Tag: Trüffel

Aug 08 2016

8. August 2016: Neda vom Malo Selo ist nicht mehr unter uns

Eine Hiobsbotschaft

Schrecklich! Ich bin zu tiefst erschüttert. Neda Marusic von der Konoba Malo Selo ist nicht mehr unter uns. Sie verstarb völlig unerwartet Ende letzter Woche 56-jährig. Heute Montag, 8. August wurde sie beerdigt.

Sie war die Besitzerin und gute Seele des einmaligen Trüffel-Restaurants bei Fratrije (Buje). Oft habe ich hier wunderbare Trüffel-Speisen geniessen können. Das letzte Mal vor 1 Woche. Sie war mir wie eine Freundin.

Liebe Neda, ruhe in Frieden. Ich werde Dich nie vergessen Dein Basler Max

Neda-Mao-Selo


Nachtrag vom 16. Aug. 2016: Tea und Daria werden das Restaurant Malo Selo im Sinne ihrer Mutter weiterführen. Ich wünsche den beiden alles Gute

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2016/08/08/8-august-2016-neda-vom-malo-selo-ist-nicht-mehr-unter-uns/

Jun 06 2015

Rückblick auf 6 Wochen Solaris: Hitzefahrt durch Istrien – Ohrengrübler – Feinschmeckereien etc

Gestern Fraitag-Abend rief mich René, ein thailändischer Freund aus dem Piemont, via Skype an und fragte, ob bei mir alles in Ordnung sei? Ich hätte seit langem nichts mehr ins Tagebuch geschrieben.

„Auf dr Alp, da gibts koa Sünd“

In der Tat war ich anderweitig beschäftigt. Nach meinem Hexenschuss vor ein paar Wochen plante ich an meinem Projekt „mobiles Vorzelt“. Ich schrieb intensiv an meiner Autobiografie, denn hier auf Solaris ist wenig weltbewegendes passiert, wenn man davon absieht, dass der benachbarte Oliven-Bauer in Sichtweite einen übel stinkenden Misthaufen mit Schafsmist aufgebaut hat. Kein Schweinestall, wie manche vermuteten. Die abendlichen Düfte und die damit zusammenhängenden Fliegen haben manchen von uns beschäftigt. Wir fühlten uns wie auf einer Alp..

Radausfahrt via Motovun – Livade – Oprtalj – Buje und zurück

Es war Freitag, 5. Juni. Unser dritter diesjähriger Sommertag mit Temperaturen um und höher 30ºC. Wir wollten nur eine kleine Ausfahrt machen und die Parenzana Strecke zwischen Kastelir und Porec auskundschaften. Dabei landeten wir jedoch in der Nähe von Viznjan und fanden die Fortsetzung der alten Eisenbahnlinie nicht mehr. Wir entschieden uns darauf, eine grosse Runde über Motovun und weiter den steilen 5km-Anstieg von Livade nach Oprtalj auf der anderen Seite des Mirna-Tales zu fahren.

Wir, d.h. Martina, Klaus und ich haben dieses Abenteuer überlebt. 79 km mit 1250 m Höhendifferenz und dies bei stechender Hitze lauteten die nackten Zahlen. Bereits der steile Livade-Anstieg mit durchschnittlich 10%-Steigung verlangte mir viel ab. Einmal musste ich sogar absteigen, weil mein Kopf nicht mehr wollte. Es war wirklich ein Abenteuer. Es war nicht die Distanz, sondern die ungewohnte Hitze und die Höhendifferenzen, die uns zu schaffen machte. Nach etwas mehr als 4 Stunden langten wir in Solaris wieder an. Müde, aber zufrieden und glücklich. Ich legte mich unter meinen Olivenbaum und schlief wie gewohnt meinen Schönheitsschlaf, diesmal aber 3 Stunden.

Unsere Radstrecke: Camping Solaris - Viznjan - Motovun - Livade - Oprtalj - Buje - Novigrad - Solaris

Unsere Radstrecke: Camping Solaris – Viznjan – Motovun – Livade – Oprtalj – Buje – Novigrad – Solaris (Strava Tracking)

Ist die jährliche Ohrengrübler-Plage bereits vorbei?

Wer kennt sie nicht, die kleinen niedlichen Tierchen, die beim ersten Morgen-Kaffee als leckere Beigabe aus der Kaffemaschine herausgespühlt werden.. … die aber auch als Familie in meinen Schuhen wohnen, in die ich schlüpfen will … oder aus dem Brotsack rauskrabbeln…. Nachts sind die nicht zu übersehen, denn sie lieben die Dunkelheit und Feuchtigkeit. Im Moment hat es nur noch vereinzelte.

Ich kann Euch beruhigen: Die Ohrwürmer sind für uns Menschen absolurt ungefährlich, obwohl sie recht gut beissen können. Habt ihr gewusst, dass diese Insekten zu den Fluginsekten gehören. Einige der Arten verfügen nämlich noch über Flügel und können auch fliegen. bei den meisten sind deren Flügel aber verkümmert.

