Basler Max

Die einen schreiben eine Biografie oder Memoiren, ich unterhalte seit 11. Juli 2001 eine Homepage für mich selber und für meine vielen Freunde im In- und Ausland über mein unvergleichlich aufregendes Leben. Auf diese Weise erfahren diese jederzeit, wo ich mich befinde, was ich erlebe und wie es mir geht.

Seit ein paar Jahren verbringe ich den europäischen Winter in Thailand. In dieser Zeit habe ich viel erlebt und noch viel mehr neue Eindrücke aufgenommen. Ich erlebte eine einmalige Zeit in einem Land, in dem alles anders ist: die Sprache, das Aussehen und die Lebensphilosophie der Thais, der Buddhismus, die Lebensmittel wie in einem Schlaraffenland, die vielfältige Blumen- und Pflanzenpracht und noch vieles mehr.

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Nov 24 2017

Offener Brief an die Verleger und Herausgeber von Zeitungen, Zeitschriften und Magazine

Informationen sind mein Leben!

Ich bin ein Weltenbummler und kann mich nur via Internet über die politischen, sportlichen und regionalen Aktualitäten informieren. Im Internet finde ich Online Ausgaben von Tageszeitungen und Zugriffe auf deutsprachige Fersehsender wie z.B. ARD, RTL, ZDF, SRF, NTV, N24 etc

24. Nov. 2017 BaZ ePortal

Leider haben manche Schweizer Tageszeitungen den zeitweiligen Zugriff auf Ihre Online-Ausgaben, das sind reduzierte Ausgaben des Print-Mediums, nur noch gegen Bezahlung eines Abo-Betrages erlaubt. Einige Wochen kostet das Portal etwas, dann ist wieder längere Zeit Ruhe. Es scheint, dass sich dabei die Verlage untereinander absprechen. Ob diese Absprache rechtlich sauber ist? Für mich ist dies in jedem Fall ein grosses Aergernis. Protest baut sich in mir auf. Niemals würde ich Beträge um 20-30 SFr für jedes einzelne dieser reduzierten Angebote bezahlen. Ich bin kein Millionär! Ich sah mich erfolgreich nach Alternativen um.

Trotz meines Aergers habe ich Verständnis für die Verleger. Ihre Produkte werden immer unrentabler. Ich habe jedoch kein Verständnis für deren hilflosen Schnellschüsse. Mit Preiserhöhungen, Zusammenlegen von Redaktionen, Fusionen etc  kann man ein Produkt, das nicht mehr State-of-the Art ist, nicht am Leben erhalten. Ich mag nicht tatenlos zuschauen, wie die Schweizer Presse unaufhaltsam zu Grunde geht.

Aus diesem Grund habe ich am 24. November 2017 den nachfolgenden „Offenen Brief“ an die Verantwortlichen der grössten Schweizer Verlage per Mail geschickt. Ich bin über etwaige Reaktionen gespannt und werde darüber berichten


Sind Ihre Kosten-Entscheide strategisch klug oder einfach ein Schnellschuss?

Sehr geehrte Damen und Herren Verlags-Direktoren, Herausgeber und Eigentümer von Presse-Organen.

Ich kenne Ihre grossen Probleme mit den laufend sinkenden Auflagen. Ich weiss auch, dass die Inserate-Einnahmen sinken, weil viele Ihrer bisherigen Inserenten zu anderen Medien, zum Teil digitalen Medien,  abgesprungen sind. Seit Jahren wird das Zeitungsgeschäft immer unrentabler.. Ich verstehe, dass Sie Massnahmen ergreifen müssen, um Ihr Geschäft zu retten. Ueber Ihrer Branche kreist der Pleitegeier.

Was ich nicht verstehe, ist Ihre eigene Hilflosigkeit. Die Presse, die sich anmasst Politiker, Parteien, Firmenchefs aller Fachrichtungen, sogar Professoren und Universitäten zu kritisieren und Ratschläge zu erteilen, zeigt sich in der eigenen Kernkompetenz hilflos und manöveriert steuerlos ohne mittelfristige Konzepte.

  • Sie erhöhen die Einzel- und Abo-Preise, die doch bereits im jetzigen Ausmass ein gehöriges Loch im Haushalts-Budget verursachen..
  • Sie fusionieren, übernehmen oder legen Redaktionen zusammmen. Sie sparen Geld auf Kosten eines journalistischen Einheitsbrei und reduzieren die Meinungsvielfalt. Ich brauche nicht mehr die BaZ und den Tagesanzeiger zu kaufen, denn in beiden lese ich dasselbe!
  • Sie versuchen sich mit Online-Ausgaben, um auf die neuen digitalen Technologien der Smartphones, Tablets und Notebooks aufzuspringen. Die Online-Portale decken einen Bruchteil der Print-Ausgabe ab. Sie sind kurz und knapp gefasst,  und oft in holprigem Stil, als ob man mit möglichst wenigen Leuten, viel Leser ansprechen wollte. Neuerdings haben Sie nun entdeckt, dass Sie auch für diese magere Kost Geld verlangen könnten.
  • Jede Zeitung, die etwas auf sich hält, bietet nun eine Print-Ausgabe, eine e-Ausgabe und ein OnLine-Portal an und verlangt für jedes Angebot eine Abo-Gebühr.

Keine der obigen Massnahmen wird mittelfristig etwas positives bewirken. Es sind Schnellschüsse mit negativer Wirkung.  Ich erlebe dies am eigenen Leibe. Ich bin ein Weltenbummler und wohne 5 Monate im Fernen Osten sprich Thailand, 4 Monate im Süden Europas und die restlichen 3 Monate in der Schweiz. Keines der obigen Angebote kann mich erwärmen, umsomehr ich ein Viel-Leser und Viel-Seher bin. Ich lese und schaue mir täglich mehrere News-Portale an wie Spiegel, Focus, die Welt und die Zeit,  auch die Schweizer-Ausgaben des Blick, BaZ, Basellandschaftliche, NZZ, Tagesanzeiger aber auch die Internet-Video-Portale NTV, N24, SRF, ZDF und ARD. Manche der  Schweizer Online-Presse-Erzeugnisse sperren nach einigen Lese-Tagen ihre Online-Angebote und verlangen Abo-Preise, auch wenn sie einander abschreiben.

Spannend, teuer und nicht allzu seriös macht es die NZZ. „Sie haben Ihre Frei-Beiträge gelesen“ und fügen statt des angeklickten Beitrages das Abo-Bestell-Fomular bei.  Unter fünf unterschiedlichen Angeboten kann ich wählen. Die Unterschiede sind nicht leicht zu eruieren. Fr. 55.–/Monat kostet das Digitale Abo. Es steht nirgends geschrieben, ob damit das OnLine-Portal gemeint ist oder die digitale Ausgabe der NZZ. Ueberhaupt scheint mir die NZZ schlaumeierisch vorzugehen, denn zwischendurch wird auch ein Monats-Angebot von Fr. 25.– angeboten. Auch dieses Angebot ist unklar. Ich vermute damit würde ich mir nur ein Probe-Abo für einen Monat erstehen. Aber bereits 3 Stunden später erhielt ich mit Fr. 9.90 ein neues Abo-Angebot. Ob sich die NZZ damit Freunde macht? Ich traue diesen Angeboten nicht mehr. Ich fühle mich wie auf einem arabischen Bazar. (Situation erlebt in Thailand am 19.11.2017 zwischen 16 und 21 Uhr)

Der Fainess-halber muss ich aber zugestehen, dass die anderen grossen Verlage nicht besser sind. Sie lösen sich ab in der Preisgestaltung und neuerdings auch mit gemeinsamen Beiträgen!

Im Internet finde ich genügend Alternativen. Ich bin nicht auf die kostenpflichtigen Angebote angewiesen und zwingen lasse ich mich keinesfalls.  Ich bin auch kein Millionär. Und dennoch wäre ich bereit, für eine Leistung angemessen zu bezahlen.

Blick in die Zukunft

Ich glaube und bin fest überzeugt, die Zukunft des Informations- und News-Business sind die digitalen Medien. Ihre papiernen Angebote inkl. der Bücher werden mittelfristig nicht mehr rentabel sein. Der ganze Werdegang samt Druck und Verteilung einer Zeitung ist veraltet und nicht mehr State-of-the-Art. Die vielen privaten und unkommerziellen Informations-Blogs machen es vor. Deshalb kann ich auch nicht nachvollziehen, dass eine digitale Ausgabe ungefähr gleichviel kostet, wie eine Print-Ausgabe, die mir sogar nach Hause geliefert wird!

Ich will in meinen Ferien im Ausland meine Lieblingsblätter nicht 12 Stunden später und erst noch zu erhöhtem Preis lesen können. Die jetzige Aktualität der papierenen Presse von 24 Stunden genügt nicht mehr.

Der zukünftige Leser wird sich sein Informationsbedürfnis im Internet Querbeet zusammensuchen und abonnieren. Dazu stehen ihm bereits heute hilfreiche Werkzeuge zur Verfügung, die ihn dabei unterstützen.

Meine Aufforderung zur Tat

Nehmen Sie sich die Musikbranche als Bespiel! Nachdem die Musikbranche bis vor 10 oder 15 Jahren ihre grossen Probleme mit sinkenden Einnahmen hatte, weil die meisten Hörer sich gratis im Internet oder vom Radio Kopien von Songs herunterluden, wurden sie aktiv und erfinderisch. Sie schufen eigenständige und übergreifende Musik-Angebote mit Millionen von Hits, ab denen jedermann  gegen eine monatliche Flat Rate Musik hören kann. Heute boomen deren Geschäfte. Die Musik-Verlage und Künstler sind zufrieden und die Kunden hören über Smartphones ihre Lieblings-Musik.

Ich fordere die internationalen Verlagshäuser auf, ihre Zeitungen, Magazine und Presse-Erzeugnisse ebenfalls in solchen NEWS-SHOPs zu Flat-Rate-Preisen zur Verfügung zu stellen. Stellen Sie ein Internationales Angebot zusammen und bieten sie es zu einem moderaten Preis an.  Ich werde einer ersten sein, der zugreifen wird!

Ihre Preisgestaltung wird entscheiden, wie erfolgreich sie sein werden. Setzen Sie keine Buchhalter zur Kalkulation ein, sondern weitsichtige Finanz-Controller und Marketing-Manager. Auch die Musikbranche musste zuerst lernen, dass viele kleine Beträge grosse Einnahmen generieren können. Ein grosszügiges Angebot an europäischen Presse-Erzeugnissen zu einem angemessener Monats-Preis von um die Fr. 20.– bis 30.– wird einschlagen und unzählige neue Leser sprich Abonnenten generieren. Warten Sie nicht ab, bis Amazon Ihnen auch dieses Geschäft streitig machen wird.

Ich bin nun gespannt, ob Sie auf diesen offenen Brief reagieren oder alles beim Alten lassen werden, um unaufhaltsam zu Grunde zu gehen.

Mit besten Grüssen

Max Lehmann


Geht an:

  • Verband Schweizer Medien: contact@schweizermedien.ch
  • Tamedia AG: kommunikation@tamedia.ch
  • Ringier AG: Marc Walder <info@ringier.ch>
  • NZZ Gruppe: unternehmensleitung@nzz.ch
  • SOMEDIA: redaktion@somedia.ch (ungültige Mail-Adresse), promotion@somedia.ch
  • Basler Zeitung: verlag@baz.ch, markus.sohm@baz.ch (ungültige Mail-Adresse), info@blocher.ch

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Mrz 03 2016

Ich bin mal wieder weg: Flug von Hua-Hin nach Chiang Mai und zurück

Mindestens 11-12 Stunden dauert die Fahrt mit dem Bus resp. der Eisenbahn nach ChiangMai. Dies war uns aber zu mühsam. Frans, seine Frau Katalyn und ich entschlossen uns deshalb, den Flug mit der weitgehend unbekannten „Kan Air“ nach ChiangMai und zurück zu wagen.

Kan-Air-Cessna

Chessna Grand Caravan

Jeden Dienstag, Freitag und Sonntag fliegt die kleine Privat-Gesellschaft zwischen diesen beiden Destinationen. „Kan Air“ macht zwar Werbung für einen Flugpreis von 990 Baht, aber dieser Preis war nur vor 1 Jahr als Promotion gültig! Rund 4’000 Baht (entsprechend etwa SFr. 110.–) kostete der Hin- und Rückflug heute.

Es wird bestimmt ein aufregender Flug, denn neben der kleinen 12-plätzigen Chessna Grand Caravan ohne Druckkabinen stehen noch zwei grössere 2-motorige ATR72 Turboprops zur Verfügung.

