-Grill neben dem Swimmingpool, oder der grosse Whirlpool. In jedem Winkel der Anlage stehen grosse 100-200 Liter Kühl- und Gefrierschränke für Lebensmittel, für den Wein, für Bier und Getränke, für die Medikamente usw. Ich habe gegen 9 Stück gezählt (meinen eingeschlossen).

Jeder Raum ist mit einer eigenen Klimaanlage und/oder Ventilatoren sowie unzähligen Batterien an Lichtschaltern ausgerüstet. Mit den letzteren stand ich auf Kriegsfuss, denn ich konnte mir nicht merken, mit welchem der vielen Schalter die Deckenbeleuchtung angehen sollte. Oft begann der Ventilator zu summen oder es passiert gar nichts.

In jedem Raum oder Halbraum des Wohnhause steht mindestens ein Grossformat-Flachbild-Fernseher, mit SAT-Receiver, DVD-Player und teilweise mit 5-1-Home-Cinema-Anlage. Es müssen allein im Haupthaus deren 5 oder 6 derartige "Glotzen" gestanden sein. Mit der Bedienung der zu jeder Installation notwendigen 2-3 Fernbedienungen war der Hausherr total überfordert. Er brauchte dazu seine Frau Usa oder ihren Sohn Amnath. Aus diesem Grund wurden die meisten Fernseher nicht gebraucht und blieben zugedeckt.

Leider habe ich viel zu spät entdeckt, dass in meinem Zimmer Teile der elektrischen Installation und die Stromverteilleisten in einem armseeligen Zustand waren. Auf dessen Konto ging im Dezember der (vermeintlich) defekte Power Supply meines neuen Notebooks, weil durch fehlerhaften Kontakt die Stromzufuhr alle paar Bruchteile von Sekunden ausfiel. Ich musste auch mehrmals den Fernseher ausschalten und umstecken, weil er verdächtig roch. Auf meinen Hinweis meinte Tony nur, dies sei mein Notebook und nicht seine Stromversorgung! Als Folge habe ich mir für mein Zimmer in einem Spezialgeschäft stabilisierende Stromverteiler gekauft.

Ein derart grosses Anwesen benötigt geeignetes Personal. Aber dieses fehlte oder das Personal wollte hier nicht arbeiten. Ein Gärtner half zwar dem Hausherrn, aber niemand unterstützte Usa bei den Hausarbeiten wie Putzen, Kochen, Waschen etc.

Mein Zimmer in der Seerose Billard-Raum
Swimmingpool in der Seerose

26. Jan. 2009: Tropfsteinhöhle "Tham Kaeoo" und Grotte "Phraya Nakhon Cave"

Am 26. Jan. war das Neujahrsfest der Chinesen, von denen es in Thailand eine Unmenge gibt. In Hua Hin war im Gegensatz zu Bangkok nicht viel los. Die Strassen waren einzig mit schönen roten Lampions geschmückt.

Ich war eben auf dem Weg zum Frühstück, als mich Nina, die Tochter von Usa, fragte, ob ich Lust hätte, an einer Höhlenwanderung teilzunehmen. Warum nicht, denn ich fühlte mich erstmals seit meinem eintätigen "toute-de-suite" (=Durchfall) vor ein paar Tagen wieder in Form. Ich zog mir die Trekkingschuhe an und setzte mich bewaffnet mit den beiden Fotoapparaten im Rucksack in den Honda von Usa. Uns begleitete ihr Freund und der älteste Sohn von Usa Amnat mit Freundin. Ich mag die Kinder von Usa. Sie sind fröhlich, geniessen das Leben und haben eine gute Zusammenhalt untereinander und mit ihrer Mutter.

Höhle Kham Kaeoo
Höhle Kham Kaeoo Höhle Kham Kaeoo

Wir fuhren in südlicher Richtung via Pranburi zum "Khao Sam Roi Yot National Park", wo Karstklippen wie Türme einer mittelalterlichen Festung mehr als 600 m aus der Küstenebene aufragten. Als erstes erkletterten wir die wunderbare Tropfsteinhöhle "Tham Kaeoo" oder Juwelenhöhle. Die erste Kammer ist über eine Leiter erreichbar, die weiteren sind durch enge Durchgänge verbunden. Die Höhle verdankt ihren Namen den glitzernden Kalzitkristallen, die die Kalksteinformationen überziehen. Ich war froh, meine guten Schuhe bei mir gehabt zu haben. Es war anstrengend, denn neben dem grossen Fotoapparat hatte ich eine Kopf-Lampe mit grosser Batterie umgehängt.

