Kategorienarchiv: Sport

Tennis, Rad etc

Mrz 09 2017

Total-Revision meines Trek-Rennrades

Revision meines Trek-Rennrades beim Basbike

Bitte putze mein Trek-Rennrad und vorallem die schmutzige Uebersetzung und Kette, denn ich fliege nächste Woche wieder nach Hause!“ Dies war mein Auftrag an Basbike vom gleichnamigen Fahrradgeschäft in Hua-Hin.

… ein ganz normaler Auftrag wie jedes Jahr am Ende meines Thailand-Aufenthaltes.

Hinterrad

3 Wochen war ich nun mit meinem Rennrad unterwegs und habe dabei über 1’300 km zurückgelegt. In dieser  Zeit fuhr ich nach Phuket und nahm am anforderungsreichen 5-tägigen „Andy Schreck Trainigs-Camp“ teil. Der Trek-Renner war schmutzig, die Schaltung funktionierte auch nicht mehr reibungsfrei.

Als ich nach 2 Stunden in die Werkstatt zurückam, fand ich meinen Renner total zerlegt in seine Einzelteile am Boden seiner Werkstatt. Die Kette war weg, die Ultegra-Schaltung auseinander genommen, ebenso die Vordergabel und die Tretkurbel. „Es war dringend  nötig, auch die Lager zu reinigen. Die Bremskabel habe er auch ersetzen müssen. Sie seien angerostet.“ meinte Basbike.

Der erste Thai, der etwas denkt und entscheidet. Dies habe ich noch nie erlebt. Ich war begeistert.

 

Nach total 3 Stunden übergab er mir mein fast farbrikneues Rad und meinte zum Schluss: „Die Kette müsse ersetzt werden. Um besser über die Berge zu kommen, soll ich eine neue Kassette mit einem 32er-Kettenblatt montieren und dann gleichzeitig auf einen11-fach Schaltung wechseln.“ Dies werde ich tun, sobald ich Mitte Oktober wieder in Thailand sein werde.

Für die gesamte Revision samt der Ersatzteile und Kabel musste ich 1’100 THB (entsprechend Euro 30.–) bezahlen.

Einstellung der Hinterradschaltung

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Mrz 08 2017

4. – 8. März 2017: Trainingstage mit Andy Schleck und Varn Varn

Trainingscamp mit Andy Schleck und der thailändische Schauspielerin Aroonnapa Panichjaroon (Varn Varn).

Lucien Kirch hatte eingeladen zu einem Trainingscamp mit seinem Jugendfreund Andy Schleck und dem thailändischen Superstar Varn Varn, was bedeutet „sweet sweet“, mit vollem Namen „Aroonnapa Panichjaroon“ … und dies nur wenige Tage nach meiner Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket.

Lucien Kirch, der Veranstalter

Die eingefleischten Sportfans kennen die eindrückliche Palmares des Luxemburger Radprofis Andy Schleck mit Jahrgang 1985: Er gewann die Tour de France im 2010, war zweimal Zweiter und gewann sie als bester Nachwuchsfahrer im 2008, 2009, 2010. Den Sieg der Giro d’Italia hat er im 2007 als zweiter nur hauchdünn verpasst. Daneben gewann er Lüttich-Bastogne-Lüttich im 2009 und im selben Jahr die Luxemburg Rundfahrt. Die Fleche Wallone beendete er im 2009 nur als zweiter. Wegen eines schlimmen Unfalls mit gebrochenem Steissbein und maltraitierten Knies musste Andy Schleck seine Karriere im 2013 beenden. Er war erst 28 Jahre alt.

VarnVarn ist in Thailand nicht minder berühmt. Nachdem sie im thailändischen Channel 3 eine Show moderierte, ist sie nun aktive Werbeträgerin für Fahrrad-Produkte wie für das Luxus-Rennrad Cervelo, promoted eine eigene Renn-Sports-Linie und begleitet Rad-Events im In- und Ausland. Auf Facebook hat sie eine Fanbasis von über 20’000 Followern, die sie täglich begrüsst und informiert.

Sie ist eine spezielle Persönlichkeit. Wie herzlich war doch ihre Antwort auf mein Mail, indem ich ihr dankte, ihr beruflich und auch im privaten alles Gute wünschte und sie fragte, ob sie nächstes Jahre wieder mitfahren werde.  Den Text muss man aus thailändischer und phonetischer Sicht lesen. „Khun“ ist z.B. eine thailändische Höflichkeitsform:

Merci 🙂
Yes ofcoz
We definitely meet and ride again ka Khun Maxi.
U r such a positive person.

Sie ist begeisterte Rennfahrerin und setzt ihre Qualitäten als vielseitige Werbeträgerin ein.  VarnVarn ist eine hübsche 26-jährige Frau mit einem süssen Lächeln. Wenn sie auf dem Rad sitzt ist sie praktisch „verkehrsstoppend“. Manche Jungs verlangsamen bei ihrem Anblick ihr Tempo, um einen zweiten Blick auf sie zu erhaschen.

Man sagt und ich kann dies bestätigen, es ist schwer, VarnVarn zu überholen. Nicht nur weil sie hübsch aussieht, sondern weil sie auch stark Rennrad fährt. Ich bin zwar kein Masstab, aber sie fuhr mich in der ersten Fahrt zur Dolphin Bay in Grund und Boden, als ich unverhofft ihr Hinterrad übernehmen musste, weil Andy Schleck seinen Manager Benoit zurückpfiff, um ihn zu schonen.

Start zur Fahrt in die Vineyards mit Andy Schleck and VarnVarn

3. März: Essen am ersten Abend Andy Schleck, Varn Varn und Max

Kurzberichte der Trainingstage

Am Vorabend vor der ersten Ausfahrt beschnupperten wir uns erstmals im Hotel Intercontinental und beim Essen. Andy Schleck mit seinem Freund und Manager Benoit, sowie VarnVarn kamen direkt aus Bangkok, Jeannot und Ben aus Luxemburg.

Es war zwar nicht mein Ziel, aber meine Masche als zurückhaltender Schweizer ging auf. VarnVarn bat mich an ihre linke Seite als Tischnachbar., was Andy später zur Aussage verleitete: „Du bist ein Schlingel und hast Dich bereits am ersten Abend an VarnVarn herangemacht!

4. März: Fahrt in die Dolphin Bay

Die Ausfahrt mit den beiden Stars zur Dolphin Bay war für mich hart. Ich fuhr anfänglich einen 27er-Schnitt, später schnellte die Geschwindigkeit über 30. Aber dank dem Phuket Training habe ich überlebt und hatte sogar auf dem Rückweg, dort wo es leicht aufwärts geht und immer Gegenwind herrscht, sogar die Unverfrorenheit ,dem Meister die Zähne zu zeigen und einen Angriff zu starten  ….. aber Andy Schleck persönlich holte mich nach 1 km wieder ein und stellte die richtige Hierarchie wieder her ….. für mich Oldie war es ein Plausch… heute Abend geht es wieder zum Essen. Ich freue mich darauf. Die beiden Andy und VarnVarn sind lustige und offene Persönlichkeiten ohne irgendwelchen Dünkel.

Rennräder an der Dolphin Bay

5. März: Charity Ride zum Pranburi Dam

Max und Andy Schleck

Heute stand der Charity Ride zu Gunsten junger Thai-Nachwuchsfahrer auf dem Programm. Mit 599 Baht entsprechend ca. 18 Euro war man dabei und erhielt als Gegenleistung ein Leibchen, eine Medaille und einen Lunch zum Abschluss. Gegen 300 Thais und Farangs (=Fremde) begaben sich auf die 80 km Strecke. Nach meinen Erkundungen kam etwa die Hälfte der Thais aus Bangkok. Auch der luxemburgische Botschafter kam extra von Bangkok hierher und begleitete die Veranstaltung. Die Besseren machten als Höhepunkt ein Bergrennen „King of the Pranburi-Dam“. Bei den Ex-Profis siegte Lucien Kirch knapp vor Andy Schleck und Varn Varn. Der Schreibende verzichtete auf diese Herausforderung. Ich hatte die falschen Reifen montiert.

Charity Ride: Andy Schleck mit mir, Rad an Rad, beide im goldenen Trikot

Alle, die mitmachten waren begeistert von der Organisation und auch von Andy Schleck, der sich nicht nehmen liess, bei allen Fahrern im Feld vorbei zuschauen und sich für Fotos zur Verfügung zu stellen. Alle Strassen wurden von der Polizei abgesperrt, Krankenwagen begleiteten den Tross, die Thais verbrüderten sich mit uns Ausländern. Es herrschte grosse Party-Stimmung, die es in dieser Form nur in Thailand gibt. Es war ein grossartiger Anlass. Die Abwesenden haben viel verpasst.

Max auf dem Pranburi Dam

6. März: Vineyards

Begleitet wurden wir am 3. Tag von der „Hong Ton Hua Hin“ Radgruppe des Nattawat Titipornkajit. Hong Ton steht für den thailändischen Whiskey. Sie hatten aber keinen in ihren Bidons, nur ihre schnellen „behosten“ Beine. In zügigem 30er-Schnitt gings auf verschlungenen Pfaden in die Weinberge von Hua-Hin. Unterwegs hat es den Tick, unser thailändischer Guide, nach einem Platten („Puncher“) auf Wasser hingeschmissen, aber ohne grosse Folgen.

In schöner Teamarbeit zu den Weinbergen von Hua-Hin: Andy versteckt sich in unserem Windschatten

Ich fuhr direkt in die Vineyards, während die anderen um Andy Schleck unbedingt den dortigen beinahe überhängenden Anstieg in Richtung Himmel fahren wollten. Ja auch in Hua-Hin haben wir 15-20%ige Steigungen.

„Wenn ich schon da bin“, meinte Andy Schleck, „dann will ich auch den Wein probieren“. Je eine Flasche Rosé und ein weisser Chardonnais mit einer gemischten Käseplatte wurden getestet. Der Schreibende blieb bei seinem Lieblings-Getränk einem Trauben-Smoothie ohne Alkohol. Ich hatte Respekt vor der Heimfahrt. Aber auch diese gelang prima, obwohl Andys Team-Trainings-Programm für mich zu schnell war. Ich kam gar nicht zu einer Ablösung bei 40 km/h. Trotz Schieben und Stossen bergauf durch Andy und Lucien kam ich nicht mehr in Schwung. Ich spürte die letzten Tage resp. die letzten 3 Wochen mit über 1’200 km auf dem Rad. Aber dennoch kam auch ich ans Zwischenziel, sprich zum Tempel Huay Mongkol, wo ich mich mit Coca Cola wieder soweit stärkte, dass ich meine Beine bis nach Hua Hin wirbeln konnte. Es war wiederum eine erlebnisreiche Etappe…. Heute Abends gehts ins Schiff zum Essen… hmmmmm … Radfahren ist doch etwas feines.

VarnVarn (Aroonnapa Panichjaroon) in voller Aktion

7. März: Zur Dole-Fabrik und um die Palmhills

Am 4. Tag mit Andy Schleck begnügten wir uns mit einer lockeren 80 km Runde ins Hinterland von Hua Hin. Wir wollten es etwas ruhiger angehen. Jeder spürte die Strapazen der vergangenen Tage. Meine Muskeln fühlten sich nicht mehr so frisch an, als ob sie Lust hätten. Nachdem ich jedoch zuschauen konnte, wie unsere beiden Profis Andy und Lucien einen „Schlauch“ am roten Trek wechselten, und ich mein Coca Cola Reservoir aufgefüllt hatte, war ich wieder zu allen Schandtaten bereit.

Was macht Benoit wohl ohne Vorderrad?

… er wartet, bis sein Chef Andy Schleck seinen Reifen geflickt hat

Es wurde eine unterhaltsame Tour anfänglich im 28er-Tempo und später dann im 30er-Schnitt. Für mich eine optimale Ausgangslage. Bereits bei der grossen Dole-Ananas-Fabrik nach 30km hielten wir an, denn die Ananas-Gutzli wollten wir nicht verpassen. Andy Schleck liess sich nicht nehmen, mit seinem Rennrad durch die abgeriegelte Sicherheitszone aufs Fabrik-Gelände zu fahren, um sich die unzähligen Ananas-Lastwagen anzuschauen. Sehr zum Schreck der Sicherheitsbeamten, die sofort per Funk Alarm auslösten. Ich nehme an, sie funkten: „Haltet den Ananas-Dieb!

Das Wortspiel „Schreck“ und die Thai-Aussprache „Schleck“ gab viel zu reden. Die Thais können bekanntlich das „R“ nicht aussprechen und ersetzen es durch ein „L„. Manche wollten aber zeigen, dass sie das „R“ sehr wohl aussprechen konnten und sprachen Andy mit „Schreck“ an.

Abgeschlossen haben wir unser Tages-Pensum mit dem Besuch des berühmten Hua-Hin Bahnhofes und seines königlichen Wartehäuschen …. und mit einem Bananen- und Kiwi-Smoothie.

Das neue Dream-Team von Hua-Hin: Max, Andy Schleck und Lucien Kirch

Max versucht dem Andy Schleck ein Ticket nach Luxemburg zu verkaufen

8. März: Adventures and Punchers

Abenteuer“ lautete das Thema unserer 5. Etappe. 7 Teilnehmer sind übrig geblieben. Die bisherige, harte Fahrweise hat ihre Opfer gefordert. Der Jeannot leidet seit Tagen an einem wunden Fudi. Der alte Jeannot an einem schmerzenden Knie. Der Andy träumte die ganze Zeit von einem Chang-Bier. In seinem Bidon hatte er aber Cola.
 
Lucien hat in der Streckenführung rund um den Pranburi Staudamm nichts ausgelassen. Heisse Anstiege, die abrupt endeten, Abfahrten wie vom Lauberhorn, Asphalt vom Feinsten, aber auch Strassen und Wege wie aus den 50er Jahren. Schotter und Sand liessen unsere Räder und Glieder vibrieren. Wie meinte doch Andy: „schleck mich am Arsch„, als es rund um ihn herum stäubte.
Dabei kam er noch gut weg. Er war der einzige, der keinen Platten beheben musste. 9 Mal hat es geknallt. Bei Jeannot und Benoit gleich zweimal. Der Schreibende war der erste nach etwa 85km. Dann habe ich mich aus taktischen Gründen in den Besenwagen zurückgezogen. Ich wusste, ich gehörte bereits zu den 7 besten Teilnehmern. Mehr konnte ich nicht erreichen.
 
Fasziniert hat mich Andys Fahrweise. Auf der Loch- und Schotterpiste war er nicht mehr zu halten. Mit stupender Leichtigkeit übersprang er vor mir 3 grosse tiefe Löcher, die ich alle einzeln ausfuhr und dabei viel Zeit verlor. Er meinte 2 Minuten auf 500m. Seine Technik nennt man unter den Radgrössen „Nachwuchs-freundliche Fahrweise„. Andy wird bald zum zweiten Mal Vater. Ich nicht mehr!

