Tag: Ungeziefer

1. Nov.: PEST-Control (Schädlings-Bekämpfung)

Ich lag auf meinem Liegestuhl, um mich von meiner heutigen 96km-Ausfahrt zu erholen. Ich träumte süss, als ich denn typischen Ton hörte, den Laubbläser von sich hergeben. Ich roch den typischen Duft von Chemie! Es war der Schädlingsbekämpfungs-Trupp von Hua Hin unterwegs. Sie spritzten ihr starkes Gift in alle Kanalisationslöcher, um den Ratten und Schlangen den Garaus zu machen.

Ein Sprung ab dem Liegebett, die Wäsche zusammen geräfft und den Stuhl samt Liege ins Wohnzimmer gestellt. Leider reichte es nicht mehr, die Fenster zu schliessen. Jetzt muss ich eben das ganze Haus lüften.

Am nächsten Tag kamen sie nochmals. Warum auch? Ich bekam nun die Gelegenheit, neue aktuelle Photos zu machen.

Kampf gegen die Tigermücke und Dengue Fieber

Zwei Wochen später am 11. Nov. 2019 kamen sie erneut und spritzten das Gift in die Kanalisation und die Gärten. Nun war ich mir sicher. Dies war eine Aktion gegen die Tigermücke und seine Larven, die das Denque-Fieber verbreiten. In der Tat hat sich das Denque-Fieber bis nach Hua Hin ausgeweitet. Mein Nachbar erkrankte letztes Jahr an dieser Krankheit, für die es noch keine Impfung gibt.

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Eine Plage zwar, aber eine wunderbare Raupe

Meine Wüstenrose und ihre Raupe

Sie ist unersättlich. Die Blätter der Wüstenrose sind ihr Leibgericht. Stundenlang frisst sie und wird von Minute zu Minute dicker und grösser: Meine giftgrüne Raupe.

Die Wüstenrose wird jedoch immer magerer. Zum Schluss steht sie da, ohne ein Blatt!

Wüstenrose (Adenium obesum)

Sie faszinieren mich immer wieder, diese grünen etwa 6-7 cm grossen Raupen, die die Blätter meiner Wüstenrose (Adenium obesum) abfressen. Innert weniger Tage wachsen sie von einer feinen 1-2 mm dicken Raupe zu dem grossen „Monstrum“. Man entdeckt sie nur nach genauem Beobachten. Sie verstecken sich unter den Blättern, die sie in Windeseile abfressen. Innert 2-3 Tagen ist ein Strauch leer gefressen, aber auf dem Boden liegen unzählige schwarze Kügelchen. Anfänglich meinte ich, dies seien Samen von der Pflanze. Nun weiss ich aber, dies ist der Kot der Raupe.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Nur bei genauem Hinschauen findet man das Ungetüm unterhalb eines Blattes. Die Raupe passt sich seiner grünen Umgebung optimal an. Beide haben dasselbe grün, die Raupe und das Blatt. Deswegen sind sie auch schwer zu entdecken.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Sofern man genügend nahe hingeht, hört man, wie sie mit ihrem Beisswerkzeug die Blatteile abbeisst. Wie eine Stichsäge knabbert sie innert kürzester Zeit ganze Blätter weg.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Das raffinierte Beisswerkzeug kann sie ein- und ausfahren. Dann ist ihr Kopf um fast einen Zentimeter kürzer oder länger.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)Wunderbar sieht sie aus. Aber dann muss auch ich mich überwinden und sie töten.

Raupen auf der Wüstenrose (Adenium obesum)Ein trauriger Anblick meiner abgefressenen Wüstenrose. Aber sie erholt sich bald wieder und macht neue Blätter. Man beachte die unzähligen Kot-Kügelchen am Boden.

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Ueber Kakerlaken, Termiten, Ameisen und Hundert-Füssler

pestcontrolKakerlaken auf Gran Canaria

Als ich vor ein paar Jahren auf Gran Canaria Ferien machte, war es normal, dass Kakerlaken durch die Küche und die Wohnung huschten. Ich gewöhnte mich schnell an die schwarzen Käfer und hatte einzig die Sorge, dass ich bei Nacht einen zertreten könnte.

