Kategorie: Gesundheit, Medizin

Sept. 2020: Live Ticker vom „Basler Max“

+++ FotoWalk Vitra-Campus +++ Good News Makula-Degeneration +++ Corona-Pandemie +++ Wien gestorben! +++ Zahnarzt +++ 50 Jahre Chemie-Diplom +++ Fitness +++ FotoWalk Basler Zolli +++

23. Sept.: Foto-Walk durch den Vitra Campus

Der „Vitra Campus“ ist eine Design-Fabrikations-Statte und ein Design-Museum in Weil am Rhein (D) unweit der Schweizer Grenze. Wer sich für Design von Möbeln interessiert, muss dort gewesen sein. Mit meinem Freund Peter A. machte ich meinen nächsten Foto-Walk durch die Gebäude der berühmtesten Architekten. Ich werde auch dieses Mal in der Foto-Galerie „Vitra-Museum“ berichten. Es sind einmalige Fotos, die ich geschossen habe.

Klick aufs Bild, um auf die Foto-Galerie „Basel“ zu gelangen

21. Sept.: Good News von der klinischen Augenstudie

31 Spritzen monatlich in mein linkes Auge haben die feuchte Makula bisher nur stabilisiert, aber nicht ausgetrocknet. Im Rahmen der klinischen Studie für das neue Medikament „Beovu“ habe ich bereits nach der 1. Spritze angesprochen. Die Netzhaut ist trocken. Dies ist mir bereits 2 Wochen nach der Spritze aufgefallen, als ich ohne Brille mein Handy lesen konnte. Der Intervall für die nächste Spritze wurde von 4 auf 6 Wochen ausgedehnt. Dies gilt nun auch für das rechte Auge, das mit dem alten Medikament Eylea trocken ist. Wow, ich bin happy, dass ich auf Thailand verzichtet habe, um an dieser klinischen Studie teilzunehmen.

18. Sept: Erstes offiz. Training im Fitness-Center

Seit meinem ersten Training im Fitness-Center herrchte sommerliches Wetter mit Temperaturen zwischen 25 – 30 Grad. Da blieb ich lieber im Freien und fuhr etwa 200 km mit dem Rennrad. Heute aber war es trotzdem soweit. Am Morgen früh zog es mich zum Training, wie es mein Coach Melanie festgelegt hatte. Ich absolvierte alle 8 Geräte-Uebungen. Auf dem Fahrrad-Ergometer hielt ich sogar 40 Minuten durch und schwitzte wie in der Sauna, die ich als Abschluss auch noch besuchte. Als ich nach 3 Stunden nach Hause kam, war ich kaputt. Die Muskeln rund um meinen oberen Rumpf-Bereich schmerzten. Meine Finger-Muskeln ebenfalls. Viel in meinem Körper ist noch untrainiert. Es wartet noch viel Arbeit auf mich und meinen Körper.

13. Sept: Anstieg der Anzahl Corona Infizierte

Der Anstieg der täglich neuen Corona-Infizierten in der Schweiz bereitet mir Sorgen. Während wir in der Schweiz in der schlimmsten Corona-Zeit am 3. April 1’700 Infizierte hatten, sank diese Zahl in den Monaten Mai/Juni auf massiv unter 80 je Tag. Seit den Ferien-Monaten stieg die Zahl stetig und wies in den letzten Tagen gegen 500 Neu-Infizierte auf. Beruhigend für mich als Basler. Die beiden grossen Hotspots sind im Raume Genf/Waadt und Zürich.

Erschreckend sieht es in anderen Ländern Europas aus. In Oesterreich, vergleichbar in Bezug auf die Anzahl Einwohner, stieg die Zahl an Neu-Infizierte auf gegen 900. Eine zweite Welle der Corona-Pandemie hat sich in Frankreich, Spanien und England gebildet. Ihre Anzahl Infizierte ist ein mehrfaches verglichen mit uns Schweizern.

ab Mo, 14. Sept: Wien ist eine Corona-Risiko-Region

Die Risiken für eine 2. Pandemie-Welle in Europa steigen an. Nach Spanien, Frankreich, Tschechien und Italien hat der Schweizer Bundesrat nun auch die Region Wien als neues Corona-Risiko-Gebiet bezeichnet. Damit ist meine 1 wöchige Reise von Ende September in die Kulturstadt Wien gestorben, denn ich müsste nach Rückkehr in die Quarantäne. Ist dumm gelaufen.

Ich habe am Sonntag, 13. Sept. Carlton Opera Hotel und Rad-Stadtrundfahrt storniert. Die Anzahl Corona Infizierte in Wien ist massiv angestiegen. Oesterreich hat Angst vor einer 2. Pandemie-Welle

11. Sept.: Er hat nicht gebohrt !

Seit ich mich erinnere, entdeckte mein Zahnarzt nach der jährlichen Zahnreinigung immer irgend ein Loch. Heute fand er nichts.

3. und 10. Sept: Fitness als Ersatz für Thailand 2020/21

Ich habe mich damit abgefunden, dass ich den Winter 2020/21 nicht in Thailand verbringen kann. Meine grösste Angst dabei ist, dass ich meine vorhandene Kondition und Fitness in dieser Zeit verliere und im Frühling bei „Null“ wieder beginnen muss. Dies wäre in meinem Alter aufwendig und mühsam.

Dies will ich verhindern und habe heute ein Jahres-Abo im „Migros Fitnesspark Heuwaage“ abgeschlossen. Ich kenne dieses Center aus meiner Zeit vor meinen Winteraufenthalten in Spanien und Thailand. Es liegt nur 3 Tramstationen von meiner Wohnung entfernt mitten in der Stadt Basel. Es ersteckt sich auf 3 Stockwerken und verfügt über ein grosses Schwimmbad und eine grossräumige Sauna-Landschaft.

Am Donnerstag, 10. Sept. 2020 hatte ich meine Einführung und das erste Training durch Fitness-Coach Melanie. Zusätzlich zu meinem Plan mit Radtraining hat sie mir Gleichgewichtsübungen, sowie Muskel-Training der Bein-, Rumpf- und Arm-Muskulatur verschrieben. 75 Minuten dauerte mein erstes Training. Anschliessend ging ich in die Sauna, um wieder einmal zu schwitzen.

Vor dem Hauptgebäude des Technikum Winterthur

9.9.2020: 50-Jahre Diplom-Abschluss Chemie

Vor 50 Jahren im 8. Mai 1970 habe ich am Technikum Winterthur mein Chemie-Diplom erhalten und bin seither nicht mehr im Labor gestanden. Mein Lebensweg führte mich in die elektronische Datenverarbeitung. Wegen Corona haben wir unseren 50-Jahres-Treff auf den 9.9.2020 verschoben. Ein grosser Teil der Ehemaligen traf sich in unserem alten „Walti-Hörsaal“, wo uns Prof. Amrein in das heutige Angebot der ZHAW (=Zürcher Hochschulen für angewandte Wissenschaften) einführte. Als Abschluss gingen wir zusammen im Hotel National essen. Es gab viel zu erzählen. Wir einigten uns, dass wir unseren Jahres-Ausflug jeweilen am 9. 9. des Jahres machen werden.

Ueberrascht hat mich die geistige und auch körperliche Fitness meine Kollegen. Es fanden sich keine Populisten darunter, sondern geistige offene Demokraten. Alle waren schlank und rank. Nie hätte man uns als Ü70 (über 70) geschätzt.

9. Sept. 2020: 50-jahre Diplom Tech Winterthur

8. Sept: Fotowalk durch den „Basler Zolli“

Gemeinsam mit Nina Osterwalder (https://www.ninaosterwalder.ch) begab ich mich auf eine Foto-Exkursion durch den Basler Zolli. Wir hatten Glück mit dem Wetter und den gutgelaunten Tieren, die uns beim Fotografieren tatkräftig unterstützten Die Ausbeute war bestens. Ich berichte detaillierter darüber in meinem „Sommer Tagebuch“ Tagebuch und in meiner „Foto Galerie Basel“

Klick aufs Foto, um auf „Foto Galerie Basel“ zu gelangen
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Die Probleme der Corona- und Klima-Leugner

Ich habe Mühe mit den Corona- und Klima-Leugnern. Es sind Schmarotzer, die entweder auf Kosten anderer leben oder den Covid19-Virus weitergeben. Es sind Dummköpfe, die meinen, es besser zu wissen als 99% der Menschheit. Woher nehmen sie ihr „Pseudo-Wissen“? Wahrscheinlich aus dem „Nicht-Wissen“, weil sie sich nicht informieren, keine Zeitungen lesen und sich auch nicht durch Fernsehen oder Radio eine Meinung bilden. Sie eignen sich kein breites Wissen an. Sie sind engstirnig. Ich bin überzeugt, die hören Ihrem jeweiligen Meister zu und glauben ihm. Bei den Religiösen nennt man derartige Mitläufer Sektierer.

Das schlimme bei den Corona-Leugnern ist, dass sie die unbestritten gefährliche Krankheit an Unbeteiligte weiter verteilen. Dies grenzt für mich an kriminelles Tun, nämlich Körper-Verletzung. Dass sie dabei aber auch erkranken, darunter schwer leiden und auch sterben können, stört mich weniger. Sie sind selber schuld.

Die Klima-Leugner sind Feiglinge. Sie machen es sich einfach. Sie werden die Klima-Veränderung nur am Rande erleben. Sie werden daran nicht sterben. Sie werden einzig an der übermässigen Hitze, Kälte oder Unwetter leiden, vielleicht auch kollabieren. Klima-Leugnende Bauern wird das Wasser für ihre eigenen Felder fehlen oder ihre Felder im Extremfall überschwemmen, oder die Hitze lässt ihre Pflanzen verdorren. Sie überlassen jedoch das Schlimmste ihren Kindern und Kindeskinder, die alles ausbaden müssen und vielleicht nichts mehr retten können.

Nur noch ein erschreckendes Beispiel zur Klima-Veränderung: Die Schweizer Gletscher sind in den letzten 5 Jahren um 10% abgeschmolzen. Manche wie der Morteratschgletscher haben sich um Hunderte Meter zurückgezogen.

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Sterbehilfe – Angst vor dem Tod? Ich bin froh in der Schweiz zu wohnen

Sterbehilfe-Organisation „exit“

Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber Respekt. In der Schweiz ist (fast) alles klar und in meinem Sinne geregelt. Mir geht es gut und falls er unverhofft eintreffen wollte, dann ist es eben geschehen. Falls ich unheilbar krank werden würde, dann wird mir die Sterbehilf-Organisation EXIT helfen, in Würde und ohne unermessliches Leiden Abschied zu nehmen. Dümmer wird es sein, wenn ich durch eine Hirnkrankheit nicht mehr zurechnungsfähig sein werde, um die Dosis und den Ablauf bei vollem Bewusstsein zu aktivieren.

Ich werde niemals andere darüber entscheiden lassen, wann und wie ich zu sterben habe. Jedenfalls bin ich dazu entschlossen und meine Hoffnung ist, dass ich am Tag X auch dazu in der Lage sein werde. Und weshalb? Weil mir auch in anderen Dingen meine Freiheit das Wichtigste ist. Weshalb sollte das in der wohl wichtigsten aller Lebens-Fragen anders sein?

Solche Gedanken mache ich mir selten. Ich lebe von einem Tag in den anderen. Sie überkommen mich aber, wenn ich vernehme, wie grässlich es Gleichgesinnten in Deutschland ergeht. Die haben Angst, nicht sterben zu dürfen!

Das Schicksal Gleichgesinnter in Deutschland ist grässlich

Es ist in der Tat empörend und eine Anmassung, dass dort die Politik, die Kirche und die Ärzte-Lobby entschieden haben, dass ein deutscher Bürger nicht mit professioneller Hilfe aus dem Leben scheiden darf. Er muss weitervegetieren. Dies ist eine einmalige Art von Freiheitsberaubung durch den deutschen Staat.

Das Recht auf Selbstmord hat faktisch ohnehin Jedermann. Es geht darum, sich dabei helfen zu lassen, ohne dass die Helfer eine Strafe riskieren.

Dabei sind sich über 70% der deutschen Bürger einig: Niemand solle sich gezwungen fühlen, sich vor einen Zug werfen zu müssen, um sterben zu können. Es soll die Entscheidung jedes einzelnen Bürgers sein, wann er es für richtig halte. Seine Frau und Kinder soll er auch nicht damit belasten müssen. Aber er soll auch von Niemandem daran gehindert werden (können), anständig und in Würde sterben zu dürfen.

Die meisten hätten übrigens bestimmt nichts dagegen, für einen garantierten und garantiert schmerzfreien Tod einen ordentlichen Preis zu bezahlen – was ist schon die Anschaffung eines Mittelklasseautos gegen ein würdevolles Ableben!

In der Schweiz ist Sterbehilfe erlaubt

Selbstbestimmt sterben darf man in der Schweiz schon lange, inzwischen auch in den Niederlanden und in Belgien. Diese Länder sind Demokratien. In ihnen herrscht ein gesellschaftlicher Konsens über diese Praxis. Und keines dieser Länder macht es sich leicht. In der grundkonservativen Schweiz gelten harte Regeln, ohne in Bürokratie auszuarten. Glücklicherweise haben wir die Demokratie und das Volk konnte selber über seinen Tod bestimmen

„Ich werde niemanden darüber entscheiden lassen, wann und wie ich zu sterben habe“

Ohnehin: Niemand kann mich daran hindern, mich vor einen Zug zu werfen (es ist nur asozial), mir einen Pistole zu kaufen und mich zu erschießen, oder mich mit einer Überdosis Heroin sozusagen golden aus dem Leben zu schießen. Ich kann mich auch erhängen oder mich in meinem Auto mit dessen Abgasen vergiften lassen. Vielleicht kann ich die finale Einschlafhilfe Natrium-Pentobarbital auch auf dem Schwarzmarkt oder im Dark Internet kaufen – ich weiß es nicht, noch habe ich es nicht recherchiert.

Ich finde es aber schon würdelos, dass sich jemand mit solchen Fragen überhaupt beschäftigen muss.

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26. Aug. 2020: Bye Bye Jürg Poschet

In meinem Live-Ticker vom August habe ich bereits über den Hinschied meines ehemaligen Chefs und Freund Jürg Poschet berichtet. Er hat dabei die Hilfe der Schweizerischen Sterbehilfs-Organisation Exit in Anspruch genommen. Ich konnte seinen Schritt verstehen, denn auch ich sehe in „Exit“ die letzte Hilfe, wenn mein Leben keinen Sinn mehr macht.

Jürg Poschet hat alles gut vorbereitet und nachfolgenden Brief an seine Familie und Freunde geschrieben. Ein beeindruckendes Zeitdokument:

20200826-POSCHET-jürgs-abschiedsbrief-august-2020

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Aug. 2020: Live-Ticker vom „Basler Max“

+++ Ausfahrt ins Badische +++ Wien: Konzertabsage +++ Bye Bye Jürg Poschet +++ Studie Makula-Degeneration +++Liebesbrief aus Oesterreich +++ Bettina +++ Kroatien Risikoland +++ Erstbesteigung Basler Münster +++ Thailand kollabiert +++ US-Mafia +++ Japan, eine Kriegsnation +++

28. Aug: Wien – Konzertabsage im Goldenen Saal

Corona regiert weiterhin in Europa und beeinflusst nun auch meine bevorstehende Wien-Reise. Vor etwa 1 Monat habe ich ein Ticket für ein Konzert des Mozart-Orchesters im „Musikverein Goldener Saal“ am 30. Sept. 2020 gebucht. Heute habe ich per Mail die Absage-Mitteilung mit dem Hinweis auf Rückzahlung des Ticket-Betrages erhalten. Bis Ende 2020 werden keine weiteren Konzerte stattfinden!

30. Sept. 2020: Wien Konzert Ticket Mozart Orchester Musikverein Goldener Saal

85 km Ausfahrt mit dem Rennrad

Per 2. September organisiere ich eine Ausfahrt für den CPC-Radrennclub. CPC steht für „Club de Pedaleurs du Charme“. Nun habe ich die Strecke ein letztes Mal mit André Gysin ausgetestet. Sie führt ins Badische bis nach Auggen. Es wurde zu einer herrlichen Ausfahrt über 85km mit einem Halt in der Eisdiele in Schliengen, wo ich mit einem „Spaghetti-Eis-Coup“ meine Zucker Reservoir wieder auffüllte.

27. Aug. 2020: Ausfahrt mit André Gysin ins Badische
1965-1967 Ciba: Dr. Hans Jürgen Poschet mein Chef beim Glasblasen

26. Aug: Bye Bye Jürg Poschet

Dank ihm habe ich von der Chemie zu meinem Traumberuf Informatik gewechselt. Er war mir während 58 Jahren ein liebenswerter Chef in der Ciba und später auch ein guter Freund. Wir haben uns immer wieder getroffen und über unsere gemeinsame Vergangenheit geplaudert. Seit ein paar Jahren litt Jürg unter Parkinson. Am Mittwoch, 26. August ist er nach seinem freien Willen gegangen.

Ich bin glücklich, denn ich konnte mich vor wenigen Wochen von ihm während eines gemütlichen Treffs mit seiner Familie verabschieden. Ich werde Jürg nie vergessen.

24. Aug: Start der Studie für ein neues Medikament gegen meine Makula-Degeneration

Die Augenärzte hegen grosse Hoffnungen in das neue Medikament „Beovu“. Es soll grosse Vorteile gegenüber den bisherigen Mitteln zur Bekämpfung der altersbedingten feuchten Makula-Degenarion haben. Ich wurde von der VISTA-Klinik als optimales Versuchs-Objekt für die klinische Studie ausgewählt, weil ich auf das bisherige Mittel „Eylea“ nicht zufriedenstellend ansprach.

Mit einer 3-stündigen umfassenden Untersuchung und der ersten Injektion begann heute Montag-Nachmittag 24. Aug. die Studie, die 48 Wochen dauern wird. Ich verspürte keine Nebenwirkungen und bin nun gespannt, wie die Substanz mir bekommt.

Liebesbrief aus Oesterreich: Eine Begehung !

Mitte August erreichte mich aus Oesterreich ein Liebesbrief der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land mit dem Titel „Begehung eines Verkehrsdeliktes in Österreich“ über Euro 50, weil ich vor Salzburg in der 100 km/h-Zone 12 km/h zu schnell fuhr. Ich war schockiert und kann mich nicht mehr erinnern, dass ich auf dieser Autobahnstrecke zu Fuss unterwegs gewesen sein soll, wie es der Titel des Briefes „Begehung ….“ sugeriert. Oesterreichische Sprache, schwere Sprache!

14. Aug. 2020: zu Besuch bei Bettina

Ich erinnere mich noch genau an diesen Teil der Autobahn unmittelbar nach der Landesgrenze Deutschland/Oesterreich, weil ich die dortigen Geschwindigkeit-Regelungen als sehr fragwürdig fand. Sie wechselte auf einer bestens ausgebauten Strecke von ungefähr 20 km laufend zwischen 100 und 80 km/h. Bereits auf der Fahrt habe ich vermutet, dass dieser Bereich als Sammelstelle für Geld-Bussen gebaut wurde. Ich betrachte diese Verkehrsbusse als Spende an den Staat Oesterreich.

14. Aug: Besuch bei Bettina

Bettina war eine ehemalige Mitarbeiterin in meiner Informatik-Abteilung von Novartis-Pharma. Sie war unser Sonnenschein. Vor ein paar Jahren, wenige Tage vor ihrem 50. Geburtstag, musste sie sich eine Gehirn-Operation unterziehen und ist seither auf den Rollstuhl angewiesen. Roland und ich besuchen Bettina 2 mal im Jahr in Ettenheim. Wir treffen uns mit ihrer Familie zum Mittagessen in einem Restaurant und begeben uns dann in ihr Haus, wo es die absolut ungesunden Torten aus einer einheimischen Konditorei zu geniessen gibt. Es ist immer eine schöner Nachmittag. Wir lachen viel, wenn wir die Geschichten aus unserer gemeinsamen Zeit austauschen.