Es ist geschafft … die Verpflegung kommt

 
Die 5 Trainingstage sind zu Ende. Es war eine tolle Zeit. Die, die nicht dabei waren, haben viel verpasst. Die einen geben ihr Geld aus für eine Kreuzfahrt auf der Aida, andere gehen in die Mailänder Scala. Ich genoss 5 Tage Schleck vom Feinsten. Wir sind nicht nur Rad gefahren, wir haben uns auch kulinarisch verwöhnt. Ich bedanke mich ganz herzlich für diese Erlebnis-Tage bei Lucien, Andy und Sweet Varn Varn, die dies ermöglicht haben. Ich habe mit ihnen, Benoit und dem alten und jungen Jeannot ein paar liebe Freunde gewonnen.

Wir waren wie zwei Brüder, der Jeannot Kirch und ich

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Feb 18 2017

20. – 28. Feb: Ich war mal wieder unterwegs: mit dem Rennrad von „Hua Hin nach Phuket“ (Erlebnis-Bericht)

Radstrecke von Hua-Hin nach Phuket

Nach der 1’300 km  langen Fernfahrt mit dem Rad von Chiang Mai nach Hua Hin im Jahre 2011 und im Jahre darauf der etwas kürzeren vom Süden in den Norden Vietnams nahm ich zwischen dem 20. und dem 28. Februar meine nächste Herausforderung in Angriff: Ich fuhr in 7 Tages-Etappen mit dem Rennrad von Hua Hin nach Phuket über rund 830 km.

Diese Strecke entspricht etwa dem Weg von Basel nach Istrien, wo ich den Sommer verbringe, oder dem von  Basel nach Hamburg, oder Basel nach Wien.

Wie gewohnt habe ich über meine sportlichen und auch emotionalen Erlebnisse in Schrift und Bild berichtet.. Durch anklicken auf den nachstehenden Link gelangst Du zum Reise-Bericht mit unzähligen Bildern:

„Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket“

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Jan 28 2017

Story über die „Hua Hin Roadies“ – Radsport in Hua Hin (Thailand)

Radfahren in Thailand? Ein Erlebnis

Anfang 2011 haben sich 3 Rad-Enthusiasten zusammengetan, um in Hua Hin gemeinsam dem Radsport zu frönen. Anfänglich fuhren sie nur mit dem Mountain-Bike, später dann aber auch mit dem Rennrad. Daraus entwickelte sich eine beachtliche Gruppe, die unter dem Namen „Hua Hin Roadies“ im europäischen Winter fast tagtäglich eine Ausfahrt im Umkreis von Hua Hin unternimmt. Es handelt sich dabei um weibliche und männliche Sport-Begeisterte um Alter zwischen 45-75 Jahren. Aber auch jüngere sind willkommen.

In der Zwischenzeit boomt in Thailand der Radsport. Jedes Wochenende findet irgendwo in unserer näheren Umgebung ein Radsport-Anlass statt, an dem hunderte von Radfahrer teilnehmen. Für die Thais ist teilnehmen wichtiger als gewinnen. Für sie ist der Radsport Fun

Schnellzug der Hua Hin Roadies

Oft wird uns die Frage gestellt: Ist es denn nicht gefährlich im thailändischen Strassenverkehr?

Dream-Team

Der Strassenverkehr mag in Thailand, vor allem in den Städten chaotisch sein, aber auf den Strassen ausserhalb der grösseren Agglomerationen herrscht ein angenehmes ungefährliches Nebeneinander mit dem motorisierten Strassenverkehr.

Alle Strassen verfügen über einen Pannenstreifen sprich Veloweg. Die Strassen sind mit wenigen Ausnahmen in einem hervorragenden Zustand. Neuerdings werden getrennt von den Hauptstrassen breite Radwege gebaut. Das Risiko hier im Raume Hua-Hin mit einem anderen Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt zu werden, ist um einiges geringer als in Europa. Meist überholen einem die PWs und Lastwagen in einem 1-2 metrigen Abstand. Ihr hupen ist eher ein Freundeszeichen, als ein in Europa übliches „Hallo, passt auf ich komme!“

Habe ich Euch „gluschtig“ gemacht?

Unter dem gleichlautenden Titel „Story der Hua Hin Roadies“ findet ihr nicht nur weitere interessante Informationen über den Radsport im Raume Hua Hin, sondern auch Kontaktadressen zu den Hua Hin Roadies, zu Fahrradvermietern und Tourenanbietern

»» Hier geht es zur Story der „Hua Hin Roadies“

 

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Jan 19 2017

17./18. Jan.: Aus „Hürzeler“ wurde „Iseli“

In den vergangenen Jahren hatte wir von den „Hua Hin Roadies“ herzliche Kontakte zu Max Hürzeler, seiner Hürzeler-Truppe und zu Tony Rominger, wenn sie bei uns Halt machten oder von hier aus ihre Touren in den Süden starteten. Wir machten mit Ihnen Ausfahrten in der Umgebung von Hua-Hin oder führten sie auf ihrer Fahrt in den Süden an der einmalig schönen Landschaft der Dolphin Bay entlang. Dieser Anlass bildete ein Höhepunkt in unserem sportlichen Kalender. Doch dieses Jahr sollte alles anders kommen.


Nicht nur die Chefs, sondern auch ihre Gäste schwärmten über diese Fahrt der Dolphin Bay entlang, die wir ihnen zeigten. Tony Rominger speicherte die Strecke auf seinem Garmin-Velo-Navi ab und gab sie seinen Guides weiter. Letztes Jahr haben wir sie vor einem Desaster gerettet, als alle Zufahrtsstrassen mit Ausnahme der Schnellstrasse in den Süden neu erstellt wurden und voller Split, Kies und Sand waren. Dank unserer Ortskenntnisse führten wir sie über Schleichwege, um die unbefahrbaren Stellen herum, an die Küste und von dort weiter der Dolphin Bay entlang auf die Strassen durch den Sam-Roi-Yot-Nationalpark.

Kathleen Weinreich

Dieses Jahre war aber alles anders. ich vermute, weil das Management gewechselt hat. Bekanntlich wischen neue Besen besser,  was aber nicht immer gut gehen kann.

Bereits im Dezember habe ich mich mit Max Hürzeler und Tony Rominger kurzgeschlossen. Der Tony hat abgesagt „Er sei dieses Mal nicht dabei“. Max habe ich angeboten, dass wir von den „Hua Hin Roadies“ wiederum seine Gäste über die neuangelegten Strassen und Radwege der Küste entlang führen würden. Begeistert hat er zugestimmt. „Wir werden Dir folgen!“.

In der Folge habe ich ein paar Roadies zusammengetrommelt, mit ihnen die Strecke der Küste entlang abgefahren und sie für unsere Aufgabe als Guides eingeschworen. Erschwerend kam dazu, dass parallel zur Hürzeler-Fahrt einer der weiblichen Ferseh-Superstars Varn Varn von Thailand eine Ausfahrt anbot und wir Hua Hin Roadies entscheiden mussten, mit wem wir fahren sollten.

Es kam aber ganz anders. Der grösste Teil der 42 Radsportbegeisterten fuhren am 18. Januar 2017 unter der Leitung des neuen Chefs anhand  von Google-Maps auf doofen Landstrassen in den Süden. Ihn interessierte nicht, welche Strecken in den Vorjahren gefahren wurden. Die sehenswerten und einmaligen Landschaften der Küste antlang liessen sie links liegen. Wie hat sich doch einer meiner Freunde, den ich mit den Gruppen als Guide mitschickte, beklagt, als Nadine eine der Iseli-Guides zu ihm sagte, als er den Weg an die Küste einschlagen wollte: „Ich bin der Chef! Ich entscheide über die Strecke!“. Arg frustriert sind meine Guides nach Hause gefahren und haben sich bitter beklagt. Ich denke, dass ich fürs nächste Jahr keinen der Hua Hin Roadies fragen muss, ob sie der „Iseli-Truppe“ den Weg zeigen sollten.

Khao Kalok Tempel mit der Gruppe Kathleen Weinreich. Man kann auch mich erkennen: links knienend

Dream-Team Max und Kathleen

Mir ging es jedoch besser, viel besser. Ich wählte mir wie bereits letztes Jahr die Plausch-Gruppe mit Kathleen Weinreich aus, die als erste vom Hotel losfuhr. Sie liess sich von mir führen und war wiederum hell begeistert über die schöne Landschaft und die tollen neuen Strassen und Radwege dem Meer entlang. Ich war vollends zufrieden, denn ich erlebte glückliche  und begeisterte Ausrufe der Teilnehmer. Ich werde bestimmt auch nächstes Jahr dieser Gruppe wieder beistehen.

Bereits am Vortag war ich erstaunt, dass die anderen Gruppen bei der Herfahrt von Cha-Am nach Hua-Hin, wo wir sie ebenfalls begleiteten, ohne links und rechts zu schauen direkt zum Hotel fuhren. Ich führt jedoch die Kathleen-Gruppe zum Wahrzeichen von Hua-Hin, dem königlichen Wartesaal und Bahnhof. Ich meine, eine Fernfahrt sollte nicht nur die Kilometer-Leistungen im Auge behalten, sondern auch das Kulturelle.

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Dez 03 2016

Nov. 2016: Erlebnisse in Thailand

Neue Batterie für mein altes Handy

Bei meinem alten Samsung- Handy war die Batterie alt und verbraucht. Es funktionierte nur noch mit dem Hilfs-Akku (Power-Pack), mit dem ich als Notbehelf aufladen konnte.  Im dümmsten Moment mitten im Telefon-Gespräch fuhr es herunter, weil die Batterie keinen Strom mehr abgab.. Mit 850 THB (entsprechend etwa 25 SFr) hab ich mir eine Original-Ersatz-Batterie gekauft. Nun läuft mein Handy wieder mehrere Stunden ab Batterie.

Beim Austausch der alten Batterie lief es mir kalt den Rücken herunter, denn durch den Verbrauch der ehemals aufladbaren Metall-Ionen dehnte sie sich extrem aus und wurde dick und dicker. Es hätte nicht mehr viel gefehlt, und die alte Batterie hätte das Handy zerrissen.

Nachtrag zum Tod des König Bhumibols

Nicht nur die Bilder auf den Strassen und öffentlichen Gebäuden sind mit Trauer-Flor versehen, auch vor den meisten thailändischen Internet-Seiten wurde eine graue Trauer-Seite eingeschoben:

Thailändische Kondolenzseite der BTS-Skytrain von Bangkok

Thailändische Kondolenzseite der BTS-Skytrain von Bangkok

Beginn des Weihnachtsgeschäftes, aber nur das der Polizei

Ende November reiste Jeanot K. in Hua-Hin an. Bereits 2 Tage später kam er mit seinem Roller in eine Polizei-Kontrolle. Nur Farangs wurden aussortiert. Die Thais durften, ohne  anhalten zu müssen, weiterfahren, auch wenn sie keinen Helm trugen. Es war eindeutig: Die Polizei machte Jagd auf die vermeintlich reichen Farangs. Für Jeanot kam es teuer zu stehen: Seinen internationalen Führerausweis hatte er nicht auf sich. Er trug als Helm nur einen Fahrradhelm. Für jedes dieser beiden Vergehen bezahlte er 400 THB, d.h. insgesamt 800 THB (entsprechend etwa 24 Euro). Er bekam aber keine Quittung. Das Geld floss direkt in den privaten Geldbeutel des Polizisten. Dies nennt meine reinste Form der Korruption. Man sagt in Thailand hinter vorgehaltener Hand, dass vor Weihnachten die teuerste Zeit für die Farangs kommt, denn die Polizisten brauchen Geld für ihre Weihnachtsgeschenke

Apropos Helm: Bereits als ich ankam ist mir aufgefallen, dass höchstens noch die Hälfte der Thais auf dem Roller  einen Helm trugen. Es wird sichtlich geduldet. Dies war auch an obiger Kontrolle zu beobachten. Thais wurden nicht kontrolliert, auch wenn sie keinen Helm trugen.

andy-schleck

Andy Schleck

Nach den Velo-Profis Rominger, Hürzeler und Guidali hat sich nun auch Andy Schleck angemeldet

Seit ein paar Jahren kommen im Januar jeweilen ehemalige Velo-Stars wie Toni Rominger und Max Hürzeler nach Hua-Hin….. um mit und bei uns, die Form zu finden. In dieser Saison werden sie ergänzt durch den ehemaligen Tour-de France-Sieger Andy Schleck. Er wird uns Anfang März 2017 eine Woche beglücken und gemeinsam mit uns die Gegend erkunden. Gerüchteweise habe ich vernommen, dass unser Lucien Kirch, ein ehemaliger Mitstreiter im Profi-Trek-Team, bereits die Fühler nach Fabian Cancellara ausgestreckt hat.

 

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Nov 26 2016

Ein Leben mit meinem Rennrad

Radfahren gehört zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen hier in Thailand.

Elektrolytische Getränke in Thailand

Elektrolytische Getränke in Thailand

2-3 mal die Woche schwinge ich mich auf meinen Trek-Rennrad Dazwischen brauche ich aber Ruhe und Zeit, mich zu erholen. Auch ich spüre mittlerweilen die Jahre. Vorallem schlafe ich schlecht nach einer härteren Ausfahrt.

Die Ausfahrten gehen üblicherweise über eine Distanz zwischen 75 und 100 km. Grössere Distanzen sind die Ausnahme. Wir starten normalerweise morgens um 07:30 Uhr, d.h. ich fahr zu Hause um etwa 7 Uhr weg, um an den Start zu gelangen. Um diese Zeit ist es bereits etwa 25 – 27ºC  warm. Ueber den Mittag steigt die Temperatur dann auf 32-35ºC. Die Temperatur ist auszuhalten, da der Fahrtwind kühlt. Dies im Gegensatz zum Tennis und dem Golfsport, bei denen man schutzlos der Hitze ausgeliefert ist. Den Flüssigkeits-Haushalt regle ich mit isotonischen Getränken, die ich mitführe und zwischendurch in einem Shop wieder auffülle.

Die Hua-Hin Roadies

Wir sind ein Verein radverrückter Ausländer. Wir haben weder Statuten noch finanzielle Verpflichtungen, wir haben einzig die Facebook-Gruppen der „Hua Hin Roadies“ und für die gemütlicheren die Hua-Hin Gentlemen Roadies„, über die wir unsere Ausfahrten einander mitteilen und organisieren.

Bei uns machen alle Alterstufen mit, von den Jugendlichen bis zu den Oldies ab 70 Jahre alt. Der Aelteste bin ich! Die Umgangssprache ist Englisch, denn es sind Amerikaner, Kanadier, Australier, Engländer, Holländer, Deutsche, Schweden, und beinahe habe ich es vergessen, auch ein paar Schweizer dabei.

War haben ein eigenes Renndress und werden unser altes in den nächsten Tagen im Dezember ersetzen.

