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Über die „Sau-Schwaben“ und „Kuh-Schweizer“

Liebe nördliche Nachbarn. Bevor ihr auf mich schiesst, solltet ihr Euch auf Eueren Humor besinnen. Irgendwo werdet ihr ihn finden!

Das Wort „Sau-Schwob“ ist eine liebenswürdige Beschreibung von uns „Kuh-Schweizern“ an unsere Nachbarn aus dem „grossen Kanton“.

Der Begriff „Sau-Schwob“ rührt noch aus der Zeit, als ihr meintet, die ganze Welt erobern zu können. Manchmal habe ich den Eindruck, dass dieses Gen sich immer wieder, auch in neuester Zeit,  bemerkbar macht. Es gibt leider noch viele solcher Typen, die meinen, sie gehören zur Herrenrasse, wenn sie z.B. im BMW oder Porsche über unsere Autobahnen brettern, um die Leistungsfähigkeit unserer Radaranlagen zu testen! Mit diesen wollen wir nichts zu tun haben….  und nehmen ihnen ihr Auto weg!

Hinweis: In der Tat ist dies in unserem Strassenverkehrs-Ordnung vorgesehen, wenn einer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ausserorts um 50 km/h und auf Autobahnen um 80 km/h überschreitet. Dann qualifiziert er sich als „Raser“ und muss mit sehr hohen Strafen rechnen.

Zu den „Sau-Schwobe“ zählt undiskutabel auch der ehemalige Kanzler-Kandidat Peer Steinbrück. Sein angedrohter Kavallerie-Angriff auf die Schweiz werden wir ihm nie verzeihen. Dies können wir „Kuh-Schweizer“ nicht vergessen

Ursprung war der Schwabenkrieg

Am 22. Juli 1499 trafen während des Schwabenkriegs bei Dornach (Solothurnischer Vorort von Basel) die Heere zweier Nachbarn aufeinander. Die Schlacht endet mit dem Triumph der Eidgenossen über die Schwaben.

Zugegeben, es war nicht nett von den Schwaben, den Eidgenossen „Kuh-Schweizer“ nachzurufen. Andererseits: Die Schweizer wussten sich zu wehren. Nicht nur, dass sie ihrerseits über die „Sau-Schwaben“ schimpften – sie schlugen den verhassten Nachbarn die Köpfe ein.

10’000 Mann hatte Heinrich von Fürstenberg um sich geschart, um die Burg einzunehmen. Der schwäbische Graf soll im Auftrag des deutschen Königs Maximilian I. die aufstrebenden Eidgenossen zurückbinden. Mit Widerstand rechnete er nicht, schliesslich sind die Solothurner zahlenmässig unterlegen. Was die Schwaben nicht ahnten: Längst war Verstärkung unterwegs. Erst trafen Berner ein, dann Zürcher und schliesslich die Miteidgenossen aus Luzern und Zug.

Während die Eindringlinge belagerten, erfolgte der Schweizer Angriff. Ein Berner Offizier hielt in seinem Tagebuch fest: «Wir sind hinten herum in ihr Lager hinuntergezogen, haben sie herzhaft angegriffen und zuerst das Geschütz, das vor dem Schlosse lag, den Feinden abgewonnen. Dann haben wir sie durch ein böses Gestrüpp gejagt.» Was sich in der Überlieferung wie eine muntere Schlägerei liest, war ein wildes Gemetzel. Knochen brachen, Schädel knackten und viel Blut floss.

Seither nennen wir „Kuh-Schweizer“ mit gutem Grunde alle Deutschen, die nördlich vom Rhein liegen, „Sau-Schwobe„. Einzig die echten Schwaben und Markgräfler an der Schweizer-Grenze nehmen wir liebevoll aus dieser Strafe, weil sie uns so ähnlich sind.

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Impressionen 2: Leben auf Solaris

OMEGA Seamaster Planet Ocean

OMEGA Seamaster Planet Ocean

Meine Omega-Uhr

Der eine oder andere erinnert sich an mein Uhren-Desaster in Thailand, als mein CERTINA-Sport-Chronometer ausfiel und an Ort und Stelle nicht reparierbar war. Erst in Basel resp. im Elsass hat mir ein Uhrmacher zu einem guten Preis das Werk ersetzt.

Damals in Thailand kaufte ich mir von einem grossen Uhrenhändler in Hua-Hin eine „OMEGA SEAMASTER PLANET OCEAN„. Ich brauchte eine Uhr! Ohne Uhr wäre ich hilflos gewesen. Anfänglich war ich sehr zurückhaltend, die OMEGA  zu benutzen. Ich wusste ja nichts über deren Zustand. In der Zwischenzeit trage ich sie Tag und Nacht, beim Radfahren wie auch unter der Dusche. Sie ist auf bestem Weg, meine neue „Kampf-Uhr“ zu werden.

Sum-Sum-Sum

Vor kurzem hat es „gesumst“. Nicht bei mir, sondern im neuen Wohnwagen. Zuerst dachte ich an eine Sirene in Tar. Aber nein, das Geräusch kam aus dem neuen Wohnwagen. Schnell hatte ich den Ort identifiziert, aus dem das Gesumse kam: Aus dem Stauraum meiner Sitzecke mit der Klima-Anlage und der Mover-Stromversorgung. Mir schwante schlimmes, denn bereits im alten Wohnwagen hat ein defekter Stromwandler gesumst. Den musste ich damals eigenhändig auswechseln. Eine heikle Arbeit war das.

Unverzüglich habe ich alle Polster weggerissen und mein Ohr in den Stauraum gehalten, Entwarnung. Die Klimaanlage war gar nicht an den Strom angeschlossen und vom Mover kam kein Geräusch. Aber von weiter links! Au-Wei: die Wasserpumpe drehte ohne Wasser! Schnell war die Ursache gefunden. Ich habe den Wasserhahnen in der Küche aus Versehen eingeschalten!

Nun habe ich die Wasserpumpe vom Stromkreislauf abgehängt, damit sie nicht wieder aus versehen „Luft“ pumpt und „sumst“.

Sie kommen und gehen

Es freut mich immer, wenn ich Freunde aus den Vorjahren hier auf Solaris treffe. Leider geschieht auch das Gegenteil. Es fehlen immer mehr. Die Inge hat Brustkrebs und ist in Chemo- und Bestrahlungs-Behandlung. Sie hat zwar ihren Wohnwagen aufgebaut, wird aber erst Mitte Juli anreisen können. Der Münchner-Peter mit dem Lexus-Sport ist auch schwer erkrankt und kann dieses Jahr nicht kommen (****siehe weiter unten). Der rothaarige Friedl ist verstorben. Der Günther samt Guschti und der Münchner-Max haben mit dem Camping aufgehört. Erschüttert hat mich das Schicksal vom Dieter und der Bärbel aus Bechhofen. Sie mussten kurzfristig das Camping aufgeben. Dieter hat es erwischt. Demenz lautet seine Diagnose. Innert weniger Wochen von Null auf Hundert.

Diese Schicksale bereiten mir Angst. Alle sind in meinem Alter. Da freut es mich umso mehr , dass der Uli und die Hilde noch voll fit sind. Uli ist 1 Jahr älter als ich!

****Erfreulicher Nachtrag vom 6. Juni:

Ein schwarzer Lexus fuhr vor. Es war der Münchner Peter mit seiner Evi. Er hat zwar eine harte Zeit hinter sich, ist aber voller guten Mutes beim Camping.

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14. Okt 2015: „Sawadee krap“ – Ein Rückblick auf meinen Sommer in Europa

Am späteren Nachmittag des Mittwoch, 14. Oktober werde ich auf dem Flughafen Zürich mit dem Swiss-Flug LX-180 nach Bangkok abfliegen. Am Tag darauf nach 11 Stunden Flug werde ich um 09:30 lokaler Zeit landen, hoffentlich ausgeruht im Bett der Business-Klasse.

Bevor ich abhaue, bei einem feinen Kaffee ein paar Gedanken zum vergangenen Sommer in Europa:

Kaffee Maschine

Kaffee Maschine

Als erstes kommen mir meine Augen-Operation, meine Lebensplanung, den Kauf eines neuen Wohnwagens und meine Reise in den Kosovo/Albanien in den Sinn.

  • Wenige Tage nach meiner Rückkehr aus Istrien Ende August erlebte ich eine bitterböse Ueberraschung, als innert weniger Tage meine Sehschärfe nachliess und Grautöne meine Blickfeld überlagerten. Es kam bei mir Panik auf, denn es lag ein Wochenende dazwischen, bis ich zu meiner Augenärztin gehen konnte. Die lachte mich aus und meinte: „Ich habe es Ihnen doch vor zwei Jahren schon gesagt, dass sich bei Ihnen der grauem Star angekündigt hat. Nun sei es soweit. Dies haben die meisten älteren Leute. Den grauen Star können wir operieren, dann wird alles wieder gut!“

Dies war 6 Wochen vor meiner geplanten Abreise nach Thailand. Meine Aerztin setzte sogleich alles in Bewegung, damit meine beide Augen bereits 2 resp. 3 Wochen später vom Chefarzt der spezialisierten VISTA-Klinik operiert werden konnten. Nun beim Schreiben dieser Zeilen sehe ich wieder bestens, und dies ohne Brille.

Ich habe zwei unterschiedliche neuen Linsen eingepflanzt erhalten. Im linken Auge für kurzsichtiges Sehvermögen und im rechten für Weitsichtigkeit. Mein Hirn ist bereits daran, das jeweilen geeignetere Auge zu aktivieren!

(⇒mehr darüber: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2015/09/25/17-sept-2015-meine-graue-star-operation/)

  • Ich hätte nie geahnt, dass meine Lebensplanung„, die ich in einem schwachen Moment in Thailand erstellte, mir so schnell helfen sollte. Dann nämlich, als ein Hexenschuss mir zeigte, dass nicht alle Bäume in den Himmel reichen. Ich musste mich auch im Camping zurücknehmen. Ich entschied, nie mehr ein Vorzelt aufzubauen, dafür meinen jetzigen Wohnwagen als mobilen Vorbau umzubauen und als „Leckerli“ mir einen neuen Wohnwagen zu leisten.

(⇒Mehr über meine Lebensplanung: http://www.maxlehmann.ch/wpthai/2015/01/19/aengste-ich-habe-noch-etwa-20-jahre-zu-leben/ … und mehr über den neuen Wohnwagen: http://www.maxlehmann.ch/wpeuro/2015/09/01/mein-neuer-wohnwagen-hobby-560-ffe/)

  • Nach 2003 und 2007 war ich diesen Sommer zum dritten Mal mit meiner Tochter Daniela im Kosovo bei ihren Schwiegereltern. Wenn der Kosovo am Meere liegen würde, ich wüsste, wo ich mich im Sommer aufhalten würde. Mir hat es gut gefallen. Ich war aber als Tourist im „ärmsten“ Land Europas. Es war tragisch zu beobachten, wie schlecht die Perspektiven der dortigen Jugendlichen sind.

(⇒Mehr darüber findet ihr unter: http://www.maxlehmann.ch/memoiren/memoiren-230-ferien-kosovo-2015.htm)

  • Unzählige Stunden habe ich beim Niederschreiben meiner Erinnerungen verbracht. Die Zeit meiner Jugend bis ins mittlere Berufsleben sind verfasst. Im Moment bin ich am Kapitel meiner Zeit beim Computer-Hersteller SPERRY UNIVAC zwischen 1970 – 1981. Wow, es war eine tolle Zeit! Diese Phase hat mich geformt. Mit dem Niederschreiben muss ich mich beeilen, denn ich stelle fest, dass ich von Jahr zu Jahr mehr vergesse. Aber dennoch ist es erstaunlich, wie auf einmal vergessen geglaubte Erlebnisse sich vor meinen Augen wieder auftun.

(⇒Ueber diesen Link gelangt ihr auf meine Biographie: http://www.maxlehmann.ch/memoiren/)

  • Auch das Radfahren kam wiederum nicht zu kurz. Nachdem ich in den ersten 3 Monaten dieses Jahres in Thailand noch etwas mehr als 1’900 km gefahren bin, brachte ich es in meiner Sommerzeit in der Schweiz, der Toskana und Istrien auf zusätzliche 2’000 km.

Nun freue ich mich auf Thailand, auf Pat und all das, was mich im Land des Lächelns erwarten wird.

Damit schliesse ich meine Aufzeichnungen aus Europa und fahre fort in meinem

Thailand-Tagebuch: Max der rasende Reporter berichtet aus Thailand“⇐.

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Bilder von meinem Hauptsitz in Binningen

Hier ziehe ich  meine Fäden und schreibe an meinem Tagebuch, sichere meine Daten und plane meine Ferien. Vor kurzem standen auf meinem Arbeitsplatz noch 4 PCs und in der Mitte ein hochauflösender Scanner. Im Hintergrund liegt mein Wohnbereich mit den Polstergruppen und der Bibliothek, und links geht es in die Küche.