13. Aug.: Kroatien: Corona Risikoland

Kroatien brillierte monatelang mit wenigen Corona-Infizierten. Mich wunderten diese Zahlen immer. Nun wurde es klar. In Kroatien war und ist es schwierig, sich auf Corona testen zu lassen. Und ohne Testen findet man keine Infizierte. In Istrien z.B. gibt es nur eine Teststelle und zwar in Pula (Im Süden Istriens). Wer nimmt sich diese Tortur auf sich, wenn er erkrankt zu Hause im Bett liegt? Er erholt sich oder stirbt zu Hause, taucht aber in keiner Statistik auf!

Seit 13. August ist Kroatien für Oesterreich, Italien und auch Deutschland ein Corona-Risikoland. Quarantäne droht!

7. Aug.: Foto-Walk und Erstbesteigung des Basler Münster

Den Fotowalk „Basler Münster“ haben Peter und ich kurzfristig auf den Vormittag verschoben, weil auf den Nachmittag hohe Temperaturen angekündigt waren. Im Münster und im Kreuzgang war es kühl. Der Aufstieg über die 220-Stufen der endlos langen Wendeltreppe zum nördlichen 67m hohen Georgsturm war für mich schon etwas härter. Es war formell eine Erstbesteigung. Auf den beiden engen Terrassen rund um den Georgsturm musste ich gegen meine Höhenangst kämpfen. Aber der Ausblick war einmalig.

Ich berichte in einem eigenen bebilderten Bericht über das Basler-Münster, meine Erstbesteigung und den einmaligen Rundblick über Basel.

Thailand kollabiert

Seit 5 Monaten sind die Grenzen zu Thailand geschlossen und haben Mio Thailänder kein Gehalt und keine Einnahmen. Der ganze Tourismus-Sektor liegt am Boden. Die Hotels, Shopping-Centers, Shops und auch Tour-Operators können die Zinsen nicht mehr bezahlen. Die Mitarbeiter/innen sind arbeitslos und bekommen seit Monaten kein Gehalt. Davon betroffen sind aber auch die unzähligen Strassenküchen, weil den Thais das Geld fehlt, um Essen zu kaufen. Dies gilt nicht nur in Hua Hin, dies gilt auch in Bangkok, ChiangMai, Phuket etc. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis das Volk explodiert.

USA, schlimmer als die Mafia

Man muss sich einmal vorstellen, Trump unterstellt dem Schweizer Nestle-Konzern, mit dem Wasser die Amerikaner zu vergiften. Seine Behauptung begründet er nicht, aber er will, dass diese Firma von der amerikanischen Kraft-Heinz-Company übernommen werden soll, oder Nestle dürfe in den Staaten nichts mehr verkaufen.

Diese Erpressung geschieht zur Zeit mit TikTok, einer chinesischen Unterhaltungs-App für kurze Spass-Videos, die in den USA sehr beliebt ist. Microsoft soll TikTok übernehmen … zu einem „Freundschaftspreis“ selbstverständlich!…. oder ihr Dienst werde Ende Sept. geschlossen.

Ein anderes Beispiel für die kriminellen Mafia-Methoden der USA sind die Erpressungen und Drohungen wegen der Gaspipeline Nord Stream 2, die Europa durch zusätzliches Gas von Russland versorgt. Die USA wollen aber ihr teures Frack-Gas den Europäern verkaufen! Mittlerweilen drohen die Amerikaner mit Vernichtung der beteiligten Firmen und Häfen! Dies ist ganz klar Handels-Krieg!

Wir sollten uns hüten vor Produkten und Bausätzen aus den USA. Sie sind nicht sicher vor Betrug! Die europäischen Waffenfabrikanten haben bereits beschlossen, aus Sicherheitsgründen auf Teile aus den USA zu verzichten. Die USA sind kriminell und werden von einem kriminellen Mafia-Paten regiert.

Vor 75 Jahren Hiroshima

Eine schreckliches Datum und Erinnerung. Am 6. August vor 75 Jahren ist über Hiroshima die erste Atombombe explodiert und hat 140’000 Einwohner getötet. Zwei Tage später haben die Amerikaner über Nagasaki eine zweite Atombombe abgeworfen. Am 2. September 1945 haben die Japaner kapituliert, nachdem sie unendliches Leid und Terror verbreitet haben.

Japan und die ganze Welt gedenkt den Toten durch die beiden Atombomben-Abwürfen. Kein Mensch aber verurteilt den Kriegs-Verursacher Japan. Japan versteckt sich und macht sich zum Opfer. Unter Führung des Kaiser Hirohitos hat Japan ein tödliches Massaker mit Millionen von Toten über ganz Asien gezogen. Japan stand Hitler in nichts nach. Im Gegensatz zu den Deutschen Kriegsverbrechern wurden der japanische Kaiser und seine Militärs nie zur Rechenschaft gezogen.

Eine Aufarbeitung der japanischen Kriegsverbrechen und der Rolle Hirohitos fand in Japan kaum statt. Kaiser Hirohito und Japan haben sich bis heute nicht zu ihren Kriegsverbrechen bekannt und sich dafür entschuldigt. Kopfschütteln! Japan, bleibt eine Kriegsnation

Es würde Japan gut anstehen, wenn sie sich ihrer Verantwortung stellen würde.

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Verschwörungs-Theoretiker

Mir liegt dieses Thema am Herzen, weil am 1. August etwa 20’000 Deutsche Corona-Leugner und Verschwörung-Theoretiker in Berlin gegen die Corona-Massnahmen protestierten und dabei keine der empfohlenen Vorsichtsmassnahmen wie Mindestabstand, Gesichtsmaske einhielten. Wie blöd und dumm muss man sein, um sich und andere in neue Gefahren zu bringen. Nicht nur körperlich, sondern auch finanziell. Dies war einfach verantwortungslos und idiotisch.

Wie mit Menschen umgehen, die die Realität ausblenden?

Verschwörungstheorien sind abstrus: Sie vermischen Fakten mit erfundenen Behauptungen und bauen auf stereotypen Feindbildern auf. Dabei richtet sich ein übersteigertes, irrationales Misstrauen gegen eine bestimmte Gruppe, meist Behörden oder Wissenschafter.

So hat mir vor einiger Zeit ein Klima-Leugner vollen Ernstes behauptet, dass die Klima-Diskussion von den 1’000en Wissenschaftern nur deswegen unterstützt wird, weil sie dadurch Geld für ihre Forschungs-Arbeit bekämen.

Solchen abstrusen Argumentationen kann man nichts entgegensetzen, auch nicht meine Wahrnehmung, als ich nach 15 Jahren wieder einmal am Aletschgletscher war, resp. am kümmerlichen Rest eines der grössten europäischen Gletscher in den Schweizer Alpen. Er sah jämmerlich aus und dies nach wenigen Jahren.

Ich frage mich, woran diese Klima- und auch Corona-Leugner leiden? In jedem Fall sind es Leute, die sich wenig oder nur einseitig informieren. Mit dem „Leugnen“ schützen sie sich vor einer unterschwelligen Angst, einer Art Verfolgungswahn. Zudem habe ich festgestellt, dass solche Leugner schwierige Leute sind, weil sie auch in anderen Dingen nur ihre eigene Meinung gelten lassen. Sie sind nicht lern- und anpassungsfähig. Sie sind stur.

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Juli 2020: Live Ticker vom „Basler Max“

+++ Makula und Thailand +++ Swiss, unseriös +++ F1 und RTL, eine Desaster +++ Wien, Euskirchen, Luxemburg +++ Corona-Impfstoff? +++ die Hua Hin Roadies in CH +++ Corona im Balkan und Thailand +++

Makula und Thailand; Winter 2020/21 in der Schweiz

In den letzten Tagen habe ich mich über die Militärregierung in Thailand geärgert, weil sie ihr Land gegen aussen abschottet und keine Fremden einreisen lässt. Davon bin ich direkt betroffen. Ohne Quarantäne in einem Gefängnis-ähnlichen Hotel werde ich diesen Winter nicht einreisen können. Es scheint, dass die Regierung diese Abschottung noch mehrere Monate durchziehen wird, auch wenn sie dadurch ihre ganze Tourismus-Industrie mit mindestens 10-15 Mio Beschäftigten an die Wand fahren.

Im Prinzip muss ich das Militär verstehen, denn zur Zeit passiert in Spanien genau das, was niemand will, eine zweite Pandemie-Welle durch ausländische Feriengäste.

8. Jan.. 2020 Phetchaburi Khao Luang Höhle

Heute am 30. Juli war ich wiederum in der VISTA-Augenklinik, um die monatlich Eylea-Augenspritze gegen meine feuchte Makula-Erlrankung zu empfangen. Dabei hat mir meine Augenärztin angeboten, mich an einer 1 Jahr dauernden klinischen Studie mit dem neuen Beovu- Medikament von Novartis teilnehmen zu lassen. Diese Substanz soll grosse Vorteile bei Patienten haben, die auf Eylea nicht allzu gut ansprechen. Ich habe eingewilligt, da meine Gesundheit Priorität hat und mein diesjähriger Thailand-Aufenthalt aktuell sehr fraglich ist. Damit ist klar: diesen Winter 2020/21 werde ich in der Schweiz verbringen

Swiss, wurde durch Corona unseriös !

Swiss

Es ist eine Zumutung und einer Schweizer-Vorzeigefirma unwürdig. Die Fluggesellschaft „Swiss“ verschiebt die Rückerstattung der Flugtickets der von ihr abgesagten Flüge um Monate. Der Help-Desk ist nicht erreichbar, vermutlich unbesetzt! Die „Swiss“ mauert! Einen Kleinbetrieb würde man kriminell nennen. Seit Monaten warten Kunden der Swiss auf das Ihnen zustehende Geld! „Swiss“ ist Tochter der „Lufthansa“, die diesselben unseriösen Praktiken ausübt. Man sollte sich zukünftig genau überlegen, ob es nicht ein zu grosses Risiko ist, bei der „Swiss“ und „Lufthansa“ zu buchen! Ich bin offen auch für andere Gesellschaften. Swiss hat nicht mehr die Gene der ehemaligen „Swissair“!

F1-Uebertragungen im RTL, eine Katastrophe

Es wird nicht besser. Auch während der Corona-Zeit übeträgt RTL primär Werbung und dazwischen etwas Formel-1-Rennsport. Eine echte Katastrophe und Zumutung. Wir sollten froh sein über unsere öffentlich-rechtlichen Sender SRF und ORF, die keine Werbung während den F1-Uebertragungen zulassen. Tragt Sorge zu diesem „Luxus“

Weitere Reisen: Wien, Düsseldorf, Luxemburg

Dank der Cotona-Pandemie habe ich viel Zeit, in Europa herumzureisen. In den vergangenen Tagen habe ich mehrere Reisen gebucht resp. eingeplant:

  • Mitte August besuche ich ein paar Tage Lena und Christian in Kall im Kreis Euskirchen. Wie ich bisher vernommen habe, organisiert Lena ein paar Mädels für eine Party in „weiss“ (In Erinnerung an eine Party am Strand von Solaris)
  • Auf dem Heimweg wollte ich über Luxemburg zu meinem Thailand-Freund Jeannot in Ettelbruck, um ein paar Tage mit dem Rennrad Luxemburg kennen zu lernen. Damit wird aber nichts, seit Corona Luxemburg zum zweiten Mal heimgesucht hat.
  • Zwischen 28. Sept. und 5. Oktober werde ich nach Wien fliegen und diese Kunst-Weltstadt erkunden. Unterstützt werde ich an Ort und Stelle von Peter, Liza, Philip, Evelyne und noch weiteren.

Corona-Impfung?

Nach neuesten Erkenntnissen dürfte es schwer werden, einen wirksamen Corona-Impfstoff zu finden. Es gibt viele Hinweise, dass die nach einer Krankheit gebildeten Anti-Körper nicht allzu lange halten. Dies ist ein grosses Problem, denn die Impfstoffe basieren auf den durch Impfung gebildeten Antikörper. Die bedeutet als Konsequenz, dass wir möglicherweise noch Jahrelang mit dem Corona-Virus leben müssen.

Den Kopf sollten wir uns deswegen nicht hängen lassen, denn es gibt unzählige schwere Krankheiten, für die es keine Impfung gibt: Ebola, Dengue-Fieber, Hepatitis, Malaria, Tuberkulose etc Für all diese bleibt nur die Prophylaxe übrig.

30. Juni 2020: Ausfahrt der Hua Hin Roadies im Raume Baden

30. Juni: Ausfahrt der „Hua Hin Roadies“ in der Schweiz

17 Hua Hin Roadies aus der ganzen Schweiz trafen sich am 30. Juni in Baden zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Der Sergio und Sämi kamen aus dem Tessin, ich und Francois aus Basel, der Marco aus Chur und weitere aus der Ostschweiz. Wir kennen uns alle aus Thailand, wo wir uns in den europäischen Winter-Monaten treffen und die Strassen unsicher machen. Die heutige Ausfahrt über 82 km führte uns via Glatt ins deutsche Waldshut und wieder zürick nach Baden zum verdienten Bier.

30. Juni 2020: Abschlussbier in Baden

3. Juli: Der Corona-Virus explodiert im Balkan. Kroatien um 232%

Gegen Ende Juli wäre ich zu 2 Hochzeiten im Kosovo eingeladen gewesen und plante 10 Tage Ferienaufenthalt. Nun hat der Corona-Virus im Balkan von Mazedonien, Serbien, Kosovo bis Kroatien (Anstieg 232%) und Slowenien massiv zugeschlagen. Die Anzahl der Infizierten ist explodiert. Der Kosovo ist für die Schweiz ein Hoch-Risikoland. Ich müsste nach meiner Rückkehr in die Schweiz 2 Wochen in Quarantäne gehen! Nun haben ich und auch Daniela/Eshref sowie ihr Schwager Neat den Flug in den Kosovo abgesagt.

Um Panik zu vermeiden: Die meisten Infizierten in Kroatien werden aus Zagreb und Slawonien gemeldet. Die Adria-Küste soll immer noch sicher sein!

Die Thais (ver-)hungern!

Offiziell hatte Thailand nur etwa 60 Corona-Tote zu beklagen. Ich habe dieser Zahl nie geglaubt., denn ohne Test-Möglichkeiten sterben die Infizierten anonym, als hätten sie irgendeine Krankheit gehabt.

Dass diese Zahlen nicht stimmen können, kann man an den massiven und ausserordentlichen Massnahmen der Militär-Regierung erkennen. Die Grenzen nach Thailand sind seit Monaten geschlossen. Niemand wird ins Land gelassen. Monatelang waren die Geschäfte und Massage-Shops, Bars geschlossen, war Alkohol untersagt etc. Noch heute sind die Hotels, die Rotlicht- und Unterhaltungsviertel leer, keine Massage, kein Shopping. Die Leidtragenden ist der grösste Teil der Bevölkerung. Von einem Tag auf den anderen hatten sie keine Arbeit und auch keinen Lohn. In Thailand gibt es keine Arbeitslosenversicherung oder andere Sozialeistungen. Die Thais leiden Hunger! Es sind nicht nur einzelne. Es ist die Mehrheit der Bevölkerung. Ein Ende der Einreise-Restriktion ist noch nicht abzusehen! Ein Drama, das sich breit in der Bevölkerung durchschlägt. Vorallem die Städter sind betroffen. Sie haben kein Land, um das Notwendigste anzupflanzen! Sie müssen versuchen zu überleben.

Ich habe mehrere Bekannte in Hua Hin. Sie baten mich um Hilfe, was ein stolzer Thai nur im Notfall machen würde. „Ich habe nur noch Geld vor wenige Tage!“ Ich habe ihnen Geld geschickt, um das Schlimmste zu verhüten.

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Fährt Thailand seinen Tourismus an die Wand?

Seit Ende März 2020 kämpft Thailand mit einem harten Lockdown, Alkohol- und Reiseverbot (auch innerhalb Thailands) gegen die Corona-Pandemie.

Die Coronakrise hinterlässt in Thailand tiefe Spuren, wenn auch nicht unbedingt im Gesundheitsbereich. So liegen die Zahlen der Infizierten mit etwas mehr als 3’300 und 58 Toten relativ niedrig – bei einer Bevölkerung von rund 70 Millionen Menschen. Doch die staatlich verordnete Grenzschliessung und die verlangsamte Weltwirtschaft treffen Thailands Wirtschaft empfindlich.

Die ganze Tourismus-Industrie liegt im Koma. Es fehlen die zahlenden Gäste. Etwa 20% trägt der Reise- und Tourismus-Bereich an Thailand BIP bei. Mindestens 10 Mio. Beschäftigte aus Hotels, Taxis, Reiseführer und Tour-Organisatoren, Shops für Gäste (Schneider, Kleider), Restaurants und Bars, Massagen, Sex-Gewerbe, sowie Spital-Angestellte sind ohne Arbeit. Unzählige Hotels, Spitäler, Transport-Unternehmen (auch die Thai-Airways) können ihre Bank-Schulden und -Zinsen nicht mehr begleichen. Sie gehen Konkurs und müssen schliessen. In Thailand gibt es keine Sozialleistungen. Ein grosser Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung in den Städten steht seit Monaten ohne Einkommen da. Bei ihnen geht es ums Ueberleben.

Dies scheint die Militärregierung wenig zu kümmern, obwohl dieses Mal nicht die Bauern, sondern der Mittelstand und die einfachen Leute betroffen sind. Es wird Monate/Jahre dauern, bis sich die Tourismus-Industrie von diesem Desaster erholen wird.

Meine grösste Befürchtung ist aber der zu erwartende Anstieg der Kriminalität und Unzufriedenheit der Bevölkerung. Was macht jemand, der kein Geld hat und vor dem Verhungern steht? Er muss um sein Leben kämpfen, Geld eintreiben und sich lautstark bemerkbar machen. Ich hoffe, dass ein erneuter Aufstand Thailand erspart bleibt.

Mein persönlicher Entscheid

Durch meinen Entscheid, zu Gunsten einer 1-jährigen klinischen Studie für ein Medikament gegen meine Augen-Krankheit Makula-Degeneration, habe ich mich gegen Thailand entschieden. Ich werde diesen Winter in jedem Fall in der Schweiz verbringen. Meine Gesundheit geht vor.

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Etwas Nachdenkliches: Der Tod – ein Drama für die Hinterbliebenen

Der eigene Tod ist Gott gegeben. Jeden von uns erwischt es. Er kommt meist unerwartet und unangemeldet. Ein Drama wird er aber für die Hinterbliebenen.

Ein Trottel oder Egoist wird abhauen, ohne sich um all dies zu kümmern. Dies ist aber unhöflich oder sogar bösartig. In der heutigen Zeit mit den elektronischen Abläufen ist es für die Nachkommen schwierig ja fast unmöglich, den Nachlass in geordnetem Rahmen durchzuführen.

Wer hat bei Euch die Uebersicht über die Verträge? War macht die Zahlungen? Wo sind die Bank- und Kredit-Karten? Hast Du eine Vollmacht über Deine/Euere Bank-Kontos? Kennst Du die Internet-Passworte Deines Partners? Verfügst Du über einen Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Willensvollstreckung?

Sterben ist Charaktersache

Eine Anleitung für Lebende

Nur keine Panik! Ich habe keine Pläne für dieses Ereignis, aber ich weiss, dass mein Ende absehbar sein wird. In den nächsten 10-15 Jahren wird es eintreffen. Dies ist eine kurze Zeit und muss ausgenützt werden. Für diesen Anlass gibt es einiges zu erledigen und zu planen, obwohl ich kein Fest will!

