Kategorienarchiv: Benehmen, Umgangsformen

Dez 04 2016

Weihnachten ist dieses Jahr ausgefallen

Während in den Vorjahren ab dem 1. Dezember ganz Thailand im Weihnachtsfieber taumelte, ist dieses Jahr nichts dergleichen zu entdecken. „Business as usual“. Keine blauen oder pink Tannenbäume, kein „Jingle Bell“ und kein „White Christmas“ mit Bing Crosby. Keine Verkäuferinnen mit roten Zipfelmützen und entsprechenden Haarspangen. Sogar die Kunsteisbahn vor dem TESCO-Shopping-Center ist nicht aufgebaut worden.

Die Strassen in Hua-Hin sind nicht geschmückt, auch nicht die Flaniermeile vom Bahnhof bis zum Strand.

Es herrscht immer noch Trauerzeit für den vor 1½ Monaten verstorbenen König. Die meisten Thais tragen weiterhin schwarze oder dunkle Kleider. Einzig die Farangs und Chinesen bringen etwas Farbe ins triste Leben.

Nov. 2016: Market Village Trauer König Shrine

An dieser Stelle stand letztes Jahr ein übergrosser Tannenbaum und davor der heilige St. Nikolaus im weissen Schlitten

Die Geschäfte und vor allem die grossen Einkaufszentren sind immer noch in Trauerflor verhangen. Innen findet eine Art liebloser Ausverkauf statt. Man kann auch die beliebten „Essens-Körbe“ kaufen, aber keine Fest- und Party-Artikel.

Die allerwenigsten Thais wissen, dass Weihnachten einer der grössten kirchlichen Festtage der Christen ist. Für sie ist es ein Tag der Geschenke und dafür leben sie. Aber dieses Jahr ist das Gedenken an ihren grossen König wichtiger.

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Nov 20 2016

Frustrierte und andere alte Farangs in Thailand

Unzufriedene Farangs

Dora-verflüssigt

Ich habe kein besseres Bild für diesen Zustand gefunden

Man sollte eigentlich meinen, dass Leute, die hier unten in Thailand leben dürfen, glücklich und zufrieden sein müssten. Bei den Jüngeren ist dies meistens der Fall. Bei den Aelteren ab 60 beginnt dies zu happern. Dann beginnt die „Alters-Bösartigkeit und -Dummheit“. Von denen gibt es mehr als man meinen könnte. Ich erschrecke immer wieder, wenn ich Jemanden treffe, und der sich als frustriert zu erkennen gibt.

Ich habe hier unten Freunde, Bekannte und Andere. Unter „Andere“ führe ich die auf, die mir für gewisse Aktivitäten genügen. Anstatt alleine mit dem Rennrad herum zu fahren, hänge ich mich gewissen „Anderen“ an. Beim Radfahren redet man wenig und nach 3-4 Stunden bin ich diese wieder los. Ich treffe die weder privat, noch würde ich mit denen eine Reise unternehmen. Es handelt sich vielfach um „alte, unzufriedene, kranke und frustrierte“ Zeitgenossen.

Viele dieser „Anderen“ haben ununterbrochen etwas Negatives an Thailand auszusetzen. Ich frage mich, warum die wohl  sich hier niedergelassen haben. Ich bin sicher, die sind mit sich selbst und ihrem Leben unzufrieden. Sie bemängeln die Zuverlässigkeit der Thais, auch deren Fahrweise auf den Strassen, obwohl ich hier in den 8 Jahren nur 1 kritische Situation mit dem Rennrad erlebte habe. Aus meiner Sicht haben die Thais mehr Respekt vor den Radfahrern als ich dies in Europa je erlebte.

Es gibt fast kein Thema, das aus Sicht der „Anderen“ nicht kritisiert wird. Sie vergleichen Europa mit Thailand, obwohl sie wissen müssten, dass gerade in der asiatischen Mentalität der Reiz in Thailand liegt.

Einer ist ein Musterbeispiel von solch einem Bünzli. Er war seit 7 oder 8 Jahren nicht mehr in der Schweiz. Er kennt die Schweiz nur aus dem „Blick“ und aus „Social Medias“, hat aber eine klare Meinung über die schreckliche Ueberfremdung in der Schweiz. „Es sei schrecklich, dass eine Frau ohne männliche Begleitung sich nicht mehr in die Stadt trauen kann.“ oder „Wegen der vielen Fremden müssen sogar schon die Schüler mit dem Auto zur Schule gefahren werden.“

Nicht von ungefähr sind diese „Anderen“ mehrheitlich Anhänger einer populistischen Partei. Ihre Informationsquelle sind Social-Medias und Seiten von „Verschwörungs-Fanatikern“. Ganz schlimm sind darin die Oesterreicher. Man spürt es ihnen an, dass sie zu Hause keine hochstehende meinungsbildende Presselandschaft haben. So ist es auch zu erklären, dass sich die Hälfte keine Meinung mehr bilden kann und auf Schlagworte der Freiheitlichen hereinfallen. Ein Volk ohne eigene Meinung ist leicht manipulierbar. War da nicht einmal so etwas vor 70 Jahren?

Beim Schreiben dieser Zeilen realisierte ich, dass es vorallem Schweizer, Deutsche und Oesterreicher sind, die die Thais umerziehen wollen. Die Holländer, Australier, Amerikaner und auch Briten haben da eine ganz andere und pragmatischere Einstellung: Sie nehmen die Thais, wie sie sind.

Ich liebe die Thais und ihre Art. Ich muss es nur akzeptieren, dass sie oft zu spät kommen, dass sie manchmal nicht so viel voraus denken, dass ihre Administration wiehert, dass ihre Gesetze je nach Mondstand unterschiedlich ausgelegt werden, dass sie eben anders sind.

Unvergesslich aber ihr herzliches Lächeln, wenn sie einen Unfall verhüten konnten, weil ich der Farang falsch gefahren bin. Ich liebe die Thais

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Feb 10 2016

Lügenpresse und Lügen in Social Medias: Asylbewerber, Schwarz-Afrikaner

Es sind nicht nur die Medien, die Lügen verbreiten, es sind auch Leute wie Du und Ich, die in den Social Medias wie Twitter, Facebook Dinge weiterverbreiten, die sie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft haben. Jeder dramatisiert ein wenig mehr und zum Schluss weitet sich die ursprüngliche kleine Meldung zu einem emotionalen Flächenbrand aus.

 

Am vergangenen Karnevals-Mittwoch sind in Mainz mindestens 20 Frauen von Schwarz-Afrikanern und Asylanten betatscht und teilweise vergewaltigt worden. Es spielten sich dabei grässliche Szenen ab. …… wir berichten detailliert mit Interviews der Betroffenen ….

Carnival of Solaris: Lady in Blue

Solche Meldungen findet man zur Zeit in Zeitungen zu hauf. Sie wenden sich an sex- und sensationslüsterne Leser und dies bringt Umsatz. Sie wenden sich aber auch an eine Leserschaft, die alles, was schwarz-weiss auf Papier steht, für bare Münze nimmt. Sie schüren damit in deren seelischen Tiefe ihre Emotionen.

Es ist leider schon lange her, als die Presse sich noch an den Codex hielt, nur und möglichst nur die Wahrheit zu berichten. Im Zeitalter des Kommerzes hat sich dies geändert. In vielen Zeitungen recherchiert der Journalist nicht mehr. Er formuliert nur noch. Es fängt bereits dort an, wenn die reisserische Schlagzeile mit dem Bericht nicht übereinstimmt oder das „Fragezeichen“ unterschlagen wird. Aus einer Frage „Er hat sie vergewaltigt?“ wird dann eine Tatsache: „Er hat sie vergewaltigt“

Man muss sich leider bewusst sein, dass alle Medien, auch das Fernsehen und das Radio nach kommerziellen Gesichtspunkten geführt werden. Mit Emotionen lässt sich viel Publikum gewinnen. Viele Leser und Zuhörer bringen viel Geld in Form von Werbung. Schon längst haben die Medien erkannt: mit Wahrheit lässt sich kein Geld machen. Dies kann man auch am Aufschwung der populistischen Parteien erkennen. Diese arbeiten genau gleich mit „Halbwahrheiten und Lügen“, die nur mühsam richtig gestellt werden können.

Wen wundert es, dass man dann im Facebook und Twitter ähnliche Beiträge findet. Emotionale Geschichte, die man irgendwo gehört, gelesen, vernommen und so weitergegeben hat, als hätte man es selbst erlebt: Folgender Facebook-Eintrag einer Oesterreicherin samt einige „Likes“ von Frauen und Männern vom 10. Feb. 2016 sei ein typisches Beispiel:

Facebook-Original-Version inkl. Schreib-Fehler:

Es ist schlimm genug abends mit den Hunden spazieren zu gehen und angst zu haben.3 Burschen. …16 und 17 Jahre. ….Afghanen haben 1 km von mi entfernt 1ine 12 jährige beraubt…..Im parkbad. ..Da geh ich auch hin  brgraoschen asylwerber Frauen und Kinder. ….Anzeige auf freiem fuss und kein hauscerbot……Ein Marokkaner vergewaltigt einen 10 jährigen Buben. ….Als Erklärung. ….sexueller Notstand. …..Ja. ….Ich fühle mich betroffen. ..

Ja sie hat es genau beobachtet, wie 1 km entfernt von ihr dieses Mädchen ausgeraubt wurde…. Ich habe immer Mühe, das Alter zu schätzen, andere weniger…. Afghanen kann ich von Indern und Pakistani nicht unterscheiden.

Korrigierte, einigermassen lesbare Version:

Es ist schlimm genug, abends mit den Hunden spazieren zu gehen und Angst zu haben. 3 Burschen …. 16 und 17 Jahre. ….Afghanen haben 1 km von mir entfernt eine 12 jährige beraubt ….. Im Parkbad, da geh ich auch hin, begrapschen Asylbewerber Frauen und Kinder. … .Anzeige auf freiem Fuss und kein Hausverbot……Ein Marokkaner vergewaltigt einen 10 jährigen Buben. ….Als Erklärung. ….sexueller Notstand. …..Ja. ….Ich fühle mich betroffen. ..