Dann ging es weiter zum malerischen Fischerdorf "Ban Bang Pu", wo wir nach einem ausgedehnten Mittagessen mit vielen Leckereien (SFr. 16.-- resp €11 für 5 Personen) uns mit einem Boot auf die andere Seite der hohen Klippen bringen liessen. Wir landeten auf einem weissen, feinsandigen Bilderbuchstrand mit türkis-grünem Wasser und folgtem dem Wegweiser den steilen Stufenpfad 430 m Höhe überwindend in ein von Tropengrün überwucherten Karstmassiv.

Die Atmosphäre in der riesigen "Phraya Nakhon" Höhle mutete magisch an. Mächtige Stalagtiten und Stalagmiten, sowie der ausgetrocknete "Dry Waterfall" gab es zu bewundern. In der Mitte der Kaverne stand der 1890 errichtete Schrein mit einer Statue des Königs Chulalongkorn, Rama V, beleuchtet durch eine grosse runde Oeffnung weit oben in der Höhle.

Höhle Phraya Nakhon
Höhle Phraya Nakhon Höhle Phraya Nakhon
 
Shrine in Phraya Nakhon

24. Nov. 2008: Mangrove Wald

Etwas südlich von Hua Hin befindet sich ein grosser Mangrove-Wald.. Mangrove-Bäume wachsen in sumpfigen Gegenden aus dicken knorrigen Stelzen-Wurzeln in die Höhe. Ueber Holzstege konnte man trockenen Fusses durch den Tropenwald spazieren und die bizarren Bilder der meterlangen Mangrove-Wurzeln beobachten. Die Mangrove-Wälder bilden einen natürlichen Schujtz gegen die Unbillen des Meeres. So hatten die Küsten mit Mangrove-Wälder viel weniger unter der Wucht des Tsunami im Dez. 2004 gelitten, als die offenen Strandpartien.

Serviererin

30. Nov. 2008: Wein-Degustation in Hua Hin Hills "Vineyard" — Huay Mongkhol Temple

In der Tat gibt es in Thailand Weinberge und guten, vollmundigen Wein. Vorallem in der Nähe von Hua-Hin befindet sich das berühmte Weingut "Hua Hin Hills Vineyard". Das Gelände besteht aus meist lehmigem Sand und Schiefer. Der gekelterte Wein ist gut, erstaunlich gut für die heisigen Verhältnisse. Für eine gute Flasche muss man ab 500 Baht (=&euro12) hinlegen. Für Weihnachten und Silvester habe ich zusätzlich 2 Flaschen à 3.75dl Muskat als Dessert-Wein zum Anstossen gekauft (à 700 Baht = €17).

Es werden die verschiedensten Rebsorten angebaut, gepflegt und geerntet:

Hua Hin Vineyards
Rebberg Winzerin

Huay Mongkol

Unterwegs besichtigten wir den "Huay Mongkhol Tempel". Ein ganz besonderer Tempel, in dem eine monumentale Mönch-Statue des hoch-verehrten Mönchs "Luang Pu Thuat" und zwei grosse 3-köpfige Erawan-Elefanten verehrt werden. Es ist schon erstaunlich, was die Thais sich bei der Gestaltung der Tempel einfallen lassen.

Huay Mongkohl
3-köpfiger Elefant Black Buddha
Huay Mongkohl

3. Dez. 2008: Roller-Ausfahrt ins "Elefant Village" und zum "Wat Etisukatow"

Unweit von Hua-Hin befindet sich das sog. Elefant-Village, ein Camp mit 18 Elefanten (2 Männchen, 15 Weibchen und 1 Baby-Elefant) auf denen man reiten kann. Die Ausflüge auf den Rücken der Elefanten geht durch den dichten Wald, bergauf und -ab und auch durch kleine Bäche. Es ist bewundernswert, wie sicher die Dickhäuter all diese Schwierigkeiten meistern.