Die notwendigen Unterlagen und Dokumente schreibt man nicht in wenigen Stunden. Es ist eine Arbeit von Tagen/Wochen. Ich habe bereits vor ein paar Jahren damit angefangen. Mittlerweilen ist mein Ablebe-Dossier etwa 25 Seiten dick. Ich habe die Wochen der Corona-Pandemie benutzt, um meine Unterlagen wieder à-jour zu bringen und mit meiner Vorsorge-Beauftragten abzustimmen.

Mein Ablebe-Dossier hat folgenden Inhalt

  • Patientenverfügung: Mein rechtsverbindlicher Wille im Hinblick auf Leben, Leiden, Sterben und Tod
  • Testament (handschriftlich und Abschrift)
  • Vorsorgeauftrag und Beauftragte des Vorsorgeauftrages (Handschriftlich und Abschrift): In diesen beiden Dokumenten lege ich fest, wer als meine Vorsorgebeauftragten für mich sorgen und entscheiden sollen, und welche Rechte und Pflichten sie haben, wenn ich selber dies nicht mehr tun kann.
  • Meine Todesfall-Verfügung: Darin informiere ich über meine Versicherungen, Verträge, Dokumente, Passworte, Internet-Dienste und regle alle notwendigen Massnahmen nach meinem Tod. Es ist mittlerweilen 13 Seiten gross
  • Mein Organspende-Datenblatt: Meine Daten zum nationalen Organspende-Register
  • Anhänge wie Todes-Anzeige, Lebenslauf, Schenkungs-Urkunden, Exit-Ausweis (Sterbehilfe-Organisation), Adressen meiner Freunde, Passworte, Bedienungsanleitungen für eBanking etc:

Meine Hilfen für meine Nachkommen

Es gibt noch einiges zu tun. Glücklicherweise ist es einfacher, die notwendigen Unterlagen mit dem PC zu schreiben und anzupassen, als früher mit der Schreibmaschine oder sogar von Hand.

  • Es gibt noch einige Kapitel in meiner Auto-Biographie, die ich verfassen muss
  • Ich muss alle Unterlagen zu Handen der Behörden und Nachkommen (Patientenverfügung, Testament, Vorsorgeauftrag, Todesfall-Verfügung) regelmässig aktualisieren.
  • Das Hauptproblem für meine Vorsorgebeauftragte, meine jüngere Tochter Daniela, wird sein, weil ich fast alles in digitaler Form über Internet erledige: Bank-Verkehr in Schweiz und Thailand, Finanz-Verwaltung, Digitale Post etc
  • Grosse Probleme sind: Die Daueraufträge für Bezahlungen von Mietzins in Binningen und Thailand, Versicherungen, Krankenkasse, Auto-Verkehrssteuer etc. Diese müssen alle gekündigt werden.
  • Kleinere Probleme sind die Information meiner Freunde über meinen Hinschied: Ich habe zu diesem Zweck in Facebook, WhatsApp, meine beiden Europa- und Thailand-Tagebücher eine Vorlage vorbereitet.
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Was hat die Corona-Krise mit mir gemacht?

Auch an mir gingen die vergangenen Monate der Corona-Pandemie nicht problemlos vorbei. Der Covid-19-Virus und seine direkten gesundheitlichen Folgen interessierten mich und beeinflussten meinen Lebensstil. Ich hatte jedoch keine Angst, aber Respekt!

Wenige Tage nach meiner Rückkehr aus Thailand, um den 16. März 2020, fand in der Schweiz das Lockdown statt. Zur selben Zeit hatte ich meine übliche kleine Erkältung mit Husten, laufender Nase und Unwohlsein. Obwohl eine laufende Nase eher gegen eine Corona-Erkrankung spricht, bin ich mir im Moment nicht sicher, ob ich damals nicht an Corona erkrankt war. Denn auch noch heute sind meine Geschmackssinne reduziert. Ich rieche nicht, ob ich stinke! Auch wenn ich mehrere Tage nicht dusche und mein Unter-Leibchen nicht wechsle. Vielleicht habe ich mich an den „Moschus-Duft“ gewöhnt? Ich werde irgendwann einen Anti-Körper-Test machen müssen.

Ich bin alt und gehöre zur Risiko-Gruppe

Ja, das stimmt. Wir Älteren haben normalerweise weniger Widerstandskräfte und leiden unter Nebenerkrankungen. Manche sterben auch ohne Corona-Virus. Mich stört es jedoch die Verallgemeinerung gewaltig …

  • … wenn ich wiederholt hören und lesen muss, dass ich zur Risiko-Gruppe gehöre und besonders aufpassen soll. Heute weiss man doch, dass nicht das Alter alleine zu dieser Klassifikation gehört, sondern der körperliche Zustand. Ich spreche mir gut zu, dass ich recht fit bin und keine Nebenerkrankungen aufweise.
  • … dass im Tram und in der MIGROS regelmässig die Durchsage kam: Menschen über 65 sollten zu Hause bleiben und sich das Essen nach Hause bringen lassen
  • … dass ich in den Zeitungen denselben Ratschlag lesen muss: „die Älteren sollten zu Hause bleiben

Ich habe in dieser Zeit meine Kontakte zu Freunden und auch zur eigenen Familie auf Null zurück gefahren. Erst nach 2 Monaten ging ich am 13. Mai erstmals auswärts Essen.

Nebenerscheinungen und Erschwerungen

Als Konsequenz zu den Corona-Einschränkungen kann meine Putzfrau Frau Schurer nicht zu mir kommen. Die Grenze zu Frankreich und damit ins Elsass ist geschlossen. Ich muss mit Hilfe meines Staubsauger-Roboters und viel Handarbeit selber putzen. Anfang Mai habe ich eigenhändig die schmutzigen Fenster im Wohnzimmer auf Vordermann gebracht.

In den letzten Jahren habe ich meinen Notvorrat sukzessive abgebaut. Unmittelbar nach meiner Rückkehr aus Thailand musste ich ihn wieder aufbauen. Anfänglich bin ich erschrocken, weil ich in den Geschäften vor leeren Tablaren stand. Nudeln, Mehl, Zucker, Ravioli und andere Büchsen waren ausverkauft.

Meine Einkäufe habe ich auf den frühen Morgen um etwas nach 8 Uhr verschoben. Ich treffe dann auf weniger Leute und nehme den Jüngeren keinen Platz weg

Ich habe keinen Stress und geniesse jeden Tag aufs Neue

Ich kann mit der Corona-Pandemie bestens leben Ich geniesse die freie Zeit. Ich habe Zeit für meine Hobbies und das „nichts tun“, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben muss.

Da ich nicht nur kurze Zeit in Binningen weile, sondern sogar 6-7 Monate, habe ich mir Orchideen als Zimmerschmuck gekauft. Ich freue mich jeden Tag über diese wunderschönen Blumen. Sie erinnern mich an Thailand.

Ich brauche wenig Geld. Ich kann kein Geld ausgeben. Einzig über AliExpress kann ich meiner Kaufsucht nachgehen.

Ich habe Zeit, mich meinen Fotoprojekten zu widmen. Ich stellte neue Foto-Galerien zusammen: Wachau, Basler Münster, Menschen, Street-Art etc. und entdeckte, dass ich viele Trouvaillen in meinen ersten Fotos aus den Jahren 2004ff habe. (siehe dazu: „Foto Galerie Wachau)

Mir geht es als Rentner blendend. Ich muss keine Existenz-Angst haben. Ganz im Gegensatz zu anderen:

  • Dies ist anders beim Kitipon, der ein Spitzen-Thai-Restaurant mit 13 Gault Millau Punkten in Binningen führt. Seit dem Lockdown ist sein Geschäft geschlossen. Er versucht sich mit Take Away über Wasser zu halten. Wöchentlich auf den Freitag habe ich mir ein Festessen mit Vorspeise geleistet. Zusätzlich habe ich einen Gutschein über Fr. 200.– gekauft, den ich aber erst im nächsten Jahr einlösen werde. Mir liegt viel daran, dass sein Restaurant überleben kann.
  • Ganz im Gegensatz auch zu Klara in Istrien. Sie ist auf die Einnahmen aus dem Aufbau und Abbau von Vorzelten und Wohnwagen in Istrien angewiesen. Sie lebt davon das ganze Jahr. Dieses Jahr wird für sie bitter werden, denn die Grenzen sind bis Mitte Juni geschlossen. Viele Camper bleiben zu Hause. Auch ich. Ich habe ihr dennoch die 100 Euro zugeschickt, auch wenn ich dieses Jahr dem Camping fernbleiben werde.
  • Auch in Thailand hat die Regierung alle Geschäfte, Restaurants, Bars, Salons, Strassenküchen etc geschlossen. In Thailand gibt es keine Kurzarbeits-Entschädigung oder Arbeitslosen-Versicherung. Die Verkäuferinnen, Taxi-Chauffeure, Massage-Girls, Bar-Mädchen haben von einem Tag zum anderen keine Einnahmen mehr. Kein Geld zum Leben. Der Staat hat zwar den Thais mit Arbeitsverträgen eine monatliche Entschädigung von 5’000 THB, entsprechend etwa Fr. 150.–, versprochen, aber niemand weiss, woher und wann das Geld kommen soll. Ich habe ein paar Bekannte in Thailand mit je 10’000 THB unterstützt. Diese Tat tut mir gut.

Ich ging öfters Velofahren und entdeckte das Baselbiet. Ich muss gestehen, Asche auf mein Haupt, ich war zum ersten Mal seit über 50 Jahren in vielen Baselbieter Dörfer wie Seewen etc

24. April 2020: Nach 72km Velo Tour, 720 m Höhendifferenz

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Mai 2020: Live-Ticker vom „Basler Max“

+++ Camping? Ja oder Nein? +++ Häusliche Gewalt +++ Peinliche TV-Sendungen +++ Angst vor 2. Corona-Welle +++ Unterhaltung im Koma +++ Makula auch im zweiten Auge +++ „Staatsstreich“ in Deutschland +++ Stop Corona-App wegen Datenschutz +++ Hilfe für korrupte Auto-Industrie +++ Wachablösung +++ Pat geht es schlecht +++

Camping Istrien Solaris – Ja oder Nein?

Nein, ist mein klarer Entscheid. Dieses Jahr wird es nichts mit Camping auf Solaris. Es gibt da verschiedene Gründe.

  • Der wichtigste ist bestimmt der, dass ich nicht über Italien, sondern über Oesterreich einer grösseren Distanz mit zusätzlichen Nadelöhren fahren müsste. Die italienische Grenze ist noch längere Zeit geschlossen.
  • Der 2. Grund, dass sich mir als Schweizer die österreichischen Grenzen erst Mitte Juni öffnen wird.
  • Der 3. Grund ist die mangelhafte medizinische Versorgung in Istrien im Falle einer Corona-Infektion.
  • und der 4. Grund: Ich will die Sicherheitsmassnahmen gegen Corona-Infektionen der Kroaten und der Campingplatz-Verwaltung Valamar verfolgen. Ich traue dem nicht so ganz und auch nicht den Camping-Gästen. Eine Quarantäne in Istrien wäre eine Katastrophe.

Aergernis „Gewalt in der Ehe“

Ich schreibe dies aus Erlebnissen in den letzten 2 Wochen: Es gab praktisch keine Frau, die mir nicht von der zunehmenden Gewalt in der Zeit Corona-Zeit berichtete. Wenn ich zurückfrage: Kennst Du denn jemanden? Müssen allesamt knirschend gestehen, dass sie dies nur aus der Presse entnommen oder von einer guten Freundin erfahren haben.

Dieses schiefe Bild von uns Männern wird zunehmend in Presse und Fernsehen verbreitet. Ich fühle mich durch diese verallgemeinernden und oberflächlichen Kampagnen als Mann ungerecht angegriffen. Es gibt bestimmt diese Fälle. Es gibt auch Mörder und dennoch ist nicht jeder Mann ein Mörder. Ich kenne keine solchen Gewalts-Fälle in meinem Bekannten-Kreis.

Ich selber habe aber bereits 2x das Gegenteil erlebt. Mir wurde häusliche Gewalt angetan. Zwei Frauen die mich mit Worten, Gesten und Schlägen mit ihren Finger-Nägeln zur Verzweiflung brachten? Einmal bis fast zum Selbstmord. Wir Männer haben gegen derartige weibliche Angriffe keine Chancen. Wir können nur flüchten, denn sobald wir uns wehren, gehören wir zu den gewalttätigen Männer.

Ein Freund von mir ist zur Zeit genau in dieser Situation. Ihm bleibt nur die Flucht, bis die Scheidung durch ist.

Man muss wissen: Auch mit Worte kann man verletzen oder sogar töten, aber davon spricht niemand. Oder habt ihr schon mal in Presse und TV etwas von Gewalt durch Frauen mitbekommen?

22. Mai: Peinliches TV bei RTL und SRF

Es war wirklich peinlich, was RTL in seiner mehrstündigen Final-Abendsendung „Let’s Dance“ bot: Die 3 Finalisten waren zwar einsame Spitze und sehenswert, aber die eingeladenen Promi-Paare waren nicht einmal Lückenfüller, sie waren an Peinlichkeit nicht zu übertreffen. Sie hüpften und stolperten hilflos auf dem Parkett umher, und versuchten nicht zu stürzen Ich habe den Sender nach diesem „Mist“ verlassen.

In der SRF-Diskussionssendung „Arena“ des Schweizer Fernsehens vom selben Abend ging es mir nicht viel besser. Ich liebte zwar diese Sendung, aber seit einiger Zeit fallen die SVP-Teilnehmer durch ihre destruktiven Voten auf. Ich mag aufbauende Kritik, aber auf unsachliche Wirtshaus-Argumentationen, die Angst, Hysterie und Depressionen verbreiten, kann ich verzichten. In den Augen der SVP gehören alle Andersdenkenden zu ihren Feinden und diese wollen sie zerstören, auch wenn es nur mit armseligen Worten geht. Diesmal war Alfred Heer ihr SVP-Vertreter und bereits in seinen ersten Worten versuchte er die Entscheide des Bundesrates schlecht hinzustellen. „Das Lockdown war gut, aber dann hätte er alles besser gemacht!“ Er hat dabei vergessen, dass 2 Vertreter seiner Partei im Bundesrat mitentschieden haben! Die SVP politisiert mit der Vergangenheit! Brauchbare Vorschläge für die Zukunft und Weiterentwicklung der Schweiz sind selten.

Angst vor einer 2. Welle

Wenn ich die Bilder von den Demonstrationen und Parties auf den Ausgangsmeilen in Deutschland und in der Schweiz vom gestrigen Samstag, 16. Mai vor Augen führe, dann befürchte ich das Schlimmste. Eine Zweite Corona Welle wird unausweichlich sein. Die Infektionszahlen werden wieder massiv ansteigen. Wollen dies die Corona-Zweifler und Impfgegner? Ich glaube, die denken gar nicht so weit. Anders scheint mir dies bei den Verschwörung-Theoretikern und ganz besonders bei den links-/rechts-Extremisten zu sein?

Ich habe in meinem Bekannten-Kreis einige dieser Verrückten. Ich verstehe sie nicht. Wie kann man nur solch dummes Zeugs glauben? Der gesunde Menschenverstand sollte doch genügen? Aber irgendetwas in ihrem Gehirn tickt falsch. Manche sind aber auch Klimagegner, Aussteiger, Alternative. Leute, die sich in einer Gemeinschaft nicht anpassen können und wollen. Also Protestler aus Prinzip?

Unterhaltungs-TV im Koma

Wer derzeit im Fernsehen Shows und Sport Ablenkung von der Corona-Depression sucht, dem offenbaren sich zwei Dinge: Déjà-vus und Irritationen. Am TV wird auf Teufel komm raus wiederholt. Und ich frage mich, wie Fernsehen früher aussah, als noch leidenschaftlich geküsst wurde, man sich per Handschlag begrüsste und die Zuschauer mit Standing Ovation jubelten. Alles ohne Abstand und Mundschutz. Unterhaltung? Das war einmal.

Heute spulen in diesen Tagen die Fernseh-Anstalten ihren ganzen Vorrat an alten Sendungen ab. Die Mottenkiste wird geplündet, bis zum geht nicht mehr. Der Eurovision Song Contest gestern Samstag-Abend? Bloss Gesangsgamellen aus den vergangen 50 Jahren!

Schlimmer ist nur noch die im Corona-Zeitalter realisierte Kinder-Geburtstags-Sendung „Denn sie wissen nicht, was passiert“ mit den Oldies Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Barbara Schönenberger. Blöder und einfältiger geht es nicht. Oder bin ich bereits zu alt?

Ich schaue mir nur noch N-TV, N24 und Phoenix mit ihren Dokus und Diskussionen an …. und habe die Mediatheken sowie neu YouTube entdeckt.

7. Mai: Vista-Klinik – Makula auch im anderen Auge

Mein monatlicher Besuch in der Vista-Augenklinik brachte nichts erfreuliches: Mein zweites Auge ist nun auch an feuchter Makula erkrankt. Glücklicherweise etwas unterhalb des Seh-Bereiches. Deshalb stört es mich noch nicht. Ich hoffe, dass ich auf die gespritzten Medikamente anspreche, dann komme ich mit einem „blauen Auge“ davon.

Die Gute Nachricht: Im linken Auge hat sie die Feuchtigkeit reduziert.

6. Mai: „Staatsstreich“ in Deutschland

Heute haben die Bundes-Länder die Macht und die Kontrolle in der Freigabe der Corona-Einschränkungen von der Kanzlerin Merkel übernommen, die langsamer und sicherer vorgehen wollte. Jedes Land geht nun anders vor. Ausser Gross-Veranstaltungen mit über 100 Personen ist nun alles freigegeben, auch der Profi-Fussball der 1. und 2. Bundesliga. Die Amateurkicker müssen jedoch noch warten! Sie sind in den Augen der deutschen Politiker nicht so wichtig !!!!

Ob dieser Schritt der Landesfürsten nicht nach hinten los gehen wird? Ich schätze das Deutsche Volk nicht zurückhaltend ein und die Kontaktregeln einhaltend ein.

5. Mai: Auch die Schweiz spinnt: Stoppt Corona-App

Ich war bereits stolz auf uns Schweizer, weil wir in der nächsten Woche eine Smartphone-App zur Nachverfolgung von Corona-Infizierten hätten in Betrieb nehmen können, Wochen vor Deutschland. Ich habe aber zu früh gelacht, denn unser Parlament, das nach mehreren Wochen wegen Corona wieder tagte, demonstrierte ihre Macht und will vor Inbetriebnahme dieser App mit einem Gesetz den Datenschutz sicherstellen! Dadurch verschiebt sich deren Start auf den Sommer!

Ich komme aus dieser IT-Branche und halte viel vom Datenschutz. Aber den Datenschutz über der Gesundheit und das Leben der Menschen zu setzen ist gefährlich und fahrlässig. Man hätte die App unverzüglich in Betrieb nehmen können, um die Kontakte der Infizierten nachverfolgen zu können, vorbehältlich der Massnahmen aus dem Datenschutz-Gesetz vom Sommer.

Die spinnen: Kaufanreize für Auto-Industrie

Zuerst dachte ich, dies sei ein verspäteter 1. April-Scherz, aber ich habe mich getäuscht. Die Deutsche Auto-Industrien fordert dringend Unterstützung durch Kaufanreize!

Es ist doch eine Unverschämtheit. Vor wenigen Jahren haben sie gezinkte Diesel-Autos verkauft und sich bis vor kurzem geweigert, den Käufern Schadenersatz für die Fake-Autos zu leisten. Und nun sollen dieselben betrogenen Auto-Käufer der korrupten Auto-Industrie unter die Arme greifen! Die Auto-Industrie hätte besser ihre Hausaufgaben gemacht und auf die neuen Technologien gesetzt.

Wachablösung: Amerika geht, China kommt

In der Welt-Viruskrise verlieren die USA weiter an Führungskraft. Trump ist eben kein Führer. Das amerikanische Volk ist schwach und grossflächig ungebildet. Die USA sind zu einer Lachnummer verkommen. Die Pandemie könnte den Beginn des chinesischen Zeitalters begründen. Die Chinesen werden den Aufschwung schneller schaffen und an Einfluss in der Welt gewinnen.

