Kategorienarchiv: Unglücksfälle und Verbrechen

Feb 02 2016

Stop dem „Elefanten-Tourismus“!

Ich habe solche Elefanten-Ritte auch gemacht, was ihr an den Bildern erkennen könnt. Im Nachinein war es ein Blödsinn. Was hätte da passieren können! Mir läuft es kalt den Rücken herunter!

Unverantwortlich & unethisch:

Es ist nicht nur eine Quälerei für die Dickhäuter, sondern kann auch lebensgefährlich sein: der „Elephant Ride“ oder Shows, die immer noch als „Attraktion von Thailand“ angeboten werden. Deshalb bitte ich Euch: lasst diese „Spektakel“ im Urlaub unbedingt aus. Hier steht, warum…

„Elefant trampelt Touristen in Thailand tot“!

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Jan. 2011: Max und Pat auf einem Elefanten im Hinterland von Kanchanaburi

Das waren die Schlagzeilen der letzten Tage (2. Feb. 2016). Der traurige Unfall ereignete sich noch dazu vor den Augen seiner 16-jährigen Tochter im Inselparadies Koh Samui. Was war geschehen? Der 36-jährige Engländeer hatte einen der beliebten „Elephant Rides“ gebucht, also einen Ritt auf einem Dickhäuter durch den Dschungel.

Bullen besonders gefährlich

Wie ein Sprecher der „Wildlife Friends-Stiftung in Thailand“ erklärte, wurde ein Elefantenbulle auf diesem Ausflug eingesetzt. Diese können mitunter aus heiterem Himmel besonders agressiv werden – vor allem während der Musth, einer Art Brunftzeit.

Und so geschah es. Der Elefant drehte plötzlich durch, warf den Mann ab und trampelte ihn zu Tode. Sein Kind und der Elefantenführer mussten machtlos zusehen.

Allein in den vergangenen fünf Monaten gab es sechs tödliche Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand. Diese Trekking-Touren werden überall in Thailand angeboten, und trotz unermüdlicher Warnungen von Tierschützern und regelmäßigen Unfallberichten gehören diese Ausflüge auf einem „Chang“ nach wie vor zu den beliebtesten Freizeit-Vergnügungen für Touristen.

An dieser Stelle möchten ich ganz konkret an meine Leser appelieren: Lasst es in Zukunft sein, auch wenn Deine Kinder darum betteln.

Tierquälerei: Lächerliche „Dumbo-Shows“

In Thailand leben etwa 4000 domestizierte Elefanten, viele von ihnen werden als Touristenattraktion „missbraucht“.

Eigentlich sind sie das Symbol einer Nation, doch ist es auch allgemein bekannt, dass Elefanten (wie zum Beispiel auch andere Tiere im Zirkus) ausserhalb von Schutzzentren oft mit Schlägen, Eisenfesseln, spitzen Haken und Futterverweigerung dazu „dressiert“ werden, bestimmte Kunststücke zu erlernen. Die genauen Details der höchst unwürdigen Methoden möchten ich Ihnen an dieser Stelle ersparen.

Viel Wichtiger ist Ihre Einstellung als Urlauber, und Ihr Willen, konsequent Verzicht zu üben,

Elefanten-Attacke in Khao Yai

Nach dem tödlichen Unfall auf Koh Samui Anfang Februar 2016 will nun die Regierung mit Vertretern der Tourismusbranche über den „besseren Umgang mit den Tieren“ verhandeln. Ob sich dadurch schnell viel ändern wird, mag man bezweifeln.

Wichtig für Sie zu wissen: Unfälle passieren nicht nur auf Trekking-Touren, sondern auch in Nationalparks, wo die mächtigen Tiere frei herumlaufen und zum Beispiel Besucher in Autos und auf Motorrädern als „feindliche Eindringlinge“ in ihr Reich empfinden…. und unter Umständen auch angreifen.

Was hätte da passieren können

Was hätte da passieren können


(Abschrift eines Beitrages aus der Internet-Zeitschrift http://www.thaizeit.de vom Feb. 2016)

 

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Dez 02 2015

2. Dez. 2015: Zurück aus Bangkok – Geldbeutel und Kreditkarten weg

Eine gute Woche war ich unterwegs. Am Mittwoch, 25. Nov. startete ich mit dem Flughafenbus von Hua-Hin nach Suvarnabhumi Airport BKK und von dort für 48 Baht mit dem Flughafen-Rail-Link in die Stadt, der Schnellbahn vom Flughafen ins Zentrum von Bangkok, bis zur Endstation Phaya Thai. In unmittelbarer Nähe und zu Fuss erreichbar liegt das Hotel „Best Western Mayfair Suites„, in dem ich mich seit Jahren aufhalte, wenn ich zum Shopping nach Pratunam fahre.

Samstag, 28. Nov./13 Uhr: Chatuchak-Market – Geldbeutel geklaut

Ihr wisst es ja alle. Ich habe ein ungemein spannendes und erfüllendes Leben. Keine Reise ohne irgendeine Ueberraschung. Diesmal bescherte mich mein „Lebens-Manager“ mit etwas aussergewöhnlichem:  Mein Geldbeutel wurde mir nämlich auf dem „Chatuchak-Weekend-Market“ in Bangkok geklaut.

Viele meiner Freunde wurden bereits Opfer solcher Missetäter. Bislang musste ich sie nur bedauern. „Mir würde selbstverständlich so etwas nie passieren“, meinte ich für mich; „denn ich passe doppelt auf“, meinte ich. Sie erzählten mir genau dasselbe, wie es dann auch bei mir geschah: Es entstand ein künstliches Gedränge in einer der kleinen Gassen zwischen den beidseitigen Shops. Vor mit eine dickliche Frau (=eine Gehilfin), die etwas anschaute, aber mitten im Weg stehen blieb. Von hinten drückten andere Leute nach … und in dem Moment muss es passiert sein. Mein Geldbeutel in der seitlichen linken Hosen-Knie-Tasche war weg! Was ich aber erst wenige Minuten später entdeckte, als ich für Pats ausgewählte Stickers bezahlen wollte. „Mein Geldbeutel mit 20’000 Baht (ca. SFr. 550.–) und den Thai- und der Schweizer-Kreditkarten war weg!

