Schlagwort-Archiv: Politik

Nov 28 2016

Zum Aerger der deutschen Politiker: Das Schweizer Volk hat Weitblick bewiesen

Wir Schweizer sind nicht so blöd, wie es deutsche Politiker uns in Talkshows weismachen wollen! Vielleicht sind wir sogar weitsichtiger als die Stars aus der CDU/CSU und SPD

Immer wieder versuchen Deutsche Politiker dem Volk die Weisheit und das Fachwissen abzusprechen, schwierige Entscheide an einer Abstimmung zu fällen. Ich behaupte schon lange, denen geht es mit dieser Meinungsmache nur um den Erhalt ihrer gutbezahlten Pfründe. Es tönt auch besser, wenn man den anderen weismachen kann, dass man intelligenter ist.

Das Schweizer Volk will keinen sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie

abstimmungAn vergangenen Wochenende hat das Schweizer Volk einmal mehr sein Fachwissen und seine Weitsicht bestätigt, indem sie in einer Volksabstimmung der Atom-Ausstiegsinitiative der Grünen eine vernichtende Niederlage bereitete.

Einer der Gründe für diese klare Meinung war bestimmt, dass das Volk den Grünen nicht abnahm, dass sie in nur 2-3 Jahren die umweltfreundlicheren Alternativ-Energien auf einen 30% Anteil an der Schweizerischen Elektro-Energieversorgung ausbauen können, nachdem sie mehr als 10 Jahre benötigten, um diesen auf einen Anteil von 3% zu bringen!

Die Grünen haben ihr Gesicht endgültig verloren, weil sie eher in Kauf nahmen, schmutzige Gas- und Kohle-Energie im Ausland einzukaufen, als realistischere Ausstiegsszenarien vorzulegen. Sie wollten nämlich unsere Atommeiler innert weniger Jahre stilllegen, die ersten beiden bereits in 1 Jahr!

Ich verfolge ähnliche Entscheide in Deutschland mit schmunzeln und entdecke, dass sich das vermeintliche Musterland der Ausstiegsländer frischfröhlich mit ausländischer Atomenergie und Energie aus einheimischen Kohle- und Gas-Dreckschleudern eindeckt !!!!!

Einmal mehr hat das Schweizer Volk besser entschieden, als die hochbezahlten Deutschen Berufspolitiker. Nach dem heutigen Abstimmungs-Wochenende haben die Schweizer klar bekundet, dass man den Ausstieg aus der Atomenergie nicht in wenigen Jahren schaffen kann. Damit haben sie den Grünen, den Totengräbern der Schweizer Industrie, eine vernichtende Abfuhr erteilt. Wie soll man innert 2 Jahren etwas erreichen, was man in den vergangenen 10 Jahren nicht erreicht hat, nämlich den Anteil von Alternativen Energien von 3% auf über 30% zu erhöhen

Das was die Deutschen Politiker auch heute noch propagieren, ist Populismus und Betrug an der eigenen Bevölkerung: Sie importieren Atomenergie aus dem Ausland und produzieren Strom für die „sauberen“ E-Autos mit schmutzigen Kohle-Kraftwerken, um ihre Versprechungen zu erfüllen.

Warum wohl hat die AfD solchen Zuspruch gewonnen? Weil das Deutsche Volk weder die CDU/CSU noch die SPD wählen kann. Ich würde der FDP mein Vertrauen aussprechen.

Merkel for ever – Katastrophe für Europa

Ich schweife kurz vom Thema ab, da in diesen Tagen die bisherige Kanzlerin Angela Merkel bekannt gegeben hat, für eine weitere Periode zu kandidieren. Ob dies wohl gut gehen wird?

