Schlagwort-Archiv: Television

Okt 23 2015

Ich liebe die digitalen Technologien – Sie machen mein Leben lebenswert

Man vergisst so schnell: Es sind erst 20 Jahre her

Vor 20 Jahren im 1996 haben CIBA-GEIGY und SANDOZ zu NOVARTIS fusioniert. Warum nenne ich dieses Datum? Diese Fusion war nur dank den  damals neuen digitalen Technologien derart erfolgreich. Man nutzte nicht mehr Papier und Schreibmaschinen. Es standen digitale Werkzeuge wie Excel-Tabellen, weltweite Mailsysteme und etwas Internet zur Verfügung. In beiden Firmen waren grosse Netzwerke installiert, über die man mit den „dummen“ Bildschirmen Internet nutzen konnte. Die Daten, mit denen man arbeitete waren auf internen Servern (=Rechner) abgelegt. Heute würde man denen „Cloud“ sagen. Es gab noch keine Smartphones, aber bereits die mobilen Telefone mit denen man drahtlos telefonieren konnte.

Heute kann jeder mit seinem Smartphone ins Internet und surfen. Dies war damals noch nicht möglich. Oder nur mit grossem technischen Aufwand. Mitarbeiter, die oft und viel unterwegs waren, wurden mit Notebooks oder Laptops des Typs „IBM THINKPAD“ mit anschliessbarem Mobil-Phone ausgerüstet. Ich gehörte auch dazu, denn ich war oft unterwegs, auch in den USA. Ich konnte mich auf diese Weise  von irgendwoher ins zentrale Novartis Netzwerk einwählen und mit den dort gespeicherten Daten arbeiten. Der eine oder andere erinnert sich bestimmt noch daran, wie ich von Solaris aus, an den Fusionsuntelagen arbeitete.

Was hier so einfach beschrieben aussieht war viel komplizierter. Von Solaris aus wählte ich mich mit dem mobilen Telephon auf einen Internet-Knoten in Zagreb und von dort weiter in die Schweiz und weiter zu Novartis.

Dies war vor 20 Jahren und noch nichts für Privatpersonen. Erst mit den neuen Smartphones ab Ende des letzten Jahrtausends konnte man dezentral surfen. Praktikabel wurde es im 2007 mit dem iPhone von Apple.

Mein Haus Soi 94, 34/144,  Dusit Land & House 10: TV David Garrett und Markus Lanz

Neuzeit: Mein digitales Leben in  Thailand

Heute ist man viel weiter. Alles ist selbstverständlich. Oft realisiert man gar nicht, dass dies nur dank Internet möglich ist Oft schmunzle ich, wenn mir die obige Abenteuerzeit in Erinnerung kommt. Heute ist mein Notebook resp. sind meine beiden Notebooks Drehscheibe für alles:

  • Ich kann über die Services ZATOO oder GLOBAL-TV alle deutschprachigen Fernsehprogramme anschauen und auch Radios hören. Leider aber wegen der Zeitverschiebung mit 5 resp. 6 Stunden Verspätung. Den Morgestraich in Basel, der um 4 Uhr in der früh startet, schau ich mir aber gemütlich um 10 Uhr beim Frühstück an. Aber das abendliche Fussball-Länderspiel muss ich Morgens um 2 Uhr anschauen. Ich kann es aber auch auf dem PC aufnehmen und später anschauen.
  • eBanking auf Schweizer oder auch thailändische Banken ist kein Problem. Ich transferiere von hier aus Geld aus der Schweiz nach Thailand, tätige hier in Hua-Hin über Internet meine Zahlungen, die mir Renato zu Hause einscanned und per Mail zuschickt.
  • Digitaler Post-Zustelldienst: Zukünftig, ich habe diesen Service bisher noch nicht in Anspruch genommen, kann ich von hier aus meine Post über die Post-Homepage anschauen, gewisse Brief öffnen lassen und direkt als Zahlungsaufträge aktivieren.
  • Ich kann über Skype weltweit telefonieren, nicht nur zwischen zwei Skype-Benutzern, sondern auch auf eine Festnetz- oder Mobil-Phone-Nummer. Ein Telephon nach Europa auf eine normale Tf.- oder Mobile-Nummer kostet mich ein Bruchteil der Telecom- oder Swisscom-Tarife.
  • Meinen Informationsbedarf stille ich übers Fernsehen und durch Studium meiner favorisierten Online Zeitungen wie FOCUS, SPIEGEL, DIE WELT, NTV und N24. Die meisten Schweizer Zeitungen wie NZZ, BaZ fallen weg, weil sie kostenpflichtig geworden sind. Mir wäre am liebsten eine Flat-Rate fürs Lesen von Zeitungen wie es bei der Music bereits gängig ist.
  • Digitale Bücher: Ich schleppe keine Bücher mehr mit mir. Ich lade mir von Amazon je nach Wunsch das eine oder andere Buch herunter und verschlinge es auf der Sonnenliege.
  • Ich buche über Internet meine Eisenbahn- und Flug-Tickets, aber auch die Hotels in Bangkok, wenn ich Lust auf Shopping habe.. Neuerding kann man bei gewissen Fluggesellschaften das Checkin von zu Hause aus abwickeln und den Boarding-Pass ausdrucken
  • Seit diesem Jahr sichere ich meine digitalen Fotos nicht mehr nur auf einer externen Magnetplatte ab, sondern auch auf einem Cloud, d.h. einem Server irgendwo im Internet.
  • Ich berichte periodisch aber aktuell in meinem Thailand-Tagebuch über meine Erlebnisse im Fernen Osten. Dazu speichere ich meine Texte und Illustrationen online auf dem Basler Server ab.

Ohne Digitalisierung wäre ein 5-Monats-Aufenthalt In Thailand schwierig, denn ich bin der thailändischen Schrift und Sprache nicht mächtig. Es würde schon gehen, aber mir als politisch interessiertem Menschen würde etwas fehlen.

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Feb 11 2015

Mein letztes Hemd hat keine Taschen – Gesundheitszustand Pat – Service in Thailand – HDMI und CyberGhost

Ich will beileibe nicht nachdenklich sein, sondern das Leben geniessen.

Warum die 5 Monate in Hua-Hin mit einer dunkeln Polstergruppe verbringen, wenn sie einem nicht gefällt und unpraktisch ist? Warum alte Fernseher benutzen, wenn die neuen eine besser Auflösung und viele andere neuen Features bringen?

Mit diesen Gedanken marschierte ich am Freitag 6. Feb. mit Pat, die seit 1 Woche wieder hier in Hua-Hin weilte, ins Möbelhaus HomePro und kauften eine bequemere Polstergruppe mit Liege. Optimal, um Fernseh zu schauen. Ich habe diese Polstergruppe bereits in den letzten Tagen vorsortiert. Sie passte mir und zufällig hatten Frans und Katalyn dieselbe. Da noch „Ausverkauf“ war, auch dies kennt man in Thailand, erhielt ich 30% Preisreduktion und bezahlte 27’900 Baht (entsprechend SFr. 800.–)

Da ich schon am Geldausgeben war, habe ich mich kurzentschlossen in den thailändischen Media-Markt dem „PowerBuy“ begeben, um mich über mögliche Fernseher zu erkundigen. Der Verkäufer war erfolgreich und hat bemerkt, dass ich käufig war. Aus dem Geschäft ging ich mit einem 40″ Toshiba-Fernseher mit LED-Screen, den ich für 12’800 Baht (SFr. 365.–) erhielt. Er wurde bereits am Sonntag installiert.

Neue Polstergruppe Soi94Vernetzung mit Hilfe der HDMI-Schnittstelle und CyberGhost

Ich vernetzte diesen Fernseher über die HDMI-Schnittstelle mit meinem zweiten Notebook und kann nun alle meine mir lieben deutschsprachigen Fernseh-Stationen wie ARD, ZDF, SRF, RTL, SAT1 etc anschauen. HDMI, CyberGost und ZATTOO machten dies möglich.

