Tag: Polizei

Dez 13 2017

Erlebnisse in Hua Hin: Weihnachtszeit – Polizei-Kontrollen

Diese Plakat steht schon lange nicht mehr neben den Strassen. Es ist abmontiert.

Unter vorgehobener Hand spricht man von der teuren Weihnachtszeit, die jetzt  kommt. Es handelt sich um die 2-3 Wochen im Jahr, in denen die hiesige Polizei kurz ihre Zähne zeigt und durch Verkehrskontrollen ihr Weihnachtsgehalt aufbessert.

Monatelang hat man die Polizisten nur noch bei den morgendlichen und abendlichen Verkehrsregelungen gesehen. Ob sie wohl vom mächtigen Militär abgeschafft wurden? Dies zwar nicht, aber offensichtlich reduziert.

Die Strassen-Verkehrsregeln hält keiner mehr ein. Man fährt nach gesundem Menschenverstand. Die 50er oder 60er-Geschwindigkeits-Beschränkungen innerorts  gelten nur für langsame Fahrzeuge und tagsüber. Ob Rotlicht oder Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen, keiner hält an.  Einen Helm trägt nur der, der etwas für seine eigene Sicherheit tun will. Die meisten tragen keinen Helm mehr. Vorallem die Farangs fühlen sich stark und gegen das Unheil gewappnet. Sie glauben nicht, dass man nur einen Kopf hat. Sie sind von Natur aus beratungs-resistent.

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Dez 02 2015

2. Dez. 2015: Zurück aus Bangkok – Geldbeutel und Kreditkarten weg

Eine gute Woche war ich unterwegs. Am Mittwoch, 25. Nov. startete ich mit dem Flughafenbus von Hua-Hin nach Suvarnabhumi Airport BKK und von dort für 48 Baht mit dem Flughafen-Rail-Link in die Stadt, der Schnellbahn vom Flughafen ins Zentrum von Bangkok, bis zur Endstation Phaya Thai. In unmittelbarer Nähe und zu Fuss erreichbar liegt das Hotel „Best Western Mayfair Suites„, in dem ich mich seit Jahren aufhalte, wenn ich zum Shopping nach Pratunam fahre.

Samstag, 28. Nov./13 Uhr: Chatuchak-Market – Geldbeutel geklaut

Ihr wisst es ja alle. Ich habe ein ungemein spannendes und erfüllendes Leben. Keine Reise ohne irgendeine Ueberraschung. Diesmal bescherte mich mein „Lebens-Manager“ mit etwas aussergewöhnlichem:  Mein Geldbeutel wurde mir nämlich auf dem „Chatuchak-Weekend-Market“ in Bangkok geklaut.

Viele meiner Freunde wurden bereits Opfer solcher Missetäter. Bislang musste ich sie nur bedauern. „Mir würde selbstverständlich so etwas nie passieren“, meinte ich für mich; „denn ich passe doppelt auf“, meinte ich. Sie erzählten mir genau dasselbe, wie es dann auch bei mir geschah: Es entstand ein künstliches Gedränge in einer der kleinen Gassen zwischen den beidseitigen Shops. Vor mit eine dickliche Frau (=eine Gehilfin), die etwas anschaute, aber mitten im Weg stehen blieb. Von hinten drückten andere Leute nach … und in dem Moment muss es passiert sein. Mein Geldbeutel in der seitlichen linken Hosen-Knie-Tasche war weg! Was ich aber erst wenige Minuten später entdeckte, als ich für Pats ausgewählte Stickers bezahlen wollte. „Mein Geldbeutel mit 20’000 Baht (ca. SFr. 550.–) und den Thai- und der Schweizer-Kreditkarten war weg!

Mein Problem: „Passbook“ und „Passport“

Ich war schockiert. Mein Hirn drehte wie wild und schaltete den normalen Verstand aus. Wann habe ich den Geldbeutels das letzte Mal gebraucht? Wo könnte er beim Anprobieren aus der Hose gefallen sein? ….. Tilt (=Ausschaltung beim Flipper-Automaten) …  Ich konnte nicht mehr normal denken, bis Pat mich an der Hand nahm und mich zur Polizei-Station auf dem Chatuckak-Market führte.

Dort angekommen, wurde ich von den anwesenden Beamten und Beamtinnen nett und einfühlsam empfangen. Sie sprachen gut Englisch und sogar ein paar Worte Deutsch. Es galt ein Formular auszufüllen und parallel dazu stellten sie in ihren eigenen Smartphones Verbindungen zur Schweizer UBS und zur Thai Kasikorn Bank her, damit ich die beiden Karten unverzüglich sperren lassen konnte. Glücklicherweise hatte ich Fotos meiner beiden Kreditkarten auf meinem Smartphone (in meinem Archiv „Evernote“) gespeichert und konnte so einfach die Kredit-Kartennummer durchgeben.

