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Sep 06 2017

6. Sept. 2017: CPC-Ausfahrt in die Rebberge des Markgräflerlandes

Bereits zum 3. Mal organisierte ich diese Tour für den CPC (Club des Pedaleurs de Charme). 95km mit 900 m Höhendifferenz auf dem Rennrad standen auf dem Programm. Für die meisten kamen ein paar Kilometer für die Hin- und Rückfahrt nach Hause dazu.  In meinem Fall deren 10 km zwischen dem Treffpunkt durch die Stadt Basel bis nach Binningen.

Nur die Härtesten der Harten vom CPC trafen sich um 10 Uhr am Eglisee zur 3. Ausfahrt nach Bugginen. Die meisten kamen nur, um mich nicht zu enttäuschen. Niemals wären sie bei dieser Witterung alleine ausgefahren. In der Nacht hatte es geregnet. Beim Start war die Farbe des Himmels zwischen grau und dunkelgrau. Jeder hatte seinen Regenschutz bei sich. Der Kurt im Rucksack sogar seine gesamte Unwetter-Ausrüstung. Nur ich war optimistisch und glaubte meinen Wetter-Apps, dass es nicht regnen und in Kürze zwischen Basel und Freiburg blauer Himmel mit Sonnenschein anzutreffen sein wird.

Bereits nach wenigen Kilometern zeigten sich blaue Flecken am Himmel. In Binzen mussten wir sogar anhalten, um ins Sommer-Tenue zu wechseln. Die Sonne begann zu wirken. Um es kurz zu machen: Wir erlebten den ganzen Tag ideales Radwetter bei angenehmer Temperatur. Meistens schwebte über uns ein blaues Loch in der Wolkendecke. Der Regen hat es nur ganz kurz auf der Heimfahrt gewagt, uns etwas zu bespritzen … der Spassvogel!

Renato, unsere „Directeur de la Route“, führte uns sicher über die paar Anstiege und die schönen Abfahrten via Schallbach – Mappach – Tannenkirch – Nieder/Obereggenen – Feldberg und Mülheim in die Rebberge von Buggingen. Keiner musste trotz der 900m Höhendifferenz leiden.

Kurz nach 12 Uhr erreichten wir das rustikale, idyllische Reb-Schlösschen hoch über Buggingen. Jeder bewältigte auch den letzten „überhängenden“ Schlussanstieg mit anschliessendem Kies- und frisch gemähtem Rasenweg. Man spürte es, jeder wollte als erster von der holden Weiblichkeit Rita und Elli mit einem feinen Cüpli begrüsst werden. Auf der Fahrt haben wir uns nichts anmerken lassen, aber hier am Wendepunkt gratulierten wir unseren
beiden
Geburtstagskinden Hugo und Ruedi.

Diesmal gab es keine Wein- und Rebenkunde, aber Rita und Elli brachten zum Essen mit Schinkli und HärdöpfelSalat, alle Sorten Weiss- und Rotweine mit, die sie im eigenen Weinhof verkaufen. So konnte jeder während des Essens, diese oder jene Weinsorte probieren. Nach etwa 2 Stunden und nach dem feinen Zwetschgen-Kuchen samt Kaffee verabschiedeten wir uns und versprachen, nächstes Jahr am Mittwoch, 5. Sept. 2018 wieder vorbei zu kommen.

Wir fuhren aber nicht direkt nach Hause, sondern hinunter ins Dorf zum „Weinhof Weber“, wo Manfred uns seine Schnaps-Brenn-Künste zeigte. Er war am Brennen von Hefe-Schnaps. Als wir hörten, dass dieser Schnaps eine gute Medizin sei und den vollen Magen aufreisst, wollte jeder dies mit einem Glas Hefe-Schnaps testen. Ob der HefeSchnaps auf der Doping-Liste steht, wusste keiner, aber die Fahrt zurück zum Abschlussdrunk in der Schliessi strampelten wir im Rekordtempo ab.

Es war ein grosser Radtag. Trump hätte gesagt „ein historischer Radtag“. Keiner von uns wäre eine Wette eingegangen, dass sich der Tag derart zu unseren Gunsten wenden würde. Ich war glücklich, dass alles geklappt und alle die Distanz von 95km unfallfrei bewältigt haben.

Teilnehmer: Renato Bevilacqua, Peter Gisler, Hugo Günthert, Vitalis und Kurt Heimo, Peter Keller, Max Lehmann, Ruedi Ryser

Link zum Weinhof Manfred und Rita Weber in Buggingen, Eisenbahnstrasse 3, D-79426 Buggingen (http://www.weinhof-weber.de)

 

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Jul 17 2017

Streckenprofil meiner nächsten Radfernfahrt von Hua Hin nach Phuket im Jan. 2018

Vielleicht habt ihr meinen illustrierten Bericht : 18. – 28. Feb. 2017: Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket über 820 km in 7 Etappen gelesen? Mich hatte dieses damalige Erlebnis stark beeindruckt…. und prompt habe ich mich ein zweites Mal angemeldet, wiederum mit meinen Schweizer Freunden aus dem Zürcher-Oberland. Die nachfolgenden Bilder sind alle von dieser ersten Fahrt nach Phuket.

27. Feb. 2017: Natai Beach bei Phang Nga, in der Nähe von Khao Lak

In diesen Tagen habe ich den „Reiseablauf der Tour Hua Hin – Phuket 27. Jan. – 06. Feb. 2018″ erhalten. Die Strecke hat Lucien Kirch meinen Stärken angepasst. Weniger Berge, mehr Abfahrten …ha ha ha

27. Jan Tag 1 : Eintreffen und Willkommen in Hua Hin

Start der Tour um 19 h in der Reception vom Hotel G Hua Hin Resort and Mall. Sie werden im Hotel mit einem Willkommenscocktail empfangen. Anschließend erhalt jeder Teilnehmer ein Radtrikot. Nach einem kurzen Briefing, an das das Kennenlernen der anderen Teilnehmer anknüpft, steht Ihnen der Abend zur freien Verfugung. (A)

28. Jan. Tag 2: Hua-Hin (Hotel G Hua Hin Resort and Mall) (50 km, 100 HM)

Am Morgen Start zur ersten Etape rund um Hua Hin . 19 h Am Abend haben Sie hier die Möglichkeit den bekannten Nachtmarkt zu besuchen sowie ausgezeichnete Fischspezialitaten zu genießen. (F/P/A)

29. Jan. Tag 3: Hua-Hin – Kuiburi (Kuiburi Resort) (80 km, 25 HM)

Start 8h. Die zweite Etappe startet am frühen Morgen und fuhrt uns sowohl durch einen Naturpark als auch durch den Regenwald (Prachuap Khiri Khan). (F/P/A)