ZATTOO ist eine Anwendung zur Übertragung von Fernsehkanälen über das Internet. Sie ist aber nur für wenige Länder in Europa lizenziert. So z.B. für Deutschland und Schweiz. Mit ZATTOO kann ich via Internet die meisten gängigen deutschsprachigen Fernsehstationen empfangen

CyberGhost ist ein System-Programm, das gegenüber Internet-Anwendungen einen anderen Standort simuliert. Ich befinde mich zwar in Thailand, das merken auch die Programme anhand der IP-Nummer. Mit CyberGhost kann ich festlegen, mit welchem Server (Computer) in welchem Land ich verbunden werden will. In der Gratis-Version werden keine Schweizer Server unterstützt, aber solche aus Deutschland. Dadurch konnte ich mir das Abfahrtsrennen der Ski-WM in Vail Beaver Creek verfolgen, obwohl diese Sportveranstaltungen aus Gründen internationaler Verträge nur im Inland betrachtet werden dürfen.

Alternative zu CyberGhost: Okay Freedom

Ein paar Tage nach dem Schreiben dieses Beitrages habe ich als Altrnative von CyberGhost die vergleichbare Schweizer-Software „Okay Freedom“ ausprobiert. Und es ist wirklich eine Alternativ. Leistungsfähig in der Gratis-Version und kostengünstig mit einer Jahresgebühr von unter 30 Euro.

Neue Fernseh-Installation über HDMI und Notebook

Gesundheitszustand von Pat

Apropos Pat. Sie erhielt in der vergangenen Woche die Erlaubnis vom Arzt, bis Ende Februar zu mir nach Hua Hin gehen zu dürfen. Pat leidet aber immer noch unter den Veräzungen im Hals, die sie sich anfang Jan. 2015 bei der Explosion einer aggressiven chemischen Substanz in Bangkok zugezogen hatte. Sie darf noch nicht sprechen. Wir kommunizierten über Papier und Handzeichen. Wie ich erst jetzt mitbekommen habe, mussten alle 5 Insassen des Busses, in dem Pat mitfuhr, notfallmässig ins Spital eingeführt werden. 3 davon seien kurz danach gestorben! Wahnsinn, und davon habe ich nichts geahnt und erst 2 Wochen später erfahren.

Heute habe ich am Thai-Fernsehen Aufnahmen zweier weiterer Explosionen vom vergangenen Weekend (1. Feb. 2015) mitten im Geschäftsviertel beim Siam-Paragon-Square in Bangkok gesehen, wie eine selbstgemachte Rohr-Bombe explodierte. Diese Explosion konnte das Militär nicht verheimlichen, während die von Anfang Jahr, in der Pat in Mitleidenschaft gezogen wurde, nicht an die Oeffentlichkeit gelangte.

Leider musste Pat bereits nach 1 Woche wieder zurück ins Spital. Ihre Schmerzen im Hals wurden zu stark. Am Montag, 9. Feb. fuhr sie wieder gen Bangkok ins Spital in Pathum Thani.

Ein Service, den es in der Schweizer Post nicht gibt!

Bei meinem neuen Rennleibchen ging der Reissverschluss kaputt. Der Hersteller in Bangkok mailte mir, dass ich es ihm zurückschicken könne. Er werde den Zip gratis auswechseln und gab mir gleich seine genaue Adresse an:

อาคาร ปาร์คพลาซ่า เอฟ 2-03 บี ชั้น 2   เลขที่ 206    
ซอย. พัฒนาการ 20 ถนน. พัฒนาการ แขวง. สวนหลวง    
เขต.สวนหลวง กรุงเทพฯ 10250

Was macht man in einer solchen Situation, denn ich kann doch die Adresse nicht in Thai-Schrift schreiben: Ich ging ins Post-Büro und bat die Schalterdame, ob sie die Adresse aufs Päckchen schreiben könne? Ja klar. Freudestrahlend half sie mir, dem Farang.

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Aug 25 2014

Daily News: Thailand auf dem Weg zu einer Diktatur? Putscht sich die Oberschicht mit einem Staatsstreich an die Macht?

Situation 25. August 2014:

König Bhumibol hat General Prayuth Chan-Ocha als Ministerpräsidenten bestätigt. Damit ist der Weg frei für die Bildung einer Uebrgangsregierung. Prayuth war bereits am Donnerstag von der vom Militär dominierten Nationalversammlung zum Regierungschef bestimmt worden. Er war der einzige Kandidat und hatte nach dem Militärputsch im Mai das Sagen im Land.

Situation 25. Mai 2014:

In der Zwischenzeit hat die Armee ihre Macht zementiert, indem sie den Senat auflöste und eine Säuberung innerhalb der ehemaligen Führungsriege und der Familie Thaksin nahestehenden Personen einleitete. Es scheint, dass sich die Junta für eine längere Zeit einstellte.

Seit Donnerstag, 22. Mai 2014, ist es offiziell: Putsch in Thailand! Das Militär hat die Macht übernommen. Foto: FlickrCC/null0

Seit Donnerstag, 22. Mai 2014, ist es offiziell: Putsch in Thailand! Das Militär hat die Macht übernommen. Foto: FlickrCC/null0

Situation 22. Mai 2014:

Nun ist es offiziell…das Militär hat die Macht übernommen. General Prayuth Chan-ocha will laut eigener Aussage „den Turbulenzen in Thailand ein Ende machen. Die Versöhnungsgespräche zwischen den zerstrittenen politischen Lagern sind gescheitert.“ Deshalb habe nun das Militär die Kontrolle über die Regierung übernommen. Vor zwei Tagen hatte der Armeechef bereits das Kriegsrecht über das Land verhängt.

Die Armee hat die Regierung gestürtzt, die Macht übernommen und die Verfassung ausser Kraft gesetzt. Mitglieder der bisherigen Regierung wurden inhaftiert. Die Bevölkerung reagierte ruhig. Ich hoffe, dass Thailand bald wieder seine Ruhe findet und zur Demokratie zurückfindet.

Situation 20. Mai 2014:

Um die Ruhe sicherzustellen hat die Armee das Kriegsrecht ausgerufen, um „Ruhe und Ordnung für die Menschen aller Seiten wieder herzustellen, hieß es in einem von der Armee geführten Fernsehsender. Es wurde darauf hingewiesen, dass es sich nicht um einen Putsch handle

Situation 7. Mai 2014:

Das Verfassungericht setzt die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ab, weil sie einen Verwandten mit einem Posten bevorzugt haben soll. Der Entscheid hat einen falen Nachgeschmack. Die Regierung wird von ihrem Stellvertreter weitergeführt.

Situation 20. März 2014:

BKK-Suthep-beendet-Bangkok-ShutdownDas Verfassungsgericht in Thailand hat die Parlamentswahl vom 2. Februar für ungültig erklärt. Die Abstimmung habe gegen die Verfassung verstossen, weil sie nicht in allen 28 Wahlbezirken abgehalten worden sei, teilten die Richter heute mit.

Das heißt: Neuwahlen und weitere Monate mit einer geschäftsführende Regierung. Weil das Kabinett keine Entscheidungen von Tragweite fällen und auch keine Gelder für dringend erforderliche Projekte zur Verfügung stellen darf, droht dem Land ein Stillstand.

In der Realität unterstützt damit das oberste Gericht  die gewaltätigen Aktivitäten der Aufständischen, denn mit keinem Wort hat es deren Aktionen erwähnt. Man spricht bereits davon, dass das Gericht damit den Weg zu einer weichen Revolution geöffnet hat.

Situation am 1. März 2014:

Nachdem sich die Situation in den letzten 2 Wochen massiv verschärft hatte und sogar Bomben unschuldige Kinder töteten, hat gestern Freitag-Abend der Anführer der Aufständischen Suthep Thaugsuban überraschend  die Aktion „Bangkok Shutdown“  als beendet erklärt. Ob er sich damit wieder auf demokratische Spielregeln besinnen wird, bleibt aber fragwürdig. 

