28. Feb. 2016: Die Demokratie hat gesiegt: Die Populisten haben verloren! Gotthard ja, Ausweisung nein…..

SVP-DuechsetzungsinitiativeIm Prinzip sind auch die Populisten Demokraten. Das Gedankengut der heutigen SVP kann ich aber nicht mehr als demokratisch und Gemeinschaftsfördernd bezeichnen. Eine Partei, die unser Rechtswesen ausser Kraft setzen will, indem sie die Richter durch das Parlament und Gesetze ersetzen wollte, ist sehr grenzfällig.

Ich bin ein Secondo und habe in meiner Jugend kleine Schandtaten verbrochen, die nach den Regeln der SVP zu meiner sofortigen Ausschaffung nach Deutschland oder Frankreich geführt hätte.

Das Volk hat entschieden: Der Staat soll sich nicht in die Rechtsprechung einmischen: Staat und Recht sollen getrennt bleiben.

Immer wieder unterschätzt man die Volks-Meinung der Schweizer Bevölkerung. Nicht von ungefähr haben die deutschen Berufspolitiker Angst vor einer Volksmeinung und lehnen diese Bestrebungen vehement ab. Ihre Felle würden wegschwimmen, denn die Griechenland-Krise, der Entscheid über sein eigenes Lebensende und die Zuwanderung der Flüchtlinge würde anderes bewertet werden.

Hier in der Schweiz hat das Volk ein Mitsprache- und Entscheidungrecht, in Deutschland ist das Volk in ihrer parlamentarischen Diktatur rechtslos.

Wir haben am 28. Feb. entschieden:

  • Mit gegen 60% zu 40% wurde dem Bau einem zweiten Gotthard-Tunnel zugestimmt
  • Ich bin glücklich. Meine Mit-Eidgenossen haben die umstrittene „Durchsetzungsinitative„, wir nennen sie „Täubeli-Inititative„,  zur automatischen Abschiebung von straffälligen Ausländern mit etwa 59% gegen 41% klar  abgelehnt. Damit hat die  rechtskonservativen SVP eine schallende Ohrfeige erhalten. Sie wollten nämlich den Entscheidungspielraum der Richter gegenüber Ausländern und Secondos ausser Kraft setzen. Das Schweizer Volk hat einen vermeinlichen Fehlentscheid vor ein paar Jahren korrigiert. Es scheint, dass emotionale Entscheide nur kurze Zeit wirken, weil das Volk realisiert, dass es betrogen wurde.

Ich bin nun gespannt, ob die militanten, bösartigen Mitläufer der rechtsradikalen SVP mich wiederum mit massiven Bedrohungen und Hacker-Angiffen versuchen einzuschüchtern. Mein Thailand- und auch Europa-Tagebuch ist bestmöglichst geschützt. Von der Schweizer Polizei wurde mir Unterstützung zugesagt. Ich gebe zu, die aggressiven SVP-Anhänger haben mir grosse Sorge bereitet. Ich hätte nie im Traume daran geglaubt, das Anhänger der SVP mit nationalsozialistischen Hitler-Parolen versuchen zu punkten .Ich wusste aber, dass meine Wohnung  in Binningen durch einen neuen speziellen Schliessmechanismus vor solchen Chaoten bestmöglich geschützt ist.


Ich habe in der Zwischenzeit ein paar böse und unflätige Mails erhalten. Ich kann dies akzeptieren, obwohl sie anhand des Schreibstils und der Deutschfehler von Secundos geschrieben wurden. Dies zeigt auch, dass es vielen Anhängern nicht um die Sache geht, denn diese verstehen sie gar nicht, sondern um das Zerstören des Establishments, sprich der Andersgläubigen.

Hier in Thailand leben manche SVP-Sympatisanten, nicht in der Schweiz, sondern im Ausland als Ausländer. Obwohl sie seit Jahren nicht mehr in der Schweiz waren und diese nur aus den Zeilen des BLICK, der Zeitung mit den grossen roten Buchstaben, kennen, beklagen sie sich über die unzähligen Asylanten in der Schweiz, als ob man nicht mehr durch eine Strasse gehen könnte, weil sie von herumziehenden und Frauen anpöbelnden Asylanten verstopft ist. „Ja, die Samaruga (=Bundesrätin) macht auch nichts. Sie ist unfähig!“ meinte einer der älteren Herren. Auf meine Gegenfrage, was sollte sie denn nach Euerer Meinung tun? „Aktiv werden und etwas gegen die grosse Flut an Asylanten tun!“. Diese Antwort ist typisch. Sie enthält keinen Lösungsvorschlag, nur eine Forderung!

Die SVP fordert, bietet aber keine Lösungen! Dies ist Populismus pur!

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