Ganz in der Nähe befindet sich der eindrückliche chinesiche Tempel "Wat Etisukatow" mit seinen überlebensgrossen Buddhas. Was mir nicht so gefallen hat, sind die vielen, herumstreunenden Hunde .... und prompt bin ich auf eines der vielen Pralinees getreten.

4-köpfiger Buddha Buddhas
Wat Etisukat
Naga Raubtier

25. Dez. 2008: Ausflug zum "Sai Cave Village"

An Weihnachten lud Toni und Usa ihre Freunde zumeist aus Bangkok zum Weihnachtsfest ein. An Weinhachts-Tag fuhren wir in ein kleines Fischerdorf nahe der "Sai Cave" südlich vom Nationalpark Sam Roy Yot. Dort ass ich zum ersten Mal Krabben. Pat zeigte mir, wie man diese Leckereien ist.

Sai Cave Village Pat und Jujee
RebCrabs Gebratener Fisch

Mrigadayavan Palast

Etwa auf halber Strecke zwischen Hua-Hin und Cha-Am steht der "Mrigadayavan-Teakholzpalast" des Königs Rama VI. Der komplett restaurierte luftige Sommerpalast aus dem Jahre 1924 ist etwas versteckt auf einem Militärgelände der Falschirm-Jäger. Auf tausenden Pfeilern aus Teakholz sind alle königlichen Räume durch offene Korridore miteinander verbunden. Uralte Bäume geben dem Anwesen ein besonderes Gepräge. Es scheint bis Japan durchgedrungen zu sein, dass sich hier ein prächtiger Palast befindet. Ich war der einzige Europäer.

Mrigadavayan Palast
Wohnzimmer Xylophon Spieler
Quergänge zwischen den Gebäuden
Theater- und Musiksaal Parkanlage
Feigen Baum Parkhaus des Generals Parkanlage

Buang Preeda Ressort

Auf der Rückfahrt von Bangkok nach Hua-Hin wurde ich begleitet durch Mister No (er war unser Fahrer), Dang, Pat und Mäm. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum futuristischen "Buang Preeda Ressort" in Thalang Thayang bei Phetchaburi, das im Januar 2009 eröffnet werden soll. Ich habe in meinem Leben noch nie so etwas verrücktes gesehen. Alles nur vom Feinsten. Kein Tisch, keine Sitzbank so wie wir es gewohnt sind. Zur Residenz gehört auch ein See, auf dem ein fahrbares 2-stöckiges Wohnungsfloss im Bau war. Ich werde bestimmt einmal dort wohnen. Vielleicht an der Eröffnung.

Pat und Max Pat und Max im Preeda Ressort Pat und Max im Preeda Ressort
Pat im Preeda Ressort Blick vom Preeda Ressort auf den See
Eigentümer Max im Preeda Ressort Pat in mitten Blumen

28. Nov. 2008: Königs-Palast "Phra Nakhon Khiri"

Phetchaburi ist eine Stadt etwa 45 km nördlich von Hua Hin. Sie beherbergt nicht nur das Warenhaus "BigC", in dem man wunderbares "Yuki-Yaki" essen kann, sondern die Sommerresidenz "Phra Nakhon Khiri", die König Rama IV - König Mongkut - im Jahr 1860 erbauen ließ. Es liegt etwa 150 m über der Ebene auf einem kleinen Hügel. Die Einheimischen nennen ihn Khao Wang (Hügelpalast).

Mit einer Zahnradbahn fuhren wir hoch, ohne uns aber vorher für 20 Baht (=€-.50) 2 Kugeln geschmackvolles Früchteeis zu genehmigen. Es gab nicht nur den weitläufigen Gebäudekomplex zu bewundern, sondern auch die wunderbare Parkanlage mit den knorrigen Frangipani-Bäumen. Der dortige Tempel wurde dem "Wat Phra Kaeo" in Bangkok nachgebaut.

An den Bäumen konnte man es erkennen, es herrscht Herbst oder sogar Winter in Thailand, trotz 30°C. Die meterhohen Frangipani-Bäume, die weisse oder leicht rosa Blüten tragen, haben alle ihre Blätter verloren. Aber bereits blühten an den äussersten Aesten die ersten Blüten.

