Tag: Unwetter

Aug 10 2017

Wetter-Kapriolen und Unwetter über Istrien

Seit es mir vor über 20 Jahren bei einem Sturm mein Vorzelt hochgehoben und um ein Haar über dem Wohnwagen zerstört hatte, und ich dabei mit dem Mute eines Verzweifelten versuchte, das Gestänge am Boden zu halten, habe ich Angst vor stürmischem Unwetter. Dies muss ich ohne Scham zugeben.

29. Juni 2017: Am Tag nach dem Unwetter

Diese Saison erlebte ich mehrmals dieses ungute Gefühl, als sich vom Meer unheimliche Stürme durch ein Grollen ankündigten. Von weitem hörte ich es, wie sich die Winde ihren Weg über und durch den Eichenwald in meine Richtung bahnten. Dann galt es, alles unverzüglich in Sicherheit zu bringen und die Reissverschlüsse des Vorzeltes zu schliessen. Nachts war es ganz schlimm. Dann sass ich im Wohnwagen und konnte einzig beim Leuchten von Blitzen draussen etwas erkennen.

29. Juni 2017: Am Tag nach dem Unwetter

Vor etwa 1 Monat Ende Juni ist  während eines solchen Sturmes eine Pinie knapp über dem Boden abgebrochen und knapp neben einem Wohnwagen auf die Erde geprallt. Dabei hatte sie das Sonnensegel  erwischt und mit voller Wucht über den Wohnwagen geschmissen. 3 Häringe steckten im Dach des Wohnwagens.

29. Juni 2017: Am Tag nach dem Unwetter

Gestern Donnerstag, 10. Aug. fiel mir das Herz nochmals in die Hosen, als eine schwarze Wolke sich in unheimlicher Geschwindigkeit dem Campingplatz näherte und knapp dahinter vorbeizog. Dieses Schauspiel dauert weniger als 1 Minute. Dann herrschte wieder gespenstische Ruhe. Wir hatten Glück gehabt, denn niemand kam zu Schaden.

10. Aug. 2017: Tornado

10. Augist 2017 Unwetter Tornado

Am Tag darauf konnte ich in den Zeitungen lesen, dass Caorle, Jesolo, Portogruaro an der Adriaküste bei Venedig weniger Glück hatten. Dort hat dieselbe Windhose die Campingplätze arg in Mitleidenschaft gezogen. Es gab über 50 Verletzte durch umgestürzte Bäume und herumfliegende Gegenstände. Wohnwagen, Autos und Wohnmobile wurden durch herabstürzende Bäume teilweise und gänzlich zerstörte. Es herrschte Chaos in der ganzen Gegend.

 

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Jun 29 2017

28. Juni 2017: Sturm und Unwetter über Solaris

Es war Mittwoch-Abend, 28. Juni 2017. Ich sass bei Freunden unter ihrem Pavillon, als sich der Himmel bewölkte und es begann leicht zu regnen. Ich wusste aus der Wetterkarte des Deutschen-Fernsehens, dass Regen und ev. Unwetter im Anmarsch sein könnte. Deshalb packte ich meine Sachen zusammen und begab mich zu meinem Wohnwagen, versorgte und sicherte alles was herumfliegen könnte, meine beiden Hängeblumentöpfe legte ich auf den Boden und schloss den Reissverschluss des Vorzeltes. Drinnen im Wohnwagen stellte den Fernseher an. Ich wollte ja nicht alleine sein!.

Es war um 21.30 Uhr. Ein tiefes Brummen war zu hören. Es wurde immer lauter und bedrohlicher. Es kam nicht aus dem Fernsehen, es kam von draussen, als ob eine Sturmflut im Anmarsch wäre. Es kam immer näher und auf einmal schüttelte und rüttelte mein Wohnwagen. Das Fernsehbild setzte aus, weil die Fernsehsignale nicht mehr durch den dichten Regen kamen. Erschrocken begab ich mich ins Vorzelt, um nach draussen zu schauen. Es schüttete in Strömen. Das Dach meines Sonnensegels hob und senkte sich bedrohlich. Aber es schien zu halten und stablil zu sein.

Auf einmal sah ich in der Ferne beim Münchner Peter und der Evi einige Autos mit eingeschaltenen Scheinwerfern stehen. Leute rannten aufgeregt hin und her. Ich war neugierig und holte mir den kleinen Feldstecher. Da sah ich es. Es muss ein Baum umgefallen sein. Ob es wohl grossen Schaden gegeben hat? Dann sah ich wie dieselben Autos in Richtung Zaun fuhren. Dort entdeckte ich per Feldstecher ein eingestürztes Vorzelt. Wie ich am nächsten Morgen erfuhr, hat ein abgesprochener Ast das Vorzelt vollständig zerstört. Die betroffenen Camper brachen ihre Ferien ab und zogen noch am selben Tag nach Hause.