Unglaublich: Das Niveau gewisser Camper

Den ursprünglichen Original Beitrag über einen Streit zwischen Campern habe ich aus eigenem Antrieb gelöscht, denn es ist nicht meine Aufgabe, andere zu kritisieren. Es liegt mir aber am Herzen, dass man sich bei Unstimmigkeiten anständig verhält und mit einander spricht. Ich lehne auch das Intigrieren, das gegenseitige Ausspielen und Aufstacheln hinter dem Rücken Betroffener ab.

 

Solaris Essen bei Martina und Klaus: Max mit Kardinalschnitte

Notverpflegung – frittierte Heuschrecken

An keinem der Tage, die ich hier vebrachte, musste ich Not leiden. Entweder grillierte ich etwas feines auf meinem Grill, oder ich ass auswärts in der „Galeria“ oder ich wurde von lieben Nachbarn und Freunden eingeladen.

  • Bei Kerstin und ihrem Udo genoss ich den besten Calamares-Salat, der mir je vorgesetzt wurden. Er soll in 40-50 m Tiefe gelebt haben. Nicht der Udo, sondern der Tintenfisch. Ein einmaliger Traum. Auch nicht der Udo, sondern der Calamares-Salat!
  • Der Martina und dem Klaus lasse ich bei unseren Rad-Ausfahrten immer den Vortritt. Vorallem, wenn es bergauf geht. Als Gegenleistung werde ich von den beiden kulinarisch verwöhnt. Gestern mit Hacktäschli und zum Dessert einer doppelten Kardinalsschnitte (etwa 6 cm dick). Reine Bestechung und Korruption!
  • Es ist modern, Veganer zu sein. Als Veganer wird man bewundert. Bereits zweimal ging ich meinem zeitweiligen Hobby als Veganer nach. Veganer meiden tierische Produkte. Die Konoba „Malo Selo“ in Fratrja (Buje) bietet solche leckeren Gerichte an. Mit viel Liebe bereiten sie „Ravioli mit Trüffel“ an, meine Veganer-Leibspeise.
    ⇒ Nur ein kleiner Hinweis:  Ich bin beileibe kein Veganer. Gott behüte mich! Aber für Trüffel werde ich kurzzeitig auch Veganer
  • Ein paar Wochen zuvor wurde ich im „Petra“ in Vsar mit Hasenschlegel und im „Barba Cizo“ in Funtana mit Muscheln und anderen Meeresfrüchten verwöhnt. Istrien bietet nicht nur  08/15-Gaststätten, sondern auch Feinschmecker-Lokale an.

Max im Malo Selo: Trüffel Ravioli

Das Wetter wird draussen abgehalten

Dieser Allgemeinplatz gilt auch hier in Istrien. Die Wetterlage ging auf und ab. Wir hatten zwar keine Stürme, aber immer wieder ein paar Stunden Regen und vorallem kühlen Wind, mehrheitlich jedoch Sonnenschein. Seit wenigen Tagen hat es gebessert. Man kann auch abends nach dem Sonnenuntergang draussen sitzen bleiben, ohne sich den Winterpulli überziehen zu müssen.

Beim Radfahren in den vergangenen Wochen litt ich immer wieder darunter, dass ein kühler Wind ging. Ich musste mir ein  Unterleibchen mit Windstopper unter mein Velo-Leibchen anziehen. Ich bin eben immer noch die thailändische Wärme gewohnt und mag es warm. Mein Körper schwitzt gerne. Seit Anfang Juni wurde es bedeutend wärmer, auch nachts

Mein autobiografischer Bestseller

Hohe Ziele soll man sich setzen. Vielleicht geht es mir wie den meisten Künstlern. Sie werden erst nach ihrem Tode berühmt. Daran bin ich aber bei weitem nicht interessiert.

Vielleicht habt ihr es bereits bemerkt. Meine Bücher und Blog-Beiträge veröffentliche ich unter dem Pseudonym „Basler Max“. Nicht zu verwechseln mit dem „Mario Basler“, seines Zeichens deutscher Fussballer. Wenn ihr im Google nach „Basler Max“ sucht, werdet ihr unzählige Einträge finden.

In der Zwischenzeit weiss ich auch, warum ich in der Google-Suche so weit oben erscheine: Meine Sex-Beiträge! Sucht mal mit den Begriffen  „Basler Max Sex„. Ihr werdet staunen! …lach lach lach

Fast täglich kratze ich während einiger Stunden meine Erinnerungen zusammen und schreibe diese in mein Notebook. Einzelne meiner Freunde auf dem Campingplatz beobachten dies mit Argwohn und haben mich im Verdacht, ich würde über sie schreiben. Ich kann aber alle beruhigen. Ich schreibe keine Thriller und noch weniger intime Enthüllungen über die Sünden auf dem Campingplatz.

Die Kapitel über meine „Krankheiten“ habe ich abgeschlossen. Ich hoffe, dass in Zukunft nichts neues dazu kommt. Nun arbeite ich an dem Abschnitt über meine „Karriere als Camper„. Begonnen hat diese als 18-Jähriger und enden wird sie gemäss meiner Lebensplanung erst in der Zukunft …. lach!

