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Chinese New Year 2019: Umzug durch Hua Hin

Am  Montag, 4. Feb. 2019 fand die offizielle „Chinese New Years Party“ der Gemeinde Hua Hin statt. Der Anlass  begann am späten Nachmittag mit einem Umzug vom Pone Kingpetch Platz, benannt nach dem gleichnamigen einzigen thailändischen Box-Weltmeister, und führte via Hauptstrasse Phetkasem – Night Market – Hua Hin Market zurück auf den Festplatz.

Dieses Fest war für den ganzen Gemeind- oder Stadtrat die Gelegenheit, sich den Bewohnern und ihren Wählern zu präsentieren. Vorallem der Mayor Khun Jira Phongphaiboon war darin sehr eifrig und begrüsste alle Inhaber der Geschäfte auf der ganzen Umzugsroute und gab jedem eine kleine in Goldpapier eingewickelte Süssigkeit..

Für die chinesische Bevölkerung ist das Neujahrsfest eine Gelegenheit, sich grosszügig zu zeigen und Geld zu spenden. Nach ihrem Glauben erhält man nämlich Spenden im Laufe des Jahres 1’000-fach zurück.

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Chinese New Year 2019: Jahr des Schweines (Teil 1 )

Das Chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, gilt als der wichtigste Feiertag in China. Weil sowohl in China als auch in Taiwan seit 1911 der gregorianische Kalender gilt, fällt das traditionelle Neujahr nicht mehr mit unserem Neu Jahr zusammen. Der Beginn des Neujahrsfestes fällt auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Das Chinesische Neujahrsfest 2019 ist am 5. Februar 2019. Es beginnt das Jahr des Erd-Schweins

Mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentänzen wird das Neujahr eingeleitet. Schon Tage vorher, beginnen die Festivitäten.

In meiner  Foto-Galerie „Best of Thailand“ berichte ich detaillierter und mit zusätzlichen Fotos  über den“Chinese New Year“ Brauch

Chinese New Year’s Party vor dem Market Village

Die nchfolgenden Bilder stmmen von der Chinese New Years Party vor dem Market Village Shopping Center vom 2. Feb. 2019

Der Löwentanz

Der Löwentanz  ist ein traditioneller Tanz in der chinesischen Musik, der von meistens zwei Personen unter einem „Löwenkleid“ mit Musik aufgeführt wird. Der eine Tänzer bewegt den Kopf, der andere das Hinterteil. Im Gegensatz zum Drachen kann der Löwe seine Ohren, Augen und seinen Mund bewegen und die Jagd nach dem Glücksgeld ist eine alte Tradition des Löwentanzes.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

Der Drachentanz

Der Drachentanz gehört zu einer Kategorie der Volkstänze, welche deutlich sichtbare Verbindungen mit der Akrobatik tragen. Denn der sich windende Tanz des Drachen verlangt von den Tänzern akrobatische Sprünge, um naturgetreu die windenden wogenden Bewegungen einer solch großen Kreatur darzustellen. Die Tänzer verwenden dazu zusätzlich Stangen, um den riesigen Körper des Drachen zu heben und zu senken und so möglichst lebensechte Bewegungen zu simulieren.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin: Drachentanz

Rot ist die Farbe des Glücks

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen (oder, je nach Quelle, aus dem Meer) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die Farben Rot und Gold reagieren würde.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

 

 

 

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Jan. 2019: „Live Ticker“ vom Thai-Max

+++ Letzte Spritze in HH +++ Fremdenhass, aber umgekehrt +++ USA auf kriminellen Pfaden +++ Filmdreh +++ Durchfall +++ BLICK 60 Jahre alt +++ Krönung und Parlamentswahlen +++

 

Live Ticker

31. Jan. 2019: Letzte Spritze in HH

Heute habe ich die letzte Augen-Spritze im Bangkok Hospital erhalten. Wie bisher hat alles bestens geklappt und Dr. Pajrat verabreichte sie mir oben in 12-Uhr-Position, wie er mir erklärte. Die Schwestern im Empfang und im Operationssaal kannten mich bereits nach den 4 Spritzen und verabschiedeten sich herzlich von mir.  Diese Herzlichkeit ist typisch Thai. Der ganze Spass hat diesmal 63’050 THB gekostet, was ziemlich genau SFr. 2’000.– entspricht.

Noch eine kleine Schmunzel-Episode: Bevor ich in den Op.-Saal gehen durfte, musste ich alles an der Kasse abgeben:  Meine Tasche, das Geld, Kreditkarten, Handy, Schlüssel, Uhr etc. Nur meine Kleider durfte ich anbehalten. Dieser Vorgang ist sehr mühsam, denn alles muss peinlichst genau registriert und aufgeschrieben werden. Auch das Geld!

Dies wusste ich vom ersten Mal und bin dieses Prozedere auch diesmal umgangen. Ich habe alles zu Hause gelassen, ausser dem Handy und den Skooter-Schlüssel. Da ich aber Geld brauchte, um am Schluss abzurechnen, habe ich dies in meiner Hose vor den Schwestern versteckt ! Wie überrascht waren sie, als ich am Schluss bei der Abrechnung das Geld aus der Hose zog …. sie schmunzelten dabei und sagten etwas  auf Thai wie:  „aber, aber …  kleiner Spitzbube„.

Wir Ausländer müssen uns anpassen, nicht die Thais

Im Moment erlebe ich die verkehrte Welt. Da ärgern sich ein paar Schweizer und Engländer darüber auf, dass die Thais sich in ihrem eigenen Lande nicht an gewisse Regeln halten. Die Thais fahren z.B. mit ihrem Roller auf einem Radweg. In Thailand gibt es Gesetze und Regeln, wie man zu leben hat. Theorie und Praxis sind in Thailand aber verschieden. Dies muss man wissen!  So bekommt bei einem Unfall meistens der Thai Recht. Er nimmt sich auch das Recht, auf einem Radweg oder auf dem Pannenstreifen der Strasse auf der falschen Strassenseite zu fahren. Was heisst auch falsch. Alles ist Ansichtssache. Niemand schreitet ein. Dies muss man eben akzeptieren, wenn man das Leben in Thailand geniessen will. Anderfalls sollte man das Land wieder verlassen.

Diese verkehrte Welt ärgert gewisse Ausländer.  Diese Leute haben noch nicht realisiert, dass sie Gast in Thailand sind und sich an die Lebensweise der Thais zu halten haben, und nicht umgekehrt. In Thailand gelten eben andere Regeln und Gesetze als in Europa!

Dasselbe erwarte ich auch von Ausländern, die in die Schweiz kommen. Diese haben sich anzupassen und nicht wir Schweizer. Wo kämen wir nur hin!

12. Jan. 2019: US-Botschafter Grenell droht deutschen Firmen

Da lese ich in verschiedenen Tagezeitungen, dass der US-Botschafter Grenell deutschen Konzernen, die am Bau der umstrittenen russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, unverhohlen mit US-Sanktionen, sollten sie sich dort weiter engagieren. Damit bestätigt er, dass sich die USA auf dem Wege einer kriminellen Organisation befindet, denn dies Vorgehen ist Erpressung im höchsten Stil.

Etwas übertrieben formuliert, befinden sich die USA in einem Handels- und Digitalkrieg gegen die übrige Welt. Wir sollten uns beim Kauf amerikanischer Produkte wie die von Apple bewusst sein, dass auch die gegen uns als Waffe eingetzt werden könnten. Warum sollen diese nicht entsprechende Abhörsoftwaren enthalten?

7. – 12. Jan: Film-Projekt: Max als Hauptdarsteller – Lasst mich durch, ich bin ein Star!!!!

Jan. 2019: Max in voller Fahrt, und zudem aufwärts

Ja, liebe Freunde. Ich bin noch aktiv, auch wenn ich mich einige Tage nicht gemeldet habe. Ich bin nämlich in einem richtigen Film-/Video-Projekt beschäftigt. Eine Profuktion des „Hendrik von Bertheim“ aus München für „Kirch Thailand-CycleTours„.  Am kommenden Samstag, 12. Jan. gehen die Dreharbeiten zu Ende.

Ich kann es bereits hier verraten, es war eine aufregende Woche mit gegen 500km Radfahren in einer interessanten Radgruppe. Jede einzelne Szene, immer auf dem Rennrad haben wir zwischen 5-7 mal durchspielen, sprich durchfahren müssen, bis Hendrik zufrieden war.

Den Bericht findet ihr unter: „Wie ich quasi zum James Bond eines Filmes wurde

2. – 4. Jan.: Durchfall

Erstmals nach 11 Jahren in Thailand hat mich der Durchfall resp. „Dünnpfiff“ befallen und ausser Gefecht gesetzt. Es hat langsam vor 3 Tagen begonnen, ich war noch mit dem Rad unterwegs, aber gestern in der Nacht auf den Tag, an dem ich zur Augen-Spritze ins Bangkok Hospital musste, hat mich „Montezuma’s Rache“ richtig erwischt. Nur dank ein paar „Imodiums“ konnte ich die 4 Stunden im Spital ohne peinlichen Unfall auf dem Operationstisch überstehen. Seit heute Freitag, 4. Jan.  geht es aufwärts. Ich habe wieder ganz normal essen können.

4.-6. Mai 2019 soll der neue thailändische König gekrönt werden, vorher aber Parlamentswahlen

Ich will mich nun in meiner Meinung nicht festlegen. Es kam für mich etwas schnell und unvorbereitet. Nun ist es amtlich, aber noch nicht definitv: am 4. – 6. Mai 2019 soll der neue thailändische König gekrönt werden. Vorher aber sollen  die von der Militärregierung versprochenen, „freien“ Parlamentswahlen stattfinden. Dies bedeutet aber nicht, dass das Militär die Macht abgeben wird. Sie wird im Parlament und in der Regierung per neuem Gesetz federführend bleiben. Ich bin gespannt, wie sich das Volk verhält.

Am 19. Okt. 2019 feiert der „Blick“ sein 60-jähriges Jubiläum

Ausschnitt aus einer Blick-Ausgabe

Dies ist gar kein würdiges Jubiläum, obwohl es der „Blick“ in der Ausgabe vom 3. Jan. 2019 so darstellt. Der Stil dieser Zeitung mit den grossen, roten Buchstaben ist unserem Schweizer Bildungssystem unwürdig. An den meisten Beiträge kann man leicht erkennen, dass der Schreibende weder an Ort des Geschehens war, noch entsprechend redigiert oder sogar überlegt  hat. Die Texte sind in der Tat austauschbar und würden niemals in einer durchschnittlichen Schülerzeitung Platz finden. Das Schweizer-Hochdeutsch ist verheerend. Abgesehen von Schlagzeilen, Sport-  und Sex-Stories finden sich wenige brauchbare Informationen.

 

 

 

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Das „Artist Village“ in Hua Hin

Eine der grossen Sehenswürdigkeiten in Hua Hin ist das Künstlerdorf „Artist Village“ oder auf Thai „Baan Sillapin“ nur wenige Kilometer ausserhalb Hua Hin in Richtung Hin Lek Fai. Es ist täglich ausser Montag geöffnet von 10 -17 Uhr. Eintritt 40 Baht

Wer dorthin möchte, kann das leicht mit Tuk Tuk oder Taxi machen. Es kostet nicht viel, aber es lohnt sich, den verschiedenen Künstlern bei der Arbeit zu zuschauen und auch mit ihnen zu sprechen. Das Ambiente ist einmalig, Die Aura ebenfalls einzigartig. Zum Verschnaufen gibt es ein kleiner, aber feiner Coffee Shop unmittelbar an einem Lotus-Blüten-See.

