Leider darf ich aus Urheberrechts-Gründen keine Bilder von Künstlern, die noch nicht 70 Jahre tot sind, abbilden. Daunter fallen die grossartigen Bilder von Picasso, Giacometti, Hans Arp, Salvador Dali, Kokoschka etc und die meisten modernen Werke aus dem Neubau des Kunstmuseums.
Ganz besonders möchte ich auf die Geschichte der Basler Picasso-Sammlung hinweisen. Es ist einmalig, was sich in der kunst-verrückten Stadt im 1967 ereignete. Durch anklicken auf den nachfolgenden Link gelangst du direkt zur Story: Das Basler Picasso-Wunder von 1967
| 28. Juni 2026: Besuch des Kunstmuseums Basel |
Seit Tagen litt Basel unter grosser Sommerhitze. Gestern zeigte das Thermometer in Binningen eine Rekord-Temperatur von 39 Grad Celsius. Um die älteren Semester vor der Hitze zu schützen, im Museum ist es um die 21 Grad Celsius klimatisiert, lud das Kunstmuseum die Senioren über 65 Jahren während 2 Wochen gratis ins Museum ein. Diese Gelegenheit benutzte ich und ging erstmals seit über 70 Jahren wieder einmal ins Basler Kunstmuseum.
Es war ein grosses Erlebnis. Grossen Eindruck bereitete mir u. a. eine der grössten Picasso-Sammlungen, die Holbein Bilder und viele berühmte Schweizer Künstler wie Hodler Giacometti, Hans Arp etc. Der Neubau, grösstenteils finanziert durch die Kunstmäzenin Maja Oeri ist ein grossartiger Bau. Marmor vom feinsten auf 3 Stockwerken.
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Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel aus dem Jahr 1936 wurde von dem Basler Architekten Rudolf Christ zusammen mit dem Stuttgarter Baumeister Paul Bonatz, beide Vertreter einer konservativen Moderne, entworfen. Er war als reines Sammlungshaus konzipiert worden, eine Bestimmung, die er seit der Eröffnung des Neubaus im Frühjahr 2016 mit dessen speziell für Sonderausstellungen konzipierten Oberlicht-Räumen wieder voll wahrnehmen kann.
Im Erdgeschoss präsentiert sich heute die Sammlung Basler Kunst, im Zwischengeschoss die Werke der Sammlung Im Obersteg. Im ersten Obergeschoss finden sich die Sammlungen mit Kunst aus dem Mittelalter und der Renaissance sowie des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Werke der Klassischen Moderne und der Europäischen Nachkriegsmoderne (wie Picasso, Giacometti, Arp etc) werden im 2. Obergeschoss präsentiert. Schliesslich beherbergt der Hauptbau im Zwischengeschoss auch das Kupferstichkabinett sowie im Erdgeschoss den Shop und das Bistro Kunstmuseum.
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Im April 2016 eröffnete gegenüber dem Hauptbau und unterirdisch mit diesem verbunden ein drittes Haus: der Neubau, entworfen vom ortsansässigen Architekturbüro Christ & Gantenbein. Er ist sowohl für Sonderausstellungen als auch für Sammlungspräsentationen konzipiert. Möglich wurde die Erweiterung dank einer öffentlich-privaten Partnerschaft: Dr. h.c. Maja Oeri schenkte dem Kanton Basel-Stadt die Mittel zum Erwerb der Bauparzelle. Zu den Baukosten von insgesamt rund CHF 100 Millionen trug die Laurenz-Stiftung CHF 50 Millionen bei.
Der Neubau zitiert in vielen seiner Elemente die architektonische Sprache des Hauptbaus: Am offensichtlichsten manifestiert sich dieser Dialog im monumentalen Treppenhaus des Neubaus mit dem zentralen runden Oberlicht, im Kratzputz des Foyers und des Treppenhauses, sowie in der subtilen Farbgebung der Backstein-Fassade.
In den Oberlichtsälen im 2. Obergeschoss werden die grossen Sonderausstellungen präsentiert. Die anderen Geschosse sowie der unterirdische Verbindungstrakt zum Hauptbau sind für Sammlungswerke ab 1950 vorgesehen – mit Ausnahme des zeitgenössischen Kunstschaffens, das im Kunstmuseum Basel | Gegenwart gezeigt wird. Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich zudem eine zusätzliche Verkaufsstelle des Shops im Hauptbau.