Etwa um 22:15 Uhr liess der Sturm etwas nach und alle Fahrzeuge entfernten sich. Gespenstige Ruhe kehrte auf Solaris ein. Da ich kein Sanitätsfahrzeug hörte, konnte ich annehmen, dass es keine Personenschäden gab. Beruhigt begab auch ich mich ins Bett und schlief unverzüglich ein. Ich war geistig erschöpft.  Es war mittlerweilen um die 23 Uhr.

29. Juni 2017: Tag nach dem Unwetter über Solaris vom 28. Juni 2017

Am nächsten Morgen sah ich die Bescherung. Es war wirklich ein Baum zwischen dem Münchner Peter und dem Tennisplatz abgebrochen, aber glücklicherweise neben dem Wohnwagen von Ludo und Chris, sowie dem Camper des Professors gestürzt. Die obersten Aeste streiften die Kühlerhaube des belgischen Autos. Der Schaden am Auto gering. Jedoch zwei Häringe des belgischen Sonnensegels borten sich durch das Dach des Wohnwagens. Welch Glück, dass diese beiden tödlichen Geschosse niemanden getroffen hatten.

29. Juni 2017: Tag nach dem Unwetter über Solaris vom 28. Juni 2017

Das „Araber-Zelt“ vom Klaus hat es ebenfalls zerfetzt. Unten am Strand hat es einige Pavillons erwischt. Abgeknickte Bäume lagen auf den Wegen. Wir auf Solaris hatten Glück im Unglück. Es hat uns nur am Rande erwischt. Die Zeltplätze in Umag sollen arg in Mitleidenschaft gezogen worden sein. In Porec fiel eine allte Buche um und zerquetschte 3 Autos. Einheimische meinten, dies soll das schlimmste Unwetter seit Jahren gewesen sein.

29. Juni 2017: Am Tag nach dem Unwetter – aufgewühltes Meer

 

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Jul 30 2014

30. Juli: Solaris ist von den Unwettern nicht betroffen

Die Unwetter in Kroatien haben Istrien nicht getroffen. Wir hatten heute nur etwa 3 Stunden Regen und Gewitter, aber keine Schäden. Seit 12 Uhr schien die Sonne

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Jul 21 2014

21. Juli – Solaris-News: Das Italien-Tief, Internet und K-32

Internet auf Solaris

emoticon-panikZur Zeit läuft Internet auf Solaris mehr schlecht als recht. Klar, es ist Hochsaison und der Campingplatz ist gut belegt. In fast jeder Familie resp. Wohnwagen finden sich mindestens ein tragbarer Computer, ein Smartphone und ein Tablet, die sich alle automatisch mit dem Solaris WIFI verbinden.

Das Problem des schlechten Durchsatzes liegt bei der kroatischen PTT, die für die Leitungen zuständig ist, denn Valamar hat, wie mir die Marketing-Leiterin versicherte, die schnellstmögliche Leitung mit grösstmöglicher Kapazität geordert. Jedoch hinkt Kroatien in der Technologie immer noch hinterher. Man nutzt Kupfer-Leitungen und noch nicht die Glasfaser-Tecnologie.

Das böse Italien-Tief „Paula“

Die böse „Paula“ hat uns heute früh (21. Juli) erreicht und mit Regen und grauen Wolken beglückt. Es soll noch 2 Tage anhalten. Diese Zeilen schreibe ich dennoch im Freien unter meinem Sonnensegel, denn es ist angenehm warm. Passiert ist noch wenig, wenn man davon absieht, dass der Pavillon vom Willi und Karin aus AÖ zusammengefallen ist. Erstaunlicherweise liess er sich aber wieder aufrichten, was eher auf zuviel Alkohl-Genuss hinweisen würde.

Das „schieche“ Wetter, ein österreichische Aussdruck für „unschön“, hat für mich aber auch Vorteile. Ich habe einen weiteren Freitag oder Ruhetag, und muss nicht Radfahren.