Mehr über das Artist Village, und vorallem mehr Bilder findest in meiner Foto-Galerie Thailand und „Artist Village“


Coffee Shop

19. Jan. 2019: Artist Village in Hua Hin

 

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6. – 12. Jan. 2019: Wie ich quasi zum „James Bond“ eines Filmes wurde

Alle nachfolgenden Bilder dieses Berichtes habe ich mit meiner kleinen „ActionCam“ gemacht. Erstaunlich deren Qualität

„Max, fährst Du mit nächste Woche?“

fragte mich Lucien Kirch, seines Zeichens Luxemburger und Tour-Operator für Radfernfahrten in Thailand und den umliegnden Ländern. Wir kennen uns schon einige Jahre aus Hua Hin. Ich war mit ihm im 2017 und 2018 zweimal mit dem Rennrad von Hua Hin nach Phuket gefahren. Mehr über ihn und seine Angebote findest Du im Facebook und  auf seiner illustrierten Homepage: http://thailandcycletours.com/

Damit startete meine Film-Karriere!

Was ich aber noch nicht wusste und erst kurz vorher erfuhr, als er als Tenue-Befehl das grüne „Thailand Cycle Tour“ Rennshirt festlegte, dass er einen Film über seine Rad-Angebote drehen will. Dazu brauchte er ein paar Darsteller, die sich auf dem Rennrad halten konnten und hat mich mit ein paar anderen „Koyphäen“ dazu auserkoren.

Hendrik von Bentheim

Hendrik von Bentheim war der Macher, Produzent und Kamera-Mann. Ein toller Typ und echter, erfahrener Profi! Mit seiner Drohne und Canon drehte er die Video-Sequenzen. Er war unermüdlich. Jede Szene musste mehrmals gedreht werden, d.h. mussten wir die Strecke abfahren. Ob es einen Hügel hoch ging oder auf einem Holzsteg über dem Lotusblüten-Teich.  Wir mussten fahren, bis er zufrieden war. Oft ging bei uns etwas schief. Das eine Mal war der Abstand zwischen uns zu gross, dann waren wir zu langsam oder ein fremdes Auto oder Fussgänger kam in die Szene

12. Jan. 2019: „Huay Mai Tai“ Lake mit Lucien Kirch

Die Dreharbeiten begannen wenige Tage nach dem grossen Unwetter im Süden Thailands. Wir in Hua Hin bekamen zwar nicht viel davon ab, aber der erste Drehtag in die Dolphin Bay fiel wegen des bedeckten Himmels und der fehlenden Sonne buchstäblich ins Wasser. Wie kann man Kunden motivieren, wenn am Ort der Träume keine Sonne scheint?

Am zweiten Tag, ich war am Vormittag bei den Hua Hin Roadies auf einer von mir organisierten Ausfahrt beschäftigt. Am späteren Nachmtttag war jedoch der nächste Dreh geplant: auf dem Holzsteg im Sam Roy Yot Nationalpark über einen grossen Lotus-Blüten-Teich. Die Abend-Sonne stand wunderbar über der Szenerie. Auf dem Rennrad fuhren wir erstmals trainigshalber über den Holzsteg. Hendrik stellte die Kamera ein. Alles war bereit, da kam ein thailändischer Ranger (Aufseher des National-Parkes)  und verbot uns das Radfahren über den Steg . Wenige Minuten später verstärkte ein langsam vorbeifahrendes Polizei-Auto sein Verbot.

Nun war der Spass vorbei. Die Polizei in Thailand ist unberechenbar. Unsere Stimmung fiel auf den Tiefpunkt. Hendrik und Lucien waren genervt. Die Uhr tickte. Die Sonne senkte sich immer tiefer. Mit hängenden Köpfen fuhren wir aus dem National-Park. Bis Hendrik mit seinem Foto-Auge eine prächtige Szenerie entdeckte: Im Hintergrund von uns  die Berge im rötlichen Abendlicht. 5 oder 6x fuhren wir hin und wieder zurück. Einmal zu zweit nebeneinander, das andere mal nur etwas versetzt Hinterrad an Hinterrad. Wir alle waren begeistert. Der Tag war gerettet. Die ersten paar Sekunden Film waren im Kasten, die er  unverzüglich auf seinem Notebook überprüfte. Nun war auch das abendlichem, gemeinsame Essen gerettet. Wir hatten es verdient.

Es gab aber noch eine weitere  Panne, die extrem geschmerzt hätte, wenn wir über den Holzsteg hätten fahren dürfen ….. Hendrik vergass nämlich das Steuerungsgerät seiner Drohne im Hotel!

12. Jan. Huay Mai Tai Lake

Elektro-Arbeiten im Hotel zerstörten das Batterie-Ladegerät für die Drohne

Bereits am frühen Morgen des Mittwochs war die Stimmung wiederum im Keller. Ein Kurzschluss im Hotel von Hendrik zerstörte das Ladegerät seiner Drohne und das seines Apple-Notebooks! Dasjenige für Apple konnte er im Computer-Shop kaufen, aber die Batterien für die Drohne liessen sich nur über einen  USB-Anschluss am Auto oder übers Notebook aufladen.

Aber unsere Stimmung hellte sich mit dem blauen Himmel  schnell auf. Für heute waren die Batterien noch geladen. Auf gings zum „Pranburi Dam“, wo wir wieder hin und her, und als Höhepunkt auf den Aussichtspunkt hinauffahren mussten. Ich klinkte mich aus und verfolgte meine Kollegen, die mehrmals die 10-15%ige Steigung bewältigen mussten, während Hendrik sie mit der Drohne filmte. Welch feines Fingerspitzengefühl brauchte es, die Drohne hoch oben in der Luft und über den Bäumen so zu richten, dass die Fahrer im Blickwinkel waren!

Wer nun meinte, die Tagesarbeit wäre beendet, täuschte sich gewaltig. Hendrik setzt sich als Mitfahrer hinten auf einen Roller und filmte uns, wie wir in voller Konzentration über den Damm „frästen“. Einmal in 1-Reihe, dann wieder zu zweit nahe beieinander ….. und zum Schluss das ganze noch einmal mit der Drohne. Diese Fahrten waren ziemlich kräfteraubend, denn sie verlangten höchste Konzentration, um im Zentimeter-Abstand nicht hinten auf den Vodermann aufzufahren und im dümmsten Fall zu stürzen.

12. Jan. 2019: Sonnenaufgang über Hua hin

Sonnenaufgang, Vineyards und Dolphin Bay

An den nächsten Tagen dasselbe Spiel beim Schwarzen Buddha „Huay Mongkol„, den Vineyards „Rebberge von Hua Hin“ und auf der Dolphin Bay. An einem Tag starteten wir bereits um 06:30 früh-morgens, es war noch Dunkel,  um Aufnahmen beim Sonnenaufgang über Hua Hin zu machen. Immer wieder hin und her fahren, bis es Hendrik gefiel. Meist schickte er uns herum, bis die Batterie der Drohne aufgebraucht war. Dann noch ein paar Mal mit dem Foto-Camera

Mich interessierte der Wein resp. Sekt

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Dreharbeiten auf der Fahrt von Bangkok in den Norden Thailands nach ChiangRai mit einer unverbrauchten Radgruppe weitergeführt wurden.

Hendryk, mein Photo-Lehrmeister

Seit ein paar Jahren habe ich dem Blitzen mit dem Foto-Apparat abgeschworen. Ich hasste diese Schatten-Bilder. und verachtete die heilosen Blitzer bei Nacht, z.B. am „Morgestraich“ (Basler Fasnacht um 4 Uhr in der früh). Ich nutzte dazu lieber das RAW-Format und eine hohe ISO-Zahl. Dies galt, bis ich dies Hendrik erzählte.

Er zeigte mir, wie der Blitz auch bei den Profi-Fotografen in gewissen Fällen als Aufheller einen Sinn macht.  Zum Beispiel beim Gegenlicht, oder nachts, um einen Gegenstand oder eine Person im Vorderung optimal und in voller Schärfe zu fotografieren, während der Hintergrund eine gewollte Unschärfe erhält.

Dazu musste ich meine Canon-Spiegelreflex im Falle einer Nachtaufnahme bei Manueller-Einstellung und  niederer ISO-Zahl, recht offener Blende f/4 und Zeit um 1/30 Sekunde, den Blitz mit reduzierter Leistung und Auslösung bevor der Verschluss klickt (kann im Menue eingestellt werden) vorbereiten resp. einstellen.

Es tönt kompliziert, ist es auch. Ich bin seither am üben. Das Schwierige ist, die optimalen manuelle Einstellungen zu finden, und was bei mir mehrmals schief gng, die richtige Distanz auf das aufzuhellende Objekt. Von 10 Bildern gelingt mir in der Zwischenzeit eines bis zwei.

Mein erstes Erfolgs-Erlebnis: Canon 60D, F/4, 1/5sek, Iso 200, Blitzlichtabweichung: -1.33EV

Ausklang

Jan. 2019: Max voll konzentriert in voller Fahrt

Es war ein tolles Erlebnis. Im kleinen Rahmen habe ich erlebt, wieviel Aufwand es braucht, um ein paar Sekunden Film herzustellen. Ich vermute, dass es mindestens so aufwendig ist, aus den aber-hunderten Szenen einen 2-3 Minuten Film zu schneiden. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Der Titel ist auch noch nicht klar . Wie wärs mit: „Ein Smoothie für ein Halleluja„, angelehnt an den ähnlichen Titel eines Filmes mit Bud Spencer?

Mehr über Hendrik von Bentheim erfährst Du in seinen beiden sehenswerten Internet-Seiten:

 

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2. – 5. Jan. 2019: Geschichte des tropischen Sturmes „Pabuk“ über Thailand

Um es vorweg zu nehmen. Die ersten Meldungen über den bevorstehenden Sturm waren ein grosser Schock für mich, aber zu guter letzt endete alles in Minne. In Hua hin blieb es bei leichten Regenschauern. Auch die grossen Ferien-Destinationen um Phuket und Koh Samui kamen mit einem blauen Auge davon. Einzig ganz unten im Süden im Gebiet Nakhon Si Thammarat hat die Wucht des Sturme einige Zerstörungen angerichtet.

Mi, 2. Jan. 2019 / 12 und 15 Uhr: Erste Warnungen in der Presse

Bereits kurz nach Mittag lese ich in Facebook die ersten Warnungen eines Freundes „Organisiert ja keine Ausfahrt bis Sonntag! Unwetter-Gefahr„. Dies habe ich lächelnd zur Kenntnis genommen und mich zum Mittagsschläfchen hingelegt.

Nach dem Aufwachen um 15 Uhr sah ich dann in einer thailändischen Presse dieses Bild mit dem Hinweis:  Er soll der schlimmste tropische Sturm seit 1962 sein, als es 900 Tote zu beklagen gab.  im vorliegenden Fall werden 5.3 Mio Einwohner in Thailand und Myanmar betroffen sein.

2. Jan. 2019: Unwetterwarnungen; oben und  etwas ausserhalb des Unwetter-Zentrum befindet sich Hua Hin.

Er wird am Rande auch Hua-Hin treffen. Gemäss Wetterprognose wird es ab Freitag bis Montag Abend schütten und stürmen. Die Prognose mit den Zeiten ändert sich aber stündlich! Ganz bestimmt werden in dieser Zeit alle Strassen in und rund um Hua Hin überschwemmt sein.

Ich rechnete mit grösseren Strom-Unterbrüchen und habe mich aufgemacht, um Geld abzuheben,  sowie Lebensmittel für ein paar Tage einzukaufen. Dann  habe ich alles weggeräumt, was nicht sicher festgemacht werden kann. Das Rennrad ins Wohnzimmer, die Sonnenliege hinters Haus.

Do, 3. Jan. 2019 / 9 Uhr: Die Progosen haben sich total verändert

Heute schien in Hua Hin noch die Sonne. Kein Lüftchen und kein Blatt bewegte sich. Ich war froh, denn um 12 Uhr musste ich ins nahe Bangkok Hospital, um meine Augen-Spritze zu empfangen.

Die Wetterprognosen haben sich total verändert. Regen im Raume Hua Hin nur noch ein paar Stunden Freitag-Abends und Samstags. Von Sturm ist keine Rede mehr. Der Tropen-Sturm hat sich scheinbar mehr gegen den Süden Thailands verschoben und wird Phuket, Koh Samui und Umgebung mit voller Kraft treffen.

Fr, 4. Jan. 2019 / 8 Uhr: Himmel ist bedeckt

Kein Wind nichts, nur einige Wolken am Himmel. Es ist merklich kühler geworden. Ist dies die Ruhe vor dem kleinen Sturm bei uns?

