Tag: Polizei

Liebesgrüsse aus Slowenien

Es war ein Schock, als ich Ende Oktober von der Schweizer Post dieses Kuvert per eMail zugeschickt erhielt. Was mochte dies wohl enthalten? fragte ich mich. „Policija“, las ich auf dem Absender! Was habe ich wohl angestellt? Zuerst dachte ich an meine Maut-Vignette, die ich gekauft und vor wenigen Tagen abgekratzt hatte. Ich hatte nicht einmal mehr ein Beweisstück zur Hand!

Nach 3 Tagen wartens, wegen des Wochenendes, erhielt ich von der Schweizer Post  auch  den Inhalt als Scan zugeschickt. Es war eine saftige Geldbusse, denn ich bin scheinbar am 22. Juni 2018 abends um 18:31 bei Bertoki, das ist die Autobahn-Umfahrung zwischen Skofie und Koper, viel zu schnell gefahren.  Anstatt 50 km/h deren 74 km/h, was zu einer Verzeigung führte. Ich kam damals aus der Schweiz zurück, wo ich wegen meiner Augenspritze war. Ich glaube schon, dass ich zu schnell war. Ich war müde und habe nicht aufgepasst.

Ich hatte noch unsäglich Glück, wie ich auf dem Beweis-Radar-Foto sah. Ein paar Meter nach dem Blitz begann eine 40 km/h-Zone.

 22. Juni 2018 Auszug aus dem Bussgeld-Bescheid

Euro 500 betrug die Geldbusse, sowie 5 Strafpunkte in Slowenien. Wie üblich in Slowenien , falls ich die Strafe anerkenne, muss ich nur 250 Europ bezahlen, dies aber innert 60 Tagen, stand auf dem detaillierten Strafbescheid.

Soeben habe ich via eBanking den Betrag von 250 Euro überwiesen und der Polizei einen liebes eMail geschrieben. „Sorry, ich akzeptiere Ihren Bussbescheid.“

 

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Aergernisse in Thailand

Diese Plakate sind alle verschwunden

Ich wollte an dieser Stelle über gewisse Aergernisse in Thailand berichten, bin mir aber nicht sicher, ob öffentliche Kritik erlaubt ist. Ich weiss, dass auf Majestätsbeleidigung mehrjährige Haftstrafen drohen. Ob aber Kritik an Vorschriften des Militärs ebenso bestraft werden? Ich schränke mich deswegen in meiner Formulierung etwas ein.

Man sollte wissen, dass seit 22. Mai 2014 in Thailand eine militärische Diktatur herrscht. Viele oder die meisten Fernseh-Sender stehen unter staatlicher Kontrolle und dürfen keine eigenen Meinungen äussern. Einmal die Woche spricht der oberste Militär und Ministerpräsident zu seinem Volk wie ein „Vater“ und erklärt ihnen während 1 Stunde seine Pläne mit dem Volk und das 1×1 der Benimm-Regeln! Uns Farangs betrifft dies weniger, denn wir verstehen deren Meldungen  sowieso nicht. Wir haben das Glück und können unsere freien Presse-Organe via Internet konsultieren. Die Thais leiden eher darunter,  interpretieren aber die Meldungen auf ihre Art. Eine Unsicherheit bleibt trotzdem bestehen, denn niemand weiss, was erlaubt und was verboten ist.

Es gehen darüber die wildesten Gerüchte um. Eines sagt z.B. dass man als Farang mit Visum nicht mehr mehrere Tage zu einem anderen Ort wechseln darf, ohne sich in der dortigen Immigration melden zu müssen. Dies wäre jedoch nach meiner Meinung das Ende  des Thailand-Tourismus, weshalb ich diesem Gerücht  nicht glaube.

Ein weiteres Beispiel: Gemäss Gesetz müssen Motorrad- und Rollerfahrer einen Helm tragen. Ueber 90% tragen keinen, denn niemand kontrolliert und bestraft dies. Es scheint, dass die Polizei und das Militär nicht am selben Strick ziehen.

Jeden Mittwoch dürfen an allen Stränden Thailands keine Sonnen-Schirme und Liegen vermietet werden

Der Grund? Damit man die Strände reinigen kann !!! Nun sind am Mittwoch die Strände leer. Kein Thai sieht man putzen. Bei diesen Temperaturen ohne Sonnenschutz ist es für Fremde ein unzumutbares Unterfangen. Auch die Getränke-Shops und Küchen an den Stränden sind geschlossen, denn es fehlt an Gästen. Ideal ist diese Situation für Hundebesitzer, die ihre Lieblinge über den Strand hetzen dürfen. Sogar ein Geschäftchen können sie machen, denn dies ist nicht verboten. (soweit ich informiert bin).

