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Mai 26 2017

25. Mai. 2017: Auf- und Abstieg des Restaurant Arka in Tar

Das „Steakhaus Galeria“ gibt es nicht mehr

Das Restaurant Arka liegt vis-à-vis vom „Steakhaus Galeria“ in Tar, in dem ich in den letzten Jahren jeden Samstag mit Fredi und Inge, Matjaz und Ida z’Nacht ass. Leider gibt es seit diesem Jahr die „Galeria“ nicht mehr. Die Besitzerin des Hauses, sie lebt in Australien,  will verkaufen und kündigte die Pacht kurzfristig. Die Galeria war für mich zwar kein Spitzen-Restaurant, bot aber über die ganze Zeit eine gute kroatische Küche zu vernünftigen Preisen an. Berühmt und bei mir auch beliebt war das Salatbuffet….. und das zuvorkommende Wirtepaar.

Bergab mit dem Restauarnt Arka

Bereits letztes Jahr habe ich mehrere Male unter der Woche ins Restaurant Arka vis-à-vis des Steakhouse Galeria besucht. Verschämt habe ich mich jeweilen hineingeschlichen, denn ich wusste, dass die beiden Wirte sich nicht allzu gut mochten. Aber mich interessierte die Qualität und das Angebot. Ich war jedes Mal begeistert. Meist habe ich nicht nach der Karte bestellt, sondern den netten hilfsbereiten Kellner gefagt, was er denn heute Spezielles anzubieten hätte. Ich war jedes Mal hoch zufrieden. Die Individualität hat mir gefallen. Vorallem in den Desserts bot er jedes Mal etwas Neues. Das Arka wer etwas teurer als die Galeria, war aber den Preis wert.

Dieser Jahr war ich 3x im Arka mit ganz unterschiedlichem Gefallen. Das erste Mal mit Wiener Freunden war ich noch einigermassen zufrieden. Es wear ja auch erst Saison-Beginn. Beim zweiten Mal mit Inge und Fredi war ich bereits etwas angekratzt. Obwohl es sich mediterranes Restaurant nennt, war die Auswahl an Fischen zu mager. Sie hatten nur grosse, wobei ich mich bei denen fragte, wie frisch die wohl seien. Enttäuschend auch der gemischte Salat, der bereits zusammen fiel, als er an den Tisch gebracht wurde.

25. Mai 2017: Essen im Restaurant Arka in Tar

Den negativen Höhepunkt erlebte ich am Donnerstag-Abend 25. Mai mit 8 Freunden. Wir wollten gut Essen. Ich habe von meinen guten Erfahrungen aus dem letzten Jahr geschwärmt. Ich kann es vorausschicken. Das Essen endete in einer Katastrophe, unsere Stimmung aber nicht. Die Vorspeise hatte noch weltmeisterlich begonnen:  eine längliche Platte mit Käse, Schinken und Speck, wunderbar und künstlerisch angerichtet. Sie liess eine grossartige Fortsetzung erwarten. Von den 9 Hauptspeisen waren 2 oder 3 meiner Freunde zufrieden. Gepasst hat der Teller Ravioli.  Kerstin bestellte schwarze Nudeln mit Garnelen und Spargeln. Es kam ein grosser Pasta-Teller gefüllt mit einem schwarzen Haufen Nudeln und kleinen Shrimps darunter. Ein nicht gerade Appetit anregender „Trauer-Teller“.

Ich bestellte gleich wie zwei meiner Freunde ein 200g Rindsteak mit Folien-Kartoffeln und Quark-Creme. Wir bestellte alle drei Medium gebraten. Jeder erhielt ein unterschiedlich grosses Stück Fleisch. Das grösste war etwa doppelt so gross wie meines, aber schön rot, meines war praktisch durchgebraten.  Der absolute Hammer waren die Folien-Kartoffeln. Sie waren zu hart und die Quark-Creme trocken und bröckelig. Nichts von cremig. Für mich unbegreiflich, wie ein Koch Kartoffeln nicht auf den Punkt bringt . Beim Quark haben sie uns alten, ausgetrockneten Quark serviert. Dazu gabe es Gemüse. Mich wunderte, dass das Gemüse ölig glänzte, bis ich realisierte, dies war vorgegartes und in Olivenöl eingelegtes Fertig-Gemüse, das man vom Händler in grossen Büchsen einkauft. Diese müssen nur kurz in der Microwelle aufgeheizt werden. Ideal für Junggesellen und Restaurants ohne Koch.