Fr, 4. Jan. 2019 / 14 Uhr: Der Sturm erreicht Koh Samui (WebCam)

Auf einer der WebCams von Koh Samui konnte ich erkennen, dass  die ersten Ausläufer des Sturms an Land eingetroffen sind. Die See ist aufgepeitscht, die Palmen drehen sich im starken Wind, es regnet.

Die Wetterprognosen für Hua hin haben sich nochmals verändert. Mit Regen müssen wir erst am Samstag früh bis Sonntag-Mittag rechnen. Ich habe den hinters Haus in Sicherheit gebrachten Liegestuhl wieder aufgestellt, um mein heutiges Mittagsschläfchen im Freien zu geniessen

Sa, 5. Jan. 2019: Es regnet in Hua Hin

Es muss etwas nach Mitternacht gewesen sein, als es in Hua hin leicht zu regnen begann. Ein paar Mal hörte man aus der Ferne ein brummeliges Donnern.

Auf der WebCam von Koh Samui sieht man immer noch stürmische Winde und wellige See, aber nichts dranatisches. Wie ich vernommen habe, ist das Zentrum des Sturmes südlich der grossen Turistengebiete um Phuket vorbeigezogen und hat dort gewütet.

4. Jan. 2019 Tropensturm Pabuk über Nakhon Si Thammarat

So, 6. Jan. 2018 / 10 Uhr: Ende des Schreckens, die Sonne kommt

Fast die ganze Nacht regnete es. Ein feiner leichter Regen, optimal für die Landwirtschaft. In der Schweiz nennen dies „Landregen“. Gegen 10:30 scheint die Sonne wieder. Es wird spürbar wärmer. Wir litten in den vergangenen Tagen doch an „Kälte“ um die 20-22ºC.

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3. Jan. 2019: 3. Augen-Spritze – Mein Darm hat durchgehalten

Es scheint, dass die Augenspritze ohne Ueberraschungen nicht ablaufen kann. Beim letzten Mal hatte ch einen luftleeren Reifen am Roller. Diesmal bekam ich in der Nacht Duchfall und zwar einen nahrhaften. Jede Stunde musste ich. Dann nahm ich jedesmal, wie im Beipackzettel beschrieben eine Schmelztablette „Imodium“.

Um 12 Uhr ging ich zum letzten Mal aufs „Häuschen“, bevor ich mit dem Roller ins Spital fuhr. Ob mein Darm durchhalten wird? Er tat es. Ich weiss, auf ihn kann ich mich verlassen.

Man beachte, dass unter „Age“ sogar angegeben ist, dass ich seit 3 Tagen 76 Jahre alt bin

Wiederum zu  Hause meinte ich etwas Luft ablassen zu müssen. Es war keine Luft … ha ha ha …. und die Hose landete in der Waschmaschine.

Mit der Spritze hatte alles geklappt. Der Durchfall hielt auch am Tag darauf noch an. Aber ich fühlte mich nicht schlapp und hatte sogar Appetit auf eine leichte Malzeit

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High Speed Train – Hochgeschwindigkeitszug Bangkok – Hua Hin

15.11.2018: Baustelle für Highspeed Train Hua Hin

Als ich Mitte Oktober von der Schweiz kommend in Hua Hin ankam, fielen mir als erstes die übergrossen Baukranen auf der aktuell einspurigen Eisenbahn-Strecke auf. Bald erfuhr ich, dass hier am Hochgeschwindigkeits-Trasse zwischen Bangkok und Hua Hin gebaut werden soll.

Etwa 10 m über dem Boden  auf Beton-Stelzen wird die Schnell-Bahn geführt. Wie ich vernommen habe, haben die Chinesen die Bauherrschaft übernommen. Die Strecke wird für eine Geschindigkeit von 250 km/h ausgelegt. Bis im 2022 soll die Strecke in Betrieb gehen. Anstatt 4 Stunden soll die 211km lange Fahrt nur noch 1,5 Stunden dauern. Ob dieser Zeitplan realistisch ist?

Links: Streckenbeschrieb Bangkok Hua Hin Mitte: Strecke um Soi 94 und Soi88. Rechts: Grafik der Hochbauten. Oben und unten je 2 Spuren

Auf dem obigen Plan sieht man, dass je zwei Spuren gebaut werden. Die Hochgeschwindigkeit-Geleise auf den Pfeilern und am Boden zwei Geleise für die langsameren Züge

 

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Glückliche Zeit mit Pat

11 Jahre sind wir nun zusammen. Dank Pat habe ich einen grossen Teil Thailands kennen gelernt. Mit ihr und ihrer Schulklasse bin ich in den ersten paar Jahren in Thailand weit herumgekommen. Ich kenne mehr von Thailand als fast alle meiner hiesigen Freunde. Dann erkrankte Pat. Sie entkam nur knapp einer Säure-Gas-Explosion mitten in Bangkok. Sie leidet immer noch unter den zugezogenen Verätzungen.  Ihre Lunge, Leber und Stimmbänder sind angeschlagen. Sie braucht eine monatliche Behandlung im Spital.

Trotzdem finden wir immer wieder Zeit für einander. Monatlich verbringt sie etwa 2 Wochen in Hua Hin. Ihren 65.-Geburtstag feierten wir 3 Tage verspätet  am 22. Dezember in Samut Prakan (Bangkok) im Kreise ihrer Familie.

Geb.-Tags-Party von Pat mit Familie: Schwester, Jujee, Snooker

Sie benutzte die Gelegenheit, mich an bekannte und mir so liebe Orte zu bringen, die ich vor Jahren immer wieder besuchte: Unseren Hong Thong Tempel, den einmaligen Bang Phli Chinese Market, der grossen Samrong-Lebensmittel-Markt und den grosse Weihnachts-Sales-Markt unweit ihres Hause in Samut Prakan.

Da Pat nicht mehr sprechen kann, oder nur ganz leise, unterhalten wir uns via Google Translator auf dem Mobile-Phone und durch aufschreiben. Es geht recht gut. Ich habe gelernt, in Frageform zu sprechen, sodass Pat nur ja oder nein sagen resp. mit dem Kopf anzeigen muss. Wenn wir in Bangkok oder auch hier in Hua Hin etwas erfragen müssen oder im Restaurant etwas bestellen, schreibt Pat dies auf einen Zettel und zeigt es den betreffenden Personen.

22. Dez. 2018: Hong Thong Tempel

Mehr Bilder von Pat findet ihr in der „Foto-Galerie Thailand“: Bilder von Pat

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26. Dez. 2018: Immigration: Meine Aufenthaltsbewilligung ist um weitere 12 Monate verlängert

Vor 2 Tagen erhielt ich von der Thailändischen Immigration-Behörde auf meiner Thai-Mobile-Nummer die Message, dass mein Visum bald abläuft und ich so schnell wie möglich bei Ihnen vorbeischauen soll! Dies nenne ich Service! grossartig!

Es ist für mich immer ein Stress. Man weiss nie, ob die Thailändischen Immigration-Behörden etwas neues sehen möchte. Am besten nimmt man alles mit, was sie interessieren könnte. So zum Beispiel auch mein Bank-Büchlein, sowie einen aktuellen Kontoauszug.

Ich habs geschafft und innert 10 Minuten die Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung um weitere 12 Monater erhalten.

Thailand fordert seit ein paar Jahren gewisse Sicherheiten über die finanzielle Situation der Gäste. Seither ist die Zahl abgestürzter Farangs massiv zurückgegangen. Bisher habe ich diese Anforderungen mit den  geforderten 800’000 THB, das sind etwa 24’000 SFr. auf einem thailändischen Bankkonto, erfüllt.

Verlängerung Aufenthaltsgenehmigung (Visum) mit Multiple Entry gültig bis 13. Jan. 2020

Immer diese doch reche Summe auf einem Bankkonto haben mich gestört. Für die aktuelle Verlängerung meines Visum benutzte ich die andere Variante mit einer „Rentenbescheinigung“ meines Hauptsponsors Novartis, die von der Schweizer Botschaft in ein für Thailand offizielles Dokument umgeschrieben und ausgestellt wurde. Thailand verlangt eine monatliche Mindestrente von 65’000 THB, entsprechend etwa SFr. 2’000.–.

Am Vortage habe ich alles vorbereitet. Die beiden Formulare TM 7 und 8 aus dem Internet heruntergladen und mit einem „PDFXChange-Viewer“ direkt am PC ausgefüllt. Dann die Beilagen kopiert und beigeheftet. Die Rentenbescheinigung der Schweizer Botschaft holte ich mir im November, als ich ien paar Tage in Bangkok zum Shopping weilte.

Um 08:30 öffnet das Immigration Büro unweit von der königlichen Sommer-Residenz in Hua Hin ihr Türen. Ich kam 1 Stunde später und stellte fest, dass wenig los war. Ich traf den Velo-Kollegen Jos Klumper, der eben sein Verlängerung erhielt. Ich musste nur 3 Nummern warten. Alle meine Papiere waren in Ordnung. Die Dame war zufrieden und stempelte, wie das Zeug hielt. Schätzungsweise 20-30 Stempel waren nötig, um den Pass und die beiden Formulare TM7 und 8 mit den richtigen Visa-Inormationen  zu versehen.

Vorgehen und Anforderungen zu den Unterlagen: Siehe Beitrag in diesem Blog vom 3. Dezember 2018: „Anleitung zur Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung in Thailand“

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08/15-Weihnachts- und Neujahrsgrüsse machen mich traurig

Es ist wieder Weihnachts- und Neujahrszeit. Für viele eine einmalige Gelegenheit, Bekannten und weniger Bekannten zu zeigen, wie man sie lieb hat! Leider wissen die meisten nicht mehr, welche Bedeutung ein Weihnachts- oder ein Glückwunsch überhaupt hat: dem anderen zeigen, dass man ihn mag und an ihn denkt!

Dies macht man bestimmt nicht, indem man  ein Video aus dem Netz oder noch schlechter ein  soeben erhaltenes weiterschickt.

Solche Zusendungen machen mich traurig. Sie zeigen mir, dass ich denen nicht viel Wert bin. Ein paar Zeilen oder ein selbstgefertigtes Foto würde mir Sympathie und Zuneigung zeigen. Es muss kein grosser Brief sein. Aber etwas indivuduelles!

Ich danke allen meinen echten Freunden, die mir geschrieben, oder ein sympatisches Familien-Foto geschickt haben. Ich bin froh, dass ich jeden 10. Zusender zu meinen Freunden zählen kann.

Liebe Freunde und weniger Freunde. Nehmt dies zu Herzen. Lieber nur ein Bruchteil verschicken, aber dieses von Herzen!

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Hong Thong Tempel – Der Ort meiner letzten Begegnung

Dies stand schon lange fest und meine Tochter weiss es: Falls ich nicht in Europa sonden in Thailand versterben sollte, dann will ich hier in Thailand kremiert und meine Asche soll im „Wat Hong Thong “ ins Meer verstreut werden. Dies ist mein innigster Wunsch.

Am 22. Dez. 2018 besuchte ich mit Pat diesen für uns so besonderen Ort

Etwa 60 km ausserhalb von Bangkok (Song Khlong, Ampoer Bang Pakonk, Chacheongsao Province) liegt mitten im Meer der „Wat Hong Thong“ Tempel. Ich war im 2008  erstmals dort und war schon damals beeindruckt von der Ruhe und Zufriedenheit, die hier herrschte. Keine Hektik und kein Lärm. Viele Gläubige kommen hierher, um die Asche ihrer Verstorbenen im Meer zu verstreuen. Man sah noch ein paar Urnen zwischen den Sträuchern. Sie ruhen hier und niemand würde sie anrühren.

Alle paar Jahre besuche ich gemeinsam mit Pat diesen Tempel, weil wir beide an diesem Ort unsere Ruhe und Zufriedenheit finden.