Mein Problem: „Passbook“ und „Passport“

Ich war schockiert. Mein Hirn drehte wie wild und schaltete den normalen Verstand aus. Wann habe ich den Geldbeutels das letzte Mal gebraucht? Wo könnte er beim Anprobieren aus der Hose gefallen sein? ….. Tilt (=Ausschaltung beim Flipper-Automaten) …  Ich konnte nicht mehr normal denken, bis Pat mich an der Hand nahm und mich zur Polizei-Station auf dem Chatuckak-Market führte.

Dort angekommen, wurde ich von den anwesenden Beamten und Beamtinnen nett und einfühlsam empfangen. Sie sprachen gut Englisch und sogar ein paar Worte Deutsch. Es galt ein Formular auszufüllen und parallel dazu stellten sie in ihren eigenen Smartphones Verbindungen zur Schweizer UBS und zur Thai Kasikorn Bank her, damit ich die beiden Karten unverzüglich sperren lassen konnte. Glücklicherweise hatte ich Fotos meiner beiden Kreditkarten auf meinem Smartphone (in meinem Archiv „Evernote“) gespeichert und konnte so einfach die Kredit-Kartennummer durchgeben.

Probleme gab es einzig bei der thailändischen Kasikorn-Bank, denn die wollten zur Identifikation meine „Passbook-Nummer“ wissen. Ich verstand aber immer „Passport“ und gab ihnen meine Schweizer Pass-Nummer durch. Damit konnten sie aber nichts anfangen. Es dauerte ewig, bis ich realisierte, dass sie die Bank-Konto-Nummer gemäss „Passbook“ (=Bank-Büchlein) wissen wollten. Aber die hatte ich nicht bei mir resp. ich fand sie im Stress nicht auf meinem Smartphone.

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Die Schweizer Bank UBS anerbot sich am Telefon, mir per Express eine neue Kredit-Karte zuzuschicken. Anders die Thai-Kasikorn-Bank, die wollte das Original-Passbook sehen, bevor sie mir eine neue Karte ausstellen wollte,  und dieses war in Hua-Hin eingeschlossen. „Ein Kopie genüge nicht“, meinten sie!

Der Verlust des Bargeldes von um die SFr. 550.– wäre noch zu verkraften gewesen. Es war eben geschehen. Ich konnte nichts mehr ändern. Schlimmer war, dass ich kein Geld auf mir hatte und keines von der Bank oder einem Geldautomaten holen konnte, denn meine Reserve-Karten waren in Hua-Hin. Ohne Geld kommt man auch nicht zurück nach Hua-Hin. Alleine in Bangkok wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Ich hätte auf der Schweizer-Botschaft um Geld betteln müssen.

Mein Hirn arbeitete immer noch nur mit halber Leistung. Ich überlegte krampfhaft, wie ich zu Geld kommen könnte. Bis Pat mich auf das  nahe liegendste aufmerksam machte: Geld von ihrem Konto!

Bisher war ich der Meinung, dies auch berufsbedingt, dass ich solche ungewöhnliche Stress-Situationen bestens meistern kann. Dies stimmt auch in Situationen mit fremden Leuten, aber nicht bei mir selbst. In meinem Fall habe ich total versagt. Es dauerte Stunden bis ich wieder normal denken und vorallem logisch denken konnte.

Mittwoch, 2. Dez.: Zurück in Hua-Hin

Mein erster Schritt führte mich in die Kasikorn-Bank, um eine neue Kreditkarte zu holen. Wir üblich erhielt ich eine Warte-Nummer, nämlich 805. Und wartete etwa 20 Minuten, bis der Schalter 5 frei wurde. Ich erklärte kurz mein Problem, gab das Passbook und meinen Schweizer Pass ab, durften dann unzählige Papiere und Kopien unterschreiben und erhielt schlussendlich nach insgesamt 1 Stunde gegen eine Gebühr von 250 Baht in bar meine neue Debit-Kreditkarte im Military-Look. Früher war bei der Kasikorn-Bank alles in grün, nun hat scheinbar das Militär auch diese Bank oder den Design der Kreditkarte übernommen. Ein grässlicher Design!  (Kein weiterer Kommentar, denn dies ist in Thailand verboten) Aber ich konnte wieder mein Geld abheben.

Ein paar zweckmässige Tipps in solchen Situationen

  • Es war sehr zweckmässig, dass ich Fotos meiner Kreditkarten im Smartphone hatte. Dadurch konnte ich einfach die Kreditkarten-Nummer durch telefonieren. Auf der Rückseite steht meistens die Notfall-Telefonnummer zur Sperrung der Kreditkarte geschrieben.
  • Nur die Karten mitnehmen, die man jeweilen braucht. Wie froh war ich doch, dass ich nur 2 Kreditkarten bei mir hatte. Niemals einen „bluffigen“ Geldbeutel mit vielen Kreditkarten mitführen. Man kann die anderen Karten an einem sicheren Zweit-Ort im Hotel oder zu Hause bewahren
  • Nur soviel Geld auf sich tragen, das man zum jeweiligen Anlass brauche. Es war ein Unfug von mir, den vor 2 Tagen vom Geldautomaten bezogenen Betrag von um die Fr. 600.– mitzuführen.
  • Falls es dennoch passiert: Sich dem Partner unterordnen. Zur Polizei gehen. Man braucht Hilfe, denn man ist nicht mehr bei Sinnen!
  • Den Original-Pass trage ich wenn immer möglich nicht auf mir, nur eine Kopie davon. Diesen Verlust zu ersetzen ist aufwendig, sehr aufwendig, denn auch das Visum ist weg!
  • Meist vergisst man das Smartphone. Der Verlust des Smartphones kann katastrophale Folgen haben. SIMM-Karte weg, oft gebraucht für e-Banking. Alle Telephon-Nummern und Kontakt-Adressen sind verloren! Ich habe zwar alles via Google auf dem PC gespeichert. Aber die fehlende SIMM-Karte für die Identifikation beim thailändischen eBanking wäre dramatisch.