Merkel hat in ihrer bisherigen Kanzlerschaft manche schwerwiegende Fehlentscheide auf dem Gewissen. Dazu gelten nicht nur die Flüchtlingsfrage und die brüderliche Zusammenarbeit mit der Türkei-Diktatur. Sie hat es auch zu verantworten, dass es Deutschland wirtschaftlich zwar gut geht, aber auf Kosten der übrigen EU-Länder. In den nächsten Jahren werden nicht nur England aus der EU aussteigen, sowie Griechenland, Spanien und Portugal dahinserbeln.  Italien und später dann auch Frankreich werden die EU und wahrscheinlich auch den Euro endgültig zu Boden reissen, weil beide Länder innert Kürze zahlungsunfähig sein werden. Merkel wird als Totengräberin Europas in die Geschichte eingehen. Auf Deutschland werden schwere Zeiten zukommen, nicht nur wegen der fehlenden Renten!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/11/28/zum-aerger-der-deutschen-politiker-das-schweizer-volk-hat-weitblick-bewiesen/

Nov 13 2016

13. Nov. 2016: Langboot-Rennen auf dem Khao Tao Lake

Genau vor 1 Monat am 13. Oktober ist der thailändische König Bhumibol verstorben. Vielleicht zu seinen Ehren, wohl eher, weil es bereits organisiert war, fand auf dem Khao Tao Lake unweit von Hua-Hin eines der grössten Langboot-Regattas in Thailand statt. Es sollen über 100 Boote teilgenommen haben. Es wurden sogar 2 der goldenen Boote aus der königlichen Flotte delegiert. Jedoch der Platz des Königs auf dem Königsboot blieb unbesetzt.

Königsbarken

Vorne das Boot mit dem buddhistischen Schrein und dahinter das mit dem Sitz für den König

Ueber diesen Anlass habe ich einen mit vielen Fotos dokumentierten Bericht geschrieben. Durch Anklicken auf das nachstehende Bild gelangst Du zum lesenswerten Bericht:

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/11/13/13-nov-langboot-rennen-auf-dem-khao-tao-lake/

Nov 09 2016

Die Demokratie hat ein grosses Problem: Gedanken über EU, Euro, SVP, Islam, USA

Das Volk hat die Regierung, die es verdient

Dies gilt für die Amerikaner, aber auch für Deutschland, das in meinen Augen bitter enttäuscht! Deutschland wird besonders aufpassen müssen, damit es zu keiner bösen Ueberraschung in 1 resp. 5 Jahren kommen wird. AfD oder Rot-Rot-Grün wäre doch nicht die beste Werbung für einen Industriestaat?

Das Wahlvolk weltweit ist unzufrieden mit der herrschenden Kaste. Die Politiker lassen sich zwar mit goldenen Versprechungen und den unseriösesten Lügen wählen, votieren dann im Parlament jedoch ganz anders. Das Volk fühlt sich verarscht und wählt populistische und alternative Gruppierungen. Die Demokratie hat ein grosses Problem!

America hat gewählt: „a fucking nightmare“

15032150_1330837416934954_4531236362836059855_nDerart verrückt, aufwühlend und abstoßend wie dieser US-Wahlkampf war wohl noch keiner zuvor. Mehr als ein Jahr lang wurde gestritten, gehasst, gefeiert, geredet, gelogen und gekämpft. Der Populist Trump ist ein Lügner, Blender, Gauner und hat nur über vermeintliche Probleme der USA gesprochen und dabei die tiefsten emotionalen Sinne geweckt. Realistische Lösungen hat er keine angeboten. Dies kommt mir irgendwie bekannt vor. Nicht nur in Holland, Deutschland und Oesterreich existiert eine solche Partei, die Probleme identifiziert und nötigenfalls auch schafft, aber keine machbaren Lösungen anbietet.

Volksfremde Politik in der EU

Orban in Ungarn hat damit begonnen. Das Brexit war ein erstes Signal. In den Wahlen der USA haben wir es jetzt wieder erlebt. Die Oesterreicher werden folgen mit „Hofer for President. Wahrscheinlich folgt dann auch Frankreich mit „ Le Pen„. Ob die AfD nicht auch die 20-30% Marke überspringen wird?

Es ist doch unglaublich, mit welchen Lügen Boris Johnson und Nigel Farage das britische Volk belogen haben … und am Tag nach der Wahl zurückgetreten und ihre Lügen zugegeben haben. Ich verstehe nicht, warum solche Typen nicht ins Gefängnis gesteckt werden.

