Schlagwort-Archiv: Demokratie

Nov 28 2016

Zum Aerger der deutschen Politiker: Das Schweizer Volk hat Weitblick bewiesen

Wir Schweizer sind nicht so blöd, wie es deutsche Politiker uns in Talkshows weismachen wollen! Vielleicht sind wir sogar weitsichtiger als die Stars aus der CDU/CSU und SPD

Immer wieder versuchen Deutsche Politiker dem Volk die Weisheit und das Fachwissen abzusprechen, schwierige Entscheide an einer Abstimmung zu fällen. Ich behaupte schon lange, denen geht es mit dieser Meinungsmache nur um den Erhalt ihrer gutbezahlten Pfründe. Es tönt auch besser, wenn man den anderen weismachen kann, dass man intelligenter ist.

Das Schweizer Volk will keinen sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie

abstimmungAn vergangenen Wochenende hat das Schweizer Volk einmal mehr sein Fachwissen und seine Weitsicht bestätigt, indem sie in einer Volksabstimmung der Atom-Ausstiegsinitiative der Grünen eine vernichtende Niederlage bereitete.

Einer der Gründe für diese klare Meinung war bestimmt, dass das Volk den Grünen nicht abnahm, dass sie in nur 2-3 Jahren die umweltfreundlicheren Alternativ-Energien auf einen 30% Anteil an der Schweizerischen Elektro-Energieversorgung ausbauen können, nachdem sie mehr als 10 Jahre benötigten, um diesen auf einen Anteil von 3% zu bringen!

Die Grünen haben ihr Gesicht endgültig verloren, weil sie eher in Kauf nahmen, schmutzige Gas- und Kohle-Energie im Ausland einzukaufen, als realistischere Ausstiegsszenarien vorzulegen. Sie wollten nämlich unsere Atommeiler innert weniger Jahre stilllegen, die ersten beiden bereits in 1 Jahr!

Ich verfolge ähnliche Entscheide in Deutschland mit schmunzeln und entdecke, dass sich das vermeintliche Musterland der Ausstiegsländer frischfröhlich mit ausländischer Atomenergie und Energie aus einheimischen Kohle- und Gas-Dreckschleudern eindeckt !!!!!

Einmal mehr hat das Schweizer Volk besser entschieden, als die hochbezahlten Deutschen Berufspolitiker. Nach dem heutigen Abstimmungs-Wochenende haben die Schweizer klar bekundet, dass man den Ausstieg aus der Atomenergie nicht in wenigen Jahren schaffen kann. Damit haben sie den Grünen, den Totengräbern der Schweizer Industrie, eine vernichtende Abfuhr erteilt. Wie soll man innert 2 Jahren etwas erreichen, was man in den vergangenen 10 Jahren nicht erreicht hat, nämlich den Anteil von Alternativen Energien von 3% auf über 30% zu erhöhen

Das was die Deutschen Politiker auch heute noch propagieren, ist Populismus und Betrug an der eigenen Bevölkerung: Sie importieren Atomenergie aus dem Ausland und produzieren Strom für die „sauberen“ E-Autos mit schmutzigen Kohle-Kraftwerken, um ihre Versprechungen zu erfüllen.

Warum wohl hat die AfD solchen Zuspruch gewonnen? Weil das Deutsche Volk weder die CDU/CSU noch die SPD wählen kann. Ich würde der FDP mein Vertrauen aussprechen.

Merkel for ever – Katastrophe für Europa

Ich schweife kurz vom Thema ab, da in diesen Tagen die bisherige Kanzlerin Angela Merkel bekannt gegeben hat, für eine weitere Periode zu kandidieren. Ob dies wohl gut gehen wird?

Merkel hat in ihrer bisherigen Kanzlerschaft manche schwerwiegende Fehlentscheide auf dem Gewissen. Dazu gelten nicht nur die Flüchtlingsfrage und die brüderliche Zusammenarbeit mit der Türkei-Diktatur. Sie hat es auch zu verantworten, dass es Deutschland wirtschaftlich zwar gut geht, aber auf Kosten der übrigen EU-Länder. In den nächsten Jahren werden nicht nur England aus der EU aussteigen, sowie Griechenland, Spanien und Portugal dahinserbeln.  Italien und später dann auch Frankreich werden die EU und wahrscheinlich auch den Euro endgültig zu Boden reissen, weil beide Länder innert Kürze zahlungsunfähig sein werden. Merkel wird als Totengräberin Europas in die Geschichte eingehen. Auf Deutschland werden schwere Zeiten zukommen, nicht nur wegen der fehlenden Renten!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2016/11/28/zum-aerger-der-deutschen-politiker-das-schweizer-volk-hat-weitblick-bewiesen/

Nov 11 2015

Die meisten europäischen Länder leben in einer „parlamentarischen Diktatur“

Es gibt keinen Grund, stolz und verächtlich auf die Diktaturen der alten Sowjetunion, der Türkei und den arabischen Ländern zu zeigen. Auch in der EU gilt:

Nicht das Volk entscheidet, sondern das Parlament !

Die Europäischen Demokratien bis hinunter in die einzelnen Länder beschränken sich darauf, dass der Bürger alle paar Jahre seine „Diktatoren“ wählen kann. Was die dann entscheiden, darauf hat das Volk keinen Einfluss mehr. Sie können nur noch die Faust im Sack machen.

Ein typisches Beispiel dazu waren die aktuellen Diskussionen und Entscheide im Deutschen Bundestag über die „Sterbehilfe„. 80% der Deutschen Bürger und Wähler wünschen sich eine liberalisierte Sterbehilfe. Sie wollen eigenständig über ihren eigenen Tod entscheiden. Aber die Machthaber dieses Staates sehen das anders. Sie wollen diese Freiheit nicht weitergeben. Zuviel Freiheit unterwandert ihre Macht, in diesem Fall die Macht der katholischen und evangelischen Kirche. 66% der Parlamentarier (360 für Verschärfung, 233 dagegen) stimmten für eine Verschärfung der Sterbehilfe. Wo waren die 80% der Deutschen Bevölkerung? Das Parlament hat vorsätzlich die eigene Bevölkerung verraten! Sie ist dem Druck der katholischen und evangelischen Kirche erlegen. In der freien Wirtschaft nennt man dies „Betrug“ und dies ist ein Verbrechen !