Schulklasse mit Mönch: Phra Nakhon Khiri Lotusblumen
Phra Nakhon Khiri
Phra Nakhon Khiri: Treppengeländer Phra Nakhon Khiri Phra Nakhon Khiri Blumen

Meine periodischen Besuche, Reisen und Erlebnisse in Bangkok

Sehr zum Aerger von Tony verbrachte ich jeden Monat mindstens 2 Wochen in Bangkok bei Pat. Es wurde mir nie langweilig. Immer hatte Pat etwas für mich vorbereitet. Es gab vieles zu sehen:

Dängs-House und Pat´s "Butterfly-House"

Vor und nach meinen ersten Reise nach Nord-Thailand und Chiang Mai habe ich in Bangkok bei Däng übernachtet, anschliessend wohnte ich regelmässig im Butterfly-Haus von Pat, denn mit Pat konnte ich mich bestens unterhalten, weil sie recht gut englisch sprach. Sie war eine echter Schmetterlings-Fan. Mit ihr besuchte ich u.a. "Ancient City", eine 1:1-Kopie der wichtigsten Baudenkmäler und Tempel von Thailand. Dann verbrachten wir auch mehrere Stunden auf der weltweit grössten "Crocodile Farm" mit über 60'000 dieser Riesentiere. Schon kurz nach meiner Ankunft schleppte sie mich in ein riesiges Ausverkaufs-Areal, wo ich mich zu reduzierten Preisen mit raffinierten Jeans und 2 Camel-Hemden eindeckte. Im Laufe der Tage besuchten wir noch weitere Shopping Center, denn dies war neben dem Essen eines unserer gemeinsamen Hobbies. Und zu jedem Shopping-Trip gehörte ein Halt im "Thirty-One", einer Eisdiele mit grosser Auswahl.

Pat und Jujee Pat und Max Pat und Jujee

Däng lud mich zwei Mal zu einem ihrer monatlichen Ladies-Lunches" als Ehren-Gast ein. Beim ersten Mal fand das Essen im Narai-Hotel statt. Zum chinesischen Essen im Menam-Hotel am Bangkok-Fluss "Chao Phraya"war ich als Gast und einziger Mann von einer Hongkong Lady eingeladen worden. Sie war eine der etwa 20 bestgekleideten und gutsituierten Ladies zwischen 55 und 91 Jahren, die mir allesamt bei der Auswahl der Plättchen halfen und grosse Freude an meinen Thai-Sprach-Fortschritten hatten. Ich konnte nämlich bereits sagen, dass mir das "Essen schmeckt" und ich nun "genug gegessen" hatte.

Max mit den alten Damen aus Bangkok

Samut Prakan: Ban Poo

Weltberühmt sind die Möven-Schwärme von Bang Poo, einem kleinen Ort am Meer in der Provinz SamutPrakan. Es war meiner erster Ausflug mit Pat, als ich zum ersten Mal Pat zu Hause in SamutPrakan besuchte.

Pat und Max Max füttert Möven

Samut Prakan: Wat Nam Daeng

In diesem Tempel in Samut Prakan liegen die Urnen von Pats Eltern. Man muss dazu wissen, dass in Thailand alle Toten kremiert und die Asche in Urnen aufbewahrt oder in Flüssen versteut werden.

Pat vor den Urnen ihrer Eltern Urnenwandn

Samut Prakan: Markt in Samrong

Papayas Markt Trocken-Fische auf dem Markt

Chatuchak Weekend Market

Nur von Freitags bis Sonntags findet der grosse "Chatuchak-Weekend-Market" statt. Mit dem Skytrain ist er einfach ereichbar. Dort findet man alles, was das Herz begeht. Camel-Shirts, Schuhe und Leibchen. Ein Paradies.

Mobiler Sicherheitsdienst Mobile Verkäuferin Cimbalo Musikerin

Ban Phli Market

Der Ban Phli Market gehörte zu einem meiner Lieblingsmärkte in Samut Prakan (Raum Bangkok). Als Chinesischer Markt bot er alles, was man sich unter einem chinesichen Makt vorstellen konnte: Aphrodisierende Potenzmittel, chinesiche Restaurants, Läden, die Harry Potter-Filmen zu Ehre gereicht hätten, Schutzmittel gegen Geister, Räucherstäbchen, Hängematten, Werkzeuge etc. Die typischen Häuser sind auf Stelzen in einen Klong gebaut. Zusammen mit Pat waren ich an manchem Wochenende dort zu finden, denn man ass auch gut und fühlte sich in einer anderen Welt.