Die Europäische Bevölkerung wird die volksfremden Entscheide der Politiker nicht mehr akzeptieren. Die Wähler werden aufstehen gegen die herrschende Kaste. Dadurch gewinnen die populistischen Parteien an Oberwasser, denn die Wähler haben keine anderen Alternativen mehr. Sie haben keinen Einfluss auf die Entscheide der Politiker. Und das Schlimmste ist, dass die Politiker ihren Wählern die Fähigkeit absprechen, in solch politischen Fragestellungen das notwendige Fachwissen aufzubringen und zu entscheiden (Aussage in einer der letzten „Hart aber Fair-Talkshow“)

Ich habe mir schon manche Bundestagsdebatte über den Sender Phönix angeschaut. Ueberzeugend waren die Berufspolitiker gar nicht! Zum Teil argumentierten sie dilettantisch. Einer wollte sogar verbieten, dass man über Internet kriegsverherrlichende Spiele herunterladen kann. Er ist nun Finanzminister. Dies ist für mich auch keine Ueberraschung, denn die wenigsten haben je in der Privat-Wirtschaft gearbeitet. Die meisten sind reine Theoretiker oder Fachidioten.

Das Volk kann zwar die Politiker in ihr Amt wählen, aber diese vertreten die Meinungen des Volks in den wenigsten Fällen. So wünschten über 70% der Deutschen Bevölkerung eine erleichterte Sterbehilfe. Ein leicht verständliches Thema. Die christlichen Parteien schmetterten mit Unterstützung der katholischen und reformierten Kirche dieses Bedürfnis ab. Das Volk stand blöd und hilflos  da.

Lang, lang ist es her

Ich war noch nicht auf der Welt, habe aber eben noch die letzten Zuckungen erlebt. Es war einmal eine Zeit, da waren die damaligen Parteien auch nicht regierungsfähig. Arbeitslosigkeit und ein verlorener Krieg beschäftigten die deutsche Bevölkerung. Da kam ein Heilsbringer, der damalige Gauland, Höcke oder Bachmann, wie sie heute heissen würden. Und ein überwiegender Teil der deutschen Bevölkerung jubelte ihm zu.

Zur Zeit sind wir in einer ähnlichen Situation. Da wählen Unzufriedene die AfD und andere rechtsnationale Populisten. Auch der Gröfaz (grösster Führer aller Zeiten) hatte bei 10 und 20% begonnen. Das erschreckende ist, dass viele der AfD-Wähler nur den etablierten Parteien eine auswischen wollen. Man ist unzufrieden, weil die Herrschenden nicht die Wünsche des Volkes respektieren. „Mutti“ kriecht lieber in den Freund Erdogan. Ja, braun könnte passen.

Ich komme aus der Schweiz und wüsste im Moment beim besten Willen nicht, welcher deutschen Partei ich meine Stimme geben würde. Am ehesten wohl der FDP.

Die schweizerische SVP wird braun und brauner, hässlich und hässlicher

Wir in der Schweiz stehen noch ein wenig besser da. Wir haben noch reale Parteien wie die SP, die FDP und sogar die Grünen. Wir haben den weiteren grossen Vorteil, das Schweizer-Volk kann jeden Entscheid der herrschenden Schicht abändern.

Einzig die SVP haben die Trump-Wahl und seine Lügen als akzeptable politische Methode befürwortet. Sie haben sich damit als Lügen-Partei geoutet und etabliert. Noch an der Arena vom 4. November hat deren SVP-Uebervater und -Chefstratege Christoph Blocher behauptet, sein SVP-Vorstandsmitglied Oscar Freysinger trete nicht an der rechtspopulistischen Veranstaltung des Pegida-Mitbegründers Lutz Bachmann in Deutschland auf. Dieser tat es jedoch und hielt eine vielbejubelte Rede über das Thema „Meinungsfreiheit“ vor den Rechtsradikalen. Die Braunen Europas vereinigen sich!

Ueberhaupt war die Vorstellung von Christoph Blocher an der Arena nicht berauschend. Er behauptete doch x-Mal, er kennen den AfDler Alexander Gauland nicht und habe von ihm noch nie gehört. In der Tat scheint Blocher als Besitzer mehrerer Tageszeitungen vieles zu verbergen. Er lügt! … und dies gehört zu seiner politischer Methode! Dies macht auch mir Angst!