Ich kann hier in Thailand kleine und gebogene, wunderbar duftende Bananen oder Gurken kaufen. Sie riechen wunderbar. Die gibt es schon lange nicht mehr in der EU, denn sie entsprechen nicht der Planwirtschaft der EU-Obrigen. Eine Strassenküche mit feinen leckeren Gerichten ist in Deutschland undenkbar, denn diese sind aus gesundheitspollizeilichen Gründen verboten. Eine Strassenküche statt Hartz-4 wäre doch ein Hit! Ich bin bereits das 8. Jahr in Thailand und hatte noch nie Durchfall oder etwas ähnliches…. und dies ohne scharfe Lebensmittel-Kontrolle.

Mein Vergleich mit den Diktaturen hinkt. Das weiss ich. Bei uns gibt es noch die „Meinungs- Presse und Gewissensfreiheit“. Auch wenn sie sukzessive und in kleinen Schritten eingeschränkt wird. Ich denke da z.B. an die Datensammlungskompetenz der Behörden im Internet und deren Austausch mit der NSA sprich Amerikaner. Aber wir Europäer dürfen noch Demonstrieren und unsere Meinung frei äussern. Dies ist zwar für die Machthaber ein Aergernis, aber Ihr Zückerchen der übriggebliebenen Demokratie.

„Der Staat ist das Volk“, hiess es einmal, „aber das Volk hat kein Recht“

Mit dem Sterbehilfe-Emtscheid zeigte sich in Deutschland drastisch, dass nicht das Volk entscheiden darf, sondern ausschliesslich das Parlament. Der Deutsche Wähler kann und darf zwar grosszügigerweise alle paar Jahre seine Parlamente wählen, aber er darf nicht mitentscheiden. Dies machen die deutschen Abgeordneten nach ihrem eigenen Gusto, ohne sich bei ihren Wählern zu erkundigen. Oft im Gegensatz zur Meinung des Volkes.

Parlamentarische Europäische und Deutsche DiktaturDies nenne ich „parlamentarische Diktatur“. Es ist aber noch viel schlimmer. Die Abgeordneten sind Berufs-Parlamentarier. Die meisten haben noch nie in der Wirtschaft gearbeitet. Sie haben sich in der Politk hochgedient und sind reine Theoretiker. Sie haben die einzigartige Fähigkeit das nachzusprechen, was ihnen Einflüsterer vorgegeben haben. Schlussendlich entscheiden sie und  legen trotz fehlender Praxis-Kenntnisse die Leitplanken fest. Wie oft habe ich absolut weltfremde und idiotische Aeusserungen vernommen, die zeigten, dass diese Minister keine Ahnung hatten. Wolfgang Schäuble wollte vor ein paar Jahren in seinem populistischen Eifer z.B. den Jugendlichen das Herunterladen von Kriegsspielen aus dem Internet verbieten!

Es kommt mir vor wie in der katholischen Kirche, in der die Pastoren, Bischöfe und Kardinäle über zwischenmenschliche Beziehungen entscheiden und beraten, aber noch nie in einer zwischenmenschlichen Beziehung gelebt haben. Auch sie haben keine Ahnung und verwechseln dann eben die Frau mit dem Mann.

Es gibt viele dieser Beispiele:

  • Die Parlamentarier entscheiden über den Bau eines Gross-Flughafens und überwachen die Baufortschritte, obwohl sie keine Ahnung davon haben.
  • Sie entscheiden über Leben und Tod anderer, obwohl das Volk resp. jeder einzelne über sein Leben und Tod entscheiden will. Woher nimmt sich überhaupt ein Mensch das Recht, über den Tod eines anderen zu bestimmen?
  • Sie buttern Milliarden von Euros nach Griechenland, genau wissend, dass dieses Geld und auch die zukünftigen Milliarden verloren sind und nur durch künstliche Inflation (=Geldverlust durch Entwertung) abgebaut werden kann. Das Volk muss bezahlen, obwohl es  dem nie zugestimmt hat.
  • Sie entscheiden gegen europäische Flüchtlinge und Migranten aus unserem eigenen Kulturkreis, denen man keine bessere Zukunft geben will, und nehmen dafür über 1 Million von Muslime auf, die aus einer ganz anderen Kultur und Zivilisations-Ordnung stammen. Auf Deutschland wird daraus eine gewaltiges, nur schwer lösbares Problem zukommen.

Die Kultur-Explosion zwischen den eher freizügigen, manchmal auch frivolen, lustigen, halbnackten, erotisch provozierenden Europäern und den schamvoll sogar das Haar und das Gesicht bedeckenden Muslime ist bereits jetzt abzusehen. Ich weiss wovon ich spreche. Wir mussten in Basel letzten Sommer den muslemischen Frauen den Zutritt in ein öffentliches Gartenbad verbieten, weil sie einheimische Frauen und Mädchen in ihrer bei uns üblichen Bade-Bekleidung aufs ägste beschimpften und aggressiv auf diese losgingen. Sie selber stiegen in ihren Ganzkörper-Badeanzügen ins Wasser, was in Basel aus hygienischen Gründen verboten ist.

  • Sie schicken Soldaten beiderlei Geschlechts in den Krieg nach Afghanistan und schicken dabei über 50 junge Männer und Frauen in den Tod. Dies nicht zur Verteidigung des Deutschen Vaterlandes, sondern zur Unterstützung der USA und ihrer Weltmacht- sprich Oel-Macht-Interessen !!!

Auch das Europäische Parlament ist eine „Europäische Diktatur“

Wir Schweizer verfügen über eine echte Demokratie. Wir können Entscheide des Parlamentes ändern.  Dies ist auch der Grund, dass wir der EU nicht beitreten wollen, denn auch das Europäische Parlament ist eine „Europäische Diktatur“. Dies ist auch der Grund, dass alle deutschen und europäichen Parlamentarier die Mängel, die auch unser System hat, in den Vordergrund stellen.

