Kategorienarchiv: Medizin, Spital

Feb 17 2016

17. Feb. 2016: Thailand in grosser Sorge

Bevölkerung bangt um den König:

Dem geliebten Monarchen, King Bhumibol Adulyadej, geht es schlechter denn je. Aktuell wird er intensiv in der Klinik beobachtet und behandelt. Dies teilte der Palast offiziell mit.

Es ist in Thailand strengstens verboten, über den Gesundheitszustand des Königs zu spekulieren. Die Internet-Platform www.thaizeit.de hat nun anhand von offiziellen Gesundheits-Bulletins den nachfolgenden Bericht veröffentlich. Ich habe mir erlaubt, ihn zu kopieren:

Ein kurzer Rückblick: Im Oktober 2014 war König Rama IX. (88) die Gallenblase entfernt worden. Die Operation verlief seinerzeit erfolgreich, und laut Ärzteberichten erholte er sich relativ rasch von dem Eingriff.

Thailand Koenig BhumibolDoch dann kam der Rückschlag – nur einen Monat später! Wochenlang kämpfte der schwer kranke König im Siriraj Hospital in Bangkok gegen eine akute Infektion und Entzündung am Dickdarm, die durch einen Bluttest bestätigt wurde. Das Staatsoberhaupt wurde mit Antibiotika behandelt, hieß es in einer offiziellen Erklärung, doch so richtig erholt hat sich der Monarch davon nicht.

Seither gab es keine öffentlichen Auftritte mehr, auch nicht an seinem Geburtstag am 5. Dezember 2015, als Seine königliche Hoheit 88 Jahre alt wurde.

Zuletzt sah ihn sein Volk (… und das Thaizeit-Team…) knapp ein halbes Jahr zuvor, im Mai 2015, als er gemeinsam mit seiner Gemahlin Königin Sirikit während einer „Erholungs-Phase“ auf dem Weg nach Hua Hin war: in seinen geliebten Sommerpalast „Klai Kangwon Palace“. Tausende Thais, in der Königsfarbe Gelb gekleidet, schwenkten Fahnen und Bilder des Herrscherpaares, während sie auf den Konvoi warteten. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Doch die Schnappschüsse zeigten damals schon: es geht König Bhumibol gesundheitlich gar nicht gut. Nur selten erhob er die Hand, um der Bevölkerung zu zu winken.

Nun die Hiobsbotschaft von „Thailand’s Bureau of the Royal Household“:

In der 20. Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Königs teilte der Palast über das „National News Bureau of Thailand am 17. Februar 2016 offiziell mit:

Der König hat Fieber und wird außerdem wegen Bluthochdruck, Atemnot und Herzbeschwerden im Siriraj Klinikum behandelt. Er stehe unter intensiver ärztlicher Beobachtung.(Quelle: National News Bureau / Web: thainews.prd.go.th)

Thailand ist in großer Sorge, denn jeder weiß, was „solche Nachrichten“ bei einem geschwächten älteren Menschen bedeuten können. Vor dem Krankenhaus versammeln sich täglich Menschen, die mit Blumengirlanden, Königsbildern und Gebeten ihrem hochverehrten Monarchen eine gute Genesung wünschen.

Das Thaizeit-Team wünscht Seiner Majestät ebenfalls von Herzen eine „Gute Besserung“. Dem schliesse ich mich von Herzen an.

(Abschrift aus dem Internet-Blog: Thaizeit.de vom 17. Feb. 2016)

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Dez 08 2015

8. Dez. 2015: Sturz mit dem Rad – der Helm verhütete das Schlimmste

Sturz, Spital

8. Dez. 2015: Peter Stephenson

„Ohne Helm hätte er schwerste Kopfverletzungen davon getragen“ meinten die Aerzte

Es sollte eine normale 90-km-Ausfahrt der Hua-Hin Roadies, unserem hiesigen Velo-Radrennclub, zur Dolphin Bay werden. Es kam jedoch anders. Wenige Meter vor unserem Zwischenziel, unserem Coffe-Shop, stürzte hinter mir Peter Stephenson fürchterlich. Wir waren an dieser Stelle nicht mehr schnell, sondern am ausrollen.

Peter blieb regungslos am Boden in einer Blutlache liegen. Glücklicherweise war Jim Andrews bei uns. Er ist von der britischen Polizei und beherrschte die Erste-Hilfe-Massnahmen exzellent. Sorgfältig drehte er ihn auf dem Rücken, immer mit ihm beruhigend sprechend. Er checkte seine Reflexe, verband seine blutende Wunde an der Schläfe und brachte ihn mit dem Auto der Coffee-Shop Besitzerin ins nahe Militär-Hospital in Pranburi.

Peter hatte Glück und trug einen Helm, der nun kaputt ist, ihn aber vorm schlimmsten beschützte. Er hat ein blaues Veilchen ums Auge, eine Schramme geflickt mit 10 Stichen oberhalb der Schläfe und eine schlechte Erinnerung. In einer Woche darf Peter wieder Radfahren.

Happy End: Wir sind froh, dass es gut ausgegangen ist. Es hat sich einmal mehr bestätigt, ein Helm schützt. Ohne Helm darf bei uns keiner mitfahren!

An derselben Stelle bin ich wenige Sekunden vor Peter beinahe auch gestürzt. Es war eine Bodenschwelle, die auch ich übersah. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, wenn ich daran denke: Ich habe einfach Glück gehabt!

Die offene Wunde oberhalb seiner Schläfe zog sich Peter zu, weil er den Helm zu lasch auf dem Kopf trug und den Riemen zu wenig stark anzog. So konnte sich sein Helm beim Aufprall auf dem Boden verschieben.

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Nov 05 2015

Mein Umgang mit dem Tod – Ich will und kann entscheiden !

In Deutschland finden zur Zeit wiederum die kirchlich unterwanderten und beeinflussten Diskussionen über die Sterbehilfe statt. Der leidende und dahinsiechende Mensch wird links liegen gelassen. „Er soll in Würde, aber christlich krepieren!“

 

Am Freitag, 6. November 2015 hat das Deutsche Parlament einer Verschärfung der bisherigen Sterbehilfe zugestimmt. Unter dem Deckmantel der „Kommerzialisierung“ ist nun alles verboten, das im Zusammenhang mit einem gewünschten Tod bezahlt werden muss.

Der Schwerkranke ist auf einen Arzt angewiesen, der ihm KOSTENLOS beisteht und das benötigte Medikament besorgt und abgibt. Der Arzt darf seine Leistungen nicht weiterverrechnen, da er sonst seine Zulassung verliert und ihm Gefängnis droht.

Aber ihr Deutschen könnt wie bei der Steuerhinterziehung weiterhin auf die Sterbehilfe in der Schweiz zurückgreifen, solange die Ausreise von älteren Personen in die Schweiz durch die christliche deutsche Mafia nicht verboten wird.

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Mein Weg in die Ewigkeit

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin ein glücklicher Mensch mit ein paar Narben in der Seele. Ich habe ganz tolle Freunde und Freundinnen im In- und Ausland, die ich nicht missen möchte. Ich geniesse mein Leben in vollen Zügen mit allen meinen Sinnen. Ich bin weder schwermütig, noch depressiv. Ich bin körperlich und geistig gesund, fit, voller Lebensfreude, Interessen und Plänen für meine Zukunft. Kurzum: Besser kann es mir nicht gehen. Ich bin mir aber bewusst, dass dies alles unverhofft und schnell zu Ende gehen kann.

In der Vergangenheit verdrängte ich alles Unangenehme. Dazu gehörten auch die beiden immer aktueller werdenden Themen „Alt-werden“ und „Tod„. Ich erschrecke manchmal, wenn ich realisiere, dass ich bereits über 70 Jahre alt bin und rund um mich herum die Granaten einschlagen. Und sie kommen immer näher!

