Tips zum Ueberleben in Thailand: Survival Training

Lass alles Schweizerische und Deutsche zu Hause. Passe Dich den Thais an !

Ueberleben, Survival, Thailand, GefahrenUeberleben kann man in Thailand problem- und gefahrlos. Man muss nur den einen oder anderen Grundsatz beachten.

Verkehr

  • Passe Dich beim Auto- oder Rollerfahren der Geschwindigkeit und Fahrweise des Durchschnitts-Thai  an, Nimme Dir weder die Kinder, die Jugendlichen und Halbstarken noch die Besoffenen und älteren Frauen als Vorbild. Vorallem die älteren Frauen haben Angst auf den Rollern und fahren übervorsichtig, d.h. Sie fahren sehr langsam. Biegen abrupt ab, sobald sie den Mut dazu aufgebracht haben Sie bremsen oft unverhofft, weil das Bremslicht eines anderen Töffs oder Auto 50 m weiter vorne geblinkt hat.
  • Meide in der gefährlichen Zeit zwischen 19 und 23 Uhr die öffentlichen Strassen. Dann sind die fröhlichen, mutigen und alkoholisierten Thais unterwegs. Nach Mitternacht wird es in den städtischen Strassen besser, hingegen belibt es auf den nächtlichen  Ueberlandstrassen höchst gefährlich, denn dann sind die übermüdeten Lastwagen-, Bus- und Taxifahrer unterwegs
  • Beim Rechtsabbiegen mit dem Roller habe ich es mir angewöhnt, mich seitlich einem in dieselbe Richtung abbiegendes Auto zu verstecken.  So kann mir nichts passieren, auch wenn das Auto sich in den Verkehr drängelt. Das Auto ist mein Schutz
  • Hüte Dich vor Farangs. Viele leben immer noch in ihrer Welt zu Hause, in der alles geregelt und auch danach gelebt wird. Sie können nicht akzeptieren, dass sich die Thais nicht an die „europäischen“ Verkehrsregeln halten.
  • Denke daran, wenn Du einen Roller mietest, bist Du nicht Haftpflicht versichert. Die obligatorisch und eingeschlossene Haftpflicht-Versicherung reicht bei einem Farang niemals aus. Wenn auch ein Toter in Thailand nur zwischen 300’000 — und 500’000 Baht  (entsprechend Euro 9’000 – 15’000.–) wert ist, macht ein solcher Unfall ein grosses Loch in die Ferienkasse, abgesehen davon, dass man in einem solchen Fall längere Zeit im thailändischen Gefängnis hockt.

Essen

  • Beim Essen kann eigentlich wenig schief gehen, solange Du Dich an die asiatische Küche hältst.
  • Esse nie ein Stück Fleisch, das innen noch rosa oder sogar blutig ist. Auch nicht in einem typischen europäischen Restaurant. Du kennst nämlich die Transport- und Kühlkette nicht, auch wenn Dir der Besitzer weiss machen will, dass er das einzige echte argentinische Beef in Thailand auf den Tisch bringt. Auch er ist in vielen Fällen ein Lügner und raffinierter Geschäftsmann

Zwischenmenschliches und Farangs

  • Glaube nicht alles, was Du von anderen Farangs hörst. Beachte dabei, dass viele dieser Farangs alt und verängstigt sind. Viele ihrer  Weisheiten haben sie über 5 Ecken aufgenommen. Sei vorallem vorsichtig vor sog. Profis, die immer wieder betonen, wie gross ihre Erfahrung im Umgang mit den Thais ist.
  • Hüte Dich vor allen Farang, die alles (besser) wissen. Aber  auch vor den jungen Farangs, denn die meisten davon sind illegal in Thailand. Niemand weiss genau, wovon sie leben, denn arbeiten dürfen sie in Thailand nicht!
  • Hüte Dich vor Farangs, die Dich um Geld bitten. Dieses Geld wirst Du nie mehr sehen.
  • Sei nie sicher, dass Du die Mentalität der Thais oder der Farangs kennst.

Frauen, Sex und Prostitution

  • Sei vorsichtig mit thailändischen Freundinnen: Durch die grosse Armut vieler Bevölkerungsschichten, ist es für ein Mädchen oder eine junge Frau aus diesen Kreisen erstrebenswert, einen Farang zu angeln. Sei dies nur für ein paar Wochen oder fürs Leben. Sie werden alles daran setzen, Dir zu zeigen, dass sie dich „lieben“ (Hollywood lässt grüssen). Dies gibt dann die tollen Bilder vom Händehaltenden dicken alten Farang mit dem jungen Thai-Mädchen, das seine Enkelin sein könnte.Sobald sie geheiratet haben, ist für die junge Thai und ihre Familie ausgesorgt. Der Farang zahlt und hat nach thailändischen Recht wenige Rechte. Zudem prallen zwei Welten aufeinander. So verwundert es nicht, dass viele (oder die meisten?) dieser Ehen nach spätestens 5-7 Jahren scheitern. Dann ist auch das auf seine Frau überschriebene Haus weg! Ein teurer Spass!
  • Geschlechtskrankheiten und Aids: Wahrscheinlich in keinem Land der Erde (mit Ausnahme in Afrika) kann man sich so leicht und derart günstig an Aids anstecken. In Thailand ist die Prostitution offiziell verboten. Dadurch stehen diese Mädchen und Frauen unter keinem Schutz und haben auch keine Rechte. Stichproben in verschiedenen Städten Thailands ergaben, dass zwischen 30 und 90 % der untersuchten Prostituierten mit dem HIV-Virus infiziert waren! Die WHO meint, dass etwa 4 Mio Einwohner Thailands infiziert sind, d.h. etwa 10% der erwachsenen Bevölkerung.