Diese Parlamentarier haben Angst, ihre uneingeschränkte Macht an das Volk zu verlieren

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2015/11/11/die-meisten-europaeischen-laender-leben-in-einer-parlamentarischen-diktatur/

Feb 10 2015

10. Feb. 2015: Thailand ist eine Wundertüte

Was hat sich in Thailand seit dem Frühling 2014 verändert

Thailand ist eine Wundertüte. Einmal gilt dies, ein anderes Mal jenes. Was nicht gilt, muss aber auch nicht erlaubt sein. Es kommt immer auf die jeweilige Situation an. Ende Monat oder vor Weihnachten werden im Strassenverkehr  viele Vorschriften mit harter Hand durchgesetzt und Bussen ausgestellt. Vorallem die Farangs (Fremden) sind das Zielpublikum. Sie haben Geld. Alle Bussen gibt es ohne unnützen Papierkram. Man feilscht ein wenig um die Höhe und bezahlt die 200 Baht (Fr. 6.–). Man hat Bedauern mit den armen Polizisten, der auch Geschenke kaufen möchte.

Ich bin nun bereits 4 Monate in Thailand und erlaube mir zu berichten, was sich seit dem vergangenen Frühling (22.5.2014), als das Militär die Macht übernommen hat, verändert hat.

Bangkok Flughafen Suvarnabhurni

Es herrscht Ruhe in Thailand

Es ist überall Ruhe eingekehrt. Die mühsamen Protest-Umzüge und Belagerungen in Bangkok wurden aufgelöst. Für uns Farang eine gute Nachricht, denn wir leiden nur am Rande an der erhöhten (Kontroll-)Bürokratie, die seit der Machtergreifung des Militärs herrscht.  Meinungsäußerungen über die Politik und das Königshaus sind zurzeit verboten, denn seit dem Militärputsch im Mai gilt Kriegsrecht. Aber welcher Farang politisiert denn schon? Für mich bedeutet dies einzig, dass ich aufpassen muss, was ich hier in meinem Blog schreibe.

Die Armee-Chefs tragen nun zivile Kleider und versuchen sich auf dem internationalen diplomatischen Parkett, auch wenn sie sich mit dem Englischen schwer tun. Gegen die Korruption wollen sie vorgehen. Alle grossen Investitionen wurden gestoppt und sollen überprüft werden. Die Modernisierung der Thailändischen Eisenbahn um Jahre verschoben. Neue Steuern und Schutzgelder wurden erhoben. Ich als aussenstehender Farang kann diese Massnahmen nicht bewerten. Ich kenne die Grundlagen nicht.

Von Zeit zu Zeit werden die laufenden Programme der Fernsehsender durch Militär-Informationen überdeckt. d.h. mitten in einer Comedy-Sendung, die das Volk ja so liebt, erscheint der Armeechef und Ministerpräsident und spricht während 10-15 Minuten zum Volk. Die Zuschauer in den Samsung-Shops und den Elektronik-Märkten merken aber schnell, dass dies nicht mehr zur Comedy gehört und verlassen die Geschäfte.

Hier in Hua-Hin habe ich nicht mehr Militär oder Polizei gesehen, wie in der Vergangenheit. Ist auch logisch, denn ich befinde mich in einer Königsstadt und Stadt der Gelb-Hemden. Die Gelb-Hemden sind die Reichen und stehen auf der Seite der Armee. Anders soll es in den nördlichen und östlichen Provinzen sein, weil dort die Rot-Hemden stark vertreten sind, die in den letzten demokratischen Wahlen im Juli 2011  über 65% der Stimmen erzielten. Die Armee versucht die Demokratie wiederhrzustellen, indem sie die Rothemden kalt stellt. Obwohl die Nachrichten und Zeitungen nur das berichten, was sie dürfen, hört man immer wieder, dass ein hohes Mitglied der Rothemden tot aufgefunden wurde. Von den Tätern keine Spur!

Wie ich aus zuverlässiger Presse entnommen habe, wirft „Amnesty International“ der Militärregierung in Thailand systematische Menschenrechtsverletzungen vor. (Mehr dazu siehe: http://www.dw.de/menschenrechtsgruppen-kritisieren-thailand/a-17914707)

Die Korruption wird durch Schutzgelder ersetzt resp. ergänzt

Aber auch in Hua-Hin hat das Militär durchgegriffen. So sind auch heute noch jeden Mittwoch die kleinen Ess-Shops samt ihren Liegestühlen am Strand von Hua-Hin verboten und weggeräumt. Anfänglich waren auch an den anderen Wochentagen die Shops und Liegestuhl-Vermieter verboten. Aber in der Zwischenzeit haben sich einige bereits arrangiert und sind zurückgekehrt. Man spricht von zusätzlichen Zahlungen resp. Schutzgeldern. In Thailand geht alles über Zahlungen. Dies ist auch der Grund für die Bedeutung der politischen Macht. Nur wer Macht hat, kommt ans Geld, an die Schutz- und Schmiergelder.

Die Korruption beginnt bereits weit unten bei den Polizisten. Ende Monat werden Fahrzeuge kontrolliert. Vorallem die Fremden, weil sie Geld haben. Irgendetwas finden die treuen Gesetzgeber immer und sei es nur, dass man zu schnell gefahren  ist. Wie bei den Lebensmitteln, haben auch die Bussen einen Tarif. Einmal höher, einmal tiefer. Abhängig von der Saison. 200 Baht (SFr. 6.–) ist der aktuelle Tarif.

Bereits ein Gefängnisaufenthalt ist teurer. Man kommt auch als Ausländer schnell ins Gefängnis. Es reicht ein Verkehrsunfall. Dann geht es  in die Sicherungshaft! Ich habe eine Motorrad- und Autoversicherung, darin ist enthalten, dass die Versicherung mich unverzüglich auslöst, d.h. die fällige Kaution bezahlt. Die Höhe der Kaution hat europäische Sphären, weil sie sich an die finanziellen Möglichkeiten der Fremden anpasst.

Einesteils versucht das Militär gemäss ihrem Sprachgebrauch, die Korruption einzuschränken und Gesetze durchzusetzen, es mutet aber eigenartig an, wenn ich auf den Märkten offiziell und offen gefälschte Marken-Uhren und Marken-Handtaschen kaufen kann. Dies war in den letzten Jahren nicht mehr möglich, weil dieses Business durch Razzias der Polizei unterbunden wurde. Hat sich da das Militär arrangiert?

Um das Thema Militär abzuschliessen stelle ich mir die Frage, wie die jetzigen Machthaber ihr Volk wieder in die Normalität zurückführen werden. Ich sehe da schwarz, denn mit Einschüchterungen und Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist es noch nie gut gegangen. Im Moment wird die Mehrheit des Volkes, an den letzten Wahlen haben die Rothemden über 65% der Stimmen erzielt, unterdrückt und mundtot gemacht.

