Category: Städte

Dez 31 2017

Dezember „Live-Ticker“ vom Thai-Max

Thai-Visum +++ Presse +++ Gesundheits-Bulletin +++ FC Basel und CL+++ Preise fürs Essen +++ Pat is back +++ Rama X +++ News  +++

Monatlich berichte ich im „Live Ticker“ über meine kleineren Erlebnisse, Freuden, aber auch Aergernisse:

Mein Visum ohne Wartezeit verlängert

Es war unglaublich. Um 08:30 war ich in meiner Kasikorn-Bank, um die Bank-Bestätigungen fürs Visum ausfertigen zu lassen, dann fuhr ich zum Immigration Office und um 09:15 stand ich bereits wieder draussen und hatte die Stempel. Ich gebe zu. Ich war stark erleichtert. Aber Thailand ist immer für eine Ueberraschung gut.

Es waren nichts los im Immigration Office. 2-3 Farangs und Thais, die etwas wollten. War es das regnerische Wetter? Ich musste keine Minute warten und wurde unverzüglich an den nächsten freien Schalter gerufen. Nun darf ich bis am 14. Januar 2019 in Thailand bleiben!

Die Immigration Beamten sind immer für eine Ueberraschung gut. Man weiss nie, was neu geregelt und kontrolliert wird. Letztes Jahr musste ich ihnen die Tf.-Nummer einer Thai-Person angeben. Diesmal wollte er genau wissen, wo ich wohne. Ich musste ihm ein Kroki zeichnen! Dies war für mich kein Problem, aber er wollte scheinbar sicher gehen, ob meine Adressangabe stimmt!

Zum Schluss gab mir der junge Immigration Beamte den Tip: Ich soll aufpassen, intensive Regenfälle und Stürme seien für heute Nacht und Morgen den ganzen Tag  angesagt. Ausläufer der Philippinen-Unwetter.

Man beachte: rechts steht mein Honda-Roller

Schweizer Presse

Ihr wisst, ich habe meine Probleme mit der  Schweizer Presse, denn ich bin auf News aus der Heimat angewiesen, muss mich leider hier in Thailand mit ausländischen Presse-Erzeugnissen begnügen. Die seriösen Schweizer Online-News-Portale sind gesperrt, resp. verlangen Monatsgebühren um die SFr. 20.– je Online-Ausgabe.  Einzig der „Blick“ blieb verfügbar, aber sein oberflächliches Niveau passt mit eben gar nicht.

Von den Mails und Leserbriefen, die ich vor Wochen an die Verleger der grösseren Schweizer-Presse-Verlage geschickt habe, hat nur die NZZ mit einem Abo-Antrag, ohne auf meine Zeilen und meiner Idee einer Flat-Rate einzugehen, reagiert. Für mich bleibt da nür Aerger und Kopfschütteln übrig. Glücklicherweise gibt es Gratis- und Internet-Angebote, Radio- und Fernseh-Stationen.

Dies scheinen die Blätter wie die BaZ, NZZ, Tagesanzeiger, der Bund und wie sie alle heissen, nicht zu interessieren. Sie bauen den Leserservice lieber weiter ab und tauschen die Beiträge gegenseitig aus, wie ich in letzter Zeit feststellen musste. Hauptartikel blieben zum Beispiel stundenlang auf der Top-Position,  im Falle der BaZ und TagesAnzeiger sogar den ganzen Tag zuoberst in der Online-Ausgabe! Da kann ich nur traurig schreiben: RIP (Ruhet in Frieden) und wende mich dem Spiegel zu.

Inthronisation von Rama X

Es sind bald 2  Monate her, seit der verstorbene König Bhumibol eingeäschert wurde. Die Inthronisation seines Nachfolgers zum Rama X hatte man wenige Wochen danach erwartet. Bisher herrscht aber Schweigen. Weder vom Hof noch vom regierenden Militär wurde irgend etwas bekannt gegeben.  Mich überrascht dies, denn ein solch grosses Ereignis braucht Vorbereitung und kann nicht kurzfristig anberaumt werden. Es müsste etwas durchsickern, falls etwas vorbereitet würde. Zudem wird man optimale Wetterverhältnisse berücksichtigen wollen. Diese sind aber bald vorbei. Die Regenzeit zum Beispiel kommt bestimmt nicht in Frage, so wenig wie die grosse Hitze ab April.  Wahrscheinlich werde ich bereits wieder zu Hause sein, wenn der neue König gekrönt werden wird.

6. und 20. Dez. 2017: Meine Verletzung: Gesundheitsbulletin

Nachdem ich die Nacht noch im Stützverband geschlafen hatte,  habe ich heute am 7. Dez. den Stützverband abgenommen und begonnen, meine maltraitierte Hand mit dem kleinen Ball zu trainieren.  Bevor ich wieder aufs Rennrad steigen kann, muss ich meine Hand- und Gelenk-Muskeln auf Vordermann bringen. Mein Ziel wäre immer noch die Phuket-Fahrt Ende Januar 2018.

Ich habe in der Folge die Hand nicht mehr eingebunden. Die vorhandene Schwellung geht sukzessive zurück. Die Beweglichkeit ist bereits recht gut. Ich bin zufrieden.

Am 20. Dez. bestätigte mir der Arzt, dass die Heilung meiner Hand auf gutem Wege sei. 90% des Knochens seien wiederhergestellt. Ich bestätigte mir, dass ich ab Ende Dez. wieder aufs Rennrad steigen kann, muss aber meine Sehnen und Muskeln unter warmem Wasser dehnen und stretchen.

7. Dez. 2017: Beginn mit Muskel und Beweglichkeits-Training

Spitex in Thailand

Seit meinem Unfall am 3. Nov. hat mich Maleena, ihres Zeichens meine Hauseigentümerin, betreut.  Alle 1-2 Tage kam sie einen halben Tag vorbei. Sie hat eingekauft, gekocht, geputzt, mein Bett gemacht und auch neu angezogen. Ich brauchte sie, denn mit nur mehr 1 Hand war ich massiv beeinträchtigt. Es war ihr erster Schritt zur thailändischen Spitex oder auf Hochdeutsch „Alterspflege“. Sie hat dies selbstverständlich nicht gratis gemacht. Wir einigten uns auf 500 Baht pro Tag, das sind etwa 13 Euro.

Seit ich nun keinen Verband mehr trage, kann ich wieder selbständig meinen Haushalt schmeissen. Ich danke Dir Maleena.

6. Dez. 2017: FCB im 8.-Final der Champions League

Früh am Morgen um 4 Uhr musste ich aufstehen, um Pat auf den ersten Fernbus nach Bangkok zu bringen. Als ich wie gewohnt die Neuigkeiten übers Internet und vorallem über das entscheidende Auswärts-Spiel in Lissabon zwischen dem grossen Benfica Lissabon und dem FC Basel um den Einzug in die 8.-Finals der Champions League abrief,  wurde ich elektrisiert. Dies hatte ich nicht erwartet!

Das Spiel lief noch und Basel führte 0:1.  Blick schrieb „die Bebbies sind mit einem Bein im 8.-Final!„. Flugs nahm ich meinen Fernseher via PC in Betrieb und konnte so live die 2. Halbzeit das Spiel und auch das erlösende 2. Tor der Basler mitverfolgen. Mit diesem Sieg haben die Basel den 2. Gruppenrang hinter Manchester United erreicht und kamen in die nächste Runde.  Ein grosser Erfolg für den International doch relativ kleinen Verein. Sie haben sich in den Gruppenspielen grossartig geschlagen mit einmaligen Siegen gegen Manchester United, Benfica Lissabon und ZSKA Muskau.

Wow, war dies ein Tagesbeginn. Ich bin zwar eher skeptisch und kritisch  gegen den FCB wegen seiner Hooligans Politik eingestellt,  die in Lissabon wieder zuschlugen, aber schlussendlich klopft in mir doch das Basler-Herz.  Zufrieden und stolz brachte ich anschliessend Pat auf den Bus-Bahnhof.

Ich will nun kein Foto beifügen, denn beim letzten Mal habe ich mit einem Bild aus dem Blick nachträglich eine hohe Lizenz-Gebühr bezahlt.

Das entscheidende 2. Tor fotografiert ab dem PC

Pat ist wieder in mein Leben eingetreten – Unsere Geschichte geht weiter

Aktuelles Bild: Mein linker Arm ist eingegipst und hinter dem Rücken von Pack versteckt

Wir zwei hatten im letzten Jahr ein leichtes Auf und Ab. Es scheint, dass sich dieses nun ausgeebnet hat. Pat war Anfangs Dezember wieder hier in Hua Hin und hat mich nach Strich und Faden verwöhnt. Sie muss leider in ein paar Tagen zur gesundheitlichen Kontrolle nach Bangkok ins Spital. Ihr Hals und ihre Stimme bereiten ihr Probleme, seit sie vor ein paar Jahren in eine Chemie-Explosion auf öffentlicher Strasse verwickelt wurde.

Als grosse Ueberraschung kam Pat kurz vor Ende Jahr am 28.-30. Dezember nochmals mich zu besuchen und brachte ihre 10-jährige Enkelin Jujee mit. Suprise, surprise, wie Pat zu sagen pflegt, ist voll gelungen. Sie brachte den Vorgarten in Schuss und war ab dem Jasmin-Strauch voll begeistert. Ueber den Jahreswechsel ist sie an einer Hochzeit in ChiangMai.  Mitte Jan. wird sie mich 2 Woc

Aufnahme vom 7. Dez. 2017 anlässlich ihres Besuches in Hua Hin. Nicole war früher meine berühmte Tanz-Partnerin „Sarah Dancingfloor“

hen besuchen.

News aus Hua Hin

  • Meine ehemalige Tanzpartnerin Nicole Dancingfloor machte eine grosse Thailandreise und verbrachte ein paar Tage vom 27. Nov. – 8. Dez. in Hua Hin. Zum Tanzen kamen wir zwar nicht, aber zum gemeinsamen japanischen, thailändischen und indischen Essen.
  • 13. Dez. 2017: Seit ein paar Tagen ist der Wasserdruck des öffentlichen Gemeinde-Wassers tief. Er reicht knapp zum duschen. Zuerst meinte ich, sie hätten die Wasserzufuhr ganz abgestellt, stellte dann aber fest, dass sie sie nur gedrosselt haben. Ob dies etwa mit den zunehmenden Wasserrohrbrüchen auf den Strassen rund um die Soi94 zusammenhängt.
  • Konkurrenz regelt die Preise: Die noch im vergangenen Jahr exorbitanten Taxi-Preise in Hua-Hin haben sich durch die Ueberkapazität an Taxis auf einem vernünftigen Niveau stabilisiert. Anstatt 150-200 Bath bezahlt man im Raume Hua Hin noch 100-150  Baht, je nach Angebot und Nachfrage. Abends z.B. eher 150 Baht.
  • Der 5. Dezember ist der Geburtstag des verstorbenen König Bhumibol. Viele der Thais feierten den Tag, aber inoffiziell. Es wurde auch keine öffentliche Beflaggung aufgehängt. Seine Bilder werden zukzessive durch ein Bild des Kronprinzen ersetzt. Wie rief der französische Herold: Der König ist tot! Lang lebe der König!
  • 3. Dez. 2017: Wie jedes Jahr besuchten mich mein Kommilitone Gilb und seine Esther in Hua Hin. Beim Lobster-Thermidor-Essen im Night Market konnten wir alte Erinnerungen auffrischen. Es sind zwar immer dieselben, aber sie bringen uns jedes Mal zum Schmunzeln.

3. Dez. 2017: Night Market Lobster Essen Max Gilb und Esther

Preise für feines Essen

Ich weiss, dies interessiert immer alle. Wie teuer ist das Essen in Thailand und speziell in Hua Hin. Dies hängt immer von den eigenen Bedürfnissen ab. Langusten oder Lobster sind bestimmt teurer als eine Pad Thai Platte. Teurer ist es auch, sich im feinen französischen Restaurant mit weissen Tischtüchern gegenüber dem Hotel Hilton verwöhnen zu lassen.