Wahrscheinlich kam er immer mehr aus den eigenen Reihen unter Druck, weil die Business-Leute (sprich Gelb-Hemden) wegen seiner einschneidenden Aktionen nur Geld verloren. Es funktionierte langsam fast nichts mehr. Die Shopping-Center an den kritischen Orten mussten schliessen, Transporte durch Bangkok waren nur mit grossen Umwegen möglich, Exporte über den Bangkok-Hafen waren massiv erschwert und Pässe wurden schon lange keine mehr ausgestellt.

Situation am 18. Feb. 2014:

Immer mehr verkommen die öffentlichen Sicherheits-Organe des thailändischen Staates zu einer Lachnummer. So hat die Polizei gestern und heute gross angekündigt, 2 der seit Wochen gesperrten Strassenzüge im Zentrum von Bangkok zu räumen und für den Verkehr wieder frei zu geben. Gemäss anwesenden Journalisten und Fotoreportern sah dies aber so aus, als ob es mit den Aufständischen abgesprochen worden sei. Die Besetzer entfernten sich von ihren Standorten, die Polizei räumte die beiden Kreuzungen, als sie sich aber wieder zurückzogen, begannen die Besetzer, neue Sperrungen zu bauen. Die Polizei liess sich nicht mehr blicken.

Ein weiteres Zeugnis für die Tatkraft der Polizei zeigte  folgende Geschichte von heute oder anders gesagt „die Korruption lässt grüssen„: Somkiat Pongpaibul, ein bekannter Anführer der Aufständischen, wurde unter dubiosen Umständen von drei angeblich unbekannten Männern aus einem Polizeifahrzeug befreit, nachdem ihn Cops verhaftet und mit Handschellen gefesselt hatten.

Das tragische des heutigen Tages ist es, dass es zwischen Polizei und Aufrührern zu Schiessereien mit 4 Toten und weit über 60 Verletzten gekommen ist

Wir in Hua-Hin spüren von all diesen Dingen nichts. Wir bekommen einzig mit, dass von einem Aufenthalt in Bangkok abzuraten ist. Eine Taxifahrt in Bangkok, die vorher eine halbe Stunde dauerte,  kann wegen der vielen Sperrungen im Zentrum nun Stunden dauern. (was mir Pat bestätigte).

Situation am 13. Feb. 2014:

Die Wahlen sind vorüber, einzelne Gebiete in Bangkok werden weiterhin von bezahlten Unruhestiftern der Aufständischen verunsichert. Es fallen immer wieder einzelne Schüsse unde/oder Bomben explodieren. Es ist gefährlich auf vielen Strassen und Bezirken. Diese Unruhe wird noch wochenlang anhalten.

Dazu kamen nun auch protestierende Reis-Bauern, die ihr versprochenes Geld für ihre Reislieferungen von der Regierung einfordern. Diese verfügt aber über keine Geldmittel, da sie nur noch vorübergehend an der Macht ist, und kann sie nicht bezahlen. Als Konsequenz besetzten Bauern mit ihren Traktoren Zufahrtsstrassen und Highwys in und um Bangkok. Auch die Zufahrt zum Flughaben war in den letzten Tagen gefährdet.

In Bangkok funktioniert für die Thais fast nichts mehr. Das zentrale Pass-Büro ist in ein Hotel verlegt worden und arbeitet nur noch reduziert. Die Thais müssen Monate auf einen neuen Pass, aber auch auf eine Zulassung ihrer Motorfahrzeuges warten. Dies interessiert aber die Polizei wenig. Sie kassiert fleissig Bussen für nicht eingelöste Fahrzeuge.

Am Wochenende vom 2. März finden die Nachwahlen in den Wahllokalen statt, die bei den offiziellen Wahlen nicht zugänglich waren. Ich bin gespannt, wie sich dabei die Polizei verhält, die für Ruhe und Ordnung zuständig ist, aber mehr an Geldern interessiert ist. d.h. wer zahlt, der wird unterstützt

Situation nach dem Wahltag vom 2. Feb. 2014

Wie mir Pat aus Bangkok berichtete, war die Wahl ein gefährliches Spiessrutenlaufen, denn die Aufständischen hatten die Zugänge zu vielen Wahllokalen verwehrt. So konnte Pat morgens um 8 Uhr nicht wählen und erst kurz vor Schluss um 15 Uhr ihre Stimme abgeben.

Man schätzt, dass etwa 6 Mio der 45 Mio Stimmberechtigten ihre Stimme nicht abgeben konnten, weil die Wahllokale besetzt oder die Urnen und Wahlzettel auf der Post resp. den Polizeiposten gestohlen wurden.

Ich habe in den vergangenen Wochen wenige Hinweise entdeckt, dass die Polizei (oder das Militär) an einer demokratischen Wahl und damit an einer Demokratie interessiert gewesen wäre. Sie haben nichts unternommen, um die freie Stimmwahl sicherzustellen. Sie haben es zugelassen, dass eine aufständische Minderheit (mit viel Kapital, es grüsst die Korruption!)  ungestraft die Sicherheit eines ganzen Landes in Frage stellen und die Wirtschaft auf Jahre hinaus schädigen konnte.

Situation Freitag, 31. Jan. 2014

Ich kam gestern aus Indien kommend auf dem Flugplatz Suvarnabhumi  in Bangkok an und konnte nirgends etwas unerwartetes feststellen. Einzig in Bangkok selber gab es scheinbar immer wieder Verkehrsprobleme, weil einzelne Strassen voin den Aufständischen besetzt wurden. Gefühlsmässig meine ich, dass die Polizei und das Militär kein Interesse an Rechtsstaatlichkeit haben, was sich în nachstehendem Artikel bestätigt.

Am Sonntag, 2. Feb. ist Wahltag, sind die Parkamentswahlen.

(Nachfolgend ein Artikel aus „der Farang vom 31. 1. 2014)

Wahlen zwischen Drama und Komödie

Fünf Gründe, warum Thailands Parlamentswal eine Farce ist

Thailand ist eine Demokratie mit freigewählter Regierung. Nach wochenlangen Protesten gegen die Regierung stehen am kommenden Sonntag Parlamentswahlen an. „Diese Wahlen sind ein Drama und eine Kommödie, aber keine Demokratie“, sagt Kriengsak Chareonwongsak, Leiter des Analyseinstituts IFD. Fünf Gründe, warum die Wahl eine Farce ist:

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BOYKOTT: Von den einzigen beiden Parteien, die annähernd genügend Stimmen für eine Regierungsbildung bekommen könnten, tritt eine gar nicht an. „Die Demokraten“ hatten 2011 rund 35 der Stimmen, jetzt boykottieren sie die Wahlen, weil sie gegen die Regierungspartei Pheu Thai (2011: 48 Prozent) keine Chance sehen. Außer Pheu Thai stehen nur noch kleine Splitterparteien zur Auswahl, die landesweit weniger als vier Prozent bekamen.

BLOCKADE: Den Demokraten nahe stehende Demonstranten des „Demokratischen Reformkomitees des Volkes“ (PDRC) protestieren seit Wochen in Bangkok und im Süden des Landes gegen Regierung und Wahl. Sie haben Büros blockiert und in 28 Wahlkreisen die Registrierung von Kandidaten verhindert. Sie haben Frühwähler an der Stimmabgabe sowie Postämter an der Auslieferung der Wahlzettel gehindert. Sie drohen, mit Massenprotesten am Sonntag viele Wahllokale abzuriegeln. Die Polizei hat gegen sie bislang nicht eingegriffen.

KEINE REGIERUNGSBILDUNG: Weil es in 28 Wahlkreisen keine Kandidaten gibt, steht schon fest, dass das Parlament vorerst nicht tagen kann . Auch die Bildung einer neuen Regierung ist nicht möglich. Dafür müssen 95 Prozent der 500 Abgeordneten anwesend sein. Die Wahlkommission muss erst Nachwahlen organisieren – die Demonstranten dann wieder blockieren wollen.

KEIN WAHLKAMPF: Seit der Auflösung des Parlaments Anfang Dezember hat keine Partei auch nur mit einem Programmpunkt Wahlkampf gemacht. Die Wochen verstrichen mit einem Gezerre darum, ob die Wahl stattfindet oder verschoben werden soll. Die Regierungspartei hat kein Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode vorgelegt.