Ich bin mir bewusst, dass ich mit diesen Zeilen wiederum mit hässlichen Attacken der SVP-Anhänger rechnen muss, wie letztes Mal, als ich mich über Christoph Mörgeli äusserte. Meinungsfreiheit ist nämlich für die SVP-Anhänger ein Tabu-Thema. In ihren Mails und Hass-Kommentaren an mich galten damals nur Ihre Meinung, im Stile: „Bei Hitler hätte man Dich vergast“ (Zitat). Bereits damals outete sich die SVP, als militante und vor Krawall und Zerstörung nicht Halt machende Organisation.

Islamische Gefahr, auch in der Schweiz?

Wenn ich mich schon auf Hass einlasse, dann liegt mir auch das nachfolgende Thema auf der Zunge. Ich bin mir zwar unschlüssig, ob in der Schweiz eine islamische Gefahr herrscht? Ich befürchte ja, denn es ist doch eigenartig, dass die schweizerischen islamischen Organisationen nichts, aber auch gar nicht gegen islamische Hassprediger unternehmen, die in ihrem Einflussbereich wirken. Es ist unerfreulich und entlarvend, dass diese Organisationen solche Typen in ihren Moscheen und für den Kampf gegen die Ungläubigen wirken lassen.

Sorry, wenn man dies unterstützt oder sich nicht dagegen wehrt, dann ist man mitschuldig und hat kein Anrecht, die Schweizer Gastfreundschaft zu geniessen. Ich muss leider gestehen, viele islamische Gemeinden und Organisationen der Schweiz wie die derAn-Nur-Moschee“ in Winterthur  haben meinen Goodwill verspielt.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/11/09/die-demokratie-hat-ein-grosses-problem-gedanken-ueber-eu-euro-svp-islam-usa/

Mrz 09 2016

Neue Zweck- und Panik-Bündnisse in Europa !

eu-diktatur1Man sucht sich die Freunde aus, die man verdient

Was doch die Flüchtlingskrise alles zustande bringt. Anstatt gemeinsam das Problem zu lösen, bilden die EU-Nationen neue hirnwütige Bündnisse.

  • Deutschland geht mit Griechenland und der Türkei zusammen.
  • Oesterreich mit den Armenhäusern Polen, Ungarn, Tschechien/Slovakei, Bulgarien, Slowenien und Kroatien…..
  • und die ehemalige Grand Nation Frankreich geht als zukünftig grösster Schuldner zusammen mit Italien, Spanien Portugal

Gibt es nicht eine Lebensweisheit: „Schau Dir die Freunde einer jeweiligen Person resp. Landes an, dann weisst, woran Du bist !“ oder eine andere: „Man sucht sich die Freunde aus, die man verdient !

Da kann ich nur sagen: Rettet sich wer kann! oder bestätigen, dass über 90% der Schweizer von der jetzigen EU nichts mehr wissen wollen. Auch ich nicht, der doch ursprünglich so viel von Europa hielt!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/03/09/neue-zweck-und-panik-buendnisse-in-europa/

Jan 09 2016

Ein „Shitstorm“ wütete über mein „Sommer-Tagebuch“

Wenn diese Chaoten gewusst hätten, dass ich der FDP nahestehe und manche Gedanken der SVP unterstütze, dann hätte sie mich nicht „Linke Sau, Sau-Türke und Jugo“ genannt und mich auch nicht wie im Dritten Reich vergasen wollen!

Ein „Shitstorm“ ist eine Art „Mobbing“ via Internet

Seit Mitte Dezember haben mich eine Handvoll schwachsinniger SVP-Chaoten mit bösartigen, hasserfüllten Kommentaren und Drohungen wegen eines Beitrages, den ich im Sept. 2012 mit dem Titel »Der Fall „Christoph Mörgeli“ oder „Alle gegen die SVP“« veröffentlichte, überschwemmt und sogar versucht den Zutritt zu meinem Sommer-Tagebuch zu erhacken. Glücklicherweise haben meine Gegenmassnahmen gegriffen und ich kam nicht zu Schaden.

Trotzdem habe ich bei der Basler Staatsanwaltschaft Anzeige gegen die Verfasser der Kommentare und die Hacker meines Sommer-Tagebuches wegen Nötigung erhoben. Anhand der hinterlassenen IP-Adressen sind die Verfasser eruierbar.