Nochmals günstiger ist es auf dem Lande ausserhalb der Metropolen. Ich bezahle zum Beispiel in unserem Coffee-Shop direkt am Meer bei Khao Kalok, in dem wir bei einer Radausfahrt jeweilen einen Halt einlegen, für ein Spiegelei mit 2 Eiern und Schinken/Würstchen samt einem Coca-Cola 55 Baht, entsprechend Euro 1.50

Soeben war ich mit Pat in einem typische Thai-Restaurant ohne weisse Tischtücher unweit von unserem Haus: Wir bestellten einen gebratenen Fisch an sweet und sour Sauce und Schweinefleisch fein geschnitten,  Reis dazu ein grosses Chang Bier. Es kostete 500 Baht entsprechend 13 Euro für 2 Personen

Vor ein paar Tagen war ich mit 2 Freundinnen thailändisch-japanisch Essen mit einer Sushi-Platte mit 10 Sushis, einem gebratenen Fisch an Knoblauch, sowie einer Platte Chicken sweet and sour mit Gemüse, Reis und tranken dazu 2 grosse und 1 kleines Chang-Bier. Es kostete 1’000 Bath endsprechend 26 Euro für 3 Personen.

Ein Lobster am Night-Market kostete 1’200 Baht das Kilo, das entsprechen 31 Euro.

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Dez 14 2017

Service meines Toyota

Vor 3 Jahren am 12. Nov. 2014 habe ich meinen Toyota Vios gekauft, aber bin wenig gefahren. 4’315 km sind mittlerweilen zusammengekommen. Laut Service Handbuch sollte ich das Auto alle 6 Monate oder nach 10’000 km zum Service bringen. Ich finde dies übertrieben und habe dies letztes Jahr ausgelassen. Nun fand ich es aber wieder an der Zeit.  Wahrscheinlich verlangen die höheren Temperaturen kürzere Service-Intervalle? Oder?

 

Um 9 Uhr hatte ich den Termin bei meiner offiziellen Toyota Vertretung in Hua Hin. Lächelnd meinte die Dame am Empfang, ich sei aber wenig gefahren, sie würden vom Umfang her den 20’000er Service machen. Ich erhielt einen Kostenvoranschlag für Aussen- und Innenreinigung, Arbeit, Material und Oelwechsel zu 3’400 Baht. Dies entspricht nicht einmal 90 Euro.

 

 

Hoch über der blitzblank sauberen Werkstatt-Anlage mit um die 10 Hebebühnen konnte ich bei Getränken, Süssigkeiten und Internet warten und dabei durch die Glasscheibe den Fortschritt der Arbeiten auch optisch verfolgen. Es ist ein schönes Bild, den in ihren hellblauen Overalls gekleiden Mechanikern bei der Arbeit zuzuschauen. Keine Hektik, aber jeder Griff sass. Man beachte die weiss bezeichneten Felder für die Werkzeug und Service-Trolleys. Ordnung ist scheinbar eine der A und O’s von Toyota Thailand. Bemerkenswert!

 

Nach ziemlich genau einer Stunde kam die Empfangsdame zu mir „Ihr Auto ist fertig“ und erklärte mir die abgearbeitete Checkliste bis hin zur gemessenen Dicke der Bremsscheibe. Als Toyota Kunde hätte ich noch 15% Rabatt auf der Arbeit. Die Rechnung betrug nun 3’050 Baht, das sind 80 Euro.

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Dez 13 2017

Erlebnisse beim Einkaufen: Tiger-Balsam, Salat und Gold-Schmuck

Meine geschwollene Hand soll ich regelmässig im warmem Wasser leicht massieren, meinte der Arzt letzte Woche. Mühsam, die Hand im Wasser und massieren. Wie machen es doch die Spitzensportler? Dulix und einreiben !!!!

Flugs marschierte ich heute früh ins nahe Shopping Center „Market Village“ und kaufte mir eine Tube „Counterpain„, entspricht etwa dem „Dulix“, und das „rote Tiger-Balsam„. Auch dieses soll die Haut und das darunterliegende Fleisch aufheizen!

Auf dem Weg ins TESCO, dem Lebensmittelgeschäft, in dem ich Salat einkaufen wollte, sah ich einem Farang-Thai-Pärchen zu. Er in meinem Alter, schütteres ungepflegtes Haar, beige in beige gekleidet und sie jung, hübsch und pfiffig, eine Augenweide  um die 30 Jahre alt. Ein typisches Pärchen mit einem zum letzten Mal pubertierenden Ausländer.  Und es geschah, was ich erwartet hatte. Sie zog ihn in den Gold-Schmuck-Laden vor dem TESCO. Ich weiss nicht, was sie zum ihm sagte, aber in etwa: „Wenn Du mich lieb hast mein europäisches Dickerchen, dann schenkst Du mir ein kleines Andenken. Eine Goldkette mit Kreuz würde mir schon gefallen ….„. Jetzt wird es teuer für den Casanova, denke ich mir. Nun kann er zeigen, wie weit seine Liebe geht und wieviel sein Geldbeutel aushält. Vielleicht wäre eine etwas ältere und weniger hübsche Thai-Lady günstiger gewesen?

Dabei fällt mir ein, was ich gestern gesehen habe. Es scheint, dass sich immer mehr Thai-Ladies nicht mehr mit Schmuck verwöhnen lassen wollen, sondern sich als Startgeld in Ihr zukünftiges Leben die Einrichtung eines Coffee-Shops oder sogar einer Bar von ihrem ausländischen Lover wünschen. Gestern habe ich dies ganz in der Nähe beobachten können. Ein neuer Shop, schön modern eingerichtet, in einer alten Hütte von einer jungen hübschen Thai und daneben ihr Sponsor, ein Europäer. Ob dieser Shop je rentieren wird? Er liegt etwas abseits …. aber was will der Farang gegen Bitten der lieben dunklen Augen ausrichten?

Ich wollte eigentlich vom TESCO berichten. Dort habe ich auf Empfehlung meiner Hausbesitzerin Salat gekauft. Aber nicht den üblichen, sondern vom Salat-Buffet bereit frisch gerüsteten und zubereiteten.  Das Buffet sieht himmlisch aus mit mindestens 20 verschiedenen Salaten. Einzig die Sauce muss ich noch dazuschütten. Ich habe mir eine Mischung aus Blau- und Weiss-Kohl, Soja-Sprossen, Salat, Ruebli, Zwiebeln gekauft. 250 g für etwa 2-3 Tage, und gekostet hat dies 50 Baht, das sind etwa 1.30 Euro.

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Dez 11 2017

Weihnachten in Hua Hin

Die wenigsten Thais wissen, was es mit Weihnachten an sich hat. Für sie ist es ein „Tag der Geschenke„. Man beschenkt sich! Geschenke geben und damit Freude bereiten,  ist eines der liebsten Hobbies der Thai. Für sie ist Glück und glücklich sein das schönste auf Erden. Ein Geschenk der Thais muss nicht teuer und gross sein. Es ist angemessen den eigenen finanziellen Möglichkeiten, kommt aber von Herzen.

Anfang Dezember beginnen die Geschäfte mit dem Aufbau der Weihnachsdekoration. Tannenbäume aller Farben,  Geschenk-Packete und der Sankt Nikolaus auf dem Schlitten gezogen durch eine Art Rentiere. Schlitten? Kein Thai hat bisher Schnee gesehen. Ihr Fantasie ist grenzenlos.

 

In der Mitte Dezember folgt auch die Strassen-Dekoration und das unermüdliche „Djingle Bell“ in den Shopping Centers. Die Verkäuferinnen tragen dann neckische Haarspangen oder rote Nikolaus-Mützen. Alles ist auf Weihnachten, das grosse Geschäft eingestellt.

Nachtrag vom 24. Dez. 2017: Dieses Jahr blieben die grossen Weihnachtsdekorationen und -Beleuchtungen innerhalb der Shopping-Centers und auch auf den öffentlichen Strassen aus. Es kam keine Weihnachts- und Shopping-Stimmung bei den Thais auf. Warum wohl?

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Dez 04 2017

Erlebnisse auf meinen täglichen Spaziergängen

Ihr habt richtig gelesen. Der Max macht Spaziergänge. Notgedrungen gehe ich „wandern“, denn ich kann wegen der maltraitierten Hand weder Roller noch Rad fahren. Zudem muss ich mein ebenfalls angeschlagenes Knie bewegen. Meine Wanderungen dauern zwischen 1-2 Stunden. Zum Bangkok Hospital, zu den beiden „Market Village“ und „Bluport“ Shopping Centers, und dann auch zum ClockTowerer, als ich Gilb und Esther zum Essen traf.

Während dieser Wanderungen habe ich viel neues erlebt, das ich vom Roller aus nie entdeckt hätte. In der Tat, sollte man mehr zu Fuss gehen.

Anlässlich dieser Spaziergänge sind mir viele schöne Sujets vor die Linse geraten. Viele dieser typischen Thailand-Bilder findet ihr in meinem Foto-Album „Foto-Galerie Thailand„. In der „Foto Galerie Thailand“ lege ich meine besten Bilder über Thailand ab.

Geisterhäuser

Die Thais glauben, dass in der Erde Geister wohnen. Sobald man ein Haus baut, muss man die Geister, deren Lebensraum man beeinträchtigt hat, besänftigen. Dazu dient ein Geisterhaus, über das man die Hausgeister täglich mit Speisen und Getränken verwöhnt. Ueberall findet man solche. Vor Privathäusern, aber auch grossen Shopping Centers. Weitere Bilder findest unter „Geisterhäuser„.

In einem Hinterhof von Hua Hin

Lebensmittelmärkte

In Thailand findet man fast alles, was das Leben begehrt. Ihre Präsentation ist dabei sehenswert. TESCO LOTUS ist einer dieser Anbieter.

Pitahaya oder Drachenfrucht (Kaeo-mangkhon)

Strassenverkehr

Nicht nur Autos und Roller fallen da auf, sondern auch Pferde und Ponys auf dem Weg zum und vom Strand. Dabei müssen sie stark befahrene Strassen wie die Hauptstrasse durch Hua Hin, Phetkassem Road, überwinden.

Etwa 200 m nach der Strasse beginnt der Strand von Hua Hin

Oft weichen die Roller auf den Gehweg aus, um zur nächsten Querstrasse zu gelangen

Wegweiser und Verkehrstafeln

Wenigstens in den grösseren Urlaubsgebieten sind alle Wegweise in für uns lesbaren Zeichen geschrieben. Aber es gibt eben besondere Verkehrstafeln. Weitere Bilder findest unter „Wegweiser und Verkehrstafeln

Ich wohne an der Soi94

Shopping Centers

Drei grosse Shopping Centers kenn wir in Hua Hin: Die „Shopping Mall“ bei der Municipality, Das „Market-Village“ und das „Bluport“ nahe bei mir. Sie sind immer für einen Spaziergang gut, denn es gibt immer viel zu sehen. Fast monatlich wird neu dekoriert. Im Moment wird die Weihnachs-Dekoration aufgebaut. Ja, auch in Thailand wird Weihnachten gefeiert, obwohl die wenigsten wissen woher diese Tradition stammt. Für die Thais ist Weihnachten ein Tag um Freude zu bereiten und Geschenke zu machen.

Mehr Bilder über das Market Village und das BluPort findest in meiner „Foto-Galerie Thailand“ unter „Market Village“ und/oder :. „Shopping-Center BluPort“

Hua-Hin Shoppping Center BluPort

Hua Hin Shopping Center BluPort

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Nov 10 2017

3. Nov. 2017: Bericht über meinen glimpflich verlaufenen Unfall mit dem Rennrad

Klick aufs Bild, um zum Bericht über meinen Unfall zu gelangen

Zur Begrüssung von Ernie aus Kanada sollte es eine typische Dienstags-Ausfahrt zur Dolphin Bay werden, gemütlich und in einem moderaten Schnitt zwischen 25-27 km/h. Aber es kam anders. Beim Bahnübergang 13 km nach dem Start schmiss es mich auf die Strasse. Ich sah schrecklich aus. Aber mein Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Die gebrochene Hand beeinträchtigte mich am meisten. Gemäss Arzt soll ich 6 Wochen nach dem Unfall wieder aufs Rad steigen können. (Mit dieser Prognose lag er falsch. Die Sehnen und Bänder verschieben meinen Neu-Start auf Ende Dezember).