1. Mai: Pat geht es sehr schlecht

Seit unserem Abschied am 11. März in Bangkok liegt Pat stationär im Spital. Ihr ganzer Körper beginnt zu „spinnen“. Ihr Leiden an den beiden aufgeschwollenen und gefühllosen Armen und Händen hat sich verschärft. Sie kann mir keine Nachrichten mehr eintippen und verschicken. Sie muss eine Krankenschwester bitten, mir zu schreiben, was sie ab Pat’s Lippen ablesen kann, denn Pat kann ja nicht mehr sprechen.

Ich bin sehr traurig. Mich erschüttert ihr Zustand. Eine liebe Nachricht erhielt ich heute früh am 2. Mai: Ein Liebesbrief der besonderen Art

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15. Mai 2020: Mein Leben mit der Corona-Pandemie

+++ Re-Opening Restaurants +++ Geld-Ausgaben und Spenden +++ Gott schütze Deutschland vor der AfD +++ Die grosse Zeit der Populisten +++ Richtige Entscheide des Bundesrates +++

Speisesaal in Kittipons Thai Restaurant Krone in Binningen

Endlich wieder Essen ausserhalb der eigenen 4 Wände

Niemand hat uns Alte, Rentner und Singles erwähnt, die in den vergangenen 2 Monaten alleine zu Hause Essen mussten, nur in Kontakt mir dem Fernseher. Diese Zeit ist seit dem Montag, 11. Mai vorbei. In der Schweiz durften die Restaurants wieder öffnen. Dabei mussten aber die Eigner gewisse Hygiene-Vorgaben wie 2 m Abstand erfüllen. Dies bedeutete bei den meisten gegen die Halbierung des Platz-Angebotes.

Ich habe die Gelegenheit benutzt, am Donnerstag, 14. Mai mein Thai-Restaurant „Kittipons-Krone“ in Binningen zu besuchen. Es war mir ein Bedürfnis, die geschundene Gastronomie zu unterstützen und dabei einen kurzweiligen Abend mit Begleitung zu geniessen.

Ich darf Euch hier versichern. Es war ein herrlicher Abend mit feinem Thai-Essen, begonnen mit meinem Chang-Lieblingsbier:

15. Mai 2020: Mit Nicole in Kittipons Krone

Hütet Euch vor der AfD

Ich bin oft zu Hause und schaue mir in dieser Zeit mit grossem Interesse die Sendungen von N-TV und PHOENIX an. Am Freitag-Morgen um 10:45 hatte ich das Pech, in einer Sendung über eine Sitzung des Deutschen Bundestag einem Votum des Thomas Ehrhorn aus der AFD zuhören zu müssen. Er sprach gegen die neuen und höheren Strafen der Deutschen Strassenverkehrsordung.

Ich war schockiert. Da sprach einer, nein er schrie, wie ich es in Filmen von Göbbels und Hitler vor 80 Jahren gesehen hatte. Seine Wortwahl, Gestik und Körperhaltung war erschreckend und seine Ideen liessen mich erschaudern. Da sprach einer, der Deutschland wiederum in ein Chaos stürzen möchte. Hilfe! Nein, mir genügt Corona!

Die grosse Zeit der Populisten und der Oppositions-Parteien

Zwei Monate haben sie sich zurückgehalten. Es war nichts zu hören von ihnen. Sie haben sich geduckt und vor der Verantwortung versteckt. Sie wussten, in dieser Zeit konnte sie nicht punkten. Sie hätten sich mit Einschränkungen nur unbeliebt gemacht. Es waren Führer und Manager gefragt, die auch vor harten Massnahmen nicht zurückschreckten.

Nun ist die ungewohnte Zeit der Ausnahmeregelungen vorbei. Das Leben soll sich langsam wieder normalisieren. Wir dürfen uns ohne schlechtes Gewissen aus den Häusern wagen und sogar ins Restaurant gehen.

Dies ist die grosse Zeit der Populisten und Oppositions-Parteien. Jetzt können sich diese als Wohltäter profilieren. Sie können die Entscheide der Regierung kritisieren und versuchen, diese schlecht aussehen zu lassen. Sie hätten alles ganz anders und vorallem mit weniger Schaden für die Wirtschaft gemacht.

Derartige Diskussionen sind ein Blödsinn und opportun, denn 1 oder 2 Monate nach einem Entscheid weiss man immer alles besser, aber man kann nichts mehr ändern. Es ist kindisch und unverständlich, wenn man rückblickend politisiert. Aber eben, dies ist die Stärke und das Schlachtfeld der Populisten und Oppositions-Parteien, denn sie sind Feiglinge.

Ich bin zufrieden mit unserem Bundesrat

Ich finde, wir Schweizer, Deutsche und auch Oesterreicher können mit unseren Regierungen und ihren Entscheiden zufrieden sein. Ich bin froh, nicht in den grossen Corona-Hotpots Italien, Spanien, Frankreich oder England zu wohnen, von den USA ganz zu schweigen!

Ich bin aber auch froh, dass ich nicht selber entscheiden musste und nun auch nicht die Verantwortung für das Wiederanlaufen der Wirtschaft übernehmen muss. Es ist ungemein schwer, es allen recht zu machen. Ist der Sport wichtiger als die Kultur? Soll man in Deutschland die Automobil-Industrie samt ihren abertausend Zulieferfirmen unterstützen, obwohl diese die Käufer von Diesel-Fahrzeugen jahrelang betrogen hat?

Es ist schwierig, die „emotionalen Entscheide den rationellen Kopf-Entscheiden“ unterzuordnen.

Aufruf an die glücklichen Renter: bringt Geld unters Volk

Mir geht es als Rentner bestens. Ich habe zwar das eine oder andere Zipperchen, gehöre zu den Risiko-Gruppen in der Corona-Zeit und habe den grössten Teil meines Lebens bereits hinter mir.

Ich muss keine Angst vor der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit haben. Mein Job ist nicht in Gefahr. Meine monatliche Rente ist mir sicher, wenigstens aus heutiger Sicht.

Die vergangenen zwei Monate konnte ich fast kein Geld ausgeben, denn die Computer-Shops, Kleider-Geschäfte, Restaurants und auch Theater-/Opernhäuser waren geschlossen. Nun nach dem Re-Opening müssen wir Rentner diesen Geschäften helfen, damit sie überleben können. Wir bekommen ja etwas zurück, wenn wir essen gehen oder Blumen kaufen.

  • Ich habe in meinem Lieblings-Thai-Restaurant „Kittipon-Krone“ einen grösseren Essens-Gutschein gekauft, den ich aber erst nächstes Jahr einlösen werde.
  • Ich habe Rosi’s-Depotgebühr 2020/21 für meine beiden Wohnwagen in Istrien bereits überweisen
  • Klara stellt mir normalerweise auf dem Campingplatz Solaris das Vorzelt meines Wohnwagens auf. Klara ist auf dieses Geld angewiesen, um zu überleben. Ich habe ihr diesen Betrag per Post zugeschickt, obwohl ich dieses Jahr nicht nach Istrien fahren und ihre Dienste in Anspruch nehmen werde.
  • Den Leuten in Thailand geht es katastrophal schlecht. Es ist ein Drama. Der Grossteil der Bevölkerung hat keine Einnahmen, weil alle Geschäfte geschlossen sind. Ich habe ein Waisenhaus in Hua Hin, meine Masseuse und meine Freundin Pat mit einer angemessenen Geldüberweisung unterstützt
13. Aug. 2019: Solaris, Abbau Vorzelt Wohnwagen mit Klara und Benny

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Newsletter vom 1. Mai 2020: Mein Leben mit Corona

Liebe Freunde in nah und fern

Das Corona-Virus hat uns alle im Griff. Ein Tod durch diesen Virus muss schrecklich sein. Nur wenige Dummköpfe haben die Gefahr noch nicht erkannt und stemmen sich gegen die auferlegten Regeln. Ich urteile selten über „Anders Gläubige“, und „Besserwisser“, weil ich andere Meinungen akzeptiere, aber nicht unbedingt teile. Aber solche Corona-Leugner sind einfach dumm, blöd und gemeingefährlich.  Sie gehören ins gleiche Kapitel, wie die unverbesserlichen Klima-Leugner.  Ich mag die nicht und sie sollen es auch wissen.

Am Mittwoch, 11. März bin ich in einem regulären Flug von Bangkok kommend wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Niemals hätte ich bei der Buchung meines Flugtickets 11 Monate vorher gedacht, dass ich ob dieses Rückreisetermins glücklich sein würde. Ich hatte Glück, denn Ich kam zurück ohne Probleme und ohne Stress. Ganz im Gegensatz zu Freunden, die neue Rückreise-Tickets kaufen mussten, weil deren Fluggesellschaften (z.B. KLM) ohne Warnung ihren Betrieb eingestellt hatten.

Mein Ausblick in die nächsten Monate ist gemischt, aber auch nicht dramatisch. Ich habe mich abgefunden, dass ich dieses Jahr nicht nach Istrien und im Herbst voraussichtlich auch nicht nach Thailand reisen kann. Zu diesem Entscheid bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten. Mein gesunder Menschenverstand genügt. Die einzelnen Länder in Europa werden ihre Grenzen ohne Quarantäne-Androhung nicht vor August öffnen. Ueber Thailand mag ich keine Schätzung abgeben, weil ich den offiziellen Informationen nicht traue. Zudem und dies ist die grösste Restriktion, gehöre ich trotz meiner Fitness zur Risiko-Gruppe. Ich muss abwarten,  bis die Zahl der Infizierten derart massiv sinkt und das Risiko minim wird, auf solche Personen zu treffen. Ob eine Impfung  vor 2022 möglich sein wird, ist für mich fraglich.

Ich habe mich bereits nach kurzer Zeit mit diesen Einschränkungen abgefunden und mir neue Pläne gemacht. Ich werde nach rund 15 Jahren Abstinenz, in der ich meistens im Ausland weilte, die nähere Umgebung um Basel und nach Oeffnung der Grenzen die umliegenden Länder erkunden  Ich freue mich auf diesen neuen Lebens-Zwischen-Abschnitt.

Ich bin als Rentner privilegiert. Ich muss keine Existenz-Aengste haben. Mir geht es gut. Ich bin aufgestellt.  Bisher verbrachte ich meinen Corona-Alltag mehr oder weniger zu Hause. Ich geniesse meine einmalige und grosszügige Wohnung. Ein- oder zweimal die Woche gehe ich einkaufen, und mache mittelschwere Ausfahrten mit dem Rennrad ins Baselbiet. Ich bin überzeugt, diese Ausfahrten härten meinen Körper und machen mein Immunsystem wiederstandskräftiger gegen den bösen Corona-Käfer.

Ich hatte in den vergangenen Wochen immer etwas zu tun. Als erstes nahm ich meinen Balkon wieder in Betrieb, um hier „Balkonien“ zu verbringen.  Ich bearbeitete die Thailand-Fotos und meinen Blog. So findet ihr eine neue Foto-Seite „Best of Thailand 2019/20″ mit meinen besten Fotos des vergangenen Thailand-Winters. Daneben muss ich neuerdings regelmässig putzen, denn meine Putzfrau aus dem französischen Elsass darf nicht in die Schweiz einreisen. Da alle Restaurants geschlossen sind, habe ich meine frühere Liebe zum Kochen wieder entdeckt. Langsam steigere ich meine Menü-Kreationen bis zur exquisiten „Rhabarber-Wähe à la Max„.

Ich hoffe, Euch allen geht es bestens.  Ich wünsche Euch alles Gute, bleibt gesund,  und nehmt auf Euere Freunde und Bekannten Rücksicht.

Liebe Grüsse, Euer Max (ehemals rasender Reporter, Weltenbummler und Lebemann, zur Zeit im Ruhestand!)

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April 2020: Live Ticker vom „Basler Max“

+++ Hast Du schon gesaved? +++Hilfe an Millionäre +++ Kein Istrien, aber Balkonien +++ Populisten und Besserwisser +++ Globetrotter-Briefkasten +++ Ausfahrt mit dem Rennrad +++ Putzfrau gesucht +++ Gesichts-Masken +++ Glühbirne defekt! +++ Thai Take Away +++ Rückhol-Flüge +++ Kein Solaris +++

Hast Du bereits gesaved?

Es soll keine Katastrophe sein, wenn mein Notebook von einer Sekunde auf die andere schlapp machen würde. Ich habe vorgesorgt und heute das Betriebsystem samt den Programmen, sowie alle meine Daten, Fotos, Korrespondenz, Bank-Aufträge und meine beiden Tagebücher abgesichert.

Zur Sicherung des Windows-Betriebssystem (Disc C:/) benutze ich das kostenpflichtige Programm „Acronis True Image„. Es kostet um die SFr. 50 bis 60. Dieses Geld ist gut angelegt, denn das Werkzeug ist mehrere Jahre benutzbar.

Die für mich wichtigen Daten lade resp. kopiere ich mit herkömmlichen Werkzeugen auf eine externe Speicherplatte herunter. Eine solche Platte kostet wenig Geld, lässt sich leicht anschliessen resp. einstecken und macht sich schnell bezahlt, wenn der Notebook in die Knie geht und die Gefahr besteht, alles zu verlieren.

Hilfsgelder an die Millionäre – Bin ich blöd?

Ich will weiss Got niemandem den Teufel an die Wand malen. Ich bin apriori auch nicht dagegen, aber es ist wichtig zu wissen, wer schlussendlich die Milliarden-Versprechungen an die KMUs und Gross Firmen bezahlt: Der Steuerzahler, also Du und Ich

Die Regierungen gehen sehr grosszügig mit unserem Geld um. Meistens begründet und akzeptabel. Warum soll ich hingegen die Profi-Fussball-Clubs unterstützen? Die Millionen-Gehälter der Fussballer? Oder die Gross-Konzerne mit ihren Millionen-Salären an ihre Spitzen-Manager. Ich meine, diese Millionäre sollten als erstes auf ihr volles Millionen-Gehalt verzichten, wie der kleine Angestellte, bevor ich Rentner diese Clubs und Konzerne unterstütze.

16. April: Absage Istrien – Ferien in „Balkonien“

Mit einem Mail habe ich meine Reservation auf dem Camping Solaris in Istrien für diesen Sommer abgesagt und um ein Jahr verschoben. Damit ist mein Sommer in Istrien abgehackt. Ich werde ihn auf „Balkonien“ mit Blick auf hochgewachsene Tannen verbringen. Dazu habe ich meinen Balkon auf Vordermann gebracht und eine Liege angeschafft. Weiteres wird folgen. Ich freue mich auf diesen Sommer!

mit wunderbarem Ausblick

17. April: Nun kommt die grosse Zeit der Populisten

Vor 2 Tagen hat der Schweizer Bundesrat seine Strategie für den Ausstieg aus den Einschränkungen erläutert. Nicht alle waren zufrieden. Auch ich kann nicht verstehen, dass man die Restaurants mit gewissen Auflagen nicht öffnen lässt.

Aber nun kommt die grosse Zeit der Populisten und Besserwisser. Wochenlang haben sie sich abgeduckt und nichts von sich hören lassen. Sie liessen die Regierenden entscheiden. Nun können sie wieder punkten und deren Entscheide kritisieren. Sie wissen nun alles besser. Bereits hat die SVP angekündigt, dass sie bereits vor 2 Wochen Vorschläge für einen schnellen Ausstieg präsentiert hätten. Es ist doch so einfach, nachträglich alles besser zu wissen ….. Feiglinge !

Mein Globetrotter Briefkasten-Schild

15. April 2020: Briefkasten Schild Globetrotter

Ich besitze in Binningen 2 Briefkasten- resp. Post-Adressen: Die ganz normale für den „Max Lehmann“ und dann die zweite für „Globetrotter“. Der Grund für diese Duplizität ist der „ePost-Office-Service„, den ich seit ein paar Jahren benutze, weil ich rund 8-9 Monaten im Jahr im Ausland sprich Istrien und Thailand weile.

In diesem Service der Schweizer Post werden alle Briefe mit der Adresse „Max Lehmann“ in ein digitales Postfach umgeleitet. Darüber kann ich diese eingescannte Post überall auf der Welt lesen und reagieren.

Brief und Pakete mit der Adresse „Globetrotter werden mir in Binningen abgeliefert. Diese Globetrotter-Adresse benutze ich für grössere Packete und Sendungen, die ich ohne Umweg real in Binningen erhalten möchte. Zum Beispiel Bestellungen aus dem Internet.

6. April 2020: Ausfahrt über Seewen mit Ruedi Ryser

6. April: Erste Ausfahrt mit dem Rennrad

Meine erste Ausfahrt nach Thailand führte via Seewen nach Liestal und zurück nach Basel über 50 km mit 550 m Höhendifferenz. Die Lufttemperatur war angenehm etwas über 20 Grad, blauer Himmel. Leider ist durch die Corona Situation 2/3 der Umgebung weggebrochen. Wir können von Basel nicht mehr nach Deutschland ins Badische und Frankreich ins Elsass fahren. Die Grenzen sind geschlossen.

Apropos Sport. Obwohl bei uns in der Schweiz den älteren Leuten empfohlen wird, zu Hause zu bleiben, nehme ich mir das Recht, mit Sport mein Immunsystem zu stärken. Ich will nicht zu körperlichen Risiko-Gruppe gehören.

Hilfe ! Putzfrau gesucht !!!!

Meine bisherige Putzfrau kommt aus dem nahen französischen Elsass, nur wenige Kilometer von Basel entfernt. Aber wegen der Corona-Krise darf sie nicht in die Schweiz einreisen. Das Elsass ist der Corona-Hotspot in Frankreich mit den meisten Infizierten. Ich bin nun der Leidtragende, da ich selber putzen muss. Meine einzige Hilfe ist mein Saug-Roboter iRobot mit Namen „Barbarella“. Ich gebe zu, ich bin etwas überfordert

Ich suche dringend eine Putzfrau aus der Schweiz. Ich biete angenehmes Arbeits-Klima, einmalige Erfolgs-Erlebnisse und toller Chef. Wer hilft mir?

Gesichtsmasken aus eigenem Fundus

Wie positiv kann doch ein gesunder, tiefer Schlaf sein, wie ich ihn in der vergangenen Nacht erlebte. Es muss gegen 01:30 Uhr gewesen sein, als ich erwachte und mich daran erinnerte, dass ich für meine Indien-Reise des Jahres 2014 Gesichts- und Hygienemasken gekauft hatte. Ich stand auf, ging zu besagtem Schrank und fand 2 Schachteln mit rund 70 Masken. Nun bin ich gerüstet, falls die Maskenpflicht eingeführt werden wird.

Noch etwas zu den damaligen Preisen. Für die einfachen Papier-Hygienemasken bezahlte ich im Migros Fr. 4.90 für 50 Stück!

Gesichts- und Hygienemasken, gekauft im 2013

Der Bundesrat wiehert! Glühbirne defekt!

Seit 3 Wochen sind nur noch reine Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Banken geöffnet. Wehe, eine Glühbirne oder Sicherung geht defekt! Man kann keinen Ersatz kaufen, denn die Lebensmittelgeschäfte dürfen solche Dinge des täglichen Lebens nicht mehr verkaufen.

Da ich mich auf eine längere Zeit in der Schweiz einrichte, hätte ich mir gerne ein paar Orchideen gekauft. Gibt es nicht! meint der Bundesrat.

3. April 2020: Thai Food von der Krone Kittipon’s

3. April: Take Away bei „Kittipon’s Finest Thai Cuisine“

Die Restaurants gehören zu den während der Corona-Krise am stärksten beeinträchtigten Gewerbezweige. Alle mussten schliessen! Auch „Kittipon’s Finest Thai Cuisine“ am Kronenplatz, nur etwa 500 m von meiner Wohnung. Er suchte einen Ausweg aus der Misere, typisch Thai, und bietet nun Take Away an. Ueber Facebook kann man bestellen und am Freitag gegen 18 Uhr abholen. Die Preise sind moderat, das Essen aber seinen 13 Gault&Millau Punkten entsprechend.

einfach lecker !