ATR72

ATR72

 

 

 

 

Am Dienstag, 8. März Abends um 19:30 Uhr ist Start auf dem Flughafen Hua-Hin zum 2-stündigen Flug nach ChiangMai…. und 3 Tage später am Freitag, 11. März geht es wieder zurück nach Hua-Hin. Take-Off um 17 Uhr in ChiangMail

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Jan 25 2016

Buch-Beschreibung: Ken Follett – Jahrhundert-Trilogie

Empfehlenswert, spannend, lehrreich, allgemeinbildend – so würde ich die Jahrhundert-Trilogie des Ken Follett beschreiben

Drei Länder, drei Familien, ein Jahrhundert

Sturz der titanen_Es sind weit über 3’000 Seiten in 3 abgeschlossenen Bänden, die Ken Follett in seiner Familiensaga beschreibt. In einem spannenden, historischen Roman beschreibt er die Zeit zwischen dem 1. Weltkrieg und dem Fall der Mauer.

Im ersten Moment war auch ich erschrocken über den Papierbrocken, der „elektronisch“ in meinem eBook-Reader lag. Aber bereits nach wenigen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Spannung pur! So kann Geschichte Spass machen.

Für jedermanns Geschmack ist etwas in den 3 Bänden enthalten: Sowohl die Krimi- und Thrillerfreunde, wie auch die Fans von Liebesgeschichten und Romatik oder die Freunde von Memoiren kommen auf Ihre Rechnung.

Sukzessive und immer wieder wurde mir bewusst, dass ich von der Neuzeit-Gechichte ab dem 1. Weltkrieg recht wenig wusste.

  • Band 1: STURZ DER TITANEN. Im 1914 herrscht noch Frieden, aber die Mächte der Welt rüsten auf.
  • Band 2: WINTER DER WELT: 1933. Seit dem Ersten Weltkrieg ist eine neue Generation herangewachsen. Nun spitzt sich die Lage in Europa erneut gefährlich zu und endet im 2. Weltkrieg.
  • Band 3: KINDER DER FREIHEIT: Vom Bau der Mauer bis zu ihrem Fall. Dem kalten Krieg bis zu Gorbatschow und der vereinten Bundesrepublik Deutschland

Wer ist Ken Follet?

Ken Follett (geboren 5. Juni 1949 in Cardiff, Wales) ist ein britischer Schriftsteller, der seine Werke im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie verfasst. Follett wurde durch seinen Roman „Die Nadel“ bekannt, der in 30 Sprachen übersetzt wurde.

Die Frankfurter Allgemeine schreibt: Ken Follett ist ein Generalstabschef des Erzählens. Seine Organisation, das „Follett Office“, besteht inzwischen aus gut zwanzig Mitarbeitern, die von der Recherche bis zum Rechnungswesen jeweils für klar strukturierte Aufgaben zuständig sind. Weltweit sind inzwischen mehrere Kohorten von Verlagslektoren, Übersetzern, Herstellern und Marketingleuten hinzugekommen, die ihm indirekt zu Diensten sind.

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Jan 21 2016

21. Jan. 2016: Das Jahr fängt ja gut an! Pat haut grusslos ab!

Letztes Bild von Pat mit ihrer Cinderella

Letztes Bild von Pat mit ihrer Cinderella

Wir sassen am Donnerstag-Nachmittag 21. Jan. 2016 in trauter Zweisamkeit auf unserem Sitzplatz und erzählten von den speziellen Erlebnissen des gestrigen Tages: neue Brille, den Entdeckungen im 20-Baht-Shop etc. Morgen wollten wir in die Vineyards von Hua-Hin fahren

Pat’s Geheimnis

Dann wollte ich Pat eine spezielle Freude bereiten und machte ihr den Vorschlag, im Februar ins Dorf unterhalb des Tempels im Isan zu fahren, in dem Pat im Sommer meditiert. Ich wollte sehen, wo Pat die Monate verbringt, während ich in der Schweiz weilte. Ich hatte schon lange ein ungutes Gefühl, wie ich wieder zu meinem Auto kommen würde, falls Pat etwas passieren sollte, denn niemand kannte den Ort, an dem Pat im Sommer war. Seit ihrem Chemie-Unfall vor 1 Jahr war ihre Gesundheit stark angeschlagen.

Ich muss bei meiner gut gemeinten Idee auf ein aussergewöhnliches Geheimnis  gestossen sein, das Pat niemals offenlegen wollte und konnte. Wow, wie aus dem Nichts explodierte Pat. „Niemals würde sie mit mir dorthin fahren. Dies komme nie in Frage“, meinte sie aufgebracht und etwas lautstark. „Es sei viel zu gefährlich auf diesen Strassen!“ schwächte sie in einem zweiten Atemzug ab. „Niemals, niemals!“

Ich war ob ihrer Reaktion schockiert und schwieg. Ich war sprachlos und kam gar nicht zum streiten. Was wollte ich auch? Zwei Minuten später gegen 16 Uhr stand Pat auf und meinte, meine Idee sei ein Schock für sie. Sie gehe nun nach Hause nach Bangkok. Pat packte ohne ein weiteres Wort zu verlieren ihre Kleider zusammen und ging ohne Abschiedsworte und ohne Blick zurück aus dem Haus. Sie wollte nicht, dass ich sie zum Bus-Bahnhof bringen würde. Aus Trotz schleppte sie Ihr ganzes Gepäck alleine weg.

Für mich ein weiteres erschreckendes Erlebnis mit einer Frau, die durchdreht! Spinnen die Weiber ab einem bestimmten Alter denn alle? Auch nach 3 Stunden war ich immer noch sprachlos und verstand die Welt nicht mehr. Aber eines steht fest:

So etwas will ich mir nie mehr antun!

Als Hintergrund-Information zu meiner doppelten Enttäuschung und meiner vorigen Aussage muss man wissen, dass Pat in der aktuellen Zeit, in der ich hier in Hua-Hin weilte, also ab Mitte Oktober, die meiste Zeit in Bangkok weilte. Sie hatte Arzttermine, pflegte einen lieben Schulfreund im Spital und bereitete ihre Geburtstags-Party vor etc. Ich war darob gar nicht erfreut und stellte sie deswegen zur Rede. Wir sprachen uns aus und ich meinte, die Sache sei vom Tisch!

Pat war für mich Thailand

Ich gebe zu, Ich mochte Pat sehr. Pat war für mich Thailand. Es war unser 8. gemeinsames Jahr. Mit Pat habe ich viel erlebt. Aus diesem Grund ist meine Enttäuschung umso grösser. Ich weiss, Pat wird nie mehr zurückkommen, denn sie hat mir gegenüber ihr Gesicht verloren. Ich würde auch nicht mehr neu beginnen wollen. Das Thema Pat ist nun eine Geschichte der Vergangenheit.

Der Abend danach

Ich habe gute Freude, gute Nachbarn. Am Nachmttag/Abend danach ging ich mit Neil und Kate Bier trinken und Pool (-Billard) spielen. Nach dem 5. Bier lief ich in Hochform auf…….. und konnte meinen Kopf etwas frei machen.

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Jan 13 2016

Besuch der Tropfstein-Höhle Khao Luang in Phetchaburi

Die Tropfsteinhöhle Khao Luang ist vor tausenden von Jahren entstanden und dient heutzutage als Friedhof für einige heilige Mönche. Mit dementsprechenden Respekt sollte man auch die Höhle betreten und sich angepasst kleiden.

Jahre hörte ich von der Khao Luang Höhle in Phetchaburi. Endlich war es soweit. Von Hua-Hin aus fuhren wir die 65 km nach Phetchaburi zum vielgerühmten Höhlentempel. Dank meiner SYGIC-Navi-App auf meinem Android-Tablet fand ich den Ort auf Anhieb. Die beste Zeit sei zwischen 11 und 14 Uhr stand in meinem Reiseführer beschrieben. Also waren wir um 11 Uhr dort. Parkierten am Aufstieg zum Berg unser Auto, denn man durfte nur mit einem der dortigen Tuk-Tuks nach oben zum Eingang fahren. Dafür verlangten sie pro Person für hin und zurück 20 Baht. Ein Geschenk, wenn ich mit den Tuk-Tuk-Preisen von Hua-Hin vergleiche.

Auf dieser Auffahrt lauerten bereits hunderte von hungrigen und neugierigen Affen auf irgendetwas von den fremden Gästen und sei es nur ein Hut.

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang: Makaken-Affe

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang: Makaken-Affe

Sie sehen zwar süss und niedlich aus, die Makake-Affen der Höhlenanlagen von Phetchaburi, aber man darf nie vergessen, dass es sich um wilde Tiere handelt, die ziemlich viel Intelligenz, gepaart mit Frechheit und scharfen Zähnen besitzen! Deshalb hielten wir Abstand zu den Affen. Nun verstehe ich auch, dass man besser nicht mit seinem eigenen Auto zum Höhleneingang hinauffährt. Die Antennen, Rückspiegel und manche Plastikteile wären nicht mehr sicher. Im Tuk-Tuk entdecke ich eine Steinschleuder, um die aufdringlichsten Affen zu vertreiben.

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang Pat Eingangshalle

Oben angekommen ging es noch ein paar Stufen hoch bis zum steilen Abstieg auf Treppen samt Geländer in die eigentliche Höhle. Ein unermesslicher Anblick tat sich da auf. Bereits im Vorraum sah man viele goldene Buddha-Figuren. Im eigentlichen Dom voller Stalagtiten und Stalagmiten waren unzähligen Buddha-Figuren zu bestaunen.

Was sind Stalagmiten und Stalagtiten? Eine Eselsbrücke:

  • Eine bekannte Eselsbrücke ist: „Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen“.

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang

Direkt nach Betreten der Höhle sieht man ein einzigartiges Lichtschauspiel. In der Decke ist ein grosses, kreisrundes Loch, durch das die Sonne scheint. Deshalb ist auch die beste Besuchszeit über den Mittag, wenn die Sonne hoch über dem Firmament steht.

Die verschiedenen Räume in der Höhle sind teils künstlich beleuchtet, teils schimmert von der Decke Sonnenlicht herein. Das Spiel zwischen Licht und Schatten ist jedenfalls gewaltig!

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang

In einer Höhle ist ein grosser, liegender Buddha zu sehen. Er ist ungefähr 15 Meter lang, lehnt sich an den felsigen Hintergrund und wird eindrucksvoll beleuchtet.

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang

In der grossen Eingangshalle stehen viele kleinere Buddha Figuren, doch eine rund 4 Meter hohe Buddha Statur ragt gewaltig hervor. Vor der Figur wurde ein Altar errichtet, auf dem unter anderem die chinesischen Stäbchen-Orakel und viele Räucherstäbchen zu finden sind.
Der Tempel wird übrigens von weiblichen Mönchen geführt, die in Thailand nicht oft anzutreffen sind.

Phetchaburi Höhle Tempel Khao Luang

Direkt neben dem liegenden Buddha befindet sich ein weiterer Raum, bei dem die Höhlen Decke durchbrochen ist. In diesem Raum stehen die Ruhestätten dreier heiliger Mönche und viele Buddha Figuren.

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Ueberall findet man heilige Gebetsstellen, an denen gläubige Thais zum Gebet niederknien.

Phatchaburi Höhle Tempel Khao Luang

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Jan 09 2016

Ein „Shitstorm“ wütete über mein „Sommer-Tagebuch“

Wenn diese Chaoten gewusst hätten, dass ich der FDP nahestehe und manche Gedanken der SVP unterstütze, dann hätte sie mich nicht „Linke Sau, Sau-Türke und Jugo“ genannt und mich auch nicht wie im Dritten Reich vergasen wollen!

Ein „Shitstorm“ ist eine Art „Mobbing“ via Internet

Seit Mitte Dezember haben mich eine Handvoll schwachsinniger SVP-Chaoten mit bösartigen, hasserfüllten Kommentaren und Drohungen wegen eines Beitrages, den ich im Sept. 2012 mit dem Titel »Der Fall „Christoph Mörgeli“ oder „Alle gegen die SVP“« veröffentlichte, überschwemmt und sogar versucht den Zutritt zu meinem Sommer-Tagebuch zu erhacken. Glücklicherweise haben meine Gegenmassnahmen gegriffen und ich kam nicht zu Schaden.

