Pflegedienste und -Betreuung — Vorurteil vom „freien Sex in Thailand“

farang-thaigirlSobald ich zu Hause von meinen Winteraufenthalten und meiner Begeisterung für Thailand erzähle, entdecke ich meistens ein „mitleidiges“ oder ein „verständliches“ Lächeln im Gesicht der Gesprächspartner. Das Vorurteil „freier Sex in Thailand“ herrscht vor und jedem Mann wird unterschoben, dass er nur wegen dieser Offenheit nach Thailand fährt.. Dies mag in vielen Fällen auch zutreffen, aber bei mir sind es ganz andere Umstände, die Thailand zu meinem Winter-Paradies macht. Dazu an anderer Stelle mehr.

Das Thai-Volk ist entgegen aller Vorurteile von Natur aus „prüde“. Sie mögen zwar Sex in jeder Form, aber nur in ihren 4 Wänden. Händchenhalten und küssen in der Oeffentlichkeit ist ein Tabu. Allzu leichte Kleidung und Mini-Bikinis werden nicht gerne gesehen. Das Tragen eines harten Schalen-BH’s ist ein Muss, denn Nippel darf man nicht erkennen. . Prostitution, Pornographie aber auch Abtreibungen sind strengstens verboten. Viele pornografische Internetseiten sind zensuriert, d.h. ein Zugriff in Thailand ist nicht möglich.

Die Farangs resp. Fremden sind bei Thailändern nicht so beliebt, es sei denn, man macht Geschäfte mit ihnen. So ist es auch mit der Freundschaft und Liebe.  Es ist gar nicht so einfach, eine „echte Ferien-Freundin“ zu finden. Dies ist in Europa einfacher. Die seriösen Thailänderinnen warten nicht, bis die nächsten unbeweibten Männer sprich Kegelclubs aus dem Flugzeug steigen.

Und trotzdem sind Thailänderinnen an Farangs interessiert. In deren Augen sind sie mit einem Farang alle ihre finanziellen Sorgen los. Einen Farang zu heiraten, bedeutet das grosse Los gewonnen zu haben. So haben viele Farangs, auch die kleinen und dicken, die dummen und ungepflegten eine Chance, die sie zu Hause nicht haben.

So sieht man eben diese schrecklichen Bilder der dickbäuchigen alten Farangs mit einem hübschen, meist jungen Thai-Mädchen, die zudem noch verliebt miteinander turteln? Eben, wie es dem Vorurteil von Thailand als Sex-Paradies entspricht? Ein ekelhaftes, für mich Europäer beschämendes Bild, stellt so ein Paar dar: Er ungefähr 180-190 cm gross, 100 kg und mehr schwer und seine Freundin, die auch seine Enkelin sein könnte, 2 Kopf kleiner und nicht einmal 50 kg schwer!

Jetzt weiss ich es: Man kann diese Mädchen mieten. In Bars odr auch auf der Strasse. Es sind ganz normale Prostituierte. Die meisten stammen aus den bitter-armen Landesteilen des Norden resp. Nord-Ostens von Thailand. Sobald man als Single-Mann alleine auftritt, wird man darauf angesprochen. Gleich wie einem ein Motorroller tage- oder wochenweise angeboten wird, werden auch die Mädchen angeboten. Ab etwa 10’000 Baht pro Monat (entsprechend Fr. 300.– resp. €250) ist man dabei und hat eine Gespielin für alles. Je nach Aussehen und Wünschen kostet es auch mehr. Das spezielle an den Thai-Mädchen ist, du zahlst zwar für ihre Leistung, sie gibt dir aber das Gefühl, wie wenn Du nichts bezahlst..Mit diesem Geld unterhalten die Mädchen ganze Familien zu Hause, und verteilen so nebenbei auch Krankheiten und Aids an die blöden Männer. (Bem: 85-90% der Prostituierten und 70% der Hetero-Männer sind HIV-Positiv)

Mädchen für Pflegedienste

Es gibt aber noch eine zweite Art von Mädchen und die sind sehr wertvoll: Die „Take care“ Mädchen. Diese betreuen einen Ausländer, nicht für Sex, sondern fürs kochen, Wäsche waschen, bügeln usw.  Sie betreuen aber auch Kranke und Pflegebedürftige.

Die Mädchen bekommen ein monatliches Gehalt von 10’000 bis 30’000  Baht (entsprechend Fr. 300 bis 1’000) abhängig von den Kenntnissen in der Sprache des zu Pflegenden. .

 

 

 

 

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1 Kommentar

  1. Von Christian aus ChiangMai habe ich folgendes eMail erhalten:

    Sehr geehrter Herr Lehmann

    In der Schweiz kann man auch Mädchen mieten, aber nur für Sex. In Thailand und eigentlich überall auf der Welt kann man Mädchen mieten für Sex. Das ist eine bestimmte Sorte Mädchen, das sind Prostituierte.

    Es gibt aber noch eine zweite Art von Mädchen und das sollte man weltweit bekannt machen. Das sind die „Take care“ Mädchen. Diese suchen sich einen Ausländer, um ihn zu betreuen, nicht für Sex sondern fürs kochen, bügeln, Wäsche waschen usw und bei Schlaganfall auch für Pflege.

    Die Mädchen bekommen ein monatliches Geld von 10’000 bis 30’000 Baht je nachdem wie gut sie die Sprache des zu Pflegenden beherrschen. .

    Und warum so viele junge Mädchen???, ganz einfach weil es soviele Mädchen ohne ARBEIT gibt und 10’000 im Monat plus frei wohnen und essen ist ein super Geld

    Das sind aber keine PROSTITUIERTE. Vielfach heissen sie in Thailand Mae Baan (HausMutter) und der Übergang zur Liebe ist fliessend. In der Schweiz unvorstellbar, aber in Spanien gibt es das schon lange.

    Mit besten Grüssen
    Christian

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