Max im heissen Renndress der "Hua-Hin Roadies"

Max im heissen Renndress der „Hua-Hin Roadies“

Fahrt über den „Yang Chun Dam“ am 25. Nov. 2016

Diese Ausfahrt hat mein kanadischer Freund Ernie Hague bereits letztes Jahr erkundet. Nun war es soweit. 8 Roadies, wie wir uns als „Hua-Hin Roadies“ nennen, starteten die Fahrt. Die Mühe lohnte sich, denn landschaftlich war es einmalig. Zwischen Ananas- und Bananen-Plantagen kamen wir auch an blühenden Mango-Bäumen vorbei. Ton der Holländer meinte nicht von ungefähr. „Die Landschaft hat etwas von der Toskana„. Die Strassen waren gut. Zwischenduch fuhren wir ein paar km auf Feldwegen und Schotterstrassen, mit dem Rennrad notabene, Lucien Kirch, der Ex-Profi aus dem Cancellara-Trek-Team meinte mit Recht: „Es ist doch auch spannend, einmal auf solchen Strassen zu fahren!

Mango-Bäume in voller Blüte

Mango-Bäume in voller Blüte

130 km und gegen 6 Stunden waren wir unterwegs. Auf der reinen Fahrstrecke fuhren wir einen 27km/Std Schnitt. Gar nicht so schlecht über diese Distanz! Dazwischen auch 3 Stops in den kleinen Thai-Shops am Wegesrand, wo man für wenige Baht ein Coca-Cola trinken konnte. Und zum Schluss der für mich so wichtige Abschluss im „Coffee-Coffee“, wo es das beste Mango-Smoothie mit Yoghurt gibt.

 Bilder unserer Ausfahrt

25. Nov. 2016: Fahrt zum "Yung Chun Dam"

 

25. Nov. 2016: Fahrt zum "Yung Chun Dam"

25. Nov. 2016: Fahrt zum „Yung Chun Dam“: Max mit Lucien Kirch

 

 

 

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Mrz 14 2016

14. März 2016: Brief aus Thailand an meine Freunde im CPC

Ich schrieb diesen Brief an meine Freunde vom Veloclub „Pedaleurs de Charme (CPC)“ als Reaktion auf das kalte, regnerische Wetter in Europa. Hier in Thailand genoss ich das ideale Radwetter. Der erwähnte Willy ist der derzeitige Manager und musste sich einer grösseren Herz-Operation unterziehen.

 

Huay Mongkol Tony RomingerLieber Willy, liebe CPCler

Ich bin froh, dass der Willy wieder schreibt! Bald wird er auch wieder die Pedale treten dürfen.

Je älter man wird, desto intensiver muss man sich auf die bevorstehende harte Strassensaison vorbereiten. Die einen machen Regen-Training in Mallorca, die anderen härten sich eher in der Hitze ab. Zu den letzteren gehöre ich.

Ich war zum 8. Mal hier unten in Thailand und  habe einmal mehr wunderbare 5 Monate verbracht und wundere mich, dass

 

niemand von Euch CPClern mir wenigstens 2 Monate nach Thailand gefolgt sind (Einzig Karli und Heidy Holzhauser waren letztes Jahr hier unten) . Die hiesigen Strassenverhältnisse, die Temperaturen und das feine Essen sind einmalig. Ein Jungbrunnen für

den Körper! Die Kosten ebenfalls. Ein feines Essen inkl. Getränke mit allen Finessen im indischen, thailändischen oder japanischen Restaurant kostet etwa Fr. 10.–bis max. 15.–. Wenn ich auf einen Essensmarkt gehe, dann komme ich mit der Hälfte aus. Ich habe ein schönes grosses Haus gemietet unweit vom Meer und dem Zentrum von Hua-Hin und bezahle dafür Fr. 500.–/Monat, wobei ich es der Einfachheit halber übers ganze Jahr gemietet habe, um mein hiesiges TREK-Rennrad, den Honda-Roller und mein Auto über den Rest des Jahres sicher versorgen zu können. Ich habe kürzlich für einen Freund ausgerechnet, dass er mit der AHV  problemlos hier leben

könnte, dazu kämen die Reisekosten.

Es gibt auch in Hua-Hin eine Art „CPC„, nur besteht diese Gruppe aus aktiven Fahrern der verschiedensten Länder. Es hat auch Schweizer dabei. Wir sind eine lustige Gruppe in allen Alterstufen. Manche fahren Rennrad und Mountainbike. Ich nach meinem horrenden Sturz vor 3 Jahren nur noch Rennrad. In den letzten beiden Jahren hatten wir das Vergnügen, jeweilen im Januar mit Max Hürzeler und Tony Rominger eine Woche intensiv Velo zu fahren. Für den kommenden Januar ist ihre Anwesenheit wiederum geplant.

Alle 1-2 Tage organisiert einer von uns eine Ausfahrt und publiziert sie über Facebook.  Ich war für den Dienstag zuständig und bot eine 90km-Fahrt dem Meer entlang mit Frühstück am Wendepunkt zu Fr. 1.30 an. Start war um 07:30, zurück kamen wir um die Mittagszeit. Andere Strecken führten in die Weinberge von Hua-Hin, zu den Wind-Mills oder zu den Stauseen in der Nähe, jeweilen zwischen 80-110 km. Etwas ist wichtig. Kenntnis der englischen Sprache ist in Thailand ein MUSS.

Wie bereits erwähnt, trainiere ich hier eher für die warmen Tage in der Schweiz. Es regnet sehr selten. In desem Jahr könnte der Schuss ganz gehörig nach Hinten gehen, falls sich bis zur ersten CPC-Ausfahrt am 2. April nicht wärmere Tage einstellen. Dann werde ich wohl oder übel mit Thermojacke und Fusswärmern sowie mit einer Wärmeflasche starten müssen.

Habe ich Euch gluschtig gemacht? Dann springt doch über Eueren Schatten. Euer letztes Hemd hat keine Taschen. Unter 1 Monat nach Thailand zu reisen macht keinen Sinn, aber 2 Monate sollten drin liegen. Allein meine Einsparungen bei der Heizung, den Versicherungsprämien und MFK-Steuern für mein ausser Betrieb genommenes Auto finanzieren mir den halben Flugpreis in der Business-Klasse.

In zwei Tagen am Mittwoch geht es wieder nach Hause, denn die CPC- und RRCB-Radsaison beginnt. Ich bin gerüstet und freue mich, Euch wieder zu treffen
Ganz liebe Grüsse
Max

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Feb 07 2016

Billard mit meinem „fucking“ English teacher and gardener

Hua-Hin Pool Billard Sasha Bar Neil Walia

My fucking English teacher and gardener

Englisch Lektionen

Hier in Hua-Hin treibe ich nicht nur Radsport und geniesse das wunderbare Leben, ich lerne im Kontakt mit Engländern, Australiern, Kanadiern, Amerikanern und Holländern  Englisch in jeder Nuance und Feinheit.

Ich lerne anständiges und unanständiges. Ich werde korrigiert, weil meine Freunde nicht wegen meines Swiss-English ihre Muttersprache anpassen  wollen.

  • So musste ich lernen, dass ich nach dem Radfahren nicht „under the douche“ (unter die Dusche) gehen kann, sondern „under the shower„. Denn das englische Wort „douche“ ist der Intim-Dusche für Damen vorbehalten!!!
  • Als wir ein neues Renndress für unseren Radrennclub der „Hua-Hin Roadies“ bestellten, gab ich als meinen Bedarf an „I need 2  bike dresses„. Mit schmunzeln musste ich erfahren, dass ein Engländer mit einem „dress“ ein Damenkleid bezeichnet. Ich wollte aber kein Damenkleid, so bestellte ich eben „1 shorts and 1 shirt“, oder „1 bike kit“.
  • Please make a photo“ sagte ich nur einmal, als ich fotografiert werden wollte. Denn dazu sagte Paul Graham aus Kanada: daran erkennt man die Europäer. Es muss heissen „take a photo“ „take a shower“ aber „make a baby
  • Als ich von Bangkok zurückkam und erzählte, dass mein „money bag“ gestohlen wurde, musste ich hören, dass der Engländer dem Geldbeutel „wallet“ sagt, und weniger „money bag“.
  • Wusstet ihr, dass das Wort „Showmaster“ im englischen Sprachraum unbekannt ist. Es handelt sich um ein in Europa erfundenes Fremdwort.

Mein Nachbar Dennis zur rechten Seite kommt aus dem Londoner East-End-Hafen-Viertel. Er gehört nicht zu meinen Lieblings-Kontakten, aber ich amüsiere mich ob seinem blumigen Englisch. „Fucking“ ist sein Lieblingswort. Mit „Fucking“ kann er alles aussagen und bekräftigen,  oder es als Füller benützen. „Fucking“ ist ein allround-Wort.

Via-à-vis wohnt ein anderer Engländer, der fucking („liebenswerter“) Neil  geboren aus dem fucking („fernen“) Mexico. Seine Zeit als fucking („einfacher und gelangweilter“) Flugzeug-Mechaniker aus Heathrow ist vorbei. Er ist pensioniert. Mit Kate lebt er das ganze Jahr vis-à-vis vom fucking („netten“) Max. Während meiner Abwesenheit ist er mein fucking gardener (Gärtner).

Ich lache mich kaputt. So in etwa tönt es von meiner Nachbarn Dennis, wenn er in Fahrt ist und mit seiner Freundin streitet … und dies passiert weiss Gott oft. In Klammer versuche ich zu beschreiben, was er mit „fucking“ ausdrucken will!

Hua-Hin Pool Billard Sasha Bar

Dies ist mein Nachbar Neil Walia von viy-à-vis

Buy 2, Get 3

Aber eigentlich wollte ich von Neil und Kate Walia schreiben. Sie sind meine Nachbarn via-à-vis. Ich mag beide. Sie sind sehr liebenswerte Leute. Während meiner 7-monatigen Abwesenheit gibt er meinen Pflanzen Wasser. Er hat mexikanisches Blut in sich, während Kate aus Irland kommt. Beide haben auf dem Londoner Flughafen Heathrow gearbeitet und sind nun pensioniert.

Jeden Tag zwischen 13:25 und 13:35 verlassen sie ihr Haus, nehmen den Abfallsack, den sie am Tor aufgehängt haben, und spazieren zum Biergarten neben dem 7eleven. Ab 13 Uhr gibt es dort nämlich 1 Bier gratis, wenn man 2 trinkt. „Buy 2, get 3“ nennt man diese übliche Preisgestaltung in Thailand. Manchmal hänge ich mich an oder treffe sie, wenn ich im 7eleven einkaufe. Im Gegensatz zu ihnen trinke ich aber nur kleine Flaschen „Chang“. Es bleibt auch bei mir nicht bei einer oder zwei. Ich gebe es zu, meistens weiss ich nicht mehr, wieviele es waren.

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Man beobachte meine Handhaltung und den konzentrierten Blick

Pool-Billard in der Sasha Bar ⇒ Swiss-Champion

Gegen 16 Uhr wird Neil immer unruhiger und schielt über die Strasse zur Sasha-Bar. Ob sie wohl bereits geöffnet hat? Neil ist ein starker Pool-Billard-Spieler und spielt in der hiesigen Meisterschaft. Ich kam zum Pool-Billard wie die Jungfrau zum Kinde. Letztes Jahr nämlich hat mich der Karli Holzhauser, als er mit seiner Heidy bei mir in Hua-Hin weilte, zum Billard verführt. Wir spielten jeden Abend in der Donkey-Bar. Und weil Billard durstig machte, gab es immer etwas oder auch mehr zu trinken.

Kurzum, ich spiele etwa 1x die Woche mit dem Neil in der Sasha-Bar. Ich habe auf dieses Jahr meine Hand- und Fingerstellung geändert und führe nun die Queue über meinen angewinkelten Daumen. Dieser Wechsel meiner Spielweise war mühsam. Ich musste mich oft pudern, damit die Queue leicht rutscht. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Der Neil muss nun alle seine Tricks einsetzen, um gegen mich zu gewinnen. Meine Erfolg-Chancen steigen langsam und liegen bereits bei etwa 10-15%. Ich bin nun bereits Swiss-Champion in meiner Strasse! (d.h. es hat keine anderen Schweizer) Das wichtigste ist aber: Wir haben Freude daran und lachen viel.

Der Heimweg ist oft etwas schwierig, obwohl wir diesen Weg bei Nüchternheit in 5 Minuten schaffen. Es wird schwierig, wenn wir auf der Strasse über einen fucking Stein stolpern. Aber wie ihr an diesem Bericht erkennen könnt, habe ich bisher mein fucking Home immer gefunden.

Hua-Hin Pool Billard Sasha Bar Max


Nachtrag vom 8. Feb. 2015:

Heute habe ich gespielt wie ein König und gegen Neil 3 Spiele gewonnen……. er musste sich mit einem mageren 3:5 begnügen.

 

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Feb 03 2016

29. Jan. – 2. Feb.: 5 intensive Radtage mit Tony Rominger

Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket

Welch Erlebnis, mit 3 ehemaligen Velo-Profis Tony Rominger, Max Hürzeler und Leo Schönenberger während mehreren Tagen Rennrad zu fahren. Tony Rominger kam mit 4 europäischen Gästen bereits etwas früher, um sich einzufahren und die Strecken zu erkunden, die ich vorher mit Jean auskundschaftet hatte. So kamen in wenigen Tagen gegen 500km zusammen.

Das eigentliche Ziel der 3 war jedoch die Radfernfahrt mit um die 50 Gästen aus dem deutschsprachigen Raum von Hua-Hin  nach Khao Lak bei Phuket über etwas mehr als 800 km.

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Tony Rominger, Max Hürzeler und Leo Schönenberger

Es wäre Wasser in den Rhein getragen, wenn man die ganze Palmares der drei aufzählen würde. Tony Rominger war einer der ganz grossen Superstars seiner Zeit. Neben unzähligen Siegen wie:

  • 3x die Vuelta a España (1992, 1993, 1994)
  • Giro d’Italia (1995)
  • Bergpreis-Trikot Tour de France und zweiter Schlussrang (1993)
  • Lombardei-Rundfahrt (1989)
  • 2x die Tour de Romandie (1991, 1995)
  • 2x Paris–Nizza (1991, 1994)
  • 2x Tirreno–Adriatico (1989, 1990)

holte er sich im 1994 auch den Stundenweltrekord auf der Bahn mit 55 km/h von seinem Dauerrivalen Miguel Indurain.

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Ein Autogramm des Meisters aufs Colnago-Leibchen unseres 14-jährigen Junioren Jules Alexander

Max Hürzeler wurde vorallem als Unternehmer mit seiner Firma „Bicycle Holidays Max Hürzeler“ und Promoter  des Velo-Paradies Mallorca berühmt. Man sagt sogar, er sei wegen seiner grossen Verdienste Ehrenbürger von Mallorca geworden. Dass er ein hervorragender Profi-Steher und sogar Europameister auf der Bahn war, wissen die wenigsten.