Sept. 2015: Mein BüroWeitere Bilder meiner einmalig schönen Wohnung findest durch Anklicken des obigen Fotos oder des nachfolgenden Links

Meine Wohnung in Binningen

 

 

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Bye Bye „Basler Zeitung“ (BaZ)

Aerger der Woche: Bye Bye „Basler Zeitung“

basler-zeitung-logoMehr als 8 Monate im Jahr verbringe ich im Ausland und bin auf die Internet-Angebote von Presse und Fernsehen angewiesen. Jetzt ist die Online-Ausgabe der Basler-Zeitung BaZ auch kostenpflichtig geworden. Zeit um mich von dieser Zeitung zu verabschieden, denn die Online-Ausgabe ist als Gratisblatt akzeptabel, aber als kostenpflichtiges News-Medium zu teuer.

Aus meiner Sicht ist dieser Weg ein fundamentaler Fehlentscheid, denn durch weniger Leser werden auch die bisherigen Inserenten unzufrieden sein und ihre Inserate in anderen Angeboten mit mehr Lesern platzieren. Ohne Inserate keine Zeitung!

So wird das Zeitungssterben weitergehen, denn die Qualität entscheidet über „Sein und Nicht-Sein

Ergänzung vom 11. Okt. 2015:

Alternativen zur „Online BaZ“ sind die Internet-Ausgaben des Gratisblatt „20min“ oder der „Basellandschaftlichen Zeitung BZ“. Dennoch überraschend war für mich, dass die Online Baz am 10./11. Okt. 2015 unter dem Titel „Blatter-Comeback ist in Arbeit“ den identischen Artikel veröffentlichte, wie das Gratisblatt „20min“.

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Es herrscht Krieg – Wirtschaftskrieg !!!!

schurkenstaatDie Schweizer Banken haben Steuerparadiese betrieben, Kurse gefälscht und damit Kunden und Staaten betrogen. Einer französischen Bank „passierte“ ähnliches. VW hat ihre Diesel-Motoren mit einer kleinen Software versehen, die bei Abgas-Tests den Motor optimiert. Toyota hatte fehlerhafte Gaspedale und Hyundai gab falsche Benzin-Verbrauchszahlen an.

Was ist bei allen diesen Fällen gemeinsam? Alle diese Firmen wurden oder werden von den USA mit hohen Milliarden-Bussen gebüsst und müssen im Wiederholungsfalle dem US-Markt fernbleiben.  Selbstverständlich müssen im Falle der Auto-Firmen die beanstandeten Mängel korrigiert werden.

Ich nehme die obigen Firmen beileibe nicht in Schutz. Betrug muss bestraft und Mängel behoben werden . Es fällt aber auf, dass diese horrenden Strafen der USA vorallem ausländische Konkurrenten betreffen. GM kam vergleichsweise günstige weg, obwohl 2.6 Mio Autos zurückgerufen werden mussten und 124 Todesfälle mit dem Zündschloss-Mangel in Zusammenhang gebracht werden konnten

Ich verdächtige die USA, dass sie auf diese Art, unangenehme Konkurrenten schwächen und damit ihre  am Boden liegende, desolate Auto-Industrie, ihre Banken und eigenen Steuerparadiese schützen wollen.

Dem sagt man Wirtschaftskrieg!

 

Diesen Verdacht hege ich schon lange. Mehr dazu findet ihr in meinem Blog unter:

 

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17. und 24. Sept. 2015: Meine beiden „Graue Star-Operationen“ (Cataract)

Nach der Operation

Nach der Operation

Ich habe darüber berichtet, wie sich Ende August 2015 meine Sehleistung unverhofft verschlechterte und die schwarze Schrift am Computer-Bildschirm auf einmal „grau“ wurde. „Grauer Star“ (Kataract)“ lautete die Diagnose, eine Krankheit, die praktisch jeden im fortgeschrittenen Alter  trifft, aber durch Operation geheilt werden kann.

Das faszinierende bei dieser Krankheit oder der Heilung durch Operation ist, dass man die Seh-Gewohnheit durch geeignete Linsen-Kombination unterstützen kann. So hat man mir, weil ich viel lese und oft am PC arbeite, das linke Auge auf Kurzsichtigkeit und das rechte Auge auf Weitsichtigkeit eingestellt. Damit brauche ich zukünftig keine Brille mehr, wobei aber die Stereo-Sehfähigkeit in die Ferne etwas eingeschränkt ist.

Zudem sind beide Linsen mit einem UV-Filter versehen, der das Auge vor den gefährlichen „blauen Strahlen“ schützt. Es ersetzt aber keine Sonnenbrille!

Obwohl mein „grauer Star“ nicht gesundheitlich bedrohlich war, ich hätte problemlos bis ins Frühjahr warten können, hat meine Augenärztin sich dafür eingesetzt, dass ich noch vor meiner Abreise nach Thailand operiert werden konnte. Danke vielmals, ich bin eben ein gestresster Rentner!

Meine beiden Augen wurden am 17. Sept und 1 Woche später am 24. Sept. durch den Chefarzt Dr Th. Sidler in der VISTA-Klinik unweit meiner Wohnung in Binningen operiert. Bereits in der Voruntersuchung war mir Dr. Sidler sympatisch und schien mir äusserst kompetent. Dieses Gefühl war für mich sehr wichtig, denn ich vertraute ihm zwei meiner wichtigsten Organe an. Er machte in der Tat einen guten Job.

Die Operation selber dauerte nur wenige Minuten, jedoch verbrachte ich beide Male je 2 Stunden im Spital für die Vorbereitung und das Nach-Operations- Sandwich und den Kaffee . Von Dr. Sidler war feinste und genaueste Arbeit unter dem Mikroskop verlangt, als er im Inneren meines Auges mit einem kleinen 2mm Schnitt die trübe Linse durch ein modernes Acryl-Produkt ersetzte. Das ganze wurde unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Ich hatte nie Schmerzen. Das einzige Unangenehme war, als die alte Linse mit Ultraschall zerstört wurde. Es tönte wie bei der Zahnreinigung! Während der ganzen Operation war ein Gespräch mit dem Operateur möglich.

http://www.vistaklinik.ch

http://www.vistaklinik.ch

Ich habe nur begeisterte und ermunternde Rückmeldungen von Freunden erhalten, die diesen Eingriff bereits hinter sich hatten. Was ich aber nicht wusste und mir auch niemand erzählt hatte, dass bei manchen nach der Operation die Hornhaut verrückt spielte.

Genau dies passierte bei mir nach der ersten Operation beim linken Auge. Ich habe 2 Tage praktisch nichts gesehen und nur graue Umrisse erkennen können. Ich war total in Panik, weil mir die Dienst-habende Aerztin, die am Tag nach der Operation den Schutz-Verband abnahm, keine verständliche und beruhigende Auskunft über meine Beschwerden geben konnte oder wollte. Die Hornhaut erholte sich dann aber recht schnell. Es dauerte aber 4-5 Tage, bis ich ohne Seh-Hilfe, sprich alte Brille, sehen und sogar am PC arbeiten konnte.

Die zweite Operation gelang phänomenal. Dr. Sidler reduzierte den Druck beim zertrümmern der alten Linse und schonte damit die Hornhaut. Ich sah bereits am Tag darauf, als man mir den Verband abnahm, mit 40% Sehstärke.Ich konnte unverzüglich am PC diese Zeilen schreiben.

 

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Meine Autobiographie: Fortschritte und Neuigkeiten

In der vergangenen Monaten habe ich mir viel Zeit genommen, um Vergangenes aus meinem Leben aufzuarbeiten. Neben Erinnerungen meiner Gymnasial-Zeit und der Berufslehre, habe ich unzählige Fotos eingescanned. Diese benötige ich zur Illustration der Beiträge.

Im Verlaufe meiner biografischen Aktivitäten entdeckte ich manche Zusammenhänge, die ich bisher nicht realisierte. Ich glaube nun zu wissen, warum ich ein Spätzünder war. Ich kann Euch aber beruhigen. Ich habe in der Zwischenzeit meine diesbezüglichen Defizite aufgeholt.

Ein Problem mit der Aktualisierung meiner Biografie habe ich nunmehr gelöst. Bisher war es für Aussenstehende schwer zu verfolgen, welche Abschnitte und Kapitel ich neu veröffentlicht oder überarbeitet habe. Nun kann man dies auf meiner Autobiografie-Hauptseite verfolgen, denn ich trage darin ein, welche Seiten ich neu veröffentlicht oder grössere Änderungen gemacht habe:

 

Fenster meiner Biographie

Fenster meiner Biographie

Wo findet man meine Autobiographie? Ganz einfach über mein Haupt-Menue: http://www.maxlehmann.ch

 

 

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Neu: Bestell den „Newsletter“ über mein Sommer-Tagebuch

newsletter-icon2Möchtest Du periodisch über alle neuen Beiträge in meinem Sommer-Tagebuch informiert werden? Dann abonniere mittels Deiner Mail-Adresse den „Newsletter-Sommer-Tagebuch“ über die Eingabemaske in der Kolonne rechts

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Thailand naht – mein neuer biometrischer Pass

… bin als Verbrecher nicht mehr einsetzbar …

Mein Schweizer Pass

Mein Schweizer Pass

Die verbleibende Laufzeit meines alten Passes war für die Erneuerung des thailändischen 1-Jahres Visums kritisch. Zudem waren nur noch wenige leere Seiten für die Einträge der Thai-Immigration vorrätig.  Deshalb orderte ich einen neuen Schweizer Pass. Es ist mein erster biometrischer, der das Foto und die Fingerabdrücke elektronisch gespeichert enthält.

Dazu musste ich ins kantonale Passbüro nach Liestal fahren. Dort werden das Passfoto und die Fingerabdrücke abgenommen. Bei den Fingerabdrücken hatte ich Probleme, denn man sah keine Papillarleisten am Endglied meiner Fingerkuppen. „Dies könne bei älteren Leuten vorkommen und werde im Pass vermerkt„, meinte Frl. Heinzelmann vom Passbüro trocken.

Die Konsequenz: Ich bin als Verbrecher nicht mehr zu gebrauchen, denn ich kann keine Fingerabdrücke am Tatort hinterlassen!

Den neuen Pass erhielt ich bereits 2 Tage später. Dies nennt man Service.. Er kostete mich Fr 145.- inkl Versandkosten.

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Nächtliche Foto-Session in Basel in HDR-Technik

Nacht-Aufnahmen gehören zu meinen Lieblingsmotiven. Mich faszinieren die Lichter, die die heutigen lichtempfindlichen Foto-Objektive finden und darstellen. Mehrfarbige Lichter, die mein Auge nur sehr schwer sieht.  Mir scheint, dass die heutigen Digital-Kameras empfindlicher sind als unsere Augen.
Abends um 20:15 Uhr trafen wir am Rhein ein und begannen zu fotografieren. Ich nutzte dabei die HDR-Technik, in der man 3 Bilder vom selben Objekt mit derselben Blende aber unterschiedlicher Verschluss-Geschwindigkeit macht. Mit Hilfe eines Computerprogrammes kopierte ich diese 3 Bilder übereinander und gelangte dadurch zu erstaunlich dynamischen Bildern.
Ein Blick in die Foto-Galerie „Best of Basel“ ist empfehlenswert:

» Foto-Session Kraftwerk Birsfelden und Roche-Tower «

Basel Nacht Kraftwerk Birsfelden

Basel Nacht Kraftwerk Birsfelden

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Mein neuer Wohnwagen HOBBY 560 Ffe – samt mobilem Vorzelt

Hobby 560 Ffe mit Türe vorne rechts

Hobby 560 Ffe mit Türe vorne rechts

Beim diesjährigen Aufbau meines Wohnwagens resp. dessen Vorzeltes in Istrien habe ich mir einen „Hexenschuss“ zugezogen. Dieser stechende Schmerz hat mir genügt. Darauf kann und will ich in Zukunft verzichten. Genügt hat mir aber auch der jährliche Aufwand für den Auf- und Abbau des Vorzeltes samt Einrichtungen für die Aussenküche und Regale. Weit über 10 Stunden im Frühjahr. und dann wieder zum Abschluss der Saison.

Wie könnte ich diesen Aufwand reduzieren?

Meine besten Ideen kommen mir meistens beim Radfahren und kurz vor dem Einschlafen. Es entstand eine  Idee nach der anderen. Keine befriedigte mich richtig. Aber eine blieb übrig. Eine unkonventionelle und unerwartete Variante mit einem mobilen Vorzelt.

Vergangene Woche habe ich sie realisiert. Ich kaufte mir einen neuen Wohnwagen und werde meinen alten als mobilen Vorbau/-Zelt nutzen Dazu werde ich seine Innereien herausreissen und meine Küche aus dem Vorzelt samt den Regalen für Schuhe, Kühl- und Tiefkühlschränke einbauen Zukünftig muss ich nur noch die beiden Wohnwagen auf den Campingplatz ziehen lassen, die 8 Stützen herunterdrehen, Wasser und Strom anschliessen und bereits bin ich bereit fürs „dolce-far-niente“.