Brücke zum Ban Phli Market
Enten am Ban Phli Market Pat beim Einkauf Antiquitäten
Weitere Bilder über den "Ban Phli Market" findest auf meiner Foto-Seite
"Foto-Galerie: Ban Phli Market"

Ancient City

Wer kennt sie nicht, die in besonderen Mässtäben erbauten Nachbildungen von Städten oder besonderen Landschaften wie z.B. "Swiss en Miniature" oder eine Modell-Eisenbahnanlage. Auf einem Areal von 80 ha, das die Form von Thailand hat, hat ein Thai-Milliardär sein "Thailand im Miniaturformat" geschaffen.

Darauf können über 110 bedeutende Sehenswürdigkeiten des Landes besichtigt werden und zwar zumeist im Masstab 1:1. Die Anlage ist so gross, dass man entweder mit dem eigenen Privatauto herumfährt, oder ein Fahrrad mietet. Ueber parkähnliche Landschaften vorbei an Seen und Wasserfällen fährt man von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Die grossen Tempel von Bangkok, den königlichen Sommerpalast in Phetchaburi, die Ruinen der ehemaligen Königsstadt Ayutthaya .....

Wasser-Naga
Tempel im Spiegelbild Bootsverkauf
Weitere Bilder über "Ancient City" findest auf meiner Foto-Seite
"Foto-Galerie: Ancient City"

Crocodile Farm

Die sumpfigen Niederungen des Chao Phraya Deltas direkt südlich von Bangkok sind oder waren ein natürlicher Lebensraum der thailändischen Krokodile. Menschen werden von ihnen relativ selten angegriffen, sie bevorzugen Nahrung aus dem Wasser. Es sind zumeist die zwischen Indien und Australien beheimateten "Leistenkrokodile". Sie sind erkennbar an ihrem keilförmigen Kopf, dem gelblichgrünen Körper mit braunen Punkten. Sie erreichen eine Grösse von 10 m.

Hinter Samut Prakan befindet sich die grösste Krokodilfarm der Welt mit über 60'000 Tieren. Hier werden einheimische und importierte Reptilien in zahlreichen Gehegen gezüchtet, bis sie nach etwa 3 Jahre mit 2 m die "ideale" Grösse erreicht haben. Sie werden den Menschen "verfuttert" und zu Handtaschen resp. Schuhen verarbeitet.

Es war schon ein besonderes Nervenkitzel während der Krokodilshows, wenn die beiden wagemutigen Trainer auf den Reptilien ritten oder gar ihren Kopf in den aufgesperrten Rachen steckten.

Krokodile
Elefant Krokodil-Show
Weitere Bilder über die "Crocodile Farm" und vorallem die gefährliche und nervenaufreibende"Crocodile Show" findest auf meiner Foto-Seite
"Foto-Galerie: Crocodile Farm"

Brücke am River Kwai

Die River Kwai Brücke bei Kanchanaburi wurde berühmt durch den gleichnamigen Film. Die jetzige Brücke hat aber nicht mit der ursprünglichen aus dem 2. Weltkrieg gemein. Sie ist typischer Thai-Kitsch .... aber sehenswert.

River Kwai Brücke
Max auf der River Kwai Brücke Max mit thailändischer Schönheit
 
River Kwai Brücke

Buffalo Village und Reisanbau

Solange ich in Thailand war und aus dem Bus die arbeitenden Reisbauern gesehen hatte, war es mein Ziel, Fotos von ihrer Arbeit auf den Reisfeldern zu machen. Am 7. Feb. mietete ich mir "Bom", den Sohn von Däng, samt Auto für einen Ausflug in den Raum Suphan Buri (Amphoe Si Prachzan) ins Buffalo Villages, wo ich nicht nur den Wasserbüffeln zuschauen, sondern auch sehen wollte, wie Reis angebaut und die Felder bearbeitet werden. Auch diesmal hatten wir Glück, obwohl keine Demonstration geplant war, haben sie für mich Fremden eine eingeschoben.