Termiten, Ameisen und Hundert-Füssler in Thailand

scolopender

Hundert-Füssler (Scolopender)

Hier in Thailand besteht eine grössere Gefahr an derartigen Schädlingen. Nicht nur Kakerlaken, sondern  Termiten, Ameisen und Hundert-Füssler sind die Schrecken der Haushalte. Die Termiten fressen einfach alles, was nach Holz aussieht. Die Ameisen sind überall dort, wo es etwas süsses zu fnden gibt.

Der Scolopender oder Scolopendra (Hundert-Füssler) gehört zu den giftigsten Vertretern der Gliederfüßler Spezies. Das hoch bewegliche Krabbeltier kann in Thailand beachtliche Größen von bis zu 20cm erreichen. Thais nennen das Tier „Takrab“ und geben ihm nur wenig Überlebenschancen, sobald sie es entdecken.  Die Hundert-Füssler sind besonders gefürchtet. Ihre Bisse sind gefählich und in gewissen Situationen lebensgefährlich. In jedem Fall wird empfohlen, nach einem Biss immer den Arzt aufzusuchen.
Vor zwei Jahren musste ich den „Electro-Man“, einen auf elektrische Arbeiten spezialisierten Thai, kommen lassen, weil der Schalter zum Ein- und Ausschalten der Wasserpumpe nicht mehr funktionierte. Er war total verdreckt mit Erde. Erde? Woher kam denn diese Erde, fragte ich mich bereits damals. Es waren lauter Ungeziefer, die in der Eletroleitung wirkten, und die Erde aus dem Boden nach oben schafften. Heute weiss ich es, es sind Termiten, denn sie haben den Schalter bereits wieder lahmgelegt.

PEST-Control = kontrollierter Einsatz von Pestiziden

PEST-Control: Vernichtung von SchädlingenNun musste etwas geschehen, obwohl ich bisher noch wenig von den anderen Schädlingen betroffen war. Gemeinsam mit der Hausbesitzerin haben wir eine auf die Ungeziefer-Vernichtung spezialisierte PEST-Control Firma beigezogen, um das Haus vor Ungeziefern zu schützen. „PEST-Control“ oder auch -Management bedeutet: kontrollierter Einsatz von Pestiziden zur Vernichtung von Schädlingen jeder Art.

Wie kontrolliert der Einsatz war, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall gingen die Mitarbeiter sehr fahrlässig mit diesen Giften um. Sie trugen weder Schutzmasken, noch Handschuhe oder Ueberkleider. Mir hat der Vorgesetzte mindestens empfohlen, mich 4 Stunden nicht im Hause aufzuhalten.
Die Thais sind nicht unzimperlich mit dem Einsatz der schlimmsten Giften, was Pat anfangs Jahr erleben musste, als sie in Bangkok in eine solche Giftwolke geriet und als Folge 2 Wochen im Spital war, weil sie innere Verätzungen davon trug. Sie ist jetzt noch nicht wiederhergestellt und sollte das Reden möglichst unterlassen.
Der Check duch den Vorarbeiter war beruhigend. Er konnte keinen grossen Ungeziefer Befall in- und ausserhalb des Hauses feststellen.  An 3 Stellen hatte er Termiten festgestellt. Diese mussten nun  mit einem Gift-Cocktail vernichtet werden, indem Pestizide in dafür bereits beim Bau vorgesehenen und eingebaute Rohre unter das Haus gespritzt wurde. Sechs solcher Rohre haben wir gefunden. Zusätzlich wurde die ganze Umgebung mit dieser Brühe weitläufig abgespritzt, auch der Pflanzentrog ausserhalb des Gartens. Dort in der Erde sollen sich die Ungeziefer am wohlsten fühlen!
Wie erfolgreich die Spritzerei war, sah ich anschliessend auf dem Boden hinter dem Haus: Einen der gefährlichen Hundert-Füssler hatte es erwischt. Eine Stunde dauerte der Einsatz. Jährlich sollen wir die Aktion wiederholen. Er kostete 3’500 Baht (ca SFr. 100.–)
PEST-Control: Vernichtung von Schädlingen

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