Tag: Aberglaube

Das Jahr 2014 – Das Jahr des Pferdes

Australische Münze zum Jahr des Pferdes

Australische Münze zum Jahr des Pferdes

Im chinesischen Mondkalender löst das „Pferd“ die „Schlange“ ab. Ich bin vor 71 Jahren im Jahres des Pferdes geboren, deshalb hat dieses Zeichen für mich eine gewisse Bedeutung:

Für die chinesischen Menschen symbolisiert das Pferd Freiheit und Lebenslust.  Es ist freundlich und beliebt aber auch ungeduldig, es kann gut mit Geld umgehen und steht meist auf der Seite der Gewinner. Temperamentvoll nutzt es seine Talente und schlägt seinen eigenen und charakteristischen Weg ein. Das Jahr 2014 steht ganz im Zeichen des Pferdes in Verbindung mit dem Element Holz. Es beginnt am 31. Januar 2014 und endet am 17. Februar 2015.

Mein chinesisches Horoskop

„Das Jahr des Holz-Pferdes ist geprägt von einem schwer zu bremsenden Tatendrang. Alles was sinnvoll und durchführbar ist, sollte in diesem Jahr auch in die Tat umgesetzt werden. Entschlossenes Handeln, auch mit ungewöhnlichen Lösungen, ist jetzt dem langfristigen Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten vorzuziehen.

Jedoch sollte der eigene Energievorrat auch nicht aus den Augen gelassen werden. Die enorme Antriebskraft könnte die Reserven schnell erschöpfen. Deshalb ist es sinnvoll zwischendurch auch etwas gemächlicher zu agieren und Ruhephasen einzulegen.

 

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9. – 11. Feb. 2013: Chinese New Year

chinese-new-year-snakeWarten auf die Schlange !

Am Chinesischen Neu Jahr wird mit der ganzen Familie gefestet, gegessen und Freunde besucht. Dazu trage man rote Kleider„, erklärte mir Pat. Dazu gehört aber auch, dass eine Chinesin an diesen 3 Tagen niemals irgendetwas im Hause putzen oder auch Geschirr waschen wird. Dies ward am Tag danach nachgeholt.

Der Feiertag „Chinese New Year“ ist der grösste Feiertag der Chinesen. Er leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein.., das Jahr der „Schlange“.

Auch in Hua-Hin wurden die Strassen im Zentrum sowie das Einkaufszentrum „Market Village“ mit farbenfrohen Laternen und goldenen Glückszeichen geschmückte. Höhepunkt war das Feuerwerk, bei dem auch der hartnäckigste Dämon die Flucht ergreift.

Die Schlange: schlau und lustig

Die Wasser-Schlange gilt in China als herausragend klug, logisch denkend und kreativ. Durch ihre Nähe zur Erde ist sie ein Symbol der Weiblichkeit und eine Verbindung zur weiblichen Gottheit.

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Heilige Bäume in Thailand

Immer wieder findet man in Thailand Bäume,  in denen die „guten Geister“ hausen sollen. Man erkennt sie sofort an den mit grellbunten Tüchern umwickelten Stämmen.

P1030965_6_7_HDR Photomatix Ban Phli Tempel Geist im Baum PICASA THAI HIT4 75bpiDie Mehrheit der Thais glauben fest an Geister und Dämonen. Wenn diese nicht gerade in einem „Geisterhaus“ wohnen, dann leben sie – zumindest glaubt das die Mehrheit der Bevölkerung – in bestimmten Bäumen und Pflanzen, etwa in Bananenstauden. Deshalb gibt es bestimmte Sträucher, die man im Garten oder gar im Haus nicht duldet.

Geistreicher Einfall am Buddha-Baum

Die „Pappel-Feige“, auch „Buddha-Baum“ genannt, spielt eine ganz besondere Rolle im spirituellen Leben der Thais. Laut einer buddhistischen Überlieferung erlebte Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige sitzend das „Erwachen und wurde damit zum Buddha („Erwachter“). Deshalb würde ein solcher Baum niemals gefällt werden, egal ob er für einen Hausbau im Wege steht.

Stehen diese Bäume am Strassenrand oder auf einem Tempelgelände, so werden sie mit bunten Tüchern geschmückt, um die Geister zu ehren.  Mancher Riesenstamm dient auch als Deponie für zerstörte Geisterhäuser, Haustempel oder zerbrochene Buddha-Statuen, die man niemals einfach auf den Müll werfen darf. Nur so wird im thailändischen Glauben sichergestellt, dass die Geister im heiligen Baum ihre neue Bleibe finden und nicht ruhelos und rachelüstern umherstreifen.