Dieser Entscheid ist vergleichbar, wenn in den Wintersportorten in Deutschland, Schweiz oder Oesterreich am Mittwoch keine Skilifte fahren würden!

Unzählige wilde Hund, die auch Menschen attackieren

Apropos Hunde. Diese scheinen geschützt zu sein, denn es werden von Jahr zu Jahr mehr. Unzählige wilde, ausgesetzte oder zum Teil bösartige Hunde bevölkern Thailand. Viele sind Tollwut angesteckt. Manche attackieren Fussgänger, Rad- oder Motorradfahrer.  Vor wenigen Tagen ist Jens, einer unserer Hua Hin Roadies auf dem Rennrad von einem Hund attackiert und gebissen worden.

Hunde sind auch für mich ein grosses Aergernis. Man ist sich nie sicher vor ihnen. Deshalb tragen viele Einheimische und Touristen immer einnen Stecken bei sich, wenn sie joggen, walken oder einfach nur spazieren gehen. Es ist in der Tat in Thailand gefährlich auf Thailands grossen und kleineren Strassen. Bei einem Hundebiss aber auch Katzenbiss sollte man sich unbedingt ins nächste Spital begeben, um die Wunde zu reinigen und sich gegen Tollwut impfen zu lassen.

Vor dem Gesetz ist immer der Fremde schuld!

So lieb die Thais auch sind, bei einem Verkehrs-Unfall und wenn es ums bezahlen geht, ist immer der Fremde schuld.  Dasselbe gilt bei polizeilichen Verkehrkontrollen. Während die Thais ohne kontrolliert zu werden, weiterfahren dürfen, werden die Fremden überprüft und gebüsst (denn sie haben genügend Geld). Gründe für Bussen sind Gesetze, die die Thais nicht einhalten, aber bei den Farangs kontrolliert werden: Helmtragepflicht (90% der Thais tragen keinen Helm auf dem Roller), Internationaler Fahrzeugsausweis und Versicherungs-Pickerl (die meisten Thais haben keine Versicherung).

Alkohol-Verkaufsverbot

In den Lebensmittelmärkten wie Tesco, 7eleven dürfen nur zwischen 11 und 14 Uhr, sowie zwischen 17 und 24 Uhr alkoholische Getränke an Erwachsene über 21 Jahren verkauft werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht für den Grosshandel wie z.B. Macro und die Getränke-Händler. Bei denen  kann man den ganzen Tag ganze Kartons und 24-er Packungen kaufen.

Trotz all der Aergernisse: Thailand ist immer eine Reise wert

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Erlebnisse in Hua Hin: Weihnachtszeit – Polizei-Kontrollen

Diese Plakat steht schon lange nicht mehr neben den Strassen. Es ist abmontiert.

Unter vorgehobener Hand spricht man von der teuren Weihnachtszeit, die jetzt  kommt. Es handelt sich um die 2-3 Wochen im Jahr, in denen die hiesige Polizei kurz ihre Zähne zeigt und durch Verkehrskontrollen ihr Weihnachtsgehalt aufbessert.

Monatelang hat man die Polizisten nur noch bei den morgendlichen und abendlichen Verkehrsregelungen gesehen. Ob sie wohl vom mächtigen Militär abgeschafft wurden? Dies zwar nicht, aber offensichtlich reduziert.

Die Strassen-Verkehrsregeln hält keiner mehr ein. Man fährt nach gesundem Menschenverstand. Die 50er oder 60er-Geschwindigkeits-Beschränkungen innerorts  gelten nur für langsame Fahrzeuge und tagsüber. Ob Rotlicht oder Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen, keiner hält an.  Einen Helm trägt nur der, der etwas für seine eigene Sicherheit tun will. Die meisten tragen keinen Helm mehr. Vorallem die Farangs fühlen sich stark und gegen das Unheil gewappnet. Sie glauben nicht, dass man nur einen Kopf hat. Sie sind von Natur aus beratungs-resistent.