Probleme gab es einzig bei der thailändischen Kasikorn-Bank, denn die wollten zur Identifikation meine „Passbook-Nummer“ wissen. Ich verstand aber immer „Passport“ und gab ihnen meine Schweizer Pass-Nummer durch. Damit konnten sie aber nichts anfangen. Es dauerte ewig, bis ich realisierte, dass sie die Bank-Konto-Nummer gemäss „Passbook“ (=Bank-Büchlein) wissen wollten. Aber die hatte ich nicht bei mir resp. ich fand sie im Stress nicht auf meinem Smartphone.

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Die Schweizer Bank UBS anerbot sich am Telefon, mir per Express eine neue Kredit-Karte zuzuschicken. Anders die Thai-Kasikorn-Bank, die wollte das Original-Passbook sehen, bevor sie mir eine neue Karte ausstellen wollte,  und dieses war in Hua-Hin eingeschlossen. „Ein Kopie genüge nicht“, meinten sie!

Der Verlust des Bargeldes von um die SFr. 550.– wäre noch zu verkraften gewesen. Es war eben geschehen. Ich konnte nichts mehr ändern. Schlimmer war, dass ich kein Geld auf mir hatte und keines von der Bank oder einem Geldautomaten holen konnte, denn meine Reserve-Karten waren in Hua-Hin. Ohne Geld kommt man auch nicht zurück nach Hua-Hin. Alleine in Bangkok wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Ich hätte auf der Schweizer-Botschaft um Geld betteln müssen.

Mein Hirn arbeitete immer noch nur mit halber Leistung. Ich überlegte krampfhaft, wie ich zu Geld kommen könnte. Bis Pat mich auf das  nahe liegendste aufmerksam machte: Geld von ihrem Konto!

Bisher war ich der Meinung, dies auch berufsbedingt, dass ich solche ungewöhnliche Stress-Situationen bestens meistern kann. Dies stimmt auch in Situationen mit fremden Leuten, aber nicht bei mir selbst. In meinem Fall habe ich total versagt. Es dauerte Stunden bis ich wieder normal denken und vorallem logisch denken konnte.

Mittwoch, 2. Dez.: Zurück in Hua-Hin

Mein erster Schritt führte mich in die Kasikorn-Bank, um eine neue Kreditkarte zu holen. Wir üblich erhielt ich eine Warte-Nummer, nämlich 805. Und wartete etwa 20 Minuten, bis der Schalter 5 frei wurde. Ich erklärte kurz mein Problem, gab das Passbook und meinen Schweizer Pass ab, durften dann unzählige Papiere und Kopien unterschreiben und erhielt schlussendlich nach insgesamt 1 Stunde gegen eine Gebühr von 250 Baht in bar meine neue Debit-Kreditkarte im Military-Look. Früher war bei der Kasikorn-Bank alles in grün, nun hat scheinbar das Militär auch diese Bank oder den Design der Kreditkarte übernommen. Ein grässlicher Design!  (Kein weiterer Kommentar, denn dies ist in Thailand verboten) Aber ich konnte wieder mein Geld abheben.

Ein paar zweckmässige Tipps in solchen Situationen

  • Es war sehr zweckmässig, dass ich Fotos meiner Kreditkarten im Smartphone hatte. Dadurch konnte ich einfach die Kreditkarten-Nummer durch telefonieren. Auf der Rückseite steht meistens die Notfall-Telefonnummer zur Sperrung der Kreditkarte geschrieben.
  • Nur die Karten mitnehmen, die man jeweilen braucht. Wie froh war ich doch, dass ich nur 2 Kreditkarten bei mir hatte. Niemals einen „bluffigen“ Geldbeutel mit vielen Kreditkarten mitführen. Man kann die anderen Karten an einem sicheren Zweit-Ort im Hotel oder zu Hause bewahren
  • Nur soviel Geld auf sich tragen, das man zum jeweiligen Anlass brauche. Es war ein Unfug von mir, den vor 2 Tagen vom Geldautomaten bezogenen Betrag von um die Fr. 600.– mitzuführen.
  • Falls es dennoch passiert: Sich dem Partner unterordnen. Zur Polizei gehen. Man braucht Hilfe, denn man ist nicht mehr bei Sinnen!
  • Den Original-Pass trage ich wenn immer möglich nicht auf mir, nur eine Kopie davon. Diesen Verlust zu ersetzen ist aufwendig, sehr aufwendig, denn auch das Visum ist weg!
  • Meist vergisst man das Smartphone. Der Verlust des Smartphones kann katastrophale Folgen haben. SIMM-Karte weg, oft gebraucht für e-Banking. Alle Telephon-Nummern und Kontakt-Adressen sind verloren! Ich habe zwar alles via Google auf dem PC gespeichert. Aber die fehlende SIMM-Karte für die Identifikation beim thailändischen eBanking wäre dramatisch.