Rückhol-Flüge

Auch die Schweiz holt im Ausland gestrandete Schweizer zurück. Teilweise muss ich dabei meinen Kopf schütteln. „Vollkasko-Mentalität“ hätten viele Touristen, meint einer vom diplomatischen Dienst, wenn er auf die Kritik solche Leute reagiert. Ich muss ihm da beistimmen. Viele dieser Gestrandeten sind selber schuld, denn sie hätten in Eigen-Initiative ihren Rückflug umbuchen oder auch neu-buchen können. Es war seit Mitte März allgemein bekannt, dass Fluggesellschaften ihre Flüge reduzierten und schlussendlich aufhoben, weil nur noch wenige Gäste zurückfliegen wollten. Es hätte jedermann auffallen müssen, dass die Hotels sich leerten. In Zeiten von Internet, war all dies seit Wochen bekannt.Aber es gibt eben überall Leute, die meinen, es besser zu wissen. Ich hoffe, dass diese Schmarotzer die hohen Kosten für diese teuren Charter-Flüge tragen müssen.

Kein Solaris im 2020

Jetzt ist es klar. Dieses Jahr wird es für mich keinen Aufenthalt in Istrien geben. Die Länder rund um Kroatien und Kroatien selber haben ihre Grenzen geschlossen. Vermutlich wird der Campingplatz nicht einmal für seine eigene Bevölkerung öffnen.

Ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, wenn ich meine, dass es einen Impfstoff geben muss, bevor ich ans Camping in Istrien und auch an meinen nächsten Winteraufenthalt in Thailand denken kann. Ob dies bereits im 2021 sein wird?

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Ich erkunde das Baselbiet mit dem Rennrad

In den Corona-Zeiten ist Sport für mich lebenswichtig, denn er erhöht meine innere Stimmung und stärkt mein Immunsystem. Nun wird es immer wärmer, ideal für Radausfahrten. Basel liegt in der Beziehung aber schlecht, denn zwei-Dritter des Basler-Umlandes sind durch die Grenzschliessungen von Frankreich und Deutschland verloren gegangen. Uebrig bleibt das südliche Baselbiet, das aber recht hügelig und voller Anstiege ist.

8. April: Auf nach Wintersingen

Ausnahmsweise noch keine 2 m Abstand

Wer von Euch kennt Hitsch? Die wenigsten. Hitsch ist unsere gute Seele aus der Technikums-Zeit vor über 50 Jahren. Sie hält auch jetzt noch die Chemie-Klasse zusammen. Im September wollten wir unseren Abschluss vor 50 Jahren feiern. Der ist wegen der Corona-Pandemie wahrscheinlich gestorben.

Es war für Hitsch eine grosse Überraschung, als ich auf einer Tour mit dem Rennrad begleitet von Ruedi Ryser von Liestal kommend bei ihr zu Hause in Wintersingen vorfuhr. Die unerwartetsten Überraschungen sind am schönsten.

8. April 2020: Ausfahrt von Liestal über Wintersingen und Rheinfelden zurück nach Binningen

Kirschenblüte im Baselbiet

Anfang April blühen die Kirschbäume ich Baselbiete. Eine Pracht, diese Ausfahrten:

8. April 2020: Blühender Kirsch-Baum vor Hersberg

Es wird immer wärmer und schöner

In den Folge-Tagen wurde es immer wärmer. Am 22. April ging es über die Buuser Höhe

22. April 2020: Ausfahrt Rheinfelden – Magden – Maisprach – Buus – Buuser Höhe – Rickenbach – Gelterkinden – Liestal

Am 24. April führte mich der Weg nach Zwingen – Laufen – Büsserach – Bretzwil – Lubsingen – Liestal und wieder zurück nach Basel

24. April 2020: Nach 72km Velo Tour, 720 m Höhendifferenz
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Gedanken zu meinem Leben mit dem Corona-Virus (Teil 2 vom 23. April)

+++ Corona-App +++ Bricht Corona dem Trump, Johnson oder Bolsonaro das Genick? +++ Balkonien, ich komme +++ Besserwisser – ein Aergernis +++ Pressefreiheit +++ Die spinnen – Fussball in Deutschland +++ Das Fernsehen schleudert +++ Unsere Politiker +++

Ein Monat ist vergangen, seit ich mit dem Corona-Virus lebe. Ich habe diese Zeit gut überstanden und dabei auch viel erlebt. Ich geniesse mein Leben, beobachte die Umwelt, die Presse und das Fernsehen und mache mir dabei meine Gedanken.

Folgeprojekt zu BER: Corona-App

In diesen Tagen wurde nach 9 Jahren Bauzeit der neue Berliner BER-Flughafen für den Betrieb freigegeben. Deutschland ist hiermit klarer Weltmeister in der Realisierung von Projekten.

Nun hat Deutschland nach einigen Wochen des Hin und Hers ein neues Projekt gestartet.: Die Corona-App. Ich frage mich: wird die „Corona-App“ oder der „Corona-Impfstoff“ die Nase vorne haben und als Erstes freigegeben?

Die guten Seiten des Corona-Virus

Eine meiner Lebensweisheiten ist, nicht nur die schlechten Seiten, sondern auch die guten Seiten einer Situation zu betrachten. Meist hilft dies meinem inneren Gleichgewicht. Ich entdecke dabei, dass es noch viel schlimmer hätte ausgehen können … oder … dass dieses Unglück auch seine guten Seiten hat oder haben könnte:

Beim Corona-Virus sehe ich viele positive Seiten:

  • Ich habe viel Zeit, um meine schöne Wohnung und meine Heimatstadt Basel ohne Stress zu geniessen. Ich mache mir Pläne, nach vielen Jahren im Ausland wieder einmal die Umgebung von Basel zu entdecken.
  • Ich hoffe, dass das Corona-Desaster der Bevölkerung die Augen öffnet, ob ihre gewählten Führer Ihren Erwartungen entsprechen. Ob die Britten, Amerikaner und auch Brasilianer realisieren, welch krumme Typen sie mit Boris Johnson, Donald Trump und Jair Bolsonaro gewählt haben? Bricht Corona diesen Dummköpfen das Genick?

Die Besserwisser

Ich bewundere die obersten Regierungs-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die nach bestem Wissen und Gewissen führen. Mit Absicht nenne ich sie nicht Kanzler/in oder Bundesrat, denn sie führen und entscheiden innerhalb eines Teams zusammengesetzt aus Politikern und Wissenschafter.

Ueber alle Entscheide kann man diskutieren und auch anderer Meinung sein. Für mich aber unverständlich sind die Besserwisser, die in den sozialen Medien diese Manager persönlich angreifen und als Blinde und Lahme, Tollpatsch, Trottels, Clowns etc bezeichnen, um nur ein paar solcher Ausdrücke zu erwähnen.

Diese Besserwisser haben sich in meinen Augen selber disqualifiziert, denn sie haben selbst keine aufbauenden Vorschläge. Ich mag solche Leute nicht und habe einige bereits aus meinen Facebook-Kontakten gelöscht. Sie entsprechen nicht meinen Niveau-Masstäben.

Ich gebe aber auch zu, dass ich den Trump und den Boris ganz böse angreife, weil beide weniger Politiker sondern eher schlechte Clowns und vorallem grosse Lügner sind. Beiden geht es mehr um die eigene Karriere und Vermögen, als um das Wohl des Volkes. Beide sind gefährliche Schmarotzer und Populisten!

… die spinnen …

… ist ein Lieblingsspruch von Asterix und Obelix. So kommt es mir vor, wenn ich die Pläne aus Deutschland höre, dass die ihre Fussball-Bundesliga im Mai wieder starten wollen, wenn auch ohne Zuschauer. „Fussball sei für Deutschland „systemrelevant“ …. dies hätte auch aus dem Munde von Trump kommen können!

Ich sehe vor meinen Augen, wie der Deutsche Fussballmeister vor aber-tausenden von Fans auf den Münchner Marienplatz gefeiert wird …. keiner mit 2 m Abstand! … aber explodierenden Infektionszahlen! Ja, die spinnen tatsächlich!

Was denken sich wohl die vielen Amateur-Kicker und Jugendlichen, die ihrem geliebten Hobby wegen der Abstandregelung nicht nachgehen dürfen? Ist dies die Vorbild-Funktion des Profi-Fusballs mit ihren verwöhnten Millionären? Die spinnen wohl in Deutschland!

Restaurants

Aus meiner Sicht leiden die Restaurants und Hotels am meisten! Ihre Wieder-Eröffnung liegt in weiter Ferne. Manche werden dies nicht überleben. Es ist für mich auch nicht ganz verständlich, warum die Politiker behaupten können, dass man in diesen Lokalen den 2m-Abstand nicht einführen kann. Man könnte doch nur 2 Gäste an einen Tisch plazieren, oder eine doppelte Tisch-Breite/Tiefe bei mehr Personen anbieten.

Ich vermute, diese negative Haltung der Politik rührt von der schlechten Erfahrung kurz vor dem allgemeinen Lockdown her, als in den Restaurants noch frisch-fröhlich gefeiert und „gesoffen“ wurde, obwohl man genau davor gewarnt hatte. Dies wollen die Politiker nicht noch einmal erleben! Mein Dank gehört den Besserwissern!

16. März 2020: Restaurant Kindli in Zürich

Pressefreiheit

Die Corona-Krise hatte bei uns noch keinen Einfluss auf die „Pressefreiheit“. Die soeben veröffentlichten Liste der „Pressefreiheit 2019“ der „Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF)“ ist ein Abbild der Demokratisierung und Meinungsfreiheit der einzelnen Länder.

Die Schweiz ist im Ranking der Pressefreiheit im laufenden Jahr vom 6. auf den 8. Platz von Total 180 aufgeführten Ländern zurückgefallen. Dies ist keine Katastrophe, eher Kosmetik.

Das Ranking der Pressefreiheit wird von Norwegen, Finnland und Dänemark angeführt. Deutschland liegt auf Platz 11 und Oesterreich auf dem 18. Rang. Weniger gut schneiden die übrigen Nachbarländer der Schweiz ab, Frankreich auf Platz 34 und Italien auf Platz 41.

Unter „Ferner liefen“ finde ich die USA auf Platz 48, Ungarn und Serbien sogar auf den Plätzen 87 und 90, und erschreckend Thailand auf dem Platz 136 von insgesamt 180 Nationen, in Nachbarschaft von Kambodscha, Vietnam, Burma und China. Wen wundert es, dass man diesen letzt genannten Ländern die geringe Anzahl an Corona-Infizierten nur schwer glauben kann.

Fernsehen

Die grossen deutschsprachigen Fernseh-Anstalten haben Mühe, ihr Programm den neuen Gegebenheiten mit den 2m-Abständen und den fehlenden Zuschauern anzupassen. Sie füllen ihr Programm mit Krimi-Serien und Kochsendungen. Sie versuche neue Spiel- und Rate-Shows, denen aber die Spannung komplett fehlt. Die Sendungen sind fad, denn die Grossaufnahmen lachender oder begeisterter Zuschauer fehlen. Ich fühle mich wie in Thailand, dort hat es auch keine Zuschauer und nur Gelächter oder Klatschen ab Band, sowie fortwährende Werbe-Einblendungen.

In den Sportsendungen zeigen die Fernseh-Macher alte „Schinken“ der vergangenen Jahre. Es findet kein aktueller Sport statt. Auch dies ist fad, weil man das Resultat und Ergebnis bereits kennt.

Der Höhepunkt an fehlender Professionalität sind die Video-Konferenzen und Skype-Schaltungen in Diskussionssendungen und Shows. Da sitzen 3-4 Leute weit auseinander um einen Tisch oder auf einer Sitzgruppe, und im Hintergrund werde zwei oder mehr weitere Gäste über nebeneinander stehende Bildschirme zugeschalten. Die Stimmen bei den Skype-Uebertragungen quietschen wie in einem Wartesaal. Die 1-2 Sekunden Interferenzen bei Fragen und Antworten sind gewöhnungsbedürftig, auch für den Moderator, der den zugeschaltenen Gast fortlaufend unterbricht.

Bei Interviews ist es nicht viel besser. Als erstes sieht man einen 2 m langen Stab mit einem Mikrofon zu vorderst und dahinter das Gesicht des Gastes, der aus der Ferne antwortet. Die Kameraposition erinnert mich an meine ersten Schritte mit meiner Super-8-Film-Kamera vor 60 Jahren.

Ihr spürt es. Das heutige Fernsehen holt mich nicht aus dem Liegestuhl. Die Profis enttäuschen mich auch nach 1 Monat „üben“. Die vielen Krimis und Homestories hängen mir zum Halse hinaus. Ich habe meine Fernseh-Preferenzen geändert und neu die 3 Nachrichtensender NTV, N24 und PHOENIX entdeckt…. und betrachte mir auf Youtube das Video „Im Cockpit einer A-340 während eines Fluges nach Panama„,

27. März 2020 NDR-Talkshow neu ohne Zuschauer

Wie kommen die Politiker bei mir an?

Die Schweizer Politiker haben mich überrascht. Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, derart solide, überzeugend und vorallem überparteilich aufzutreten. Mit klaren Entscheiden ohne Profilierungssucht führten sie das Schweizer Volk. Ich verdanke es ihnen, dass sie als erste die Grossveranstaltungen wie Basler Fasnacht und Fussballspiele stoppten. Sie hatten das Pech mit den vielen Grenzgänger im Tessin, Genf und Basel, was zu den 3 Hotspots führten.

Der Österreicher Sebastian Kurz geht einen riskanten Weg. Trotz des Ischgl-Debakels lockerte er als erstes Land die Lockdown-Einschränkungen. Einmalig für mich ist sein Auftreten zu einer Pressekonferenz, wenn er mit seinen Vasallen sprich Ministern zur Pressekonferenz auftritt. Im Gleichschritt treten sie ein, gleichzeitig drehen sich nach rechts und ziehen in Front zur Presse ihren Gesichtsschutz aus. Perfekt wie das Operetten-Ballett. Ob sein Volk mitmacht, wenn er sein Vorgehen stoppen müsste?

Von der Angela Merkel spricht man auch als „Mutter der Nation“. Ich bin froh, dass meine Mutter anders war und mir erklärte, warum dies und jenes nicht akzeptabel war. In der Tat hat die Merkel Mühe, ihrem Volke ihre Entscheide und Pläne zu erklären und zu begründen. Dem deutschen Volk und den Geschäftsinhabern fehlen die Perspektiven. „Wie geht es weiter?“ Sie lässt Deutschland im Regen stehen. Wehe, wenn von aussen über ihre kurzfristigen Entscheide diskutiert wird, dann wird sie grantig.

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Gedanken zu meinem Leben mit dem Corona-Virus

Ich gehöre mit meinen 77 Jahre zur bevorzugten Risikogruppe für den Corona Virus. Ich muss mit schwerstem Krankheitsverlauf rechnen, wenn es mich erwischt. Ich passe deshalb doppelt auf und gehe im Moment nur auf die Strasse, um einzukaufen. Sobald es wärmer wird, werde ich alleine mit dem Rennrad ausfahren, um mich fit zu halten.

Erstmals in meinem Leben muss ich mich einschränken und anpassen. Erstmals ist es gefährlich zu leben. Ich gehöre zur glücklichen Generation, die nie einen Krieg, Krise, Erdbeben oder eine Katastrophe erlebt hat. Bisher bin ich von einer Ansteckung durch den Corona-Käfer verschont geblieben und dies soll auch so bleiben! Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie ich die bevorstehende, mehrmonatige Einschränkung bewältigen werde. Ich schaue positiv in die Zukunft. Ich bin mir sicher, dass ich mich beschäftigen kann.

Angst, Frust und Ärger auf hohem Niveau

Anderen geht es schlechter. Sie haben Angst vor der ungewissen Zukunft. Eine liebe Bekannte aus Wien schrieb mir in Facebook: „….ein bisschen unheimlich, auf unbestimmte Zeit eingeschlossen zu sein ……… Ihr Mann sei in der Risiko-Gruppe und ihr Tochter hoch-schwanger. Sie frage sich, ob sie ihren zukunftigen Enkel/Enkelin besuchen darf?“

Ich schrieb ihr zurück: „Ja, es ist schwer… wir in der Schweiz dürfen noch einkaufen und auch spazieren gehen oder Sport treiben, aber nur alleine oder zu zweit …. Ich glaube, diese Einschränkung kann man in Kauf nehmen, da man als Gegenleistung weiter leben darf …… es ist ja absehbar. Ich schätze der Corona-Virus wird uns noch 12 Monate beschäftigen.“

„Unsere Eltern haben viel schwerere Zeiten erlebt…. im letzten Weltkrieg… als sie nie wussten, ob die nächste Bombardierung sie trifft…. und diese Angst während 1 oder 2 Jahren ertragen müssen!“

„Zudem hatten sie keine der modernen Kommunikationsmittel wie WhatsApp oder Facebook oder Telefon etc. Wir sind enorm privilegiert !“

„Wir können froh und glücklich, dass wir alles selber unter Kontrolle haben können und nicht vom Tun Dritter abhängen. Zudem ist das Ende absehbar…sobald ein Impfstoff verfügbar sein wird.“

Meine Wohnung in Binningen

Ich muss zu Hause bleiben und Kontakte meiden. Ich habe Zeit, mir Gedanken zu machen und diese niederzuschreiben. Ich geniesse dabei meine schöne Wohnung in Binningen. Hier fühle ich mich zu Hause und bin glücklich. Falls ihr mehr über meine Wohnung sehen möchtet, dann klickt auf nachstehendes Bild.

Klick aufs Bild, um zu den Fotos aus meiner Wohnung zu gelangen

Patientenverfügung

Das Risiko, schwer krank zu werden, hat mich bewogen, meine „Patientenverfügung“ zu überarbeiten: „Ich will nicht künstlich durch Intubation, mit all seinen Nebenwirkungen sprich bleibenden Schäden, beatmet werden. In diesem Fall möchte ich eher palliativ oder durch Exit sterben.

Diesen Entscheid habe ich mit meiner Tochter Daniela besprochen! Sie ist meine „Vorsorgebeauftragte“. Sie unterstützt und versteht meinen Schritt, sowie meine Beweggründe.

Von Milliarden zu Billionen

Könnt ihr Euch noch daran erinnern, als erstmals mit Milliarden-Geld-Beträgen jongliert wurde? Es war anlässlich der Banken- und Finanzkrise 2008/09. Es scheint, dass jede Krise sich direkt in der Erhöhung des einzusetzenden Geldes auswirkt. Zu Bewältigung der Corona-Krise wurden in Deutschland Summen in Billionen-Höhe (= 1’000 Milliarden) freigegeben. Zur Erinnerung: 1 Billion hat insgesamt 12 Nullen! (= 1’000’000’000’000)

„Hätte, hätte Fahrrad-Kette“

Und bereits beginnen die Populisten und Oppositions-Parteien den Regierenden gemachte Fehler aus der Vergangenheit anzukreiden. Aufbauende Kritik muss unterstützt werden, aber zerstörende Kritik ist abzulehnen. Es ist so einfach, etwas zu kritisieren. Es ist aber schwer, das Richtige im richtigen Moment zu tun!

Ich befürchte, dass die Populisten die Unruhe und Ängste der eingeschränkten Bevölkerung für ihre Zwecke missbrauchen werden. Mit ihren einfach verständlichen Rezepten könnten sie einen Keil zwischen der Bevölkerung und den Medizinern, Wissenschaftlern und Regierenden einschlagen.

Natürliche Selektion?