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Dez 06 2014

Mein schwuler Nachbar – Das Risiko „schwanz-gesteuerter“ Männer

Der englische Nachbar rechts von mir hat oft Streit mit seiner thailändischen Freundin. Sie schreien sich gegenseitig an und dann knallen die Türen. „Fuck“ und „Fuck you“ sind die englischen Worte, die ich hier gelernt habe. Auch dies ist Thailand. Sein Vorgänger im selben Haus, ein pensionierter Lehrer ist bereits letztes Jahr ausgezogen und lebt mit seiner über 30 Jahre jüngeren Thai-Freundin, wollte bereits Tochter schreiben, in einem besseren Haus ausserhaöb Hua-Hins. Er will ihr etwas bieten, denn er ist oder war über beide Ohren verliebt

Diese Verliebtheit ist bei vielen alten Farangs (Fremde) oft trügerisch. Oft werden sie aprupt aus ihren letzten Testosteron-Träumen gerissen, was nachfolgender tragischer Hilferuf einmal mehr bestätigt:

 

Mail vom 3. 12. 2014 aus der Schweiz:

Betreff: Kollege in Thailand

Guten Tag Herr Lehmann

Ein Kollege von mir ist vor 1 Jahr nach Thailand ausgewandert. Er hat eine Thailänderin vor 5 Jahren übers Internet kennen gelernt und sie dann mit einem Heiratsvisum in die Schweiz geholt. Nach der Heirat wohnte sie 4 Jahre in der Schweiz mit ihm.

Vor 2 Jahren hat er dann die Pläne geschmiedet, sich eine Existenz in Thailand aufzubauen.

Sie flog für ein paar Wochen nach Thailand und begann ein Restaurant einzurichten und ein Haus zu bauen, auf dem elterlichen Boden.. Mit seinem Geld.

Das Haus ist nun gebaut, Sie flog schon vorher nach Hause und er folgte ihr nach. Das Haus hier in der Schweiz wurde verkauft und das Geld überwiesen.

In dem Jahr ist nun vieles passiert.. Das Restaurant lief gar nicht so wie sie es gesagt hatte. Die Angestellten waren nicht zu motivieren und so ist es nun geschlossen.

Im Haus hat sich deren Familie einquartiert.

Und das Geld wurde abgehoben, obwohl nur er unterschriftsberechtigt war.. Es heisst nun, das Geld sei gut angelegt worden, jedoch gebe es dafür keine Quittungen.

  • Sind die Thai so verlogen?
  • Kann es sein, dass die  Bank sich nicht an die Abmachungen hält?
  • Gibt es irgendwelche Möglichkeiten für ihn, dass er zu seinem Recht kommt?

Besten Dank und schöne Grüsse aus der Schweiz

 

Der Mail-Schreiber nannte keinen Namen und normalerweise antworte ich nicht auf anonyme Anfragen. Aber der Fall war so typisch

 

Meine Antwort 1 Tag später

Normalerweise reagiere ich nicht auf anonyme Mails. Aber die Geschichte könnte gut wahr sein, denn ähnliches kommt hier in Thailand immer wieder vor.

Ich kenne ja nicht alle Details. Irgendwie hat Ihr Freund das Geld ja nach Thailand gebracht und ein Haus gekauft/gebaut. Dies kann aber nur seine Frau als Thailänderin. So hatte sie auch die Vollmacht über sein Geld! In jedem Fall wird auch eine thailändische Bank kein Geld herausgeben, solange der Abhebende kein Bankbüchlein vorweist. Und dies muss seine Freundin gehabt und vorgewiesen haben. Da kann ihr Freund drehen und wenden, wie er will. Sie hatte als Thai alle Unterlagen! Er war ja auch auf sie angewiesen, denn er sprach bestimmt kein Wort Thai und konnte noch weniger die Thai-Verträge lesen! Also Vorsicht mit dem Wort „Er war Unterschriftsberechtigt“.

Ja, viele Thais sind bösartig oder berechnend ….und viele Schweizer sind „Schwanz gesteuert!“ Ueber Internet hat Ihr Freund eine Thailänderin kennen gelernt. Wahrscheinlich war sie viel jünger als er selbst. Sie sah in Ihrem Freund das grosse Geld und die goldene Zukunft … und er war verliebt in seine junge hübsche Vorteige-Frau… und traute ihr 100% …… und schon war es passiert.

Er kann das Geld vergessem. Denn als Ausländer hat er wenige Chancen in Thailand. Er kann nichts beweisen und spricht auch kein Thailändisch. Er kann von der Bank die Kontoauszüge verlangen und beurteilen, ob das Geld auf einmal, oder über Kreditkarte täglich ca 1’200 Franken abgehoben wurde.

Ja, so geht es vielen, die nach Thailand wie die Könige einreisen, ein hübsches junges Girl anlachen, sich im 7. Himmel fühlen….und bereits ist alles Geld weg

Beste Grüsse
Max Lehmann

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Aber links von mir, wenn ich vor meinem Haus sitze und auf die Strasse schaue, lebt  ein Schwuler, was ja nicht schlimm ist. Ich kenne viele Schwule und habe mit Ihnen ein gutes Verhältnis. Er ist ein weibischer Schwuler mit hoher Stimme. Es quitscht, wenn er mit seinem Hund schimpft. Ob der Hand dabei lacht? Er ist ein Holländer und Eigenbrötler. Von morgens bis abends laufen italienische- und Wagner-Opern.  Er spricht nicht mit mir, obwohl ich mich bei ihm vor 2 Jahren, als er einzog, vorstellte. Ich entspreche nicht seinem Beuteschema. Vor zwei Jahren war er noch ein stämmiger Mann, gross und kräftig. In der Zwischenzeit hat er massiv abgenommen und ist nur noch ein Knochengerüst. Er sieht schlecht aus.Er ist sichtlich krank.