Vor wenigen Tagen am Sonntag-Abend 1. Feb. 2015 sind in Bangkok zwei Rohrbombe explodiert. Als vermutliche Folge sind mir in den letzten Tagen einige Strassensperren der Polizei und Militär rund um Hua-Hin aufgefallen. Welche Unruhestifter machen sich wohl da bemerkbar? Dies ist ein gefährliches Spiel und zeigt mir, dass es im Untergrund brodelt.

Was ist mir weiter aufgefallen?

Hohe resp. überhöhte Eintrittpreise in Nationalparks und Sehenswürdigkeiten für Touristen

Allein schon das Thema „Grand Palace“ in Bangkok sorgt immer wieder für einen kräftigen Aufreger. „Farangs“ zahlen 500 Baht Eintritt (entsprechend etwa 14 Euro), Thais besuchen den Königspalast kostenlos.

Ab sofort kosten beliebte Nationalparks wie Khao Yai, Inthanon, Erawan, Doi Suthep-Pui, Huai Nam Dan, Surin und Similan Islands für Ausländer zwischen 300 und 500 Baht; Thais bezahlen lediglich zwischen 50 und 100 Baht. Das ist das mehrfache für Thailand-Besucher!

Preise: Ein „Auf und Ab“

Die Lebenshaltungskosten in Baht sind etwas angestiegen. Das Benzin wurde um einiges günstiger. Ein Liter 91 Oktan  kostet nun noch etwa 31 Baht, d.h. etwa 90 Rappen. Mit der Bewegung des Schweizer Frankens wurde Thailand für uns Schweizr aber nochmals um fast 20% günstiger

Kreisel oder „Roundabout“:

Nun gibt es auch einen Kreisel in Hua-Hin. Es ist der erste Kreisel in Hua-Hin. Ein ganz kleiner, notabene am Ende der Soi112. Ich war ganz überrascht und bin prompt falsch gefahren, rechts herum, statt links herum. Das hinter mir fahrende Auto hat eine andere Variante gewählt: Er fuhr gerade durch resp. über den Kreisel. Für die Thais ist ein solcher Kreisel eher ein Hindernis, als eine Verkehrsmassnahme.

Helm-Tragpflicht für den Fahrer eines Motorrades:

Noch letztes Jahr hatte es überall Plakate mit dem Aufruf „Helme tragen, retten das Leben“. Es war Pflicht, dass der Fahrer einen Helm zu tragen hatte, nicht aber die Beifahrr. Bestimmt 90% der Thais trugen damals einen Helm. Diese Plakate sind alle weg und Helme tragen nur noch wenige Thais, vielleicht noch 10%. Ich habe auch keine diesbezüglichen Polizei-Kontrollen mehr festgestellt.

Regenzeit:

Ich bin nun bereits zum 7. Mail in Thailand. In den ersten 5 Jahren war die Regenzeit Mitte Oktober vorbei. Es regnete dann nur noch sehr selten. Aber bereits letztes Jahr änderte sich diese angenehme Situation. Bis Mitte November regnete es. Auch dieses Jahr dauerte sie bis zum Mondwechsel Anfang November.

Umbau und Neubau von Shopping-Centers:

Das neue Shopping-Center „Hua Hin Nadpob Market“ neben der Shopping-Mall bei der Stadtverwaltung ist nach nur 2 Jahren bereits wieder geschlossen und wird umgebaut in einen „Chinesischen Markt“. Es war ein totaler Flop. Der Käufer fühlte sich nicht wohl. Es konnte nur wenige Leute anziehen, während die „alte Shopping Mal“ direkt daneben rentierte.

Neue Shopping Center: Es sind weitere Einkaufs-Center im Bau. Das „Blue-Port“ mit eigenem Hotel mitten in Hua-Hin und gerüchteweise ein „CenterWorld“ zwischen Cha-Am und Hua-Hin..

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2015/02/10/10-feb-2015-thailand-ist-eine-wundertuete/

Aug 25 2014

Daily News: Thailand auf dem Weg zu einer Diktatur? Putscht sich die Oberschicht mit einem Staatsstreich an die Macht?

Situation 25. August 2014:

König Bhumibol hat General Prayuth Chan-Ocha als Ministerpräsidenten bestätigt. Damit ist der Weg frei für die Bildung einer Uebrgangsregierung. Prayuth war bereits am Donnerstag von der vom Militär dominierten Nationalversammlung zum Regierungschef bestimmt worden. Er war der einzige Kandidat und hatte nach dem Militärputsch im Mai das Sagen im Land.

Situation 25. Mai 2014:

In der Zwischenzeit hat die Armee ihre Macht zementiert, indem sie den Senat auflöste und eine Säuberung innerhalb der ehemaligen Führungsriege und der Familie Thaksin nahestehenden Personen einleitete. Es scheint, dass sich die Junta für eine längere Zeit einstellte.

Seit Donnerstag, 22. Mai 2014, ist es offiziell: Putsch in Thailand! Das Militär hat die Macht übernommen. Foto: FlickrCC/null0

Seit Donnerstag, 22. Mai 2014, ist es offiziell: Putsch in Thailand! Das Militär hat die Macht übernommen. Foto: FlickrCC/null0

Situation 22. Mai 2014:

Nun ist es offiziell…das Militär hat die Macht übernommen. General Prayuth Chan-ocha will laut eigener Aussage „den Turbulenzen in Thailand ein Ende machen. Die Versöhnungsgespräche zwischen den zerstrittenen politischen Lagern sind gescheitert.“ Deshalb habe nun das Militär die Kontrolle über die Regierung übernommen. Vor zwei Tagen hatte der Armeechef bereits das Kriegsrecht über das Land verhängt.

Die Armee hat die Regierung gestürtzt, die Macht übernommen und die Verfassung ausser Kraft gesetzt. Mitglieder der bisherigen Regierung wurden inhaftiert. Die Bevölkerung reagierte ruhig. Ich hoffe, dass Thailand bald wieder seine Ruhe findet und zur Demokratie zurückfindet.