Seien wir doch ehrlich. Der Deutsche und auch der Ostschweizer/Oesterreichische Karneval lebt von Sex und Erotik. Nirgendwann und -wo sieht man so viele leicht bekleidete und offenherzige Frauen. Karneval und Sex gehört in diesen Regionen immer zusammen. Ich weiss wovon ich spreche. Auch ich tobte mich aus.  Aber jetzt auf einmal der prüde Aufschrei!

Es ist ein grosser Unterschied, ob man am Karneval von einem blonden Deutschen oder einem Schwarzafrikaner begrapscht wird.

Es ist schwer, in den Medien Wahrheiten von Unwahrheiten zu unterscheiden. Oft schreiben die Zeitungen einander ab oder sind wie in der Schweiz in einem Redaktionsverbund, d.h. derselbe Beitrag erscheint in verschiedenen Zeitungen.  Auch ich bin oft ratlos, fahre aber meist damit gut, indem ich lange nicht auf den Emotionszug aufspringe und die ganze Geschichte verfolge. Oft werden nämlich solche Meldungen nach kurzer Zeit von der Polizei dementiert und richtig gestellt. Ich gebe aber auch zu, manchmal wie am Silvester in Köln hat sich die wahre Tragik über wenige Tage immer mehr ausgeweitet.

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Jan 09 2016

Ein „Shitstorm“ wütete über mein „Sommer-Tagebuch“

Wenn diese Chaoten gewusst hätten, dass ich der FDP nahestehe und manche Gedanken der SVP unterstütze, dann hätte sie mich nicht „Linke Sau, Sau-Türke und Jugo“ genannt und mich auch nicht wie im Dritten Reich vergasen wollen!

Ein „Shitstorm“ ist eine Art „Mobbing“ via Internet

Seit Mitte Dezember haben mich eine Handvoll schwachsinniger SVP-Chaoten mit bösartigen, hasserfüllten Kommentaren und Drohungen wegen eines Beitrages, den ich im Sept. 2012 mit dem Titel »Der Fall „Christoph Mörgeli“ oder „Alle gegen die SVP“« veröffentlichte, überschwemmt und sogar versucht den Zutritt zu meinem Sommer-Tagebuch zu erhacken. Glücklicherweise haben meine Gegenmassnahmen gegriffen und ich kam nicht zu Schaden.

Trotzdem habe ich bei der Basler Staatsanwaltschaft Anzeige gegen die Verfasser der Kommentare und die Hacker meines Sommer-Tagebuches wegen Nötigung erhoben. Anhand der hinterlassenen IP-Adressen sind die Verfasser eruierbar.

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Die SVP hat oder hatte hervorragende, erfolgreiche Mitglieder und Parlamentarier. Wenn ich nur an den Peter Spuhler (Eigentümer der Stadler Rail) oder den Walter Frey der Emil Frey AG denke. Die beiden spielten in einer eigenen SVP-Liga, haben sich jedoch, warum auch immer, aus der Politik zurückgezogen. Uebrig geblieben sind …. (meine eigene Zensur gebietet mir HALT). Deshalb stehe ich auch dem höheren Niveau der FDP viel näher!

Christoph Mörgeli, seines Zeichens Vordenker dieser populistischen, rechten Partei SVP liegt nicht auf meiner Linie. ich mag diese Person in seiner Art, seiner Ausdrucksweise und seiner Rechthaberei nicht. Ich mag aber auch seine Partei nicht, denn sie schürt bewusst rechtsradikales Gedankengut und missbraucht mit ihren emotionalen Schlagworten einfache Bürger.

Dies ist meine ganz persönliche Einstellung und Meinung, und eine solche ist in der Schweiz (noch) erlaubt. Jeder darf dagegen sein und dies auch kund tun.

Was mir jedoch zu denken gibt und mich alarmiert, ist die Art und Weise, wie Fans und Mitläufer „ihren verehrten Herr Mörgeli„, Wortlaut aus ihren Kommentaren, verteidigen und dessen Gegner versuchen zu zerstören und mundtot zu machen. Irgendwie erinnert mich diese Mentalität und Wortwahl stark an eine Zeit im letzten Jahrhundert, die ich glaubte vorbei zu sein. Hat denn die Welt noch nichts gelernt? Oder sind diese Typen einfach zu blöd?

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Mrz 10 2015

Auch dies ist Thailand: Es gibt Gauner, aber auch viele guten Geister

In Thailand erlebt man jeden Tag eine Ueberraschung. Thailand ist eine Wundertüte. Es gibt sowohl Unerfreuliches, aber viel mehr an Erfreulichem und Unerwartetem zu berichten..

Einzahlung im Lebensmittelgeschäft

Baht, Geld, ThailandMonatlich kommt die Stromrechnung ins Hause. Diese muss ich innert 7-10 Tagen bezahlen, ansonsten der Anschluss gekappt wird. Der Elektroanbieter ist in der Beziehung unerbittlich!

Ich muss nun aber nicht in der Post anstehen und warten, bis ich endlich bedient werde oder ein Schalter aufgeht. Ich gehe in einen der tausenden von 7eleven-Geschäften, in denen ich fast alles, was man zum täglichen Gebrauch einkauft, und bezahle die Stromrechnung zusammen mit dem Brot und Butter. Dieser Service kostet ein paar Baht Zuschlag.

Post per Taxi

Der Reissverschluss meines Rennleibchens ging kaputt. Der Hersteller in Bangkok offerierte mir, diesen ohne Kostenfolgen zu ersetzen. Ich müsste das Leibchen ihm einzig per Post zuschicken. Gemacht getan.

1 Woche später, es war Samstag-Nachmittag,  bekam ich ein Telefon auf Thai. Ich verstand fast kein Wort. Nur immer wieder „Taxi“. „Ich brauche kein Taxi und habe auch keines bestellt“, meinte ich auf Englisch und hängte auf. Eine Weile später das nächste Telefon mit unbekannter Tf.-Nummer. Aber diesmal war eine Frau am Apparat und erklärte mir in Englisch, dass dieses Taxi ein Päckchen für mich hätte. Da aber die Adresse auf meinem Päckchen falsch sei, versuchen sie mich telefonisch zu erreichen (man muss auf Thai-Päckchen immer die Tf.-Nummer angeben). Jetzt begann es bei mir zu klicken. Mein Rennleibchen aus Bangkok! Der Taxifahrer war unweit von mir beim nahen Schwimmbad gelandet und ich holte mir das Päckchen.

Das Spezielle und einmalige: Die thailändische Post schickte ein Taxi los, um mich zu suchen und mir dieses kleine Päckchen zu bringen. Am Samstag-Nachmittag notabene!

Betrüger an Tankstellen

In der Nähe, wo ich wohne, an der Soi94 hat es eine Tankstelle.  Ich habe heute meinen Roller mit Benzin 91 Oktan betankt. und bezahlte 190 Baht und der Tank war nicht voll. Ich habe noch nie über 120 Baht bezahlt, um den Tank zu füllen. Der Tankwart hat mich betrogen. Die Anzeige war defekt und den Zähler hat er nicht auf Null zurückgestellt. Ich bezahlte nicht nur meinen Bezug, sondern auch den des vorherigen Scooters.

Derartige Mafia-Methoden sind in Thailand selten. Deshalb überraschen sie auch. Nach thailändischem Verständnis wird dieser Tankwart nicht glücklich mit dem gestohlenen Geld.

Touristen Polizei in Bangkok

Es war im Dezember 2014. Ich war mit Karli und Heidi beim Königspalast und Königstempel. Wir waren müde und wollten zurück zum Hotel. Also stoppten wir den nächsten Taxi. Aber all die Taxis wollten nur nach festem Preis fahren. 200 oder 300 Baht verlangten sie. Ich wusste aber, dass diese Strecke nicht mehr als 70-80 Baht kosten würde. Es ging mir nicht um den Preis. Es ging mir um’s Prinzip, obwohl auch 200 Baht nach europäischen Verhältnissen sehr günstig wären, nämlich ca SFr. 6.–.

Nach dem dritten oder vierten Korb war meine Geduld zu Ende. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite sah ich ein kleine Baracke der „Touristen Polizei„. Flugs ging ich hinein und beklagte mich über die Taxis. Die Dame drinnen hörte verständnisvoll zu, stand auf, legte ihre Uniform-Jacke an, kam mit mir nach draussen und stoppte den nächsten Taxi, der uns zum Hotel zurückbringen sollte

Der erste meinte, sein Gas gehe zu Ende, er könne uns nicht fahren, aber der zweite musste in den sauren Aprfel beissen und brachte uns ins Hotel zurück. Der Taximeter zeigte 75 Baht an.

Ich wusste, dass die Aufgabe der Touristen Polizei ist, die Touristen vor grösseren und kleineren „Gaunern“ zu schützen. Ich wusste auch, dass die Taxis nach Taximeter fahren müssen!

Büro-Schrank für SFr. 60.– inkl. Heimtransport

Ich hatte hinter meinem Arbeitsplatz bereits einen „momo-Schrank“ für meine Ordner. Damit es besser aussieht, wollte ich mir einen zweiten kaufen, solange diese Modelle noch erhältlich sind. Also ab ins Geschäft. 2’000 Baht (ca. SFr. 60.–) bezahlt und 2 Stunden später haben sie ihn mir bereits ohne Mehrkosten nach Hause geliefert.

Oelwechsel an meinem Honda-Roller für 5 Euro

Mein 125er-Honda-Roller ist mittlerweilen bereits 3 Jahre alt. 2’100 km bin ich mit ihm gefahren, fast ausnahmslos innerhalb Hua-Hin. Ich brauche ihn zum Einkaufen, Fahrten in die Restaurants, auf den Markt usw. Grössere Distanzen fahre ich nicht.

Kürzlich Anfangs März 2015 brachte ich den Roller ausserhalb der Service-Intervalle in die Garage. Ein Oelwechsel nach 3 Jahren ist bestimmt nichts schlechtes, dachte ich mir. Ich brachte ihn hin und unverzüglich stürzten sich 3 Mechaniker auf mein Gefährt und machten einen F1-Boxenstop inkl. Check des Reifendrucks. Nach 10 Minuten bezahlte ich 180 Baht oder umgerechnet etwa 5 Euro.

