Nov 29 2017

Gesundheits-Bulletin „S.H. Basler Max“

Wenn in England die Queen den Schnupfen hat, oder der Prinz Charles das Ohrensausen, dann wird täglich am Buckingham Palast ein ärztliches Gesundheits-Bulletin aufgehängt. Was ihnen Recht ist, sei mir billig. Die beiden Buchstaben „S.H.“ oben im Titel bedeuten „Seine Hoheit“ ….(Scheinbar habe ich bei dem Unfall doch einen Schaden abbekommen)


Gesundheits-Bulletin vom 3. Nov. 2017: Tag des Unfalls

Ich stürzte am Morgen früh um 07:55 Uhr über das Rennrad auf dem Bahnübergang Khao Tao. Im Spital diagnostizierten die Aerzte: Gebrochene Hand und Nase, sowie Cuts über dem rechten Augenbraue, der rechten Oberlippe und der Nasen-Wurzel. Diese hefteten sie mit insgesamt 21 Stichen. Nach 4 Stunden im Bangkok Hospital wurde ich nach Hause entlassen. Ich hatte jedoch noch einen weiteren Schaden: das linke Knie. Ich vermute Bänder-Dehnung. Diese soll auf natürlichem Weg heilen.

Gesundheits-Bulletin vom 9. Nov. 2017:

6 Tage nach dem Unfall habe ich meine Holloween-Maske abgegeben, im Spital wurden alle 21 Stitches entfernt. Ich bin noch etwas aufgedunsen von den Medikamenten, sehe aber bereits wieder anständig aus. Endlich kann ich duschen und mich wenigstens partiell wieder rasieren. Es geht aufwärts.

Achtung: Durch die Selfie-Technologie der mobilen Telefone scheint meine rechte Hand begipst zu sein. Es ist aber die Linke.

Gesundheits-Bulletin vom 12. Nov. 2017: 9 Tage nach Unfall

13. November: Zum ersten Mal voll rasiert. Man beachte die Narbe über dem rechten Auge (Durch die Selfie Technologie sind die Fotos Spiegel-verkehrt)

Ich habe mein ganzes Gesicht und mein Kopfhaar frisch rasiert. Auch über den ehemaligen Wunden. Ich sehe aus wie früher … oder etwas interessanter, wegen der Narbe oberhalb der rechten Augenbraue. Sie macht mich männlicher! Den Cut auf der Oberlippe ist nicht mehr sichtbar. Es scheint, die Aerzte haben den Unfall zu einer Schönheitsoperation benutzt ….Aber meine Brüste hängen immer noch etwas.

Gesundheits-Bulletin vom 15. Nov. 2017: 12 Tage nach Unfall

Bisher berichtete ich mit Recht „Ich habe keine Schmerzen!“ Dies stimmt auch, wenigstens zur Hälfte und tagsüber. Seit einigen Nächten erwache ich nach 2-3 Stunden mit starken Schmerzen in der Schulter-Muskulatur. Ein Schlafen ist nicht mehr möglich. Auch Schmerzmittel haben wenig genützt und den Schlaf nur um etwa 1-2 Stunden verlängert. Wenn ich dann frustriert aufstehe, im Haus herumspaziere und 1 Kaffee trinke, sind die Schmerzen nach 1 Stunde weg und tauchen den ganzen Tag nicht mehr auf…. bis ich in der Folgenacht wieder schlafen gehe.Den fehlenden Schlaf hole ich untertags auf.

Ich vermute, es kommt vom Gips, dessen Gewicht und den Druck auf die Arm-/Schulter-Muskulatur. Dieser Teil kann sich nie zur Ruhe setzen. Ich bin gespannt, denn am Donnerstag, 16. Nov. kommt der Gips runter und wird durch eine Gummi-Manschette ersetzt.

Heue bin ich unheimlich gut drauf. Der „Max“ wie früher. Ich habe diesen Beitrag und den über die Volkskrankheit „Geburtstag“ in wenigen Minuten geschrieben. Ich glaube, mit beiden ist mir ein guter Wurf gelungen. Vielleicht hat mir das Durchschütteln meines Kopfes auf dem Asphalt des Bahnübergangs am frühen Morgen des 3. Novembers gut getan.

Gesundheits-Bulletin vom 16. Nov. 2017: Gips durch Gummi-Manschette ersetzt

Ich hatte noch nie einen Gips, weder am Fuss noch irgendwo anders. Deshalb war ich überrascht, wie der Arzt mit einem Winkelschleifer den Gips aufschnitt und entfernte. Das Fräsblatt war so weich, dass es meine Haut nur streichelte. Als Ersatz kam ein kleinerer, leichterer Verband an seine Stelle.

Auf meine Frage wegen der nächtlichen Schmerzen meinte der Arzt Dr. Thanawaj Treerasahagul. Diese Verhärtung der Muskeln käme vom Gips und der ungewohnten Haltung des Armes. Ich soll mehr stretchen und mit dem Arm turnen.

4 Wochen soll der Verband dran bleiben. Dann entscheide man anhand neuer Röntgen-Aufnahmen, ob der Verband ganz wegfalle.

Dieser Helm hat mich vor schwersten Verletzungen behütet

Gesundheitsbulletin vom 29. Nov. 2017: trage nur noch einen Stützverband

Ich bin guten Mutes, dass meine Hand bald in Freiheit gelassen wird. Heute kam der leichte Kunststoffverband weg. Bis am kommenden 6. Dez. werde ich einen leichten Strützverband tragen. Dann wird das X-Ray entscheiden, ob ich nur noch einen leichten Verband tragen muss.

Gesundheitsbulletin vom 6. Dez. 2017: Beginn mit dem Training der verletzten Hand

Nachdem ich die Nacht noch im Stützverband geschlafen hatte, habe ich heute am 7. Dez. begonnen, meine maltraitierte Hand mit dem kleinen Ball zu trainieren. Als erstes muss ich meine Hand- und Gelenk-Muskeln auf Vordermann bringen. Mein Ziel wäre immer noch die Phuket-Fahrt Ende Januar.

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1 Kommentar

    • Christine Servalli on 2. Dezember 2017 at 15:24
    • Antworten

    Hallo Max,

    Also dann guten Mutes den 6.12.17 abwarten.
    Hoffe, dass Du nun wieder gut schlafen kannst :-).
    Warte gespannt auf Deinen Endbericht zum Unfall. Was meinst Du: wirst Du schon bald wieder RRfahren können?

    Liebe Grüsse aus dem Tessin,
    Christine

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