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Aberglaube in Thailand: „Lege Dich nie mit einem Geist an“

Geister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Weil sie auch Grundstücke bevölkern, tun deren Besitzer gut daran, den Wesen ein Häuschen samt Opfertisch bereitzustellen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sonst drohen Unheil und Tod.

Phram Dumrai windet sich in heftigen Krämpfen. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Dicke Schweißtropfen rinnen ihm über die Stirn. Der Duft vieler brennender Räucherstäbchen hüllt ihn ein, mit zittrigen Händen schiebt er einige Bissen Betel in den Mund. Seine Gebete werden ekstatischer, während ihm Betelsaft übers Kinn läuft und rote Spuren hinterlässt.

Der stämmige grauhaarige Mann in der goldgefassten Weste mit Tigerfell-Muster hat ein klares Ziel: Er will den Hausgeist der Deutschen Botschaft in Bangkok beschwören. Der Geist soll mit seiner ganzen Familie umziehen in ein neues, prächtigeres Geisterhaus. Das alte muss abgerissen werden, weil die Terrasse vor einem Nebengebäude der Botschaft erweitert wird.Für Thais jeder Gesellschaftsschicht gehören Geister zum Alltag. Bevor Premierministerin Yingluck Shinawatra im August vergangenen Jahres ihr Amt antrat, flehte sie nicht nur die Ahnen sondern auch den Hausgeist ihres Regierungssitzes um Schutz und Hilfe an. Und Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra beschwor – allerdings vergeblich – in einer aufwendigen Zeremonie beschützende Wassergeister, als die thailändische Hauptstadt im 2011 von der großen Flut überspült zu werden drohte.

BangkokDer Geist mag Fanta

Es gibt zahlreiche gute Geister und noch mehr böse, die den Menschen das Leben zur Hölle machen können. Schon sie beim Namen zu nennen, kann bereits Unglück bringen. Sie leben überall, in Bäumen, Höhlen, Flüssen und Seen. Fast jedes thailändische Schiff hat am Bug Blumengirlanden, mit denen die Wassergeister geehrt werden. Mit bunten Schärpen umwickelte Bäume signalisieren im ganzen Land: Hier wohnt ein Geist. Auch in Taxis sollen Amulette und Minialtäre für Schutz sorgen. Viele Thais tragen ein Amulett – oder haben eine Schutz verheißende Tätowierung.

Den Umzug auf dem Gelände der deutschen Botschaft hat Magaichat, eine Art Feng-Shui-Meister für Geister, schon vor Monaten vorbereitet: Zunächst legte er die Stelle fest, an der das neue Geisterhaus stehen soll. Dann hat er Monat, Tag und Stunde des Wohnortwechsels genau bestimmt. Nur wenige können das. Aber Phram Dumrai ist sicher, dass Magaichat die richtige Ortswahl getroffen hat: „Was das angeht, ist er einer von den drei Besten in Thailand.“

„Jetzt kommt es darauf an, dass die Geister das Haus auch akzeptieren,“ sagt Magaichat. Das ist Dumrais Aufgabe. Auch der Phram – ein thailändischer Name für Brahmane – hat alles getan, um dem Hausgeist den Umzug zu erleichtern: Ein reichhaltiger Opfertisch ist vor dem neuen Geisterhaus aufgebaut. Ein gesottener Schweinskopf liegt zwischen zwei gebratenen Enten. Einige Dutzend gekochte Eier, Zigaretten, Blumen, Früchte, Fanta füllen den Tisch.

Der Schutzgeist der Botschaft will aber auch mit Gebeten und Beschwörungen günstig gestimmt werden. Der Ablauf der auf animistischen Wurzeln beruhenden Zeremonie ist seit Jahrhunderten festgelegt. Dumrai gerät in Trance. Nur mühsam kann er sich noch bewegen. Sein Körper krümmt sich. Immer wieder muss ein Gehilfe ihn stützen. „Der Geist ist in ihn gefahren,“ flüstert einer der thailändischen Botschaftsmitarbeiter ergriffen.

Dann strafft sich Dumrai, der Geisterhausbewohner in spe scheint mit dem neuen Heim einverstanden zu sein. Dumrai spricht noch einige Gebete, segnet das neue Haus, die Opfergaben und die umstehenden Zuschauer – erschöpft, aber zufrieden. Er hat seine Aufgabe erfüllt.

