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Buch-Beschreibung: „Schindlers Liste“

Um es vorweg zu nehmen, dieses Buch sollte jeder deutsche, polnische und auch ukrainische Bürger lesen, damit so etwas nie mehr passiert.

schindlers-listeIn den Ferien auf Solaris habe ich Zeit zu lesen. Nicht nur Thriller, sondern auch ansprucksvollere Bücher:Dieses Buch hat mir Udo vermittelt und soll an Interessenten weiterverschenkt werden. Bitte bei mir melden!

„Schindlers Liste“ ist ein Roman von Thomas Keneally aus dem Jahr 1982 und die Grundlage für den 7-fach oscarprämierten gleichnamigen Film von Steven Spielberg. Er basiert auf offiziellen Dokumenten, Briefen, Interviews und privaten Aufzeichnungen. Es ist ein spannendes Buch, aber auch ein Buch, das zum Nachdenken auffordert. .

Der Roman handelt von „Oskar Schindler“, welcher 1939 in Krakau eine Fabrik übernimmt, in der etwa 150 Juden Arbeit finden. Er weiß um die schlimme Lage der Juden in den Arbeitslagern und versucht, so viele wie möglich in seine Fabrik zu holen. Da er gute Freunde bei den Nazis hat und Listen fälscht, um unausgebildete Juden als qualifizierte Arbeiter darzustellen, gelingt es ihm, viele Juden aus den Lagern in seine Fabrik zu holen, die stetig anwächst. Er schafft es auch in den folgenden Kriegsjahren, die jüdischen Arbeiter vor den Nazis zu bewahren. Er rettet so über 1000 Juden das Leben. Als der Krieg zu Ende ist, flieht das NSDAP-Mitglied via die Schweiz nach Argentinien.

Das Buch ist ein Sittenbild der damaligen Hitler-Zeit. Ein Zeitzeugnis der Hitler-Untaten mit grausamen Detail-Beschreibungen über das Leben in den unzähligen Lagern zur Vernichtung der Juden. Wie armselig waren doch all diese Hunderttausende von  SS-Typen, die unter dem Deckmantel Hitler ihre tiefsten Triebe ausleben konnten. Dabei kommt mir unweigerlich die Frage des alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt in den Sinn, ob in der deutschen Bevölkerung nicht „Gene der Kriegslust“ leben?

Es waren aber nicht nur die Deutschen, sondern auch grosse Teile der polnischen Bevölkerung und ukrainischer Helfer, die wie Tiere gewütet haben …. und dazwischen Oskar Schindler, der mit Tricks und List gefährdete Juden bei sich beschäftigte und vor dem sicheren Tod rettete,

Nachstehend ein Auszug aus dem Buch, wie die Juden in Krakau zusammengetrieben und in die Vernichtungslager transportiert wurden:

[important]“…es erschienen SS-Leute mit Hunden…… Sie betraten ein Haus nach dem anderen. Gepäckstücke flogen aus den Fenstern, Frausen, Männer und Kinder, die auf dem Boden, in Kleiderschränken, in Kommoden versteckt die erste Welle entgangen waren, rannten kreischend vor Angst, von den Hunden gejagt, auf die Strasse…. Wer aus den Häusern kam, wurde an Ort und Stelle erschossen, die eindringenden Geschosse schleuderten die Körper meterweit, Blut floss in der Gosse. Eine Mutter kauerte mit ihrem mageren etwa 10 Jahre alten Sohn unter einem Fenstervorsprung……unter den Augen eines kleinen Mädchens, das stehengeblieben war und zuschaute, wurde erst die Frau erschossen, und als sie im Fall den wimmernden Jungen mit sich riss,  trat ein anderer SS-Mann  heran, setzte ihm den Stiefel zwischen die Schulterblätter und schoss ihm ins Genick……“[/important]

 

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