Ich habe Zeit und Muss zum Schreiben. Schreiben an meiner Biografie, die schöne Fortschritte macht. Bald kann ich mich nicht mehr vom Thema „Meine Familie“ drücken. Ein mühsames und ungefreutes Thema. Ich werde auch hier in Bälde berichten

K-32 ist keine Abkürzung für ein Tier, sondern für einen Mit-Camper

Es ist unglaublich, aber wahr. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: Es geschah in der Sanitär-Anlage Nr. 10 bei den Tennisplätzen. Ein deutscher Dauercamper spühlte seinen schmutzigen und ekligen Toiletten-Potty im Wäschetrog für Sportswäsche, Shirts und Pijamas. Ich konnte mich nicht zurückhalten, bin explodiert und habe ihn Schweinehund und A-Loch genannt. Im selben Trog wasch ich meine Rad- und Sport-Shirts. In seiner „Scheisse“ notabene!

Wie ich von anderen Campern erfahren habe, missbraucht dieser Verrückte den Waschtrog regelmässig, bereits letztes Jahr. Er lässt sich von Beschwerden nicht beirren. Er ist absolut uneinsichtig. Als ich ihn zur Rede stellte und ihn darauf angesprochen habe, meinte er „Ich würde meine Unterhose auch hier waschen„.

Wer sich für ihn interessiert, der findet ihn in seinem LMC-Wohnwagen auf dem Standplatz K-32 im düsteren Eichenwald auf halben Weg zwischen dem ehemaligen Gemüsestand der Adriana und dem Waschhaus Nr. 10 beim Tennisplatz. (Aber Achtung: Nicht jeder zukünftige Camper auf diesem Stellplatz ist der beschriebene Querulant. Er kann ja Solaris bereits nächste Woche verlassen haben)

Um ihn vor weiteren Schweinereien zu hindern, habe ich mich an die Direktion des Camping Solaris gewandt, die ihm bereits einen Kurs über Hygiene und Kinderstube erteilten.

Zur Erinnerung: Wer erinnert sich nicht an das Theater vom letzten Jahr an derselben Stelle, als unser Potty-Spühler seinen Wohnwagen direkt vor den Wohnwagen eines anderen Campers stellte, sodass dieser nur eine weisse Wand vor sich hatte. Auch damals war er uneinsichtig.

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Mai 03 2014

3. Mai: Ab in die Toskana – aber nur 1 Woche

Alljährlich zieht es mich in der 1. Mai-Woche in die Toskana, wo ich mich mit Basler Freunden des Radrennclubs zu einer Rennwoche treffe.

Strand vor meinem Bungalow

Strand vor meinem Bungalow

Mein Wohnwagen samt Vorzelt auf Solaris stand bereits stabil, als uns in den letzten Tagen der Regen wieder einholte. Auch am Abfahrtstag in die Toskana war es gar nicht schön. Über dem Appenin schüttete es in Strömen. Nur wenige Meter war die Sichtweite. aber trotz dieser misslichen  Umstände erreichte ich nach 640 km Fahrt um 15:30 das Feriendorf „Golfo del Sole“ in Follonica, wo ich in einem Bungalow direkt am Sandstrand für 1 Woche residieren sollte.

Unterwegs machte ich in Triest Halt im dortigen Camping-Shop und deckte mich mit einem blauen Abwascheimer und Toiletten-Flüssigkeiten ein. Dabei stellte ich einen grossen Preisunterschied zum Camping-Shop in Porec fest. In Triest erhielt ich eine 1.5 liter Flsche zum Preis einer 1 Liter Flasche in Porec, d.h. zu einem 30% günstigeren Preis.

An meinem Bungalow im Golfo del Sole gab es wenig oder nichts auszusetzen. Neben einem Schlaf-/Wohnraum gibt es eine Küche und Toilette/Dusche und dies alles mit einem wunderbaren Blick auf den Sand-Strand, dazu drahlosen Internet-Anschluss. Der Wochenpreis war SFr. 630.– scheint mir angemessen. (Bem: Ich habe bereits fürs nächste Jahr gebucht)

In der Zwischenzeit hat sich das Wetter zum positiven verändert. Sonnenschein und blauer Himmel lassen uns jeden Tag eine Ausfahrt in die Hügel der Toskana machen. Ich werde darüber berichten.