30. Jan. Tag 4: Kuiburi – Haad-Baan-Krut (Sunshine Paradise Resort) (112 km, 250 HM)

Start 7:45. Die vierte, etwas langere Etappe bringt uns weiter durch den Nationalpark zu einem weiteren imposanten Wasserfall, an dem wir eine Pause einlegen werden, um das Naturschauspiel auf uns wirken zu lassen. Bei unserer Ankunft in Haad Baan Krut werden wir uns in Strandbungalows unter Kokosnussbäumen erholen können. (F/P/A)

31. Jan. Tag 5: Haad-Baan-Krut – Chumphon (Armonia Village) (137 km, 350 HM)

23. Feb. 2017 Kochkurs im Armonia Village Chumphon

Auf diesem Teil der Tour beginnt die Natur um uns herum so richtig tropisch zu werden. Wälder und Vegetation verändern sich. Sie sind nun im Süden Thailands und kommen dem Äquator immer näher.

Wir werden u.a. an einer großen Buddhastatue vorbeikommen, die hoch oben auf einem steilen Felsvorsprung thront und von wo aus man eine tolle Panoramasicht auf die Umgegend genießen kann.

Zum Essen kehren wir in ein typisches Thaihaus ein mit ebenfalls herrlichem Blick auf die See. Sie werden auf diesem Teilabschnitt ein wenig mehr Höhenmeter absolvieren als die Tage vorher, allerdings sind keine Passagen mit allzu schwierigen Steigungen dabei.

Nach einem langen interessanten Tag auf dem Fahrrad werden Sie in Ihrem Hotel viele Möglichkeiten haben, zu entspannen. Hier sollte man aber auch von der Gelegenheit profitieren, um ins lauwarme Meer einzutauchen und sich von der herrlichen Unterwasserwelt in ihren Bann ziehen zu lassen.

01. Feb. Tag 6: Chumphon Ruhetag (Armonia Village)

Wir bieten euch einen Thailändischen Kochkurs an, der im Preis mit inbegriffen ist.
Oder : verschiedene Freizeitaktivitäten, die nicht im Preis inbegriffen sind, u. a. Erholung am Strand, Thaimassagen, Tauchen oder Schnorcheln im Meer. (F, Kochkurs Essen)

02. Feb. Tag 7: Chumphon – Paktako (Tusita Wellness) (72 km, 220 HM)

Start 7:45. Die heutige Flachetappe führt an Shrimps Farmen, Kokosnussplantagen und Mangrovenwäldern vorbei. In den zahlreichen Fischerdörfern siehst du die typisch farbigen Fischerboote mit dem Thailandischen Meer im Hintergrund. Bedingt durch die kurze Etappe hast du am Nachmittag viel Zeit, um am Hotelpool oder am Strand zu entspannen. (F/P/A)

03. Feb. Tag 8: Paktako – Surat-Thani (Stadt Hotel) (100 – 140 km, 300 HM)

Start 7 :45. Wir fahren weiter Richtung Süden entlang der menschenleeren Sandstrände wo der Tourismus noch nicht angekommen ist. Unsere Fahrt führt nach Chaiya, eine der ältesten Städte Thailands. Die letzten 40km bis nach Surat-Thani kannst du im Bus zurücklegen, oder auch auf dem Rad. Ganz wie du möchtest. (F/P/A)

04. Feb. Tag 9: Surat-Thani – Ratchapraba Staudamm (Hütten) (70 km, 400 HM)

Start 7 :45. Ein neuer Tag, ein neues Erlebnis während deiner Radreise durch Thailand. Mit dem Longboat zu den schwimmenden Hütten des Cheow Lan Sees. Wir fahren zum Ratchapraba Staudamm, dort steigen wir auf ein Boot, welches uns zu unserem heutigen Ziel, einer kleinen Siedlung schwimmender Hütten im See bringt (1 UN). Die Fahrt auf dem einsamen, verwinkelten See ist beeindruckend. Der Tag am See ist zur freien Verfügung. Wir schwimmen im See oder konnen die kleinen Kanus nutzen, um den See zu erkunden. Am Abend unternehmen wir eine Bootstour, um die Tierwelt am See in der Dämmerung zu sehen. (F/P/A)

05. Feb. Tag 10: Ratchapraba – Phang Nga (Holiday Inn Express) (70 km, 300 HM)

Start 10:00. Wir verlassen die schöne Seenlandschaft wieder mit dem Boot und steigen am Staudamm wieder auf unsere Räder. Auf kleinen, landschaftlich abwechslungsreichen Straßen pedalen wir in südlicher Richtung entlang des Klong Phanom Nationalparks bis zur Tempelanlage von Wat Bang Riang, die als eine der schönsten in Süthailand gilt. Eine kurze Busfahrt führt nach Phuket zum Patong Beach. (F/P/A)

06. Feb. Tag 11 : Phuket – Hua Hin (F)

Rückfahrt mit dem Minibus nach Hua Hin. Ankunft gegen 22 Uhr.

28. Feb. 2017 Rückfahrt nach Hua Hin schlafend im Bus

(F=Frühstück / P=Picknick / A=Abendessen) Abendessen immer um 19h.

Leistungen

• 10 Übernachtungen in komfortablen Hotels 3 – 4 Sterne
• 10x Frühstück
• 8x Abendessen (ausgesucht von unserm Guide) Highlight bei unserer Tour.
• Mittagessen an allen Etappentagen
• Tour-Trikot
• 1 Trinkflasche
• Begleitfahrzeug (Minibus) mit Fahrer
• Thai Bike Guide Englisch sprachig
• Reiseleitung (deutschsprachig) auf dem Rad
• Ausflüge laut Programm
• Thailändischer Kochkurs am Ruhetag
• Transfer nach Phuket – Hua Hin mit Minibus

 

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Mai 06 2017

6. – 13. Mai 2017: Ich war mal kurz weg – in Gatteo Mare (Italien)

Radrennwoche mit dem VC Dornach

16% Anstieg zum Monteleone

In den vergangenen Jahren fuhr ich jeweilen Anfangs Mai 1 Woche in die Toskana nach Follonica zu einer Radrennwoche mit Basler Freunden. Dieses Jahr habe ich mich dem Veloclub VC Dornach angeschlossen und diesen am Samstag, 6. Mai in Gatteo Mare (I) in der Nähe von Cesenatico im Hotel Capitol resp. Spiaggia getroffen. Dabei waren aus meinem Basler Freundeskreis Renato B. und Ruedi R.