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Die SVP hat oder hatte hervorragende, erfolgreiche Mitglieder und Parlamentarier. Wenn ich nur an den Peter Spuhler (Eigentümer der Stadler Rail) oder den Walter Frey der Emil Frey AG denke. Die beiden spielten in einer eigenen SVP-Liga, haben sich jedoch, warum auch immer, aus der Politik zurückgezogen. Uebrig geblieben sind …. (meine eigene Zensur gebietet mir HALT). Deshalb stehe ich auch dem höheren Niveau der FDP viel näher!

Christoph Mörgeli, seines Zeichens Vordenker dieser populistischen, rechten Partei SVP liegt nicht auf meiner Linie. ich mag diese Person in seiner Art, seiner Ausdrucksweise und seiner Rechthaberei nicht. Ich mag aber auch seine Partei nicht, denn sie schürt bewusst rechtsradikales Gedankengut und missbraucht mit ihren emotionalen Schlagworten einfache Bürger.

Dies ist meine ganz persönliche Einstellung und Meinung, und eine solche ist in der Schweiz (noch) erlaubt. Jeder darf dagegen sein und dies auch kund tun.

Was mir jedoch zu denken gibt und mich alarmiert, ist die Art und Weise, wie Fans und Mitläufer „ihren verehrten Herr Mörgeli„, Wortlaut aus ihren Kommentaren, verteidigen und dessen Gegner versuchen zu zerstören und mundtot zu machen. Irgendwie erinnert mich diese Mentalität und Wortwahl stark an eine Zeit im letzten Jahrhundert, die ich glaubte vorbei zu sein. Hat denn die Welt noch nichts gelernt? Oder sind diese Typen einfach zu blöd?

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/01/09/ein-shitstorm-wuetete-ueber-mein-sommer-tagebuch/

Mrz 11 2014

11. März 2014: Rückblick auf 5 Monate in Thailand

Um es vorweg zu nehmen, ich habe zum 6. Mail den europäischen Winter in Thailand verbracht, eine wunderbare Zeit. Ich war nie krank und habe vieles, ja einmaliges erlebt. Am 9. März bin ich mit der Finnair nach Hause geflogen, um an der am 10. März beginnenden Basler Fasnacht dabei zu sein.

Hua-Hin SpatzenMeine „Residenz“ in der Soi94 in Hua-Hin

Ich war bereits zum dritten Mal in diesem Haus und bin glücklich dort. Ich wohne fast im Zentrum von Hua-Hin, nur etwa 500 m vom Meer und dem grossen Shopping Center „Market Village“, in dem man alles bekommt, was man braucht. Das Haus habe ich für das ganze Jahr gemietet und kann so alle meine Kleider, Schuhe, Laserdrucker, Rennrad und Mountainbike, den Honda-Scooter und nicht zu vergessen meinen einmaligen chinesischen Porzellan-Tisch darin zurücklassen. Einmal im Monat geht mein Vermieter vorbei, durchlüftet das Haus und schaut nach der Wasser- und Elekro-Rechnung.

Klima und Temperatur

Das Klima hatte eigenartige Sprünge gemacht, die wir aus den letzten Jahren nicht kannten. Im Oktober/November regnete es mehrmals in Strömen. Grosse Gebiete von Hua-Hin wurden mehrmals unter Wasser gesetzt. Es wurde auch in der Folge nie so heiss wie in den vergangenen Jahren. Nur wenige Male stieg die Tagestemperatur über 30ºC und noch anfangs März musste ich mich nachts mit  einer Decke zudecken, denn die Nacht-Temperatur betrug knapp 20ºC. Die Klimaanlage war nie in Betrieb, auch nicht der Decken-Ventillator im Schlafzimmer.