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2. Dez. 2015: Zurück aus Bangkok – Geldbeutel und Kreditkarten weg

Eine gute Woche war ich unterwegs. Am Mittwoch, 25. Nov. startete ich mit dem Flughafenbus von Hua-Hin nach Suvarnabhumi Airport BKK und von dort für 48 Baht mit dem Flughafen-Rail-Link in die Stadt, der Schnellbahn vom Flughafen ins Zentrum von Bangkok, bis zur Endstation Phaya Thai. In unmittelbarer Nähe und zu Fuss erreichbar liegt das Hotel „Best Western Mayfair Suites„, in dem ich mich seit Jahren aufhalte, wenn ich zum Shopping nach Pratunam fahre.

Samstag, 28. Nov./13 Uhr: Chatuchak-Market – Geldbeutel geklaut

Ihr wisst es ja alle. Ich habe ein ungemein spannendes und erfüllendes Leben. Keine Reise ohne irgendeine Ueberraschung. Diesmal bescherte mich mein „Lebens-Manager“ mit etwas aussergewöhnlichem:  Mein Geldbeutel wurde mir nämlich auf dem „Chatuchak-Weekend-Market“ in Bangkok geklaut.

Viele meiner Freunde wurden bereits Opfer solcher Missetäter. Bislang musste ich sie nur bedauern. „Mir würde selbstverständlich so etwas nie passieren“, meinte ich für mich; „denn ich passe doppelt auf“, meinte ich. Sie erzählten mir genau dasselbe, wie es dann auch bei mir geschah: Es entstand ein künstliches Gedränge in einer der kleinen Gassen zwischen den beidseitigen Shops. Vor mit eine dickliche Frau (=eine Gehilfin), die etwas anschaute, aber mitten im Weg stehen blieb. Von hinten drückten andere Leute nach … und in dem Moment muss es passiert sein. Mein Geldbeutel in der seitlichen linken Hosen-Knie-Tasche war weg! Was ich aber erst wenige Minuten später entdeckte, als ich für Pats ausgewählte Stickers bezahlen wollte. „Mein Geldbeutel mit 20’000 Baht (ca. SFr. 550.–) und den Thai- und der Schweizer-Kreditkarten war weg!

Mein Problem: „Passbook“ und „Passport“

Ich war schockiert. Mein Hirn drehte wie wild und schaltete den normalen Verstand aus. Wann habe ich den Geldbeutels das letzte Mal gebraucht? Wo könnte er beim Anprobieren aus der Hose gefallen sein? ….. Tilt (=Ausschaltung beim Flipper-Automaten) …  Ich konnte nicht mehr normal denken, bis Pat mich an der Hand nahm und mich zur Polizei-Station auf dem Chatuckak-Market führte.

Dort angekommen, wurde ich von den anwesenden Beamten und Beamtinnen nett und einfühlsam empfangen. Sie sprachen gut Englisch und sogar ein paar Worte Deutsch. Es galt ein Formular auszufüllen und parallel dazu stellten sie in ihren eigenen Smartphones Verbindungen zur Schweizer UBS und zur Thai Kasikorn Bank her, damit ich die beiden Karten unverzüglich sperren lassen konnte. Glücklicherweise hatte ich Fotos meiner beiden Kreditkarten auf meinem Smartphone (in meinem Archiv „Evernote“) gespeichert und konnte so einfach die Kredit-Kartennummer durchgeben.

Probleme gab es einzig bei der thailändischen Kasikorn-Bank, denn die wollten zur Identifikation meine „Passbook-Nummer“ wissen. Ich verstand aber immer „Passport“ und gab ihnen meine Schweizer Pass-Nummer durch. Damit konnten sie aber nichts anfangen. Es dauerte ewig, bis ich realisierte, dass sie die Bank-Konto-Nummer gemäss „Passbook“ (=Bank-Büchlein) wissen wollten. Aber die hatte ich nicht bei mir resp. ich fand sie im Stress nicht auf meinem Smartphone.

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Die Schweizer Bank UBS anerbot sich am Telefon, mir per Express eine neue Kredit-Karte zuzuschicken. Anders die Thai-Kasikorn-Bank, die wollte das Original-Passbook sehen, bevor sie mir eine neue Karte ausstellen wollte,  und dieses war in Hua-Hin eingeschlossen. „Ein Kopie genüge nicht“, meinten sie!