Dieses Arka ist nicht mehr dasselbe, wie letztes Jahr. Der Koch muss gewechselt haben. Die Küche 2017 an unserem Abend wurde nicht von einem Koch-Lehrling, sondern von einem Anfänger übernommen. Was mich im Nachhinein am meisten ägerte war nicht das schlechte Essen, sondern dass ich einmal mehr nicht den Mut hatte, den ganzen Frass zurückzugeben. Daran muss ich arbeiten. Erst zu Hause habe ich nämlich realisiert, wie schlecht ich diesen Abend gegessen hatte. Die Fröhlichkeit und Sprüche meiner Kollegen haben alles übertüncht. Wir hatten einen schönen Abend auf der angenehm warmen Terrasse, aber ….

Ins Arka werde ich in nächster Zeit nicht mehr zum Essen gehen und auch nicht weiter empfehlen. Ich weiss nun auch, warum sich sehr wenige Gäste im Arka verirren.

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Jun 06 2014

Achtung Radar-Kontrollen in Istrien

Kroatisches Polizei-Auto

Kroatisches Polizei-Auto

Es wäre übertrieben zu behaupten, überall in Istrien steht die Polizei. Aber die hohe Polizeipräsenz ist mir noch nie so extrem aufgefallenen, wie dieses Jahr. Man entdeckt sie tagtäglich versteckt in einer Strasseneinmündung oder hinter einem Gebüsch mit ihren Radar-Pistolen.

Kontrolliert wird vorallem auf geraden Strecken, auf denen man problemlos schneller fahren könnte. Die Bussen sind hoch und müssen an Ort und Stelle beglichen werden.  Ich glaube nicht, dass diese Kontrollen primär gegen die Touristen gerichtet sind, sondern gegen die eigenen kroatischen und nachbarlichen slowenischen Strassen-Rowdies.

Seit diesem Jahr herrscht auf den meisten Ueberlandstrassen in Istrien eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h oder 70 km/h. Diese Geschwindigkeit muss unbedingt eingehalten werden, sie wird tagsüber durch mobile Radarkontrollen der Polizei überwacht. Allein auf der heutigen 35km-langen Fahrt (Donnerstag, 5. Jun abends um 17:30 Uhr) in unser Trüffel-Lokal Malo Selo in Fratrija via Novigrad und Buje haben wir 3 Radar-Kontrollen der kroatischen Polizei erlebt. Die erste mobile Geschwindigkeitskontrolle war unweit von Solaris zwischen dem Tarl-Kreisel und dem EU-Turm von Tar an der Strasse nach Novigrad.

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Jul 13 2012

Istrien, ein Kreisel-Paradies

Immer mehr entwickelt sich Istrien zum Land der „Verkehrs-Kreisel“. Begonnen hat es vor 2-3 Jahren, als die Umgehungsstrasse um Porec mit 3 Kreiseln, oder sind es 4, gebaut wurde. Letztes Jahr haben sie mit Hilfe unserer Kurtaxe wieder zugeschlagen. Und wie! Bei der ehemaligen Lichtsignal-Anlage beim „Konzum“ mitten in Porec wurde Ende Juni 2011 ein neuer Kreisel eröffnet, der die dauernd überlastete Lichtsignalanlage ersetzte.

Seit 19. Juli 2011 entschärfte ein weiterer Kreisel die gefährliche Kreuzung auf der Hauptstrasse nach Porec zwischen Tar und den Campingplätzen Lanterna/Solaris. Dieser ist ein echter Gewinn, denn die Links-Abzweigung von Solaris/Lanterna in Richtung Tar und Novigrad war immer gefährlich.
Kreisel auf der Hauptstrasse Novigrad - Tar - Porec
Und nun aber der Hammer: Am 23. Juli 2011 wurde der „Friedhofskreisel“ eröffnet, ein gross-dimensionierter Kreisel zwischen dem Friedhof beim Kiwi und dem Sportplatz Tar. Er hat die einzige Aufgabe und nur einen Abzweiger, den Verkehr zum Friedhof in geordnete Bahnen zu lenken. Ich vermute, die Gemeinde Tar rechnet in nächster Zeit mit einem steilen Anstieg an Beerdigungen. Wann werden sie wohl die marode Strasse zu den Hotel- und Camping-Anlagen erneuern?
Friedhofskreisel zwischen Tar und Camping Solaris
Zu Beginn der Feriensaison im Mai 2012 leistete sich Tar 3 weitere Kreisel. Der eine auf der Hauptstrasse zwischen Vabriga und Tar sowie zwei weiteren in Tar selber. Das kuriose daran ist, dass einer der Kreisel in Tar rund um ein Wohnhaus führt.

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