Schlagwort-Archiv: News

Jun 21 2017

Warum keine Flat-Rate, liebe Presse?

Presse und Gorbatschow

Was haben die beiden gemeinsam? Vieles! Denn der berühmte Spruch von Gorbatschow „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ dürfte auch für die schreibende Presse gelten. Ihre Auflage-Zahlen sinken dramatisch, aber sie wursteln zufrieden vor sich hin.

Als Weltenbummler wäre ich ohne Informationen aus dem Internet verloren. Ich brauche die News aus aller Welt. Sie sind mein Lebenselexier. Aber es sollte zahlbar bleiben. Nun haben viele Verlage damit begonnen, ihre Online Angebote zu sperren und für diese Dienstleistung Geld zu verlangen. Dies kann ich verstehen. Aber ihre Gebühren-Politik ist jenseits der Realität und reine Abzocke.

Die Zeitungen, die doch alles viel besser wissen, als die Politiker und Fachleute, haben diesbezüglich noch wenig Weitsicht bewiesen. Ihre Auflagen stagnieren, die Umsätze fallen in den Keller. Während es in der Musikwelt seit Jahren üblich ist,dass man durch Bezahlung von monatlichen Flat-Rates alle Arten von Musikstücken und CD’s abspielen kann, wehrt sich die geschriebene Presse mit Händen und Füssen dagegen. Bei jedem ihrer Erzeugnis sollte ich ein Online-Abo abschliessen.

Eine Frechheit dabei ist, dass sich in der Schweiz mehrere Presse-Erzeugnisse zusammengetan haben, und ihre Online-Informationen gegenseitig austauschen: So zum Beispiel die „Basler-Zeitung“, der „Tagesanzeiger“ und eine der beiden grossen Berner-Zeitungen, „der Bund“. Warum soll ich für denselben Einheitsbrei 3x bezahlen?

Wie wäre es, wenn sich alle Presse-Organe zusammentäten und eine Presse-Flat-Rate mit den wichtigsten Zeitungen anbieten würden: NZZ, Basler Zeitung, der Spiegel, Focus, die Welt, die Zeit, um nur einige zu nennen, zu einer monatlichen Gebühr. Ich wäre unverzüglich dabei. Aber in der jetzigen Situation, in der jede ihr eigenes Süppchen kocht, bin ich nicht dabei und halte mich an die noch frei verfügbaren Produkte aus anderen Ländern. Ich warte ab, bis die Auflagezahlen derart gesunken sind, dass sie sich der Not gehorchend dieser Idee einer Presse-Flat-Rate öffnen oder ihr Business schliessen müssen.

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Okt 03 2015

Bye Bye „Basler Zeitung“ (BaZ)

Aerger der Woche: Bye Bye „Basler Zeitung“

basler-zeitung-logoMehr als 8 Monate im Jahr verbringe ich im Ausland und bin auf die Internet-Angebote von Presse und Fernsehen angewiesen. Jetzt ist die Online-Ausgabe der Basler-Zeitung BaZ auch kostenpflichtig geworden. Zeit um mich von dieser Zeitung zu verabschieden, denn die Online-Ausgabe ist als Gratisblatt akzeptabel, aber als kostenpflichtiges News-Medium zu teuer.

Aus meiner Sicht ist dieser Weg ein fundamentaler Fehlentscheid, denn durch weniger Leser werden auch die bisherigen Inserenten unzufrieden sein und ihre Inserate in anderen Angeboten mit mehr Lesern platzieren. Ohne Inserate keine Zeitung!

So wird das Zeitungssterben weitergehen, denn die Qualität entscheidet über „Sein und Nicht-Sein

Ergänzung vom 11. Okt. 2015:

Alternativen zur „Online BaZ“ sind die Internet-Ausgaben des Gratisblatt „20min“ oder der „Basellandschaftlichen Zeitung BZ“. Dennoch überraschend war für mich, dass die Online Baz am 10./11. Okt. 2015 unter dem Titel „Blatter-Comeback ist in Arbeit“ den identischen Artikel veröffentlichte, wie das Gratisblatt „20min“.