Hobby 560 Ffe Sitzecke

Sitzecke – Rechts befindet sich die Eingangstüre

.

Bereits Mitte Sommer nahm ich Kontakt zu meinem deutschen Wohnwagenhändler Christian Ernst  von ERNST-CARAVAN in Ettenheim  etwa 70 km nördlich von Basel auf und erkundigte mich nach einer guten Occasion. Kurz bevor ich nach Hause fuhr, habe ich mich daran erinnert, dass das letzte Hemd gar keine Taschen hat. Also ein erneutes Telefon zu Christian, dem Wohnwagenhändler, „Es kann auch ein Neuwagen sein!“ meinte ich. Bereits 1 Tag später erhielt ich von ihm ein Angebot. Ein Bomben-Angebot, denn wenige Tage vorher hätte ein Unwetter ganz kleine Hagelschäden verursacht Man könne sie mit weniger als 0.2 mm Tiefe fast nicht erkennen. Die Versicherung biete aber einen Preisnachlass an.

So kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, zu einem HOBBY 560 Ffe des Mod.-Jahres 2015 zu einem Export-Preis von Euro 13’500. (Deutsche MwSr bereits abgezogen)

Hobby 560 Ffe franz. Bett

Grosses französisches Bett

 

Die neue Wohnwagen-/Vorbau-Kombination

Die neue Kombination aus den beiden Wohnwagen stelle ich exakt gleich auf, wie bisher. Es besteht ein Unterschied. Das bisherige Vorzelt ersetze ich durch den mobilen Vorbau (=Meinen alten Wohnwagen), d.h. parallel zu meinem neuen HOBBY-560 stelle ich meinen alten Wohnwagen Tür gegen Tür. Durch diese Anordung muss ich keine zusätzlichen Türen einbauen. Die beiden Eingänge befinden sich zwischen den beiden Wohnwagen.

Viele der Innereien meines alten Wohnwagens baue ich aus und installiere all dies ein, was vorher im Vorzelt stand::

  • An den Ort der Sitz-Gruppe installiere ich die Küche mit der Kühltruhe, Backofen, Induktions-Platten, Mikrowellen und Abwaschbecken
  • Im ehemalgen Schlafbereich mache ich Platz für Regale, den Tiefkühler, die Lebensmittel und  Container für Schuhe, Schmutzwäsche, Elektrokabel und Werkzeug-Kiste, sowie mein Rennrad.

Auf der ehemaligen Rückseite meines alten Wohnwagens, nun aber mit Blick auf meinen Sitzplatz, kommt ein Sonnensegel hin, das mir Sonnen- und Regenschutz für den Campingtisch samt 2-4 Stühlen  bietet.

Mein neuer Wohnwagen inkl. mobilen Vorbau

Mein neuer Wohnwagen inkl. mobilen Vorbau
Der Sitzblatz zeigt in Richtung Tennisplätze

 

 Am 20./21. April 2016 werde ich mit dem neuen Wohnwagen nach Solaris fahren und die neue Saison einläuten!

 

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31. Aug. 2015: Horror – Mein linkes Auge begann zu spinnen

 

vistaklinik_logo

Logo der VISTA-Klinik in Binningen

Es war eine Horror-Woche, die 10 Tage zwischen dem 20. – 31. August nach meiner Rückkehr von Solaris. Zuerst entdeckte mein Zahnarzt einen defekten 3-fach-verbohrten Zahn. Dies war nicht mehr überraschend, denn er findet immer etwas. Eine Krone mit allem Drum und Dran wurde nötig.

Dann begann mein linkes Auge zu spinnen. Seine Sehstärke nahm rapid ab und ein grauer Schleier bildete sich auf der Sehfläche. Alarm und Schweissausbrüche auf höchstem Niveau waren die Folge.  Zeitweise sogar Depressionen. Ich fragte mich, wie das Leben sein werde, wenn ich nichts mehr sehen würde? Ich und blind? undenkbar. Man muss wissen, meine Mutter wurde blind, weil sie an Makula-Degeneration litt. Meine Gedanken liefen Sturm.

Wer erinnert sich nicht an meine „Lebensplanung vom 19. Januar 2015 in meinem Thailand-Tagebuch“. Darin habe ich meine nächsten  15-20 Jahre geplant und durchdacht. Immer unter dem Vorbehalt, dass ich gesund bleibe. Diese ganze Planung mit 10-12 Jahren Camping auf Solaris und noch längerer Zeit in Thailand stand auf dem Spiel.

In diesen 10 Horror-Tagen kaufte ich mir einen neuen Wohnwagen, wohlweislich mit einem Vorbehalt der Resultate meines Augenarztes. Einen Wohnwagen für die nächsten 10-12 Jahre sollte es sein. Meinen Alten, bereits 15 jährig, wollte ich als mobilen Vorbau weiter nutzen.

All dies war in Frage gestellt. Glücklicherweise wohne ich aber in der Schweiz und erhielt kurzfristig am 31. August enen Termin bei Frau Dr Büchner, meiner Augenärztin. „Grauer Star“ diagnostizierte sie, „Kein Problem. Den operieren wir, dann ist alles wieder gut! Sie bekommen je eine neue Linse eingepflanzt. Das ganze dauert 2×10 Minuten„. Und flugs orderte sie auch noch die beiden Operations-Termine in der VISTA-Klinik, wenige hundert Meter von mir in Binningen, als sie meinen hektischen Terminplan mit Thailand erfuhr. Am 17. und 24. September Nachmittags werde ich von Dr, Theo Signer, Chefarzt der Vista-Klinik operiert und am 14. Oktober geht es weiter nach Thailand.

Mir fielen Tonnen an Steinen vom Herzen. Mein zukünftiges Leben öffnete sich wieder.

Wie glücklich kann man sein, wenn man eine Zukunft hat.

Zu Ehren dieses Tages gab es zum Abendessen „geräucherten Lachs“ mit Meerrettich-Sauce und 1 Flasche Champagner !

 

 

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Wie schütze ich mich gegen den Verlust meiner Daten – über Clouds?

Quo Vadis mit meinen wichtigsten Daten

probleme

  • Wie kann ich mich gegen den SuperGau eines Verlustes meiner wichtigsten Daten absichern?
  • Wie kann ich sicherstellen, dass meine wichtigsten Daten auf allen meinen 3 PC’s und Notebooks und in allen meinen Wohnsitzen in Basel, Istrien und Thailand synchronisiert verfügbar sind?

Unter „wichtige Daten“ verstehe ich alle Informationen, die für mich wichtig sind, z.B. Fotos, Belege, Korrespondenz, Bankaufträge, Visitenkarten und Adressen, Dokumente-Kopien, Serien-Nummern HW/SW, Kopien von Internet-Seiten, To-Do-Listen etc

Meine IT-Umgebung besteht aus 3 PC’s und 2 Android-Smartphones resp. Tablets. Es stellt sich für mich die Aufgabe, dass auf all diesen Geräten die „wichtigen Daten“ in gleicher Qualität und Zustand verfügbar sein müssen.  Ich brauche diese Qualität, denn ich bin während 9 Monate im Jahr irgendwo im Ausland. Meine Notebooks enthalten die Ablage aller meiner „wichtigen Daten“. Meine Notebooks sind mein Büro. Ein Verlust dieser Daten wäre katastrophal.

Meine Lösung über Clouds und manuelle Archivierung

Nach mehrmonatigen Tests mit manueller Archivierung und mehreren Cloud-Systemen habe ich mich auf folgende Umgebung für alle meine PC’s und Android-Smartphones festgelegt:

  • Ich nutze das erweiterte Cloud-Tool „DROPBOX“ als Speicher-System für alle meine „wichtigen Daten“ wie aktuelle Fotos, Korrespondenz, Dokumente etc
  • Ich nutze das Tool „EVERNOTE“ als Zettel-Kasten und Cloud-System für Internet-Informationen, Visitenkarten, Belege etc

Mit diesen beiden Tools kann ich alle Arten von Daten ab meinen PC’s und auch ab meinen Android-Geräten absichern und sie kurzfristig auf allen Geräten in derselben Aktualität verfügbar machen. Beide Tools haben den grossen Vorteil, dass die Daten nicht nur im Cloud liegen, sondern synchronisiert auf jedem der PC’s.

In EVERNOTE auf den Smartphones kann ich festlegen, welche Daten auf dem Mobile verfügbar sein sollen. DROPBOX speichert keine Daten auf den Smartphones, aber man kann von ihnen auf den Dropbox-Cloud zugreifen

Wie sicher Daten im Cloud sind, weiss man erst, wenn man sie verloren hat. Deshalb werde ich alle 3 Monate von allen wichtigen Cloud-Daten  regelmässig eine Kopie auf einen externen Plattenspeicher ziehen.

Kosten

Beide Tools kann man zu Testzwecken in voller Funktionalität und grossem Cloud-Speicher kostenlos ausprobieren. Erst bei intensiver Nutzung muss man auf die kostenpflichtiger Version wechseln.

  • Für 1 TByte  DROPBOX-Speicher bezahle ich Euro 99.–/Jahr
  • Für EVERNOTE mit unbeschränktem Speicher-Volumen zahle ich Fr 25–/Jahr

 

 

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Bye Bye Solaris – Meine 3 Monate als Zigeuner sind vorbei – zu Hause wartet wieder die Badewanne

Abbau

Abbau Wohnwagen

Samstag, 15. Aug. 2015: Abbau Wohnwagen

Ich nahm mir auch dieses Jahr viel Zeit, um die Inneneinrichtungen des Vorzelts und das Vorzelt abzubauen. Ich startete früh,  denn es waren Regentage angesagt. Zudem wollte ich meinen Rücken schonen, damit mich ja kein zweiter Hexenschuss beeinträchtigt. Schlussendlich war alles im Trockenen, bevor der Regen kam.

Dazwischen meldete ich mich an der Rezeption ab und zahlte meinen 119 Uebernachtungen dauernden Aufenthalt samt Kurtaxe. 16’633 Kuna entsprechend 2’200 Euro. Dies sind  zwar nur 19.50 Euro je Tag, jedoch teurer als mein Aufenthalt in meinem Einfamilienhaus in Thailand.

Rückblick auf meine diesjährige Solaris-Zeit

Am 21. April kam ich in Istrien an und baute meinen Wohnwagen mit allen heute üblichen Finessen auf. Damit begann eine wunderbare Zeit und endete nach 4 Monaten am Dienstag, 18. August.

Ich hatte hier in Istrien wie gewohnt eine gute Zeit. Am Anfang hatte ich zwar etwas Probleme mit den Frauen, vorallem mit einer speziellen. Diese Hexe hat mich bös erwischt. Aber nach wenigen Tagen war mein „Hexenschuss“ dank dem Orthopäde Dr. Radocaj kuriert.

Als ich Ende Juni kurz in die Schweiz zurückfuhr, bekam ich grossen Aerger mit dem Strassenverkehrsamt, die meinen Fahrzeugausweis samt Autokennzeichen einziehen wollte. In letzter Sekunde konnte ich das grösste Unheil abwenden.

Grund: Ich wollte meine Post nicht nach Istrien nachschicken lassen, denn der kroatischen Post traue ich nur wenig.. Aus diesem Grund habe ich sie auf der Poststelle Binningen zurückhalten lassen. In dieser Zeit wurde ich vom Strassenverkehrsamt 2x zum Vorführen meines Autos aufgeboten, habe dieser Einladung aber nicht Folge geleistet, weil ich ja nichts davon wusste !!!! Das ganze hat mich über 300 Franken Busse etc gekostet! (Bem: Auch in der Schweiz hat man keine Chance gegen den Behörden-Willkür. Das Strassenverkehrsamt gab nämlich der Post die Schuld.)

In der zweiten Juli-Hälfte flog ich zum 3. Mal in den Kosovo, wo meine Tochter Daniela und ihre Familie Ferien machten. Es waren 10 aufregende Tage, denn ich erlebte den Ramadan und den abschliessenden Bajram, den grössten Feiertag der Muslime. Als Zugabe waren wir noch ein paar Tage in Albanien am Meer. Ich habe darüber einen Erlebnisbericht geschrieben, den ihr unter dem nachstehenden Link lesen könnt: http://www.maxlehmann.ch/memoiren/memoiren-230-ferien-kosovo-2015.htm

20150815-Galeria-Max-600px-75bpiAuch das Radfahren kam nicht zu kurz. Insgesamt 1’320 km legte ich zwischen Ende April und Mitte August zurück.. Im Mai weilte ich wiederum 1 Woche in der Toskana. Am Anfang nutzte ich in Istrien mehrheitlich mein Mountainbike und fuhr mit meinen österreichischen Bekannten. Später fuhr ich dann nur noch alleine mit dem Rennrad, weil der männliche Teil meiner bisherigen Radpartner meinte, ohne Helm fahren zu müssen, weil ihm bestimmt kein Unfall passieren werde. Was denkt Ihr alle? Ja, mit diesem Glauben da muss man schon saublöd sein! „Gegen diese Dummheit kämpfen sogar die Götter vergebens„.