Möchtest Du mehr über meinen Unfall, meine Erfahrungen mit dem Bangkok Hospital und meinen Gesundheits-Fortschritten, dokumentiert mit unzähligen Fotos,  lesen, dann klick auf nebenstehendes Bild:

 

 

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Nov 02 2017

2. Nov. 2017: Auf dem Markt, einen Tag vor Loy Kratong

Manchmal, nein oft überkommt es mich, dann zieht es mich auf den Markt. Wie auch heute. Ich war diese Saison noch nie auf dem alten Stadt-Markt. Was wird sich wohl geändert haben?. Es war zwar etwas spät, bereits 10 Uhr, aber ich brauchte Mangos und ein gegrilltes Hühnchen. Geändert hat sich wenig. Es herrschte wie gewohnt ein Gehen und Kommen. Von weit oben muss es aussehen wie in einem Ameisenhaufen.  An den angebotenen Blumen-Schiffchen realisierte ich, dass der Loy Kratong Feiertag vor der Tür stehen muss (am 3. Nov.)

Man beachte die unzähligen Roller. Das rot-gelbe Gebäude ist der Eingang zum Markt

Das Hühnchen kaufe ich immer bei der Frau in einem kleinen Shop kurz vor dem Markt. Sie nennt mich „Papa“, ein thailändischer Kosenamen. Ein gepfeffertes Hühnchen kostet 139 Baht, das sind etwa Euro 3.50. Sie schneidet es mir immer zu, sodass ich zu Hause, wenn ich es mit Reise oder Nudeln anrichte, keine Knochen zerteilen muss.

Im Markt suchte ich meinen Mango-Mann auf. Er hat die schönsten und fruchtigsten Mangos auf dem Markt. Der Chef fehlte jedoch. Aber Jungens vertraten ihn.  Es waren schöne Mangos im Angebot für 40 und 50 Baht das Kilo. 3 Kilo brauchte ich und bezahlte dafür 150 Baht, das sind nicht einmal 4 Euro.

Auf dem Heimweg kaufte ich dann noch einen Karton Bier und Soda-Water. Ein erfolgreicher Markt-Tag

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Okt 26 2017

26. Okt. 2017: Beerdigung König Bhumibols, der ein bischen Schweizer war

26. Okt. 2017: Market Village

Vor etwas mehr als 1 Jahr, am 13. Oktober 2016 ist König Bhumibol verstorben. Seither trauert das thailändische Volk. Dies ist nicht gespielt. König Bhumibol war ihr Uebervater und Gott ähnlich. Die lange Trauerzeit von einem Jahr ist ungewöhnlich. In Thailand ist es üblich, einen Toten nicht sofort zu beerdigen. Die Länge der Trauerzeit soll zeigen, wie wichtig diese Person war.

Nach 1 Jahr Trauerzeit wurde König Bhumibol in diesen Tagen beigesetzt. Am 26. Oktober fand seine Kremation statt. Dieser Tag wurde von der Militär-Regierung zum offiziellen Staats-Feiertag erklärt. Ab Mittag hatten alle Geschäfte in ganz Thailand geschlossen.

Ich war gestern mit Freunden im Ausgang und wollte in der Soi 80, der grössten Unterhaltungsstrasse in Hua-Hin, etwas trinken. Nichts war los, Tote Hose, keine blinkenden farbigen Lichter, fast alle Bars und Restaurants waren geschlossen.

Heute früh um 9 Uhr fuhr ich mit meinem Roller durch Hua-Hin. Ich wollte schauen was los ist. Alle Geschäfte waren geschlossen, die Rolläden und Gitter vorgezogen. Die wenigen Thais auf der Strasse trugen schwarze Kleidung. Vor dem Shopping Center Market Village wurde ein Bus-Shuttle eingerichtet, der die Trauernden zum Huay Mongkol Tempel etwa 15 km ausserhalb Hua-Hins fuhr. Bereits um diese Zeit warteten die schwarz gekleideten Frauen auf die Abfahrt, obwohl die Zeremonien erst Mittags begannen. Sie waren weiss geschminkt, was die Thai Frauen hübsch und begehrenswert machen soll. Sie sehen dann wie Gips-Masken aus.

Sobald die Trauerzeit Ende Oktober vorbei sein wird, werden die schwarzen Bänder und vermutlich auch die Trauerbilder überall in Thailand entfernt. Bereits heute sind überlebensgrosse Bilder des königlichen Thronfolgers an den öffentlichen und grösseren Gebäuden zu sehen. Die Inthronisierung ist auf Mitte Dezember geplant, habe ich gelesen.

Nachtrag vom Montag, 30. Okt. 2017: Die Trauerzeit ist um. Die Thais tragen wieder farbige Kleider und leben auf. Ueber Nacht vom Sonntag auf den Montag wurde das obige Trauerbildnis von König Bhumibol samt der gelben Blumen abmontiert.

20171026 Bangkok Bhumibol Krematorium

Fernsehübertragung

 Mehrere 100’000 Thais und unzählige Staatsoberhäupter, Könige und Prinzessinnen  sollen sich in Bangkok befunden haben. Ich blieb zu Hause und schaute mir die Festivitäten am Fernsehen an und machte dabei das nachfolgende Bild mit dem Saal der Ehrengäste.

Ehrengäste: Schwedens Königin Silvia, Alt-Bundesrat Joseph Deiss, Alt-Bundespräsident Wulf, Japanisches Kronprinzenpaar

Lebenslauf König Bhumibol

In der deutschsprachigen Thailand-Zeitschirft „Thaizeit.de“ habe ich den nachfolgenden lesenswerten Lebenslauf resp. Nachruf gefunden. Ich habe ihn ein wenig angepasst und in einigen Ungenauigkeiten korrigiert. Ueberrascht war ich, wie viele Jahre er in der Schweiz verbrachte:

 

Begräbnis eines Königs, der ein bisschen Schweizer war

Die Trauerfeier für Bhumibol Adulyadei oder Rama IX, der am 13. Oktober 2016 nach 70-jähriger Herrschaft starb, fand vom 25. bis 29. Oktober statt. Grund genug für einen Blick zurück auf die Schweizer Kindheit und Jugend des thailändischen Königs..

Der König, der wie ein Halbgott verehrt wurde, war ein bisschen Schweizer. Geboren wurde er am 5. Dez. 1927 in Cambridge (Massachusetts). Sein Vater war Cousin zu den beiden Königen Rama VI und VII  Als sein Vater 1933 während seines Medizin-Studiums starb, war Bhumibol 5-jährig. Seine Mutter, die damals 29-jährige Prinzessin Mahidol, zog mit ihren drei Kindern nach Lausanne. Nach Abdankung seines kinderlosen Onkels Rama VII im 1935, soll der ältere Bruder Ananda, Enkel des Königs Rama V, die Krone seiner Majestät tragen. Aber diese Perspektive begeisterte ihn wenig: „Ich bin nicht glücklich, König zu werden. Ich möchte mich noch amüsieren können“, gestand das „Königskind“. Die thailändische Königs-Familie blieb weiterhin in der Schweiz. Ananda wurde in Thailand von Regentschaftsräten vertreten. Erst 1945 nach dem Krieg reisten Ananda und Bhumibol für kurze Zeit nach Thailand

Verhängnisvolle Vorahnung? Im Juni 1946 wird Ananda in seinem Bett im Palast von Bangkok von Kugeln getötet aufgefunden werden. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Bhumibol, der in Lausanne ein Rechtsstudium absolvierte, bestieg am 9. Juni 1946 den Thron.

Leben in der Schweiz

1933 liess sich die königliche Familie in einem Appartement der Stadt Lausanne, später in der Villa Vadhana in Pully nieder. Ein Ehepaar wird für Küche- und Gartenarbeiten engagiert. Die beiden Brüder Ananda und Bhumibol besuchen die Privatschule Ecole Nouvelle. Ihre Schwester Galyani besucht die Ecole supérieure de jeune filles, ein öffentliches Mädchengymnasium in Villamont. „Der einzige Unterschied zu uns, die wir mit dem Fahrrad zur Schule fuhren, bestand darin, dass sie von ihrem Hauslehrer in einem grossen Auto mit weissen Reifen chauffiert wurden“, erinnert sich ein ehemaliger Schüler.

„Man nannte uns Monsieur oder Mademoiselle aber nicht Prinz oder Prinzessin“, erzählt später Prinzessin Galyani. „Wir waren wie kleine Schweizer und führten ein Leben wie gewöhnliche Leute.“ Unter der Leitung ihres Hauslehrers lernen die künftigen Könige Skifahren und Schlittschuhlaufen: Villars-sur-Ollon, Adelboden, Champex, Davos und Zermatt. Für eine Reise in den Kanton Graubünden benutzt die königliche Familie den Zug: „Die Schweiz ist das schönste Land der Welt. Das einzige, in dem man reisen kann, ohne bewaffnet zu sein, wo man nicht riskiert, entführt zu werden“, liess sich die Mutter der drei Königskinder zitieren.

Vom Automobilsport begeistert

Während des Kriegs sind die Zeiten hart, das Personal wird heimgeschickt. Das Gehalt aus Bangkok wird nicht mehr überwiesen, der Wechselkurs des Baht bricht ein. Prinzessin Mahidol verfolgt die Ausbildung ihrer Kinder genau: „Ein König muss belesen sein! Er muss mit gutem Beispiel vorangehen und viel arbeiten. Und zuerst muss er gehorchen können, bevor er selber kommandiert“, paukt die Mutter.

Als Cousin von Prinz Bira, dem erfolgreichen Autorennfahrer der 1930er-Jahre, der seine Rennen in Krawatte fuhr, war König Bhumibol ein Motorsportfan. Er kümmerte sich selber um seine Autos, ein MG Coupé, ein kleiner Topolino und ein Salmson: „Das nutzte er, um Tempo zu erzeugen und seine eigenen Rekorde auf der Strecke zwischen Lausanne und Genf zu schlagen, mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von 140 km/h“, heisst es in einem Rapport der Waadtländer Polizei viele Jahre vor der Eröffnung der Autobahn 1964 und der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Am 4. Oktober 1948 prallt sein Topolino in Préverenges ins Heck eines Lastwagens. Der König und sein Schwager, der Ehemann von Galyani, werden mit dem Taxi auf die Sanitätsstation in Morges gebracht. Der König verlor ein Auge. Er hatte mit dem Kopf auf dem Rückspiegel aufgeschlagen.

Seine Verlobte, Sirikit, Tochter des Botschafters von Thailand in Paris, kommt ihn oft am Krankenbett besuchen. Er heiratet sie am 28. April 1950 in Bangkok. Der Zeitpunkt war von buddhistischen Astrologen genau berechnet worden. Der künftigen Königin war ihr bei seinen Ausflügen nach Paris begegnet, wo sich Bhumibol, der selber Saxophon spielte, oft aufhielt, um Jazz-Musik zu hören. Sirikit und Bhumibol stammen beide vom gleichen Rama V ab, der 1910 starb.

„Ich habe mein Herz in Lausanne gelassen…“

Im Juli 1960 mietet das königliche Paar eine Villa am Rand des Weingebiets von Lavaux. Von Puidoux-Chexbres aus unternimmt das Paar Reisen an königliche Höfe Europas: zur Königin von England, zu den Königen von Belgien, Dänemark und Schweden und nach Versailles zu General de Gaulle oder zum Papst in den Vatikan.

In der Schweiz werden sie am 29. August 1960 von Bundespräsident Max Petitpierre und Bundesrat Paul Chaudet am Bahnhof Puidoux empfangen. Auch an der Publikumsmesse Comptoir Suisse, wo „sich die Königin besonders für Waschmaschinen interessiert“, werden sie offiziell empfangen. Einen schlichten Empfang für das Königspaar gibt es im November auch von der Gemeinde Puidoux.

Nach einem privaten Aufenthalt im Oktober 1964 an der Schweizer Landesausstellung in Lausanne verlässt Bhumipol sein Königreich praktisch nie mehr. Der Stadt Lausanne schenkt er einen Pavillon, der im März 2009 von seiner Tochter Sirindhorn eingeweiht wird.

Fast alle Bundespräsidenten dieser Epoche werden von ihm eingeladen. Der damalige Waadtländer Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz erinnert sich noch: „Als ich im Palast ankam, hörte ich eine sanfte Stimme, die mich auf Französisch fragte: ‚Setzen ihre Weinbauern immer noch Hagel-Kanonen ein?‘.“ Während seines Aufenthalts im Lavaux um 1960 gesteht der König: „Ich habe mein Herz ein bisschen in Lausanne und dessen Umgebung gelassen.“

Und nun ist es also wo weit: Der „König der Könige“ wird in den Himmel kommen, allerdings nicht wie seine Ahnen in einer sitzenden Position in einer Urne aus Sandelholz, sondern einbalsamiert in einem mit Gas verbrannten Sarg.

