Category: Typisch Thailand, Sitten Bräuche

Das Leben in Thailand erfordert eine gewisse Erfahrung im Umgang mit den Thais und dem Land. Alles ist anders: Glaube, Sitten und Brauchtum, Buddhismus, König, Tod etc

Typisch Thailand: Visum und seine Tücken

Ein guter Freund von mir ist Luxemburger und mit einer Thailänderin verheiratet. Beide haben einen noch nicht 2-jährigen Sohn. Dieser Kleine hatte ein grosses Problem, um nicht mit dem thailändischen Immigration-Gesetz in Konflikt zu kommen.

Er ist geboren in Luxemburg und demnach hat er als erstes den luxemburgischen Pass erhalten. Als er ungefähr vor 1 Jahr zum ersten Mal nach Thailand einreiste, erhielt er in seinem Luxemburger Pass ein 1-Jahres-Visum wie sein Vater. In der Zwischenzeit wurde ihm der thailändische Pass ausgehändigt, weil seine Mutter eine Thailänderin ist.

Das Problem war nun, dass er wegen des 1-Jahres-Thailand-Visum in seinem Luxemburger Pass Thailand spätestens nach 1 Jahr verlassen musste, um sich nicht strafbar zu machen!

Auf der Immigration konnte er sich nicht ausstempeln lassen. Er musste das Thailand physikalisch verlassen, sich ausstempeln lassen und dann wieder mit seinem Thai-Pass einzureisen! Aus diesem Grund flogen der Vater mit seinem kleinen Sohn anfang November nach Kuala Lumpur (Malaysia), um dem Gesetze genüge zu tun.

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Typisch Thailand: Die Pünktlichkeit

Es ist bekannt, dass die Thailänder es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nehmen. „Komm ich nicht heute, dann eben Morgen„.

Für viele Ausländer ist dies ein Aergernis, denn sie leben immer noch in ihrer alten Heimat. Sie ärgern sich, lassen sich stressen und beschweren sich!

Es gibt aber einige Ausnahmen in Bezug auf Pünktlichkeit. Das „Bangkok Hospital“ ist in der Beziehung mustergültig. Wenn ich auf eine bestimmt Zeit bestellt werde, dann komme ich auch zu der Zeit an die Reihe Exakt sind auch die Banken und Shopping-Centers mit der morgendlichen Oeffnung. Auf die Sekunde genau werden die Schalter und die Türen geöffnet.

Final zur Wahl der „Mrs. Elegant Thailand 2019“

16. Nov. 2019: Mrs Elegant Thailand 2019 Wahl im Market Village

Eine Bestätigung der Unpünktlichkeit habe ich heute wieder erlebt. Die Wahl der „Mrs.Elegant Thailand 2019“ war heute am 16. November im Eingangsbereich des Shopping Center Market Village angesagt. Die Veranstaltung sollte zwischen 17 – 20 Uhr stattfinden. Sie startete aber mindestens 1 Stunde verspätet. Ich weiss nicht genau wann, es könnte nämlich auch erst nach 18:30 gewesen sein, weil um 18 Uhr die Zuschauer von den Zuschauer-Terrassen über dem Eingangsbereich weggeschickt wurden. Dazu gehörte auch ich. Seit etwa 16:30 sass ich dort und wartete auf den Beginn des Spektakels, das mit grossem Aufwand beworben wurde. Die Veranstaltung fand somit ziemlich unter Ausschluss der Oeffentlichkeit statt. Die Thais feierten sich selber

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Ausflüge in zwei Karst-Höhlen rund um Hua Hin

Rund um Hua Hin gibt es unzählige Höhlen in den skurrilen  Karstfels-Formationen. Ein grosser Teil ist  erschlossen und für Menchen zugänglich gemacht. Einige davon beherbergen heilige Gedenk-Stätten, in denen Mönche beerdigt oder einer der thailändischen Könige eine Gebetstelle errichtet hat.

Mir Ruedi und Christina haben wir am 20. und 22. Feb. 2019 die beiden Karsthöhlen „Khao Dao“ und „Khao Luang“ besucht. Die Reihenfolge war optimal. Zuerst erkundeten wir die einfache „Khao Dao Höhle“ und zwei Tage später die  prachtvollere „Khao Luang-Höhle“ im 75 km von Hua Hin entfernten  Phetchaburi.

„Khao Dao“ westlich Hua Hin

Diese Höhle befindet sich auf dem Weg zu den Palau Wasserfällen etwa 25 km westlich ausserhalb Hua Hin. Die Höhle liegt im Tempel „Wat Nong Phlab“ oder auch „Wat Nong Pub“ genannt. (GPS: 12.5503394, 99.9688666)

Ausgerüstet mit Taschenlampen, Foto-Apparaten, geeignetem Schuhwerk und genügend Wasser fuhren wir geleitet durchs Navi los. Auf dem Tempel-Areal fanden wir recht schnell den treppenförmige Aufstieg zur Höhle und daneben eine Beschreibung. Im Internet habe ich gelesen, dass man hier unten das Licht für die Höhle einschalten muss, bevor man die rund 150-200  Tritte nach oben steigt.,  Ganz in der Nähe sassen ein paar Nonnen, die wir darauf ansprachen Den Lichtschalter fanden wir wenige Meter vor dem Treppenaufstieg zur Höhle. Als wir aus der Höhle zurückkamen und den Nonnen eine Spende geben wollten, waren sie leider weg.

Die Höhle besteht aus 2 resp. 3 Gängen von je ein paar 100 m Länge. Man kann sich nicht verlaufen, sofern das Licht brennt. In Thailand weiss man ja nie, wie schnell der Strom ausfällt. Also: Unbedingt Taschenlampe einpacken und  sich vergewissern, wie die Lampe auf dem Smartphone funktioniert.

Gleich beim Eingang zur Höhle mussten wir all unseren Mut zusammen nehmen, als wir eine Leiter mit 8-10 Sprossen hinunterklettern mussten. Auch dieses Hindernis bewältigten wir mit unseren alten Knochen, denn links und rechts am Fels gab es genügend Griff-Möglichkeiten. In der verwinkelten Höhle entdeckten wir nur wenige Buddhas, dafür sehr gut angebrachte, effektvolle Lichtinstallationen. Insgesamt gab es wenig Licht, das meistens noch stark blendete, sodass wir gut auf den unebenen Weg achten mussten, um keinen Fehltritt zu machen,

„Tham Khao Luang“ in Phetchaburi

Eine der spektakulärsten Höhlen in der Hua Hin Umgebung ist bestimmt die die Khao Luang Höhle im Stadtgebiet von Phetchaburi. Sie liegt im Innern des Khao Luang Hügels, der etwa 90 m hoch aus der sonst flachen Landschaft emporragt. Auf dem Parkplatz vor dem Höhleneingang wurde uns ein numerierter Parkplatz zugewiesen. Parkwächter ausgerüstet mit Steinschleudern schützten das Auto vor den wilden Affen. (GPS: 13.13544, 99.93337)

Die Höhle besteht aus drei unterirdischen Kalksteinkavernen. In der großen Eingangshöhle steht eine imposante Buddhastatue, umgeben von mehreren kleineren Statuen.

Die ausgesprochen eindrucksvolle, über 3 m hohe Sitzfigur wurde von König Rama V zu Ehren seines Großvaters König Phra Nang Klao (Rama III) und seines Vaters König Mongkut (Rama IV) errichtet. König Mongkut nutzte die Höhle oft zu seinen Meditationsübungen.

In weiteren Höhlenkammern begegneten wir einer 6 m langen liegenden Buddha-Figur sowie einer unüberschaubaren Anzahl von Buddha-Statuen in unterschiedlicher Form und Größe. Insgesamt sollen in den Felsengrotten 180 Buddhastatuen ausgestellt sein.

Ein außergewöhnliches Erlebnis ist das gespenstische Schlaglichtspiel der Sonne in der Höhle. Durch große offene Felsenlöcher in den hohen Gewölbekuppeln fällt das Tageslicht in schrägen weißen Strahlenbündeln auf den Höhlenboden und lässt das halbdunkle Höhlenrund wie einen mystischen Hades erscheinen.

Hinten links  fallen die Sonnenstrahlen durch das Loch in der Höhlendecke. Rundherum ist es dunkel

 

 

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Chinese New Year 2019: Umzug durch Hua Hin

Am  Montag, 4. Feb. 2019 fand die offizielle „Chinese New Years Party“ der Gemeinde Hua Hin statt. Der Anlass  begann am späten Nachmittag mit einem Umzug vom Pone Kingpetch Platz, benannt nach dem gleichnamigen einzigen thailändischen Box-Weltmeister, und führte via Hauptstrasse Phetkasem – Night Market – Hua Hin Market zurück auf den Festplatz.

Dieses Fest war für den ganzen Gemeind- oder Stadtrat die Gelegenheit, sich den Bewohnern und ihren Wählern zu präsentieren. Vorallem der Mayor Khun Jira Phongphaiboon war darin sehr eifrig und begrüsste alle Inhaber der Geschäfte auf der ganzen Umzugsroute und gab jedem eine kleine in Goldpapier eingewickelte Süssigkeit..

Für die chinesische Bevölkerung ist das Neujahrsfest eine Gelegenheit, sich grosszügig zu zeigen und Geld zu spenden. Nach ihrem Glauben erhält man nämlich Spenden im Laufe des Jahres 1’000-fach zurück.

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Chinese New Year 2019: Jahr des Schweines (Teil 1 )

Das Chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, gilt als der wichtigste Feiertag in China. Weil sowohl in China als auch in Taiwan seit 1911 der gregorianische Kalender gilt, fällt das traditionelle Neujahr nicht mehr mit unserem Neu Jahr zusammen. Der Beginn des Neujahrsfestes fällt auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Das Chinesische Neujahrsfest 2019 ist am 5. Februar 2019. Es beginnt das Jahr des Erd-Schweins

Mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentänzen wird das Neujahr eingeleitet. Schon Tage vorher, beginnen die Festivitäten.

In meiner  Foto-Galerie „Best of Thailand“ berichte ich detaillierter und mit zusätzlichen Fotos  über den“Chinese New Year“ Brauch

Chinese New Year’s Party vor dem Market Village

Die nchfolgenden Bilder stmmen von der Chinese New Years Party vor dem Market Village Shopping Center vom 2. Feb. 2019

Der Löwentanz

Der Löwentanz  ist ein traditioneller Tanz in der chinesischen Musik, der von meistens zwei Personen unter einem „Löwenkleid“ mit Musik aufgeführt wird. Der eine Tänzer bewegt den Kopf, der andere das Hinterteil. Im Gegensatz zum Drachen kann der Löwe seine Ohren, Augen und seinen Mund bewegen und die Jagd nach dem Glücksgeld ist eine alte Tradition des Löwentanzes.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

Der Drachentanz

Der Drachentanz gehört zu einer Kategorie der Volkstänze, welche deutlich sichtbare Verbindungen mit der Akrobatik tragen. Denn der sich windende Tanz des Drachen verlangt von den Tänzern akrobatische Sprünge, um naturgetreu die windenden wogenden Bewegungen einer solch großen Kreatur darzustellen. Die Tänzer verwenden dazu zusätzlich Stangen, um den riesigen Körper des Drachen zu heben und zu senken und so möglichst lebensechte Bewegungen zu simulieren.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin: Drachentanz

Rot ist die Farbe des Glücks

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen (oder, je nach Quelle, aus dem Meer) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die Farben Rot und Gold reagieren würde.

2. Feb. 2019: Chinese New Year im Market Village Hua Hin

 

 

 

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Hong Thong Tempel – Der Ort meiner letzten Begegnung

Dies stand schon lange fest und meine Tochter weiss es: Falls ich nicht in Europa sonden in Thailand versterben sollte, dann will ich hier in Thailand kremiert und meine Asche soll im „Wat Hong Thong “ ins Meer verstreut werden. Dies ist mein innigster Wunsch.

Am 22. Dez. 2018 besuchte ich mit Pat diesen für uns so besonderen Ort

Etwa 60 km ausserhalb von Bangkok (Song Khlong, Ampoer Bang Pakonk, Chacheongsao Province) liegt mitten im Meer der „Wat Hong Thong“ Tempel. Ich war im 2008  erstmals dort und war schon damals beeindruckt von der Ruhe und Zufriedenheit, die hier herrschte. Keine Hektik und kein Lärm. Viele Gläubige kommen hierher, um die Asche ihrer Verstorbenen im Meer zu verstreuen. Man sah noch ein paar Urnen zwischen den Sträuchern. Sie ruhen hier und niemand würde sie anrühren.