Preise in den Coffee-Shops ausserhalb der Touristen-Hochburgen

Da die Temperaturen doch recht hoch sind, machen wir unterwegs auf unseren Ausfahrten mit dem Rennrad immer den einen oder anderen Tankstop in einem der vielen einheimischen Restaurants an der Strasse. Wir setzen uns hin, trinken ein Cola oder ein Original RedBull, hier heisst es anders,  und füllen unsere Bidons mit Wasser auf. Ein Cola kostet hier zwischen 10-15 Baht, das sind SFr. -.30 bis -.45

Au der wöchentlichen. Dolphin-Bay-Tour ist es Tradition, ein Doppel-Spiegelei mit Schinken und eine eiskalte Cola zu bestellen. Dies kostet dann 55 Baht, entsprechend SFr. 1.50

Am Ende einer Ausfahrt machen wir, wenn immer es geht, Halt im Pala-U-Coffee-Shop. Ich freue mich bereits unterwegs auf das „Mango Smoothie mit Yoghurt„, einem grossen 7.5 dl-Eisgetränk  und bezahle dafür 65 Baht.

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Feb 26 2015

Günter Wallraff, der grösste Schmarotzer im deutschen Sprachraum

Schmarotzer sind in hohem Masse spezialisierte Lebewesen

Lehrer Lämpel aus Max und Moritz (Wilhelm Busch)

Lehrer Lämpel aus Max und Moritz (Wilhelm Busch)

Sie vegetieren als Parasiten in sog. Wirte-Lebewesen. Meist geht dabei der Wirt nicht zugrunde, aber der Parasit vermehrt sich und gedeiht.

Diese Formulierung aus dem Internet kann eins-zu-eins im Falle „Günter Wallraff‘„, dem Enthüllungs-Journalisten und -Schriftsteller,  übernommen werden, einem Parasiten der Sonderklasse. Er lebt und gedeiht von echten und vermeintlichen Ausbeutern in unserer freien Marktwirtschaft. Wenn er ehrlich sein würde, müsste er sich selber anprangern, denn er ist einer der grössten Schmarotzer im deutschen Sprachraum.

Jede Talk-Show ist für Günter Wallraff eine Werbesendung. Er tritt überall auf, sowohl im ARD oder ZDF, aber auch im RTL. Er wird dafür noch bezahlt, dass er von seinen Erlebnissen, seinen Büchern und Fernsehsendungen berichten darf. Seine Erlebnisse sind ein Fressen für die Quoten der TV-Sender. Es ist ja unvorstellbar, wie die Lageristen, Fahrer, Postbeamten und Unterprivilegierten von ihren Vorgesetzten ausgenützt werden.

Dabei wird aber immer vergessen und der Günter Wallraff verschweigt dies tunlichst, dass niemand gezwungen wird, bei solchen Firmen zu arbeiten. Wir befinden uns nicht in einer Diktatur oder einem doktrinären System. So gibt es auch keinen Grund, den Günter Wallraff zu verbieten. Schmarotzen ist erlaubt, auch wenn man es nicht mag.

Ich will mit diesen Worten aber auch nicht gutheissen, dass diese Mitarbeiter so wenig verdienen oder unter einem zu hohen Arbeitsdruck stehen. Man darf aber auch nicht vergessen und unterschlagen, wie es Günter Wallraff tut, dass auch andere Berufsgruppen unter hohem Leistungs-Druck stehen. Wir Konsumenten haben  Mitschuld daran. Geiz ist geil. Wir wollen günstige Bücher kaufen oder zu tiefen Preisen im Aldi oder im H&M einkaufen.

Es ist doch liebenswert und uneigennützig, wie Günter Wallraff sich den Armen und Missbrauchten annimmt. Wie er die Schmarotzer anklagt und bloss stellt. Aber er vergisst, dass er dank dieser Anschuldigungen  zu den Reichsten der Reichen gehört. Seine vielen Bücher bringen ihm Millionen.

Er predigt Wasser, trinkt aber Wein

Er geilt sich an den armen Briefträgern und Mitarbeitern von Amazon auf und schreibt darüber seine aufhetzenden Bücher. Er benutzt mit grossem Erfolg die Emotionen und Tränendrüsen  der Menschen. Oft hält er sich aber gar nicht an die Wahrheit. So berichtete er kürzlich an einer Markus-Lanz-Sendung im Jan. 2015  immer noch von ausbezahlten Hungerlöhnen um die 3-4 Euro je Stunde, abwohl in Deutschland bereits oder in Bälde die Mindestlöhne (€ 8.50) gelten.

Das Schlitzohr Günter Wallraff wettert mit grosser Vorliebe gegen Amazon, lässt aber seine Bücher über Amazon verkaufen (Stand 12. Feb. 2015). Es ist eben so. Ein Parasit kann ohne Wirte sprich Amazon nicht leben. Deshalb hüte Dich vor Schmarotzern!

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Feb 19 2015

19. Feb. 2015: „Chinesisches Neujahrsfest“ und „Fifty Shades of Grey“ und „PEST-Control“

„Was hat „Fifty Shades of Grey“ mit dem chinesischen Neujahrsfest gemeinsam? Nichts, aber auch gar nichts. Es war nur ein Gedankensprung in meinem heutigen Tagesablauf und fand Platz innerhalb der nachfolgenden Zeilen ….

Münze zum Jahr des Schafes

Silber Münze zum Jahr des Schafes

Neuigkeiten aus Hua-Hin

Regenschauer über Hua-Hin: Heute früh zum Start des chinesischen Neujahrsfestes hat es ungefähr 1 Minute und 10 Sekunden geregnet. Man konnte die einzelnen Tropfen auf dem Boden zählen. Sie müssen von weit oben gekommen sein, denn ihren Durchmesser konnte ich auf dem Boden mit ca 12 mm messen.

Actions bei meinen Nachbarn

Aus dem Haus meines Nachbarn zu Rechten dröhnt immer wieder ein währschafter Streit zu mir hinüber. Der Hausherr ist ein schrecklich aussehender rothaariger Engländer mit dünnen Beinen und rundem Bauch. Er sieht bestimmt nicht auf seine Schuhe herunter und ist mit all den Attributen ausgestattet, die ein gräusliger Mann sich nur wünschen kann. Sie eine Thai mittleren Alters mit verkniffenem Mund, was schon auf Bosheit hinweist, mit einer extrem hohen und lauten Stimme. Sie spricht bereits gutes Englisch und hat von ihrem Alten viel gelernt: „Fuck me“ und Fuck off“ und immer wieder „Fuck, fuck“ kommen fliessend und in voller Lautstärke aus ihrem Mund. Ich habe festgestellt, wenn das Wort „Fuck“ zwischen 5-10 mal in der Minute ertönt, dann handelt es sich nur um einen mittleren Streit. Im Moment rattert „Fuck“ wie eine Maschinengewehr-Salve. Ob sie ihn wohl bald umbringen wird?

Ich lese bekanntlich nur noch ab eBook Kindle

Das letzte Buch, das ich nach einem Drittel auf die Seite gelegt habe, war der Thriller „Mr.K.“ von J.A.Konrath:. Ich war zufällig heute wieder im elektronischen Amazon-Buch-Shop, um in den Angeboten zu schmökern und habe dabei die Gelegenheit erfasst, meine persönliche Kritik über dieses Buch anzubringen:

 

Falls ein Thriller perverse und grausame Szenen haben muss, dann handelt es sich beim Roman von J.A.Konrath um einen ganz besonderen, blutrünstigen Thriller. Man erfährt mit Schaudern die grausamsten Methoden, jemanden zu töten. Alles ist Geschmacksache. Für einen IS-Sympathisanten (IS = islamischer Staat) ein leckeres Buch mit vielen Vorschlägen!.
Diese Inhalte scheinen zur Fanbtasie des J.A.Konrath zu gehören. denn den zweiten Thriller musste ich vor Schaudern bald auf die Seite legen.. Meine Vorstellungsgabe ist noch zu ausgeprägt.

Aber wie es so ist, auch in einer elektronischen Buchhandlung bleibt man hängen. So habe ich nach Memoiren gesucht und bin bei denen des „Casanovas“ hängen geblieben. Ich bin gespannt, was dieses Mamutwerk bietet! Ich hoffe, es ist interessanter als die Trilogie “ Fifty Shades of Grey„, die im Moment in aller Munde ist. Ich habe sie nach dem 1. Band auf die Seite gelegt, denn es handelt sich weder um eine richtige Liebesgeschichte, noch einen saftigen Porno.noch um ein SM-Spiel. Es ist wie beim Essen: Lieber ein richtig feines T-Bone als ein Tofu-Steak

PEST-Control

Alle paar Monate wird unsere Kanalisation durch die Gemeinde mit Giftgas durchgespühlt. Der Mann, der diese Gifte einbläst ist dabei nur mit einer Maske geschützt. Ein grosser Schutz bietet sie nicht. Gestern putzte er die Kanalisation vor einem Hause durch.

 

PEST Control: Ungeziefervernichtung PEST Control: Ungeziefervernichtung

 

PEST Control: UngeziefervernichtungChinese New Year

Heute begann der wichtigste Feiertag für die Chinesen. Nach dem vergangenen Jahr des Pferdes folgt am 19. Feb. 2015 das Jahr des Schafes. Dieses gilt bis zum 8. Feb. 2016, wenn das Jahr des „Affens“ beginnt

Auch in Thailand wird dieses Fest begangen. Die Chinesen feiern nicht nur 1 Tag, sondern volle 5 Tage mit Feuerwerk, feinem Essen, Ausflügen und auch Besuch der Toten. Ihre Autos schmücken sie mit einem Orchideen- oder einem gelben Blumenstraus vorne auf der Kühlerhaube. Das eigentliche öffentliche Fest in Hua-Hin war am Abend des 19. Feb. bereits zu Ende.