Der Verlust des Bargeldes von um die SFr. 550.– wäre noch zu verkraften gewesen. Es war eben geschehen. Ich konnte nichts mehr ändern. Schlimmer war, dass ich kein Geld auf mir hatte und keines von der Bank oder einem Geldautomaten holen konnte, denn meine Reserve-Karten waren in Hua-Hin. Ohne Geld kommt man auch nicht zurück nach Hua-Hin. Alleine in Bangkok wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Ich hätte auf der Schweizer-Botschaft um Geld betteln müssen.

Mein Hirn arbeitete immer noch nur mit halber Leistung. Ich überlegte krampfhaft, wie ich zu Geld kommen könnte. Bis Pat mich auf das  nahe liegendste aufmerksam machte: Geld von ihrem Konto!

Bisher war ich der Meinung, dies auch berufsbedingt, dass ich solche ungewöhnliche Stress-Situationen bestens meistern kann. Dies stimmt auch in Situationen mit fremden Leuten, aber nicht bei mir selbst. In meinem Fall habe ich total versagt. Es dauerte Stunden bis ich wieder normal denken und vorallem logisch denken konnte.

Mittwoch, 2. Dez.: Zurück in Hua-Hin

Mein erster Schritt führte mich in die Kasikorn-Bank, um eine neue Kreditkarte zu holen. Wir üblich erhielt ich eine Warte-Nummer, nämlich 805. Und wartete etwa 20 Minuten, bis der Schalter 5 frei wurde. Ich erklärte kurz mein Problem, gab das Passbook und meinen Schweizer Pass ab, durften dann unzählige Papiere und Kopien unterschreiben und erhielt schlussendlich nach insgesamt 1 Stunde gegen eine Gebühr von 250 Baht in bar meine neue Debit-Kreditkarte im Military-Look. Früher war bei der Kasikorn-Bank alles in grün, nun hat scheinbar das Militär auch diese Bank oder den Design der Kreditkarte übernommen. Ein grässlicher Design!  (Kein weiterer Kommentar, denn dies ist in Thailand verboten) Aber ich konnte wieder mein Geld abheben.

Ein paar zweckmässige Tipps in solchen Situationen

  • Es war sehr zweckmässig, dass ich Fotos meiner Kreditkarten im Smartphone hatte. Dadurch konnte ich einfach die Kreditkarten-Nummer durch telefonieren. Auf der Rückseite steht meistens die Notfall-Telefonnummer zur Sperrung der Kreditkarte geschrieben.
  • Nur die Karten mitnehmen, die man jeweilen braucht. Wie froh war ich doch, dass ich nur 2 Kreditkarten bei mir hatte. Niemals einen „bluffigen“ Geldbeutel mit vielen Kreditkarten mitführen. Man kann die anderen Karten an einem sicheren Zweit-Ort im Hotel oder zu Hause bewahren
  • Nur soviel Geld auf sich tragen, das man zum jeweiligen Anlass brauche. Es war ein Unfug von mir, den vor 2 Tagen vom Geldautomaten bezogenen Betrag von um die Fr. 600.– mitzuführen.
  • Falls es dennoch passiert: Sich dem Partner unterordnen. Zur Polizei gehen. Man braucht Hilfe, denn man ist nicht mehr bei Sinnen!
  • Den Original-Pass trage ich wenn immer möglich nicht auf mir, nur eine Kopie davon. Diesen Verlust zu ersetzen ist aufwendig, sehr aufwendig, denn auch das Visum ist weg!
  • Meist vergisst man das Smartphone. Der Verlust des Smartphones kann katastrophale Folgen haben. SIMM-Karte weg, oft gebraucht für e-Banking. Alle Telephon-Nummern und Kontakt-Adressen sind verloren! Ich habe zwar alles via Google auf dem PC gespeichert. Aber die fehlende SIMM-Karte für die Identifikation beim thailändischen eBanking wäre dramatisch.

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13. Feb. 2015: Immigration Office – die Anlaufstelle für Farangs (=Ausländer)

Wegweise am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok

Wegweiser am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok

Mit dem „Immigration Office“ also der Einreisebehörde kommt jeder Thailand-Besucher oder Geschäftsmann in Kontakt. Es beginnt bereits am Flughafen in Bangkok unmittelbar nach dem Aussteigen, nachdem man den nicht enden wollenden Weg via Laufbänder zu einem der 3 Immigration Ausgänge hinter sich gebracht hat. Je nach Tageszeit steht man in einer langen Schlange vor den unzähligen Immigration-Schaltern. Gut beraten ist der, der das Einreiseformular, das ihm im Flugzeug ausgeteilt wurde,  bereits im Flugzeug genau und exakt  ausgefüllt hat. Erbarmungslos werden all die Sünder zurückgeschickt, die sich keine Mühe gaben.