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4 Kommentare

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    • Otto Keiser on 20. Juni 2015 at 19:29
    • Antworten

    Sawasdee krap Chen Max,

    Lieber Herr Lehmann,

    Danke für Ihre Antwort auf meine Mail letzter Woche.
    Inzwischen bin ich bald durch mit dem Lesen all Ihrer Erlebnisse und Beschreibungen des thailändischen Alltags in Hua Hin und kann nur eines sagen: Chapeau!
    Ich bin jetzt so gut informiert, dass ich gar nicht mehr hinfahren muss, um noch etwas Neues zu erleben…! Doch Spass beiseite:
    Mit Ihren Reportagen fangen Sie dort an, wo der gewöhnliche Reiseführer aufhört. Dies ist für jemand, der ernsthaft darüber nachdenkt,
    sich in Hua Hin niederzulassen, schlicht unbezahlbar. Merci für Ihr Engagement und dass Sie sich nie unterkriegen liessen.
    Zu meiner Situation: Ich bin seit zwei Jahren mit einer Thai Lehrerin liiert und werde Mitte Juli mit ihr nach Hua Hin reisen, um zu prüfen, ob sich der Ort für eine gemeinsame Zukunft eignet. Definitive Niederlassung wäre auf July 2016 geplant.
    Sowohl die Thai-Kultur, wie auch die Sprache interessieren mich und ich habe nicht die Absicht, in Thailand einfach den Farang zu geben,
    sondern ein engagierter Gast zu sein, der den Thais mit Respekt und Zuneigung begegnet.

    Mit freundlichen Grùssen

    Otto Keiser
    Froburgstr. 47
    4052 Basel
    078 601 28 47

    1. Lieber Herr Keiser

      Das freut mich aber, dass Sie es anpacken. Das wichtigste im Leben sind ja Pläne. Vielleicht sehen wir uns irgendwann in Thailand. Es würde mich freuen

      Ich wünsche Ihnen einen guten Flug und einen erlebnisreichen Aufenthalt

      Mit besten Grüssen
      Max Lehmann

  1. Hallo

    Ich bin zum ersten mal auf diesen Seiten. Recht nett gemacht. Allerdings sollte man, wenn man einen Artikel veröffentlicht, erst mal Informationen sammeln und auf deren Grundlage schreiben. Sich irgendwas ausdenken ist nicht wirklich zielführend.

    Du hast geschrieben:

    „So verwundert es nicht, dass viele (oder die meisten?) dieser Ehen nach spätestens 5-7 Jahren scheitern.“

    Du suggerierst mit diesem Satz, dass die Heirat mit einer Thai grundsätzlich zum Scheitern verurteilt ist. Tatsache ist aber, dass die Scheidungsquote bei Deutsch/Thai Ehen signifikant niedriger ist als bei Deutsch/Deutsch Ehen. Ich vermute, ich der Schweiz ist es ähnlich. Oder ?

    Du hast geschrieben (bezüglich HIV):

    „Die WHO meint, dass etwa 4 Mio Einwohner Thailands infiziert sind, d.h. etwa 10% der erwachsenen Bevölkerung.“

    Sorry aber das ist Unfug. Es gibt in Thailand 440,000 infizierte bei einer Quote von 1,1 %.

    Du hast geschrieben:

    Wahrscheinlich in keinem Land der Erde kann man sich so leicht und derart günstig an Aids anstecken (wie in Thailand)

    Die HIV Infektionsrate beträgt in Thailand 1,1 %. Das ist Rang 42 von ca. 190 Ländern auf der Erde. Warst du schon mal in Afrika ?? Da geht es richtig ab. Thailand ist in Sachen HIV harmlos verglichen mit vielen, vielen anderen Ländern auf der Erde.

    Ich habe den Eindruck, dass du Thailand einfach nur schlechtreden möchtest…. Nix für Ungut.

    1. Hallo Martin

      Erstmals vielen Dank für Dein Feedback. Es freut mich immer, wenn jemand anderer Meinung ist. Ich muss Dir gestehen, dass ich meinen Beitrag zuerst nochmals durchlesen musste, um mir Deine Einwendungen beurteilen zu können.

      Deinen letzten Satz, dass ich Thailand nur schlecht reden will, muss ich weit von mir weisen. Er ist total daneben. Wenn Du mehr in meinem Block gelesen hättest, dann wäre Dir dieser Satz niemals herausgerutscht.

      Nachdem ich meinen Beitrag in Ruhe durchgelesen habe, musste ich mir als erstes auf meine Schulter klopfen, denn er ist mir gelungen. So gibt es darin nicht zu ändern, ausser dass man in Afrika noch günstiger zu Aids kommen kann. Zudem könnte man das Wort „Ehe“ durch „Ehe und Ehe-änliches Zusammenleben“ ersetzen.

      Apropos Ehe: Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele derartige auseinander gegangenen Ehen ich in meinen 9 Jahren in Thailand in meinem näheren Bekanntenkreis erlebt habe. Ich gebe aber gerne zu, dass dabei die Männer oft selber Schuld haben. Ein „dickbäuchiger“ Rentner mit einer feingliedrigen 30-35 jährigen Thai haben es besonders schwer.

      Ich habe aber auch aus Hilfe-Mails manche dieser Dramen von Farangs mitbekommen, die all ihr Geld verloren haben, weil sie mit ihrer ausbezahlten Rente nach Thailand fuhren und mit ihrer thailändischen Frau (meist im Isan) bauten.

      Dies mein Kommentar zu Deinen Zeilen
      Mit besten Grüssen
      Max

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