Tag: Sport

Nov 14 2017

Sport ist Mord – eine philosophische Betrachtung

1 Std vor meinem Unfall in Thailand

Ich liebe Sport. Ich liebe Sport zu treiben, ihn aber auch am Fernsehen zu verfolgen. Sport ist für mich ein Gesundbrunnen, auch wenn ich erst kürzlich einen schweren Unfall mit dem Rennrad hatte.

Heute früh am 14. Nov. nach dem Aufstehen galt wie gewohnt mein erster Blick den Nachrichten und Sportresultaten:

„Nadal hat gegen Goffin verloren! — Der Speed-Skifahrer Poisson (35J) ist tödlich verunglückt“

… lese ich in den morgendlichen Schlagzeilen, Zwei gegensätzliche Nachrichten. Der eine verliert einen Kampf, der andere hat zu hoch gepokert und verliert sein Leben.

Ich war geschockt und blieb auf dem WC sitzen. Viele Gedanken aber auch Wut kamen in mir auf. Dann entschloss ich mich, diese niederzuschreiben.


Tennis und Gelenke

Im Berufs-Tennis sind Gelenk-Verletzungen an der Tagesordnung, jedoch ist ein Todesfall fast ausgeschlossen. Auch im Tennis könnte man viel verbessern, wenn man mehr auf Sand oder weichen Belägen spielen würde. Aber angeschlagene Gelenke sind wenigstens nicht gleichbedeutend mit Tod!

Beim Skifahren geht es um Invalidität, Bänder und Gelenke

Beim Ski-Rennsport gehören schwerste Verletzungen zum Sport. Aber auch mit ihrem Tod oder Invalidität müssen die Speed-Fahrer rechnen. Wie sagte doch Bernhard Russi am Tag nach Poissons Unfall: „Als Abfahrer kenne ich das Restrisiko!„. Mit über 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit rasen sie nahezu ungeschützt in die Tiefe. Ein Sturz geht oft oder noch öfters mit einer Verletzung einher. Knochenbrüche sind dank der Sicherheitsbindungen seltener geworden, Knie, Bänder, Rücken sind die kritischen Schwachstellen. Jeder dieser Profis kann „stolz“ von solchen Gelenk-Operationen berichten, auch wenn er erst seine Karriere gestartet hat. Ich verfolgte die Schweizer National-Mannnschaft in den letzten Jahren. Ueber 10% der Spitzen-Fahrer/-innen waren monatelang verletzt und mussten operiert werden

Bei den Kampfsportarten ist das Ziel „Totschlag“

Ob Kampfsportarten wie zum Beispiel Boxen, Thai-Boxen, Full-Kontakt-Karate  oder K2 noch als Sport bezeichnet werden können, ist schizophren. Bei diesen Sportsarten geht es doch ursächlich darum, den Gegner kampfunfähig zu schlagen. Ko „Knock Out“ ist das Ziel. Niemand spricht es aus, aber Tot wäre der absolute Sieg, die Krönung. Ein Profi-Boxer wird gemessen an seinen Ko’s, also Hirnschäden am Gegner.

Mit EDEL haben diese Sportarten nichts zu tun. In unserer Doppelmoral sind diese Tätigkeiten im Privaten sogar verboten und werden bestraft …. aber im Stadion sind sie erlaubt!

Fussball: „Novartis setzt sich durch. Schluss mit den Hooligans! Familien können wieder angstfrei ins Stadion St. Jakob“

Wie einmalig wäre doch diese Schlagzeile für die Stadt Basel und aber auch den FC Basel. Aber vielleicht eher ein Traum. Beim Fussball gibt es auch viele Verletzungen und noch mehr schauspielerische Leistungen zu bewundern. Mich ärgern jedoch eher die Ausschreitungen der sog. Fans, als die vielen Schwalben und toten Spieler. Es gibt keine einzige Sportart, deren Zuschauer derart von Schläger-Typen mit den miesesten Kinderstuben unterwandert sind. Die schlimmsten menschlichen Instinkte werden dabei als Fan ausgelebt. Und dies in einem mehrheitlich rechtsfreien Raum.

Das Schlimme ist zudem, dass die Allgemeinheit, also wir Steuerzahler,  für die Schäden und einen grossen Teil der verursachten Kosten wie Polizei-Einsätze, zerstörte Eisenbahnwagen und Eisenbahn-Infrastruktur etc aufkommen müssen. Ich getraue mich schon lange nicht mehr, ein Fussball-Spiel im Joggeli zu besuchen. Erst kürzlich am 21. Oktober 2017 ist ein Vater mit seinem Sohn vor dem Stadion von vermummten Chaoten spitalreif misshandelt worden.  Ich verstehe nicht die Sponsoren, wie Novartis beim FC Basel, die dieses „Pack und den Pöbel“ als Werbeträger aussuchen. Warum üben sie keinen Druck auf die Clubs aus? Warum wird die kriminelle Muttenzer-Kurve nicht geschlossen? Dies wäre doch beste Werbung in eigener Sache: „Novartis setzt sich durch. Schluss mit den Hooligans! Familien können wieder angstfrei ins Stadion„…..Aber da verliert man eben Eintrittsgelder….Blut-beschmierte Einnahmen!