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| Das Basler Picasso-Wunder von 1967 |
Autor: Denise Chervet, SRF
«All You Need Is Pablo»: Mit diesem Slogan kämpften junge Basler 1967 für den Ankauf von zwei Picasso-Bildern. Sie bewegten die Basler Stimmbürger dazu, mehr als sechs Millionen Franken auszugeben. Dieser legendäre Volksentscheid führte zu einer wundersamen Picassobilder-Vermehrung.
Am 20. April 1967 stürzte ein Flugzeug der Basler Globe Air ab und riss 124 Menschen in den Tod. Diese Katastrophe führte zum ersten Grounding einer schweizerischen Fluggesellschaft. Der Hauptaktionär der Globe Air, Peter A. Staechelin, musste für die finanziellen Forderungen geradestehen.
Staechelin besass kaum noch Geld, dafür aber millionenschwere Kunst, die im Kunstmuseum Basel hing. Sein Vater hatte diese Familiensammlung in eine Stiftung überführt. Mit der Auflage, die Bilder dürften nicht verkauft werden, es sei denn, ein Familienmitglied gerate in finanzielle Not.
Zum Entsetzen der Basler Kunstwelt verkaufte Peter A. Staechelin ein erstes Bild nach Amerika: «La Berceuse» von Vincent van Gogh. Der Verkauf weiterer Gemälde drohte, unter anderen zwei bedeutende Gemälde von Pablo Picasso: «Arlequin assis» (1923) und «Les deux frères» (1905).
Franz Meyer, der damalige Direktor des Kunstmuseums Basel, brachte Politiker, Kunstfreunde und Peter A. Staechelin soweit, dass die Stadt für 8,4 Millionen Franken die beiden Gemälde kaufen konnte. 2,4 Millionen musste von privater Seite erbracht werden, die restlichen 6 Millionen wollte die Stadt zahlen.
Doch gegen den Staatsbeitrag wurde das Referendum ergriffen. Was nun folgte, war beispiellos. Die Basler Jugend ging auf die Strasse und kämpfte für den Bilderankauf. Die ganze Stadt war auf den Beinen, sogar der FCB warb mit einer Plakataktion dafür.
Ein legendäres Bettler-Volksfest in der gesamten Stadt wurde organisiert, um möglichst viel Geld zusammezubringen. Am 17. Dezember 1967 entschied die Basler Stimmbevölkerung an der Urne, dass die zwei Gemälde von Pablo Picasso mit Steuergeldern gekauft werden.
Von seinem Alterssitz bei Mougins in Südfrankreich aus hatte Picasso die Ereignisse mitverfolgt. Angela Rosengart, die heutige Leiterin des Museums Sammlung Rosengart in Luzern, war mit Picasso befreundet. Sie und ihr Vater, der Kunsthändler Siegfried Rosengart, waren oft zu Besuch beim Künstler.
Sie erinnert sich, wie sie Picasso von den Ereignissen in Basel berichteten. Dass in einer Volksabstimmung die Menschen für den Kauf seiner Bilder stimmten, begeisterte den Maler.
Picasso lud nun Museumsdirektor Franz Meyer nach Mougins ein. Er durfte sich ein Bild auswählen. Der Fotograf Kurt Wyss war ebenfalls mit dabei. Franz Meyer konnte sich nicht für ein Bild entscheiden, erzählt Wyss.
Er bat Picasso, zwei Bilder nebeneinander zu stellen, damit er eine Wahl treffen könne. Daraufhin meinte Picassos Frau Jacqueline, die beiden Bilder gehörten doch sowieso zusammen. Picasso solle doch beide nach Basel geben – und er stimmte zu.
Schliesslich gab Picasso noch zwei weitere Bilder dazu. So kehrte Franz Meyer mit drei Gemälden und einer Skizze zu einem der berühmtesten Picasso-Werke – «Les Demoiselles d’Avignon» – reich befrachtet zurück nach Basel. Die Bilder schenkte Picasso ausdrücklich der «Jeunesse de Bâle», die für seine Kunst auf die Strasse gegangen war.
Gerührt von dieser grosszügigen Geste entschied sich auch die Basler Kunstmäzenin Maja Sacher, dem Museum ein Bild zu überlassen. Sie brachte einen Picasso aus der kubistischen Phase eigenhändig ins Kunstmuseum.
Mit diesen Schenkungen besitzt das Kunstmuseum Basel heute eine der weltweit bedeutendsten Picasso-Sammlungen.
Foto-Galeries von Max LehmannSchafmattweg 13, CH-4102 Binningen |
https://www.maxlehmann.ch |
https://www.maxlehmann.ch/menu/home_euro.htm |