Alle paar Jahre besuche ich gemeinsam mit Pat diesen Tempel, weil wir beide an diesem Ort unsere Ruhe und Zufriedenheit finden.

Koordinaten:  N:13.47423, E:100.87230

Adresse: Song Khlong, Bang Pakong District, Chachoengsao

Wat Hong Thong

Wat Hong Thong

 

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Ist Thailand ein Paradies?

Blaue Strände, feines Essen, Früchte wo man hinschaut, hübsche Mädchen, tiefe Preise = Ein Paradies für uns reiche Ausländer?

Es ist wirklich ein Paradies. Falls man weltoffen ist und den Bünzli-Schweizer zu Hause lässt, dann kann man hier wunderbare und einmalige  Ferien verbringen. Aber man muss sich an die einheimische Lebenweise  anpassen und die ungeschriebenen Regeln einhalten. Es gelten Gesetze, aber diese werden nicht immer eingehalten. So können auf der normalen Fahrbahn auch Autos und Motorräder entgegenkommen. Falschfahrer gibt es nicht. Es gibt nur dumme Farangs (=Fremde), die meinen Recht zu haben und sich darüber ärgern.

In Thailand herrscht eine Militärdiktatur:

Als Ausländer spürt man davon wenig oder gar nichts. Höchstens durch Gesetze, die auch uns Ausländer betreffen. Aber von Repressionen an Ausländern habe ich noch nichts gehört, sofern man sich an gewisse ungeschriebene Regeln hält. Aus diesem Grund kritisiere ich auch nicht das Militär, sondern akzeptiere alle ihre Erlasse als für dieses Land gegeben an.

Dengue Fieber:

Lange Zeit ist dieses Problem tot-geschwiegen worden. Nun hat aber das thailändische Gesundheits-Ministerium berichtet, dass die Zahl der Dengue-Patienten  von nicht weniger als 5’000 pro Woche auf 3’000 gesunken ist..

Die Abteilung Disease Control (DCD) hat berichtet, dass es in den letzten Monaten nur noch zwischen 2’000 und 3’000 Fälle von Dengue pro Woche gab. In den letzten fünf Jahren waren es noch zwischen 5’000 und 8’000 Erkrankungen je Woche. 

Shopping:

Ein wahres Paradies für Kaufsüchtige. Nicht nur gutgemachte Kopien kann man hier kaufen, auch tolle Thai-Marken Kleider, Shirts, Taschen, Schuhe etc.

Aber die wenigsten halten sich daran … obwohl man nur 1 Kopf hat

Gefährlicher Strassenverkehr

Ich hatte bisher Glück und kann die Mahnungen vor den vielen Verkehrstoten nicht bestätigen. Vielleicht habe ich bisher auch Glück gehabt? Aber es ist ratsam, nicht nachts  mit dem Motorrad oder Auto unterwegs zu sein, denn dann besteht  echte Gefahr durch betrunkene, übermütige und übernächtigte Thais.

Der Ausländer ist immer schuld: Aufgepasst bei der Miete eines Scooters

Bei Unfällen aller Art muss man sich bewusst sein „Der Ausländer ist immer schuld“, auch wenn die Situation ganz klar war.  Der Ausländer hat keine Chance. Er verfügt über das notwendige Geld, spricht die thailändische Sprache nicht, und die Thailänder halten zusammen.

Aus diesem Grunde sollte man sich gut versichern, sofern dies möglich ist. Bei der Miete eines Scooters zum Beispiel ist zwar die für Thailand übliche Minimal-Haftpflicht-Versicherung enthalten, aber die reicht nie aus bei einem Unfall. Leider kann man sich nicht besser versichern lassen, denn keine Versicherung will die „verrückten“ Fremden auf gemieteten Rollern versichern. Anders sieht es aus, wenn man einen Roller gekauft hat. Dann kann man eine für Ausländer genügend hohe Haftpflicht-Versicherung abschliessen.

Kopien Ausweise, immer auf sich tragen:

Es hat sich bewährt, Kopien (nicht Originale) von Ausweisen wie Pass, Visum, Arrival-Card, Krankenkasse-Karte, Internationaler Fahrausweis etc immer bei sich zu haben. Vielleicht auch ein „1-Hilfe Papier“ mit Angaben über einem selber wie aktueller Wohnort-Adresse, Kontaktpersonen zu Hause etc. Oft werden z.B. eine Passkopie verlangt beim Geldbezug/-Wechsel, Checkin Hotel etc.

Rauchverbot:

Es gibt noch wenige Orte, wo man rauchen darf, z.B. zu Hause in den eigenen 4 Wändern. Seit 1-2 Jahren wurde ein rigoroses Rauchverbot in Thailand durchgesetzt. Am Strand ist das Rauchen nur noch auf kleinen ausgeschilderten Flächen erlaubt! Sogar rund um öffentliche Gebäude wie Shopping Centers etc ist Rauchen verboten. Für süchtige Raucher ist Thailand ein schwieriges Pflaster!

Ausleihverbot von Liegestühlen an Stränden:

Jeweilen am Mittwoch dürfen keine Liegestühle und Sonnenschirme vermietet werden. An diesem Tag soll der Sandstrand geputzt werden. Aber wer tut dies schon? Also, Mittwoch ist Erholung der Haut angesagt!

19. 11. 2018: Bangkok Chinatown Wat Traimit: Bekleidungs-Regeln

Kleidung:

Obwohl das Klima in Thailand im Allgemeinen hoch ist und tagsüber selten unter 30ºC fällt, sollte man sich anständig bekleidet auf den Strassen bewegen. Wir Europäer regen uns zu Hause ob den verschleierten Araberinnen auf. weil sie nicht in unser Bild passen. Dassselbe  müssen auch die Thais ertragen, wenn die Europäerinnen ohne BH,s  unter den Blusen herumlaufen oder Oben-ohne am Strand liegen, oder die männlichen Fremden mit ärmellosen Leibchen und behaarten Oberarmen herumspatzieren. Beim Besuch von Tempeln und Königsstätten gelten noch rigidere Regeln: keine kurzen Short, Schultern bedeckt etc

Alkohol-Kaufverbot:

Dieses besagt, dass alkoholische Getränke täglich nur von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 24 Uhr verkauft werden dürfen. Außerhalb der festgelegten Zeiträume darf kein Alkohol verkauft werden, unter Ausnahme von internationalen Terminals an Flughäfen.  Diese Einschränkung  gilt für Bars, Restaurants und auch Geschäfte.

Bussgeld Abzocke durch Polizisten:

Polizisten in Thailand verdienen wenig. Wenn am Ende des Monates zu wenig Geld übrig ist oder die Weihnachtsgeschenke gekauft werden müssen, bereichern sich einige thailändische Gesetzeshüter daher gern auf andere Weise. Sie kontrollieren vermehrt Mopedfahrer in puncto Helmpflicht und kassieren ab. Besonders gefährdet sind Touristen, die sich mit den örtlichen Gesetzen nicht auskennen und zudem meist Verständigungsprobleme haben. Sie sind ein leichtes Opfer, denn bevor sie sich mit der Polizei anlegen, blechen sie lieber.

Interessant ist, dass an solchen Verkehrskontrollen, die Thais durchgewunken werden, auch wenn sie keinen Helm tragen!

Aggressive Strassen-Hunde:

Millionen von wilden, herrenlosen Strassen-Hunde leben in Thailand und kämpfen ums Ueberleben. Leider sind viele davon äusserst aggressiv gegen Menschen und greifen sie auch an, was ich selber mehrfach erlebt hatte. Sie machen nicht einmal Halt vor Autos, was mitr ande Okt. 2018 passierte, als zwei solche Hunde meinen Toyota Vios angriffen und die Tür verkratzten. Viele der Hunde tragen zudem die Tollwut-Krankheit ins sich, die auch für Menschen tödlich ist, wenn man sich nicht unverzüglich im Sptal impfen lässt. In der Beziehung muss ich den Behörden einen Vorwurf machen, dass sie nichts dagegen tun!

Immigration und VISA-Regeln:

In der Beziehung sind die Thais pinkelig. Es gilt die Regel: Der Einreisende hat sich zu vergewissern, dass er die richtigen Stempel hat! Bereits bei der Einreise sollte man unbedingt kontrollieren und nötigenfalls sich an Ort und Stelle beschweren, ob der Einreise-Stempel mit Angabe der Aufenthaltsdauer im Pass korrekt ist. Ein Ueberziehen der erlaubten Aufenthaltsdauer kann kostspielig werden.

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Oktober 2018 „Live Ticker“ vom Thai Max

+++ Dengue-Fieber +++ Krankheiten +++ Halloween und Rückblick auf meinen Unfall vor 1 Jahr +++ Reparaturen +++ Sau-Schwobe +++ High-Speed Train +++ Ankunft in HH +++

Mein kranker Nachbar – Tumor – Dengue Fieber

Ich habe früher schon über meine beiden Nachbarn links von mir berichtet. Ich habe mich damals über ihre Geburtstags-Parties beschwert. Aber im Prinzip sind es zwei liebe schwule Holländer. Nachdem der eine lange Zeit schwer krank war, ich vermute Aids, geht es ihm wieder viel besser.

Aber nun hat es seinen Freund erwischt. Er war der Stärkere von beiden auch von der Figur her. Alles begann mit neuen Knie-Gelenken, die er sich in Bangkok einpflanzen liess, dazu kam eine Thrombose, dann Lungen-Entzündung und Dengue-Fieber. Und zu guter letzte hat man bei ihm  im Gehirn zwischen den Augen einen bösartigen Tumor entdeckt. Und dies alles in den letzten 8 Monaten. Ohne Schlafmittel könne er nicht mehr schlafen, meinte er zu mir. Aber man muss versuchen, positiv zu sein! Ich war selten derart schockiert!

Was mich zusätzlich erschreckte: Das unheilbare Dengue-Fieber ist nun auch hier in Hua Hin eingetroffen. Also aufpassen und Mücken-Schutzmittel einreiben. Die Dengue-Krankheit wirde durch einen Mückenstich verursacht und ist beim ersten Mal nicht tödlich. Man bekommt Fieber wie bei einer Grippe. Eine zweite Ansteckung endet meistens aber tödlich, weil sich das Blut verflüssigt und sich im ganzen Körper verteilt. Ein schrecklicher Tod.

Halloween und Rückblick auf meinen Unfall

Am 3. November vor einem Jahr hatte es mich auf dem Bahnübergang Khao Tao mit dem Rennrad überschlagen. Ich hatte unmässig Glück und kann heute meinen Sport weiterhin betreiben. Ich sah damals aus wie eine Halloween-Maske. Ich bin gespannt, was die Thais dieses Jahr aus Anlass des Halloween auflegen. Die Thais übernehmen bekanntlich alles, was aus den Staaten kommt. Jeden Mist, auch Halloween.

Ich wünsche Euch ein „Happy Halloween“

Reparatur meines Rucksackes

Ohne meinen Rucksack bin ich auf Reisen verloren. Ich kaufe mit ihm ein, in ihm transportiere ich meine Foto-Ausrüstung, er enthält meine Reserve-Taschentücher, Kugelschreiber und auch Waschklammern. Er ist bereits einige Jahre alt. Er ist ein Teil von mir.

Hier in Thailand angekommen, riss ein Träger! Aber in Thailand kann man alles reparieren lassen. Nicht nur den Reissverschluss in meiner Bettwäsche, wie letztes Jahr. Auch den Träger liess ich neu annähen. 3 Stunden später hatte ich ihn wieder. Professional angenäht für Fr. 3.–

Sau-Schwobe und Schwobe

Wenn wir in Basel von den Deutschen sprechen, dann reden wir von den „Schwobe“. Die ist kein negativer Begriff, sondern eher ein Kosenamen, wie die „Schwöbli“, das Weggli mit zwei Häften!  Es gibt dann aber die andere Spezie von „Schwobe“, die wir gar nicht mögen, weil sie unter anderem mit ihrem Egoismus brillieren, Stärke und Macht zeigen und „Grosskotzt“ auftreten …. und bei mir die Haare im Nacken aufstehen lassen. Bei denen spucken wir Basler lieber vorher auf den Boden , bevor wir einen grossen Bogen um die machen.

Zu diesen gehören  der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück, der mit der Kavalerie in die Schweiz einziehen wollte. Ja, dies vergessen wir nicht. Oder neuerdings die Bayern-Mafia Seehofer, Dobrindt, Rummenigge und Hoeness. Das sind „Sau-Schwobe“.