Koordinaten:  N:13.47423, E:100.87230

Adresse: Song Khlong, Bang Pakong District, Chachoengsao

Wat Hong Thong

Wat Hong Thong

 

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Die POST, der Schweizer Staatsbetrieb wieherte

Wer vermuten würde, dass in einem Menue-Punkt „Bezahlen“ Rechnungen und Zahlungsaufforderungen abgelegt werden, der liegt bei der Schweizer Post falsch! Diese werden nämlich unter „Einstellungen“ abgespeichert. Darauf muss aber ein normaler Bürger zuerst kommen! Ich hab dies nicht geschafft!

Eine Zahlungsaufforderung ohne Rechnung !!!!

Ich habe bei der Schweizer Post den Service „e-Post Office“ gebucht. In diesem werden mir meine persönliche Briefpost gescanned und elektronisch als Mail zugestellt. Dieser Service ist nicht gerade billig, aber in meinem Fall mit den vielen Auslandaufenthalten zweckmässig.

Bisher funktionierte alles bestens. Bis am 1. Dezember ich  von der Post ein Mail erhielt: „Bitte begleichen Sie den offenen Betrag in E-Post Office mit einer gültigen Kreditkarte bis spätestens am 11.12.2018„.

Unverzüglich ging ich in die „E-Post-Office-Umgebung*, fand aber nirgends einen Hinweis auf eine offene Rechnung. Auch unter dem  „Bezahlen“ war nichts zu finden. Noch weniger funktionierte der Link, der im Mail mitgegeben wurde. Nach  einigem Hin- und her mit dem Kundendienst löste sich am 17. Dezember das Problem:  Die Rechnung war unter „Einstellungen“ abgelegt!

Sept. 2018: ePost-Office

Auf einen solch einfältigen Speicher-Ort für offene Rechnunge kann nur ein Staatsbetrieb kommen. Unter „Einstellungen“ verwaltet man normalerweise seinen Namen, Passworte und Darstellungen.

Seither ist die Welt für mich wieder in Ordnung. Ein Dank an den Kundendienst der Post, der diese Schwachpunkte in der Informatik eines Staatsbetriebes ausbaden musste.

 

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Thailändisches Schulsystem, Berufsausbildung, Studium

In den Schulsystemen sind sich Thailand und die USA gleich

Ein Strassen-Schneider in Bangkok

Ich kann nicht dafür unterschreiben, dass, alles genau stimmt, was ich hier schreibe. Aber das meiste sollte der Realität entsprechen. Das Schulsystem in Thailand „gibt sich Mühe“. Gleich wie das in den USA. Beide kennen nur die Grundschule und alles andere ist privat gegen Bezahlung. Wenn man Glück hat oder überdurchschnittlich intelligent oder ein Supersportler ist, dann erhält man ein Stipendium. Es gibt in beiden Ländern keine Berufsausbildung in unserem Sinne.

Falls man Handwerker sucht, dann ist es Glückssache. Alle geben sich Mühe, aber nur wenige sind echte Profis. Ich mit meinen Do-it-yourself-Erfahrungen könnte mich Schreiner oder auch Elektriker nennen, und wäre guter Durchschnitt.

Interessant ist, dass trotzdem überdurchschnittlich viele Thais einen Universitäts-Abschluss haben. Ob sie diesen effektiv erlangt oder erschwindelt haben, lass ich offen.  Die Lösung dieser Diskrepanz ist: Auf einer Thai-Universität kann man von der einfachsten Berufsausbildung bis zum Ingenieur und sogar mit Doktor-Titel abschliessen. Deshalb haben viele Friseusen auf einer Universität studiert. Oder sie studieren „Business Organization“, was etwa einer Sekretärin entspricht.  Dieser Weg kostet sehr viel Geld, weshalb viele der Thais nebenbei noch einem anderen Gewerbe , einem Horizontalen oder Massage oder was auch immer, nachgehen müssen, um sich das dazu notwendige Geld zu verdienen.

Ein solcher  Universitäts-Abschluss ist in Thailand äusserst wichtig, denn das erste, was ein Thai von einem anderen  erfahren  will, ist sein Beruf und seine Ausbildung. Daraus wird er den Fremden hierarchisch einstufen und einer Gesellschaftsschicht zuordnen. (Aeltere wie ich werden nach dem Alter gefragt und danach eingestuft!)

Ein Thai wird niemals „Chauffeur“ oder „Gärtner“ als seinen Beruf angeben. Er wird sagen, er habe ein „eigenes Business“ und sei selbständig. Als ich dies noch nicht wusste, hatte ich einmal zum Spass über Pat gesagt: „Sie sei die beste Chauffeuse in Thailand!“ (weil sie wirklich exzellent in Bangkok herumkurvte.) Darauf hing unser Haussegen ein paar Stunden schief!

Mein nachfolgend beschriebener Elektriker erzählte mir zum Beispiel voller Stolz, dass seine hübsche Tochter Hostess bei der vietnamesischen Fluggesellschaft sei! Die ganze Familie lebt vom Ansehen einer Person, als Hostess!

 

Hilfe, zwei meiner Deckenventillatoren waren defekt

Zwei meiner Decken-Ventillatoren hatten ihren Geist aufgegeben und mussten repariert oder ersetzt werden. Maleena, meine Hausbesitzerin,  organisierte einen Elektriker aus der Gemeindeverwaltung, der sich damit nebenbei etwas zusätzliches Geld verdient. Er empfahl uns, keine neuen zu kaufen, sondern  nur den Elektromotor auszutauschen, was ich dann auch unterstützte

Drei Tage später kam er mit den beiden revidierten Ventillatoren und begann mit der Montage an der Decke. Bereits auf Anhieb, drehten die Rotorblätter, aber es leuchtete kein Licht. Nun begann er zu denken und auszuprobieren. Schalter ein, Schalter aus … und dies x-Mal. Es nahm sogar den Schalter an der Wand auseinander. Mir wurde es mulmig. Ich versuchte  ihm auf englisch zu erklären, dass er bestimmt die beiden Stromkabel Phase und Nullleiter bei den beiden Anschlüssen für den Ventillator und die Lampen verwechselt hätte. Aber er verstand mich nicht oder wollte mich nicht verstehen. Zudem durfte ich ihn ja nicht blosstellen.  Aber glücklicherweise entdeckte ich, dass bei seinem probieren in einer bestimmten Stellung eine Lampe leicht leuchtete und flackerte, sobald er den Ventillator auf Volllast laufen liess. Ich zeigte ihm dies. Seine Augen leuchteten auf. Er tauschte die beiden Kabel aus. Ich war happy und er war happy, weil er sein Gesicht nicht verloren hatte.

Ja, so ist es in Thailand. Die meisten Handwerker lernen ihren Beruf „on the job“. Und hängen eben einfach Kabel aneinander. Deshalb sind in vielen Thai-Häuser die Phase manchmal auf der einen Seite der Steckdose, manchmal auf der anderen. Gleich wie beim Wasser. Manchmal ist das Warmwasser auf der rechten, manchmal auch auf der anderen Seite über dem Waschbecken.

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Geschichten aus Hua Hin: National-Hymne und Kulinarisches

Nationalhymne

Ich war auf dem Weg zum Markt, als auf einmal alle Leute auf den Gehwegen und die Fahrzeuge auf der Strasse stillstanden. Der Polizist, der vorher für die Parkordnung schaute, stand aufrecht mitten auf der Strasse und grüsse mit hocherhobenen Hand. Einzig der Mönch nebenan sprach sein Gebet zu Ende.

Um 8.00 Uhr morgens und um 18.00 Uhr abends wird die Nationalhymne Thailands auf Lautsprechern, im Radio und im Fernsehen gespielt. Alle Leute lassen dabei alles stehen und liegen. Sie richten sich auf, wenn sie nicht sowieso bereits stehen.  Nach rund 1 Minute endet die geisterhafte Zeit und Bewegung kommt wieder ins Leben der Thai.

Süssigkeiten

Bisher war ich der Meinung, die Thais haben wenige oder  keine Süss-Speisen. Ein paar Mal habe ich mich von Torten verführen lassen, sie aber nach wenigen Bissen weggeschmissen.

Als ich vor wenigen Tagen an einem kleinen Markt vorbeikam, sah ich diese Süss-Speise, eine Art Crepe Pfannkuchen mit Crème …. und habe mich in sie verliebt. Bereits am nächsten Tag habe ich mir nochmals eine Portion geholt zu SFr. 1.–

Shopping für mein Essen zu Hause

1-2 mal je Woche gehe ich auswärts essen. Aber dazwischen liebe ich es zu Hause. Den Salat kaufe ich im Geschäft bereits vorbereitet ein. Dazu gibt es oft ein Hühnchen, selten einen Fisch.

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8. Nov. 2018: Meine Augenspritze in Hua Hin auf thailändisch

Um es vorweg zu nehmen, alles hat bestens geklappt.  Ich genoss eine professionelle Behandlung. Jedoch die Umstände waren typisch asiatisch!

Eye Clinic Dr. Payrat

Wie ihr wisst, leide ich unter der Augen-Krankheit „Feuchte Makula Degeneration„. Um den Sehverlust zu stabilisieren oder sogar zu heilen, muss ich einstweilen monatlich eine Spritze ins betroffene linke Auge verabreichen lassen.

In der Schweiz wurde ich in der Vista-Augen-Klinik behandelt. Die ganze Behandlung dauerte hier etwa 1 -1½ Stunden inkl. OCT-Messung, ärztliche Besprechung und Verabreichung der Spritze. Wobei der Aufwand für die Spritze samt den 5 Tropfen, um das Auge unempfindlich zu machen, etwa 30 Minuten betrug.

Mein Aufenthalt in Thailand war nur möglich, weil ich von einem Schweizer Bekannten mit der Augenklinik Dr. Pairat eine vertrauenenserweckende Adresse und Referenz erhielt. Von meiner bisherigen VISTA-Klinik in Basel erhielt ich zudem einen ausführlichen Krankheitsbeschrieb samt OCT-Bilder in englischer Sprache.

Wenige Tage nach meiner Ankunft in Hua Hin begab ich mich zum  Antrittsbesuch in die Augenklinik des Dr. Pairat. Eine kleine Arzt-Praxis unmittelbar beim Shopping-Center Market Village mit einem Empfangsraum und Behandlungszimmer. Wenn man hineingeht, zieht man draussen seine Schuhe aus. Der Augenarzt Dr. Pairat  machte mir vom ersten Augenblick an einen professionellen  Eindruck. Mit grosser Geduld erklärte er mir nochmals meine Krankheit und sein Vorgehen. Ich hatte nach kurzer Zeit volles Vertrauen zu ihm.

Am Donnerstag, 8. November war es dann soweit. Die erste Spritze in Thailand stand auf dem Programm.  Dr. Pairat verabreicht die Spritzen nicht mehr in seiner Praxis, sondern mietet sich im nahen Bangkok Hospital einen Operationssaal, um die Sterilität sicher zu stellen.  Ich war schon etwas beunruhigt, denn ich wusste ja nicht, wie die Thais diese „Operation“ wie sie meine Behandlung nannten, wohl durchführten.

Max auf dem Rollstuhl !

Meine Befürchtung, dass in Thailand alles anders funktioniert,  bestätigte sich auch in diesem Fall schnell. Sie behandelten mich nämlich als Schwerst-Kranker, der operiert werden sollte. Als ich mich im Bangkok Hospital um 12 Uhr meldete, fragte mich die Empfangs-Schwester als erstes, ob ich nüchtern sei und in den letzten 6 Stunden nichts gegessen hätte? Ich musste lachen und erwiderte,  dass ich vor 2 Stunden ausführlich gefrühstückt hätte … mit Spiegelei und Würstchen! In der  Basler VISTA-Klinik war dies nie ein Thema. Sie war entsetzt!

Sind Sie alleine hier? Hat Sie denn niemand begleitet?“ wurde ich mehrmals von den Kranken-Schwestern gefragt. Es war für sie unverständlich, dass einer in dem Alter alleine ins Spital geht, denn die Thais kommen mit ihrer ganzen Familie und die Farangs werden von ihren thailändischen Freundinnen begleitet. Nur der Max kam ganz alleine angewatschelt.