Wasserbüffel pflügen
Wasserbüffel mit Bauer Setzen der Reis-Setzlinge
Bauer mit Pflug Wasserbüffel
Pfau Wasserbüffel

Chinesischer Markt "Sam Chuck"

Sam Chuk Market in Suphan Buri liegt am Ufer des Tha Chin Flusses und gilt als einer der bekanntesten und authentischsten Märkte des Landes. Im Jahr 2000 beschloss die örtliche Gemeinde, den alten Markt unter Beibehaltung seiner ursprünglichen Atmosphäre neu zu beleben, was knapp neun Jahre in Anspruch nahm. Das Ergebnis ist ein preisgekröntes...

Strasse in Sam Chuck Musikantin

Mehrtägige Ausflüge und Rundreisen in Thailand

Ueber die meisten dieser unvergesslichen Reisen habe ich eigenständige Berichte geschrieben.

9. - 20. Nov. 2008: Rundreise von Bangkok über Sukhothai - Lampang - Chiang Mai - Chiang Rai - Bangkok

Insgesamt 4 Wochen befand ich mich bereits in Thailand. Und nun bereiste ich mit thailändischen Freunden den Norden von Thailand. Von Bangkok aus ging es mit einem Kleinbus über Lampang nach Chiang Mai, von dort weiter nach Chiang Rai und bis ins sog. Goldene-Dreiländereck (Burma - Laos - Thailand). Uebernachtet haben wir bei Däng und Chanyut in "Fang", ganz oben im Norden.

Max und Pat hinter Sonnenschirmen
La,pions Loy Kratong Max
Es existiert ein eigenständiger Reisebericht mit vielen Fotos unter
"9. - 20. Nov. 2008: Reisebericht über die Rundreise im Norden Thailands"

12. - 14. Dez. 2008: Reise nach Tak zum "Bhumibol Kheuan" und zum "Wat Phra Borommathat"

Wat Phra Boromathat

Eine Nord-West-Reise ins Gebiet um "Tak" stand auf dem Programm. Wo das ist, ist nicht so wichtig. Wichtiger ist eher, dass hier einer der wasserreichsten Flüsse des Landes auf über 200 km zu einem der grössten Stauseen des Landes aufgestaut wurde. Ich konnte mich wiederum einer Gruppe von 12 Thais anschliessen, mit denen ich bereits im November auf Chiang-Rai-Reise war. Es handelte sich dabei um Frauen und ein paar Männer, die zusammen dieselbe Schule besucht hatten.

Mehr Details und viele Fotos findest du in meinem Reisebericht unter
12. - 14. Dez. 2008: Reise nach Tak zum "Bhumibol Kheuan" und zum "Wat Phra Borommathat"
Grosses Fahrrad Bhumibol Kraftwerk Auf dem Motorrad durch die Wildnis

5. - 10. Jan. 2009: Mein Visa-Run nach Kambodscha: Phnom Penh, Siem Reap und Angkor Wat

Mein Thailand-Visum lief nach 3 Monaten ab und ich musste vorher das Land verlassen, um dann wieder für weitere 3 Monate einreisen zu können. Diesen Unterbruch benutzte ich, um mit Pat Kambodscha und Angkor Wat zu bereisen. Mehr darüber könnt ihr im separaten Bericht über meine Kambodscha-Reise lesen und anschauen. Dieser Bericht ist wirklich sehenswert. Es ist mein schönster Reisebericht voller einmaliger Fotos.