Heute am 6. Dez. hatte er Geburtstag. Er lud dazu Freunde und Bekannte ein. Auch zwielichtige Thai-Weibchen, die ihn immer wieder mit Happy Birthday-Gesängen hochleben liessen. Ich weiss aus den vorigen Jahren. Es wird nebenan im Laufe der Stunden immer lauter. Die Thais hören normalerweise spätestens um Mitternacht auf. Bei ihm dauerte es letztes Jahr bis um 2 Uhr morgens.

Dieses Jahr nehme ich es gelassen. Er hat bestimmt nicht mehr die Kraft bis nach Mitternacht. Vielleicht ist es auch sein letzter Geburtstag hier in der Soi94, Wenn ich mich recht erinnere, feierte er letztes Jahr seinen 58. Geburtstag

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Feb 07 2014

Mit Alice Schwarzer im Bett – unvorstellbar

Nun hat es die Moral-Tante aus Berufung, die von einer Talk-Show zur anderen weibelt, um dem Deutschen Volk ins Gewissen zu reden, auch erwischt. Sie hat zugegeben, seit Jahren Geld in der Schweiz versteckt zu haben. Damit hat sie aber auch zugegeben, dass es mit ihrem eigenen Gewissen und Moral nicht allzu gut bestellt ist. Sie outete sich als grosse Egoistin und nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Ihre Aussagen, Gedanken und Bücher erscheinen nun in einem ganz anderen Licht! „Geld scheffeln mit aufmüpfigen Themen!“

 Alice Schwarzers Doppelmoral ist unerträglich !

Es soll mir nun ja niemand kommen und meinen, man sollte Alice Schwarzer in Ruhe lassen, sie sei schon genügend bestraft worden. Oh Nein. Ich musste sie auch jahrelang am Fernsehen ertragen, und erst noch Kachelmann, den sie genussvoll in die Pfanne gehauen hat, auch als er bereits freigesprochen war. So gibt es für A.S. keine erkennbaren Gründe, sie zu verschonen, umsomehr sie sich auch jetzt nicht als Schuldige, sondern als missbrauchtes Opfer sieht

Ich schaue gerne Talk-Shows. Wenn aber Alica Schwarzer dabei war, musste ich bisher oft abstellen. Ich konnte ihren wirren Gedanken einfach nicht mehr zuhören. Ich sah mich selbst allzu oft als ihr Feindbild! Aus diesem Grund habe ich bereits vergangenes Jahr die nachstehenden Gedanken abgeschrieben, ergänzt und zusammengefasst, das ich nun veröffentliche:

Mit Alice Schwarzer im Bett – unvorstellbar!

Gedanken über das Thema „Prostitution“, nachdem Alice Schwarzer sich für ein Verbot der Prostitution und eine Bestrafung der Freier  stark machte

(So lautete der Titel und der Beitrag aus der „Basler Zeitung“ vom 22. Nov. 2013)

Wie kann doch eine Person über etwas urteilen und abschliessend es verbieten wollen, wo sie doch absolut keine Ahnung von der Materie hat.

Und doch hat die Männerhasserin und -Emmanze, als Frau eher ein Neutrum, also dem 4. Geschlecht zuzuordnen, ein Buch über das Thema „Prostitution“  geschrieben. Wie kann nur jemand, der derart ungepflegt daherkommt, sichtlich keine Freude an ihrem eigenen Körper hat, aus ihrem Gesichtswinkel den Deutschen vorhalten, dass man die Prostitution abschaffen sollte. Ist es Zufall, dass wir in der Schweiz mit Frau Julia Onken eine optisch und gedanklich vergleichbare Emmanze haben. Auch sie ist absolut ungepflegt und kein Hingucker. Auch sie wettert gegen die weibliche Konkurrenz. Beide scheinen auf die zumeist hübschen Prostituierten eifersüchtig zu sein.

Alice Schwarzer ist eine Männerhasserin. Dies bewies sie auch zu, als sie den Schweizer Wettermacher Jörg Kachelmann als Vergewaltiger vorverurteilte und nie von ihrer Meinung abwich. Auch nicht, als er freigesprochen wurde.

Denn Frau Schwarzers Weltbild hat Schlagseite wie ein leckgeschlagenes Schiff kurz vor dem Untergang. Bei ihr ist die Unterscheidung zwischen schwarz und weiss, böse und gut, Täter und Opfer so trennscharf wie die Schuldzuweisung einseitig. Das schadet der Diskussion um die Gleichstellung.

Schwarzers Argumente für ein Prostitutionsverbot fussen fast durchweg auf falschen Annahmen. „Verbote“ haben ein gesellschaftliches Problem noch nie beseitigt, sondern immer nur kriminellen Organisationen den Weg freigeräumt. Aus ideologischen Gründen setzt Schwarzer zudem das gesamte Phänomen „Prostitution mit Zwangsprostitution“ gleich.

Doch das entspricht nicht der Wahrheit. In ersterem Fall verkauft ein Individuum eine Dienstleistung, im zweiten werden Individuen verkauft. Und nur weil Frau Schwarzer es nicht gern sieht, dass Frauen sich freiwillig prostituieren, heisst das noch nicht, dass es das nicht gibt.