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2015/06/06/rueckblick-auf-6-wochen-solaris-hitzefahrt-durch-istrien-ohrengruebler-feinschmeckereien-etc/

Jul 24 2014

24. Juli: Beef, Trüffel und San Servolo Bier im „Malo Selo“

Malo Selo: Trüffel Teigwaren und SteakIstrien ist bei weitem kein Gourmet-Paradies. Es kann niemals der Toskana das Wasser reichen. Aber es gibt ein paar Kleinode, die einem beglücken können. Dazu zählt bestimmt das „Malo Selo“ in Fratrija bei Buje..

In dieser Woche war ich zweimal dort zu Gast. Einmal mit den Dach’s ganz überraschend, und gestern ein geplanter Besuch mit Fredi und Inge.

Beef mit Trüffel

Bisher habe ich nur von den Trüffel-Speisen mit den hausgemachten Teigwaren geschwärmt, die unbestritten einzigartig sind. Meine Vorliebe gilt den hausgemachten Raviolis an Bechamel Sauce. Diesmal habe ich ein Beefsteak mit Trüffel ausprobiert und war anschliessend überwältigt. Das Fleisch war 1A, was ich in Istrien nicht gewohnt bin. Es war absolute Spitze und zerging auf der Zunge; und darüber und rundherum  eine feine Bechamel Sauce mit geraspelten und gehobelten Trüffel. Als Beilage bestellte ich Kartoffeln und es kam eine Rösti, wie ich sie noch nie gegegessen und genossen habe: fein geraffelte rohe  Kartoffeln, etwas gestampft in der Pfanne gebraten. Ein Gedicht mit der Sauce und den Trüffeln!

Malo Selo: Trüffel Teigwaren und SteakSan Servolo Bier

Als weitere Premiere versuchten wir erstmals das neue „San Servolo“ Bier aus der ersten istrianischen Privat-Brauerei in Buje. Seit Mitte 2013 produziert diese kleine Brauerei ein ungefiltertes Trüb-Bier mit 5% Alkohol mit feinem Hefe-Duft. .Vielleicht lacht nun ein Profi ob dieser Beschreibung. Wichtig ist, es hat mir, Patrick und auch Fredi geschmeckt.

Wie ich auf der Homepage der Brauerei San Servolo lese, darf sich der Gerstensaft anstelle von üblicherweise 5 Tagen in der hiesigen Brauerei knapp 60 Tage Zeit lassen. Anschließend kommt er unfiltriert und nicht pasteurisiert in die Flasche, wo ihm bei einer zweiten Gärung eine nachhaltige, spritzige Note verliehen wird. Auf diese Weise bleibt das Bier lebendig, fruchtig und behält wertvolle Vitamine und Vitalstoffe.

csm_San_Servolo_-_Foto_Blaha__20__c2d06445baMehr übers „Malo Selo in Fratrija bei Buje“ findest Du in diesem Blog durch Eingabe im Such-Feld: „Malo Selo“

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2014/07/24/24-juli-beef-trueffel-und-san-servolo-bier-im-malo-selo/

Jun 12 2014

12. Juni: Essen – Dinnieren – Geniessen im Malo Selo

Fratrja Malo Selo Trüffel TartuffiEs ist für Euch Leser langsam langweilig, denn immer wieder zieht es mich ins „Malo Selo“ in Fratrija. Die dortigen Trüffel-Speisen sind einfach berauschend. Vielleicht bin ich bereits süchtig danach! Dieses Mal mussten meine Freunde Frans und Katalin aus Basel mich begleiten und sie waren schlussendlich nicht enttäuscht.

Bereits beim Eintritt ins Lokal wehte uns der nussähnliche Duft der schwarzen Trüffel entgegen. Die schwarzen Trüffel gibt es bis Mitte August, anschliessend die weissen Trüffel. Der Weg führte uns durch die Gaststube in den lauschigen Innenhof. Es war angenehm, sommerlich warm.

Als Entré undf Willkommen-Gruss des Hauses gabs eine Platte mit je 2 Trüffel-Bruschettas pro Person. Als Vorspeise bestellten wir einen Drehteller mit istrianischem Schinken, Salame, Käse und gedämpften Pilzen. Ravioli und Tagliatelli mit Trüffeln waren für uns die Hauptspeise. Ein Gedicht mit den geraspelten und gehobelten Trüffeln

Wie finde ich das Malo Selo?

Mit dem Auto nach Buje fahren, dann weiter in Richtung Portoroz. Etwa 3-4 km nach Buje steht am linken Strassenrand der Abzweiger samt Werbetafel Malo-Selo. Auf dieser kleinen Strasse fährt man nun etwa 1 km ins Landesinnere, durch ein paar kleine enge Kurven und steht unverhofft vor dem Malo Selo. Achtung: Das Malo Selo ist am Mittwoch geschlossen

Oder man programmiert das Navigarionssystem mit den GPS-Koordinaten: N 45º 25.915′, E 13º 38.125′

Achtung Radar: Ich möchte es nur am Rande erwähnen, auch diesen Abend habe ich 2 Radar-Kontrollen der Polizei erlebt, die eine Mitte in Umag in der 40 km/h-Zone. Man beachte, in Istrien wurden generell die Geschwindigkeiten auf 40, 60 und 70 km/h gesenkt.

