Street Art und Graffitis in München
München ist eine Kunststadt. Es sind nicht nur die 3 Pinakothek-Museen, sondern die manigfaltigen Street-Art- oder Graffiti-Angebote. Darunter verstehe ich nicht die Schmierereien, sondern die künstlerischen Malereien auf privaten und öffentlichen Wänden. Oft sind dies Auftragsmalereien berühmter Künstler. In München gibt es deren viele. Diese findet man leicht in Google-Suche "Graffiti München".
Street Art aus dem 19. Jahrhundert im Hofgarten
Street-Art in München hat Tradition. Eine der ältesten Street Art Bilder fand ich in den Arkaden des Hofgartens: In der Mitte des 19. Jahrhundert wurden dort Bilder aus dem bayrischen Leben an die Wände und Decken gemalt.
Herzog Ludwig des Reichem Sieg bei Giengen, 1402 |
Maximilian I. Herzog von Bayern, Erhebung zum Churfürsten, 1625 |
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Mo, 14. Juli 2025: Street Art im Untermenzing |
Aus den 350 m² großen Betonwänden einer Fussgänger-Unterführung am Bahnhof Untermenzing machte Martin Blumöhr im Zeitraum von 3 Jahren (2023-2025) eine bunte Fantasielandschaft - »Mezinga«. Die Vernissage fand ein paar Tage nach meinem Besuch statt, am 18. Juli 2025.
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Mo, 14. Juli 2025: Street Art unter der Donnersberger-Brücke |
Unter der Donnersberger-Brücke auf den Säulen und Seitenwänden existiert die grösste Freiluft-Galerie Münchens. Unzählige StreetArt-Bilder erfreuen den Parkierer und Kunstliebhaber. Ich war begeistert und wusste nicht, wo anfangen mit Fotografieren
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Mo, 14. Juli 2025: Street Art in der Unterführung Ludwigsstrasse: König Ludwig I. und seine Nichte Sissi |
Der StreetArt Künstler Loomit illustrierte das Leben von König Ludwig I. (1786-1868) und seiner Nichte Sissi (1837 - 1898), der späteren Kaiserin voon Oesterreich.
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Mo, 14. Juli 2025: Street Art in der Unterführung Ludwigsbrücke beim Müller'schen Volksbad |
Die Unterführung der Ludwigsbrücke über die Isar wurde 2023 von der Street Art Legende Loomit sowie den Street Artists Flin und Miriam Frank neu gestaltet. Wunderschön, aber ich musste mich vor den vorbeirasenden Velo-Fahrern in acht nehmen.
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Do, 17. Juli 2025: Schlachthof-Viertel: Bahnwärter Thiel |
Das Schlachthofviertel in München ist im Umbruch, da grosse Gewerbe ausgelagert und viel Raum für kreative Nutzung gehaffen wurden. Daraus entstand eine lebendige alternative Kulturszene, die zahlreiche Veranstaltungsorte, Kunstprojekte und alternative Treffpunkte für junge und abenteuerlustige Menschen beherbergte.
Schlachthof-Viertel: Bahnwärter Thiel - Atelier Park
Der Bahnwärter Thiel ist ein Techno-Club und alternatives Kulturzentrum im Münchner Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Der Club befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Großviehhalle (dem Viehhof) in München. Er besteht aus mehreren Dutzend Seefracht-Containern, die ursprünglich aus dem Hamburger Hafen stammten, einem ehemaligen Ausstellungspavillon aus dem Lenbachhaus, sowie mehreren U-Bahn-Triebwagen der Münchner U-Bahn.
Hier fand ich ein Foto-Paradies. Einzigartig die aufgestapelten Container, Die Balkone und Fenster an den Containern und schlussendlich der Wohnwagen hoch oben über den Eisenbahnwagen und den Containern.
Weitere Infos über den Atelier-Park findest unter: https://www.bahnwaerterthiel.de/
U-Bahn-Wagen aus München samt Wohnwagen in einsamer Höhe
Mitten im Areal tauchte ein Wohnwagen in luftiger Höhe auf. Ueber eine Wendeltreppe ist er erreichbar.
Alter Dampfer "Alte Utting"
Was klingt wie eine dauergewellte Großtante, ist ein ehemaliger Ausflugsdampfer vom Ammersee, der mit viel Aufwand auf eine Eisenbahnbrücke gehievt wurde und nun von dort oben einen Ort zum Rumsitzen, Trinken, Feiern und Essen bietet.
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Das Lokal "Zur Gruam" befindet sich auf der linken Seite der Unterführung, auf der die "Alte Utting" steht. |
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Do, 17. Juli 2025: Street Art im Ost-Bahnhof und Werksviertel-Mitte |
Erstaunlicherweise entdeckte ich auch am Ost-Bahnhof zwei Street Art Installationen.
Das Elektronische Stellwerk (ESTW) am Münchner Ost-Bahnhof ist neu gebaut worden und seit Juni 2025 in Betrieb. Es ersetzt das alte Relais-Stellwerk von 1971 und steuert den S-Bahn-Verkehr |
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Werksviertel-Mitte
Vom Ost-Bahnhof kommend sieht man von weitem das grosse Riesenrad. Dahinter liegt das ehemalige Industriegelände, auf dem ab 1949 das erste Pfanni-Werk 47 Jahre lange Puffer, Püree und Flocken herstellte.
Mit der Schließung im Jahr 1996 begann die legendäre Zeit des Kunstpark Ost. Eine Zeit in der dieser Ort das Mekka für Künstler und Nachtschwärmer war. Die leerstehenden Werke wurden zu Ateliers und den berüchtigsten Clubs des Landes. Heute entsteht hier eine moderne Welt mit Büros, Wohnungen, Ausstellungsräumen, das Werksviertel-Mitte"

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 Lüftungsrohr in das Konferenz-Gebäude |
Während unserer Anwesenheit fand in diesem Gebäde eine IT-Konferenz über KI- und Cloud-Computung statt. |
Moderner Business-Teil des Werksviertel-Mitte