Meine Prostata-Krebs-Operation im Oktober 2009 war ein erster einschneidender Eingriff in mein Leben. Abgesehen von meiner Diphtherie-Erkrankung in meiner Kindheit war ich zum ersten Mal schwer krank und im Spital. Zum ersten Mal realisierte ich, dass ich sterben kann. Ich befasste mich erstmals und ernsthaft mit meinem eigenen Tod. Ich begann mit dem Schreiben an einer „Patientenverfügung“. Diese erweiterte ich mit meinem letzten Willen. Ich überlegte mir, wie ich beerdigt werden will. Vielleicht in einem anonymen Gemeinschaftsgrab?

Was ist bei einer unheilbaren Krankheit? Will ich krepieren oder mir Hilfe holen? Was ist, wenn ich in Thailand sterben sollte?

Möchtest Du weiterlesen? dann klick auf dieses Bild:

In meiner Biografie habe ich diesem Thema einen eigenständigen Beitrag gewidmet.

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Okt 29 2015

2 Wochen in Thailand: Akklimatisation, Pat ist zurück

Am Donnerstag 15. Oktober bin ich in Bangkok gelandet und anfänglich wegen der Feuchtigkeit beinahe explodiert. Innert kürzester Zeit waren ich und mein Hemd klatschnass. Seit dem 4. Tag hat sich mein Körper an die hiesige Wärme und die Feuchtigkeit gewöhnt und ich schwitze nicht mehr übermässig. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger, je nach Situation.

Bereits 5 Tage nach Ankunft in der Nacht vom 20./21. Oktober habe ich erstmals ohne längere Wachzeit von Mitternacht bis 08:20 Uhr durchgeschlafen und damit die Zeitverschiebung von 5 Stunden bewältigt. Mein Darm nahm sich dazu ein paar Tage mehr Zeit.

Ein geschädigter der Schweizer UhrenindustrieHua-Hin Soi94, Dusit Land & House 10 Max Pat

Ich bin einmal mehr ein Geschädigter der Schweizer Uhrenindustrie geworden. Eine Woche nach Ankunft in Thailand lieferte die Batterie meiner teuren CERTINA-Sportsuhr, die ich tagtäglich trage, keine Kraft mehr. Dasselbe ist mir bereits vor ein paar Jahren passiert.

In ganz Hua-Hin gibt es kein autorisiertes Uhrengeschäft, das Batterien an Schweizer Uhren auswechseln darf. Ich müsste die Uhr per Post nach Bangkok schicken, der ich nicht ohne weiteres traue. Nun muss ich eben wieder ein Fälschung kaufen, damit ich wenigstens die Zeit ablesen kann. Keine billige Fälschung, sondern eine teure, die auch über Fr 100– kostet. Dies ist für mich eine Bankrott-Erklärung der Schweizer Uhrenindustrie, denn Schweizer Uhren eignen sich nicht unbedingt fürs Ausland. Ihr Aufbau ist zu kompliziert und der angebotene Service ausserhalb der grossen Center schwach.

Pat „Surprise, Surprise“

Wer kennt nicht diese beiden Worte „Surprise, Suprise“? Pat kam am vergangenen Freitag, 23 Okt. als grosse Ueberraschung mit dem Auto an einem der grössten Feiertage Thailands nach Hua-Hin. 6 Stunden dauerte ihre Fahrt von Bangkok nach Hua-Hin, für die man normalerweise nur 3-4 Stunden benötigt. Pat liebt solche Ueberraschungen. Oft merke ich, wenn etwas in der Luft liegt. Zum Beispiel wenn kein SMS zurückkommt. Diesmal hatte ich keine Ahnung. Die Ueberraschung glückte zu 100%

Pat konnte mich dieses Jahr nicht am Flughafen abholen, weil sie Tage zuvor mit ihrem/unseren Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Sie blieb zwar unverletzt, aber mit Schock musste sie ins Spital gebracht werden, obwohl sie unschuldig am Unfall war. Ihre Anfälligkeit zu einem „Schock“ rührt immer noch vom Chemieunfall Anfang dieses Jahres her. Sie verliert in solchen Stress-Situationen ihre Stimme und ihr Herz schmerzt.  Der Schaden am Auto war durch die Vollkasko abgedeckt, war also kein Thema.

Diesmal ging es bei Pat bald aufwärts, sodass sie sich gegen den Willen der Aerzte auf den Weg zu mir nach Hua-Hin machte. Diese wollten sie nämlich noch länger im Spital behalten, weil sie noch Schmerzen am Herz und am Fuss (Senkfuss und Fersendorn) hatte. Sie bekam als Prophylaxe, dies ist auch typisch für die thailändische Medizin, 4 verschiedene Schmerztabletten, die sie zusammen 2x je Tag einnehmen sollte, sowie Nitroglycerin-Notfalltabletten fürs Herz. Als ich diese „Bomber“ sah, begann ich zu überlegen, denn ich bin gegen übermässigen Pillen-Konsum. Was könnte auch helfen? Vielleicht ein Geh-Stock zur Entlastung des einen Fusses? oder GEL-Einlagen in die Schuhe?

Gel-Einlagen haben wir nirgends gefunden. Ich dachte bereits an eine Bestellung in der Schweiz. Schlussendlich landeten wir beim Schuhgeschäft „Scholl“, welches als Fuss-Spezialist auch bei uns in der Schweiz bekannt ist oder war. Hier gibt es beim Scholl aber nur Schuhe zu kaufen. Die Verkäuferin empfahl uns leichte Spezialschuhe mit Fussbett …. und seither sind mit diesen Schuhen alle Schmerzen weg. Auch die am Herzen. Pat braucht keine Pillen mehr und es geht ihr von Tag zu Tag besser. Sie lebt sichtlich auf und ist wieder voller Pläne. Ich gebe zu. Ich bin ein wenig stolz auf mich!

Hua-Hin Soi94 Pat und DuThi

Pat ist wieder in ihrem Element und voller Elan. So füllt sich auch mein Terminplan immer mehr. Zwischen 25. Nov. und 3 Dezember geht es nach Bangkok, Pratunam dem Einkaufs-Quartier für Kleider und Schuhe,  und dann mit ihren Freundinnen aus der Schule nach „Nakhon Nayok“. Ich bin gespannt und freue mich auf Ihre Schulfreunde, die ich alle von den vielen Reisen in Thailand gut kenne.

2 Tage später am Sonntag, 25. Okt. die nächste Ueberraschung: Die Schwester von Pat brachte uns die 7-jährige Enkelin DuThi ein paar Tage in die Ferien. Es scheint, dass es den Thais viel Freude bereitet, jemanden zu überraschen. Eine schöne Tradition. Für DuThi ist es das schönste, stundenlang im nahen Swimmingpool zu verbringen und mir den Tilsiter-Käse aus der Schweiz wegzuessen. Zwischendurch gingen wir in in die Party-Meile der Soi 88 ganz in unserer Nähe um zu Essen und Musik zu hören.

Hua-Hin: Party-Meile Soi88 Pat Duthi grilled Snapper

Radfahren mit den „Hua Hin Roadies“

Aus den Erfahrungen vergangener Jahre habe ich mich anfänglich zurückgehalten und bin die erste Ausfahrt nur gemütlich mitgefahren, um mich an die Zeitverschiebung und die hohen Temperaturen von über 30ºC zu gewöhnen. Ich bin immer noch am Aufbau, fahre aber bereits regelmässig meine 70-85 km. In den vergangenen 10 Tagen habe ich gegen 300 km in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 25 km/h zurückgelegt. Ganz ordentlich, meine ich

An unserer letzten Fahrt zur „Dolphin Bay“ sind wir von einem dieser typischen asiatischen Kurz-Regenschauer überrascht worden. Es begann leicht vereinzelt zu tropfen und Sekunden später goss es in Kübeln. Uns reichte es eben noch, in ein Lebensmittelgeschäft am Strassenrand zu flüchten. Dort warteten wir etwa 20 Minuten, bis die Sonner wieder hervorkam und wir vorsichtig nach Hause fahren konnten.