Arm in Arm wollten die Briten unter Boris Johnson und die Trumpschen Amerikaner die Welt neu aufmischen. Jetzt haben die beiden Zauberlehrlinge aufs falsche Pferd gesetzt. Corona fliegt ihnen um die Ohren. Ist dies eine natürliche Selektion, wie sie in der Tierwelt üblich ist? Gibt es in Zukunft weniger Briten und Amerikaner? In der Tierwelt können sich die Schwächsten nicht weiterentwickeln, wahrscheinlich im Gegensatz zur Menschheit in den USA und GB …. In diesen beiden Ländern vermehren sich die Dümmsten der Dummen!

Hamsterkäufe

Ich verstehe die, die Lebensmittel hamstern. Sie bewältigen damit eine innere Angst, verhungern zu müssen. Unverstandlich für mich ist, dass auch Toiletten-Papier gehamstert wird. Damit befriedigen sie etwas, das absolut nicht Lebenserhaltungs-relevant ist!

27. Mai 2020: Nische in meiner Toilette
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Beobachtet in Corona: TV-Sendungen ohne Zuschauer

Einst …

Einst standen oder sassen vorne die Protagonisten der Show auf einer Polstergruppe nahe beisammen und im Hintergrund die Zuschauer. Diese brachten Stimmung in die Sendungen und Uebertragungen. Sie klatschten und schunkelten. Je nach Popularität der Sendungen waren es Hunderte oder gar ein paar Tausend Zuschauer. Die Kamera erfasste immer wieder einzelne typische Gesichter.

Früher: NDR-Talkshow mit Zuschauern

… und jetzt

Aktuell sitzen oder stehen die Darsteller weit auseinander … inmitten der Kulisse. Es sind nur noch wenige, nicht mehr als 4-5. Die Fernsehmacher wollen zeigen, dass auch bei ihnen 2 Meter Abstand gelebt wird. Dadurch geht aber die Wirkung des Bildes verloren, weil 2 Meter Abstand im Video viel grösser erscheint. Die Studios sind zu klein. Grossaufnahmen zweier Darsteller in einer Einstellung sind nicht mehr möglich. Die Spannung geht verloren.

Interviews werden sogar öfters über Skype oder Video-Conferencing gemacht, da der Platz im Studio fehlt. Es gibt fast keine Sendung mehr, ohne dass Zuschauer über schlecht funktionierende Leitungen zugeschaltet werden.

27. März 2020 NDR-Talkshow neu ohne Zuschauer, aber 3 Teilnehmer werden über Video zugeschalten

Seit Corona fehlen die Zuschauer in den Fernsehsendungen. In Diskussionen und Interviews sitzen oder stehen wenige Gäste unnatürlich weit auseinander oder sie werden per Video-Conferencing von ausserhalb zugeschalten. In einer der ehemals grossen Shows wie „Dancing Stars“ werden die Zuschauer-Reaktionen elektronisch zugemischt. Die Hauptdarsteller können die Zuschauer nicht mehr in ihre Show einbeziehen. Für die Regisseure sind die Kamera-Führungen noch ungewohnt und holprig … es fehlen die Zuschauer als Füller … die Sendungen sind fad geworden.

Ich realisiere nun, wie wichtig die Zuschauer waren. Eine Kochsendung ohne begeisterte Zuschauer ist fad. Der Juror spricht nun nicht mehr mit den Zuschauern, sondern mit der Kamera! Einem Fussball-Geisterspiel fehlt die Stimmung, die Choreographien der Fans, die Raketen. In der Sendung „Fussball-Talk“ am Sonntag um 11 Uhr ohne Zuschauer ist langweilig und öde. Ich vermisse die Reaktion der Zuschauer, den Applaus und ihren Gesichtsausdruck in Grossaufnahme.

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Corona-Desaster für die Populisten und Autokraten

Während seit Wochen in „normal regierten“ Ländern mit Ausgangssperren, geschlossenen Schulen und weiteren Einschränkungen gegen den Corona-Virus gekämpft wird, belügen Populisten-Regierungen und Autokraten ihr Volk nach Strich und Faden. Glücklicherweise funktioniert dieses Lügen und Verdrängen der Tatsachen bei einer Epidemie nicht. Tote kann man nicht unter den Teppich wischen!

Von Populisten und Autokraten regierte Länder stehen vor einem grandiosen Corona-Desaster, denn diesen unangenehmen Tatsachen sind sie nicht gewachsen.

  • Brasiliens-Präsident Jair Bolsonaro und der mexikanische Präsiden Obrador leugnen beide noch Ende März die Corona-Epidemie und machen dumme Witze darüber!
  • Donald Trump liess durch seine Ignoranz die Amerikaner in eine der grössten Katastrophen ihrer Geschichte hereinschlittern, während die Gouverneure verschiedener Staaten Hilferufe in alle Welt schickten. Die Toten werden in New York mittlerweilen in Zelten gelagert!
  • Der Brexit-Träumer aus Grossbritannien Boris Johnson meinte, er lasse die Briten am besten schnellst möglich krank werden, um zu einer landesweiten Eigen-Imunisierung zu gelangen. Er nahm dabei auch ungewohnlich viele Tote in Kauf, weil das britische Gesundheitssystem ungenügend ist. Sein Experiment ist gescheitert. Die nun getroffenen Massnahmen kommen ein paar Wochen zu spät. Das Drama ist nicht mehr aufzuhalten. Erstaunlich ist, die Briten ertragen Corona so stoisch wie den Brexit-Wahnsinn ! „Die spinnen“ würden Asterix und Obelix sagen.

In den Diktaturen wie z.B. Türkei und Russland, sowie in der Militärregierung von Thailand gab es lange Zeit offiziell nur wenige Infizierte. Aber nun ist in all diesen Ländern Feuer im Dach ausgebrochen! Ihre Taktik, „keine Corona-Tests“ zu machen, verhinderte nicht den Ausbruch dieser Krankheit. Ihnen bleibt nur, die Meinungsfreiheit einzuschränken, anstatt die Bürger zu informieren. In diesen Ländern wird kritische Berichterstatung als Verbreitung von „Fake-News“ mit Gefängnis- und Geldstrafen geahndet.

Die Verantwortlichen für diese Desaster verstecken sich hinter aufmunternden Durchhalte-Parolen. Die Leidtragenden sind die Bevölkerung. Man muss sich etwas merken: Traue niemals den Populisten, denn ihre Rezepte sind zu schön als wahr zu sein. Ein Schlaraffenland gibt es nur in der Märchenwelt.

Miese-Peter auch in der Schweiz

Leider gibt es auch in der Schweiz, und sogar in Basel solche Populisten, die die Massnahmen des Bundesrates aufs heftigste kritisieren. Es sind solche, die immer alles besser wissen! Ich frage mich manchmal, ob diese Leute noch normal sind. Mit einem davon bin ich Velo gefahren. Ich habe die Kontakte zu ihm abgebrochen und ihn aus meiner Facebook-Freundesliste gelöscht. Ich kann dieses dumme Geschwätz nicht mehr anhören. Ich bin enttäuscht von diesem „Miese-Peter“.

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22. und 26. März: Corona über Thailand – ein Desaster

Nun ist es offiziell! Das Corona-Virus hat Thailand erreicht und zwar mit voller Wucht. Ich vermutete schon lange, dass die bisher veröffentlichten Zahlen an Infizierten „getürkt“ waren, um keine Touristen zu verlieren. Die Regierung veröffentlichte für ein Land mit vergleichbarer Einwohnerzahl wie Deutschland noch vor Mitte März nur 120 Infizierte! Das Resultat zeigt sich jetzt: Ein Desaster braut sich über Thailand zusammen!

Seit wenigen Tagen wurden einschneidende Massnahmen ergriffen: Bars, Restaurants, Massage-Salons und Nachtlokale wurden in Phuket und Pattaya geschlossen. Seit dem 21. März gilt dies auch für alle Shopping Centers, Geschäfte und Restaurants in Bangkok. Eine Katastrophe für ein Land ohne Soziale Versicherungen.

Mein Velo-Club der „Hua Hin Roadies“ hat die Gruppen-Ausfahrten eingestellt. Auf freiwilliger Basis notabene, denn die dortigen Politiker mögen (oder dürfen?) nicht durchgreifen. Alle Massage Salons in Hua Hin sind zwar geschlossen, ebenso Cicada/Tamarind Market und „Baan Kun Por Food Market“, sowie unsere Stammlokal „Baan Pal“ Coffee shop in Khao Kalok, aber die Bars im Rotlichtviertel und die Restaurants sind weiterhin offen.

Das grosse Problem in Thailand wird sein, dass das durchschnittliche Thai-Volk kein Geld hat, um sich die Corona-Tests und noch weniger den möglichen Krankenhaus-Aufenthalt zu finanzieren. Ein Corona-Test wird je nach Krankenhaus zu SFr. 100 – 200 angeboten, einem Wochenlohn. Die Thais bleiben deshalb zu Hause und tragen zur massiven Verbreitung des Virus bei.

26. März: Ausnahmezustand

Seit dem 26. März gilt ein Ausnahmezustand in Thailand. Die Grenzen sind für alle Ausländer geschlossen. Die Bewegungsfreiheit in ganz Thailand ist eingeschränkt und kann von der Militärregierung weiter eingeschränkt werden. Es sind über 300 Kontrollpunkte eingerichtet. Alle Restaurants, Bars, Massage-Salons und Shopping Centers in ganz Thailand sind geschlossen. Dies ist ein Drama ohne Vergleiche. Viele der arbeitslosen Thais flüchten in ihre Heimat-Provinzen, nehmen ihre Corona-Krankheiten mit und infizieren ihre Familien. Die in den geschlossenen Geschäften arbeitenden Frauen haben kein Einkommen mehr. Es gibt keine Arbeitslosenversicherung.

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Mein Leben mit der Corona-Pandemie (Stand 23. März 2020)

Ihr könnt ruhig weiterlesen. Ich will Euch nicht belehren. Ich werde einzig über meine ersten zwei Wochen in Binningen mit der Corona-Pandemie berichten: Ich bin nicht infiziert, aber sehr vorsichtig! Einstweilen habe ich keine Probleme damit und mich mit dem Unabwägbaren abgefunden. Aber ich mache mir dennoch Gedanken über meine Zukunft, die endlich ist.

Wie geht es mir? Soziale Kontakte

Gut, danke Euch. Ich halte mich an alle Vorgaben. Ich bin 77 und gehöre deshalb der sogenannten Risikogruppe an. Ich habe meine sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum herunter­gefahren. Ein geplantes Treffen übers Wochenende mit meiner Tochter Daniela und ihrer Familie habe ich kurzfristig und schweren Herzens abgesagt. Wir müssen uns nun mit den modernen Medien wie Telefon, WhatsApp, Viber oder Facebook begnügen.

Mein Notvorrat – Hamsterkäufe

In der vergangenen Jahren hatte ich meinen Notvorrat massiv reduziert, denn ich war die meiste Zeit in Istrien oder in Thailand. In den letzten Tagen habe ich ihn wieder an die Empfehlungen angepasst, sodass ich 1 Monat überleben könnte

Nun ist aber Schluss damit. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, weshalb man Hamsterkäufe tätigen sollte. Wie stellen sich diese Menschen das vor? Dass alle sterben würden und sie selbst wegen der vielen Teigwaren noch ein paar Wochen weiterleben? Und was machen sie mit dem WC-Papier? Kochen sie es etwa?

Angst vor dem Corona Virus?

Angst habe ich nicht, aber Respekt vor dem unsichtbaren Risiko draussen auf der Strasse und in den Lebensmittelgeschäften Es ist schon etwas beängstigend, wie dieser Virus sich rasant ausgebreitet hat. Einzig meine Wohnung ist Corona-frei! Hierhin ziehe ich mich zurück!

Die vielen Toten in Italien beunruhigen mich und machen mich traurig, aber mein rationales Hirn sagt mir, dass in jedem Jahr in der Influenza-Zeit in der Schweiz über 1’000 Leute gestorben sind und niemand davon Kenntnis genommen hat!

Wie schütze ich mich gegen Depressionen?

Am ersten Tag in der Schweiz, als ich am 11. März von Thailand zurückkam, war noch alles ruhig und lief mehr oder weniger normal ab. Abends in Zürich auf dem Hauptbahnhof sah ich zufriedene Nachtschwärmer. Nichts deutete auf das aktuelle Desaster hin. Es herrschte keine Panik.

Bereits am Tag darauf gings hektisch los. Die Schulen wurden geschlossen, dann auch die Geschäfte, Restaurants und Bars. Dann die Empfehlung, die Distanz zu anderen einzuhalten.

Anfänglich hat mich diese Unruhe nicht gross gestört. Ich war noch müde vom Rückflug und der Zeitverschiebung. Ich litt an meiner typischen Reise-Erkältung mit tropfender Nase. Ich war beschäftigt mit Koffer auspacken, Wäsche waschen, einkaufen und meinen Notvorrat auf Vordermann bringen. Der Fernseher lief ununterbrochen und berieselte mich mit den Gefahren und Risiken des Corona-Virus. Auch in den Zeitungen standen Geschichten über Corona-Pandemie auf den ersten Seiten. Jede Stunde änderte sich etwas. Als sich auch die Grenzen rund um die Schweiz schlossen, wurde mir klar: Dieses Jahr wird es nichts mit Sommeraufenthalt in Istrien. Ich werde bereits froh sein, im Herbst wieder nach Thailand fliegen zu können.

Nach wenigen Tagen realisierte ich, wie schlecht mir diese Nightmare (Katastropen)-Meldungen taten und mein Gemüt belasteten. Ich konnte das Wort „Corona“ nicht mehr hören! Ich wurde zwar nicht depressiv, aber ich realisierte, dass diese Nachrichten meiner Psyche nicht gut taten, weil ich oft nachdenklich wurde.

Seither meide ich Sendungen mit Corona als Hauptthema. Gezielt schaute ich mir Sendungen und Filme aus den Mediatheken an: Geschichten und Dokumentationen aus aller Welt, Harry Potter und alte Western. Nur noch 2-3 mal am Tag flimmerten Nachrichten aus aller Welt über meinen Bildschirm.

Ich lasse mich nicht verrückt machen. Ich lese auch keine voll- oder halb-wissenschaftlichen Texte von Pseudo-Medizinern, auch wenn sie „Bircher“ heissen. Man muss einfach wissen, dass Papier und Internet willig sind und jeden „Mist“ annehmen. Zudem gibt es auch unter den Medizinern wie auch unter Freunden/Bekannten „Scharlatane“ und „Wichtigtuer“.

Meine Aktivitäten

Ich bin von Natur aus vielseitig interessiert. Es wird mir selten langweilig. Ich bin immer beschäftig und geniesse auch mein Mittagsschläfchen. Genau, auch ein Schläfchen gehört zu meinen Beschäftigungen.

Daneben wartet aber auch harte Arbeit auf mich: Ich muss die Fotos aus Thailand aufbereiten und archivieren, die Steuererklärung ausfüllen, in meiner Bibliothek unbrauchbare Bücher wie uralte Reiseführer ausmisten, in meinem Kleiderschrank die Hosen mit den unmodisch breiten Hosenstössen liquidieren etc.

Fitness ist für mich wichtig. Ich habe mir den Stepper aus dem Keller geholt und trainiere fleissig. Sobald es wärmer wird, werde ich wieder aufs Rennrad steigen. Leider sind wegen der abgeschotteten Grenzen zu Deutschland und Frankreich die möglichen Routen eingeschränkt.

Dazwischen nehme ich mir neuerdings vermehrt die Zeit, Freundschaften übers Telephon zu pflegen. Ich bin zwar von Natur aus keine Plaudertasche, aber die zwischenmenschlichen Kontakte fehlen mir.

Sofern mir in den nächsten Tagen/Wochen nicht eine Ausgangssperre dazwischen kommt, werde ich mit meinem Fotoapparat Basel und Umgebung erkunden. Mein Plan, In Zürich und in St.Gallen das Fraumünster resp. die Ostschweizer Kathedrale und Kloster fotografisch zu besichtigen, muss ich wohl verschieben.

Fernsehen und Informationen

Ich bin Single, d.h. ich habe niemanden mit dem ich von Angesicht zu Angesicht plaudern oder Meinungen austauschen kann. Diesen Mangel ersetzt mein Fernseher. Er ist mein Partner und beschallt mich von Morgen früh bis zum Schlafen gehen.

Um den dauernden Corona-Duschen zu umgehen, habe ich mir eine sog. „Streaming Media Player“ des Typs „Xiaomi Mi Box“ eingerichtet. Diese Box gibt meinem dummen Fernseher Internet-Fähigkeiten. Ich kann darüber im Internet surfen und z.B. die Mediatheken der ARD, ZDF, SRF etc aktivieren und Videos aus dem Archiv anschauen.

Verpflegung

Mein Notvorrat und Desinfektions-Mittel

Es ist neu für mich, mich nur zu Hause zu verpflegen. Corona verlangt es aber. Mein Notvorrat ist nun perfekt. Ich kann problemlos 1 Monat überleben resp. habe genügend zu Essen. Auf dem Menuplan stehen u.a.:

Spaghetti, Ravioli, Milken Pastetli, Hamburger, Salat, Schweinssteak, Poulet-Brüstchen, Kartoffeln, Reis, Kartoffel-Stock mit Pilz-Saucen, Lachs, Wurstwaren, Lassagne, Käsekuchen, leckere Trockenfische aus Thailand …. und dazu Nespresso-Kaffee mit Rahm, Mineralwasser und feinen Wein resp. Bier.

Jeweilen am Montag gibt es ein halbes grilliertes Hühnchen vom Poulet-Max oben am Kronenplatz.

Mein Tagesablauf

Der Corona-Virus hat mein Leben und auch meine innere Gefühlswelt total umgekrempelt. Ich muss zu Hause bleiben. Ich fühle mich bestens, leide unter keinem Stress und geniesse mein „dolce far niente„. Ich geniesse jeden Tag aufs Neue und beginne ihn, indem ich den Fernseher einschalte, um die neuesten Corona-News zu erfahren.

Mein Tag startet mit einem feinen Nespresso-Kaffee, einer Pille gegen meinen erhöhten Blutdruck, und nach dem Zähneputzen mit einem gemütlichen Frühstück mit Spiegelei und Speck, sowie einem leckeren Konfi-Brot.

1-2mal die Woche gehe ich zum Lebensmittel-Shopping. Anschliessend habe ich Zeit für pendente Arbeiten: Steuererklärung ausfüllen, mein neues Handy einrichten, mit Freunden telefonieren, in mein Tagebuch schreiben und Fotos aufbereiten. Gestern habe ich meine „Patientenverfügung“ aktualisiert und in einem Kuvert bereitgelegt, falls ich ins Spital müsste.

Am späteren Nachmittag koche ich mir dann ein feines Nachtessen und erlaube mir dazu einen feinen Rot-Wein. Ein Restaurant-Besuch ist verboten, resp. die sind geschlossen. Spät abends steige ich müde und zufrieden ins Bett und schlafe meine 7-8 Stunden.

Meine Patientenverfügung

Seit meiner Prostata-Operation im 2009 habe ich eine Patientenverfügung. Diese habe ich etwas angepasst und vorallem festgelegt, dass alle lebensverlängernden Massnahmen wie Beatmung, medikamentöse Kreislaufunterstützung, Antibiotika- und Nierenersatzverfahren zu stopen sind, sobald die Heilungs-Wahrscheinlichkeit unter 25% sinkt.

Meine Sorgen um Pat

Obwohl diese Zeilen am Schluss dieses Postings erscheinen, mach ich mir sehr grosse Sorgen um meine thailändische Freundin Pat. Sie ist mittlerweilen auch 66 Jahre alt. Meine Gedanken sind oft bei ihr in Thailand. Sie ist nicht an Corona erkrankt, aber hat grosse Probleme mit ihrer schwer erkrankten Lunge und leidet unter starkem Husten. Sie muss täglich ungefähr 6 oder 7 unterschiedliche Medikamente zu sich nehmen und erhält monatlich 4 Chemo-Injektionen. Ich hoffe, sie schafft es durch die Corona-Zeit, damit wir uns im Herbst/Winter wieder sehen werden. Pat ist für mich Thailand!