AUSNAHMEZUSTAND: Aus Sorge vor einer Eskalation der Proteste hat die Regierung in Bangkok und Umgebung vorsorglich den Ausnahmezustand verhängt. Sie kann umgehend Demonstrationen verbieten, Ausgangssperren verhängen, Medien einschränken. Sie droht damit zwar, hat allerdings bislang von keiner Maßnahme Gebrauch gemacht.

Situation Sonntag, 12. Jan. 2014:

Das Shutdown Bangkoks hat bereits begonnen. Einzelne Strassen sind bereits mit Sandsäcken abgesperrt, Die gegnerischen Rothemden sammeln sich aussergalb Bangkoks in Ayutthaya und wollen den Gegnern keinen Grund zum Kampf geben. Das Militär und die Polizei lassen alles laufen und nehmen damit Partei für die aufständische Minderheit, deren Kämpfer und Protestler grosszügig durch die Hig-Society bezahlt werden. Damit wird es unweigerlich zu einem Bürgerkrieg kommen, denn die Rothemden werden dies nicht zulassen.

Morgen fliege ich bis Ende Januar nach Indien. Ich hoffe, dass das Schlimmste vorüber sein wird, bis ich wieder in Bangkok eintreffen werde.

Situation Donnerstag, 9. Jan. 2014:

Die Spannung in Bangkok steigt. 134 Schulen in Bangkok sollen ab 13. Jan. geschlossen bleiben. Die thailändische Währung Baht verliert unaufhörlich an Wert. Sie steht jetzt auf (36.6 Baht für 1 SFr). Die 3 Botschaften von Deutschland, der Schweiz und Oesterreich warnen die Bevölkerung und raten einen Notvorrat an nicht verderblichen Lebensmittel und Geld anzulegen. Die Aufständischen beginnen bereits mit Demonstrationen durch ganz Bangkok.

Die regierenden Rothemden bleiben derweilen ausserhalb der Hauptstadt, um keinen Grund für Zusammenstösse mit tödlichem Ausgang geben.

Situation Samstag, 4. Jan. 2014:

Bunker und Befestigungen in Bangkok

Bunker und Befestigungen in Bangkok

Die Aufständischen haben sich nun festgelegt, ab 13. Jan. Bangkok stillzulegen und zu besetzen. Sie wollen in Bangkok den Strom kappen, jeglichen Verkehr verunmöglichen, ein Chaos anrichten. Sie haben überall Bunker und Strassensperren errichtet. Bei der Bevölkerung von Bangkok breitet sich mittlerweilen Panik aus. Sie suchen sichere Wohnungen und Häuser ausserhalb Bangkoks. Es ist mit allem zu rechnen.

Offizielle Mitteilungen verlauten:

  • Ca. 1000 Schulen in Bangkok werden von den kommenden Demonstrationen betroffen sein.
  • Singapur Airlines (SIA) hat 19 Flüge nach Bangkok in den kommenden Wochen storniert. Dies geschah aufgrund der fehlenden Nachfrage nach Flügen nach Bangkok. (=Totaler Einbruch der Touristen)
  • 20.000 Polizisten und 20 Kompanien der Armee sind bereit, um grössere Ausschreitungen ab 13. Januar zu verhindern

Es scheint, dass wir Glück haben. Wir werden bereits am 12. Jan. ins Flughafen-Hotel Novotel dislozieren und am 13. Jan. nach Indien abfliegen und erst am 30. Jan. zurückkommen.

Es zeigt sich immer mehr, es geht nicht um die politische Macht, es geht ums Geld. Die High-Society verliert immer mehr an Macht und Zustimmung bei der Mehrheit der Bevölkerung. Damit sinken ihre Chancen, je wieder an das grosse Geld durch kriminelle Korruption zu gelangen. Die einzige Chance, die Ihnen bleibt, ist eine Diktatur!

Situation Dienstag, 31. Dez:

Es wird immer kritischer in Bangkok. Die Aufständischen bauen Bunker und Schutzmauern mit Sandsäcken und haben vor, ab kommendem Wochenende 20 der wichtigsten Kreuzungen in Bangkok zu besetzen und damit die Stadt lahmzulegen, bis sie gewonnen haben. Es sind bereits gegen 8 Tote zu beklagen. Das Militär hält sich noch zurück, aber das kann sich schlagartige ändern. Bei der Polizei weiss man nicht so genau. Die Vorbereitungen zu den Wahlen d.h. Registrierung der Kandidaten, wurden massiv behindert. So sind faire Wahlen nicht möglich.

Es zeigte sich immer mehr, dass die Rechtsstaatlichkeit in Thailand nichtg existiert. Die jetzigen Anführer werden zwar mit Haftbefehl gesucht, aber laufen frei herum. Ebenso die Anführer der Aufstände vor 3 Jahren! Ohne Rechtsstaatlichkeit wird es nie Frieden geben.

Situation Samstag, 28. Dez.:

Die politische Krise in Thailand verschärft sich weiter. Die Militärführung schloss am Freitag eine Intervention nicht mehr aus, sollten sich die Konfliktparteien nicht annähern. Auf die Frage, ob es zu einem Putsch kommen könnte, sagte der Armee-Chef Prayuth Chan-Ocha auf einer Pressekonferenz: „Die Tür ist weder offen noch geschlossen. Alles kann passieren. Es kommt auf die Situation an.“ Das Militär werde versuchen, auf eine friedliche Art und Weise das Richtige zu tun. Daher würden Verhandlungen gefordert.

Zuvor hatte die Armeeführung ein Eingreifen in den seit Wochen schwelenden Konflikt stets ausgeschlossen und lediglich eine Vermittlung angeboten. In den vergangenen 81 Jahren hat das Militär in Thailand 18 Mal geputscht.

Die Äußerungen des Armeechefs bedeuten einen weiteren Rückschlag für Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, die bislang Forderungen nach ihrem Rücktritt getrotzt hat. Sie hat stattdessen eine vorgezogene Parlamentswahl für den 2. Februar angekündigt, aus der voraussichtlich ihre Partei Puea Thai als stärkste Kraft hervorgehen würde.

Situation Donnerstag, 26. Dez:

Die Lage in Thailand wird immer explosiver. Das Land schliddert immer weiter in ein gefährliches Dilemma hinein. Gibt es Wahlen, könnte es zu Gewalttätigkeiten kommen. Gibt es keine, dann könnte das ebenfalls zu Gewalt führen.

Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten am 26. Dezember vor dem Thai-Japanischen Stadion im Bangkoker Bezirk Din Daeng sind nach jüngsten Angaben ein Polizist getötet und über 100 Personen verletzt worden.

Unterdessen drängt die Wahlkommission des Landes, die Neuwahlen zu verschieben, was einem Entgegenkommen gegenüber den Protestierenden wäre

Situation Mittwoch, 25. Dez:

Die Regierungsgegner und Aufständische unter Protestanführer Suthep Thaugsuban beendeten am 24. Dezember die Blockade des Thai-Japanischen Stadions, in dem die Registrierung der Wahlkandidaten stattfand. Trotz der Blockade konnten sich 34 Parteien registrieren, wobei die Registrierung noch bis Ende der Woche möglich ist.

Das Militär hat sich weiterhin zur Demokratie und Wahlen am 2. Feb. 2014 bekannt.

Situation Montag, 23. Dez:

Weibliche Polizistinnen beschützen das Gebäude der Premier-Ministerin.

Weibliche Polizistinnen beschützen das Gebäude der Premier-Ministerin.

Die grossen Demonstrationen am Wochenende sind vorüber. Grosse Teile Bangkoks waren lahmgelegt. Es ging von kleinen Rangeleien abgesehen friedlich zu und her. Die Anzahl der Teilnehmer war gross. Bestimmt mehrere 10’000e wenn nicht gar 100’000e, aber niemals Mio wie es die Anführer der Protestierenden mitteilten.

Raffiniert die Idee der Polizei, zum Schutz des Hauser der bisherigen Premier-Ministerin Yingluck, weibliche Polizistinnen einzusetzen.