Market Village Chinese New Year

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Dez 06 2014

Mein schwuler Nachbar – Das Risiko „schwanz-gesteuerter“ Männer

Der englische Nachbar rechts von mir hat oft Streit mit seiner thailändischen Freundin. Sie schreien sich gegenseitig an und dann knallen die Türen. „Fuck“ und „Fuck you“ sind die englischen Worte, die ich hier gelernt habe. Auch dies ist Thailand. Sein Vorgänger im selben Haus, ein pensionierter Lehrer ist bereits letztes Jahr ausgezogen und lebt mit seiner über 30 Jahre jüngeren Thai-Freundin, wollte bereits Tochter schreiben, in einem besseren Haus ausserhaöb Hua-Hins. Er will ihr etwas bieten, denn er ist oder war über beide Ohren verliebt

Diese Verliebtheit ist bei vielen alten Farangs (Fremde) oft trügerisch. Oft werden sie aprupt aus ihren letzten Testosteron-Träumen gerissen, was nachfolgender tragischer Hilferuf einmal mehr bestätigt:

 

Mail vom 3. 12. 2014 aus der Schweiz:

Betreff: Kollege in Thailand

Guten Tag Herr Lehmann

Ein Kollege von mir ist vor 1 Jahr nach Thailand ausgewandert. Er hat eine Thailänderin vor 5 Jahren übers Internet kennen gelernt und sie dann mit einem Heiratsvisum in die Schweiz geholt. Nach der Heirat wohnte sie 4 Jahre in der Schweiz mit ihm.

Vor 2 Jahren hat er dann die Pläne geschmiedet, sich eine Existenz in Thailand aufzubauen.

Sie flog für ein paar Wochen nach Thailand und begann ein Restaurant einzurichten und ein Haus zu bauen, auf dem elterlichen Boden.. Mit seinem Geld.

Das Haus ist nun gebaut, Sie flog schon vorher nach Hause und er folgte ihr nach. Das Haus hier in der Schweiz wurde verkauft und das Geld überwiesen.

In dem Jahr ist nun vieles passiert.. Das Restaurant lief gar nicht so wie sie es gesagt hatte. Die Angestellten waren nicht zu motivieren und so ist es nun geschlossen.

Im Haus hat sich deren Familie einquartiert.

Und das Geld wurde abgehoben, obwohl nur er unterschriftsberechtigt war.. Es heisst nun, das Geld sei gut angelegt worden, jedoch gebe es dafür keine Quittungen.

  • Sind die Thai so verlogen?
  • Kann es sein, dass die  Bank sich nicht an die Abmachungen hält?
  • Gibt es irgendwelche Möglichkeiten für ihn, dass er zu seinem Recht kommt?

Besten Dank und schöne Grüsse aus der Schweiz

 

Der Mail-Schreiber nannte keinen Namen und normalerweise antworte ich nicht auf anonyme Anfragen. Aber der Fall war so typisch

 

Meine Antwort 1 Tag später

Normalerweise reagiere ich nicht auf anonyme Mails. Aber die Geschichte könnte gut wahr sein, denn ähnliches kommt hier in Thailand immer wieder vor.

Ich kenne ja nicht alle Details. Irgendwie hat Ihr Freund das Geld ja nach Thailand gebracht und ein Haus gekauft/gebaut. Dies kann aber nur seine Frau als Thailänderin. So hatte sie auch die Vollmacht über sein Geld! In jedem Fall wird auch eine thailändische Bank kein Geld herausgeben, solange der Abhebende kein Bankbüchlein vorweist. Und dies muss seine Freundin gehabt und vorgewiesen haben. Da kann ihr Freund drehen und wenden, wie er will. Sie hatte als Thai alle Unterlagen! Er war ja auch auf sie angewiesen, denn er sprach bestimmt kein Wort Thai und konnte noch weniger die Thai-Verträge lesen! Also Vorsicht mit dem Wort „Er war Unterschriftsberechtigt“.

Ja, viele Thais sind bösartig oder berechnend ….und viele Schweizer sind „Schwanz gesteuert!“ Ueber Internet hat Ihr Freund eine Thailänderin kennen gelernt. Wahrscheinlich war sie viel jünger als er selbst. Sie sah in Ihrem Freund das grosse Geld und die goldene Zukunft … und er war verliebt in seine junge hübsche Vorteige-Frau… und traute ihr 100% …… und schon war es passiert.

Er kann das Geld vergessem. Denn als Ausländer hat er wenige Chancen in Thailand. Er kann nichts beweisen und spricht auch kein Thailändisch. Er kann von der Bank die Kontoauszüge verlangen und beurteilen, ob das Geld auf einmal, oder über Kreditkarte täglich ca 1’200 Franken abgehoben wurde.

Ja, so geht es vielen, die nach Thailand wie die Könige einreisen, ein hübsches junges Girl anlachen, sich im 7. Himmel fühlen….und bereits ist alles Geld weg

Beste Grüsse
Max Lehmann

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Aber links von mir, wenn ich vor meinem Haus sitze und auf die Strasse schaue, lebt  ein Schwuler, was ja nicht schlimm ist. Ich kenne viele Schwule und habe mit Ihnen ein gutes Verhältnis. Er ist ein weibischer Schwuler mit hoher Stimme. Es quitscht, wenn er mit seinem Hund schimpft. Ob der Hand dabei lacht? Er ist ein Holländer und Eigenbrötler. Von morgens bis abends laufen italienische- und Wagner-Opern.  Er spricht nicht mit mir, obwohl ich mich bei ihm vor 2 Jahren, als er einzog, vorstellte. Ich entspreche nicht seinem Beuteschema. Vor zwei Jahren war er noch ein stämmiger Mann, gross und kräftig. In der Zwischenzeit hat er massiv abgenommen und ist nur noch ein Knochengerüst. Er sieht schlecht aus.Er ist sichtlich krank.

Heute am 6. Dez. hatte er Geburtstag. Er lud dazu Freunde und Bekannte ein. Auch zwielichtige Thai-Weibchen, die ihn immer wieder mit Happy Birthday-Gesängen hochleben liessen. Ich weiss aus den vorigen Jahren. Es wird nebenan im Laufe der Stunden immer lauter. Die Thais hören normalerweise spätestens um Mitternacht auf. Bei ihm dauerte es letztes Jahr bis um 2 Uhr morgens.

Dieses Jahr nehme ich es gelassen. Er hat bestimmt nicht mehr die Kraft bis nach Mitternacht. Vielleicht ist es auch sein letzter Geburtstag hier in der Soi94, Wenn ich mich recht erinnere, feierte er letztes Jahr seinen 58. Geburtstag

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Nov 18 2014

18. Nov.: Erste Erfahrungen mit der Toyota-Garage – Einbau eines Nebel-Lichtes

Pünktlich auf 8 Uhr früh war ich in die Toyota Garage bestellt, denn man wollte meine nachbestellten Nebelscheinwerfer einbauen. Ich hatte die Nummer 1 der angemeldeten Autos. Es war der Wunsch von Pat, denn nördlich von Bangkok in den Bergen des Isaan habe es in der Regenzeit öfters Nebel.

Wie bei mir üblich, war ich zu früh, bereits 20 Minuten vor 8 an Ort und Stelle. Ich war der erste, denn die Thais kommen eher zu spät als zu früh. Ich wusste eben nicht, wie gross der Morgenverkehr und damit der Zeitaufwand war, um von mir auf die andere Seite von Hua-Hin zu gelangens.

Obwohl zu früh, Toyota schlief noch, kam bereits nach wenigen Minuten eine Dame aus der Werkstatt-Annahme und übernahm das Auto und offerierte mir einen Nescafé-Kaffee. Ich durfte während der Reparatur in der sog. Kunden-Lounge der Garage warten. Sie erinnert etwas an die Business-Lounges im Luftverkehr, aber weniger rafiniert und ohne Essmöglichkeiten. Man sitzt in feudalen Sesseln, alle ausgelatscht, aber sauber. Es gibt Fernsehen, Internet und einen grosszügigen Blick in die Werkstatthalle, in denen etwa 20 Hebebühnen standen.

Werkstatt-Halle der Toyota Garage

Werkstatt-Halle der Toyota Garage (links mein silbriges Auto)

Sukzessive trudelten die Thai-Mitarbeiter ein. Alle in gleicher Kleidung, Das Büro-Personal im blaugrauen Toyota-Hemd und den schwarzen Hosen resp. Jupe., die Mechaniker in sauberen braun/beigen Kombis, zum Teil mit einer Arbeitsschürze darüber. Alle trugen ein Znüni-Säckchen bei sich.

Als mein Auto in die Halle gefahren wurde, wurden über den Fahrersitz eine roter Sitzueberzug aus Stoff aufgezogen, kein Plastik wie bei uns. 3 Stunden dauerte der Einbau. Ich schaute mehrmals in die blitzblank saubere Werkstatt-Halle. Kein Oel oder Schmutz lag am Boden. Ich sah keinen Mechaniker mit verschmutztem Overall. Ich vermute, dass sie bei Schmutzarbeit eben diese Schürze anziehen müssen. Es sah zwar nicht aus wie in einem Operationssaal, dies wäre vermessen, aber es war sauber!

Neben den Mechnikern hatte es unzählige Kundendienst-Mitarbeiter und -innen, die zwischn den Kunden und der Werkstatt vermittelten. Ich habe einmal deren 15 gezählt, die im Kundendienst/-Empfang und Fahrzeug-Annahme arbeiteten. Und alle hatten zu tun. Einige der Damen sprachen recht gut englisch, erstaunlicherweise besser als die aus dem Verkaufsraum.

Das Gruppenklima schien exzellent zu sein. Ich konnte trotz unterschiedlicher Figuren und Aussehen keinen Zickenkrieg erkennen. Im Gegenteil. Die Kassiererin zum Beispiel hatte eine Plastiktüte mit Süssigkeiten bei sich. Sie bot diese Snacks auch anderen Mitarbeiterinnen an. Eine nahm gerade 6 Stück. Ich dacht schon, wow wie egoistisch. Aber weit gefehlt, sie verteilte diese 6 Stück an ihre 6 Kolleginnen am anderen Ende der Halle.