Die Begräbniszeremonie wird das Königreich mit seinen 65 Millionen Einwohnern in eine religiöse Stille versinken lassen.

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Okt 19 2017

19. Okt. 2017: Zum 10. Mal in Thailand – Flug und Ankunft

 

Mein Bett in der Boeing-777

Punkt 09:25 landete die Boeing 777 der Swiss  von Zürich kommend in Bangkok. Ich hatte diesmal einen Sitz im Mittelgang gewählt, weil dieser auf der einen Seite praktische Ablagefächer fürs Handy, Tablets und Zeitungen aufweist. Dank der Schlaftablette „Zoldorm“ habe ich während des 11 stündigen Fluges wunderbar geschlafen und auch geträumt.

Neu ist bei der Swiss, dass man vor dem Flug noch von zu Hause 3 Zeitungen oder Magazine als PDF-File herunterladen und diese auf dem Tablet oder eBook-Reader lesen kann. Auf diese Weise hatte ich vor dem Schlafen  im Flugzeig genügend zu tun und habe noch genügend Lesestoff für die ersten Tage in Hua Hin. Leider habe ich ein Magazin, das ich aufs Tablet lud, nicht mehr gefunden. Ich werde in Ruhe im Android-Chaos suchen müssen.

Nachdem ich in Bangkok via VIP-Priority-Ausgang die Immigration mit dem Eingangs-Stempel problemlos absolviert hatte, meinen 28 kg schweren Koffer als einen der ersten auf dem Gepäckband fand, der Thai-Zoll auch nichts auszusetzen hatte, traf ich am Gate 4 Mr. Wanlop, meinen Fahrer samt seiner Limousine, der mich ins 240km südlich liegende Hua Hin brachte. Wunderbares Wetter mit blauem Himmel und 30-32ºC begrüsste mich. Es soll der erste schöne Tag nach mehreren stürmischen Tagen gewesen sein. Jedoch ab dem kommenden Wochenende soll es wieder heftig regnen. (Bem: Ich habe diesen Satz kaum geschrieben, da beginnt es ein paar Minuten zu regnen. Es ist 19:45 Uhr)

In meinem Haus angekommen, spiegelt alles blitzsauber. In der Tat, hat Maleena mit einer Bekannten alles auf Vordermann gebracht …. und als grosser und unerwarteter Hit für mich bereits für die nächsten Tage eingekauft: Wasser, Brot, Bier, Mango, Ananas, Salat schön geschnitten und vorbereitet, sowie Salatsauce und Konfitüre. Maleena ist die Eigentümerin meines Hauses. Sie schaut darauf, dass ich gesund lebe.  „Mit Salat und Gemüse“, meint sie. Nun beginnt mein Traumleben.

Das Thema Spitex haben wir auch nochmals besprochen. Sie ist auf bestem Wege und hat mir eine neue Putze vorgestellt, die auch etwas englisch spricht. Ich habe ihr versprochen, dass ich in meinem Blog für ihren Spitex-Service etwas Werbung machen werde. Auf die Kosten angesprochen meinte sie: 30’000 THB (=ca. FR. 1’000) pro   Monat für einen 24 Stunden Service sollte möglich sein, d.h. rund Fr. 30,– pro Tag.

Meinen Honda-Roller, habe ich auch noch schnell in Betrieb genommen. Die Batterie funktionierte immer noch, als wäre sie neu und nicht bereits 5 Jahre alt. Und wie ihr an meinen Bericht erkennen könnt, funktioniert auch das Internet bestens. Mit Freude und etwas Ueberraschung habe ich als Erstes feststellen können, dass der FC Basel gestern in der Champions League auswärts gegen ZSK Moskau 0:2 gewonnen hat. Wow, Nach Benfica Lissabon 5:0, nun auch die Moskauer..

Noch 3 Stunden muss ich durchhalten, dann ist 22 Uhr Thai-Zeit und ich kann mich ins Bett legen Dann bin ich bereits fast im neuen Tag-/Nacht-Rythmus (Bem: Morgens um halb Fünf bin ich dann aufgestanden. Es scheint, dass ich noch nicht im Rythmus bin. aber ich habe ja Zeit)

 

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Mrz 08 2017

4. – 8. März 2017: Trainingstage mit Andy Schleck und Varn Varn

Trainingscamp mit Andy Schleck und der thailändische Schauspielerin Aroonnapa Panichjaroon (Varn Varn).

Lucien Kirch hatte eingeladen zu einem Trainingscamp mit seinem Jugendfreund Andy Schleck und dem thailändischen Superstar Varn Varn, was bedeutet „sweet sweet“, mit vollem Namen „Aroonnapa Panichjaroon“ … und dies nur wenige Tage nach meiner Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket.

Lucien Kirch, der Veranstalter

Die eingefleischten Sportfans kennen die eindrückliche Palmares des Luxemburger Radprofis Andy Schleck mit Jahrgang 1985: Er gewann die Tour de France im 2010, war zweimal Zweiter und gewann sie als bester Nachwuchsfahrer im 2008, 2009, 2010. Den Sieg der Giro d’Italia hat er im 2007 als zweiter nur hauchdünn verpasst. Daneben gewann er Lüttich-Bastogne-Lüttich im 2009 und im selben Jahr die Luxemburg Rundfahrt. Die Fleche Wallone beendete er im 2009 nur als zweiter. Wegen eines schlimmen Unfalls mit gebrochenem Steissbein und maltraitierten Knies musste Andy Schleck seine Karriere im 2013 beenden. Er war erst 28 Jahre alt.

VarnVarn ist in Thailand nicht minder berühmt. Nachdem sie im thailändischen Channel 3 eine Show moderierte, ist sie nun aktive Werbeträgerin für Fahrrad-Produkte wie für das Luxus-Rennrad Cervelo, promoted eine eigene Renn-Sports-Linie und begleitet Rad-Events im In- und Ausland. Auf Facebook hat sie eine Fanbasis von über 20’000 Followern, die sie täglich begrüsst und informiert.

Sie ist eine spezielle Persönlichkeit. Wie herzlich war doch ihre Antwort auf mein Mail, indem ich ihr dankte, ihr beruflich und auch im privaten alles Gute wünschte und sie fragte, ob sie nächstes Jahre wieder mitfahren werde.  Den Text muss man aus thailändischer und phonetischer Sicht lesen. „Khun“ ist z.B. eine thailändische Höflichkeitsform:

Merci 🙂
Yes ofcoz
We definitely meet and ride again ka Khun Maxi.
U r such a positive person.

Sie ist begeisterte Rennfahrerin und setzt ihre Qualitäten als vielseitige Werbeträgerin ein.  VarnVarn ist eine hübsche 26-jährige Frau mit einem süssen Lächeln. Wenn sie auf dem Rad sitzt ist sie praktisch „verkehrsstoppend“. Manche Jungs verlangsamen bei ihrem Anblick ihr Tempo, um einen zweiten Blick auf sie zu erhaschen.

Man sagt und ich kann dies bestätigen, es ist schwer, VarnVarn zu überholen. Nicht nur weil sie hübsch aussieht, sondern weil sie auch stark Rennrad fährt. Ich bin zwar kein Masstab, aber sie fuhr mich in der ersten Fahrt zur Dolphin Bay in Grund und Boden, als ich unverhofft ihr Hinterrad übernehmen musste, weil Andy Schleck seinen Manager Benoit zurückpfiff, um ihn zu schonen.

Start zur Fahrt in die Vineyards mit Andy Schleck and VarnVarn

3. März: Essen am ersten Abend Andy Schleck, Varn Varn und Max

Kurzberichte der Trainingstage

Am Vorabend vor der ersten Ausfahrt beschnupperten wir uns erstmals im Hotel Intercontinental und beim Essen. Andy Schleck mit seinem Freund und Manager Benoit, sowie VarnVarn kamen direkt aus Bangkok, Jeannot und Ben aus Luxemburg.

Es war zwar nicht mein Ziel, aber meine Masche als zurückhaltender Schweizer ging auf. VarnVarn bat mich an ihre linke Seite als Tischnachbar., was Andy später zur Aussage verleitete: „Du bist ein Schlingel und hast Dich bereits am ersten Abend an VarnVarn herangemacht!

4. März: Fahrt in die Dolphin Bay

Die Ausfahrt mit den beiden Stars zur Dolphin Bay war für mich hart. Ich fuhr anfänglich einen 27er-Schnitt, später schnellte die Geschwindigkeit über 30. Aber dank dem Phuket Training habe ich überlebt und hatte sogar auf dem Rückweg, dort wo es leicht aufwärts geht und immer Gegenwind herrscht, sogar die Unverfrorenheit ,dem Meister die Zähne zu zeigen und einen Angriff zu starten  ….. aber Andy Schleck persönlich holte mich nach 1 km wieder ein und stellte die richtige Hierarchie wieder her ….. für mich Oldie war es ein Plausch… heute Abend geht es wieder zum Essen. Ich freue mich darauf. Die beiden Andy und VarnVarn sind lustige und offene Persönlichkeiten ohne irgendwelchen Dünkel.

Rennräder an der Dolphin Bay

5. März: Charity Ride zum Pranburi Dam

Max und Andy Schleck

Heute stand der Charity Ride zu Gunsten junger Thai-Nachwuchsfahrer auf dem Programm. Mit 599 Baht entsprechend ca. 18 Euro war man dabei und erhielt als Gegenleistung ein Leibchen, eine Medaille und einen Lunch zum Abschluss. Gegen 300 Thais und Farangs (=Fremde) begaben sich auf die 80 km Strecke. Nach meinen Erkundungen kam etwa die Hälfte der Thais aus Bangkok. Auch der luxemburgische Botschafter kam extra von Bangkok hierher und begleitete die Veranstaltung. Die Besseren machten als Höhepunkt ein Bergrennen „King of the Pranburi-Dam“. Bei den Ex-Profis siegte Lucien Kirch knapp vor Andy Schleck und Varn Varn. Der Schreibende verzichtete auf diese Herausforderung. Ich hatte die falschen Reifen montiert.

Charity Ride: Andy Schleck mit mir, Rad an Rad, beide im goldenen Trikot

Alle, die mitmachten waren begeistert von der Organisation und auch von Andy Schleck, der sich nicht nehmen liess, bei allen Fahrern im Feld vorbei zuschauen und sich für Fotos zur Verfügung zu stellen. Alle Strassen wurden von der Polizei abgesperrt, Krankenwagen begleiteten den Tross, die Thais verbrüderten sich mit uns Ausländern. Es herrschte grosse Party-Stimmung, die es in dieser Form nur in Thailand gibt. Es war ein grossartiger Anlass. Die Abwesenden haben viel verpasst.

Max auf dem Pranburi Dam

6. März: Vineyards

Begleitet wurden wir am 3. Tag von der „Hong Ton Hua Hin“ Radgruppe des Nattawat Titipornkajit. Hong Ton steht für den thailändischen Whiskey. Sie hatten aber keinen in ihren Bidons, nur ihre schnellen „behosten“ Beine. In zügigem 30er-Schnitt gings auf verschlungenen Pfaden in die Weinberge von Hua-Hin. Unterwegs hat es den Tick, unser thailändischer Guide, nach einem Platten („Puncher“) auf Wasser hingeschmissen, aber ohne grosse Folgen.

In schöner Teamarbeit zu den Weinbergen von Hua-Hin: Andy versteckt sich in unserem Windschatten

Ich fuhr direkt in die Vineyards, während die anderen um Andy Schleck unbedingt den dortigen beinahe überhängenden Anstieg in Richtung Himmel fahren wollten. Ja auch in Hua-Hin haben wir 15-20%ige Steigungen.

„Wenn ich schon da bin“, meinte Andy Schleck, „dann will ich auch den Wein probieren“. Je eine Flasche Rosé und ein weisser Chardonnais mit einer gemischten Käseplatte wurden getestet. Der Schreibende blieb bei seinem Lieblings-Getränk einem Trauben-Smoothie ohne Alkohol. Ich hatte Respekt vor der Heimfahrt. Aber auch diese gelang prima, obwohl Andys Team-Trainings-Programm für mich zu schnell war. Ich kam gar nicht zu einer Ablösung bei 40 km/h. Trotz Schieben und Stossen bergauf durch Andy und Lucien kam ich nicht mehr in Schwung. Ich spürte die letzten Tage resp. die letzten 3 Wochen mit über 1’200 km auf dem Rad. Aber dennoch kam auch ich ans Zwischenziel, sprich zum Tempel Huay Mongkol, wo ich mich mit Coca Cola wieder soweit stärkte, dass ich meine Beine bis nach Hua Hin wirbeln konnte. Es war wiederum eine erlebnisreiche Etappe…. Heute Abends gehts ins Schiff zum Essen… hmmmmm … Radfahren ist doch etwas feines.