Da weder die Clubs, der Verband, noch die Sponsoren an einer Lösung interessiert sind, der normale Bürger und die Polizei aber Recht auf Schutz haben,   muss man dem Verursacher „Fussball“ die Bühne wegnehmen, d.h. entweder Fussball verbieten oder das Spiel ohne Zuschauer durchführen, es aber am Fersehen übertragen.

Sportarten ohne prickelnde Gefahren

Gibt es noch andere Sportarten, die gefährlich oder an die niederen Instinkte der Menschheit appellieren? Der Motorrennsport? Da hat sich viel getan. Wer erinnert sich nicht an die früheren verrückten Fahrer wie Fangio, Joe Siffert, Clay Regazzoni, die zugaben, dass in ihrem Sport der Tod mitfährt. Jedes Jahr gab es mehrere Tote zu „bewundern“. Heute sind die Fahrer sowohl auf dem Motorrad als auch den Rennwagen viel besser geschützt. Der Tot muss sich immer mehr einfallen lassen, um erfolgreich zu sein.

Ski-Langlauf, Tanzsport, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen etc sind weniger gefährliche Sportarten. Doping lass ich auf der Seite. Ich habe etwas Verständnis, dass ein junger Mensch um des Geldes Willen  betrügt. Wer lässt schon so viel Geld auf der Strasse liegen, denn andere machen es ja auch.

Ich treibe Sport um der Gesundheit und des Lustgewinns willen. Es war Pech, dass ich anfangs November mit dem Rennrad gestürzt bin. Ich nehme dies in Kauf, umsomehr die mit Abstand gefährlichste Sportstätte das Bett bleibt.

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Nov 10 2017

3. Nov. 2017: Bericht über meinen glimpflich verlaufenen Unfall mit dem Rennrad

Zur Begrüssung von Ernie aus Kanada sollte es eine typische Dienstags-Ausfahrt zur Dolphin Bay werden, gemütlich und in einem moderaten Schnitt zwischen 25-27 km/h. Aber es kam anders. Beim Bahnübergang 13 km nach dem Start schmiss es mich auf die Strasse. Ich sah schrecklich aus. Aber mein Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Die gebrochene Hand beeinträchtigte mich am meisten. Gemäss Arzt soll ich 6 Wochen nach dem Unfall wieder aufs Rad steigen können.

3. Nov. 2017/07:30 Uhr: Start der Ausfahrt – Da sah die Welt für die beiden 75-Jährigen noch rosa aus

Als erstes ein Dankeschön an all die Helfer der Hua Hin Roadies, ganz speziell Nick Bloy und John Pyke aus Canada. Ihr wart grossartig

First, I thank to all the helpers of the Hua Hin Roadies, especially Nick Bloy and John Pyke from Canada. You were great

Der Unfall

Es war Freitag, 3. Nov. 2017 um 07:30 Uhr. Zwei Tage nach dem in Thailand intensiv gefeierten Halloween. In einer mittelgrossen Gruppe der Hua-Hin Roadies startete ich zur geplanten „gemütlichen Dolphin Bay Ausfahrt“. Zusammen mit dem eben erst aus Kanada angereisten Ernie fuhren wir den Radweg entlang, bogen dann nach links ab in Richtung Khao Tao zum Bahnübergang, etwa 13 km ausserhalb Hua Hins. Dort um 07:55 Uhr hat es mich auf die Strasse geschmissen. Diesen Bahn-Uebergang bin ich bestimmt schon 100x gefahren und wusste, wie gefährlich es ist, mit dem Vorderrad zwischen die Beton-Platten einzufädeln. Es war nie ein Problem die ungefähr 50 cm breiten Platten zu treffen. Aber diesmal ging alles schief. Ich muss ein paar Sekunden unkonzentriert gewesen sein. Das Vorderrad hängte in einer breiten Rille ein, wie in einer Tramschiene. Ich flog übers Rad Kopf voran aufs Gesicht und auf die Strasse.

Meine ersten Gedanken: Ist etwas gebrochen? Die Beine? die Arme? das Schlüsselbein? Alles liess sich bewegen. Aber ich blutete fürcherlich. Schon bald standen ein paar Freunde bei mir. Drehten mich sorgfältig auf den Rücken, legten meinen Kopf auf den Rucksack von Nick und begannnen mich zu beruhigen und das Blut zu stillen. Vorallem John aus Canada und Nick Bloy waren bewundernswert, einfach grossartig. Es ist schon interessant, wie sich gewisse Leute in solchen Situationen unverhofft als Profis outen.

Meine grossartigen Samariter Nick Bloy und John Pyke

Ich lag am Boden bei vollem Bewusstsein. Unverzüglich hielten die Thais an und sperrten die Unfallstelle ab. Eine jüngere Thai-Frau fragte nach dem Spital, in welches ich gebracht werden wollte. „Bangkok-Hospital“ meinte ich, denn dieses ist ganz in der Nähe von mir. Prächtig, meinte sie, denn sie arbeite dort.