Trotzdem habe ich bei der Basler Staatsanwaltschaft Anzeige gegen die Verfasser der Kommentare und die Hacker meines Sommer-Tagebuches wegen Nötigung erhoben. Anhand der hinterlassenen IP-Adressen sind die Verfasser eruierbar.

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Typisches SVP-Wahl-Plakat

Die SVP hat oder hatte hervorragende, erfolgreiche Mitglieder und Parlamentarier. Wenn ich nur an den Peter Spuhler (Eigentümer der Stadler Rail) oder den Walter Frey der Emil Frey AG denke. Die beiden spielten in einer eigenen SVP-Liga, haben sich jedoch, warum auch immer, aus der Politik zurückgezogen. Uebrig geblieben sind …. (meine eigene Zensur gebietet mir HALT). Deshalb stehe ich auch dem höheren Niveau der FDP viel näher!

Christoph Mörgeli, seines Zeichens Vordenker dieser populistischen, rechten Partei SVP liegt nicht auf meiner Linie. ich mag diese Person in seiner Art, seiner Ausdrucksweise und seiner Rechthaberei nicht. Ich mag aber auch seine Partei nicht, denn sie schürt bewusst rechtsradikales Gedankengut und missbraucht mit ihren emotionalen Schlagworten einfache Bürger.

Dies ist meine ganz persönliche Einstellung und Meinung, und eine solche ist in der Schweiz (noch) erlaubt. Jeder darf dagegen sein und dies auch kund tun.

Was mir jedoch zu denken gibt und mich alarmiert, ist die Art und Weise, wie Fans und Mitläufer „ihren verehrten Herr Mörgeli„, Wortlaut aus ihren Kommentaren, verteidigen und dessen Gegner versuchen zu zerstören und mundtot zu machen. Irgendwie erinnert mich diese Mentalität und Wortwahl stark an eine Zeit im letzten Jahrhundert, die ich glaubte vorbei zu sein. Hat denn die Welt noch nichts gelernt? Oder sind diese Typen einfach zu blöd?

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Jan 08 2016

Eine Plage zwar, aber eine wunderbare Raupe

Meine Wüstenrose und ihre Raupe

Sie ist unersättlich. Die Blätter der Wüstenrose sind ihr Leibgericht. Stundenlang frisst sie und wird von Minute zu Minute dicker und grösser: Meine giftgrüne Raupe.

Die Wüstenrose wird jedoch immer magerer. Zum Schluss steht sie da, ohne ein Blatt!

Wüstenrose (Adenium obesum)

Sie faszinieren mich immer wieder, diese grünen etwa 6-7 cm grossen Raupen, die die Blätter meiner Wüstenrose (Adenium obesum) abfressen. Innert weniger Tage wachsen sie von einer feinen 1-2 mm dicken Raupe zu dem grossen „Monstrum“. Man entdeckt sie nur nach genauem Beobachten. Sie verstecken sich unter den Blättern, die sie in Windeseile abfressen. Innert 2-3 Tagen ist ein Strauch leer gefressen, aber auf dem Boden liegen unzählige schwarze Kügelchen. Anfänglich meinte ich, dies seien Samen von der Pflanze. Nun weiss ich aber, dies ist der Kot der Raupe.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Nur bei genauem Hinschauen findet man das Ungetüm unterhalb eines Blattes. Die Raupe passt sich seiner grünen Umgebung optimal an. Beide haben dasselbe grün, die Raupe und das Blatt. Deswegen sind sie auch schwer zu entdecken.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Sofern man genügend nahe hingeht, hört man, wie sie mit ihrem Beisswerkzeug die Blatteile abbeisst. Wie eine Stichsäge knabbert sie innert kürzester Zeit ganze Blätter weg.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)

Das raffinierte Beisswerkzeug kann sie ein- und ausfahren. Dann ist ihr Kopf um fast einen Zentimeter kürzer oder länger.

Grüne Raupe an Wüstenrose (Adenium obesum)Wunderbar sieht sie aus. Aber dann muss auch ich mich überwinden und sie töten.

Raupen auf der Wüstenrose (Adenium obesum)Ein trauriger Anblick meiner abgefressenen Wüstenrose. Aber sie erholt sich bald wieder und macht neue Blätter. Man beachte die unzähligen Kot-Kügelchen am Boden.

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Jan 02 2016

Jahresrückblick 2015

Frohe Weihnachten und "e guete Rutsch"

Es war wieder ein tolles 2015: Ein Traumjahr, ein exzellenter Jahrgang

So könnte ich das vergangene 2015 zusammenfassen. In der Tat bin ich ein Glückspilz. Ich kann von vielen positiven, erfreulichen und einmaligen Erlebnissen berichten. Nur wenig Negatives trübte meine Erinnerung.

Sport: Billard, Rennrad, Fernsehen

Tennis habe ich nun endgültig an den berühmten Nagel gehängt. Die Schulterverletzung aus meinem Sturz vom 12. Feb. 2013 mit dem Mountainbike liess meine ehemals gefürchteten Aufschläge nicht mehr zu. Weitere Nachwirkungen fühle ich glücklicherweise keine, weshalb ich mich auch nicht operieren liess. Zudem fehlte mir dazu die Zeit. Als Rentner ist man immer unter Zeit-Druck.

Mein Hauptsport blieb im 2015 das Radfahren. Beinahe hätte ich die 6’000 km Marke geknackt. Es fehlten dazu nur 1-2 Ausfahrten. Ich habe wiederum viele schöne Momente mit Freunden des Radrennclubs Basel (RRCB), des CPC (Club des Pédaleurs de Charme) und der Hua-Hin Roadies in Thailand verbracht. Unvergesslich waren die Ausfahrten mit Tony Rominger und Ernesto Guidali zu Jahresbeginn.  Mehr dazu kannst unter Rad-Ausfahrt mit Profis wie Tony Rominger nachlesen

Wir von den Hua-Hin Roadies hatten auch dieses Jahr Glück im Unglück, denn der einzige Sturz des Peter Stephenson ging glimpflich aus. Sein Helm schützte ihn vor grässlichen Kopf-Verletzungen. Er musste nur 10-fach genäht werden. Sein Helm schützte sein Leben

Kurz vor Ende des Jahres knackte ich auf der Dolphin Bay-Fahrt die Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h auf einer Distanz von 85 km.

Beim Pool-Billard brachte ich es dank der Unterstützung vom Karli Holzhauser und meines englisch-mexikanischen Nachbarn Neil zu gewisser manchmal auch überraschenden Fertigkeit. Auch in dieser Disziplin bin ich ein Talent, aber zu alt!

Mein Thailand-Aufenthalt

Mitte März kam ich von Thailand zurück in die noch recht kalte Schweiz, aber bereits 7 Monate später Mitte Oktober  flog ich bereits wieder mit der Swiss zurück nach Hua-Hin. Ich fand mein Haus geputzt vor und zu guter Letzt und zu meiner grössten Ueberraschung sprang mein Honda-Roller an, als ob die Batterie noch  jungfräulich gewesen wäre. Thailand ist die für mich geeignetste Winter-Destination!

Augen-Operation

Ueber meine Cataract-Operation (grauer Star) habe ich in meinem Sommer-Tagebuch ausführlich berichtet. Heute 4 Monate später bin ich immer noch zufrieden mit dem Ergebnis. Durch geschickte Wahl der neuen Linsen bin ich auf dem linken Auge kurzsichtig und auf dem rechten weitsichtig. Erstaunlich, mein Gehirn koordiniert den Einsatz meiner Augen und bildet wunderbare scharfe Bilder ab.

Mehr darüber könnt Ihr lesen: „Sept. 2015 Meine Graue-Star-Operation“ 

Camping

Auch im 2015 residierte ich von Ende April bis Mitte August in meinem istrianischen Schloss auf dem Campingplatz Solaris. In Erinnerung blieben mir der unerwartete und heimtückische Hexenschuss, der mich ein paar Tage niederstreckte und mich dazu zwang, eine Lösung für mein Vorzelt zu finden. Mein dortiger Arzt Dr. Natko Radocaj  meinte, „das Vorzelt aufstellen sei nicht unbedingt gut für meinen Rücken“.

Das Ergebnis meiner Ueberlegungen und Träume kurz vor dem Einschlafen war die Anschaffung eines zweiten neuen Wohnwagens und den Umbau meines alten Wohnwagens zu einem mobilen Vorzelt.

Mehr darüber könnt Ihr lesen: „Meine neuer Wohnwagen samt mobilem Vorzelt

Kosovo und Albanien

Während meiner Campingzeit in Istrien machte ich einen 2-wöchigen Besuch im Kosovo bei den Schwiegereltern meiner Tochter Daniela und ein paar Tagen Badeferien am Meer von Albanien. Es war nach 2003 und 2007 bereits meine dritte Kosovo-Reise, optimal um die Fortschritte des Landes zu verfolgen. Wiederum wurde ich „bemuttert“, als wäre ich der König von Binningen. Die Gastfreundschaft der Kosovaren ist einmalig.

Mehr darüber gibt es zu lesen: „Meine dritte Kosovo-Reise 2015“

Horror mit der Motorfahrzeug-Kontrolle resp. der Basler-Polizei

In Thailand dürfte ich die nachfolgenden Zeilen nicht schreiben, denn diese würden als Angriff auf die Behörden angesehen. Was war passiert? Ich kam wie üblich im Juni nach 2 Monaten Istrien kurz in die Schweiz zurück, um meine auf der Poststelle zurückbehaltenen Post zu bearbeiten. Wäre ich zwei Tage später nach Hause gekommen, die Polizei hätte vor meinem Hause gewartet, um mir mein Autokennzeichen zu konfiszieren d.h. abzuschrauben. So musste ich mich unverzüglich auf dem nächsten Politeiposten melden, denn ich hatte mich eines grossen Vergehens schuldig gemacht…………..

Mehr darüber könnt ihr lesen:Verfügung über Entzug meines Fahrzeugausweises

 

 

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Dez 31 2015

Mit dem Rennrad in Thailand: 30 km/h-Hürde geknackt

Mir ist aufgefallen, dass ich recht wenig über meine Ausfahrten mit dem Rennrad berichtet habe, obwohl sie einen grossen Teil meines Lebens hier in Thailand bestimmen. Früher waren es noch 3 Ausfahrten je Woche, seit diesem Jahr habe ich es auf 2 beschränkt. Mein Körper braucht die Erhohlungszeit nach solch einem 90-100 km Ritt.

Velo, Radsport, bicycle, Rominger

Einer meiner ganz grossen Highlights in meiner Radkarriere waren die letztjährigen Ausfahrten mit den beiden ehemaligen Super-Profis Tony Rominger und André Guidali aus meinem Basler Radrennclub (RRCB). Darüber berichtete ich an anderer Stelle in meinem Thailand Tagebuch unter dem Titel Höhepunkte meines Lebens: Ausfahrten mit Profis wie…..

Thailand ist ein Rad-Paradies:

Eine kurze Regenpause mit Jean Moser

Eine kurze Regenpause mit Jean Moser

Die meisten Strecken hier in Thailand sind eher flach. Kleine Hügel bestätigen jedoch die Ausnahmen. Die Strassen, das muss ich hervorheben, sind absolute Spitze. Fast jede Strasse verfügt über einen Pannenstreifen am Rande, auf dem man sorgenfrei Radfahren kann. Der thailändische Verkehr trägt das Seine dazu bei. Kein Personenwagen oder Lastwagen würde eng überholen. Ein seitlicher Abstand von 2 Meter ist hier üblich, und dazu ein herzliches Winken. Die Thais bewundern uns, weil wir „Verrückten“ bei der Hitze Sport treiben.

Das Klima und Wetter ist wunderbar. Schön warm, der Fahrtwind kühlt. Einzig bis Mitte November muss man mit kurzen Regenschauern rechnen. Wir starten meistens zwischen 7 und 07:30 Uhr in der früh und kommen auf die Mittagszeit zurück. Dazwischen aber unser wichtigstes Ziel, das Frühstück in einem Coffee-Shop  etwa auf halber Distanz.

Vor 7 Jahren habe ich mit einigen Freunden in Hua-Hin eine Radgruppe via Facebook gegründet. Daraus sind die „Hua Hin Roadies“ entstanden, mit denen ich  die Ausfahrten auf dem Rennrad mache. In Facebook kann jedermann unsere Aktivitären unter https://www.facebook.com/groups/huahin.roadies/ verfolgen.