Dazu passt auch die Meldung vo,m 22. Okt. 2018, dass die deutscher Kanzlerin das Abgasproblem in den Städten durch eine Anpassung des Gesetzes lösen will: sie setzt die Grenzwerte hinauf …. und bereits gibt es keine Fahrverbote mehr und die Luft ist wieder besser… und niemand kann den Diesel-Abgasen die Schuld für die schlechte Luft zuschieben. Dies nennt man politische Entscheidung. Auch diese Lösung ist typisch „Sauschwöbisch“. Man rette das Land, unterstützt die Betrüger sprich Industrie auf Kosten der Einwohner und deren Gesundheit.

High Speed Eisenbahn BKK – HH

Wie ihr wisst, wohne ich recht zentral inm Hua Hin unweit der Eisenbahnlinie Bangkok – Malaysia. Die Züge haben mich anfänglich gestört. Ich habe bei jeder Durchfahrt die Beine hochgezogen, weil ich meinte, sie fahren durchs Schlafzimmer. Entweder habe ich mich in der Zwischenzeit daran gewöhnt, oder der Lärm hat sich durch die wuchernden Gräser und Sträucher gedämpft.

Als ich vor wenigen Tagen frisch in Hua Hin ankam, entdeckte ich mächtige Baumaschinen neben dem bestehenden Eisenbahngeleise. Unzählige Arbeiter schufteten nicht nur tagsüber, die halbe Nacht. Sie bohrten Löcher in die Erde und füllten sie mit Eisenbeton. Sie arbeiten an der ersten Hochgeschwindigkeit-Strecke in Thailand von  BKK nach Hua Hin. Man wird in wenigen Jahren in 1.5 Stunden nach Bangkok reisen können. Heute braucht man etwa 4 Stunden.

Begonnen haben die Bauarbeiten am 1. Oktober 2018. Das ganze wird von China finanziert und soll im 2022 in Betrieb genommen werden

17. Okt. 2018: Ankunft in meiner Thailand-Residenz

Maleena, die Hauseigentümerin, hatte geputzt und alles auf Vordermann gebracht. Die Betten waren angezogen, das Wasser eingeschalten, der Kühlschrank war eingekühlt und bereits mit Wasser-Flaschen angefüllt. Ein Schock aber war unser Garten. Die blauen Winden haben alles überwuchert und sind wieder den Strommast hochgekrochen. Die bekommen wir nie in den Griff. Ich würde die ganze Erde auswechseln, aber Pat lässt sich dazu nicht überzeugen. Sie liebt diese Blumen, die sie aus ihrer Zeit, als sie in den Bergen weilte,  mitgebracht hatte.

Ich bin nun im Thai-Dilemna. Mit Thais kann man nicht logisch argumentieren und noch weniger etwas festlegen. Dann sind sie schnell beleidigt. Ich habe Pat arbeiten lassen und hoffe, dass sie selber auf die Idee kommt, die Erde auszuwechseln. Ich vermute nächstes Jahr wird es soweit sein! Ja mit einer Thai-Freundin muss man auch Thai-Psychologe sein.

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Thailand, das Sex-Paradies

Alter Mann + junges Mädchen = Grossvater + Tochter

Zwei Gegensätze

So hätte mein Beitrag auch lauten können. Immer wieder stosse ich mich, wenn ich die obige Konstellation in Thailand sprich Hua Hin beobachte. Es ist keine Eifersucht, weil der Alte sich ein knapp 20-jähriges Thai-Girl an Land ziehen konnte, und ich nicht. Ich habe auch kein Problem, wenn er ins Puff geht und dort seine Lust auslebt. Ich habe auch keine Probleme, wenn sich Paare ähnlichen Alters finden und paaren.

Ich schäme mich als Farang, als Ausländer derselben Sorte, dass er die Not der jungen Mädchen öffentlich  missbraucht, und sich vermeintliche Zuneigung (=Jungbrunnen) einkauft und sich darin versteift, dass er seine grosse Liebe gefunden hat. Ich weiss aus Schreiben und Hilferufen an mich, dass manche, mehr als man meint,  dieser Alten über den Tisch gezogen wurden, bis sie nicht mehr zahlen konnten, oder ihre ausbezahlte Rente in einem Haus deponiert war, das ihnen nicht mehr gehörte..

Ich verstehe die Mädchen. Ohne Neben-Einnahmen durch einen „Alten“ ist ihr Leben trist. Sie verdienen ihr Geld als Bardamen und Prostituierte, die keine Zukunft haben, wenn sie älter werden. Es geht ihnen ums blanke Ueberleben.

Ich verstehe auch die „Alten“. Ihr Gehirn ist in die Hosen gefallen. Sie können nicht mehr logisch denken. Zu Hause haben sie keine  Chance bei jüngeren Frauen. Warum denn gerade hier?

Indirekt bin auch ich von diesen Typen betroffen. Ich leide darunter und werde sogar beschimpft. Sobald ich nämlich zu Hause erzähle, dass ich den Winter in Thailand verbringe, dann werde ich vor allem vom weiblichen Geschlecht zu 90% als notgeiler Senior bezeichnet! ohne dass sie über mein hiesiges Leben etwas wissen

Ich weiss, es ist jedermanns freier Entscheid, was er tut und wie er sich verhält. Aber es gibt auch in Thailand gewisse Sitten. Wir in Europa ärgern uns auch auf, ob den verschleierten Burka-Trägerinnen, weil sie sich nicht unseren Sitten anpassen. Dies ist dasselbe in Thailand. Kein alter Thai würde sich an ein junges Mädchen hängen und öffentlich seine Verliebtheit demonstrieren.

Gestern bin ich mit Pat, sie ist auch schon 65 Jahre alt, auswärts in einem Ess-Park essen gegangen. Während Pat das Ess-Plättchen bestellt und zum unseremTisch brachte, hatte ich Zeit die vorbeischlendernden Leute zu beobachten. Da kam doch einer vorbei, dessen Alter nicht mehr bestimmbar war. Er hinkte stark, hatte aber einen Thai-Teenager an der Hand. Sie voll-bepackt mit Einkäufen aus den nahen Boutiquen. Sie setzten sich an einen Tisch neben uns. Er hatte Mühe, sich zu setzen. Seine Arthrose liess grüssen. Ihr Konvertsation war mühsam. Ihr Englisch reichte knapp, um JA und NEIN zu sagen. Die restliche Zeit sassen sie sich schweigend gegenüber, während das Thai-Girl mit ihrem mobilen Telefon spielte.

Zwischendurch sah ich vor meinem geistigen Augen, wie die beiden wohl im Bett funktionierten? Es schauderte mich. Ich musste meine Gedanken ablenken. Ich schäme mich, obwohl ich sonst keine Scham kenne!

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März 2018 „Live-Ticker“ vom Thai Max

Rad-Training mit Andy Schleck +++ Thai-Post +++ Neue Banknoten mit dem Kronprinzen +++ Mein Rückflug +++ Kostenabrechnung Unfall

Mein Rückflug – Aerger mit dem Gepäck-Scanner

Am 14. März war es wieder soweit. Ich bin um 19 Uhr in Zürich Kloten gelandet. Der Flug mit der Swiss Boeing 777-300 war problemlos. Einzig geärgert hat mich bei der thailändischen Checkin-Gepäckkontrolle, dass sie mein gesamtes Handgepäck einzeln von Hand und mit Scanner durchsuchten.

Es war nicht eine Bösartigkeit oder ein gezieltes Suchen, sondern die Thai-Mentalität, Wenn den Thais etwas unklar ist, dann handeln sie genau nach Vorschift. Ich habe nämlich, wie es Vorschrift ist,  alle meine elektronischen und batteriebetriebenen Teile zusammen mit anderem Krimskrams in den Trolley gepackt. „Was ist das?“ fragten sie mich, wenn sie die elektrische Zahnbürste auspackten, oder den Rasierapparat, oder meine e-Banking Kartenleser, oder meinen Velo-Computer, oder meinen Speicher-Disc  etc. Ich habe innerlich gekocht, wusste aber, dass ich mein Gesicht wahren sollte. Ich habe immer gelächelt, denn ich hatte ja Zeit! Als der Check aber abgeschlossen war und ich wieder einräumen konnte, habe ich mich auf dem Band nach dem Scanner  breit gemacht und ihn lächelnd für mindestens 10 Minuten stillgelegt, um sauber wieder alles einzupacken. Ich hatte ja Zeit genug!

Mein Sitz- und Schlaf-Abteil

Mein Unfall: Abrechnung

Am 3. November letzten Jahres hat es mich auf die Strasse geschmissen. Dabei habe ich mein Gesicht verunstaltet, meine  Nase und die linke Hand gebrochen. Nun habe ich die gesamten Kosten inkl. Krankentransport des Bangkok Hospitals zu Handen meiner Unfall-Versicherung zusammengestellt: 60’200 THB, dies entspricht einem Betrag von 1’560 Euro .

In Bezug auf meine  Heilung kann ich zufrieden sein. Ich fahre seit 31. Dez. 2017 wieder Rennrad, Habe die Phuket-Fernfahrt und das Andy Schleck Training erfolgreich absolviert. Einzig meine linke Hand erinnert mich noch an den folgenreichen Sturz. Die Heilung der gedehnten Sehnen und Bänder braucht noch etwas Zeit, ist aber absehbar.

Eingeschriebener Brief – Post in Thailand

Am Freitag war ich auf meiner letzten Ausfahrt mit Andy Schleck, weshalb ich einen eingeschriebenen Brief oder Packet nicht in Empfang nehmen konnte. Im Briefkasten lag ein Zettel der EMS-Post Thailand. Für mich unleserlich, da alles in Thai-Schrift geschrieben stand. Aber ich entdeckte die Buchstaben „EMS“ und folgerte daraus knallhart wie der Nick Knattertoneingeschriebene Post„.

Am Montag begab ich mich auf die Hauptpost in Hua Hin. Dort erklärte man mir, dass ich ein anderes Amt ausserhalb Hua Hin aufsuchen müsse. Sie erklärten mir auf Thai, wo ich das Postamt finden könne. Die Richtung wusste ich. Nach dem Fly Over in Richtung Pranburi soll ich fahren! und tatsächlich entdeckte ich die pinkfarbene Post-Inschrift an einem unscheinbaren Reihenhaus …. und erhielt nach Vorzeigen meines Passes  die Police der Feuerversicherung!

Die Briefe und Packete werden sortiert. Sitzend am Boden geht es am besten

Rad-Training mit Andy Schleck

Wie bereits im vergangenen Jahr konnte ich mit Andy Schleck aus Luxemburg, seines Zeichens sehr erfolgreicher Radprofi mit einem Tour de France Sieg aus dem 2010 auf seiner Palmares, in der Woche vom  5. – 10. März hier in Hua Hin täglich eine Ausfahrt mit dem Rennrad bestreiten. Es war ein grosses Erlebnis. aber auch eine harte Woche. Am Freitag musste ich ausser Plan einen Ruhetag einlegen, denn bei mir war „die Flasche leer“.

Wenn es mir die Zeit erlaubt, werde ich auch darüber einen gesonderten Bericht schreiben. Meine Erlebnisse aus dem vorigen Jahr 2017 findet ihr unter:

4. – 8. März 2017: Trainingstage mit Andy Schleck und Varn Varn

8. März 2018 Fahrt zu den Vinweyards: Max und Andy Schleck

Neue Banknoten mit Abbild des Kronprinzen

Wie ich der Presse entnehme, sollen ab April die jetzigen Banknoten mit dem Abbild des verstorbenen König Bhumibol ersetzt werden.  Auf den neuen Noten wird ein Bild des Kronprinzen Vajiralongkorn aufgedruck, der im Moment meistens nicht in Thailand, sondern in Deutschland lebt.

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Meine Internet-Empfehlung: Ein Schweizer berichtet über sein „Leben auf dem Lande“

Selten empfehle ich einen Internet-Blog über Thailand. Seit Jahren aber lese ich mit grossem Interesse den Blog von Niggi Dorfmann, einem Basler, der seit Jahren im Isan Landwirtschaft betreibt. Es gibt wenige Ausländer, die sich im thailändischen Leben derart gut auskennen (klick auf nachstehenden Link!):

Leben auf dem Land: Meine Eindrücke des täglichen Lebens im Nordosten von Thailand. Weit weg von pulsierenden Leben

Seine Beiträge sind spannend geschrieben. Er beschreibt seine Probleme und Herausforderung als Bauer in Thailand. Ich habe ihm schon mehrfach empfohlen, seine Beiträge als Buch zu veröffentlichen. Bitte schaut vorbei und vertieft Euch in seinen Internet-Blog! Ihr werdet begeistert sein !

