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Okt 19 2017

19. Okt. 2017: Flug und Ankunft in Thailand

 

Mein Bett in der Boeing-777

Punkt 09:25 landete die Boeing 777 der Swiss  von Zürich kommend in Bangkok. Ich hatte diesmal einen Sitz im Mittelgang gewählt, weil dieser auf der einen Seite praktische Ablagefächer fürs Handy, Tablets und Zeitungen aufweist. Dank der Schlaftablette „Zoldorm“ habe ich während des 11 stündigen Fluges wunderbar geschlafen und auch geträumt.

Neu ist bei der Swiss, dass man vor dem Flug noch von zu Hause 3 Zeitungen oder Magazine als PDF-File herunterladen und diese auf dem Tablet oder eBook-Reader lesen kann. Auf diese Weise hatte ich vor dem Schlafen  im Flugzeig genügend zu tun und habe noch genügend Lesestoff für die ersten Tage in Hua Hin. Leider habe ich ein Magazin, das ich aufs Tablet lud, nicht mehr gefunden. Ich werde in Ruhe im Android-Chaos suchen müssen.

Nachdem ich in Bangkok via VIP-Priority-Ausgang die Immigration mit dem Eingangs-Stempel problemlos absolviert hatte, meinen 28 kg schweren Koffer als einen der ersten auf dem Gepäckband fand, der Thai-Zoll auch nichts auszusetzen hatte, traf ich am Gate 4 Mr. Wanlop, meinen Fahrer samt seiner Limousine, der mich ins 240km südlich liegende Hua Hin brachte. Wunderbares Wetter mit blauem Himmel und 30-32ºC begrüsste mich. Es soll der erste schöne Tag nach mehreren stürmischen Tagen gewesen sein. Jedoch ab dem kommenden Wochenende soll es wieder heftig regnen. (Bem: Ich habe diesen Satz kaum geschrieben, da beginnt es ein paar Minuten zu regnen. Es ist 19:45 Uhr)

In meinem Haus angekommen, spiegelt alles blitzsauber. In der Tat, hat Maleena mit einer Bekannten alles auf Vordermann gebracht …. und als grosser und unerwarteter Hit für mich bereits für die nächsten Tage eingekauft: Wasser, Brot, Bier, Mango, Ananas, Salat schön geschnitten und vorbereitet, sowie Salatsauce und Konfitüre. Maleena ist die Eigentümerin meines Hauses. Sie schaut darauf, dass ich gesund lebe.  „Mit Salat und Gemüse“, meint sie. Nun beginnt mein Traumleben.

Das Thema Spitex haben wir auch nochmals besprochen. Sie ist auf bestem Wege und hat mir eine neue Putze vorgestellt, die auch etwas englisch spricht. Ich habe ihr versprochen, dass ich in meinem Blog für ihren Spitex-Service etwas Werbung machen werde. Auf die Kosten angesprochen meinte sie: 30’000 THB (=ca. FR. 1’000) pro   Monat für einen 24 Stunden Service sollte möglich sein, d.h. rund Fr. 30,– pro Tag.

Meinen Honda-Roller, habe ich auch noch schnell in Betrieb genommen. Die Batterie funktionierte immer noch, als wäre sie neu und nicht bereits 5 Jahre alt. Und wie ihr an meinen Bericht erkennen könnt, funktioniert auch das Internet bestens. Mit Freude und etwas Ueberraschung habe ich als Erstes feststellen können, dass der FC Basel gestern in der Champions League auswärts gegen ZSK Moskau 0:2 gewonnen hat. Wow, Nach Benfica Lissabon 5:0, nun auch die Moskauer..

Noch 3 Stunden muss ich durchhalten, dann ist 22 Uhr Thai-Zeit und ich kann mich ins Bett legen Dann bin ich bereits fast im neuen Tag-/Nacht-Rythmus (Bem: Morgens um halb Fünf bin ich dann aufgestanden. Es scheint, dass ich noch nicht im Rythmus bin. aber ich habe ja Zeit)

 

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Okt 18 2017

Oktober „Live Ticker“ vom Thai-Max

Auch in meinem Thailand-Tagebuch berichte ich im monatlichen „Live Ticker“ über meine kleineren, aber doch wichtigen Erlebnisse und  Erfahrungen.

Kremation des Königs +++ Neues aus Hua Hin +++ meine Akklimatisation +++ Steuern +++ Mein PC rettete mich +++ Gartenarbeit

Neuigkeiten in Hua-Hin

  • Bereits als ich von Bangkok kommend auf der Einfahrtsstrasse in Hua Hin der Phatkasem Rd fuhr, fiel mir auf, dass im Mittelstreifen unzählige Bilder des Kronprinzen aufgestellt waren. Dasselbe entdeckte ich heute auf der Bahnhofstrasse in Hua Hin. Ungefähr alle 50 m ein übergrosses Bildnis. Wann er zum König gekrönt werden wird, konnte mir noch niemand sagen.
  • Die Thais haben den „Kreisel“ entdeckt. Ueberall werden solche angelegt. Es happert nur noch mit der Ausbildung der thailändischen Verkehrsteilnehmer. Sie wissen noch nicht so recht, wie mein rein- und wieder rausfährt. Im Zweifelsfall halten sie an.

Der Kreisel bei der Soi88 ist fertiggestellt. Ein grossartiges Bauwerk und recht vernünftig gelöst. Da hat sich ein Thai wirklich etwas überlegt. Gleichzeitig wurde die Strasse zwischen dem Bahnhof entlang der Bahnlinie bis zu diesem Kreisel neu asphaltiert und gefühlsmässig um 1-2 m verbreitert. Dazu mussten die illegalen (?) Geschäfte entlang dieser Strasse zurückgebaut werden. Zur Zeit werden die übergrossen ungefähr 1m² grossen Wasser-Abläufe, die vorallem für die Fahrräder eine grose Gefahr darstellten, in reduzierter Grösse neu gesetzt. Diese alten Wasser-Abläufe waren auch für Autos höchst gefährlich. Ich sah mehrere Autos, die ihre Achse verloren, als einer diese Deckel einbrach,.

  • Das Rauchen am Strand von Hua Hin ist seit wenigen Tagen untersagt. Da wiehert es auch bei mir, aber zu mehr möchte ich mich nicht äussern, denn dies ist gefährlich Ob es ein Witz ist oder der Realität entspricht, es wurden für süchtige Raucher am Strand geschlossene Raucher-Kabinen hingestellt. Ob das Verbot der Vermietung von Liegestühlen jeweilen am Mittwoch aufgehoben wurde?
  • Die Helmtragepflicht ist zwar per Gesetz immer noch aktuell, aber wenige halten sich daran. Seit das Militär an der Macht ist, interessiert sich die Polizei nicht mehr darum, es sei denn, sie gehen auf Bussen-Jagd gegen Monatsende oder vor Weihnachten. Ihr Blick gilt dabei den Farangs, weil diese die geforderten 6-10 Euro problemlos und ohne Quittung zahlen.

Viele Farangs meinen, ihnen kann nichts passieren und fahren ohne Helm. Am besten gefallen mir diese Deutschen, die mit Wehrmachts-Helmen auf dem Roller oder dem laut knatternden Motorrad sitzen. Dies ist ihr Macho-Gehabe. Da soll einer behaupten, die Deutschen seien vom letzten Weltkrieg geheilt und schwärmen nicht mehr von der Wehrmachtszeit!

  • Alkoholische Getränke darf man in Thailand seit ein paar Jahren nur über den Mittag und Abends kaufen. Aber dann in unbeschränkter Menge. Nachts ist es höchst gefährlich auf Thailands Strassen. Die Thais saufen ihren Whisky mit Cola in grossen Mengen und wundern sich, dass Thailand nachts eine der grössten Unfallraten der Welt aufweist. Das Militär will dem gegensteuern und erhöhte die Steuern für alkoholische Getränke  massiv. Die Bier-Produzenten haben sich bereits angepasst. Die bisherigen 333ccm grossen Bier-Büchsen wurden auf 320 ccm verkleinert…. aber zum selben Preis, d.h. etwa günstiger als 1 Euro
  • Am ATM-Bacomat konnte ich gestern mit meiner Thai-Bankkarte sogar 30’000 THB entsprechend ca. 750 Euro abheben

Thailändische Kondolenzseite der BTS-Skytrain von Bangkok

26. Okt. 2017: Kremation des Königs – alle Geschäfte sind geschlossen

Der am 13. Oktober 2016 verstorbene König Bhumibol wird am 26. Oktober in einer grossen feierlichen Zeremonie in Bangkok verbrannt. An diesem Tag haben die meisten Geschäfte, Restaurant und Bars in ganz Thailand geschlossen. Sogar das „7eleven“ mit seinen 10’000 Geschäften in ganz Thailand, das 24-Stunden im Tag geöffnet hat, wird ab Mittag schliessen. Heute sagt mir der chinesische Getränke-Handler ganz stolz, als ich Bier holte, dass er an diesem Tag den ganzen Tag geschlossen habe.

Das Ereignis wirft seine Schatten voraus. Seit dieser Woche sind  sehr viele Thais wiederum schwarz gekleidet.. Per Ende Oktober 2017 endet die offizielle Trauerzeit, hat die Regierung gemeldet.

Links im Bild sieht man den überwucherten Strommast

22. Okt. 2017: Gartenarbeit

Auf dem obigen Bild sieht mein Vorgarten schön aus, jedoch bei näherem Zusehen entdeckt man, dass sich eine Winde mit blauen Bluten breit macht und alles meine Pflanzen und Sträucher umgarnt. Nicht einmal der Strommast  am linken Ende meines Grundstücks ist vor ihr sicher. Für mich ist dieses Gewächs ein gewaltiges Aergernis, obwohl die Thais diese Pflanze lieben, weil man ihre Samen in Form einer Bohne essen und gut verkaufen kann.

Gestern und heute habe ich dieses Gewächs herausgeschnitten. Nun kommen meine schönen Sträucher wirder zur Geltung. Mit dem Herbizid „RoundUp“ resp dem in Europas viel diskutierten „Glyphosat“ von Monsanto will ich dieses Kraut erledigen. Ich suche nun in Hua Hin einen Händler mit dem Produkt.

21. Okt. 2017: In der zweiten Nacht bereits durchgeschlafen

Es ist wirklich erstaunlich. Bereits in meiner 2. Nacht habe ich abgesehen von einem kurzen Gang zum Kühlschrank, um etwas kaltes zu tringen, von 23 Uhr bis um 7 Uhr in der früh durchgeschlafen. Zudem hat sich mein Körper bereits an die Hitze von 33ºC gewöhnt, die gestern und auch heute tagsüber herrschte. Noch gestern, musste ich alle 2 Stunden das Leibchen wechseln, weil es durchnässt war. Ich war den ganzen Tag erschöpft. Heute arbeitet mein Körper wieder normal ohne grossen Schweiss-Explosionen. Ich begann mit den Gartenarbeiten, um die Schlingpflanzen herauszuschneiden, die die ganze Hecke und alle schönen Pflanzen drohen kaputt zu ,machen.

21. Okt. 2017: Mein alter Toshiba-Notebook rettete mich

Auf meinen mehrmonatigen Aufenthalten im Ausland habe ich immer 2 Notebooks bei mir. Der eine ist mein Ersatz-PC und soll mich retten, falls der aktive Arbeits-PC kaputt gehen sollte. Gleichzeitig dient er als Fernseh-Server. Nun geschah aber etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Mein hiesiger Brother-Drucker/-Scanner liess sich an meinem neuen PC unter WIN-10 nicht anschliessen. Ich lud die neuester Treiber herunter, aber ich bekam ihn nicht in Betrieb. Glücklicherweise funktionierte er noch mit dem alten Toshiba-PC. Ein Laser-Drucker/-Scanner ist ein MUSS für mich in Thailand.

20. Okt. 2017: Beim Honda-Händler. „Kommen Sie am 9. Nov. nochmals vorbei“

Ich wollte mein Pickerl und damit die Motorfahrzeugsteuer 2018 bereits zum voraus bezahlen, damit ich das Datum nicht verpasse. Dazu ging ich zu meinem Honda-Händler, der den Gang zum Strassenverkehrsamt für mich erledigt: „Kommen sie am 9. November wieder vorbei, denn solange ist ihr letztjähriges Pickerl gültig„, meinte die freundliche Thai am Empfang des Ladens. Eben: Andere Länder, andere Sitten!

 

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Mrz 13 2017

15. März: Sawadee karp Thailand – Grüezi Basel

Mit meinem Lieblingsgetränk Mango-Smoothie

Ich habe in den letzten Tagen verschiedene Mails und SMS von Fans erhalten, die sich besorgt zeigten, weil ich seit dem 19. Feb. über keine neuen Erlebnisse geschrieben habe. Ich hätte nie geahnt, dass man derart intensiv Anteil an meinem Leben nimmt. Ich werde mich in Zukunft bessern und aktueller berichten. Ich kann beruhigen: Ich bin gesund, gut gelaunt und gfrässig.

… aber ich war unmittelbar nach der Phuket Rad-Fernfahrt während 5 Tagen Teilnehmer am Andy Schleck Trainings-Camp in Hua-Hin. Für die, die sich im Radsport nicht auskennen: Der Luxemburger Andy Schleck ist einer der ganz grossen Rad-Champions der Neuzeit. Er gewann unter anderem die Tour de France 2010. Aus diesem Grund kam ich einfach nicht dazu, zu schreiben. Meine beste und kreativste Zeit um zu schreiben, ist der Morgen. Am Nachmittag sind meine Texte trocken und uninteressant. Deshalb lege ich mich normalerweise nach jeder Ausfahrt aufs Ohr und erhole mich schlafend.

Und nun in der Zwischenzeit sammle ich meine Habseligkeiten zusammen, denn am Dienstag, 14. März fahr ich mit dem Taxi ins Hotel Aranta Airport, in der Nähe des Flughafens Suvarnabhumi und am Mittwoch, 15. März um 13 Uhr ist TakeOff mit der Swiss nach Zürich, wo ich um 19 Uhr Schweizer Zeit landen werde.