Ob der Fragen wurde ich nochmals etwas unruhiger. Der obere Blutdruck stieg auf 161, als sie mir Blutdruck, Puls und Temperatur massen. Viel zu hoch meinten sie. Sie liessen sich auch nicht beruhigen, dass ich im Spital oder beim Hausarzt immer einen zu hohen Blutdruck habe. Das „weisse Kittel-Syndrom“ erklärte ich ihnen. Dann schickten sie mich auf die Toilette, um mein letztes Pipi zu erledigen!

Nach ein paar Minuten Wartezeit wurde ich in einen Behandlungsraum geführt und musste mich auf eine Liege legen.  Der Raum war sehr einfach ausgerüstet. Keine Lampen und vorallem kein verstellbares Bett für die Augenbehandlung.  Ob sie mir hier die Spritze geben werden? Nein, undenkbar. In der Tat erhielt ich hier die letzten 5x Antibiotika Eye-Drops „VIGAMOX.

Nach eine halben Stunde durfte  ich wieder aufstehen, aber das stand bereits ein Pfleger mit Rollstuhl vor meinem Bett.  Die Schwester meinte: „Ich darf nun keinen Schritt mehr alleine gehen. Der Rollstuhl bringe mich von einem Ort zum anderen.“ So wurde ich sitzend an vielen anderen Kranken, die wirklich krank waren und auf ihre Behandlung warteten, zur Kasse gestossen. Dort musste ich meine Handtasche und alles wertvolle wie meine Halskette, die ich seit Jahren nie mehr abgenommen hatte, meine Uhr, das Handy und den Geldbeutel abgeben. Alles wurde genau und exakt gezählt und registriert. Zum Schluss hatte ich nur noch meine Kleider an! Lachend meinte die Kassiererin: das nächste Mal lassen sie am besten alles zu Hause!

Dann liess ich mich wiederum an den vielen wartenden Kranken vorbeischieben zum Lift und in den 1. Stock zu den Operationssälen. Es überkam mich ein mulmiges Gefühl, als ich auf dem Rollstuhl sitzend, die stehenden und im Lift mitfahrenden Aerzte und Patienten von unten anschauen musste,  die mich mitleidig anlächelten.

„Schlachtbereit“ im  Operationssaal

Tatsächlich schoben sie mich in den Operations-Trakt hinein. Auch hier fragte mich die eine Ops-Schwester voller Mitleid, ob denn niemand mich begleite? Es tönte, als ob mir eine schwere Operation bevorstünde. Ich glaube, die machen keinen Unterschied, ob eine schwere Herz-Operation oder eine heikle Augenspritze vorlag.

Und in der Tat. Ich musste meine Schuhe mit sterilen Crocs-Gummi-Schuhe tauschen, dann hielt mir eine Krankenschwester einen blauen sterilen Morgenrock hin und deutete mir mit gesenktem Blick, dass ich mich ausziehen müsse. „Nur das Hemd?“ Nein, alles. „Auch die Unterhose?“ ja auch die, meinte sie. Als ich den Morgenrock anzog, wie es bei uns üblich ist, also vorne uebereinanderklappend, kicherte sie und zog ihn mir richtig an: Hinten übereinanderklappend. Dann wurde ich nochmals abgechecked, ob ich wirklich der Max Lehmann mit Geburtsdatum 31.12.1942 sei …. und welches Auge betroffen sei? Und flugs erhielt ich über meiner linken Augsbraue 2 rote Kreuze aufgemalt.

Dann gings zu einem grossen Chromstahlbecken, wo ich meine Hände, Arme und vorallem mein Gesicht mit einer roten Flüssig-Seife waschen musste.

Nun war ich  „schlachtreif“, kam es mir vor. Sie setzten mich auf eine alte Ledersitzgruppe, die ich zu Hause nie hingestellt hätte. Wer ist da wohl vor mir schon mit nacktem Hintern drauf gesessen? Die musste voller Bakterien sein! grrrrrrrrrrrr !

Immer wieder huschte ein Mädchen an mir vorbei. „Der Doktor kommt bald. Er hat sich etwas verspätet,“ meinte eine. Endlich kam Bewegung in die Warterei. Zu Fuss wurde ich „Händchen haltend“ in den Operatiossaal geführt, wo ich mich auf den in der Mitte stehenden Operationstisch legen musste.  Die Schwestern liessen mich keinen Moment mehr  aus den Augen. Vielleicht ist schon einer vor Angst zusammengebrochen oder im letzten Moment abgehauen? Nun wurde mir der Morgenrock von hinten geöffnet und über die Schultern nach unten gezogen. Dann würde ich an die Maschinen angehängt. Ein Finger für den Puls, den linken Oberarm für den Kreislauf und dann noch ein paar Kleber auf Brust und Bauch für die Messkathoden. So lag ich nun da. Links und rechts piepste es und über mir 6 grosse Operationslampen. Ich war gespannt, was als nächstes kam!

Eigenartig. Die gaben mir noch keine Topfen, um das Auge unempfindlich zu machen. Ist dies in Thailand etwas nicht üblich? Fragte ich mich und fragte dies auch den Dr. Pairat, der mittlerweilen eingetroffen war. Nein, nein, sie bekommen nun diese Tropfen. Sie werden absolut nichts spüren, meinte er mit beruhigender Stimme.

Dann ging alles recht schnell. Das Auge wurde mehrmals intensiv mit verschiedenen braunen und durchsichtigen Flüssigkeiten gespühlt, dann kamen die Anti-Schmerz-Tropfen und das folgende war etwa ähnlich wie in der Schweiz mit antiseptischer Abdeckung des Gesichtes und der Augen. Während ich in der Schweiz immer einen kleinen feiner Pixer spürte, habe ich hier gar nicht gespürt und einzig die Schlieren des einfliessend Medikamentes „Eylea“ im Augen sehen können.

Finish„, meinte Dr. Pairat. Er schüttelte mir die Hand und meinte, ich solle morgen in seine Praxis kommen, Das Pflaster über dem Auge könne ich nach 1-2 Stunde entfernen. In der Schweiz bekam ich kein Pflaster, aber den Hinweis, mein Auge nicht zu strapazieren, kein Internet und keine Zeitung lesen, ausser Fernsehen, das sei gut fürs Auge.

Ich wollte bereits ab dem Schragen springen, als die Schwestern mich zurückhielten und mich auf ein mobiles Bett schoben. Dieses stiessen sie in einen Nebenraum. Bei normalen und schwereren Operationen der  Aufwachraum. 30 Minuten müsse ich hier bleiben und mich erholen, meinte die Aufsicht habende Schwester. Ich sei hübsch und stark, meinte sie, niemals 75 Jahre alt,  und machte mir die typischen liebenswürdigen Thai Komplimente, die einem immer wieder motivieren und aufstellen.

Nach 30 Minuten durfte ich aufstehen. Keine Schwester war weit und breit. Ich suchte mir den Ausgang, wo meine Kleider in einem Kasten hingen. Ich wollte bereits abhauen, da kam der  verflixte Rollstuhl wieder, der mich zurück zur Kasse brachte, wo ich erstmals wieder auf eigenen Beinen meine deponierten Wertsachen in Empfang nehmen konnte und die Differenz zum Depot, das ich Tage zuvor bereits hinterlegte, bezahlen durfte.

Kosten

Die ganze Sache samt Arzt, Operationssaal und Medikament Eylea kostete 63’740 THB. rund etwa SFr. 2’000.– Eine hohe Summe im Vergleich zu den Kosten der Vista-Klinik. Das teuerste war des Medikament Eylea. Es wird in einer 2er-Packung für beide Augen, d.h. 2 Anwendungen geliefert. Ich brauchte aber nur für 1 Auge. aber ich musste für beide bezahlen. In Basel wird nur die Hälfte verrechnet, denn die zweite Packung wird dem nächsten Patienten gespritzt.

  • Augen-Medikament Eylea: 59’400 THB
  • Operatiossaal mit allen Maschinen und Schwestern für 1 Stunde:  1’200 THB (Man stelle sich vor: dies sind Fr. 35.–)
  • Aufwachraum je Stunde: 500 THB
  • Behandelnder resp. operierender Arzt Dr. Pairat: 2’000 THB (das sind etwa Fr. 60.–)

 

Nachuntersuchung

Am Folgetag den Freitag sollte ich zur Nach-Untersuchung zu Dr. Pairat, aber es regnete in Strömen. Es war unmöglich zur Augenklinik zu gelangen. Die meisten Strassen in Hua hin waren überschwemmt. Das Wasser stand auf einzelnen Strassenstücken kniehoch,  Ich musste absagen und den Termin auf Morgen resp. Montag versschieben.

Ich war dann am Samstag dort, wo er den Augendruck mass und sonst alles in Ordnung fand.  Für die Nachuntersuchung bezahlte ich 600 THB, das sind etwa SFr. 18.– Am 6. Dezember wird die nächste Spritze fällig. Der Operationssaal ist bereits reserviert

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America First – Ein Lügner an deren Spitze

Bild von (pixabay.com by John Hain)

Könnt ihr Euch dies vorstellen? Donald Trump als Euer Vater, Schwiegervater, als Freund für gemeinsame Ferien und im Sport, als Vorgesetzter, als Nachbar oder sogar als Liebhaber?

Sind Amerikaner Lügner oder nur ungebildet?

Für beide Parteien in den USA war das Resultat der Halbzeit-Wahlen nicht berauschend. Im Gegenteil, mir scheint, die Demokraten haben weniger zugelegt, als erhofft und vorausgesagt. Die Wahlen scheinen eher ein Erfolg für Trump gewesen zu sein, denn es kam nicht zu dem befürchteten Erdrutsch-Sieg. Rund 50% der Amerikaner unterstützten weiterhin einen Lügner. Oder um es positiver auszudrücken: Bei rund 50% der Amerikaner reicht ihre Bildung nicht aus, um seine Lügen und seinen fiesen Charakter zu durchschauen.

Bluts-Verwandtschaft Amerika / England

Uns Europäer (und auch mich) beschäftigten nicht nur die jetzige amerikanische Führung, sondern auch das BREXIT der Engländer. Wen wundert es, dass der BREXIT-Führer Boris Johnson wie ein Verwandter von Trump aussieht, und sich ebenfalls „Lügner“ nennen muss. Beide haben einen ähnlichen Wortschatz, rotblonde Haare, jedoch unterschiedliche Kleidung und Frisur. Waren es nicht die Engländer und Iren, die als erste Einwohner Amerika bevölkerten?  Ist es Zufall, dass beide Länder nun einem Betrüger und Lügner auf den Leim gegangen sind? England und Amerika haben mehr gemein, als uns lieb ist. Beide Länder sind sich sehr ähnlich. Beide Länder sind daran, ihren Wohlstand aufs Spiel zu setzen.

Meine Erfahrungen mit den Amis

Durch die Fusion zwischen Sandoz und CIBA-GEIGY zu Novartis war ich in den 90er Jahren oft geschäftlich in den USA und lernte das dortige Leben, Business und Mentalität der Amerikaner  kennen. Ich war für die Amis so lange interessant, wie sie sich in meinem Schatten profilieren konnten. An den jeweiligen Sitzungen konnte ich anhand der Sitzungsgrösse resp. der Anzahl Teilnehmer ersehen, ob ich (noch) interessant war und als Leitwolf gelten konnte. Sie kamen nicht wegen der Sache, sondern um mich und mein Tun  zu überwachen.  Aber alle wetzten fortlaufend ihre Messer!

In den Staaten findest nur schwer echte Freunde. Ich fand einen Freund dort, den Dave Cornish. Mit ihm hatte ich ein herzliches, gemeinsames  Zusammenarbeiten mit dem Ziel, das Beste für unsere Fa. Novartis zu erbringen.  Alle anderen warteten nur auf einen Fehler von mir/uns, um zuzustechen! Niemals hätte ich in den Staaten leben können. Für mich sind die meisten Amerikaner degeneriert und falsch!

Ich weiss zum heutigen Zeitpunkt nicht, ob die Russen, die Chinesen oder die Amis für unsere gemeinsame Zukunft gefährlicher sind. Die jetzige Regierung der USA ist in jedem Fall keine Stütze mehr!