Leo Schönenberger als Dritter im Bunde war 5 Jahre Berufsfahrer in der Schweiz und hat in der Zeit einige gute Platzierungen errungen. Wie ich vernommen habe, war er dann auch in Asien als Rennfahrer erfolgreich.

Die Hua Hin Roadies

Wir sind eine Gruppe sportlicher Radrennfahrer aller Alterklassen zwischen 14 und 73 Jahren, die hier in Hua-Hin wohnen oder den Winter verbringen. Wir sind stolz auf unser Renndress, das nie fehlen darf. Wöchentlich treffen wir uns 2-3 mal zu Ausfahrten über 80-110 km.  Diese organisieren wir über Facebook  unter „https://www.facebook.com/groups/huahin.roadies/“

Velo, Radsport, bicycle, Rominger

Foto der letztjährigen Ausfahrt im Jan. 2015

5 Radtage in Hua-Hin

Hua-Hin Max HuerzelerWährend der ersten 3 Tage ging es darum, dem Tony Rominger die von uns vorgeschlagenen Strecken zu zeigen und abzufahren. Im Gegensatz zum Vorjahr waren mehrere Strassen nicht befahrbar, weil sie aufgerissen und zur Asphaltierung vorbereitet wurden. Vorallem die alternative Dolphin Bay Strecke musste er auf seinem Garmin-Navi neu abspeichern und für die 3 anderen Gruppenleiter kopieren, damit sie die Strecke ebenfalls befahren konnten.

Es war Pech für Tony, dass bei der ersten dieser Erkundungsfahrten ausgerechnet bei ihm auf offener Strecke ein Reifen knallte. Dank meiner Hilfe und Uebung wechselten wir schnell den Schlauch und pumpten mit meiner  Tschui-Pumpe in sekundenschnelle („Tschui,“ weil ich von Hanspeter Tschui den Tip mit den CO2-Patronen erhielt).

Trainings-Ausfahrt zu den Weinbergen von Hua-Hin

Wir wollten dem Tony Rominger und seinen 4 Gästen aber auch etwas bieten: Eine Fahrt zu den Weinbergen und Oliven-Hainen etwas ausserhalb Hua-Hin sollte es sein.

Eigentlich dürfte hier in Südostasien, am 13. Breitengrad, ja gar kein Wein heranwachsen, zumindest kein guter, meinen die Traditionalisten aus Bordeaux, der Toskana oder dem Rheingau. Die schwören darauf, dass Wein nur zwischen dem 30. und 50. Breitengrad gedeiht. Aber dies wird von der hiesigen Deutschen Kellermeisterin nicht akzeptiert. 3 Spitzen-Weine  produzierte sie mittlerweilen.

Aber vor dem Staunen mussten wir alle etwas leisten. Via „Huay Mongkol“ ging es über gute 40 km zu den Weinbergen. Immer leicht ansteigend, aber nicht schlimm! Für uns „Einheimische“ war die Distanz kein Problem, aber für die Neuankömmlinge war es harte Arbeit. Ihr Körper war noch nicht gewohnt, wegen der Zeitverschiebung mitten in der Nacht morgens um 3 Uhr Schweizer Zeit bei Temperaturen um die 32º Leistungssport zu treiben. Pech hatte wiederum Tony Rominger. Er musste bereits nach 20 km aussteigen, als sich einer seiner Reifen aufzulösen begann. Ob er wohl Gewicht einsparen wollte?

Prolog zum Huay Mongkol Tempel

Als Prolog für die eigentliche Radfernfahrt haben wir zwei Strecken-Varianten zu diesem „Black Buddha“, wie er von vielen genannt wird, vorgeschlagen. Schlussendlich fuhr die Speed-Group von Leo Schönenberger die grosse Runde über 65 km, während die anderen sich mit etwa 45km begnügten. Diese Verkürzung war verständlich, denn die meisten Fahrer kamen erst am Vortage in Thailand an.

Huay Mongkol Tony Rominger

Begleitung auf der 1. Etappe der Dolphin Bay entlang

Jeder von uns Hua-Hin Roadies hatte eine der 4 Leistungs-Gruppe zu übernehmen und sie unfallfrei und ohne sich zu verfahren bis ans Ende der Dolphin Bay zu führen. Ich übernahm die „Pleasure Gruppe“ von Kathleen Weinreich, weil die als erste bereits um 8 Uhr starten sollte. Böse Zungen behaupteten, ich hätte sie nur wegen der hübschen Kathleen übernommen! Nach etwa 60 km klinkte ich aus und entliess sie durch den National-Park in Richtung 1. Etappenziel in Prachuap Khiri Khan.

Bye bye …. Wir freuen uns aufs nächste Jahr

Ich gebe an dieser Stelle zu, ich habe mich am Dolphin Bay kurz verfahren, da ich nicht aufgepasst und geplaudert hatte. Typisch Mann – denn ein Mann kann nicht zwei Dinge zur selben Zeit tun: Schwatzen und sich auf die Strecke konzentrieren!

Pak Nam Pran Fishing villages: Khao Kalok Tempel: Pleasure bicycle Group Kathleen Weinreich

„Pleasure Group“ von Kathleen Weinreich vor dem Khao Kalok Tempel in der Nähe von Pak Nam Pran

Am Tag darauf: Lagerschaden

Am Tag darauf überkam es mich. Ich bin kein typischer Rennfahrer, der täglich sein Rennrad und die Reifen überprüft. Ich bin eher ein fauler Hund, weiss aber, dass man dies tun sollte. Von Zeit zu Zeit überkommt es aber auch mich. Eben am Tag darauf.

Als ich als Abschluss die Uebersetzungen testen wollte und versuchte am Tretlager zu drehen, traf mich beinahe der Schlag. Es liess sich nur mit grossem Krafteinsatz drehen. Mir war sofort klar: Lagerschaden. Wie konnte das nur passieren, ich kam doch gestern von einer 120 km Fahrt mit den Rominger-Leuten zurück und habe nichts von einem erschwerten Treten bemerkt?

Ab zum Velohändler an der Hauptstrasse, der das Rennrad begutachtete und laut auflachte, als er das gebrochene Lager gesehen hat. 1’200 Baht plus 100 Baht Arbeit. Oder auf Deutsch: Fr. 34.– fürs Material und Fr. 3.– für Arbeit. Ich konnte aufs reparierte Rennrad warten. Auch das ist Thailand.

Pak Nam Pran Dolphin Bay Max Lehmann

Max allein auf dem Rückweg


Bereits im vergangenen Jahr hatte ich das Vergnügen, mit Tony Rominger Rad zu fahren. Mehr darüber findet ihr durch anklicken von:

22. Jan. 2015: Bericht über das letztjährige Treffen mit Tony Rominger, Ernesto Guidali und Max Hürzeler

 

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Jan 28 2016

25. – 27. Jan. 2016: Eisige Himalaya-Winde über Hua-Hin

Mein Haus in der Soi94

Mein Haus in der Soi94

Am Sonntag-Abend davor regnete es aus Kübeln. In der Nacht dann, fühlte ich mich kalt. Hatte ich wohl Fieber? Ich musste mich mit zwei Decken zudecken.

Am Morgen sah ich dann die Bescherung: Das Thermometer zeigt 16ºC an. Das schlimme war aber der eisige Wind vom Himalaya, der durch Hua-Hin fegte. Nicht nur die Thais, sondern auch die Farangs zogen sich warm an. Für solche Ereignisse habe ich einen Faserpelz-Pulli bei mir.

Ich wollte mit meinen englischen Freunden von vis-à-vis in einem schönen Garten Indisch essen gehen. Ich musste es absagen. Es war viel zu kalt. Im nördlichen ChiangMai wurden noch tiefere Temperaturen, nämlich zwischen 10º und 13ºC, gemessen.

Auch Radtouren mussten wir absagen. Der kalte Wind verwehte uns. Wir hätten die Winterkleidung aus Europa gebraucht. Ein anderes Problem tauchte unerwartet auf. Die Butter liess sich nicht aufs Brot streichen. Sie blieb bei der tiefen Temperatur hart.

Heute Donnerstag-Morgen 28. Jan. war der Spuk vorbei. Der Wind hatte sich gelegt. Das Thermometer zeigte am Morgen  22ºC und wird im Laufe des Tages gegen 30ºC ansteigen. Damit kann auch ich leben, aber für die morgige Ausfahrt mit Tony Rominger werde ich dennoch ein Unterleibchen mit einem Windstopper anziehen.

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Jan 24 2016

Der Besserwisser meint: Ski-Abfahrt gehört verboten

Der Skirennsport, die Gladiatorenspiele der Gegenwart

Lehrer Lämpel aus Max und Moritz (Wilhelm Busch)

Lehrer Lämpel aus Max und Moritz (Wilhelm Busch)

In den letzten zwei Wochen konnten wir der Lauberhorn-Abfahrt  und die Kitzbühl-Streiff mitfiebern. Mit „gefährlichste Abfahrt der Welt“ wirbt Kitzbühl, mit die „längste Abfahrt der Welt“ wirbt das Lauberhorn. An beiden Rennen werden horrende Tempis von über 130 km/h gefahren. Wie schnell das ist, kann man selber austesten, wenn man auf der Autobahn das Fenster öffnet und die Hand heraushält. Die heutigen Abfahrtsstrecken sind gespickt mit weiten Sprüngen, hängenden Traversen, Tunnels, Steihängen. Alle  müssen Spektakel und gefährliche, ja haarsträubende Szenen bieten. Bei keiner Sportart sind derart viele Helikopter, Krankenwagen, Aerzte  und Krankenhäuser direkt an der Strecke und in der ganzen Umgebung in Alarmbereitschaft.

Unfälle gehören im Skirennsport zur Tagesordnung. Es gibt kein Spitzenfahrer der nicht mehrere schwere Verletzungen hinter sich hatte oder deswegen als Krüppel aufhören musste. Ich kann mich sogar an Todesfälle am Lauberhorn erinnern. An der diesjährigen Streiff hat es drei der besten diesjährigen Abfahrtsspezialisten erwischt:

Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und Georg Streitberger: Sie alle stürzten nach der Hausbergkante an der genau gleichen Stelle. Während Reichelt vergleichsweise glimpflich davonkam, reisst sich Streitberger das vordere Kreuzband, das Seitenband und das Innenband. Auch für den Norweger ist die Saison vorbei. Gemäss dem norwegischen Newsportal «VG» zog er sich wie Streitberger einen Kreuzbandriss zu.

Presse und Fernsehen jubeln. Sie leben von diesen Unfällen

Mich wundert es, dass niemand aus Presse oder Fernsehen aufschreit und Massnahmen gegen die Gefährlichkeit dieses Sports und zum Schutz der Fahrer verlangt. Sie schweigen, denn sie profitieren ob solcher spektakulärer Unfälle. Je blutiger desto grösser und roter die Schlagzeilen. Die Leserschaft ist ihnen gewiss. Presse und Fernsehen sind nicht mehr die kritischen Medien, die sie einmal waren. Sie sind nur noch eine Geld-Schefel-Maschine. Mit Recht nennt man sie immer mehr „Lügenpresse“, denn Papier ist geduldig und Lügen und Schwindeleien lassen sich nur schwer nachweisen. Zu einer solchen Lüge gehört auch, dass der Ski-Rennsport ein gesunder Sport sein soll!

Wir Zuschauer müssen uns wehren: Ski-Abfahrtsrennen mit Verachtung bestrafen

Wir Zuschauer sind die Mächtigen und haben enormen Einfluss. Sobald wir den Fernseher abstellen, fallen die Zuschauerquoten und die Veranstalter müssen sich hinterfragen. Bereits hat man in der Schweiz den Rückgang der Zuschauer festgestellt. Wahrscheinlich aber eher wegen der schlechten Leistung der Schweizer Fahrer.  Wie war das jedoch mit dem Musikantenstadl?

 

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Dez 31 2015

Mit dem Rennrad in Thailand: 30 km/h-Hürde geknackt

Mir ist aufgefallen, dass ich recht wenig über meine Ausfahrten mit dem Rennrad berichtet habe, obwohl sie einen grossen Teil meines Lebens hier in Thailand bestimmen. Früher waren es noch 3 Ausfahrten je Woche, seit diesem Jahr habe ich es auf 2 beschränkt. Mein Körper braucht die Erhohlungszeit nach solch einem 90-100 km Ritt.

Velo, Radsport, bicycle, Rominger

Einer meiner ganz grossen Highlights in meiner Radkarriere waren die letztjährigen Ausfahrten mit den beiden ehemaligen Super-Profis Tony Rominger und André Guidali aus meinem Basler Radrennclub (RRCB). Darüber berichtete ich an anderer Stelle in meinem Thailand Tagebuch unter dem Titel Höhepunkte meines Lebens: Ausfahrten mit Profis wie…..

Thailand ist ein Rad-Paradies:

Eine kurze Regenpause mit Jean Moser

Eine kurze Regenpause mit Jean Moser

Die meisten Strecken hier in Thailand sind eher flach. Kleine Hügel bestätigen jedoch die Ausnahmen. Die Strassen, das muss ich hervorheben, sind absolute Spitze. Fast jede Strasse verfügt über einen Pannenstreifen am Rande, auf dem man sorgenfrei Radfahren kann. Der thailändische Verkehr trägt das Seine dazu bei. Kein Personenwagen oder Lastwagen würde eng überholen. Ein seitlicher Abstand von 2 Meter ist hier üblich, und dazu ein herzliches Winken. Die Thais bewundern uns, weil wir „Verrückten“ bei der Hitze Sport treiben.

Das Klima und Wetter ist wunderbar. Schön warm, der Fahrtwind kühlt. Einzig bis Mitte November muss man mit kurzen Regenschauern rechnen. Wir starten meistens zwischen 7 und 07:30 Uhr in der früh und kommen auf die Mittagszeit zurück. Dazwischen aber unser wichtigstes Ziel, das Frühstück in einem Coffee-Shop  etwa auf halber Distanz.

Vor 7 Jahren habe ich mit einigen Freunden in Hua-Hin eine Radgruppe via Facebook gegründet. Daraus sind die „Hua Hin Roadies“ entstanden, mit denen ich  die Ausfahrten auf dem Rennrad mache. In Facebook kann jedermann unsere Aktivitären unter https://www.facebook.com/groups/huahin.roadies/ verfolgen.