Den Phuket-Reise-Bericht werde ich noch schreiben und in meinem Thailand Tagebuch veröffentlichen, aber alle neuen Erlebnisse in Europa werde ich in meinem Europa-/Sommer-Tagebuch posten, wie es Neu-Deutsch heisst. Ihr findet es ganz einfach, nur den nachfolgenden Link-anklicken:

⇒ zu meinem Europa- oder Sommer-Tagebuch ⇐

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Feb 18 2017

20. – 28. Feb: Ich war mal wieder unterwegs: mit dem Rennrad von „Hua Hin nach Phuket“ (Erlebnis-Bericht)

Radstrecke von Hua-Hin nach Phuket

Nach der 1’300 km  langen Fernfahrt mit dem Rad von Chiang Mai nach Hua Hin im Jahre 2011 und im Jahre darauf der etwas kürzeren vom Süden in den Norden Vietnams nahm ich zwischen dem 20. und dem 28. Februar meine nächste Herausforderung in Angriff: Ich fuhr in 7 Tages-Etappen mit dem Rennrad von Hua Hin nach Phuket über rund 830 km.

Diese Strecke entspricht etwa dem Weg von Basel nach Istrien, wo ich den Sommer verbringe, oder dem von  Basel nach Hamburg, oder Basel nach Wien.

Wie gewohnt habe ich über meine sportlichen und auch emotionalen Erlebnisse in Schrift und Bild berichtet.. Durch anklicken auf den nachstehenden Link gelangst Du zum Reise-Bericht mit unzähligen Bildern:

„Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket“

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Mrz 25 2016

16. März 2016: Rückflug in die kalte Schweiz

Auf Wiedersehen in meinem Sommer-Tagebuch:

Max SelbstbildnisNun gehört mein 8. Thailand-Aufenthalt bereits der Geschichte an. Am Mittwoch, den 16. März bin ich mit der Swiss in die Schweiz zurückgeflogen.Es war ein gemütlicher Flug und dank der Schlaftablette schlief ich wie ein Murmeltier. Einzig die Fahrt mit der SBB-Eisenbahn nach Basel war mühsam.

Die Zeit läuft und läuft, aber bereits habe ich mit der Planung meiner nächsten Thailand-Saison begonnen: Ich will im Februar 2017 als 74-jähriger die 850 km von Hua-Hin nach Phuket in 8-10 Tagen mit dem Rennrad bewältigen.

Hua-Hin bleibt mir auch in Zukunft erhalten. Wenige Tage vor meinem Rückflug sass ich mit den Eigentümern und Vermietern meines Hauses zusammen. Wir bekräftigten nochmals meinen besonderen Vertrag, der vorsieht, dass ich nach 10 Jahren das 11. Jahr gratis im Hause wohnen kann. Als ich ihnen meinen Plan darlegte, noch 20 Jahre den europäischen Herbst/Winter in Hua-Hin verbringen zu wollen, sicherten sie mir für diese Zeit einen gleichbleibenden Mietzins zu. Wow, was will ich noch mehr? Fr. 500.–/Monat für ein Haus in zentraler Lage

Ich schliesse mit diesen Zeilen mein aktuelles Thailand-Tagebuch und fahre mit Berichten über die Sommer-Zeit in Europa in meinem Sommer-Tagebuch fort. Am 20. April werde ich nach Istrien fahren.

»» Link zu meinem „Sommer-Tagebuch“

 

 

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Mrz 14 2016

14. März 2016: Brief aus Thailand an meine Freunde im CPC

Ich schrieb diesen Brief an meine Freunde vom Veloclub „Pedaleurs de Charme (CPC)“ als Reaktion auf das kalte, regnerische Wetter in Europa. Hier in Thailand genoss ich das ideale Radwetter. Der erwähnte Willy ist der derzeitige Manager und musste sich einer grösseren Herz-Operation unterziehen.

 

Huay Mongkol Tony RomingerLieber Willy, liebe CPCler

Ich bin froh, dass der Willy wieder schreibt! Bald wird er auch wieder die Pedale treten dürfen.

Je älter man wird, desto intensiver muss man sich auf die bevorstehende harte Strassensaison vorbereiten. Die einen machen Regen-Training in Mallorca, die anderen härten sich eher in der Hitze ab. Zu den letzteren gehöre ich.

Ich war zum 8. Mal hier unten in Thailand und  habe einmal mehr wunderbare 5 Monate verbracht und wundere mich, dass

 

niemand von Euch CPClern mir wenigstens 2 Monate nach Thailand gefolgt sind (Einzig Karli und Heidy Holzhauser waren letztes Jahr hier unten) . Die hiesigen Strassenverhältnisse, die Temperaturen und das feine Essen sind einmalig. Ein Jungbrunnen für

den Körper! Die Kosten ebenfalls. Ein feines Essen inkl. Getränke mit allen Finessen im indischen, thailändischen oder japanischen Restaurant kostet etwa Fr. 10.–bis max. 15.–. Wenn ich auf einen Essensmarkt gehe, dann komme ich mit der Hälfte aus. Ich habe ein schönes grosses Haus gemietet unweit vom Meer und dem Zentrum von Hua-Hin und bezahle dafür Fr. 500.–/Monat, wobei ich es der Einfachheit halber übers ganze Jahr gemietet habe, um mein hiesiges TREK-Rennrad, den Honda-Roller und mein Auto über den Rest des Jahres sicher versorgen zu können. Ich habe kürzlich für einen Freund ausgerechnet, dass er mit der AHV  problemlos hier leben

könnte, dazu kämen die Reisekosten.

Es gibt auch in Hua-Hin eine Art „CPC„, nur besteht diese Gruppe aus aktiven Fahrern der verschiedensten Länder. Es hat auch Schweizer dabei. Wir sind eine lustige Gruppe in allen Alterstufen. Manche fahren Rennrad und Mountainbike. Ich nach meinem horrenden Sturz vor 3 Jahren nur noch Rennrad. In den letzten beiden Jahren hatten wir das Vergnügen, jeweilen im Januar mit Max Hürzeler und Tony Rominger eine Woche intensiv Velo zu fahren. Für den kommenden Januar ist ihre Anwesenheit wiederum geplant.

Alle 1-2 Tage organisiert einer von uns eine Ausfahrt und publiziert sie über Facebook.  Ich war für den Dienstag zuständig und bot eine 90km-Fahrt dem Meer entlang mit Frühstück am Wendepunkt zu Fr. 1.30 an. Start war um 07:30, zurück kamen wir um die Mittagszeit. Andere Strecken führten in die Weinberge von Hua-Hin, zu den Wind-Mills oder zu den Stauseen in der Nähe, jeweilen zwischen 80-110 km. Etwas ist wichtig. Kenntnis der englischen Sprache ist in Thailand ein MUSS.

Wie bereits erwähnt, trainiere ich hier eher für die warmen Tage in der Schweiz. Es regnet sehr selten. In desem Jahr könnte der Schuss ganz gehörig nach Hinten gehen, falls sich bis zur ersten CPC-Ausfahrt am 2. April nicht wärmere Tage einstellen. Dann werde ich wohl oder übel mit Thermojacke und Fusswärmern sowie mit einer Wärmeflasche starten müssen.

Habe ich Euch gluschtig gemacht? Dann springt doch über Eueren Schatten. Euer letztes Hemd hat keine Taschen. Unter 1 Monat nach Thailand zu reisen macht keinen Sinn, aber 2 Monate sollten drin liegen. Allein meine Einsparungen bei der Heizung, den Versicherungsprämien und MFK-Steuern für mein ausser Betrieb genommenes Auto finanzieren mir den halben Flugpreis in der Business-Klasse.

In zwei Tagen am Mittwoch geht es wieder nach Hause, denn die CPC- und RRCB-Radsaison beginnt. Ich bin gerüstet und freue mich, Euch wieder zu treffen
Ganz liebe Grüsse
Max

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Mrz 03 2016

Ich bin mal wieder weg: Flug von Hua-Hin nach Chiang Mai und zurück

Mindestens 11-12 Stunden dauert die Fahrt mit dem Bus resp. der Eisenbahn nach ChiangMai. Dies war uns aber zu mühsam. Frans, seine Frau Katalyn und ich entschlossen uns deshalb, den Flug mit der weitgehend unbekannten „Kan Air“ nach ChiangMai und zurück zu wagen.

Kan-Air-Cessna

Chessna Grand Caravan

Jeden Dienstag, Freitag und Sonntag fliegt die kleine Privat-Gesellschaft zwischen diesen beiden Destinationen. „Kan Air“ macht zwar Werbung für einen Flugpreis von 990 Baht, aber dieser Preis war nur vor 1 Jahr als Promotion gültig! Rund 4’000 Baht (entsprechend etwa SFr. 110.–) kostete der Hin- und Rückflug heute.

Es wird bestimmt ein aufregender Flug, denn neben der kleinen 12-plätzigen Chessna Grand Caravan ohne Druckkabinen stehen noch zwei grössere 2-motorige ATR72 Turboprops zur Verfügung.

ATR72

ATR72

 

 

 

 

Am Dienstag, 8. März Abends um 19:30 Uhr ist Start auf dem Flughafen Hua-Hin zum 2-stündigen Flug nach ChiangMai…. und 3 Tage später am Freitag, 11. März geht es wieder zurück nach Hua-Hin. Take-Off um 17 Uhr in ChiangMail

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Okt 15 2015

14./15. Okt. 2015: Meine Reise nach Bangkok und weiter nach Hua-Hin

Alles begann mit Stress, obwohl ich gar keinen Grund für Stress hatte.

Mein Abflug begann bereits Tage vorher. Ich wurde unerklärbar krank. Ich hatte zwar kein Fieber, aber schwitzte und hatte leichte Gliederschmerzen. Ich musste sogar eine Einladung zum Kuttelnessen beim Karli und Heidy absagen. Ich nahm NeoCitran zu mir und trank Schwarztee mit Zitronensaft. Ich wollte am Tag vor dem Abflug zum Arzt gehen und hatte auch schon einen Termin, als ich ihm dann absagen musste, weil es mir auf einmal wieder gut ging und ich keine Beschwerden mehr hatte. Am Morgen des Abfluges war ich fit, nachdem ich sogar meine letzte Nacht im eigenen Schweizer Bett durchgeschlafen hatte. Und hier in Thailand geht es mir bestens.

Es scheint, dass mein emotionales Nervensystem mit dem Alter immer sensibler wird. Aehnliche Symptome hatte ich bereits vor meiner Pubertät. Damals halfen mir verstampfte Bananen mit Traubenzucker.

Nun sitze ich hier in Hua-Hin im meinem „Schloss“. Alles ist bestens, wenn ich nicht die Hitze um die 30ºC spüren würde. Ich explodiere förmlich. Aber ich weiss aus Erfahrung, dies ist nur am ersten und zweiten Tag. Mein Körper passt sich schnell an.

Mein Notebook läuft am Internet,  nichts spricht dagegen, einen Blick zurück auf meinen Reisetag zu werfen:

Phase 1: Start in Binningen

Renato, mein Manager zu Hause, der meine Post überwacht, holte mich um 13 Uhr ab und brachte mich zum Bahnhof, wobei er über mein Gepäck lachte. „Wie jedes Jahr!“ meinte er. Ich hatte ausser den Rad-Shorts und -Shirts keine Kleider und Schuhe bei mir. Alles ist ja in Thailand. Aber ich transportierte 6 kg Basler Läckerli, Tilsiter Käse und einen grossen Citerio-Salami. Und vieles andere Kleinzeug bis zu den beiden Notebooks, Sicherungsdisc und Fotoapparate. Insgesamt bestand mein Kampf-Gepäck aus 27 kg Koffer, 18 kg Cabin-Trolley plus Rucksack ca. 5 kg. Das Checkin samt Ausdrucken der Boarding-Karte habe ich bereits zu Hause über den PC erledigt. Derart ausgerüstet gings per Direkt-Zug zum Flughafen Zürich-Kloten.

Phase 2: Wie immer – zu früh am Flughafen Zürich

Wie gewohnt, für meine Seele aber beruhigend, war ich gegen 3 Stunden zu früh am Flughafen. Zeit genug, um die Business-Lounge der Swiss zu geniessen. Ich war hungrig, aber welche Ênttäuschung. Es gab nur trockene Cakes und alle Arten von Getränken. Vom Whisky über Champagner bis zum Orangensaft. Aber kein Buffet für Zwischendurch.

Ich versuchte in der Swiss-Lounge ein paar Mails und ein Fotos fürs Facebook abzusetzen, aber das dortige Internet schien noch aus dem vergangenen Jahrtausend übrig geblieben zu sein. Mehrmals musste ich wegen Time-Out neu ansetzen. Aber ich hatte ja Zeit bei Orangensaft und sonst nichts!

Die Swiss-Lounge erhielt von mir die Qualitätsnote 4½ (=etwas besser als genügend). Im ernst, ich war enttäuscht.

Phase 3: Boarding und Abflug mit Swiss LX-180

Man spricht heute nicht mehr vom Swiss-Flug nach Bangkok, sondern nur noch vom „Flug Swiss LX-180“. Dies tönt zwar makaber, aber ich bin gut gelandet. Nichts ist passiert.

Um 17:10 war  Boardingtime der 4-motorigen Airbus 340-300 „Altdorf“. Bin ich nicht vor 30 oder 40 Jahren schon einmal mit einer „Altdorf“ geflogen? oder war dies eine Schnellzugs-Lokomotive der SBB mit demselben Namen?

Ich hatte bereits im April „Business“ zum Spezialpreis gebucht und meinen Sitzplatz reserviert. Ich bezahlte nicht den Normal-Preis von höher Fr 5’000.– sondern nur Fr. 3’500.– als Frühbucher. Soweit gut oder sehr gut, aber im Flugzeug entdeckte ich dann doch einen Unterschied. Es gibt bei Swiss 2 Sorten Business-Class im selben Raum und direkt nebeneinander. Ich hatte einen Nachbarn nur getrennt mit einer kleinen ca 40cm breiten Ablage. Die Vollzahlenden hatten links und rechts eine 40 cm Ablage und meistens keinen Nachbarn! Als ich buchte, müssen diese „Vollzahl-Sitze“ mit grossem Platzangebot ausgeblendet gewesen sein. Denn dann hätte ich doch diese reserviert .Aber die Sitze und Betten sind dieselben und dies war für mich das wichtigste. Ich schlief rund 6 Stunden auf den flachen „Liegen“ dank der halben Schlaftablette „Zoldorm“.