Ein Dankeschön gilt meiner SAT-Antenne, dem Internet und meinem Mobil-Telefon. Dank diesen drei neuzeitlichen Technologien war ich immer bestens übers Weltgeschehen und die wichtigsten sportlichen Ereignisse informiert, war immer erreichbar, und habe die Kontakte zu meinen Bekannten und Freunden immer halten können. Dank Skype-Telefonservice konnte ich für wenige Cents alle paar Tage mit Pat in Thailand telefonieren, und dies auf ihr Mobil-Telefon

Ein Leben ohne diese „Werkzeuge des Teufels“ wie sie von manchen genannt werden, ist mir unvorstellbar. Telefonieren aus der Telefonkabine mit Voranmeldung …ha ha ha … Um mich zu erreichen, müsste man mir einen Brief schreiben. … ha ha ha … Informationen übers Weltgeschehen wären über den Radio-Kurzwellendienst sichergestellt ….grrrrrrr

Binningen ahoi … wie geht es weiter?

Mein Terminkalen und meine Checkliste sagen mir: Termin beim Zahnarzt .. Vernissage von Nicole … Treffen mit meinen ehemaligen Novartis-Mitarbeitern …. Mobiles Vorzelt kaufen … Oktoberfest in München bei den Rehlens und anschliessend gefüllte Paprika bei meiner Tochter Daniela … PDC-Ausfahrt in die Berge von Buggingen … Weinlese … und am 14, Oktober Abflug nach Thailand

 

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10. – 21. Juli: Besuch und Reise durch Kosovo und Albanien

Kukes ist der Zoll zwischen Albanien und Kosovo

Kukes ist der Zoll zwischen Albanien und Kosovo

Nach 2003 und 2007 machte ich mich dieses Jahr zum dritten Mal auf in den Kosovo zu den Schwiegereltern meiner Tochter Daniela, die mit ihrem einheimischen Mann Eshref und Familie in Sushica in den Ferien weilte. Dazwischen machten wir als Ueberraschung einen 3-tägigen Ausflug nach Velipoj in Albanien mit Ferien am Meer.

Der Ramadan und der abschliessende Bajram bildeten den Mittelpunkt meines diesjährigen Aufenthaltes. Es war spannend, den Ablauf dieser Feierlichkeiten einer fremden Kultur zu erleben.

⇒ Link zu meinem Erlebnis-Bericht

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21. Juli 2015: Abschied nehmen von „Dominique Buchs“ tut weh

„Dominique hat seinen letzten Sprint verloren“

Dominique im Mai 2015 in Follonica

Dominique im Mai 2015 in Follonica

Abschied nehmen ist schwer, auch wenn man sein Ende erwarten musste. Dominique hat bis zum Schluss hart gekämpft, aber dann doch verloren. Er verstarb viel zu früh am 21. Juli 2015. Er wurde am 8. Juni 65 jährig. Er wusste um sein unvermeidliches Schicksal. Wir seine Freunde auch, aber es kam dann doch etwas schnell.

Unvergesslich, wie ich noch im Mai 2015 in Follonica mit ihm über seinen bevorstehenden Tod sprechen konnte. Er war offen zu mir. Er wusste, dass sein Ende schwer werden könnte. Er wolle jedoch diesen Weg gefasst gehen. „Leben, solange es geht“ war sein Motto.

Bereits vor ein paar Jahren wurde bei ihm Leber-Krebs diagnostiziert. Operationen und Chemotherapien lösten sich in der Folge ab. Dazwischen raffte er sich immer wieder auf, um zu leben und seinem geliebten Radsport nachzugehen. Jedes Jahr war er mit seiner Gabi in der Radrennwoche in Follonica dabei. Mit seinem leichten Körperbau war er immer bei den Besten. Oft haben wir zwei uns beim abschliessenden Sprint duelliert. Er war immer der bessere, ausser einmal, als ich das Ziel verschob …. ha ha ha. Oft lachten und fachsimpelten wir über unseren jugendlichen Uebermut. Es hätte auf der holprigen Strasse vor dem Golfo del Sole viel passieren können. Unser Sprint gehörte einfach dazu!

Aber noch viel wichtiger war ihm seine Familie. Oft erzählte er von seinen beiden Enkeln. Mit Gabi bildete er ein tief verschweisstes Team. Sie ergänzten sich wie selten ein Paar.

Dominique war „unser Sommelier„. Er wählte die Weine zum Essen aus und fand immer einen speziellen Tropfen, wobei er am meisten Freude hatte, wenn er einen noch unbekannten Weinkeller entdeckte.

„Dominique, ich darf diese Zeilen schreiben. Ich gehöre zu den Glücklichen. Ich bin jedoch traurig, dass Du dazu nicht mehr gehörst. Ich werde Dich vermissen, aber nicht vergessen.“

Liebe Gabi, Dir wünsche ich alles Gute und viel Kraft in Deiner Familie. Irgendwann geht es wieder aufwärts, denn das möchte auch Dein „Jeannot

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Europa ist tot – Ich schäme mich – Ruhe in Frieden

Europe-RIPEuropa hat sich disqualifiziert und beerdigt

  • Die Mehrheit der 27 EU-Länder haben ihre Grenzen gegenüber arg gebeutelten  Flüchtlingen geschlossen. Sie lehnen Solidarität ab. Sie wollen keine Flüchtlinge aufnehmen und schliessen ihre Augen vor den hungernden Kinder. Zu diesen assozialen Ländern zählen nicht nur Osteuropäische Staaten sondern auch die beiden sog. Führungsnationen wie Frankreich und England.
  • Ich habe gelernt, dass man sich mit Erpressern nicht einlassen darf. Den Erpressern muss ihr Handwerk gelegt werden. Dies gilt scheinbar aber nicht für die Griechen, die Europa seit Monaten erpressen. Ich schäme mich für Merkel, Hollande und Konsorten, die mit Erpressern zusammenarbeiten und sich mit ihnen sogar verbrüdern!
  • Man hat es beinahe vergessen. Der grösste Erpresser in Europa sind die Engländer. Unzählige finanzielle Vorteile haben sie sich durch ihre Androhungen, andernfalls die EU zu verlassen, erpresst. Wo ist die frühere sprichwörtliche Fairness der Briten geblieben?

Ich habe meinen Stolz noch! Ich habe mein Gesicht nicht verloren. Ich bin glücklich, nicht Teil dieser Organisation zu sein.

 

5. Juli 2015: Konsequenzen nach dem Griechenland-Referendum

Schlaraffenland für Griechenland

Die Mehrheit der Griechen will Geld von Europa, ohne etwas dafür zu leisten. Schlaraffenland für Griechenland! Kopfschütteln und Unverständnis!  ..solche Geschenke unterstützen nicht nur die LINKEN sondern auch die GRÜNEN aus Deutschland

Nur durch Schaden wird man klug. Die Griechen müssen realisieren, dass es kein Geld ohne Gegenleistungen und Sicherheiten gibt. Also kein Geld, bis das Volk seine Fehler realisiert!…oder dann GREXIT.

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Stau, Stau und zu Hause Horror durch die MFK – Staats-Willkür

Nach 2 Monaten im Süden musste ich am 28. Juni kurz nach Hause, um meine Post zu erledigen. Kombiniert habe ich dieses Vorhaben mit dem Besuch der Klassenzusammenkunft des Technikum-Jahrganges 1970. Als ich aber zu Hause eintraf, da  wähnte ich mich in einem schlechten Horror-Film: Ein Brief der Motorfahrzeug-Kontrolle verfügte den „Eintzug meines Fahrzeugausweises“!

Gotthard, Verkehr, LastwagenIch werde nie mehr am Wochenende fahren

Es war eine mühsame 800km-Fahrt von Istrien in die Schweiz. Ich wurde zwar, da es Sonntag war, von keinem Lastwagen behindert, aber umsomehr von den unzähligen  „Sonntagsfahrern und -fahrerinnen„.

Obwohl ich mit Absicht erst um 12 Uhr Mittags wegfuhr, um einem etwaigen Wochenendverkehr aus dem Wege zu gehen, gelangte ich bereits nach gut 30 km  auf der Autobahn bei Buje in einen massiven Rückreisestau. Für die wenigen Kilometern von der letzten Autobahn-Zahlstelle bis zur Ausfahrt Buje, wo ich dem Stau entweichen konnte, brauchte ich 45 Minuten.

Dann ging es zügig durch Italien. Es gab keine Staus, nur dichter Verkehr auf der Autobahn nach Mailand.  Ich musste mich einzig wegen der ungewohnte Fahrweise der „Herren und Damen Sonntagsfahrer“ doppelt konzentrieren. Erschwerend kam dazu, dass viele Italiener-Papis ihre Mamis zu Feier des Tages ans Steuer ihres Kleinwagens liessen. Für die Mamis muss dies schlimm gewesen sein, denn es war ihnen sichtlich unwohl auf der Autobahn.

Als ich dann die letzten 300km durch die Schweiz in Angriff nahm, kam ich voll in den Rückreiseverkehr. Der erste Stau mit 40 Minuten Wartezeit überraschte mich vor dem Südportal des Gotthard-Tunnels. Weitere Staus bremsten mich vor Luzern und Sempach.

logo-mfk, Motorfahrzeugkontrolle Baselland, MFK, BLDie staatliche Administration wieherte … und wie!

Es war wie in einem schlechten Horror-Film. Am Tag nach meiner Ankunft, am Montag-Morgen 29. Juni lag ein Liebes-Brief von der Motorfahrzeug-Kontrolle (MFK) mit dem Titel: „Verfügung über den Entzug des Fahrzeugausweises…..“ in meinem Briefkasten.

Was ist denn da geschehen? Jedes Jahr verbringe ich von Ende April bis Mitte August rund 3 Sommermonate in Istrien auf dem Campingplatz Solaris. In dieser Zeit lasse ich die Post im Postamt Binningen zurückbehalten. Ich komme in der Halbzeit nach etwa 2 Monaten zurück, hole die Post an der Poststelle ab, um die notwendigen Zahlungen zu erledigen.

So geschehen auch dieses Jahr. Exakt in diesen 2 Monaten hat mir die MFK ein Aufgebot zur Fahrzeugprüfung und scheinbar per A-Post vom 3. Juni auch eine Mahnung mit neuem Termin zugeschickt. Da ich beide Termine nicht wahrnahm, weil ich ja gar nichts davon wusste, schickten die Behörden mir diese Verfügung über den „Entzug des Fahrzeugausweises“! Eine Katastrophe für mich. Wie sollte ich denn wieder nach Solaris gelangen und ein paar Tage später ab Ljubljana in den Kosovo fliegen?

Ich habe unverzüglich mit dem Büro der Motorfahrzeug-Kontrolle Kontakt aufgenommen und hatte Glück, weil die kooperationsbereite Frau Ullmann Verständnis für meine Situation hatte. Sie fand kurzfristig einen freien Termin. Ich kann nun meinen Skoda am Montag 6. Juli vorführen. Falls alles klappt, das hoffe ich, komme ich am Dienstag zurück nach Solaris, 3 Tage vor meinem Abflug in den Kosovo.

Das ganze Theater hat mich viel Geld gekostet. Anstatt der üblichen Fr. 60.– Prüfungsgebühr hat mich meine wohlorganisierte Abwesenheit Fr. 200.– für “Busse” und Fr. 120.– wegen verpassten Prüfungsterminen gekostet. Ich wurde bestraft wie ein Schwerverbrecher oder ein Auto-Rowdie.

Dies konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, umsomehr dieser zweite A-Post-Brief „Mahnung“ mich gar nie erreichte. (Bem: er wurde mir erst am Donnerstag, 2. Juli zugestellt, also 1 Monat nach Versand!). Ich habe mich bei der MFK beschwert und Rückerstattung der Gebühren und Bussen gefordert. Eine Kopie ging an die Konsumenten-Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens. Vielleicht lässt sich aus diesem Vorfall über die „Willkür der Behörden“ eine Sendung machen.

Ob die MFK auf meinen Brief reagieren wird, ist höchst ungewiss. Staatliche Behörden und deren Beamte tun sich auch in der Schweiz schwer, einen Fehler einzugestehen. Prioritär für mich ist, dass ich bald wieder ab nach Istrien fahren und das Flugzeug in den Kosovo erreichen kann.

Zukünftig werde ich jeweilen Anfang Jahr allen mir bekannten Behörden wie die MFK, die Steuerbehörden, die Gemeinde und Polizei in einem Brief darauf aufmerksam machen, wann ich mich im Ausland befinde. Der Ball ist dann bei Ihnen!

Nachtrag vom Freitag, 3. Juli:

Die MFK hat sich bei mir gemeldet, aber wie erwartet keinen Fehler eingestanden und es abgelehnt mir die Busse zu erstatten. „Dies sei ein Problem der Post. Die MFK könne nichts dafür, dass A-Post-Vorladungen beim Empfänger nicht ankommen!“

Dies bedeutet doch, dass man durch die MFK bestraft wird, auch wenn die Post oder Busse einem nie erreicht hat! Ein Staats-Willkür!