Wir fahren in einem eigenen gelb-blauen Renndress. Wir sehen toll aus, wenn wir mit einem 30er-Schnitt daher rauschen. Wir sind je nach Saison zwischen 15-25 Aktive zwischen 40 und 73 Jahren. Ich bin der Älteste, wobei es noch andere Oldies über 65 Jahren hat. Die Alten sind aber nicht die langsamsten. Der Miro bald 70-Jährig ist einer, wenn nicht sogar der schnellste von uns allen. Er fährt problemlos den Hin Lek Fay mit übe 20%-Steigung.Hua-Hin, Velo, bicycle

Leider haben aber die meisten keine Ahnung vom Team-Biking, wie ich es immer nenne. Sie waren nie Mitglied in einem Radrennclub, wo sie das Elementare gelernt hätten. Es kommt deshalb immer wieder vor, wenn man schön aufgereiht in einer Gruppe Windschatten fährt, dass einer aus der hinteren Positionen nach vorne fährt, um die Spitze zu übernehmen. Diese Manöver sind bekannterweise tödlich, denn die ganze Gruppe fällt aus dem Rythmus und muss sich dem neuen Tempo anpassen, d.h. entweder bremsen oder Gas geben

Thais bei 30°C

Es ist nicht etwa Winter! Dies ist die Sommerkleidung der Thais bei >30°C

30km/h Marke gekappt

Aber manchmal harmonieren wir dennoch gut. So die letzten beiden Ausfahrten im Dezember zur Dolphin Bay. Es zeichnete sich ab, dass wir bald die 30er-Grenze kappen werden, denn meine eigene Form wurde von Tag zu Tag besser.

An der letzten Ausfahrt dieses Jahres am 29. Dez. war es dann soweit. Wir legten die Strecke zur Dolphin Bay und zurück über 92 km mit einem 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zurück. Genau sollen es 30.8 km/h gewesen sein. Alles hat gepasst. Auch der Wind war recht harmlos.

Auch Thais fahren Rennrad

Noch vor 7 Jahren waren es vorallem die Ausländer, die Rennrad fuhren. In der Zwischenzeit bevölkern immer mehr Thais die Strassen. Rennrad und Mountain-Bike wurden zum Volkssport. Sie fahren das beste Material, das man auf dem Markt finden kann. Vorallem an Wochenenden sind viele Thai-Gruppen unterwegs. Sie fallen durch ihre ausgefallene Kleidung auf. Aus Furcht, gebräunte Beine, Arme und Gesichter zu bekommen, decken sie alles ab. Bei ihrem Anblick fühlt man sich im tiefsten Winter. Weisse Haut ist in Thailand Schönheits-Ideal.

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Dez 28 2015

27. Dez. 2015: Schulferien in Thailand ==> schlechtes Internet

Weihnachten wird in Thailand gefeiert

Und wie. Aber die wenigsten Thais wissen, woher dieser Fest  kommt. Die Geschäfte sind geschmückt. Christbäume in allen Farben soweit das Auge recht. Die Verkäuferinnen tragen rote Zipfelmützen oder ein Hirschgeweih auf dem Kopf. Amerikanische Weihnachtssongs „Christmas Time…..“ den ganzen Tag, von morgens bis Abends.Hua-Hin Market Village Christmas

Für die Thais ist Weihnachten eine der vielen Gelegenheiten, um Spass zu haben. Spass-Haben ist das Geheimnis der Thais. Das thailändische Wort Sanuk bedeutet „Spaß haben“. Alles, was man tun kann, wird danach beurteilt, ob es Spaß bringt. Was nicht sanuk ist, unterlässt man, wann immer es geht. Manchmal muss man Dinge tun, die nicht sanuk sind – dann aber geht es um die Frage, wie man das Unvermeidliche mit etwas sanuk würzen und damit angenehmer machen kann.

Hua-Hin Market Village Christmas Max

Mehr über die Lebensweisheiten und -Weise der Thais könnt ihr unterm diesem Link lesen. Der Beitrag ist wirklich lesenswert:

„Geheimnis der Lebens-Philosophie der Thais

An Weihnachten wird in Thailand gearbeitet. Hingegen am Jahreswechsel ist offiziell arbeitsfrei. „Offiziell“ deshalb, weil der thailändische Mitarbeiter an einem arbeitsfreien Tag, auch an einem Feiertag, kein Gehalt bekommt.

Ueber Weihnachten und Neu-Jahr sind Schulferien. Die Schüler sind zu Hause und verbringen ihre Freizeit zu Hause und vornehmlich im Internet. Dies kann jedermann feststellen, wenn er ins Internet geht. Ab Mittag bis in den späten Abend ist der Durchsatz im Internet eine Katastrophe. Alle Jugendlichen spielen auf ihren Computern und Smartphones. Ich kann zum Beispiel in dieser Zeit keine Änderung in meinem Tagebuch vornehmen. Der Datentransfer bricht ab, weil die Uebermittlungs-Unterbrüche zu gross sind. Ich muss höllisch aufpassen, denn Datenverluste sind vorprogrammiert, wenn nur der halbe Bericht zurückgeschrieben wird..

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Dez 24 2015

Merry Christmas and Happy New Year

Ich wünsche Euch fürs kommende Jahr alles Gute. Mögen alle Euere Wünsche in Erfüllung gehen.

Noch wenige Tage bis Weihnachten und eine Woche später ist bereits Jahreswechsel ins 2016 resp. 2558 nach Thai-Jahresrechnung. Weihnachten wird in Thailand nicht gefeiert. Alle Geschäfte und Behörden sind geöffnet. Dies bedeutet aber nicht, dass nicht alle Geschäfte weihnachtlich geschmückt sind. Weihnachten ist für Thais eine zusätzliche Gelegenheit, ihrem Hobby dem Shoppen zu frönen. Weihnachten ist eine amerikanische Erfindung aus der Zeit des Vietnam-Krieges.

Auch ich werde keine Weihnachten feiern. Die Stimmung passt einfach nicht dazu. Es ist über 30ºC warm und hat wie bei Euch in Europa kein Schnee weit und breit. Wahrscheinlich mache ich mit dem Rennrad und ein paar Freunden eine „Weihnachts-Ausfahrt“ über 90km mit feinem Frühstück am herrlichen Meer.

Frohe Weihnachten und "e guete Rutsch"

Frohe Weihnachten und „e guete Rutsch“

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Dez 23 2015

23. Dez. 2015: Verlängerung meiner Aufenthaltsdauer (Extension of Stay in Thailand)

5 Stunden verbrachte ich in der Thai-Immigration. Ich bin stolz auf mich, denn ich habe mich durch nichts stressen lassen. 

Kurz vor 11 Uhr traf ich in der Immigration ein und hoffte, dass es um diese Zeit bereits weniger Farangs hatte, die auf ihre Stempel warteten. Aber weit gefehlt, musste ich bald feststellen. Nachdem ich die Nummer 25 gezogen hatte und eben erst die Nummer 10 aufgerufen wurde, setzte ich mich draussen vor den Warte- und Büroraum, um abzuwarten bis meine Nummer an der Reihe war. Ich sass wie ein buddhistischer Mönch draussen und liess mich nicht unter Druck setzen. Ich verfolgte meine zum Teil gestressten Leidensgenossen. Ich hatte ja den ganzen Tag Zeit. Nach der einstündigen Mittags-Lunch-Pause kam ich dann um etwa 14 Uhr an die Reihe. Um 15:45 hatte ich den letzten Stempel, denn ich musste zwischendurch auf meiner Bank den aktuellen Kontostand meines Bankkontos ausdrucken lassen.

Es ist vollbracht! Ich darf wiederum 1 Jahr in Thailand bleiben

Mitte Oktober 2014 bin ich mit einem Non-Immigrant-Visum Typ „O“ mit Multiple Entries in Thailand eingereist. Für dieses habe ich 3 Monate später in Thailand per 13. Januar 2015 von der hiesigen Immigration eine 1-jährige Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung mit einer einmaligen Einreise erhalten. Dazu musste ich nachweisen, dass ich genügend monatliche Rente erhalte, nämlich mindestens 65’000 Baht/Monat (entsprechend etwa 1’650 Euro)

Am vergangenen Mittwoch, 23. Dez. 2015 war es wieder soweit. Ich musste mich bei der Immigration für eine weitere 1-Jahres-Verlängerung bewerben. Diesmal wollte ich es nicht mit einem Rentenausweis, sondern mit einem Bank-Guthaben über 800’000 Baht entsprechend etwa CHF 22’000.– bewerkstelligen. Dazu musste ich mittels einer Deklaration von meiner Thai-Bank  bestätigen, dass diese Summe mindestens die letzten 3 Monate auf meinem Bank-Konto vorhanden war!

Was ich nicht erwartete und das Ganze erschwerte resp. viel Zeit beanspruchte war mein neuer Pass. Mein weiter oben erwähntes Non-Immigrant-Visum aus dem Jahre 2014 und die erste Extension musste vom alten Pass in meinen neuen Pass übertragen werden. Auf insgesamt 3 Seiten des neuen Passes sind nun die alten Visas und Verlängerungen samt neuester Verlängerung dokumentiert. Mit grösster Akribie hat der Thai-Beamte in seiner feinen Thai-Schrift all die Stempelfelder ausgefüllt. Der Pass ist nun ein kleines Kunstwerk. In europäischer Schrift hätte man niemals all die Felder ausfüllen können.

20151223_ Pass Thai Visum Extension und departure Card

Links die Departure Card für meine nächste Ausreise, rechts die Hinweise auf den alten Pass und mein erstes Visum

Benötigte Unterlagen

Bei keiner Behörde bekommt man etwas ohne Unterlagen. In meinem Falle musste ich folgende unterschriebenen Dokumente der Immigration vorlegen. Die nachfolgende Liste soll mir als Gedankenstütze fürs nächste Jahr helfen:

  • Form. TM-7 „Application for Extension of temporary Stay in the Kingdom“ samt Foto: Dieses Thai-Formular ist die Basis für die Verlängerung und kann von der Homepage der Thai-Immigration heruntergeladen werden.
  • Bankbescheinigung meiner Kasikorn-Bank: Sie bescheinigte mir, dass ich 800’000 Baht während mehr als 3 Monaten auf meinem Bankkonto hatte. Dieses Formular stellt die Bank innert 1 Tag aus und muss aber innert 7 Tagen der Immigration vorgelegt werden.
  • 3 Kopien des Aktueller Kontoauszug von dem Tag, an dem ich bei der Immigration vorspreche. Das bedeutet, dass man am selben Tag eine kleine Einzahlung tätigen muss und anschliessend den Auszug in Form des „Bankbüchleins“ (=Passbook) ausdruckt.
  • Kopie Passbook 1. Seite mit der Kontonummer und meinem Namen
  • Kopie des Mietvertrages vom Haus
  • Kopie der 1. Seite des Schweizer Passes
  • Kopie der Seite vom Schweizer-Pass mit dem Ankunftsstempel in Thailand samt Departure-Card
  • Kopie der Seite im Schweizer Pass mit der bisher gültigen Verlängerung/Visum
  • Form. TM-8 „Application for Re-Entry Permit into Kingdom“ samt Foto: Ich habe „Multiple Entry“ beantragt, damit ich nicht nur 1x einreisen, sondern den einen oder anderen Ausflug ins Ausland unternehmen kann.

Kosten:

Für die Extension 1’900 Baht und das Multiple Entry 3.800 Baht, d.h. Total 5’700 Baht (entsprechend etwa 150 Euro).

20151223_ Pass Thai Visum Extension und departure Card

Thai-Visum Extension und Multiple Entry Visum

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Dez 21 2015

In Thailand ist alles etwas anders

Thailand – Europa: zwei Welten voller Gegensätze

Alles ist anders: die Sprache und Schrift, Aussehen, Charaktere, Vielfalt der Früchte, Buddhismus und vieles andere mehr. In Thailand gibt es noch mehr Unerwartetes. Darüber  werde ich berichten:

Milch-Produkte

Richtige Milchkühe mit grossen Eutern habe ich in Thaland nur an wenigen Orten gesehen. Diese wenigen können aber niemals den Bedarf an Milchgetränken der Thais abdecken. Die Thais mögen vorallem gezuckerte Kondensmilch und „gesunde“Milch mit beigegebenen Vitamin-Zusätzen und „Omega-3-Fettsäuren“ je nach TV-Werbung. Diese Lifestyle-Produkte werden in 25 ml Fläschchen zu relativ hohen Preisen verkauft. Ansonsten wird Milch in rechteckigen Tetrapacks von 100 ml an aufwärts verkauft. Für die meisten Thais ist Milch ein Getränke, das von Spezial-Formen wie Nestle zusammen gemischt wird, ähnlich dem Coca-Cola

Neben Milch erhält man auch Yoghurt in den verschiedensten Zusammensetzungen. Je nach Werbung am Fernsehen mit Vitamin A oder anderen wohltönenden Beigaben. Einheimischen Käse kennt man in Thailand nicht. Der Thai-Butter ist salzhaltig

Salz

Salz wird zum kochen kaum verwendet, stattdessen nimmt man nam pla„, eine braune wirklich empfehlenswerte Fischsosse.