[important]Link zum Bericht: 3. – 10. Mai 2014: 20. Jubiläums-Radrennwoche in Follonica (Toskana)[/important]

 

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Jul 30 2013

30. Juli 2013: Kleines Unwetter über Solaris

Heute vor genau 3 Jahren war das grosse Unwetter über Solaris. Gestern gab es ein kleines Müsterchen mit Sturm und Wolkenbruch. Petrus hat uns nicht vergessen! Es gingen aber nur ein paar der Billig-Pavillons in Brüche

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Jul 27 2013

Happy Camping – oder – Da schweigt des Sängers Höflichkeit

Das Leben als Foto-Reporter kann gefährlich sein

Ueber bestimmte Dinge schreibt man einfach nicht, obwohl es alle interessiert. Es gibt auf Solaris so viel interessantes, trauriges, ärgerliches aber auch lustiges zu entdecken. Aber mein Anstand verbietet es mir, darüber zu schreiben. Dazu ein paar anonyme Beispiele: Sie sind fast alle frei erfunden und Aehnlichkeiten zu Personen rein zufällig:

Happy Camping:

Ich würde nie über die beiden Schwaben schreiben, die mehr als 1 Stunde auf ihren Wohnwagen warteten. Sie hatten Glück, dass ihr Wohnwagen in Percy und nicht bei einem gewissen Igor überwinterte. Igor soll auf Solaris Platzverbot haben, weil ihm anvertraute Gefährte auf überirdische Art sich in Luft auflösten, d.h. „verloren“ gingen oder nicht mehr auffindbar waren.

Aber dann begann die zirkusreife Show: wie er den Traktorfahrer dirigierte, bis der Wohnwagen am gewünschten Platz stand und ins Lot gebracht war. Es ging dabei um Millimeter, denn bei jedem der Fenster mass er mit der Wasserwaage aus und liess eine der 4 Stützen um eine oder auch nur halbe Drehung anheben oder senken. Ihr müsst jetzt gar nicht lachen. Ich bin sicher, bei ihm wird die Toiletten-Türe sich nicht automatisch schliessen, wie bei mir.

Eines können wir alle von ihm lernen, nämlich das Delegieren. Er delegierte den Aufbau des Vorzeltes und der TV-Antenne an einen lieben Freund. Er kontrollierte nur. Beide Schwitzten ob der schweren Arbeit. Während der Freund  im Schweisse seines Angesichtes kniend die Häringe einklopfte, stand unser „Schwob“  daneben, überwachte den Verbrauch der Häringe und trank dazu ein Bier. Happy Camping

Holz vor der Tür:

Wie lassen sich Männlein von den Weibleins unterscheiden? Die holde Weiblichkeit ist meistens hübscher und hat „Holz vor der Tür“ (sagen die Bayern). Die Männer haben kein Holz sonden einen Notebook oder  ein intelligentes Telefon auf den Knien.

Arbeit vor dem Vergnügen:

Ueberall auf Solaris sieht man Gruppen von Männern zusammen stehen und emsig diskutieren. Selten ist eine Frau dabei. Jeder hat dabei ein kleines Telefon in der Hand, Smartphone nennt man diese. Gebannt schauen sie darauf.

Des Rätsels-Lösung: Sie versuchen sich ins Solaris-Internet einzuloggen. Manchmal schreit einer entzückt auf, als Zeichen, dass es geklappt hat. Die anderen schütteln den Kopf, weil es noch nicht geklappt hat. Einige stehen jetzt noch dort….. weil sie aufs Bestätigungsmail von der Rezeption warten, aber niemand bringt es vorbei.

„K“ wie Klaudia, Monika, Klara:

Hilfe, ich verwechsle die Namen meiner Nachbarinnen und Freundinnen. Erstens macht dies ein schlechter Eindruck und zweitens stempelt es mich als Frauenheld ab.

„Knödelche“:

Wer kennt nicht das „Knödelche, die blonde Putzfrau mit hoch aufgestecktem Haar. Ihren Kosenamen erhielt sie von Bärbel. Das Spezielle an ihr ist: von Hinten sieht sie aus wie eine Sex-Bombe, und wenn von vorne wie Draculas Mutter.

Apropos Putzfrau:

Wir haben in unserem Waschhaus die beste, fröhlichste und hübscheste Putzfrau von Solaris. Sie kommt aus Slavonien und verdient hier ihr Geld. Dies weiss auch Anna zu schätzen. Sie bringt unserem Engel in Waschhaus 10 jeden Morgen ein Frühstück mit Kaffee, Toast und Konfiture.

„Mein Olivenbaum ist mein Paradies“ oder „das Gezwitscher der Frauen“:

Unter meinem Olivenbaum auf dem Liegebett fühle ich mich geborgen und geniesse die Ruhe. Ich mag es nicht, wenn ich beim Lesen eines Buches gestört werde. Mich stört es bereits, wenn neben mir sich die holde Weiblichkeit trifft und kommuniziert. Die Frauen können nämlich zur selben Zeit gleichzeitig über 4 verschiedene Dinge diskutieren. Ein Horror für einen Mann. Da bin ich total überfordert und muss meine ganze verfügbare Konzentration einschalten. Um alles mitzubekommen und nicht mitreden zu müssen, stelle ich mich dann tot.