Ihr Wort in Gottes Ohr

Der Skoda ist im Moment in der Garage Schumacher in Oberwil. Dort wird er bereit gemacht für die technische Prüfung vom kommenden Montag. Ich war in den letzten Tagen vollkommen gestresst und hyper-nervös. Dieses Theater hat mich Jahre meines Lebens gekostet! Die Mechaniker haben mich jedoch beruhigt und gemeint, ich könne mit 99% sicher sein, dass mein Auto durchkommt!

Nachtrag vom Montag, 6. Juli

Habe die heutige Fahrzeugprüfung bestanden. Sie dauerte 20 Minuten. Der Experte Herr Lauper war sehr nett.


(Keywords: MFK, Motorfahrzeug-Kontrolle, BL, Baselland, Staatsbetrieb)

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20. Juni 2015: Totaler Stromausfall in halb Istrien

emoticon-panikTief wie ein Murmeltier schlief ich vom Samstag auf den Sonntag. Ich ahnte nicht, was kurz vor 3 Uhr in halb Istrien geschah:  ein totaler Stromausfall. Sogar Porec war ohne Elektrizität. Es herrschte schwarze Nacht über Tar, Porec und Vabriga

7 Stunden Stromausfall

Dies merkte ich aber erst, als ich kurz nach 6 Uhr aufwachte und den Fernseher einschalten wollte. Kein Bild …. kein Strom. Zuerst dachte ich an ein hausgemachtes Problem mit meinen Sicherungen im Wohnwagen. Ich war bereits daran, eine neue Leitung zum Stromkasten zu legen, als Wolfgang mich sah und mich aufklärte, dass auf dem ganzen Campingplatz der Strom ausgefallen sei.

Normalerweise dauert ein Stromausfall hier unten eine halbe Stunde, vielleicht auch 1-2 Stunden. Deshalb wartete ich ab mit dem Frühstück. Ich wartete und wartete. Dann kurz vor 10 Uhr begann es zu klicken. Der Microwellen-Ofen startete, das Licht im Wohnwagen ging an, der Fernseher initialisierte sich.

30 Stunden kein Internet

Nun konnte das gemütliche Camping-Leben wieder starten. Die Kaffee-Maschine pumpte, der Tag war gerettet. Fast gerettet, denn das Internet funktionierte noch nicht. Für mich nicht so tragisch, denn ich konnte „off-line“, d.h. ohne Internet-Anschluss an meiner Biografie arbeiten. Es war einzig ärgerlich, weil ich doch das eine oder andere im Internet nicht verifizieren konnte.

30 Stunden nach dem Stromausfall funktionierte auch Internet wieder, seit Sonntag, 21. Juni um 08:24 bin ich wieder erreichbar.  Mir wurde in dieser Zeit bewusst, wie die Welt ohne Internet aussehen würde. Trostlos! Kein Skype, keine Mails, Kein WhattsApp, keine Zeitungen und auch kein aktuelles Fernsehprogramm.

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17. Juni 2015: Sonne und Regen – Optimisten und Pessimisten

Das Wetter aus Sicht der Pessimisten und Optimisten

Carnival of Solaris: Sonnenblumen

In den vergangenen Tagen kamen sowohl Pessimisten als auch Optimisten voll auf ihre Kosten.

Nach einer Hitze-Periode von über 3 Wochen wurde das Wetter etwas instabil. Tagsüber war es meistens schön und sonnig, in der Nacht weckten uns mehr oder weniger intensive Regenschauer und Gewitter auf. Die Pessimisten sprachen auf der Toilette bereits von „Scheisswetter“

Die Natur war darob glücklich, denn es bildeten sich bereits tiefe Risse im Boden. Solche kennt man normalerweise nur im Juli und August. Bald werden die Wiesen wieder grün leuchten, sagen die Optimisten

Der Wassergraben

Als es in den letzten Nächten regnete, nein schüttete, war ich froh um meinen tiefen Wassergraben, denn er hat seine Bestimmung erfüllt.

Jeweilen wenn ich das Vorzelt aufbaue, grabe ich auch den Graben, damit mir ja nie Wasser ins Vorzelt laufen werde. Mein Wohnwagen mit Vorzelt steht leicht am Hang. Wenn es stark regnet, dann muss ich das Wasser um die schmale Seite des Vorzeltes führen und ableiten.

Die Freunden und Leiden des Uli

Mein Nachbar Uli war heute zum Tennis eingeteilt und begab sich zeitig auf den Platz. Aber bald kam er glücklich und strahlend zurück. Ich habe frei! Die Plätze sind noch zu nass.

Die Freude währte aber nur wenige Minuten, denn dann kamen bereits seine  feschen Partnerinnen und holten ihn ab: Platz 4 und 5 seien bespielbar!

Noch weiteren 2 Minuten kam er fluchend zurück. Die beiden Plätze waren bereits besetzt!. Frustriert half er seiner Frau Hilde beim Putzen. Schlimmer kann es einem nicht mehr ergehen.

Ich bin „Mäuse-Frei“

Bärbel und Dieter hatten ungebetene Gäste in ihrem Wohnwagen, als, als sie ihn nach dem Ueberwintern auf Solaris öffneten. Mäuse hatten sich in den Wintermonaten niedergelassen. Wie und auf welchem Weg sie hereingekommen sind, darüber streiten  die Fachleute. Wahrscheinlich fanden sie einen Weg über die Löcher der Klimaanlage oder den Wasserablauf.

Dank des Katers „Site“ von Martina haben unter meinem Wohnwagen die Mäuse die Flucht ergriffen. Mit Hilfe von Dieter habe ich alle Löcher zu meinem Wohnwagen d.h. den Wasserablauf und das Kamin mit Gittern verschlossen.

Wohnwagen, Mäuse

 

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14. Juni 2015: Feines Essen – Mein Kartoffel-Mädchen – Registrierung von Wohnwagen in Kroatien

Neues Esslokal: Stancija Spin

Beim Durchsehen meiner eigenen Tagebuch-Beiträge stelle ich fest, dass ich gerne esse! Welch Ueberraschung !!!! Manche sagen auch, ich sei ein Vielfrass. Manches davon stimmt. Ich esse langsam und geniesse jeden Bissen! Essen ist für mich ein Lust-Erlebnis, vergleichbar einem O ….. sprich Opernbesuch.

Am vergangenen Mittwoch, 10. Juni war es wieder soweit. Mit Gudrun und Alfred, mit Martina und Klaus, sowie der Fam. Maria ging es zum Essen in die „Stancija Spin“ unweit unseres Campingplatzes etwas ausserhalb von Tar. Dort befindet sich ein landwirtschaftlicher Gross-Betrieb mit Mich- und Käseproduktion, Schafställen und dem feinen Restaurant „Stancija Spin

Tar Stancija Spin

Das „Stancija Spin“ gehört zur „Agrolaguna“ einem großen kroatischen Unternehmen in Porec. Das Unternehmen hat 65’000 Olivenbäumen auf 220 ha an fünf Standorten im Raume Porec/Cervar gepflanzt. Ich glaube, die Oliven oberhalb Solaris gehören auch dazu. Sie verfügen über 520 ha Weinberge und einen Bauernhof mit 800 Schafen. Agrolaguna produziert über 100 Tonnen natives Olivenöl extra, mehr als 100 Tonnen Käse und mehr als 2 Millionen Liter Wein pro Jahr. Etwas ausserhalb des Gemüse-Marktes in Porec betreibt Agroluna einen Verkaufsladen mit allen Produkten.

Tar Stancija Spin: Innenraum

Auf der Speisekarte im „Stancija Spin“ findet man viele Spezialitäten, die man nicht in jedem Restaurant in Istrien erhält: Istrianisches Rind, Gitzi-Fleisch etc, dazu aber drei 3-Gang-Menues zu je 120 Kuna. Die Menues bestanden aus einer einheitlichen Vorspeise aus einem Käse, Quark-Teller, dann der Hauptspeise und einem wunderbaren Dessert. Die drei Menues unterscheiden sich nur in den Hauptspeisen: Schweinsfilet, Kalbsfilet oder Fisch. Dazu gab es zu jedem Gang ein zum Gericht passendes Glas Weiss- und Rotwein.

Tar Stancija Spin: Alfred Gudrun Max

Nun, wie hat es geschmeckt? Die Präsentation des Esslokals und der Speisen war sehr gut. Die Qualitär des Essens war nicht weltmeisterlich, aber gut. Mein Auge ass sichtlich mit. Die Speisen wurden schön angerichtet.  Mir fehlte jedoch, dass die Bedienung uns erläutert hätte, was auf dem Teller lag. Die Vorspeise z.B. bestand aus 3 kleinen Tranchen Käse. Ich vermute ein Kuh-, Schafs- und Trüffelkäse. . Mein Schweinsfilet war schön mit Dill garniert, aber für ein Filet zu wenig zart.

Tar Stancija Spin: Klaus Martina Maria DorisDas „Stancija Spin“ gehört bestimmt zu den bessere Speiselokalen in der näheren Umgebung und hebt sich wohltuend von den 08/15-Lokalen ab, die alle zwar Essbares anbieten, aber alle dasselbe. Aber es gibt bessere Lokale.

Meine neue Freundin: Ein Kartoffel- und Tomaten-Mädchen

Solaris Kartoffelweibchen von Eveline

Solaris Kartoffelweibchen von Eveline

Wer kennt nicht Evelin? Nein es ist nicht die, an die ihr Euch erinnert. Evelin ist die Frau vom Peter und kommt aus München. Sie gehört zum Solaris-Inventar. Eines ihrer Hobbys besteht darin, aus irgendeinem natürlichen Gegenstand wie einem abgebrochenen Aestchen, einem Stein, einer Frucht etc  eine Figur oder in Häuschen oder sogar eine Landschaft zu bauen.

Kürzlich war ich beim Abwaschen. Einmal im Tag genügt dies bei mir. Ich habe genügend Geschirr. Da brachte mir Evelin dieses Kartoffel-Mädchen. Wie schön!

Das Mädchen bestand aus 2 Kartoffeln, einem Tomatenkopf mit zwei Karottenschnitzen als Ohren und 2 Erdnüssen als Augen. Die Nase ist Teil der Tomate. Die beiden Arme sind aus kleinen Karotten gefertigt.

Zoll und Wohnwagen in Kroatien

Seit Jahren überwintern viele Camper ihre Wohnwagen in einem Depot in Istrien. Sie wollen ihr Gefährt nicht mehr nach Hause ziehen. Dies gefiel in der Vergangenheit dem kroatischen Zoll gar nicht. In mehreren zum Teil verunglückten Aktionen versuchten sie, diese „Fremdkörper“ zu erfassen und ärgerten die betroffenen Camper unsäglich. Das Problem war, dass die Kroaten jedesmal schlecht kommunizierten. Glück hatten die, die deren Forderungen aussassen und nicht reagierten, denn bereits im Folgejahr war alles vergessen und die Polizei resp. der Zoll hatten andere Prioritäten.

Als nun Kroatien am 1. Juli 2013 in die EU aufgenommen wurde, war anfänglich Ruhe, aber Anfang 2014 kam die nächste Forderung. „Alle fremden Wohnwagen, die im Lande standen, müssten verzollt werden„. Ich begab mich zum Spediteur Omnisped in Porec, denn mittlerweilen gab es kein Zoll-Büro mehr in Porec. Der istrianische Zoll wurde in Pazin zusammengezogen. Bei der Speditionsfirma wollte ich mich über die Formailtäten erkundigen und nötigenfalls den Auftrag zu Erledigung geben. Die Dame dort beruhigte mich und meinte: „niemand weiss im Moment, wer betroffen und wie das Prozedere sei. Ich soll abwarten.“

Ende April 2015  kam ich in Istrien an, um hier den Sommer zu verbringen. Bereits bei der Begrüssung wurde ich von meinem Depot-Besitzer Edo mit der unangehmen Nachricht überfallen: „Der Zoll macht Aerger wegen Deines Wohnwagens und  Material-Wohnwagens. Geh doch zur Spedition und erkundige Dich.“

Mühsam. Ich wollte doch Ferien machen und mich nicht mit der kroatischen Bürokratie herumschlagen.

Also begab ich mich zu Frau Vera Radovcic in der Fa. Omnisped, um sie zu bitten, meine beiden Wohnwagen zu verzollen, kurzum um alles zu erledigen.