Fatales Versäumnis beim Hotelbau

Bangkok: Erewan ShrineNicht alle Geister sind so pflegeleicht. Als besonders gefährlich gelten solche, die sich der Seelen von Menschen bemächtigen, die nach einem Unglück oder Mord plötzlich aus dem Leben gerissen worden sind. Sie finden keine Ruhe, irren als Geister umher und plagen die Menschen. Am schlimmsten sind nach thailändischem Glauben die Geister verstorbener schwangerer Frauen, weil sie gleich aus zwei Seelen entstanden sind.

Um böse Geister loszuwerden, muss ein Mo Phi – meist ein Mönch – herangezogen werden, ein Geisterdoktor, der über Palang Chit verfügt, die Kraft des Geistes, mit der er die bösen Geister vertreiben kann. Die Geisterhäuschen – thailändisch San Phra Phum – demonstrieren am deutlichsten, wie konkret der Geisterglaube im thailändischen Alltagsleben verwurzelt ist. Sie stehen an fast jedem Privathaus, an öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren, Autohäusern, Banken, Versicherungen und Fabriken. Der Hausgeist mit seiner Familie wohnt dort, schützt die Anwesen und ihre Bewohner, die ihm tägliche Opfergaben darbringen.

„Wenn das Geisterhaus in der Botschaft einfach abgerissen worden wäre, ohne dem Geist ein neues Zuhause anzubieten, hätte das großes Unglück über die Mitarbeiter gebracht,“ erzählt Phram Dumrai, der 20 Jahre als Gehilfe eines Geisterbeschwörers gearbeitet hat, bevor er vor fünf Jahren selber zum Meister aufstieg.

In der Tat berichten thailändische Medien immer wieder über Unglücke und geheimnisvolle Krankheiten auf Baustellen, an denen die Belange der Geister nicht genügend berücksichtigt worden sind.

Die rätselhaften Vorgänge beim Bau des heutigen Grand-Hyatt-Erewan-Hotels in Bangkok vor über 50 Jahren dienen noch heute als Warnung, die Kraft der Geister nicht zu unterschätzen: Auf der Baustelle kam es zu zahlreichen Unfällen. Einige Arbeiter starben, andere wurden schwer krank. Ein Schiff, das Marmor für das Hotel geladen hatte, sank ohne erkennbare Ursache auf hoher See. Ein Geisterexperte stellte schließlich fest, dass der Grundstein für das neue Hotel an einem Tag gelegt worden war, der den Geistern nicht genehm war.Bangkok

Erst einmal abwarten – und Geister füttern

Auch sei der Hausgeist, dem das Grundstück gehörte, aus seiner Ruhe aufgeschreckt worden. Eilends wurde nach allen traditionellen Regeln ein Geisterhäuschen für ihn aufgestellt. Zusätzlich ließ man zur Besänftigung der Geister einen Schrein errichten – den inzwischen international berühmten Erewan-Schrein in Bangkoks Innenstadt, bei dem täglich zahlreiche In- und Ausländer um Geld, Liebe, Erfolg, Gesundheit und Erleuchtung beten.

 Seitdem halten sich fast alle ausländischen Unternehmen und viele diplomatische Vertretungen in Thailand vorsichtshalber und mit Rücksicht auf ihre einheimischen Mitarbeiter genau an die Traditionen ihres Gastlandes.Doch die Geister sind offenbar unberechenbar. Denn mit der aufwendigen Zeremonie auf dem Gelände der deutschen Botschaft wurde noch lange nicht sichergestellt, dass der Hausgeist dort weiterhin für Frieden und Ruhe sorgt, erläutert Phram Dumrai. „Die nächsten Monate sind entscheidend,“ sagt er. „Wir haben ihm den besten Platz weggenommen und müssen ihn nun mit dem neuen Haus versöhnen.“ Deshalb sei es wichtig, ihn in den kommenden Wochen gut zu füttern.

Er weiß auch, wie die Geisterfamilie gnädig zu stimmen ist.: „Er isst gerne frisches Obst. Seine Kinder trinken am liebsten rote und grüne Fanta.“ Und sie brauchten wie alle Kinder Spielzeug. „Am liebsten,“ sagt er, „lassen sie Drachen steigen.“

(Kopie eines Beitrages aus dem Online-Spiegel 29.12.2012)

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