Zwangsprostitution soll man mit aller Härte verfolgen, und der Staat soll Prostitution im Dienst der Sicherheit und Gesundheit regulieren wie alles andere auch. Aber im Bett seiner Bürger hat er genauso wenig zu suchen, wie Alice Schwarzer.

Krieg gegen die Männer

Noch viel störender aber ist die Idee, nur die Freier zu bestrafen. Das ist, als wenn man den Junkie strafen, den Drogenhändler aber laufen lassen würde – ein ineffizientes und ungerechtes Vorgehen, weil es die moralische Verantwortung einseitig den Freiern zuschiebt. Darin verrät sich genau jene moralische Haltung, welche die männliche Sexualität insgesamt unter Verdacht stellt. Oder wie es die französische Philosophin Elisabeth Badinter in einem Interview ausdrückte: «Ich verstehe es als Kriegserklärung gegen die männliche Sexualität.» Genau darüber, wie die männliche Sexualität so in Verruf geraten und vor allem wie man sie wieder rehabilitieren kann, müsste die Debatte geführt werden. Dazu wären allerdings die Männer gefragt, die sich jedoch mehrheitlich schamvoll oder verärgert zurückgezogen haben.

Abgesehen davon ist der von Schwarzer vertretene moralische Rigorismus auch eine unerträgliche Bevormundung der Frauen, weil sie voraussetzt, dass alle so denken müssen wie sie.

Sonst geraten sie unter Verdacht, keine richtige Frau oder vom Patriarchat verblendet zu sein und geschützt werden zu müssen – auch gegen ihren Willen. Ironischerweise lautete der Slogan der Abtreibungsbewegung «Mein Körper gehört mir». Nun will sie den Frauen vorschreiben, was sie mit ihrem Körper anfangen dürfen und was nicht.

Prostitution hat bestimmt nichts Glamouröses und ist wohl auch nicht besonders gesund für die Seele. Andererseits sind auch nicht alle Männer per se Charakterschweine, nur weil sie Sex kaufen. Ich kenne einige, die das tun, manche sind sympathisch, andere nicht. Sicher hat nicht jeder ein Puff mit seiner Sexualität, nur weil er ins Puff geht.

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Jan 02 2014

Neue Strassen-Bussen in der Schweiz: Kampf gegen die „Raser“

Zu schnelles Fahren kann in der Schweiz böse Folgen haben: Raser können ins Gefängnis kommen, ihr Fahrzeug darf beschlagnahmt werden, Bussen seinen finanziellen Verhälnissen angepasst.

raserdefinitionSeit 1. Januar 2013 gibt es in der Schweiz den Straftatbestand „besonders krasse Missachtung der Geschwindigkeit„. Ab Tempo 71 in einer 30er Zone oder jenseits von Tempo 200 auf der Autobahn bei erlaubten 120 km/h ist es nicht mehr mit Bußgeld oder Geldstrafen getan: Dann sieht das Gesetz mindestens eine einjährige Haftstrafe vor – bei Ersttätern „bedingt“, also auf Bewährung, die Höchststrafe wird auf vier Jahre angehoben. Die dazugehörende Geldstrafe kann, je nach Einkommen, leicht auch fünfstellige Werte erreichen.

Unter dem Titel „Via sicura“ (sichere Straße) hat die Schweizer Regierung das Verkehrsrecht verschärft. Das Ziel: Die Zahl der Verkehrsopfer – 2011 starben auf Schweizer Straßen 320 Menschen, 4473 wurden schwer verletzt – soll um ein Viertel reduziert werden.

„Rasen gilt als Straftat, das Auto somit als Tatwaffe“. Das macht es den Behörden leichter, Temposündern das Auto wegzunehmen», sagt Silvan Granig von der Stiftung Roadcross Schweiz.

Die ersten Autofahrer haben die Konsequenzen von „Via sicura“ schon zu spüren bekommen: So wurde der Porsche Cayenne eines 25-Jährigen, der mit mehr als 200 Kilometer pro Stunde über die A1 bretterte, beschlagnahmt. Das gleiche Los traf, wie berichtet, einen 46-jährigen Deutschen, der mit seinem BMW X6 außerorts bei Eiken um 74 Kilometer pro Stunde zu schnell war. Auf dem Bözberg konfiszierte die Polizei den Seat eines 22-Jährigen, der außerorts um 69 Kilometer pro Stunde zu schnell war.

Der Begriff „Raser“ ist jetzt erstmals gesetzlich definiert: Als Raser gilt, wer die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften um 50 Kilometer pro Stunde überschreitet, außerhalb von Ortschaften um 60 Kilometer pro Stunde und auf Autobahnen um 80 Kilometer. Ebenso als Raser gilt, „wer durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht“, wie es zum Beispiel beim waghalsigen Überholen oder bei illegalen Autorennen der Fall ist.

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Jan 02 2014

Der schwere Unfall von Schumi und meine Patientenverfügung

Patientenverfuegung75bpiDer schwere Ski-Unfall von Schumi Ende Dezember 2013 hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine Patientenverfügung ist. Es ist den Angehörigen nur schwer zuzumuten, im Namen des Verunfallten über Tod oder Leben zu entscheiden, wenn sie keine Leitlinie haben. Für jedermann ist eine Patientenverfügung ein MUSS. Man muss sich nämlich selber mal klar werden, was im kritischen Fall, in dem man nicht mehr entscheiden kann, mit einem passieren soll.

Bezogen auf den Fall Schumi habe ich in meiner Patientenverfügung verfügt, dass ich mit zu erwartenden schweren Gehirn-Schäden, keine lebenserhaltenden Massnahmen möchte. Ich möchte leben nicht als „lebende Leiche, sondern als Mensch“. Auch wenn eine minime Chance für ein halbwegs befriedigendes Ende bestehen sollte. Ich will nicht darauf hoffen müssen und möchte lieber in Würde sterben, denn ich habe über 70 Jahre gelebt und brauche keine Experimente mehr. Also bitte keine lebenserhaltenden Massnahmen wie im Falle Schumi.