Um 11 Uhr war der Einbau der Nebelleuchten abgeschlossen. Ich bezahlte für Material und Arbeitszeit: 5’200 Baht, das sind etwa SFr. 150.–

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Nov 16 2014

16. Nov: Für die königliche Zeremonie 2 Mass-Anzüge in 4 Tagen

King Tailor: Anzug ist fertigMeine Freundin Pat hat zwei Söhne. Der eine heisst Geng und ist seit einem Jahr Mönch, der andere Snooker studiert an einer der berühmtesten Universitäten in Bangkok. Dieses Jahr schliesst er mit seinem ersten Diplom ab und wird, wie es in manchen Universitäten üblich ist, dieses Diplom von einem Mitglied der Königsfamilie erhalten. Am 13./14. Dezember ist es soweit. Er wird seine Auszeichnung von ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Sirindhorn erhalten.

Die Ausbildung in Thailand ist ganz anders strukturiert, als die in der Schweiz oder in Teilen Europas. Sie beginnt mit der Grundschule, geht dann weiter mit der Universität. Die  Universität deckt die weitere Ausbildung von der Berufs- und Gewerbeschule, Meisterausbildung, Fachhochschulen bis zum Hochschulstudium und dem Doktorat ab. Der Durchgang ist jedoch flexibel. Man macht 1 Diplom nach dem anderen.

Für das gesellschaftliche Ansehen eines Thais und seiner Familie ist ein Universitätsabschluss evident wichtig. So haben fast alle Thais eine Universitätsausbildung, auch wenn sie nur 1 Semester Coiffeuse gelernt haben.

Aus diesem Grund ist dieses Ereignis nicht nur für Snooker etwas spezielles, sondern auch für seine Mutter Pat ein ganz besonderer Tag in ihrem Leben. Ich werde sie begleiten, denn auch für mich wird es interessant sein, zu verfolgen, wie Thailand auf dieser Ebene funktioniert.

Die Diplomvergabe setzt sich aus zwei Anlässen zusammen. Am ersten Tag, dem 13. Nov., trifft man sich in der Universität bei den Professoren, die das offizielle Zeugnis verteilen. Am folgenden Tag findet dann die offizielle Diplomübergabe gemeinsam mit anderen Universitäten in einem grossen Auditorium etwas ausserhalb Bangkoks statt.

Aber „Würde bringt auch Bürde„. Nicht nur die Diplomanden müssen sich in vorgeschriebenen Anzügen und Roben einkleiden, auch die Eltern und näheren Verwandten. Ich brauche für die beiden Anlässe zwei Anzüge. Der vanille-farbene Blazer-Anzug, den ich im 2011 für die Fahrt  mit dem Oriental Express von Bangkok nach Kuala Lumpur  anfertigen liess, hängt in der Schweiz. Hier in Hua-Hin habe ich nur Freizeitskleider.

Für solche Zwecke ist Thailand ein Paradies der Herren- und Damen-Masskonfektion. Am selben Tag, an dem ich unser neues Auto den Toyota Vios übernehmen konnte, am Mittwoch, 12. November, waren wir abends beim „King Tailor“ an der Phetkasem Road, der Hauptstrasse von Hua-Hin, und liess mir für zwei Anzüge und 1 weissen Hemd die Masse nehmen. Kostenpunkt: 10’800 Baht, entsprechend SFr. 315.–

Für den einen Anzug im normalen Schnitt suchten wir uns einen grauen Casmere-120 Stoff aus. Der zweite Anzug, für die Zeremonie mit der Prinzessin sollte speziell sein. Ein weisser Anzu im Thai-Style, d.h. bis oben geschlossen. Auch in diesem Fall entschieden wir uns für den Cashmere-120 Stoff. Er sei wohl recht dick, aber kühl zu tragen. Da bin ich ja gespannt, ob dies stimmt. Jetzt weiss ich auch, warum die grossen Festhallen und Auditoren immer stark gekühlt werden!

In 4 Tagen erhielt ich beide Anzüge. Zweimal musste ich zur Anprobe:

  • Mittwoch, 12. Nov, abends: Auftragsvergabe und Masse nehmen, Anzahlung leisten
  • Donnerstag, 13. Nov. nachmittags: Erste grobe Anprobe ohne Innenfutter durch den Schneider
  • Samstag, 15. Nov. nachmittags: Zweite Anprobe, anpassen der Aermel, Länge der Hosen
  • Sonntags, 16. Nov. späterer Nachmittag: Uebernahme des Anzuges. Er geht nun in die chemische Reinigung nach Phetchaburi

King Tailor: Anzug im Thai-Style ist fertig

Nachdem die zweite Anprobe derart gut geklappt hat und die Hosen wie eine „Eins“ sassen, habe ich für die Schweiz eine weitere beige Hose anfertigen lassen, die zu meinem d’blauen Blazer passt. Zusatzkosten mit Casmere-120 Stoff 1’500 Baht resp. SFr. 45.–

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Mrz 08 2014

Anrede in Thailand

wai-mcdonaldDie Anrede in Thailand ist eines der kritischen Themen. Traditionell haben Thailänder bzw. Thailänderinnen einen eher langen Namen. Zu diesem Zweck besitzt in den meisten Fällen jeder Thai einen Spitznamen. Diesen können Sie in Kombination mit einem „Khun“ bei jedem Thailänder ohne Bedenken als Anrede verwenden. Sollten Sie einmal geschäftlich Kontakt mit einem Thai haben, so bieten Sie ihm einfach das „Khun“ inkl. ihres Vornamens an: In meinem Fall „Khun Max“

Seien Sie deshalb auch nicht überrascht, wenn man Sie direkt mit dem Vornamen anspricht. Es ist üblich, dass Thais sich so Ansprechen, in der Regel verbunden mit dem „Khun“ (Herr, Frau) vorangestellt.

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Jan 06 2014

6. Jan. 2014: Geschichten aus Thailand: Training für Indien, Russen und purbertierende Thais

Hilfe, die Russen sind schon da

Hua-Hin Indian FoodDas erste Mal in meinem Leben habe ich vor 15 Jahren Russen in der Türkei in einem 4-Stern Hotel erlebt, als sie das grosse abendliche Buffet innert wenigen Minuten auseinandergenommen hatten. Was ich dort erlebt habe, war unbeschreiblich. Seither weiss ich, es gibt kein primitiveres Volk als die Russen!

Auch in Hua-Hin ist man nun vor Ihnen nicht mehr sicher. Man erkennt sie an ihrer ungepflegten Art, an ihrer schmusligen Kleidung und an den eigenartigen Esskultur. Sie essen wie Schweine, indem sie sich alles in den Schlund werfen. ich meine, man könnte sie auch über einen Trichter füttern.

Im Indischen Restaurant sass ein solches russisches Pärchen auf dem Nachbar-Tisch. Er in einem ärmellosen Leibchen aus dem behaarte weisse Arme schauten und sie in einer Schürzen-Rock, den nicht einmal meine Putzfrau anziehen würde. Das indische Essen kam ihnen zu Hilfe, denn so konnten sie mit beiden Händen das Essen aufnehmen und in den Mund schaufeln!

Training für Indien

Am kommenden Wochenende geht es auf grosse Fahrt nach Indien, in eine neue mir absolut unbekannte Welt. Unbekannt auch, was man wohl in Indien isst und wie sich diese Speisen nennen. So sind wir bereits zweimal in verschiedenen Restaurants indisch essen gegangen. Das „S&S-Indian Restaurant“ in der Soi 94 ganz nahe bei meinem Haus war das viel bessere. Es war echt Spitze und wenn es klappt, werden wir am Freitag vor unserer Abreise dort nochmals trainieren. „Trainieren“ tönt einfach besser als „Essen“!

Unvergesslich das Chicken Masala, die dreieckigen Samosa Teigtaschen, die Tiki-Fisch-Burger, die Knoblauch Naam Fladenbrote

Ich habe in der Vergangenheit viel von diesem Restaurant gehört. Die meisten meiner Freunde schwärmten davon. Und nun kann ich ihnen beipflichten. Es ist wirklich Spitze

Hua-Hin Indian Food

Hüte Dich vor den 10 jährige Rollerfahrern

Rollerfahren in Thailand ist gefährlich. Nicht nur, weil man ungeschützt ist und kein Blech um sich herum hat, sondern weil zu bestimmten Zeiten die „Wilden“ unterwegs sind.

Tagsüber sind es die pubertierenden Thais ab etwa 10 Jahren, die noch in die Schule gehen, aber bereits über einen 125ccm Roller verfügen. Mit diesem Mord-Instrument zeigen sie, wie schnell und wendig sie zwischen den Autos beider Verkehrsrichtungen von A nach B fahren können. Oft sind diese Roller noch frisiert und ungewöhnlich schnell. Selbstverständlich tragen diese Jungens keinen Helm, denn dies wäre ja ein Zeichen der Schwäche. Man muss froh sein, wenn einer dieser Raser einem nicht aufs Horn nimmt oder via Lenker anhängt, sodass man dann auch noch stürzt.

Abends nach Eindunkeln sind die gefährlichsten Verlehrsteilnehmer die angetrunkenen Thais. Die Thais vertragen wie auch andere Asiaten nur wenig Alkohol.  In diesem Zustand überschätzen sie sich total und rasen wie die Verrückten.

Beiden Gruppen ist etwas gemeinsam: Ihr Imponiergehabe gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern und ihren Freundinnen

 

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Jan 02 2014

Neue Strassen-Bussen in der Schweiz: Kampf gegen die „Raser“

Zu schnelles Fahren kann in der Schweiz böse Folgen haben: Raser können ins Gefängnis kommen, ihr Fahrzeug darf beschlagnahmt werden, Bussen seinen finanziellen Verhälnissen angepasst.

raserdefinitionSeit 1. Januar 2013 gibt es in der Schweiz den Straftatbestand „besonders krasse Missachtung der Geschwindigkeit„. Ab Tempo 71 in einer 30er Zone oder jenseits von Tempo 200 auf der Autobahn bei erlaubten 120 km/h ist es nicht mehr mit Bußgeld oder Geldstrafen getan: Dann sieht das Gesetz mindestens eine einjährige Haftstrafe vor – bei Ersttätern „bedingt“, also auf Bewährung, die Höchststrafe wird auf vier Jahre angehoben. Die dazugehörende Geldstrafe kann, je nach Einkommen, leicht auch fünfstellige Werte erreichen.