Wenn ich schon beim schulmeisterlichen Vergleichen bin. Der Flug mit Swiss, die Betreuung an Bord und das Essen waren recht gut. Die Kabinen-Betreuung absolute Spitze!

Bangkok Suvarnabhumi: Start nach Helsinki

Phase 4: Fahrt nach Hua-Hin

Nach der Landung in Bangkok um 09:19 Thailzeit, also nach 10½ Stunden Flug gings zügig durch die PREMIUM-Immigration für Politiker, Botschafter und Business/First Kunden,  wo ich zuvorkommend durch den Immigration-Officer behandelt wurde. Ich hatte einen neuen Pass und das Rentner-Visum mit der Single-Entry-Erlaubnis in meinem alten Pass. Ich wusste aber nicht, welche Nummer die gültige war. Aber mit Hilfe des Immigration Officer fanden wir die Lösung. Mit dem Stempel „Used“ für erfolgte Einreise, wurde ich nach Thailand eingelassen.

Draussen auf Gate 4 wartete bereits mein Mr. Wanlop’s Taxi, das mich nach Hua-Hin brachte, wo ich um etwa 13 Uhr eintraf. Wie glücklich war ich doch, hier zu sein. Alles war bereit. Mein Haus war bereit, sauber geputzt und die englischen Billard-Nachbarn samt Hund Goldie begrüssten mich aufs herzlichste. Ich fühlte mich wieder wie zu Hause. Was ich ja auch bin. Von nun an wird Englisch meine Umgangssprache sein.

Die meiste Zeit im Taxi habe ich geschlafen, aber auf den letzten paar Meters entdeckte ich, dass die Klong-Strasse in nächster Nähe neu betoniert wurde. Dort, wo es mich vor 3 Jahren mit dem Roller auf die Nase gehauen hat. Ich bremste damals mit der Vorderbremse auf dem Kiesweg, weil ich einen Abfallsack in der anderen Hand hielt!
Mein Haus Soi94 in Hua-Hin "Dusit Land & House 10"

Phase 5: Leben in Thailand

Koffer rein ins Haus, Klamotten auf Hochsommer getrimmt und nun startete ich das „Piece de Resistance“, frei übersetzt „Tag der Wahrheit“. Wird mein Honda-Roller nach 7 Monaten Stillstand anlaufen? Hat die Batterie überlebt oder muss ich sie mit dem Ladegerät aufladen? Noch letztes Jahr musste ich mit dem Kickstarter nachhelfen. Heute: Zündschlüssel rein, Beleuchtung geht an und der Motor springt an, als ob die Honda nur auf mich gewartet hätte.

Nun gings ins Einkaufszentrum. Einkauf der wichtigsten Lebensmittel  für die nächsten Tage. Die nächste Tour führte mich zum nachbarlichen Getränkemarkt. Ich brauchte 3 Kartons  mit Chang-Büchsen-Bier, Soda-Wasser und Cola. Ich fuhr wie ein Einheimischer. Auf dem Oberschenkel hatte ich den dritten Karton!

Und als Abschluss traf ich meine Pool-Billard-Freunde von vis-à-vis im nachmittäglichen Restaurant, wo man zu jedem Bier ein zweites gratis erhält. Hier holen sich die beiden ihren täglichen Alkoholspiegel zum halben Preis. (Bem: Ich kann dies schon schreiben, denn sie verstehen kein Deutsch und lesen diesen Bericht nicht … 555 (dies ist thailändisch und bedeutet übersetzt „Ha Ha Ha“)

Phase 5: Aklimatisierung

Abends war ich müde. Bereits um 21 Uhr fielen mir die Augen zu. Duschen und ab ins Bett, wo ich sogleich einschlief. Aber um 1 Uhr früh hörte ichs Donnern. Ich war hellwach. Klar, meine innere europäische Uhr zeigte 21 Uhr! also stand ich auf und schrieb den Anfang dieses Beitrages, bis ich dann zum zweiten Mal ins Bett kroch und bis morgen 7 Uhr diurchschlief. Und was hörte ich draussen: Regen, Donnern, Regen-Tropfen, die auf das Dach tropften

Jetzt fehlte mir nur die Konfitüre, um zu frühstücken. Die holte ich im nahen 7eleven. Eine Institution im Fernen Osten. Alle paar hundert Meter findet man einen solchen Laden, mit allem, was man braucht.

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Sep 26 2015

Es geht bald weiter – am 14. Oktober ist Abflug nach Thailand

Hua-Hin, Weinberge, Vineyards, Vinery, Hills, Reben

Vor den Weinbergen von Hua-Hin

Bald schliesse ich wieder mein Europa-Tagebuch. Am Nachmittag des 14 Oktobers fliege ich mit der SWISS nach Bangkok und werde dort am 15. Oktober um etwa 09:30 landen. Ich freue mich riesig auf meine Zeit in Thailand und bin gespannt, welche Ueberraschungen mir Pat bereitet.

 

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Mrz 19 2015

18. März 2015: Glücklich gelandet – Aufregung am Zoll – BaselWorld

Hüte Dich vor der „Lufthansa“ – Ich bevorzuge „Thai Airways“

Um es vorweg zu nehmen, ich hatte keine Probleme, nach Hause fliegen zu können, denn ich buchte die „Thai Airway“ und nicht die „Deutsche Lufthansa„.

Zur Zeit gehört die Lufthansa zu den Ramsch-Fluggesellschaften, um die man einen grossen Bogen machen sollte.Logo Thai Airways Seit einigen Jahren ist es vorbei mit der Deutschen Zuverlässigkeit. Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, von ihr transportiert zu werden  Deren Piloten streiken, streiken und verweigern die Arbeit auf Kosten der Passagiere, die im fernen Ausland sitzen bleiben. So auch am Tag nach meinem Rückflug aus Bangkok, als sie die interkontinentalen Flüge bestreikten.

Diese Probleme hatte ich gkücklicherweise nicht. Ich flog mit der „Thai Airways“ Nonstop von Bangkok nach Zürich und landete pünktlich am Mittwoch-Morgen 18. März bei Sonnenaufgang.

Neues Checkin und Business Lounge

Den Bangkoker  Flughafen Suvarnabhumi haben die Thais in den letzten Monaten massiv umgebaut. Während die Economy-Passagiere der Thai Airways in endlosen Schlangen auf ihre Abfertigung warten mussten, wurden die Thai-Business- und First-Class-Passagiere in der neuen „Checkin-Row A“ abgefertigt. Gegen 20 Schalter nur für die Reichen und Bequemen. Nur vor 2 der Schalter standen Passagiere um einzuckecken. In wenigen Minuten war ich abgefertigt. 27 kg war mein Koffer schwer. Bereits wenige Meter dahinter warteten die dazugehörenden Personen- und Handgepäck-Sicherheitskontrollen sowie die  Thai-Immigration. In Rekordzeit stand ich im Niemandsland des Flughafens vor einer neuen Rolltreppe. Links und rechts der Rolltrepe ging es zu den Duty-Free-Geschäften, und via die Rolltreppe gelangte ich direkt in die neue „Business Thai Lounge„.Flughafen Zürich, Suvarnabhumi: Duty Free Store

Ich war wie gewohnt viel zu früh am Flughafen. Je älter ich werde, je weniger mag ich den Druck, erst knapp vor Abflug am Flughafen zu sein. Ich möchte gemütlich auf den Abflug warten. Durch das unerwartete, schnelle Checkin war ich 3 Stunden zu früh.So war ich froh um die Thay-Lounch mit den bequemen Sitzgelegenheiten. Ich genehmigte mir etwas Orangensaft und ein paar feine Häppchen zur Beruhigung meines Magens, dann noch ein Facebook-Abschiedsmeldung und bereits waren 2 Stunden vorbei.

Ankunft in Basel nach 12-stündigem Flug und 1 stündiger Bahnfahrt

Ueber den 12-stündigen Flug muss ich nicht viel erzählen. Die Betreuung war wie gewohnt Spitze. Essen gabs in Porzellan. Die  Liege- und Schlafsitze waren zwar nicht aus der neuesten Generation und hatten eine leichte Neigung, aber geschlafen habe ich wie ein König, dank einer halben Tablette des Schlafmittels „Zoldorm“ meines Hausarztes. Ich erwachte erst wieder, als das Kabinen-Licht anging und das Frühstück serviert wurde.

In Zürich angekommen, holte mich Basel bereits wieder ein. Warum und wie? Bei der Schengen-Aussengrenze Passkontrolle stauten sich hunderte von Passagieren. Glücklicherweise entdeckte ich mitten drin drei Schalter für EU- und CH-Pässe. Dort standen nur etwa 20-30 Reisende und nach enigen Minuten war ich durch. Das Gepäck war bereits abholbereit auf dem Rollband 25. Dann sah ich zu meinem Schreck einen etwa 200 m langen Stau vor der Zoll-Kontrolle. Noch nie hatte ich so etwas gesehen! Machen die Schweizer-Zöllner wohl einen Check aller Passagiere? Dieses Mal hatte ich ja nichts bei mir, das kritisch war, ausser ein paar Ray Ban-, Prada- und Lacoste-Brillen. Dann sah ich alle paar Meter einen Polizisten in schusssicherer Weste und bewaffnet mit automatischer Waffe.

Am Zoll löste sich meine Befürchtungen auf. Grund für die Aufregung war die „Uhren- und Schmuckmesse BaselWorld„, die am Tag darauf in Basel die Tore öffnen wird. Die meisten der Passagiere waren Aussteller aus der ganzen Welt und mussten Ihre teueren Schmuckstücke beim Zoll registrieren lassen. Die Zöllner waren um jeden Reisenden froh, der nicht zu dieser Kategorie gehörte.

Unbelästigt kam ich durch, genoss den ersten Kaffee mit Gipfeli in der Schweiz und machte mich zum Perron 1 (Uebersetzung für Deutsche: „Geleise“), wo der direkte Zug nach Basel stündlich immer 4 Minuten nach der vollen Stunde abfährt. Ich war aber nicht der einzige, der hier wartete. Unzählige Asiaten belegten die 1. Klasse-Plätze. Aber dies ärgerte mich nicht mehr, so setzte ich mich mit dem 1.-Klass Billet in die 2. Klasse. Bald war ich zu Hause, wo mich Renato abholte und nach Binningen brachte..

Zu Hause in meiner einmalig schönen Wohnung angekommen ging es als erstes auf die Waage. Um wieviel hat sich wohl mein Gewicht verändert? 84kg zeigte die Waage an. Ich war etwas enttäucht, weil ich damit nur 3-4 kg abgenommen habe.

Fortsetzung folgt in meinem „Sommer-Tagebuch“

Meine Erlebnisse der nächsten Monaten bis Mitte Oktober berichte ich in:

„Mein Sommer-Tagebuch“

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Feb 27 2015

9. – 18. Dez. 2014: Bangkok, Karli und Heidy, Prinzessin Sirindhorn, Schulhausparty

Prinzessin Sirindhorn

Prinzessin Sirindhorn

Endlich ist dieser Bericht geschrieben !

Am Dienstag, 9. Dez. ging es nach Bangkok. Nicht nur schnell, sondern ganze 10 Tage. In dieser Zeit war einiges geplant:

  • Am selben Tag fand die Schulhaus-Party von Pat’s Schule statt. Ich war schon mehrfach dabei. Ein spezielles Erlebnis, wenn sich die gemeinsamen Schulkollegen/-innen mit ihren Lehrern treffen. Mit diesen Freundinnen von Pat war ich oft auf Thailand-Reise.
  • Am 13. Dez. landeten Karli und Heidy von Laos kommend in Bangkok. Mit ihnen habe ich einige Tage in Bangkok verbracht und einzelne Sehenswürdigkeiten wie die Königstempel, den Hauptbahnhof, den Erewan-Schrein, Chatuchak-Market etc  besichtigt. Auch Shopping in Pratunam und im Panthip haben wir nicht ausgelassen, obwohl Karli diese Vorliebe nicht mit mir teilte. Am 14. Dezember machten wir einen Ausflug mit dem Rad nach Ayutthaya und nach Hua-Hin fuhren wir am 18. Dez.  via den Damoen-Floating-Market
  • Als Höhepunkt stand unzweifelhaft die Diplomierung von Pat’s Sohn Snooker auf dem Programm. 3 Tage dauerten diese Festivitäten mit dem Höhepunkt der Diplomvergabe durch die thailändische Prinzessin Sirindhorn am 16. Dezember

Endlich habe ich diesen Bericht geschrieben und mit Bildern dokumentiert. Dies war eine schwere Geburt, denn ich wurde immer wieder mit „Erinnerungen“ aus meinen ersten 30 Jahren. unterbrochen. Diese mussten unverzüglich in meine Biographie einfliessen.

Den Bericht findest durch anklicken des nachstehenden Links:

Eine hektische Woche in Bangkok mit der Diplomierung von Snooker durch Prinzessin Sirindhorn als Höhepunkt

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Dez 15 2014

15. Dez. 2014: Ayutthaya und Bang Pa In mit dem Fahrrad

Die Hauptstädte Thailands / Siams: Sukhothai ⇒ Ayutthaya ⇒ Thonburi ⇒ Bangkok

Bangkok ist erst seit 1782 die Hauptstadt Thailands. Vorher waren es in der bewegten Geschichte Thailands andere grosse Städte wie Sukhothai, Thonburi und eben Ayutthaya.

Ayutthaya liegt etwa 70 km nördlich von Bangkok und war von 1351 bis 1767 Hauptstadt des siamesischen Königreichs. Die Ruinen der 1767 nach einem Siamesisch-Birmanischen Krieg zerstörten und aufgegebenen Altstadt sind heute als „Historical Parc“ geschützt und gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe. Damals im 14. Jahrhundert befand sich die Stadt noch in der Nähe der Küste des Golfs von Thailand. Als Ergebnis der jahrhundertelangen Sedimentbildung liegt sie heute ca. 100 Kilometer entfernt von der Küste.