Das heutige Amerika – kein zuverlässiger Partner

Die Amerikaner befreiten Europa von den deutschen Nazis. Früher war Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Man schwärmte von den Freiheiten und den Zukunftsmöglichkeiten. Es war das Auswanderer-Land par excellence. Alle Amerikaner sind Auswanderer, Migranten und Flüchtlinge.  Auch wenn Trump gegen die sog. Migranten ankämpft.  Die Mehrheit der Amerikaner führt bei weitem kein sorgloses Leben, wie es viele von uns meinen. Sie müssen um jeden Dollar kämpfen. Die Ausbildung der Kinder ist teuer und fast nicht zu bewältigen. Ferien gibt es auch nur wenige pro Jahr. Die Arbeitsmoral durch „Hire and Fire“ ist katastrophal. Es gibt weder Kündigungsschutz noch -Zeit.

Trump ist ein Lügner. Täglich verbreitet er neue Lügen und diese fallen auf fruchtbaren Boden, denn die Mehrheit der Amerikaner ist eher ungebildet. Das amerikanische Schulsystem ist mangelhaft und nur für Reiche praktikabel. Die öffentlichen Schulen sind schlecht. Eine Berufslehre kennen die nicht. Sie kennen nur „Training on the job“. Ein grosser Teil der Bevölkerung liest keine Zeitungen und schaut nur die kommerziellen TV-Sendungen,  die das verbreiten, was Geld einbringt. Die meisten Amerikaner waren nie im Ausland, noch weniger sprechen sie eine Fremd-Sprache oder kennen sich in der ausländischen Mentalität aus.

Typisches habe ich erlebt, als ich vor ein paar Jahren hier in Thailand während 3 Wochen vom Norden in den Süden radelte. Es waren auch Amerikaner aus dem mittleren Kader einer amerikansichen Firma  dabei. Nachdem sie einen Thai-Tempel gesehen hatten, meinten sie, dies genüge nun, sie wissen wie die Thai-Tempel aussähen. Von da an machten wir einen  Bogen um die Tempel. Das Thai-Essen passte ihnen gar nicht. Was ein Amerikaner nicht kennt, das mag er nicht! Sie zog es in die McDonalds und Pizzerias.  Diese Küche passte ihnen.

Eben, wenn man diese Mentalität und das fehlende Interesse und deren Niveau kennt, dann kann man auch verstehen, dass sie einem solche Kotzprocken und Lügner auf den Leim gehen. Seine aggressive Sprache, seine Bilder mit den Terroristen sprich Flüchtlingen aus Südamerika machen dem einfachen Volk der Amerikaner Eindruck.

Die Populisten in Europa

Das schlimme und dramatische daran ist, dass sich solche Typen und Parteien auch in Europa erfolgreich breit machen. Mit grossen Sprüchen, gefälschten Bildern von Flüchtlingsstromen, die es gar nicht mehr gibt, aktivieren sie unsere tiefsten Ur-Aengste. Es bringt wenig, wenn die Oesterreicher sich über ihre jetzige Regierung beschweren. Sie selbst haben sie gewählt. Sie müssen sich selber aus dem gemachten Elend befreien, auch wenn ihr Regierungs- Chef nur „kurz“ über seine Nase denkt!

Auch in  Italien steht ein grosser Teil des Volkes hinter den Populisten, die das Leben auf Kosten anderer bewerben. „Mit Schulden lebt sich besser„. Einmal mehr versuchen die Südländer das restliche Europa über den Tisch zu ziehen. Ich hoffe nur, dass diesmal die Italiener auf die Nase fallen!

Ich bin froh, dasss wir Schweizer nicht Mitglied in der EU sind und immer noch unser „Schweizer Fränkli“ haben. Ob wir aber ungeschoren davonkommen, wenn die EU und der EURO ins sich selber krachen?

 

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Liebesgrüsse aus Slowenien

Es war ein Schock, als ich Ende Oktober von der Schweizer Post dieses Kuvert per eMail zugeschickt erhielt. Was mochte dies wohl enthalten? fragte ich mich. „Policija“, las ich auf dem Absender! Was habe ich wohl angestellt? Zuerst dachte ich an meine Maut-Vignette, die ich gekauft und vor wenigen Tagen abgekratzt hatte. Ich hatte nicht einmal mehr ein Beweisstück zur Hand!

Nach 3 Tagen wartens, wegen des Wochenendes, erhielt ich von der Schweizer Post  auch  den Inhalt als Scan zugeschickt. Es war eine saftige Geldbusse, denn ich bin scheinbar am 22. Juni 2018 abends um 18:31 bei Bertoki, das ist die Autobahn-Umfahrung zwischen Skofie und Koper, viel zu schnell gefahren.  Anstatt 50 km/h deren 74 km/h, was zu einer Verzeigung führte. Ich kam damals aus der Schweiz zurück, wo ich wegen meiner Augenspritze war. Ich glaube schon, dass ich zu schnell war. Ich war müde und habe nicht aufgepasst.

Ich hatte noch unsäglich Glück, wie ich auf dem Beweis-Radar-Foto sah. Ein paar Meter nach dem Blitz begann eine 40 km/h-Zone.

 22. Juni 2018 Auszug aus dem Bussgeld-Bescheid

Euro 500 betrug die Geldbusse, sowie 5 Strafpunkte in Slowenien. Wie üblich in Slowenien , falls ich die Strafe anerkenne, muss ich nur 250 Europ bezahlen, dies aber innert 60 Tagen, stand auf dem detaillierten Strafbescheid.

Soeben habe ich via eBanking den Betrag von 250 Euro überwiesen und der Polizei einen liebes eMail geschrieben. „Sorry, ich akzeptiere Ihren Bussbescheid.“

 

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Ausfahrt mit dem Rennrad

Die einen kommen wegen der hübschen Frauen nach Thailand. Ich geniesse die angenehmen Temperaturen, die wundersamen Landschaften und schönen Freundschaften bei Ausfahrten mit dem Rennrad. In den 4-5 Monaten hier unten komme ich auf etwa 3-4’000 km

Fahrt zur Dolphin Bay

Ausfahrt am 30. Okt. 2018 mit Lucien Kirch

Und meistens ist das Ziel das „Baan Pal Coffee“ am Strand von Pak Nam Pran. Hier geniessen wir die Bananen-Roulade und das Bananen- oder Mango Smoothie

Ausfahrt am 30. Okt. 2018 mit Lucien Kirch

Black Buddha oder Huay Mongkol

Die Fahrt zum Black Buddha ist hin und zurück nur etwa 45km lang, aber optimal für Neu-Ankömmlinge, um das Gefühl in Thailand zu bekommen.

25. Okt. 2018 Ausfahrt Huay Mongkol

25. Okt. 2018 Ausfahrt Huay Mongkol

Fahrt zu den Weinbergen (Vineyards) von Hua Hin

Eine traditionsreiche Fahrt über 78 km (hin und zurück). In den Weinbergen von Hua Hin werden unterschiedliche Trauben kultiviert. Theoretisch wären 3 Ernten möglich, jedoch 2x werden die Triebe geschnitten. Anfang November erfolgte der letzte Schnitt und 4 Monate später im Februar die Jahresernte.

Max, John und Valentin

und zum Abschluss ein Smoothie

Und nach getaner Fahrt gibt es als Belohnung ein Bananen-, Mango oder auch Heidelbeer-Smoothie. Ich bin süchtig danach

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Oktober 2018 „Live Ticker“ vom Thai Max

+++ Dengue-Fieber +++ Krankheiten +++ Halloween und Rückblick auf meinen Unfall vor 1 Jahr +++ Reparaturen +++ Sau-Schwobe +++ High-Speed Train +++ Ankunft in HH +++

Mein kranker Nachbar – Tumor – Dengue Fieber

Ich habe früher schon über meine beiden Nachbarn links von mir berichtet. Ich habe mich damals über ihre Geburtstags-Parties beschwert. Aber im Prinzip sind es zwei liebe schwule Holländer. Nachdem der eine lange Zeit schwer krank war, ich vermute Aids, geht es ihm wieder viel besser.

Aber nun hat es seinen Freund erwischt. Er war der Stärkere von beiden auch von der Figur her. Alles begann mit neuen Knie-Gelenken, die er sich in Bangkok einpflanzen liess, dazu kam eine Thrombose, dann Lungen-Entzündung und Dengue-Fieber. Und zu guter letzte hat man bei ihm  im Gehirn zwischen den Augen einen bösartigen Tumor entdeckt. Und dies alles in den letzten 8 Monaten. Ohne Schlafmittel könne er nicht mehr schlafen, meinte er zu mir. Aber man muss versuchen, positiv zu sein! Ich war selten derart schockiert!

Was mich zusätzlich erschreckte: Das unheilbare Dengue-Fieber ist nun auch hier in Hua Hin eingetroffen. Also aufpassen und Mücken-Schutzmittel einreiben. Die Dengue-Krankheit wirde durch einen Mückenstich verursacht und ist beim ersten Mal nicht tödlich. Man bekommt Fieber wie bei einer Grippe. Eine zweite Ansteckung endet meistens aber tödlich, weil sich das Blut verflüssigt und sich im ganzen Körper verteilt. Ein schrecklicher Tod.

Halloween und Rückblick auf meinen Unfall

Am 3. November vor einem Jahr hatte es mich auf dem Bahnübergang Khao Tao mit dem Rennrad überschlagen. Ich hatte unmässig Glück und kann heute meinen Sport weiterhin betreiben. Ich sah damals aus wie eine Halloween-Maske. Ich bin gespannt, was die Thais dieses Jahr aus Anlass des Halloween auflegen. Die Thais übernehmen bekanntlich alles, was aus den Staaten kommt. Jeden Mist, auch Halloween.

Ich wünsche Euch ein „Happy Halloween“

Reparatur meines Rucksackes

Ohne meinen Rucksack bin ich auf Reisen verloren. Ich kaufe mit ihm ein, in ihm transportiere ich meine Foto-Ausrüstung, er enthält meine Reserve-Taschentücher, Kugelschreiber und auch Waschklammern. Er ist bereits einige Jahre alt. Er ist ein Teil von mir.

Hier in Thailand angekommen, riss ein Träger! Aber in Thailand kann man alles reparieren lassen. Nicht nur den Reissverschluss in meiner Bettwäsche, wie letztes Jahr. Auch den Träger liess ich neu annähen. 3 Stunden später hatte ich ihn wieder. Professional angenäht für Fr. 3.–

Sau-Schwobe und Schwobe

Wenn wir in Basel von den Deutschen sprechen, dann reden wir von den „Schwobe“. Die ist kein negativer Begriff, sondern eher ein Kosenamen, wie die „Schwöbli“, das Weggli mit zwei Häften!  Es gibt dann aber die andere Spezie von „Schwobe“, die wir gar nicht mögen, weil sie unter anderem mit ihrem Egoismus brillieren, Stärke und Macht zeigen und „Grosskotzt“ auftreten …. und bei mir die Haare im Nacken aufstehen lassen. Bei denen spucken wir Basler lieber vorher auf den Boden , bevor wir einen grossen Bogen um die machen.

Zu diesen gehören  der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück, der mit der Kavalerie in die Schweiz einziehen wollte. Ja, dies vergessen wir nicht. Oder neuerdings die Bayern-Mafia Seehofer, Dobrindt, Rummenigge und Hoeness. Das sind „Sau-Schwobe“.

Dazu passt auch die Meldung vo,m 22. Okt. 2018, dass die deutscher Kanzlerin das Abgasproblem in den Städten durch eine Anpassung des Gesetzes lösen will: sie setzt die Grenzwerte hinauf …. und bereits gibt es keine Fahrverbote mehr und die Luft ist wieder besser… und niemand kann den Diesel-Abgasen die Schuld für die schlechte Luft zuschieben. Dies nennt man politische Entscheidung. Auch diese Lösung ist typisch „Sauschwöbisch“. Man rette das Land, unterstützt die Betrüger sprich Industrie auf Kosten der Einwohner und deren Gesundheit.