VarnVarn (Aroonnapa Panichjaroon) in voller Aktion

7. März: Zur Dole-Fabrik und um die Palmhills

Am 4. Tag mit Andy Schleck begnügten wir uns mit einer lockeren 80 km Runde ins Hinterland von Hua Hin. Wir wollten es etwas ruhiger angehen. Jeder spürte die Strapazen der vergangenen Tage. Meine Muskeln fühlten sich nicht mehr so frisch an, als ob sie Lust hätten. Nachdem ich jedoch zuschauen konnte, wie unsere beiden Profis Andy und Lucien einen „Schlauch“ am roten Trek wechselten, und ich mein Coca Cola Reservoir aufgefüllt hatte, war ich wieder zu allen Schandtaten bereit.

Was macht Benoit wohl ohne Vorderrad?

… er wartet, bis sein Chef Andy Schleck seinen Reifen geflickt hat

Es wurde eine unterhaltsame Tour anfänglich im 28er-Tempo und später dann im 30er-Schnitt. Für mich eine optimale Ausgangslage. Bereits bei der grossen Dole-Ananas-Fabrik nach 30km hielten wir an, denn die Ananas-Gutzli wollten wir nicht verpassen. Andy Schleck liess sich nicht nehmen, mit seinem Rennrad durch die abgeriegelte Sicherheitszone aufs Fabrik-Gelände zu fahren, um sich die unzähligen Ananas-Lastwagen anzuschauen. Sehr zum Schreck der Sicherheitsbeamten, die sofort per Funk Alarm auslösten. Ich nehme an, sie funkten: „Haltet den Ananas-Dieb!

Das Wortspiel „Schreck“ und die Thai-Aussprache „Schleck“ gab viel zu reden. Die Thais können bekanntlich das „R“ nicht aussprechen und ersetzen es durch ein „L„. Manche wollten aber zeigen, dass sie das „R“ sehr wohl aussprechen konnten und sprachen Andy mit „Schreck“ an.

Abgeschlossen haben wir unser Tages-Pensum mit dem Besuch des berühmten Hua-Hin Bahnhofes und seines königlichen Wartehäuschen …. und mit einem Bananen- und Kiwi-Smoothie.

Das neue Dream-Team von Hua-Hin: Max, Andy Schleck und Lucien Kirch

Max versucht dem Andy Schleck ein Ticket nach Luxemburg zu verkaufen

8. März: Adventures and Punchers

Abenteuer“ lautete das Thema unserer 5. Etappe. 7 Teilnehmer sind übrig geblieben. Die bisherige, harte Fahrweise hat ihre Opfer gefordert. Der Jeannot leidet seit Tagen an einem wunden Fudi. Der alte Jeannot an einem schmerzenden Knie. Der Andy träumte die ganze Zeit von einem Chang-Bier. In seinem Bidon hatte er aber Cola.
 
Lucien hat in der Streckenführung rund um den Pranburi Staudamm nichts ausgelassen. Heisse Anstiege, die abrupt endeten, Abfahrten wie vom Lauberhorn, Asphalt vom Feinsten, aber auch Strassen und Wege wie aus den 50er Jahren. Schotter und Sand liessen unsere Räder und Glieder vibrieren. Wie meinte doch Andy: „schleck mich am Arsch„, als es rund um ihn herum stäubte.
Dabei kam er noch gut weg. Er war der einzige, der keinen Platten beheben musste. 9 Mal hat es geknallt. Bei Jeannot und Benoit gleich zweimal. Der Schreibende war der erste nach etwa 85km. Dann habe ich mich aus taktischen Gründen in den Besenwagen zurückgezogen. Ich wusste, ich gehörte bereits zu den 7 besten Teilnehmern. Mehr konnte ich nicht erreichen.
 
Fasziniert hat mich Andys Fahrweise. Auf der Loch- und Schotterpiste war er nicht mehr zu halten. Mit stupender Leichtigkeit übersprang er vor mir 3 grosse tiefe Löcher, die ich alle einzeln ausfuhr und dabei viel Zeit verlor. Er meinte 2 Minuten auf 500m. Seine Technik nennt man unter den Radgrössen „Nachwuchs-freundliche Fahrweise„. Andy wird bald zum zweiten Mal Vater. Ich nicht mehr!

Es ist geschafft … die Verpflegung kommt

 
Die 5 Trainingstage sind zu Ende. Es war eine tolle Zeit. Die, die nicht dabei waren, haben viel verpasst. Die einen geben ihr Geld aus für eine Kreuzfahrt auf der Aida, andere gehen in die Mailänder Scala. Ich genoss 5 Tage Schleck vom Feinsten. Wir sind nicht nur Rad gefahren, wir haben uns auch kulinarisch verwöhnt. Ich bedanke mich ganz herzlich für diese Erlebnis-Tage bei Lucien, Andy und Sweet Varn Varn, die dies ermöglicht haben. Ich habe mit ihnen, Benoit und dem alten und jungen Jeannot ein paar liebe Freunde gewonnen.

Wir waren wie zwei Brüder, der Jeannot Kirch und ich

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Jan 28 2017

Story über die „Hua Hin Roadies“ – Radsport in Hua Hin (Thailand)

Radfahren in Thailand? Ein Erlebnis

Anfang 2011 haben sich 3 Rad-Enthusiasten zusammengetan, um in Hua Hin gemeinsam dem Radsport zu frönen. Anfänglich fuhren sie nur mit dem Mountain-Bike, später dann aber auch mit dem Rennrad. Daraus entwickelte sich eine beachtliche Gruppe, die unter dem Namen „Hua Hin Roadies“ im europäischen Winter fast tagtäglich eine Ausfahrt im Umkreis von Hua Hin unternimmt. Es handelt sich dabei um weibliche und männliche Sport-Begeisterte um Alter zwischen 45-75 Jahren. Aber auch jüngere sind willkommen.

In der Zwischenzeit boomt in Thailand der Radsport. Jedes Wochenende findet irgendwo in unserer näheren Umgebung ein Radsport-Anlass statt, an dem hunderte von Radfahrer teilnehmen. Für die Thais ist teilnehmen wichtiger als gewinnen. Für sie ist der Radsport Fun

Schnellzug der Hua Hin Roadies

Oft wird uns die Frage gestellt: Ist es denn nicht gefährlich im thailändischen Strassenverkehr?

Dream-Team

Der Strassenverkehr mag in Thailand, vor allem in den Städten chaotisch sein, aber auf den Strassen ausserhalb der grösseren Agglomerationen herrscht ein angenehmes ungefährliches Nebeneinander mit dem motorisierten Strassenverkehr.

Alle Strassen verfügen über einen Pannenstreifen sprich Veloweg. Die Strassen sind mit wenigen Ausnahmen in einem hervorragenden Zustand. Neuerdings werden getrennt von den Hauptstrassen breite Radwege gebaut. Das Risiko hier im Raume Hua-Hin mit einem anderen Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt zu werden, ist um einiges geringer als in Europa. Meist überholen einem die PWs und Lastwagen in einem 1-2 metrigen Abstand. Ihr hupen ist eher ein Freundeszeichen, als ein in Europa übliches „Hallo, passt auf ich komme!“

Habe ich Euch „gluschtig“ gemacht?

Unter dem gleichlautenden Titel „Story der Hua Hin Roadies“ findet ihr nicht nur weitere interessante Informationen über den Radsport im Raume Hua Hin, sondern auch Kontaktadressen zu den Hua Hin Roadies, zu Fahrradvermietern und Tourenanbietern

»» Hier geht es zur Story der „Hua Hin Roadies“

 

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Dez 15 2016

7. – 10. Dez. 2016: Ich war mal wieder weg … in Pratunam zum Shopping

Es ist bei mir bereits Tradition, jede Saison einmal 2-3 Tage nach Bangkok in den Bezirk Pratunam zum Shopping zu gehen. Ich habe immer etwas einzukaufen. Auch wenn ich nichts brauche, ich finde immer etwas schönes. Leide ich etwa unter „Oniomanie“, dem medizinischen Begriff für Kaufsucht und -Zwang? Nein, da kann ich Euch beruhigen. Ich kaufe zwar auch „Mist“, aber ich leide anschliessend nicht unter Depressionen, wie es gemäss Internet-Beiträgen bei echten Kaufsüchtige der Fall sein soll. Ich bin anschliessend nur müde vom vielen gehen!

Hier finde und nehme ich mir Zeit für etwas Sight Seeing und vorallem, um Leute zu beobachten. Bangkok ist in der Beziehung ein Paradies. Keine Stadt der Welt bietet eine derartige Vielfalt an Sehenswertem. Diesmal traf ich beim Essen auf der Strasse einen Kambodschaner und zwei Manager aus Singapore. Unvergesslich die aussergewöhnlich hübsche japanische Lady, die mir über die Strasse hinweg freudig zuwinkte, als wir uns gegenseitig fotografierten.

In Bangkok betrieb ich aber nicht nur Shopping:

  • Ich machte eine Khlong-Fahrt zum berühmten Sakhet-Tempel nahe der Königstempel
  • Ich traf wie alljährlich Esther und Henry „Gilb“ Clemencon

Zum Bericht mit vielen Fotos (klick aufs Bild)

Mehr und vorallem schöne Bilder (auch von der eindrücklichen Khlong-Fahrt)  findest in meinem Bericht, den Du durch anklicken des nachstehenden Bildes erhältst:

Bangkok Pratunam Baiyoke Klong Fahrt

Klick aufs Bild, um zum Pratunam-2016-Bericht zu gelangen

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Dez 04 2016

Weihnachten ist dieses Jahr ausgefallen

Während in den Vorjahren ab dem 1. Dezember ganz Thailand im Weihnachtsfieber taumelte, ist dieses Jahr nichts dergleichen zu entdecken. „Business as usual“. Keine blauen oder pink Tannenbäume, kein „Jingle Bell“ und kein „White Christmas“ mit Bing Crosby. Keine Verkäuferinnen mit roten Zipfelmützen und entsprechenden Haarspangen. Sogar die Kunsteisbahn vor dem TESCO-Shopping-Center ist nicht aufgebaut worden.

Die Strassen in Hua-Hin sind nicht geschmückt, auch nicht die Flaniermeile vom Bahnhof bis zum Strand.

Es herrscht immer noch Trauerzeit für den vor 1½ Monaten verstorbenen König. Die meisten Thais tragen weiterhin schwarze oder dunkle Kleider. Einzig die Farangs und Chinesen bringen etwas Farbe ins triste Leben.

Nov. 2016: Market Village Trauer König Shrine

An dieser Stelle stand letztes Jahr ein übergrosser Tannenbaum und davor der heilige St. Nikolaus im weissen Schlitten

Die Geschäfte und vor allem die grossen Einkaufszentren sind immer noch in Trauerflor verhangen. Innen findet eine Art liebloser Ausverkauf statt. Man kann auch die beliebten „Essens-Körbe“ kaufen, aber keine Fest- und Party-Artikel.

Die allerwenigsten Thais wissen, dass Weihnachten einer der grössten kirchlichen Festtage der Christen ist. Für sie ist es ein Tag der Geschenke und dafür leben sie. Aber dieses Jahr ist das Gedenken an ihren grossen König wichtiger.

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Nov 13 2016

13. Nov. 2016: Langboot-Rennen auf dem Khao Tao Lake

Genau vor 1 Monat am 13. Oktober ist der thailändische König Bhumibol verstorben. Vielleicht zu seinen Ehren, wohl eher, weil es bereits organisiert war, fand auf dem Khao Tao Lake unweit von Hua-Hin eines der grössten Langboot-Regattas in Thailand statt. Es sollen über 100 Boote teilgenommen haben. Es wurden sogar 2 der goldenen Boote aus der königlichen Flotte delegiert. Jedoch der Platz des Königs auf dem Königsboot blieb unbesetzt.

