11. - 18. März 2022: Eine Woche mit Lena von Wahlen
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Im August 2020 weilte ich 1 Woche bei Lena und Christian in der Eifel. Darüber berichtete ich in meinem Reisebericht: 16. - 22. Aug. 2020: Zu Besuch bei Lena, Christian und Zofia. Leider ist in der Zwischenzeit Christian Anfang Januar 2022 an Corona verstorben. Die vergangenen Wochen waren eine schwere Zeit für Lena. Sie entschloss sich deshalb auf mein Angebot einzugehen, ein paar Tage bei mir in Basel zu verbringen. Eine andere Umgebung und interessante Aktivitäten sollten sie auf andere Gedanken bringen.

Es wurde eine grossartige Woche mit Besichtigungen der Stadt Basel, des Kloster Mariastein, Fahrt durch das Albula Tal von Chur nach St. Moritz und Shopping in Basel.


Freitag, 11. März: Ankunft in Basel

Nicht ganz 4 Stunden sollte die Fahrt von Köln nach Basel dauern. Aber es sollte ganz anders kommen, denn der ICE hatte 45 Minuten Verspätung und kam erst um 15:30 Uhr in Basel an. Zudem entschloss sich die Deutsche Bundesbahn den Zug bereits im "Deutschen Badischen Bahnhof" in Basel zur Rückfahrt zu wenden, also nicht zum "Schweizer Bahnhof Basel SBB" zu fahren, wo ich auf Lena wartete.

Aber ich bekam dank der SBB-App auf meinem Handy mit, dass der ICE Verspätung hatte und seine Fahrt frühzeitig abbrach. So begab ich mich eilends mit der Strassenbahn quer durch Basel zum Deutschen Bahnhof, um Lena abzuholen. Ende gut, alles gut ... wir trafen uns und fuhren mit dem 2er-Tram nach Binningen.

Die beiden Hauptpersonen: Lena und Max

   

Samstag, 12. März: Rundgang durch Basel und abends Geburtstags-Essen

Zur Einstimmung auf Basel stand am ersten Tag eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Mit dem 34er-Bus gings zur Lyss, von dort via Gemsberg und Spalebärg auf den Marktplatz zum Basler Ratshaus.

Mitten im Innenhof des Rathauses steht die Statue des Lucius Munatius Plancus, dem Römer mit Goldhelm. Es geht der Mythus um, dass er der Gründer von Basel sei. Dies kann aber mit Sicherheit widerlegt werden. Heute gilt Lucius Munatius Plancus einzig als Gründer der römischen Kolonie Augusta Raurica in Augst.

Weiter führte uns der Weg vom Marktplatz das Martinsgässli hoch und via Staatsarchiv und Blauem Haus auf den Münsterplatz zum Basler Münster.

Dann kam meine grosse Ueberraschung: Von der Pfalz stiegen wir zum Rhein hinuter und fuhren mit der "Münster-Fähri" ins Glaibasel. Dort spazierten wir ungefahr 500 m den Rhein aufwärts, um mit der "St.Alban-Fähri" wieder ins Grossbasel zurück zu fahren.

 
 

Im Hintergrund das Kleinbasel-Ufer

Blick Rhein abwärts

Auf Kleinbasler Seite


im Hintergrund das Basler Münster

 
 
 

Samstag, 12. März: Lenas 70er-Geburtstag

Lenas 70. Geburtstag war einer der Gründe, Ihr Haus in der Eifel zu verlassen. Sie wollte ihn in einer anderen Umgebung feiern.

Mein Problem bestand darin, ein geeignetes Ess-Lokal zu finden. Einige meiner Favoriten hatten Betriebsferien nach den harten Fasnachts-Tagen. Auf Empfehlung eines Freundes und meines Probeessens vor einer Woche entschied ich mich auf das Restaurant Latini in der Falknerstrasse. Ein italienisches Restaurant mit etwas gehobenerem Niveau. Es war nicht schlecht, das Ambiente hätte etwas festlicher sein können. Als Ueberraschung erhielt Lena vom Chef ein Tiramisu-Dessert gespendet.

   
 
 

Montag, 14. März: Kloster Mariastein

Das Kloster Mariastein ist eine Benediktinerabtei in der Gemeinde Metzerlen-Mariastein im Kanton Solothurn. Mariastein ist nach Einsiedeln der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Schweiz. Die Klosteranlage steht unter Denkmalschutz.

Von Binningen aus ging die Fahrt mit der Strassenbahn Nr. 10 bis nach Flüh und von dort im Fussmarsch in 45 Minuten auf dem Walfahrtweg hoch bis zum Kloster. Es war ein steiler Anstieg, aber unterwegs wartete eine Bank zur Erholung.

Gnadenkapelle

Das Gnadenbild der Mutter vom Trost befindet sich in einer Gnaden-Kapelle in einer Höhle unterhalb der heutigen Benediktiner-Klosterkirche, zu der man über 59 Stufen hinabsteigt. Unzählige Votivtafeln verkünden auf dem Weg zur Grotte, dass die Madonna für manche noch immer Wunder wirkt.

   
 
   
 
   
 
 
 
     

Es war ein grossartiger Tag. Ein optisches Erlebnis und auch Erlebnis für die Gefühle. Wir waren die einzigen Besucher in der Klosterkirche und der Gnadenkapelle.


 

Dienstag, 15. März: Fahrt mit der Rhätischen Bahn durchs Albula Unesco Weltkulturerbe von Chur nach St. Moritz

Dieser Tag sollte der Höhepunkt von Lenas Woche in Basel sein. So organisierte ich bereits 2 Wochen vorher zwei Tageskarten für alle Verkehrsmittel der Schweiz. Viele Gemeinden in der Schweiz bieten Ihren Einwohnern unpersönliche Generalabonnemente in Form von Tageskarten der zweiten Klasse zu 40 Franken an.