Fratrja Malo Selo Trüffel Tartuffi

 

Das „Dvi Murve“ ist geschlossen

Es war ein Schock: Eines der besten Restaurants im Raume Porec, das „Dvi Murve“, ist geschlossen. Ich erinnere mich gerne an das Istrianische Steak des Hauses und den einmaligen Palatschinken. Wer weiss mehr über den Grund des Schliessens?

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2014/06/12/essen-dinnieren-geniessen-malo-selo/

Aug 12 2013

Ein Rückblick auf 108 Tage Solaris

Vor dem Malo Selo

Vor dem Malo Selo

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei„…so lautet nicht nur der berühmte Song vom Gottfried Wendehals, sondern auch mein Motto vom Sonntag, 11. August, als ich wieder nach Hause fuhr. Kein grosses Ereignis, aber dennoch Grund für einen Rückblick auf 108 Tage im Süden von Europa, in Kroatien und in der Toskana:

  • Ich verbrachte 108 Tage im Süden und bezahlt dafür auf dem Camping Solaris samt Kurtaxe Euro 1’840. Ein akzeptabler Betrag und trotzdem viel Geld, denn in Thailand miete ich für denselben Betrag 3½ Monate ein schönes Haus unweit vom Meer! Ich war 3x auf Reise ausserhalb Solaris.
  • Lebenskosten: Istrien ist nicht mehr das günstige Reiseland von einst. Die Lebensmittel-Preise macht der Lidl. Sie sind vergleichbar mit denen zu Hause. Was aber viel günstiger ist, ist das Essen in den vielen Gäststätten. Der Benzinpreis stieg auf Euro 1.50 für 95 Oktan, ein Drama für die Einheimischen
  • Ich war 3x ausserhalb Solaris.
    • Anfangs Mai verbrachte ich die jährlich Radrenn-Woche in der italienischen Toskana (Follonica, Golfo del Sole) und brachte als Souvenir 12 gute Flaschen Rotwein mit nach Solaris. Meinen Reisebericht gibt es unter: (http://www.maxlehmann.ch/follonica2013.htm)
    • Ende Juni fuhr ich wie gewohnt 1 Woche nach Hause in die Schweiz, um meine zurückbehaltene Post zu erledigen. Diese kann ich nämlich nur maximal 2 Monate auf der Poststelle zurück lassen
    • und schlussendlich machte ich im Juni mit dem Wohnmobil von und mit Klaus eine 1 wöchige Reise der kroatischen Küste entlang via Zadar – Sibenik – Trogir – auf die Insel Pesenjac und weiter nach  Dubrovnik und zurück via die Plitvizer-Seen. Meinen Reisebericht gibt es unter dieser Adresse (http://www.maxlehmann.ch/solaris/2013-dubrovnik.htm)
  • Das Solaris Rennteam: v.l.n.r.:Martina Max und Klaus

    Das Solaris Rennteam: v.l.n.r.:Martina, Max und Klaus

    Radfahren: Ich war wiederum sehr aktiv und fuhr insgesamt 1’346 km mit dem Mountain-Bike und 156km  mit dem Rennrad, dazu kommen noch die 340 km in Follonica. Erwähnenswerte Ausfahrten waren die „Parenzana“ von Solaris via Motovun und Groznjan zurück via Buje über 88km, und die beiden steilen 8km-Anstiege von Livade nach Oprtaly