2- bis 3mal die Woche bin ich ein Verrückter auf meinem Rennrad

Am Start zur Fahrt zu den Hua-Hin Weinbergen

Am Start zur Fahrt zu den Hua-Hin Weinbergen

Die angenehmen Temperaturen waren ideal für Ausfahrten auf dem Rennrad. Etwa 2-3 mal die Woche fuhr ich mit Freunden der „Hua Hin Roadies“ irgendwo rund um Hua-Hin zwischen 60-100 km. In meiner laufenden Saison zwischen Mitte Oktober 2013 bis Mitte März 2014 fuhr ich gegen 2’000 km, davon 900 km allein im 2014

Dolphin Bay

v.l.n.r. Jean Moser. Jos van Gent, Max, John, Ernie Hague, David McReynolds, Adrian Stella in der Dolphin Bay

Mein Honda 125ccm Scooter

Ein Auto in Hua-Hin ist eher ein Belastung. Man findet nur schwer Parkplätze. Ohne meinen Honda-Roller wäre ich ein verlorener Mensch. Er ist das beste Verkehrsmittel, um im Raume Hua-Hin „herumzufräsen“. Thailand ist geschaffen für solche Roller. Ueberall findet man Parkplätze und wenn es keine hat, dann nimmt man sich einen Platz! Meine Honda ist mittlerweilen 2 Jahre alt. Diese Saison habe ich 730 km  zurückgelegt. Mein jetziger Km-Stand beträgt 1’400 km

Mein Körper-Gewicht

Ich war wiederum wohlgenährt, als ich im Herbst in Thailand eintraf. Mit 88 kg startete ich im Oktober und zu meinem Erstaunen hatte ich bei meiner Rückkehr 84.4 kg obwohl ich mich in Hua-Hin nicht sonderlich eingeschränkt hatte. Wie zu Hause nahm ich neben dem Frühstück nur 1 Hauptmalzeit am späteren Nachmittag zu mir. Ich trank täglich mein Bier und ass 2-3 Mangos. Ich vermute, dass der Körper in Thailand durch seinen erhöhten Kühlaufwand mehr Kalorien aufwenden muss, als in Europa, wenn es kühl oder angenehm warm ist

Reise durch Rajasthan, dem  ehemaligen Reich der Maharadjas und Könige mit seinen Palästen, Herrschaftshäusern und Forts

Indien ist ein Land der Gegensätze. Negatives und Positives lösten sich ab. Die Belästigung von Frauen war auch für uns nachvollziehbar. Ebenso das Kastendenken und die Unterdrückung der Aermeren! Wohl fühlte ich mich in Indien nie. Indien wäre keine Alternative zu Thailand

Nach dem Negativen nun aber auch das Positive, denn die Reise war wirklich einmalig und aus Sicht des Erlebten und Gesehenen direkt nach meiner Myanmar-Reise vom letzten Jahr einzustufen.

Die Provinz Rajasthan ist vielleicht der exotischste Teil des indischen Subkontinents. In ihr findet man mehrere hundert Paläste und Forts (Schlösser, Burgen), die den 22 Maharadjas und Königen gehören oder gehörten. Ihr märchenhaftes Vermögen war bis zur Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 nahezu unantastbar. Traumpaläste mit 32 km langen Festungsmauern entstanden, gegen die Neuschwanstein wie das Ferienhäuschen eines Snobs wirkt. Für diesen vor allem in Länge mal Breite mal Höhe zu ermessenden Prunk ist Rajasthan weltberühmt; nicht minder bekannt ist das Schicksal der vor dreißig Jahren durch Indira Gandhi der Krone beraubten Häupter, die ihren Reichtum nur dadurch erhalten können, dass sie ihn zur Schau stellen. Sie präsentieren ihn in Museen, verpachten Teile ihres Anwesens an Restaurants und Souvenirbuden oder verwandeln ein nicht unbeträchtliches Areal in ihren immensen Palastanlagen in eine Hotelanlage.

Mehr gibt es zu lesen unter: „Namastee Rajasthan (indien)“

Weitere Ereignisse und Begebenheiten in Thailand

Der versuchte Putsch der thailändischen Oberschicht war das signifikanteste Ereignis in diesen Wintermonaten. Er verursachte 23 Tote und unzählige Verletzte, und warf die thailändische Wirtschaft um Jahre zurück. Thailand ist nicht mehr das solide Land, auf das man sich evrlassen konnte.