Die Hinfahrt von Istrien war mit 465 km akzeptabel, wie auch das Reisewetter. Aber am Nachmittag begann es dann zu regnen. Der Wetterbericht für die nächsten Tage verheisst nichts Gutes. Ich werde sehen und berichten.

Als grosse Ueberraschung traf ich Franca und Carlo Rossi, sowie Lotti und Ralph Thoma, mit denen ich vor 2 Jahren im thailändischen Hua-Hin einige Ausfahrten machte. Unvergessliche Erinnerungen kamen auf.

Gatteo Mare ist zur Zeit zu über 80% ausgestorben. Die meisten Hotelpaläste sind geschlossen, bis auf ein paar wenige, die sich auf den Radsport spezialisiert haben. Aber auch bei den meisten Gelaterias oder Pizzerias sind die Läden unten. Der Strand ist ebenfalls leeer, nicht einmal Sonnenschirme sind installiert. Alles ist im Aufbau begriffen. Die Saison soll erst Mitte Mai beginnen und bis Mitte September dauern, also nur 4 Monate..

Sonntag, 7. Mai 2017: Bedeckt, kühl, kein Regen, Ausfahrt über 62 km, 588 Höhendifferenz

Die erste Ausfahrt vom Sonntag führte uns nach Sagliano über 62 km. Es war kühl. Ich trug 4 Schichten Kleider übereinander beginnend vom doppelschichtigen Stopper-Unterleibchen, 2 Rennshirts, davon eines mit langen Aermeln und darüber den Windstopper. Es war eine schöne Tour, zwischendurch aber etwas steil mit 14-17%. Diese Teilstrecke machte ich zu Fuss.

Unterwegs in Savigniano kamen wir an einem echt tollen Trödler-Markt vorbei. Da gab es alles zu finden, was irgendwann in den letzten 100 Jahren in einem Haushalt benutzt wurde. Um alles optisch noch schöner zu machen, schien in dieser Zeit die Sonne.

Abends landeten wir wie beim VC Dornach üblich beim Pippo zum Bier. Dort kaufte ich von einem Marokkanner Händler 9 Paar Radsocken zu 10 Euro. Diese sollten eine zeitlang reichen.

Montag, 8. Mai 2017: Sonnenschein, kühl – warm, Ausfahrt 62 km, 559 m Höhendifferenz

Walter Stegmann aus Heimberg bei Thun war diese ganze Woche unsere Guide. Er machte es unterstützt von seiner Ursula bestens. Einzig das Wort „Monte“ sollte er aus seinem Wortschatz streichen, denn wiederum ging es auf einen Monte, nämlich auf den „Monteleone“ …. mit vielen Steigungs-Prozente, die es in sich hatten! Steigungen haben aber den Vorteil, dass es auch wider runter geht. Im Aufstieg war ich eher ein schwer schnaufendes Sorgenkind, während ich in der Abfahrt nur den Renato zu fürchten hatte.

In Anbetracht der Wärme habe ich meine Winter-Kleidung um eine Schicht, den äusseren Windstopper, reduziert. Dank der verbliebenen 3 Schichten fühlte sich mein Körper wohl: „wie in Thailand“ meinte er.

Nach meiner Ankunft im Hotel und dem üblichen Waschen meiner Rad-Kombis brachte ich mein Look-Rennrad zum Nanni, dem Orts-Velohändler zur Revision. Mein Rad hat es bitter-nötig. Bestimmt muss die Kette ausgewechselt werden. Morgen wird es voraussichtlich regnen, so brauche ich den Renner nicht. So nebenbei habe ich mir eine ¾-Rennhose der italienischen Kult-Marke „Castelli-Evoluzione“ zu Euro 84 gekauft. Ich glaube, dies war ein guter Preis.

Dienstag, 9. Mai 2017: Regen, Gewitter, Nachmittags besser, Zeit für Shopping

Meine Meteo-App hatte es drohend angekündigt. Pünktlich um 8 Uhr ein Wolkenbruch mit Blitz und Donner. Es schüttete aus Kübeln, wie es nur im Süden giessen kann.

Was tun? Guter Rat war teuer. Renato hatte die Idee: Wir fuhren mit dem Auto ins Decathlon Shopping Center für Sportartikel und anschliessend in den Lebensmittel-Markt in der Nähe, wo ich Prosecco, Salami und Parma-Schinken einkaufte. Wie froh waren wir um das Auto. Der Regen stand in den Strassen und Unterführungen zum Teil 10-20 cm hoch.

So wie es angefangen hat, so hat es auch gegen 14 Uhr aufgehört zu schütten und die Sonne zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Gegen Abend holte ich mein Rennrad beim Nanni ab, der mir die Kette auswechselte. 57 Euro zahlte ich für den Spass, wobei er nur 15 Euro für die Arbeit verrechnet hat. Wahrlich keine Apotheker-Preise.

Mittwoch, 10. Mai 2017: Sonnenschein, blauer Himmel: 62 km mit 500m Höhhendifferenz

Nach der Fotosession vor dem Hotel ging es in 3 Gruppen auf einen einheimischen, schweizerischen Winzer- und Oliven-Öl-Hof, wo wir herzlich bewirtet wurden. Diesmal standen nur etwa 10%-Steigung auf dem Programm. Die Strecke kannte ich von vorgestern. Aber meine Schaltung machte mir Probleme. Ich konnte nicht richtig drücken. Die Kette fasste nicht. Renato diagnoszierte ganz klar: Man hätte nicht nur die Kette, sondern auch die Kassette auswechseln sollen. Zurück in Gatteo Mare beim Nanni-Velo-Geschäft erhielt ich resp. mein Rennrad eine neue Kassette zu Euro 60.

Nun steht eigentlich unserem Plan für die Freitag-Fahrt hinauf nach San Marino auf 640m Höhe nichts mehr im Wege.

Donnerstag, 11. Mai 2017: Zuerst Sonnenschein, anschliessend bedeckt, wenig Wind: 71 km mit 447 m Höhendifferenz

Sonnenschein weckte mich bereits um 6 Uhr. Kurz vor 8 Uhr ging ich zum grossartigen Frühstücksbuffet. Rührei mit Speck und Schinken, und später ein grosses Müesli mit Yoghurt bildete den Boden für den Tag. Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur fuhren wir via Rimini in Richtung Verucchio. Ja, ihr habt es geahnt: Wiederum eine Bergankunft! Aber ein schönes Ziel in der malerischen Umgebung einer alten Stadt. Die Rückfahrt war dann hart. Kalter Wind bei bedecktem Himmel kühlte uns alle aus. 15 Grad hat einer an einer Anzeige bei einer Bank gelesen.