  • Campingplatz Sanitäranlagen: Da gab es nichts auszusetzen, wenn da nicht die ersten Tage auf Solaris gewesen wären. Dies war ein Schock als ich Ende April ankam. Der Campingplatz war offiziell seit Anfang Monat offen. Man verlangte auch die vollen Tagesansätze, jedoch waren nur ein paar wenige Sanitäranlagen benützbar. Ich musste tatsächlich zu Fuss etwa 10-15 Minuten wandern, bis ich das Waschhaus in Nähe des Steinbruchs erreicht hatte. Erst auf Intervention öffnete die Campingleitung das Waschhaus in meiner Nähe. 
  • FKK auf dem Campingplatz: Es ist mir aufgefallen, dass immer mehr Bekleidete sich auf Solaris breit machen. Nicht nur die Tennisspieler der externen Zischka-Tenniskurse anfang Saison, sondern vorallem auch in der Hochsaison. Warum unternimmt die Campingleitung nichts? Sie und auch das Sicherheitspersonal fahren mehrmals am Tag auf dem Platz umher. Wollen sie etwa, dass Solaris das schlechte Image eines Voyeur-Platzes bekommt?
  • Belegung Solaris: Der Campingplatz war dieses Jahr um einiges schlechter besucht, als in den Vorjahren. Dies sah man sehr deutlich auf den höheren Plateaus rund um die Tennisplätze und im hinteren Bereich der Schweinebucht. Dort fand man immer freien Plätze. Es fehlten viele Slowenen, die noch in den Vorjahren als Saison-Camper die Plätze belegten und heute nur noch zu ihren Ferien anreisten. Die Slowenen müssen scheinbar die Gürtel enger schnallen.
  • Wohnwagen: In meinem Wohnwagen bin ich König und fühle mich wohl. Ich schlafe wunderbar. Leider ging die Klimaanlage ein paar Tage vor meiner Rückreise kaputt, als es so richtig heiss war. Aber kalt duschen und sich nass ins Bett legen,  kühlt auch! Ich werde meine Anlage auf dem Dach nicht reparieren, sondern eine neue Trumatic für den Stauraum anschaffen (Kostenpunkt um die Euro 1’200)
  • Klima und Temperatur: In den Monaten Mail/Juni war es viel zu kühl und windig. Im Gegensatz von zu Hause, hatten wir in dieser Zeit sehr wenig Regen. Er beschränkte sich bis auf 1-2 Ausnahmen in den Nachtstunden. Ab Juli wurde es dann heiss mit Spitzen bis zu 39°C
  • Ueber Todesfälle muss ich nicht berichten. Alle Freunde und Bekannte habe ich entweder getroffen oder haben sich gesund abgemeldet. Lorenz und Elisabeth mit ihrem Cavalier Hailly werden wahrscheinlich nicht mehr nach Solaris kommen, da sie vermeintlich zu viele Zecken hier entdeckt haben.
  • Internet: Valamar hat viel Aufwand ins Wifi von Solaris und Lanterna gesteckt. Noch vor der Hauptsaison haben sie die grösstmögliche Kapazität vom kroatischen  Telefon-Anbieter geordert. Trotzdem kam es manchmal zu kleineren Engpässen, die man aber überwinden konnte, indem das herunterladen von Videos und der Zugriff auf Porno-Seiten unterbunden wurde. Was ich erst jetzt realisierte. In Kroatien gibt es noch keine Glasfaser-Kabel für grosse Internet-Kapazitäten, sondern nur die alte Draht-Technologie!
  • Kulinarisches: Istrien ist und wird es nie werden, ein kulinarischer Geheimtip. Die Gäste, die Istrien bereisen, sind auch nicht bereit, Geld für feines Essen auszugeben. Sie suchen „grosse Portionen für möglichst wenig Geld„. Aber dennoch gibt es ein paar feine Lokale, wie das „Malo Selo“ in Fratrija als mein Trüffel-Kleinod.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2013/08/12/ein-rueckblick-auf-108-tage-solaris/

Jul 08 2013

7. Juli 2013: Konoba Malo Selo – Mein Geheimtip für Trüffel-Essen

Malo Selo: Blick auf die Idyllische Terrasse

Blick auf den idyllischen Innenhof

„Essen“ ist eine meiner 3 schönsten Lieblings-Beschäftigungen. Und wenn dann noch das Ambiente stimmt, dann bin ich glücklich und zufrieden. Dies alles deckt die „Konoba Malo Selo“ in Fratrija bei Buje ab.

Gestern war es wieder einmal soweit. Zusammen mit Inge und Fredi, Lena und Christian, Martina und Klaus war ich dort zum Trüffel-Essen

Das „Malo Selo“ ist eine typische, stilvolle Konoba mit einfachen Stühlen und Tischen in gemütlichen Gaststuben und einem romantischen Innenhof. Das hausgemachte Brot mit Trüffel oder Wildspargeln oder Oliven je nach Jahreszeit ist Spitze.

Trüffel-Speisen aller Art gehören zu den Highlights ihrer Speisekarte. Ich liebe den feinen Geschmack des Trüffels. Er kommt am besten zur Geltung, wenn man nur ein Nudelgericht bestellt. Nie sollte man (Rinds-)Fleisch mit Trüffel bestellen, denn das Fleisch übertönt den feinen Trüffel-Duft.

Einmalig im Malo Selo sind die hausgemachten Nudeln. Meine Favoriten sind hausgemachte Ravioli mit Käse-(Quark).Füllung und dazu fein geraffelter schwarzer Trüffel à 130 Kunar (= € 19). Den weissen Trüffel gibt es erst ab August/September.

Neda mit frischen Steinpilzen

Neda Marusic mit frischen Steinpilzen


Konoba Maolo Selo in Fratrija bei Buje

Koordinaten für Navi: 45° 25′ 54.69“ N, 13° 38′ 07.95“ E, 136m Höhe


Ich war nicht zum ersten Mal im Mao Selo. Nein, ich bin eher Stammgast. Einen Erlebnisbericht üeber meinen letztjährigen Besuch findest unter:  http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2012/05/25/24-mai-2012-truffel-essen-im-malo-selo/

 

Schwarzer Trüffel aus Istrien

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2013/07/08/7-juli-2013-konoba-malo-selo-der-geheimtip-fuer-trueffel-essen/

Aug 20 2012

20. Aug. 2012: Galadinner für meine Tennis-Freunde in der Schweiz

Vorbereitung „Trüffel (Tartufi) und Eierlikör-Torte“:

Jedes Jahr nach meiner Rückkehr aus Istrien, zelebriere ich für meine Tennisfreunde in Basel ein festliches Essen. Dieses Mal sollte es  zu Ehren von Rolfs 80.-Geburtstag ganz speziell ausgehen.