Wir fahren in einem eigenen gelb-blauen Renndress. Wir sehen toll aus, wenn wir mit einem 30er-Schnitt daher rauschen. Wir sind je nach Saison zwischen 15-25 Aktive zwischen 40 und 73 Jahren. Ich bin der Älteste, wobei es noch andere Oldies über 65 Jahren hat. Die Alten sind aber nicht die langsamsten. Der Miro bald 70-Jährig ist einer, wenn nicht sogar der schnellste von uns allen. Er fährt problemlos den Hin Lek Fay mit übe 20%-Steigung.Hua-Hin, Velo, bicycle

Leider haben aber die meisten keine Ahnung vom Team-Biking, wie ich es immer nenne. Sie waren nie Mitglied in einem Radrennclub, wo sie das Elementare gelernt hätten. Es kommt deshalb immer wieder vor, wenn man schön aufgereiht in einer Gruppe Windschatten fährt, dass einer aus der hinteren Positionen nach vorne fährt, um die Spitze zu übernehmen. Diese Manöver sind bekannterweise tödlich, denn die ganze Gruppe fällt aus dem Rythmus und muss sich dem neuen Tempo anpassen, d.h. entweder bremsen oder Gas geben

Thais bei 30°C

Es ist nicht etwa Winter! Dies ist die Sommerkleidung der Thais bei >30°C

30km/h Marke gekappt

Aber manchmal harmonieren wir dennoch gut. So die letzten beiden Ausfahrten im Dezember zur Dolphin Bay. Es zeichnete sich ab, dass wir bald die 30er-Grenze kappen werden, denn meine eigene Form wurde von Tag zu Tag besser.

An der letzten Ausfahrt dieses Jahres am 29. Dez. war es dann soweit. Wir legten die Strecke zur Dolphin Bay und zurück über 92 km mit einem 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zurück. Genau sollen es 30.8 km/h gewesen sein. Alles hat gepasst. Auch der Wind war recht harmlos.

Auch Thais fahren Rennrad

Noch vor 7 Jahren waren es vorallem die Ausländer, die Rennrad fuhren. In der Zwischenzeit bevölkern immer mehr Thais die Strassen. Rennrad und Mountain-Bike wurden zum Volkssport. Sie fahren das beste Material, das man auf dem Markt finden kann. Vorallem an Wochenenden sind viele Thai-Gruppen unterwegs. Sie fallen durch ihre ausgefallene Kleidung auf. Aus Furcht, gebräunte Beine, Arme und Gesichter zu bekommen, decken sie alles ab. Bei ihrem Anblick fühlt man sich im tiefsten Winter. Weisse Haut ist in Thailand Schönheits-Ideal.

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Dez 08 2015

8. Dez. 2015: Sturz mit dem Rad – der Helm verhütete das Schlimmste

Sturz, Spital

8. Dez. 2015: Peter Stephenson

„Ohne Helm hätte er schwerste Kopfverletzungen davon getragen“ meinten die Aerzte

Es sollte eine normale 90-km-Ausfahrt der Hua-Hin Roadies, unserem hiesigen Velo-Radrennclub, zur Dolphin Bay werden. Es kam jedoch anders. Wenige Meter vor unserem Zwischenziel, unserem Coffe-Shop, stürzte hinter mir Peter Stephenson fürchterlich. Wir waren an dieser Stelle nicht mehr schnell, sondern am ausrollen.

Peter blieb regungslos am Boden in einer Blutlache liegen. Glücklicherweise war Jim Andrews bei uns. Er ist von der britischen Polizei und beherrschte die Erste-Hilfe-Massnahmen exzellent. Sorgfältig drehte er ihn auf dem Rücken, immer mit ihm beruhigend sprechend. Er checkte seine Reflexe, verband seine blutende Wunde an der Schläfe und brachte ihn mit dem Auto der Coffee-Shop Besitzerin ins nahe Militär-Hospital in Pranburi.

Peter hatte Glück und trug einen Helm, der nun kaputt ist, ihn aber vorm schlimmsten beschützte. Er hat ein blaues Veilchen ums Auge, eine Schramme geflickt mit 10 Stichen oberhalb der Schläfe und eine schlechte Erinnerung. In einer Woche darf Peter wieder Radfahren.

Happy End: Wir sind froh, dass es gut ausgegangen ist. Es hat sich einmal mehr bestätigt, ein Helm schützt. Ohne Helm darf bei uns keiner mitfahren!

An derselben Stelle bin ich wenige Sekunden vor Peter beinahe auch gestürzt. Es war eine Bodenschwelle, die auch ich übersah. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, wenn ich daran denke: Ich habe einfach Glück gehabt!

Die offene Wunde oberhalb seiner Schläfe zog sich Peter zu, weil er den Helm zu lasch auf dem Kopf trug und den Riemen zu wenig stark anzog. So konnte sich sein Helm beim Aufprall auf dem Boden verschieben.

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Nov 02 2015

1. Nov. 2015: 4 stündige Ausfahrt mit dem Rennrad in die Hölle der Weinberge von Hua-Hin

Wer kennt nicht die Hölle des Nordens über die Kopfsteinpflaster von Paris nach Roubaix

Ich berichte Euch über die Strapatzen meiner Fahrt in die Weinberge  „Vineyards of Hua-Hin Hills“ über 85 km. Beide Strecken sind miteinander nicht vergleichbar. Hier in Hua-Hin gibt es nur bestens asphaltierte Strassen, aber höllische Temperaturen und Winde.

Tagwache war bereits um 6 Uhr, denn ich musste mir etwas Kalorienreiches und viel Flüssgkeit in den Magen füllen. Start war um 08:30 Uhr, nach meiner Meinung 1 Stunde zu spät,  beim 7eleven am Anfang der Soi112.  Es war bereits 27ºC warm. Die Sonne begann zu brennen. Ein wunderbarer Morgen. Mein Rad habe ich bereits am Vorabend bereit gemacht. 100psi (entsprechend 7 Bar) sind die Räder gepumpt. An der Hitze wird sich ihr Druck bis auf 120 psi erhöhen. Harte Reifen sind besser, denn sie widerstehen besser den spitzen Steinen auf den Strassen.

Trek Madone 5.2

Dieser Rennrad habe ich bereits letztes Jahr im Herbst 2014 gekauft

Heute sind wir nur zu zweit. Ich und Peter Stephenson einem Engländer aus Nottingham. Wie ich später vernommen habe, hat der Mike Denmark am falschen Ort beim Tesco auf uns gewartet und die beiden angemeldeten Thais sind einfach weggeblieben. Anfänglich fuhren wir in einer moderaten Geschwindigkeit um die 26-27 km/h. Die Fahrt werde noch lange dauern, es geht auf und wieder ab. Es sind  keine grossen Hügel oder Steigungen, aber immer wieder kleine Nadelstiche. Ich kenne die Strecke aus den Vorjahren. Sie verlangt einem viel ab. Wir sind schon stehend nach Hause gekommen, weil wir uns zu viel zugemutet hatten.  Die Zeit ist schon lange vorbei, als wir uns am Wendepunkt noch ein Glas Wein kredenzten.

Vor dem Huay Mongkol Temper

Vor dem Huay Mongkol Tempel

Peter versuchte das Tempo zu erhöhen auf über 30 km/h. Ich riet ihm ab und stellte als Argument mein Alter in den Vordergrund. Er akzeptierte dies und so fuhren wir relativ gemütlich via Huay Mongkol-Tempel zu den Weinbergen. Die Temperatur stieg auf über 32ºC an. Die Sonne brannte auf den Helm. Jeder Anstieg bereitete mir mehr Mühe. In der Zwischenzeit hat der berüchtigte Gegenwind von den Bergen Burmas in Richtung Küste angefangen zu blasen. Das unangenehme dabei ist, dass er kurz vor Mittagszeit meistens dreht. Dann windet es von der Küste her, wenn wir auf der Heimfahrt sind, wieder als Gegenwind

Peter war begeistert von der Landschaft und wunderte sich, wie gut ich noch mithalten konnte. Kurz vor den Vineyards wird auch der Peter langsamer. Er zollte der Hitze Tribut. Wir machten einen Halt und nahmen Zucker in Form von Cola zu uns. Nur noch 2 km bis zu den Weinbergen. Dort wurden wir von 3 Hunden angebellt und verfolgt.  Die waren aber auch müde und gaben die Jagd nach wenigen Metern auf.

300m vor dem Ziel inmitten der Weinberge und der Olivenhaine, vor dem Weinkeller und -Restaurant eine Tafel „Wegen Renovation bis am 11. Nov geschlossen„. 42 km zeigte mein Garmin an. Auch ich war müde und hätte mich gerne etwas in den Schatten gesetzt.

Der Not gehorchend haben wir das Rad gedreht und sind wieder zurück in Richtung Hua-Hin gefahren. Peter war echt kaputt. Ich motivierte ihn mit dem nächsten Cola-Stop auf halber Strecke beim Mongkol-Tempel. Der Wind hat gedreht und wie. Er pfiff uns um die Ohren und zwar von vorne. Oft hatten wir Mühe, unsere Geschwindigkeit auf über 20 km/h zu steigern. Ich wollte ihm eine andere Streckenwahl als Rückfahrt schmackhaft machen. Peter wollte aber auf kürzestem Weg nach Hause.

Am Schluss zeigte mein Garmin eine Fahrzeit von nicht ganz 4 Stunden, eine Distanz von 85 km mit einem Schnitt von 23.3 km/h bei gefühlten 34ºC. Das soll einer mal nachmachen.

Zu Hause ging ich zuerst unter die Dusche und dann habe ich 2 Stunden auf der Terrasse geschlafen und geträumt. Ich musste meinen schmerzenden Körper beruhigen, was bis am nächsten Morgen dauerte.

In 2 Tagen am kommenden Dienstag wird es flach zur Dolphin Bay gehen. Eine Erholungsfahrt über 90 km. Damit habe ich seit ich hier in Thailand bin gegen 500 km gefahren.

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Okt 29 2015

2 Wochen in Thailand: Akklimatisation, Pat ist zurück

Am Donnerstag 15. Oktober bin ich in Bangkok gelandet und anfänglich wegen der Feuchtigkeit beinahe explodiert. Innert kürzester Zeit waren ich und mein Hemd klatschnass. Seit dem 4. Tag hat sich mein Körper an die hiesige Wärme und die Feuchtigkeit gewöhnt und ich schwitze nicht mehr übermässig. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger, je nach Situation.

Bereits 5 Tage nach Ankunft in der Nacht vom 20./21. Oktober habe ich erstmals ohne längere Wachzeit von Mitternacht bis 08:20 Uhr durchgeschlafen und damit die Zeitverschiebung von 5 Stunden bewältigt. Mein Darm nahm sich dazu ein paar Tage mehr Zeit.

Ein geschädigter der Schweizer UhrenindustrieHua-Hin Soi94, Dusit Land & House 10 Max Pat

Ich bin einmal mehr ein Geschädigter der Schweizer Uhrenindustrie geworden. Eine Woche nach Ankunft in Thailand lieferte die Batterie meiner teuren CERTINA-Sportsuhr, die ich tagtäglich trage, keine Kraft mehr. Dasselbe ist mir bereits vor ein paar Jahren passiert.

In ganz Hua-Hin gibt es kein autorisiertes Uhrengeschäft, das Batterien an Schweizer Uhren auswechseln darf. Ich müsste die Uhr per Post nach Bangkok schicken, der ich nicht ohne weiteres traue. Nun muss ich eben wieder ein Fälschung kaufen, damit ich wenigstens die Zeit ablesen kann. Keine billige Fälschung, sondern eine teure, die auch über Fr 100– kostet. Dies ist für mich eine Bankrott-Erklärung der Schweizer Uhrenindustrie, denn Schweizer Uhren eignen sich nicht unbedingt fürs Ausland. Ihr Aufbau ist zu kompliziert und der angebotene Service ausserhalb der grossen Center schwach.

Pat „Surprise, Surprise“

Wer kennt nicht diese beiden Worte „Surprise, Suprise“? Pat kam am vergangenen Freitag, 23 Okt. als grosse Ueberraschung mit dem Auto an einem der grössten Feiertage Thailands nach Hua-Hin. 6 Stunden dauerte ihre Fahrt von Bangkok nach Hua-Hin, für die man normalerweise nur 3-4 Stunden benötigt. Pat liebt solche Ueberraschungen. Oft merke ich, wenn etwas in der Luft liegt. Zum Beispiel wenn kein SMS zurückkommt. Diesmal hatte ich keine Ahnung. Die Ueberraschung glückte zu 100%

Pat konnte mich dieses Jahr nicht am Flughafen abholen, weil sie Tage zuvor mit ihrem/unseren Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Sie blieb zwar unverletzt, aber mit Schock musste sie ins Spital gebracht werden, obwohl sie unschuldig am Unfall war. Ihre Anfälligkeit zu einem „Schock“ rührt immer noch vom Chemieunfall Anfang dieses Jahres her. Sie verliert in solchen Stress-Situationen ihre Stimme und ihr Herz schmerzt.  Der Schaden am Auto war durch die Vollkasko abgedeckt, war also kein Thema.

Diesmal ging es bei Pat bald aufwärts, sodass sie sich gegen den Willen der Aerzte auf den Weg zu mir nach Hua-Hin machte. Diese wollten sie nämlich noch länger im Spital behalten, weil sie noch Schmerzen am Herz und am Fuss (Senkfuss und Fersendorn) hatte. Sie bekam als Prophylaxe, dies ist auch typisch für die thailändische Medizin, 4 verschiedene Schmerztabletten, die sie zusammen 2x je Tag einnehmen sollte, sowie Nitroglycerin-Notfalltabletten fürs Herz. Als ich diese „Bomber“ sah, begann ich zu überlegen, denn ich bin gegen übermässigen Pillen-Konsum. Was könnte auch helfen? Vielleicht ein Geh-Stock zur Entlastung des einen Fusses? oder GEL-Einlagen in die Schuhe?

Gel-Einlagen haben wir nirgends gefunden. Ich dachte bereits an eine Bestellung in der Schweiz. Schlussendlich landeten wir beim Schuhgeschäft „Scholl“, welches als Fuss-Spezialist auch bei uns in der Schweiz bekannt ist oder war. Hier gibt es beim Scholl aber nur Schuhe zu kaufen. Die Verkäuferin empfahl uns leichte Spezialschuhe mit Fussbett …. und seither sind mit diesen Schuhen alle Schmerzen weg. Auch die am Herzen. Pat braucht keine Pillen mehr und es geht ihr von Tag zu Tag besser. Sie lebt sichtlich auf und ist wieder voller Pläne. Ich gebe zu. Ich bin ein wenig stolz auf mich!

Hua-Hin Soi94 Pat und DuThi

Pat ist wieder in ihrem Element und voller Elan. So füllt sich auch mein Terminplan immer mehr. Zwischen 25. Nov. und 3 Dezember geht es nach Bangkok, Pratunam dem Einkaufs-Quartier für Kleider und Schuhe,  und dann mit ihren Freundinnen aus der Schule nach „Nakhon Nayok“. Ich bin gespannt und freue mich auf Ihre Schulfreunde, die ich alle von den vielen Reisen in Thailand gut kenne.