Um es klar zu stellen. Es würde auch im Raume Cesenatico – Rimini Rad-Strecken ohne Bergankünfte geben, aber unserem Walle, so heisst unser Guide, liebt eine Bergankunft genau gleich wie ich eine Portion Tiramisu. Ja, er ist süchtig danach!

Morgen Freitag soll es gemäss unserer Meteo-App wärmer werden. Hoffentlich weiss dies Petrus

Freitag, 12. Mai 2017: Wie gestern, anfänglich Sonnenschein, dann bedeckter Himmel: 90 km mit 1’050 m Höhendifferenz

Petrus hatte Einsehen mit mir. Mit Sonnenschein wurde ich auch heute aufgeweckt. San Marino mit einem 700m-Anstieg stand auf dem Programm. Wir starteten bereits um 09:30 Uhr,, denn es sollte ein langer Arbeits-Tag werden.

Die Anfahrt zum Fusse von San Marino war problemlos. Die Sonne schien. Es war angenehm warm. Hoch oben hinter zwei Bergsättel sah ich die Festung. Dort war mein Ziel. Der erste Teil der modernen Zufahrtsstrasse war steil. Ich schätze um die 10%. Dazwischen immer wieder flachere Stellen um die 7-8%, aber dann auch wieder bis zu 13-14%.

Drei Mal bin ich abgestiegen, weil mein Kopf nicht mehr wollte. Nach kurzer Erholung ging es wieder weiter. Ich war trotz allem erstaunt, wie locker ich hinauffuhr. Ohne meinen Kopf hätte ich San Marino ohne Halt geschafft.  Erleichtert und unterstützt hat mich mein GPS-Garmin, das mir die Höhe anzeigte. Bald war ich auf halber Höhe. Dann fehlten nur noch 100 m und von weitem sah ich den Polizisten von San Marino, der den Verkehr regelte. Dort warteten bereits meine Freunde. Glücksgefühle überlamen mich. Ich habe es geschafft.

Samstag, 13. Mai 2017: Heimfahrt und Rückblick

Weil meine Freunde bereits um 7 Uhr mit dem Bus nach Basel zurückfahren werden, gab es ein vorgezogenes Frühstück. Auch ich startete zur selben Zeit und erreichte mein Heim in Istrien bereits um die Mittagszeit. Der Verkehr war minimal. Einmal knallte es heftig auf meiner Windschutzscheibe. Woher kam wohl dieser Stein? Zwei Tage später entdeckte ich den Riss in meiner Windschutzscheibe. Bin ich froh, dass die heutigen Windschutzscheiben nicht mehr in keline Splitter zerbröseln, wie ich es letztmals vor 50 Jahren erlebte.

Es war eine tolle Woche mit dem VC Dornach. Mit dem Wetter haben wir ungemein Glück gehabt. Anfänglich sah es nach einer nassen, regnerischen Katastrophenwoche aus. Dann überraschten uns die typischen italienischen Aufhellungen mit Sonne und blauem Himmel. Einmal hatte es geregnet. An den übrigen Tagen war ein Radfahren ohne Regenschutz möglich.

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Apr 06 2017

Mein Erlebnisbericht „Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket“ im Feb. 2017

Endlich ist er geschaffen, der reich bebilderte Bericht über …..

Nach der 1’300 km  langen Fernfahrt mit dem Rad von Chiang Mai nach Hua Hin im Jahre 2011 und im Jahre darauf der etwas kürzeren vom Süden in den Norden Vietnams nahm ich zwischen dem 20. und dem 28. Februar meine nächste Herausforderung in Angriff: Ich fuhr in 7 Tages-Etappen mit dem Rennrad von Hua Hin nach Phuket über rund 830 km.

Diese Strecke entspricht etwa dem Weg von Basel nach Istrien, wo ich den Sommer verbringe, oder dem von  Basel nach Hamburg, oder Basel nach Wien.

Wie gewohnt habe ich über meine sportlichen und auch emotionalen Erlebnisse in Schrift und Bild berichtet.. Durch anklicken auf den nachstehenden Link gelangst Du zum Reise-Bericht mit unzähligen Bildern:

„Radfernfahrt von Hua-Hin nach Phuket“

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Okt 24 2016

Auf der Radrennbahn „Velodrome Suisse“ (Foto-Reportage)

Ausfahrten mit meinem Rennrad und meinen Freunden vom „Radrennclub Basel“ (RRCB) und dem „Club des Pédaleure de Charme“ (CPC) gehören zu meinen geliebten Sport-Aktivitäten. Anfang Oktober 2016 besuchte ich mit dem CPC und 1 Woche später ein zweites Mal mit Peter Gisler die Radrennbahn „Velodrome Suisse“ in Grenchen, um zu fotografieren.

Bereits in meiner Jugendzeit kam ich zum ersten Mal mit dem Hallen-Radsport in Kontakt, denn 1955 wurde in der Mustermesse-Halle 6 in Basel eine Winter-Radrennbahn eröffnet. Auf ihr fanden unter Leitung des legendären Sepp Vögeli bis 1964 regelmässig Rennen statt. Diese Rennbahn wurde jährlich im Herbst auf- und im Frühling wieder abgebaut.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten der legendären Americaine-Stars mit den „roten Teufeln“ Roth/Bucher, den Gebrüdern von Büren und Hugo Koblet, oder an die voluminösen Oberschenkel des Sprintstars Antonio Maspes. Einmal sah ich wie Hugo Koblet mit Freunden zum berühmten Restaurant Chez Donati ging, oder besser watschelte, denn er hatte Plattfüsse.

Ueber meine Eindrücke im „Velodrome Suisse“ habe ich wie gewohnt einen Foto-Bericht verfasst:

Durch anklicken des Bildes gelangst Du zur Foto-Reportage

18. Okt. 2016: Velodrome Suisse in Grenchen

Klick aufs Foto => Link zur Foto-Reportage „Velodrome Suisse“

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Sep 08 2016

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt ins Markgräflerland

Ich bin ein Secondo

Was viele nicht wissen: Ich bin ein Secondo und trotzdem ein durchaus anständiger Mensch. Mein Vater kam aus dem badischen Buggingen. Dorthin sollte uns die Ausfahrt mit meinen Freunden vom CPC (Club des Pédaleur de Charme) führen.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach Buggingen