Man beachte die gelbe, harte Plastik-Bahre, auf der ich angeschnallt war

Und nun kam etwas zum tragen was ich vorbereitete und immer auf mir trug, aber hoffte nie zu gebrauchen: meine „Notfall-Plastik-Tasche“.  Sie ist neben dem Handy mein wichtigstes Objekt. Einer meiner Freunde fand sie in meiner Rückentasche des Rennshirts und entnahm ihr meine Mitgliedskarte vom Bangkok Hospital und bestellte die Ambulanz. Nach etwa 15-20 Minuten war der Krankenwagen an Ort und Stelle. Sie luden mich auf die harte ungepolsterte Plastik-Pritsche und schoben mich in’s Fahrzeug. Dann begann mit Blaulicht und Horn die Fahrt meines Lebens die rund 13 km nach Hua Hin. Ich war zwar auf der Pritsche angeschnürt, aber es schlug mich links und rechts an. Nick Bloy, der die ganze Zeit mich begleitete, meinte nachher, er hätte noch nie eine solch rasante Fahrt erlebt, obwohl es ja in meinem Fall nicht um Tod oder Leben ging.

Im Bangkok Hospital

Als ich im um etwa 9 Uhr im Spital ankam, war das erste was ich zu sehen bekam, ein Papier mit meinem Foto und allen wichtigen Angaben wie Geburtsdatum und Wohnadresse in Hua-Hin. „Sind Sie das, Mr Max?“ wurde ich gefragt. Als ich bejahte, wurde ich direkt in eine Kabine der Notfall-Aufnahme geschoben. Die Behandlung und die Untersuchungen begannen unverzüglich und resultierten in der Diagnose: Bruch der linken Hand und Nase, sowie unzählige Wunden. Die an der rechten Hand waren relativ harmlos. Oberhalb der rechten Augsbraue musste ein tiefer Cut mit 10 Stichen, über der Nasenwurzel mit 7 Stichen und der rechten Oberlippe mit deren 5 also total mit 21 Stichen genäht werden. Mehrmals wurde ich geröntget, bekam um die linke Hand einen Gips und wurde voll bepflastert. Nach 4 Stunden wurde ich nach Hause entlassen.

Ich sah aus wie eine  Halloween-Maske, aber eben 2 Tage verspätet…. oder wie ein Boxer, der von Sonny Liston über 12 Runden vermöbelt wurde.

Bereits im Spital realisierte ich mein Glück im Unglück. Es hätte viel schlimmer kommen können. Was wäre, wenn ich das Schlüsselbein oder gar den Oberschenkel gebrochen hätte? Ueber Facebook informierten ich und Nick Bloy meine Freunde über meine Verletzung und gaben auch Entwarnung.

Mein linkes Bein resp. Knie bereitete mir  etwas Sorge, denn ich hatte keine Kraft und konnte es nicht richtig bewegen. Wahrscheinlich habe ich das Knie ausgedreht, als ich aus dem Klick-Pedal (ähnlich einer Sicherheitsbindung am Ski) krachte. In der Zwischenzeit kann ich wieder eingermassen gehen. Am Morgen nach dem Unfall brauchte ich noch etwa 1 Stunde, um mir Socken, Hosen und ein Hemd anzuziehen. Das BKK-Hospital ist etwa 1 km von meinem Haus entfernt. An diesem ersten Morgen rechnete ich dafür eine Wanderzeit von 1 Stunde. Aber ich war überraschend bereits nach 20 Minuten dort. Am 6. Tag brauchte ich weniger als 10 Minuten

Mein verlorenes Mobil-Phone

Wie beschrieben, ich war bei vollem Bewusstsein und keine Sekunde bewusstlos. Mein Hirn arbeitete wie verrückt. Ich machte Inventar. Dabei realisierte ich, dass mein Mobil-Telephon beim Sturz aus der Rückentasche geflogen sein musste. Alle suchten danach, aber sie fanden nichts. Dieses Handy war wichtig für mich, denn darüber liefen meine Bankgeschäfte.  Dann kam ich auf die Idee, dass jemand aufs Handy anrufen sollte. Ich wusste meine eigene Nummer jedoch nicht auswendig. Aber Nick fand sie in meiner „Notfall-Plastik-Tasche“ und bereits nach kurzem klingelte es 2m entfernt im hohen Gras neben der Strasse.

Ich bin zusammengeklebt und warte auf die Rechnung

Nach 7 Tagen war Halloween vorbei

Alle 1-2 Tage wurde ich zur Kontrolle und Erneuerung der Verbände ins Bangkok Hospital vorgeladen. Ich bekam einen Termin und musste nie länger als ein paar Minuten warten.

Am Donnerstag, 9. Nov. 2017 hat mir die Chirurgin die 21 Nähte entfernt. Ich habe praktisch nichts gespürt. In der Beziehung sind die Thais Weltmeister. Ob sie nun ein Pflaster oder einen Faden entfernen, sie verfügen über feine und gefühlvolle Hände, als würden sie die Schmerzen fühlen..