Sie beruhigte mich nach kurzem, denn wir fanden beide Wohnwagen auf der Liste von Edo. Es gehe primär um deren Registrierung. Ein Verzollen sei bei dem Alter der Wohnwagen nicht nötig. Sie riet mir, zu Handen der Zollbehörden ein „Statement to Customs Authorities“ aufzusetzen, es von einem Notar beglaubigen zu lassen und im Depot zu hinterlegen. Dann habe der Zoll, falls er eine Inspektion mache, alle wichtigen Daten.  In diesem Dokument soll ich bestätigen:

  • dass ich Eigentümr bin
  • 1. Inverkehrssetzung (=Kaufdatum) (=Kopie des Fahrzeugausweises)
  • Seit wann steht der Wohnwagen in Kroatien
  • Wann hat er das letzte Mal Kroatien vrlassen

So stelle ich alle Angaben für beide Wohnwagen zusammen und begab mich  ins Notariat Tanja Ferenc, Trg Slobode in Porec im VIP-Gebäude via-à-vis der Kirche. Nach 30 Minuten war alles erledigt und kostete mich inkl. der notwendigen Kopien 107.50 Kunar (entsprechend etwa 15 Euro). Nun hoffe ich, etwas Ruhe zu haben.

 

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10. Juni 2015: MTB-Fahrt über die Parenzana, der Hölle Istriens

 

Parenzano Max: Einstieg bei Vizinada

Parenzano Max: Einstieg bei Vizinada

Ihr alle kennt das Radrennen Paris – Roubaix vom Fernsehen. Die wenigsten von Euch haben diese endlose Fahrt durch die Hölle des Nordens über die typischen Kopfsteinpflaster durchgestanden. Sie hat vieles gemeinsam mit der berüchtigten „Parenzana“ hier in Istrien vor meiner Haustüre.

„Parenzana“ nennt sich die frühere Eisenbahnstrecke aus der österreichischen K+K-Zeit zwischen Triest und Porec. Schienen gibt es seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts keine mehr. Aber die Strecke mit  7 Tunnels und 6 Viadukten existieren immer noch und wurde in den letzten Jahren mit viel Liebe für die Wanderer und Radfahrer wieder hergerichtet.

Die gesamte Parenzana ist etwa 120 km lang. Wir fuhren nur einen Teil davon, nämlich die 50 km  zwischen Vizinada und Groznjan. Kies und Schotter, kleine und grössere Steine bildeten die Unterlage auf dem ehemaligen Eisenbahn-Trassee. Sie schüttelten uns endlos durch. Die Dämpfer der Mountain-Bikes vermochten die Schläge nur zu reduzieren, aber nicht aufzufangen

Parenzana Vizinada - Motovun - Groznjan

Parenzana Vizinada – Motovun – Groznjan

Start morgens um 07:15 Uhr auf Solaris

Wir starteten am Morgen früh auf dem Campingplatz Solaris zur 82 km langen Fahrt mit 1250 m Höhendifferenz. Es war bereits recht warm. Ein Hitzetag war angesagt. Via Tar ging es nach Labinci zum Einstieg in die Parenzana. Anfänglich ging es immer leicht aufwärts. Bei Bahnstrecken sind die Steigungen und Gefälle höchstens 3%  also moderat. Aufpassen musste wir auf die Brombeerranken, die überall in die Wege hingen und einem verkratzten.

In Vizinada folgte dann der zweite Einstieg in Richtung Motovun. Nun ging es auf Schotter bergab. Knirschend schoben sich die Stollenprofile meines Mountainbikes durch lockeres Gestein und harte Steinsbrocken. Das Knirschen und Klackern, sobald ein Brocken gegen den Metallrahmen sprang, bildete von nun an die Begleitmusik dieser Tour. Es rumpelte und schüttelte unentwegt. Ich wusste es aus den Vorjahren. Je schneller man fuhr, je weniger spürte man die Schläge durch die  Löcher und Steine.

Istrien Parenzano Viadukt Max Klaus Martina

In grossen Schleifen führt die Parenzana leicht bergabwärts. Die Fahrspur ist gesäumt von Eichen und Akazien. Manchmal bilden die Bäume einen grünen Tunnel, durch den die Sonnenstrahlen spitz durchscheinen. Mehrmals fährt man durch herausgeschlagene Einschnitten in den Fels.

Unterwegs das grosse Viadukt bestimmt gegen 100 m lang. Es überquert eine tiefe Schlucht. Hier machten wir unser Gruppen-Foto mit Selbstauslöser. Im 222 Meter langen Tunnel unterhalb Motovun waren unsere Taschenlampen nötig. Ich stieg vom Rad. Es war stockdunkel, von den Wänden tropfte Wasser,

Istrien Parenzano Tunnel Klaus Martina

Bergauf von Livade nach Groznjan

Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir Livade im Mirna-Tal, wo wir unsere Trinkflaschen nochmals auffüllten. Wir wussten, unterwegs gabe es nichts zu kaufen. Auf der Fahrt hinauf nach Groznjan über etwa 20 km fuhren wir über 4 oder 5 Viadukte und durch ebensoviele Tunnels, wobei einer wegen des losen Gerölls nur zu Fuss durchquert werden konnte. Ich hatte etwas Probleme mit dem Gleichgewich in den unbeleuchteten Tunnels und schob in den meisten Tunnels mein Rad. Vor 2 Jahren bin ich in einem der Tunnels gestürzt, weil ich das Gleichgewicht verlor und auf der falschen Seite absteigen wollte. Mein Helm hatte mich damals vor Verletzungen durch den Aufprall an der Tunnelwand geschützt.

Istrien Parenzano Tunnel Max Martina

Nun ging es die meiste Zeit leicht bergauf. Der naturbelassene Weg war voller Steine, schlammige Pfützen zwangen uns zu akrobatischen Ausweichmanövern. Gestern muss es hier stark geregnet haben, während wir auf Solaris nur das dumpfe Donnern gehört haben. Hier erlebt man, warum man nur mit einem Mountainbike die Parenzana befahren sollte.

 

Der Mirna entlang nach Hause

Mit Groznjan hatten wir den höchsten und gleichzeitig Endpunkt unserer Parenzana-Fahrt erreicht. Auf Asphalt-Strassen ging es in flottem Tempo rund 10 km bis ins Mirna-Tal. Ein erholsamer Genuss für Leib und Seele. Unten angekommen führte unser Weg anfänglich auf der Hauptstrasse und später auf dem kiesigen Feldweg der Mirna  entlang bis nach Antenal, wo die Mirna ins Meer fliesst. Diese letzten 10 km haben nicht nur mir sondern auch meinen beiden Freunden Klaus und Martina arg zugesetzt. Nochmals Geröll und Schlaglöcher. Es wollte nicht aufhören. Mein Getränke Bidon war leer. Ich war erschöpft. Mein Kopf wollte nicht mehr. Ich musste eine Pause einlegen.

Bei Antenal ging es dann wieder auf normaler Aspaltierter Strasse weiter.. Nur noch wenige Kilometer. Wer fuhr denn da eben vorbei? Die Kleins aus Peine in ihrem Fendt-Wohnwagen. Die hätten wenigstens mich mitnehmen können, dachte ich für mich.

Motiviert habe ich mich auf den letzten Kilometern mit der Idee, bei Petar nochmals frische Erdbeeren zu kaufen. Martina nahm mit jedoch diese Hoffnung. „Es gebe keine Erdbeeren mehr!“  meinte sie. Also die letzten Kilometer ohne Motivationsschub durch den Lanterna-Campingplatz nach Solaris. Die Knie zitterten. Ich war richtig gehend geschafft. Für die nächsten Tage werde ich mein Rad bestimmt nicht anrühren. Nach der verdienten Dusche legte ich mich aufs Liegebett und schlief tief ein. Mehrer Stunden mit kleinen Unterbrechungen, in denen ich etwa 2 Liter Apfel-Schorle (Mischung aus Apfelsaft und Sprudelwasser trank.

Weitere Informationen über die Parenzana

Falls Du mehr über die Parenzana lesen möchtest, findest Du weitere Beiträge in diesem meinem Sommer-Tagebuch. Benutze das Suchfeld auf dem Bildschirm oben rechts und gebe darin den Suchbegriff „Parenzana“ ein.

 

 

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Blog von Niggi Dorfmann, einem Basler in Thailand

niggi-dorfmann

Niggi Dorfmann

Niggi wohnt seit einigen Jahren im Osten Thailands und ist bereits ein 20%iger Thailänder. Er kann sich nämlich mit den Einheimischen unterhalten und was vorallem wichtig ist, er kennt sich in der thailändischen  Mentalität bestens aus.

Ueber sein Leben und seine Eindrücke verfasst er einen lesenwerten Blog (Klick auf nachstehenden Link), den ich Euch bestens empfehlen möchte:

 

Leben auf dem Land

Meine Eindrücke des täglichen Lebens im Nordosten von Thailand. Weit weg von pulsierenden Zentren. Hier geht es noch ruhig und einfach zu und her.

 

Ich kenne kein Buch, das derart lebensnahe das Leben in einem thailändischen Dorf schildert. Er berichtet über den Reisanbau, neuerding über seinen Hausbau. Er macht sich Gedanken über das ländliche Schulsystem und vieles mehr. Nicht alles ist übertragbar in die städtischen Agglomerationen Thailands, aber die Mentalität trifft er 100%ig.

 

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Rückblick auf 6 Wochen Solaris: Hitzefahrt durch Istrien – Ohrengrübler – Feinschmeckereien etc

Gestern Fraitag-Abend rief mich René, ein thailändischer Freund aus dem Piemont, via Skype an und fragte, ob bei mir alles in Ordnung sei? Ich hätte seit langem nichts mehr ins Tagebuch geschrieben.

„Auf dr Alp, da gibts koa Sünd“

In der Tat war ich anderweitig beschäftigt. Nach meinem Hexenschuss vor ein paar Wochen plante ich an meinem Projekt „mobiles Vorzelt“. Ich schrieb intensiv an meiner Autobiografie, denn hier auf Solaris ist wenig weltbewegendes passiert, wenn man davon absieht, dass der benachbarte Oliven-Bauer in Sichtweite einen übel stinkenden Misthaufen mit Schafsmist aufgebaut hat. Kein Schweinestall, wie manche vermuteten. Die abendlichen Düfte und die damit zusammenhängenden Fliegen haben manchen von uns beschäftigt. Wir fühlten uns wie auf einer Alp..

Radausfahrt via Motovun – Livade – Oprtalj – Buje und zurück

Es war Freitag, 5. Juni. Unser dritter diesjähriger Sommertag mit Temperaturen um und höher 30ºC. Wir wollten nur eine kleine Ausfahrt machen und die Parenzana Strecke zwischen Kastelir und Porec auskundschaften. Dabei landeten wir jedoch in der Nähe von Viznjan und fanden die Fortsetzung der alten Eisenbahnlinie nicht mehr. Wir entschieden uns darauf, eine grosse Runde über Motovun und weiter den steilen 5km-Anstieg von Livade nach Oprtalj auf der anderen Seite des Mirna-Tales zu fahren.

Wir, d.h. Martina, Klaus und ich haben dieses Abenteuer überlebt. 79 km mit 1250 m Höhendifferenz und dies bei stechender Hitze lauteten die nackten Zahlen. Bereits der steile Livade-Anstieg mit durchschnittlich 10%-Steigung verlangte mir viel ab. Einmal musste ich sogar absteigen, weil mein Kopf nicht mehr wollte. Es war wirklich ein Abenteuer. Es war nicht die Distanz, sondern die ungewohnte Hitze und die Höhendifferenzen, die uns zu schaffen machte. Nach etwas mehr als 4 Stunden langten wir in Solaris wieder an. Müde, aber zufrieden und glücklich. Ich legte mich unter meinen Olivenbaum und schlief wie gewohnt meinen Schönheitsschlaf, diesmal aber 3 Stunden.

Unsere Radstrecke: Camping Solaris - Viznjan - Motovun - Livade - Oprtalj - Buje - Novigrad - Solaris

Unsere Radstrecke: Camping Solaris – Viznjan – Motovun – Livade – Oprtalj – Buje – Novigrad – Solaris (Strava Tracking)

Ist die jährliche Ohrengrübler-Plage bereits vorbei?

Wer kennt sie nicht, die kleinen niedlichen Tierchen, die beim ersten Morgen-Kaffee als leckere Beigabe aus der Kaffemaschine herausgespühlt werden.. … die aber auch als Familie in meinen Schuhen wohnen, in die ich schlüpfen will … oder aus dem Brotsack rauskrabbeln…. Nachts sind die nicht zu übersehen, denn sie lieben die Dunkelheit und Feuchtigkeit. Im Moment hat es nur noch vereinzelte.

Ich kann Euch beruhigen: Die Ohrwürmer sind für uns Menschen absolurt ungefährlich, obwohl sie recht gut beissen können. Habt ihr gewusst, dass diese Insekten zu den Fluginsekten gehören. Einige der Arten verfügen nämlich noch über Flügel und können auch fliegen. bei den meisten sind deren Flügel aber verkümmert.

Unglaublich: Das Niveau gewisser Camper

Den ursprünglichen Original Beitrag über einen Streit zwischen Campern habe ich aus eigenem Antrieb gelöscht, denn es ist nicht meine Aufgabe, andere zu kritisieren. Es liegt mir aber am Herzen, dass man sich bei Unstimmigkeiten anständig verhält und mit einander spricht. Ich lehne auch das Intigrieren, das gegenseitige Ausspielen und Aufstacheln hinter dem Rücken Betroffener ab.