Ausfahrt mit dem Rennrad nach Buggingen

Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel. Es herrschte ideales Radwetter, als 2 weibliche und 11 männliche CPCler um 10 Uhr beim Eglisee starteten. Es war nicht zu heiss, aber auch nicht zu kalt. Seit der letzten Buggingerfahrt vor 2 Jahren wurde massiv aufgerüstet. Die einen mit Pinarellos, der Sepp mit seinem futuristischen eBike. Ein solches e-Bke könnte die zukünftige Ausrüstung der CPCler werden, bevor wir auf den E-Rollator wechseln müssen. In der Tat haben wir beim späteren Mittagessen festgestellt, dass das männliche Durchschnittsalter um die 72-73 Jahre sein müsste.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach BuggingenAuf der ganzen Fahrt wurde nur auf höchstem Niveau geklönt. Alle waren topfit. Die 900 m Höhendifferenz hatte jeder problemlos bewältigt. Sogar den Schlussaufstieg, der gemäss dem anderen Max Vuelta-Dimensionen mit über 20% aufwies, war machbar, um dann direkt via 20 m Kiesweg auf dem frisch gemähten Rasenweg zum „Wein-Schlösschen“ zu fahren.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach Buggingen

Im Unterschied zur Vuelta wurden wir aber vom Manfred und Rita mit einem feinen perlenden Cüpli empfangen. Wir mussten keine Angst vor Doping-Kontrollen haben und konnten geniessen und auch degustieren. Anita meinte, dass Wein desinfiziert, reinigt und vor inneren Verstimmungen schützt.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach Buggingen

Nach einer interessanten Einführung in die Trauben- und Weinkunde, für viele war es überraschend, dass man auch aus blauen Trauben einen feinen Weisswein herstellen kann, ging es zum verdienten Essen: Schinkli mit Härdöpfel-Salat und als Abschluss einen feinen Zwetschgen-Kuchen und Kaffee. Nach 2 Stunden verabschiedeten wir uns und versprachen, nächstes Jahr am Mittwoch, den 6. September 2017 wieder vorbeizukommen.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach BuggingenRenato übernahm für mich die Aufgabe des „Capitaine de la route“. Er führte uns in angemessener Geschwindigkeit über die ganze Strecke. Für mich war das schönste, dass alle die doch grosse Distanz von 95 km und bis nach Hause von über 115 km sicher und unfallfrei bewältigten, auch der Willy nach seinen gesundheitlichen Eskapaden. Ihm gilt mein besonderer Dank für seinen Effort als abtretender CPC-Manager.

7. Sept. 2016: CPC-Ausfahrt nach Buggingen

Teilnehmer: Renato Bevilacqua, Peter Binz, Max Burger, Peter Gisler, Hugo Günthert, Anita Kurt, Max Lehmann, Sepp Meyer, Arcangelo Moresi, Rolf Plüss, Elsbeth und Heinz Schneider, Willy Schriber

Link zum Weinhof Manfred und Rita Weber in Buggingen, Eisenbahnstrasse 3, D-79426 Buggingen (http://www.weinhof-weber.de)

 


Link zum Bericht unserer ersten Fahrt nach Buggingen im 2014: Fahrt in Markgräflerland am 17. Sept.  2014

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Mai 23 2016

23. Mai: meine erste Rad-Ausfahrt in Istrien

Mitte April bin ich zum letzten Mal auf dem Rennrad gesessen. Dies war noch im Raume Basel. In der Zwischenzeit zog ich einen neuen Wohnwagen nach Istrien und baute in Solaris meinen alten Wohnwagen um. In den letzten Wochen war es mir einfach zu kühl. Ich hatte keine warmen „Winter“ Velo-Leibchen und -Hosen eingepackt. Ich war auf Sommer eingestellt.

Mountain-Bike Stevens 3S Mod.2012

Mountain-Bike Stevens 3S Mod.2012

Heute startete ich erstmals nach 5 Wochen „radfreier“ Zeit mit Martina und Klaus zu einer Ausfahrt. „Meine“ Runde über Tar – Nova Vas – Viznjan und Vizinada stand auf dem Programm. Teile der Strassen waren echte Mountain-Bike-Strecken. Sie wurden mit EU-Geldern aufgerissen, um Abwasser-Leitungen zur Kläranlagen aufzunehmen.

Ich wusste, meine Kondition war durch die Untätigkeit auf dem Boden. Ich musste die 48km Strecke, die über 500 m Höhendifferenz aufwies, langsam angehen. Mein Schnitt blieb bei 19 km/h. Noch letztes Jahr, als ich in Form war, realisierte ich auf dieser Strecke einen Schnitt von um die 22 km/h.

Es war eine gute Fahrt. Ich war zum Schluss nicht kaputt. Ich habe nie übertrieben und meinen Körper maltraitiert. Ich denke, ich bin ich auf dem rechten Weg. Mein Ziel bleibt meine Radfernfahrt im Febr. 2017 von Hua-Hin nach Phuket über 850 km. Es wird meine letzte Herausforderung sein. Ich bin dann 74 Jahre alt.

 

 

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Jun 10 2015

10. Juni 2015: MTB-Fahrt über die Parenzana, der Hölle Istriens

 

Parenzano Max: Einstieg bei Vizinada

Parenzano Max: Einstieg bei Vizinada

Ihr alle kennt das Radrennen Paris – Roubaix vom Fernsehen. Die wenigsten von Euch haben diese endlose Fahrt durch die Hölle des Nordens über die typischen Kopfsteinpflaster durchgestanden. Sie hat vieles gemeinsam mit der berüchtigten „Parenzana“ hier in Istrien vor meiner Haustüre.

„Parenzana“ nennt sich die frühere Eisenbahnstrecke aus der österreichischen K+K-Zeit zwischen Triest und Porec. Schienen gibt es seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts keine mehr. Aber die Strecke mit  7 Tunnels und 6 Viadukten existieren immer noch und wurde in den letzten Jahren mit viel Liebe für die Wanderer und Radfahrer wieder hergerichtet.

Die gesamte Parenzana ist etwa 120 km lang. Wir fuhren nur einen Teil davon, nämlich die 50 km  zwischen Vizinada und Groznjan. Kies und Schotter, kleine und grössere Steine bildeten die Unterlage auf dem ehemaligen Eisenbahn-Trassee. Sie schüttelten uns endlos durch. Die Dämpfer der Mountain-Bikes vermochten die Schläge nur zu reduzieren, aber nicht aufzufangen

Parenzana Vizinada - Motovun - Groznjan

Parenzana Vizinada – Motovun – Groznjan

Start morgens um 07:15 Uhr auf Solaris

Wir starteten am Morgen früh auf dem Campingplatz Solaris zur 82 km langen Fahrt mit 1250 m Höhendifferenz. Es war bereits recht warm. Ein Hitzetag war angesagt. Via Tar ging es nach Labinci zum Einstieg in die Parenzana. Anfänglich ging es immer leicht aufwärts. Bei Bahnstrecken sind die Steigungen und Gefälle höchstens 3%  also moderat. Aufpassen musste wir auf die Brombeerranken, die überall in die Wege hingen und einem verkratzten.