Mit dem Fahrrad durch Ayutthaya . . . .

5 Tage verordnete ich Karli und Heidy zur Akklimatisation und Besichtigung Bangkoks. Davon ein Tag zur Besichtigung Ayutthayas, und zwar nit dem Rad! Man hätte auch mit dem Schiff auf dem Chao Phraya oder mit dem Zug nach Ayuthaya fahren können. Aber es soll ja gut tun, nach der langen Anreise die Beine zu bewegen.

„SpiceRoads“ (http://www.spiceroads.com) war der Anbieter dieser ganztägigen Besichtigungs-Tour nach und durch Ayutthaya und weiter zur „Bang Pa In“ Sommerresidenz. Pro Person bezahlten wir 3’200 Baht (resp. rund Sfr. 100.–). Darin inbegriffen waren die Rad-Miete, Helm, Transport mit dem Kleinbus und einem Mittagessen am Chao Phraya Fluss.

Gestartet sind wir um 07:30  in Bangkok von unserem Hotel “ Best Western“ im Pratunam-Quartier aus. Wir fuhren mit einem Mini-Bus durch den dichten Morgenverkehr Bangkoks bis in Sichtweite der Ruinen Ayutthayas, wo wir die Mountain-Bikes samt Helm und gefüllter Wasserflasche in Empfang nahmen. Von nun an ging es hoch zu Rad kreuz und quer durch den beeindruckenden Historischen Park mit den vielen grossen Anlagen und Ruinen, Tempel, Chedis und Stupas. Wir sahen auch die Spuren des Hochwassers vor wenigen Jahren, das an teil Stellen gegen 1 Meter hoch stand

Wat Yai Chai Mongkol

Der Haupt Chedi des Tempels „Wat Yai Chai Mongkol“ ist 62,10 Meter hoch und wurde mit 28.144 Tonnen Backsteinen gebaut Auch wenn der Grundriss breit angelegt war, der enorme Druck des Gewichtes war so hoch, dass er das Grundwasser zur Seite drückte und der Chedi sich im Laufe der Zeit senkte. Ayutthay: Phra Chedi Chalmongkol

 

Wat Mahathat mit dem berühmten Buddha im Baum

Ayutthaya: Wat Mahathat

Dieser Buddha in den Wurzeln dieses Baumes ist das am meisten fotografierte Objekt Ayutthayas.Man beachte, dass ich aus Hochachtung vor dem Buddha knie, die Mütze abgezogen habe und meine „schmutzigen“ Füsse von ihm abwende.Das Hochwasser vor wenigen Jahren hat die Hälfte des Gesichtes bedeckt. Ayutthaya: Wat Mahathat

 

Wat Chaiwattanarm

Ayutthaya: Wat Chaiwattanarm

Wat Chaiwatthanaram liegt am Westufer des Chao Phraya River, südwestlich von der alten Stadt von Ayutthaya. Ayutthaya: Wat Chaiwattanarm

 

. . . . und weiter nach Bang Pa In

Nach Ayutthaya ging unsere Fahrt auf verkehrsarmen Wegen durch Dörfer und Reisfelder in Richtung des königlichen Sommerpalastes in Bang Pa In auf einer Insel im Fluss Chao Phraya, In einem typischen Thai-Restaurant am Ufer des Chao Phraya gabs das Mittagessen. Eine Thai-Suppe mit Shrimps, Gemüse und Hühnchen-Fleisch. Gestärkt machten wir uns auf die letzte Etappe. Ueber den Fluss auf einer Auto-Fähre und weiter zur Besichtigung des weitläufigen Parkes mit den wunderschönen Gebäuden.

Die erste Anlage ist bereits im 17. Jahrhundert entstanden und diente den Königen von Ayutthaya als Sommerresidenz. Nach der Zerstörung von Ayutthaya im Jahr 1767 wurde der Palast nicht mehr benutzt und verfiel. Etwa hundert Jahre später wurde unter König Rama IV ein neuer Palast auf demselben Gelände  erbaut. Sein Nachfolger König Rama V gab dem Palast seine heutige Gestalt. Auch in unserer Zeit wird er noch gelegentlich für offizielle Veranstaltungen genutzt, ist aber nicht mehr bewohnt.

Es gab in der Tat viel zu sehen. Die Sonne über uns tat das Seine und heizte uns auf. Bald wurde Karli immer bleicher und beklagte sich über „Ueberdruck“ im Unterleib. Es verging wenig Zeit und er stürzte in die nächste Toilette; und wenn man weiss, wie die Thai-Toiletten aussehen, ein mühsames Unterfangen und kein Vergnügen. Wir sahen ihn erst wieder im Ausgangs-Pavillon, als wir unsere Besichtigung abschlossen. Er litt immer noch, presste seine Knie zusammen  und war sichtlich froh, dass Heidy ihn betreute.  Als Ursache vermutete er schlechtes Essen am Mittag, ich vermutete eher die starke Sonne. Es war in jedem Fall nichts schlimmes, denn am Abend ging es ihm bereits wieder um einiges besser und am nächsten Tag war ihm gar nichts mehr anzumerken.

 

Bang Pa In - Sommerpalast: Phra Thinang Aisawan Thippayat Bang Pa In - Sommerpalast- Hor Withun Thatsana

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Dez 02 2014

7. – 11. Nov: Mit 6 Thailänderinnen in Sangkhlaburi auf einem Hausboot

Sangkhlaburi Wat Wang Wiwekaram

v.l.n.r. Pat, Duk, Maeuw, Noi, Däng, Naeh

„Sex and Crime“ kann ich in diesem Bericht nicht bieten, jedoch viele schöne Erlebnisse und Illustrationen von meiner 3-tägigen Fahrt nach Sangkhlaburi etwa 250 km östlich von Kanchanaburi. Ich war in der Tat einziger Mann mit 6 Frauen aus der ehemaligen Schulklasse von Pat. Ich wurde verwöhnt, wie es nur Thais können. Bereits kurz nach dem Aufwachen gab es die ersten Avocados ….

Mehr über diese Fahrt in eines der schönsten Gebiete Thailands findet ihr unter:

7. – 11. Nov. 2014: Fahrt nach Sangkhlaburi mit Uebernachten auf einem Hausboot

 

 

 

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Okt 16 2014

16. Okt. 2014: Ich bin zu meinem 7. Thailand-Aufenthalt gelandet

In der Tat fliege ich nun bereits zum 7. Mal nach Thailand und wohne zum 4. Mal in diesem Haus an der Soi94 in Hua-Hin

Flughafen Zürich: Duty Free StoreAlle Jahre wieder, der Lehmann schlief auch dieses Jahr in der Nacht vor seinem Abflug nach Thailand unruhig und schecht. Obwohl ich Zeit im Ueberfluss hatte, war ich unruhig. Es könnte ja etwas schief gehen. Ich könnte den Zug verpassen. Oder habe zu schweres Gepäck? All dies ist Unfug, denn ich bin ja derart pinkelig und wiege mein Gepäck ganz genau, was sich beim einchecken auch bestätigte: Der Koffer war 29 kg schwer, erlaubt waren 30 kg. Mein Cabin-Board-Trolley war nur ein wenig zu schwer, 14 kg, statt 10 kg, und mein Rucksack enthielt nur die Fotokameras und 1 Notebook.

Wie jedes Jahr ging alles problemlos über die Bühne. Sogar der thailändische Zoll in Bangkok liess mich in Ruhe, der diesmal sehr aktiv war und vor mir 3 Personen zur Kontrolle herausfischte! Bei mir wäre er fündig geworden: 3 kg Fondue, 200g Greyerzer Käse, 1 Salami, 3 kg Basler Leckerli.

Wie letztes Jahr leistete ich mir Business Klasse, damit ich die 11 Stunden Flug besser hinter mich bringen konnte. Diesmal kam die „Thai Airways“ dran, denn ich nutzte ein gutes Angebot im Frühjahr 2014 kurz nach Eröffung des Sommerflugplanes. Im Flugzeug Airbus 340-600 der  Thai Airways waren zwar nicht die neuesten Sitz-Betten installiert, sondern nur die mit 17 Grad leicht schrägen. Man rutschte immer leicht hinunter. Aber ich habe mit einer blauen thailändischen Schlaf-Pille bis kurz vor der Landung und dem Frühstück herrlich geschlafen.

Begonnen hat der Reisetag mit der Zug-Fahrt 1. Klasse zum Flughafen Zürich. Renato brachte mich zum Bahnhof und war nicht einmal überrascht über meinen schweren Koffer. „Wie jedes Jahr“ meinte er trocken, als wir ihn mit vereinten Kräften aus dem Kofferraum hieften. Renato ist während meiner Abwesenheit mein Privat-Manager. Er sichtet meine Post und entscheidet, was für mich in Thailand wichtig sein könnte. Ich kann mich bei ihm 100% verlassen. Danke Renato!

Wie jedes Jahr war ich wiederum viel zu früh auf dem Flughafen, 3½ Stunden vor Abflug. Sobald ich aber eingecheckt hatte, und dies ging sehr schnell, da ich so früh war, begannen meine Ferien. Ich spazierte durch die Duty Free Shops, kaufte ein Parfum für mich und 1 kg M&M’s für Pat. Ich meinte immer zu Pat, mit diesen Pillen wirst Du 100 Jahre alt.

Dann gings in die „Panorama Lounch“ der Swiss, von der ehemalige Bekannte immer schwärmten. Zu schwärmen gab es wenig Grund, wenn man von der schönen Aussicht auf das Flugfeld absieht. Aber die Geschmäcker sind verschieden. Ich verpflegte mich mit Trocken-Reis und etwas Fleisch, dann habe ich noch ein Gipfeli (Croissant) mit einem wirklich feinen Kaffeei zu mir genommen. Ja, fast hätte ich es vergessen, es gab auch Champagner, aber ich musste mich nicht mitten am Tag prostituieren.

Das Essen in der Thai Airway war dann aber Spitze. Die Hostessen in seidenen Thai-Gewänder servierten ein 4-Gänger  einzeln auf königlichem Thai-Porzellan. Allein der Pfeffer- und Salz-Streuer sahen fantastisch aus. Ich hatte Mühe, all das Angebotene zu essen. Da hat die Finnair, mit der ich ketztes Jahr flog, keine Chance.

Etwa 1½ Stunden vor der Landung in Bangkok ging das Licht an und weckte mich auf. Ich schlief tief. Ein feines Frühstück mit allem Drum und Dran stand nun an, dann die Uhren anpassen und wenig später setzte das Flugzeug etwas holprig auf der Piste auf.

Das Immigration-Formular habe ich bereits zu Hause ausgefüllt. Ich besitze immer in paar Reserven. Im Gegensatz zur Finnair gab die Thai keine Zugangskarte für die Priority Immigration für Business Passagiere. Dies war der einzige negative Punkt bei Thai Airway, was aber nicht gestört hat, denn um diese frühe Zeit schlief der Flugplatz Suvarnabhumi noch. Es waren wenige Flugzeige gelandet und deshalb war auch das Passagier-Aufkommen beim normalen Immigration klein und übersehbar. Ich musste nur 2 Personen vor mir abwarten.

Und bereits lief das Förderband mit den Koffern von Zürich. Es überrascht mich immer, wie schnell das Ausladen geht. Noch kurz ein Anruf zu Pat, um sicher zu gehen, dass wir uns am Meeting-Point nicht verpassen. Dann schnappte ich mir meinen uralten nicht tot zu kriegenden grünen Samsonite Koffer, den ich zur besseren Identifikation mit grossen goldenen Sternen bemalt hatte, und marschierte am thailändischen Zoll vorbei, wohl bemerkend, dass er die Gäste vor mir zur Kontrolle herausfischte. Diese überschäumende Arbeitswut ist mir in den vergangenen Jahren nie aufgefallen. Härtere Sitten durch Einfluss des Militärs?

Am Meetingpoint sah ich dann Pat stehen. Verschämt grüsste sie von weitem mit einem „Wai“, dem thailändischen Gruss, bevor sie mich herzhaft umarmte. „Ich bin kein junges Mädchen mehr, ich darf das„, meinte sie. Es ist doch einmalig, wie man mit der heutigen Technik mit jemandem über mehr als 8’000 km Entfernung sich treffen kann. dem „Handy“ sei Dank!

Mit einem Taxi fuhren wir vom Flughafen nach SamutPrakan einem Vorort von Bangkok, wo Pat ihr Auto abgestellt hatte. Und weiter ging es die 240km über den ExpressWay und die Hauptstrassen nach Hua-Hin, wo wir vor 10 Uhr eintrafen. Wir üblich machten wir ausserhalb Bangkok einen Fahrerwechsel und ich übernahm bis HH das Steuer. Bereits nach wenigen Metern hatte ich mich an den Linksverkehr gewöhnt und auch die Schalthebel für Licht, Blinker und Scheibenwischer im Griff. Noch letztes Jahr betätigte ich mehrmals anstatt des Blinkers den Scheibenwischer. Dieses Jahr nie.

Mein Haus Soi94 in Hua-Hin "Dusit Land & House 10"Mein Haus in der Soi94 war blitzblank geputzt. Alles funktionierte. Maleena die Besitzerin, hat alles tiptop vobereitet. Es war ein schöner Start in die 5 Monate in Thailand. Pat war auch total fit. Es sind nun bereits mehr als  2 Jahre her, seit sie 2 Jahre todkrank im Spital lag. Sie fühlt sich „strong“ also stark, wie sie immer wieder betont. Die Zeit im Tempel hoch in den Bergen tut ihr sichtlich gut. So hat auch sie ihr spezielles Leben: 5 Monate mit mir und 7 Monate im Tempel.

Nachdem wir uns ein paar Stunden zum Schlafe hingelegt hatten, nahm ich meinen Honda-Roller in Betrieb, dessen Batterie zwar fast leer war, aber über den Kickstarter lief er bereits beim ersten Kick. Dann fuhren wir zum Shopping, um das Lebens-Wichtigste einzukaufen: Chang-Bier, Wasser, Eier, Toastbrot, Butter, Konfitüre, Orangensaft sowie verschiedene Thai-Saucen.