Schweizer Schokolade

Ja, die gibt es auch. Schokolade von Lindt oder auch von Nestlé, die Ferrero-Küsschen etc. Die europäischen Versionen würden aber den Thai-Temperaturen von über 30ºC nicht standhalten und verlaufen. Ich habe dies erlebt, als ich aus der Schweiz Schockis im Koffer mitbringen wollte. Die Tafeln passten sich meiner Wäsche an und konnten anschliessend geschlürft werden.

Die in Thailand verkaufte Schokolade wird mit Zusätzen Temperatur resistenter gemacht. Sie schmilzt um einiges höher. Sie ist aber nicht mehr so zart und fein. Sie zergeht nicht mehr auf der Zunge.

Brot

Zum Frühstück essen die Thais ein Reissüppchen oder Reis mit der einen oder anderen Gemüse- oder Fleisch-Beilage. Brot kennen die Thais nicht. Für die fremden Gäste (Farangs) bieten sie nur „amerikanisches“ Toastbrot und Confitüre an. Als ich an Weihnachten zu Käse-Fondue einlud, da war mein grosses Problem, ein geeignetes Brot für die Brotwürfel zu finden. Das Brot, das ich fand und auch wie Brot aussah, musste ich ungefähr 1 Woche trocknen lassen.

Eier

Die Eierschalen der hiesigen Hühnereier sind recht robust und dick. Nicht zu vergleichen mit den feinen Schweizer Eierschalen, die einem zwischen den Fingern gerne zerbrechen.. Dies deutet doch auf kraft- oder kalkhaltiges Futter hin, das die Bauern verfüttern.

Hua-Hin Soi94: Pat und CapuchinoGetränke

Die meisten Thais trinken zum Essen Wasser aus Flaschen, jedoch ohne Kohlensäure. Es ist das preisgünstigste Getränk und stillt den Durst. Daneben erhält man überall Bier, Coca Cola, Sprite, Fanta, Eistee, Fruchtsäfte und Tee.

Kaffee ist schwieriger erhältlich, denn die wenigsten Thais mögen Kaffee; zudem ist dieses Getränk teuer. Wenn schon ist es üblich, Kaffee aus Pulver und Wasser zuzubereiten. Ich habe mir dies bereits angewöhnt und trinke am Morgen 2 Cappuccino-Tassen. Er schmeckt nicht schlecht. Ich vermisse hier in Thailand den ESPRESSO-Kaffee nicht, obwohl ich in Europa bis gegen 10 Espressos am Tag trinke.

Wein trinken die Thais keinen, obwohl es sogar in Hua-Hin einen grossen Weinberg mit feinen Tropfen gibt. Abends ist das bevorzugte Getränk der Thais: Whiskey oder Rum mit Cola. Da sie wenig Alkohol vertragen, ist es nachts auf den Strassen lebensgefährlich.

Essbesteck

Nudeln essen die Thais mit Stäbchen, alle anderen Gerichte mit Löffel und Gabel. Im Grunde braucht man für thailändische Gerichte keine Messer. Alle Speisen werden in kleinen, mundgerechten Bissen serviert. Mit der Gabel werden die Speisen auf den Löffel geschoben. Der Löffel ist das Universal-Essgerät.

Messer sind verpönt. Nach thailändischem Verständnis sind Messer nichts anderes als Arbeits- und Mordwerkzeuge. Falls dennoch etwas zerkleinert werden muss, nimmt man dazu den Löffel.

Das liebe Trinkgeld

Überraschend ist die Tatsache, dass Thailand zu den wenigen Länder gehört, wo es noch nicht zur allgemeinen Etikette gehört, in einem Restaurant der Bedienung Trinkgeld zu geben oder einfach auf dem Tisch liegen zu lassen. Das gilt für viele einfache Restaurants und erst recht für Strassenküchen. Falls man dennoch etwas Trink-Geld zurück lassen will, kann es einem passieren, dass der Wirt meint, der Gast hätte das Geld vergessen mitzunehmen …. und trägt es ihm nach. (in Touristenhochburgen ist dies Tradition aber bereits etwas versaut)

Als völlig unhöflich wird es angesehen, das Restaurant zu verlassen, bevor das Wechselgeld zurückgebracht wurde.

Frivole Kleidung

Die Thais sind grundsätzlich sehr prüde. Die Kleidung muss anständig aber pfiffig sein. Frivole oder sogar erotische Kleidung wird höchstens von Prostituierten getragen. Die Frau von Welt bedeckt sich und trägt auch einen steifen (Panzer-)BH. Dies heisst aber nicht, dass sich die Thai-Frauen nicht figurbetont herausputzen, um die Männer auf sich aufmerksam zu machen. Sie haben einen speziellen Flair, sich raffiniert zu präsentieren. Die Thai-Frauen kommen besser und eleganter daher, als die meisten Touristen. Die Thais tragen am Strand meist ein Hemd/Shirt über den Badekleidern.

Arbeitslosenrate

Thailand hat die niedrigste Arbeitslosen-Rate auf der Welt, nämlich 0%. Es gibt in Thailand keine Sozialvorsorge oder gar Hartz-IV. Hier muss jeder Geld verdienen oder er verhungert. In Thailand hat die Grossfamilie und deren Zusammenhalt eine wichtige soziale Rolle. Einzig die buddhistischen Tempel nehmen sich der Ärmsten ohne unterstützenden Anhang an. Sie übernehmen eine Art Sozialverantwortung als Altersheim für Alleinstehende.

Fernsehen

Neben Shopping ist das Fernsehen das grösste Freizeitvergnügen der Thais. Meist von Morgens bis zum Einschlafen läuft einer oder mehrere Fernseher. Die Programme haben tiefstes Niveau, aber es gefällt. Es gibt Soaps zur festen Stunde, die über Wochen und Monaten zur selben Zeit am Vormittag oder Nachmittag gesendet werden. Die Werbung überstrahlt jedoch alles. Mitten während den Nachrichten oder einer Quiz-Show flimmert über das Fernsehbild Werbung für Kosmetik, einem Waschmittel oder eine Automarke. Es ist selten, dass nur 1 Produkt zur selben Zeit beworben wird. Auf jedem Bild hat es Platz für deren 3-5, und mitten drin steht und spricht der Moderator oder Nachrichten-Sprecher.

Vom Medium Radio habe ich nirgendwo etwas gehört. Weder Nachrichten noch Hörspiele. Man hört zwar Musik, aber meist ab Fernseher!

Strom und Wasser

In Europa gehören (heute noch) Wasser und Strom zur Grund-Infrastruktur. Beide sind einfach da. Trinkwasser läuft sogar aus öffentlichen Brunnen. Ich habe noch nie erlebt, dass bei mir zu Hause die WC-Spülung nicht funktioniert hätte! Es sei denn, ein Installateur hat schriftlich vorher gewarnt, dass man 1 Stunde das Wasser abstellen werde.

In Thailand wird nicht gewarnt. Das Wasser läuft nur stundenweise und ist nicht trinkbar! Wenn eine Wasser-Zuleitung gebrochen ist, dann hat man eben ein paar Tage kein Wasser. Wenn es blitzt oder donnert, fallen eben eine oder auch mehrere Stunden der Strom aus. Dann läuft aber auch kein Wasser und keine WC-Spülung, denn aus obigen Gründen hat jedes Haus einen grossen Wassertank samt Wasserpumpe, die jedoch nur mit elektrischem Strom funktioniert.

So hat jeder Haushalt zu Hause nicht nur Kerzen bei Stromausfall sondern Wasserflaschen. Nicht nur zum trinken, sondern um sich nötigenfalls damit zu waschen.

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Dez 16 2015

Der Besserwisser meint: Max sei ein Sprachgenie

Man muss sich dort verbessern, wo es etwas bringt

Meine Eltern versuchten es mit Latein, Französisch und Griechisch, und dann auch noch mit Stenografie. Aber es hat nichts gebracht. Bevor ich mit 16 Jahre das erste Mal mit Freunden nach Italien in die Ferien fuhr, lernte ich am deutschen Radio in der Sendung „Parlato Italiano“  ein paar Worte Italienisch. Es gab 1 Wort, das ich immer und auch heute noch mit grossem Erfolg anwenden lernte „dove“ für „Wo“. z.B. Dove Piazza di San Pietro: Wo ist der Petersplatz? Eine gute Frage, die Antwort aber dann umso schwerer zu verstehen, denn die Italiener meinten, ich sei italienischer Zunge.

In Istrien habe ich Freunde vor allem aus deutsch-sprachigen Ländern: Deutschland, Österreich, Bayern …. und dann auch Kroatien und Slowenien. Mit allen kann ich mich in Deutsch unterhalten.

englischHier in Thailand ist dies ganz anders. Meine Freunde sprechen alle „ausländisch“ Sie kommen aus Holland, Belgien, Luxemburg, Australien, USA, Kanada, England, Irland, Schweden, Frankreich, Polen und Thailand. Wir unterhalten uns in Englisch. Englisch von Morgens bis Abends. Englisch ist für alle gleich schwer. Auch für die Engländer und Amerikaner. Sie müssen unser Englisch in ihre Sprache übersetzen.

Wir verstehen uns alle bestens …. manchmal auch falsch. Aber dies sorgt immer für Heiterkeit. Ohne Englisch-Kenntnisse ist man aufgeschmissen. Sogar die Thais sprechen und verstehen Englisch. Bereits die leichten Mädchen fragen „Bum-Bum?“

Kürzlich meinte Ernie, ein Kanadier aus dem hohen Norden der Grizzli-Bären, zu mir, als ich ihn fragte, ob er meine Englisch-Beiträge im Facebook verstehen würde: „Aber sicher. Wir vermuten schnell, was Du meinen könntest. Ich gab zurück und sagte: I know „My english is not the yellow of the Egg, but it goes“ (übersetzt heisst dies in Hochdeutsch: „Mein Englisch ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es geht!“)

englisch7nIch lerne von Tag zu Tag dazu. Gestern z.B. dass ein Geldbeutel nicht „moneybag“ heisst, sondern „wallet“. Das bei uns in der Schweiz und Deutschland gebräuchliche Wort „Showmaster“ ist in England und den USA unbekannt. Sie nennen diese Personen „emcee“.

Bereits früher habe ich gelernt, dass man nicht „make a foto“ sagt, sondern „take a foto„, aber „make a baby„. Seither gilt für mich: „I dont make anything“

Meine englischen Freunde meinten dazu lachend: Lieber Max, wir würden ja so gerne unser Englisch Deinen Wünschen anpassen … Was würde jedoch unsere Königin sagen?

Mit thailändisch habe ich etwas mehr Mühe. Mein erstes Wort, das ich lernte, war „dsching-dschong“ und bedeutet „Toilette“. Später kamen noch weitere Worte dazu, die im richtigen Moment in die Runde geworfen, für viel Heiterkeit sorgen können. Meine Spezialität: „dschuck-dschuck“ soll „Küsschen-Küsschen“ heissen.

Now, we have the Salad

Jetzt haben wir den Salat !

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Dez 16 2015

Einheitsbrei in der Schweizer Presse-Landschaft

zeitungenNicht nur zuhause in der Schweiz sondern auch in Thailand und Istrien bin ich an Informationen über das Weltgeschehen interessiert. In der Schweiz kann ich die jeweilige Tageszeitungen am Kiosk kaufen und mich am Fernsehen aktuell informieren lassen.  In Thailand und in Istrien ist dies aber schwieriger. Ich bin auf die Internet-Angebote von Presse und in Thailand auch auf die des, Fernsehens und Radio angewiesen.

Leider ist manches Online Erzeugnis der Schweizer Presse kostenpflichtig. Für mich ein Aergernis. Darüber habe ich mich schon mehrmals ausgelassen.

Nun kommt aber der neueste Hammer: Ich habe festgestellt, dass die Basler-Zeitung BaZ, der Tages-Anzeiger, der Bund und die Berner Zeitung, um nur diese 4 Erzeugnisse zu nennen, einen gemeinsamen Einheitsbrei anbieten. Ein grosser Teil der Beiträge sind in allen 4 Zeitungen identisch und werden in einer der 4 Redaktionen redigiert und den anderen zur Verfügung gestellt. Diese Gemüsesuppe wird in den einzelnen Zeitungen durch regionale Beiträge ergänzt.