Seit neuestem ist Niggi auch im Facebook anzutreffen und zeigt immer liebe Bilder aus seinem täglichen Leben und seinen Tieren: https://www.facebook.com/BaxidaFarm/

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Aergernisse in Thailand

Diese Plakate sind alle verschwunden

Ich wollte an dieser Stelle über gewisse Aergernisse in Thailand berichten, bin mir aber nicht sicher, ob öffentliche Kritik erlaubt ist. Ich weiss, dass auf Majestätsbeleidigung mehrjährige Haftstrafen drohen. Ob aber Kritik an Vorschriften des Militärs ebenso bestraft werden? Ich schränke mich deswegen in meiner Formulierung etwas ein.

Man sollte wissen, dass seit 22. Mai 2014 in Thailand eine militärische Diktatur herrscht. Viele oder die meisten Fernseh-Sender stehen unter staatlicher Kontrolle und dürfen keine eigenen Meinungen äussern. Einmal die Woche spricht der oberste Militär und Ministerpräsident zu seinem Volk wie ein „Vater“ und erklärt ihnen während 1 Stunde seine Pläne mit dem Volk und das 1×1 der Benimm-Regeln! Uns Farangs betrifft dies weniger, denn wir verstehen deren Meldungen  sowieso nicht. Wir haben das Glück und können unsere freien Presse-Organe via Internet konsultieren. Die Thais leiden eher darunter,  interpretieren aber die Meldungen auf ihre Art. Eine Unsicherheit bleibt trotzdem bestehen, denn niemand weiss, was erlaubt und was verboten ist.

Es gehen darüber die wildesten Gerüchte um. Eines sagt z.B. dass man als Farang mit Visum nicht mehr mehrere Tage zu einem anderen Ort wechseln darf, ohne sich in der dortigen Immigration melden zu müssen. Dies wäre jedoch nach meiner Meinung das Ende  des Thailand-Tourismus, weshalb ich diesem Gerücht  nicht glaube.

Ein weiteres Beispiel: Gemäss Gesetz müssen Motorrad- und Rollerfahrer einen Helm tragen. Ueber 90% tragen keinen, denn niemand kontrolliert und bestraft dies. Es scheint, dass die Polizei und das Militär nicht am selben Strick ziehen.

Jeden Mittwoch dürfen an allen Stränden Thailands keine Sonnen-Schirme und Liegen vermietet werden

Der Grund? Damit man die Strände reinigen kann !!! Nun sind am Mittwoch die Strände leer. Kein Thai sieht man putzen. Bei diesen Temperaturen ohne Sonnenschutz ist es für Fremde ein unzumutbares Unterfangen. Auch die Getränke-Shops und Küchen an den Stränden sind geschlossen, denn es fehlt an Gästen. Ideal ist diese Situation für Hundebesitzer, die ihre Lieblinge über den Strand hetzen dürfen. Sogar ein Geschäftchen können sie machen, denn dies ist nicht verboten. (soweit ich informiert bin).

Dieser Entscheid ist vergleichbar, wenn in den Wintersportorten in Deutschland, Schweiz oder Oesterreich am Mittwoch keine Skilifte fahren würden!

Unzählige wilde Hund, die auch Menschen attackieren

Apropos Hunde. Diese scheinen geschützt zu sein, denn es werden von Jahr zu Jahr mehr. Unzählige wilde, ausgesetzte oder zum Teil bösartige Hunde bevölkern Thailand. Viele sind Tollwut angesteckt. Manche attackieren Fussgänger, Rad- oder Motorradfahrer.  Vor wenigen Tagen ist Jens, einer unserer Hua Hin Roadies auf dem Rennrad von einem Hund attackiert und gebissen worden.

Hunde sind auch für mich ein grosses Aergernis. Man ist sich nie sicher vor ihnen. Deshalb tragen viele Einheimische und Touristen immer einnen Stecken bei sich, wenn sie joggen, walken oder einfach nur spazieren gehen. Es ist in der Tat in Thailand gefährlich auf Thailands grossen und kleineren Strassen. Bei einem Hundebiss aber auch Katzenbiss sollte man sich unbedingt ins nächste Spital begeben, um die Wunde zu reinigen und sich gegen Tollwut impfen zu lassen.

Vor dem Gesetz ist immer der Fremde schuld!

So lieb die Thais auch sind, bei einem Verkehrs-Unfall und wenn es ums bezahlen geht, ist immer der Fremde schuld.  Dasselbe gilt bei polizeilichen Verkehrkontrollen. Während die Thais ohne kontrolliert zu werden, weiterfahren dürfen, werden die Fremden überprüft und gebüsst (denn sie haben genügend Geld). Gründe für Bussen sind Gesetze, die die Thais nicht einhalten, aber bei den Farangs kontrolliert werden: Helmtragepflicht (90% der Thais tragen keinen Helm auf dem Roller), Internationaler Fahrzeugsausweis und Versicherungs-Pickerl (die meisten Thais haben keine Versicherung).

Alkohol-Verkaufsverbot

In den Lebensmittelmärkten wie Tesco, 7eleven dürfen nur zwischen 11 und 14 Uhr, sowie zwischen 17 und 24 Uhr alkoholische Getränke an Erwachsene über 21 Jahren verkauft werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht für den Grosshandel wie z.B. Macro und die Getränke-Händler. Bei denen  kann man den ganzen Tag ganze Kartons und 24-er Packungen kaufen.

Trotz all der Aergernisse: Thailand ist immer eine Reise wert

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Dezember „Live-Ticker“ vom Thai-Max

Thai-Visum +++ Presse +++ Gesundheits-Bulletin +++ FC Basel und CL+++ Preise fürs Essen +++ Pat is back +++ Rama X +++ News  +++

Monatlich berichte ich im „Live Ticker“ über meine kleineren Erlebnisse, Freuden, aber auch Aergernisse:

Mein Visum ohne Wartezeit verlängert

Es war unglaublich. Um 08:30 war ich in meiner Kasikorn-Bank, um die Bank-Bestätigungen fürs Visum ausfertigen zu lassen, dann fuhr ich zum Immigration Office und um 09:15 stand ich bereits wieder draussen und hatte die Stempel. Ich gebe zu. Ich war stark erleichtert. Aber Thailand ist immer für eine Ueberraschung gut.

Es waren nichts los im Immigration Office. 2-3 Farangs und Thais, die etwas wollten. War es das regnerische Wetter? Ich musste keine Minute warten und wurde unverzüglich an den nächsten freien Schalter gerufen. Nun darf ich bis am 14. Januar 2019 in Thailand bleiben!

Die Immigration Beamten sind immer für eine Ueberraschung gut. Man weiss nie, was neu geregelt und kontrolliert wird. Letztes Jahr musste ich ihnen die Tf.-Nummer einer Thai-Person angeben. Diesmal wollte er genau wissen, wo ich wohne. Ich musste ihm ein Kroki zeichnen! Dies war für mich kein Problem, aber er wollte scheinbar sicher gehen, ob meine Adressangabe stimmt!

Zum Schluss gab mir der junge Immigration Beamte den Tip: Ich soll aufpassen, intensive Regenfälle und Stürme seien für heute Nacht und Morgen den ganzen Tag  angesagt. Ausläufer der Philippinen-Unwetter.

Man beachte: rechts steht mein Honda-Roller

Schweizer Presse

Ihr wisst, ich habe meine Probleme mit der  Schweizer Presse, denn ich bin auf News aus der Heimat angewiesen, muss mich leider hier in Thailand mit ausländischen Presse-Erzeugnissen begnügen. Die seriösen Schweizer Online-News-Portale sind gesperrt, resp. verlangen Monatsgebühren um die SFr. 20.– je Online-Ausgabe.  Einzig der „Blick“ blieb verfügbar, aber sein oberflächliches Niveau passt mit eben gar nicht.

Von den Mails und Leserbriefen, die ich vor Wochen an die Verleger der grösseren Schweizer-Presse-Verlage geschickt habe, hat nur die NZZ mit einem Abo-Antrag, ohne auf meine Zeilen und meiner Idee einer Flat-Rate einzugehen, reagiert. Für mich bleibt da nür Aerger und Kopfschütteln übrig. Glücklicherweise gibt es Gratis- und Internet-Angebote, Radio- und Fernseh-Stationen.

Dies scheinen die Blätter wie die BaZ, NZZ, Tagesanzeiger, der Bund und wie sie alle heissen, nicht zu interessieren. Sie bauen den Leserservice lieber weiter ab und tauschen die Beiträge gegenseitig aus, wie ich in letzter Zeit feststellen musste. Hauptartikel blieben zum Beispiel stundenlang auf der Top-Position,  im Falle der BaZ und TagesAnzeiger sogar den ganzen Tag zuoberst in der Online-Ausgabe! Da kann ich nur traurig schreiben: RIP (Ruhet in Frieden) und wende mich dem Spiegel zu.

Inthronisation von Rama X

Es sind bald 2  Monate her, seit der verstorbene König Bhumibol eingeäschert wurde. Die Inthronisation seines Nachfolgers zum Rama X hatte man wenige Wochen danach erwartet. Bisher herrscht aber Schweigen. Weder vom Hof noch vom regierenden Militär wurde irgend etwas bekannt gegeben.  Mich überrascht dies, denn ein solch grosses Ereignis braucht Vorbereitung und kann nicht kurzfristig anberaumt werden. Es müsste etwas durchsickern, falls etwas vorbereitet würde. Zudem wird man optimale Wetterverhältnisse berücksichtigen wollen. Diese sind aber bald vorbei. Die Regenzeit zum Beispiel kommt bestimmt nicht in Frage, so wenig wie die grosse Hitze ab April.  Wahrscheinlich werde ich bereits wieder zu Hause sein, wenn der neue König gekrönt werden wird.

6. und 20. Dez. 2017: Meine Verletzung: Gesundheitsbulletin

Nachdem ich die Nacht noch im Stützverband geschlafen hatte,  habe ich heute am 7. Dez. den Stützverband abgenommen und begonnen, meine maltraitierte Hand mit dem kleinen Ball zu trainieren.  Bevor ich wieder aufs Rennrad steigen kann, muss ich meine Hand- und Gelenk-Muskeln auf Vordermann bringen. Mein Ziel wäre immer noch die Phuket-Fahrt Ende Januar 2018.

Ich habe in der Folge die Hand nicht mehr eingebunden. Die vorhandene Schwellung geht sukzessive zurück. Die Beweglichkeit ist bereits recht gut. Ich bin zufrieden.

Am 20. Dez. bestätigte mir der Arzt, dass die Heilung meiner Hand auf gutem Wege sei. 90% des Knochens seien wiederhergestellt. Ich bestätigte mir, dass ich ab Ende Dez. wieder aufs Rennrad steigen kann, muss aber meine Sehnen und Muskeln unter warmem Wasser dehnen und stretchen.

7. Dez. 2017: Beginn mit Muskel und Beweglichkeits-Training

Spitex in Thailand

Seit meinem Unfall am 3. Nov. hat mich Maleena, ihres Zeichens meine Hauseigentümerin, betreut.  Alle 1-2 Tage kam sie einen halben Tag vorbei. Sie hat eingekauft, gekocht, geputzt, mein Bett gemacht und auch neu angezogen. Ich brauchte sie, denn mit nur mehr 1 Hand war ich massiv beeinträchtigt. Es war ihr erster Schritt zur thailändischen Spitex oder auf Hochdeutsch „Alterspflege“. Sie hat dies selbstverständlich nicht gratis gemacht. Wir einigten uns auf 500 Baht pro Tag, das sind etwa 13 Euro.

Seit ich nun keinen Verband mehr trage, kann ich wieder selbständig meinen Haushalt schmeissen. Ich danke Dir Maleena.

6. Dez. 2017: FCB im 8.-Final der Champions League

Früh am Morgen um 4 Uhr musste ich aufstehen, um Pat auf den ersten Fernbus nach Bangkok zu bringen. Als ich wie gewohnt die Neuigkeiten übers Internet und vorallem über das entscheidende Auswärts-Spiel in Lissabon zwischen dem grossen Benfica Lissabon und dem FC Basel um den Einzug in die 8.-Finals der Champions League abrief,  wurde ich elektrisiert. Dies hatte ich nicht erwartet!