Es ist auch bereits Tradition: Am 1. Abend gingen wir auf die Strasse zu den Thais und assen dort etwas feines. Diesmal war es ein grillierter Fisch mit 2 verschiedenen Nudeln, und 1 grossen Chang-Bier.

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Okt 16 2014

Ein erstes Lebenszeichen aus Thailand

Prinzessin Sirindhorn

Prinzessin Sirindhorn

Am Donnerstag-Morgen 16. Oktober um 05:15 bin ich nach 11 stündigem Flug in Bangkok gelandet. Dort hat mich Pat mit strahlenden Augen erwartet und mich in ihrem Auto nach Hua-Hin gebracht, wo wir um etwa 09:45 anlangten.

Ueber den Flug und die ersten Erlebnisse in Hua-Hin berichte ich in einem gesonderten Bericht:

  • Mein neues Rennrad „Trek Madone 5.2“
  • Pläne für meinen Thailand-Aufenthalt, unter anderem einer Einladung zur Zeremonie bei der Königlichen Hoheit Prinzessin von Thailand Maha Chakri Sirindhorn
  • Besuche aus der Schweiz, u.a. Karli und Heidy Holzhauser, die Clemencon’s etc

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Sep 22 2014

22. Sept. 2014: Thailand, ich komme

Mein nächster und 7. Thailand Aufenthalt ist immer mehr absehbar.  Nach dem Flug-Ticket, das ich bereits im April buchte, habe ich nun auch das Thailand-Visum erhalten:

22. Sept. 2014: Thailand Non Immigrant Visum "O" mit 1 Jahr Gültigkeit

Diesmal erhielt ich ein 12 Monate gültiges „Non Immigrant Visum Typ „O“ mit multiple Entries“ zu Fr. 185.–.  Das einfachere mit nur 2 Einreisen darf das Basler Thai-Konsulat nicht mehr ausstellen. Theoretisch kann ich nun ab dem 22. Sept. 2014 ein Jahr lang mehrfach in Thailand ein- und ausreisen, aber jeweilen höchstens 90 Tage bleiben

Meine Flugdaten:

  • 15. Oktober 2014: Flug mit Thai Airways von Zürich nach Bangkok: 13:30 Zürich ab, 05:30 Bangkok an
  • 18. März 2015: Flug mit Thai Airways zurück in die Schweiz nach Zürich: 00:45 Bangkok ab, 07:15 Zürich an

 

 

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Mrz 09 2014

9. März 2014: Flug von Bangkok via Helsinki nach Zürich mit Hindernissen

Flug von Bangkok via Helsinki nach Zürich mit Hindernissen

Wer erinnert sich nicht an mein Debakel vor genau 2 Monaten im Januar 2014, als ich 1 Tag zu früh im Flughafen-Hotel Bangkok ankam, um nach New Delhi zu fliegen. Zum Rückflug in die Schweiz war ich diesmal zur Zeit im Hotel Novotel Suvarnabhumi beim Flughafen Bangkok. Und am Sonntag-Morgen um 9 Uhr startete der Airbus 330 der Finnair pünktlich zum Flug nach Helsinki. Vorher aber hatte ich noch ein Aergernis zu bestehen:

Bangkok Suvarnabhumi: Start nach Helsinki

Zu schweres Kabinengepäck:

Ich bin bekannt, als Reisender mit viel Gepäck. So hatte ich auch diesmal zusätzlich zu meinem Rucksack, der die Foto-Apparate, den einen Notebook und meine Ausweise enthielt, 1 grossen Koffer, eine Reisetasche, und ein Kabinen-Trolley.

Erstmals während meiner 6 Thailand-Aufenthalte hatte ich beim CheckIn meines Kabinengepäcks Probleme, denn die Dame am Schalter wollte unbedingt meinen Rucksack und den Cabin-Trolley wiegen. Prompt beanstandete sie das Gesamtgewicht  des etwa 5 kg schweren Rucksacks und meines 17 kg schweren Kabinen-Trolleys, denn das Kabinengepäck darf das Gesamtgewicht von10 kg nicht übersteigen . Ich machte mir bereits Gedanken, möglichst viel Stücke in meine Reisetasche zu verschieben, denn darin hatte ich noch Reserve. Da erlöste mich die Dame vom Stress, indem sie meinte: „In der Business-Class haben sie das Anrecht auf 3 aufzugebende Gepäckstücke!„…so gab ich meinen Cabin-Trolley auf!

Security-Check-Sign-124057In Helsinki ein weiterer extensiver Security-Check

Als ich dann durch die thailändische Immigration war, dachte ich mir, „dies fing ja gut an. Hoffentlich war dies nicht der Anfang eines Reise-Debakels?

Aber es ging in Helsinki weiter mit dem Aerger, denn die Finnen verlangten von den Transfer-Passagieren einen zusätzlichen Gepäck- und Körper-Check, der sich gewaschen hatte. Erneut musste ich alles durchleuchten lassen, diesmal aber zusätzlich auch die Mobil-Telefone, die Foto-Apparate, die E-Books und Smartphones. Der absolute Hammer war aber, als ich mich mitten in der Halle vor all den anderen Reisenden von einem Beamten am ganzen Körper abtasten lassen musste. Nicht einmal vor der Unterhose machte er halt. So etwas habe ich noch nie erlebt! Als er mich fragte, was ich da unter meiner Treking-Hose trage, habe ich entnervt meine Hose ausgezogen und mich nur in der Unterhose vor ihn hingestellt „Ob er nun zufrieden sei?“ fragte ich den entsetzten Beamten. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich nach seinem Chef verlangt.

Der Schweizer Zoll

Nun war ich mir sicher, der heutige Tag scheint nicht mein Glückstag zu sein. Mir graute vor dem Schweizer Zoll in Zürich. Wenn die mich nun rausholen und kontrollieren, dann werde ich den Zug nach Basel verpassen!

Früher als ich noch meine dunklen Haare gekraust trug und aussah wie ein Jordanier, war ich für den Zoll ein gefundenes Objekt. In den letzten Jahren, seit ich meine Kopfhaare kurz trage, wurde ich nie mehr kontrolliert …. und auch dieses Mal hatten sie kein Interesse an mir. So war ich bereits 30 Minuten nach Landung auf dem Zug nach Basel, wo mich Renato am Bahnhof abholte und nach Hause brachte

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Mrz 05 2014

Selbstbildnisse vom „rasenden Reporter“ in Indien

In Indien habe ich eine wunderbare Zeit mit vielen einmaligen Erlebnissen und farbigen Motiven erlebt. Ueber 4’000 Fotos habe ich geschossen, übrig blieben gegen 300, zu denen ich stehen kann.

 

Jaipur - Vila Vatican Fatehpur Sikri
New Delhi, Masjid-i-Jahanuma, Moeschee der Moscheen: Max im Einsatz Bikaner - Max
Max als Fotograf Fatehpur Sikri

 

 

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Mrz 05 2014

Am 9. März 2014: Rückflug in die Schweiz

schweiz-thailandAm Sonntag, 9. März wird mir ein langer 24-Stunden-Tag bevor stehen. Tagwache im Hotel Novotel-Suvarnabhumi um 5 Uhr früh, dann Frühstück und um 7 Uhr CheckIn:

Flug von Bangkok Suvarnabhumi nach Zurich

Um 09:05 wird der Finnair Flug in Bangkok abheben. Nach einer Zwischenstop in Helsinki werde ich dann mit Flug AY0863  um 18:20 in Zürich landen. Ich werde demnach etwas mehr als 15 Stunden unterwegs gewesen sein

Fahrt mit dem Zug von ZH-Flughafen nach Basel SBB

Auf den 19:04 Zug nach Basel wird nicht mehr klappen, aber bestimmt auf den 20:04 Zug, der um 21.24 in Basel ankommen wird. Ich freue mich bereits jetzt darauf, wenn Renato mich am Bahnhof abholen und nach Hause fahren wird.

Und am nächsten Tag geht es dann an die Basler Fasnacht:

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Feb 03 2014

13. – 30. Jan. 2014: Namastee Rajasthan (Indien) – ein erster Ueberblick

Ein erster Ueberblick über meine Reise mit Pat in einem Toyota-Van, einen Chauffeur und Reiseführer durch das ehemalige Reich der Maharadjas und Könige mit seinen Palästen, Herrschaftshäusern und Forts.

Meinen ausführlichen Reisebericht mit vielen auserlesenen Fotos findest unter dem Link »Namastee – Rajasthan«

Nach Kambodscha, Laos, Malaysia, Hongkong, Vietnam und Burma war die 18-tägige Rundreise mit über 2’500 km durch den Bundesstaat Rajasthan mein insgesamt 7. Visatrip. Visatrip deswegen, weil ich gemäss thailändischen Gesetzen je nach Visum nach 2 resp. 3 Monaten das Land (kurz) verlassen muss, um einen weiteren 2- resp. 3-monatigen Aufenthaltsstempel zu erhalten.

Indien aus Sicht der Statistik

Indien ist ein enorm grosses Land mit unfassbar vielen Einwohnern. Man nennt deswegen Indien auch „Subkontinent Indien„. Indien hat 1.2 Mia Einwohner (2011) und ist nach China das bevölkerungsreichste Land mit einer Fläche von 3.3 Mio Quadratkilometern dem 7. grössten Staat der Erde. Zum Vergleich ist Deutschland rund 10 mal kleiner (357’000 km²)

Indien ein zivilisiertes Land ohne Kinderstube

rajasthan-mapDie bisherigen Destinationen in Ländern des Fernen Ostens waren meist zivilisiert und erträglich. Mit Indien besuchte ich nun ein Land voller bekannter und erwarteter Gegensätze. Vergewaltigungen an Frauen erschütterten auch meine Zuversicht und aufdringliche Inder gegenüber Pat bestätigten diese latente Gefahr. Indien ist ein immens frauenfeindliches Land. Schwerst-Arbeit leisten Frauen, während die Männer Karten spielen.

Oder ein weiteres kleines Beispiel: Unser Fahrer öffnete immer meine Tür am Auto, um mich einsteigen zu lassen, aber nie die von Pat, auch nicht als er sah, dass ich Pat demonstrativ die Türe offen hielt und sie schloss, sobald sie im Auto sass.

Wie ich eben aus einer Bewertung einer internationalen Organisation gelesen habe , gehört mittlerweilen Indien auch zu den gefährlichen Nation in Bezug auf Entführungen!!!!

Dann das immer noch vorherrschende extrem menschenunwürdige Kastendenken oder auch Macho-Gehabe hinterliess seine Spuren auf Schritt und Tritt, auch gegenüber uns Ausländern. So bereits im ersten Spitzenhotel in New Delhi im „Royal Plaza“, als ich mich wegen des kleinen Zimmers und der fehlenden Heizung beschwerte, mir die Rezeptionistin ohne mit einer Wimper zu zucken von oben herab entgegnete: „Alle Zimmer in ihrer Preisklasse sind gleich gross und wenn es Ihnen nicht passt, können sie ja in ein anderes Hotel gehen!“ Habe ich dies nicht vor Jahren auch auf Solaris in Istrien gehört, als die Kroaten noch nicht begriffen haben, dass der Kunde König ist und schlussendlich entscheidet? Wir nahmen uns dies zu Herzen und buchten für die Rückreise in Delhi um, ins „Radisson Blue„. Dies war ein guter Entscheid, denn die Qualität und die Freundlichkeit war um einiges besser.

Die männlichen Inder sind von Natur aus arrogant. Täglich mussten wir dies erleben. So waren wir in Jaipur in einem Hotel inmitten einer Hochzeitsgesellschaft einquartiert, was ein Fehler des Hotels war. Dies wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn die Inder nicht das ganze Hotel für ihre lautstarken Festivitäten in Beschlag genommen hätten. Auch meine Beschwerde morgens um 2 Uhr nützte weder bei der Hotel-Leitung noch bei der Hochzeitsgesellschaft etwas. An einen Schlaf war nicht zu denken. Wer nun aus europäischer Sicht vermutet hätte, jemand hätte sich am kommenden Morgen entschuldigt, der täuschte sich gewaltig. Die Zimmer-Nachbarn schauten mich einzig an, aber sonst keine Reaktion!

Der Schmutz und Unrat in den ländlichen Gegenden und Vororten der Grosstädte war einmalig und unvorstellbar. Der Unrat aus den Häusern wurde auf der anderen Strassenseite an die Wand gekippt. Die frei herumlaufenden Kühe und Schweine frassen das noch essbare auf. Sie frassen sogar Papier und Karton. Uebrig blieben Plastik und Alu-Folien.

Aus all diesen Gründen könnnte Indien nie ein längerdauernder Aufenthaltsort für mich sein, wie es Thailand derzeit darstellt. Jedoch für eine Entdeckungs-Tour ist Indien jederzeit eine Reise wert. Indien bietet kulturell und optisch einiges!

Die sehenswerten und einmaligen Seiten Indiens

Nach dem Negativen nun aber auch das Positive, denn die Reise war wirklich einmalig und aus Sicht des Erlebten und Gesehenen direkt nach meiner Myanmar-Reise vom letzten Jahr einzustufen.

Die Provinz Rajasthan ist vielleicht der exotischste Teil des indischen Subkontinents. In ihr findet man mehrere hundert Paläste und Forts (Schlösser, Burgen), die den 22 Maharadjas und Königen gehören oder gehörten. Ihr märchenhaftes Vermögen war bis zur Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 nahezu unantastbar. Traumpaläste mit 32 km langen Festungsmauern entstanden, gegen die Neuschwanstein wie das Ferienhäuschen eines Snobs wirkt. Für diesen vor allem in Länge mal Breite mal Höhe zu ermessenden Prunk ist Rajasthan weltberühmt; nicht minder bekannt ist das Schicksal der vor dreißig Jahren durch Indira Gandhi der Krone beraubten Häupter, die ihren Reichtum nur dadurch erhalten können, dass sie ihn zur Schau stellen. Sie präsentieren ihn in Museen, verpachten Teile ihres Anwesens an Restaurants und Souvenirbuden oder verwandeln ein nicht unbeträchtliches Areal in ihren immensen Palastanlagen in eine Hotelanlage.