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Sep 10 2015

Neu: Bestell den „Newsletter“ über mein Sommer-Tagebuch

newsletter-icon2Möchtest Du periodisch über alle neuen Beiträge in meinem Sommer-Tagebuch informiert werden? Dann abonniere mittels Deiner Mail-Adresse den „Newsletter-Sommer-Tagebuch“ über die Eingabemaske in der Kolonne rechts

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Sep 01 2013

Zeitungen, meine Nabelschnur in die Heimat und nach Europa

zeitungenUngefähr 9 Monate im Jahr halte ich mich im Ausland auf. Im Winter 5 Monate im Fernen Osten und im Sommer 3½ Monate in Istrien. Noch vor 5 Jahren war das grosse Problem meines Aufenthaltes in Thailand, dass ich während 5 Monaten von jedwelcher Information aus meiner Heimat abgeschnitten war. Ich kam zurück und stellte zum Beispiel fest, dass sich die Schweizer Regierung verändert hatte.

Seither verfüge ich aber über einen festen Internet-Anschluss sowohl in Thailand als auch in Istrien ab Campingplatz. So habe ich Zugriff auf die deutschsprachigen Fernsehsender, als auch auf eine grosse Reihe von Zeitungen, die ich gerne ab meinem Notebook und Smartphone lese. Sie geben mir die Basis für meine oft kritischen Kommentare zum Geschehen in- und ausserhalb der Schweiz

  • Die „Neue Zürcher Zeitung (NZZ)“ ist eine wirtschafts-nahe Zeitung mit sachlich fundierten Themen und Informationen aus aller Welt. In dieser Zeitung gibt es wenige Sensations-Meldungen zu lesen, dafür umsomehr sachliche, politische und wirtschaftliche Informationen.
  • Selbstverständlich darf die „Basler Zeitung (BaZ)“ in meiner Sammlung nicht fehlen. Sie ist zwar seit ein paar Jahren nahe der populistischen SVP angesiedelt und arbeitet mit der Zürcher Tageszeitung „Tages-Anzeiger“ zusammen, aber es gibt in Basel keine Alternative dazu. Sie orientiert mich sowohl über die Geschehnisse in meiner Heimatstadt als auch über die weltweiten Ereignisse. Auch die BaZ ist eine meinungsbildende Zeitung.
  • Ein totaler Gegensatz zu den beiden vorigen Titeln bildet der „Blick“ mit den grossen roten Buchstaben und den vielen Bildern. Es ist eine Mickey-Mouse Zeitung ohne eigene fundierte Meinung. Sie berichtet zum grössten Teil von Unglücken und Sensationen, früher sagte man dem „Unglücksfälle und Verbrechen„. Blick berichtet sowohl von der ermordeten Freundin XY aber auch von der Katze, die von der Feuerwehr gerettet werden musste; bis zur alten Frau, die ihre Ersparnisse verlor. Die Stärke vom Blick aus meiner Sicht liegt in der Sport-Berichterstattung und deckt dort meine Interessen ab.
  • Der beiden deutschen Magazine „SPIEGEL ONLINE“ und „FOCUS“ berichten über die Geschehnisse in Deutschland und der restlichen Welt. Für mich eine Fundgrube an Hintergrundinformationen
  • Die beiden deutschen Tageszeitschriften „Die Welt“ und „Die Zeit“ mag ich, weil sie aus 2 unterschiedlichen politischen Richtungen das Tagesgeschehen kommentieren.
  • Die Illustrierte „Stern“ lese ich gerne, weil sie etwas extreme Meinungen vertritt und damit zum Nachdenken anregt.

Es fällt Euch bestimmt auf, Oesterreich ist in der Liste meiner bevorzugten Zeitungen nicht vertreten. Ich muss gestehen, ich finde in diesem Land keine Zeitung, die über europäische oder globale Ereignisse objektiv informiert und auch eine durchdachte Meinung hat.

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