Situation 20. Mai 2014:

Um die Ruhe sicherzustellen hat die Armee das Kriegsrecht ausgerufen, um „Ruhe und Ordnung für die Menschen aller Seiten wieder herzustellen, hieß es in einem von der Armee geführten Fernsehsender. Es wurde darauf hingewiesen, dass es sich nicht um einen Putsch handle

Situation 7. Mai 2014:

Das Verfassungericht setzt die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ab, weil sie einen Verwandten mit einem Posten bevorzugt haben soll. Der Entscheid hat einen falen Nachgeschmack. Die Regierung wird von ihrem Stellvertreter weitergeführt.

Situation 20. März 2014:

BKK-Suthep-beendet-Bangkok-ShutdownDas Verfassungsgericht in Thailand hat die Parlamentswahl vom 2. Februar für ungültig erklärt. Die Abstimmung habe gegen die Verfassung verstossen, weil sie nicht in allen 28 Wahlbezirken abgehalten worden sei, teilten die Richter heute mit.

Das heißt: Neuwahlen und weitere Monate mit einer geschäftsführende Regierung. Weil das Kabinett keine Entscheidungen von Tragweite fällen und auch keine Gelder für dringend erforderliche Projekte zur Verfügung stellen darf, droht dem Land ein Stillstand.

In der Realität unterstützt damit das oberste Gericht  die gewaltätigen Aktivitäten der Aufständischen, denn mit keinem Wort hat es deren Aktionen erwähnt. Man spricht bereits davon, dass das Gericht damit den Weg zu einer weichen Revolution geöffnet hat.

Situation am 1. März 2014:

Nachdem sich die Situation in den letzten 2 Wochen massiv verschärft hatte und sogar Bomben unschuldige Kinder töteten, hat gestern Freitag-Abend der Anführer der Aufständischen Suthep Thaugsuban überraschend  die Aktion „Bangkok Shutdown“  als beendet erklärt. Ob er sich damit wieder auf demokratische Spielregeln besinnen wird, bleibt aber fragwürdig. 

Wahrscheinlich kam er immer mehr aus den eigenen Reihen unter Druck, weil die Business-Leute (sprich Gelb-Hemden) wegen seiner einschneidenden Aktionen nur Geld verloren. Es funktionierte langsam fast nichts mehr. Die Shopping-Center an den kritischen Orten mussten schliessen, Transporte durch Bangkok waren nur mit grossen Umwegen möglich, Exporte über den Bangkok-Hafen waren massiv erschwert und Pässe wurden schon lange keine mehr ausgestellt.

Situation am 18. Feb. 2014:

Immer mehr verkommen die öffentlichen Sicherheits-Organe des thailändischen Staates zu einer Lachnummer. So hat die Polizei gestern und heute gross angekündigt, 2 der seit Wochen gesperrten Strassenzüge im Zentrum von Bangkok zu räumen und für den Verkehr wieder frei zu geben. Gemäss anwesenden Journalisten und Fotoreportern sah dies aber so aus, als ob es mit den Aufständischen abgesprochen worden sei. Die Besetzer entfernten sich von ihren Standorten, die Polizei räumte die beiden Kreuzungen, als sie sich aber wieder zurückzogen, begannen die Besetzer, neue Sperrungen zu bauen. Die Polizei liess sich nicht mehr blicken.

Ein weiteres Zeugnis für die Tatkraft der Polizei zeigte  folgende Geschichte von heute oder anders gesagt „die Korruption lässt grüssen„: Somkiat Pongpaibul, ein bekannter Anführer der Aufständischen, wurde unter dubiosen Umständen von drei angeblich unbekannten Männern aus einem Polizeifahrzeug befreit, nachdem ihn Cops verhaftet und mit Handschellen gefesselt hatten.

Das tragische des heutigen Tages ist es, dass es zwischen Polizei und Aufrührern zu Schiessereien mit 4 Toten und weit über 60 Verletzten gekommen ist

Wir in Hua-Hin spüren von all diesen Dingen nichts. Wir bekommen einzig mit, dass von einem Aufenthalt in Bangkok abzuraten ist. Eine Taxifahrt in Bangkok, die vorher eine halbe Stunde dauerte,  kann wegen der vielen Sperrungen im Zentrum nun Stunden dauern. (was mir Pat bestätigte).

Situation am 13. Feb. 2014:

Die Wahlen sind vorüber, einzelne Gebiete in Bangkok werden weiterhin von bezahlten Unruhestiftern der Aufständischen verunsichert. Es fallen immer wieder einzelne Schüsse unde/oder Bomben explodieren. Es ist gefährlich auf vielen Strassen und Bezirken. Diese Unruhe wird noch wochenlang anhalten.

Dazu kamen nun auch protestierende Reis-Bauern, die ihr versprochenes Geld für ihre Reislieferungen von der Regierung einfordern. Diese verfügt aber über keine Geldmittel, da sie nur noch vorübergehend an der Macht ist, und kann sie nicht bezahlen. Als Konsequenz besetzten Bauern mit ihren Traktoren Zufahrtsstrassen und Highwys in und um Bangkok. Auch die Zufahrt zum Flughaben war in den letzten Tagen gefährdet.

In Bangkok funktioniert für die Thais fast nichts mehr. Das zentrale Pass-Büro ist in ein Hotel verlegt worden und arbeitet nur noch reduziert. Die Thais müssen Monate auf einen neuen Pass, aber auch auf eine Zulassung ihrer Motorfahrzeuges warten. Dies interessiert aber die Polizei wenig. Sie kassiert fleissig Bussen für nicht eingelöste Fahrzeuge.

Am Wochenende vom 2. März finden die Nachwahlen in den Wahllokalen statt, die bei den offiziellen Wahlen nicht zugänglich waren. Ich bin gespannt, wie sich dabei die Polizei verhält, die für Ruhe und Ordnung zuständig ist, aber mehr an Geldern interessiert ist. d.h. wer zahlt, der wird unterstützt

Situation nach dem Wahltag vom 2. Feb. 2014

Wie mir Pat aus Bangkok berichtete, war die Wahl ein gefährliches Spiessrutenlaufen, denn die Aufständischen hatten die Zugänge zu vielen Wahllokalen verwehrt. So konnte Pat morgens um 8 Uhr nicht wählen und erst kurz vor Schluss um 15 Uhr ihre Stimme abgeben.

Man schätzt, dass etwa 6 Mio der 45 Mio Stimmberechtigten ihre Stimme nicht abgeben konnten, weil die Wahllokale besetzt oder die Urnen und Wahlzettel auf der Post resp. den Polizeiposten gestohlen wurden.