Die putschierende Partei der High-Society, also der oberen 10’000, hat beschlossen, die Wahlen zu boykottieren und das Polizei-Gebäude, in dem sich die Parteien und Kandidaten für die Wahlen einschreiben müssen, abzuriegeln, damit sich keiner einschreiben kann. Damit wären keine Wahlen möglich. In diesem Fall  muss sich das Militär und die Polizei festlegen, ob Ihnen die Demokratie so wichtig ist. Bis Ende Dezember wird sich in Thailand vieles entscheiden. Demokratie oder Diktatur!

Situation Freitag, 20. Dez:

Nichts Neues. Immer wieder kleinere Protest-Märsche. Die Aufständischen, d.h. die oberen 10’000,  wollen die Wahlen von anfangs Februar boykottieren oder verhindern.

Situation Sonntag, 15. Dez:

Militär: Kein Putsch, Wahlen sind die Lösung!

Protestanführer Suthep Thaugsuban traf sich am 14. Dezember nach einigem Hin und Her doch noch mit Vertretern des Militärs. Das Gespräch dürfte nicht in Sutheps Sinne verlaufen sein.

Der Oberste Befehlshaber, Tanasak Parimapragorn, wollte den Ausführungen Sutheps nicht folgen. Er sagte, er habe Sutheps Reden gehört, aber „sie nicht verstanden. Wir, in den Streitkräften, befolgen Regeln. Wir sind ausgebildete Militärs. Was Politik betrifft, sind wir nicht gut.“

Suthep erklärte daraufhin, er habe versucht, die Angelegenheit früher zu beenden. Aber da sich die Regierung an die Macht klammere, warte er auf die Entscheidung des Militärs.

Tanasak sprach sich für Neuwahlen am 2. Februar aus unter der Bedingung, dass diese frei und fair sind.

Die Streitkräfte wollen sich offenbar nicht in die Krise hineinziehen lassen. Darauf deutete schon das Auftreten der militärischen Führung bei dem Gespräch: Sowohl der Oberste Befehlshaber als auch die Chefs der drei Waffengattungen trugen Zivilkleidung.

Situation Samstag, 14. Dez:

Oberflächlich gesehen, ist etwas Ruhe eingekehrt. Gewalt gibt es derzeit nicht auf Thailands Straßen, doch der Schein trügt.

Unterschwellig brodelt es gewaltig; es reicht ein Funke, um die Stimmung bei den Regierungsgegnern explodieren zu lassen. Das Militär hat einem öffentlichen Gespräch mit dem Führer der Aufständischen zugestimmt. Journalisten sollen dabei auch eingelden werden

Situation Mittwoch, 12. Dez:

Wenige kleine Anzeichen am Horizont lassen erkennen, dass für die Mächtigen in Thailand, die Demokratie ein wichtiges Gut ist. So hat heute die Militärführung eine Gesprächseinladung des Führers der Aufständischen abgelehnt.

China forderte Thailand zu einen reibungslosen Ablauf der Wahlen anfangs Februar..

Je länger die Unruhen dauern, desto schlechter die Karten für die Aufständischen. Wer zu früh den Kopf zum Fenster raussteckt, der wird als erster geköpft.

Situation Dienstag, 10. Dez:

Die Regierung ist zurückgetreten und König Bhumibol hat dem Gesuch der Regierung stattgegeben und das Parlament aufgelöst. Am 2. Feb. 2014 soll es zu Neuwahlen kommen. Dies wollen aber die Opposition und die Aufständischen auf keinen Fall, denn auf demokratischem Weg haben sie keine Chance.

Wir haben eine ganz gefährliche Situation in Thailand. Wenn die Aufständischen weiterhin eine Diktatur anstreben und die Armee sich nicht einig ist, wenn sie unterstützen soll….dann knallt es = Bürgerkrieg.

Situation Sonntag, 8. Dez.:

Anlässlich des Geburtstages von König Bhumibol haben sich die Aufständischen zurückgezogen und Ruhe bewahrt. Aber für morgen Montag, 9. Dezember wollen sie die Entscheidung zum Sturze der Regierung erreichen. Sie nennen diesen Tag, in Erinnerung an die Landung der Alliierten an der französischen Küste D-Day. (sehr geschmacklos!)

Heute am 8. Dez. haben die Demokraten beschlossen, dass alle ihre Parlaments-Mitglieder ihre Aemter niederlegen werden. Damit haben sie ihre Maske fallen lasssen und sich auf die Seite der Aufständischen begeben, die gegen die Demokratie kämpfen.

Ich bin gespannt, wie sich die Rothemden, die Vertreter der Regierung, die Polizei und das Militär verhalten, denn es geht wirklich um die Frage: Diktatur oder Demokratie

Situation Dienstag 3. Dez.:

Die Regierungskritiker in Thailand gehen weiter auf die Barrikaden: Über 1000 Demonstranten stürmten am 29. Nov. auf das Gelände der thailändischen Armee.

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die „Gelb-Hemden“ resp. die thailändische Oberschicht die im 2011 mit grosser Mehrheit vom Volk gewählte jetzige Regierung absetzen will. Da ihre demokratischen Mittel, sprich Mehrheit im Parlament,  nicht ausreichen, setzt man nun auf Gewalt. Ein bedenklicher aber auch vielsagender Ansatz dieser Gruppierung.

Der kleinen thailändischen Oberschicht und ihren Anhängern aus der Armee und Polizei geht es um die Macht, das Geld und ihre grossen Privilegien, die sie sicherstellen wollen.Es ist bezeichnend, dass sie keine Neuwahlen anstreben, sondern einen nicht gewählten Rat einsetzen, der eine neuen Ministerpräsidenten bestimmen soll, was Abkehr von der Demokratie und Beginn einer Diktatur bedeuten würde. Dies würde Bürgerkrieg bedeuten.

Die nächsten Tage werden entscheiden. Wie wird das Militär auf die Provokationen der Aufständischen reagieren? Die beiden Seiten provozieren sich mit allen Mitteln, denn beide Kontrahenten wissen: der Wer als erster Gewalt anwendet, hat verloren!

Es wäre spannend zu beobachten, wie und ob die Aufständischen auf den Geburtstag des Königs (5. Dez.) Rücksicht nehmen.  Daraus könnte man folgern, ob es sich sogar um einen vorgezogener Machtkampf um die Nachfolge im Königshaus handeln könnte.

[notice]Wir in Hua-Hin spüren nichts von den Unruhen in Bangkok. Hier Mitten in Hua-Hin residiert seit einigen Wochen und Monaten der König. Ich nehme an, die Aufständischen werden sich davor hüten, vor seinen Augen ihr Chaos anzurichten. [/notice]


1. Dez. 2013/15:40: Ich erhalte eine SMS von der Schweizer Botschaft in Bangkok:

Liebe BürgerInnen – Bei Zusammenstössen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition ist am 30.11.2013 eine Person getötet worden. Weitere gewalttätige Demonstrationen sind wahrscheinlich. Halten Sie sich auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Kontaktieren Sie in Notfällen die Schweiz. Botschaft +66 81 822 49 21.


 

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Feb 13 2014

Abstossender Auftritt des Christoph Mörgeli in der ARD-Sendung ANNE-WILL

Ich habe mich selten so geschämt, ein Schweizer zu sein, als ich unseren Christoph Mörgeli in der ARD-Sendung ANNE WILL über das Them  „Die Schweizer machen die Schotten dicht – Aufschwung für Rechtspopulisten?“ vom 12. Feb. 2014 verfolgte!

Ich entschuldige mich an dieser Stelle für den despektierlichen Auftritt des Schweizers Christoph Mörgeli, seines Zeichens SVP-Gehirn und -Programmatiker. Seine Diskussions-Kultur und sein Benehmen in der hochwertigen Runde war abstossend. Er hat dabei niemals die Meinung aller Schweizer vertreten, die dieser Masseneinwanderungs-Initiative zugestimmt haben. Er hat einmal mehr gezeigt, dass es sich bei ihm um einen gefährlichen Populisten und Aufwiegler handelt, der rechtsextreme  Meinungen vertritt, und alle Andersdenkenden mit seinem dummen Lächeln verachtet.