So habe ich bereits in Istrien in der Konoba Malo Selo 4 schwarze Trüffel-Kugeln zusammen 200g sowie Trüffelöl eingekauft.

Meine Vorbereitungen begannen bereits am Vortag, So wagte ich mich an die „Eierlikör-Torte mit eingelegten Aprikosen“ nach einem Rezept von Klaus und Martina, Bisher habe ich nur Früchte-Kuchen resp. -Wähen gebacken, aber noch nie eine richtige Torte mit allem drum und dran. Rückblickend ging alles bestens. Meine Gäste, aber auch ich, waren begeistert.

Eierlikör-Torte

Der gemütliche Abend:

Am Montag, 20. Aug. um 18 Uhr trafen Rolf, Renato, Karli und als Ueberraschungsgast Kathrin bei mir ein. Ich habe meine Wohnung auf Vordermann gebracht und mit gemischt-farbigen Rosen in rot, pfirsich, gelb und rosa, meiner Lieblings-Blume und -Farben, geschmückt. Zur Begrüssung gab es Champagner, dann musste Renato mir in der Küche helfen. Nüssli-Salat resp. Feldsalat galt es zu rüsten, dazu fein geschnittener istrianischer Schinken.

Meine Freunde rund um den Tisch: Rolf, Karli, Renato und Max

Als Hauptgang gab es Ravioli mit Steinpilz-Füllung, Bechamel-Sauce und darauf fein geriebene Trüffel. Für Rolf, der den Trüffel-Duft nicht mochte, habe ich eine Gorgonzola-Sauce gemacht. Als Farbtupfer schmückte ich jjeden Teller mit einer halben Aprikose. Dieser Anblick verwirrte Rolf zu Gänze und führte zur unerwartenen Frage: „Max, ist dieses Ei durchgekocht?“ … bis er ob unserer ungläubigen Gesichter die Realität realisierte (Bem: Bei Rolf muss alles durchgekocht sein, eben auch Eier und Fleisch).

Jeder hat zwei Portionen gegessen, was ich als Kompliment auffassen durfte. Zum Trinken gab es den Follonica-Wein „Brecce Rosse 2010“ von LaCura (Massa Marittima).

Als Dessert gab es dann meine grosse Ueberraschung. Auch für mich eine Ueberraschung, denn ich wusste nicht, wie die Eierlikör-Torte schmecken würde. Gestern habe ich sie gebacken und heute wurde sie ausprobiert. Und sie hat geschmeckt. Erstklassisch und lecker. Es gab nichts auszusetzen. Der Eierlikör-Geschmack war nicht dominierend. Einzig den Boden werde ich das nächste Mal etwas dünner machen.

Es wurde aber nicht nur gegessen und getrunken. Zwischendurch wurden naturgemäss alte Rad- und Tennis-Erlebnisse aufgefrischt, aber auch über nicht Anwesende gelästert.

Ein Facebook-Kommentar von Ruedi Wenger

Noch am selben Abend, als meine Gäste bereits nach Hause gefahren waren, schaute ich schnell im Internet nach neuen Meldungen nach. Und in der Tat schrieb im Facebook der Ruedi Wenger, mein LOOK-Rennvelohändler, als Kommentar zu meinem Bild Eierlikör-Torte:  „Hey Max wo bleibt denn mein Kuchen?…wir warten“. Am nächsten Morgen fuhr ich zu ihm und brachte als grosse Ueberraschung 2 grosse Stück Eierlikör-Torte.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2012/08/20/20-aug-2012galadinner-fuer-meine-tennis-freunde-in-der-schweiz/

Jul 21 2012

21. Juli 2012: Eine abenteuerliche Radfahrt von Groznjan nach Hum und zurück

Die Ausfahrt sollte uns mit dem Mountain-Bike nach Hum führen, der kleinsten Stadt der Welt.  Es wurde zu einem grossartigen Erlebnis. Unvergesslich der Waldbrand, die Ziegenherde, der steile nicht enden wollende Anstieg von Buzet nach Roc, die glagolitische Skulpturen bei Hum, mein Sturz im Tunnel der Parenzana, der obligate Plattfuss von Martina und schlussendlich das desaströse Trüffel-Essen im Rest. Bastia in Groznjan.

Vorbereitung der Fahrt

Zur Vorbereitung der Fahrt begab ich mich einen Tag vorher bewaffnet mit meinem Navi und Strassen-Karten mit dem Auto auf die Strecke. Es galt, möglichst wenig befahrene schöne Nebenstrassen und Sehenswürdigkeiten zu finden, alles innerhalb von 80-90 km Fahrstrecke.

Zudem wollte ich den Einstieg in die Parenzana erkunden, den wir beim letzten Mal nicht fanden. Auch dieses Mal wurde ich erst klüger, als ich einen einheimischen Bauern danach fragte. Er war so nett und zeigte mir die besagte Stelle:  Etwa 20-40 m nach dem Livade-Kreisel startete der Parenzana-Weg rechts zwischen zwei unscheinbaren Häusern nach oben. Beim ersten Hinschauen sah ich nur hohe Gräser, aber keinen Weg.

