Schweizer oder Berner Butterzopf

In meiner Jugendzeit backte mein Vater jeden Samstag ein besonderes Brot: den Butterzopf, oder wie es im Berner Dialekt heisst, die "Züpfe". Das ist ein alter Zopf, der hoffentlich noch lange nicht abgeschnitten wird. Schon Jeremias Gotthelf hat vor 150 Jahren dieses Gebäck in seinen Erzählungen des Bauernlebens im Emmental erwähnt.

 

Man braucht für einen Zopf von etwa 1 kg (sonst proportional weniger)

Zutaten:

  • 1 kg Weissmehl oder auch Ruchmehl
  • 1 Würfel (=40 g) Hefe
  • je 2 Teelöffel Salz und Zucker
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 6 dl Milch
  • 1 Eigelb zum bestreichen
  • Achtung: kein Ei in den Teig, denn Eier machen den gebackenen Zopf nicht luftig, sondern zäh und grob

Zubereitung:

Butter erwärmen, bis er sich verflüssigt. Die Hefe in leicht temperierter Milch auflösen. Anschliessend alle Zutaten in einer Teigschüssel zusammengeben und gut vermischen. Masse intensiv zu einem geschmeidigen Teig kneten. Ein Hefeteig braucht Zeit zum Aufgehen, sicher 1 Stunde in zugedeckter Schüssel an einem warmen Ort auf das Doppelte gehen lassen.

Den Teig nochmals zusammenkneten und drei (Spezialisten können es auch mit vier) gleichlange, gleichmäßige Stränge formen. Diese kreuzweise übereinander legen und zu einem Zopf zöpfeln, indem der obere Strang rechts mit dem Strang unten gekreuzt wird und umgekehrt. Den Zopf nochmals ca. 40 Minuten zugedeckt gehen lassen. Anschliessend in vorgeheiztem Ofen (ca 220 °C) auf zweitunterster Rille während 30-40 Minuten backen. Als Abschluss wird der noch warme Zopf mit dem Eigelb bestrichen.

Varianten:

Je nach Lust und Laune gebe ich dem Teig Sultaninen, Nüsse, Sonnenblumenkerne oder grobe Splitter (ca 5x5 oder 5x10 mm) dunkler Schockolade bei.

 

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