Meine Notfall Plastik-Tasche

Ohne diese, wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Sie enthält alles wichtige, was ein Single aber auch ein Ehemann in einem fremden Land braucht: Kopie des Passes und Visum, sowie Krankenkassen-Karte, Mitgliedskarte Bangkok-Hospital, Liste mit den wichtigsten persönlichen Informationen über Wohnort/Strasse, Telephon-Nr, Blutgruppe, Medikamente, Allergien, Kontaktpersonen in Thailand und in der Schweiz, etwas Reserve-Geld und die eigene Visitenkarte etc.

Spitex auf Thailändisch

Wenige Tage vorher habe ich mit Maleena, meiner Hauseigentümerin und Vermieterin,  den Worstcase eines Unfalls durchbesprochen. Und nun brauchte ich bereits ihre Hilfe im täglichen Leben, obwohl ich fast keine Schmerzen hatte. Ich hätte dies nie geglaubt, mit nur 1 brauchbaren Hand, die andere im Gips, war ich stark eingeschränkt. Mich selber konnte ich nass abduschen, aber ohne Duschgel. Geschirrabwaschen ging gar nicht. Einkaufen ging nur beschränkt in unmittelbarer Nähe und in tragbarer Grösse. Kaffee konnte ich kochen, aber keine Malzeiten, denn ich konnte nicht rühren und gleichzeitig die Pfanne halten. Ich konnte auch keinen Salat schneiden. Das Essen ging, weil in Asien fein geschnittene Portionen üblich sind. Ein Schnitzel hätte ich mit einer Hand niemals schneiden können. Deshalb war ich auf die Hilfe von Maleena angewiesen. Sie kam alle 1-2 Tage, putzte, brachte Lebensmittel und frisches Essen mit.

Was habe ich gelernt und was hat sich bewährt

Durch den Sturz aufs Gesicht waren mein Helm und die Sonnenbrille einesteils der beste Schutz, aber auch der Grund für die gravierende Gesichtsverletzungen. Die Sonnenbrille hat meine Augen beschützt, aber die Nase gebrochen und die beiden Cuts oberhalb des Auges und Oberlippe verursacht.. Der Helm hat mich vor noch viel Schlimmerem bewahrt, meinte der Arzt.  Er war vorne durch den Aufschlag zerbrochen! Ein Vollsichthelm, den es bereits gibt, hätte mich bessser geschützt.

Es ist erschreckend, dass es immer noch Leute gibt, die ohne die minimalste Sicherheitsmassnahmen wie Helm und mobiles Telefon mit dem Rad fahren.  Aber gegen Dummheit kämpfen sogar Götter vergebens.

Die minimalsten Sicherheitsmassnahmen:

  • Ohne Helm hat man im Verkehr sowohl auf dem Motorrad als auch Fahrrad nichts verloren. Man hat nur 1 Kopf! Er hat mein Leben gerettet oder mich mindestens vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.
  • Ein mobiles Telefon gehört auf Mann/Frau, um von überall her Hilfe anzufordern. Es kann im Notfall um Minuten gehen, um Leben zu retten. Es gibt Notfall-Apps wie „ECHO112„, die einem weltweit direkt in das nächste Spital verbinden und die Unfall-Koordinate weitergeben. Ob die real funktionieren und ob auch ein Krankenwagen kommt, weiss ich nicht.
  • Meine Notfall-Plastik-Tasche mit all den wichtigen Informationen und Dokumenten-Kopien. Ist ein absolutes MUSS, denn im Schock oder bei Bewusstlosigkeit weiss man nichts mehr.
  • Meine Rennhandschuhe retteten mich vor schlimmeren Handverletzungen und blutigen Wunden. Sie waren zerfetzt. Ich musste sie noch im Spital entsorgen.  Erst im Nachhinein merkte ich, wie stark eingeschränkt ich durch  meine Hand-Verletzungen war.
  • Man sollte nie alleine ausfahren. Bei einem Unfall ist man hilflos und braucht unbedingt einen Hilfe-Partner.
  • Ich war froh, dass ich gute Freunde, eine Versicherung und viel Glück hatte.

9. Nov. 2017 Bangkok Hospital: nun waren alle 21 Nähte entfernt. Einzig mein Kinn sieht noch mitgenommen aus

Abschlussgedanken

Das Bangkok Hospital ist ein professionelles Privat-Spital. Alles klappte wie am Schnürchen. Für jede Fakultät wurde (auch in der Notfall-Abt.)  ein anderer Arzt zugezogen. Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt für meine gebrochene Nase, einen Orthopäden für meine demolierte Hand und einen Chirurgen für die verschiedenen Cuts. Manchmal wusste ich zwar nicht, ob es sich bei der behandelnden Person um einen Arzt, einen Assistenz-Arzt oder Krankenschwester handelte, aber an der Arbeit konnte ich wenig aussetzen.. Einzig in der Notfall-Abteilung war deren Funktion mit grossen Buchstaben auf dem Rücken des Mantels oder Jacke angeschrieben.

Eine grosse Schwäche haben die Pflegekräfte ausserhalb der Notfall-Aufnahme: Sie können kein haltbares Pflaster anbringen. Die meisten Pflaster musste ich nach wenigen Stunden selber überkleben oder es auswechseln. Die Profis in der Notfall machen es hingegen exzellent.

