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Jan 19 2017

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17./18. Jan.: Aus „Hürzeler“ wurde „Iseli“

In den vergangenen Jahren hatte wir von den „Hua Hin Roadies“ herzliche Kontakte zu Max Hürzeler, seiner Hürzeler-Truppe und zu Tony Rominger, wenn sie bei uns Halt machten oder von hier aus ihre Touren in den Süden starteten. Wir machten mit Ihnen Ausfahrten in der Umgebung von Hua-Hin oder führten sie auf ihrer Fahrt in den Süden an der einmalig schönen Landschaft der Dolphin Bay entlang. Dieser Anlass bildete ein Höhepunkt in unserem sportlichen Kalender. Doch dieses Jahr sollte alles anders kommen.


Nicht nur die Chefs, sondern auch ihre Gäste schwärmten über diese Fahrt der Dolphin Bay entlang, die wir ihnen zeigten. Tony Rominger speicherte die Strecke auf seinem Garmin-Velo-Navi ab und gab sie seinen Guides weiter. Letztes Jahr haben wir sie vor einem Desaster gerettet, als alle Zufahrtsstrassen mit Ausnahme der Schnellstrasse in den Süden neu erstellt wurden und voller Split, Kies und Sand waren. Dank unserer Ortskenntnisse führten wir sie über Schleichwege, um die unbefahrbaren Stellen herum, an die Küste und von dort weiter der Dolphin Bay entlang auf die Strassen durch den Sam-Roi-Yot-Nationalpark.

Kathleen Weinreich

Dieses Jahre war aber alles anders. ich vermute, weil das Management gewechselt hat. Bekanntlich wischen neue Besen besser,  was aber nicht immer gut gehen kann.

Bereits im Dezember habe ich mich mit Max Hürzeler und Tony Rominger kurzgeschlossen. Der Tony hat abgesagt „Er sei dieses Mal nicht dabei“. Max habe ich angeboten, dass wir von den „Hua Hin Roadies“ wiederum seine Gäste über die neuangelegten Strassen und Radwege der Küste entlang führen würden. Begeistert hat er zugestimmt. „Wir werden Dir folgen!“.

In der Folge habe ich ein paar Roadies zusammengetrommelt, mit ihnen die Strecke der Küste entlang abgefahren und sie für unsere Aufgabe als Guides eingeschworen. Erschwerend kam dazu, dass parallel zur Hürzeler-Fahrt einer der weiblichen Ferseh-Superstars Varn Varn von Thailand eine Ausfahrt anbot und wir Hua Hin Roadies entscheiden mussten, mit wem wir fahren sollten.

Es kam aber ganz anders. Der grösste Teil der 42 Radsportbegeisterten fuhren am 18. Januar 2017 unter der Leitung des neuen Chefs anhand  von Google-Maps auf doofen Landstrassen in den Süden. Ihn interessierte nicht, welche Strecken in den Vorjahren gefahren wurden. Die sehenswerten und einmaligen Landschaften der Küste antlang liessen sie links liegen. Wie hat sich doch einer meiner Freunde, den ich mit den Gruppen als Guide mitschickte, beklagt, als Nadine eine der Iseli-Guides zu ihm sagte, als er den Weg an die Küste einschlagen wollte: „Ich bin der Chef! Ich entscheide über die Strecke!“. Arg frustriert sind meine Guides nach Hause gefahren und haben sich bitter beklagt. Ich denke, dass ich fürs nächste Jahr keinen der Hua Hin Roadies fragen muss, ob sie der „Iseli-Truppe“ den Weg zeigen sollten.

Khao Kalok Tempel mit der Gruppe Kathleen Weinreich. Man kann auch mich erkennen: links knienend

Dream-Team Max und Kathleen

Mir ging es jedoch besser, viel besser. Ich wählte mir wie bereits letztes Jahr die Plausch-Gruppe mit Kathleen Weinreich aus, die als erste vom Hotel losfuhr. Sie liess sich von mir führen und war wiederum hell begeistert über die schöne Landschaft und die tollen neuen Strassen und Radwege dem Meer entlang. Ich war vollends zufrieden, denn ich erlebte glückliche  und begeisterte Ausrufe der Teilnehmer. Ich werde bestimmt auch nächstes Jahr dieser Gruppe wieder beistehen.

Bereits am Vortag war ich erstaunt, dass die anderen Gruppen bei der Herfahrt von Cha-Am nach Hua-Hin, wo wir sie ebenfalls begleiteten, ohne links und rechts zu schauen direkt zum Hotel fuhren. Ich führt jedoch die Kathleen-Gruppe zum Wahrzeichen von Hua-Hin, dem königlichen Wartesaal und Bahnhof. Ich meine, eine Fernfahrt sollte nicht nur die Kilometer-Leistungen im Auge behalten, sondern auch das Kulturelle.

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