Unter dem Titel „Via sicura“ (sichere Straße) hat die Schweizer Regierung das Verkehrsrecht verschärft. Das Ziel: Die Zahl der Verkehrsopfer – 2011 starben auf Schweizer Straßen 320 Menschen, 4473 wurden schwer verletzt – soll um ein Viertel reduziert werden.

„Rasen gilt als Straftat, das Auto somit als Tatwaffe“. Das macht es den Behörden leichter, Temposündern das Auto wegzunehmen», sagt Silvan Granig von der Stiftung Roadcross Schweiz.

Die ersten Autofahrer haben die Konsequenzen von „Via sicura“ schon zu spüren bekommen: So wurde der Porsche Cayenne eines 25-Jährigen, der mit mehr als 200 Kilometer pro Stunde über die A1 bretterte, beschlagnahmt. Das gleiche Los traf, wie berichtet, einen 46-jährigen Deutschen, der mit seinem BMW X6 außerorts bei Eiken um 74 Kilometer pro Stunde zu schnell war. Auf dem Bözberg konfiszierte die Polizei den Seat eines 22-Jährigen, der außerorts um 69 Kilometer pro Stunde zu schnell war.

Der Begriff „Raser“ ist jetzt erstmals gesetzlich definiert: Als Raser gilt, wer die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften um 50 Kilometer pro Stunde überschreitet, außerhalb von Ortschaften um 60 Kilometer pro Stunde und auf Autobahnen um 80 Kilometer. Ebenso als Raser gilt, „wer durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht“, wie es zum Beispiel beim waghalsigen Überholen oder bei illegalen Autorennen der Fall ist.

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Dez 24 2013

Die Schwächen und Stärken von Thai-Frauen

Pat (2010)

Pat (2010)

Die nachfolgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit. Sie gilt auch nicht für alle Thai-Frauen und will noch weniger die Frauen dieser Welt miteinander vergleichen. Sie beschreibt einzig erstaunliche Unterschiede, die mir bei Pat und anderen Thai-Frauen auffielen.

Glücklicherweise versteht Pat kein Deutsch und noch weniger kann sie diesen Beitrag lesen. Ich müsste um mein Leben bangen!

Grundsätzlich habe ich einmal mehr festgestellt: Alles ist falsch, was man in der Heimat den normalen Thai-Frauen andichtet. Selbstverständlich gibt es die käuflichen in den Bars, die sich den Wünschen der Farangs anpassen ….. und viele davon, die HIV-Viren sprich Aids in sich tragen…. aber es gibt viele andere.

  • Sie waschen ununterbrochen Wäsche. Jeden Morgen 1-2 Maschinen bei einem 2-Personen-Haushalt, jedoch nur bei 30°C. Alles was 1x benutzt wurde, geht in die Maschine. Da wird die leicht beschmutzte Wäsche sauber und die Farben werden nicht so schnell ausgewaschen.
  • Homework ist nach Wäsche-Waschen das zweite grosse Hobby der Thai-Frauen. Jeden Morgen werden die Steinböden im Haus gewischt und nass aufgenommen. Aber ja nicht mit einem Staubsauger. Dieses moderne Zeugs lassen sie links liegen und wischen den feinen Staub in die Luft!
  • Sie lassen es nicht zu, dass der Mann oder Freund etwas im Haushalt hilft. Im Haushalt ist die Frau Boss. Der Mann oder Freund ist in ihren Augen ihr Gast. Also nichts mit Tisch-abräumen und Geschirr abwaschen nach dem Essen, kein Staubsaugen, kein Waschmaschinen in Betrieb nehmen
  • Puder ist für die Thais ein Allerweltsmittel zur Körperpflege. Nach jedem Duschen wird gepudert. Das Badezimmer bekommt da auch einiges ab.
  • Das Schönheitsideal der Thais ist Hellhäutigkeit d.h. bleiche weisse Haut. Dies ist das Zeichen für eine Person, die nicht im Freien arbeitet. Braune Haut haben Bau-Arbeiter/innen, Gärtner etc., was einer niedrigen Arbeit entspricht. Deshalb schminken sich die Thais fürs Ausgehen intensiv mit weissem Make-Up, wie es die Clowns benutzen. Ich bin schon zu Tode erschrocken, als mir Pat mit weissem Gesicht und schwarzen Haaren wie ein Tod (Skelett) entgegenkam.
  • Die Thais sind ausserordentlich sauber. Zwei- oder dreimal im Tag duschen ist selbstverständlich. Dazu gehört auch die Reinlichkeit auf der Toilette. Da wird nicht mit Papier abgeputzt, dazu haben die Thais eine Dusche, ein verbessertes Bidet. (Da könnten wir Mittel-Europäer viel lernen)

    Toilette mit Spühl- und Reinigungs-Brause

    Toilette mit Spühl- und Reinigungs-Brause. Dazugehört auch die Reinlichkeit auf der Toilette. Da wird nicht mit Papier abgeputzt, dazu haben die Thais eine Dusche, ein verbessertes Bidet. (Da könnten wir Mittel-Europäer viel lernen)

  • Die Thais, ob Mann oder Frau, gehen immer tip-top gekleidet aus dem Hause. Alles passt zusammen und macht einen Sinn. Sie tragen nur frische Wäsche, fein gebügelt.
  • Shopping ist das Lieblings-Hobby der Thais: Gib ihr 500 Baht, entspricht 15 SFr,  in die Hand und sie wird schnurstracks ins nächste Shopping-Center gehen und stundenlang schauen, was man am besten für 500 Baht finden könnte. Und schlussendlich bringt sie auch für den Spender etwas mit.
  • Für Pat ist es Ehrensache, mich zu bekochen. Auf diese Weise zeigt sie ihr Gefühl für mich. Sie verwöhnt mich auf ihre Art. Das können einfache Gerichte sein, aber auch gebratener Fisch, für das man auf den Markt einkaufen muss. Aber sie geniesst es auch, auswärts essen zu gehen.
  • Die Frauen sind Sammlerinnen. Nichts ist vor ihnen sicher. Jede Plastik-Tüte, die man in jedem Geschäft erhält wird aufbewahrt und dient als Abfallsack. Es wird nach Aktionen eingekauft, Bei  „3 für 2“ jubelt das Herz einer Thai. Wenn ein 6er-Pack Yoghurt in Plastikdosen angeboten werden, dann wird dieses 6er-Pack Yoghurt gekauft. Wir haben zu Hause Unmengen solcher Dosen und kleine Bier-Humpen aus Konfitüre Einkäufen.
  • Werbung am Fernsehen spricht die Thai-Frauen an. Sie kaufen mit Vorliebe beworbene Artikel ein. Sei es ein neuer Duft für das Wohnzimmer oder ein spezielles Waschmittel.
  • Grundsätzlich sind die Thais auf ihre Art prüde. Es gibt kein Sex und auch keine Küsse an der Oeffentlichkeit. Man ist auch entsprechend angezogen. Da darf auch kein BH fehlen, und zwar ein dicker „Panzer-BH“, damit ja nichts durchschimmert oder sich abzeichnet. Bikinis sind  Tabu. Der Strand ist eher fürs Essen da, als zum Baden. Zu Hause in den 4 Wänden gilt dies alles aber nicht. Dann kennen sie keine Hemmunge und entsprechen dem Vorurteil, das man von Thai-Frauen hat.
  • Im Gegensatz zu den Männern sind die Thai-Frauen vorsichtige ja oft langsame Verkehrsteilnehmer. Vorallem die älteren sind oft ein richtiggehende Verkehrshindernisse, obwohl sie täglich fahren. Ich weiss nicht, woher diese Zurückhaltung kommt. Pat ist eine hervorragende Autofahrerin, fährt aber nicht gerne Auto.
  • Die Thais sprechen mit Farangs nicht über Unangenehme oder gar private und familiäre Niederlagen und Probleme. Sie würden dabei ihr Gesicht verlieren. Schulden zu haben ist hingegen keine schlechte Charaktereigenschaft. Dies ist in Thailand ganz normal. Wenn es einem gut geht, dann verleiht man anderen Geld. Wenn es einem schlecht geht, dann leiht man sich etwas.
  • In Thailand gibt es kein Hartz-IV. In Thailand muss jeder arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Auch Frauen, die meist Single sind, weil ihr Mann davon gelaufen ist. Auch ein Mönch muss arbeiten. Er betet für seine Spender. Es gibt eine Hierarchie vom Bettler und Abfall-Sammler über den Eisträger und Händler auf den Märkten bis hinauf zur Strassenküche und weiter….. Jeder hat die Chance, etwas zu verdienen, solange er gesund ist. Dies wird von den Thais auch gelebt. Alles Geld, das sie verdienen, geben sie in Kürze wieder aus. Von oben nach unten, dabei bekommt auch der Bettler seine 10 Baht und er dankt es, indem er dem Spender ein langes Leben wünscht.
  • Die Thai-Frauen sind sehr gläubig und in älteren Jahren auch Abergläubisch, wie wir Farangs das Übersinnliche nennen würden. Krankheiten beschreiben sie dann oft mit bösen Frauen, die in ihrem Leib wohnen und nun ihre Lebenskraft übernehmen wollen.
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Mrz 12 2013

12. März 2013: Schönschrift-Rechnung für den ersten Oelwechsel bei meiner Honda

Ob Polizist oder Mechaniker, ob Gärtner oder Hausfrau, sobald ein Thai schreiben kann, dann schreibt er wunderbar mit feinster Schrift. Es ist ein Traum, den Thais beim Schreiben zuzuschauen.

So musste ich vor meiner Abreise den ersten Oelwechsel an meiner Honda vornehmen. Sagenhafte 170 Baht (entspr. ca. SFr. 5.30) musste ich dafür auslegen und erhielt diese Rechnung, auf der nicht nur meine Heimadresse, sondern alle Nummern meiner Honda aufgeführt wurden.