Mein einmalier Reisebericht mit vielen Fotos findest Du unter
"5. - 10. Jan 2008: Mein Visa-Run nach Kambodscha"
Ta Phrom Urwald-Tempel
Lade mit Kopflast Manager Mönche
Mönche am Tonle Sap

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16. - 18. Jan. 2009: Ausflug in den Westen von Thailand: mit einem Hausboot auf dem Srinakharin-Stausee und zu den Huai Mae Khamin Wasserfällen

Bunkern unseres Wohnflosses

Früh am Morgen des 16. Januars fuhren wir mit einem Kleinbus vom Bangkoker-Hafen in den Westen von Thailand den River Kwai hoch bis zum Srinakharin-Stausee. Unsere Expedition bestand aus 4 Männern und 10 Frauen. Fragt mich nicht, wie der kleine Weiler hiess, er bestand nur aus ein paar Hütten und Booten, aber dort bestiegen wir ein bereitstehendes Haus-Boot oder besser gesagt ein Haus-Floss, wie ich es auf meiner Kambodscha-Reise bereits gesehem hatte, aber ein moderneres und meiner Meinung nach schwimmfähiges Gefährt. Es war etwa 8x15 m gross. Die Hälfte bestand aus einer "kleinen" Kabine für etwa 5 Personen, einer Toilette/Dusche, dem Motorraum und der Küche, während der restliche Teil als freie Ess-, Liege- und Schlaffläche benutzt wurde.

Mein Reisebericht mit vielen Fotos findet ihr unter
"16. - 18. Jan 2009: Auf einem Hausboot über den Srinakarin-Stausee"
Maekhamin Wasserfall Max und Pat auf Luftmatratze
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Bild Butterfly
Dieses Bild schenkte mir Pat zum Abschied. Es ist ein Selbstbildnis und stellte Pat als Schmetterling dar, wie sie in die Ewigkeit entschwinden wird. Es war ein Geschenk voller Weitsicht, denn ein paar Jahre später erkrankte Pat sehr schwer.

7. März 2009: Rückflug von Bangkok nach Zürich

Bereits um 21 Uhr traf ich begleitet von Pat auf dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi ein. Und eine halbe Stunde nach Mitternacht war Take-Off mit der A340-600 der Thai Airways (TG0970) zum Flug nach Zürich.

Bei beinahe 40° tieferer Luft-Temperatur (-2°C) bin ich nach 12-stündigem Flug im etwas verschneiten Zürich gelandet und beinahe erfroren. Trotzdem habe ich das weitere gut überstanden. Zuerst den Schweizer-Zoll, der sich nicht um mein Gepäck und etwaige gefälschte Markenprodukte interessierte, und dann die abschliessende gut 1-stündige Bahnfahrt nach Basel, wo mich Renato mit dem Auto abholte und nach Hause brachte. Ich muss gestehen, ich war darüber froh, denn mein Gepäck war wiederum um einiges zu schwer: Mein Koffer wog beinahe 27 kg anstatt 20 und mein Kabinen-Trolley 18 kg anstatt der erlaubten 10 (aber den habe ich beim Check-In in Bangkok versteckt und nicht gezeigt). Zusätzlich ein Rucksack mit wenigen Kilos und die Tasche mit dem Notebook.

Als ich dann zu Hause ankam, überraschte mich neben der Wohnungsstüre ein übergrosser "HERZLICH WILLKOMMEN" Schriftzug meiner Mitbewohner am Schafmattweg. Es macht grosse Freude, derart unerwartet begrüsst zu werden.

Zusammenfassung und Ausblick

Ich habe in 5 Monaten mehr erlebt, als je in meinem Leben. Manchmal fühlte ich mich überfordert, all die vielen neuen Eindrücke aufzunehmen. Oft hatte ich den Eindruck, mein "Gefühls-Hirn" habe keinen Platz mehr. Dies war dann der Moment, in dem ich mich trotz aller Probleme gerne in die gewohnte Umgebung in Hua-Hin zurückzog, um all die Eindrücke zu verarbeiten, d.h. an meiner Homepage und den Fotos zu formulieren und zu feilen.

Am 12. Oktober 2009 geht es wieder nach Thailand. Den Flug habe ich vor wenigen Tagen am 3. April gebucht. Ich werde dort in Hua-Hin einem Haus wohnen, das ich gemietet habe. Ich werde aber wiederum, sofern alle gesund bleiben, öfters bei Pat in Bangkok weilen, bis es auf die nächste Reise gehen wird. Als "Visums-Reise" habe ich Laos eingeplant.

Meine zukünftige Adresse:

Max W. Lehmann
1401/78 Sampraya Rd.
Cha-Am, Phetchaburi 76120
Thailand

 

Mail an Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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Zur Liste der Foto-Galerien
https://www.maxlehmann.ch/menu/home_euro.htm
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