In Vizinada folgte dann der zweite Einstieg in Richtung Motovun. Nun ging es auf Schotter bergab. Knirschend schoben sich die Stollenprofile meines Mountainbikes durch lockeres Gestein und harte Steinsbrocken. Das Knirschen und Klackern, sobald ein Brocken gegen den Metallrahmen sprang, bildete von nun an die Begleitmusik dieser Tour. Es rumpelte und schüttelte unentwegt. Ich wusste es aus den Vorjahren. Je schneller man fuhr, je weniger spürte man die Schläge durch die  Löcher und Steine.

Istrien Parenzano Viadukt Max Klaus Martina

In grossen Schleifen führt die Parenzana leicht bergabwärts. Die Fahrspur ist gesäumt von Eichen und Akazien. Manchmal bilden die Bäume einen grünen Tunnel, durch den die Sonnenstrahlen spitz durchscheinen. Mehrmals fährt man durch herausgeschlagene Einschnitten in den Fels.

Unterwegs das grosse Viadukt bestimmt gegen 100 m lang. Es überquert eine tiefe Schlucht. Hier machten wir unser Gruppen-Foto mit Selbstauslöser. Im 222 Meter langen Tunnel unterhalb Motovun waren unsere Taschenlampen nötig. Ich stieg vom Rad. Es war stockdunkel, von den Wänden tropfte Wasser,

Istrien Parenzano Tunnel Klaus Martina

Bergauf von Livade nach Groznjan

Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir Livade im Mirna-Tal, wo wir unsere Trinkflaschen nochmals auffüllten. Wir wussten, unterwegs gabe es nichts zu kaufen. Auf der Fahrt hinauf nach Groznjan über etwa 20 km fuhren wir über 4 oder 5 Viadukte und durch ebensoviele Tunnels, wobei einer wegen des losen Gerölls nur zu Fuss durchquert werden konnte. Ich hatte etwas Probleme mit dem Gleichgewich in den unbeleuchteten Tunnels und schob in den meisten Tunnels mein Rad. Vor 2 Jahren bin ich in einem der Tunnels gestürzt, weil ich das Gleichgewicht verlor und auf der falschen Seite absteigen wollte. Mein Helm hatte mich damals vor Verletzungen durch den Aufprall an der Tunnelwand geschützt.

Istrien Parenzano Tunnel Max Martina

Nun ging es die meiste Zeit leicht bergauf. Der naturbelassene Weg war voller Steine, schlammige Pfützen zwangen uns zu akrobatischen Ausweichmanövern. Gestern muss es hier stark geregnet haben, während wir auf Solaris nur das dumpfe Donnern gehört haben. Hier erlebt man, warum man nur mit einem Mountainbike die Parenzana befahren sollte.

 

Der Mirna entlang nach Hause

Mit Groznjan hatten wir den höchsten und gleichzeitig Endpunkt unserer Parenzana-Fahrt erreicht. Auf Asphalt-Strassen ging es in flottem Tempo rund 10 km bis ins Mirna-Tal. Ein erholsamer Genuss für Leib und Seele. Unten angekommen führte unser Weg anfänglich auf der Hauptstrasse und später auf dem kiesigen Feldweg der Mirna  entlang bis nach Antenal, wo die Mirna ins Meer fliesst. Diese letzten 10 km haben nicht nur mir sondern auch meinen beiden Freunden Klaus und Martina arg zugesetzt. Nochmals Geröll und Schlaglöcher. Es wollte nicht aufhören. Mein Getränke Bidon war leer. Ich war erschöpft. Mein Kopf wollte nicht mehr. Ich musste eine Pause einlegen.

Bei Antenal ging es dann wieder auf normaler Aspaltierter Strasse weiter.. Nur noch wenige Kilometer. Wer fuhr denn da eben vorbei? Die Kleins aus Peine in ihrem Fendt-Wohnwagen. Die hätten wenigstens mich mitnehmen können, dachte ich für mich.

Motiviert habe ich mich auf den letzten Kilometern mit der Idee, bei Petar nochmals frische Erdbeeren zu kaufen. Martina nahm mit jedoch diese Hoffnung. „Es gebe keine Erdbeeren mehr!“  meinte sie. Also die letzten Kilometer ohne Motivationsschub durch den Lanterna-Campingplatz nach Solaris. Die Knie zitterten. Ich war richtig gehend geschafft. Für die nächsten Tage werde ich mein Rad bestimmt nicht anrühren. Nach der verdienten Dusche legte ich mich aufs Liegebett und schlief tief ein. Mehrer Stunden mit kleinen Unterbrechungen, in denen ich etwa 2 Liter Apfel-Schorle (Mischung aus Apfelsaft und Sprudelwasser trank.

Weitere Informationen über die Parenzana

Falls Du mehr über die Parenzana lesen möchtest, findest Du weitere Beiträge in diesem meinem Sommer-Tagebuch. Benutze das Suchfeld auf dem Bildschirm oben rechts und gebe darin den Suchbegriff „Parenzana“ ein.

 

 

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Mai 16 2015

9. – 16. Mai 2015: Radrennwoche in Follonica – Abschied nehmen tut weh!

Nach 15 Jahren im Feriendorf „Golfo del Sole“ in Follonica (Toskana) ….

….habe ich diesen Lebensabschnitt abgeschlossen. Es war ene schöne und spezielle Zeit mit Freunden und Freundinnen des Radrenclubs Basel (RRCB). Jeweilen anfangs Mai trafen wir uns hier zu unseren ersten Trainingsfahrten des Jahres. Wir holten uns die sportliche und auch kulinarische Härte, die wir später in der Schweiz  brauchten.

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Meister Proper

Zufällige Ähnlichkeit mit „Meister Proper“

2001: Meine Rennrad-Lehre in Follonica

Vor 15 Jahren habe ich als Quereinsteiger mit einem „alten“ Specialized-Rennrad hier in Follonica meine erfolgreiche Karriere begonnen. Wie es damals noch üblich war, mussten wir nach der alten Schule von Renato Bevilacqua zuerst lernen, das Rennrad den Berg hoch zu schieben. Ich hatte zwar bereits entsprechende Erfahrung aus meiner Militärzeit, aber die wurde nicht akzeptiert.  Renato suchte sich zu diesem Zweck einen alten Römerweg voller runder Steine in der nähren Umgebung aus. Meine bedauernswerten Freunde mit ihren ledernen Rennschuhe machten fluchend 1 Schritt nach oben und rutschten ½ Schritt wieder zurück. Sie mussten froh sein, nicht von einer der vielen Schnecken überholt zu werden. Dank meiner MTB-Schuhe mit Gummi-Profilen hatte ich dieses Problem nicht. Oben angekommen lachte uns eine Schildkröte vielsagend entgegen.