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Dez 22 2013

CyberGhost – surfen im Internet unter fremder Identität

In Thailand, vermutlich auch im Sommer in Istrien, habe ich das „grosse“ Problem, dass ich auch via frei zugängliche ZDF/ARD- oder Schweizer Mediathek bestimmt Sendungen z.B. wegen Eurovisions-oder Länderspezifischen Verträge nicht sehen kann. Dies sind z.B. Sport-Veranstaltungen, Champions-League-Spiele aber auch spezielle Filme.

Zudem hat mich die Deutsche Abmahnwelle wegen illegaler Nutzung von Porno- und anderen Seiten alarmiert, obwohl wir in der Schweiz weniger gefährdet sind.

Ich nutze seit kurzem das VPN-Tool „CyberGost“

Es gibt eine Gratis-Version, die aber recht langsam ist, aber ideal für Tests funktioniert. Die Kauf- und PREMIUM-Version habe ich eben für rund SFr. 31.–/Jahr als Aktionsangebot gekauft. Es darf auf mehreren PCs installiert werden.

Ich brauche nicht immer unter CyberGhost zu fahren. Wenn ich mich entscheide, unter VPN zu fahren, starte ich CyberGhost und zeige auf einem einfachen Menue über welches Land ich arbeiten will, z.B. Deutschland für gewisse Wintersport-Uebertragungen. Und bereits ein paar Sekunden später habe ich eine Deutsche-IP-Nummer, anstelle der thailändischen, und kann die vorher gesperrte ZDF-Sendung betrachten.

how_it_works_de

I.S.P. = Internet Service Provider = Internet-Dienst-Anbieter wie Telecomm, VTX etc

Anonym im Internet

Im Internet wird geschnüffelt was das Zeugs hält. Auch für Privat-Personen kann dies tragisch enden, z.B. wenn eine Abmahnung wegen Nutzung einer Pornoseite ins Haus flattert, wenn Deine Bank-Passworte gestohlen werden.

  • Schütze deine Identität mit CyberGhost VPN und surfe mit 128-Bit-AES-Verschlüsselung sowie verschleierter IP-Adresse anonym, sicher und privat im Internet.
  • Schlage der Protokoll-Wut ein Schnippchen: Länder, Unternehmen und Internet Service Provider protokollieren nahezu paranoid deine Online-Aktivitäten. Mit CyberGhost VPN biegst du die Sache gerade und stellst deine Freiheit und Privatsphäre im Internet wieder her. (Beispiele: NSA, Abmahnungen Pornoseiten)

Schutz an Public-Hotspots wie auf Solaris, McDonalds oder Internet-Cafes

Öffentliche Hotspots ermöglichen heute an vielen Orten den Zugang zum Internet. Was leider wenig bekannt ist: Dein Datenverkehr erfolgt in der Regel komplett sichtbar und kann mit einfach zugänglichen Tools mitgeschnitten werden.

  • Verschlüssele deine Datenanbindung mit CyberGhost VPN: Der virtuelle Tunnel, der dich zu unserem Server verbindet, verschlüsselt deine Daten bereits auf deinem Rechner und macht sie von außen nicht mehr einsehbar.
  • Sichere dein Online-Banking und Transaktionen in Internet-Cafés ab: Mit CyberGhost VPN bist du selbst in Internet-Cafés und öffentlichen Hotspots wie auf Flughäfen vor neugierigen Augen geschützt.

Surfen auf gesperrten Webseiten und Fernseh-Angeboten

Nicht nur freiheitsfeindliche Länder sperren ihnen nicht genehme Informationen im Internet oder zensieren sie. Auch demokratische Länder wie Thailand installieren Filter, die Inhalte mit bestimmten Schlüsselwörtern von den nationalen „Grenzen“ fernhalten.

Es existiert aber auch der umgekehrte Weg, dass z.B.  Deutschland und/oder die Schweiz gewisse Sport-Veranstaltungen oder Filme nur den Zusehern im eigenen Lande freigeben. Ausserhalb dieser Grenzen sind diese Sendungen gesperrt. So aber auch die private Internet-Mediathek ZATOO, die nur in den 3 Ländern Deutschland, Oesterreich und der Schweiz nutzbar ist.

  • Logge dich mit einer ‚Fremd‘-IP ein: Loggst du dich auf einen Server in den USA oder Spanien oder eben Deutschland oder Schweiz ein, giltst du als Bürger des jeweiligen Landes und kannst die dortigen Inhalte ungestört betrachten. Ideal für Urlauber und Geschäftsreisende, die andernfalls von Informationen aus der Heimat abgeschnitten wären.

Rundumschutz

CyberGhost VPN ist sicher und bringt ganz nebenbei noch weitere Vorteile mit:

  • Schutz bei Verbindungsabbrüchen: Bei Verbindungsverlust während einer CyberGhost-Sitzung greift eine automatische Schutzvorrichtung, die dafür sorgt, dass die aktuellen Datenverbindungen nicht nach außen sichtbar und sämtliche Übertragungen ins Internet sofort unterbrochen werden. Bei der Premium-Version erfolgt außerdem eine automatische Neuverbindung.
  • Zusätzliche Firewall-Funktion: CyberGhost VPN arbeitet auch als zuverlässige Firewall. Der Grund ist simpel: Wer im Internet nicht sichtbar ist, kann auch nicht so schnell attackiert werden. Zum einen wirken die VPN-Server wie Tarnkappen, was alleine bereits Angriffe aus dem Netz wirkungsvoll verhindert, zum anderen blocken die Firewalls der Server allen eingehenden Datenverkehr und sorgen damit für zusätzliche Sicherheit während deiner anonymen Internetaktivitäten.
  • Bis zu 30 % schnellerer Seitenaufruf: Dank integrierter Datenkompression rufen CyberGhost-VPN-Surfer viele Internetseiten um bis zu 30% schneller auf. Damit wird die Verzögerung, die durch die Anonymisierung und die Verschlüsselung entsteht, problemlos wett gemacht.

Einfach zu bedienen

Der CyberGhost ist einfach zu installieren und zu bedienen. Das Setup und die Einrichtung sind in wenigen Minuten erledigt, ebenso das Anlegen des erforderlichen anonymen Nutzerkontos.

Weitere Vorteile:

  • Anonyme Accounts: Zur komplett anonymen Account-Eröffnung ist nur ein beliebiger Nutzername und ein Passwort notwendig.
  • Der Account zählt, nicht der Rechner: Premium-Kunden können Ihren Account auf jedem beliebigen Rechner nutzen, zu Hause am Desktop-PC, unterwegs mit dem Laptop oder auf Reisen vom Internet-Café aus. Damit bist du auch unterwegs sicher.

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Mrz 15 2013

Eignung meiner technischen Geräte: Foto-Apparat, Smartphone, Notebook, Handy

Mein diesjähriger Thailand-Aufenthaltes neigt sich zu Ende. Grund, sich Gedanken über die Eignung meiner technischen Hilfsmittel zu machen

Mein „Samsung Mobile Phone“ mit 2 SIMM-Karten

Es ist ein ganz normales Mobil-Telephon, aber es unterstützt gleichzeitig 2 SIMM-Karten für meinen Schweizer- und den Thai-Telephon-Anbieter. Diese Kombination hat sich zu 100% bewährt. So kann ich alle Telephone und SMS meiner Schweizer- und der Thai-Nummer empfangen, jedoch zum telefonieren oder versenden kann ich die jeweilen billligere Karte/Anbieter wählen.

Max SelbstbildnisFoto-Apparate

Meine beiden Foto-Apparate „Panasonic LUMIX DMC TZ-7“ und die neue „Canon 60D Spiegelreflex“ haben sich bestens bewährt.