2 Tage später am Sonntag, 25. Okt. die nächste Ueberraschung: Die Schwester von Pat brachte uns die 7-jährige Enkelin DuThi ein paar Tage in die Ferien. Es scheint, dass es den Thais viel Freude bereitet, jemanden zu überraschen. Eine schöne Tradition. Für DuThi ist es das schönste, stundenlang im nahen Swimmingpool zu verbringen und mir den Tilsiter-Käse aus der Schweiz wegzuessen. Zwischendurch gingen wir in in die Party-Meile der Soi 88 ganz in unserer Nähe um zu Essen und Musik zu hören.

Hua-Hin: Party-Meile Soi88 Pat Duthi grilled Snapper

Radfahren mit den „Hua Hin Roadies“

Aus den Erfahrungen vergangener Jahre habe ich mich anfänglich zurückgehalten und bin die erste Ausfahrt nur gemütlich mitgefahren, um mich an die Zeitverschiebung und die hohen Temperaturen von über 30ºC zu gewöhnen. Ich bin immer noch am Aufbau, fahre aber bereits regelmässig meine 70-85 km. In den vergangenen 10 Tagen habe ich gegen 300 km in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 25 km/h zurückgelegt. Ganz ordentlich, meine ich

An unserer letzten Fahrt zur „Dolphin Bay“ sind wir von einem dieser typischen asiatischen Kurz-Regenschauer überrascht worden. Es begann leicht vereinzelt zu tropfen und Sekunden später goss es in Kübeln. Uns reichte es eben noch, in ein Lebensmittelgeschäft am Strassenrand zu flüchten. Dort warteten wir etwa 20 Minuten, bis die Sonner wieder hervorkam und wir vorsichtig nach Hause fahren konnten.

Im Gewitter Pak Nam Pran

Max und Jean finden Schutz vor dem Gewitter bei Pak Nam Pran

Unsere Rennrad-Gruppe der „Hua Hin Roadies“ hat sich in diesen Tagen durch Ferien-Gäste aus Südafrika und Australien etwas vergrössert. Mich fasziniert es immer wieder, Menschen aus anderen Ländern kenne zu lernen. in den Nächsten Tagen haben sich Thais und ein Schwede zu einer Ausfahrt in die „Weinbergen von Hua-Hin“ angemeldet.

Wie ihr wisst, organisieren wir unsere Ausfahrten über Facebook, ein ideales Werkzeug für solche Veranstaltungen. Jeder, der eine Ausfahrt organisiert, erstellt eine solchen Facebook-Veranstaltung mit Kurzbeschrieb, Treffpunkt, Datum und Uhrzeit der Abfahrt und drückt auf den Start-Knopf. Unverzüglich werden alle angemeldeten Mitglieder auf dieser Hua-Hin Roadies-FB-Seite informiert und eingeladen. Sie können sich durch Knopfdruck anmelden, provisorisch anmelden oder absagen.

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Mrz 15 2015

Mit dem Rennrad in Thailand, ein gewaltiges Erlebnis

Jedes Jahr fahre ich in Thailand mit meinem Rennrad mehrere tausend Kilometer auf wunderbaren Strassen. Die meisten sind wenig befahren und weisen links und rechts einen Pannenstreifen und damit einen Fahrweg für Rennräder auf. 2-3 mal die  Woche steht eine Ausfahrt mit den „Hua Hin Roadies“ auf dem Programm.

Die „Hua Hin Roadies“

Die Hua Hin Roadies ist eine Gruppe Radsport verrückter Rennvelo- oder Road-Bike-Fahrer.  Es sind zwar nicht alle Alterstufen in unserem Club vertreten, aber ab 45 Jahren gehts aufwärts bis zu mir, als Aeltesten. Wir organisieren uns via Facebook unter „https://www.facebook.com/groups/huahin.roadies/“.   Sobald einer eine Ausfahrt machen will, lädt er in Facebook ein. Anhand der Angaben über die geplante Strecke, Durchchnittsgechwindigkeit und Startzeit entscheidet jeder, ob er teilnehmen oder diese Ausfahrt lieber auslassen will.

Aus Sicht der Leistung ist unser Niveau recht hoch. Im Mimimum fahren wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 26-28 km/h auf einer Strecke zwischen 60-100 km. Es gibt aber noch eine stärkere Fraktion, deren Durchschnitt über 30-32 km/h liegt. Mit denen kann ich nicht mehr mithalten. Bei diesen Geschwindigkeits-Angaben sollte man aber berücksichtigen, dass es hier um Hua-Hin mehrheitlich um ein flaches Gelände handelt.

Qualitätiv oder fahrerisch sind die meisten Einzelfahrer und haben keine Ahnung vom Team-Biking, also effizientem Fahren in einer Gruppe. Ich habe es schon mehfach versucht, mit Steinchen zu erklären oder auch Videos aus Youtube ins Facebook zu legen. Sie begreifen es einfach nicht, wie die Ablösung in einer Gruppe funktioniert. Immer wieder kommt einer von Hinten, um den vordersten abzulösen. Er realisiert dabei nicht, dass  er eine höhere Geschwindigkeit als die regelmässig fahrende Gruppe hat und diese ihr Tempo deswegen erhöhen müssen. Dies geht dann schnell mal in die Knochen, wenn man immer wieder Gas geben muss.  „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, heisst doch ein dazu zutreffender Spruch.

Hua-Hin, Velo, bicycle
Auf den Herbst 2014 haben wir uns ein neues Dress zugelegt

und ich mir ein neues Carbon-Rennrad „Trek Madone 5.2“. Ich bin stolz darauf. Es fährt zwar nicht von alleine, aber es bereitet grosse  Freude..

Hua-Hin Roadies, Velo, bicycle, Trek MadoneUnsere Ausfahrten

Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Standard-Ausfahrten etabliert. Die Vorlieben sind ganz unterschiedlich. Wir starten immer um etwa 8 Uhr, ausser im März wenn es heiss und windig wird, bereits um 7 Uhr und kommen um die Mittagszeit wieder zurück. Nach dem Duschen und starten der Waschmaschine beginnt meine Erholungsphase: Ich lege mich auf die Liege auf dem Sitzplatz, versuche auf meinem Galaxy-Tablett die Nachrichten zu lesen und schlafe dabei unweigerlich ein.

Bei den Ausfahrten müssen wir immer die Jahreszeit berücksichtigen. Zwischen Oktober und Januar herrscht meistens ein starker Wind aus dem Norden vom Himalaya. Dieser dreht dann Ende Januar und bläst recht stark aus dem Süden.

Dolphin Bay über 70-95 km je nach Variante

Diese Ausfahrt führt in den Süden von Hua-Hin tweilweise dem Meer entlang. Nach etwa 40-50 km steht dann der Frühstücks-Halt an. Im Dolphin Bay Ressort ein Frühstücks-Buffet zu 220 Baht (ca. SFr. 7.–) oder in einem Coffee-Shop ein Doppel-Spiegelei mit Schinken und einem Cola zu 55 Baht entsprechend etwa SFr. 1.70

Breakfast in Cha-Am über 75 km

Cha-Am liegt nördlich von Hua-Hin. Diese Ausfahrt war ursprünglich nur mit Mountainbikes zu befahren. Der Klong-Road d.h. die Strasse dem Kanal entlang war eine Sandstrasse  und voller Löcher. Eben ein Feldweg. In der Zwischenzeit wurde er asphaltiert  und ist in tip-topem-Zustand. Die Strasse ist immer noch verkehrsarm und führt als Abschluss durch Reisfelder nach Cha-Am, wo ebenfalls ein feines Frühstück auf uns wartet.

Pranburi Dam über 75 km

In Thailand gibt es unzählige Stauseen zur Stromerzeugung und auch als Wasserreservoir. Der Pranburi Stausee liefert Wasser bis ins ca. 80 km entfernte Prachuap Khirikan. Eine kurzweilige Fahrt ins westliche Hinterland von Hua-Hin bis auf die Staumauer hinauf. Von dort aus kann man einen wunderbaren Ausblick über den Stausee geniessen. Die Rückfahrt führt meistens in den Palu-U-Coffee-shop, wo ich nach meinem Mango-Smoothie mit Yoghurt dürste.

Khaen Krachaen National Parc 100-115 km

Diese Ausfahrt gehört zu den anspruchsvolleren. Entweder startet man in Hua-Hin oder was um einiges schöner ist, man startet in Cha-Am. Hoch über dam Khaen Krachan Stausee machen wir Mittagshalt, bevor es dann auf den schönen Rückweg über Strasse mit sehr wenig Verkehr geht.

Vineyards Hua-Hin Hills über Huay Mongkol über 85 km

Ein Klassiker unter unseren Ausfahrten. Noch vor wenigen Jahren war es üblich, hoch oben inmitten der Rebberge ein Glas Wein zu trinken, bevor es wieder nach Hause ging. Dies mache auch ich mittlerweilen nicht mehr, weil ich vor etwa 3 Jahren nur mit Mühe wieder nach Hause kam. Meine Beine waren schwer und wollten nicht mehr.

Springfield Loop über 75-95 km

Miro Vanacek ist unser Meister für das ganze Gebiet um Springfield. Es gibt unzählige Varianten durch das Hinterland Hua-Hin und wieder zurück bis zur Dole-Früchte-Company

Windmill-Ausfahrt: Chang Hua Man Royal Project über 95km

50 km westlich von Hua-Hin befindet sich der königliche Muster-Bauernhof. Dort werden Thais in den landwirtschaftlichen Fertigkeiten  ausgebildet. Es werden aber auch verschiedene Gemüsearten und auch Kühe für die hiesigen Verhältnisse gezüchtet und angepasst.

Gurken, Thailand

Max und Christa neben den 1-2 m langen Gurken

Ausfahrt in Hua-Hin mit 2 Profis

Wer kennt ihn nicht, den Tony Rominger, 3-maliger Vuelta- und Giro-Sieger, Sieger der Lombardai-Rundfahrt, einer der grössten im Schweizer Radrennsport.. Mit ihm und Ernesto Guidali, auch einem ehemalige Rad-Profi, war ich Anfang Jan. 2015 während einer Woche unterwegs und zeigt den beiden die wunderbare Umgebung  mit den prächtigen Radstrassen von Hua-Hin. Es waren unvergessliche Erlebnisse, mit den beiden nebeneinander zu radeln. Zum Abschluss übergab mir Ernesto seinen Rolls-Sattel, einen Sattel für empfindliche „Fudis“

Velo, Radsport, bicycle, Rominger

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

 

Ein eigenes Renndress zu meinem 70. Geburtstag

Sieht es nicht toll und einmalig aus? Das Renndress, das ich mir zu meinem 70. Geburtstag geleistet habe?

Dolphin Bay: My Birthday Ride

 

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Feb 20 2015

20. Feb. 2015: Königlicher Modell-Bauernhof „Chang Hua Mun“ – Wie masochistisch bin ich als Velofahrer?

Der Modellbetrieb „Chang Hua Mun“

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v.l.n.r.: Max, Miro Vanecek, Chris Andres, Ernie Hague, Roger William Denton, Jos van Gent
(Mein Renndress ist beim Schneider und erhält einen neuen Reissverschluss)

In Thailand gibt es überall „Modellbetriebe sponsered by Königshaus“. So hier in der Umgebung von Hua-Hin den Bauernbetrieb „Chang Hua Mun“. Im 2008 hat der König das Land gekauft und als Ausbildungsstätte herrichten lassen. Nun kann man es besichtigen, aber nur gegen Eintrittsgebühr, welch Gegensatz.

Man kommt durch typisches landwirtschaftliches Thai-Gebiet und steht auf einmal in einer anderen Welt. Einem königlichen Park, keinem Bauernhof. Nur das Feinste vim Feinsten findet man hier. Hinter uns auf dem Foto sind ein Helikopter und eine kleines Flugzeug mitten im schön hergerichteten Gelände abgestellt. Deren Bedeutung ist mir unklar. Ob die der König geflogen ist?  Ueberhaupt fiel mir auf, dass viel Wert auf das Aussehen der Anlage gelegt wird.  Unzählige Gärtner trimmten den „königlichen Bauernbetrieb“ im wahrsten Sinne des Wortes auf Hochglanz mit unzähligen Rasentrimmern.

Solar- und Windenergie wird produziert, Früchte und Gemüse werden angebaut. Eine Milchfarm mit Holstein-Kühen sorgt für Milchproduktion und Verarbeitung. Alk dies kann man in der Farm kaufen.

Cang Hua Mun ist zum Wallfahrtsort der heutigen Schuljugend geworden. Unzählige Busse standen entlang der Zufahrtsstrasse. Ich will auch mal hineingehen, wenn die Feiertage vorbei sind.

Bin ich ein Masochist oder ein Gesundheitsfanatiker?

Wie masochistisch muss man sein, um 125 km und ein paar Tage später 111 km mit dem Rennrad zurückzulegen?  Es beginnt ja bereits am Morgen früh, wenn kurz vor 6 Uhr der Wecker klingelt und ich aufstehen muss. Ich, der doch so gerne ausschläft und noch ein wenig vor sich hin träumt. Dann schnell die Zähne putzen, etwas essen und um 07:15 geht es bereits auf die Strasse.

Wenn ich dann um die Mittagszeit nach Hause komme, fliegt die total verschwitzte Wäsche in die Waschmaschine und ich leg mich auf die Liege meines Sitzplatzes. Ich versuche noch ein paar Nachrichten-Zeilen ab meinem Tablets zu lesen, aber schon bald fallen mir die Augen zu. Ich schlafe tief und geniesse eine 1-2 stündige Abwesenheit, Oh wie ist das Leben schön. Alle meine Beinmuskeln ziehen und strahlen einen wohligen Schmerz aus. Mein Hintern und mein Rücken schmerzt weniger, nur mein Kopf ist leer und müde. Ich fühle mich unbeschwert. Die Glücks-Hormone wirken. Jetzt ist Zeit fürs relaxen. Dies ist die Phase, die eine Ausfahrt so schön macht.

Ueber 1’357 km bin ich nun seit dem 1. Januar, also in 6 Wochen gefahren. Doppelt soviel wie mit meinem neuen Auto. Wenn ich diese Distanz hochrechne, werde ich dieses Jahr auf über 10’000 km kommen. Nein, dies liegt in weiter Ferne, denn bereits wieder zurück in der Schweiz wird es für mich zu kühl sein. Dann habe ich genügend Gründe, zu Hause zu bleiben.

Ich spüre das Training. Ich fühle mich stark. Der Puls ist tief auch bei hohen Geschwindigkeiten. Bis 30 km/h habe ich keine Mühe und kann problemlos sprechen. Auf der letzten Fahrt nach Dolphin Bay und zurück über eine Distanz von 95 km fuhren wir einen Schnitt von 27.6 km/h. Um diesen Schnitt zu erreichen, muss man grössere Distanzen mit einer höheren Geschwindigkeit von etwa 30-35 km/h fahren.