Im Gewitter Pak Nam Pran

Max und Jean finden Schutz vor dem Gewitter bei Pak Nam Pran

Unsere Rennrad-Gruppe der „Hua Hin Roadies“ hat sich in diesen Tagen durch Ferien-Gäste aus Südafrika und Australien etwas vergrössert. Mich fasziniert es immer wieder, Menschen aus anderen Ländern kenne zu lernen. in den Nächsten Tagen haben sich Thais und ein Schwede zu einer Ausfahrt in die „Weinbergen von Hua-Hin“ angemeldet.

Wie ihr wisst, organisieren wir unsere Ausfahrten über Facebook, ein ideales Werkzeug für solche Veranstaltungen. Jeder, der eine Ausfahrt organisiert, erstellt eine solchen Facebook-Veranstaltung mit Kurzbeschrieb, Treffpunkt, Datum und Uhrzeit der Abfahrt und drückt auf den Start-Knopf. Unverzüglich werden alle angemeldeten Mitglieder auf dieser Hua-Hin Roadies-FB-Seite informiert und eingeladen. Sie können sich durch Knopfdruck anmelden, provisorisch anmelden oder absagen.

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Okt 20 2015

Zwischenbericht: 2 Augen mit unterschiedlicher Optik, aber ohne Brille

nick-knatternonIch sehe wie Nick Knatterton

Seit Okt. 1999 trug ich wegen Alters-Kurzsichtigkeit eine Brille. Vor 4 Wochen am 24. September wurde mein zweites Auge operiert und benötige seither keine Brille mehr. Nun bin ich bereits seit 1 Woche wieder in Thailand. Ich darf wieder Sport treiben. Einzig bei Tiefsee-Tauchen soll ich noch etwas zuwarten!

Meine beiden Augen funktionieren bestens.

Warum „funktionieren?“ werdet ihr fragen. Weil sie mir 2 unterschiedliche optische Linsen eingepflanzt haben, auf dem linken Auge eine für kurze Distanz und am rechten Auge eine für die Entfernung.Wenn ich ein Auge zu halte, dann kann ich entweder ein Buch lesen oder auf Distanz ab etwa 5-10 scharf sehen. Dies je nach zugehaltenem Auge.

Mein Gehirn koordiniert nun die Bilder aus den beiden Augen.

Am Anfang hatte ich noch etwas Mühe, die Augen zu koordinieren. Es kam mir vor wie bei einem schlecht eingestellten Autofocus einer Kamera. Nun steuert bereits mein Gehirn die beiden Augen zur vollen Zufriedenheit, je nachdem, in welcher Distanz ich etwas anschaue oder lesen möchte. Unterbruchsfrei kann ich am Notebook schreiben und periodisch über den PC auf dem 5m entfernten Fernseher die Tagessschau anschauen. Ich entdeckte eine neue Welt in vollem Kontrast. Sobald ich aber nach draussen ins Freie gehe und die Sonne scheint, dann brauche ich eine Sonnebrille. Meine Augen sind empfindlicher oder die Linse neu und ungetrübt.

 

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Apr 23 2015

23. April 2015: Pat is back – Pat ist zurück

Hua-Hin Indian Food

Am 5. Jan. 2015 hat Pat’s neueste Pechphase mit der Chemie-Explosion in Bangkok begonnen. Nach rund 2 Monaten im Spital ging sie 1 Monat in ihren Tempel hoch in den Bergen im Isan. „Sie müsse dann wieder ins Spital für Checks“ berichtete sie mir. Typisch Thai. Die erzählen nie alles, vorallem nicht das schlechte oder unangenehme.  Sie wollen dem anderen keine Sorge bereiten.

Eine gelungene Augenoperation

Heute am 23. April berichtete mir Pat, dass die Operation am linken Auge erfolgreich war. Was war passiert?

Ich wusste und berichtete an dieser Stelle bereits, dass Pat in einem Schwächeanfall aus dem Bett fiel und mit ihren Kopf fürchterlich auf dem Boden aufschlug, Dabei muss auch etwas mir ihrem lnken Auge passiert sein oder es war ein Schaden aus dem Chemieunfall? Ich weiss es nicht..

Wie sie mir heute erzählte, riet ihr Arzt, dass sie sich ihr Auge operieren lassen sollte, damit sie nicht an einem Auge erblinden werde. Das Risiko sei 50:50, dass es gut werde. Sie konnte sich damals nicht sofort entscheiden und ging zuerst 1 Monat in den Tempel, um sich zu stärken und Kraft zu sammeln. Sie kam zurück und entschloss sich zur Operation.

Heute hat der Arzt ihre schwarze Binde abgenommen und sie sah. Die Operation war gelungen. Pat war happy und berichtete ihr Glück als Erstes mir. Ich habe selten einen derart glücklichen Menschen gehört.

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Feb 11 2015

Mein letztes Hemd hat keine Taschen – Gesundheitszustand Pat – Service in Thailand – HDMI und CyberGhost

Ich will beileibe nicht nachdenklich sein, sondern das Leben geniessen.

Warum die 5 Monate in Hua-Hin mit einer dunkeln Polstergruppe verbringen, wenn sie einem nicht gefällt und unpraktisch ist? Warum alte Fernseher benutzen, wenn die neuen eine besser Auflösung und viele andere neuen Features bringen?

Mit diesen Gedanken marschierte ich am Freitag 6. Feb. mit Pat, die seit 1 Woche wieder hier in Hua-Hin weilte, ins Möbelhaus HomePro und kauften eine bequemere Polstergruppe mit Liege. Optimal, um Fernseh zu schauen. Ich habe diese Polstergruppe bereits in den letzten Tagen vorsortiert. Sie passte mir und zufällig hatten Frans und Katalyn dieselbe. Da noch „Ausverkauf“ war, auch dies kennt man in Thailand, erhielt ich 30% Preisreduktion und bezahlte 27’900 Baht (entsprechend SFr. 800.–)

Da ich schon am Geldausgeben war, habe ich mich kurzentschlossen in den thailändischen Media-Markt dem „PowerBuy“ begeben, um mich über mögliche Fernseher zu erkundigen. Der Verkäufer war erfolgreich und hat bemerkt, dass ich käufig war. Aus dem Geschäft ging ich mit einem 40″ Toshiba-Fernseher mit LED-Screen, den ich für 12’800 Baht (SFr. 365.–) erhielt. Er wurde bereits am Sonntag installiert.

Neue Polstergruppe Soi94Vernetzung mit Hilfe der HDMI-Schnittstelle und CyberGhost

Ich vernetzte diesen Fernseher über die HDMI-Schnittstelle mit meinem zweiten Notebook und kann nun alle meine mir lieben deutschsprachigen Fernseh-Stationen wie ARD, ZDF, SRF, RTL, SAT1 etc anschauen. HDMI, CyberGost und ZATTOO machten dies möglich.

ZATTOO ist eine Anwendung zur Übertragung von Fernsehkanälen über das Internet. Sie ist aber nur für wenige Länder in Europa lizenziert. So z.B. für Deutschland und Schweiz. Mit ZATTOO kann ich via Internet die meisten gängigen deutschsprachigen Fernsehstationen empfangen

CyberGhost ist ein System-Programm, das gegenüber Internet-Anwendungen einen anderen Standort simuliert. Ich befinde mich zwar in Thailand, das merken auch die Programme anhand der IP-Nummer. Mit CyberGhost kann ich festlegen, mit welchem Server (Computer) in welchem Land ich verbunden werden will. In der Gratis-Version werden keine Schweizer Server unterstützt, aber solche aus Deutschland. Dadurch konnte ich mir das Abfahrtsrennen der Ski-WM in Vail Beaver Creek verfolgen, obwohl diese Sportveranstaltungen aus Gründen internationaler Verträge nur im Inland betrachtet werden dürfen.

Alternative zu CyberGhost: Okay Freedom

Ein paar Tage nach dem Schreiben dieses Beitrages habe ich als Altrnative von CyberGhost die vergleichbare Schweizer-Software „Okay Freedom“ ausprobiert. Und es ist wirklich eine Alternativ. Leistungsfähig in der Gratis-Version und kostengünstig mit einer Jahresgebühr von unter 30 Euro.