Ich habe in den vergangenen Wochen wenige Hinweise entdeckt, dass die Polizei (oder das Militär) an einer demokratischen Wahl und damit an einer Demokratie interessiert gewesen wäre. Sie haben nichts unternommen, um die freie Stimmwahl sicherzustellen. Sie haben es zugelassen, dass eine aufständische Minderheit (mit viel Kapital, es grüsst die Korruption!)  ungestraft die Sicherheit eines ganzen Landes in Frage stellen und die Wirtschaft auf Jahre hinaus schädigen konnte.

Situation Freitag, 31. Jan. 2014

Ich kam gestern aus Indien kommend auf dem Flugplatz Suvarnabhumi  in Bangkok an und konnte nirgends etwas unerwartetes feststellen. Einzig in Bangkok selber gab es scheinbar immer wieder Verkehrsprobleme, weil einzelne Strassen voin den Aufständischen besetzt wurden. Gefühlsmässig meine ich, dass die Polizei und das Militär kein Interesse an Rechtsstaatlichkeit haben, was sich în nachstehendem Artikel bestätigt.

Am Sonntag, 2. Feb. ist Wahltag, sind die Parkamentswahlen.

(Nachfolgend ein Artikel aus „der Farang vom 31. 1. 2014)

Wahlen zwischen Drama und Komödie

Fünf Gründe, warum Thailands Parlamentswal eine Farce ist

Thailand ist eine Demokratie mit freigewählter Regierung. Nach wochenlangen Protesten gegen die Regierung stehen am kommenden Sonntag Parlamentswahlen an. „Diese Wahlen sind ein Drama und eine Kommödie, aber keine Demokratie“, sagt Kriengsak Chareonwongsak, Leiter des Analyseinstituts IFD. Fünf Gründe, warum die Wahl eine Farce ist:

.

BOYKOTT: Von den einzigen beiden Parteien, die annähernd genügend Stimmen für eine Regierungsbildung bekommen könnten, tritt eine gar nicht an. „Die Demokraten“ hatten 2011 rund 35 der Stimmen, jetzt boykottieren sie die Wahlen, weil sie gegen die Regierungspartei Pheu Thai (2011: 48 Prozent) keine Chance sehen. Außer Pheu Thai stehen nur noch kleine Splitterparteien zur Auswahl, die landesweit weniger als vier Prozent bekamen.

BLOCKADE: Den Demokraten nahe stehende Demonstranten des „Demokratischen Reformkomitees des Volkes“ (PDRC) protestieren seit Wochen in Bangkok und im Süden des Landes gegen Regierung und Wahl. Sie haben Büros blockiert und in 28 Wahlkreisen die Registrierung von Kandidaten verhindert. Sie haben Frühwähler an der Stimmabgabe sowie Postämter an der Auslieferung der Wahlzettel gehindert. Sie drohen, mit Massenprotesten am Sonntag viele Wahllokale abzuriegeln. Die Polizei hat gegen sie bislang nicht eingegriffen.

KEINE REGIERUNGSBILDUNG: Weil es in 28 Wahlkreisen keine Kandidaten gibt, steht schon fest, dass das Parlament vorerst nicht tagen kann . Auch die Bildung einer neuen Regierung ist nicht möglich. Dafür müssen 95 Prozent der 500 Abgeordneten anwesend sein. Die Wahlkommission muss erst Nachwahlen organisieren – die Demonstranten dann wieder blockieren wollen.

KEIN WAHLKAMPF: Seit der Auflösung des Parlaments Anfang Dezember hat keine Partei auch nur mit einem Programmpunkt Wahlkampf gemacht. Die Wochen verstrichen mit einem Gezerre darum, ob die Wahl stattfindet oder verschoben werden soll. Die Regierungspartei hat kein Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode vorgelegt.

AUSNAHMEZUSTAND: Aus Sorge vor einer Eskalation der Proteste hat die Regierung in Bangkok und Umgebung vorsorglich den Ausnahmezustand verhängt. Sie kann umgehend Demonstrationen verbieten, Ausgangssperren verhängen, Medien einschränken. Sie droht damit zwar, hat allerdings bislang von keiner Maßnahme Gebrauch gemacht.

Situation Sonntag, 12. Jan. 2014:

Das Shutdown Bangkoks hat bereits begonnen. Einzelne Strassen sind bereits mit Sandsäcken abgesperrt, Die gegnerischen Rothemden sammeln sich aussergalb Bangkoks in Ayutthaya und wollen den Gegnern keinen Grund zum Kampf geben. Das Militär und die Polizei lassen alles laufen und nehmen damit Partei für die aufständische Minderheit, deren Kämpfer und Protestler grosszügig durch die Hig-Society bezahlt werden. Damit wird es unweigerlich zu einem Bürgerkrieg kommen, denn die Rothemden werden dies nicht zulassen.

Morgen fliege ich bis Ende Januar nach Indien. Ich hoffe, dass das Schlimmste vorüber sein wird, bis ich wieder in Bangkok eintreffen werde.

Situation Donnerstag, 9. Jan. 2014:

Die Spannung in Bangkok steigt. 134 Schulen in Bangkok sollen ab 13. Jan. geschlossen bleiben. Die thailändische Währung Baht verliert unaufhörlich an Wert. Sie steht jetzt auf (36.6 Baht für 1 SFr). Die 3 Botschaften von Deutschland, der Schweiz und Oesterreich warnen die Bevölkerung und raten einen Notvorrat an nicht verderblichen Lebensmittel und Geld anzulegen. Die Aufständischen beginnen bereits mit Demonstrationen durch ganz Bangkok.

Die regierenden Rothemden bleiben derweilen ausserhalb der Hauptstadt, um keinen Grund für Zusammenstösse mit tödlichem Ausgang geben.

Situation Samstag, 4. Jan. 2014:

Bunker und Befestigungen in Bangkok

Bunker und Befestigungen in Bangkok

Die Aufständischen haben sich nun festgelegt, ab 13. Jan. Bangkok stillzulegen und zu besetzen. Sie wollen in Bangkok den Strom kappen, jeglichen Verkehr verunmöglichen, ein Chaos anrichten. Sie haben überall Bunker und Strassensperren errichtet. Bei der Bevölkerung von Bangkok breitet sich mittlerweilen Panik aus. Sie suchen sichere Wohnungen und Häuser ausserhalb Bangkoks. Es ist mit allem zu rechnen.