Beim letzten Mal vorgestern waren die Themen: „Haarschnitt bei der neuen Friseuse, der Wasserverbrauch der Kaffeemaschine, was ist störender Hundegebell oder das Schnarchen der Männer, Nikolaus schlägt zu„. Im Moment beim Schreiben dieser Zeilen weiss ich nicht mehr, ob der „Nikolaus der schnarchende Hund war und bei der Friseuse einen Kaffee bekam….????

Wer erinnert sich nicht an den 30. Juli 2010?

Bald jährt sich wieder der Jahrestag dieses Unwetters. Ich erinnere mich gut, wie links und rechts von mir das Wasser an meinem Wohnwagen vorbeifloss. Ich stand auf einer Insel, andere mitten im Fluss oder dem See. Ich erinnere mich an Gerlinde, durch deren Vorzelt der reissende Bach schoss, und an den Alois mitten im „Lago Solaris

» Zu meinem Bericht über das damalige Unwetter: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2010/07/30/30-juli-2010-unwetter-ueber-solaris/

Man beachte das einsame Rennrad des Alois

Unwetter vom 30. Juli 2010: Man beachte das einsame Rennrad des Alois angeleht am Baumstamm

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Jul 30 2010

30. Juli 2010: Unwetter über Solaris

Stehe mitten im reissenden Bachbett, früher ein Weg

Stehe mitten im reissenden Bachbett, früher ein Weg

Nachdem ich gestern an dieser Stelle noch über die „Regentropfen“ geflunkter hatte, wurde Solaris heute Freitag, 30. Juli 2010 von einem schlimmen Unwetter überschwemmt. Um 10:15 Uhr begann es zu regnen. Anfänglich ganz kommod und dann immer stärker. Bald schüttete es, wie es nur im Süden möglich ist. Glücklicherweise wurden wir vom Sturm verschont. Bald konnte der Boden die niederprasselnden Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Zudem flossen aus dem nahen Olivenhain in ganzer Breite zusätzliche Bäche auf die Anlage. Die ersten Seen und kleine Bäche bildeten sich. Sie schwollen immer mehr an und überfluteten nach kurzer Zeit die gesamte Wiesenfläche zwischen dem Oliven-Hain ausserhalb des Campingplatzes und dem Eichenwald unterhalb dem Verbindungsweg zwischen Waschhaus 11 und 12. Dort sammelten sich die Wassermassen und schossen links, rechts und durch die Wohnwagen neben der Gemüsefrau vorbei in Richtung Meer. Für viele Camper bedeutete dies „Land unter“. Sie standen mitten in einem See.

Blick vom Olivenhain, woher das Wasser kam

Mitten im See, der neue Wohnwagen vom Alois. Man beachte das einsame Rennrad am Baumstamm

Mein und Dieter Dumonts Wohnwagen standen allein auf festem Boden wie eine Insel im „Lago Solaris“. Der Uli hätte auch noch Glück gehabt, denn das Wasser strömte links und rechts an uns vorbei. Ein veritabler Fluss durchströmte das Vorzelt und floss unter den Wohnwagen von Kleins (ex-Platz Peter Spirk), überschwemmte ein 2er-Zelt eines Münchner-Pärchens, berücksichtige auch noch die Augsburger mit der kleinen Mona, die zwar noch einen tiefen Graben schaufelten, aber zwecklos. Das Wasser durchfloss den Graben.

Klein's Wohnwagen

Klein’s Wohnwagen

Wasser, soweit das Auge reicht

Wasser, soweit das Auge reicht

Als ich mich während des Unwetter bewaffnet mit Fotoapparat und Regenschutz zur Besichtigung aufmachte, konnte ich die kämpfenden und schaufelnden Camper sehen. Ich sah Wasserfälle und grosse, mitgerissene Steine. Einige der Camper sassen im Wohnwagen und schauten aus dem Fenster zu, wie die rotbraune Brühe an ihnen vorbeistürzte.

Das ganze dauerte ganze 2 Stunden. Glücklicherweise gab es keine Personenschäden. Dann begannen die Aufräumungsarbeiten. Die Campingleitung setzte Trax ein. Die Camper spritzen mit Wasser die Zelte und Teppiche ab. Nach ein paar Stunden sah man nur noch sehr wenig, denn die Sonne hellte die Stimmung auf. Einige aber wechselten ihren Stellplatz und werden in Zukunft genauer hinschauen, bevor sie sich in eine Mulde stellen werden.

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