Neue Fernseh-Installation über HDMI und Notebook

Gesundheitszustand von Pat

Apropos Pat. Sie erhielt in der vergangenen Woche die Erlaubnis vom Arzt, bis Ende Februar zu mir nach Hua Hin gehen zu dürfen. Pat leidet aber immer noch unter den Veräzungen im Hals, die sie sich anfang Jan. 2015 bei der Explosion einer aggressiven chemischen Substanz in Bangkok zugezogen hatte. Sie darf noch nicht sprechen. Wir kommunizierten über Papier und Handzeichen. Wie ich erst jetzt mitbekommen habe, mussten alle 5 Insassen des Busses, in dem Pat mitfuhr, notfallmässig ins Spital eingeführt werden. 3 davon seien kurz danach gestorben! Wahnsinn, und davon habe ich nichts geahnt und erst 2 Wochen später erfahren.

Heute habe ich am Thai-Fernsehen Aufnahmen zweier weiterer Explosionen vom vergangenen Weekend (1. Feb. 2015) mitten im Geschäftsviertel beim Siam-Paragon-Square in Bangkok gesehen, wie eine selbstgemachte Rohr-Bombe explodierte. Diese Explosion konnte das Militär nicht verheimlichen, während die von Anfang Jahr, in der Pat in Mitleidenschaft gezogen wurde, nicht an die Oeffentlichkeit gelangte.

Leider musste Pat bereits nach 1 Woche wieder zurück ins Spital. Ihre Schmerzen im Hals wurden zu stark. Am Montag, 9. Feb. fuhr sie wieder gen Bangkok ins Spital in Pathum Thani.

Ein Service, den es in der Schweizer Post nicht gibt!

Bei meinem neuen Rennleibchen ging der Reissverschluss kaputt. Der Hersteller in Bangkok mailte mir, dass ich es ihm zurückschicken könne. Er werde den Zip gratis auswechseln und gab mir gleich seine genaue Adresse an:

อาคาร ปาร์คพลาซ่า เอฟ 2-03 บี ชั้น 2   เลขที่ 206    
ซอย. พัฒนาการ 20 ถนน. พัฒนาการ แขวง. สวนหลวง    
เขต.สวนหลวง กรุงเทพฯ 10250

Was macht man in einer solchen Situation, denn ich kann doch die Adresse nicht in Thai-Schrift schreiben: Ich ging ins Post-Büro und bat die Schalterdame, ob sie die Adresse aufs Päckchen schreiben könne? Ja klar. Freudestrahlend half sie mir, dem Farang.

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Jan 19 2015

Meine Lebensplanung vom 19. Jan. 2015: Aengste ? Ich habe noch etwa 20 Jahre zu leben

alter_197905So schnell kann etwas passieren

Am 5. Jan. 2015 fuhr Pat in einem offenen Kleinbus in Bangkok nach Hause als neben ihr auf der Strasse ein chemischer Behälter explodierte. Ob der hoch giftigen Dämpfe brach Pat zusammen, wurde bewusstlos  und musste notfallmässig ins Spital gebracht werden. Mit ihr 4 weitere Passagiere dieses Buses. 3 davon sind nach kurzer Zeit verstorben. Pat hatte starke innere Veräzungen erlitten. Sie hatte Probleme beim Atmen (Lunge) und ihre Stimme ging verloren. Wir konnten wochenlang nur via SMS kommunizieren.

Ich habe sie in der Zwischenzeit  besucht. Sprechen darf sie nur wenig und sollte sich dabei zurückhalten. Wir kommunizierten so, dass ich Fragen stellte und sie mit dem Kopf nickte oder ihn verneinend schüttelte. Für komplizierteres benutzten wir den Notizblock.

Nachtrag: 1. März 2015 – Pat liegt immer noch im Spital. Sie hofft, dass es bald besser gehen wird. Anfang April konnte sie nach Hause und später in die Berge gehen, wo sie die Zeit meiner Abwesenheit von Thailand verbringt.

Alzheimer und Demenz

Kürzlich sah im Fernsehen eine Diskussion über Alzheimer und Demenz, die mich stark beschäftigte. Auch ich bin oder komme langsam in dieses Alter. Ich gebe es zu, diese Alterskrankheiten bereiten mir Angst, weil sie unberechenbar sind. Manchmal mehr, manchmal weniger. Je nachdem, was aus der Umwelt auf mich einwirkt, wie eben diese Diskussion.

Ich hänge mich dann an gewisse Aussagen der Betroffenen, die meine Hoffnung stärken, wie die  Aussage einer Tochter eines Alzheimer-Patienten: „Solange man sich mit etwas beschäftigt und aktiv damit umgeht, ist man weit weg von dieser Krankheit„. Ich hoffe, sie wird recht behalten.

9. Dez. 2014: Meine Schreckens-Stunde in Hua-Hin

Ausgangslage: Es war am Morgen früh des 9. Dezembers 2014. Ich war in Hua-Hin und sollte mit dem Flughafenbus für 2 Wochen nach Bangkok fahren, wo Pat mich erwartete. Dabei passierte das nachfolgende, das ich am Tag darauf in den Computer schrieb:

 

Ein Schreckensmoment überfiel mich, nachdem ich noch in Hua-Hin gefrühstückt hatte. Auf einmal war ich wie weg. Ich war zwar voll bei Sinnen und wusste, dass ich mich bereit machen sollte, aber machte alles wie in Trance. Etwa 1 Stunde dauerte dieser Zustand. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich wusste, um 10 Uhr wird mich der Tuk-Tuk zur Busstation bringen. Als ich aber aus dem Hause schaute, wusste ich nicht, welchen Weg ich gehen sollte, um meinen Abfall zu entsorgen. Im Nachhinein wusste ich nicht mehr genau, was ich in dieser Zeit tat. Ich war aber immer bei Sinnen, hatte nie Schmerzen oder Schwindelgefühle.

Als ich ein paar Stunden später bei Pat ankam, war ich zum Beispiel nicht sicher, ob ich meine beiden Anzüge eingepackt hatte, oder den bereit gestellten Abfallbeutel entsorgt hatte. Mein Nachbar besstätigte mir, als ich zurückkam und nachfragte, dass ich den Abfall in der Tat weggebracht hätte. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich meine Ladegeräte fürs Handy und Fotoapparate bei mir hatte. Aber schlussendlich hatte ich alles bei mir, ausser ein paar dunkle Socken, die ich nicht bereit gelegt und einfach vergessen hatte.

Das Unterbewusstsein hatte demnach 100% funktioniert, aber nicht mein „Online-Gehirn“

Dieser Moment war beängstigend. Ich kam mir nachträglich hilflos vor. Es war, als ob mein Hirn nur reduziert gearbeitet hätte, mit halber Leistung. War das nun eine sog. Streifung, nach der viele einen krummen Mund haben oder nicht mehr richtig sprechen konnten? Vielleicht hatte ich auch zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen, was mir öfters passierte, und mein verdicktes Blut hat etwas kurz verstopft.

Mittlerweilen sind über 1 Monat vergangen und ich habe diesen Vorfall fast vergessen, wenn diese Sendung nicht gewesen wäre. So habe ich mich entschlossen, diesen Beitrag zu schreiben und mir Gedanken über mein „Alter“ zu machen.

Mein Alter und mein Lebensplan

Kann man überhaupt sein Alter planen? Warum denn nicht? Jede Planung ob für ein Haus oder eben fürs Alter  trägt den Fehler in sich, dass die Begleitumstände sich ändern können. Ein plötzliche Krankheit oder ein Unfall.

Mein Vater starb mit 51 Jahren an einem Auto-Unfall. Meine Mutter war 95 Jahre alt, als sie friedlich einschlief. Meine Grosseltern starben unterschiedlich. Die eine an einem Verkehrsunfall, ein Grossvater an Darmkrebs,

Ich habe eher die Gene meiner Mutter. Ihre dunklen Haare, Ihre Reisefreudigkeit und Selbständigkeit. Mein Vater war weisshäutig und hatte leicht rote Haare. Er war unsportlich. Abgesehen von meiner Diphtherie- Erkrankung in meiner Jugendzeit 1949, meiner Tetanus-Infektion 1959  und der  Prostata-Krebserkrankung im 2009 bin ich bisher nie schwerwiegend erkrankt.