Die Fahrstecke zum königlichen Musterbetrieb „Chang Hua Mun“

 

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Jan 31 2015

31. Jan. 2015: Erfahrungen mit meinem neuen Trek-Rennrad

Der erste Monat im 2015 ist vorbei. Mit der heutigen 93-km-Ausfahrt an die Dolphin Bay habe ich in diesem Monat bereits 650 km gefahren. Es hat sich bewährt, dass ich vor 2 Wochen die Tretlager auswechseln liess. Sie waren ausgefahren. Das Rennrad läuft rund und leicht.

Trek Madone 5.2

Ich bin gut in Form, besser als vor einem Jahr. Ob dies mit meinem neuen Rennrad zusammenhängt ist schwer abzuschätzenn. Noch letztes Jahr war es für mich schwer, einen 30er-Schnitt über grössere Distanzen zu fahren. Vor kurzem kam ich von einer 95km Fahrt nach Dolphin Bay zurück und realisierte dabei einen Schnitt von über 28km/h. Dazu muss man grössere Distanzen mit über 30 km/h Geschwindigkeit fahren

Rennrad Trek Madone 5.2: Shimano Ultegra Schaltung

 

Rennrad Trek Madone 5.2: Shimano Ultegra Schaltung

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Jan 22 2015

Höhepunkte meines Lebens: Rad-Ausfahrten mit Profis wie Tony Rominger

Was haben Tony Rominger, Ernesto Guidali, Max Hürzeler und Max Lehmann gemeinsam?

Tony Rominger zu seinen besten Zeiten

Tony Rominger zu seinen besten Zeiten

Die anderen Drei sind jünger als ich, aber in der Woche vom 14. bis 18. Jan 2015 trafen wir uns hier in Hua-Hin und machten gemeinsame Ausfahrten in der näheren und weiteren Umgebung über eine Distanz um die 250km. Die anderen Drei waren zu ihrer Zeit erfolgreiche Rad-Profis. Sie waren Stars. Viele werden sich daran erinnern.

Wie kommt der Max dazu, werden sich manche fragen?

Tony Rominger gehörte zu den  besten Profi-Radrennfahrern, die die Schweiz hatte. Er gewann unter anderem die spanische Vuelta 3-mal, einmal den Giro-d’Italia und verpasste den Tour-de-France-Sieg nur hauchdünn mit einem 2. Platz. Er gewann die Lombardei-Rundfahrt und war auch noch Stunden-Weltrekordmann. Seine Palmares ist endlos.

Der Max Hürzeler wurde eher auf der Bahn hinter den Motoren als Steher berühmt. „Er habe nur eimal eine Rundfahrt bestritten, die Tour de Suisse, und die sei hart gewesen“ erzählte er mir. Aber weltberühmt wurde er  auf Mallorca. Er war massgeblich am Aufbau der Ferieninsel zum heutigen Rad-Paradies beteiligt. Unter seiner Leitung wurden die vielen damaligen Feldwege zu Radwege asphaltiert und umfunktioniert. Man sagt, er sei Ehrenbürger von Mallorca geworden.

Auch Ernesto, der Bruder von André Guidali, mit dem ich jährlich in die Toscana zum Radfahren gehe, war Profi-Radrennfahrer. Zwar nicht so berühmt wie die beiden anderen, aber um überhaupt Profi zu werden, muss man zu den Besten der Besten gehören. Den Ernesto habe ich vor Jahren im Goms kennengelernt, als ich beim Koni Hallenbarter Langlauf-Skaten lernen wollte. Ernesto gab sich mit mir die grösste Mühe, aber ich war ein kläglicher Misserfolg, obwohl ich doch vom Inline-Skaten und dem Skifahren (Schlittschuh-Schritt) die besten Voraussetzungen gehabt hätte.

Und ich der Basler Max? ein ewiges Talent. Spass beiseite, ich bin ein Quereinsteiger beim Radrennclub Basel (RRCB) und betreibe den Rad-Sport erst seit rund 15 Jahren. Aber in dieser Woche war ich in der Tat Begleiter dieser Grossen auf den Strassen von  Hua-Hin und habe ihre Gruppe streckenweise sogar angeführt.

Hua Hin Roadies Max Hürzeler Tony Rominger Leo Schönnberger AusfahrtWie kam es zu dieser Begegnung?

Seit 2 Jahren kommt der Reiseveranstalter Max Hürzeler mit vielen radverrückten Gästen nach Thailand zu einer Radfernfahrt. Wir wussten davon und so tauchte bei mir die Idee auf, dem Max Hürzeler zu schreiben. Ich bot ihm an, dass wir „Hua Hin Roadies„, der verrückte Radclub aus Hua-Hin mit Fahrern aus der Schweiz, Niederlande, England, Dänemark, Australien, USA,  seine Tour auf der Einroll-Runde und der 1. Etappe begleiten werden.

Es dauerte nur wenige Tage, da kam eine Antwort von Tony Rominger, in der er mich zusätzlich anfragte, ob wir für seine Gäste, die bereits etwas früher nach Hua-Hin anreisen würden, die eine oder andere Fahrt um Hua-Hin organisieren könnten. Dies war natürlich eine Herausforderung für mich und die „Hua Hin Roadies“

Die Privatier-Ausfahrten mit Tony Rominger

In der Folge fuhren wir an zwei Tagen zusammen mit Tony Rominger und seinen 4 Gästen aus der Schweiz auf zwei unserer hiesigen Lieblingsstrecken, den Springfield-Loop zu den kleinen Seen westlich von Hua-Hin mit Miro Vanecek als Guide und die Dolphin-Bay-Strecke dem Meer entlang mit Jean Moser als Guide. Ich führte beide Male die Gruppe durch den Verkehr von Hua-Hin hinaus bis zum Treffpunkt. Die Gäste waren begeistert von der wunderbaren Landschaft mit den vielen Blumen und der vielseitigen Strecke. Begeistert auch von den Coffee-Shops, in denen wir Pause machten.

Es gab eine Situation, da hat Tony Rominger auch von mir etwas lernen können

Auf einer dieser Ausfahrten hatte einer der Fahrer einen „Platten“. Kein Problem. Wer hat das Werkzeug bei sich, fragte einer?. Da zeigte ich der ganzen Gruppe samt Tony Rominger, was ich vom VeloPlus gelernt hatte, einen Reifen von der Felge und dann wieder auf die Felge zu bringen, ohne Werkzeug. Es ist schwer zu beschreiben, aber grundsätzlich wird der Reifen in die Felge gedrückt und kann dann ohne Werkzeuge herausgeschält und mit derselben Methode auch wieder in die Felge gebracht werden. „Das habe er noch nie gesehen“, meinte der erstaunte Tony Rominger.

Tony Rominger machte für mich einen grossartigen Eindruck. Zurückhaltend, eher scheu, jedoch klar und bestimmend. Er fuhr eines der exklusiven roten BMC-Carbon-Rennräder mit elektronischer Schaltung und verfügte immer noch über Super-Wädli, die auch nach oben ziehen konnten.. Mit der Schaltung habe er noch nie Probleme gehabt, auch nicht, als das Rad 1 Jahr ohne Nutzung dastand. Sogar die Batterie hatte noch genügend Power.

Ankunft von Ernesto Guidali und Denis Schoch

Ein paar Tage später kamen dann auch die beiden Radrennclübler Ernesto Guidali  und Denis Schoch in Hua-Hin an. Ich war bereits vorgewarnt duch André Guidali, den Bruder von Ernesto. Ich traf die beiden an der ersten Ausfahrt der Hürzeler Truppe, die als Einroll-Runde über 40 km zum Huay Mongkol dem schwarzen Mönch führte. Sie waren Teil der 30-40 Radsportbegeisterten aus der Schweiz und Deutschland, die nach Thailand flogen, um auf etwa 830 km von Hua-Hin nach Krabi (in der Nähe von Phuket) zu fahren. Ernesto und Denis hatten aber auch die Rückfahrt zurück nach Hua-Hin gebucht und werden am 9. Feb. wieder einrollen.

Ernesto machte einen recht entschlossenen Eindruck. Er habe 65 km auf der Strasse trainiert und habe auf der Grenchener-Bahn Souplesse trainiert!. Er schluckte nur kurz auf der Einroll-Runde, als es kurz nach dem Start etwa 200 m einen etwa 5%-igen Anstieg hoch ging. Mit seiner Bärenkraft brachte er seine Pfunde aber problemlos zum „Bergpreis“.

Tony Rominger staunte nicht schlecht, als ich Ernesto herzlich begrüsste. „Ja kennst Du den auch?“ meinte Tony Romingr zu Ernesto.. Wir beide lachten und ich erzählte von meinen Langlauf-Eskapaden und von Ernestos-Leder-Renn-Sattel, den ich seither in der Schweiz fahre.

Ernesto Guidali, Max Lehmann, Tony Rominger: Max Hürzeler Thai Rundfahrt

Am Sonntag, den 18. Januar war dann Start der 1. Etappe in den Süden nach Prachuap Khiri Khan. Ich fuhr mit der Gruppe Rominger und führte sie durch den dichten Verkehr aus dem Städtchen Hua-Hin. Später übernahm Jean Moser das Szepter und führte sie 50 km lang via Dolphin Bay der Küste entlang bis zur Hauptstrasse zum „Khao Sam Roi Yot National Park“. Dort trennten sich unsere Weg. Die Rominger-Gruppe fuhr weiter mit Rückenwind gegen Süden, während wir zwei mit dem heftigen Gegenwind zurück nach Hua-Hin zu kämpfen hatten … und kaputt in Hua-Hin ankamen.

„Ich fahre nach Puls“

Auf der 1. Etappe habe ich etwas ganz besonderes von Tony Rominger gelernt: Ausserhalb von Hua-Hin übernahm er die Führung seiner Gruppe und bestimmt die Geschwindigkeit. Er fuhr ein recht flüssiges Tempo bis gegen 28km/h. „Ob das nicht zu schnell sei? nicht dass bereits der eine oder andere auf den ersten Kilometern schlapp mache“ fragte ich Tony, der meinte dazu. „Ich fahre nach Puls. Im Moment habe ich Puls 100. Dies sei für die Gruppe machbar. Nach Puls ist besser als nach Geschwindigkeit zu fahren

Ich hatte meinen Pulsgurt leider nicht an. Nach meiner Erfahrung müsste ich mit meinem Fitnessstand etwa Puls 110-115 gehabt haben. Aber seine Aussage war selbstverständlich absolut richtig. Der Puls zeigt die Belastung auf den Körper an, ob die Strecke nun aufwärts oder über die Ebene führt.

Nun ist mir auch klar, warum alle Profis in den Rennen einen Pulsgurt tragen. Sie fahren voll nach Puls resp. Herzfrequenz, um ja nicht zu überdrehen. Im Gegensatz zu vielen Amateuren, die meinen, sie hätten ihren Körper auch ohne Pulsgurt im Griff.

 

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

v.l.n.r.: Miro Vanecek, Roger W. Denton, Mike Danemark, Ton Peters, Jean Moser, Tony Rominger, Jos van Gent, Freek Faro, Max Lehmann

 

Rückfahrt nach Hua-Hin

Auf der Fahrt in den Süden hatte die Hürzeler-Truppe mehrheitlich Rückenwind. Es ging leicht und die 100 km langen Tages-Etappen waren bestimmt leicht zu bewältigen. Ob der Wind während ihrer Rückfahrt bereits gedreht haben wird? Ich hoffe es, denn ich weiss wovon ich spreche. Mit Rückenwind konnten wir problemlos einen 28-30km/h Durchschnitt fahren, der Gegenwind liess aber nur noch eine Geschwindigkeit von 22-25 km/h zu.

Wir von den Hua Hin Roadies werden am 9. Feb. die Rominger-Gruppe im Dolphin Bay Resort etwa 50 km vor Hua-Hin erwarten und sie ins hiesige Hotel begleiten. Ich freue mich auf dieses Wiedersehen.

Hua-Hin Roadies mit Tony Rominger kurz vor dem Start

Smarties und M&M

Zum Schluss bekamen wir von Tony Romingr und auch von Max Hürzeler grosse Komplimente. Nicht nur wegen unserer einmaligen blau-gelben Rennanzüge und unserer exklusiven Rennräder, sondern auch wegen der kundigen Führung  rund um Hua-Hin. Allein unser Weg über die Dolphin Bay dem Meer entlang auf der Etappe nach Prachuap Khiri Khan war für sie bezaubernd. Die Gäste waren begeistert.

Ich habe viele Tricks von den Profis gelernte. Ich hoffe, dass meine Radfreunde zu Hause und im Ausland nun nicht Angst haben, wenn ich mir ein „Kügeli“ reinschmeisse. Mir genügen bereits „Smarties“ und „M&M

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Okt 18 2014

18. Okt: Mein neues Rennrad „Trek Modane 5.2“ und mein neues Renndress

Mein bishriges Rennrad ist ein einfaches „SPECIALIZED ALLEZ“ Alu-Rennrad, das bereits etwa 5 Jahre alt ist. Ich habe es im Okt. 2011 in Hua-Hin von  Chris Byrd für 25’000 Baht (ca. SFr. 750.–) als 2-jährige Occasion abgekauft. Der feuerrote Rahmen sieht zwar immer noch tip-top aus, aber die Schaltung ist nicht die beste und bereits etwas ausgeleiert. Eine Revision wäre fällig..

So beschloss ich noch in der Schweiz, in dieser Saison ein neues Rennrad für Thailand zu kaufen. Es sollte ein qualitativ hochstehendes sein und mir für den Rest meiner Laufbahn Freude bereiten. Ich wollte nicht auf der falschen Seite sparen. Mein Budget legte ich auf 150’000 Baht (entsprechend etwa 4’300 SFr) fest.. Ich bat bereits zum voraus Miro um Mithilfe bei der Auswahl des geeigneten Sportgerätes, denn zu zweit ist es einfach besser.

Hua-Hin - Das neue Renndress "Hua-Hin Roadies" und mein Trek Modane: Adrian Stella und Max

P1060154-Trek-Modane-PICASA-THAI-HIT4-800px-75bpiDas neue Rennrad „Trek Madone 5.2“

Am Donnerstag, 16. Oktober landete ich in Bangkok. Bereits am Tag darauf am Freitag war ich Besitzer eines grandiosen „Trek Madone 5.2 Rennrades“. Wie kam es dazu?

Am Donnerstag und dann nochmals am Freitag-Morgen früh versuchte mich mein Velo-Freund Jean Moser aus Kaoh Tao mich telefonisch zu erreichen. Ich rief ihn zurück und er machte mir ein Angebot von 60’000 Baht (SFr. 1’750.–) für sein 2 Jahre altes Carbon-Rennrad in der Qualitäts-Klasse, die ich anstrebte. Eben um sein „Trek Madone 5.2“ für das er im 2012 noch 120’000 Baht entsprechend SFt. 3’500.– bezahlte.