Es sieht wirklich traurig aus in der Schweizer Presse-Landschaft und es wird immer trauriger. Die Schweizer Presse-Häuser bemitleiden sich gegenseitig über die ausbleibenden Leser. Für mich wirft dieses Gejammer ein schlechtes Bild auf die hiesige Presse- und Journalisten-Landschaft. Sie wollen doch die kritische Stimme der Bevölkerung sein und mit spitzer Feder auf die Probleme hinweisen. Wie schnell sind sie mit Ratschlägen zur Hand, wenn sie eine Firma, ein Parlament oder einen Wirtschaftszweig analysieren. Eigenartigerweise bleiben die Redaktionen stumm, wenn es um ihre eigenen hausgemachten Probleme geht. Da greift entweder die interne Zensur oder die Ratlosigkeit.

  • Mittlerweilen kostet eine Papierausgabe einer Zeitung um die Fr. 3.–. Viel Geld, wenn einige Leitartikel in vielen Zeitungen abgekupfert sind. Die Magazine der SPIEGEL oder FOCUS kosten nur etwa das doppelte.
  • Als ich früher oft mit der Bahn nach Zürich oder Bern fuhr, habe ich mir immer zusätzlich zur Basler Zeitung den Tages-Anzeiger oder den Bund gekauft. Ich habe etwas getan für die Zeitungslandschaft. Dies ist nun vorbei. Ich bin doch nicht blöd und bezahl doppelt für eine Fake-Ausgabe. Zur Zeit kaufe ich mir den SPIEGEL oder das FOCUS als Zweit-Zeitung
  • Ich hatte mal die Idee, einer Flat-Rate fürs Lesen verschiedener Zeitungen vorzuschlagen. Aehnlich wie in der Musik-Industrie bezahlt man einen monatlichen Betrag und darf aus einer grossen Anzahl Zeitungen und Magazinen lesen. Mit dem Einheitsbrei von noch vielleicht 5 eigenständig redigierenden Zeitungen in der Schweiz herausgeworfenes Geld.

Ich habe den Eindruck, die Schweizer Medien-Häuser fahren ihre Druckerzeugnisse ungebremst in den Boden. Parallel dazu entstehen jedoch neue Angebote, sogar Gratis-Zeitungen, die zwar wenige selber redigierte Artikel anbieten, aber von den Agenturen Berichte ohne Emotionen wiedergeben. Vielleicht ist dies sogar die bessere Lösung, denn in den heutigen Presse-Erzeugnissen werden aus kommerziellen Gründen primär Sensationen und nicht Informationen angeboten, die viele Leser und damit Geld anziehen.

 

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Dez 14 2015

Mein Traum-Notebook muss >128 GB-SSD-Speicher aufweisen

Hilfe! Meine beiden Windows-7-Notebooks altern!

Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3-SO-DIMM

Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3-SO-DIMM

Der eine ist bereits mehr als 3 Jahre alt, der andere sagenhafte 5 Jahre. Der eine arbeitet wie ein Motörchen, beim anderen spinnt die Tastaur. Während meiner mehrmonatigen Abwesenheiten bin ich auf einen funktionierenden Notebook angewiesen. Der zweite ist BackUp.

Bereits vor einem Jahr machte ich mir Gedanken, den einen meiner beiden Notebooks zu ersetzen. Mit dem Münchener-Rudi habe ich mich deswegen ausgiebig ausgetauscht, aber den „Traum-PC“ mit einem 128 GB SSD und einer konventionellen Magnetplatte konnte ich mir damals noch nicht leisten resp. die vorhandenen Angebote waren mir einfach nicht das viele Geld wert. Sie kosteten ab Fr. 1’400.– aufwärts. Zudem wollte ich mich nicht noch mit dem unbequemen Windows-8-Krüppel herumschlagen.

So habe ich als Zwischenschritt den „Packard Bell EasyNote TE“ Notebook, den ich im Sept. 2012 beim Grossverteiler Migros für sagenhafte Fr. 333.– kaufte, auf 8 GB-Arbeitsspeicher aufgemotzt. Damit konnte ich beweisen, dass für meine Foto-Arbeiten nicht der Prozessor entscheidend ist, sondern der verfügbare Arbeitsspeicher. Mit diesem Doping arbeitet er wie ein Weltmeister zu meiner vollsten Zufriedenheit. Photoshop und meine Internet-Blogs, um nur zwei Gebiete zu nennen, bewältigte er problemlos. Er wird noch einige Zeit meinen Anforderungen genügen.

Mein zweiter Notebook „Toshiba Satellite L650“  ist bereits etwas älter. Ich kaufte ihn vor 5 Jahren im Sept. 2010 bei Saturn für Fr. 899.– Auch bei ihm habe ich bereits etwas aufgerüstet: eine 500GB-Magnetplatte und 8 GB Arbeitsspeicher. Leider funktioniert bei ihm die linke „Shift-Taste“ für Gross-/Klein-Schreibung nicht mehr. Ich muss die ungewohnte auf der rechten Seite benutzen. Wahrscheinlich habe ich beim Schreiben eine Ameise zerdrückt und damit den Kontakt kaputt gemacht. Ich brauche den Toshiba für meine Bankgeschäfte und als Internet-Fernseh-Drehscheibe zum richtigen Fernseher.

Medion-Akoya-E6422

SSD-Notebook für € 499

Auf dieses Weihnachtsgeschäft hin hat Aldi einen echten Preisknaller für Euro 499 auf den Markt geworfen: einen leistungsstarken 15.6″-Notebook Medion Akoya E6422 mit Full-HD-Display 1920×1080 Bildpunkten, 128 GB-SSD als System-Disc und einer 1 TeraByte Daten-Festplatte

Ich habe ein paar Wochen später in den einschlägigen Internet-Seiten nachgeschaut. Auch die anderen Hersteller wie ASUS, ACER, LENOVO und HP haben nun mit vernünftigen Preisen nachgezogen.

Jetzt ist mein Nachfolge-Notebook verfügbar. Sobald ich aus Thailand zurück sein werde, werde ich zuschlagen

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Dez 08 2015

8. Dez. 2015: Sturz mit dem Rad – der Helm verhütete das Schlimmste

Sturz, Spital

8. Dez. 2015: Peter Stephenson

„Ohne Helm hätte er schwerste Kopfverletzungen davon getragen“ meinten die Aerzte

Es sollte eine normale 90-km-Ausfahrt der Hua-Hin Roadies, unserem hiesigen Velo-Radrennclub, zur Dolphin Bay werden. Es kam jedoch anders. Wenige Meter vor unserem Zwischenziel, unserem Coffe-Shop, stürzte hinter mir Peter Stephenson fürchterlich. Wir waren an dieser Stelle nicht mehr schnell, sondern am ausrollen.

Peter blieb regungslos am Boden in einer Blutlache liegen. Glücklicherweise war Jim Andrews bei uns. Er ist von der britischen Polizei und beherrschte die Erste-Hilfe-Massnahmen exzellent. Sorgfältig drehte er ihn auf dem Rücken, immer mit ihm beruhigend sprechend. Er checkte seine Reflexe, verband seine blutende Wunde an der Schläfe und brachte ihn mit dem Auto der Coffee-Shop Besitzerin ins nahe Militär-Hospital in Pranburi.

Peter hatte Glück und trug einen Helm, der nun kaputt ist, ihn aber vorm schlimmsten beschützte. Er hat ein blaues Veilchen ums Auge, eine Schramme geflickt mit 10 Stichen oberhalb der Schläfe und eine schlechte Erinnerung. In einer Woche darf Peter wieder Radfahren.

Happy End: Wir sind froh, dass es gut ausgegangen ist. Es hat sich einmal mehr bestätigt, ein Helm schützt. Ohne Helm darf bei uns keiner mitfahren!

An derselben Stelle bin ich wenige Sekunden vor Peter beinahe auch gestürzt. Es war eine Bodenschwelle, die auch ich übersah. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter, wenn ich daran denke: Ich habe einfach Glück gehabt!

Die offene Wunde oberhalb seiner Schläfe zog sich Peter zu, weil er den Helm zu lasch auf dem Kopf trug und den Riemen zu wenig stark anzog. So konnte sich sein Helm beim Aufprall auf dem Boden verschieben.

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Dez 04 2015

4. Dez. 2015: Wasseralarm in meinem Haus

Auch das ist Thailand: kein Wasser ⇔ mein Wassser-Tank war leer

Hua-Hin Soi94 Wassertank und Pumpe

Heute Donnerstag früh, 4. Dez.  wollte ich nach dem Aufstehen duschen. Aber es kam kein Wasser. Dann ein kurzer Marsch ums Haus zum 2-3 m³ Wassertank. Die Leiter hoch, ein Blick durch das Mannsloch und was sehe ich: Viel Luft und ganz wenig Wasser. Die Wasserpumpe pumpte nur noch Luft!

Ein deutliches Signal, dass ich in den letzten beiden Tagen alles Wasser verbraucht haben musste. In der Tat musste ich 3 Maschinen Schmutzwäsche der Bangkoker-Tage waschen. Scheinbar lieferte in dieser Zeit die Gemeinde kein Wasser, so wurde der Tank leer und leerer.

Man muss wissen, dass in Thailand nur stundenweise Wasser geliefert wird, weshalb jedes Haus über einen Wassertank mit Wasserpumpe verfügt.

Die Ursache: Reparatur einer defekten Wasserleitung über 3 Tage

Als ich eine Stunde später auf den Markt fuhr, um Mangos zu kaufen, sah ich beim nahen 7eleven-Shop einen Bautrupp mit 5 Männern, die im Schweisse ihres Angesichtes ein grosses Loch in die Beton-Strasse pickelten. Flugs hielt ich an und versuchte zu erkunden, ob dies etwa die Wasserleitung zu meiner Überbauung sein könnte. Ich spreche nur wenige Worte Thai. Deshalb muss ich komisch ausgesehen haben, als ich versuchte das „Duschen“ nachzuahmen. Sie nickten zwar, was aber in Thailand wenig bedeuten muss, denn ein Thai sagt schnell ja. Er will niemanden enttäuschen.

Ich hatte mich bereits darauf eingerichtet, mich vor dem ins Bett gehen mit Trinkwasser aus Flaschen abzuduschen, als es auf einmal hinter dem Haus zu rauschen begann. Zuerst dachte ich an Regen, aber es war Wasser, das in den Wassertank lief.

Es ist typisch Thailand: Niemand informiert die Betroffenen, wenn ein paar Stunden oder Tage kein Wasser geliefert werden kann.

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Dez 02 2015

2. Dez. 2015: Zurück aus Bangkok – Geldbeutel und Kreditkarten weg

Eine gute Woche war ich unterwegs. Am Mittwoch, 25. Nov. startete ich mit dem Flughafenbus von Hua-Hin nach Suvarnabhumi Airport BKK und von dort für 48 Baht mit dem Flughafen-Rail-Link in die Stadt, der Schnellbahn vom Flughafen ins Zentrum von Bangkok, bis zur Endstation Phaya Thai. In unmittelbarer Nähe und zu Fuss erreichbar liegt das Hotel „Best Western Mayfair Suites„, in dem ich mich seit Jahren aufhalte, wenn ich zum Shopping nach Pratunam fahre.

Samstag, 28. Nov./13 Uhr: Chatuchak-Market – Geldbeutel geklaut

Ihr wisst es ja alle. Ich habe ein ungemein spannendes und erfüllendes Leben. Keine Reise ohne irgendeine Ueberraschung. Diesmal bescherte mich mein „Lebens-Manager“ mit etwas aussergewöhnlichem:  Mein Geldbeutel wurde mir nämlich auf dem „Chatuchak-Weekend-Market“ in Bangkok geklaut.

Viele meiner Freunde wurden bereits Opfer solcher Missetäter. Bislang musste ich sie nur bedauern. „Mir würde selbstverständlich so etwas nie passieren“, meinte ich für mich; „denn ich passe doppelt auf“, meinte ich. Sie erzählten mir genau dasselbe, wie es dann auch bei mir geschah: Es entstand ein künstliches Gedränge in einer der kleinen Gassen zwischen den beidseitigen Shops. Vor mit eine dickliche Frau (=eine Gehilfin), die etwas anschaute, aber mitten im Weg stehen blieb. Von hinten drückten andere Leute nach … und in dem Moment muss es passiert sein. Mein Geldbeutel in der seitlichen linken Hosen-Knie-Tasche war weg! Was ich aber erst wenige Minuten später entdeckte, als ich für Pats ausgewählte Stickers bezahlen wollte. „Mein Geldbeutel mit 20’000 Baht (ca. SFr. 550.–) und den Thai- und der Schweizer-Kreditkarten war weg!