Ausblick

Ich gehe davon aus, dass meine Lebenweise bis zu einer Impfung gegen den Corona-Virus stark beeinträchtigt sein wird. Dies bedeutet, dass ich meinen Istrien-Aufenthalt vergessen kann und der nächste Winter-Aufenthalt in Thailand massiv gefährdet ist. Damit kann ich mich abfinden! Was soll ich denn auch anderes tun?

Mein Ziel: Überleben, ohne durch Corona infiziert zu werden

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Solaris oder Balkonien?

Ihr wisst, dass ich im Sommer ab Mai in meiner Luxus-Residenz auf dem Campingplatz Solaris residiere. Dieses Jahr mit dem Corona-Virus wird es wahrscheinlich nichts damit. Es wäre ein Wunder, ähnlich des „unbefleckten Empfängnis“, falls es dennoch klappen sollte.

Im Moment hindern mich alle Länder zwischen der Schweiz und Istrien daran, einzureisen. Italien, Oesterreich und auch Kroatien haben ihre Grenzen dicht gemacht.

Ich lasse meinen Kopf nicht hängen. Oft muss ich zu meinem Glück gezwungen werden. Mein „Plan B“ wäre, in Europa herumzureisen. Aber nun haben auch Deutschland und Frankreich ihren Grenzbaum zur Schweiz heruntergelassen.

Mein „Plan C“ sieht nun vor, dass ich solo in der Basler Umgebung und der Schweiz herumreisen und zu Foto-Sessions aufbrechen werde.

Ob ich im Herbst zum 13. Mal nach Thailand reisen kann, hängt davon ab, ob es bis dann eine Impfung gegen den Corona-Virus gibt und ob bereits wieder eine Fluggesellschaft nach Bangkok fliegen wird. Ich befürchte schlimmes, denn realistisch wird es Frühjahr 2021, bis eine Impfung auf dem Markt sein wird!

Aber das wichtigste ist: Glücklich zu sein und gesund bleiben. Und dies bin ich noch!

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Die ersten 4 Tage zu Hause in Binningen

Als ich am Mittwoch, 11. März abends um 19 Uhr in Zürich Flughafen landete, war alles noch im Normalzustand, obwohl Tage zuvor die Basler Fasnacht abgesagt wurde. Auf den Strassen und in den Restaurants sah ich lachende und fröhlich Menschengruppen.

Und dann gings Schlag auf Schlag. Unser Bundesrat übernahm die Kontrolle und sprach Verbote aus: Die Schulen wurden geschlossen. Dann auch alle Geschäfte, die nicht dem direkten Lebensunterhalt dienten. Einzig Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstellen blieben geöffnet. Gruppen auf den Strassen wurden untersagt.

Ich habe viel Glück gehabt, dass ich mit einem der letzten Flieger von Bangkok nach Zürich geflogen bin. Einige meiner Freunde, die erst in den nächsten Tagen fliegen wollten, hatte grösste Mühe einen Platz in einem Flieger zu bekommen.

Corona, Corona Corona

Ich kann es fast nicht mehr hören. Ob am Fernseher oder Radio, oder in einer Zeitung überall steht das Wort „Corona“ im Zentrum. Es wurde zum Mittelpunkt meines Lebens, denn auch die Freunde und Bekannten sprachen davon, sagten Termine ab etc. An mir ging dies nicht spurlos voüber. Es überkam mich eine Mischung aus Angst, Stress, Unruhe und Unsicherheit. Ich musste bewusst mein rationelles Gehirn einschalten, um die schlechten Gefühle auszuschalten, die sich in mir aufgebaut hatten. Es gibt wirklich keinen Grund, in Panik auszubrechen.

Die Schweiz gehört zu den 10 am stärksten mit dem Corona-Virus infizierten Ländern. Da kommt einiges auf uns zu!. Wir spüren dies, denn die umliegenden Länder wie Oesterreich, Italien, Kroatien etc liessen keine Schweizer mehr einreisen oder schickten sie in eine 2-wöchige Quarantäne. Meine Istrien-Pläne sind arg gefährdet.

Erkältung

Auch dieses Mal habe ich mich auf dem Weg zwischen Thailand und der Schweiz erkältet. Wie jedes Jahr. Aus Erfahrung weiss ich, dass es 4-5 Tage dauert, bis meine Nase läuft. Es ist jetzt Samstag, 14. März, die Nase läuft auf Hochtouren, d.h. ich muss mich um den 9.-10. März im Taxi nach Bangkok oder im Hotel Baiyoke verkühlt haben. Ich erinnere mich, dass ich am Frühstück im 82. Stockwerk des Hotels Baiyoke kalt hatte.

Achtung: Beim Corona-Virus läuft die Nase nicht. Man hat eine „trockene“ Erkältung!

Zudem ist es recht kühl in Basel. Nachts sank die Aussentemperatur auf ungefähr 6 Grad Celsius, tagsüber auf 12-14 Grad Celsius

14. März 2020: Aussen- und Innen-Temperatur am Morgen früh um 05:02 Uhr in Binningen

Post, neues Handy und Tablet

Wie ihr Euch vielleicht erinnert, sind mir am 13. Jan. 2020 in Hua Hin aus meinem Haus mein Smartphone mit meiner Schweizer SIM-Karte und mein Galaxy-Tablet geklaut. Noch in Thailand habe ich bei Digitec ein neues „Xiaomi Redmi Note 8 Pro“ Smartphone und ein „Galaxy Tab A 8″ “ Tablet bestellt. Als ich am Mittwoch von Bangkok kommend zu Hause in Binningen ankam, lagen beide Pakete auf meinem Pult. Ich kann sie nun installieren und in Betrieb nehmen

Vista-Augen-Klinik

Am Tage meiner Rückkehr aus Thailand erhielt ich in der VISTA-Klinik meine 20. Eylea-Spritze seit meiner Erkrankung im Frühjahr 2018. Ich bin langsam routiniert, würde mir aber eine Besserung wünschen. Mein Krankheitsverlauf hat sich einzig stabilisiert.

Medikamente

In Thailand habe ich in den OnLine-Ausgaben der Zeitungen gelesen, dass verschiedene Arzneimittel im Angebot der Schweizer Apotheken fehlen sollen, weil die chinesischen und indischen Lieferanten die Wirkstoffe wegen des Corona-Virus nicht mehr in der notwendigen Menge liefern können. Scheinbar rächt es sich, dass man deren Produktion ins Ausland verlagert hat.

Deshalb habe ich mir für den Notfall einer Corona-Erkrankung eine Kurpackung des Grippe- und Schmerzmittels „Ibuprofen“ bereits in Thailand gekauft.

Ich bin zwar in der glücklichen Lage, dass ich recht gesund bin und nur den Blutdrucksenker „Perindopril 4mg“ zu mir nehmen muss. Bei meinem Hausarzt habe ich mir vorsorglich eine 5 Monats-Packung geholt.

Notvorrat

Meinen persönlichen Notvorrat habe ich in den letzten Jahren abgebaut, denn ich war jährlich nur 3-4 Monate in der Schweiz. Dies rächte sich nun. Als mir Daniela von der Hamsterei in den Lebensmittel-Märkten der Schweiz berichtete, habe ich von Thailand 10 der typischen Nudel-Portionen mitgebracht. Hier in Binningen habe ich in den letzten 2 Tagen im „Aldi“ und „Migros“ meinen Notvorrat wieder aufgestockt, wie es die Schweizer Behörden geraten hatten.

Es war wirklich schockierend, wie ungeniert die Erwachsenen hamsterten, als gehe am morgigen Tag die Welt unter. Erstaunlich aber war, dass im „Aldi“ meterlange Regale leer gekauft waren, während im nahen „Migros“ keine Hamsterer zu sehen waren und alles erhältlich war. Es muss am unterschiedlichen Profil/Niveau der Aldi- und Migros-Kunden liegen.

Packung mit Thai Nudeln

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Warum immer Deutschland?

Warum schreibst Du immer über unsere Probleme? Warum bist Du in deinen Voten derart kritisch gegen uns Deutsche? Hasst Du Deutschland?“ Dies werde ich immer wieder nach meinen kritischen Beiträgen gefragt.

In der Tat liegt mir Deutschland näher als Frankreich oder Italien. Ich verstehe die deutsche Sprache besser als Französisch oder Italienisch. Das Deutsche Fernsehen ARD, ZDF und RTL flimmert in meiner Stube. Die deutschen Talk-Shows gehören zu meinen Lieblingssendungen. Ich mache mir Sorgen um Deutschland. Deutschland ist in meinem Leben eine Art „grosser Bruder“. Ich bin ein deutscher Sekundo, d.h. mein Vater ist in Deutschland geboren. Jedoch bereitet mir die Politik in Deutschland grosse Sorgen.

Einst war Deutschland das Hoch-Technologie-Land der Photo-Cameras, der Fernseh-Geräte und Stereo-Anlagen, der Märklin-Eisenbahn und der Rechnenschieber. Dies alles ist Bankrott gegangen und in den Fernen Osten gezogen. Zur Zeit zittert die deutsche Automobil-Industrie um ihr Leben, weil sie nur mit Diesel-Betrug sich auf dem Markt halten konnte.

Deutschland ist die „Bananen-Republik“ Europas. Es klemmt überall in dramatischer Weise. Sogar das Recht und Gesetz wird nach allen Richtungen gebogen, wie im Falle Kachelmann und der Libanon-Clans. Deutschland war früher das Vorbild für Genauigkeit und exaktem Handwerk. Die ISO-Normen kamen aus Deutschland. Heute lacht die ganze Welt über die Baufortschritte und Kostenexplosionen des Berliner BER-Flughafens, Stuttgart-21, Elbe-Hamonie, Bundeswehr um nur ein paar der grössten Debakel zu nennen. Der Anschluss an die „europäische Nord-Süd-Eisenbahn-Transversale“ verzögert sich wegen Deutschland um mindestens 20-30 Jahre, wie ein deutscher Verkehrsexperte zugab.

Aktuell geben die Aktivitäten für die Klimaziele 2030 zu reden. Deutschland will in 11 Jahren ihren CO2-Ausstoss um 55% senken. 11 Jahre sind kurz. Wie will sie dies erreichen, wenn sie im Rahmen der von der EU genehmigten Nord-Süd-Eisenbahn-Transversale (Rotterdam – Genua) seit über 20 Jahren an den Anschlüssen zu den beiden Eisenbahntunnels Gotthard und Brenner plant. Die Schweiz hat im Gegensatz zu Deutschland ihre Hausaufgaben erfüllt und in dieser Zeit den Gotthard-Basis-Tunnel geplant und vor 2 Jahren in Betrieb genommen, und dabei die Bauzeit und Gesamtkosten unterschritten. Deutschland befindet sich jedoch immer noch in der Planungsphase.

Wie will Deutschland in 11 Jahren Eisenbahnlinien wieder aktivieren, die man in den letzten Jahrzehnten ausser Betrieb genommen hat. Damit würde man den Pendlern ausserhalb der grossen Aglomerationen einen CO2-freundlichen Weg zur Arbeit ermöglichen. Stattdessen erhöht man die Pendlerpauschale für die Autofahrer aus der Pampas und erhöht so nebenbei wieder den CO2-Ausstoss. Verkehrte Welt!

Im Jahre 2011 ist Deutschland überstürzt, planungslos und überhastet aus der Atomenergie ausgestiegen. Es war eine ausserordentlich populistische Leistung der Merkel. Mit Kohlekraftwerken aus eigenem Braunkohle-Abbau hat sie die schmutzigste Strom-Energie Europas aufgebaut. Dies sei nur vorübergehend! Dem deutschen Volk hat die Merkel sauberen Strom aus Windenergie versprochen. Mit grossem Aufwand hat die Industrie in der Nordsee Windparks aufgebaut, aber es happert mit dem Bau der Strom-Transport-Trasses in den Süden. Der „Ausbau Windenergie stagniert“, musste die Bundesregierung in ihrem aktuellen Klimabericht zugeben!

Deutschland will aus der CO2-intensiven Benzin- und Diesel-Technologie für Autos und Heizungen aussteigen und durch Elektro ersetzen. Um dies zu unterstützen fördert die Bundesregierung „populistisch“ den E-Autokauf durch schöne Subventionen. Das Dumme ist, dass es noch keine preisgünstigen E-Autos zu kaufen gibt. Ich frage mich, wie will Deutschland die zusätzlichen Strombedürfnisse der geplanten e-Autos abdecken?

Ich glaube nicht, dass die heutigen Volkparteien CDU/CSU und SPD die Klimaziele erreichen können. Ihnen fehlt der Mut, dem Volk klaren Wein für einschneidende Massnahmen einzuschenken. Zudem sind ihre politischen Ziele nicht langfristig, sondern nur kurzfristig während ihrer Regierungszeit. So hat die Merkel wenige Tage nach der letzten Bundestagswahl im 2017 die von ihr gesetzten Klimaziele fürs 2020 als nicht erreichbar auf 2030 und später verschoben.

Ich würde jede Wette annehmen: Deutschland wird seine Klimaziele 2030 nicht erreichen!

Würde die Atomenergie helfen?

Die „Deutschen Grünen“ haben viel zur jetzigen CO2-Misere beigetragen. Sie wollten weg aus der Atomenergie und haben nach Fukushima den Teufel mit dem Belzebul ausgetrieben. Die Grünen sind seit jeher eine Verbots-Partei. Sie überlegen sich die Konsequenzen ihrer Vorschläge zu wenig. Sie wollen bis in wenigen Jahren die Benzin- und Dieselautos verbieten. Aber womit? e-Autos ist ihre Antwort. E-Autos, die wegen der Batterien in Bezug auf CO2-Emissionen schlimmer sind als die Benziner und Diesel.

Deutschland ist 10x grösser als die Schweiz. Wir Schweizer haben leider keinen Meeranstoss und nur in den Alpen regelmässige Sonnenbestrahlung. Wir haben es schwer, auf alternative Energien umzusteigen. Einzig Wasserkraft kann uns helfen. Nach Fukushima haben wir uns in der Schweiz entschieden, bis auf weiteres weiterhin auf der Atomenergie zu basieren und auf Kohle- und Erdöl-Kraftwerke zu verzichten. Ich bin mir unsicher, ob wir in der Schweiz unsere Klimaziele erreichen werden.

Frankreich basiert bei seiner Stromversorgung weiterhin auf der durch Atomenergie erzeugte Elektrizität. Frankreich ist in der glücklichen Lage, keinen Kohle-Klumpfuss in der Energie-Debatte mitzuschleppen.

Ob sich die Atomenergie nochmals aufrappelt? Mit Atomenergie könnten wir in Europa einen grossen Schritt zur CO2-Klima-Neutralität erreichen …. und vermutlich das Leben unserer Kinder und Enkel retten !

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Ich bin stolz auf unsere Jugend !

Dank den „Fridays for Future“ Demonstrationen unsere Schüler seit 20. August 2018 spricht man über den Klimaschutz und -Wandel. Ohne sie hätten wir Alte weiterhin in den Tag gelebt. Klar, uns betrifft es nicht mehr. Wir Alte und Eltern werden vorher sterben, aber unsere Kinder und Enkel? Ihnen geht es ums überleben! Wollen wir sie in dem von uns zerstörten Klima verrecken lassen?

Eine positive Veränderung und Verbesserung unserer Umwelt wird mehrere Jahrzehnte wenn nicht sogar Jahrhunderte dauern. Wir müssen jetzt reagieren und nicht erst, wenn auch die Mehrheit der Populisten die Meinung aller Fach-Wissenschafter akzeptieren wird. Wie können sich nur diese Besserwisser anmassen, intelligenter als die Profis aus aller Welt zu sein, die ihre Aussagen anhand Unmengen an Umwelt-Daten basieren.

Man muss dazu wissen, dass ein Mensch eine Aussentemperatur im Schatten von 42 Grad Celsius nicht ertragen kann. Er wird bei dieser Hitze in Kürze an „Fieber“ sterben, weil er seine Körpertemperatur nicht mehr auf 37 Grad Celsius herunterkühlen kann.

Ich bewundere die Jugendlichen, die grösstenteils jünger als 18 Jahre alt sind, wie sie sich im Fernsehen und in öffentlichen Diskussions-Runden gegen die Alten behaupten.

  • Dank Ihnen sprechen wir übers Klima
  • Dank Ihnen reagiert die Politik, die bisher wenig unternahm
  • Dank Ihnen werden auch wir Eltern aktiv

Ich habe noch nie an einer Demonstration teilgenommen. Dies werde ich ändern, weil es ums Klima und um das Leben meiner Kinder und Enkel geht. Ich werde nötigenfalls auch nicht vor zivilem Ungehorsam zurückschrecken.

Ich hoffe dabei, dass die gut gemeinten Aktionen unserer Jugend nicht von extremen Gruppierungen für anti-demokratischen Aktionen missbraucht werden. Dies wäre eine Katastrophe!

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Live-Bericht aus der Vista-Klinik

Seit April 2019 leide ich an meinem linken Auge unter der „feuchten Makula Degeneration“ und muss mir monatlich eine Spritze ins Auge verabreichen lassen. Diese Spritze schmerzt keineswegs, denn durch vorherige Tropfen wird das Auge unempfindlich. Ein Zahnarztbesuch ist unangenehmer, weil man zwar auch keine Schmerzen hat, aber laufend den Bohrer hört.

http://www.vistaklinik.ch

Als ich heute wiederum in der VISTA-Klinik weilte und auf meine Behandlung wartete, kam mir der Gedanke, über den Ablauf meiner Behandlung zu berichten Dazu verweise ich gerne auf einen ähnlichen Erlebnis-Bericht aus Thailand, denn dort erlebte ich einen Kulturschock und seltsames, als ich mich während meines letztjährigen Thailand-Aufenthaltes „bespritzen“ lassen musste:

8. Nov. 2018: Meine Augenspritze in Hua Hin auf thailändisch

Die VISTA-Klinik in Binningen ist eine private Augenklinik in nur 15 Minuten von meiner Wohnung zu Fuss erreichbar. In ihr habe ich bereits meinen grauen Star behandeln lassen. Sie wird von der Krankenkasse anerkannt und ihre Leitungen werden bezahlt.

1. Voruntersuchung: Sehschärfe und OCT

In der Klinik angekommen, muss ich mich am Empfang und anschliessend im 2. Stock anmelden. Von nun an läuft alles Computer-gesteuert ab. Es wird ein Blatt ausgedruckt, auf dem alle meine heutigen Behandlungen aufgeführt sind. Es herrscht ein geschäftiges Treiben. Weissgekleidete Schwestern in Hosenanzügen eilen hin und her. Von Zeit zu Zeit taucht ein Arzt auf, der einen Patienten zum nächsten Behandlungs-Ort bringt.

Schon nach kurzer Wartezeit werde ich aufgerufen. In einem ersten Schritt wird meine Sehschärfe und der Augendruck überprüft. Diesen Sehschärfe-Tests mag ich gar nicht. Ich fühle mich wie an einer Prüfung. Ich möchte ein gutes Resultat abliefern. Ich fühle mich gestresst, weil ich ich die noch lesbaren Zahlen nennen muss. Der Sehtest entscheidet ob ich schlecht oder gut sehe. Ich pendle an beiden Augen zwischen 80 und 100%. Am Anfang meiner Behandlung war das kranke Auge bei 60% Sehschärfe

Dann erhalte ich die ersten Tropfen in beide Augen, um die Pupillen zu erweitern, denn als nächstes wird ein OCT (optische Koherenz-Tomographie) meiner kranken Netzhaut erstellt. Anhand der Auswertung kann der Augenarzt meine feuchten Stellen und die Verdickung in der Netzhaut erkennen, mit den Messungen der Vormonate vergleichen und über die weitere Behandlung entscheiden

Durch die Optische Koherenz Tomographie (OCT) ist es heutzutage möglich, in einer erstaunlich kurzen Untersuchungszeit völlig unschädlich und schmerzfrau mit Hilfe eines Laserstrahls die Netzhautdicke exakt zu vermessen. Dabei ist es nicht notwendig, das Auge zu berühren. Hierdurch gelingt ein neuartiger Einblick in die kleinste Ebene des Auges.