Die „LUMIX“ mit ihrem 12-fachen Zooom ist bereits zum 5. Mal hier im Fernen Osten und zeigt nicht irgendwelche Anzeichen von Müdigkeit oder Schwächen, wenn man mal davon absieht, dass die Beschriftungen am Gehäuse langsam abblättern. Sie ist meine Schlechtwetter- und Sport-Kamera schlechthin. Sie ist immer in der rechten hinteren Tasche meines Radtrikots, wenn ich mit dem Rennrad oder dem Mountain-Bike unterwegs bin. Ihr Standard-Platz ist im Rucksack, oft eingeklemmt unter den Einkäufen vom Markt. Sie ist immer dabei, wenn es drunter und drüber geht. Es ist unglaublich, was sie alles aushält. Und sie ist immer noch genügend für meine Ansprüche.

Die neue „CANON 60D“, die ich erst im letzten Herbst 2012 gekauft habe, ist auf meinen Foto-Expeditionen dabei. Auf meinen Foto-Pirschs nachts oder tagsüber. Wenn ich mir fürs Fotografieren Zeit nehme und auch habe. Dann glänzt sie mit ihren technischen Finessen, die ich an ihr so liebe. Es war gut, dass ich mich für die Halbprofessionelle 60D an Stelle der einfacheren 600D entschieden habe:

  • Wechseln muss ich keine Objektive mehr. Ich habe mein kompaktes TAMRON Reise Zoom vom leichten Weitwinkel bis zum 400mm Tele immer dabei, und noch nie ausgewechselt. Und die Brennweite stelle ich manuell durch Drehen am Objektiv ein, ohne mich ärgern zu müssen, weil das Zoom sich auf die falsche Seite bewegte.
  • Die Funktion „Serienbilder“ ist bei mir immer aktiv. Diese Einstellung hat sich bewährt bei Leuten oder Personengruppen aber auch bei Tieren, bei denen ich nie weiss, wie sie sich verhalten. Da brauche ich nur auf dem Druckknopf zu bleiben, und es klickt ein Bild nach dem anderen, bis ich den Finger abhebe
  • Die HDR-Funktion, die ich fest eingestellt habe, und mir ohne grosse Vorbereitung erlaubt 3 Bilder unterschiedlicher Zeit zu schiessen. Nötigenfalls erhöhe ich die ISO-Zahl per Wählrad
  • Die Blenden- oder Zeit-Automatik, wenn ich auf eine bestimmte Tiefenschärfe oder Bewegungsunschärfe Wert lege, stelle ich übers Quick-Menue ein
  • Der zusätzliche kleine LCD-Bildschirm neben dem Auslöser ist phänomenal. Auf ihm kann ich via Wählrad den ISO-Wert, die Zeit oder Blende innert Kürze verstellen.
  • Grandios das Rauschverhalten. Während bei meiner kleinen Lumix, aber auch den anderen bisherigen Kompakt-Kameras ab ISO=800 die Scheefälle alles überstrahlten und die Bilder unbrauchbar machten, kann ich mit der Canon auf 2000 oder sogar 4000 ISO gehen. So gehe ich nachts bei Strassenbeleuchtung auf Photopirsch ohne Blitz und Stativ!  Einfach sagenhaft
  • Ich fotografier nur noch mit Durchsichtssucher, auch mit Brille. Den ausklappbaren LCD-Monitor benutze ich selten. Er geht mir zu langsam, bis er endlich die Schärfe eingestellt hat. Da mach ich irgendetwas noch falsch. Da muss ich noch üben
  • Eine Batterieladung reicht für mehrere 100 Fotos. In Burma musste ich nie die Batterie tagsüber wechseln. Es genügte, sie über Nacht wieder aufzuladen

Mein HTC Smartphone

Seit die Innereien im vergangenen Sommer ausgewechselt wurden, funktioniert es fabelhaft. Es ist ein praktisches Gerät. Ich brauchte es bisher noch nicht als Telephon, d.h. ich habe keine SIMM-Karte drinnen. Ich will nicht riskieren, dass es sich via Telefon ins Internet einwählt und damit mir eine sagenhafte Telefonrechnung produziert.

Es ist ein praktisches Gerät. Es ist für mich kein Spielzeug mehr. Ich benutze es Off-Line, da ich zu oft weltweit unterwegs bin und nicht in jedem Land eine Flat-Rate kaufen will.

  • Zu Hause oder in Hotels mit Internet-DSL-Anschluss nutze ich es zum Telefonieren mit „Skype“ und „PeopleFone“. Dann lese ich auch meine Schweizer und deutschen Lieblingszeitungen.
  • Wer kennt nicht das Problem, man findet einen interessanten Zeitungsartikel und möchte ihn aufbewahren. Ich brauche keinen Scanner mehr. Mit der gratis App „CamScanner“ scanne ich jedes Dokument oder Visitenkarte, und übertrage es auf Evernote, sobald ich irgendwo zu Internet komme. Diese App ist unheimlich raffiniert. Sie stellt extrem scharf aufs Objekt ein, erlaubt das Einstellen des Scan-Bereichs und arbeitet in Sekundenschnelle.
  • Für Tracking von Ausfahrten mit dem Rad benutze ich „Strava-Cycling„. Sie zeigt mir nach einer Ausfahrt meine Leistungen auf, deren Höhenunterschiede und damit das Streckenprofil. Was sie nicht kann, als Navigationsgerät dienen. Dazu habe ich noch keine befriedigende Lösung gefunden
  • Als Off-Line-Navigationsgerät für alle Länder in Europa sowie Thailand nutze ich die kostenpflichtige Apps „Route66“ und bin absolut zufrieden. Sie ist vergleichbar mit den Navigon Navis.
  • Mein HTC habe ich mit all meinen Facebook-, Skype- und Google-Adressen, -Kalender und ToDo-Lists synchronisiert. Zudem nutze ich einen Passwort Safe „Keeper„, in dem ich alle meine wirklich geheimen Daten und Passworte gespeichert habe

Meine beiden Notebooks

Meine beiden Notebooks haben sich bewährt. Das eine als meine Basisstation in Hua-Hin und das zweite „günstige“ Packard für unterwegs als mein Foto-Viewer und -Speicher. Für mich überraschend, dass das 333-fränkige Packard-Notebook für alle meine Tatigkeiten genügend leistungsfähig ist. Dies beweist ganz klar, dass für die meisten Leute ein einfaches günstiges Notebook mit genügend Hauptspeicher (4 GB) ausreicht. Nur für grosse Spieler wird Leistung verlangt.

In Hua-Hin habe ich das Packard-Notebook als Fernseh-Apparat mit GLOBAL-TV eingesetzt.

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Jan 25 2013

Fernsehen in Thailand: eine geschmackvolle Angelegenheit?

Flyer mit Darstellern einer TV-.Soap-Reihe

Flyer mit Darstellern einer TV-.Soap-Reihe

Der Fernseher ist der beste Freund in jedem thailändischen Haushalt. Mindestens 1 Fernseher läuft Tag und Nacht. Sei es über Antenne, Kabel- oder auch SAT-Anbieter, zwischen 10 und 200 Programme stehen zur Auswahl.

Böse Zungen behaupten, der Fernseher wird nur einmal eingeschalten, nach dem Kauf. Er läuft dann bis er defekt wird.

Die hiesigen Fernsehprogramme sind nicht zu vergleichen mit den europäischen. Welten stehen zwischen den beiden Kulturen. Die meisten sind Privatstationen, wie der Channel-3, der aus Kostengründen viel Ramsch in Hongkong einkaufen muss. Dann aber auch Militärsender, die Sendezeit vermieten. Ob da auch Korruption im Spiel ist?

Die meisten Sendungen sind so aufgebaut, dass sie höchstens 1 Stunde dauern. Dazwischen viel Werbung. Werbung ist oft nicht vom Inhalt und der Geschichte zu trennen, Nicht einmal in den Nachrichten, in denen am Pult des Spreches Werbung abläuft. In Sopas und Shows hängen anstatt Bilder und Poster Reklametafeln und Büchsen bestimmter Produkte an der Wand, Oder es flimmert eine Werbebotschaft im Hintergrund über den Bildschirm.