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Feb 13 2015

13. Feb. 2015: Immigration Office – die Anlaufstelle für Farangs (=Ausländer)

Wegweise am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok

Wegweiser am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok

Mit dem „Immigration Office“ also der Einreisebehörde kommt jeder Thailand-Besucher oder Geschäftsmann in Kontakt. Es beginnt bereits am Flughafen in Bangkok unmittelbar nach dem Aussteigen, nachdem man den nicht enden wollenden Weg via Laufbänder zu einem der 3 Immigration Ausgänge hinter sich gebracht hat. Je nach Tageszeit steht man in einer langen Schlange vor den unzähligen Immigration-Schaltern. Gut beraten ist der, der das Einreiseformular, das ihm im Flugzeug ausgeteilt wurde,  bereits im Flugzeug genau und exakt  ausgefüllt hat. Erbarmungslos werden all die Sünder zurückgeschickt, die sich keine Mühe gaben.

Immigration LabelDer Tourist erhält einen Stempel in den Pass und darf nun 30 Tage in Thailand bleiben. Der Renter, der länger bleibt und sich sein Visum bereits in der Schweiz besorgt hat, bekommt ebenfalls einen Stempel, aber je nach Visum mit längerer Gültigkeit.

Die „Immigration Officers“ sind Respektspersonen mit viel Gold auf ihren Uniformen. Sie sind Teil der Thai-Polizei. Mit ihnen sollte man sich nicht unbedingt anlegen, denn sie sind immer stärker. Anständige Kleidung wird auch angeraten, denn die Thais hassen verlauste Typen in Unterleibchen. Die Thais zeigen ihre Abneigung nicht sichtbar. Sie zeigen es indirekt, indem eine solche Person ein par Stunden warten muss, bis er den Einreise-Stempel erhält.

Immigration Bureaus innerhalb Thailands, z.B. in Hua-Hin

Der durchschnittliche Tourist kommt nun nie mehr in Kontakt mit den Behörden, falls er Thailand innerhalb der zulässigen Frist verlässt. Anders bei Touristen und Residenten mit Visum und längeren Aufenthalten. Diese müssen sich periodisch, meist alle 3 Monate beim Immigration Office melden, um den Aufenthaltsstempel für weitere 3 Monate zu erhalten. Ein solches Office gibt es auch in Hua-Hin.

Ich gehöre nun auch zu denen, die von Zeit zu Zeit zur Immigration müssen. Während ich früher vor Ablauf der 3-Monatsfrist einen Visa-Run ins nahe oder weitere Ausland machen musste, wurde dieses Jahr mein Visum in eine Aufenthaltsgenehmigung von 1 Jahr  umgewandelt. Dazu musste ich beglaubigte Unterlagen liefern, dass ich über genügend Geld resp. Rente verfüge. Nun muss auch ich mich nach spätestens 3 Monaten einen „Verlängerungs-Stempel“ oder vor einer Ausreise ein „Re-Entry-Stempel“ holen, damit ich wieder einreisen darf.

All dies ist kompliziert. Ich habe nun alles bei mir dokumentiert, denn für jeden Bewilligungsschritt resp. Stempel wird ein anderes Formular verlangt, selbstverständlich mit Kopien des Passes, Visum etc.

Heute (13. Feb. 2015) holte ich mir den „Re-Entry- oder Wieder-Einreise Stempel„. Sage und schreibe nur 5 Minuten hat alles gedauert. Ich gebe zu, ich habe auch alles sauber vorbereitet. Ich kann nun innerhalb der Gültigkeitsdauer meines Aufenthaltsvisums einreisen und brauche kein neues Visum aus Basel.

Das Immigration Office von Hua-Hin

Das Immigration Office von Hua-Hin. Der Officer links spricht sehr gut Deutsch

 

Die ersten Farangs stehen bereits vor der offiziellen Oeffnung vor dem Immigration Office. Es sind meistens Aeltere und Rentner. Sie haben Angst, zu spät zu sein. Beim ersten Mal, ich brauchte eine Wohnsitzbestätigung für den Kauf meines Toyota, war ich ebenfalls früh um 9 Uhr dort. Es herrschte ein grosses Gewusel. Viele Farangs mit ihren Gespielinnen und Freundinnen. Die Stühle vor den Schaltern waren alle besetzt. Ich musste lange warten, lange heisst 1-2 Stunden, bis ich bedient wurde und der deutsch sprechende Officer (siehe Bild oben) mir sagte, dass ich ein falsches Formular ausgefüllt hätte.

Beim nächsten Mal ging ich mit meiner Vermieterin Maleena, denn sie musste bestätigen, dass ich in dem Haus wohne. Wir gingen erst gegen 12 Uhr. Die Anlage war wie ausgestorben. Keine Farangs beim Eingang rund um den Kopierautomaten. Ich fragte mich, ob die Immigration geschlossen sei? Als ich in den Schalterraum eintrat, warteten die Beamten auf Arbeit.  In wenigen Minuten hatte ich das gewünschte Dokument.

 

 

 

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