Ueberrascht, ja beeindruckt war ich ob der vielen aufmunternden Reaktionen auf die Facebook-Unfall-Einträge. Es müssen weit über 100 aus der ganzen Welt gewesen sein. Danke allen 1’000-mal. Dankbar und hocherfreut bin ich auch ob der vielen Hilfe-Angebote meiner internationalen Freunde in Hua-Hin. Die Einen brachten mich per Auto zum Essen, andere besuchten mich, oder boten an, mir im Haushalt zu helfen. Ich fühlte mich nie allein gelassen!

Am meisten geärgert hat mich, dass ich wegen des dummen Unfalls nicht mit Kathleen Weinreich, Max Hürzeler und Tony Rominger ausfahren konnte. Im Nachhinein hätte dies auch nicht geklappt, denn es regnete an den Folgetagen wie aus Kübeln. Scheinbar musste es so sein.

Mit ihnen und Max Hürzeler wollte ich ein paar Ausfahrten machen

Versicherung und Kosten

Ich bin mit meinen Kranken- und Unfall-Versicherungen auch im Ausland gedeckt. Was ich jedoch nicht wusste, dass die meisten dieser Versicherungen bei ambulanten Behandlungen wie in meinem Falle, keine Kostengarantie gegenüber dem Spital aussprechen. Der Patient muss die Kosten übernehmen und anschliessend der Versicherung einreichen. Anders sieht es aus, sobald der Patient stationär im Spital liegt, also minndestens 1x übernachtet. Die Abklärungen zwischen Spital und meiner Krankenkasse  erfolgten sehr schnell, d.h. innert 1-2 Stunden, denn die Kassen haben einen 24-Std-Service.

Nicht uninteressant sind die angefallenen Kosten (Stand bis zum 10. Nov.)

  • 3. Nov. 2017: 4-stündige Notfall-Behandlung am Tag des Unfalls inkl. Ambulanz: 25’000 THB (entsprechend Euro 650)
  • 5 Termine im Bangkok Hospital für tägliche Wund-Versorgung, Arzt-Kontrolle, Nähte entfernen: je zwischen 800 – 1’700 THB, Total ca. 6’000 THB.
  • 10. Nov. 2017: Grosser Check bei den beiden Orthopädie- und HNO-Aerzten inkl. 3x Röntgen und zusätzliche Medikamente: 3’880 THB (entsprechend Euro 101)
  • 16. Nov. 2017: Auswechseln des Gips-Verbandes durch eine leichteren Verband: 8’540 THB (entsprechend Euro 220)

Ich rechne, dass die Gesamt-Kosten sich um die Euro 2’000  bewegen werden

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Jan 28 2017

Story über die „Hua Hin Roadies“ – Radsport in Hua Hin (Thailand)

Radfahren in Thailand? Ein Erlebnis

Anfang 2011 haben sich 3 Rad-Enthusiasten zusammengetan, um in Hua Hin gemeinsam dem Radsport zu frönen. Anfänglich fuhren sie nur mit dem Mountain-Bike, später dann aber auch mit dem Rennrad. Daraus entwickelte sich eine beachtliche Gruppe, die unter dem Namen „Hua Hin Roadies“ im europäischen Winter fast tagtäglich eine Ausfahrt im Umkreis von Hua Hin unternimmt. Es handelt sich dabei um weibliche und männliche Sport-Begeisterte um Alter zwischen 45-75 Jahren. Aber auch jüngere sind willkommen.

In der Zwischenzeit boomt in Thailand der Radsport. Jedes Wochenende findet irgendwo in unserer näheren Umgebung ein Radsport-Anlass statt, an dem hunderte von Radfahrer teilnehmen. Für die Thais ist teilnehmen wichtiger als gewinnen. Für sie ist der Radsport Fun

Schnellzug der Hua Hin Roadies

Oft wird uns die Frage gestellt: Ist es denn nicht gefährlich im thailändischen Strassenverkehr?

Dream-Team

Der Strassenverkehr mag in Thailand, vor allem in den Städten chaotisch sein, aber auf den Strassen ausserhalb der grösseren Agglomerationen herrscht ein angenehmes ungefährliches Nebeneinander mit dem motorisierten Strassenverkehr.

Alle Strassen verfügen über einen Pannenstreifen sprich Veloweg. Die Strassen sind mit wenigen Ausnahmen in einem hervorragenden Zustand. Neuerdings werden getrennt von den Hauptstrassen breite Radwege gebaut. Das Risiko hier im Raume Hua-Hin mit einem anderen Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt zu werden, ist um einiges geringer als in Europa. Meist überholen einem die PWs und Lastwagen in einem 1-2 metrigen Abstand. Ihr hupen ist eher ein Freundeszeichen, als ein in Europa übliches „Hallo, passt auf ich komme!“

Habe ich Euch „gluschtig“ gemacht?

Unter dem gleichlautenden Titel „Story der Hua Hin Roadies“ findet ihr nicht nur weitere interessante Informationen über den Radsport im Raume Hua Hin, sondern auch Kontaktadressen zu den Hua Hin Roadies, zu Fahrradvermietern und Tourenanbietern

»» Hier geht es zur Story der „Hua Hin Roadies“

 

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Nov 26 2016

Ein Leben mit meinem Rennrad

Radfahren gehört zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen hier in Thailand.