Man kann die TV-Sendungen am besten in die nachfolgenden Kategorien einteilen:

  • In Diskussions- und Gesprächsrunden reden sich die Thais zu Tode. Seien es über Frauenthemen, oder auch über Sport in Europa. Es wird gekocht, gecremt und Kleider begutachtet. Sportliche Resultate im europäischen Fussball werden von „Fachleuten“ kommentiert. Die Männer mit den schwarzen Brillengestellen stellen die Designer und Intellektuellen dar. Ich verstehe kein Wort von dem, was da gesprochen wird, und dennoch merke ich anhand der Werbe-Einblendungen, um welches Thema es geht!
  • Soaps der übelsten Machart begeistern die Frauen. Eine löst die andere ab. Eifersucht, Liebe, Streit, Geld und Business, sind die Pfeiler auf denen die Geschichten aufbauen. Da für mich alle Darsteller gleich aussehen und auch im selben Tonfall sprechen und in ähnlicher Umgebung spielen, kann ich keine Unterschiede zwischen den einzelnen Episoden und Soaps erkennen. Alle Darsteller sehen ähnlich aus, denn sie sind meistens operiert, was man an den ebenmässigen Gesichtsformen, -Ausstrahlungen und Nasen leicht feststellen kann. Die Soaps sind schlecht gemachte Massenfabrikationen. Sogar als Laie kann die schlechten Bild- und Tonschnitte entdecken. Sogar Synchronisationsfehler tauchen immer wieder auf. Ich vermute, eine 1-stündige Episode wird in einem Tag gedreht. geschnitten und aufbereitet.
  • Wie die Blumen und Früchte, so gehören die Shows und Game-Shows zu Thailand. In diesen Shows wird unverblümt Werbung gezeigt. Es sind eigentliche Verkaufsshows, in denen man im Unterschied zu uns aber nichts kaufen kann. Aber man rät um Produkte, die geschickt hinter Vorhängen versteckt sind.
  • Es gibt aber auch die bei uns bekannten Unterhaltungsshows wie „Superstars“ oder „Dancing Star“. Sie laufen identisch ab mit dem einzigen Unterschied der thailändischen Sprache. Obwohl die meisten Thailänder recht gut singen können, werden auch in Superstars die Kandidaten gezeigt, die einfach keinen Ton treffen und sich ungelenkig bewegen.

    Da sah ich mir doch vor wenigen Tagen die Sendung „Dancing-Star“ auf Thailändisch an. Der einzige Unterschied zu den  gleichnamigen Sendungen in Deutschland oder Oesterreich sind die Melodien für die einzelnen Tänze sowie die Sprache der Moderatoren. Aber alles andere war identisch. Das Bühnenbild, die Musik-Einspielungen, wenn die Paare aufs Parket steigen und die Juroren ihre Bewertungen abgeben etc

  • Jeder Sender berichtet über Sport. Die Thailänder sind sports-verrückt. So gibt es selbständige Channels, die nur über sportliche Ereignisse vorallem im europäischen Fussball berichten. So bilden sich in der thailändischen Gesellschaft Chelsea-, Liverpool- oder Manchester-Fans. Vor morgens bis abend werden Spiele gezeigt. Dasselbe Spiel meist mehrmals in der Woche. Als mein FC Basel vor ein paar Jahren erfolgreich in der Champions League spielte und dabei gegen den FC Bercelona ein Unentschieden herausholte, wurde dieses Spiel mindestens 10x am Fernseher gezeigt. So kannte jeder in Thailand den FC Basel, auch der Polizist, der mich kontrollierte, und glänzende Augen bekam, als er in meinem Fahrausweis „Basel“ las
  • Nachrichten/News: Zwischen jeder der obigen leichten Unterhaltung wird ein Nachrichtenblock eingeschoben. Unglücksfälle und Verbrechen sind deren Hauptthemen, und immer dabei die echte thailändische Polizei, die ihre Erfolge samt Verbrecher und Beute vorführen. Die Aufnahmen sind professionell und gestellt. Damit profilieren sich die Polizei-Offiziere in ihren schillernden Uniformen in der Oeffentlichkeit und vor ihren Vorgesetzten. Das schlimmst aber, was immer mehr überhand nimmt, sind die grauenhaften Bilder von den Video-Ueberwachungen. Verbrecher, die ihre Opfer zu Tode quälen usw. Thailand ein Land voller Gegensätze: Kein Sex aber viel Gewalt!

    Ein extremer Sender ist Channel-3, der Lieblingssender von Pat. Da ist ein Moderator seit Jahren am Werk, der sendet vom Morgen früh bis Abends spät. Er berichtet von Katastrophen, über Bücher und Literatur, über geschichtliche Themen, kurzum ein Sammelsurium an Informationen, und immer in einem schönen sportlichen Jacke von Yamaha oder Honda oder einer anderen Marke verpackt…

  • Punkt 20 Uhr folgt jeden Tag der Bericht über und vom Königshaus. Berichtet werden über die Aktivitäten der ganzen Königsfamilie. beim Austeilen der Hochschul-Diplome, über den Besuch und Eröffnung einer Blumenausstellung, Besuch bei Mönchen in einem Tempel. Bericht von den Blumenspenden für den kranken König, Hilfestellung beim Umwelt-Katastrophen etc. In dieser Sendung kann man verfolgen und sich auch eine Meinung bilden, wer der potentiellen Königs-Nachfolger in der höchsten Gunst der Königsmacher sein könnte.
  • Jeden morgen Punkt 8 Uhr und abends um 18 Uhr wird am Fernsehen die Königs-Hymne, nicht zu verwechseln mit der National-Hymne, abgespielt. Wo es geht, stehen die Thais dabei auf und legen für diese Zeit ihre Arbeit nieder.

Aber sonst sah ich nur Mist, wenigstens aus meiner Sicht. Die Thais lieben einfach Märchen, schöne aber auch schreckliche. So sah ich letztes Jahr während der Hochwasser-Katastrophe Soaps, die bereits im Hochwasser von Thailand spielten, also aktuellen Hintergrund benutzten.

Dann die Game-Shows für Kinder aber auch Erwachsene. Da müssen z.B. die Kandidaten, so scheint es im Moment Mode zu sein, lebende Würmer aufgewickelt wie Spaghettis essen….gräuslig!

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Feb 07 2011

Mögliche Kontakte in meine Heimat

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schlimm es ist, wenn man nicht weiss, was zu Hause läuft. Man lechzt richtiggehend nach Informationen, denn das Thai-Fernsehen und auch die Thai-Zeitungen sind für mich unverständlich. Vor zwei Jahren habe ich erlebt, wie es ist, wenn der Draht nach Hause abgeklemmt ist, als ich vom damaligen „Hausmeister“ aus dem Internet gesperrt wurde.

Noch vor wenigen Jahren blieben einem nur teuer gekaufte Zeitungen als Informations-Medium. Telefonate vom Fernen Osten in die Schweiz waren ein teurer Spass. Heute ist dies ganz anders. Mit den aktuellen technischen Mitteln sind die Kosten kein Thema mehr. Es ist, als wäre man zu Hause. Das A und O aller dieser Möglichkeiten sind aber ein vorhandener Notebook und Internet-Anschluss.

Ich verfüge zur Zeit über 3 Verbindungskanäle: eMail, Telefon und das Fernsehen. Ja, auch das Fernsehen, denn via Internet kann ich jederzeit Sendungen der letzen Tage über meinen PC-Bildschirm anschauen. Alle grösseren öffentlichen Sendeanstalten wie SF, ARD, ZDF etc bieten diesen Gratis-Service über eine Mediathek an, den man auch zu Hause benutzen kann, wenn man z.B. das Abfahrtsrennen verpasst hat. Und genau dies ist eine der Einschränkungen hier unten. Gewisse Sendungen, wie Sportsendungen werden aus Lizenzrechten ins Ausland gesperrt. Aber es bleiben die „Tagesschau“, „Hart aber fair“, Anne Will“ oder „Maybritt Illner“, „Markus Lanz“ etc.

Klickt mal die nachfolgenden Seiten an, dann könnt ihr unter „verpasste Sendungen“ Lieblingsfilme, Diskussionen und Shows der vergangenen 7 Tage anschauen:

Ueber eMail und Telefon brauche ich keine Worte zu verlieren, denn darüber habe ich schon mehrmals geschrieben.

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