 

Solaris Essen bei Martina und Klaus: Max mit Kardinalschnitte

Notverpflegung – frittierte Heuschrecken

An keinem der Tage, die ich hier vebrachte, musste ich Not leiden. Entweder grillierte ich etwas feines auf meinem Grill, oder ich ass auswärts in der „Galeria“ oder ich wurde von lieben Nachbarn und Freunden eingeladen.

  • Bei Kerstin und ihrem Udo genoss ich den besten Calamares-Salat, der mir je vorgesetzt wurden. Er soll in 40-50 m Tiefe gelebt haben. Nicht der Udo, sondern der Tintenfisch. Ein einmaliger Traum. Auch nicht der Udo, sondern der Calamares-Salat!
  • Der Martina und dem Klaus lasse ich bei unseren Rad-Ausfahrten immer den Vortritt. Vorallem, wenn es bergauf geht. Als Gegenleistung werde ich von den beiden kulinarisch verwöhnt. Gestern mit Hacktäschli und zum Dessert einer doppelten Kardinalsschnitte (etwa 6 cm dick). Reine Bestechung und Korruption!
  • Es ist modern, Veganer zu sein. Als Veganer wird man bewundert. Bereits zweimal ging ich meinem zeitweiligen Hobby als Veganer nach. Veganer meiden tierische Produkte. Die Konoba „Malo Selo“ in Fratrja (Buje) bietet solche leckeren Gerichte an. Mit viel Liebe bereiten sie „Ravioli mit Trüffel“ an, meine Veganer-Leibspeise.
    ⇒ Nur ein kleiner Hinweis:  Ich bin beileibe kein Veganer. Gott behüte mich! Aber für Trüffel werde ich kurzzeitig auch Veganer
  • Ein paar Wochen zuvor wurde ich im „Petra“ in Vsar mit Hasenschlegel und im „Barba Cizo“ in Funtana mit Muscheln und anderen Meeresfrüchten verwöhnt. Istrien bietet nicht nur  08/15-Gaststätten, sondern auch Feinschmecker-Lokale an.

Max im Malo Selo: Trüffel Ravioli

Das Wetter wird draussen abgehalten

Dieser Allgemeinplatz gilt auch hier in Istrien. Die Wetterlage ging auf und ab. Wir hatten zwar keine Stürme, aber immer wieder ein paar Stunden Regen und vorallem kühlen Wind, mehrheitlich jedoch Sonnenschein. Seit wenigen Tagen hat es gebessert. Man kann auch abends nach dem Sonnenuntergang draussen sitzen bleiben, ohne sich den Winterpulli überziehen zu müssen.

Beim Radfahren in den vergangenen Wochen litt ich immer wieder darunter, dass ein kühler Wind ging. Ich musste mir ein  Unterleibchen mit Windstopper unter mein Velo-Leibchen anziehen. Ich bin eben immer noch die thailändische Wärme gewohnt und mag es warm. Mein Körper schwitzt gerne. Seit Anfang Juni wurde es bedeutend wärmer, auch nachts

Mein autobiografischer Bestseller

Hohe Ziele soll man sich setzen. Vielleicht geht es mir wie den meisten Künstlern. Sie werden erst nach ihrem Tode berühmt. Daran bin ich aber bei weitem nicht interessiert.

Vielleicht habt ihr es bereits bemerkt. Meine Bücher und Blog-Beiträge veröffentliche ich unter dem Pseudonym „Basler Max“. Nicht zu verwechseln mit dem „Mario Basler“, seines Zeichens deutscher Fussballer. Wenn ihr im Google nach „Basler Max“ sucht, werdet ihr unzählige Einträge finden.

In der Zwischenzeit weiss ich auch, warum ich in der Google-Suche so weit oben erscheine: Meine Sex-Beiträge! Sucht mal mit den Begriffen  „Basler Max Sex„. Ihr werdet staunen! …lach lach lach

Fast täglich kratze ich während einiger Stunden meine Erinnerungen zusammen und schreibe diese in mein Notebook. Einzelne meiner Freunde auf dem Campingplatz beobachten dies mit Argwohn und haben mich im Verdacht, ich würde über sie schreiben. Ich kann aber alle beruhigen. Ich schreibe keine Thriller und noch weniger intime Enthüllungen über die Sünden auf dem Campingplatz.

Die Kapitel über meine „Krankheiten“ habe ich abgeschlossen. Ich hoffe, dass in Zukunft nichts neues dazu kommt. Nun arbeite ich an dem Abschnitt über meine „Karriere als Camper„. Begonnen hat diese als 18-Jähriger und enden wird sie gemäss meiner Lebensplanung erst in der Zukunft …. lach!

 

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9. – 16. Mai 2015: Radrennwoche in Follonica – Abschied nehmen tut weh!

Nach 15 Jahren im Feriendorf „Golfo del Sole“ in Follonica (Toskana) ….

….habe ich diesen Lebensabschnitt abgeschlossen. Es war ene schöne und spezielle Zeit mit Freunden und Freundinnen des Radrenclubs Basel (RRCB). Jeweilen anfangs Mai trafen wir uns hier zu unseren ersten Trainingsfahrten des Jahres. Wir holten uns die sportliche und auch kulinarische Härte, die wir später in der Schweiz  brauchten.

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Meister Proper

Zufällige Ähnlichkeit mit „Meister Proper“

2001: Meine Rennrad-Lehre in Follonica

Vor 15 Jahren habe ich als Quereinsteiger mit einem „alten“ Specialized-Rennrad hier in Follonica meine erfolgreiche Karriere begonnen. Wie es damals noch üblich war, mussten wir nach der alten Schule von Renato Bevilacqua zuerst lernen, das Rennrad den Berg hoch zu schieben. Ich hatte zwar bereits entsprechende Erfahrung aus meiner Militärzeit, aber die wurde nicht akzeptiert.  Renato suchte sich zu diesem Zweck einen alten Römerweg voller runder Steine in der nähren Umgebung aus. Meine bedauernswerten Freunde mit ihren ledernen Rennschuhe machten fluchend 1 Schritt nach oben und rutschten ½ Schritt wieder zurück. Sie mussten froh sein, nicht von einer der vielen Schnecken überholt zu werden. Dank meiner MTB-Schuhe mit Gummi-Profilen hatte ich dieses Problem nicht. Oben angekommen lachte uns eine Schildkröte vielsagend entgegen.

Follonica, Montioni

Ich lernte viel in kurzer Zeit. Ich verschluckte mich nur einmal und bekam davon einen feuerroten Kopf, als ich einen körnigen Energie-Riegel beim hinauffahren ass. Fortan trank und ass ich nur noch flach oder abwärts. Auch pinkeln konnte ich bald trotz der engen Renn-Hosen. Es ist nicht so einfach, sein Ding über den Hosenbund zu zwängen und dazu noch im richtigen Moment zu pinkeln. Wir Männer haben dabei noch Glück, bei Frauen ist es komplizierter!

Am 4. Mai 2001 vollbrachte ich meine Meisterleistung in meiner ersten Ausfahrt über 100 km, wobei ich die letzten 3 km auf dem 500m-Rundkurs vor dem „Golfo del Sole“ zurücklegte. Bis zu meinem nächsten Exploit sollten es 13 Jahre dauern. Dann durchbrach ich in Thailand die 200 km Marke.

Follonica

v.l.n.r. Renato Bevilacqua, Dominique Buchs, André Guidali

Vor 15 Jahren fuhr ich noch ohne Sponsoren-Leibchen. Ich trug solche und auch die Rennhosen aus dem Sortiment von Otto’s-Warenposten zum Stückpreis von je Fr. 30.–. Mein Hintern hat ab dem 2. Tag geschmerzt, obwohl ich damals noch kräftigere „Fudi-Muskeln“ hatte. Von den Genickschmerzen ganz zu schweigen. Die waren ab dem 3. Tag nur noch mit Voltaren auszuhalten. Aber ich brachte meine ersten 7 Tage Follonica hinter mich und legte damals über 500 km zurück

Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl meiner Rennleibchen vervielfacht. Ich wurde zu einem gesuchten Werbeträger… ha ha ha … Mein Lieblings- und derzeitiger Hauptsponsor ist die „Brauerei Sonnenbräu aus Rebstein (SG)„, die mich mit Getränken versorgt. (Bem: Meine Schwester hat gut geheiratet!)

Max mit Sonnenbräu-Dress

Max im Sonnenbräu-Dress

2015: Bye bye Follonica

Auch dieses Jahr im 2015 habe ich die Gegend und die Freundschaften genossen. Dank des schönen Wetters machte ich Ausfahrten ohne Ruhetage. So kamen gegen 380 km durch Wein-, Oliven- und Artischockenfelder zusammen. Daneben kam dank der Feinschmecker (Christoph, Dominique, André und Renato) auch mein Magen nicht zu kurz. Unvergesslich das Risotto von Gaby und Dominique. Es ist kein Gerücht, es ist die bittere Wahrheit, man könnte die Toskana auch ohne kräfteraubende Ausfahrten auf dem Rennrad besuchen und geniessen.

Follonica, RRCB, Radrennclub Basel

v.l.n.r. Dominique Buchs, Henriette und André Guidali, Renato Bevilacqua, Peter Gisler, Max

Dominique ist krank, schwer krank. Ueblicherweise habe ich Berührungsängste in solchen Situationen. Wie soll ich mich verhalten? Es war jedoch sehr einfach und ein Aufsteller, mit ihm über seine Krankheit zu sprechen. Es war für uns alle eine Freude, wie er jeden Tag seine 50-60 km auf dem Rennrad abspuhlte. Einzig zum Essen brauchte er sein Trottinet, da er Mühe beim gehen hatte. Unverzichtbar war er wegen seines Gaumens und seinen Wein-Kennnissen. Mit ihm entdeckten wir immer wieder etwas Neues oder einen feinen Tropfen aus dem Vorjahr, z.b. den „414“. Er behütete uns vor ungeniessbarem „Fusel“.

Follonica

Follonica: Dominique auf Trottinette

Follonica, Pizzeria

Wie gewohnt habe ich auch dieses Mal typischen toskanische Spezialitäten eingekauft: Wildschwein- und Paprika-Salami, Schinken, Prosecco und Morelino-Wein. Ich war einmal auch im Lidl in Follonica. Ich bin bei weitem kein Fremdenhasser, aber ich war unangenehm überrascht ob der vielen Muslime, die hier einkauften. Ich fühlte mich nicht mehr in Italien, eher in der Türkei. Ob diese als Flüchtlinge übers Meer kamen? Da wird auf das katholische Italien und das übrige Europa noch einiges Ungemach zukommen.

Golfo del Sole in Follonica

Residiert habe ich wiederum im Bungalow 167 direkt am Sandstrand. Am Bungalow gab es nichts auszusetzen, auch wenn das Geschirr und die Bestecke unvollständig waren. Kritischer stand es ums Restaurant der Anlage. Die Qualität soll gemäss Renato im Unterirdischen angelangt sein und nicht mit den dekorierten Chefs Schritt gehalten haben. Dabei dachten wir doch letztes Jahr, dass die Silberfischchen im Pizza-Karton von Manuela und Luki nicht mehr zu toppen seien.  Früher beim alten Direktor musste man sich einen Platz fürs Abendessen reservieren, heute war das Restaurant leer und Lichterlöschen bereits kurz nach 21 Uhr wegen fehlender Gäste. Es bestätigte sich auch in diesem Falle: hochdekorierte dunkel gekleidete Chefs sind keine Garantie für ein feines Restaurant.

Früher wurde man vom alten Direktor noch begrüsst, heute ist der neue Direktor mit seiner russischen Frau/Freundin beschäftigt. Irgendwie erinnert mich der Kapitän vom Golfo del Sole an den Kapitän der Costa Concordia, die unweit vor Giglio sank.

Follonica, AbendrotBye, Bye Follonica

Bye, Bye Dominique: Am 21. Juli 2015 erlag Dominique seinem schweren Krebsleiden

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5. Mai 2015: Erster Sommertag in Istrien

Das Wetter auf Solaris war besser als im Norden

Meise, BrütenSeit 2 Wochen befinde ich mich auf Solaris. Das Wetter war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Eher ungewohnt für Solaris. Nachts brauchte ich eine warme Decke und musste im Wohnwagen heizen.. Tagsüber schein anfänglich die Sonne, aber ein kühler Wind erlaubte kein „sünnele“ und noch weniger ein abendliches Zusammensitzen. Zwischendurch regnete es stundenweise, aber recht harmlos.