Mehr dazu unter: „Thailand auf dem Weg zu einer-Diktatur? Putscht sich die Oberschicht mit einem Staatsstreich an die Macht?“

.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2014/03/11/11-maerz-2014-rueckblick-auf-5-monate-in-thailand/

Feb 03 2014

3. Feb. 2014: Thailand am Tag nach der Wahl – Thailand im Leerlauf

Der nachfolgende Beitrag beschreibt recht eindrücklich die Situation, in der sich die beiden politischen Kontrahenten und damit auch Thailand im Moment befinden: nämlich kurz vor dem Abgrund! Es zeigt aber auch, dass es der wohlhabenden High Society nicht um das Wohl des Landes geht, sondern um die Macht und damit Zugang zu den Unmengen an korruptiven Geldern.

Der Streit wird weitergehen, die thailändische Währung wird weiterhin laufend an Wert einbüssen, die Kosten für Einfuhren werden ansteigen, ebenso wird die die Armut ansteigen, und die wirtschaftliche Entwicklung Thailöands wird um Jahre wenn nicht gar  Jahrzehnte zurückgeworfen.

 

(Ein Beitrag aus der deutschsprachigen Thailand-Zeitung „Wochenblitz“  http://www.wochenblitz.com/nachrichten/48115-thailand-im-leerlauf.html vom 3. Feb. 2014)

In allen demokratischen Ländern ist das so: Es gibt Wahlen, um ein neues Repräsentantenhaus zu wählen. In Thailand gibt es aber einen klitzekleinen Unterschied, sodass sich die Wahlen hier von Wahlen woanders unterscheiden.

140.000 Polizeibeamte wurden abbestellt, um rund 93.300 Wahllokale zu bewachen. Gewählt werden konnten Kandidaten von 53 registrierten Parteien. Gewählt wurde zwischen acht und 15 Uhr. Die Resultate sollten inzwischen vorliegen. Und nun kommen wir zu dem Teil, in dem sich die Wahlen in Thailand von anderen Wahlen unterscheiden.

Die kommissarische Premierministerin Yingluck kämpfte gegen die Opposition und dann gegen die Wahlkommission (EC), wohl die erste Wahlkommission weltweit, die meinte, es müsse keine Wahlen geben. Aber Yingluck bestand darauf, dass es Wahlen geben solle.

Während die EC von dem Gedanken an Wahlen nicht begeistert war, bestand Protestanführer Suthep Thaugsuban darauf, dass es überhaupt keine geben sollte. Er ist Yinglucks ständiger Gegenspieler, so wie Yin und Yang. Er sprach wochenlang vom „Bangkok Shutdown“ ohne Bangkok wirklich lahm zu legen. Bis letzten Freitag. Da versprach er, dass er es jetzt wirklich ernst meine, nämlich am Wahltag.

alt

Premierministerin Yingluck: Gefangen im Labyrinth

Er glaubte, dass er jede Bangkoker Straße, die zu einem Wahllokal führt, sperren könnte. Der Traum eines Mannes, dessen Glaubwürdigkeit sich an seinem Versprechen messen lassen muss, die Regierung bis zum 30. November letzten Jahres zu stürzen und eine Million Menschen mobilisieren zu können, die mit ihm marschieren?

Wenn einem am Wahltag allein der gesunde Menschenverstand sagte, dass es Suthep nicht gelingen kann, alle Bangkoker vom Wählen abzuhalten, dann sagt einem derselbe gesunde Menschenverstand auch, dass Yingluck diese Runde an den Wahlurnen gewinnen wird, allerdings mit nicht mehr rückgängig zu machenden schweren Verlusten.

Viele Wähler entschieden sich für die Option „No Vote“ auf dem Stimmzettel, das sickerte bereits durch. Suthep hätte genau dazu aufrufen können, hat aber seine Chance vergeben, wie so viele andere. Die meisten Leute, die „No Vote“ ankreuzten, sind Menschen, die die Regierung nicht mögen, aber auch nicht Sutheps sogenanntes Volksdemokratisches Reformkomitee (PDRC).