Follonica, Montioni

Ich lernte viel in kurzer Zeit. Ich verschluckte mich nur einmal und bekam davon einen feuerroten Kopf, als ich einen körnigen Energie-Riegel beim hinauffahren ass. Fortan trank und ass ich nur noch flach oder abwärts. Auch pinkeln konnte ich bald trotz der engen Renn-Hosen. Es ist nicht so einfach, sein Ding über den Hosenbund zu zwängen und dazu noch im richtigen Moment zu pinkeln. Wir Männer haben dabei noch Glück, bei Frauen ist es komplizierter!

Am 4. Mai 2001 vollbrachte ich meine Meisterleistung in meiner ersten Ausfahrt über 100 km, wobei ich die letzten 3 km auf dem 500m-Rundkurs vor dem „Golfo del Sole“ zurücklegte. Bis zu meinem nächsten Exploit sollten es 13 Jahre dauern. Dann durchbrach ich in Thailand die 200 km Marke.

Follonica

v.l.n.r. Renato Bevilacqua, Dominique Buchs, André Guidali

Vor 15 Jahren fuhr ich noch ohne Sponsoren-Leibchen. Ich trug solche und auch die Rennhosen aus dem Sortiment von Otto’s-Warenposten zum Stückpreis von je Fr. 30.–. Mein Hintern hat ab dem 2. Tag geschmerzt, obwohl ich damals noch kräftigere „Fudi-Muskeln“ hatte. Von den Genickschmerzen ganz zu schweigen. Die waren ab dem 3. Tag nur noch mit Voltaren auszuhalten. Aber ich brachte meine ersten 7 Tage Follonica hinter mich und legte damals über 500 km zurück

Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl meiner Rennleibchen vervielfacht. Ich wurde zu einem gesuchten Werbeträger… ha ha ha … Mein Lieblings- und derzeitiger Hauptsponsor ist die „Brauerei Sonnenbräu aus Rebstein (SG)„, die mich mit Getränken versorgt. (Bem: Meine Schwester hat gut geheiratet!)

Max mit Sonnenbräu-Dress

Max im Sonnenbräu-Dress

2015: Bye bye Follonica

Auch dieses Jahr im 2015 habe ich die Gegend und die Freundschaften genossen. Dank des schönen Wetters machte ich Ausfahrten ohne Ruhetage. So kamen gegen 380 km durch Wein-, Oliven- und Artischockenfelder zusammen. Daneben kam dank der Feinschmecker (Christoph, Dominique, André und Renato) auch mein Magen nicht zu kurz. Unvergesslich das Risotto von Gaby und Dominique. Es ist kein Gerücht, es ist die bittere Wahrheit, man könnte die Toskana auch ohne kräfteraubende Ausfahrten auf dem Rennrad besuchen und geniessen.

Follonica, RRCB, Radrennclub Basel

v.l.n.r. Dominique Buchs, Henriette und André Guidali, Renato Bevilacqua, Peter Gisler, Max

Dominique ist krank, schwer krank. Ueblicherweise habe ich Berührungsängste in solchen Situationen. Wie soll ich mich verhalten? Es war jedoch sehr einfach und ein Aufsteller, mit ihm über seine Krankheit zu sprechen. Es war für uns alle eine Freude, wie er jeden Tag seine 50-60 km auf dem Rennrad abspuhlte. Einzig zum Essen brauchte er sein Trottinet, da er Mühe beim gehen hatte. Unverzichtbar war er wegen seines Gaumens und seinen Wein-Kennnissen. Mit ihm entdeckten wir immer wieder etwas Neues oder einen feinen Tropfen aus dem Vorjahr, z.b. den „414“. Er behütete uns vor ungeniessbarem „Fusel“.

Follonica

Follonica: Dominique auf Trottinette

Follonica, Pizzeria

Wie gewohnt habe ich auch dieses Mal typischen toskanische Spezialitäten eingekauft: Wildschwein- und Paprika-Salami, Schinken, Prosecco und Morelino-Wein. Ich war einmal auch im Lidl in Follonica. Ich bin bei weitem kein Fremdenhasser, aber ich war unangenehm überrascht ob der vielen Muslime, die hier einkauften. Ich fühlte mich nicht mehr in Italien, eher in der Türkei. Ob diese als Flüchtlinge übers Meer kamen? Da wird auf das katholische Italien und das übrige Europa noch einiges Ungemach zukommen.

Golfo del Sole in Follonica

Residiert habe ich wiederum im Bungalow 167 direkt am Sandstrand. Am Bungalow gab es nichts auszusetzen, auch wenn das Geschirr und die Bestecke unvollständig waren. Kritischer stand es ums Restaurant der Anlage. Die Qualität soll gemäss Renato im Unterirdischen angelangt sein und nicht mit den dekorierten Chefs Schritt gehalten haben. Dabei dachten wir doch letztes Jahr, dass die Silberfischchen im Pizza-Karton von Manuela und Luki nicht mehr zu toppen seien.  Früher beim alten Direktor musste man sich einen Platz fürs Abendessen reservieren, heute war das Restaurant leer und Lichterlöschen bereits kurz nach 21 Uhr wegen fehlender Gäste. Es bestätigte sich auch in diesem Falle: hochdekorierte dunkel gekleidete Chefs sind keine Garantie für ein feines Restaurant.

Früher wurde man vom alten Direktor noch begrüsst, heute ist der neue Direktor mit seiner russischen Frau/Freundin beschäftigt. Irgendwie erinnert mich der Kapitän vom Golfo del Sole an den Kapitän der Costa Concordia, die unweit vor Giglio sank.

Follonica, AbendrotBye, Bye Follonica

Bye, Bye Dominique: Am 21. Juli 2015 erlag Dominique seinem schweren Krebsleiden

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Mai 06 2015

5. Mai 2015: Erster Sommertag in Istrien

Das Wetter auf Solaris war besser als im Norden

Meise, BrütenSeit 2 Wochen befinde ich mich auf Solaris. Das Wetter war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Eher ungewohnt für Solaris. Nachts brauchte ich eine warme Decke und musste im Wohnwagen heizen.. Tagsüber schein anfänglich die Sonne, aber ein kühler Wind erlaubte kein „sünnele“ und noch weniger ein abendliches Zusammensitzen. Zwischendurch regnete es stundenweise, aber recht harmlos.