Ursprünglich hatte ich Buje als Start- und Endpunkt unsere Ausfahrt vorgesehen. Nachdem ich aber mit dem Auto die gesamte Strecke abgefahren und in Hum anlangte, zeigte meine Tachoanzeige bereits 63 km an, was zu einem Tagesleistung von mehr als 120 km geführt hätte.Dies konnte ich Martina und Klaus nicht zumuten.

So entschied ich mich auf Groznjan als neuen Start- und Endpunkt und einer theoretischen Fahrstrecke von 105 km. Dazu kamen 1’550 m Hohendifferenz, was auch nicht ohne war. Groznjan als Drehscheibe hatten den weiteren Vorteil, dass wir uns als Abschluss unserer Tour auf ein feines Trüffel-Essen freuen konnten

Fahrtbeschreibung: Groznjan – Martincici – Poropati – Sterna – Oprtalj – Livade – Istarske Toplice – Buzet – Roc – Hum – Roc – Buzet – Livade – Parenzana – Groznjan

Der Wetterbericht verhiess auf den späteren Nachmittag Regen, also starteten wir bereits um 7 Uhr in Solaris, für mich als Lang- und Tiefschläfer eine kleinere Katastrophe. Aber ich überlebte und wurde nach einer intensiven Dusche hellwach.

Mit dem Auto und den 3 Mountainbikes von mir, Martina und Klaus auf dem Radträger ging es los nach Groznjan, wo wir auf dem grossen Parkplatz parkierten. Es war bereits etwas bewölkt und angenehm kühl als wir gegen 8 Uhr losfuhren. Unterwegs trafen wir unerwartet auf ein grösseres rauchendes Waldbrandgebiet. Es muss hier in den letzten 24 Stunden gebrannt haben, denn gestern war hier noch nichts zu sehen. Ein Polizei-Jeep stand Brandwache. Der Rauch und die glühenden Nester waren unheimlich. Eine Mondlandschaft.

Zügig ging es weiter auf leicht hügeligen Wegen über Sterna nach Oprtalj, wo wir die wunderbare Rundsicht auf die steilen Terrassen mit Oliven-Bäumen und Rebstöcken genossen. Unterwegs kam uns eine Schafsherde entgegen, die sich angstvoll  an uns vorbeischlängelte, und dabei die kleinen „Bölleli“ fallen liessen. Unvergesslich auch die über 10% Steigung hoch zum Dörfchen Oprtaly, die meinen Puls hochsteigen liess.

Aber dann ging es abwärts in Richtung Livade, über mehrere Kilometer die Serpentinenstrasse hinunter. Ich denke 6-7% Gefälle waren es. Weiter führte uns der Weg in moderater Steigung zuerst durch den Wald auf der Pararellstrasse zur Mirna, am Thermalbad Toplice vorbei und später auch auf der Hauptstrasse in Richtung Buzet und weiter nach Roc. Der letztere Weg hatte es in sich. Mehrere Kilometer ging es aufwärts. Es könnten um die 10% gewesen sein Schon nach kurzer Zeit schnappte ich nach Luft und legte einen kleineren Gang ein. Die Muskeln brannten, bis endlich rechts die Abzweigung nach Hum mich erlöste.

Max in Glagolitische Skulptur bei HumHum, die kleinste Stadt der Welt

Nur noch 6 km sollten es bis nach Hum auf der „Gedenkallee der Glagoliten“ gehen. Eine schöne Fahrt immer aufwärts, erst auf den letzten 1-2 km steil ansteigend. Nun waren wir 52 km unterwegs. Links und rechts der Strasse standen Skulpturen glagolitischer Ereignisse und Buchstaben. Noch bis in die 60er Jahre des vergangenen 20. Jahrhunderts wurden in dieser Schrift in Istrien, Kvarner und Dalmatien die kirchlichen Dokumente verfasst.

Hum, die kleinste Stadt der Welt, wie sie genannt wird, ist ein Kleinod. Durch einen wuchtigen 22 m hohen Glocken- und Verteidigungstum gelangten wir in die Stadt mit einer Grundfläche von 100 x 35 m. Nur 2 Gassen führen zwischen den vielleicht 10-15 Häusern vorbei. Im einzigen Restaurant der Stadt machten wir Halt und genossen die prächtige Aussicht, bevor wir wieder zurückfuhren.

Rückfahrt mit rasanter Talfahrt

Auf der rasanten, nicht enden wollenden Abfahrt nach Buzet realisierten wir, wie steil der Anstieg war. Mit um die 60 km/h rasten wir ins Tal. Zwischen Buzet und Livade sollte es weiterhin leicht bergab gehen. Dies tat es auch, aber der lästige Gegenwind vermieste uns diese Freude. So mussten wir trampen und nochmals trampen.