Wie bereits erwähnt verfüge ich über eine Patientenverfügung seit meiner Prostata.Operation vor ein paar Jahren. Nachfolgend könnt ihr Teile davon als Beispiel nachlesen:

 

Patientenverfügung

(Version vom 15. April 2013)

Hinweis: Dieser Text basiert auf dem Formular „HumanDokument“ der Schweizerischen Herzstiftung und DIALOG ETHIK. Die Patientenverfügung sowie eine Abschrift des Testamentes und weitere Unterlagen befinden sich im Internet unter meiner URL: „http://xxx.html

Mein rechtverbindlicher Wille im Hinblick auf Leben, Leiden, Sterben und Tod.


Persönliches und Personalien

Die vorliegenden Anordnungen verfasse ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, also im Zustand der Urteilsfähigkeit, und nach reiflicher Überlegung. Sie gelten für den Fall, dass ich einmal nicht mehr in der Lage sein sollte, meinen Willen kund zu tun.

Vorname / Name: Max W. Lehmann Strasse: Schafmattweg 13 PLZ / Ort: 4102 Binningen
Telephon: 079 413 96 26
Geb.-Datum: 31. Dez. 1942 Heimatort: Basel-Stadt
AHV-Nr: 756.7055.0894.57 Blutgruppe: AB Rhesus negativ
Mitgliedschaft in der Sterbeorganisation EXIT: Mitglied-Nr: 104’775 Religion: Evangelisch (Bin im Jahre 2000 aus der Kirche ausgetreten)
E-Mail: „max_lehmann@yahoo.de“ oder „maxlehmann@hotmail.com“ Internet-Homepage: http://www.maxlehmann.ch

Adressaten

Meine wichtigsten Bezugspersonen

Wenn ich schwer krank oder verunfallt bin und mit meinem Tod zu rechnen ist, wünsche ich, dass folgende Personen (Angehörige erwähne ich ebenfalls namentlich) in der angegebenen Reihenfolge sobald als möglich verständigt werden.

Den genannten Personen gegenüber entbinde ich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegenden von ihrem Berufsgeheimnis. Falls ich dazu nicht mehr selber in der Lage bin, ermächtige ich die aufgeführten Bezugs-Personen, an meiner Stelle die verabredeten Entscheidungen zu treffen. Das Behandlungsteam ist verpflichtet, meine Bezugspersonen über meinen tatsächlichen Zustand zu informieren und sie in den Entscheidungsprozess meiner Behandlung und Pflege einzubeziehen.

Sofern keine Bezugspersonen präsent sind, so bevollmächtige ich das Behandlungsteam, an meiner Stelle gemäss dieser Verfügung zu entscheiden. Bei Uneinigkeit unter meinen genannten Bezugspersonen in einer ihnen zustehenden Entscheidung gilt die Meinung der nachstehend an erster Stelle genannten Person:

An dieser Stelle sind meine Erste und Zweite Bezugsperson mit Namen und Adressen, Tf.-Nummern aufgeführt

Die Patientenverfügung beinhaltet meinen verbindlichen Willen an die Adresse der Ärztinnen und Ärzte sowie der Pflegenden.

Der medizinische Fortschritt ermöglicht es heute vielen Menschen, länger und mit einer besseren Lebensqualität zu leben als früher. Neue medizinische Handlungsmöglichkeiten können jedoch auch zu neuen Problemsituationen führen.

Ich habe als autonome, urteilsfähige Person deshalb das Recht, auf mir nicht wünschenswert erscheinende medizinische und pflegerische Massnahmen zu verzichten. Umgekehrt kann ich diese Massnahmen, soweit sie nach den Regeln der medizinischen resp. pflegerischen Kunst angemessen sind, auch einfordern. Darum verlange ich die Respektierung meines Willens. Ich wünsche, dass die Ärztinnen und Ärzte meine Bezugspersonen beim Umsetzen der Entscheide in der Verfügung unterstützen. Zudem sollen die Behandlungsteams im Spital meine Bezugspersonen in den Entscheidungsfindungsprozess einbeziehen, falls die Patientenverfügung in der konkreten Situation interpretiert werden muss.

Patientenverfügung

Diese Entscheidungsanweisungen gelten namentlich für folgende möglichen Situationen:

  • Die elementaren Lebensfunktionen sind durch eine Krankheit oder einen Unfall so schwer beeinträchtigt, dass das Leben nur durch dauernden Einsatz intensivmedizinischer Massnahmen, insbesondere durch Beatmung, aufrechterhalten werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Massnahmen einmal unnötig werden, wird als sehr gering eingeschätzt.

  • Das Gehirn wurde so schwer geschädigt, dass die Möglichkeit zu jeglicher Kommunikation, also auch zur nonverbalen, mit meinen Mitmenschen auch für die Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben ist.

Falls bei mir die eine oder beide Bedingungen erfüllt sein sollte/n, verlange ich vom behandelnden Team folgendes Verhalten:

Schmerzlinderung und Sedierung

Bei Schmerzen, Atemnot und Unruhe

Mein Wille: Ich möchte, dass Schmerz- und Beruhigungsmittel grosszügig dosiert werden. Dabei nehme ich auch eine allfällige Beeinträchtigung des Bewusstseins oder eine Verkürzung des Lebens in Kauf.

Lebensverlängernde Massnahmen

Mein Wille: Das behandelnde Team verzichtet auf alle diagnostischen und therapeutischen Massnahmen im Dienste der Lebensverlängerung. Aussichtslos gewordene Massnahmen wie Beatmung, medikamentöse Kreislaufunterstützung, Antibiotika- oder Nierenersatzverfahren werden abgesetzt. Diagnostische und therapeutische Massnahmen sollen nur im Dienste optimaler palliativer Betreuung dienen.