Mein Problem: „Passbook“ und „Passport“

Ich war schockiert. Mein Hirn drehte wie wild und schaltete den normalen Verstand aus. Wann habe ich den Geldbeutels das letzte Mal gebraucht? Wo könnte er beim Anprobieren aus der Hose gefallen sein? ….. Tilt (=Ausschaltung beim Flipper-Automaten) …  Ich konnte nicht mehr normal denken, bis Pat mich an der Hand nahm und mich zur Polizei-Station auf dem Chatuckak-Market führte.

Dort angekommen, wurde ich von den anwesenden Beamten und Beamtinnen nett und einfühlsam empfangen. Sie sprachen gut Englisch und sogar ein paar Worte Deutsch. Es galt ein Formular auszufüllen und parallel dazu stellten sie in ihren eigenen Smartphones Verbindungen zur Schweizer UBS und zur Thai Kasikorn Bank her, damit ich die beiden Karten unverzüglich sperren lassen konnte. Glücklicherweise hatte ich Fotos meiner beiden Kreditkarten auf meinem Smartphone (in meinem Archiv „Evernote“) gespeichert und konnte so einfach die Kredit-Kartennummer durchgeben.

Probleme gab es einzig bei der thailändischen Kasikorn-Bank, denn die wollten zur Identifikation meine „Passbook-Nummer“ wissen. Ich verstand aber immer „Passport“ und gab ihnen meine Schweizer Pass-Nummer durch. Damit konnten sie aber nichts anfangen. Es dauerte ewig, bis ich realisierte, dass sie die Bank-Konto-Nummer gemäss „Passbook“ (=Bank-Büchlein) wissen wollten. Aber die hatte ich nicht bei mir resp. ich fand sie im Stress nicht auf meinem Smartphone.

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Mein neuer Geldbeutel, eine Armani Hängetasche

Die Schweizer Bank UBS anerbot sich am Telefon, mir per Express eine neue Kredit-Karte zuzuschicken. Anders die Thai-Kasikorn-Bank, die wollte das Original-Passbook sehen, bevor sie mir eine neue Karte ausstellen wollte,  und dieses war in Hua-Hin eingeschlossen. „Ein Kopie genüge nicht“, meinten sie!

Der Verlust des Bargeldes von um die SFr. 550.– wäre noch zu verkraften gewesen. Es war eben geschehen. Ich konnte nichts mehr ändern. Schlimmer war, dass ich kein Geld auf mir hatte und keines von der Bank oder einem Geldautomaten holen konnte, denn meine Reserve-Karten waren in Hua-Hin. Ohne Geld kommt man auch nicht zurück nach Hua-Hin. Alleine in Bangkok wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Ich hätte auf der Schweizer-Botschaft um Geld betteln müssen.

Mein Hirn arbeitete immer noch nur mit halber Leistung. Ich überlegte krampfhaft, wie ich zu Geld kommen könnte. Bis Pat mich auf das  nahe liegendste aufmerksam machte: Geld von ihrem Konto!

Bisher war ich der Meinung, dies auch berufsbedingt, dass ich solche ungewöhnliche Stress-Situationen bestens meistern kann. Dies stimmt auch in Situationen mit fremden Leuten, aber nicht bei mir selbst. In meinem Fall habe ich total versagt. Es dauerte Stunden bis ich wieder normal denken und vorallem logisch denken konnte.

Mittwoch, 2. Dez.: Zurück in Hua-Hin

Mein erster Schritt führte mich in die Kasikorn-Bank, um eine neue Kreditkarte zu holen. Wir üblich erhielt ich eine Warte-Nummer, nämlich 805. Und wartete etwa 20 Minuten, bis der Schalter 5 frei wurde. Ich erklärte kurz mein Problem, gab das Passbook und meinen Schweizer Pass ab, durften dann unzählige Papiere und Kopien unterschreiben und erhielt schlussendlich nach insgesamt 1 Stunde gegen eine Gebühr von 250 Baht in bar meine neue Debit-Kreditkarte im Military-Look. Früher war bei der Kasikorn-Bank alles in grün, nun hat scheinbar das Militär auch diese Bank oder den Design der Kreditkarte übernommen. Ein grässlicher Design!  (Kein weiterer Kommentar, denn dies ist in Thailand verboten) Aber ich konnte wieder mein Geld abheben.

Ein paar zweckmässige Tipps in solchen Situationen

  • Es war sehr zweckmässig, dass ich Fotos meiner Kreditkarten im Smartphone hatte. Dadurch konnte ich einfach die Kreditkarten-Nummer durch telefonieren. Auf der Rückseite steht meistens die Notfall-Telefonnummer zur Sperrung der Kreditkarte geschrieben.
  • Nur die Karten mitnehmen, die man jeweilen braucht. Wie froh war ich doch, dass ich nur 2 Kreditkarten bei mir hatte. Niemals einen „bluffigen“ Geldbeutel mit vielen Kreditkarten mitführen. Man kann die anderen Karten an einem sicheren Zweit-Ort im Hotel oder zu Hause bewahren
  • Nur soviel Geld auf sich tragen, das man zum jeweiligen Anlass brauche. Es war ein Unfug von mir, den vor 2 Tagen vom Geldautomaten bezogenen Betrag von um die Fr. 600.– mitzuführen.
  • Falls es dennoch passiert: Sich dem Partner unterordnen. Zur Polizei gehen. Man braucht Hilfe, denn man ist nicht mehr bei Sinnen!
  • Den Original-Pass trage ich wenn immer möglich nicht auf mir, nur eine Kopie davon. Diesen Verlust zu ersetzen ist aufwendig, sehr aufwendig, denn auch das Visum ist weg!
  • Meist vergisst man das Smartphone. Der Verlust des Smartphones kann katastrophale Folgen haben. SIMM-Karte weg, oft gebraucht für e-Banking. Alle Telephon-Nummern und Kontakt-Adressen sind verloren! Ich habe zwar alles via Google auf dem PC gespeichert. Aber die fehlende SIMM-Karte für die Identifikation beim thailändischen eBanking wäre dramatisch.

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Nov 24 2015

25. Nov. – 4. Dez.: Bin mal ein paar Tage weg: in Bangkok und in Nakhon Nayok

Am kommenden Mittwoch 25. Nov. fahr ich mit dem Flughafen-Bus zum Suvarnabhumi Aiport und von dort mit dem Skytrain ins Zentrum von Bangkok, wo ich 4 Tage im Hotel „Best Western“ im Pratunam-Viertel residieren werde: Shoping, Sight-Seeing und Freunde treffen (Henri und Esther Clemencon). Am Mon/Di geht es dann mit Schulfreunden von Pat 2 resp. 3 Nächte nach Nakhon Nayok

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Nov 24 2015

Neues vom Besserwisser: Süssigkeiten auf Japanisch

Die Thais oder vielleicht eher die Asiaten sind Weltmeister in den Verpackungen. Eine ist schöner als die andere. Hochglanz-Verpackungen in grellen Farben animieren zum Kaufen, weil einem bereits der Anblick das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Man findet solche Verpackungen für alle Geschmacksrichtungen: Süssigkeiten, Täfeli, Schockolade, Chips mit Zwiebeln, Käse, süss, salzig und Chilli, aber auch mit Fischgeschmack. Die Thais sind verrückt nach Snacks.

Allesamt sind Mogelpackungen. Viel Luft und wenig Inhalt. Sobald man die Packung aufreisst, fällt die schöne Packung zusammen. Wie bei einem Luftballon … und wenige Chips oder Täfeli fallen hinaus. Im meinem unteren Beispiel waren es 10 Schocki-Stäbli, jedes etwa 10 cm lang. Es hätten doppelt soviele Platz gehabt und gekostet hat das Geschenkpäckli 17 Baht (SFr. -.50). Für Thai-Verhältnisse ein stolzer Preis. Luxus darf auch in Thailand etwas kosten.

China, Snacks

Etwa 10cm lange Schocki-Stängeli

Produziert werden viele dieser Snacks in China und Japan. Interessant ist auch, dass die in Thailand verkaufte Schockolade auch bei 30-35ºC nicht verläuft. Sie wird in einer speziellen Mischung gefertigt. Man spürt dies bereits auf der Zunge. Die asiatische Schockoloda ist nicht so hochwertig und hat feste Füllstoffe beigemischt. Die Schweizer-Schockolade, die ich anfänglich immer mitbrachte, verlief bereits im Koffer zu einem Schockolade-Mousse

Chinesische Lebensmittel

Man beachte die japanischen Verkaufshinweise

 

Lieb ist das kleine Feld „Message“ auf der Rückseite der Verpackung. Auf diesem kann man dem Beschenkten eine kleine Nachricht hinterlassen.

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Nov 19 2015

Wer kennt nicht unseren Lieblings-Chinesen?

Hua-Hin Beim Chinesen

Unser Lieblings-Chinese

An der Kreuzung Chomsin Rd (Soi55) und Soi Naeb Kahardt befindet er sich. Also zwischen Phetkasem und dem Meer in Verlängerung zum Night Market. Er öffnet um 17:10 Uhr, aber bereits 20 Minuten später warten Gäste auf der Strasse, weil sie keinen Platz mehr bekommen haben. Wenige gehen weiter ins nächste Restaurant. Die meisten warten 30-40 Minuten bis wieder ein Tisch frei wird.

Gekocht werden alle Speisen auf der Strasse durch Strassen-Küchen. Aus dem Restaurant kommen einzig das Bier und das Wasser.

Es ist kein Luxus-Lokal. Man isst auf Chromstahl-Tischen in Plastik Geschirr. Aber der Inhalt stimmt. Dies erkennen wir bereits daran, dass 90% der Gäste Chinesen und Thais sind. Wenn wir hier sind, bestellen wir meistens immer dasselbe: etwa 20 Jakobs-Muscheln, 30 Satey und einen gebratenen Fisch entweder sweet-sour oder mit Garlic (Knoblauch) und Reis. Dazu für mich ein grosses Chang-Bier. Das Ganz kostete gegen 700 Baht (entsprechend SFr. 20.–)

Dies ist für mich „Leben in Thailand„. Ich brauche keine Schnitzel Pommer-Frites oder Chateaubriand oder Rind-Steaks. Ich geniesse hier das asiatische Essen, für das ich mich in der Schweiz dumm und dämlich zahle. Und hier in Hua-Hin liegt es auf der Strasse!

Nachtrag vom 20. Nov: Wir besuchten unseren Chinesen zum zweiten Mal dieses Jahr. Der Fisch war diesmal nicht berühmt. Er war bereits etwas älter, wie Pat die Nase rümpfend kritisierte.

Jakobs Muscheln

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Nov 18 2015

Park der 7 Könige

Einmalig, aber nicht Zweimalig

Ein paar Kilometer südlich von Hua-Hin auf einem Gelände der thailändischen Armee wurde Mitte dieses Jahres der Park der 7 Könige, der „Rajabhakti-Park“  eröffnet. Ein immens grosses Gelände mit 2×4 spuriger Eingangs- und Ausgangsstrassen. Parkplätzen für 100e oder gar 1000e von Autos und Cars, grossen Aufmarschflächen für Militärparaden, grosszügig bepflanzt mit Palmen und asiatischen Sträuchern aller Art und zuhinterst die 12 m grossen Statuen der 7 Könige, die den Ehrentitel „der Grosse“ verliehen bekamen.

Mehrmals bereits bin ich mit dem Rad an diesem Park vorbei gefahren. Vorallem an Wochenenden musste ich auf dem Rückweg nach Hua-Hin oft vom Renrad absteigen, weil die grosse breite Zufahrtsstrasse total verstopft war. Es schien, als ob ganz Thailand diese grosse Anlage besichtigen wollten. Es gab kein Durchdringen, auch nicht zu Fuss. Vorallem an den längeren Wochenende herrschte Grossandrang.