Dazu passt die nachfolgende Geschichte, die wahr sein soll: Ein kleiner reicher Inder ohne Turban soll nach London gefahren sein, um sich in einem Showroom nach einem Rolls-Royce zu erkundigen,. Er wurde jedoch vom Autoverkäufer höflich vor die Tür gesetzt. Aus Rache orderte der beleidigte Maharadja 16 dieser Luxuslimousinen, ließ ihnen in Rajasthan das Dach abschweißen, und verwendete sie ausschließlich zur Müllabfuhr.

Die fürstlichen Höfe in Rajasthan lebten in grosser Pracht durch Einnahmen aus dem Handel als Karawanen -Durchgangsland von der arabischen See zwischen der arabischen Halbinsel und Indien durch die Wüsten nach Zentral-Indien. Mit Seide und Gewürzen beladene Karawanen machten hier halt, nachdem sie die gefährlichen Gebirgspässe des Nordens überwunden hatten. Ihr Einfluss ging vor rund 150 Jahren zu Ende, als der Schifftransport immer beliebter wurde.

Agra: Taj Mahal

Quizfrage: Das Taj Mahal ist 72 m gross, wie gross ist Max?

Meine Reise durch Rajasthan

Der Name Rajasthan bedeutet „Land der Fürsten“ oder „Land der Könige„. Mit 342’000 km² ist Rajasthan nach Madhya Pradesh der grösste Bundesstaat innerhalb der Republik Indiens und ist damit gleich gross wie die Bundesrepublik Deutschland. Der indische Bundesstaat Rajasthan gehört zu den ärmeren Regionen Indiens. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Viehzucht. Die Kleinbauern produzieren dabei kaum mehr, als zum Überleben reicht.

Den Reisetip erhielt ich von meinen lieben Basler Freunden Frans und Katalyn, die dieselbe Reise vor 1 Jahr machten. Die beiden waren derart begeistert, dass Pat und ich beschlossen, es ihnen nachzutun. Dank ihren Tips und Ratschlägen war vieles für uns einfacher und absehbarer.

Unsere Indien-Reise begann bereits mit einem Paukenschlag! Da der Flug nach New Delhi früh am Morgen in Bangkok startete, buchte ich im Flughafen-Hotel Novotel eine Uebernachtung, um es gemütlich angehen zu können. Im Hotel angekommen beim Check-In entdeckten wir den folgenschweren Irrtum. „Sie haben erst ab Morgen reserviert„, meinte die Dame freundlich und zeigte auf den Kalender über ihrem Pult. Ich konnte das nicht glauben und schaute mich hilflos um, holte das Flugticket hervor und war total verwirrt. So etwas ist mir noch nie vorgekommen. Ich begann langsam an mir zu zweifeln. Ich war tatsächlich einen Tag zu früh gereist. So machten wir aus der Not eine Tugend und genossen das feudale Hotelleben, die grossen Frühstücks- und Abend-Buffets und das tolle Zimmer.

Nachträglich habe ich den Grund meines Irrtums rekonstruieren können. Meine Schweizer Certina Uhr, die ich in Hua-Hin reparieren lassen musste, hatte eine um 1 Tag verschobene Datumsanzeige.

Der Flug von Bangkok nach New Delhi, dem Start der Rajasthan Tour, dauerte 4 Stunden. Die Tour selber führte im Gegen-Uhrzeigersinn nach Jaisalmer nur 130 km vor der pakistanischen Grenze mitten in der Wüste, dann zum südlichsten Punkt Udaipur, weiter via dem grossen Hindu-Pilger-Ort Pushkar zum eigentlichen Höhepunkt nach Agra zu einem der 7 Weltwunder dem „Taj Mahal“.

Agra: kleines Taj Mahal: "Baby Taj"An jedem Tag und jedem Ort gab es Unerwartetes und Eindrückliches zu erleben und zu entdecken:

  • In Bikaner besuchten wir eine Kamel-Zuchtfarm mit über 300 Kamelen, die abends wenige Meter von uns entfernt unter grossem Getöse bei vibrierendem Wüstenboden zur Wassertränke galoppierten.

  • In Jaisalmer beobachteten wir nach einem Kamelritt bei kaltem Wind auf einer der Sanddünen in der Wüste den einmaligen Sonnenuntergang

  • Im Nationalpark von Ranthambhore hatte ich das seltene Glück, in etwa 50 m Distanz einen echten freilebenden bengalischen Tiger in freier Natur zu beobachten. Mein Puls raste. Er war glücklicherweise nicht hungrig.

  • und als Gegensatz dazu beobachtete ich im Rattentempel 1’000e von niedlichen Ratten.

  • Max auf Verbrecherjagd: Es war in Agra beim Besuch des „Baby Taj Mahal“. Viele Sicherheitsbeamten riegelten die eine Seite des Memorials ab. Wir kannten die Gründe dafür nicht. Es war für uns Touristen einzig erlaubt, uns im Inneren des Gebäudes aufzuhalten. Da entdeckte ich in einem der Räume einen verwirrt aussehenden, schwarz und unkenntlich geschminkten Mann, der unverständliches schrie. Ich rettete Pat aus der Gefahrenzone und alarmierte unverzüglich einen Sicherheitsmann …. und alle schüttelte es vor Lachen, denn ich war in eine Filmszene reingeplatzt!

  • und schlussendlich als eigentlicher Höhepunkt unsere Reise standen wir fasziniert vor dem weissen „Taj Mahal“ Mausoleum.

Sauberkeit, Schmutz und Umweltverschmutzung

Die erwartete Problematik mit der Sauberkeit und dem Schmutz, wo man auch hinlangt, war weniger kritisch als befürchtet. Wir hatten nie Verdauungsprobleme und brauchten die Desinfektions-Tüchlein und -Flüssigkeiten nur 2mal, einmal als ich aus dem Ratten-Tempel kam. Es genügte das regelmässige Waschen der Hände und das Unterdrücken der Angewohnheit, mit den Händen ins eigene Gesicht zu langen.

Erst wieder zu Hause angekommen, realisierte ich, dass New Delhi einer der schmutzigsten Städte der Welt ist. Was die Inder dort Nebel nennen, ist reiner Smog durch Umweltverschmutzung, die noch höher sein soll, als die in Peking, meinen Experten!

Internet

In einem Land, das führend in der IT Programierung sein will, war das Internet-Angebot nur durchschnittlich und zudem meistens kostenpflichtig. Dies deckte sich mit meinen übrigen Erfahrungen, dass man als Tourist in Indien überall und für alles zur Kasse gebeten wurde.

Essen

Mit dem indischen Essen hatte ich keine Probleme, wenn ich vom Experiment mit der regionalen Küche in Jaipur absehe. Die Schärfe war immer uns Touristen angepasst. Ich habe mich voll durch die Spezialitäten durchgegessen. Pat hingegen hatte mehr Mühe. Ihr schmeckten die Curry Gerichte gar nicht. Sie meinte, sie rieche nach den indischen Gerichten schlecht. Sie begnügte sich mit Fried Chicken, und packte eines Abends sogar thailändische Nudeln aus ihrem Koffer, die sie aus Vorsicht eingepackt hatte.

In Indien erlebte ich die dritte Art um zu essen: In Europa mit Messer und Gabel, in Thailand mit Löffel und Gabel und in Indien ohne Besteck aber von Hand.

Unser Essensrythmus hatte sich schnell eingependelt: Am Morgen das Hotel-Frühstücks-Buffet und über den Mittag ein Lunch à la card mit indischer und auch (schlechter) kontinentaler Küche. Dies genügte uns dann für den Rest des Tages. Für Vegetarier ist Indien ein Paradies.

Klima und Temperatur

Die Zeit zwischen Nov. bis Februar ist die optimale Reisezeit für diesen indischen Teil des Landes. Die Temperaturen nachts waren tief um die 8-12°C und tagsüber bei Sonnenschein annehmbar um die 20-22°C. In den meisten Hotels, aber nicht in allen, gab es Heizlüfter und -strahler.

Qualität der Hotels

Die war ansteigend und wurde von Ort zu Ort immer besser. Den Tiefpunkt erlebten wir bereits in New Delhi mit dem „The Royal Plaza“ mit dem kleinsten Zimmer und keiner Heizung. Der Höhepunkt in Bezug auf das Zimmer erlebten wir in Bikaner „The Laxmi Niwas Palace“, wo wir eine „Hochzeits-Suite“ bekamen. Die besten Hotels mit der höchsten Qualität waren das „Hotel Royal Orchid“ in Jaipur, sowie das „Radisson Blue“ in New Delhi.

Die meisten der von uns benutzten Hotels waren ehemalige Paläste oder Havelas. Einige waren modern renoviert, andere wiederum hatten noch die alten Elektro-Installationen, Badezimmer etc. Aber alle oder die meisten waren in bester Lage, entweder direkt an einem See oder in wunderbarer Ruhe ausserhalb einer grossen Stadt.

Alle Hotels waren mit Frühstück gebucht. Die übrigen Malzeiten nahmen wir unterwegs oder nach Bedarf ein. Die Frühstücks-Buffet in den Hotels waren meistens für uns Europäischen Geschmäcker enttäuschend.. Leckere Eierspeisen, Yoghurts, Käse und Wurstwagen wurden selten angeboten. Ungewohnte regionale und typische indische Küche überwogen.

Bei der Hotel-Qualität sollte man nicht sparen und auf 4-Stern setzen. Darunter wird es einfach, sehr einfach, ausser man muss aufs Geld achten.

Bekleidung

Zu unserer Reisezeit war es in Indien Winter und damit „kühl“, also war warme Kleidung auch zum Schlafen dringend von Nöten. Auch bei Sonnenschein, wurde es nie heiss! In Indien sind kurze Hosen ein absolutes Tabu, also lange Hosen einpacken! Hemden mit Taschen sind sehr zweckmässig, denn man braucht Platz für grosse und kleine Geldbeträge. Ich trug Immer einen Faserpelz-Pullover über die Schultern und zusätzlich ein Trekking-Gilet mit vielen Taschen für meine Reserve-Batterien, Kugelschreiber, Geld, kleine Fotokamera, Diktiergerät für meine Ideen etc. Eine Mütze für die Safari war ebenfalls zweckmässig. denn man sass in einem offenen Jeep.

Wir hatten zwei Arten Schuhe bei uns. Sportschuhe, die wir nur zweimal in New Delhi und an der Safari trugen. Für die restliche Zeit waren Sandalen mit Socken optimal. Ich hatte etwas Pech und kam als zerlumpter Hund zurück nach Thailand: Kurz vor Abflug in Bangkok lösten sich die Sohlen meiner Nike-Sportschuhe und gegen Ende der Reise verabschiedete sich ein Riemchen an meiner Sandalen. Beide Paare waren reif zum entsorgen.

Jaipur ObdachloserLebensstandard, Armut, Reichtum

Es war nicht die eigentliche Armut, die mich beschäftigte, sondern die Art und Weise, wie die Inder mit diesem Problem umgehen. Die Armen hier kämpfen ums Ueberleben, nicht um Hartz-VI. Die Armen der Aermsten werden behandelt wie Aussätzige. Man lässt sie am Boden vegetieren, aber keiner würde einem Einzelnen ein kleinesGeldstück geben, das ihm selber nicht einmal wehtut. Man lässt sie einfach verrecken!

Die herrschende Armut in Indien ist überall präsent. Man kann sie auch daran erkennen, dass es im Gegensatz zu Thailand sehr viele Fahrräder gibt. Es scheint, dass ein Roller bereits das Budget viele Inder übersteigt. Pat ergänzte dazu, dass man wahrscheinlich den Reichtum oder die Armut auch an der Figur der Frauen erkennen kann: Reiche Frauen neigen eher zur Mollig- und Ueppigkeit, während Arme sehr mager sind. Was uns ebenfalls auffiel und ein ganz schreckliches Bild auf die Indische Kultur wirft, die Bettler und Aermsten der Armen werden von den übrigen Inder wie Dreck behandelt. Man nennt sie die „Unberührbaren„, was bereits alles aussagt. Mit hocherhobenen Hauptes gehen sie an den Armen, die auf dem Boden kriechen (müssen), vorbei. Diese Inder haben mich echt angekotzt!

Die Reichen zeigen ihren Wohlstand hingegen ungeniert und mit einer Penetranz, die nicht zu überbieten ist. Sie kaufen sich alles, auch Hotels für 1 oder 2 Nächte! Eine Hochzeit ist in diesem Land Massstab für den Wohlstand und das Ansehen. So sind Hochzeiten mit 1’500 bis 2’000 Gäste keine Seltenheit!

Ranthambor Naturschutzgebiet: Tiger

Foto-Ergebnisse

Es gab unendlich vieles zu sehen, ein Foto-Paradies! So verwundert es nicht, dass unsere beiden Fotoapparate ununterbrochen im Einstz wagen. Klick … klick … klick…. war der vertraute Ton und dank der digitalen Technik auch nicht kostspielig. Dank der Serienbild-Funktion konnte ich bei Schnappschüssen auch die beste Situation resp. das beste Bild aussuchen. Wie hat man nur zur Zeit der Dia-Filme fotografiert? Bei jedem Druck auf den Auslöser musste man im Minimum mit 30-50 Cent fürs Papierbild rechnen!

Als Ergebnis dieser Fotografie-Orgie schauten 4’700 Fotos mit 32 GB Speicherbedarf heraus. Eine erste Durchsicht zeigte, dass sich darunter viele 1A-Fotos befinden! Nun wird es schwer, den Ausstoss zu reduzieren. Mein Ziel sind 150 erlesene Bilder, die ich selber immer wieder anschauen kann.