Königsbarken

Vorne das Boot mit dem buddhistischen Schrein und dahinter das mit dem Sitz für den König

Ueber diesen Anlass habe ich einen mit vielen Fotos dokumentierten Bericht geschrieben. Durch Anklicken auf das nachstehende Bild gelangst Du zum lesenswerten Bericht:

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

 

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Aug 11 2016

24. Juli und 11. August 2016: Sali Martheli Regli – Eine grossartige Frau verliess uns

Im Facebook las ich am 25. Juli den nachfolgenden Eintrag vom Haribo Hans-Jörg:

 

20160719-martha-regli-thailand

Ob Martheli es bereits wusste? (Foto vom 18. Juli 2016)

„Guten Tag Martheli, ich wünsche dir eine gute und letzte Reise, die du selber bestimmt hast. Ich kann dich gut verstehen, dass du deinen Schmerzen, die unerträglich geworden sind, ein Ende setzen möchtest. Für uns alle bist du ein bewundernswerter Mensch mit stets viel Humor und Schalk. So werden wir dich in Erinnerung behalten. Ich danke dir von ganzem Herzen, dass ich einer deiner Freunde geworden und geblieben bin. Du warst stets eine angenehme Patientin, die ich ungern auf dem letzten Weg alleine gelassen habe. Deine Familie wird dies für mich übernehmen. Wir sehen uns hoffentlich wieder in einer anderen und besseren Welt. Ich habe dich sehr lieb“

Wie ich in der Zwischenzeit vernommen habe, litt Martheli an Krebs mit vielen Metastasen und anscheinend schlimmen Schmerzen. Martheli ist in die Schweiz zurückgeflogen, um sich zu verabschieden. Ich finde, dass ihr Abgang sehr stark ist und zu ihr passt. (schrieb Kurt).


Liebes Martheli

Von den Thais habe ich gelernt, dass man nie weinen oder traurig sein soll, wenn man jemand Liebes verliert. Nur so kommst Du in den Himmel und wirst in Deinem neuen Leben glücklich sein. Aus der Schweiz habe ich Deine Fotos von Deinem 80. Geburtstag-Fest gesehen. Wie liebend gerne wäre ich dabei gewesen. Niemals hätte ich geahnt, dass diese Deine letzten Fotos sein werden. Ich wünsch Dir eine gute Zeit und auf ein Wiedersehen.

Dein Max aus Basel Soi94

26. Juli 2016

 


Todesanzeige vom 11. August 2011: Ich bin stolz auf Martheli

Per 11. August erreicht mich folgende endgültige Todesanzeige. Martheli zog es so durch, wie es mir auch vorschwebt, falls ich meinem Ende nicht mehr ausweichen kann.. Martheli war eine grossartige Frau.

Todesanzeige-martheli

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Dez 28 2015

27. Dez. 2015: Schulferien in Thailand ==> schlechtes Internet

Weihnachten wird in Thailand gefeiert

Und wie. Aber die wenigsten Thais wissen, woher dieser Fest  kommt. Die Geschäfte sind geschmückt. Christbäume in allen Farben soweit das Auge recht. Die Verkäuferinnen tragen rote Zipfelmützen oder ein Hirschgeweih auf dem Kopf. Amerikanische Weihnachtssongs „Christmas Time…..“ den ganzen Tag, von morgens bis Abends.Hua-Hin Market Village Christmas

Für die Thais ist Weihnachten eine der vielen Gelegenheiten, um Spass zu haben. Spass-Haben ist das Geheimnis der Thais. Das thailändische Wort Sanuk bedeutet „Spaß haben“. Alles, was man tun kann, wird danach beurteilt, ob es Spaß bringt. Was nicht sanuk ist, unterlässt man, wann immer es geht. Manchmal muss man Dinge tun, die nicht sanuk sind – dann aber geht es um die Frage, wie man das Unvermeidliche mit etwas sanuk würzen und damit angenehmer machen kann.

Hua-Hin Market Village Christmas Max

Mehr über die Lebensweisheiten und -Weise der Thais könnt ihr unterm diesem Link lesen. Der Beitrag ist wirklich lesenswert:

„Geheimnis der Lebens-Philosophie der Thais

An Weihnachten wird in Thailand gearbeitet. Hingegen am Jahreswechsel ist offiziell arbeitsfrei. „Offiziell“ deshalb, weil der thailändische Mitarbeiter an einem arbeitsfreien Tag, auch an einem Feiertag, kein Gehalt bekommt.

Ueber Weihnachten und Neu-Jahr sind Schulferien. Die Schüler sind zu Hause und verbringen ihre Freizeit zu Hause und vornehmlich im Internet. Dies kann jedermann feststellen, wenn er ins Internet geht. Ab Mittag bis in den späten Abend ist der Durchsatz im Internet eine Katastrophe. Alle Jugendlichen spielen auf ihren Computern und Smartphones. Ich kann zum Beispiel in dieser Zeit keine Änderung in meinem Tagebuch vornehmen. Der Datentransfer bricht ab, weil die Uebermittlungs-Unterbrüche zu gross sind. Ich muss höllisch aufpassen, denn Datenverluste sind vorprogrammiert, wenn nur der halbe Bericht zurückgeschrieben wird..

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Nov 19 2015

Wer kennt nicht unseren Lieblings-Chinesen?

Hua-Hin Beim Chinesen

Unser Lieblings-Chinese

An der Kreuzung Chomsin Rd (Soi55) und Soi Naeb Kahardt befindet er sich. Also zwischen Phetkasem und dem Meer in Verlängerung zum Night Market. Er öffnet um 17:10 Uhr, aber bereits 20 Minuten später warten Gäste auf der Strasse, weil sie keinen Platz mehr bekommen haben. Wenige gehen weiter ins nächste Restaurant. Die meisten warten 30-40 Minuten bis wieder ein Tisch frei wird.

Gekocht werden alle Speisen auf der Strasse durch Strassen-Küchen. Aus dem Restaurant kommen einzig das Bier und das Wasser.

Es ist kein Luxus-Lokal. Man isst auf Chromstahl-Tischen in Plastik Geschirr. Aber der Inhalt stimmt. Dies erkennen wir bereits daran, dass 90% der Gäste Chinesen und Thais sind. Wenn wir hier sind, bestellen wir meistens immer dasselbe: etwa 20 Jakobs-Muscheln, 30 Satey und einen gebratenen Fisch entweder sweet-sour oder mit Garlic (Knoblauch) und Reis. Dazu für mich ein grosses Chang-Bier. Das Ganz kostete gegen 700 Baht (entsprechend SFr. 20.–)

Dies ist für mich „Leben in Thailand„. Ich brauche keine Schnitzel Pommer-Frites oder Chateaubriand oder Rind-Steaks. Ich geniesse hier das asiatische Essen, für das ich mich in der Schweiz dumm und dämlich zahle. Und hier in Hua-Hin liegt es auf der Strasse!

Nachtrag vom 20. Nov: Wir besuchten unseren Chinesen zum zweiten Mal dieses Jahr. Der Fisch war diesmal nicht berühmt. Er war bereits etwas älter, wie Pat die Nase rümpfend kritisierte.

Jakobs Muscheln

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Nov 18 2015

Park der 7 Könige

Einmalig, aber nicht Zweimalig

Ein paar Kilometer südlich von Hua-Hin auf einem Gelände der thailändischen Armee wurde Mitte dieses Jahres der Park der 7 Könige, der „Rajabhakti-Park“  eröffnet. Ein immens grosses Gelände mit 2×4 spuriger Eingangs- und Ausgangsstrassen. Parkplätzen für 100e oder gar 1000e von Autos und Cars, grossen Aufmarschflächen für Militärparaden, grosszügig bepflanzt mit Palmen und asiatischen Sträuchern aller Art und zuhinterst die 12 m grossen Statuen der 7 Könige, die den Ehrentitel „der Grosse“ verliehen bekamen.

Mehrmals bereits bin ich mit dem Rad an diesem Park vorbei gefahren. Vorallem an Wochenenden musste ich auf dem Rückweg nach Hua-Hin oft vom Renrad absteigen, weil die grosse breite Zufahrtsstrasse total verstopft war. Es schien, als ob ganz Thailand diese grosse Anlage besichtigen wollten. Es gab kein Durchdringen, auch nicht zu Fuss. Vorallem an den längeren Wochenende herrschte Grossandrang.

King, Thailand, Rajabhakty Parc, Hua-Hin

Nun habe ich die 7 Könige auch besucht und gesehen. Einmal genügt, ein zweites Mal wäre übertrieben. Die übergrossen broncefarbenen Statuen sind eindrücklich. Leider sind ausser den Namen alle anderen Hinweise übers Leben und deren grosse Taten eher „fremdenfeindlich“ d.h. in thailändisch beschrieben. Dies deutet doch darauf hin,  dass die Verantwortlichen mit dieser monumentalen Anlage bestimmt nicht die Fremden und Ferien-Gäste ansprechen wollen, sondern die Thais, um Ihnen die Anliegen des herrschenden Militärs näher zu bringen.

 

 

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Nov 04 2015

4. Nov 2015: Kosten für Versicherung, Steuern und Unterhalt meines Toyota Vios

In Thailand bringt man sein Auto in die offizielle Markenvertretung. Dort hat man seine persönliche Kontaktperson, nämlich den Verkäufer, der einem das Auto verkauft hat. Er hilft einem bei der Auswahl oder auch dem Wechsel von der einen zu einer anderen Versicherung. Er erledigt den notwendigen Papierkram, fotografiert das Auto, um sicherzustellen, dass das Auto keine verborgenen Schäden hat, und organisiert auch die jährliche Strassenverkehrs-Vignette mit eingeschlossener Thai-Haftpflicht. Damit binden die Autofirmen durch personifizierten Service ihre Kunden an sich.

Werkstatt-Halle der Toyota Garage

Werkstatt-Halle der Toyota Vertretung in Hua-Hin

Ich habe nach 1  Jahr die Vollkasko-Versicherung gewechselt, weil ich mit ihrem Schutz nicht zufrieden war. Sie hat zwar den kürzlichen Schadenfall, verursacht durch eine Dritt-Person, übernommen, es aber zugelassen, dass man über die Schuldfrage vor der Polizei diskutiert hat. Von der Schuldfrage hängt es ab, ob man im Folgejahr mehr Prämie bezahlen muss. Nach meiner Meinung und auch der von Pat war die Situation klar, denn der Verusacher ist von hinten in mein Auto gefahren.

Heute brachte ich unseren 1-jährigen Toyota Vios in den Service. Im grossen Kunden-Show-Room der Toyota-Vertretung wartet man ab, bis nach 1 Stunde alles erledigt ist. In dieser Zeit wird man betreut. Man bekommt etwas zu trinken, Kann TV schauen, hat Internet und kann von oben herab duch eine Glaswand in der blitzsauberen Werkshalle verfolgen, was am Auto gemacht wird. Die Mechaniker tragen saubere frisch gebügelte Ueberkleider. Sobald er eine schmutzige Arbeit machen muss, zieht er sich eine Schürze darüber an, die er unmittelbar nachher in den Wäschekorb versorgt. Auch den Sitzüberzug zum Fahren in und aus der Werkshalle geht sofort in den Wäschekorb. Es hat keine Oelflecken am Boden. Man könnte in der Werkhalle eine Party feiern.

Was kostet mich nun dieses Auto im Jahr:

  • Der eben erledigte Jahres-Service mit 1 Stunde Arbeit für Wechsel des Motorenöl, Kontrolle der Bremsen und des Automatikgetriebes kostete 1’560 Baht. Das sind umgerechnet € 40.– mit allem Material/Oel
  • Die Jahres-Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbehalt kostet 19’600 Baht, entsprechend € 505.–
  • Die jährliche Vignette für die Strassenverkehrssteuer mit der Minimal-Einheimischen-Haftpflich-Versicherung kostet 638 Baht, entsprechend: € 16.–
  • 1 Liter 95 Oktan Benzin kostet zur Zeit etwa 32 Baht, das sind etwa €–.82. Der Benzinverbrauch meines Toyota Vios ist gering.

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Nov 02 2015

1. Nov. 2015: 4 stündige Ausfahrt mit dem Rennrad in die Hölle der Weinberge von Hua-Hin

Wer kennt nicht die Hölle des Nordens über die Kopfsteinpflaster von Paris nach Roubaix

Ich berichte Euch über die Strapatzen meiner Fahrt in die Weinberge  „Vineyards of Hua-Hin Hills“ über 85 km. Beide Strecken sind miteinander nicht vergleichbar. Hier in Hua-Hin gibt es nur bestens asphaltierte Strassen, aber höllische Temperaturen und Winde.