High Speed Eisenbahn BKK – HH

Wie ihr wisst, wohne ich recht zentral inm Hua Hin unweit der Eisenbahnlinie Bangkok – Malaysia. Die Züge haben mich anfänglich gestört. Ich habe bei jeder Durchfahrt die Beine hochgezogen, weil ich meinte, sie fahren durchs Schlafzimmer. Entweder habe ich mich in der Zwischenzeit daran gewöhnt, oder der Lärm hat sich durch die wuchernden Gräser und Sträucher gedämpft.

Als ich vor wenigen Tagen frisch in Hua Hin ankam, entdeckte ich mächtige Baumaschinen neben dem bestehenden Eisenbahngeleise. Unzählige Arbeiter schufteten nicht nur tagsüber, die halbe Nacht. Sie bohrten Löcher in die Erde und füllten sie mit Eisenbeton. Sie arbeiten an der ersten Hochgeschwindigkeit-Strecke in Thailand von  BKK nach Hua Hin. Man wird in wenigen Jahren in 1.5 Stunden nach Bangkok reisen können. Heute braucht man etwa 4 Stunden.

Begonnen haben die Bauarbeiten am 1. Oktober 2018. Das ganze wird von China finanziert und soll im 2022 in Betrieb genommen werden

17. Okt. 2018: Ankunft in meiner Thailand-Residenz

Maleena, die Hauseigentümerin, hatte geputzt und alles auf Vordermann gebracht. Die Betten waren angezogen, das Wasser eingeschalten, der Kühlschrank war eingekühlt und bereits mit Wasser-Flaschen angefüllt. Ein Schock aber war unser Garten. Die blauen Winden haben alles überwuchert und sind wieder den Strommast hochgekrochen. Die bekommen wir nie in den Griff. Ich würde die ganze Erde auswechseln, aber Pat lässt sich dazu nicht überzeugen. Sie liebt diese Blumen, die sie aus ihrer Zeit, als sie in den Bergen weilte,  mitgebracht hatte.

Ich bin nun im Thai-Dilemna. Mit Thais kann man nicht logisch argumentieren und noch weniger etwas festlegen. Dann sind sie schnell beleidigt. Ich habe Pat arbeiten lassen und hoffe, dass sie selber auf die Idee kommt, die Erde auszuwechseln. Ich vermute nächstes Jahr wird es soweit sein! Ja mit einer Thai-Freundin muss man auch Thai-Psychologe sein.

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Mit dem Auto nachts auf Thailands Strassen

Thailand gehört zu den Ländern mit den meisten Verkehrstoten. Pro 100’000 Einwohner  über 36 Tote pro Jahr. Einzig Lybien übertrifft diese Zahl und zwar massiv mit  73 Toten pro Jahr. Die Schweiz im Vergleich kommt „nur“ auf 3.3 Tote pro 100’000 Einwohner und gehört zu den verkehrsichersten Ländern. (Quelle: Wikipedia Liste der Länder nach Verkehrstoten)

Man sollte diese Zahlen immer relativieren. In meinen 11 Jahren hier in Thailand habe ich nur wenige leichtere Unfälle im Raume Hua Hin resp. deren Hergangs-Zeichnungen am Boden gesehen. Gefährdet sind vorallem alte Farangs, die sich einen Roller mieten, aber seit ihrer Jugend nie mehr auf einem Zweirad gesessen sind. Gefährdet sind aber auch die Farangs, die meinen hier in Thailand herrschen geordnete und europäische Verkehrsverhältnisse. Europäische Rechthaber haben ein kurzes Leben!

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es nachts besonders schlimm ist auf den thailändischen Strassen. Viele Thais fahren alkoholisiert oder sind total übermüdet. Die Strassen sind ,mangelhaft beleuchtet und die Spuren schlecht markiert. Mit Löchern muss man sogar auf Hauptstrassen rechnen. Kurzum, nachts lässt man am besten sein Vehikel zu Hause.

Fahrt zum Bus-Bahnhof in HH

Heute früh musste ich jedoch Pat und ihre Enkelin JuJee zum Busbahnhof bringen, denn  um 6 Uhr früh fuhren die beiden mit dem Flughafen-Bus zum Suvarnabhumi Airport nach Bangkok. Es war eine Fahrt durch Hua Hin über rund 10 km.

Es herrschte kein Verkehr. Es war dunkel, einzig die Strassenlampen leuchteten. Ich kannte die Strecke sehr gut, musste aber sehr konzentriert fahren. Die Lichtsignale zum Beispiel sind so hoch angebracht, dass man sie nur als Einheimischer zwischen den Strassenlampen erkennen kann. Ob grün oder rot erkenne ich von weitem nur daran,  ob es oben oder weiter unten leuchtet! Aufpassen muss ich auch auf die unbeleuchteten Fahrräder oder Roller. Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass einem auf der falschen Strassenseite andere Verkehrsteilnehmer entgegenkommen. 3x kamen mir 3-rädrige Transportroller auf der falschen Strassenseite entgegen. Da darf man nicht erschrecken. Dies gehört hier zum Leben. Achten muss man auch, was auf der Strasse liegt. Ein Betonpfosten, ein Sonnenschirm oder ein toter Hund. Möglich sind bestimmt auch echte Leichen.

Ich bin auch wieder gut nach Hause gekommen.  Es verlangte jedoch meine volle Konzentration, auch wenn der Verkehr klein war und mich wenige Fahrzeuge überholten.

 

 

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News aus Thailand: Helmtragpflicht, Preise, Geldscheine, Tollwut, Formulare, TV, Zeit-Unterschied

Für uns Fremde und Teilzeit-Aufenthalter ist es schwer von einem Jahr aufs andere grosse Aenderungen, Verbesserungen im Leben in Thailand zu entdecken und mit ihnen zu Recht zu kommen.

Dies war einmal

Helmtragpflicht

Was mir als erstes auffiel, dass nur noch ein paar übervorsichtige Farangs (wie ich) einen Helm auf dem Roller tragen. Die Helmtrage-Akzeptanz für Roller und Motorräder ist auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt.   Da die Thais neue Freiheiten unverzüglich beanspruchen, würde dies bedeuten, dass der Einfluss der Polizei sehr eingeschränkt wurde. Ich bin gespannt, wie sich dies aufs polizeiliche Weihnachtsgeschäft auswirken und ob im Dezember wiederum Jagd auf unbehelmte Farangs gemacht wird. Wahrscheinlich schliesst das eine das andere nicht aus. Die Polizisten brauchen Zusatz-Einnahmen für die Weihnachtsgeschenke.

Lebensmittelpreise

Die Lebensmittelpreise sind etwa gleich geblieben. Einzig Alkoholika haben nochmals ein paar Prozente zugelegt.

Neue Geldscheine

Erstmalig seit 7 Jahrzehnten erhielt Thailand neue Banknoten mit einem neuen Motiv. Nachdem in den letzten 70 Jahren zwar das Design und auch das Format der thailändischen Banknoten mehrfach geändert wurde, sie aber immer mit dem selben Motiv, dem Antlitz von König Bhumibol geziert wurden, erschien am 16. April 2018 ein neues Motiv auf den Geldscheinen, das Bild des Tronfolgers.

Achtung: 13 Provinzen zu Tollwutzonen erklärt

Zur Zeit grassiert in diversen Provinzen Thailands die Tollwut.  Es gibt zwar keinen Anlass zur Panik, aber man sollte sich doch ein paar Gedanken machen.

Bitte seid euch bewusst, wenn man von einem infizierten Tier gebissen oder gekratzt wird und die Krankheit ausbrechen sollte, dann endet diese mit dem späteren, sicheren Tod. Die Tollwut kann übrigens auch nur durch das Berühren eines infizierten Tieres übertragen werden, beim Füttern oder Streicheln. In Anbetracht der vielen freilaufenden Strassenhunde und Katzen in Thailand, sollte man sich in Acht nehmen.

Die Inkubationszeit – also der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten, erkältungsähnlichen Symptomen – beträgt meist zwischen einem und drei Monaten.

Am besten ist es also, in seinem Impfpass nachzuschauen, wann die letzte Impfung war. Es besteht zwar auch die Möglichkeit unmittelbar nach der Verletzung, oder dem Kontakt mit einem infizierten Tier, eine sogenannte postexpositionelle Impfung zu machen, aber diese funktioniert nicht immer.

Die thailändischen Behörden behaupten zwar, dass sie das Problem unter Kontrolle hätten, aber der Anstieg der Todesfälle, lassen leichte Zweifel aufkommen.

Betroffen sind die Provinzen Chonburi, Rayong, Chachoengsao, Buriram, Chiang Rai, Nan, Roi Et, Samut Prakan, Songkhla, Si Saket, Surin, Tak und Ubon Ratchathani

Formularsammlung für Immigration etc

Ohne  Papiere und Formulare geht es leider nicht. Neu findet man unter „udon-news.com“ eine feine Formular-Sammlung:

⇒ Formularsammlung für Visa, Führerschein und mehr

Mit VPN deutsches und Schweizer  Fernsehen

Über Internet kann ich auch in Thailand Schweizer und Deutsches Fernsehen schauen. Dazu dienen die SRF-, ZDF- und auch ARD-Mediathek. Leider sind aber einige Filme und Uebertragungen gesperrt und dürfen nicht ausserhalb des Ursprungsland gesendet werden. So z.B. Sport-Uebertragungen und Koch-Sendungen

Mit Hilfe eines VPN-Programmes (siehe Google) kann man diese Einschränkungen umgehen. Manche dieser Programme sind gratis oder kosten ein paar Euros im Jahr.  Mit diesen Programmen kann ich mich in ein gewünschtes Land einwählen und tun, als ob ich z.B. in Deutschland sei.

Auf diese Weise kann ich die Ski-Rennen in der Schweiz verfolgen, indem ich mich in der Schweiz anmelde, oder die Diskussionen mit Markus Lanz im ZDF anschauen, indem ich mich in Deutschland einwähle. Indem ich mich in Europa einwähle, kann ich hier verbotene Internet-Seiten anschauen.

Ein heisser Tip: Mit Hilfe es dieser VPN-Programme kann ich mich in die Schweiz oder Deutschland einwählen und mit ZATOO.COM alle deutschsprachigen Sender anschauen, auch RTL, SAT3, ORF etc

Zeit-Unterschied Thailand zu Europa: 6 Stunden

Noch wenige Tage sind es nur 5 Stunden. Aber ab dem kommenen letzten Oktober-Wochenende 27./28. Oktober 2018 werden es bereits 6 Stunden Unterschied sein. Dies bedeutet: Wenn ihr um 8 Uhr am Morgen in Europa aufsteht, dann ist es bei uns in Thailand bereits 14 Uhr

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Thailand, das Sex-Paradies

Alter Mann + junges Mädchen = Grossvater + Tochter

Zwei Gegensätze

So hätte mein Beitrag auch lauten können. Immer wieder stosse ich mich, wenn ich die obige Konstellation in Thailand sprich Hua Hin beobachte. Es ist keine Eifersucht, weil der Alte sich ein knapp 20-jähriges Thai-Girl an Land ziehen konnte, und ich nicht. Ich habe auch kein Problem, wenn er ins Puff geht und dort seine Lust auslebt. Ich habe auch keine Probleme, wenn sich Paare ähnlichen Alters finden und paaren.

Ich schäme mich als Farang, als Ausländer derselben Sorte, dass er die Not der jungen Mädchen öffentlich  missbraucht, und sich vermeintliche Zuneigung (=Jungbrunnen) einkauft und sich darin versteift, dass er seine grosse Liebe gefunden hat. Ich weiss aus Schreiben und Hilferufen an mich, dass manche, mehr als man meint,  dieser Alten über den Tisch gezogen wurden, bis sie nicht mehr zahlen konnten, oder ihre ausbezahlte Rente in einem Haus deponiert war, das ihnen nicht mehr gehörte..

Ich verstehe die Mädchen. Ohne Neben-Einnahmen durch einen „Alten“ ist ihr Leben trist. Sie verdienen ihr Geld als Bardamen und Prostituierte, die keine Zukunft haben, wenn sie älter werden. Es geht ihnen ums blanke Ueberleben.