Gestern am 5. Mai erlebte ich den ersten warmen Sommertag. In Sommerdress konnte ich eine 78km-Runde radfahren und mehrere Stunden unter meinem Olivenbaim sonnen. Abends sass ich mit Martina und Klaus vor ihrem Wohnwagen zusammen. Ein rundum schöner Frühlingstag. Gleich soll es in den nächsten Tagen weitergehen

Es bestand keine Gefahr von Unwettern wie im Norden

Die Meisen spüren bereits wieder den Frühling und brüten im Feuerwehr-Schrank. Nächste Woche geht es in die Toscana zum Radfahren

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26. April: Hexenschuss

Hexenschuss

Immer diese Frauen! Eine Hexe war es, die mich abgeschossen hat

Es war am Sonntag-Vormittag, 26. April: eine ungeschickte Bewegung, dann ein Messer-Stich in meinen Rücken; ein Schmerz, der durch meinen ganzen Körper durchschwabbte. Dies war meine erste Bekanntschaft mit dem Phänomen „Hexenschuss“ (=Wirbelsäule-Verrenkung).

Wie kam es dazu? Ich machte keine schwere Arbeit, denn das Vorzelt stand bereits seit 3 Tagen. Ich wollte nur etwas vom Boden aufheben.

Wie ein alter 70-Jähriger schleppte ich mich in den Wohnwagen und suchte nach meinen Voltaren-retard-Schmerz-Tabletten. Diese sollten mir Linderung verschaffen. Wie durch Gedankenübertragung hielt vor meinem Wohnwagen das Auto mit Udo. Udo kenne ich schon lange. Wir haben zusammen noch Tennis gespielt. Udo kommt aus dem deutschen Offenburg, wohnt jedoch ganz in der Nähe vom Campingplatz in Tar und kennt sich hier bestens aus. Er bot sich an, mich am morgigen Montag zu seinem deutsch-sprechenden Arzt und Chiropraktiker in Porec zu bringen. Wie froh war ich doch, ob seines Angebotes.

Montag, 27. April: Der Chiropraktiker renkt ein

Am Montag brachten mich Udo und Kerstin in die Praxis von Dr. Natko Radocaj direkt beim grossen Parkplatz in Porec, der Jahre lang im Spital in Ulm als Orthopäde und Chiropraktiker praktizierte. Er soll bereits 80 Jahre alt sein, was man ihm aber gar nicht ansieht. Eine Praxis in Kroatien hat wenig mit den Luxus-Behandlungsräumen in der Schweiz gemein. Ein kleines fensterloses Wartezimmer mit 7 Stühlen, aber daneben ein grosser Behandlungsraum. Keine Vorzimmerdame. Er ist Mädchen für alles.

Ich musste mich ausziehen und mich auf eine spezielle Liege legen. Dann kniete er zweimal kurz auf meinen Rücken, es knirschte und knackte. Ich schrie! Ich fühlte mich wie neu geboren. aller Schmerz war weg! Dann gab es noch eine Voltaren-Spritze und einen neuen Termin für den Mittwoch. Im Laufe des Tages kam zwar ein leichter Schmerz zurück, aber dieser war auszuhalten.

Dienstag, 28. April: Konnte nur schwer aufstehen

Ich hatte recht gut geschlafen, obwohl ich meinen Rücken beim Drehen von einer Schlaflage in die andere spürte. Am Morgen früh beim Aufstehen wars aber wieder extrem schlimm. Ich musste mich hochziehen, derart schmerzte der Druck meines Oberkörpers auf dem angeschlagenen Nerv. Unverzüglich schluckte ich ein Voltaren retard, das mir in kurzer Zeit Linderung brachte. Es war der entzündete Nerv, der rebellierte und schmerzte, und dagegen half Voltaren. Von da an ging es aufwärts. Abends ging ich mit Klaus, Martina, Maria, Monica und Gerhard fein Essen in Rest. Petra bei Vrsar und fühlte mich wie Neugeboren. Ich konnte mich sogar drehen, als ich mit dem Auto rückwärts einparkte.

Mittwoch, 29. April: Abschluss-Visite beim Chiropraktiker

Nachts hatte ich fast keine Schmerzen. Beim Aufstehen am Morgen früh zwickte es zwar wieder, aber nicht so stark wie gestern. Sicherheitshalber nahm ich nochmals ein Voltaren. Es sollte das letzte sein

Um 8 Uhr fuhr ich zum Arzt nach Porec. Nach einem kurzen Check war er zufrieden und bestätigte, dass meine Nachschmerzen normal seien. Auf meine Frage, ob ich Radfahren dürfe, nickte er und meinte: „Sie dürfen alles, was Ihnen keine Schmerzen bereitet„.  Dann stellte er mir die Rechnung aus. Ich war vorgewarnt, denn er gab mir bereits am Montag einen Kostenvoranschlag: 500 Kunar musste ich für die Behandlungen bezahlen. Dies sind ungefähr €65

Donnerstag, 30. April: Mein Mitgefühl gilt den Rückengeschädigten

Zum ersten Mal brauchte ich keine Schmerztablette, als ich am Morgen aufstand. Es ging sichtlich aufwärts. Meine Stimmung stieg auf 100%

Meine Gedaken sind bei Bärbel und Kerstin. Beide leiden seit Jahren unter derartigen Rückenschmerzen und brauchen die stärksten Schmerzmittel. Ich kann nun mitfühlen. Solche Schmerzen sind grauenhaft!

Freitag, 1. Mai: Meine Schmerzen sind weg

Meine Rücken-Schmerzen sind verschwunden. Die Beweglichkeit wie vorher. Einzig die Angst resp. der Respekt vor einer Wiederholung beeinflussen meine Bewegungen.

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21. – 24. April: Los geht’s – Auf nach Solaris – Ich bin gelandet

Anhängekupplung für den Wohnwagen

Anhängekupplung für den Wohnwagen

Mittwoch, 21. April: Fahrt nach Istrien

Am Dienstag, 21. April um 05:15 bin ich in Binningen gestartet und nach 847 km um 15:45 Uhr via Zbanday, wo ich den Wohnwagen bei Edo überwintere, auf Solaris gelandet. Auf den italienischen Autobahnen musste ich € 35 Maut bezahlen. Mein Schleichweg vom Zoll Triest via  Bertoki nach Koper funktioniert immer noch bestens. In Koper habe ich die notwendigen Lebensmittel eingekauft.

Aber welche Ueberraschung auf Solaris: Ich war einer der ersten Camper. Weit und breit kein anderer. Eben haben sie auf den Wegen des Platzes die Verkehrs-Signalisation erneuert. Ein Parkverbot bei der Reception, eine Stopstrasse beim Abbieger zur Ausfahrt aus dem Campingplatz und eine Mittellinie …. ha ha ha …. Pech hatte der Maler, weil ich mit meinem Wohnwagen über die nasse Farbe fahren musste

Der Platz war bereit. Die Sanitärhäuser waren offen und bereit für die Gäste. Sogar Papier war vorhanden. Alle Wiesen sind gemäht. Leider sind auch die Steine weg, die ich für die Stützen des Wohnwagens brauchte.

Das Wetter war wunderbar. Sonnenschein und über 21ºC, aber nachts kalt, um die 5-7ºC.

Nachdem der Wohnwagen stand, das Elektrische angeschlossen, der WC-Tank mit Wasser aufgefüllt und die Stützen heruntergefahren waren, stellte ich mein kleines Hilfszelt auf, um den Kühlschrank, die Kühlbox, mein Rennrad, die Kisten mit den Kabeln aus dem Wohnwagen zwischenzeitlich zu lagern.

Abends ging ich in die Galeria zu Sneky essen. Ich hatte Lust auf ein grosses Bier und eine Pleskavica (Hamburger gefüllt mit Käse) mit Pommes Frites.

Mittwoch, 22. April: Vorzelt aufbauen

Nach 10 Stunden tiefem Schlaf, ich legte mich bereits um 20:30 Uhr aufs Ohr,  wurde ich von der Sonne angenehm aufgeweckt. Echtes Camping-Feeling! Es war sehr  kühl in der Nacht. Aber nach einer warmen Dusche und feinem Frühstück gings an die Arbeit. Die Temperatur stieg im Laufe des Tages auf 24ºC

Zuerst galt es die Wasserrinne zu graben, damit bei Regen das Wasser nicht ins Vorzelt rinnt. Für diese Arbeit rechnete ich mit dem Profi-Spaten von Klaus, aber er war überraschenderweise noch nicht hier. Also musste ich alles mit meinem Klappspaten erledigen.

Dann habe ich die Plastik-Plane ausgelegt und das Vorzelt aufgebaut. Da es windstill war, hatte ich keine Probleme und konnte mir genügend Zeit nehmen. Um die Mittagszeit war auch dies erledigt.  Ich spürte meine Leistung. Die Leiter immer wieder hinauf, dann in die Knie und Häringe einschlagen. Ich war geschafft und legte mich 1 Stunde aufs Liegebett. Oh, wie gut hat dies meinem geschundenen Körper getan.

Für viele Camper ist dies das erste , was sie unverzüglich bei Ankunft machen: Die SAT-Antenne fürs Fernsehen installieren. Bei mir kam dies heute an die Reihe, was mir in kürzester Zeit gelang. Dies ist oft eine Glücksache. Letztes Jahr war ich am Verzweifeln, bis ich die beiden Satelliten lokalisiert hatte.

Donnerstag, 23. April: Vorzelt ausrüsten und Sonnensegel montieren

Gestern Abend hat mein Körper geschmerzt. Diese körperliche Arbeit war ich nicht mehr gewohnt. Ich schaute noch Champions League und ging dann schlafen.

Heute fühlte ich mich wie Neugeboren. Keine Schmerzen oder Verspannungen. Voll fit für die Arbeiten. Zuerst installierte ich die Sturmverstrebungen im Vorzelt und fuhr dann zum Edo, um die Küchenschränke, die Plastikgestelle, das Sonnensegel, die Gasflasche etc aus meinem Material-Wohnwagen zu holen. Es war zwar warm, aber es wehte ein kühler Wind. So musste ich beim Aufstellen des Sonnensegels besonders aufpassen und mit Häringen absichern, damit es mir nicht davonflog. Aber schlussendlich passte alles.

Dazwischen passierte aber etwas Unerwartetes. Eine Naht am Ueberzelt löste sich auf. Guter Rat war teuer. Sollte ich dies lassen, denn die Naht hatte keinen Einfluss auf die Dichtigkeit, oder sie von Hand nachnähen? Ich schloss mich zum Zweiten und nähte von Hand mit einem Knopffaden. Glüchlicherweise hatte ich einen Fingerhut in meiner Nähschachtel, um die Nadel in den dicken Stoff zu stossen. ja, gelernt ist gelernt. Nähen habe ich im Militär gelernt!

Donnerstag, 24. April: Gepäck auspacken

Gestern schien noch die Sonne, heute war es bedeckt und regnete sogar ein paar Mal. Ideales Wetter, um einzuräumen und den Wohnwagen zu putzen. Dabei mussten die Teppiche weichen, denn sie klebten teilweise auf dem Boden. Der Abfall-Container liess grüssen.

Dank des Regens konnte ich die Funktionalität des Wassergrabens testen. Wunderbar, das Wasser floss um das Vorzelt in die Wiese..

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12. April: Heute war Buchungstag

Es gibt den Mutter- und den Vatertag, auch den Mittag und Samstag. Aber was ist ein „Buchungstag“?

Ich habe heute früh die Flüge in den Kosovo und nach Thailand gebucht !

Kosovo im Juli 2015

Ich war bereits im 2003 und 2007 im Kosovo. Am Freitag, 10. Juli werde ich ein 3. Mal in den Kosovo in das Land meines Schwiegersohns Eshref fliegen und die Fortschritte in diesem gastfreundlichen Land beobachten. Ich freue mich darauf

  • Hinflug mit Adria Airways JP838 ab Ljubljana: Freitag, den 10. Juli um 13:45 Uhr, Ankunft um 15:15 Uhr in Pristina
  • Rückflug mit Adria Airways JP839 ab Pristina: Dienstag, den 21. Juli um 15:55 Uhr, Ankunft um 17:20 Uhr in Ljubljana
  • Kosten Flugticket: Fr. 313.– Economy Klasse

Thailand vom 15. Okt. 2015 – 16. März 2016swiss_airline

Bereits zum 8. Mal geht es im kommenden Winter wieder nach Thailand. Wie gewohnt reise ich Mitte Oktober nach Bangkok.

Ich fliege dieses Mal mit der Swiss ab Zürich, obwohl ich den Rückflug tagsüber machen muss. Es ist für mich ein Unterschied, ob ich für den Non-Stop-Business-Flug  Fr. 3’200.– oder über Fr. 5’300.– bei Thai Airways bezahlen muss.

  • Hinflug mit Swiss LX180 ab Zürich: Mittwoch, 14. Okt. um 17:45 Uhr, Ankunft am Donnerstag, 15. Okt. um 09:30 Uhr in Bangkok
  • Rückflug mit Swiss LX181 ab Bangkok: Mittwoch, 16. März 2016 um 13:05 Uhr, Ankunft am selben Tag um 19:30 in Zürich
  • Kosten Flugticket: Fr. 3’207.– für Business-Class

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