Künstliche Ernährung

Erläuterung

Das Recht auf Ernährung ist ein Menschenrecht. Trotzdem hat jeder entscheidungsfähige Mensch auch das Recht, Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern. Bei entscheidungsunfähigen Menschen ist ihr diesbezüglich in einer Patientenverfügung festgelegter Wille hinsichtlich künstlicher Ernährung zu respektieren.

Bei der künstlichen Ernährung wird zwischen künstlicher Ernährung mit einer Magensonde (enterale Ernährung) und der künstlichen Ernährung mit Infusionen unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes (parenterale Ernährung) unterschieden.

Sterbende in ihrer letzten Lebensphase haben oft immer weniger Durst und Appetit. Das ist ein natürlicher Vorgang. Dadurch werden die Körperfunktionen langsamer und hören schliesslich ganz auf. Wird jetzt künstlich ernährt, werden das Leben und auch das Leiden künstlich verlängert. Der Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeitszufuhr wird von Sterbenden in dieser Lebensphase aber nicht als unangenehm empfunden, weil auch ihre Schmerzempfindung abnimmt.

Mein Wille: Ich lehne sowohl die enterale als auch die parenterale Ernährung ab, auch wenn dadurch mein Sterbeprozess beschleunigt wird. Die Betreuung soll sich in diesen Situationen auf Mundpflege sowie die Haut- und Schleimhautpflege beschränken.

Langzeitpflege: Einweisung in ein Akutspital

Mein Wille: Sollte ich an einer unheilbaren Krankheit und/oder irreversibler Altersschwäche leiden, bei denen ich dauernd bettlägerig, auf fremde Hilfe angewiesen und nicht mehr ansprechbar wäre, so soll die Einweisung in ein Akutspital nur dann erfolgen, wenn Aussicht auf Verbesserung der Lebensqualität oder Linderung eines akuten Schmerzzustandes besteht.

Wenn der Tod unausweichlich wird

Mein Wille: In dieser Situation wünsche ich ausschliesslich leidenslindernde, aber nicht lebensverlängernde Behandlung, Pflege und Begleitung (d.h. nur Linderung von physischem, psychischem, sozialem und spirituellem Leiden).

Sterbeort

Mein Wille: Ich möchte nach Möglichkeit in einer hierfür eingerichteten Institution (Hospiz) und nicht zu Hause sterben können.

Sterbebegleitung

Mein Wille: Habe zu diesem Thema keine Präferenz. Wahrscheinlich möchte ich in diesem Moment alleine sein, weil ich keine traurigen Gesichter sehen möchte.

Dank

Mein Wille: Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden, die gemäss meiner Verfügung handeln, danke ich von Herzen. Ich bin mir bewusst, dass sehr schwierige, belastende Situationen eintreten können.

Verfügung über meinen Körper

Organspende

Mein Wille: Mir dürfen nach eingetretenem Hirntod uneingeschränkt Organe entnommen werden

Autopsie / Obduktion

Mein Wille: Zur Feststellung der Todesursache bestimme ich, dass eine Autopsie / Obduktion nur im Fall eines unerwarteten (aber nicht aussergewöhnlichen) Todes erfolgen darf.

Einsichtnahme in die Krankengeschichte nach

meinem Tod

Folgende Personen können nach meinem Tod vollumfänglichen Einblick in meine Krankengeschichte nehmen:

  • Meine beiden Kinder

Wünsche nach meinem Tod

  • Falls es zum allerletzten kommen sollte, dann möchte ich kremiert und in der Wiese eines Gemeinschaftsgrabes (anonym) im Raume Basel / Binningen beerdigt werden. So kann mich jedermann besuchen, sich hinsetzen und das beruhigende Gefühl der grünen Blumenwiese geniessen.

  • Meine Freunde und Bekannte sollen via eMail, Trauerkarten und einfache Todes-Publikationen in den Tageszeitungen benachrichtigt werden.

  • Anstelle von Blumen und Kränzen soll einem gemeinnützigen Zweck gedacht werden: Schweiz. Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, die mit ihrem Werk meiner Mutter so viel Freude bereitet haben.

  • Trauerfeier: Ich möchte keine grosse Trauerfeier. Auf keinen Fall eine Ansprache mit Lobpreisungen und Orgelmusik. Ich wünsche mir einzig die Songs vom Andrea Bocelli und Sarah Brightman „Time to Say Goodbye„, „Miserere“ gesungen von Paverotti/Zucchero und „This is my Life“ von Shirley Bassey. Und als Kleidung: Feierliche oder Freizeit-Kleidung ohne Trauerzeichen.

  • Testament: Ich habe ein Testament erstellt. Das Original befindet sich zusammen mit dieser Patientenverfügung im Wohnzimmer in der Schublade des Nähtisches rechts vom Fernseher. Falls das Original fehlen sollte, gilt die Abschrift im Internet unter der am Anfang dieses Dokumentes erwähnten URL-Adresse. Ich möchte, dass mein letzter Wille durchgesetzt wird.

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Dez 14 2013

14. Dez. 2013: Toll ! Thailand jetzt auf Platz 3 der Länder mit den meisten Verkehrstoten

 

2012_Flag_of_ThailandAuch dies ist Thailand:

Massive Geschwindigkeits-Überschreitungen, Trunkenheit am Steuer und eine schlechte Durchsetzung der Helmpflicht haben dazu geführt, dass Thailand nun auf Platz 3 in der Liste der Länder mit den weltweit meisten Verkehrstoten aufgestiegen ist. 38,1 jährliche Verkehrstote pro 100.000 Einwohner wird nur noch von Eritrea (48,4) und Libyen (40,5) übertroffen.