Tagwache war bereits um 6 Uhr, denn ich musste mir etwas Kalorienreiches und viel Flüssgkeit in den Magen füllen. Start war um 08:30 Uhr, nach meiner Meinung 1 Stunde zu spät,  beim 7eleven am Anfang der Soi112.  Es war bereits 27ºC warm. Die Sonne begann zu brennen. Ein wunderbarer Morgen. Mein Rad habe ich bereits am Vorabend bereit gemacht. 100psi (entsprechend 7 Bar) sind die Räder gepumpt. An der Hitze wird sich ihr Druck bis auf 120 psi erhöhen. Harte Reifen sind besser, denn sie widerstehen besser den spitzen Steinen auf den Strassen.

Trek Madone 5.2

Dieser Rennrad habe ich bereits letztes Jahr im Herbst 2014 gekauft

Heute sind wir nur zu zweit. Ich und Peter Stephenson einem Engländer aus Nottingham. Wie ich später vernommen habe, hat der Mike Denmark am falschen Ort beim Tesco auf uns gewartet und die beiden angemeldeten Thais sind einfach weggeblieben. Anfänglich fuhren wir in einer moderaten Geschwindigkeit um die 26-27 km/h. Die Fahrt werde noch lange dauern, es geht auf und wieder ab. Es sind  keine grossen Hügel oder Steigungen, aber immer wieder kleine Nadelstiche. Ich kenne die Strecke aus den Vorjahren. Sie verlangt einem viel ab. Wir sind schon stehend nach Hause gekommen, weil wir uns zu viel zugemutet hatten.  Die Zeit ist schon lange vorbei, als wir uns am Wendepunkt noch ein Glas Wein kredenzten.

Vor dem Huay Mongkol Temper

Vor dem Huay Mongkol Tempel

Peter versuchte das Tempo zu erhöhen auf über 30 km/h. Ich riet ihm ab und stellte als Argument mein Alter in den Vordergrund. Er akzeptierte dies und so fuhren wir relativ gemütlich via Huay Mongkol-Tempel zu den Weinbergen. Die Temperatur stieg auf über 32ºC an. Die Sonne brannte auf den Helm. Jeder Anstieg bereitete mir mehr Mühe. In der Zwischenzeit hat der berüchtigte Gegenwind von den Bergen Burmas in Richtung Küste angefangen zu blasen. Das unangenehme dabei ist, dass er kurz vor Mittagszeit meistens dreht. Dann windet es von der Küste her, wenn wir auf der Heimfahrt sind, wieder als Gegenwind

Peter war begeistert von der Landschaft und wunderte sich, wie gut ich noch mithalten konnte. Kurz vor den Vineyards wird auch der Peter langsamer. Er zollte der Hitze Tribut. Wir machten einen Halt und nahmen Zucker in Form von Cola zu uns. Nur noch 2 km bis zu den Weinbergen. Dort wurden wir von 3 Hunden angebellt und verfolgt.  Die waren aber auch müde und gaben die Jagd nach wenigen Metern auf.

300m vor dem Ziel inmitten der Weinberge und der Olivenhaine, vor dem Weinkeller und -Restaurant eine Tafel „Wegen Renovation bis am 11. Nov geschlossen„. 42 km zeigte mein Garmin an. Auch ich war müde und hätte mich gerne etwas in den Schatten gesetzt.

Der Not gehorchend haben wir das Rad gedreht und sind wieder zurück in Richtung Hua-Hin gefahren. Peter war echt kaputt. Ich motivierte ihn mit dem nächsten Cola-Stop auf halber Strecke beim Mongkol-Tempel. Der Wind hat gedreht und wie. Er pfiff uns um die Ohren und zwar von vorne. Oft hatten wir Mühe, unsere Geschwindigkeit auf über 20 km/h zu steigern. Ich wollte ihm eine andere Streckenwahl als Rückfahrt schmackhaft machen. Peter wollte aber auf kürzestem Weg nach Hause.

Am Schluss zeigte mein Garmin eine Fahrzeit von nicht ganz 4 Stunden, eine Distanz von 85 km mit einem Schnitt von 23.3 km/h bei gefühlten 34ºC. Das soll einer mal nachmachen.

Zu Hause ging ich zuerst unter die Dusche und dann habe ich 2 Stunden auf der Terrasse geschlafen und geträumt. Ich musste meinen schmerzenden Körper beruhigen, was bis am nächsten Morgen dauerte.

In 2 Tagen am kommenden Dienstag wird es flach zur Dolphin Bay gehen. Eine Erholungsfahrt über 90 km. Damit habe ich seit ich hier in Thailand bin gegen 500 km gefahren.

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Nov 01 2015

Neu in Hua-Hin: Baan Khun Food Court (Essens-Markt)

Wir kennen den Ort bereits seit 1-2 Jahren. Er ist nur wenige 100m von uns dem Klong entlang entfernt. Er hat sich langsam aufwärts entwickelt. Aber auf dieses Jahr hat sich dieser „Baan Khun Essens-Markt“ speziell herausgeputzt. Man erhält hier eine grosse Auswahl an thailändischen Gerichten, Getränke, Frappees. Gleich nebenan lädt für die Kinder ein kleiner Luna-Park ein. Ab 19 Uhr spielt eine Musik-Band moderne Thai- und auch internationale E-Musik. Manchmal spielt eine gute Band, manchmal auch eine schlechtere, aber kein Thai würde seine Unmut zeigen oder gar pfeiffen.

Den Ort findet man leicht, wenn man vom Hua-Hin Bahnhof gen Süden dem Bahngeleise entlang fahrt, dann rechts in Richtung Soi-88 übers Geleise abbiegt, und bereits steht man davor. Hinter dem 7eleven-Shop.

Beim ersten Besuch dieses Jahr war ein hoher buddhistischer Feiertag. Da gab es keinen Alkohol zu kaufen und noch weniger zu trinken. Er ist verboten! Ein Foto habe ich bei unserem zweiten Besuch gemacht: Darauf sieht man auch mein Lieblings-Bier Chang.

Hua-Hin Soi88, Baan Khun Por Food Court- Party Essen, Pat Max Duthi

Pat mit ihrer 7-jährigen Enkelin DuThi

 

Hua-Hin Soi88, Baan Khun Por Food Court- Party Essen, Pat Max

Auf dem Tisch könnt ihr sweet-sour Scheinefleisch, grillierter Snapper, hot Gehacktes, rohes Gemüse und unterschiedliche Saucen erkennen

 

Hua-Hin Soi88, Baan Khun Por Food Court- Party Essen, Pat Max

Zu den Geheimtips gehört der grillierte und gesalzene Snapper. Ein Gedicht und fast ohne Gräte.

 

 

 

 

 

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Okt 29 2015

2 Wochen in Thailand: Akklimatisation, Pat ist zurück

Am Donnerstag 15. Oktober bin ich in Bangkok gelandet und anfänglich wegen der Feuchtigkeit beinahe explodiert. Innert kürzester Zeit waren ich und mein Hemd klatschnass. Seit dem 4. Tag hat sich mein Körper an die hiesige Wärme und die Feuchtigkeit gewöhnt und ich schwitze nicht mehr übermässig. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger, je nach Situation.

Bereits 5 Tage nach Ankunft in der Nacht vom 20./21. Oktober habe ich erstmals ohne längere Wachzeit von Mitternacht bis 08:20 Uhr durchgeschlafen und damit die Zeitverschiebung von 5 Stunden bewältigt. Mein Darm nahm sich dazu ein paar Tage mehr Zeit.

Ein geschädigter der Schweizer UhrenindustrieHua-Hin Soi94, Dusit Land & House 10 Max Pat

Ich bin einmal mehr ein Geschädigter der Schweizer Uhrenindustrie geworden. Eine Woche nach Ankunft in Thailand lieferte die Batterie meiner teuren CERTINA-Sportsuhr, die ich tagtäglich trage, keine Kraft mehr. Dasselbe ist mir bereits vor ein paar Jahren passiert.

In ganz Hua-Hin gibt es kein autorisiertes Uhrengeschäft, das Batterien an Schweizer Uhren auswechseln darf. Ich müsste die Uhr per Post nach Bangkok schicken, der ich nicht ohne weiteres traue. Nun muss ich eben wieder ein Fälschung kaufen, damit ich wenigstens die Zeit ablesen kann. Keine billige Fälschung, sondern eine teure, die auch über Fr 100– kostet. Dies ist für mich eine Bankrott-Erklärung der Schweizer Uhrenindustrie, denn Schweizer Uhren eignen sich nicht unbedingt fürs Ausland. Ihr Aufbau ist zu kompliziert und der angebotene Service ausserhalb der grossen Center schwach.

Pat „Surprise, Surprise“

Wer kennt nicht diese beiden Worte „Surprise, Suprise“? Pat kam am vergangenen Freitag, 23 Okt. als grosse Ueberraschung mit dem Auto an einem der grössten Feiertage Thailands nach Hua-Hin. 6 Stunden dauerte ihre Fahrt von Bangkok nach Hua-Hin, für die man normalerweise nur 3-4 Stunden benötigt. Pat liebt solche Ueberraschungen. Oft merke ich, wenn etwas in der Luft liegt. Zum Beispiel wenn kein SMS zurückkommt. Diesmal hatte ich keine Ahnung. Die Ueberraschung glückte zu 100%

Pat konnte mich dieses Jahr nicht am Flughafen abholen, weil sie Tage zuvor mit ihrem/unseren Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Sie blieb zwar unverletzt, aber mit Schock musste sie ins Spital gebracht werden, obwohl sie unschuldig am Unfall war. Ihre Anfälligkeit zu einem „Schock“ rührt immer noch vom Chemieunfall Anfang dieses Jahres her. Sie verliert in solchen Stress-Situationen ihre Stimme und ihr Herz schmerzt.  Der Schaden am Auto war durch die Vollkasko abgedeckt, war also kein Thema.

Diesmal ging es bei Pat bald aufwärts, sodass sie sich gegen den Willen der Aerzte auf den Weg zu mir nach Hua-Hin machte. Diese wollten sie nämlich noch länger im Spital behalten, weil sie noch Schmerzen am Herz und am Fuss (Senkfuss und Fersendorn) hatte. Sie bekam als Prophylaxe, dies ist auch typisch für die thailändische Medizin, 4 verschiedene Schmerztabletten, die sie zusammen 2x je Tag einnehmen sollte, sowie Nitroglycerin-Notfalltabletten fürs Herz. Als ich diese „Bomber“ sah, begann ich zu überlegen, denn ich bin gegen übermässigen Pillen-Konsum. Was könnte auch helfen? Vielleicht ein Geh-Stock zur Entlastung des einen Fusses? oder GEL-Einlagen in die Schuhe?

Gel-Einlagen haben wir nirgends gefunden. Ich dachte bereits an eine Bestellung in der Schweiz. Schlussendlich landeten wir beim Schuhgeschäft „Scholl“, welches als Fuss-Spezialist auch bei uns in der Schweiz bekannt ist oder war. Hier gibt es beim Scholl aber nur Schuhe zu kaufen. Die Verkäuferin empfahl uns leichte Spezialschuhe mit Fussbett …. und seither sind mit diesen Schuhen alle Schmerzen weg. Auch die am Herzen. Pat braucht keine Pillen mehr und es geht ihr von Tag zu Tag besser. Sie lebt sichtlich auf und ist wieder voller Pläne. Ich gebe zu. Ich bin ein wenig stolz auf mich!

Hua-Hin Soi94 Pat und DuThi

Pat ist wieder in ihrem Element und voller Elan. So füllt sich auch mein Terminplan immer mehr. Zwischen 25. Nov. und 3 Dezember geht es nach Bangkok, Pratunam dem Einkaufs-Quartier für Kleider und Schuhe,  und dann mit ihren Freundinnen aus der Schule nach „Nakhon Nayok“. Ich bin gespannt und freue mich auf Ihre Schulfreunde, die ich alle von den vielen Reisen in Thailand gut kenne.