King, Thailand, Rajabhakty Parc, Hua-Hin

Nun habe ich die 7 Könige auch besucht und gesehen. Einmal genügt, ein zweites Mal wäre übertrieben. Die übergrossen broncefarbenen Statuen sind eindrücklich. Leider sind ausser den Namen alle anderen Hinweise übers Leben und deren grosse Taten eher „fremdenfeindlich“ d.h. in thailändisch beschrieben. Dies deutet doch darauf hin,  dass die Verantwortlichen mit dieser monumentalen Anlage bestimmt nicht die Fremden und Ferien-Gäste ansprechen wollen, sondern die Thais, um Ihnen die Anliegen des herrschenden Militärs näher zu bringen.

 

 

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Nov 14 2015

Ich bin Millionär – Thailand, ein teures Pflaster

Nun bin auch ich Milionär geworden. Wie die grossen Stars dieser Erde habe ich mehrere Wohnsitze verteilt rund um die Erdkugel. Steuern bezahle ich in der Schweiz, den Sommer verbringe ich in meinem mobilen Schloss in Istrien und im Winter residiere ich während 5 Monaten in meiner Villa in Hua-Hin (Thailand).

Zwischenzeitlich habe ich Teile meines stattlichen Vermögens in Thailand platziert und darf mich zu den Millionären dieses Landes zählen. Aktuell habe ich 1.3 Mio gebunkert.

Baht, Thai, Geld, THB

Das Leben in Thailand ist für einen Millionär vergleichsweise günstig. Ich kann zwar nicht von den Zinsen leben, weil ich mir vielen Luxus leiste. Ein feines Essen in einer Strassen-Küche im Night-Market belastet meinen Geldbeutel mit 120 Baht (=SFr. 3.50) . 1 Liter Benzin 95-Oktan schlägt mit ca. 33 Baht (=SFr. 1.–) zu Buche und eine Prada-Sonnenbrille  mit 100 Baht (=SFr. 2.80).

Lust und Sucht waren noch nie günstig. So blättere ich für die Befriedigung meiner Mango-Sucht wöchentlich etwa 180 Baht (=SFr 5.–) hin, denn ich esse jede Woche etwa 3 kg der süssen gelben Früchte.

In 2 Wochen werde ich wiederum für ein paar Tage nach Bangkok ins Pratunam fahren, um dort zu shoppen. Camel-Shorts- und -Shirts, hellblaue Jeans und dazu passende Hemden stehen auf meiner Einkaufsliste. Ganz sicher wird es mich auch ins Panthip-Plaza ziehen, dem grössten IT-Shopping-Center in Bangkok.

Mein Millionen-Geld-Depot in Thailand habe ich nicht wegen der Aengste um den Euro nach Thailand verschoben, sondern wegen meines „Rentner-Visums„. Die Thailänder wollen nur reiche Leute im Lande, d.h. sie verlangen einen 3-Monats-Kontostand von 800’000 Baht (= SFr. 23’000.–). Sie wollen eben sichergehen, dass ich nicht der Sozialhilfe zu Last falle.

Apropos „Thailand ist ein teures Pflaster“! Es gib hier soviele schöne Dinge, dass man sich wirklich beim Shopping austoben kann. Aber dann kostet eben auch dies Geld. Viel Geld

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Nov 13 2015

Meine Erfahrungen mit Smartphones: Abzocke oder Evolution?

Es geht in Richtung Evolution

Als ich begann, diesen Beitrag zu schreiben, wollte ich die Smartphone-Android-Technologie zerreissen. Ich war eher negativ eingestellt, denn ich bekam sie einfach nicht in den Griff. Als ich aber den letzten Abschnitt über die von mir benutzten Applikationen geschrieben hatte, war ich nicht mehr so sicher, aufs Smartphone verzichten zu wollen.

Ich bin kein Technik-Freak. Ich brauche nicht immer das Neueste. Ich bin ein Nutzer, der gerne die technischen Möglichkeiten moderner Technologien einsetzt, wenn sie mir auf meinen Reisen etwas bringen.

Im Zusammenhang mit den Smartphones bin ich ein Quereinsteiger

Erst im März 2012 habe ich mir mein erstes intelligentes Handy das „Smartphone HTC Desire S“ mit dem Betriebssystem „Android 2.3“ gekauft, um mir Erfahrungen mit diesem neuen Medium anzueignen. In der Zwischenzeit habe ich viel dazu gelernt und mich weiterentwickelt. Das HTC brauche ich nur noch als Wecker und habe es vor 2 Jahres ersetzt durch ein „SAMSUNG GALAXY DUOS„-Telephon für 2 SIMM-Karten und ein „SAMSUNG GALAXY TAB3 7-Zoll Tablet„. Beide arbeiten mit dem Android-Betriebsystem 4.1 resp. 4.4.

galaxy-tab-3-7-web

Samsung Galaxy Tab3

Ich komme aus der Microsoft – Windows-Ecke

Ich komme aus der Windows-Ecke und bin seit Jahren auf diesem Gebiet ein qualifizierter Benutzer. Was bei den Windows-Betriebssystemen so einfach ist, nämlich Daten hin- und herzuschieben, oder auch zu wissen, wo die Daten zum jeweiligen Programm gespeichert sind, habe ich bei Android noch nicht herausgefunden. Android besteht für mich immer noch aus einem Datenhaufen. Es ist, als ob ich in der Wüste das richtige Sandkorn nicht finden würde.

Ihr sagt nun teilweise mit Recht, dies braucht man gar nicht zu wissen, denn man findet die Bilder und Videos problemlos. Dies stimmt alles, bis das Smartphone bei einem APPS-Update meldet, „zu wenig Speicher„. Jetzt gilt es unnötiges zu löschen! Vorallem die „Leichen“ zu finden, die das System verstopfen.

Was vorallem schlimm ist, es lassen sich beim „Android Vers. 4“ fast keine Programme oder Daten aus dem Smartphone-Speicher auf die so beworbene SD-Karte verschieben. Ich habe mir eine 32-GB-SD-Karte gekauft, aber sie blieb fast leer. Beim Android 5 soll dies wieder funktionieren. Ob es beim Andoid 6 auch wieder funktioniert?

Android-Geräte sind ein grosses Geschäft

Ich rede hier nur von den SAMSUNG-GALAXY-Android-Geräten der Versionen 4.1. und 4.4 Kitkat. Die Apples mögen ebenfalls Vor- und Nachteile haben, aber darin kenne ich mich nicht aus. Ein Android-Gerät besteht aus weniger Elektronik und Software als ein normaler Notebook, kostet aber gleichviel oder sogar mehr. Aber man kann es einstecken und leicht mittragen. Es ist sehr benutzerfreundlich und funktioniert eigentlich immer. Leider hat es aber manche Einschränkungen:

  • Der interne Speicher, auf dem die Programme und die meisten der Daten gespeichert werden ist bei den Billig-Geräten 4-8 GB gross. Damit kan man wenig anfangen. Die neueren bieten 32 GB an. Ueberall wird mit dem Mini-SD-Zusatzspeichern bis 128GB und mehr beworben. Auf denen kann man aber nur Musik speichern, aber keine Programme und fast keine Daten. Ein reiner Betrug.
  • Beim Kauf eines Smartphone zwingen mich die Hersteller, gewisse Programme zu benutzen, die ich gar nicht möchte. Sie sind vorinstalliert und konsumieren viel Speicher, der doch knapp ist. Ich kann sie nicht löschen. Manche wie „GOOGLE NOW“ blockieren mich laufend, wenn ich den Bildschirm aktiviere. Wie oft versuchte ich, dieses Programm zu deinstallieren.
  • Es existiert kein Update-Prozedere des Android-Betriebssystems, weil die einzelnen Hersteller eine eigene Benutzer-Oberfläche darüber bauen.  Mit vorhandenen Fehlern muss man leben, oder jedes Jahr ein neues Gerät kaufen. Nicht von ungefähr bringt Google jährlich eine neue Version auf den Markt. Soeben kam Android 6 in den Verkauf. Mein altes HTC lief noch mit Android 2.3, ist aber erst gute 3 Jahre alt.

Man muss demnach alle 1-2 Jahre zwischen 300 und 900 Fr. für ein neues Gerät investieren? Reiner Wahnsinn

Wofür setze ich die Android-Geräte ein

Ich brauche die Geräte nicht als PC-Ersatz, sondern dort, wo ein Notebook mühsam ist, d.h. für unterwegs und Kommunikation sprich Telefon.

  • Als mobiles Telefon mit 2 SIMM-Karten, mit der Schweizer- und der Thailand-Tf-Nummer. Auf meinem Mobile-Phone habe ich für beide SIMM-Karten eine gemeinsame Telephonliste, die ich zentral auf meinem Windows-PC unter GOOGLE-Mail verwalte. Die Synchronisierung meiner Kontaktdaten geschieht automatisch, auch auf mein GALAXY-Tablet. Auf diese Weise habe ich nicht nur überall dieselben Kontaktdaten sonden verfüge auch über einen Backup auf dem Windows-PC, falls ich die Geräte wechseln muss.
  • Als zentraler Termin-Kalender: die Synchronisierung der Termine und Kalender-Einträge zwischen dem Android- und Windows-GOOGLE-Kalender funktioniert erstklassisch.
  • Evernote-Dokumenten-Ablage: Auch diese Synchronisierung zwischen den Evernotes auf Windows und -Android funktioniert bestens. Toll ist, dass ich auf Android festlegen kann, welche zentralen Daten-Gruppen (=Notiz-Bücher) ich auf dem jeweiligen Smartphone auch offline-verfügbar haben will
  • Navigationssysteme: Ich habe 2 Off-Line-Navis mit weltweiter Karten-Lizenz gekauft resp. abonniert. „Sygic“ und „Route-66“. Beide funktionieren in Europa aber auch in Thailand bestens. Die lebenslange Lizenz kostete zwischen 50 und 70 Fr.. Darin inbegriffen ist die jährlich mehrmalige Aktualisierung aller Karten. Die Navis brauchen relativ viel Batterie, deshalb sollte man ein Batterie-Pack bei sich haben oder im Auto via Zigarettenanzünder laufend aufladen.
  • Skype: Ueberall wo ich Internet-Anschluss habe, also zuhause oder auf Flughäfen nutze ich Skype-Telephon. Ich habe bei Skype ein Konto und kann damit auch auf öffentliche Mobile- und Festnetz-Nummrn telefonieren. Die Skype-Tf-Gebühren sind um einiges günstiger als die der Tf.-Anbieter. Ein 10-Minuten-Telefon auf die Handy-Nummer von Pat zwischen der Schweiz und Thailand kostet ca 1 Euro.
  • LINE: Da Pat eine Internet-Flat-Rate in Thailand nutzt, kann ich sie via LINE-Telefon jederzeit erreichen. Skype würde auch gehen, aber Pat nutzt noch kein Skype
  • Zeitungen lesen: Ab Tablet lese ich täglich meine Lieblings-Zeitungen wir STERN, FOCUS, SPIEGEL. Die Schweizer-Zeitungen wie NZZ, Basler-Zeitung etc wollen alle Geld, weshalb ich sie nicht mehr berücksichtigen kann.
  • DROPBOX, OnDrive, Evernote sind auch unter Android als Cloud nutzbar. So kann ich im Norfall auch ohne Windows-Notebook, der glücklicherweise noch nie eingetreten ist, auf meine wichtigsten Dokumente zugreiffen
  • Ich liebe verschiedene Android-Tools, auf die ich nur ungern verzichten würde:
    • CAMSCANNER: mit ihm kann ich Visitenkarten und auch Dokumente mit einer Art Foto-Apparat einscannen, als JPG oder PDF umwandeln und in meinem zentralen Evernote oder Dropbox abspeichern.
    • STRAVA: Benutze ich um meine Radausfahrten in Bezug auf Route, Zeit, Geschwindigkeit etc. aufzuzeichnen.
    • METEO: ich nutze zwei Systeme und weiss immer, wie das Wetter werden sollte. Oft kommt es auch anders. Aber es beruhigt
    • ALARM: Oft nutze ich diesen, muss aber immer das Internet ausschalten, ansonsten die ganze Nacht die Facebook-Einträge piepsen und mich wecken

Konsequenz: Ich werde in Zukunft eine Umgebung aus Android/WIN-10 und Microsoft-Notebooks verwenden

Ich werde niemals mehr als Fr 400 für ein Smartphone ausgeben, da meine Anforderungen auch durch ein günstigeres Gerät erfüllt werden können. Ich werde weiterhin eine gesunde Mischung aus Android-Geräten, später vielleicht Windows-10-Smartphones und einer Notebook-Umgebung unter Windows nutzen.

Ich habe nichts gegen Apple und noch weniger Apple-Erfahrung Jeder soll mit dem glücklich werden, das er am meisten liebt.

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