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Rechnung über 170 Baht für den Oelwechsel an meiner Honda

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Mrz 10 2013

Thailand um 8 Uhr – National-Hymne (Phleng Chat Thai)

Hua-Hin Markt NationalhymneAls Fremder kann man tun was man will, man kommt unweigerlich mit der National-Hymne in Berührung: Jeden Morgen um 8 Uhr und jeden Abend um 18 Uhr erklingt aus sämtlichen Lautsprechern, Fernseh- und Radiogeräten die „Phleng Chat Thai“, wie die Hymne auf Thai genannt wird. Diese Tradition wird in Thailand sehr ernst genommen: Egal was die Thailänder gerade tun, wenn die Hymne ertönt, sie bleiben stehen und lauschen ehrfurchtsvoll den Klängen der Melodie, viele legen dabei auch die rechte Hand auf ihr Herz.

Dies geschah auch diesen Morgen, als ich mit Pat auf dem hiesigen Markt meine Mango-Rationen einkaufte. Ueber die öffentlichen Lautsprecher ertönten 8 Stunden-Schläge und dann erklang die National-Hymne. Alle Thais rund um mich herum erhoben sich, liessen alles liegen und standen ehrfurchtsvoll die rund 30 Sekunden, bis die Hymne zu Ende war. Ebenso die Roller-Fahren, die bremsten und auf der Strasse stehen blieben. Alles rund um mich herum war erstarrt. Niemand bewegte sich.

Anschliessend ging das geschäftige Treiben wieder weiter, als wäre nichts gewesen.

 

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Feb 11 2013

9. – 11. Feb. 2013: Chinese New Year

chinese-new-year-snakeWarten auf die Schlange !

Am Chinesischen Neu Jahr wird mit der ganzen Familie gefestet, gegessen und Freunde besucht. Dazu trage man rote Kleider„, erklärte mir Pat. Dazu gehört aber auch, dass eine Chinesin an diesen 3 Tagen niemals irgendetwas im Hause putzen oder auch Geschirr waschen wird. Dies ward am Tag danach nachgeholt.

Der Feiertag „Chinese New Year“ ist der grösste Feiertag der Chinesen. Er leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein.., das Jahr der „Schlange“.

Auch in Hua-Hin wurden die Strassen im Zentrum sowie das Einkaufszentrum „Market Village“ mit farbenfrohen Laternen und goldenen Glückszeichen geschmückte. Höhepunkt war das Feuerwerk, bei dem auch der hartnäckigste Dämon die Flucht ergreift.

Die Schlange: schlau und lustig

Die Wasser-Schlange gilt in China als herausragend klug, logisch denkend und kreativ. Durch ihre Nähe zur Erde ist sie ein Symbol der Weiblichkeit und eine Verbindung zur weiblichen Gottheit.

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Dez 29 2012

Aberglaube in Thailand: „Lege Dich nie mit einem Geist an“

Geister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Weil sie auch Grundstücke bevölkern, tun deren Besitzer gut daran, den Wesen ein Häuschen samt Opfertisch bereitzustellen. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Sonst drohen Unheil und Tod.

Phram Dumrai windet sich in heftigen Krämpfen. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Dicke Schweißtropfen rinnen ihm über die Stirn. Der Duft vieler brennender Räucherstäbchen hüllt ihn ein, mit zittrigen Händen schiebt er einige Bissen Betel in den Mund. Seine Gebete werden ekstatischer, während ihm Betelsaft übers Kinn läuft und rote Spuren hinterlässt.

Der stämmige grauhaarige Mann in der goldgefassten Weste mit Tigerfell-Muster hat ein klares Ziel: Er will den Hausgeist der Deutschen Botschaft in Bangkok beschwören. Der Geist soll mit seiner ganzen Familie umziehen in ein neues, prächtigeres Geisterhaus. Das alte muss abgerissen werden, weil die Terrasse vor einem Nebengebäude der Botschaft erweitert wird.Für Thais jeder Gesellschaftsschicht gehören Geister zum Alltag. Bevor Premierministerin Yingluck Shinawatra im August vergangenen Jahres ihr Amt antrat, flehte sie nicht nur die Ahnen sondern auch den Hausgeist ihres Regierungssitzes um Schutz und Hilfe an. Und Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra beschwor – allerdings vergeblich – in einer aufwendigen Zeremonie beschützende Wassergeister, als die thailändische Hauptstadt im 2011 von der großen Flut überspült zu werden drohte.

BangkokDer Geist mag Fanta

Es gibt zahlreiche gute Geister und noch mehr böse, die den Menschen das Leben zur Hölle machen können. Schon sie beim Namen zu nennen, kann bereits Unglück bringen. Sie leben überall, in Bäumen, Höhlen, Flüssen und Seen. Fast jedes thailändische Schiff hat am Bug Blumengirlanden, mit denen die Wassergeister geehrt werden. Mit bunten Schärpen umwickelte Bäume signalisieren im ganzen Land: Hier wohnt ein Geist. Auch in Taxis sollen Amulette und Minialtäre für Schutz sorgen. Viele Thais tragen ein Amulett – oder haben eine Schutz verheißende Tätowierung.

Den Umzug auf dem Gelände der deutschen Botschaft hat Magaichat, eine Art Feng-Shui-Meister für Geister, schon vor Monaten vorbereitet: Zunächst legte er die Stelle fest, an der das neue Geisterhaus stehen soll. Dann hat er Monat, Tag und Stunde des Wohnortwechsels genau bestimmt. Nur wenige können das. Aber Phram Dumrai ist sicher, dass Magaichat die richtige Ortswahl getroffen hat: „Was das angeht, ist er einer von den drei Besten in Thailand.“

„Jetzt kommt es darauf an, dass die Geister das Haus auch akzeptieren,“ sagt Magaichat. Das ist Dumrais Aufgabe. Auch der Phram – ein thailändischer Name für Brahmane – hat alles getan, um dem Hausgeist den Umzug zu erleichtern: Ein reichhaltiger Opfertisch ist vor dem neuen Geisterhaus aufgebaut. Ein gesottener Schweinskopf liegt zwischen zwei gebratenen Enten. Einige Dutzend gekochte Eier, Zigaretten, Blumen, Früchte, Fanta füllen den Tisch.

Der Schutzgeist der Botschaft will aber auch mit Gebeten und Beschwörungen günstig gestimmt werden. Der Ablauf der auf animistischen Wurzeln beruhenden Zeremonie ist seit Jahrhunderten festgelegt. Dumrai gerät in Trance. Nur mühsam kann er sich noch bewegen. Sein Körper krümmt sich. Immer wieder muss ein Gehilfe ihn stützen. „Der Geist ist in ihn gefahren,“ flüstert einer der thailändischen Botschaftsmitarbeiter ergriffen.

Dann strafft sich Dumrai, der Geisterhausbewohner in spe scheint mit dem neuen Heim einverstanden zu sein. Dumrai spricht noch einige Gebete, segnet das neue Haus, die Opfergaben und die umstehenden Zuschauer – erschöpft, aber zufrieden. Er hat seine Aufgabe erfüllt.

Fatales Versäumnis beim Hotelbau

Bangkok: Erewan ShrineNicht alle Geister sind so pflegeleicht. Als besonders gefährlich gelten solche, die sich der Seelen von Menschen bemächtigen, die nach einem Unglück oder Mord plötzlich aus dem Leben gerissen worden sind. Sie finden keine Ruhe, irren als Geister umher und plagen die Menschen. Am schlimmsten sind nach thailändischem Glauben die Geister verstorbener schwangerer Frauen, weil sie gleich aus zwei Seelen entstanden sind.

Um böse Geister loszuwerden, muss ein Mo Phi – meist ein Mönch – herangezogen werden, ein Geisterdoktor, der über Palang Chit verfügt, die Kraft des Geistes, mit der er die bösen Geister vertreiben kann. Die Geisterhäuschen – thailändisch San Phra Phum – demonstrieren am deutlichsten, wie konkret der Geisterglaube im thailändischen Alltagsleben verwurzelt ist. Sie stehen an fast jedem Privathaus, an öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren, Autohäusern, Banken, Versicherungen und Fabriken. Der Hausgeist mit seiner Familie wohnt dort, schützt die Anwesen und ihre Bewohner, die ihm tägliche Opfergaben darbringen.

„Wenn das Geisterhaus in der Botschaft einfach abgerissen worden wäre, ohne dem Geist ein neues Zuhause anzubieten, hätte das großes Unglück über die Mitarbeiter gebracht,“ erzählt Phram Dumrai, der 20 Jahre als Gehilfe eines Geisterbeschwörers gearbeitet hat, bevor er vor fünf Jahren selber zum Meister aufstieg.

In der Tat berichten thailändische Medien immer wieder über Unglücke und geheimnisvolle Krankheiten auf Baustellen, an denen die Belange der Geister nicht genügend berücksichtigt worden sind.

Die rätselhaften Vorgänge beim Bau des heutigen Grand-Hyatt-Erewan-Hotels in Bangkok vor über 50 Jahren dienen noch heute als Warnung, die Kraft der Geister nicht zu unterschätzen: Auf der Baustelle kam es zu zahlreichen Unfällen. Einige Arbeiter starben, andere wurden schwer krank. Ein Schiff, das Marmor für das Hotel geladen hatte, sank ohne erkennbare Ursache auf hoher See. Ein Geisterexperte stellte schließlich fest, dass der Grundstein für das neue Hotel an einem Tag gelegt worden war, der den Geistern nicht genehm war.Bangkok

Erst einmal abwarten – und Geister füttern

Auch sei der Hausgeist, dem das Grundstück gehörte, aus seiner Ruhe aufgeschreckt worden. Eilends wurde nach allen traditionellen Regeln ein Geisterhäuschen für ihn aufgestellt. Zusätzlich ließ man zur Besänftigung der Geister einen Schrein errichten – den inzwischen international berühmten Erewan-Schrein in Bangkoks Innenstadt, bei dem täglich zahlreiche In- und Ausländer um Geld, Liebe, Erfolg, Gesundheit und Erleuchtung beten.

 Seitdem halten sich fast alle ausländischen Unternehmen und viele diplomatische Vertretungen in Thailand vorsichtshalber und mit Rücksicht auf ihre einheimischen Mitarbeiter genau an die Traditionen ihres Gastlandes.Doch die Geister sind offenbar unberechenbar. Denn mit der aufwendigen Zeremonie auf dem Gelände der deutschen Botschaft wurde noch lange nicht sichergestellt, dass der Hausgeist dort weiterhin für Frieden und Ruhe sorgt, erläutert Phram Dumrai. „Die nächsten Monate sind entscheidend,“ sagt er. „Wir haben ihm den besten Platz weggenommen und müssen ihn nun mit dem neuen Haus versöhnen.“ Deshalb sei es wichtig, ihn in den kommenden Wochen gut zu füttern.