Ich glaube, in der Anzahl der Unfälle liegt Thailand nicht so weit vorne, sondern einzig wegen deren Schwere. Man sieht nämlich auf den Strassen relativ wenige Unfälle, aber eben, wenn es knallt, dann heftig

Mir ist seit dem letzten Jahr aufgefallen, dass die wenigsten Thais auf Rollern und Motorädern einen Helm tragen, die Beifahrer sowieso nicht. Vorallem junge Thais überschätzen sich masslos in der Geschwindigkeit. Während der normale Stadt-Verkehr mit 30-40 km/h läuft, rasen solche Todeskandidaten mit 60-70 km/h an einem vorbei, ohne Helm natürlich, oft nur 1 Hand am Lenker. Schon lange war mit klar, nachts ist es auf den Strassen in Thailand lebensgefährlich, weil dann die Betrunkenen unterwegs sind.

Wie schütze ich mich?

Dies ist eine gute Frage. Ersten trage ich und Pat je einen Jet- oder 3/4-Helm mit Klapp-Visier, der Stirn Ohren und Nacken schützt. Dann versuche ich defensiv zu fahren, d.h. meine Geschwindigkeit dem jeweiligen Verkehr anzupassen und mit grösster Konzentration etwaige Fehler der anderen bereits zum voraus zu ahnen, und so oft wie möglich Blick zurück. Sodann findet man mich nachts selten auf den Strassen. Und wenn, versuche ich am Strassenrand weitab vom schnellen Verkehr, also links zu fahren.

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Nov 24 2012

Kriminalität in Thailand – Wie sicher ist Thailand noch?

Man liest in letzter Zeit verstärkt über zunehmende Kriminalität in Thailand gegenüber Ausländern und Touristen – ist Thailand noch ein sicheres Reiseland? Wir stellen fest, dass sich Gewaltkriminalität hauptsächlich auf Tourismus-Hochburgen wie Pattaya und Phuket konzentriert. Wir lesen von Raubüberfällen, Erpressungen und Betrügereien.

Die Bilder in den Zeitungen und im Fernsehen wirken dramatisch und für die Betroffenen ist das Erlebnis bestimmt ein Trauma. Aber in welchem Verhältnis steht das Ganze nun eigentlich? …

Vergegenwärtigen wir uns doch, dass Thailand im Jahr 2011 von 20 Millionen Touristen besucht wurde, d.h. ca. 1 Besucher auf 3 Einheimische. Wenn wir nun im letzten Monat von ungefähr zehn  Übergriffen in der Presse erfahren haben, so waren damit ungefähr 0,0006% der in einem Monat anwesenden Touristen betroffen. Sehen wir uns einige Fälle genauer an, dann stellen wir fest, dass es sich teilweise auch um Konflikte mit ansässigen Ausländern handelt, an denen diese wiederum nicht immer unbeteiligt waren.

Denken wir ferner darüber nach, wie sicher wir uns nachts auf den Strassen von z.B. Berlin oder Bremen fühlen dürfen. Wie vielen Übergriffen kann man hier ausgesetzt sein? Dies soll nun bestimmt kein Versuch sein, die Lage zu verharmlosen, denn jede Gewalttat ist schlimm und wird das persönliche Leben des Betroffenen zutiefst beeinträchtigen. Es soll vielmehr aufzeigen, dass man Thailand wegen dieser im Verhältnis doch sehr geringen Zahl bestimmt keine Wildwest Mentalität andichten kann. Richtige Gewaltkriminalität gegenüber Touristen  ist aus vorgenannten Gründen also relativ gering und man darf sich in Thailand  durchaus sicher fühlen, bestimmt sicherer als in einigen Ländern anderswo auf der Welt und vielleicht sogar sicherer als nachts auf einigen deutschen Strassen.

Auf was sollte der Tourist nun achten? Dass die drei südlichsten Provinzen Thailands Pattani, Yala und Narathivat wegen terroristischen Aktivitäten von Islamisten seit Jahren Spannungsgebiet sind, ist hinreichend bekannt. Deshalb sei die Empfehlung ausgesprochen, hier besser nicht seinen Urlaub zu verbringen. Im Rest des Landes kann man sich jedoch sehr sicher bewegen und die Chance, Opfer eines Gewaltaktes zu werden, ist relativ gering. Kleine Betrügereien wie der Verkauf von unechten Juwelen oder das Abzocken in bestimmten Nachtbars sind natürlich an der Tagesordnung, jedoch wie beinahe überall, wo sich viele Touristen aufhalten. Es obliegt hier der Einschätzung, Vorsicht und Vorsorge jedes Einzelnen, um nicht geschädigt zu werden.

Touristen sollten z.B. generell vorsichtig sein gegenüber Personen, welche sie in der Öffentlichkeit ansprechen. Dies entspricht nicht der eher zurückhaltenden Mentalität der Einheimischen und Vorsicht ist deshalb angesagt. Es gibt viele weitere Tipps wie diesen, die auf einschlägigen Webseiten und Foren zu Thailand nachzulesen sind.

Man sollte zwar auch hier nicht alles für bare Münze nehmen, jedoch ist es sicherlich nicht schlecht, sich vor der Reise in ein fremdes Land ein bisschen über die Gepflogenheiten zu informieren.  Also genießen Sie Ihren Urlaub in Thailand, das nach wie vor zu den sichersten Urlaubsländern der Welt zählt und lassen Sie sich nicht vor den vielen Schlechtmachern beeinflussen, von denen es so viele gibt. Verhalten Sie sich den Situationen entsprechend, informieren Sie sich vorab, bauen Sie die üblichen Sicherheitsvorkehrungen ein und lassen Sie sich ansonsten von Ihrem guten Gefühl leiten. Belasten Sie sich jedoch nicht zuviel mit Geschichten über Kriminalität.

Die Chance, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden, mag ähnlich hoch sein, wenn man einer Statistik folgt, die besagt, dass in Thailand jährlich durchschnittlich 80 Personen durch herab fallende Kokosnüsse ums Leben kommen.

(Artikel aus Thai-Ticker Nov. 2012)

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