Wickipedia

2. Arzt-Gespräch und Diagnose

In einem persönlichen Gespräch orientiert mich der Arzt über die Ergebnisse der Tests und deren Massnahmen, sprich „Es hat sich wenig verändert. Wir bleiben beim 4 Wochen Rythmus für die Spritze„. Sodann bringt er mich persönlich zum sterilen Trakt, in dem ich meine nächste Spritze erhalten werde.

3. Vorbereitung und Spritze im Steril-Raum

Am Eingang zum sterilen Trakt werde ich von einer Schwester empfangen, erhalte eine Plastik-Kopfhaube und ein Pflaster über dem Auge, das behandelt werden soll. Dann noch die Hände desinfizieren, bevor ich in den eigentlichen Vorbereitungsraum eintreten darf. Dort gibt es „tricky“ Plastik-Ueberschuhe, damit ich ja keinen Schmutz in den sterilen Vorraum hereintrage. Es warten bereits andere Patienten.

In den nächsten rund 15 Minuten erhalte ich 5 oder 6 Tropfen zur lokalen Betäubung des Auges. Dann werde ich aufgerufen und kann in den Operations-Raum eintreten. Drinnen warten eine Schwester und der behandelnde Arzt, beide in grünem sterilen Overall und Mundschutz. Ich setzte mich auf den Stuhl und werde auf den Rücken liegend flach abgesenkt. Dann erfolgt nochmals die Sicherheitsfrage, nach dem betroffenen Auge, sodann wird das Auge samt Umgebung desinfiziert, bevor der Arzt mit einem Plastik-Tuch das Gesicht abdeckt und mit Klammern das Augenlid fixiert. Ich muss nun in eine vom Arzt vorgegebene Richtung schauen z.B. nach rechts oben! Bei jeder Behandlung wird die Spritze an einen anderen Ort der Netzhaut gestochen. Dies vermerkt der Arzt auf dem Behandlungs-Protokoll. …. und dann ein kleiner Pick und ich sehe, wie Flüssigkeit in mein Auge fliesst.

4. Ruhe zu Hause

Das wars. Ein Sprung vom „Schragen“, ein Dankeschön an den Arzt und auf gehts, um den nächsten Termin im Sekretariat zu fixieren. Nach rund 1 Stunde verlass ich wieder die VISTA-Klinik. Einmal mehr war ich als Kunde König. Man hat mich sehr zuvorkommend und zügig behandelt.

Wegen der verschieden Augentropfen muss ich bei Sonnenschein draussen auf der Strasse eine Sonnenbrille tragen. Meine Pupillen sind offen. Den Rest des Tages darf ich nun nicht lesen, da dies das Auge extrem belasten würde. Ich darf aber Fernseh schauen.

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April 2019: Live Ticker vom „Basler Max“

+++ Trump’s Lügen – Europa muss aufwachen +++ Antisemitismus +++ Upgrade WP +++ RTL-ein Werbesender im F1 +++ Krankenkasse Auge +++ Foto-Walk: Basler Rheinhafen +++ Fasnachts-Bericht +++ Schnee im April +++ Augenspritze +++

Trump, eine Gefahr für die westliche Welt

Der deutsche Nachrichten-Fernsehsender NTV übertrug am Donnerstag, 25. April live eine Rede des amerikanischen Präsidenten Trump vor der NRA, der amerikanischen Waffen-Vereinigung. Ich habe selbstverständlich die Gelegenheit benutzt, live diesem Präsidenten der USA mit seiner Gestik und Wortwahl zu verfolgen. Ich habe nicht bis zum Ende seine Rede mitgeschaut. Mir wurde es vorher übel. Ich musste entsetzt abstellen.  Dieser „Schleim-Schleicher“ war für mich unerträglich. Es hat mich geschüttelt, vor Ekel. Seine Rede war voller Lügen, Uebertreibungen und Unterstellungen. Entsetzlich, sein Biertisch-Niveau!

Es muss schrecklich um das geistige Niveau der Amerikaner stehen, die einem derartigen Menschen ihr Vertrauen aussprechen und ihn als ihr Führer und Aushängeschild bejubeln. Bei ihm ist alles „tremendous“. Mit diesem typisch „amerikanischen“ Wort kann man alles ausdrücken, das aussergewöhnlich ist. Von ungeheuerlich, über gewaltig und einmalig, aber auch grausam und schrecklich. Dieses Wort zeigt den recht kleinen Wortschatz der meisten  Amerikaner, inkl. ihrem Präsidenten.

Wir müssen uns hüten vor den Amerikanern. Die USA sind nicht mehr unsere Freunde und Partner. Auch nach der Trump-Zeit sollte sich Europa auf seine eigenen Stärken besinnen und gemeinsam auftreten. Die Amis sind nicht besser als die Russen und Chinesen. Sie sind nur noch Konkurrenten!  Deshalb sind die bevorstehenden Europa-Wahlen derart wichtig!

Antisemitismus-Diskussion in Deutschland

Es ist für mich erstaunlich, wie oft in meinem Nachbarland dieses Thema auftaucht und die letzten Emotionen schürt. Ich weiss, Deutschland hat eine unschöne Vergangenheit und auch heute noch viele Rechts-Aussen, aber dies darf kein Grund sein, in den Diskussionen immer wieder den deutschen Antisemitismus aufzubeschwören und dieses Thema zu missbrauchen. Für mich hat dieses Tun ein unangenehmes „Gschmäckle“, wenn damit eine versteckte Erpressung dahergeht.

Von meinen Eltern habe ich gelernt und auch mein Leben hat mich gelehrt: Bei einem Streit tragen beide Seiten eine Mitschuld. Ich vernehme aber in den öffentlichen Medien immer nur, dass die Deutschen Mitbürger etwas gegen die Juden haben. Ich habe aber noch nie aus jüdischen Kreisen vernommen, dass die Juden auch eine Mitschuld daran tragen. Sind die Juden seit 2000 Jahren unbeliebt, weil sie Lämmer sind? Ich habe Mühe mit dieser einseitigen Diskussion, deswegen auch mein „Gschmäckle“, und wundere mich, dass mein jüdischer Nachbar mich nicht grüsst!

17. April 2019: Ich habe auf Version 5 gewechselt

Meine beiden Tagebücher basieren auf der „WordPress-Umgebung“. Monatelang habe ich mich gegen diesen grossen Upgrade meines Tagebuch-Systems WordPress gewehrt. Einesteils war es Angst, dass bei diesem Vorgang etwas schief gehen könnte, es war aber auch der neue Editor, der mich davon abgehalten hatte. Den Editor brauche ich, um meine Berichte zu schreiben und zu verändern. Der Neue funktioniert nach einer ganz neuen Philosophie. Er nennt sich „Gutenberg-„Editor. Er unterteilt den Inhalt eines Berichtes in Blöcke. Darunter versteht man Teile eines Berichtes. Ein Block ist z.B. ein Abschnitt, ein Titel, ein Bild, eine Aufzählung  etc. Ihr seid vom neuen Editor nicht betroffen. Er ist mein Problem

Die Aenderung auf die neue WordPress Version 5 ist gut gelungen und hatte keine negativen Auswirkung auf meine Tagebücher. Es ging nichts verloren und ich erhielt auch keine entsprechende Hinweise.

Der neue Editor ist sehr tricky, bietet viel Gutes und raffiniertes, hat aber noch einige Mängel. Ich habe z.B. noch nicht herausgefunden, wie ich ein Bild links oder rechts in den Text einfügen kann.

14. April 2019: RTL – ein Aergernis im F1

Das F1-Rennen in Shanghai stand heute früh ab 7 Uhr auf meinem Programm. Ich stellte RTL ein und musste einmal mehr realisieren, dass ich auf einem Werbe-Sender gelandet war. Gefühlte 50% der Sendezeit über das F1- Rennen schalteten sie um auf Werbung. Die wichtigsten Momente habe ich auf dem Schweizer Fernsehen SRF erleben dürfen, denn RTL war im Werbe-Modus.

Mein grosser Dank gilt dem Schweizer Fernsehen, ein Pfui geht an RTL

Ich bin froh, dass unser SRF kein privater Sender ist, der in ihren Sendungen durch unverhältnismässige Werbung Geld machen muss.

9. April 2019: Krankenkasse übernimmt die Thailand-Kosten für die 4 Augenspritzen

Freude und angenehme Überraschung herrschte heute früh, als ich per Mail von meiner Krankenkasse „Group Mutuel“ die Nachricht erhielt, dass sie alle Kosten für die 4 Augen-Spritzen in Thailand übernehmen werden.Es ging in meinem Falle nicht um ein paar Hundert Franken, sondern um insgesamt Fr. 8’000.–

7. April 2019: Foto-Walk mit Peter – Basler Rheinhafen bei April-Wetter

Der Wetterbericht liess nichts Gutes erwarten: „Wechselhaft mit Regenschauern“. Dies hinderten Peter Ä. und mich nicht, zu unserem Fato-Walk aufzubrechen. Der Basler Rheinhafen mit seinen 2 grossen Hafenbecken war unser Ziel. Mich interessierte der „Rost“, den ich überall erwartete. Vier Stunden waren wir mit unseren Spiegelreflex-Cameras  unterwegs, bis wir uns im Restaurant  „Zum rostigen Anker“ ein Abschluss-Bier genehmigten.  Die Ergebnisse liessen sich sehen. Ihr könnt die Bilder in meiner „Fotogalerie Best of Basel“ sehen.

8. April 2019: Rheinhafen Basel mit Peter und Max: Haafebeggi 1

6./7. April: Fasnachts-Foto-Bericht fertig erstellt

Klick aufs Bild zum Bericht „Basler Fasnacht 2019“

Es dauerte beinahe 1 Monat bis ich endlich meinen Foto-Bericht über die Basler-Fasnacht 2019 ins Netz stellen konnte. Es galt nämlich, die schlechten Fotos auszusortieren und von den verbleibenden die Besten weiter zu bearbeiten und optimieren. Es waren schöne 3 Tage, davon berichte ich mit Fotos und wenig Text in: „Mein Foto-Bericht Basler Fasnacht 2019

Do, 4. April: Es schneit

Die letzten Tage herrschten frühlingshafte Temperaturen zwischen 18-20ºC mit blauem Himmel. In der Nacht auf heute Donnerstag ein Temperatursturz auf knapp über 2ºC. Es schneite bis am Nachmittag auch in Basel. Die Dächer rund herum sind weiss. April-Wetter pur. Am Wochenende soll es wieder schöner und wärmer werden!

 

Do, 4. April: Augenspritze Nr. 14

Ich sei ein hartnäckiger Patient, meinte die Augenärztin bevor ich die 14. Eylea-Injektion erhielt. Aber langsam baue sich die Flüssigkeit ab. Dies sei doch positiv. Der 4 Wochen Rythmus wird beibehalten. Am 2. Mai wird die nächste Spritze fällig. Am 6. Mai fahr ich nach Istrien in meine Sommer-Residenz.

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Achtung: Zeitung lesen ist ungesund

„Die Gesundheit ist unsere grösste Gefahr“, meinen die Zeitungen

Aus meiner Sicht ist es ein grosser Blödsinn, ja ein Aergernis. Seite einigen Jahren haben die deutschen Zeitungen und Magazine ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Die Angst der Leser! Sie machen ihre Leser und Leserinnen darauf aufmerksam, was ihrem Leben schaden kann. In jeder ihrer täglichen OnLine-Ausgaben berichten sie mehrfach in irgendeiner Form über die Gefahren der Gesundheit, nach dem Motto:

Leben ist ein Risiko ! Leben ist gefährlich!

Sie berichten über gewisse Körper-Merkmale und -Gefühle, die auf ein grosses Leiden hinweisen könnte. Sie beraten die Leserschaft, wie diese grössere Gefahren für die eigene Gesundheit ausweichen kann. Ganz vorne auf der Liste dieser „Todes-Beratungs-Zeitungen“ befindet sich das Focus-Magazin.

Ein Blödsinn nach dem anderen wird da zu Papier gebracht. Papier ist geduldig:

      • Rote Flecken an den Beinen – das müssen Sie wissen (Focus 10.4.2019)
      • Symptome für Infarkt und Herzschwäche: Die wichtigsten Zeichen für ein krankes Herz – auch Beinschmerzen sind Warnsignal (Focus 10.4.2019)
      • Nur selten ist es Krebs: Experte erklärt, wodurch Hodenschmerzen verursacht werden – und was hilft (Focus 10.4.2019)
      • Die wichtigsten Nährstoffe für fitte Zellen – Essen gegen das Vergessen: Mit welchen Lebensmitteln Sie Demenz vorbeugen (Focus 11.4.2019)
      • Was Ihre Fingernägel verraten: Dieses Zeichen für Krebs sollten Sie nicht ignorieren (Focus 11.4.2019)
      • Anti-Krebs-Kodex; Das sind die 10 goldenen Regeln, mit denen Sie Ihr Krebsrisiko minimieren (Fokus 20.4.2019)
      • Finden Sie aus der Leberfalle: Sieben Wege für einen erfolgreichen Kampf gegen die Fettleber (Focus 20.4.2019)

      • Unbekannte Warnsignale: Vier markante Körpermerkmale deuten auf Herzprobleme hin (Focus 22.4.2019)
      •  Warnsignal für tödlichen Infarkt: Ein „stummer“ Herzinfarkt bleibt meist unbemerkt – worauf Sie achten müssen (Focus 27. 4. 2019)
      • Wenig bekannte Risikofaktoren: Blasenkrebs bleibt lange unbemerkt: Vier Faktoren zeigen, wer zur Vorsorge muss (Focus 1. Mai 2019)

      • 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr – Blasenkrebs bleibt lange unerkannt – drei Anzeichen sollten Sie ernst nehmen (Focus 6. Juni 2019)

Wenn ich diese Artikel alle lesen würde, dann wäre ich bereits total verkrebst und tot. Wobei diese Zeitungen auch fürs Sterben gute Ratschläge anbieten …….

 

 

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Ju di hui – Ich bin „Eidg. dipl. Organspender“

https://www.swisstransplant.org

Kennt Ihr die Angst, in wenigen Tagen oder Wochen sterben zu müssen? Ein schreckliches Gefühl!

Diese Angst kennen die, die dringendst auf ein Ersatz-Organ angewiesen sind. Sie hoffen und beten dafür, ein geeignetes Organ von einem Verstorbenen Spender zu erhalten.


Heute kam per Post mein Organspender-Dokument, das ich unterschrieben an Swisstransplant zurückschicken muss. Damit ist meine Registrierung abgeschlossen. Ich bin „Organspender Nr. 7579“.

Ich bin glücklich! ich bin registriert im nationalen Organspende-Register, auf das Fachpersonen und Aerzte direkten Zugriff haben, sobald sie nach einem Organ suchen. . Ich entlaste damit meine Nachkommen vor dem schwierigen Entscheid, was mit meinem Körper geschehen soll. Sie müssen auch nicht mehr in meinen Unterlagen oder dem Geldbeutel nach dem alten, vergilbten Organspende-Ausweis suchen. Mein Körper steht zur Verfügung.

Ihr müsst nun aber nicht meine, ihr könnt meine besten Stücke für Euch reservieren. Zudem plane ich nicht, bereits in Kürze abzuhauen.

Melde Dich auch an als „Organspender“ !

Jeder der in der Schweiz wohnt, kann sich bei „https://www.swisstransplant.og“ zum Organspender registrieren lassen. Mit kleinem Aufwand kannst Du zum Abschluss Deines Lebens einen Schwerst-Kranken glücklich machen. Dank Dir und Deiner Leber, Deinem Herzen oder Niere kann er weiterleben. Ich habe zusätzlich erlaubt, dass meine Ueberreste zu Forschungszwecken weiterverwendet werden dürfen.

Mein Datenblatt für den Eintrag ins „Organspenderegister“

 

 

 

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Fortschritte an meiner Biografie und meinem Testament

Obwohl das Wetter hier in Binningen (Basel) auch in den vergangenen Tagen prächtig war, nahm ich mir viel Zeit, an meiner Biographie und meinen Testament-Unterlagen zu arbeiten.

Ich habe zwar nicht im Sinn, in Bälde abzuhauen, aber ich bin mir bewusst geworden, dass auch ich nicht unsterblich bin. Deshalb ist es mir wichtig, dass meine Nachkommen nicht in eine emotionale Panik geraten, falls ich unverhofft mit einer schrecklichen Krankheit konfrontiert werde, die mein Leben stark beeinträchtigt oder sogar beendet. Ich dachte dabei an den für mich abschreckenden Fall des F1-Rennfahrers „Michael Schumacher“. So möchte ich niemals dahin-vegetieren. In einem vergleichbaren Zustand will ich, dasss die Maschinen abgestellt werden, denn ich hatte ein tolles Leben!

Sie kennen nun meine Gedanken und meine Lebenseinstellung in Bezug auf Tod, Invalidität und schweren Hirnschaden und können in meinem Sinne auch handeln. All dies habe ich zusätzlich in einer mehrseitigen „Todesfall-Verfügung“ formuliert.

Dieses Dokument ergänze ich laufend, sobald mir etwas wichtiges einfällt. Dieser Prozess dauert bereits ein paar Jahre an. Heute habe ich das nachfolgende Einstiegs-Kapitel in meine „Todesfall-Verfügung“ eingefügt:

Mein wichtigstes Anliegen

Mein Ableben soll möglichst wenig negativen Einfluss auf den Lebensablauf meiner Familie und Freundeskreis haben. Ich möchte, dass ihr Euch bewusst seid, dass ich von Euerer Trauer und Anteilnahme nichts mehr wahrnehme. Dies bedeutet nun nicht, dass ihr nicht traurig sein dürft. Aber ihr sollt Euer aktuelles Leben deswegen nicht umstellen. Es soll Euch nicht kümmern, was die Leute sagen werden. Denkt daran, dass ich das Leben, die Reisen und Ferien über alles liebte.

  • Falls ich in Thailand sterben sollte, soll niemand nach Thailand reisen, weil es Tradition ist. Es ist schade um das Geld für den Flug. Nehmt Euch Zeit zur Reise-Planung und reist ein paar Wochen oder Monate später in mein Haus in Hua Hin  und erlebt Thailand.

  • Falls jemand von Euch durch die Todesnachricht in den Ferien überrascht wird, soll er seine Ferien weiter geniessen und keinesfalls abbrechen.

  • Falls Ihr kurz vor der Abreise steht, sollt Ihr abreisen und die Ferien geniessen, aber keinesfalls die Reise stornieren.

Meine Biographie: Mein Leben im Sport und Militär

Diese beiden Themen standen im Vordergrund meiner aktuellen Veröffentlichungen. Vorallem seit meiner Pensionierung Ende 2000 war ich weit über 60’000 k m mit dem Rennrad unterwegs. Ich strampelte vom Norden in den Süden Thailands und auch Vietnams, Ich traf dabei ehemalige Grössen des Radrennsportes wie Tony Rominger, Andy Schleck, Ernesto Guidali und auch Max Hürzeler.

Das Militär hatte mich geprägt, stellte ich beim Schreiben fest. Ich wollte besser sein als mein Vater, konnte es ihm aber nicht mehr beweisen, weil er kurz vor meinem grössten Erfolg während der Offiziersschule an einem Autounfall in England verstarb. Dadurch hatte ich nie einen „Bewunderer“.  Ich blieb mit meiner Leistung alleine.

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