Er weiß auch, wie die Geisterfamilie gnädig zu stimmen ist.: „Er isst gerne frisches Obst. Seine Kinder trinken am liebsten rote und grüne Fanta.“ Und sie brauchten wie alle Kinder Spielzeug. „Am liebsten,“ sagt er, „lassen sie Drachen steigen.“

(Kopie eines Beitrages aus dem Online-Spiegel 29.12.2012)

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Dez 27 2012

Thai-Schrift

Bepanthen Heilmittel mit Thai SchriftWenn etwas in Thai-Schrift geschrieben steht, dann kann ein Farang (Nicht-Asiate) nichts damit anfangen. Sie scheint wie ja auch die Sprache sehr komplex zu sein. Und so verwundert es umsomehr, wie schön die Thais ungeachtet ihrer Herkunft schreiben. Sei es ein Polizist, eine Verkäuferin oder ein Arzt.

Die thailändische Schrift besteht aus 44 Konsonantenzeichen, die in drei Klassen unterteilt werden, und den drei Gruppen von Vokalzeichen. Die Konsonantenzeichen werden horizontal von links nach rechts geschrieben, während die Vokalzeichen oberhalb, unterhalb, links und rechts zum zugehörigen, d.h. vorher artikulierten, Konsonantenzeichen geschrieben sein können.

Die thailändische Schrift unterscheidet im Gegensatz zum lateinischen Alphabet nicht zwischen Gross- und Kleinschrift Im Allgemeinen werden einzelne Wörter ohne einen Zwischenraum aneinander geschrieben, ein Satzende wird dagegen durch einen Zwischenraum gekennzeichnet.

Das nachstehende Beispiel ist ein Ausschnitt aus dem Polizei-Protokolls meines Roller-Unfalls vom 7. Feb. 2011. Ich kam damals zwar nicht zu Schaden, im Gegensatz zu einem Thai, der mich eben überholte, als mir ein paar Glasflaschen auf die Strasse fielen. Er trug Schürfungen davon und musste ins Spital. Als Schmerzensgeld musste ich ihm 10’000 Baht (=SFr. 300.–) bezahlen, was einem Monatslohn entsprach.

Polizei Protokoll meines Unfalls in Thai-Schrift

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Dez 17 2012

Wai – der thailändiche Gruss

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Beitrag aus der Internet-Platform: „http://www.little-thailand.de

Der historische Hintergrund zum Wai

Der konkrete historische Hintergrund ist beim Wai nicht wirklich bekannt. Wissenschaftler vermuten aber, dass er durch beide gezeigten Hände mindestens auf Brusthöhe auch die hehren Absichten des Begrüssenden bekunden sollte in seiner ursprünglichen Bedeutung, also das Signalisieren von friedvollen Absichten ohne jegliche Waffen oder dergleichen. Bei den traditionellen Tänzen, in Thailand wie auch in Kambodscha Apsara genannt, lässt sich die traditionelle Form des Wais ebenfalls noch gut erkennen. Die Hände werden nicht abrupt, sondern fast schon in Zeitlupe vor Brust oder Kopf geführt, die Fingerspitzen deuten dabei gleichzeitig etwas nach innen, während der Kopf leicht nach vorne gesenkt wird. Die Form der gefalteten Hände stellt dabei eine Lotusblüte dar, Phanom Mue genannt.

Begrüßung vor der Brust, dem Gesicht, der Stirn oder über dem Kopf

Wie und ob der Wai gemacht wird, hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich sind vier wichtige Formen des Wais in Bezug auf unterschiedliche Personengruppen für ausländische Gäste wichtig zu verstehen. Gegenüber Fremden, unter von Freunden, Familie sowie Respektspersonen, Mönchen gegenüber sowie dem König und Königshaus. Fremden gegenüber erfolgt der Wai vor der Brust, die Fingerspitzen reichen nicht weiter als bis zum Kinn. Auch die Verbeugung fällt kaum auf oder wird nicht gemacht. Bei Freunden, Familie und Respektspersonen fällt die Verbeugung deutlich aus und signalisiert auch Ergebenheit. Der Wai wird vor dem Gesicht präsentiert, wobei die Daumen in etwas auf derselben Höhe wie die Nasenspitze ist – keinesfalls aber höher. Denn die Daumen auf Höhe der Nasenwurzel mit dem Wai vor der Stirn ist den Mönchen vorbehalten. Über dem Kopf folgt nun der ehrfürchtigste aller Wais, der für den König. Das ist mit dem Buddhismus vertretbar, denn der König ist auch zugleich höchster buddhistischer Vertreter.

Wai erwidern oder nicht?

Aber nicht nur die Position des Wais ist wichtig. Ebenso die Erwiderung folgt recht strengen Prinzipien. Kindern und Bediensteten gegenüber erwidert man den Wai keinesfalls, ebenso nicht der netten Verkäuferin im Geschäft oder der Bedienung im Restaurant. Im Grossen und Ganzen lassen sich also all diejenigen ausschliessen, die für jemanden arbeiten oder Dienstleistungen erbringen. Würde ein Thailänder solche Wais erwidern, er würde sich bis auf die Knochen blamieren, selbst derjenige, der den Wai gemacht hat, verlöre das Gesicht. Unter Gleichgestellten wird der Wai erwidert, nicht jedoch von Höhergestellten. Ebenso erwidern den Wai auch die Mönche nicht. Nicht einmal dem König, wobei dieser Mönche durchaus mit einem Wai begrüsst. Jetzt wurde auch schon eine Situation angesprochen, die ausserordentlich wichtig ist – die soziale Stellung. Auch wenn hier unter Umständen ein Wai erwidert wird, gilt es zu wissen, wer die Begrüssung zuerst durchführt. Prinzipiell ist das der Jüngere dem Älteren bzw. Kinder ihren Eltern gegenüber oder eben der sozial niedriger stehende Mensch dem Höhergestellten gegenüber.

Was der Wai aussagen kann oder auch nicht

Selbst wenn der Wai als Ehrerbietung gesehen wird, kann er doch versteckt etwas über die Sympathie oder Antipathie eines Menschen aussagen. Ebenso gibt das „Wie“ Auskunft darüber, wie ein Dritter jemanden sehen kann. Für viele Ausländer sind diese Feinheiten aber nur schwer zu sehen oder sogar schwer zu verstehen. Ein Wai vor der Brust kann nicht nur die Erwiderung der Begrüssung eines Gleichgestellten bedeuten, ebenso ist es durchaus möglich, dass hier auch nicht direkt Verachtung, aber zumindest Desinteresse zum Besten gebracht wird. Dasselbe ist zu beobachten wenn der mit dem Wai Begrüsste diesen Wai augenscheinlich nur nebenbei zurückgrüsst. Er kann aber auch durchaus auf die sozialen Unterschiede hinweisen. Weil das aber so schwierig ist, sollte ein Ausländer hier niemals fälschlich etwas hinein interpretieren, denn meist liegt man sowieso falsch mit seiner Einschätzung – gerade wenn es darum geht, Asiaten richtig oder überhaupt einschätzen zu können.

Die Bedeutung für Ausländer

Neben der Begrüssung fungiert der Wai auch noch als eine Entschuldigung sowie als Ehrerbietung gegenüber Buddha und beim Gebet. Hat man nicht beide Hände frei, kann der Wai auch mit einer Hand, vorzugsweise der rechten, durchgeführt werden. Das gilt für die zuerst grüssende als auch die erwidernde Person gleichermassen. Als aussenstehender Tourist oder auch als in Thailand lebender Ausländer ist es oftmals so, dass man nicht als Teil der sozialen Gefüge gesehen wird. Jedoch kann es durchaus ebenso vorkommen, dass man doch nach der vermeintlichen sozialen Stellung begrüsst wird. Das hängt stark von Stadt- oder Landregion ab, aber auch, ob man intensiver mit Thailändern zu tun hat oder nicht. Als ein guter Freund einer Familie kann es sogar passieren, dass man nicht ausschliesslich mit einem Wai begrüsst wird.

In welchen Ländern es den Wai noch gibt

Es kann durchaus passieren, dass man einen Handschlag angeboten bekommt.Greift sich der die Hand anbietende Asiate mit der anderen Hand an das Handgelenk der zum Handschlag vorgestreckten Hand und verbeugt sich leicht, bedeutet das ebenfalls eine sehr respektvolle Begrüssung. Doch vornehmlich wird man in Thailand mit dem Wai gegrüsst oder verabschiedet werden. Allerdings kann es im Nachbarland Kambodscha passieren, dass man anstelle des Wais diesen Handschlag angeboten bekommt. Dort kennt man den Wai zwar auch, aber er besitzt nicht die tiefe Bedeutung wie bei den Thailändern. Eine ähnlich ernste Bedeutung dürften innerhalb Asiens wohl nur noch die japanische ehrfürchtige Verbeugung und das indische Begrüssungsritual besitzen. Eine Ausnahme stellt Laos dar, sehen sich die Laoten doch als die Brüder Thailands. Das gilt übrigens umgekehrt für Thailänder ebenso.

Als Nicht-Thailänder einen unverfänglichen Wai erbringen

Als Ausländer fährt man am besten, wenn man den Wai so macht, dass die Fingerspitzen auf der Höhe der Nasenspitze sind und man sich ganz leicht nach vorne beugt. Denn wie schon erwähnt, liegen Ausländer oft ausserhalb der sozialen Hierarchie. Ausserdem sind die Thais auch sehr flexibel und tolerant, es ist ihnen also durchaus bewusst, dass Ausländer den Wai höchstwahrscheinlich falsch machen werden. Einzig – erwidert man ihn eben bei Kindern, Bediensteten oder gegenüber Verkäufern etc., dann kann man davon ausgehen, sich doch etwas lächerlich gemacht zu haben.

(Beitrag aus der Internet-Platform: „http://www.little-thailand.de“)

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