Elektrolytische Getränke in Thailand

Elektrolytische Getränke in Thailand

2-3 mal die Woche schwinge ich mich auf meinen Trek-Rennrad Dazwischen brauche ich aber Ruhe und Zeit, mich zu erholen. Auch ich spüre mittlerweilen die Jahre. Vorallem schlafe ich schlecht nach einer härteren Ausfahrt.

Die Ausfahrten gehen üblicherweise über eine Distanz zwischen 75 und 100 km. Grössere Distanzen sind die Ausnahme. Wir starten normalerweise morgens um 07:30 Uhr, d.h. ich fahr zu Hause um etwa 7 Uhr weg, um an den Start zu gelangen. Um diese Zeit ist es bereits etwa 25 – 27ºC  warm. Ueber den Mittag steigt die Temperatur dann auf 32-35ºC. Die Temperatur ist auszuhalten, da der Fahrtwind kühlt. Dies im Gegensatz zum Tennis und dem Golfsport, bei denen man schutzlos der Hitze ausgeliefert ist. Den Flüssigkeits-Haushalt regle ich mit isotonischen Getränken, die ich mitführe und zwischendurch in einem Shop wieder auffülle.

Die Hua-Hin Roadies

Wir sind ein Verein radverrückter Ausländer. Wir haben weder Statuten noch finanzielle Verpflichtungen, wir haben einzig die Facebook-Gruppen der „Hua Hin Roadies“ und für die gemütlicheren die Hua-Hin Gentlemen Roadies„, über die wir unsere Ausfahrten einander mitteilen und organisieren.

Bei uns machen alle Alterstufen mit, von den Jugendlichen bis zu den Oldies ab 70 Jahre alt. Der Aelteste bin ich! Die Umgangssprache ist Englisch, denn es sind Amerikaner, Kanadier, Australier, Engländer, Holländer, Deutsche, Schweden, und beinahe habe ich es vergessen, auch ein paar Schweizer dabei.

War haben ein eigenes Renndress und werden unser altes in den nächsten Tagen im Dezember ersetzen.

Max im heissen Renndress der "Hua-Hin Roadies"

Max im heissen Renndress der „Hua-Hin Roadies“

Fahrt über den „Yang Chun Dam“ am 25. Nov. 2016

Diese Ausfahrt hat mein kanadischer Freund Ernie Hague bereits letztes Jahr erkundet. Nun war es soweit. 8 Roadies, wie wir uns als „Hua-Hin Roadies“ nennen, starteten die Fahrt. Die Mühe lohnte sich, denn landschaftlich war es einmalig. Zwischen Ananas- und Bananen-Plantagen kamen wir auch an blühenden Mango-Bäumen vorbei. Ton der Holländer meinte nicht von ungefähr. „Die Landschaft hat etwas von der Toskana„. Die Strassen waren gut. Zwischenduch fuhren wir ein paar km auf Feldwegen und Schotterstrassen, mit dem Rennrad notabene, Lucien Kirch, der Ex-Profi aus dem Cancellara-Trek-Team meinte mit Recht: „Es ist doch auch spannend, einmal auf solchen Strassen zu fahren!

Mango-Bäume in voller Blüte

Mango-Bäume in voller Blüte

130 km und gegen 6 Stunden waren wir unterwegs. Auf der reinen Fahrstrecke fuhren wir einen 27km/Std Schnitt. Gar nicht so schlecht über diese Distanz! Dazwischen auch 3 Stops in den kleinen Thai-Shops am Wegesrand, wo man für wenige Baht ein Coca-Cola trinken konnte. Und zum Schluss der für mich so wichtige Abschluss im „Coffee-Coffee“, wo es das beste Mango-Smoothie mit Yoghurt gibt.

 Bilder unserer Ausfahrt

25. Nov. 2016: Fahrt zum "Yung Chun Dam"

 

25. Nov. 2016: Fahrt zum "Yung Chun Dam"

25. Nov. 2016: Fahrt zum „Yung Chun Dam“: Max mit Lucien Kirch

 

 

 

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Nov 13 2016

13. Nov. 2016: Langboot-Rennen auf dem Khao Tao Lake

Genau vor 1 Monat am 13. Oktober ist der thailändische König Bhumibol verstorben. Vielleicht zu seinen Ehren, wohl eher, weil es bereits organisiert war, fand auf dem Khao Tao Lake unweit von Hua-Hin eines der grössten Langboot-Regattas in Thailand statt. Es sollen über 100 Boote teilgenommen haben. Es wurden sogar 2 der goldenen Boote aus der königlichen Flotte delegiert. Jedoch der Platz des Königs auf dem Königsboot blieb unbesetzt.