Das Spiel lief noch und Basel führte 0:1.  Blick schrieb „die Bebbies sind mit einem Bein im 8.-Final!„. Flugs nahm ich meinen Fernseher via PC in Betrieb und konnte so live die 2. Halbzeit das Spiel und auch das erlösende 2. Tor der Basler mitverfolgen. Mit diesem Sieg haben die Basel den 2. Gruppenrang hinter Manchester United erreicht und kamen in die nächste Runde.  Ein grosser Erfolg für den International doch relativ kleinen Verein. Sie haben sich in den Gruppenspielen grossartig geschlagen mit einmaligen Siegen gegen Manchester United, Benfica Lissabon und ZSKA Muskau.

Wow, war dies ein Tagesbeginn. Ich bin zwar eher skeptisch und kritisch  gegen den FCB wegen seiner Hooligans Politik eingestellt,  die in Lissabon wieder zuschlugen, aber schlussendlich klopft in mir doch das Basler-Herz.  Zufrieden und stolz brachte ich anschliessend Pat auf den Bus-Bahnhof.

Ich will nun kein Foto beifügen, denn beim letzten Mal habe ich mit einem Bild aus dem Blick nachträglich eine hohe Lizenz-Gebühr bezahlt.

Das entscheidende 2. Tor fotografiert ab dem PC

Pat ist wieder in mein Leben eingetreten – Unsere Geschichte geht weiter

Aktuelles Bild: Mein linker Arm ist eingegipst und hinter dem Rücken von Pack versteckt

Wir zwei hatten im letzten Jahr ein leichtes Auf und Ab. Es scheint, dass sich dieses nun ausgeebnet hat. Pat war Anfangs Dezember wieder hier in Hua Hin und hat mich nach Strich und Faden verwöhnt. Sie muss leider in ein paar Tagen zur gesundheitlichen Kontrolle nach Bangkok ins Spital. Ihr Hals und ihre Stimme bereiten ihr Probleme, seit sie vor ein paar Jahren in eine Chemie-Explosion auf öffentlicher Strasse verwickelt wurde.

Als grosse Ueberraschung kam Pat kurz vor Ende Jahr am 28.-30. Dezember nochmals mich zu besuchen und brachte ihre 10-jährige Enkelin Jujee mit. Suprise, surprise, wie Pat zu sagen pflegt, ist voll gelungen. Sie brachte den Vorgarten in Schuss und war ab dem Jasmin-Strauch voll begeistert. Ueber den Jahreswechsel ist sie an einer Hochzeit in ChiangMai.  Mitte Jan. wird sie mich 2 Woc

Aufnahme vom 7. Dez. 2017 anlässlich ihres Besuches in Hua Hin. Nicole war früher meine berühmte Tanz-Partnerin „Sarah Dancingfloor“

hen besuchen.

News aus Hua Hin

  • Meine ehemalige Tanzpartnerin Nicole Dancingfloor machte eine grosse Thailandreise und verbrachte ein paar Tage vom 27. Nov. – 8. Dez. in Hua Hin. Zum Tanzen kamen wir zwar nicht, aber zum gemeinsamen japanischen, thailändischen und indischen Essen.
  • 13. Dez. 2017: Seit ein paar Tagen ist der Wasserdruck des öffentlichen Gemeinde-Wassers tief. Er reicht knapp zum duschen. Zuerst meinte ich, sie hätten die Wasserzufuhr ganz abgestellt, stellte dann aber fest, dass sie sie nur gedrosselt haben. Ob dies etwa mit den zunehmenden Wasserrohrbrüchen auf den Strassen rund um die Soi94 zusammenhängt.
  • Konkurrenz regelt die Preise: Die noch im vergangenen Jahr exorbitanten Taxi-Preise in Hua-Hin haben sich durch die Ueberkapazität an Taxis auf einem vernünftigen Niveau stabilisiert. Anstatt 150-200 Bath bezahlt man im Raume Hua Hin noch 100-150  Baht, je nach Angebot und Nachfrage. Abends z.B. eher 150 Baht.
  • Der 5. Dezember ist der Geburtstag des verstorbenen König Bhumibol. Viele der Thais feierten den Tag, aber inoffiziell. Es wurde auch keine öffentliche Beflaggung aufgehängt. Seine Bilder werden zukzessive durch ein Bild des Kronprinzen ersetzt. Wie rief der französische Herold: Der König ist tot! Lang lebe der König!
  • 3. Dez. 2017: Wie jedes Jahr besuchten mich mein Kommilitone Gilb und seine Esther in Hua Hin. Beim Lobster-Thermidor-Essen im Night Market konnten wir alte Erinnerungen auffrischen. Es sind zwar immer dieselben, aber sie bringen uns jedes Mal zum Schmunzeln.

3. Dez. 2017: Night Market Lobster Essen Max Gilb und Esther

Preise für feines Essen

Ich weiss, dies interessiert immer alle. Wie teuer ist das Essen in Thailand und speziell in Hua Hin. Dies hängt immer von den eigenen Bedürfnissen ab. Langusten oder Lobster sind bestimmt teurer als eine Pad Thai Platte. Teurer ist es auch, sich im feinen französischen Restaurant mit weissen Tischtüchern gegenüber dem Hotel Hilton verwöhnen zu lassen.

Nochmals günstiger ist es auf dem Lande ausserhalb der Metropolen. Ich bezahle zum Beispiel in unserem Coffee-Shop direkt am Meer bei Khao Kalok, in dem wir bei einer Radausfahrt jeweilen einen Halt einlegen, für ein Spiegelei mit 2 Eiern und Schinken/Würstchen samt einem Coca-Cola 55 Baht, entsprechend Euro 1.50

Soeben war ich mit Pat in einem typische Thai-Restaurant ohne weisse Tischtücher unweit von unserem Haus: Wir bestellten einen gebratenen Fisch an sweet und sour Sauce und Schweinefleisch fein geschnitten,  Reis dazu ein grosses Chang Bier. Es kostete 500 Baht entsprechend 13 Euro für 2 Personen

Vor ein paar Tagen war ich mit 2 Freundinnen thailändisch-japanisch Essen mit einer Sushi-Platte mit 10 Sushis, einem gebratenen Fisch an Knoblauch, sowie einer Platte Chicken sweet and sour mit Gemüse, Reis und tranken dazu 2 grosse und 1 kleines Chang-Bier. Es kostete 1’000 Bath endsprechend 26 Euro für 3 Personen.

Ein Lobster am Night-Market kostete 1’200 Baht das Kilo, das entsprechen 31 Euro.

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23. Dez. 2017: Basler Max philosophiert: Wo ist der Kronprinz und wo sind Weihnachten?

Seit ich zu Fuss einkaufen gehe, habe ich Zeit und Musse, Neues zu entdecken und aufzunehmen, mir Gedanken zu machen und Blog-Einträge durchzudenken. Heute war Samstag und Tag vor Heilig Abend. Ich musste für die Festtage einkaufen und befürchtete viele Leute im Shopping-Center. Ich war überrascht. Es war harmlos.

Die Zahl „91.5 und Salat“

Seit meinem Unfall esse ich viel Salat. Maleena, die Hausbesitzerin, die mich in dieser Zeit gepflegt und bekocht hatte, hat mir dies ans Herzen gelegt. Es sei gesund, das wusste ich ja seit langem,  und verlängere mein Leben! meinte sie. Seither kaufe ich nun im Geschäft frisch geschnittenen Weiss- und Blaukohl, Karotten, Grün-Salate, Tomaten, Peperoni, Zwiebeln etc und  je nach Lust eine leckere Salatsauce …. und dazu Hühnchen oder Fisch. Heute Abend jedoch gibt es zum vierten Mal hintereinander nur Salat und Tee. Ich bin nicht krank, aber beim letzten Mal im Spital zeigte die Waage 91.5 kg an (Mit langer Hose, Jacke und Geldbeutel!)

Auf dem Weg ins Market Village entdeckte ich, dass in den letzten 1-2 Tagen die Phetkasem Road die Hauptstrasse durch Hua Hin zu einem Viertel neu asphaltiert wurde. Dies hat mich schon überrascht, denn  im Moment ist High Season mit viel Verkehr.

Wann hat Thailand wieder einen König?

Vor ein paar Tagen fragte ich mich, wann denn die Inthronisation des neuen thailändischen Königs stattfinden wird. Ich habe gemeint, mich zu erinnern, dass die Regierung dies nach der Beerdigung des verstorbenen König Bhumibols machen wollte. Er wurde aber bereits vor 2 Monaten beerdigt.

Foto vom 17. Nov. 2017

Wo ist der Kronprinz?

Vor dem Shopping Center „Market Village“ entdecke ich, dass das übermächtige Bild des Kronprinzen fehlt. Was ist da wohl passiert? Man wird doch nicht 2 Tage vor Weihnachten….? Hat etwa das Bild durch den Wind oder die Kälte der letzten Tage Schaden genommen? Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Flugs schaute ich zurück auf den Mittelstreifen der Phetkasem Road: Dort hängen noch die Bilder des Kronprinzen.  Warum immer so viel nachdenken, sagte ich mir. Vielleicht wird nur ein neues Bild aufgezogen.

Wo ist die Weihnachts-Dekoration?

Vor dem Market Village ist seit anfang Dezember die jährliche grosse Weihnachtsdekoration aufgebaut. Schön und gediegen wie eh und je. Alle freuen sich. Die Kinder wie auch die Erwachsenen. Da gibt sich jemand viel Mühe! Daneben der Beer-Garden der Brauerei Chang, in dem Abends die Thais und Farangs bei Life-Musik  essen und trinken.

Wo ist hingegen die Weihnachts-Dekoration im Inneren des Market Village oder auf öffentlichen Gebäuden und Strassen geblieben? Tote Hose, wenig bis gar nichts. Die Verkäuferinnen sind nicht weihnachtlich mit roten Mützen und Krönchen geschmückt. Sie tragen die Uniform ihres Geschäftes. Noch letztes Jahr konnte ich keinen Schjritt tun, ohne „Jingle Bells“ in den Ohren. Es sieht so aus, als ob man auf dieses Jahr das Fest der Farang ausschalten will.

In einer Zeitung habe ich gelesen, dass die Militär-Machthaber eine Annäherung zu China suchen und dort bereits Waffen und Kriegs-Schiffe geordert haben sollen. Ist dies vielleicht auch der Grund, dass sie die christliche Weihnachtsstimmung, die gar nicht in die asiatische Kultur passt, heruntergefahren wurde?

Blöd, warum auch immer einen Grund suchen? Die frühere kindliche Weihnachten der Thais ist vorbei.  Es ist einfach so! (Habe ich im Militärdienst gelernt!)

 

 

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Weihnachten in Hua Hin

Die wenigsten Thais wissen, was es mit Weihnachten an sich hat. Für sie ist es ein „Tag der Geschenke„. Man beschenkt sich! Geschenke geben und damit Freude bereiten,  ist eines der liebsten Hobbies der Thai. Für sie ist Glück und glücklich sein das schönste auf Erden. Ein Geschenk der Thais muss nicht teuer und gross sein. Es ist angemessen den eigenen finanziellen Möglichkeiten, kommt aber von Herzen.

Anfang Dezember beginnen die Geschäfte mit dem Aufbau der Weihnachsdekoration. Tannenbäume aller Farben,  Geschenk-Packete und der Sankt Nikolaus auf dem Schlitten gezogen durch eine Art Rentiere. Schlitten? Kein Thai hat bisher Schnee gesehen. Ihr Fantasie ist grenzenlos.

 

In der Mitte Dezember folgt auch die Strassen-Dekoration und das unermüdliche „Djingle Bell“ in den Shopping Centers. Die Verkäuferinnen tragen dann neckische Haarspangen oder rote Nikolaus-Mützen. Alles ist auf Weihnachten, das grosse Geschäft eingestellt.

Nachtrag vom 24. Dez. 2017: Dieses Jahr blieben die grossen Weihnachtsdekorationen und -Beleuchtungen innerhalb der Shopping-Centers und auch auf den öffentlichen Strassen aus. Es kam keine Weihnachts- und Shopping-Stimmung bei den Thais auf. Warum wohl?