Jaipur: Mawa Mahal

Reiseveranstalter

Die 18-tägige Reise durch Rajasthan habe ich bei „India Travel Services“ (eMail: delhi@tour-india.net.in, Homepage: http://www.tour-india.net) gebucht und kostete ohne Flug nach New Delhi für 2 Personen 3’800 US-$. Darin inbegriffen waren alle Uebernachtungen in 4-Stern-Hotels inkl. Frühstück, 1 grosser Toyota USV-Van samt Fahrer und Reiseführer an jedem Ort, alle Eintritte inkl. Kamel-Tour in der Wüste und 2 Tiger-Safaris.

Unsere Kontaktperson Mr. Aziz Saqlaini (Tel: +91-9821319917, eMail: aziz@india-tours.net.in) war immer erreichbar und hat prompt bei Reklamationen oder Anfragen reagiert! Er war ein untypischer Inder.

Kosten der Reise und Geldbedarf für 2 Personen

Die Währung in Indien sind die Rupien. Zu unserer Zeit betrugen die Wechselkurse:

  • Für 100 Euro gab es 8’300 Rupies, d.h. 100 Rupies entsprachen etwa 1.20 Euro
  • Für 100 US-$ gab es 6’000 Rupies, d.h. 100 Rupies entsprachen etwa 1.60 US-$

Obwohl die Reise, die Führungen und die Hotels mit Frühstück im Preis inbegriffen waren, fielen einige weitere Kosten an: Trinkgelder für alles mögliche, denn Touristen gelten in Indien als Geldmaschinen, die man nur lautstark anzapfen muss. Unser Fahrer, der uns sicher durch den gefährlichen Verkehr wieder nach New Delhi brachte, erhielt am Schluss der Reise 100 US-$. Die Reiseführer vor Ort bekamen je nach Leistung und Qualität zwischen 3 und 5 US-$ als Tip. Das verrückte, ja unglaubliche war, dass sie dir offen ins Gesicht sagen konnten „Nur 3 US-$? Sie haben doch mehr!„. (Bem: Man merke, keine Frage, sondern eine klare Tatsachenaussage!)

Man kann sich gar nicht vorstellen, wofür überall und immerzu die hohle Hand gemacht wurde. Vor jedem Tempel galt es die Schuhe abzugeben gegen 10 Rupien. In jedem Restaurant musste man 10 Rupien für die Toiletten-Benutzung bezahlen, sonst gab es kein Papier! Man konnte keine Marktfrau fotografieren, ohne dass sie schreiend Geld dafür wollte. Glücklicherweise hatte ich ein grosses Tele-Zoom-Objektiv und konnte mich so etwas fern halten. An manchen Orten musste man zusätzlich zum Eintritt für Fotografier-Erlaubnisse von Sehenswürdigkeiten 100 Rupies bezahlen. In der Mehrheit der Hotels kostete Internet zwischen 200-400 Rupies.

Dann gab es Kosten für den der täglichen Lunch und/oder Dinner inkl. 1 KingFisher Bier je 1’500 – 2’500 Rupies/Tag.Oft war ein Besichtigungs-Objekt nur durch Marsch von 1-2 km zu erreichen. Falls man diese Distanz mit einer Tuk-Tuk zurücklegen wollte, musste man die 2×50-75 Rupien selber zahlen. Auch die Eintritte in den einen oder anderen Tempel musste man selber berappen. Und schlussendlich blieb auch etwas fürs private Shopping übrig. Es gab wirklich feine Sachen wie z.B. Pashmina-Shawls.

Zusammenfassung der Kosten:

Reisepacket Rajasthan von „India Travel Services“ 3’800 US-$ 3’444 SFr.
Flug Air India von Bangkok nach New Delhi und zurück 766 Euro 945 SFr.
2 Nächte Novotel auf dem Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok inkl. 2 Dinner 4’850 Baht
15’000 Baht
580 SFr.
Taxi von Hua-Hin nach Bangkok und wieder zurück 4’000 Baht 120 SFr.
Ausgaben durch Geldwechsel US-$ in Rupies 250 US-$ 230 SFr.
Ausgaben durch Geldwechsel Euro in Rupies 100 Euro 123 SFr.
Shopping, Trinkgelder in US-$ (inkl. 100 US-$ für Driver) 366 US-$ 340 SFr.
Ausgaben via Visa-Card (Hotel-Zusatzkosten, Internet, Dinner etc) 15’100 Rupies 220 SFr.
Insgesammt kostete uns die Rajasthan Reise:   6’002 SFr.

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Jan 12 2014

11.-12. Jan: Start zur Indien-Reise – Fahrt nach Bangkok ins Novotel

1 Tag zu früh in Bangkok ins Novotel

Ich weiss nicht, ob ich die Pointe zuerst, oder erst am Schluss schreiben soll: Wir fuhren nämlich einen Tag zu früh nach Bangkok, weil ich meinte, es sei bereits der 12. Januar, es war aber erst der 11. Januar!

So kamen wir unfreiwillig zu einer zweiten Nacht im Novotel, dem Hotel unmittelbar beim Flughafen Suvarnabhumi. Diese zusätzliche Nacht kam mir jedoch teuer zu stehen: 8’600 Baht (entsprechend ca. SFr. 235 oder 190 Euro) ohne Frühstück. Im August bezahlte ich bei der ordentlichen Buchung noch 4’800 Baht inkl Frühstück.

Eigentlich hätte mir dieser Fauxpas auffallen müssen, denn Mr. Wanlops Taxi kam erst, nachdem ich mich beschwert hatte. Er meinte, wir hätten ihn erst für den morgigen Tag bestellt. Es gab aber noch ein zweites Zeichen, das eigentlich hätte genügen sollen: Meine echte Schweizer Certina-Uhr zeigte den 11. Januar an. Da ich diese Uhr aber einige Wochen nicht mehr trug, vernutete ich einen Monatswechsel-Fehler und stellte die Uhr auf den 12. Januar ein!

Innenhof vom Novotel Suvarnabhumi Airport

Innenhof vom Novotel Suvarnabhumi Airport

Wir fuhren also in Wanlops Camry 1 Stunde später los und waren etwa 4 Stunden später im Novotel. Unterwegs war wieder einmal ein Teil der mehrspurigen Schnellstrasse kurz vor Samut Sakhon für ein Mitglied der Königsfamilie gesperrt. Es ist schon unwahrscheinlich, welcher Aufwand dafür getrieben wird. Alle 2-300 m stand ein uniformierter Polizist und das auf einer endlosen Strecke, vom Fahrzeug-Begleittross mit unzähligen Polizeifahrzeugen ganz zu schweigen. Der Privat-Verkehr wurde auf die parallel führende Nebenstrasse geleitet.

Im Hotel angekommen beim Check-In entdeckten wir den folgenschweren Irrtum. „Sie haben erst ab Morgen reserviert„, meinte die Dame freundlich. Ich konnte das nicht glauben und schaute mich hilflos herum. Holte das Flugticket hervor. Ich war total verwirrt. So etwas ist mir noch nie vorgekommen. Ich begann langsam an mir zu zweifeln.

Aber nach kurzer Zeit sammelte ich mich wieder. Wir machten das Beste daraus und gingen ganz toll Essen. Das Geld solte keine Rolle mehr spielen. Im Hotel-Restaurant gab es ein tolles Buffet mit allem was das Herzen begehren und sich wünschen konnte. Chinesische, japanische,  europäische Küche waren vertreten. 2’600 Baht liessen wir uns dieses Special kosten, und morgen Sonntag gerade nochmals!

Das Novotel lässt sich die Ausnahme-Lage direkt beim Flughafen mit eigenem unterirdischen Zugang fürstlich bezahlen. Sogar fürs Internet musste man im Hotel bezahlen, und nicht wenig: 290 Baht für 12 Stunden. Das einzelne Frühstück 800 Baht. Schlussendlich kosteten mich diese 2 Tage um die 20’000 Baht (entsprechend SFr. 550.– oder 440 Euro).

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Jan 09 2014

13. – 30. Jan. 2014: Ich bin mal wieder kurz weg: „Meine Indien-Reise durch Rajasthan“

Es ist wieder soweit, wie jedes Jahr. Nach 90 Tagen in Thailand muss ich das Land verlassen, um einen neuen Einreisestempel zu erhalten. Dem sagt man in Thailand, man geht auf einen „Visa-Trip„.

Ich verbinde diesen Zwang seit Jahren mit einer Reise in eines der benachbarten asiatischen Länder. Auf diese Weise besuchte ich bereits Burma (Myanmar), Malaysia, Kambodscha, Vietnam, Laos und Hongkong.

Mein Visatrip nach Indien in den Bundesstaat Rajasthan

rajasthan-mapDiesmal soll es in den indischen Bundesstaat Rajasthan gehen, dem Land der Maharadjas und der Adeligen, der Herrensitze, Paläste und Forts. In ein Land, in dem jahrhundertelang die Karawanen durch den Sand unterwegs von der arabischen See nach Nord-Indien und Innerasien waren.

Der Name Rajasthan bedeutet „Land der Fürsten“ oder „der Könige“. Rajasthan ist mit 342’00 km² nach Madhya Pradesh der grösste Bundesstaat und ist fast so gross wie die Bundesrepublik Deutschland.  Es grenzt im Nord-Westen an den Nachbarn Pakistan.

Es herrscht zwischen Indien und Europa ein Zeit-Unterschied von nur noch 4½ Stunden im Vergleich zu den 6 Stunden zu Thailand. Wenn es bei Euch 10 Uhr ist, dann ist es in Indien 14:30 Uhr.

 Ich erwarte eine wunderbare Märchen-Welt aus sandfarbenen Festungen, bunten Palästen, atemberaubenden Tempel und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. 17 Tage wird die Reise in einem Mietwagen samt englischsprechendem Chauffeu und Reiseführer dauern. Uebernachten werden Pat und ich in  Hotels der ****-Luxus-Kategorie.

Agra: Taj MahalIch weiss nicht, wie weit die Internet-Infrastruktur in diesem Teil Indiens funktioniert. ich hoffe, dass ich kleine Status-Meldungen wenigstens über Facebook (https://www.facebook.com/max.lehmann)  täglich absetzen kann.

Wir meinen, dass wir gut ausgerüstet sind und haben uns mit Desinfektions-Tüchleins und -Gelee eingedeckt. Die Reise-Apotheke ist aktualisiert, ebenfalls mit Mückenspray,. Wir haben genügend US-$ bei uns. Zwei Foto-Apparate, mein Reisenotebook, ein Galaxy-Tablet und Handys sowie deren notwendigen Ladestecker sind bereit. Genügend lange Hosen und Trecking-Hemden und vorallem auch wärmende Jacken sind eingepackt, denn wir rechnen, dass es nachts und am frühen Morgen recht kalt sein wird.

Zeit-Planung:

  • Transfer von Hua-Hin ins Flughafen-Novotel: am Nachmittag des 12. Januar 2014
  • Abflug von Bangkok nach Delhi mit Air India (AI-0333): 13. Jan. 2014/08:50, Ankunft in Delhi: 12:05
  • Rückflug von Delhi nach Bangkok mit Air India (AI-0332): 30. Jan. 2014/13:25, Ankunft in Bangkok: 19:20, und mit Taxi direkt weiter nach Hua-Hin

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Okt 17 2013

16./17. Oktober: Flug nach Thailand mit der FINNAIR, der Fluggesellschaft mit dem altbackenen Design

Flughafen Zürich: Einkaufsmeile„Ich bin doch ein Huhn“ musste ich mir am Mittwoch-Morgen 16. Okt.  am Tag des Abfluges nach Thailand sagen. Ich habe wieder einmal katastrophal geschlafen und bin jede Stunde schweiss-überströmt aufgewacht. Ja, so funktioniere ich, bevor es auf Reise geht. Obwohl ich alle Zeit hatte und zwei Wecker nur darauf warteten, mich wecken zu dürfen.

Mein Gepäck bestand aus 1 Koffer von 23.7 kg,  einer Reisetasche 11 kg, sowie einem Cabin-Trolley mit 14 kg und meinem Foto- und Notebook-Rucksack von ungefähr 7 kg, sowie meiner Wenigkeit mit sagenhaften 87 kg Lebensgewicht.. Es war viel Zeugs, das ich da mitschleppte. Ausser meinen Rad-Rennhosen, Renn- und -Handschuhen waren es Verbrauchsartikel für die nächsten 5 Monate: ein paar kilo Basler Leckerli, 2 kg Käse-Fondue, Salami und Salamettis, 1 l Velo-Reiniger, ein zweiter Notebook, Toiletten-Artikel wie Rasierschaum, ein Haar-Schneider etc

Flughafen Zürich: AnzeigetafelPünktlich stand Renato vor meiner Tür und brachte mich auf den Bahnhof. 1 Stunde und 16 Minuten dauerte die Fahrt zum Flughafen Zürich. Ich war immer noch gestresst. Ich weiss nicht warum. Mein Magen hatte keinen Hunger und meine Augen wollten kine Zeitung lesen.

Ich flog erstmals nach Thailand mit der Fluggesellschaft FINNAIR und Business-Klasse. Dasselbe Vorhaben mit der Thai-Airways oder Swiss hätte mich über Fr. 5’000.– gekostet. Mit der Finnair nur Fr. 3’000.–, aber eben nicht direkt sondern via Helsinki. Die gesamte Reisezeit von Zürich bis Bangkok verlängerte sich so von 11 Stunden auf 15 Stunden. Diese 4 Stunden erbrachten mir jedoch eine Einsparung von Fr. 2’000.–

Mein erster Eindruck von der FINNAIR war sehr gemischt. Die meist älteren Damen der Kabinen-Crew standen in schwarzen „Trauer-„Kleidern und schwarzen Strümpfen mit weissen Streifen am Kragen vor mir und begrüssten mich sehr herzlich in Finnisch und Englisch. Sie gaben sich sehr Mühe, obwohl sie keine Augenweide waren und teilweise den ganzen Kabinengang ausfüllten und Mütterlichkeit ausstrahlten. Spricht hier wieder ein typischer Mann? Nein, keinesfalls, denn solche Aeusserlichkeiten, wie auch die schwarze Flugzeugbeschriftung „FINNAIR“ verstärkten in mir ein inneres unterdrücktes „Angst-„Gefühl. Ich erinnerte mich an meinen Nachbarn zu Hause, das Bestattungs­unternehmen Kopp. Welches Kunden­segment will wohl die Finnair ansprechen? Ganz bestimmt nicht junge und lebensfreudige Leute, vielmehr ältere Trauergäste?