Offizielle Mitteilungen verlauten:

  • Ca. 1000 Schulen in Bangkok werden von den kommenden Demonstrationen betroffen sein.
  • Singapur Airlines (SIA) hat 19 Flüge nach Bangkok in den kommenden Wochen storniert. Dies geschah aufgrund der fehlenden Nachfrage nach Flügen nach Bangkok. (=Totaler Einbruch der Touristen)
  • 20.000 Polizisten und 20 Kompanien der Armee sind bereit, um grössere Ausschreitungen ab 13. Januar zu verhindern

Es scheint, dass wir Glück haben. Wir werden bereits am 12. Jan. ins Flughafen-Hotel Novotel dislozieren und am 13. Jan. nach Indien abfliegen und erst am 30. Jan. zurückkommen.

Es zeigt sich immer mehr, es geht nicht um die politische Macht, es geht ums Geld. Die High-Society verliert immer mehr an Macht und Zustimmung bei der Mehrheit der Bevölkerung. Damit sinken ihre Chancen, je wieder an das grosse Geld durch kriminelle Korruption zu gelangen. Die einzige Chance, die Ihnen bleibt, ist eine Diktatur!

Situation Dienstag, 31. Dez:

Es wird immer kritischer in Bangkok. Die Aufständischen bauen Bunker und Schutzmauern mit Sandsäcken und haben vor, ab kommendem Wochenende 20 der wichtigsten Kreuzungen in Bangkok zu besetzen und damit die Stadt lahmzulegen, bis sie gewonnen haben. Es sind bereits gegen 8 Tote zu beklagen. Das Militär hält sich noch zurück, aber das kann sich schlagartige ändern. Bei der Polizei weiss man nicht so genau. Die Vorbereitungen zu den Wahlen d.h. Registrierung der Kandidaten, wurden massiv behindert. So sind faire Wahlen nicht möglich.

Es zeigte sich immer mehr, dass die Rechtsstaatlichkeit in Thailand nichtg existiert. Die jetzigen Anführer werden zwar mit Haftbefehl gesucht, aber laufen frei herum. Ebenso die Anführer der Aufstände vor 3 Jahren! Ohne Rechtsstaatlichkeit wird es nie Frieden geben.

Situation Samstag, 28. Dez.:

Die politische Krise in Thailand verschärft sich weiter. Die Militärführung schloss am Freitag eine Intervention nicht mehr aus, sollten sich die Konfliktparteien nicht annähern. Auf die Frage, ob es zu einem Putsch kommen könnte, sagte der Armee-Chef Prayuth Chan-Ocha auf einer Pressekonferenz: „Die Tür ist weder offen noch geschlossen. Alles kann passieren. Es kommt auf die Situation an.“ Das Militär werde versuchen, auf eine friedliche Art und Weise das Richtige zu tun. Daher würden Verhandlungen gefordert.

Zuvor hatte die Armeeführung ein Eingreifen in den seit Wochen schwelenden Konflikt stets ausgeschlossen und lediglich eine Vermittlung angeboten. In den vergangenen 81 Jahren hat das Militär in Thailand 18 Mal geputscht.

Die Äußerungen des Armeechefs bedeuten einen weiteren Rückschlag für Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, die bislang Forderungen nach ihrem Rücktritt getrotzt hat. Sie hat stattdessen eine vorgezogene Parlamentswahl für den 2. Februar angekündigt, aus der voraussichtlich ihre Partei Puea Thai als stärkste Kraft hervorgehen würde.

Situation Donnerstag, 26. Dez:

Die Lage in Thailand wird immer explosiver. Das Land schliddert immer weiter in ein gefährliches Dilemma hinein. Gibt es Wahlen, könnte es zu Gewalttätigkeiten kommen. Gibt es keine, dann könnte das ebenfalls zu Gewalt führen.

Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten am 26. Dezember vor dem Thai-Japanischen Stadion im Bangkoker Bezirk Din Daeng sind nach jüngsten Angaben ein Polizist getötet und über 100 Personen verletzt worden.

Unterdessen drängt die Wahlkommission des Landes, die Neuwahlen zu verschieben, was einem Entgegenkommen gegenüber den Protestierenden wäre

Situation Mittwoch, 25. Dez:

Die Regierungsgegner und Aufständische unter Protestanführer Suthep Thaugsuban beendeten am 24. Dezember die Blockade des Thai-Japanischen Stadions, in dem die Registrierung der Wahlkandidaten stattfand. Trotz der Blockade konnten sich 34 Parteien registrieren, wobei die Registrierung noch bis Ende der Woche möglich ist.

Das Militär hat sich weiterhin zur Demokratie und Wahlen am 2. Feb. 2014 bekannt.

Situation Montag, 23. Dez:

Weibliche Polizistinnen beschützen das Gebäude der Premier-Ministerin.

Weibliche Polizistinnen beschützen das Gebäude der Premier-Ministerin.

Die grossen Demonstrationen am Wochenende sind vorüber. Grosse Teile Bangkoks waren lahmgelegt. Es ging von kleinen Rangeleien abgesehen friedlich zu und her. Die Anzahl der Teilnehmer war gross. Bestimmt mehrere 10’000e wenn nicht gar 100’000e, aber niemals Mio wie es die Anführer der Protestierenden mitteilten.

Raffiniert die Idee der Polizei, zum Schutz des Hauser der bisherigen Premier-Ministerin Yingluck, weibliche Polizistinnen einzusetzen.

Die putschierende Partei der High-Society, also der oberen 10’000, hat beschlossen, die Wahlen zu boykottieren und das Polizei-Gebäude, in dem sich die Parteien und Kandidaten für die Wahlen einschreiben müssen, abzuriegeln, damit sich keiner einschreiben kann. Damit wären keine Wahlen möglich. In diesem Fall  muss sich das Militär und die Polizei festlegen, ob Ihnen die Demokratie so wichtig ist. Bis Ende Dezember wird sich in Thailand vieles entscheiden. Demokratie oder Diktatur!

Situation Freitag, 20. Dez:

Nichts Neues. Immer wieder kleinere Protest-Märsche. Die Aufständischen, d.h. die oberen 10’000,  wollen die Wahlen von anfangs Februar boykottieren oder verhindern.

Situation Sonntag, 15. Dez:

Militär: Kein Putsch, Wahlen sind die Lösung!