Königsbarken

Vorne das Boot mit dem buddhistischen Schrein und dahinter das mit dem Sitz für den König

Ueber diesen Anlass habe ich einen mit vielen Fotos dokumentierten Bericht geschrieben. Durch Anklicken auf das nachstehende Bild gelangst Du zum lesenswerten Bericht:

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

 

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Dez 08 2015

8. Dez. 2015: Sturz mit dem Rad – der Helm verhütete das Schlimmste

Sturz, Spital

8. Dez. 2015: Peter Stephenson

„Ohne Helm hätte er schwerste Kopfverletzungen davon getragen“ meinten die Aerzte

Es sollte eine normale 90-km-Ausfahrt der Hua-Hin Roadies, unserem hiesigen Velo-Radrennclub, zur Dolphin Bay werden. Es kam jedoch anders. Wenige Meter vor unserem Zwischenziel, unserem Coffe-Shop, stürzte hinter mir Peter Stephenson fürchterlich. Wir waren an dieser Stelle nicht mehr schnell, sondern am ausrollen.

Peter blieb regungslos am Boden in einer Blutlache liegen. Glücklicherweise war Jim Andrews bei uns. Er ist von der britischen Polizei und beherrschte die Erste-Hilfe-Massnahmen exzellent. Sorgfältig drehte er ihn auf dem Rücken, immer mit ihm beruhigend sprechend. Er checkte seine Reflexe, verband seine blutende Wunde an der Schläfe und brachte ihn mit dem Auto der Coffee-Shop Besitzerin ins nahe Militär-Hospital in Pranburi.

Peter hatte Glück und trug einen Helm, der nun kaputt ist, ihn aber vorm schlimmsten beschützte. Er hat ein blaues Veilchen ums Auge, eine Schramme geflickt mit 10 Stichen oberhalb der Schläfe und eine schlechte Erinnerung. In einer Woche darf Peter wieder Radfahren.

Happy End: Wir sind froh, dass es gut ausgegangen ist. Es hat sich einmal mehr bestätigt, ein Helm schützt. Ohne Helm darf bei uns keiner mitfahren!

An derselben Stelle bin ich wenige Sekunden vor Peter beinahe auch gestürzt. Es war eine Bodenschwelle, die auch ich übersah. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, wenn ich daran denke: Ich habe einfach Glück gehabt!

Die offene Wunde oberhalb seiner Schläfe zog sich Peter zu, weil er den Helm zu lasch auf dem Kopf trug und den Riemen zu wenig stark anzog. So konnte sich sein Helm beim Aufprall auf dem Boden verschieben.

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Mrz 15 2015

Mit dem Rennrad in Thailand, ein gewaltiges Erlebnis

Jedes Jahr fahre ich in Thailand mit meinem Rennrad mehrere tausend Kilometer auf wunderbaren Strassen. Die meisten sind wenig befahren und weisen links und rechts einen Pannenstreifen und damit einen Fahrweg für Rennräder auf. 2-3 mal die  Woche steht eine Ausfahrt mit den „Hua Hin Roadies“ auf dem Programm.

Die „Hua Hin Roadies“

Die Hua Hin Roadies ist eine Gruppe Radsport verrückter Rennvelo- oder Road-Bike-Fahrer.  Es sind zwar nicht alle Alterstufen in unserem Club vertreten, aber ab 45 Jahren gehts aufwärts bis zu mir, als Aeltesten. Wir organisieren uns via Facebook unter „https://www.facebook.com/groups/huahin.roadies/“.   Sobald einer eine Ausfahrt machen will, lädt er in Facebook ein. Anhand der Angaben über die geplante Strecke, Durchchnittsgechwindigkeit und Startzeit entscheidet jeder, ob er teilnehmen oder diese Ausfahrt lieber auslassen will.

Aus Sicht der Leistung ist unser Niveau recht hoch. Im Mimimum fahren wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 26-28 km/h auf einer Strecke zwischen 60-100 km. Es gibt aber noch eine stärkere Fraktion, deren Durchschnitt über 30-32 km/h liegt. Mit denen kann ich nicht mehr mithalten. Bei diesen Geschwindigkeits-Angaben sollte man aber berücksichtigen, dass es hier um Hua-Hin mehrheitlich um ein flaches Gelände handelt.

Qualitätiv oder fahrerisch sind die meisten Einzelfahrer und haben keine Ahnung vom Team-Biking, also effizientem Fahren in einer Gruppe. Ich habe es schon mehfach versucht, mit Steinchen zu erklären oder auch Videos aus Youtube ins Facebook zu legen. Sie begreifen es einfach nicht, wie die Ablösung in einer Gruppe funktioniert. Immer wieder kommt einer von Hinten, um den vordersten abzulösen. Er realisiert dabei nicht, dass  er eine höhere Geschwindigkeit als die regelmässig fahrende Gruppe hat und diese ihr Tempo deswegen erhöhen müssen. Dies geht dann schnell mal in die Knochen, wenn man immer wieder Gas geben muss.  „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, heisst doch ein dazu zutreffender Spruch.

Hua-Hin, Velo, bicycle
Auf den Herbst 2014 haben wir uns ein neues Dress zugelegt

und ich mir ein neues Carbon-Rennrad „Trek Madone 5.2“. Ich bin stolz darauf. Es fährt zwar nicht von alleine, aber es bereitet grosse  Freude..