Wie zu erwarten, gab es am Service und der Zuverlässigkeit der Finnair nichts auszusetzen. Was auf dem europäischen Business-Flug jedoch Business sein soll, blieb mir schleierhaft. Die Sitze keinesfalls, höchstens die Malzeit in feinem Porzellan. Nach 2 Stunden 40 Minuten landeten wir bereits in Helsinki, einem eher kleinen internationalen Flughafen aber recht grossem Flugaufkommen. Uhr vorstellen, denn hier herrschte bereits 1 Stunde Zeitverschiebung. Auffallend waren vorallem die unzähligen Passagiere in den wenigen Wandelhallen, als wärs ein Weihnachtsmarkt.. Die Gepäck- und Bodenabfertigung wird durch die Schweizerische Swissport abgewickelt, was bei mir etwas Heimatgefühl aufkommen liess.

Seit meinen letzten Fern-Ost-Flug sind es nur 7 Monate her und viel Neues habe ich angetroffen. So z.B. im Flughafen Zürich den vollautomatischen Boarding-Karten-Check wie in einem Parkhaus. Man steckt die Karte in den Schlitz und das Drehkreuz öffnet sich. Aber auch die neuen Pass-Kontroll-Maschinen für alle maschinell- und elektronisch lesbaren Pässe. Aber sie haben noch Kinderkrankheiten. Meinen Pass konnten sie nicht erkennen, ich musste zum Polizei-Mann gehen, der mich manuell kontrollierte resp. fragte, wohin ich reisen werde

In Helsinki galt es für mich, die vielgerühmten Vorteile der „FINNAIR-Business-Klasse“ auszukundschaften. Manche buchen diese „Mittel-Luxus“-Klasse nur wegen der Lounge, in der es „gratis“ Champagner und feine Speisen gibt. Als ob man dies mit einem happigen Preis-Aufschlag nicht bereits bezahlt hätte. Ich fand die FINNAIR-Lounch direkt bei den Interkontinentalen Abflug-Gates. Sie war gross, zu gross und unpersönlich. Ich fand nicht den berühmten und gemütlichen Skandinavian-Design vor, sondern eben den FINNAIR-Style mit viel Plastik. Als ich ankam, war sie nur wenig besetzt, aber eine halbe Stunde später voll wie in einem Wartesaal, das Internet bald überlastet, beim Buffet und der Champagner-Bar Warteschlangen luxusgeiler Passagiere, und mein 4er-Tisch zusätzlich mit fremden Passagieren belegt. So entfloh ich dem Trubel bald in Richtung Abflug, wo es nur normale Passagiere hatte.

Die Business-Passagiere nach Bangkok waren vorallem Ausländer. Nur wenige Finnen waren anzutreffen. Mein Nachbar, ein Finne. erklärte mir, dass die Finnen die Norwegische Flug-Gesellschaft bevorzugen, weil in der FINNAIR viel und oft gestreikt wird!

Hinter mir sass ein sog. „Erklär-Passagier“. Es war ein etwa 60-jähriger Schweizer. Wisst ihr, was ein „Erklär-Passagier“ ist? Der hat seinem etwas jüngeren Flugbegleiter ununterbrochen und in voller Lautstärke alles erklärt: „jetzt hebt das Flugzeug ab. Dann sind wir über 200 km/h schnell … hast du gehört, dies war das einklappende Fahrgestell. Es hat hörbar eingerastet. Gut so! …. Sie dort, auch der Captain muss aufs WC. Er hat den Autopiloten eingeschalten. Jetzt fliegt das Flugzeut nach Computer … Merkst Du wie das Flugzeug unruhig fliegt und schüttelt? Wir müssen uns anschnallen. Wir fliegen durch Luftlöcher, echt ohne Luft! In die fällt das Flugzeug kurz hinein …. musst aber keine Angst haben. Die Flügel sind elastisch wie bei einem Vogel.“. Jetzt wisst ihr auch, warum ich um Schweizer im Ausland einen grossen Bogen mache. Viele sind nämlich „Erklär-Schweizer“ oder Lehrer

Die modernen, funktionellen Schlafsitze im Flugzeug waren gewöhnungsbedürftig, aber ich hatte sie schnell im Griff und habe recht gut geschlafen. Man konnte in der Tat fast flach schlafen, aber eben nicht ganz. Leicht ging es trotzdem bergab, so wachte ich mehrmals auf, weil ich doch etwas nach unten rutschte und am Fussende anstand.

Der Flug von Helsinki nach Bangkok war ruhig und ohne grössere Turbulenzen. Er führte über die nördlichere Route via St. Petersburg – Moskau – Delhi – Bangkok und dauerte nur 10 Stunden für die 10’600km, während der Direktflug aus der Schweiz 12’500km lang ist,  11 Stunden dauert und via Schwarzes Meer – Kaspisches Meer – Turkmenistan – Afghanistan nach Bangkok führt. (Bem: Da würden ja die Flugzeuge im Ueberschall fliegen? Nicht ganz, nur mit etwa 900 km/h über Grund. Und darin liegt das Geheimnis)

P1000305-Pat-und-Thi-PICASA-THAI-HIT4-75bpiKurz nach Verlassen des Flugzeuges in Bangkok am Ende des Fingerdocks entdeckte ich überraschenderweise auf einer Tafel meinen Namen und erhielt von zwei Hostessen einen „PREMIUM Immigration Ausweis„, um einen bevorzugten Immigration-Schalter benutzen zu dürfen, den auch die Botschafter und VIP’s benützen. So war ich innert weniger Minuten durch und hatte meinen 3-Monats-Aufenthalts-Stempel.

Erstaunlicherweise rollte bereits das Gepäckband und noch erstaunlicher waren meine beiden Gepäckstücke unter den ersten. Bereits 30 Minuten nach der Landung traf ich Pat beim Meeting-Point. Sie hatte eine Ueberraschung bei sich: Ihre 5-jährige Enkelin Thi, die ich 3 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Sie sollte bis am Sonntag bei uns bleiben,

Wie bereits gewohnt, hat es mich beim Uebergang vom künstlichen Flughafen-Klima in die reale Welt von Thailand überschlagen. Die horrende Feuchtigkeit, denn draussen waren die Strassen noch nass vom nächtlichen Regen des von Vietnam vorbeiziehenden Tropensturms. In Pats-Toyota fuhren wir nach Hua-Hin, wo wir unterwegs von den ersten Regenschauern eingeholt wurden. In Samut Sakhon mussten wir sogar kurz anhalten, denn die Hauptstrasse stand unter Wasser und war an einer Stelle ausgeschwemmt, d.h. für einen Geländewagen kein Problem, aber für den Corolla zu tief. Dennoch, nach 4 Stunden langten wir heil in Hua-Hin in der Soi-94 meinem Haus an, wo wir noch Maleena, die Besitzerin begrüssen konnten, die eben unser Haus auf Vordermann brachte.

Ich bin in der Tat ein glücklicher Mensch. Ich wohne in einem schönen, Hochwasser-sicheren Haus, denn das Oberflächenwasser von den Bergen wird um die Siedlung herumgeleitet. Nur wenige Hundert-Meter südlich stand die Soi-102 samt angrenzenden Häusern etwa 30.50 cm unter Wasser

Aus meinem Bericht dürft ihr jetzt nicht schliessen, ich würde nie mehr FINNAIR fliegen. Nein, ich kann mit dem FINNAIR-Design leben. Es ist ihr Business-Problem und nicht meines. Der Preisunterschied und Service machen den altbackenen  Design wett.

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Mrz 18 2013

15. März 2013: Rückflug in die Schweiz – Neu: 79 kg Gewicht

Jedes Jahr dasselbe Prozedere: Fahrt zum Flughafen Suvarnabhumi

Um 17 Uhr holte mich das Taxi in Hua-Hin ab. Nach etwas mehr als 3 Stunden kam ich auf dem Flugplatz Suvarnabhumi an. Ich war viel zu früh, aber ich mag eben keinen Stress, denn man weiss nie, ob nicht die Zufahrt zum Flughafen gesperrt wird, weil der Kronprinz irgendwohin fliegen möchte.

Bangkok Flughafen Suvarnabhumi: Naga Schlange mit DämonenIch war gespannt, was mich auf dem Bangkoker-Flughafen erwarten wird, denn die „Immigration“ soll neu gestaltet worden sein. Mit meinem Gepäck war ich dieses Jahr wegen meiner malträtierten Schulter  etwas zurückhaltender, nur 25.6 kg plus Gepäcktrolley und obligatem Computer/Fotoapparat-Rucksack.

Bangkok Flughafen SuvarnabhurniDann kam ich zum neu gestalteten Check-Out: Treppe hoch und durch die Gepäckkontrolle, ein paar Mal links und rechts, dann je nach Ticket werde ich von einer Thai in den linken oder rechten Immigrationsbereich gewiesen. Was sich da wohl verbessert hat?

Bangkok Flughafen SuvarnabhurniNun gut, ich war durch und kam wie gewohnt in die Flaniermeile des Flughafens mit den teuren Luxus-Geschäften, und den Restaurants, in denen man für viel Geld recht normale Thai-Küche erhält. Ich genehmigte mit ein Pat Thai mit einem kleinen Chang-Bier und bezahlte dafür sage und schreibe 200 Baht fürs Pat Thai plus 140 Baht für das Chang-Bier. (entsprechend etwa SFr. 11.–)

Mein erstes Mal Schlaftabltetten

Um etwa 00:30 kurz nach Mitternacht, es war nun bereits der 15. März, war dann Take-Off des Airbus 340-600 der Thai Airways. Ich hatte Glück, mein Sitzplatz neben mir blieb leer. So hatte ich mehr Platz für die Nacht. Nach dem Essen nahm ich zwei der blauen Schlafmittel-Pillen, die ich in Hua-Hin gekauft hatte, zu mir und wartete darauf, was nun passieren würde. Vorsorglich hatte ich nach den zwei Biers im Flughafen weitere 2 Biers im Flugzeug getrunken. Müde war ich, aber es kam kein Schlaf. Einzig die Zehen und Beine kribbelten. Immer an einer anderen Stelle. Wer kennt nicht diese blöden Gefühle. Ein Schlafen lassen die nicht zu….. bis ich auf einmal weg war. Im Nachhinein erinnere ich mich, es war auf einmal alles schwarz um mich herum.

In der Tat, ich schlief recht gut bis nach 8 Stunden die Lichter in der Kabine angingen: Tagwache mit anschliessendem Frühstück. Aber auch jetzt klappten meine Augenlieder immer wieder zu und ich schlief mit Unterbrüchen bis zur Landung. Die Wirkung der Schlaftabletten hielt weiterhin an.

Beim Anflug auf den Flughafen sah ich Schnee, nichts als weisse Landschaft. Eine tolle Show für die mitfliegenden Thais und die Inder. Die kamen aus dem Stauen nicht mehr hinaus und fotografierten, was das Zeugs hielt. Derweil ich mich mit einem Faserpelz und einer Regenjacke versorgte, um mich vor der Kälte zu schützen.

Um 06:52 sind wir gelandet. So spät war ich noch nie in Zürich, aber trotzdem sollte die Zeit reichen, um den 08:04 Zug nach Basel zu erreichen, Falls ich kein Fall für den Zoll werden sollte.

Hilfe: Batterie am Handy leer

Aber der Zoll war kein Problem, obwohl mein Koffer-Inhalt diesmal nicht lupenrein war. Ich sah jedoch in meiner Reise- und Sandwich-Kleidung auch nicht schmuggler-typisch aus, zudem versuchte ich durch hinken Sympathie und Bedauern zu erwecken!

Aber dann kam doch noch ein Problem. Die Batterie am Handy war fast leer. Und dieses brauchte ich, denn ich musste dem Renato doch mitteilen, mit welchem Zug und wann ich in Basel ankommen werde. Glücklicherweise hatte ich mein altes Handy noch in Thailand voll aufgeladen. Nun war ich froh darob und musste nur die SIM-Karte auswechseln.

Ausserhalb des Flughafens Zürich auf den paar Metern zur Eisenbahn, es wurde nämlich am Zürchert-Flughafen wieder umgebaut, überkam mich ein Temperaturschock. In Thailand war es ungefähr 32°C heiss, hier in Zürich aber nur um die minus -5°C, beinahe 40 Grad Temperatur-Unterschied. Zudem fühlte sich die Temperatur durch den eisigen Wind noch kälter an.

Eine herzliche Begrüssung in meiner Wohnung

Dank Renato konnte ich direkt vom Basler Bahnhof in sein Auto umsteigen, das mich nach Hause in Binningen brachte. Dort dann die grosse Ueberraschung, wie ich von meinen Nachbarn Rosmarie und Walter mit Brot, Käse, Früchten begrüsst wurde. Ist doch schön, wenn man auf diese Weise willkommen geheissen wird.

Der Sprung auf die Waage: erstmals unter 80 kg

Einer meiner ersten Schritte in meiner Wohnung führte mich auf die Waage. Wie steht es wohl um mein Körpergewicht? Habe ich abgenommen? Die Waage zeigte tatsächlich 79.0 kg!  Zum ersten Mal nach 15 Jahren oder mehr unter 80 kg. Ich habe in der Tat in den vergangenen Thailand-Monaten rund 4-5 kg abgenommen, oder sogar 10 kg in den letzten 2 Jahren. Dies ohne zu hungern, einzig durch Reduktion auf 1 warme Malzeit pro Tag und Verzicht auf Süssigkeiten sprich Cola und aufs regelmässige Bier. Ich bin stolz auf mich!

Fortsetzung meiner Erlebnisse in „Mein Sommer Tagebuch“:

An dieser Stelle beende ich meine diesjänrigen Berichte aus Thailand und berichte ab sofort über meine Erlebnisse des kommenden Sommers in meinem “Sommmer-Tagebuch” , das ähnlich wie dieser Thailand-Blog aufgebaut ist.

 

 

 

 

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