In Livade starteten wir dann unser Dessert, den Anstieg der Parenzana nach Groznjan. Beim letzten Mal hatten wir den Einstieg nicht gefunden. Dieses Mal habe ich ihn per Auto erkundet. Gemütlich ging es mit einer Steigung von max. 3% nach oben. 20 km waren angesagt. Es war wirklich die schönste und vielfätigste Strecke der Parenzana. Mehrere Viadukte, die Schluchten überquerten, und Tunnels machten den Weg einzigartig und interessant. Leider haben wir eine Taschenlampe vergessen. Die braucht man nämlich, wenn man durch die längeren Tunnels fahren resp. gehen will . Sie sind stockdunkel. Man sieht nicht einmal die Hand vor dem Gesicht.

Salto Mortale in einem Tunnel der Parenzana

Diesen Umstand musste ich bitter erfahren, als ich inmitten eines der mittelgrossen nur etwa 60 m langen Tunnels gestürzt bin. Mein Gleichgewichtssinn war wegen der Dunkelheit nicht mehr 100%ig. Ich fuhr nicht schnell, schwanke auf dem Rad, wollte aus dem linken SPD-Pedal aussteigen, aber es war das falsche, denn ich stürzte auf die andere Seite. Dabei knallte ich mit meinem behelmten Kopf an die Tunnel-Wand. Mein Dank gilt meinem Helm. Er hat mich vor grossen Schrammen oder gar einem Schädelbruch bewahrt. Zusätzlich habe ich mir nur Abschürfungen und Prellungen am Ellbogen, am Unterarm und am linken Bein zugezogen. Ich bin glimpflich davongekommen. Erst zu Hause habe ich bemerkt, dass ich bei diesem Sturz mein kleines Diktiergerät, das ich immer bei mir habe, um mir etwaige Ideen und Erlebnisse zu merken, verloren habe.

Groznjan und kulinarisches Desaster in der Konoba Bastia

Nach 7 Stunden Fahrt inkl. der Zeit für das Beheben eines Plattfusses bei Martina und des Aufenthaltes in Hum langten wir in Groznjan an und freuten uns auf die Trüffelspeise in der Konoba Bastia. Um es vorweg zu nehmen: Es war eine Zumutung, ja eine Katastrophe, was uns die Küche des Rest. Bastia hinstellte: Aufgewärmte Nudeln mit ausgetrockneter Bechamelle-Sauce. Von Trüffel Geschmack war nichts zu entdecken. Es hätten auch Sägespähne sein können. Dies hat nichts mit einer Panne in der Küche zu tun, dies war schlicht und einfach Verarschung. Bei einem derart einfachen Nudeln- Essen kann man nämlich nichts falsch machen.

Welch Chance hat sich das Bastia vermasselt! Wollten wir doch in den nächsten Tagen dort gediegen Essen gehen … und nun dieses Desaster. Wir haben uns beschwert, aber man zeigte wenig Verständnis für unsere Enttäuschung. Zufriedene Kunden scheinen dem Restaurant weniger wichtig zu sein, als die eben erhaltenen Einnahmen. Es ist eigenartig. Dasselbe habe ich mit Freunden bereits einmal kurz nach dem Krieg erlebt, als wir richtiggehend über den Tisch gezogen wurden. Damals haben wir uns geschworen, diese Gaststätte niemals mehr zu besuchen. In die Zwischenzeit schien es, als ob sie sich gebessert hätten. Aber es war nur ein Schein. So wird eben die Konoba Bastia wieder ein paar Jahre auf der Liste der empfehlenswerten Restaurants gestrichen bleiben: Es ist einfach nicht mehr empfehlenswert.

Nachtrag vom 3. Aug. 2012:

Ich zeigte heute Abend Philip und Maxi das einmalige Groznjan. Dabei besuchten wir die Konoba. Bastia. Die Nudeln mit Trüffel waren diesmal frisch, aber die Bechamel-Sauce war etwas zu dick geraten. Es gab kein Brot. Die Bedienung war mangelhaft und gestresst. Wir mussten lange warten, bis wir bedient wurden.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2012/07/21/21-juli-2012-mit-dem-rad-von-groznjan-nach-hum-und-zuruck/

Mai 25 2012

24. Mai 2012: Trüffel-Essen in der Konoba Malo Selo

Ein feines Steak mit Trüffel

Etwa 30 km vom Camping-Platz Solaris im weiteren Raume von Buje  befindet sich im Weiler Fratrija die unscheinbare Konoba Malo Selo.

Ein Geheimtip für feines Trüffel-Essen. Im 2008 wurde das Malo Selo mit einer „Gault Millau-Mütze“als eines der besten Restaurants in Istrien belohnt.

Konoba Malo Selo in Fratrja

Konoba Malo Selo in Fratrja

Am Mittwoch ist Ruhetag. Alle Arten von Nudeln oder Ravioli an einer feinen Bechamel-Sauce und darauf eine gehörige Portion schwarzen Trüffels- Zwischen 110 und 130 Kunar (entsprechend €15-17) kostet eine solche Delikatesse.

Am 24. Mai eröffneten Fredi und Inge, Klaus und Martina, mit mir als Begleiter die diesjährige Trüffelsaison. Es war wunderbar, königlich!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2012/05/25/24-mai-2012-truffel-essen-im-malo-selo/