Ich bin 72 Jahre alt, fühle mich aber viel jünger. Mein Körper ist noch fit. Mit dem Rennrad kann ich probemlos 80-100km in einem 26-27km/Std Schnitt fahren. Mein Reaktionvermögen ist auch noch recht gut, meine ich. Mein Gewicht von um die 84 kg ist etwa zu hoch.

Mein Langzeit-Gedächtnis hat in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Ich kann mich an manche Dinge aus meiner Jugend nicht mehr erinnern, an die sich gewisse Freunde noch erinnern können, Vielleicht hängt dies auch mit meiner Lebensphilosophie zusammen, dass mich die Vergangenheit nie richtig interessiert hat. Ich habe selten „Weisst Du noch früher….?“ ausgesprochen.

Mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr, wie in jungen Jahren, ich muss mir schon das eine oder andere aufschreiben.Vorallem, wenn es beim Computer um gewisse neue Einstellungen geht, da drucke ich die Gebrauchsanweisung aus. Telefon-Nummern habe ich mir nie merken können oder wollen. Ich hatte mein Tf-Büchlein oder heute das Smartphone. Dasselbe gilt für Namen. Ich bin schusselig und merke mir beim Vorstellen nie die Namen des anderen. Dumm für mich, denn ich muss später immr noch einmal nachfragen

Im Strassenverkehr fühle ich mich immer noch wohl, auch im thailändischen Linksverkehr, sowohl mit dem Auto, dem Roller oder dem Fahrrad. Da ich jedoch nicht mehr so viele Kilometer fahre wie früher, fehlt es an der Uebung. Ich muss mich heute bewusst mehr konzentrieren und doppelt nach hinten schauen und dazu den Kopf drehen!

Ausblick: Ich habe 80% meines Lebens hinter mir !

Falls nicht alles schief geht,

  • dann sollte ich wie meine Mutter 90-95 Jahre alt werden, d.h. ich habe noch etwa 20 Jahre zu leben!
  • Meine Auto-Fahr-Karriere sollte noch bis zu meinem 85. Lebens-Jahr dauern, d.h. ich kann noch 10-12mal im Sommer die 830 km nach Istrien fahren
  • Sofern ich mit meinen Beinen noch mobil bleibe, kann ich bis zu meinem Lebensende nach Thailand fahren. Sobald Istrien ausfällt werde ich nicht nur 5 Monate, dann vielleicht bis 8 Monate in Thailand bleiben. Jedoch werde ich ab meinem 80-85. Lebensjahr eine Betreuerin (Krankenschwester, Köchin, Hausdame) in meiner Nähe brauchen. Es wäre natürlich toll, wenn Pat dann noch leben würde. Wir wären ein gutes Team. Sie ist 11 Jahre jünger als ich.

Es sind schon einschneidende Erkenntnisse, wenn man sich zu diesen Ueberlegungen durchringt. Ich habe bereits 80% meines Lebens hinter mir! Wie schnell geht doch 1 Jahr vorbei! Es braucht nur wenig, bis die ganze Planung nicht mehr stimmt. Dann muss man sich eben neu orientieren. Aber zum Schluss würde auch die Sterbehilfs-Organisation EXIT  helfen.

Jedoch: 20 Jahre sind eine ganz schöne Zeit … Packen wir es an und geniessen wir das Leben

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Jan 02 2014

Der schwere Unfall von Schumi und meine Patientenverfügung

Patientenverfuegung75bpiDer schwere Ski-Unfall von Schumi Ende Dezember 2013 hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine Patientenverfügung ist. Es ist den Angehörigen nur schwer zuzumuten, im Namen des Verunfallten über Tod oder Leben zu entscheiden, wenn sie keine Leitlinie haben. Für jedermann ist eine Patientenverfügung ein MUSS. Man muss sich nämlich selber mal klar werden, was im kritischen Fall, in dem man nicht mehr entscheiden kann, mit einem passieren soll.

Bezogen auf den Fall Schumi habe ich in meiner Patientenverfügung verfügt, dass ich mit zu erwartenden schweren Gehirn-Schäden, keine lebenserhaltenden Massnahmen möchte. Ich möchte leben nicht als „lebende Leiche, sondern als Mensch“. Auch wenn eine minime Chance für ein halbwegs befriedigendes Ende bestehen sollte. Ich will nicht darauf hoffen müssen und möchte lieber in Würde sterben, denn ich habe über 70 Jahre gelebt und brauche keine Experimente mehr. Also bitte keine lebenserhaltenden Massnahmen wie im Falle Schumi.

Wie bereits erwähnt verfüge ich über eine Patientenverfügung seit meiner Prostata.Operation vor ein paar Jahren. Nachfolgend könnt ihr Teile davon als Beispiel nachlesen:

 

Patientenverfügung

(Version vom 15. April 2013)

Hinweis: Dieser Text basiert auf dem Formular „HumanDokument“ der Schweizerischen Herzstiftung und DIALOG ETHIK. Die Patientenverfügung sowie eine Abschrift des Testamentes und weitere Unterlagen befinden sich im Internet unter meiner URL: „http://xxx.html

Mein rechtverbindlicher Wille im Hinblick auf Leben, Leiden, Sterben und Tod.


Persönliches und Personalien

Die vorliegenden Anordnungen verfasse ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, also im Zustand der Urteilsfähigkeit, und nach reiflicher Überlegung. Sie gelten für den Fall, dass ich einmal nicht mehr in der Lage sein sollte, meinen Willen kund zu tun.

Vorname / Name: Max W. Lehmann Strasse: Schafmattweg 13 PLZ / Ort: 4102 Binningen
Telephon: 079 413 96 26
Geb.-Datum: 31. Dez. 1942 Heimatort: Basel-Stadt
AHV-Nr: 756.7055.0894.57 Blutgruppe: AB Rhesus negativ
Mitgliedschaft in der Sterbeorganisation EXIT: Mitglied-Nr: 104’775 Religion: Evangelisch (Bin im Jahre 2000 aus der Kirche ausgetreten)
E-Mail: „max_lehmann@yahoo.de“ oder „maxlehmann@hotmail.com“ Internet-Homepage: http://www.maxlehmann.ch

Adressaten

Meine wichtigsten Bezugspersonen

Wenn ich schwer krank oder verunfallt bin und mit meinem Tod zu rechnen ist, wünsche ich, dass folgende Personen (Angehörige erwähne ich ebenfalls namentlich) in der angegebenen Reihenfolge sobald als möglich verständigt werden.

Den genannten Personen gegenüber entbinde ich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegenden von ihrem Berufsgeheimnis. Falls ich dazu nicht mehr selber in der Lage bin, ermächtige ich die aufgeführten Bezugs-Personen, an meiner Stelle die verabredeten Entscheidungen zu treffen. Das Behandlungsteam ist verpflichtet, meine Bezugspersonen über meinen tatsächlichen Zustand zu informieren und sie in den Entscheidungsprozess meiner Behandlung und Pflege einzubeziehen.

Sofern keine Bezugspersonen präsent sind, so bevollmächtige ich das Behandlungsteam, an meiner Stelle gemäss dieser Verfügung zu entscheiden. Bei Uneinigkeit unter meinen genannten Bezugspersonen in einer ihnen zustehenden Entscheidung gilt die Meinung der nachstehend an erster Stelle genannten Person:

An dieser Stelle sind meine Erste und Zweite Bezugsperson mit Namen und Adressen, Tf.-Nummern aufgeführt

Die Patientenverfügung beinhaltet meinen verbindlichen Willen an die Adresse der Ärztinnen und Ärzte sowie der Pflegenden.

Der medizinische Fortschritt ermöglicht es heute vielen Menschen, länger und mit einer besseren Lebensqualität zu leben als früher. Neue medizinische Handlungsmöglichkeiten können jedoch auch zu neuen Problemsituationen führen.