Ich verstehe auch die „Alten“. Ihr Gehirn ist in die Hosen gefallen. Sie können nicht mehr logisch denken. Zu Hause haben sie keine  Chance bei jüngeren Frauen. Warum denn gerade hier?

Indirekt bin auch ich von diesen Typen betroffen. Ich leide darunter und werde sogar beschimpft. Sobald ich nämlich zu Hause erzähle, dass ich den Winter in Thailand verbringe, dann werde ich vor allem vom weiblichen Geschlecht zu 90% als notgeiler Senior bezeichnet! ohne dass sie über mein hiesiges Leben etwas wissen

Ich weiss, es ist jedermanns freier Entscheid, was er tut und wie er sich verhält. Aber es gibt auch in Thailand gewisse Sitten. Wir in Europa ärgern uns auch auf, ob den verschleierten Burka-Trägerinnen, weil sie sich nicht unseren Sitten anpassen. Dies ist dasselbe in Thailand. Kein alter Thai würde sich an ein junges Mädchen hängen und öffentlich seine Verliebtheit demonstrieren.

Gestern bin ich mit Pat, sie ist auch schon 65 Jahre alt, auswärts in einem Ess-Park essen gegangen. Während Pat das Ess-Plättchen bestellt und zum unseremTisch brachte, hatte ich Zeit die vorbeischlendernden Leute zu beobachten. Da kam doch einer vorbei, dessen Alter nicht mehr bestimmbar war. Er hinkte stark, hatte aber einen Thai-Teenager an der Hand. Sie voll-bepackt mit Einkäufen aus den nahen Boutiquen. Sie setzten sich an einen Tisch neben uns. Er hatte Mühe, sich zu setzen. Seine Arthrose liess grüssen. Ihr Konvertsation war mühsam. Ihr Englisch reichte knapp, um JA und NEIN zu sagen. Die restliche Zeit sassen sie sich schweigend gegenüber, während das Thai-Girl mit ihrem mobilen Telefon spielte.

Zwischendurch sah ich vor meinem geistigen Augen, wie die beiden wohl im Bett funktionierten? Es schauderte mich. Ich musste meine Gedanken ablenken. Ich schäme mich, obwohl ich sonst keine Scham kenne!

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Meine Erfahrung mit Augenärzten und -Kliniken in Hua Hin

Wie ihr wisst, leide ich seit Ostern 2018 an der feuchten Makula Degeneration (AMD), einer typisch altersbedingten Augenkrankheit. Zur Stabilisierung oder sogar zu Heilung brauche ich monatlich eine invitreale Spritze ins Auge. Diese schmerzt nicht, aber sie muss in  reinster hygienischer Umgebung erfolgen, wie es nur in einem Operationssaal der Fall ist

Augenklinik Eye Clinic Dr. Pairat Hua Hin

Nach Rücksprache mit meiner VISTA-Augenklinik in der Schweiz und einem Begleitbrief habe ich mich nach entsprechenden Kliniken in Thailand und vorallem in der näheren Umgebung von Hua Hin  umgeschaut. Dabei ist mir die Augen-Klinik Dr. Pairat in Hua Hin von einem Bekannten aus der Schweiz empfohlen worden und das Bangkok Hospital hat mir bestätigt, dass sie diese Spritzen (sie nennen dies sogar Operationen) auch anbieten.

Heute war ich mit dem Krankheitsbeschrieb der VISTA-Klinik unter dem Arm in der Augenklinik Dr. Pairat in Hua Hin, die nur ein paar hundert Meter von meinem Haus liegt. Dr. Pairat hat einen sehr kompetenten, vertrauenerweckenden Eindruck gemacht und mir mein ganzes Krankheitsbild nochmals erklärt. Die nächste Spritze mit Eylea wird er mir am 8. Nov. im nahen Bangkok Hospital verabreichen, denn dort seien die notwendigen hygienischen Operationssäle vorhanden. Das Bangkok-Hospital ist eines der bekanntesten Privat-Spitäler in Thailand. Es liegt nur wenige 100 m von meinem Haus entfernt. Ich bin sogar Member in diersem Spital und war dort letztes Mal nach meinem Radunfall vor 1 Jahr. Ich habe nur beste Erfahrungen gemacht.

Ich bin nun beruhigt. Alles ist eingefädelt. Die intravitreale Spritze samt Operationssaal, Arzt und Schwestern kostet als Paketpreis 63’000 THB (Baht), das sind umgerechnet etwa SFr. 1’920.–. Sie wird von der Schweizer Krankenkasse übernommen

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17. Okt. 2018: Eine Erlebnisreise nach Thailand

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!

Mit Verspätung von etwa 40 Minuten startete am Dienstag-Nachmittag, 16. Oktober um 18:35 Uhr  die Boeing 777 der Swiss zum Flug nach Bangkok. Ich leistete mir Business. Ich leistete mir aber auch 1. Klasse bei der SBB für die Hin- und Rückfahrt von Basel zum Flughafen Zürich. Die Reise sollte kein Stress, sondern so erholsam wie möglich sein!

Fahrt in einem verschmutzten uralt SBB-Wagen

Diese SBB-Fahrt in bezahlter 1. Klasse  erlebte ich wie eine vorgezogene Thailand-Zugsfahrt in 3. Klasse. Dies ist zwar  etwas übertrieben, aber für Schweizer Erwartungen und Standards zutreffend. Der Zug Basel 13:37 Uhr ab ohne Umsteigen bis Flughafen Zürich. Vorne am Zug waren drei oder vier  1.-Klass-Wagen, vermutlich direkt aus dem Museum. Anhand der Ausdünstung müssen es ehemalige Raucherwagen gewesen sein. Sie hatten abgewetzte Stoff-Polster, braun verschmutzte Teppiche, Kaffee oder etwas anderes unappetitliches muss ausgeleert sein. Die Abteiltüre knallte auf und zu in jeder Kurve. Es war drückend heiss, aber es liessen sich wenigstens die Fenster öffnen. Wie in der guten alten Zeit vor etwa xx Jahren.

Ich kam mir vor wie in einem Entwicklungsland. Ein Amerikaner, der ebenfalls auf den Flughafen wollte, schüttelte nur den Kopf. …. und dafür musste ich 1.Klass-Zuschlag bezahlen. Wenn ich nicht soviel Gepäck gehabt hätte, hätte ich mir die 2. Klass-Wagen angeschaut. Schlimmer konnten die ja nicht sein. Ich fühlte mich geprellt und über den Tisch gezogen. Ich erwarte für den Preis eines 1. Klass-Tickets einen sauberen neuzeitlichen Wagen, in dem man in Ruhe und gemütlich die Fahrt geniessen kann!

Ich habe die obige Erfahrung  dem Kundendienst der SBB als Beschwerde mitgeteilt.

23. Okt. 2018: Die  Antwort der SBB traf ein paar Tage später ein.

Es war ein Ohrfeige und Frechheit, was der SBB-Kundendienst mir zukommen liess. Verständnis gleich Null, wenn man vom Bla-Bla-Satz am Anfang des grossen Mails absieht. Ich fühle mich nun noch mehr über den Tisch gezogen und betrogen. Ich muss für die Fehler der SBB bezahlen mit einem 1. Klass-Ticket für einen 3.Klass-Sitzplatz!

Nachfolgend als Ausschnitt die ersten Zeilen der SBB-Antwort, die meine Beschwerde betraf.  Die restlichen 1.5 Seiten des Mail enthielten eine detaillierte Begründung, warum die SBB zu wenig Rollmaterial, resp. deren Bestellung verschlampt haben, und wann die bestellten Wagen eintreffen sollten! Als ob mich das interessiert hätte!

Vielen Dank für Ihr E-Mail.

Die für die Flugzüge eingesetzten Zugkompositionen haben Sie zum Schreiben veranlasst. Ich kann Ihr Missfallen darüber verstehen.

Selbstverständlich ist es uns ein Anliegen, unseren Reisenden stets das beste Wagenmaterial anzubieten. Wir planen den Wageneinsatz auf Basis der prognostizierten Passagierzahlen und setzen jeweils das zweckmässigste Rollmaterial ein……… (Die folgenden 1.5 Seiten bestanden aus Begründungen wie schnell der Mangel an Rollmaterial behoben werden soll. Kein Bedauern, am Schluss nur die „Bitte um Verständnis“)


So sieht ein 1. Klass-Wagen der SBB normalerweise aus:

Foto eines 1.Klasswagen benutzt vor 2 Jahren

Auf dem Flughafen angekommen gings zügig durch alle Kontrollen. Wie gewohnt war mein Hand-Gepäck etwas überfordert. Zu viele Batterien und Geräte mit Batterien. Alles musste ich zeigen oder sogar vordemonstrieren. Ob ich das typische Gepäck eines Rentners bei mir hatte?

In der Business-Lounch nichts Neues. Es hatte wenige Reisende, für die es ein einmaliges Erlebnis war, in der Lounch Champagner und andere feine Sachen in sich zu leeren, wie ich es von früheren Zürcher Bekannten erlebte. Ich genoss die kleinen Appetizer und Orangensaft. Ich litt immer noch unter meiner Erkältung.

Am Abflug-Gate 47 angekommen, überraschte mich die Lausprecher-Durchsage der Swiss „Wir suchen Passagiere, die bereit sind, auf ihren Sitz zu verzichten und auf einen späteren Flug der Austria über Wien umzubuchen. Die Ankunft in Bangkok verschiebe sich um gegen 5 Stunden. Als Gegenleistung bezahlt die Swiss Fr. 698.–„. Ich war erstaunt, schnell zeigten sich ein paar Jüngere, um praktisch gratis nach Thailand zu fliegen! Ja, die Swiss hat wieder einmal überbucht! Durch diese Ueberbuchungen und die paar Passagiere, die das Angebot angenommen haben und deren Gepäck nun wieder aus dem vollbeladenen Frachtraum herausgesucht werden mussten, verzögerte sich unser Abflug!

Ich hatte Einzelsitze in der Boeing 777 gebucht. Ich wollte meine Ruhe haben. Ich brauchte sie auch, denn ich war noch etwas angschlagen von meiner Erkältung. Das Essen war formidabel, vorallem das Rindsteak „weltmeisterlich“. Aber mein Appetit fehlte. Mit einem Schlafmittel schleppte ich mich in den Schlaf, bis ich etwa 2 Stunden vor Ankunft hustend aufwachte.

Surprise, surprise, typisch Pat

In Bangkok angekommen, ich stand vor der Immigration-Lady, da klingelte es in meiner Tasche. Ich konnte nicht abnehmen, am wichtigsten Ort in Thailand, vor der Immigration! Ein paar Schritte später dann die Ueberraschung: Es war Pat resp. JuJee ihre 11- jährige Enkelin. “ Wir warten am Gate 8 auf Dich!“ Und die beiden kamen mit nach Hua Hin! Surprise, surprise! Typisch Pat!

17. Okt. 2018: Flugplatz Suvarnabhumi in Bangkok

Zoll-Kontrolle auf Thai

Jetzt noch das Gepäch holen, mein Koffer kam bereits als 4. auf dem Laufband und ab durch den Zoll! Normalerweise kein Problem. Aber heute war Gross-Kontrolle. Fast jeder Koffer wurde von weiss uniformierten Männern/Frauen geröntget und kontrolliert. Nur wenige kamen ungeschoren durch. Ich war einer davon. Ich konnte mich am Rande der Kolonne davon schleichen und blieb unbehelligt. Glück für meine verschiedenen Käse, Salami, Wurstwaren und Leckerli, die die Hälfte des 30 kg schweren Koffers füllten. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ob die nur nach Waffen suchten, oder auch nach Lebensmittel? Die Thais sind speziell. Entweder befolgen sie ihre Aufträge lausig und bequem, oder dann machen sie es extrem genau.

Draussen am Gate 4 sah ich schon von weitem meinen  Mr. Wanlop, der uns lachend zu winkte. Und ab gings im grossen bequemen Taxi die 230 km nach Hua Hin, wo wir etwa um 13:30 Uhr ankamen.

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