Sie ermöglicht freie Fahrt auf allen Strecken der SBB und Postautos sowie den meisten konzessionierten Privatbahnen, städtischen Nahverkehrsmitteln und vielen Schifffahrtsbetrieben der Schweiz.

Früh mussten wir aus dem Bett, denn kurz nach 8 Uhr fuhr die Eisenbahn ab in Richtung Zürich - Chur, wo wir in die rote Rhätische Bahn umsteigen mussten. Um ein Haar ist bereits in Basel alles schief gegangen, denn ich verwechselte den Bahnsteig und wir sassen im Zug nach Luzern, und nicht in dem nach Zürich. Aber ich realisierte meinen Fehler im letzten Moment, als ich auf der Wagen-internen Anzeige die Destination "Luzern" entdeckte. Flugs sprangen wir aus dem Zug, der kurz darauf abfuhr. Glück gehabt Max! Ich hätte mich tödlich geärgert!

 

Die Albula-Strecke nach St. Moritz

Von Thusis aus klettert die "Rhätische Bahn" (RhB) durch Kehrtunnels und über Viadukte das Albulatal hoch in Richtung St. Moritz. Die harmonisch in die Landschaft eingebettete Linie ist ein Paradestück aus der Zeit der Bahnpioniere und gehört zum UNESCO Welterbe RhB.

Noch heute gilt die 62 Kilometer lange Albulalinie als Meisterleistung in Sachen Bahntechnik und Linienführung. 1903 eröffnete die RhB die spektakuläre Strecke zwischen Thusis und St. Moritz nach nur fünf Jahren Bauzeit. Die rote Bahn klettert dabei über 1'000 Höhenmeter hoch – dank Solis-Viadukt, Landwasser-Viadukt und den Kehrtunnels zwischen Bergün und Preda ohne Zahnrad.

   
 
   
 
   
 

Bergün

Typisch für das Engadin sind die Engadinerhäuser mit ihren wuchtigen Steinmauern, die oftmals mit der Sgraffito-Technik verziert sind, die tiefen Fensterfluchten, der Erker und die beiden Eingangstore in den Sulèr (Tenne, Arbeitsraum) und den Stall an der Stirnseite.

   

St. Moritz, mondäner Ferienort der Reichen

Ueber die grösste und längste Rolltreppe der Schweiz vom Bahnhof auf 1775 m.ü. M. und dem zugefrorenen St. Moritzersee ging es zum Badrutt' s Palace Hotel auf 1825 m.ü.M. St. Moritz-Dorf ist bei weitem kein Dorf mehr. Es ist eine mondäne Stadt in Beton und breiten Strassen und vielen Luxus Geschäften. Der einzige Unterschied zum Zentrum von Zürich sind die fehlende Strassenbahn, der harmlose Auto-Verkehr und die steil ansteigenden Strassen. Ich fühlte mich in St. Moritz nicht wohl.


Weg via Rolltreppen zum St. Moritz Dorf
 
     
 
   
 

Blick auf den zugefrorenen St.-Moritzersee
 

Der Rückweg führte uns durch das Landwassertal via Zernez - Verena-Tunnel - Klosters - Davos nach Landquart, wo wir in den SBB-Schnellzug nach Zürich und Basel umstiegen. Gegen 19 Uhr langten wir in Basel an. Es war ein langer Tag voller Erlebnisse. Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt. Es fehlten die Sonne und der blaue Himmel.


Mittwoch/Donnerstag, 16./17. März: Shopping in Basel: Tommy Hilfiger läasst grüssen

Ich wusste, zu den Hobbies von Lena gehört das Shopping. Zweimal fuhren wir zu diesem Zweck in die Stadt Basel, wobei wir das Shopping mit Besichtigung des "Spalentors" und des "Fasnachtsbrunnens" beim Theater Basel verknüpften.

   

Als erste wurde Lena fündig. Sie entschied sich für ein tolles Tommy Hilfiger Bikini und fand, ich sollte mir eine leichtere Uebergangsjacke kaufen ... und hatte bereits eine in der Hand. Es kamen ein Hemd, ein Leibchen und zwei Pullover dazu. Alles von Tommy Hilfiger. Man muss nun wissen, dass seit meiner Novartis-Zeit vor über 25 Jahren, als ich öfters in den USA weilte, ich ein Tommy Hilfiger Fan bin.

     
 
     

Kulinarisches und Erholung

Gegessen haben wir auch. Am ersten Abend gab es Lachs mit Crevetten-Salat, dann das Geburtstagsessen im Rest. Latini. Wir waren auch in einer Pizzeria und im In-Restaurant Gifthüttli, wo wir ein sog. Schweizer Cordon Bleu bestehend aus Kalbsfleisch, Bündnerfleisch und Käse genossen. Den letzten Abend verbrachten wir in Kittipons Thai-Restaurant.

   

Aber auch unsere Erholung kam nicht zu kurz. Nach den Besichtigungen legten wir uns jeweilen hin, um uns für die nächste Aktivität vorzubereiten.

 

Freitag, 18. März: Rückfahrt von Lena

 
 
 

Es war eine schöne Woche. Lena hat mir ein paar Tage später per WhatsApp geschrieben: "Danke Max, Ich habe mich bei Dir wie zu Hause gefühlt und die Ruhe genossen. Es war ein schöner und spezieller Geburtstag.". Ich kann hier beichten, noch tagelang habe ich meine Muskeln und vorallem am linken Fussgelenk mit schmerzender Achillesferse von den täglichen Besichtigungen und Wanderungen gespührt. Dank Voltaren ging auch dies vorbei! Auch ich habe diese Woche genossen, denn viele war auch für mich neu.

 

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