2 Tage später am Sonntag, 25. Okt. die nächste Ueberraschung: Die Schwester von Pat brachte uns die 7-jährige Enkelin DuThi ein paar Tage in die Ferien. Es scheint, dass es den Thais viel Freude bereitet, jemanden zu überraschen. Eine schöne Tradition. Für DuThi ist es das schönste, stundenlang im nahen Swimmingpool zu verbringen und mir den Tilsiter-Käse aus der Schweiz wegzuessen. Zwischendurch gingen wir in in die Party-Meile der Soi 88 ganz in unserer Nähe um zu Essen und Musik zu hören.

Hua-Hin: Party-Meile Soi88 Pat Duthi grilled Snapper

Radfahren mit den „Hua Hin Roadies“

Aus den Erfahrungen vergangener Jahre habe ich mich anfänglich zurückgehalten und bin die erste Ausfahrt nur gemütlich mitgefahren, um mich an die Zeitverschiebung und die hohen Temperaturen von über 30ºC zu gewöhnen. Ich bin immer noch am Aufbau, fahre aber bereits regelmässig meine 70-85 km. In den vergangenen 10 Tagen habe ich gegen 300 km in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 25 km/h zurückgelegt. Ganz ordentlich, meine ich

An unserer letzten Fahrt zur „Dolphin Bay“ sind wir von einem dieser typischen asiatischen Kurz-Regenschauer überrascht worden. Es begann leicht vereinzelt zu tropfen und Sekunden später goss es in Kübeln. Uns reichte es eben noch, in ein Lebensmittelgeschäft am Strassenrand zu flüchten. Dort warteten wir etwa 20 Minuten, bis die Sonner wieder hervorkam und wir vorsichtig nach Hause fahren konnten.

Im Gewitter Pak Nam Pran

Max und Jean finden Schutz vor dem Gewitter bei Pak Nam Pran

Unsere Rennrad-Gruppe der „Hua Hin Roadies“ hat sich in diesen Tagen durch Ferien-Gäste aus Südafrika und Australien etwas vergrössert. Mich fasziniert es immer wieder, Menschen aus anderen Ländern kenne zu lernen. in den Nächsten Tagen haben sich Thais und ein Schwede zu einer Ausfahrt in die „Weinbergen von Hua-Hin“ angemeldet.

Wie ihr wisst, organisieren wir unsere Ausfahrten über Facebook, ein ideales Werkzeug für solche Veranstaltungen. Jeder, der eine Ausfahrt organisiert, erstellt eine solchen Facebook-Veranstaltung mit Kurzbeschrieb, Treffpunkt, Datum und Uhrzeit der Abfahrt und drückt auf den Start-Knopf. Unverzüglich werden alle angemeldeten Mitglieder auf dieser Hua-Hin Roadies-FB-Seite informiert und eingeladen. Sie können sich durch Knopfdruck anmelden, provisorisch anmelden oder absagen.

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Okt 22 2015

Stromunterbruch … kein Wasser, kein WC, kein Licht, kein Internet

Heute Donnerstag, 22. Okt. um 17:45 Uhr …klick … Licht aus – Fernsehbild aus – Chat mit Nicole aus

stromausfall-300x253Ja gut, werdet ihr sagen und mit den Schultern zucken. Aber die Konsequenzen in Thailand sind um einiges schwerwiegender: Ohne elektrischen Strom fliesst kein Wasser mehr, denn jedes Haus verfügt über eine Wasserpumpe, um fliessendes Wasser aus dem hauseigenen Wassertank zu pumpen. Dann kann man sich auch nicht die Hände waschen, den verschwitzten Körper duschen und noch weniger das WC spülen. Es fliesst kein Wasser! Aus diesem Grund steht bei mir neben dem WC-Klosett ein Wasser-Eimer mit etwa 10-20 Liter Reserve-Wasser.

Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei. Das Licht ging an. Man konte die Hände waschen und eine Viertelstunde später war auch Internet wieder verfügbar und ich konnte das unterbrochene Chat mit Nicole fortsetzen.

Thailand ist ein spannendes Land. Hier lernt man, mit den natürlichen Ressourcen bewusst umzugehen und sie zu lieben.

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Okt 19 2015

„No sweet – tomorrow“ Erlebnisse auf dem Lebensmittel-Markt

Mango ist meine Lieblingsfrucht in Thailand

Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass einer der ersten Wege nach meine Ankunft in Hua-Hin mich auf den Lebensmittel-Markt führte. Der Hua-Hin Markt ist unmittelbar neben dem Night-Market, etwa 3 km von meinem Haus entfernt. Also ein Katzensprung mit dem Honda-Roller

Heute war es wieder soweit, denn am Samstag wollte mir mein Mango-Mann einfach keine Mangos verkaufen, obwohl er viele wunderbar gelbe auf seinem Verkaufs-Brett liegen hatte. „Sie sind noch nicht süss„. Dies sagte er aber nicht in der Form, wie ich es hier schreibe. Er sagte irgendetwas in thailändisch, das ich nicht verstand. Auch seine Frau schüttelte die Hände und den Kopf. Es rumorte in meinem Hirn. Was wollten sie mir wohl mitteilen? Auf einmal stand der kleine Verkäufer von vis-à-vis neben mir und sagte von unten her zu mir:  „no sweet … tomorrow“. Nun fiel bei mir der Batzen: Er wollte mir keine Mangos verkaufen, weil sie noch nicht süss genug seien, aber Morgen da seien sie besser. Ich lachte und dankte auf thailändisch, vorallem gegenüber dem kleinen Verkäufer. Ich mag einfach diese einfachen aber umso freundlicheren Leute

Ich fuhr dann nicht am nächsten sondern am übernächsten Tag dem Dienstag auf den Markt. Es war eben 8 Uhr, als ich am Markt ankam. Ruhe herrschte, der Verkehr stand still, die Leute blieben dort stehen, wo sie eben waren, auch mitten auf der Strasse, eine gespenstische Szenerie, wenn man den Grund nicht kennt: Es wurde eben die thailändische Nationalhymne über Lautsprecher abgespielt. Es dauerte nur 1 Minute, dann ging das geschäftliche Treiben wieder weiter.

Um diese Zeit sind noch die Mönche anzutreffen, die Almosen für ein Gebet einsammeln. Ein wunderbarer Anblick. Noch überzeugender der echte Glaube der Thais an das Gute der Mönche und ihres buddhistischen Glaubens. Noch schnell ein kurzes Gebet, dann geht es weiter. Bei uns Katholiken oder Protestanten gibt es nur noch wenige echt Gläubige. Wer geht schon auf dem Weg zur Arbeit noch schnell in eine Kirche,  um zu beten? Die meisten der Kirchen wollen dies gar nicht. Sie sind geschlossen.

Auch ich bewegte mich wie ein Einheimischer durch den Markt, vorbei an den Ständen, an den Frauen, die Gemüse, Gewürze oder Fisch einkauften  Mein Ziel war der Mango-Mann, wie ich ihn seit Jahren nenne. Er mag mich, denn ich bin einer der wenigen Farangs, die regelmässig bei ihm einkaufen. Mit 3 Fingern zeigte ich, dass ich 3 kg Mangos möchte. Einzeln suchte er sie mir aus. Die reifen Mangos aus thailändischer Provenienz müssen einige schwarze Tupfen auf der Haut haben, dann sind sie süss. Die eine gefällt ihm, die andere legt er wieder zurück. Es ist eine Zeremonie, die sich da abspielt.

„How much?“ frag ich ihn. Er sagt etwas auf thailändisch, zupft dann aber aus meinem Bündel Geldscheine, die ich ihm hinhielt, die richtigen Noten hinaus. 150 Baht, das sind gerade Fr. 4.– für 3 kg süsse Mangos. Lebe ich nicht in einem Paradies?

Hua-Hin Markt: Mango-Mann

Nun brauche ich nur noch kleine Bananen. Ein Bund mit 16 der süsslichen Bananen, die  es in Europa nicht zu kaufen gibt, kostet 20 Baht.

Unmittelbar neben dem Markt ist meine Hühnchenfrau. Dort kaufte ich mir ein wunderbar gebratenes Hähnchen. Sie sind etwas teuerer als im Lebensmittelgeschäft, aber viel zarter und knusprig gegrillt. 140 Baht bezahlte ich. Das sind nicht einmal 4 Fr. Ein solches Hühnchen gibt mir 3-4 Malzeiten, denn dazu gbt es die feinen Nudeln und die sweet-and-sour-Chilli-Sauce. Lecker lecker.

Auf der Honda zurück nach Hause

Mit meiner Honda ging es nun zügig nach Hause. Ich hatte Zeit, ein wenig über den hiesigen Verkehr nachzusinnen. Die meisten Roller- und Töff-Fahrer fahren ohne Helm. Ein Zeichen, dass die Polizei dies nicht mehr kontrolliert. Noch vor 1 oder 2 Jahren trugen ¾ der Fahrer ein Helm, auch wenn er nur auf dem Kopf sass, also nicht mit dem Kinnband angemacht war. Die Thais haben kein Verständnis für Sicherheit und Gefahr. Und wenn sie es haben, wie viele ältere Frauen, dann fahren sie so langsam im Schneckentempo.  Es passieren recht wenige Unfälle. Nachts hingegen ist es gefährlich, wenn die Thais unter Alkoholeinfluss stehen. Dann sollte man zu Hause bleiben. Nachts ist es auf thailändischen Strassen lebensgefährlich. Thailand hat die grösse Verkehrs-Totenrate der Welt, aber eben nur nachts.

Die Links/Rechts-Blinker an den Roller blinken an jedem zweiten. Meistens falsch, weil der Fahrer/in ihn nicht zurückgestellt hat Dies passierte auch mir. Deshalb passe ich doppelt auf. Doppelt-Aufpassen und in gleicher Geschwindigkeit wie die Thais sind die beiden besten Versicherungen auf Thailands Strassen.

Wenige 100 m vor meinem Zuhause noch schnell einen Halt im 7eleven-Shop. Das „7eleven“ ist eine Institution. Man erhält hier alles, was man so schnell zum täglichen Leben braucht, auch ein gewärmtes Sandwich oder eine Flasche Whiskey. 24-Stunden am Tag ist er offen. Ich muss die monatliche Elektrizitäts-Rechnung bezahlen. Auch dies kann man im 7eleven.

 

Nun geht es

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Feb 27 2015

9. – 18. Dez. 2014: Bangkok, Karli und Heidy, Prinzessin Sirindhorn, Schulhausparty

Prinzessin Sirindhorn

Prinzessin Sirindhorn

Endlich ist dieser Bericht geschrieben !

Am Dienstag, 9. Dez. ging es nach Bangkok. Nicht nur schnell, sondern ganze 10 Tage. In dieser Zeit war einiges geplant:

  • Am selben Tag fand die Schulhaus-Party von Pat’s Schule statt. Ich war schon mehrfach dabei. Ein spezielles Erlebnis, wenn sich die gemeinsamen Schulkollegen/-innen mit ihren Lehrern treffen. Mit diesen Freundinnen von Pat war ich oft auf Thailand-Reise.
  • Am 13. Dez. landeten Karli und Heidy von Laos kommend in Bangkok. Mit ihnen habe ich einige Tage in Bangkok verbracht und einzelne Sehenswürdigkeiten wie die Königstempel, den Hauptbahnhof, den Erewan-Schrein, Chatuchak-Market etc  besichtigt. Auch Shopping in Pratunam und im Panthip haben wir nicht ausgelassen, obwohl Karli diese Vorliebe nicht mit mir teilte. Am 14. Dezember machten wir einen Ausflug mit dem Rad nach Ayutthaya und nach Hua-Hin fuhren wir am 18. Dez.  via den Damoen-Floating-Market
  • Als Höhepunkt stand unzweifelhaft die Diplomierung von Pat’s Sohn Snooker auf dem Programm. 3 Tage dauerten diese Festivitäten mit dem Höhepunkt der Diplomvergabe durch die thailändische Prinzessin Sirindhorn am 16. Dezember

Endlich habe ich diesen Bericht geschrieben und mit Bildern dokumentiert. Dies war eine schwere Geburt, denn ich wurde immer wieder mit „Erinnerungen“ aus meinen ersten 30 Jahren. unterbrochen. Diese mussten unverzüglich in meine Biographie einfliessen.

Den Bericht findest durch anklicken des nachstehenden Links:

Eine hektische Woche in Bangkok mit der Diplomierung von Snooker durch Prinzessin Sirindhorn als Höhepunkt

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