Ich habe als autonome, urteilsfähige Person deshalb das Recht, auf mir nicht wünschenswert erscheinende medizinische und pflegerische Massnahmen zu verzichten. Umgekehrt kann ich diese Massnahmen, soweit sie nach den Regeln der medizinischen resp. pflegerischen Kunst angemessen sind, auch einfordern. Darum verlange ich die Respektierung meines Willens. Ich wünsche, dass die Ärztinnen und Ärzte meine Bezugspersonen beim Umsetzen der Entscheide in der Verfügung unterstützen. Zudem sollen die Behandlungsteams im Spital meine Bezugspersonen in den Entscheidungsfindungsprozess einbeziehen, falls die Patientenverfügung in der konkreten Situation interpretiert werden muss.

Patientenverfügung

Diese Entscheidungsanweisungen gelten namentlich für folgende möglichen Situationen:

  • Die elementaren Lebensfunktionen sind durch eine Krankheit oder einen Unfall so schwer beeinträchtigt, dass das Leben nur durch dauernden Einsatz intensivmedizinischer Massnahmen, insbesondere durch Beatmung, aufrechterhalten werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Massnahmen einmal unnötig werden, wird als sehr gering eingeschätzt.

  • Das Gehirn wurde so schwer geschädigt, dass die Möglichkeit zu jeglicher Kommunikation, also auch zur nonverbalen, mit meinen Mitmenschen auch für die Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben ist.

Falls bei mir die eine oder beide Bedingungen erfüllt sein sollte/n, verlange ich vom behandelnden Team folgendes Verhalten:

Schmerzlinderung und Sedierung

Bei Schmerzen, Atemnot und Unruhe

Mein Wille: Ich möchte, dass Schmerz- und Beruhigungsmittel grosszügig dosiert werden. Dabei nehme ich auch eine allfällige Beeinträchtigung des Bewusstseins oder eine Verkürzung des Lebens in Kauf.

Lebensverlängernde Massnahmen

Mein Wille: Das behandelnde Team verzichtet auf alle diagnostischen und therapeutischen Massnahmen im Dienste der Lebensverlängerung. Aussichtslos gewordene Massnahmen wie Beatmung, medikamentöse Kreislaufunterstützung, Antibiotika- oder Nierenersatzverfahren werden abgesetzt. Diagnostische und therapeutische Massnahmen sollen nur im Dienste optimaler palliativer Betreuung dienen.

Künstliche Ernährung

Erläuterung

Das Recht auf Ernährung ist ein Menschenrecht. Trotzdem hat jeder entscheidungsfähige Mensch auch das Recht, Nahrung und Flüssigkeit zu verweigern. Bei entscheidungsunfähigen Menschen ist ihr diesbezüglich in einer Patientenverfügung festgelegter Wille hinsichtlich künstlicher Ernährung zu respektieren.

Bei der künstlichen Ernährung wird zwischen künstlicher Ernährung mit einer Magensonde (enterale Ernährung) und der künstlichen Ernährung mit Infusionen unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes (parenterale Ernährung) unterschieden.

Sterbende in ihrer letzten Lebensphase haben oft immer weniger Durst und Appetit. Das ist ein natürlicher Vorgang. Dadurch werden die Körperfunktionen langsamer und hören schliesslich ganz auf. Wird jetzt künstlich ernährt, werden das Leben und auch das Leiden künstlich verlängert. Der Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeitszufuhr wird von Sterbenden in dieser Lebensphase aber nicht als unangenehm empfunden, weil auch ihre Schmerzempfindung abnimmt.

Mein Wille: Ich lehne sowohl die enterale als auch die parenterale Ernährung ab, auch wenn dadurch mein Sterbeprozess beschleunigt wird. Die Betreuung soll sich in diesen Situationen auf Mundpflege sowie die Haut- und Schleimhautpflege beschränken.

Langzeitpflege: Einweisung in ein Akutspital

Mein Wille: Sollte ich an einer unheilbaren Krankheit und/oder irreversibler Altersschwäche leiden, bei denen ich dauernd bettlägerig, auf fremde Hilfe angewiesen und nicht mehr ansprechbar wäre, so soll die Einweisung in ein Akutspital nur dann erfolgen, wenn Aussicht auf Verbesserung der Lebensqualität oder Linderung eines akuten Schmerzzustandes besteht.

Wenn der Tod unausweichlich wird

Mein Wille: In dieser Situation wünsche ich ausschliesslich leidenslindernde, aber nicht lebensverlängernde Behandlung, Pflege und Begleitung (d.h. nur Linderung von physischem, psychischem, sozialem und spirituellem Leiden).

Sterbeort

Mein Wille: Ich möchte nach Möglichkeit in einer hierfür eingerichteten Institution (Hospiz) und nicht zu Hause sterben können.

Sterbebegleitung

Mein Wille: Habe zu diesem Thema keine Präferenz. Wahrscheinlich möchte ich in diesem Moment alleine sein, weil ich keine traurigen Gesichter sehen möchte.

Dank

Mein Wille: Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden, die gemäss meiner Verfügung handeln, danke ich von Herzen. Ich bin mir bewusst, dass sehr schwierige, belastende Situationen eintreten können.

Verfügung über meinen Körper

Organspende

Mein Wille: Mir dürfen nach eingetretenem Hirntod uneingeschränkt Organe entnommen werden

Autopsie / Obduktion

Mein Wille: Zur Feststellung der Todesursache bestimme ich, dass eine Autopsie / Obduktion nur im Fall eines unerwarteten (aber nicht aussergewöhnlichen) Todes erfolgen darf.

Einsichtnahme in die Krankengeschichte nach

meinem Tod

Folgende Personen können nach meinem Tod vollumfänglichen Einblick in meine Krankengeschichte nehmen:

  • Meine beiden Kinder

Wünsche nach meinem Tod

  • Falls es zum allerletzten kommen sollte, dann möchte ich kremiert und in der Wiese eines Gemeinschaftsgrabes (anonym) im Raume Basel / Binningen beerdigt werden. So kann mich jedermann besuchen, sich hinsetzen und das beruhigende Gefühl der grünen Blumenwiese geniessen.

  • Meine Freunde und Bekannte sollen via eMail, Trauerkarten und einfache Todes-Publikationen in den Tageszeitungen benachrichtigt werden.

  • Anstelle von Blumen und Kränzen soll einem gemeinnützigen Zweck gedacht werden: Schweiz. Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, die mit ihrem Werk meiner Mutter so viel Freude bereitet haben.

  • Trauerfeier: Ich möchte keine grosse Trauerfeier. Auf keinen Fall eine Ansprache mit Lobpreisungen und Orgelmusik. Ich wünsche mir einzig die Songs vom Andrea Bocelli und Sarah Brightman „Time to Say Goodbye„, „Miserere“ gesungen von Paverotti/Zucchero und „This is my Life“ von Shirley Bassey. Und als Kleidung: Feierliche oder Freizeit-Kleidung ohne Trauerzeichen.

  • Testament: Ich habe ein Testament erstellt. Das Original befindet sich zusammen mit dieser Patientenverfügung im Wohnzimmer in der Schublade des Nähtisches rechts vom Fernseher. Falls das Original fehlen sollte, gilt die Abschrift im Internet unter der am Anfang dieses Dokumentes erwähnten URL-Adresse. Ich möchte, dass mein letzter Wille durchgesetzt wird.

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Feb 28 2013

Pflegedienste und -Betreuung — Vorurteil vom „freien Sex in Thailand“

farang-thaigirlSobald ich zu Hause von meinen Winteraufenthalten und meiner Begeisterung für Thailand erzähle, entdecke ich meistens ein „mitleidiges“ oder ein „verständliches“ Lächeln im Gesicht der Gesprächspartner. Das Vorurteil „freier Sex in Thailand“ herrscht vor und jedem Mann wird unterschoben, dass er nur wegen dieser Offenheit nach Thailand fährt.. Dies mag in vielen Fällen auch zutreffen, aber bei mir sind es ganz andere Umstände, die Thailand zu meinem Winter-Paradies macht. Dazu an anderer Stelle mehr.