Er sei sowieso auf dem Weg nach Hua-Hin und hätte Zeit, mir das Rennrad zu Testzwecken zur Verfügung zu stellen. Gesagt getan, 30 Minuten später sass ich erstmals auf diesem Rad, stellte den Sattel ein und fühlte mich von Anbeginn wohl, obwohl es sich um einen 52er-Rahmen handelte und ich bisher 54er gefahren bin. Aber es scheint, dass die Rahmen-Grössen der einzelnen Hersteller in der Praxis sich unterschiedlich anfühlen.

Es handelt sich um ein Leichtgewicht-Carbon-Rennrad von gegen 8 kg In den Farben weiß, grau und dem Leopard-blau/grün, welches dem von Fabian Cancellara im 2012  gefahrenen täuschend ähnlich ist. Es verfügt über eine 10-fach-Ultegra-Schaltung 50/34 mit Flachspeichen Bontrager Rädern. Die Züge sind sauber integriert in den Rahmen, in der linken Kettenstrebe sitzt ein ANT+-kompatibler Tacho-Sender, der Sattel thront auf einer Spezialstütze,

Ich musste nur noch die Pedale auswechseln und fuhr zu diesem Zweck zum Velohändler. Nach dieser Fahrt durch Hua-Hin war ich mir klar, dieses Rennrad würde ich kaufen. Ich wollte zwar nie ein Weisses, aber schön sieht es eben schon aus. Ich bin über meinen Schatten gesprungen und habe mein Gefühl sprechen lassen.

Hua-Hin: Max mit dem neuen RennradDas neue Renndress der „Hua Hin Roadies“

Tags darauf machte ich mit meinen hiesigen Freunden meine erste Ausfahrt diese Saison und blieb begeistert vom Trek-Rennrad. Zum Start überbrachte mir Adrian Stella das neue Renndress bestehend aus Hose und Shirt unserer Radrenngruppe „Hua-Hin Roadies„, das von meinen Freunden in diesem Sommer kreiert wurde. Es wurde in bester Stoff-Qualität in Thailand fabriziert und kostete jedem einzelen nach Abzug der Sponsor-Beiträgr 1’900 Baht, entsprechend SFr. 55.–. Es erinnert in seinen gelb-blauen Farben etwas an die Tinkoff-Profi-Sportgruppe und sieht einmalig aus. Wie ich mir habe sagen lassen, ist unser Team bereits in der ganzen Umgebung bekannt. Einzelne Restaurants sollen bereits Schilder mit dem Text  „Welcome Hua-Hin Roadies„. draussen stehen haben.

Hua Hin Roadies

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Mrz 11 2014

11. März 2014: Rückblick auf 5 Monate in Thailand

Um es vorweg zu nehmen, ich habe zum 6. Mail den europäischen Winter in Thailand verbracht, eine wunderbare Zeit. Ich war nie krank und habe vieles, ja einmaliges erlebt. Am 9. März bin ich mit der Finnair nach Hause geflogen, um an der am 10. März beginnenden Basler Fasnacht dabei zu sein.

Hua-Hin SpatzenMeine „Residenz“ in der Soi94 in Hua-Hin

Ich war bereits zum dritten Mal in diesem Haus und bin glücklich dort. Ich wohne fast im Zentrum von Hua-Hin, nur etwa 500 m vom Meer und dem grossen Shopping Center „Market Village“, in dem man alles bekommt, was man braucht. Das Haus habe ich für das ganze Jahr gemietet und kann so alle meine Kleider, Schuhe, Laserdrucker, Rennrad und Mountainbike, den Honda-Scooter und nicht zu vergessen meinen einmaligen chinesischen Porzellan-Tisch darin zurücklassen. Einmal im Monat geht mein Vermieter vorbei, durchlüftet das Haus und schaut nach der Wasser- und Elekro-Rechnung.

Klima und Temperatur

Das Klima hatte eigenartige Sprünge gemacht, die wir aus den letzten Jahren nicht kannten. Im Oktober/November regnete es mehrmals in Strömen. Grosse Gebiete von Hua-Hin wurden mehrmals unter Wasser gesetzt. Es wurde auch in der Folge nie so heiss wie in den vergangenen Jahren. Nur wenige Male stieg die Tagestemperatur über 30ºC und noch anfangs März musste ich mich nachts mit  einer Decke zudecken, denn die Nacht-Temperatur betrug knapp 20ºC. Die Klimaanlage war nie in Betrieb, auch nicht der Decken-Ventillator im Schlafzimmer.

2- bis 3mal die Woche bin ich ein Verrückter auf meinem Rennrad

Am Start zur Fahrt zu den Hua-Hin Weinbergen

Am Start zur Fahrt zu den Hua-Hin Weinbergen

Die angenehmen Temperaturen waren ideal für Ausfahrten auf dem Rennrad. Etwa 2-3 mal die Woche fuhr ich mit Freunden der „Hua Hin Roadies“ irgendwo rund um Hua-Hin zwischen 60-100 km. In meiner laufenden Saison zwischen Mitte Oktober 2013 bis Mitte März 2014 fuhr ich gegen 2’000 km, davon 900 km allein im 2014

Dolphin Bay

v.l.n.r. Jean Moser. Jos van Gent, Max, John, Ernie Hague, David McReynolds, Adrian Stella in der Dolphin Bay

Mein Honda 125ccm Scooter

Ein Auto in Hua-Hin ist eher ein Belastung. Man findet nur schwer Parkplätze. Ohne meinen Honda-Roller wäre ich ein verlorener Mensch. Er ist das beste Verkehrsmittel, um im Raume Hua-Hin „herumzufräsen“. Thailand ist geschaffen für solche Roller. Ueberall findet man Parkplätze und wenn es keine hat, dann nimmt man sich einen Platz! Meine Honda ist mittlerweilen 2 Jahre alt. Diese Saison habe ich 730 km  zurückgelegt. Mein jetziger Km-Stand beträgt 1’400 km

Mein Körper-Gewicht

Ich war wiederum wohlgenährt, als ich im Herbst in Thailand eintraf. Mit 88 kg startete ich im Oktober und zu meinem Erstaunen hatte ich bei meiner Rückkehr 84.4 kg obwohl ich mich in Hua-Hin nicht sonderlich eingeschränkt hatte. Wie zu Hause nahm ich neben dem Frühstück nur 1 Hauptmalzeit am späteren Nachmittag zu mir. Ich trank täglich mein Bier und ass 2-3 Mangos. Ich vermute, dass der Körper in Thailand durch seinen erhöhten Kühlaufwand mehr Kalorien aufwenden muss, als in Europa, wenn es kühl oder angenehm warm ist

Reise durch Rajasthan, dem  ehemaligen Reich der Maharadjas und Könige mit seinen Palästen, Herrschaftshäusern und Forts

Indien ist ein Land der Gegensätze. Negatives und Positives lösten sich ab. Die Belästigung von Frauen war auch für uns nachvollziehbar. Ebenso das Kastendenken und die Unterdrückung der Aermeren! Wohl fühlte ich mich in Indien nie. Indien wäre keine Alternative zu Thailand

Nach dem Negativen nun aber auch das Positive, denn die Reise war wirklich einmalig und aus Sicht des Erlebten und Gesehenen direkt nach meiner Myanmar-Reise vom letzten Jahr einzustufen.

Die Provinz Rajasthan ist vielleicht der exotischste Teil des indischen Subkontinents. In ihr findet man mehrere hundert Paläste und Forts (Schlösser, Burgen), die den 22 Maharadjas und Königen gehören oder gehörten. Ihr märchenhaftes Vermögen war bis zur Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 nahezu unantastbar. Traumpaläste mit 32 km langen Festungsmauern entstanden, gegen die Neuschwanstein wie das Ferienhäuschen eines Snobs wirkt. Für diesen vor allem in Länge mal Breite mal Höhe zu ermessenden Prunk ist Rajasthan weltberühmt; nicht minder bekannt ist das Schicksal der vor dreißig Jahren durch Indira Gandhi der Krone beraubten Häupter, die ihren Reichtum nur dadurch erhalten können, dass sie ihn zur Schau stellen. Sie präsentieren ihn in Museen, verpachten Teile ihres Anwesens an Restaurants und Souvenirbuden oder verwandeln ein nicht unbeträchtliches Areal in ihren immensen Palastanlagen in eine Hotelanlage.

Mehr gibt es zu lesen unter: „Namastee Rajasthan (indien)“

Weitere Ereignisse und Begebenheiten in Thailand

Der versuchte Putsch der thailändischen Oberschicht war das signifikanteste Ereignis in diesen Wintermonaten. Er verursachte 23 Tote und unzählige Verletzte, und warf die thailändische Wirtschaft um Jahre zurück. Thailand ist nicht mehr das solide Land, auf das man sich evrlassen konnte.

Mehr dazu unter: „Thailand auf dem Weg zu einer-Diktatur? Putscht sich die Oberschicht mit einem Staatsstreich an die Macht?“

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Feb 15 2014

15. Feb. 2014: Neues aus Hua-Hin: Radsport – Die Temperaturen steigen – entschärfter Bahnübergang – Ausbau Market Village

20140215-Dolphin-Bay-75bpiMein Rad-Training für die Saison 2014

Zurück aus Indien habe ich am 2. Feb. mein Rad-Training für die diesjährige Saison wieder aufgenommen. Ich plane jede Woche 2-3 Ausfahrten von je 70-90 km.

Radausfahrten: Trainingsaufnahme, Angriff eines Hundes, Reifenschaden

Ich erlebe viel bei meinen Ausfahrten mit dem Rennrad auf Thailands Strassen.

  • Vergangene Woche wurde ich in Cha-Am von einem Hund angegriffen. In einer solchen Situation gehe ich immer aus den SPD-Pedalen, damit ich nicht stürze, wenn ich absteigen muss. Dann schrie ich ihn an, was meistens etwas nützt. In diesem Fall brachte es aber nichts. Als er eben zuschnappen wollte, teilte ich ihm mit meinem Rennschuh mit der SPD-Metallsohle einen harten Tritt auf seine Schnauze zwischen seine Augen. Jaulend stob er davon. Dieser Hund wird nie mehr einen Radfahrer angreifen.
  • An der heutigen Ausfahrt  zum Frühstück an der Dolphin Bay entdeckte Jos van Gent aus Holland an meinem Vorderreifen einen tiefen Riss, aus dem sogar noch eine Glasscherbe rausschaute. Mit diesem Reifen war eine Weiterfahrt undenkbar, aber dank Adrian Stella, einem Londoner, der in der Nähe wohnte, erhielt ich einen Ersatzreifen

Der Winter hat sich aus Thailand verabschiedet

Seit Anfang Februar hat sich der Winter aus Thailand verabschiedet. Die Windrichtung änderte. Es kommt nun keine kühle Luft mehr aus dem Norden, die Nacht-Temperaturen zwischen 11 – 15°C verursachte, es bläst nun warme Luft vom Süden. Die Temperaturen steigen nicht nur nachts, auch tagsüber. Dies müssen wir bei unseren Ausfahrten mit dem Rennrad berücksichtigen. Während wir im Winter mit Wind-Unterstützung bei der Heimfahrt rechnen durften, müssen wir uns nun Kräfte dafür aufsparen.

Neue Bahnschranke auf Soi94

Der berühmt berüchtige Bahnübergang bei Soi 94 ist seit Mitte Jan. 2014 saniert und verfügt nun über eine automatische Bahnschranke. Jahrelang hatte es auf diesem Bahnübergang, unweit meines Hauses, jährlich mehrer Tote gegeben.

Australische Münze zum Jahr des Pferdes

Australische Münze zum Jahr des Pferdes

Einkaufs-Untergeschoss im Market Village eröffnet

Links vom Shopping-Center „Market Village“ wurde ein neues Parkhaus hochgezogen, damit die bisherigen Parkplätze im Untergeschoss zu einem weiteren Einkaufsparadies umgestaltet werden konnten. Man findet nun hier viele günstige Geschäfte mit Kleidern, Schuhen, Sport etc.

Chinese New Year

Die Festivitäten des diesjährigen „Chinese New Year“ sind vorbei. Die Chinesen öffneten wieder ihre in dieser Zeit geschlossenen Geschäfte. Wir befinden uns nun im Jahr des Pferdes, dem ich seit 71 Jahren auch angehöre.

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Der Start ins 2014 ist gelungen – Alles Gute

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Dez 04 2013

4. Dez. 2013: 75 km mit dem Rennrad um den Springfield Loop

Mein Rennrad "Specialized"

Mein Rennrad „Specialized“

Ich bin nun etwa 8 Wochen hier in Thailand und habe in der Zeit gegen 1’000 km mit dem Rennrad und Mountainbike gefahren. In dieser Zeit erlebte ich Hoch und Tiefs. Aber meine Formkurve zeigt eindeutig aufwärts

Die erste Ausfahrt über 80 km nach 1 Woche in Thailand war für mich mühsam. Ich litt unter der Hitze und musste sogar den leichten Schlussanstieg zu Fuss zurücklegen. Im Nachhinein weiss ich, mein Körper hatte sich noch nicht an die Hitze von bis gegen 32°C gewöhnt. Ich schwitzte abnormal stark und  verlor dadurch viel Flüssigkeit. Ich hatte nur 1 Bidon bei mir und trank zu wenig!

Ich habe daraus meine Konsequenzen gezogen und es ging immer besser. Ich trank fortan 1.5 – 2 Liter Elektrolyt-Flüssigkeit aus einem isolierten Camel-Bag (Wasser-Rucksack).

Heute am 4. Dez. lief es mir dann wieder bestens. Wir machten eine Ausfahrt zu den Spriengfield-Golf-Plätzen über insgesamt 75 km. Da meine Kollegen sich anfänglich schonen wollten, weil sie immer noch die Ausfahrt vor zwei Tagen mit viel Gegenwind in den Knochen hatten, fuhren wir uns langsam, mit 21-25 km/h ein. Dies war mir recht und ist meine ideale Geschwindigkeit, denn nach etwa 30 km ist mein Motor heiss. Und auch diesmal nach der halben Distanz konnten wir das Tempo massiv erhöhen. Ich spürte meinen Körper, meinen tiefen Puls und so konnte ich meine Mitfahrer den grössten Teil des Rückwegs mit 31-33 km/h vorfahren.

David McReynold schrieb am selben Tag ins Facebook:

Good work driving the train back on the Pala-U road Max! A big improvement from walking up Soi 88!“ (Uebersetzt: Gute Arbeit Max, wie Du die Gruppe die Pala-U-Road zurück führtest. Ein signifikanter Anstieg gegenüber dem Spaziergang die Soi88 hoch.)

Der letzte Satz bezog sich auf meine 1. Ausfahrt, als ich den letzten Anstieg eben die Soi88 hoch, wie weiter oben erwähnt, zu Fuss angehen musste.

Geschwindigkeits-Diagramm

Geschwindigkeits-Diagramm: Ab km 30 habe ich das Tempo massiv erhöht

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