Protestanführer Suthep Thaugsuban traf sich am 14. Dezember nach einigem Hin und Her doch noch mit Vertretern des Militärs. Das Gespräch dürfte nicht in Sutheps Sinne verlaufen sein.

Der Oberste Befehlshaber, Tanasak Parimapragorn, wollte den Ausführungen Sutheps nicht folgen. Er sagte, er habe Sutheps Reden gehört, aber „sie nicht verstanden. Wir, in den Streitkräften, befolgen Regeln. Wir sind ausgebildete Militärs. Was Politik betrifft, sind wir nicht gut.“

Suthep erklärte daraufhin, er habe versucht, die Angelegenheit früher zu beenden. Aber da sich die Regierung an die Macht klammere, warte er auf die Entscheidung des Militärs.

Tanasak sprach sich für Neuwahlen am 2. Februar aus unter der Bedingung, dass diese frei und fair sind.

Die Streitkräfte wollen sich offenbar nicht in die Krise hineinziehen lassen. Darauf deutete schon das Auftreten der militärischen Führung bei dem Gespräch: Sowohl der Oberste Befehlshaber als auch die Chefs der drei Waffengattungen trugen Zivilkleidung.

Situation Samstag, 14. Dez:

Oberflächlich gesehen, ist etwas Ruhe eingekehrt. Gewalt gibt es derzeit nicht auf Thailands Straßen, doch der Schein trügt.

Unterschwellig brodelt es gewaltig; es reicht ein Funke, um die Stimmung bei den Regierungsgegnern explodieren zu lassen. Das Militär hat einem öffentlichen Gespräch mit dem Führer der Aufständischen zugestimmt. Journalisten sollen dabei auch eingelden werden

Situation Mittwoch, 12. Dez:

Wenige kleine Anzeichen am Horizont lassen erkennen, dass für die Mächtigen in Thailand, die Demokratie ein wichtiges Gut ist. So hat heute die Militärführung eine Gesprächseinladung des Führers der Aufständischen abgelehnt.

China forderte Thailand zu einen reibungslosen Ablauf der Wahlen anfangs Februar..

Je länger die Unruhen dauern, desto schlechter die Karten für die Aufständischen. Wer zu früh den Kopf zum Fenster raussteckt, der wird als erster geköpft.

Situation Dienstag, 10. Dez:

Die Regierung ist zurückgetreten und König Bhumibol hat dem Gesuch der Regierung stattgegeben und das Parlament aufgelöst. Am 2. Feb. 2014 soll es zu Neuwahlen kommen. Dies wollen aber die Opposition und die Aufständischen auf keinen Fall, denn auf demokratischem Weg haben sie keine Chance.

Wir haben eine ganz gefährliche Situation in Thailand. Wenn die Aufständischen weiterhin eine Diktatur anstreben und die Armee sich nicht einig ist, wenn sie unterstützen soll….dann knallt es = Bürgerkrieg.

Situation Sonntag, 8. Dez.:

Anlässlich des Geburtstages von König Bhumibol haben sich die Aufständischen zurückgezogen und Ruhe bewahrt. Aber für morgen Montag, 9. Dezember wollen sie die Entscheidung zum Sturze der Regierung erreichen. Sie nennen diesen Tag, in Erinnerung an die Landung der Alliierten an der französischen Küste D-Day. (sehr geschmacklos!)

Heute am 8. Dez. haben die Demokraten beschlossen, dass alle ihre Parlaments-Mitglieder ihre Aemter niederlegen werden. Damit haben sie ihre Maske fallen lasssen und sich auf die Seite der Aufständischen begeben, die gegen die Demokratie kämpfen.

Ich bin gespannt, wie sich die Rothemden, die Vertreter der Regierung, die Polizei und das Militär verhalten, denn es geht wirklich um die Frage: Diktatur oder Demokratie

Situation Dienstag 3. Dez.:

Die Regierungskritiker in Thailand gehen weiter auf die Barrikaden: Über 1000 Demonstranten stürmten am 29. Nov. auf das Gelände der thailändischen Armee.

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die „Gelb-Hemden“ resp. die thailändische Oberschicht die im 2011 mit grosser Mehrheit vom Volk gewählte jetzige Regierung absetzen will. Da ihre demokratischen Mittel, sprich Mehrheit im Parlament,  nicht ausreichen, setzt man nun auf Gewalt. Ein bedenklicher aber auch vielsagender Ansatz dieser Gruppierung.

Der kleinen thailändischen Oberschicht und ihren Anhängern aus der Armee und Polizei geht es um die Macht, das Geld und ihre grossen Privilegien, die sie sicherstellen wollen.Es ist bezeichnend, dass sie keine Neuwahlen anstreben, sondern einen nicht gewählten Rat einsetzen, der eine neuen Ministerpräsidenten bestimmen soll, was Abkehr von der Demokratie und Beginn einer Diktatur bedeuten würde. Dies würde Bürgerkrieg bedeuten.

Die nächsten Tage werden entscheiden. Wie wird das Militär auf die Provokationen der Aufständischen reagieren? Die beiden Seiten provozieren sich mit allen Mitteln, denn beide Kontrahenten wissen: der Wer als erster Gewalt anwendet, hat verloren!

Es wäre spannend zu beobachten, wie und ob die Aufständischen auf den Geburtstag des Königs (5. Dez.) Rücksicht nehmen.  Daraus könnte man folgern, ob es sich sogar um einen vorgezogener Machtkampf um die Nachfolge im Königshaus handeln könnte.

[notice]Wir in Hua-Hin spüren nichts von den Unruhen in Bangkok. Hier Mitten in Hua-Hin residiert seit einigen Wochen und Monaten der König. Ich nehme an, die Aufständischen werden sich davor hüten, vor seinen Augen ihr Chaos anzurichten. [/notice]


1. Dez. 2013/15:40: Ich erhalte eine SMS von der Schweizer Botschaft in Bangkok:

Liebe BürgerInnen – Bei Zusammenstössen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition ist am 30.11.2013 eine Person getötet worden. Weitere gewalttätige Demonstrationen sind wahrscheinlich. Halten Sie sich auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Kontaktieren Sie in Notfällen die Schweiz. Botschaft +66 81 822 49 21.


 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2014/08/25/29-nov-2013-thailand-auf-dem-weg-zu-einer-diktatur/