Das Thai-Volk ist entgegen aller Vorurteile von Natur aus „prüde“. Sie mögen zwar Sex in jeder Form, aber nur in ihren 4 Wänden. Händchenhalten und küssen in der Oeffentlichkeit ist ein Tabu. Allzu leichte Kleidung und Mini-Bikinis werden nicht gerne gesehen. Das Tragen eines harten Schalen-BH’s ist ein Muss, denn Nippel darf man nicht erkennen. . Prostitution, Pornographie aber auch Abtreibungen sind strengstens verboten. Viele pornografische Internetseiten sind zensuriert, d.h. ein Zugriff in Thailand ist nicht möglich.

Die Farangs resp. Fremden sind bei Thailändern nicht so beliebt, es sei denn, man macht Geschäfte mit ihnen. So ist es auch mit der Freundschaft und Liebe.  Es ist gar nicht so einfach, eine „echte Ferien-Freundin“ zu finden. Dies ist in Europa einfacher. Die seriösen Thailänderinnen warten nicht, bis die nächsten unbeweibten Männer sprich Kegelclubs aus dem Flugzeug steigen.

Und trotzdem sind Thailänderinnen an Farangs interessiert. In deren Augen sind sie mit einem Farang alle ihre finanziellen Sorgen los. Einen Farang zu heiraten, bedeutet das grosse Los gewonnen zu haben. So haben viele Farangs, auch die kleinen und dicken, die dummen und ungepflegten eine Chance, die sie zu Hause nicht haben.

So sieht man eben diese schrecklichen Bilder der dickbäuchigen alten Farangs mit einem hübschen, meist jungen Thai-Mädchen, die zudem noch verliebt miteinander turteln? Eben, wie es dem Vorurteil von Thailand als Sex-Paradies entspricht? Ein ekelhaftes, für mich Europäer beschämendes Bild, stellt so ein Paar dar: Er ungefähr 180-190 cm gross, 100 kg und mehr schwer und seine Freundin, die auch seine Enkelin sein könnte, 2 Kopf kleiner und nicht einmal 50 kg schwer!

Jetzt weiss ich es: Man kann diese Mädchen mieten. In Bars odr auch auf der Strasse. Es sind ganz normale Prostituierte. Die meisten stammen aus den bitter-armen Landesteilen des Norden resp. Nord-Ostens von Thailand. Sobald man als Single-Mann alleine auftritt, wird man darauf angesprochen. Gleich wie einem ein Motorroller tage- oder wochenweise angeboten wird, werden auch die Mädchen angeboten. Ab etwa 10’000 Baht pro Monat (entsprechend Fr. 300.– resp. €250) ist man dabei und hat eine Gespielin für alles. Je nach Aussehen und Wünschen kostet es auch mehr. Das spezielle an den Thai-Mädchen ist, du zahlst zwar für ihre Leistung, sie gibt dir aber das Gefühl, wie wenn Du nichts bezahlst..Mit diesem Geld unterhalten die Mädchen ganze Familien zu Hause, und verteilen so nebenbei auch Krankheiten und Aids an die blöden Männer. (Bem: 85-90% der Prostituierten und 70% der Hetero-Männer sind HIV-Positiv)

Mädchen für Pflegedienste

Es gibt aber noch eine zweite Art von Mädchen und die sind sehr wertvoll: Die „Take care“ Mädchen. Diese betreuen einen Ausländer, nicht für Sex, sondern fürs kochen, Wäsche waschen, bügeln usw.  Sie betreuen aber auch Kranke und Pflegebedürftige.

Die Mädchen bekommen ein monatliches Gehalt von 10’000 bis 30’000  Baht (entsprechend Fr. 300 bis 1’000) abhängig von den Kenntnissen in der Sprache des zu Pflegenden. .

 

 

 

 

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Feb 12 2013

12. Feb. 2013: Sturz mit meinem MountainBike im off-road Gelände – nichts gebrochen

Mit Kinder-Schämpis

Mit Kinder-Schämpis

Man sollte nie radfahren, wenn man ein schlechtes Gefühl hat. Und heute hatte ich eines. Ich habe schlecht geschlafen. Und so passierte es bereits nach etwa 500 m bei der ersten kritischen Stelle im Off-Road-Gelände, als es über Stock und Stein ging.

Ich fuhr in ein Sandloch, mein Vorderrad blieb stecken und mich überschlug es über den Lenker und knallte mich ins Gestrüpp. Ich hörte etwas neben meinem Ohr knacksen. Im nachhinein weiss ich, es war nur ein dürrer Strauch. Ich stand auf, fühlte meine Schulter, das Schlüsselbein und die Beweglichkeit meines rechten Armes ab. Den Arm brachte ich nur noch unter Schmerzen hoch, aber die Knochen schmerzten nicht. Was mich etwas zuversichtlich stimmte.

Aber trotzdem war an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Begleitet von John Graham und Jos van Gent begab ich mich zur nahen Strasse, um per Autostop nach Hua-Hin ins „Bangkok Hospital“ zu gelangen. Ich wollte mich sicherheitshalber durchchecken lassen. Schon bald hielt ein Fahrzeug mit einer englischen Familie. Sie brachten mich nach Hause, von wo ich mit Pats Auto ins nahe Spital fuhr.

Aufrecht marschierte ich in die Notfall-Aufnahme, meinen Arm angewinkelt vor mich haltend, legte meine Member-Card des „Bangkok Hospitals“ vor und lag bereits nach nicht mal 1 Minute auf dem Schragen. Nach der obligaten Blutdruck- (145/85) und Fieber-Messung kam eine junge Aerztin, bewegte meinen angeschlagenen Arm in unterschiedlichen Stellungen und diagnostizierte starke „Muskel-Prellung“.

Ich erhielt eine Armbinde, ein paar Tabletten gegen Schmerzen (Arcoxia 90mg) und und Muskelkrämpfe (Biocalm 50mg), sowie Voltaren-Salbe. Für all dies inkl. Behandlung bezahlte ich 2’800 Baht (entsprechend ca. SFr 90.–). Thailand ist nicht mehr so günstig, resp. das Bangkok Hospital ist eben ein Luxus-Spital, das sich die normalen Thais nicht leisten. Was mich etwas irritierte war die junge Aerztin. Welche Erfahrungen hatte sie wohl?

Wieder zu Hause spürte ich schmerzend meinen Arm und die Schulter, sowie meine Rippen. Ich legte mich hin, um zu schlafen, denn ich war ob der Aufregungen erschöpft.

Bemerkung: Diese Zeilen habe ich als Rechtshänder mit der linken Hand eingetippt. Jeden Buchstaben einzeln auf der Tastatur gesucht und dann gedrückt.

Zustand am 14. Feb: Es geht bereits um einiges besser. Die Rippen schmerzen immer noch. Den angeschlagenen Arm kann ich noch nicht hochhalten. Es schmerzt zu stark.

 Zustand am 16. Feb: Kann wieder mir der rechten Hand auf meinem Notebook schreiben. Fuhr heute zum ersten Mal wieder mit dem Honda-Roller

 

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Feb 10 2013

The stone is gone – Aber der chinesische Tisch kam

Hua-Hin Chinesischer TischThe stone is gone !

Nachdem im Dezember die Akupunktur des chinesischen Arztes bei Pat 100% erfolgreich war und ihre Schmerzen am rechten Bein und auch am Herzen total abgeklungen sind, musste Pat am 23. Jan. wegen Nierensteine unerwartet ins Spital. Heute am 8. Feb. kam Pat wieder nach Hua-Hin, nachdem sie heute früh den 4. Stein ausgeschieden hatte…. und sie brachte zum Chinesischen Neujahrsfest eine Ueberraschung mit:

The chinese table cameHua-Hin Chinesischer Tisch

Seit Jahren träume ich von einem chinesischen Tisch, einem Tisch aus Porzellan wie ihn Pat zu Hause stehen hat. Aber woher holen? Als Pat mit ihren Nierensteinen im Spital war, liess sie ihre Beziehungen spielen und fand einen Chinesen in der Nähe von Pattaya, und brachte dieses Prachtsstück mit. Es ist ein Chinesischer Tisch aus China. Man beachte die rote Blume mit Namen „Botan“, eine Pfingstrose, Symbol für blühende Liebe. Dies war wieder typisch Pat. Surprise, surprise !