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Erlebnisse auf meinen täglichen Spaziergängen

Ihr habt richtig gelesen. Der Max macht Spaziergänge. Notgedrungen gehe ich „wandern“, denn ich kann wegen der maltraitierten Hand weder Roller noch Rad fahren. Zudem muss ich mein ebenfalls angeschlagenes Knie bewegen. Meine Wanderungen dauern zwischen 1-2 Stunden. Zum Bangkok Hospital, zu den beiden „Market Village“ und „Bluport“ Shopping Centers, und dann auch zum ClockTowerer, als ich Gilb und Esther zum Essen traf.

Während dieser Wanderungen habe ich viel neues erlebt, das ich vom Roller aus nie entdeckt hätte. In der Tat, sollte man mehr zu Fuss gehen.

Anlässlich dieser Spaziergänge sind mir viele schöne Sujets vor die Linse geraten. Viele dieser typischen Thailand-Bilder findet ihr in meinem Foto-Album „Foto-Galerie Thailand„. In der „Foto Galerie Thailand“ lege ich meine besten Bilder über Thailand ab.

Geisterhäuser

Die Thais glauben, dass in der Erde Geister wohnen. Sobald man ein Haus baut, muss man die Geister, deren Lebensraum man beeinträchtigt hat, besänftigen. Dazu dient ein Geisterhaus, über das man die Hausgeister täglich mit Speisen und Getränken verwöhnt. Ueberall findet man solche. Vor Privathäusern, aber auch grossen Shopping Centers. Weitere Bilder findest unter „Geisterhäuser„.

In einem Hinterhof von Hua Hin

Lebensmittelmärkte

In Thailand findet man fast alles, was das Leben begehrt. Ihre Präsentation ist dabei sehenswert. TESCO LOTUS ist einer dieser Anbieter.

Pitahaya oder Drachenfrucht (Kaeo-mangkhon)

Strassenverkehr

Nicht nur Autos und Roller fallen da auf, sondern auch Pferde und Ponys auf dem Weg zum und vom Strand. Dabei müssen sie stark befahrene Strassen wie die Hauptstrasse durch Hua Hin, Phetkassem Road, überwinden.

Etwa 200 m nach der Strasse beginnt der Strand von Hua Hin

Oft weichen die Roller auf den Gehweg aus, um zur nächsten Querstrasse zu gelangen

Wegweiser und Verkehrstafeln

Wenigstens in den grösseren Urlaubsgebieten sind alle Wegweise in für uns lesbaren Zeichen geschrieben. Aber es gibt eben besondere Verkehrstafeln. Weitere Bilder findest unter „Wegweiser und Verkehrstafeln

Ich wohne an der Soi94

Shopping Centers

Drei grosse Shopping Centers kenn wir in Hua Hin: Die „Shopping Mall“ bei der Municipality, Das „Market-Village“ und das „Bluport“ nahe bei mir. Sie sind immer für einen Spaziergang gut, denn es gibt immer viel zu sehen. Fast monatlich wird neu dekoriert. Im Moment wird die Weihnachs-Dekoration aufgebaut. Ja, auch in Thailand wird Weihnachten gefeiert, obwohl die wenigsten wissen woher diese Tradition stammt. Für die Thais ist Weihnachten ein Tag um Freude zu bereiten und Geschenke zu machen.

Mehr Bilder über das Market Village und das BluPort findest in meiner „Foto-Galerie Thailand“ unter „Market Village“ und/oder :. „Shopping-Center BluPort“

Hua-Hin Shoppping Center BluPort

Hua Hin Shopping Center BluPort

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Dtac oder „Man muss die Thais einfach lieb haben“

Die schrulligen Farangs beschweren sich oft über die Unzuverlässigkeit der Thais. Manchmal mögen sie recht haben. Die Thais sind dies eben nicht anders gewohnt.

Es gibt aber auch die andere Seite der Thais: Die Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft! Heute Montag, 30. Okt.  erlebte ich sie wieder einmal bei Dtac, meinem Telefonanbieter. Ich wollte meine Prepaid-SIM-Karte um 1 Jahr verlängern und sie bitten, mir die jetzige auf eine Nano-SIM-Karte für mein Huawei-Smartphone zuzuschneiden. Mit einer Engelsgeduld hat die Dame alle meine Wünsche erfüllt, das Handy getestet und mir dann mitgeteilt, dass sie mich bei dieser Gelegenheit aufs neue TRINET (Netzwerk mit 3 Bandbreiten und G4)  transferieren werde.

„Wieviel kostet dies?“ fragte ich zum Schluss. „Ich habe die 22 Baht (ca. 60 Cents) direkt von ihrem Guthaben abgezogen„.

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26. Okt. 2017: Beerdigung König Bhumibols, der ein bischen Schweizer war

26. Okt. 2017: Market Village

Vor etwas mehr als 1 Jahr, am 13. Oktober 2016 ist König Bhumibol verstorben. Seither trauert das thailändische Volk. Dies ist nicht gespielt. König Bhumibol war ihr Uebervater und Gott ähnlich. Die lange Trauerzeit von einem Jahr ist ungewöhnlich. In Thailand ist es üblich, einen Toten nicht sofort zu beerdigen. Die Länge der Trauerzeit soll zeigen, wie wichtig diese Person war.

Nach 1 Jahr Trauerzeit wurde König Bhumibol in diesen Tagen beigesetzt. Am 26. Oktober fand seine Kremation statt. Dieser Tag wurde von der Militär-Regierung zum offiziellen Staats-Feiertag erklärt. Ab Mittag hatten alle Geschäfte in ganz Thailand geschlossen.

Ich war gestern mit Freunden im Ausgang und wollte in der Soi 80, der grössten Unterhaltungsstrasse in Hua-Hin, etwas trinken. Nichts war los, Tote Hose, keine blinkenden farbigen Lichter, fast alle Bars und Restaurants waren geschlossen.

Heute früh um 9 Uhr fuhr ich mit meinem Roller durch Hua-Hin. Ich wollte schauen was los ist. Alle Geschäfte waren geschlossen, die Rolläden und Gitter vorgezogen. Die wenigen Thais auf der Strasse trugen schwarze Kleidung. Vor dem Shopping Center Market Village wurde ein Bus-Shuttle eingerichtet, der die Trauernden zum Huay Mongkol Tempel etwa 15 km ausserhalb Hua-Hins fuhr. Bereits um diese Zeit warteten die schwarz gekleideten Frauen auf die Abfahrt, obwohl die Zeremonien erst Mittags begannen. Sie waren weiss geschminkt, was die Thai Frauen hübsch und begehrenswert machen soll. Sie sehen dann wie Gips-Masken aus.

Sobald die Trauerzeit Ende Oktober vorbei sein wird, werden die schwarzen Bänder und vermutlich auch die Trauerbilder überall in Thailand entfernt. Bereits heute sind überlebensgrosse Bilder des königlichen Thronfolgers an den öffentlichen und grösseren Gebäuden zu sehen. Die Inthronisierung ist auf Mitte Dezember geplant, habe ich gelesen.

Nachtrag vom Montag, 30. Okt. 2017: Die Trauerzeit ist um. Die Thais tragen wieder farbige Kleider und leben auf. Ueber Nacht vom Sonntag auf den Montag wurde das obige Trauerbildnis von König Bhumibol samt der gelben Blumen abmontiert.

20171026 Bangkok Bhumibol Krematorium

Fernsehübertragung

 Mehrere 100’000 Thais und unzählige Staatsoberhäupter, Könige und Prinzessinnen  sollen sich in Bangkok befunden haben. Ich blieb zu Hause und schaute mir die Festivitäten am Fernsehen an und machte dabei das nachfolgende Bild mit dem Saal der Ehrengäste.

Ehrengäste: Schwedens Königin Silvia, Alt-Bundesrat Joseph Deiss, Alt-Bundespräsident Wulf, Japanisches Kronprinzenpaar

Lebenslauf König Bhumibol

In der deutschsprachigen Thailand-Zeitschirft „Thaizeit.de“ habe ich den nachfolgenden lesenswerten Lebenslauf resp. Nachruf gefunden. Ich habe ihn ein wenig angepasst und in einigen Ungenauigkeiten korrigiert. Ueberrascht war ich, wie viele Jahre er in der Schweiz verbrachte:

 

Begräbnis eines Königs, der ein bisschen Schweizer war

Die Trauerfeier für Bhumibol Adulyadei oder Rama IX, der am 13. Oktober 2016 nach 70-jähriger Herrschaft starb, fand vom 25. bis 29. Oktober statt. Grund genug für einen Blick zurück auf die Schweizer Kindheit und Jugend des thailändischen Königs..

Der König, der wie ein Halbgott verehrt wurde, war ein bisschen Schweizer. Geboren wurde er am 5. Dez. 1927 in Cambridge (Massachusetts). Sein Vater war Cousin zu den beiden Königen Rama VI und VII  Als sein Vater 1933 während seines Medizin-Studiums starb, war Bhumibol 5-jährig. Seine Mutter, die damals 29-jährige Prinzessin Mahidol, zog mit ihren drei Kindern nach Lausanne. Nach Abdankung seines kinderlosen Onkels Rama VII im 1935, soll der ältere Bruder Ananda, Enkel des Königs Rama V, die Krone seiner Majestät tragen. Aber diese Perspektive begeisterte ihn wenig: „Ich bin nicht glücklich, König zu werden. Ich möchte mich noch amüsieren können“, gestand das „Königskind“. Die thailändische Königs-Familie blieb weiterhin in der Schweiz. Ananda wurde in Thailand von Regentschaftsräten vertreten. Erst 1945 nach dem Krieg reisten Ananda und Bhumibol für kurze Zeit nach Thailand

Verhängnisvolle Vorahnung? Im Juni 1946 wird Ananda in seinem Bett im Palast von Bangkok von Kugeln getötet aufgefunden werden. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Bhumibol, der in Lausanne ein Rechtsstudium absolvierte, bestieg am 9. Juni 1946 den Thron.

Leben in der Schweiz

1933 liess sich die königliche Familie in einem Appartement der Stadt Lausanne, später in der Villa Vadhana in Pully nieder. Ein Ehepaar wird für Küche- und Gartenarbeiten engagiert. Die beiden Brüder Ananda und Bhumibol besuchen die Privatschule Ecole Nouvelle. Ihre Schwester Galyani besucht die Ecole supérieure de jeune filles, ein öffentliches Mädchengymnasium in Villamont. „Der einzige Unterschied zu uns, die wir mit dem Fahrrad zur Schule fuhren, bestand darin, dass sie von ihrem Hauslehrer in einem grossen Auto mit weissen Reifen chauffiert wurden“, erinnert sich ein ehemaliger Schüler.

„Man nannte uns Monsieur oder Mademoiselle aber nicht Prinz oder Prinzessin“, erzählt später Prinzessin Galyani. „Wir waren wie kleine Schweizer und führten ein Leben wie gewöhnliche Leute.“ Unter der Leitung ihres Hauslehrers lernen die künftigen Könige Skifahren und Schlittschuhlaufen: Villars-sur-Ollon, Adelboden, Champex, Davos und Zermatt. Für eine Reise in den Kanton Graubünden benutzt die königliche Familie den Zug: „Die Schweiz ist das schönste Land der Welt. Das einzige, in dem man reisen kann, ohne bewaffnet zu sein, wo man nicht riskiert, entführt zu werden“, liess sich die Mutter der drei Königskinder zitieren.

Vom Automobilsport begeistert

Während des Kriegs sind die Zeiten hart, das Personal wird heimgeschickt. Das Gehalt aus Bangkok wird nicht mehr überwiesen, der Wechselkurs des Baht bricht ein. Prinzessin Mahidol verfolgt die Ausbildung ihrer Kinder genau: „Ein König muss belesen sein! Er muss mit gutem Beispiel vorangehen und viel arbeiten. Und zuerst muss er gehorchen können, bevor er selber kommandiert“, paukt die Mutter.

Als Cousin von Prinz Bira, dem erfolgreichen Autorennfahrer der 1930er-Jahre, der seine Rennen in Krawatte fuhr, war König Bhumibol ein Motorsportfan. Er kümmerte sich selber um seine Autos, ein MG Coupé, ein kleiner Topolino und ein Salmson: „Das nutzte er, um Tempo zu erzeugen und seine eigenen Rekorde auf der Strecke zwischen Lausanne und Genf zu schlagen, mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von 140 km/h“, heisst es in einem Rapport der Waadtländer Polizei viele Jahre vor der Eröffnung der Autobahn 1964 und der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Am 4. Oktober 1948 prallt sein Topolino in Préverenges ins Heck eines Lastwagens. Der König und sein Schwager, der Ehemann von Galyani, werden mit dem Taxi auf die Sanitätsstation in Morges gebracht. Der König verlor ein Auge. Er hatte mit dem Kopf auf dem Rückspiegel aufgeschlagen.