Seine Leute, den Rothemden und Weißhemden zahlenmäßig weit unterlegen, konnten in einigen Bangkoker und südlichen Wahlkreisen dennoch die Wahlen verhindern. Laut Verfassung müssen 95 % der Abgeordneten gewählt sein, damit das Parlament zusammentreten und einen neuen Regierungschef wählen kann. Das ist nicht passiert, und das bedeutet, dass das Parlament nicht zusammentreten kann, was bedeutet, dass keine neue Regierung gebildet werden kann, was bedeutet, dass Yingluck und ihr Kabinett weiterhin kommissarisch die Amtsgeschäfte weiterführen, aber eben nur kommissarisch, was bedeutet, dass deren Machtbefugnisse stark eingeschränkt sind, beispielsweise kann die Regierung keine Kredite aufnehmen, um die Reisbauern zu bezahlen.

Suthep und seine Leute können nicht einmal an ihrem besten Tag – und das war nicht der Wahltag – Bangkok oder die Regierung lahm legen. Aber sie können gegen die Regierung die Politik der 1000 Nadelstiche anwenden. Die Verwaltung des Landes kann derartig behindert werden, dass das nicht mehr tolerierbar ist.

Kaum zu glauben? Versuchen Sie mal, einen neuen Pass zu bekommen. Kampieren Sie nachts vor dem Amt, damit Sie am nächsten Morgen, sagen wir um acht Uhr, auch der erste sind, der an die Reihe kommt. Wenn Sie tatsächlich zuerst an die Reihe kommen, dann bekommen Sie Wartenummer 43.876.

So weit ist das normalerweise sehr schnell arbeitende Amt für die Ausstellung von Reisepässen hinter seine Arbeit zurückgefallen, weil sich die provisorischen Räumlichkeiten in einem engen Hinterzimmerbüro befinden. Nächste Woche, wenn ein paar Pässe ausgestellt wurden (aber sicherlich nicht Ihrer), werden sie schon Wartenummern mit der Zahl 50.000 austeilen. Und wenn Sie endlich Ihren Pass bekommen, gibt es schon Wartenummern mit der Zahl 90.000. Das allerdings nur, wenn nicht etwas unternommen wird.

Chalerm Yubamrung, der für die Umsetzung des über Bangkok verhängten Ausnahmezustandes zuständig ist, versprach, er wolle alle Demonstrationsgebiete räumen lassen. Das ist sowohl einfacher als auch schwerer gesagt als getan. Einfacher, denn letzte Woche wurden die Sammelplätze und Straßensperren der Demonstranten zumeist nur von Straßenhändlern „bewacht“. Schwieriger, weil kleine Gruppen, die möglicherweise unabhängig operieren, sich jedem Versuch der Staatsmacht widersetzen könnten, zumal die Aktionen der Polizei nicht voraussehbar sind. Dasselbe gilt für das Militär, falls es sich überhaupt einmischt.

Sutheps Problem ist, dass er sich mit vielen Leuten verscherzt haben dürfte, indem er Wahllokale blockierte und es Unternehmern schwer macht, Güter zu transportieren. Es gelang ihm nicht, weitere Leute zu rekrutieren. Er hielt in letzter Zeit keine außergewöhnliche Rede und hat seit Wochen keine neuen Ideen.

Yinglucks Problem ist, dass es für sie immer enger wird. Sie kann zwar immer noch Papiere unterzeichnen, aber sie kann ihre Politik nicht mehr umsetzen, denn es ist ihr nicht erlaubt, diese zu finanzieren. Sie kann nicht – oder besser: sie will nicht – zurücktreten, denn es gibt keinen juristischen Weg, einen kommissarischen Regierungschef zu ersetzen. Sie verhält sich seit Monaten völlig passiv in der Hoffnung, dass Suthep und seine Volksbewegung des Demonstrierens müde werden, aber das ist nicht passiert. Vielmehr steigt die Gewaltbereitschaft deutlich.

Optimisten glauben, dass die beiden jetzt miteinander verhandeln werden, weil sie in einem Labyrinth gefangen sind, aus dem sie keinen Ausweg sehen. Das scheint jedoch unwahrscheinlich. Beide glauben, dass sie als Sieger aus der Situation herauskommen, und Führer, die glauben, dass sie gewinnen können, setzen sich niemals an den Verhandlungstisch.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2014/02/03/3-feb-2014-thailand-am-tag-nach-der-wahl-thailand-im-leerlauf/