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Jan 28 2013

Pro Tag sind auf dieser Seite über 50 Besucher – werde „Organspender“ !

Bist Du Organspender? Hast Du Deinen Spenderausweis ausgefüllt?

organspendeWer weiss, ob du nicht bald selber ein Spender-Organ brauchen könntest? Sei kein Feigling und füll einen Spenderausweis aus. Du kannst damit ein Leben retten, auch wenn Du Dich bereits ins Jenseits abgemeldet hast.

Man kann fast alles weiterverwenden: Herz, Lunge, Niere, Leber, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse, Augenhornhaut, Haut.

Du kannst Dich in Internet Online anmelden bei:

  • Nur in Oesterreich nicht. Aber Gratulation den Oesterreichern. Sie haben die beste Regelung. In Österreich gilt die sog. Widerspruchsregelung. Das bedeutet, wenn Sie zu Lebzeiten einer Organspende nicht ausdrücklich widersprochen haben, wird davon ausgegangen, dass dem Körper Organe zur Transplantation entnommen werden dürfen. Die Regelung gilt auch für Urlauber, die sich in Österreich aufhalten.

Hast Du Dich angemeldet? Schreib mir hier in diesem Blog einen Kommentar, wenn Du zu den Organspendern gehörst – Dankeschön

Pro Tag werfen im Durchschnitt 50 Besucher einen Blick in diesen Blog. Wenn sich nur 10% davon als Organspender anmelden würden! Es tut bestimmt nicht weh!

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Sep 10 2012

Die gefährlichsten Tropenkrankheiten in Thailand

Thailand gilt als sicheres Reiseland. Trotzdem sollte man sich vor den dort am häufigsten vorkommenden Infektionen schützen.

Denguefieber

Das Denguefieber ist eine der durch Mücken am häufigsten übertragenen Viruserkrankungen. Dengue ist in Thailand weit verbreitet, die Behörden melden mehr als 50.000 Fälle pro Jahr.

Die meisten Erkrankungen treten im Süden und im Nordosten (Isan) von Thailand auf. Allerdings werden auch vereinzelt Fälle in den Touristengebieten und in Bangkok gemeldet.

Rechtzeitig erkannt, lassen sich die Symptome von Dengue in der Regel gut behandeln. Der Verlauf ähnelt dem einer starken Grippe. Eine ursächliche Behandlung gibt es allerdings nicht. Bei etwa fünf Prozent der Erkrankungen kommt es aber zu schweren Komplikationen und sie enden tödlich.

Gegen Dengue Fieber kann man sich nicht impfen. Schützen kann man sich nur vor den infizierenden Stichen mit Sprays, Lotionen und langer Kleidung. Die den Dengue-Virus übertragende Mücken sind auch TAGAKTIV !

Tollwut

So mancher Tierliebhaber lässt sich dazu hinreissen, sie zu füttern oder mit ihnen zu spielen: Allerdings sollten Sie beachten, dass nach Aussage von Ärzten bis zu 30 Prozent der knuddeligen Straßenhunde in Thailand mit dem Tollwut-Virus infiziert sind.

Gegen Tollwut kann man sich impfen lassen, dies wird im Allgemeinen auch dringend bei längeren Aufenthalten empfohlen.

Im Falle eines Bisses ist Eile geboten – unbehandelte Tollwut-Infektionen verlaufen beim Menschen in der Regel tödlich. Wurde man gebissen und ist nicht geimpft, sollte man sich schnellstens in ärztliche Behandlung begeben.

Hepatitis

Die Hepatitis oder Gelbsucht wird durch Viren verursacht. Die Viren verursachen eine Entzündung des Lebergewebes.

Ihr Krankheitsverlauf ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Zumeist geht die Krankheit einher mit Erschöpfung und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kommt es dann häufig zu Schmerzen im Bereich der Leber und der typischen Gelbfärbung von Haut und Augen.

Es gibt drei verschiedene Virus-Typen: A, B und C.

  • Der A-Typ wird durch verunreinigtes Essen, sowie verdrecktes Wasser übertragen.
  • Hepatitis B und C werden, ähnlich dem HIV-Virus, durch Körperflüssigkeiten übertragen.

Gegen akute Hepatitis gibt es keine spezifische Behandlung. Allerdings kann man sich gegen die Typen A und B impfen lassen, was allgemein empfohlen wird. Keinen Impfstoff dagegen gibt es gegen Hepatitis C, hier gelten die selben Vorsichtsmaßnahmen wie zum Schutz vor einer HIV-(Aids)-Infektion.

Malaria

Malaria wird durch von der Anopheles-Mücke übertragene Parasiten (Plasmodien) verursacht. Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, kann bis zu ein Jahr betragen. Sie äußert sich in der Regel durch hohes Fieber gepaart mit starken Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Gliederschmerzen.

Es gibt kein Impfmittel und damit auch keinen absolut sicheren Schutz gegen Malaria.

Nun die guten Nachrichten: Thailands Touristen-Zentren und Großstädte gelten als malariafrei! Als Risikogebiete gelten die Gebiete im Süd-Osten an der Grenze zu Kambodscha, sowie im Nord-Westen zur Grenze Birmas. Ebenfalls als gefährdet gelten die Gebiete im so genannten Goldenen Dreieck, der Khao Sok Nationalpark, sowie die Inseln Koh Chang und Koh Mak.

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis gilt als schwere Virus-Infektionskrankheit. Sie tritt in manchen ländlichen Gebieten Thailands auf – in den touristischen Gebieten und ausserhalb der Regenzeit allerdings nicht. Übertragen wird das Virus einmal mehr durch Mückenstiche.

Im Verlaufe der Erkrankung kann es zu einer Gehirnschwellung kommen. Schwere Verlaufsformen enden in einem Viertel der Fälle tödlich.

 

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Dez 28 2010

Medizinische Versorgung

Wie mir bereits in der Schweiz vom Tropen-Institut versichert wurde, ist die medizinische Versorgung in Thailand hervorragend. Die Spitäler verfügen über exzellente Aerzte. Das ganze medizinische System der Aerzte und Spitäler ist in privater Hand. Es gibt praktisch keine Hausärzte. Sobald man ärzliche Unterstützung braucht, muss man in ein Spital oder eine der Polikliniken.

Wie ich in der Zwischenzeit erfahren konnte bezahlt man je nach Spital für ein 1-Bett-Zimmer zwischen 3’000 und 6’200 Baht (entsprechend Fr. 100 – 200 resp €70-140), wobei das Bangkok Hospital zu den teuersten Kliniken gehört. Dort beginnen die Zimmerpreise bei 6’000 Baht. Dazu kommen Kosten fürs Essen und die medizinische Betreuung.

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Dez 13 2010

Bangkok Hospital in Hua-Hin

Bangkok Hospital in Hua-HinSeit ein paar Monaten befindet sich auch in Hua-Hin eine Dependance des berühmten „Bangkok Hospital“, das einen hervorragenden Namen bei der Behandlung von Herzkrankheiten aufweist. Da auch ich in den nächsten 20-30 Jahren (!) vor Krankheiten und Unfällen nicht verschont sein werde, habe ich mich als Member in diesem Spital registrieren lassen. Ich habe nun eine Member-Card, die mich ausweist, dass ich jederzeit ins „Bangkok Hospital“ eingeliefert und gepflegt werden kann, auch ohne bei Bewusstsein zu sein. Ab 1. Jan. 2011 akzeptieren sie die Europäischen und auch Schweizer Krankenversicherungskarten. Meine habe ich bereits hinterlegt.

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