Seine Verlobte, Sirikit, Tochter des Botschafters von Thailand in Paris, kommt ihn oft am Krankenbett besuchen. Er heiratet sie am 28. April 1950 in Bangkok. Der Zeitpunkt war von buddhistischen Astrologen genau berechnet worden. Der künftigen Königin war ihr bei seinen Ausflügen nach Paris begegnet, wo sich Bhumibol, der selber Saxophon spielte, oft aufhielt, um Jazz-Musik zu hören. Sirikit und Bhumibol stammen beide vom gleichen Rama V ab, der 1910 starb.

„Ich habe mein Herz in Lausanne gelassen…“

Im Juli 1960 mietet das königliche Paar eine Villa am Rand des Weingebiets von Lavaux. Von Puidoux-Chexbres aus unternimmt das Paar Reisen an königliche Höfe Europas: zur Königin von England, zu den Königen von Belgien, Dänemark und Schweden und nach Versailles zu General de Gaulle oder zum Papst in den Vatikan.

In der Schweiz werden sie am 29. August 1960 von Bundespräsident Max Petitpierre und Bundesrat Paul Chaudet am Bahnhof Puidoux empfangen. Auch an der Publikumsmesse Comptoir Suisse, wo „sich die Königin besonders für Waschmaschinen interessiert“, werden sie offiziell empfangen. Einen schlichten Empfang für das Königspaar gibt es im November auch von der Gemeinde Puidoux.

Nach einem privaten Aufenthalt im Oktober 1964 an der Schweizer Landesausstellung in Lausanne verlässt Bhumipol sein Königreich praktisch nie mehr. Der Stadt Lausanne schenkt er einen Pavillon, der im März 2009 von seiner Tochter Sirindhorn eingeweiht wird.

Fast alle Bundespräsidenten dieser Epoche werden von ihm eingeladen. Der damalige Waadtländer Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz erinnert sich noch: „Als ich im Palast ankam, hörte ich eine sanfte Stimme, die mich auf Französisch fragte: ‚Setzen ihre Weinbauern immer noch Hagel-Kanonen ein?‘.“ Während seines Aufenthalts im Lavaux um 1960 gesteht der König: „Ich habe mein Herz ein bisschen in Lausanne und dessen Umgebung gelassen.“

Und nun ist es also wo weit: Der „König der Könige“ wird in den Himmel kommen, allerdings nicht wie seine Ahnen in einer sitzenden Position in einer Urne aus Sandelholz, sondern einbalsamiert in einem mit Gas verbrannten Sarg.

Die Begräbniszeremonie wird das Königreich mit seinen 65 Millionen Einwohnern in eine religiöse Stille versinken lassen.

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Das Abenteuer „Immigration“ erfolgreich bestanden

Ich hab es wiederum geschafft in neuer Rekord-Zeit: inkl. Bank-Besuch in 2 Stunden

Noch letztes Jahr brauchte ich dafür gegen 5 Stunden.Eine schier endlose Zeit. Dieses Mal hatte es aber sichtlich weniger Kunden, die warteten.  Ob es damit zusammenhängt, dass die Cha-Am-Gäste nun nach Phetchaburi zur Immigration gehen müssen und die Burma-Arbeiter im nahe liegenden Gebäude ihre Visum erhalten?

Es gibt in Thailand eine Unzahl unterschiedlicher Visas und Aufenthaltsbewilligungen. Ich habe ein „Non-resident-Immigration-Visum Typ O„, das üblicherrweise 3 Monate gültig ist. Ich kann dieses aber auf 12 Monate verlängern lassen, wenn ich älter als 50 Jahre bin, eine feste Bleibe  und beweisen kann, dass ich genügend Geld zum Leben habe. Dies mit einen durch die Botschaft beglaubigten Rentenbescheid in Grössenordung von 2’000 Franken/Monat oder 800’000 THB seit mindestens 3 Monaten auf einer Thai-Bank. Ich wählte das letztere, denn es ist einfacher zu administrieren.

Als Bankkunde wurde ich wie ein König behandelt

Ursprünglich wollte ich erst am morgigen Mittwoch, 28. Dez. zur Immigration fahren. Aber dann sagte ich mir „Verschiebe nicht auf Morgen, was Du heute kannst besorgen. und fuhr kurz und entschlossen um 10 Uhr zu meiner Kasikornbank, um die Bestätigungen über die vorhanden Kaution von 800’000 THB einzuholen. Wie ein König wurde ich dort behandelt, als ich eintrat. Zwei dunkel gekleidete Bedienstete öffneten mir die Türe, hätten auch meinen Winter-Mantel abgenommen, wenn ich nicht in Thailand gewesen wäre,  fragten nach meinen Wünschen und begleiteten mich zum nächsten freien Schalter. Dort erhielt ich mein beglaubigtes Dokument und auch einen Auszug aller meiner Konto-Bewegungen der letzten Monate.

Das Immigration Office von Hua-Hin

Dann gings mit der Honda ab zur Immigration. Nur wenige Kilometer Fahrt direkt nach dem Sommer-Palast und -Park des Königs. Wie überrascht war ich, als ich ankam. Keine wartenden Farangs vor dem Immigration-Gebäude. Meine Stimmung stieg weiter. Ich ging hinein, holte mir eine Warte-Nummer ab Knopf 3 und setzte mich hin. Drinnen warteten vielleicht 10-15 Personen samt Thai-Begleitung.

MeineWartenummer in der Immigration

Nun hatte ich Musse zuzuschauen und zu hören. Den 3-Monatsstempel erhielt mein Freund Paul innert weniger Minuten. Da wurde es auf einmal lauter! Ein Farang hat die Verlängerungs- resp. Ausreisefrist verpasst. Der musste nun beim Chef der Immigration vortraben. Eine höhere Busse ist ihm sicher. Mehrere 1000 Baht je Tag. In Thailand gilt eben: keinen Tag zu spät! Dies ist ein Staatsverbrechen!

Nachdem sich in meiner Warte-Nummern-Folge nichts tat, rief mich nach etwa 30 Minuten der nächst bei mir arbeitende Immigration Officer in seinen Schalter und erledigte das Kontrollieren und Zusammenheften der Unterlagen. Ich musste einzig noch meine Telefon-Nummer, den Namen einer Freundin resp. meiner Hausbesitzerin samt Tf.-Nummer ergänzen. „Alles i.O. und vollständig“ belobigte mich der Beamte. Nun musste nur noch sein Vorgesetzter in Uniform und 2 Goldstreifen seine Einträge und vorallem meine Vergangenheit überprüfen. Etwa 10 Minuten dauerte dieser Check. Immer wieder bewegte sich die automatische Kamera, um mich zu fotografieren. Dann erhielt ich meinen Pass samt dem neuen Visum gültig bis 13. Jan. 2018 ausgehändigt. Dafür bezahlte ich samt Multiple-Entry, also mehrfacher Ein- und Ausreise-Möglichkeit insgesamt 5’700 THB (entsprechend ungefähr SFr. 165.–)

Zusatzangaben zur Überprüfung meiner Kontakte zu den Thais?

Es gibt relativ klare Vorschrften, welche Unterlagen und Kopien vorgelegt werden müssen. Aber man ist nie gewappnet, dass die eine oder andere Regelung ändert oder unerwartete Zusatzinformationen verlangt werde. Deshalb führe ich immer ein paar zusätzliche Kopien und Unterlagen bei mir. Hilfreich ist auch meine Evernote-Datenbank mit digitalen Kopien aller meiner Verträge, Ausweise etc., die ich ab Smartphone abrufen kann. So verlangte der Immigration-Mann dieses Mal zusätzlich meine eigene Thai-Tf.-Nummer, sowie den Namen einer etwaigen Thai-Frau, -Freundin oder Bekannten samt ihrer Tf.-Nummer. Was wird wohl mit diesen Zusatz Angaben überprüft? Etwa die Kontakte zu Thais und deren politische Einstellung?

Bei mir leuchteten die Alarm-Glocken! Habt ihr schon irgendwo in einem Land Angaben über Euere Freunde und Bekannten machen müssen?

 

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Handschriftliche Briefe …

Weihnachts- und Neujahrszeit, Zeit der Glückwünsche, Mails und Bettelbriefe

Seit dem 20. Dezember überholten die Glückwunsch-Mails, die ich erhielt, sogar die Spams. Es ist unwahrscheinlich, wer alles an mich dachte und mir „alles Gute“ wünschen wollte. Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich dem „unabsichtlich“ nachgeholfen habe, indem ich mein selbstkreiertes „Merry Christmas und Happy New Year-Foto“ an gegen 100 Freunde und Bekannte verschickt habe. Deren Rache liess nicht lange auf sich warten und prompt schickte mir jeder Mann und Frau ein Video, ein Foto, eine digitale Postkarte oder auch nur irgendetwas Weihnachtliches, das er von einem anderen bereits erhalten hatte.

Nun kann jeder ausrechnen, was ich mit dem einen Mail an 100 Empfänger angerichtet hatte. Ich habe 200 Mails produziert. Jeder meiner 100 Bekannten hat aber auch Mails verschickt, um allen zu zeigen, dass man sie nicht vergessen hat. Wen wundert es, dass die Spams das Nachsehen hatten.

Meine Neujahrskarte 2016

Wie war das vor der Computer-Zeit? Also im letzten Jahrtausend? vor 1999?

Wie hat man dies nur früher gemacht, als man die Einladungen, Glückwünsche, Feriengrüsse, Liebesbriefe, Korrespondenz mit Behörden etc. noch von Hand oder bestenfalls mit Schreibmaschine erledigen musste? Man war, abgesehen von den Ferien-Postkarten, sehr restriktiv beim Schreiben von Weihnachts- und Neujahrsgrüssen. Ostergrüsse oder sogar Grüsse zum Valentinstag sind Erfindungen  des digitalen Zeitalters. Man wurde oberflächlicher.

Ich erinnere mich noch gut an die schöne Zeit, als ich meiner jeweiligen Freundin alle paar Tage einen kleineren oder grösseren Brief schrieb. Jeder Brief war ein individuelles Kunstwerk, weil ich mir über die Gestaltung und den Inhalt viel überlegte. Und jeden Tag schaute ich gespannt in den Briefkasten, ob der Pöstler eine Antwort von meiner Liebsten brachte.

Für solche Briefe benutzte ich spezielles schweres Bütten-Papier oder Karton aus der Papeterie. Ich hatte die in allen Farben und auch die passenden Umschläge dazu. Damals durfte man Briefe in fast jeder Grösse versenden.

Ich hatte z.B. eine Bekannte, der schrieb ich Briefe in C-Post. C-Post, weil ich im Gegensatz zur A- und B-Post den Brief persönlich vorbeibrachte und in ihren Briefkasten einwarf. Wie sie mir kürzlich beichtete, hätte sie alle diese Brief gebündelt aufbewahrt.

Jeden Brief habe ich selbstverständlich von Hand geschrieben. Oft mit Füllfeder oder einem Tintenroller, aber niemals mit einem Kugelschreiber. Die waren verpönt. Wenn es ganz wichtig und aus dem Herzen kam, dann habe ich sogar mit der Redis-Feder der Fa. Soennecken und Tusche gearbeitet. Wie oft musste ich doch 2 oder 3x den Brief oder die Postkarte schreiben, weil ich einen dummen Schreib-Fehler machte, oder die Tinte kleckste. Denn auch Korrigieren oder Tippexen waren damals verpönt und unhöflich.

Unvergesslich die handgeschriebenen Post- und Glückwunschkarten des  Henrik F. aus Düsseldorf, ein lieber Freund aus meiner Campingzeit auf Solaris. Er schickt mir immer wieder einen handgeschriebenen Gruss.  Ich bin jedes Mal gerührt. Ein Gefühl, das ich bei den elektronischen Mails nicht mehr spüre. Er lebt die schöne alte Tradition noch aus! Ich danke Dir.

Es war Ende Oktober 2016, als ich meinen letzten Brief händisch auf grünem Papier geschrieben habe. Ich habe mir unendliche Mühe gegeben, damit der Brief leserlich und auch schön aussah. Ein paar Tage später bin ich nach Thailand abgereist. Es handelte sich um einen zweiseitigen  Abschiedsbrief an meinen 2 Wochen später verstorbenen Freund und Kunstmaler Rolf Gautschi. Rolf hat mir immer handgeschriebene Weihnachts-, Geburtstags- und Dankes-Briefe geschickt. Er hatte eine wundervolle und schwungvolle Schrift. Jeder Brief ein Gemälde!