Gestern am 5. Mai erlebte ich den ersten warmen Sommertag. In Sommerdress konnte ich eine 78km-Runde radfahren und mehrere Stunden unter meinem Olivenbaim sonnen. Abends sass ich mit Martina und Klaus vor ihrem Wohnwagen zusammen. Ein rundum schöner Frühlingstag. Gleich soll es in den nächsten Tagen weitergehen

Es bestand keine Gefahr von Unwettern wie im Norden

Die Meisen spüren bereits wieder den Frühling und brüten im Feuerwehr-Schrank. Nächste Woche geht es in die Toscana zum Radfahren

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Sep 17 2014

17. Sept. 2014: CPC-Ausfahrt ins Markgräflerland nach Buggingen

CPC-Ausfahrt 17. Sept. 2014: Fahrt ins Markgräflerland

cpc-logoSchweissüberströmt erwachte ich bereits um 5 Uhr in der früh, denn ich hatte eben davon geträumt, wie ich mich mit dem Rennrad verfahren habe und es vor mir steil in die Höhe ging. So begann der Tag meiner ersten von mir organisierten CPC-Ausfahrt.

Pünktlich um 10 Uhr bei blauem Himmel und Sonnenschein trafen sich 1 Dame und 7 heisse Tramper (dieses Wort habe ich gebildet aus „Pedale trampen“) im kurzen Sommerdress am Eglisee und erledigten das Adminstrative wie Begrüssung, Verlesung der vielen Abgemeldeten und ein paar Sätze zur Strecke.

Es wurde zu einer Team-Fahrt. Jeder hat seine Aufgabe und für jeden war auf der Fahrt etwas vorgesehen. Renato als mein Assistent führte umsichtig über Stock und Stein, während der Schreibende die Nachhut absicherte. Dazwischen fuhren und brillierten dann die Spezialisten: Hanspi in den Anstiegen, Arcangelo bei den Down-Hills, Vitalis nahm das Hinterrad von Renato, Sepp verscheuchte mit seinen Pfiffen unvorsichtige und langsame Velofahrer und Peter Binz fluchte über die vielen Kamelbuckel. Aber schlussendlich waren sich alle einig, diese Tour hatte mehr Abfahrten als Anstiege!

Die Strecke führte nicht auf dem kürzesten Weg nach Müllheim resp. Buggingen, sondern links und rechts der Hauptstrassen über viele kleine asphaltierte Feldwege via Binzen – Schallbach – Mappach – Tannenkirch – Nieder-/Obereggenen – Feldberg – Müllheim – Buggingen

17. Sept. 2014: CPC Ausfahrt nach Buggingen

Inmitten der Rebberge von Buggingen gabs das Vesper, aber davor hatte ich noch eine kleine Boshaftigkeit eingebaut: es ging nämlich auf 300-400m steil gegen den Himmel. Der 1. Gang war gefragt und Hanspi war in seinem Element. Oben zwischen den fein duftenden Rebstöcken dann eine kurze Querfeldeinstrecke über 50m Kies- und 300m gemähten Rasenweg, den man befahren konnte. Mountain-Bike-Qualitäten waren gefragt. Und dann standen wir vor dem kleinen Lustschloss inmitten der Rebberge. Jeder bekam ein Glas spritzigen Sekt als Begrüssungstrunk bevor wir uns an den fein gedeckten Tisch mit Schüfeli, Härdöpfelsalat, Sauser resp. jungem Wein und zum Dessert Kaffee mit einer feinen Quark-Torte setzen konnten.

v.l.n.r.: Manfred, Kurt, Hanspi, Peter Arcangelo

v.l.n.r.: Manfred, Kurt, Hanspi, Peter, Arcangelo

Warum soll ich über den gesellschaftlichen Teil inmitten der Rebberge von Buggingen berichten, wenn dies nicht Hanspi Tschui in seinem Mail wenige Stunden nach Ankunft in Basel viel besser formulierte:

 

Lieber Max
Lieber Renato
Ich bin bei einem Glas Wein diese heutige CPC Ausfahrt in Gedanken nachgefahren. Es war ein einziger Genuss. Das Wetter, die Strecke, der Teamgeist und natürlich die Vesper in den Rebbergen in Buggingen. Für mich war das ein Höhepunkt der diesjährigen CPC Saison, ohne übertriebenes Pathos. Die herzliche Gastfreundschaft des Winzerhüttenwartpaares in Verbindung mit den aufgetischten kulinarischen Leckerbissen, die lehrreichen Unterweisungen im einheimischen Weinbau unter Verkostung der Traubensorten und der entsprechenden gekelterten Spezialitäten, das war einfach ein wunderbares Erlebnis. Und alles in dieser einmaligen Umgebung bei herrlichem, herbstlichem Sonnenschein. Dass Du Max uns zu dieser Vesper dann auch noch eingeladen hast, war dann noch das Sahnehäubchen auf diesem Tag. Deshalb möchte ich es nicht unterlassen, Max für die Organisation und den Aufenthalt in Buggingen sowie Renato für die mustergültige Führung unserer Velogruppe meine Anerkennung und meinen herzlichen Dank auszusprechen. Das sind Momente und Erlebnisse, welche unseren CPC so speziell und einmalig machen! Und dafür bin ich schlicht und einfach nur dankbar.Ganz herzlich Euer
Hanspi

17. Sept. 2014: CPC Ausfahrt nach Buggingen

 

 

Wieviele Gläser hat Hanspi bereits getrunken: 2 oder 3

Wieviele Gläser hat Hanspi bereits getrunken: 2 oder 3 ?

Die Heimfahrt führte dann dem Rhein entlang über Auggen – Schliengen – Bad Bellingen – Kembs und wurde einzige durch einen Platten von Kurt unterbrochen. Beim Abschlusstrunk in den Langen Erlen standen 96 km auf meinem Zähler.

Mein Dank gilt all den bisherigen CPC-Managern und den Organisatoren der vielen Ausfahrten, von denen ich bisher profitieren konnte. Meine Ausfahrt war ein kleiner Beitrag von mir.

Ein grosser Dank gebührt meinem Freund Renato Bevilacqua. Die Streckenführung und die Vorbereitung waren sein Baby. Wir waren ein gutes Team!

In der Nacht nach der Ausfahrt habe ich wunderbar geschlafen und geträumt. Die Thais würden nun noch schreiben: „Long live the CPC“


Anwesende: Peter Binz, Vitalis und Kurt Heimo, Sepp Meyer, Arcangelo Moresi, Hanspi Tschui, Renato Bevilacqua und der Schreibende

Link zum Weinhof Manfred und Rita Weber in Buggingen, Eisenbahnstrasse 3. 79426 Buggingen (http://www.weinhof-weber.de)

 

 

P1050647-CPC-Buggingen-PICASA-BUGGINGEN-HIT4-800px-75bpiHochauflösende Originalbilder können bei mir angefordert werden

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