Hua-Hin Roadies, Velo, bicycle, Trek MadoneUnsere Ausfahrten

Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Standard-Ausfahrten etabliert. Die Vorlieben sind ganz unterschiedlich. Wir starten immer um etwa 8 Uhr, ausser im März wenn es heiss und windig wird, bereits um 7 Uhr und kommen um die Mittagszeit wieder zurück. Nach dem Duschen und starten der Waschmaschine beginnt meine Erholungsphase: Ich lege mich auf die Liege auf dem Sitzplatz, versuche auf meinem Galaxy-Tablett die Nachrichten zu lesen und schlafe dabei unweigerlich ein.

Bei den Ausfahrten müssen wir immer die Jahreszeit berücksichtigen. Zwischen Oktober und Januar herrscht meistens ein starker Wind aus dem Norden vom Himalaya. Dieser dreht dann Ende Januar und bläst recht stark aus dem Süden.

Dolphin Bay über 70-95 km je nach Variante

Diese Ausfahrt führt in den Süden von Hua-Hin tweilweise dem Meer entlang. Nach etwa 40-50 km steht dann der Frühstücks-Halt an. Im Dolphin Bay Ressort ein Frühstücks-Buffet zu 220 Baht (ca. SFr. 7.–) oder in einem Coffee-Shop ein Doppel-Spiegelei mit Schinken und einem Cola zu 55 Baht entsprechend etwa SFr. 1.70

Breakfast in Cha-Am über 75 km

Cha-Am liegt nördlich von Hua-Hin. Diese Ausfahrt war ursprünglich nur mit Mountainbikes zu befahren. Der Klong-Road d.h. die Strasse dem Kanal entlang war eine Sandstrasse  und voller Löcher. Eben ein Feldweg. In der Zwischenzeit wurde er asphaltiert  und ist in tip-topem-Zustand. Die Strasse ist immer noch verkehrsarm und führt als Abschluss durch Reisfelder nach Cha-Am, wo ebenfalls ein feines Frühstück auf uns wartet.

Pranburi Dam über 75 km

In Thailand gibt es unzählige Stauseen zur Stromerzeugung und auch als Wasserreservoir. Der Pranburi Stausee liefert Wasser bis ins ca. 80 km entfernte Prachuap Khirikan. Eine kurzweilige Fahrt ins westliche Hinterland von Hua-Hin bis auf die Staumauer hinauf. Von dort aus kann man einen wunderbaren Ausblick über den Stausee geniessen. Die Rückfahrt führt meistens in den Palu-U-Coffee-shop, wo ich nach meinem Mango-Smoothie mit Yoghurt dürste.

Khaen Krachaen National Parc 100-115 km

Diese Ausfahrt gehört zu den anspruchsvolleren. Entweder startet man in Hua-Hin oder was um einiges schöner ist, man startet in Cha-Am. Hoch über dam Khaen Krachan Stausee machen wir Mittagshalt, bevor es dann auf den schönen Rückweg über Strasse mit sehr wenig Verkehr geht.

Vineyards Hua-Hin Hills über Huay Mongkol über 85 km

Ein Klassiker unter unseren Ausfahrten. Noch vor wenigen Jahren war es üblich, hoch oben inmitten der Rebberge ein Glas Wein zu trinken, bevor es wieder nach Hause ging. Dies mache auch ich mittlerweilen nicht mehr, weil ich vor etwa 3 Jahren nur mit Mühe wieder nach Hause kam. Meine Beine waren schwer und wollten nicht mehr.

Springfield Loop über 75-95 km

Miro Vanacek ist unser Meister für das ganze Gebiet um Springfield. Es gibt unzählige Varianten durch das Hinterland Hua-Hin und wieder zurück bis zur Dole-Früchte-Company

Windmill-Ausfahrt: Chang Hua Man Royal Project über 95km

50 km westlich von Hua-Hin befindet sich der königliche Muster-Bauernhof. Dort werden Thais in den landwirtschaftlichen Fertigkeiten  ausgebildet. Es werden aber auch verschiedene Gemüsearten und auch Kühe für die hiesigen Verhältnisse gezüchtet und angepasst.

Gurken, Thailand

Max und Christa neben den 1-2 m langen Gurken

Ausfahrt in Hua-Hin mit 2 Profis

Wer kennt ihn nicht, den Tony Rominger, 3-maliger Vuelta- und Giro-Sieger, Sieger der Lombardai-Rundfahrt, einer der grössten im Schweizer Radrennsport.. Mit ihm und Ernesto Guidali, auch einem ehemalige Rad-Profi, war ich Anfang Jan. 2015 während einer Woche unterwegs und zeigt den beiden die wunderbare Umgebung  mit den prächtigen Radstrassen von Hua-Hin. Es waren unvergessliche Erlebnisse, mit den beiden nebeneinander zu radeln. Zum Abschluss übergab mir Ernesto seinen Rolls-Sattel, einen Sattel für empfindliche „Fudis“

Velo, Radsport, bicycle, Rominger

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

 

Ein eigenes Renndress zu meinem 70. Geburtstag

Sieht es nicht toll und einmalig aus? Das Renndress, das ich mir zu meinem 70. Geburtstag geleistet habe?

Dolphin Bay: My Birthday Ride

 

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