In Thailand werden Unfallprotokolle und Bussenbescheide noch von Hand verfasst

Blick in die Zukunft

In Deutschland will man das Schulfach „Handschrift“ streichen oder nur noch freiwillig anbieten. Ist auch logisch, denn durch die Digitalisierung gibt es praktisch keine handgeschriebenen Briefe mehr. Bald auch keine papierenen Kuverts und Einzahlungsscheine mehr. Auch die handgeschriebene Adresse auf dem Kuvert fällt bald endgültig weg, weil durch Sichtkuvert ….. Der Pöstler oder Postbote werden auch bald verschwinden. Mails, Messenger wie WhattsApp, Viber und Skype bilden die zukünftigen Kommunikationsdrehscheiben.

Es bringt nichts, nun die heutige Jugend zu verdammen, die sich hinter ihren Smartphones verstecken. Nach der Gutenberg-Revolution, als die händisch geschriebenen Bücher durch „billige“ Buchdrucke ersetzt wurden, wird das digitale Zeitalter auch das letzte Ueberbleibsel die  Handschrift ersetzen.

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Weihnachten ist dieses Jahr ausgefallen

Während in den Vorjahren ab dem 1. Dezember ganz Thailand im Weihnachtsfieber taumelte, ist dieses Jahr nichts dergleichen zu entdecken. „Business as usual“. Keine blauen oder pink Tannenbäume, kein „Jingle Bell“ und kein „White Christmas“ mit Bing Crosby. Keine Verkäuferinnen mit roten Zipfelmützen und entsprechenden Haarspangen. Sogar die Kunsteisbahn vor dem TESCO-Shopping-Center ist nicht aufgebaut worden.

Die Strassen in Hua-Hin sind nicht geschmückt, auch nicht die Flaniermeile vom Bahnhof bis zum Strand.

Es herrscht immer noch Trauerzeit für den vor 1½ Monaten verstorbenen König. Die meisten Thais tragen weiterhin schwarze oder dunkle Kleider. Einzig die Farangs und Chinesen bringen etwas Farbe ins triste Leben.

Nov. 2016: Market Village Trauer König Shrine

An dieser Stelle stand letztes Jahr ein übergrosser Tannenbaum und davor der heilige St. Nikolaus im weissen Schlitten

Die Geschäfte und vor allem die grossen Einkaufszentren sind immer noch in Trauerflor verhangen. Innen findet eine Art liebloser Ausverkauf statt. Man kann auch die beliebten „Essens-Körbe“ kaufen, aber keine Fest- und Party-Artikel.

Die allerwenigsten Thais wissen, dass Weihnachten einer der grössten kirchlichen Festtage der Christen ist. Für sie ist es ein Tag der Geschenke und dafür leben sie. Aber dieses Jahr ist das Gedenken an ihren grossen König wichtiger.

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Nov. 2016: Erlebnisse in Thailand

Neue Batterie für mein altes Handy

Bei meinem alten Samsung- Handy war die Batterie alt und verbraucht. Es funktionierte nur noch mit dem Hilfs-Akku (Power-Pack), mit dem ich als Notbehelf aufladen konnte.  Im dümmsten Moment mitten im Telefon-Gespräch fuhr es herunter, weil die Batterie keinen Strom mehr abgab.. Mit 850 THB (entsprechend etwa 25 SFr) hab ich mir eine Original-Ersatz-Batterie gekauft. Nun läuft mein Handy wieder mehrere Stunden ab Batterie.

Beim Austausch der alten Batterie lief es mir kalt den Rücken herunter, denn durch den Verbrauch der ehemals aufladbaren Metall-Ionen dehnte sie sich extrem aus und wurde dick und dicker. Es hätte nicht mehr viel gefehlt, und die alte Batterie hätte das Handy zerrissen.

Nachtrag zum Tod des König Bhumibols

Nicht nur die Bilder auf den Strassen und öffentlichen Gebäuden sind mit Trauer-Flor versehen, auch vor den meisten thailändischen Internet-Seiten wurde eine graue Trauer-Seite eingeschoben:

Thailändische Kondolenzseite der BTS-Skytrain von Bangkok

Thailändische Kondolenzseite der BTS-Skytrain von Bangkok

Beginn des Weihnachtsgeschäftes, aber nur das der Polizei

Ende November reiste Jeanot K. in Hua-Hin an. Bereits 2 Tage später kam er mit seinem Roller in eine Polizei-Kontrolle. Nur Farangs wurden aussortiert. Die Thais durften, ohne  anhalten zu müssen, weiterfahren, auch wenn sie keinen Helm trugen. Es war eindeutig: Die Polizei machte Jagd auf die vermeintlich reichen Farangs. Für Jeanot kam es teuer zu stehen: Seinen internationalen Führerausweis hatte er nicht auf sich. Er trug als Helm nur einen Fahrradhelm. Für jedes dieser beiden Vergehen bezahlte er 400 THB, d.h. insgesamt 800 THB (entsprechend etwa 24 Euro). Er bekam aber keine Quittung. Das Geld floss direkt in den privaten Geldbeutel des Polizisten. Dies nennt meine reinste Form der Korruption. Man sagt in Thailand hinter vorgehaltener Hand, dass vor Weihnachten die teuerste Zeit für die Farangs kommt, denn die Polizisten brauchen Geld für ihre Weihnachtsgeschenke

Apropos Helm: Bereits als ich ankam ist mir aufgefallen, dass höchstens noch die Hälfte der Thais auf dem Roller  einen Helm trugen. Es wird sichtlich geduldet. Dies war auch an obiger Kontrolle zu beobachten. Thais wurden nicht kontrolliert, auch wenn sie keinen Helm trugen.

andy-schleck

Andy Schleck

Nach den Velo-Profis Rominger, Hürzeler und Guidali hat sich nun auch Andy Schleck angemeldet

Seit ein paar Jahren kommen im Januar jeweilen ehemalige Velo-Stars wie Toni Rominger und Max Hürzeler nach Hua-Hin….. um mit und bei uns, die Form zu finden. In dieser Saison werden sie ergänzt durch den ehemaligen Tour-de France-Sieger Andy Schleck. Er wird uns Anfang März 2017 eine Woche beglücken und gemeinsam mit uns die Gegend erkunden. Gerüchteweise habe ich vernommen, dass unser Lucien Kirch, ein ehemaliger Mitstreiter im Profi-Trek-Team, bereits die Fühler nach Fabian Cancellara ausgestreckt hat.

 

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13. Nov. 2016: Langboot-Rennen auf dem Khao Tao Lake

Genau vor 1 Monat am 13. Oktober ist der thailändische König Bhumibol verstorben. Vielleicht zu seinen Ehren, wohl eher, weil es bereits organisiert war, fand auf dem Khao Tao Lake unweit von Hua-Hin eines der grössten Langboot-Regattas in Thailand statt. Es sollen über 100 Boote teilgenommen haben. Es wurden sogar 2 der goldenen Boote aus der königlichen Flotte delegiert. Jedoch der Platz des Königs auf dem Königsboot blieb unbesetzt.

Königsbarken

Vorne das Boot mit dem buddhistischen Schrein und dahinter das mit dem Sitz für den König

Ueber diesen Anlass habe ich einen mit vielen Fotos dokumentierten Bericht geschrieben. Durch Anklicken auf das nachstehende Bild gelangst Du zum lesenswerten Bericht:

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

Klick auf dieses Bild, um zum Bericht über die Langboot-Regatta zu gelangen

 

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König Bhumibol ging es dramatisch schlecht – Nun ist er tot

Am 10. Okt. 2016 schrieb ich:

Thailands 88-jährigem  König Bhumibol geht es schlecht.  Unter Berufung auf eine offizielle Erklärung des Palastes wurde bekannt, dass der seit Jahren schwer kranke Monarch nun auch noch an einer akuten Lungenentzündung und einer Blutinfektion leide

„Long live the King“

Thailand ist in großer Sorge, denn jeder weiß, was „solche Nachrichten“ bei einem geschwächten älteren Menschen bedeuten können.

In 3 Wochen, am 2. November werde ich nach Thailand zu meinem 9. Winteraufenthalt aufbrechen. Meine Gefühle sind zwiespältig, aber trotzdem wie jedes Jahr bin ich voller Vorfreude.

koenig-bhumibol

 

Am 13. Oktober ist König Bhumibol Adulyadej 88-jährig gestorben.

Ganz Thailand trauert. Bhumibol, der in Lausanne seine Maturität absolvierte, war seit 1946 König und damit der dienstälteste Monarch der Welt. Die meisten Thailänder kennen nur ihn auf dem Thron

Die gesamte europäische Presse hat wieder einmal durch Miss-Information brilliert. Jede schrieb dem anderen ab, dass der thailändische Kronprinz in Bälde vom Parlament zum Nachfolger ausgerufen werden wird. Nach meiner Information aber tritt ein Thronrat zum Abschluss der mehrmonatigen Trauerzeit zusammen und wählt dann den Nachfolger. Der kann gemäss Verfassungsänderung vor 20-30 Jahren männlich oder weiblich sein kann.

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17. Feb. 2016: Thailand in grosser Sorge

Bevölkerung bangt um den König:

Dem geliebten Monarchen, King Bhumibol Adulyadej, geht es schlechter denn je. Aktuell wird er intensiv in der Klinik beobachtet und behandelt. Dies teilte der Palast offiziell mit.

Es ist in Thailand strengstens verboten, über den Gesundheitszustand des Königs zu spekulieren. Die Internet-Platform www.thaizeit.de hat nun anhand von offiziellen Gesundheits-Bulletins den nachfolgenden Bericht veröffentlich. Ich habe mir erlaubt, ihn zu kopieren:

Ein kurzer Rückblick: Im Oktober 2014 war König Rama IX. (88) die Gallenblase entfernt worden. Die Operation verlief seinerzeit erfolgreich, und laut Ärzteberichten erholte er sich relativ rasch von dem Eingriff.

Thailand Koenig BhumibolDoch dann kam der Rückschlag – nur einen Monat später! Wochenlang kämpfte der schwer kranke König im Siriraj Hospital in Bangkok gegen eine akute Infektion und Entzündung am Dickdarm, die durch einen Bluttest bestätigt wurde. Das Staatsoberhaupt wurde mit Antibiotika behandelt, hieß es in einer offiziellen Erklärung, doch so richtig erholt hat sich der Monarch davon nicht.

Seither gab es keine öffentlichen Auftritte mehr, auch nicht an seinem Geburtstag am 5. Dezember 2015, als Seine königliche Hoheit 88 Jahre alt wurde.

Zuletzt sah ihn sein Volk (… und das Thaizeit-Team…) knapp ein halbes Jahr zuvor, im Mai 2015, als er gemeinsam mit seiner Gemahlin Königin Sirikit während einer „Erholungs-Phase“ auf dem Weg nach Hua Hin war: in seinen geliebten Sommerpalast „Klai Kangwon Palace“. Tausende Thais, in der Königsfarbe Gelb gekleidet, schwenkten Fahnen und Bilder des Herrscherpaares, während sie auf den Konvoi warteten. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Doch die Schnappschüsse zeigten damals schon: es geht König Bhumibol gesundheitlich gar nicht gut. Nur selten erhob er die Hand, um der Bevölkerung zu zu winken.

Nun die Hiobsbotschaft von „Thailand’s Bureau of the Royal Household“:

In der 20. Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Königs teilte der Palast über das „National News Bureau of Thailand am 17. Februar 2016 offiziell mit:

Der König hat Fieber und wird außerdem wegen Bluthochdruck, Atemnot und Herzbeschwerden im Siriraj Klinikum behandelt. Er stehe unter intensiver ärztlicher Beobachtung.(Quelle: National News Bureau / Web: thainews.prd.go.th)

Thailand ist in großer Sorge, denn jeder weiß, was „solche Nachrichten“ bei einem geschwächten älteren Menschen bedeuten können. Vor dem Krankenhaus versammeln sich täglich Menschen, die mit Blumengirlanden, Königsbildern und Gebeten ihrem hochverehrten Monarchen eine gute Genesung wünschen.

Das Thaizeit-Team wünscht Seiner Majestät ebenfalls von Herzen eine „Gute Besserung“. Dem schliesse ich mich von Herzen an.

(Abschrift aus dem Internet-Blog: Thaizeit.de vom 17. Feb. 2016)

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