Immigration LabelDer Tourist erhält einen Stempel in den Pass und darf nun 30 Tage in Thailand bleiben. Der Renter, der länger bleibt und sich sein Visum bereits in der Schweiz besorgt hat, bekommt ebenfalls einen Stempel, aber je nach Visum mit längerer Gültigkeit.

Die „Immigration Officers“ sind Respektspersonen mit viel Gold auf ihren Uniformen. Sie sind Teil der Thai-Polizei. Mit ihnen sollte man sich nicht unbedingt anlegen, denn sie sind immer stärker. Anständige Kleidung wird auch angeraten, denn die Thais hassen verlauste Typen in Unterleibchen. Die Thais zeigen ihre Abneigung nicht sichtbar. Sie zeigen es indirekt, indem eine solche Person ein par Stunden warten muss, bis er den Einreise-Stempel erhält.

Immigration Bureaus innerhalb Thailands, z.B. in Hua-Hin

Der durchschnittliche Tourist kommt nun nie mehr in Kontakt mit den Behörden, falls er Thailand innerhalb der zulässigen Frist verlässt. Anders bei Touristen und Residenten mit Visum und längeren Aufenthalten. Diese müssen sich periodisch, meist alle 3 Monate beim Immigration Office melden, um den Aufenthaltsstempel für weitere 3 Monate zu erhalten. Ein solches Office gibt es auch in Hua-Hin.

Ich gehöre nun auch zu denen, die von Zeit zu Zeit zur Immigration müssen. Während ich früher vor Ablauf der 3-Monatsfrist einen Visa-Run ins nahe oder weitere Ausland machen musste, wurde dieses Jahr mein Visum in eine Aufenthaltsgenehmigung von 1 Jahr  umgewandelt. Dazu musste ich beglaubigte Unterlagen liefern, dass ich über genügend Geld resp. Rente verfüge. Nun muss auch ich mich nach spätestens 3 Monaten einen „Verlängerungs-Stempel“ oder vor einer Ausreise ein „Re-Entry-Stempel“ holen, damit ich wieder einreisen darf.

All dies ist kompliziert. Ich habe nun alles bei mir dokumentiert, denn für jeden Bewilligungsschritt resp. Stempel wird ein anderes Formular verlangt, selbstverständlich mit Kopien des Passes, Visum etc.

Heute (13. Feb. 2015) holte ich mir den „Re-Entry- oder Wieder-Einreise Stempel„. Sage und schreibe nur 5 Minuten hat alles gedauert. Ich gebe zu, ich habe auch alles sauber vorbereitet. Ich kann nun innerhalb der Gültigkeitsdauer meines Aufenthaltsvisums einreisen und brauche kein neues Visum aus Basel.

Das Immigration Office von Hua-Hin

Das Immigration Office von Hua-Hin. Der Officer links spricht sehr gut Deutsch

 

Die ersten Farangs stehen bereits vor der offiziellen Oeffnung vor dem Immigration Office. Es sind meistens Aeltere und Rentner. Sie haben Angst, zu spät zu sein. Beim ersten Mal, ich brauchte eine Wohnsitzbestätigung für den Kauf meines Toyota, war ich ebenfalls früh um 9 Uhr dort. Es herrschte ein grosses Gewusel. Viele Farangs mit ihren Gespielinnen und Freundinnen. Die Stühle vor den Schaltern waren alle besetzt. Ich musste lange warten, lange heisst 1-2 Stunden, bis ich bedient wurde und der deutsch sprechende Officer (siehe Bild oben) mir sagte, dass ich ein falsches Formular ausgefüllt hätte.

Beim nächsten Mal ging ich mit meiner Vermieterin Maleena, denn sie musste bestätigen, dass ich in dem Haus wohne. Wir gingen erst gegen 12 Uhr. Die Anlage war wie ausgestorben. Keine Farangs beim Eingang rund um den Kopierautomaten. Ich fragte mich, ob die Immigration geschlossen sei? Als ich in den Schalterraum eintrat, warteten die Beamten auf Arbeit.  In wenigen Minuten hatte ich das gewünschte Dokument.

 

 

 

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